7/ Risk Management: Schäden verhindern, Kosten sparen. Fuhrparkmanagement: Wie Evonik für Sicherheit sorgt. Transporter: Jährliche Überwachung

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1 7/ , / ISSN X / 36. Jahrgang. Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover Das unabhängige Fachmagazin für Fuhrparkbetreiber Risk Management: Schäden verhindern, Kosten sparen Fuhrparkmanagement: Wie Evonik für Sicherheit sorgt Transporter: Jährliche Überwachung Autos: Schon gefahren: BMW i3

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3 Editorial Informationen Print oder Online? Liebe Leserin, lieber Leser, Printmedium und Internet verschmelzen immer mehr. Doch wer glaubt, dass das eine das andere ablöst und überflüssig macht, der dürfte sich täuschen. Vielmehr ergänzen sich die beiden Medien. Denn längere Texte liest man lieber auf gedrucktem Papier als am Bildschirm, während man diesen dafür nutzt, um Filme zu sehen, Nachrichten zu lesen und vielleicht sogar sich fortzubilden. Entsprechend haben wir uns mit bfp aufgestellt. Umfangreiche Informationen in Text und Bild liefert die Printausgabe, die Sie gerade in den Händen halten. Deren Informationen werden ergänzt von weiterführenden Tabellen und Texten, die als Download auf unserer Homepage stehen; etwa die kompletten Betriebskostenberechnungen und in dieser Ausgabe einen weiteren Artikel zum Schwerpunktthema Risk Management. Darüber hinaus finden Sie täglich die neuesten, für den Fuhrparkmarkt interessanten Nachrichten auf fuhrpark.de, ebenso wie Informationen zum jüngsten Fuhrpark-FORUM inklusive Filmen, Infos und Anmeldemöglichkeiten für die Seminare und Lehrgänge der AKADEMIE, die nun durch Online-Seminare ergänzt wurden. Und noch vieles mehr. Stöbern Sie einfach mal es lohnt sich. Neues aus Europa. Das EU-Parlament hat in erster Lesung jährliche Überwachung nun auch für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen beschlossen; eine weitere Plakette soll es aber nicht geben. Was die EU genau vorhat lesen Sie auf Seite 47. Hans-Joachim Mag, Chefredakteur 003

4 Informationen Inhalt Inhalt 7/ Risiken minimieren Mit.dem.passenden.Risk.Management.lassen.sich.die.Schadenkosten. verringern.. Wie. das. gehen. kann,. erläutert. Sabine. Brockmann.im.Schwerpunktthema.dieser.Ausgabe.ab.Seite Komplett ab Werk Immer. mehr. Hersteller. bieten. die. passende. Einrichtung. für. Transporter.und.Kastenwagen.ab.Werk.an..Sabine.Neumann. hat.sich.diesen.wachsenden.markt.angesehen. 53 Editorial Markt Umfrage:. Achten.Sie.auf.das.Vorhandensein.eines.Ersatzrades?,.. wollte.sabine.neumann.in.diesem.monat.wissen Dataforce:.Talfahrt.gebremst..das.Minus.bei.den.Zulassungen.im.. Flottenmarkt.liegt.nach.dem.ersten.Halbjahr.bei.9,9.Prozent CVO:.Der.Trend.zum.Leasing.in.der.Fuhrparkfinanzierung.hält.an Top.5:.Die.meistgelesenen.Artikel.auf.www.fuhrpark.de Digital:.CPM.führt.die.elektronische.Fahrzeugakte.ein HPI.Fleet.stellt.Insolvenzantrag AKADEMIE:.Elf.neue. Zertifizierte.Fuhrparkmanagement-Berater Per.Mausklick:.Die.Fahrzeugzulassung.könnte.bald.. einfacher.werden Gebündelt:.4-Fleet.Group.stellt.sich.neu.auf International:.VW.Financial.Services.bietet. Fleet.Cars.. nun.in.23.ländern.an Wandel:.SUV.werden.in.europäischen.Fuhrparks.. immer.beliebter Nachrichten/Personalien Fuhrparkmanagement Basis-Wissen.Recht:.Unternehmen.haben.dafür.zu.sorgen,.. dass.die.firmen-pkw.auch.arbeitssicher.sind Basis-Wissen.Steuer:.Die.Übertragung.stiller.Reserven.. bei.ersatzbeschaffung.eines.kfz Risk.Management.I:.Die.Marktdurchdringung.von.RM-Projekten.. ist.noch.nicht.weit.fortgeschritten..vier.experten.beschreiben,.. was.risk.management.auszeichnet Risk.Management.II:.Welche.Maßnahmen.sich.für.. welche.fuhrparks.eignen Risk.Management.III:.Bei.Evonik.Industries.steht.die.. Fürsorgepflicht.des.Fuhrparkverantwortlichen.im.Blickpunkt... und.deswegen.das.thema.sicherheit.ganz.oben Service Recht:.Immer.wieder.strittig.ist.die.Frage,.ab.wann.. ein.schaden.grob.fahrlässig.verschuldet.wurde... Das.BAG.gibt.nun.wieder.keine.Antwort Steuer:.Stellplatz-.und.Garagenkosten.bei.doppelter.. Haushaltsführung..BFH.sieht.Klärungsbedarf Paket-Dienst:.Hyundai.und.VW Service.&.Reifen:.Die.Wartungskosten.der.Luxusklasse Aktuelle.Urteile Sommer-Kollektion Der.Frühsommer.brachte.viele.fuhrparkrelevante.Neuheiten:. Vom.Golf.Variant.über.die.Mercedes-S-Klasse.bis.zum.BMW. i3..wir.geben.einen.überblick. Veranstaltungen AKADEMIE:.Das.Seminarprogramm.2013.sowie.die.Termine.. der.lehrgänge.zum. Zertifizierten.Fuhrparkmanager

5 Neu Fokus Drucksache:.Mit.der.Einführung.von.Kontrollsystemen.für.den.. Reifendruck.dürften.die.Kosten.steigen..Doch.was.bringen.sie? Qualität.im.Vergleich:.PSA.stellt.sich.den.kritischen.Blicken.. von.experten..im.fokus:.peugeot.508.und.citroën.c4.picasso Transporter Strengere.Regeln:.Die.EU.beschließt.die.jährliche.. Überwachung.für.leichte.Nutzfahrzeuge..Immerhin:.. Eine.neue.Plakette.wird.es.nicht.geben Ausbauten.ab.Werk:.Dank.vieler.Kooperationen.können.. Gewerbetreibende.die.passenden.Einrichtungen.immer.. öfter.ab.werk.kaufen..sabine.neumann.gibt.einen.überblick Nachrichten Auto+Kosten Schluckfreudiger:.Der.Golf.Variant.der.siebten.Generation.. ist.gewachsen.und.kann.mehr.ladung.aufnehmen Bald.surrt.er:.Im.November.kommt.der.i3.zu.Preisen.ab.rund Euro..Wir.sind.den.kompakten.Stromer.bereits.gefahren Optimale.Ergänzung :.Interview.mit.Christoph.. von.meyer.zum.projekt.bmw.i Neue.Dimensionen:.Die.neue.Mercedes.S-Klasse.verwöhnt.. die.insassen.mit.viel.komfort.und.innovativer.technik Zwei.Herzen:.Toyota.bringt.den.Kombi.des.Auris..Auch.beim.. TS.ist.der.Hybrid.günstiger.als.der.Diesel Aufstiegschance:.BMW.erneuert.den.Fünfer.und.bringt.. einen.neuen.einstiegsdiesel Audi.A3.Limousine:.Dynamisch Citroën.C4.Picasso:.Er.wäre.stolz VW.Golf.GTD:.Knackiger.Diesel Nissan.Note:.Nehmerqualitäten Kia.Ceed.GT:.Linke.Spur Fiat.500L.Living/Trekking:.Zuwachs Fahrbericht:.Seine.Stärken.hat.die.Mercedes-E-Klasse.auch.. nach.dem.facelift.auf.der.langstrecke..auch.als.220.cdi Fahrbericht:.Der.Opel.Adam.ist.ein.hipper.Zeitgenosse,.. der.nicht.nur.frauen.anspricht Betriebskosten:.Kompaktklasse Fuhrparkmanagement Aus der Praxis für die Praxis Zertifizierte Fuhrparkmanager legen ihre Erfolgsmethoden offen ISBN ,95 EUR (D) Bestellung und weitere Infos unter Das FPM-Buch! Das Tagesgeschäft eines Fuhrparkleiters ist vielfältig und sehr komplex. Der bekannte Fuhrpark-Profi Helmut Pätz hat 21 Arbeiten der erfolgreichsten Absolventen mit hohem Praxisbezug für komplizierte Fragen, aber auch für den täglichen Ablauf zusammengestellt. Ob Fuhrpark-Profi oder Neueinsteiger, dieses Buch bietet Ihnen ein umfassendes Wissenswerk für praxistaugliche Lösungen. So wird der Einstieg in die komplexe Welt des Fuhrparkmanagements ganz einfach. GLOBELYST M. DIE PERFEKTE FAHRZEUGEINRICHTUNG FÜR IHRE HERAUSFORDERUNGEN! Informationen Impressum Vorschau Parkplatz

6 Markt umfrage Tirefit reicht Sabine Neumann Achten Sie auf das Vorhandensein eines Ersatzrades?, wollte Sabine Neumann in diesem Monat wissen. Ein Reifenwechsel ist im Vergleich zu Tirefit schließlich eine mehr oder weniger saubere Angelegenheit SEtS im Auto Ich achte gar nicht darauf, ob ein Ersatzrad im Fahrzeug ist oder nicht. Die Sets zur Reifenreparatur sind schließlich immer automatisch im Auto. Und das ist vollkommen ausreichend. Allerdings muss ich sagen, dass sich bei uns die Mitarbeiter immer selbst um ihre Reifen kümmern. Deshalb kann ich nicht wirklich einschätzen, wie häufig es zu Schäden daran kommt. Aber bisher habe ich noch nie eine Info bekommen, dass es bei jemandem einen Reifen zerrissen hätte. Markus Gottsacker, SQS Software Quality System AG, Köln MitArbEitEr kümmern Sich Ich gehe davon aus, dass ein Ersatzrad in den Fahrzeugen ist. Oder zumindest ein Reifen-Reparatur-Kit. Bisher habe ich allerdings nicht den Eindruck, dass es häufig zu Reifenschäden kommt. Die Mitarbeiter regeln das ohne mein Zutun über unseren Werkstattdienst. Außerdem gehe ich grundsätzlich davon aus, dass es egal ist, ob ein vollwertiges Ersatzrad oder Tirefit im Auto ist. Die wenigsten würden ihre Reifen selber wechseln. Sie rufen sicher jemanden von der Werkstatt an und die kümmern sich dann darum. Carola Ehrhardt, Microsoft Deutschland GmbH, Unterschleißheim ErSAtzrAd, immer Bei all unseren Fahrzeugen ist ein Ersatzrad mit an Bord. Das ist schon aus psychologischen Gründen wichtig. Schließlich weiß so jeder unserer Kunden, dass es selbst bei einem stark beschädigten Reifen immer eine einigermaßen problemlose Möglichkeit gibt, die Fahrt nach dem Austausch fortzusetzen. Ein Reifenwechsel ist im Vergleich zu Tirefit schließlich eine mehr oder weniger saubere Angelegenheit. Außerdem kann der kaputte Reifen repariert werden, was mit dem Reifendichtmittel nicht unbedingt der Fall ist. Damit wirkt sich ein Ersatzrad auch positiv auf der Kostenseite aus. André Putzker, Stadtmobil Car Sharing GmbH & Co. KG, Berlin VollwErtigES ErSAtzrAd Wir bestellen immer ein vollwertiges Ersatzrad bei den Fahrzeugen mit. Für den Preis bekommen wir sonst keinen Reifen inklusive Felgen. Nicht immer liegt das Rad dann auch im Fahrzeug. Aber wenn es zu einem Schaden kommt, müssen unsere Mitarbeiter nur bei unserer firmeneigenen Werkstatt anrufen. Die Mechaniker fahren raus, nehmen das Rad mit und tauschen es aus. Da wir ja immer das passende Rad auf Lager haben, können wir uns sicher sein, dass es zu keinen Verzögerungen kommt beispielsweise weil eine benötigte Radgröße erst bestellt werden müsste. Und noch einen Vorteil hat unsere Vorgehensweise, Ersatzräder für die Geschäftswagen zu bestellen: bei vier gleichen Fahrzeugen haben wir auf diese Weise immer einen kompletten Reifensatz auf Vorrat. Thomas Schröder, Stadtwerke Bielefeld GmbH, Bielefeld Nur tirefit Nein wir bestellen meist nur Tirefit für die Dienstwagen. Ein vollwertiges Ersatzrad hat ein ziemliches Gewicht. Das sind Kilos, die man leicht einsparen kann, denn schließlich wirken die sich nicht unerheblich auf den Verbrauch aus. Je nachdem, wo ein Reifenschaden passiert, kümmern sich die Mitarbeiter entweder selbst um die Reparatur oder sie rufen den Reifendienst an. Auf der Autobahn sollte beispielsweise keiner auf die Idee kommen, selbst mit dem Flicken des Reifens anzufangen. An ruhigeren Orten setzen die Mitarbeiter das Reifendichtmittel indessen selbst ein. Ich gehe davon aus, dass das jeder kann. Sven Urbanek, Technische Universität Dresden reifendienst Nein, wir haben keine Ersatzräder in den Fahrzeugen. Von den Herstellern kommt Tirefit und das ist ausreichend. Zudem wiegt das Reparaturset viel weniger, was auch den Verbrauch des Wagens reduziert. Wenn ein Mitarbeiter eine Panne hat, dann ruft er sowieso den Reifendienst. James Wapelhort, US Army Vehicle Fleet Europe SEMiNArE In unseren Fahrzeugen ist eher Tirefit als ein Ersatzrad. Das Reifendichtmittel reicht meist vollkommen für den Großteil der Schäden aus. Oft dringt ein Nagel oder ähnliches ein und da genügt das Dichtmittel. Unser Fahrzeughersteller bietet in regelmäßigen Abständen Seminare für unsere Mitarbeiter an, bei denen sie außer wichtigen Verhaltensweisen im Fall eines Unfalls auch lernen, mit Tirefit umzugehen. Außerdem haben wir eine enge Kooperation mit einem Reifenhersteller. An ihn können sich die Mitarbeiter jederzeit wenden, wenn sie einen größeren Reifenschaden haben. Paul Burek, Friedrich Delker GmbH & Co. KG, Essen 006

7 Andreas Steinkemper Fuhrparkmanager Ein Duo, das sich auszahlt. Jetzt mit der Aral CardPlus PAYBACK Punkte sammeln und Aral die pauschale Versteuerung überlassen. Die Angabe des geldwerten Vorteils beim Einsatz der PAYBACK Card in Verbindung mit der Aral CardPlus entfällt künftig für Ihre Mitarbeiter und Sie als Arbeitgeber. Damit wird die Teilnahme an PAYBACK noch einfacher, und Sie haben kostenlos ein zusätzliches Belohnungs- und Motivationsinstrument. Lassen Sie Ihre Aral CardPlus Kundennummer jetzt zum Sammeln von PAYBACK Punkten freischalten! Mehr Infos unter:

8 Markt flottenmarktzulassungen Transporter-Markt (Flotte & Privat) Flottenmarkt insgesamt Q1-Q Q1-Q Differenz in % Entwicklung zu Vorjahr ,7% Anzahl Neuzulassungen TOP 10 Marken Q1-Q Q1-Q Differenz in % Marktanteil Q1-Q VW ,8% 31,8% MERCEDES ,7% 17,0% FIAT ,2% 12,5% FORD ,1% 8,4% RENAULT ,5% 6,8% CITROEN ,2% 6,3% OPEL ,3% 4,5% PEUGEOT ,6% 3,7% IVECO ,8% 2,2% NISSAN ,1% 1,7% Anzahl Neuzulassungen TOP 10 Modelle Q1-Q Q1-Q Differenz in % Marktanteil Q1-Q VW TRANSPORTER ,5% 15,1% VW CADDY ,4% 12,2% MERCEDES SPRINTER ,9% 10,2% FIAT DUCATO ,4% 10,1% FORD TRANSIT ,4% 6,7% MERCEDES VITO ,0% 4,8% CITROEN BERLINGO ,5% 3,5% VW CRAFTER ,0% 3,2% RENAULT KANGOO ,0% 2,4% RENAULT MASTER ,2% 2,4% Aufsteiger Marken Q1-Q Aufsteiger Modelle Q1-Q Volumenplus zu Q1-Q DACIA 930 OPEL COMBO 543 FORD 109 VW AMAROK 498 ISUZU 107 FORD RANGER 304 Volumenplus zu Q1-Q Pkw-Flottenmarkt Flottenmarkt insgesamt Q1-Q Q1-Q Differenz in % Entwicklung zu Vorjahr ,9% Anzahl Neuzulassungen TOP 30 Marken Q1-Q Q1-Q Differenz in % Marktanteil Q1-Q VW ,5% 25,6% AUDI ,5% 14,1% BMW ,5% 12,5% MERCEDES ,8% 9,7% FORD ,0% 6,5% OPEL ,6% 5,6% SKODA ,7% 4,7% RENAULT ,6% 2,7% SEAT ,0% 1,7% TOYOTA ,1% 1,5% PEUGEOT ,0% 1,5% VOLVO ,0% 1,3% HYUNDAI ,3% 1,3% CITROEN ,2% 1,2% MINI ,1% 1,2% PORSCHE ,2% 1,1% MAZDA ,5% 1,0% FIAT ,3% 1,0% SMART ,3% 0,8% KIA ,7% 0,8% NISSAN ,7% 0,8% LAND ROVER ,0% 0,7% DACIA ,4% 0,6% MITSUBISHI ,4% 0,4% CHEVROLET ,0% 0,4% HONDA ,1% 0,3% SUZUKI ,5% 0,3% JEEP ,0% 0,2% JAGUAR ,7% 0,1% SUBARU ,7% 0,1% Am besten lief es bei Mazda, das seinen Absatz um satte 51,5 Prozent steigerte Flottenbezogene Neuzulassungen Q1-Q kumuliert Anzahl Neuzulassungen TOP 30 Modelle Q1-Q Q1-Q Differenz in % Marktanteil Q1-Q VW PASSAT ,0% 6,5% VW GOLF ,3% 5,2% AUDI A4, S ,9% 4,5% BMW 3ER ,6% 4,3% AUDI A6, S ,5% 3,5% BMW 5ER ,4% 3,1% MERCEDES C-KLASSE ,0% 2,5% VW TOURAN ,2% 2,4% BMW 1ER ,8% 2,1% SKODA OCTAVIA ,5% 2,0% VW POLO ,8% 2,0% OPEL ASTRA ,0% 1,9% FORD FOCUS ,4% 1,9% VW TRANSPORTER ,0% 1,9% VW TIGUAN ,8% 1,8% MERCEDES E-KLASSE ,9% 1,7% VW UP ,3% 1,6% AUDI A3, S ,3% 1,5% VW CADDY ,0% 1,5% AUDI Q ,0% 1,4% AUDI A5, S ,6% 1,2% MERCEDES A-KLASSE ,7% 1,2% VW SHARAN ,7% 1,0% BMW X ,7% 1,0% OPEL INSIGNIA ,3% 1,0% SKODA SUPERB ,0% 0,9% FORD FIESTA ,1% 0,9% OPEL CORSA ,5% 0,9% OPEL ZAFIRA ,1% 0,8% MERCEDES B-KLASSE ,7% 0,8% Aufsteiger Marken Q1-Q Aufsteiger Modelle Q1-Q Volumenplus zu Q1-Q MAZDA MERCEDES A-KLASSE SEAT BMW 3ER LAND ROVER 220 VW UP Volumenplus zu Q1-Q

9 flottenmarktzulassungen Markt Talfahrt gebremst Nach einem Minus von 14,2 Prozent im ersten Quartal beläuft sich das Minus des ersten halbjahres auf 9,9 Prozent. transporter bei minus 11,7 Prozent. Ein wenig erholt hat sich der relevante Flottenmarkt im zweiten Quartal, so dass sich das Minus der Verkäufe an Fuhrparks im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr auf nur noch 9,9 Prozent beläuft. Besonders heftig traf es Peugeot und Volvo mit einem Minus von 29 und 27 Prozent. Auch Renault büßte 25,6 Prozent an Absatz ein. Mercedes, Ford, Opel und Škoda verzeichneten auch nennenswerte Absatzeinbußen (siehe Tabelle). Es gab aber auch einige Pluszeichen. Am besten lief es bei Mazda, das seinen Absatz um satte 51,5 Prozent steigerte. Auch Seat kann zufrieden sein; die VW-Tochter verzeichnete Zuwächse von 25 Prozent. Bei den Modellen verkaufte sich vor allem der BMW Dreier mit einem Plus von 19,6 Prozent besser, während Marktführer VW Passat Einbußen von 16 Prozent hinnehmen musste. Stark gebeutelt wurde auch die Mercedes C-Klasse mit einem Minus von 35 Prozent. Wett gemacht wurde das durch die neue A-Klasse, die die Flottenverkäufe um 233 Prozent steigerte. Bei den Transportern reduzierte sich das Minus zum ersten Quartal (-16,3 %) ebenfalls. Mit 11,7 Prozent lief es zwar auch nicht besonders, aber immerhin sieht man Licht am Horizont. Erwähnenswert sind die Einbußen von Marktführer VW Nutzfahrzeuge mit minus 16,8 Prozent. Renault musste ein Minus von 24,5 Prozent hinnehmen, während es allein bei Ford besser lief als noch im ersten Halbjahr 2012: Man verzeichnete immerhin ein Plus von 1,1 Prozent. So sieht das Schadenmanagement von morgen aus. Profitieren Sie schon heute davon! esrbib 2.0 die virtuelle Bibliothek zur effizienten Verwaltung Ihrer Schadenakten. Schadenschwerpunkte auf Google Maps lokalisieren Über relevante Schadenereignisse per SMS mit allen Infos sofort informiert werden Auf mobilen Endgeräten von überall aus nutzen Komplette Schadenakten einfach mailen Vom effizienten Cover Flow beeindrucken lassen Als unangefochtener Marktführer im Schadenmanagement für gewerbliche Flotten haben wir dieses einmalige Tool für Sie entwickelt. Erfahren Sie mehr auf: Ausgezeichnet mit dem Industriepreis 2012 AFC Auto Fleet Control GmbH Großmoorbogen 25 D Hamburg Tel Mail:

10 Markt News top-5 der meistgelesenen Artikel auf Leasing bleibt vorn cvo: der trend in der fuhrparkfinanzierung hin zum leasing hält weiter an. hauptkriterium bei der Auswahl der firmenwagen W W W W Mitsubishi baut aus Unter der Leitung von Dennis Lindroth baut Mitsubishi Motors ab sofort das Groß- und Gewerbekundengeschäft weiter aus. Das zusätzliche Aufgabengebiet wird in die Abteilung Sales Support & Green Mobility des Mitsubishi Managers integriert. Zur Unterstützung stehen Lindroth zwei Key Account Manager zur Seite: Dieter Gathof und Peter Siegert kümmern sich aktiv um bestehende Rahmenvertragspartner und um die Akquisition von neuen Kunden. bmw plant online-vertrieb BMW will nicht nur das neue Elektroauto i3, sondern auch alle anderen Fahrzeuge künftig über das Internet verkaufen. Das Fachmagazin Wirtschaftswoche zitiert dazu den BMW Deutschland Vertriebschef Roland Krüger: Wir können uns gut vorstellen, dass der Verkauf im Internet bei allen Modellen ergänzend eingesetzt wird. Hinzukomme, so Krüger, dass es künftig Berater gebe, die sowohl den i3 als auch anderen Modelle Kunden zu Hause verkaufen sollen. Eine sogenannte Mobile Sales Force sei eingerichtet. Voller Erfolg Für das Fuhrparkmanagement-Unternehmen F+SC Fleetcar + Service Community war das bfp Fuhrpark- FORUM am Nürburgring ein großer Erfolg. Die Fachmesse für Fuhrparkmanager nutzte die F+SC außerdem, um ihre Qualitätsansprüche zu unterstreichen: Drei zertifizierte Fuhrpark-Serviceberater wurden für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Sie haben die neu geschaffene Ausbildung als Lehrgangsbeste abgeschlossen. trennung von geschäftsfeld Um sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, trennt sich der Business-Mobility-Dienstleister Alphabet International vom Geschäftsfeld Fuhrparkverwaltung der in Stuttgart ansässigen Tochter Fleetlevel+ Services GmbH (ehemals DSL Fleetservices). Durch Fleetlevel+ werden Flotten mit überwiegend Nutz- und Sonderfahrzeugen technisch betreut und verwaltet. W chefs oft keine guten Vorbilder Fuhrparks von Kaiser s Tengelmann, Phoenix Solar, Tchibo und SMA Solar Technology lassen andere Unternehmen beim Klimaschutz hinter sich. Wenn es um Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht, preisen viele Unternehmen in Deutschland ihr grünes Gewissen. Aber wer das hinterfragen will, erntet vielsagendes Schweigen, sagt Jürgen Resch, der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH). % der Unternehmen bezeichnen... als das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der Firmenwagen Bei den Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern ist Leasing längst die Nummer Eins der Finanzierungsmethoden. Jetzt ziehen auch die kleinen Unternehmen nach: Leasing mit Kilometervertrag wird auch bei ihnen immer beliebter. Das ist ein Ergebnis des aktuellen CVO Fuhrpark-Barometers Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut CSA im Auftrag des Corporate Vehicle Observatory (CVO) mehr als Flottenentscheider in zwölf EU-Ländern (Deutschland: 300) zu Trends im Flottenmanagement. Die gesamte Studie kann kostenlos unter angefordert werden. Der Trend der vergangenen Jahre in der Fuhrparkfinanzierung hält an: In Unternehmen ab 100 Mitarbeitern ist Leasing mit Kilometervertrag weiterhin die beliebteste Finanzierungsmethode. 45 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 999 Angestellten und 47 Prozent der Unternehmen mit mehr als Angestellten wählen diese Finanzierungsform. Besonders interessant jedoch: Auch in kleinen Unternehmen bis zu neun Mitarbeitern gewinnt Leasing mit Kilometervertrag zunehmend an Bedeutung. Allein in den letzten zwei Jahren konnte eine Zunahme von sechs Prozent verzeichnet werden. Gegenwärtig finanzieren 23 Prozent der Unternehmen bis zu neun Angestellten ihren Fuhrpark auf diese Art. Seit 2008 beobachtet das CVO die Trends in der Fuhrparkfinanzierung. Dabei zeichnen sich besonders zwei Entwicklungen ab: Je größer die Unternehmen sind, desto beliebter ist Leasing mit Kilometervertrag. Außerdem zeigt sich, dass die Tendenz zu Leasing mit Kilometervertrag über alle Unternehmensgrößen hinweg auf Kosten von Leasing mit Restwertvertrag geht. cpm digitalisiert fahrzeugakte Car Professional Management (CPM) hat zum 1. Juli eine elektronische Fahrzeugakte eingeführt. Über das Internet könne der Fuhrparkleiter somit nicht nur jederzeit alle Kostenverläufe der jeweiligen Fahrzeuge und die dazugehörigen Rechnungen abrufen, er erhalte jetzt auch die Möglichkeit, tagesaktuell wichtige Dokumente einzusehen. Vom Posteingang der Dokumente bis zur abgeschlossenen digitalen Bearbeitung durch die einzelnen Abteilungen regele ein komplexer Arbeitsfluss die Abläufe. Wir erhöhen damit das Maß an Transparenz erheblich und ermöglichen durch das frühe Digitalisieren den schnellen und direkten Zugriff auf wichtige Dokumente, erklärt Thomas Araman, Geschäftsführer der CPM. Es wird jetzt darauf ankommen, mit jedem Kunden die individuellen und optimalen Einsatzmöglichkeiten zu erarbeiten. hpi fleet stellt insolvenzantrag Die HPI Fleet GmbH & Co. KG hat am 10. Juli Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht München hat dem Antrag stattgegeben. Alle Dienstleistungen müssen vorbehaltlich der finalen Zustimmung des jeweiligen Kunden im Namen und auf Rechnung des Kunden erbracht werden. Inanspruchnahmen von Lieferungen und Leistungen im Namen und auf Rechnung der HPI Fleet sind ab sofort nicht mehr möglich. Die im Jahr 2010 als HPI Remarketing GmbH unter dem Dach der HPI Fleet & Mobility Group gegründete Remarketing-Gesellschaft Fleet4sale GmbH ist nach eigenen Angaben von der Insolvenz nicht betroffen. Bereits Mitte März hat der Fahrzeugvermarkter die damals noch als Markennamen geführte Bezeichnung Fleet4sale in den rechtskräftigen Firmennamen umgewandelt. 010

11 News Markt Elf neue Zertifizierte Ausbildungsgang der bfp-akademie erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der AKADEMIE von bfp fuhrpark + management endete am 9. Juli ein weiterer Lehrgang: Elf frisch gebackenen zertifizierte Fuhrparkmanagement-Beraterinnen und -berater bekamen aus den Händen von Cheftrainer Helmut Pätz ihre Urkunden überreicht. Der Abschluss der bfp-akademie orientiert sich streng an den Richtlinien der IHK für IHK-geprüfte Betriebswirte. Die Teilnehmer des nun beendeten Lehrgangs sind Mitarbeiter von BMW/ Alphabet. Auch in dieser Gruppe gab es wieder einen Einser-Absolventen. Markus Richwien platzierte sich mit seiner Abschlussarbeit zum Thema Mobilität im Wandel Elektromobilität bewegt den Markt ganz vorn. Damit setzte der ehemalige BMW-Automobilverkäufer, der sich zum Fuhrparkberater bei Alphabet Fuhrparkmanagement im Großraum Sachsen weiterentwickelte, mit einer glatten Eins eine Benchmark für die neuen Bundesländer, lobte Seminarleiter Helmut Pätz. Nach der Übergabe stellten sich die Teilnehmer(innen) zum Gruppenfoto auf (von links nach rechts): Helmut Pätz, David Wiche, Melanie Vettel, Markus Richwien, Bianca Uxa, Mike Herrmann, Susanne Einecke, Katrin Beisker, Karsten Preusler; Christian Holzinger, Maik Lindemann, Philipp Leitgeb. Weitere Infos zu den Angeboten der Lehrgänge und Seminare der bfp-aka- DEMIE gibt es unter Haben Sie auch Interesse an der berufsbegleitenden Ausbildung zur/m Zertifizierten/r Fuhrparkmanager/in? Erfahren Sie hier auf fuhrpark.de/zertifikat mehr dazu. 4-fleet group stellt sich neu auf Die Goodyear Dunlop Gruppe hat zum 1. Juli 2013 das Flottengeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Dach der GDHS-Tochtergesellschaft 4-Fleet Group GmbH in Köln gebündelt. Ziel sei es, damit das Netzwerk der Reifenfachhandelsbetriebe und des Serviceangebots für die Fuhrparks und Leasinggesellschaften in den Ländern, die die gleiche Reifen-Saisonalität haben und sogenannte Winterreifenländer sind, weiter auszubauen. Zu den Angeboten zählen unter anderem die mobile Reifenmontage vor Ort, das sogenannte Mobile Fitting, und das Rahmenabkommen im Bereich Autoservice. Hier biete das Unternehmen Prozesse zu Online-Abrechnung und Online-Autorisierung, einem Online-Komplettradkonfigurator für Fuhrparks sowie eine neue mobilen Website, die den Fahrern die nächste Werkstatt anzeigt. Vertragspartner der Händler im Bereich des Flottenmanagements sind zukünftig nicht mehr die Goodyear-Dunlop-Gesellschaften in den Ländern, sondern die 4-Fleet Group. Die Abrechnungen werden über das europaweit standardisierte Abrechnungssystem FOS abgewickelt. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Arbeit in der gewohnt partnerschaftlichen Weise fortzusetzen, erklärt Manager Christian Fischer (Foto). Zulassung per Mausklick die zulassung eines fahrzeugs könnte für flottenbetreiber bald einfacher werden. Stundenlanges Warten in der Zulassungsstelle gehört der Vergangenheit an allerdings zunächst nur für die Mitarbeiter eines Joint Venture von TÜV Süd und Sixt. Zusammen mit BMW und der Zulassungsstelle München haben sie ein Verfahren entwickelt, bei dem der Fahrzeugbrief nur noch virtuell existiert. Die Zulassung, Umschreibung oder Abmeldung erfolgt so ohne lästigen Papierkram und Wartezeit. Gedacht ist das zunächst vor allem als Bürokratieerleichterung für Flottenbetreiber: Die Tüv Süd Car Registration & Service übernimmt zum Beispiel für BMW die Zulassung der auf den Hersteller gemeldeten Fahrzeuge. Bei den Dimensionen wird schnell klar, wo die Arbeitserleichterung liegt: Fahrzeuge hat die Service-Gesellschaft allein in einem Monat als Testlauf für den bayerischen Autohersteller zugelassen, künftig rechnen sie inklusive Abmelden und Umschreiben mit Transaktionen pro Jahr. Das Verfahren läuft wie folgt: BMW übermittelt die Fahrzeugdaten verschlüsselt an den Tüv Süd. Dort werden die Angaben für die Anforderungen der Zulassungsstelle optimiert und dann über eine spezielle Schnittstelle der Behörde zur Verfügung gestellt. Sie stellt dann lediglich einen Fahrzeugschein aus, der Brief wird virtuell hinterlegt. Die Tüv Süd Car Registration & Service will das Verfahren im Markt der großen Flotten etablieren. Ob auf Dauer auch private Autofahrer von solch einer vereinfachten Zulassung profitieren können, ist indes nicht klar. Die Daten werden über eine spezielle Schnittstelle an die Behörde übermittelt, damit der Datenschutz gewahrt ist. Diese technische Möglichkeit hat ein Privatmann normalerweise nicht. 011

12 DIE NEUE EFFIZIENZFORMEL: AUS FAHRZEIT WIRD ARBEITS Noch eleganteres Design, zahlreiche BMW ConnectedDrive Innovationen und eine besonders attraktive Gesamtkosten-Bilanz auch in der Neuaufl age begeistert der erfolgreiche BMW 5er Fuhrparkmanager und Firmenwagenfahrer gleichermaßen. Erfahren Sie mehr unter oder wenden Sie sich gerne direkt an unseren Leiter Vertrieb an Großkunden: JETZT BESTELLBAR: DIE NEUE BMW 5er REIHE FÜR IHR UNTERNEHMEN. BMW 5er Reihe: Kraftstoffverbrauch in l/100 km (kombiniert): 9,6 4,5. CO 2 -Emission in g/km (kombiniert): Als Basis für die Verbrauchsermittlung gilt der ECE-Fahrzyklus. Abbildungen zeigen Sonderausstattungen.

13 BMW Großkunden Freude am Fahren ZEIT.

14 Markt news Nissan Qashqai an der Spitze SuV und offroad-modelle werden im europäischen flottenmarkt immer wichtiger. In einer Auswertung über 14 europäische Länder ermittelte Marktbeobachter Dataforce für dieses Fahrzeugsegment einen Anteil von 15,4 Prozent der im ersten Quartal 2013 im relevanten Flottenmarkt neu zugelassenen Pkw. Inzwischen ist somit fast jedes sechste zur Nutzung in Unternehmen neu angeschaffte Fahrzeug ein SUV. Für Unternehmen spielen dabei das Ursprungsland und die Produktionsstandorte einer Marke eine wichtigere Rolle als im Privatmarkt. Bevorzugt wird auf Modelle zurückgegriffen, die von einer Marke aus dem eigenen Land angeboten werden. So belegte in Deutschland der VW Tiguan den ersten Platz im Modellranking, in Schweden wurde die Spitzenposition vom Volvo XC60 besetzt, in Italien war der Fiat Freemont (nicht in den Top 20 auf EU-14-Ebene enthalten) und in der Tschechischen Republik der Škoda Yeti das führende Modell. Der Kia Sportage setzte sich an seinem Produktionsstandort in der Slowakei sowie in Polen an die Spitze des Rankings. Eine Ausnahme von dieser Regel bildete der Range Rover Evoque. Der Brite erreichte seine beste Platzierung mit Rang zwei in Italien. In der Summe der 14 untersuchten Länder war der Nissan Qashqai das gefragteste SUV für den Flotteneinsatz. Gleichzeitig konnte er in sechs dieser Länder den ersten Platz erreichen. Der dritte Platz im SUV-Segment ging mit dem Juke ebenfalls an ein Modell von Nissan. Unter anderem durch den anhaltenden Erfolg dieser beiden Fahrzeuge gelang Nissan im März 2013 mit 4,0 Prozent ein neuer Rekordwert beim Marktanteil in Flotten über alle Fahrzeugsegmente hinweg. Fleet Cars nun international Vw financial Services bietet fuhrpark-software nun in 23 ländern an. Knut Krösche, Head of International Fleet, Region Europe & International, VW Financial Services Mit dem Start von Fleet Cars International ist es der Volkswagen Financial Services AG nun möglich, in 23 Ländern konsolidiert zu berichten. Die Internationalisierung des Reportings wurde den Kunden von VWFS zum ersten Mal auf dem diesjährigen Fuhrpark-FORUM am Nürburgring vorgestellt und habe dort durchweg positive Resonanz erfahren, wie Knut Krösche, Head of International Fleet, Region Europe & International bei VW Financial Services, sagte. Zusammen mit der Porsche Bank haben wir ein Verfahren entwickelt, mit dem wir auch über die Länder in Osteuropa, in denen die Porsche Bank aktiv ist, berichten können. Fleet Cars International zeichnet sich durch ein intuitives Bedienen aus, mit interaktiven Landkarten, Tachos und Kuchendiagrammen. Dadurch sind die wichtigsten Kennzahlen mit wenigen Klicks erreichbar, so Krösche. Man gehe somit auf die Bedürfnisse eines nationalen, aber auch eines internationalen Fuhrparkmanagers ein, der bei all seinen Tätigkeiten und Verantwortungen nicht die Zeit hat, sich Berichte aus den enormen Datenmengen zusammenzustellen. Neben dem Einstieg über das jeweilige Land direkt sei auch der Einstieg über ein Berichtsthema wählbar, was eine Analyse bis auf Fahrzeugebene ermögliche. Die Reports seien exportfähig und stehen sowohl als PDF als auch als Powerpoint-Datei zur Verfügung. Das erlaube dem Fuhrparkverantwortlichen innerhalb weniger Minuten einen aussagefähigen Report zu erstellen. Darüber hinaus sei das Programm auch für i-phone sowie i-pad erhältlich und stelle so sicher, dass auch mobil und schnell jederzeit auf die eigenen Kennzahlen zugegriffen werden kann. Krösche: Auch unser User Tool International Quotation (IQ), das unseren Kunden noch mehr Komfort und Prozesssicherheit bieten wird, kann voraussichtlich in diesem Jahr in den ersten Ländern starten. Der User-Choser-Konfigurator wird fabrikatsübergreifend arbeiten und in der Lage sein, auch Leasingraten anderer Leasinggesellschaften darzustellen. Im Hinblick auf die internationale Abdeckung wachse VW Leasing auch außerhalb Europas weiter und biete mittlerweile auch in China Fullservice-Leasing an, was dort als Miete bezeichnet wird. Mit Brasilien starte das Flottengeschäft diesen Monat in einem weiteren Land, das wir wie auch China zukünftig in das Reporting mit aufnehmen werde. Neben diesen beiden Ländern habe man den Startschuss für Australien gegeben und werde dort im nächsten Jahr in das Flottengeschäft einsteigen. top 20 SuV Modelle nach Neuzulassungen im relevanten flottenmarkt in 14 europäischen ländern* im ersten Quartal 2013 rang Eu14 Modell Auf Platz 1 in... 1 Nissan Quashqai Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Spanien, Vereinigtes Königreich 2 Vw Tiguan Deutschland 3 Nissan Juke 4 Audi Q5 5 Kia Sportage Polen, Slowakei 6 Vovlo XC60 Schweden 7 BMW X3 8 Audi Q3 9 Dacia Duster Frankreich 10 Hyundai IX35 11 Land Rover Range Rover Evoque rang Eu14 Modell Auf Platz 1 in BMW X1 13 Skoda Yeti Tschechische Republik 14 Honda CRV 15 Opel/Vauxhall Antara 16 Mazda CX5 Niederlande 17 Mercedes M-Klasse 18 Opel/Vauxhall Mokka 19 Ford Kuga 20 Mercedes GLK Klasse *Betrachtet wurden Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, die Slowakei, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich 014

15 news Markt Personalien fleetlevel+ verkauft geschäftsfeld In zwei seiner sieben Geschäftsstellen besetzt Alphabet die Leitungspositionen neu. In Hannover übernimmt Katrin Matzke (Foto 1) die Aufgaben von Stephan Klier, der als CEO nach Österreich gewechselt ist. Auch in der Berliner Geschäftsstelle gibt es einen Wechsel an der Spitze: Ronny Lorenz (Foto 2) tritt die Position des Geschäftsstellenleiters an. Martin Erb, der Vorgänger von Ronny Lorenz, wechselt zu Alphabet Schweiz und ist dort als CEO tätig. Ronny Lorenz war zuvor als Area Manager Fleet in München und betreute namhafte Kunden. Bereits seit 1999 ist er für Alphabet in verschiedenen Funktionen tätig. Sein Nachfolger in München ist Peter Mangstl, der vom Fuhrparkmanagement-Anbieter Fleetlevel+ kommt. Patrick Fruth (40, Foto 3) ist ab 1. Juli Geschäftsführer der Tüv Süd Auto Plus GmbH. Er übernimmt das Steuer von Klaus Balow und Bernhard Kerscher, die sich die Geschäftsführung interimsweise geteilt hatten. Hauptziel des neuen Geschäftsführers, der bisher den Bereich Consulting leitete: Ausbau der Dienstleistungen für Automobilhandel und -hersteller sowie Werkstätten. Wolfgang Booms (45, Foto 4) übernimmt zum 1. September eine neue Verantwortung als Executive Director Fleet & Remarketing Operations, Ford of Europe, und bleibt weiterhin Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Ford-Werke GmbH. Zum gleichen Zeitpunkt wird Wolfgang Kopplin (45, Foto 5) neuer Direktor Marketing und Vertrieb von Ford in Deutschland. Er verantwortet damit das operative Geschäft für Ford in Deutschland. Die Position als Verkaufsdirektor von Ford in Deutschland übernimmt Raymond Damerow (55, Foto 6), der bisher als Direktor Parts Supply & Logistics innerhalb der europäischen Ford Service Organisation tätig war. Zur Betreuung der österreichischen Handelspartner hat Bernhard Sahler (Foto 7) seit 1. Juni 2013 als Retail Manager Austria die Leitung des Retailgeschäftes im Goodyear- Dunlop-Konzern übernommen. Er wird mit den Abteilungen der GD Handelssysteme in Köln auch die Unterstützungsmaßnahmen für die Partner in Österreich weiterentwickeln und im Markt einführen. Lutz Meyer (41, Foto 8) hat zum 1. Juli die Verkaufsleitung für Nord- und Ostdeutschland bei Mobility Concept übernommen. Der gebürtige Norddeutsche und studierte Betriebswirt ist seit 1997 im Bereich Fuhrparkleasing tätig und bringt entsprechend Erfahrung aus seinen früheren Tätigkeiten mit. Masternaut, europaweit agierender Anbieter von Lösungen für das Management mobiler Mitarbeiter, hat sein Senior-Management-Team erweitert und Jon Gilbert (Foto 9) als Group Customer Service Director ernannt. Gilbert verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Autoleasing-Branche und war unter anderem im Kundenservice bei Lloyds TSB Autolease und Karma Vehicle Contracts tätig. Vor seinem Wechsel zur Masternaut war er zuletzt bei Alphabet Fuhrparkmanagement beschäftigt. In seiner neuen Rolle verantwortet Gilbert den europaweiten Aufbau und die Entwicklung von Kundenservice- Programmen der Schwerpunkt liege dabei auf der Planung und Umsetzung von einheitlichen Prozessen. Unter der Leitung von Dennis Lindroth (Foto 10) baut Mitsubishi Motors ab sofort das Groß- und Gewerbekundengeschäft weiter aus. Das zusätzliche Aufgabengebiet wird in die Abteilung Sales Support & Green Mobility des Mitsubishi Managers integriert. Zur Unterstützung stehen Lindroth zwei Key Account Manager zur Seite: Dieter Gathof und Peter Siegert kümmern sich aktiv um bestehende Rahmenvertragspartner und um die Akquisition von neuen, potentiellen Kunden. Er berichtet in seiner erweiterten Funktion wie bisher direkt an den Vertriebsleiter der Mitsubishi Motors Deutschland GmbH, Harald Schallenberg Um sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, trennt sich Alphabet International vom Geschäftsfeld Fuhrparkverwaltung der in Stuttgart ansässigen Tochter Fleetlevel+ Services GmbH (ehemals DSL Fleetservices). Durch Fleetlevel+ werden Flotten mit überwiegend Nutzund Sonderfahrzeugen technisch betreut und verwaltet. Alphabet will den Geschäftsbereich zunächst abspalten und dann an die ARI Investment Holdings LLC verkaufen. Für die Mitarbeiter von Fleetlevel+ seien keinerlei negative Konsequenzen zu erwarten, betont Hans-Jürgen Neumann (Foto), Geschäftsführer der Fleetlevel+. Die Providerund Lieferantenverträge sowie die Ansprechpartner im Unternehmen bleiben ebenfalls unverändert. Das abgespaltene Unternehmen behalte seine volle Handlungsfähigkeit, um Kunden und Partner im Fuhrparkmanagement sowie in der Abwicklung von Fullservice-Verträgen auch in Zukunft umfassend betreuen zu können. Die übrigen Geschäftsfelder von Fleetlevel+, die vorrangig interne Dienstleistungen für die BMW Group umfassen, werden im Zuge der Neustrukturierung in die Alphabet eingegliedert. Afc zieht um Die AFC Auto Fleet Control GmbH zieht um: Das Unternehmen im Bereich Schadenmanagement für gewerbliche Fuhrparkflotten, Versicherer und Makler bezieht ab August im Emporio Tower in der Nähe des Hamburger Gänsemarkts ein neues Domizil. Die neue Adresse lautet: Valentinskamp 70, Hamburg. Die Telefon- und Faxnummer bleiben erhalten. Nach erfolgreichen Jahren im Süden Hamburgs stellen wir damit die Weichen für die weitere Expansion, erklären die Geschäftsführer Michael Pfister und Nils Bohm. tagesaktuelle Nachrichten aus dem fuhrparkmarkt auch unter: fuhrpark.de/news/der-markt 015

16 Das Umwelt-Programm. Antrieb für neue Technologien. Die Volkswagen Leasing unterstützt in Zusammenarbeit mit den Konzern - marken der Volkswagen AG und dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.v.) aktiv den Klima schutz. Zählen auch Sie zu den Vorreitern ökologischen Fuhr parkmanagements und richten Sie Ihre Fahrzeugflotte schon heute auf die Chancen von morgen aus. Weitere Informationen erhalten Sie unter:

17

18 Fuhrparkmanagement Basis-Wissen Recht Prüf-Pflichten Mehr als nur Tüv: Unternehmen haben dafür zu sorgen, dass der Firmen-Pkw auch arbeitssicher ist. Von Dr. Katja Löhr-MüLLer Der Unternehmer hat Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen Illustration: Tom Kaldewey regelmäßig fragen Unternehmen an, ob es denn wirklich erforderlich sei, regelmäßige UVV-Prüfungen an Dienstfahrzeugen vornehmen zu lassen. es sei zwar verständlich, dass im nutzfahrzeugbereich zusätzliche Prüfungen Sinn machen, das könne aber doch nicht für Firmen-Pkw gelten. Insbesondere dann, wenn solche Fahrzeuge auch noch zur privaten nutzung arbeitnehmern überlassen sind, könne es doch nicht angehen, dass der arbeitgeber weit über das normale Maß hinausgehende Untersuchungen am Fahrzeug in die Wege leiten müsse. Dies hat anfang des jahres in niedersachsen dazu geführt, dass abgeordnete der FDP im rahmen einer mündlichen anfrage an das Sozialministerium wissen wollten, ob Mehrfachprüfungen von Pkw nach Paragraf 29 StVZo, Paragraf 57 BGV D29 und den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen (BGG) tatsächlich erforderlich sind. Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZo) schreibt für Pkw - mit ausnahme von taxen - die Durchführung einer hauptuntersuchung für neufahrzeuge nach 36 Monaten und dann in abständen von jeweils 24 Monaten vor. Diese Fristen gelten für alle Fahrzeuge, die im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden. hier kommt es also nicht darauf an, ob ein Fahrzeug nur privat oder auch beruflich genutzt wird. neben diesen zwingenden gesetzlichen regelungen haben Unfallversicherungsträger jedoch die Möglichkeit, auf Grundlage von Paragraf 15 Sozialgesetzbuch siebtes Buch (SGB VII) weitere rechtsvorschriften zu erlassen. Die gesetzliche Unfallversicherung tritt ein, wenn anlässlich einer beruflichen tätigkeit ein arbeitnehmer zu Schaden gekommen ist. Bei den Unfallverhütungsvorschriften handelt es sich nicht um unmittelbares staatliches recht, sondern um das Satzungsrecht der gesetzlichen Unfallversicherung. Für den gewerblichen einsatz von Fahrzeugen wurde die UVV BGV D29 geschaffen. Sie stammt vom 1. oktober 1990 in der Fassung vom 1. januar 1997 mit Durchführungsanweisungen (Da) vom januar 1993, in aktualisierter Fassung vom august Dabei sind nur die in der BGV D29 enthaltenen regeln öffentlich-rechtlich verbindlich. Die dazugehörenden Durchführungsanordnungen oder berufsgenossenschaftlichen Grundsätze enthalten dagegen empfehlungen und Interpretationsanleitungen. Sie dienen der Konkretisierung von staatlichen arbeitsschutzvorschriften, wie etwa dem arbeitsschutzgesetz oder der Betriebssicherheitsverordnung und den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften in Form von Unfallverhütungsvorschriften. Viele Unfälle im Straßenverkehr Berufsgenossenschaftliche regeln richten sich somit in erster Linie an den Unternehmer und 018

19 Basis-Wissen Recht Fuhrparkmanagement sollen ihm eine hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten zur Verhütung von arbeitsunfällen geben. Dass solche regeln sinnvoll sind, zeigt sich bereits daran, dass nahezu drei Viertel aller den gesetzlichen Unfallversicherungen gemeldeten tödlichen Unfällen von arbeitnehmern im öffentlichen Straßenverkehr erfolgen. Die anfrage der abgeordneten wurde vom Sozialministerium niedersachsen im april 2013 beantwortet. Das Ministerium stellte klar, dass solche regeln, Informationen und Grundsätze von den entscheidungsorganen der Unfallversicherungen erarbeitet werden. Die Landesregierung sieht vor diesem hintergrund keinen anlass daran zu zweifeln, dass durch die Unfallversicherungsträger sachgerechte Prüfungen vorgeschrieben und zweckmäßige empfehlungen zu deren Durchführung gegeben werden. Daraus folgt, dass die gesetzlichen Unfallversicherer nicht nur befähigt sind, Unternehmen aufzugeben, welchen Prüfpflichten an den von ihnen gewerblich eingesetzten Fahrzeugen nachgekommen werden muss, sondern diese auch nicht etwa durch andere organe außer Kraft gesetzt werden können. Paragraf 57 BGV D29 schreibt Unternehmen exakt vor, wie sie sich in Bezug auf die so genannte Sachkundigenprüfung zu verhalten haben. Danach hat gemäß absatz 1 der Vorschrift der Unternehmer Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen. Dies ist unumstößlich und gilt für jedes von Unternehmen betrieblich eingesetzte Fahrzeug. Betriebssicherheit Die Durchführungsanordnung zu Paragraf 57 abs. 1 gibt dabei eine hilfestellung, was unter Betriebssicherheit zu verstehen ist und was eine solche Prüfung beinhaltet. Betriebssicherheit eines Fahrzeugs definiert sich dabei als Verkehrssicherheit und arbeitssicherheit. nur eine überprüfung beider Komponenten führt dazu, dass ein Fahrzeug als betriebssicher eingestuft werden kann. Für die Prüfung des verkehrssicheren Zustandes eines Fahrzeugs gewährt die UVV erleichterungen. eine solche Prüfung gilt auch als erbracht, wenn ein mängelfreies ergebnis einer Sachverständigenprüfung nach der StVZo vorliegt. Wird also an einem Fahrzeug eine hauptuntersuchung, besser bekannt als tüv, mit mängelfreiem ergebnis durchgeführt oder im nutzfahrzeugbereich eine Sicherheitsprüfung vorgenommen, gilt die Verkehrssicherheit auch nach der UVV BGV D29 als nachgewiesen. Für Pkw und Krafträder wurde zudem eine weitere erleichterung geschaffen. Liegt über eine vom hersteller vorgeschriebene und ordnungsgemäß durchgeführte Inspektion ein mängelfreies ergebnis einer autorisierten Fachwerkstatt vor, das auch die Prüfung auf arbeitssicheren Zustand umfasst, ist der UVV Genüge getan. Leider wird in diesem Zusammenhang häufig selbst von Fachwerkstätten nur auf das erfordernis einer Inspektion hingewiesen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass diese Inspektion gerade auch die arbeitssicherheit umfassen muss, was bei einer normalen Inspektion in der regel nicht der Fall ist. nach der Durchführungsanordnung zu Paragraf 57 BGV D29 umfasst die arbeitssicherheit bei Pkw zum Beispiel das Vorhandensein und den Zustand der Warnkleidung sowie einrichtungen zur Ladungssicherung. Bei neufahrzeugen wird der verkehrssichere Zustand unterstellt, ohne dass im jahr der auslieferung eine nochmalige überprüfung der Verkehrssicherheit erfolgen muss. allerdings ist auch hier der nachweis der arbeitssicherheit zu erbringen. Befinden sich am Fahrzeug aufbauten oder einrichtungen, können für die fahrzeugtechnische Prüfung weitere Maßnahmen erforderlich sein. Wer ist sachkundig? oft wird in der Praxis zudem der Sachkundige mit einem Sachverständigen verwechselt. nach der Durchführungsanordnung zur BGV D29 ist derjenige Sachkundiger, der aufgrund seiner fachlichen ausbildung und erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik hat und mit den einschlägigen staatlichen arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschrift und allgemein anerkannten regeln der technik (BG-regeln, DIn-normen, VDe-Bestimmungen, technische regeln anderer Mitgliedsstaaten der europäischen Union oder der türkei oder anderer Vertragsstaaten des abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum) so weit vertraut ist, dass er den betriebssicheren Zustand von Fahrzeugen beurteilen kann. Und was gilt, wenn in einem jahr eine Fahrzeuginspektion nach herstellerangaben überhaupt nicht erforderlich ist oder es noch Zeit hat bis zum nächsten tüv? Dann heißt es: überprüfung der Verkehrssicherheit und der arbeitssicherheit. Die Verpflichtung, einmal jährlich das Fahrzeug auf die Betriebssicherheit hin zu überprüfen, ist rechtlich verpflichtend. nach Paragraf 57 abs. 2 BGV D29 sind die ergebnisse der Prüfung schriftlich niederzulegen und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren. auch hier hilft die Durchführungsanweisung weiter. Die Forderung gilt danach etwa als erfüllt, wenn die ergebnisse in einem Prüfbuch, einer Prüfkartei oder einem Prüfbericht nachgewiesen sind. Wer allein auf die Vorlage einer Inspektionsrechnung vertraut, sollte zwingend darauf achten, dass in der rechnung die mit mängelfreiem ergebnis durchgeführte UVV-Prüfung aufgeführt wurde. Erhebliche Bußgelder Wer als verantwortliches Unternehmen also der Meinung ist, eine jährlich durchzuführende UVV-Prüfung sei bei einem betrieblichen einsatz des Fahrzeugs nicht erforderlich, verkennt, dass nur die Sachkundigenprüfung Fahrzeuge auf deren arbeitssicherheit hin überprüft. ohne die jährlich durchzuführende Sachkundigenprüfung riskiert das Unternehmen nicht nur erhebliche Bußgelder. Immerhin sind die Berufsgenossenschaften berechtigt, bei Verletzung der berufsgenossenschaftlichen Vorschriften Bußgelder bis zu euro zu verhängen. Das Unternehmen riskiert auch, von dem gesetzlichen Unfallversicherungsträger in regress genommen zu werden. Kommt ein Unternehmen vorsätzlich oder grob fahrlässig seinen Verpflichtungen nicht nach und hätte ansonsten ein Unfall vermieden werden können, kann die zuständige Berufsgenossenschaft bei dem Unternehmen Schadenersatz in höhe der Summe verlangen, die die Versicherung etwa für heilbehandlung, rehabilitation oder als rente gegenüber dem verletzten arbeitnehmer aufwenden muss. Wichtig hierbei ist jedoch, dass diese Inspektion gerade auch die Arbeitssicherheit umfassen muss 019

20 Fuhrparkmanagement Basis-Wissen Steuer höhere Gewalt Die Übertragung stiller Reserven bei Ersatzbeschaffung eines Kraftfahrzeugs. Von DetLeF G.a. juhrich Das für das untergegangene Wirtschaftsgut neu anzuschaffende Ersatzwirtschaftsgut muss funktionsgleich sein Illustration: Tom Kaldewey Mit der aktuellen einkommensteuerrichtlinie r 6.6 übertragung stiller reserven bei ersatzbeschaffung hat der Gesetzgeber ein Instrument geschafften, das es Fuhrparkbetreibern unter bestimmten Bedingungen erlaubt, die durch ausscheiden eines Fuhrparkfahrzeugs aufgedeckten stillen reserven mittels rücklage zu übertragen, soweit im gleichen jahr noch keine ersatzinvestition vorgenommen wurde. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist: Das Fahrzeug muss infolge höherer Gewalt oder zur Vermeidung eines behördlichen eingriffs gegen entschädigung aus dem Betriebsvermögen ausscheiden Innerhalb einer bestimmten Frist muss ein funktionsgleiches ersatzwirtschaftsgut angeschafft werden, auf das die stillen reserven übertragen werden Im handelsrechtlichen jahresabschluss muss gleichlautend verfahren werden höhere Gewalt liegt nach auffassung des Gesetzgebers immer dann vor, wenn das Fuhrparkfahrzeug durch ein elementarereignis wie Brand, Sturm oder überschwemmung zerstört wird, aber auch Diebstahl oder ein unverschuldeter Verkehrsunfall gelten als höhere Gewalt in diesem Sinne. Demgegenüber sind enteignungen oder die Inanspruchnahme der Fahrzeuge zu Verteidigungszwecken als behördliche eingriffe anzusehen. auch eine behördlich angeordnete Betriebsunterbrechung ist als behördlicher eingriff im Sinne der rücklage für ersatzbeschaffung anzusehen. höhere Gewalt ist jedoch zu verneinen, wenn das Fahrzeug aufgrund von Material- oder Konstruktionsfehlern oder eines Bedienungsfehlers unbrauchbar wird und aus dem Betriebsfuhrpark ausscheiden muss. In derartigen Fällen ist eine rücklage für ersatzbeschaffung nicht möglich. als entschädigung ist die Schadenersatzleistung des Versicherungsträgers, die staatliche entschädigung im Falle einer enteignung, aber auch ein entgelt aus dem Verkauf des durch höhere Gewalt unbrauchbar gewordenen Fahrzeugs zum rest-/schrottpreis anzusehen. Schadenersatzleistungen, die der Fuhrparkbetreiber für Folgeschäden erhält, etwa für aufräumkosten oder entgangenen Gewinn, zählen nicht dazu. Funktionsgleicher Ersatz Das für das untergegangene Wirtschaftsgut neu anzuschaffende ersatzwirtschaftsgut muss funktionsgleich sein, das heißt ein Fuhrparkbetreiber kann für einen infolge höherer Gewalt untergegangenen Pkw keinen Lkw als ersatzwirtschaftsgut anschaffen, da Personen- und Lastkraftwagen grundsätzlich unterschiedlichen wirtschaftlichen Belangen dienen und somit die vom Gesetzgeber geforderte Funktionsgleichheit nicht gegeben ist. hingegen dürfte der erwerb eines artgleichen 020

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