Workshop Supervisor. Dipl.-Kfm. Félix C. Poudeu

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1 Workshop Supervisor Félix C. Poudeu Alumnus BWL University of Siegen Field: Business management/bwl Focal points: Marketing, Production & Logistic Management University graduated: Diplom-Kaufmann (Uni.) Thesis: International Relationship Marketing Systemic Study

2 Workshop 1: Kulturkorridor Guten Tag und herzlich Willkommen

3 Workshop-Thema Sensibilisierung / Kommunikation / Netzwerke Einstieg in den interkulturellen Austausch: Kulturkorridor Sich in der anderen und in der eigenen Kultur zurechtfinden Agieren im internationalen Team

4 Fragen Was ist unter Kultur und Kulturkorridor zu verstehen? Wie geht man um, um sich in einer fremden Kultur zurechtzufinden? Was versteht man unter kulturellen Unterschieden? Wie und woran sind sie zu erkennen? Welche sind die aus kulturellen Unterschieden entstehenden Problemen? Und welche sind die Lösungsmöglichkeiten? Wie geht man mit diesen kulturellen Unterschieden in multikulturellen Team oder Umfeld um? Welche sind die positiven Konsequenzen beim Abbau von kulturellen Unterschieden innerhalb multikulturelles Teams? Wie gelingt man es kulturelle Synergie innerhalb multikulturelles Teams zu schaffen?

5 Beschreibung v. Kontext Internationalisierung vs. Globalisierung Kultur Kulturkorridor Mono- vs. Multikulturelle Organisationen/Teams Interkulturalität vs. Multikulturalität Interkulturelle Kommunikation vs. Kompetenz Werte vs. kulturelle Werte

6 Work by IBM -BPD CRM EMEA- UK/Scotland STC Telemarketing SWAC EMEA (NE, SW IOTs & CEMEAAS) 24 people of 14 countries with a language scope of 19 languages Focus activity: Business Partner IBM SW Live Chat Proactive OTM Cross Selling (SW & HW) Team values: Experienced in lead generation SW trained and focused Strong listening skills consultative selling skills proficient on all IBM SW & HW brands Benefits Pan European Campaign Management Increase pipeline Utilize IBM lead generation respresentative for telemarketing Skilled in IBM SW, HW and services Graduate & Partnership

7 Internationalisierung vs. Globalisierung Internationalisierung => Trends in der Staatenwelt und Globalisierung: Globalisierung =>Trends in der Gesellschaftswelt Entstehung weltweiter Märkte zunehmende Internationalisierung des Handels, der Kapitalmärkte sowie der Produkt- und Dienstleistungsmärkte und Die Globalisierung lässt sich in, rechtliche, ökonomische, technologische, politische, ökologische und sozio-kulturelle Dimensionen unterscheiden. die internationale Verflechtung der Volkswirtschaften.

8 Was versteht man unter Kultur?? Kultur??? ? Kultur???????

9 Was versteht man unter Kultur? Verschiedene Definitionen: Kulturpsychologie: => typologisch,dynamisch Verhaltenmustern Kultur als: Kulturanthropologie: => differenzielle Verhaltenmustern culture patterns Kultursoziologie: => System sozialer Beziehungen Social structure Muster von Denken, Fühlen und Handeln... (Kluckholm, Kröeber-Riel +)

10 Kultur als Ideensystem Kultur z.b Landes- und Unternehmenskultur Ökonomische Umwelt Rechtlische Umwelt Politische Umwelt Ökologische Umwelt Soziale Umwelt Technologis che Umwelt Organisation/ Unternehmen/ Individuen Quelle: Simmet-Blomberg (1998, S. 79) in Interkulturelles Marketing von Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb. 20 S. 51

11 Welche sind die Schichte einer Kultur? Hofstede/Hall Beschreiben Sie die Schichte einer Kultur und geben Sie einige Beispiele aus ihrer Kulturkreise ein.

12 Schichtenmodell der Kultur Grundannahmen (z.b. Wechselseitige Abhängigkeit) Werte (z.b. Verlässigkeit) Rituale (z.b. Feilschen) Helden (z.b. Jeanne d Arc) Symbole (z.b. Halbmond) Unsichtbare => conzepta Sichtbare => perzepta Quelle. In Anlenung v. Hofstede (1993, S. 19); In Interkulturelles Marketing von Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb. 23 S. 67

13 Explikativer deskriptiver Kulturmodell Kultur Concepta (= explikativer Anteil) Percepta (=descriptiver Anteil) Verhaltensursachen Verhalten Verhaltensergebnisse Mentale Kultur Soziale Kultur Materielle Kultur Tabus, Normen, Werte, Einstellung Rituale, Zeremonien, Sitten,Sozialstruktur Architektur, Kleidung, Kunstgegenstände, Werkzeuge Quelle. Selbstdarstellung: In Anlehnung v. Kluckhohn/Kelly (1972) u. Holzmüller/Berg (2002 S. 886 In Interkulturelles Marketing von Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb. 25 S. 69

14 Werte vs. kulturelle Werte Werte i. S. v. Übereinstellungen bzw. Einstellungen, sind Vorstellungen, die explizit oder implizit für ein Individuum oder eine Gruppe von Personen kennzeichnend sind und die Auswahl der Weisen, Mittel und Ziele des Handelns beeinflusst. Im Management stellt man unterschiedliche Werte fest, die sich bezüglich der Kultur unterscheiden. Die Kultur prägt die Wertorientierung des Menschen. Kulturelle Werte werden den Individuen durch Sozialisationsprozesse wie die Familie die Kindergärten die Schule und die Universität, am Arbeitsplatz, im Freundkreis und in der Partnerschaft vermittelt. Im Sozialisationsprozess (Kindheit, Primärsozialisation) erwirbt das Individuum bestimmte Muster des Denkens, Fühlens und Handelns, die als Wertekultur und Haltungen umgeschrieben werden.

15 Kulturkorridor Kulturkorridor als die Synthese der beiden Extrempositionen Kulturkonvergenz und divergenz. Durch Identifizierung eines Kulturkorridors wird es möglich, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede innerhalb verschiedener Kulturen zu erklären und einen gemeinsamen Rahmen eines Kulturverständnisses abzustecken. K2 KK K1 Die These des Kulturkorridors geht dabei von einer Basismenge gemeinsamer Grundannahmen aus, die sich aufgrund von Interpretationsspielräumen zu einer größeren Menge gemeinsamer Werte, Normen und Standards ausweitet, was auf der sichtbaren Ebene der Artefakte und Symbole zu einer großen Menge an Übereinstimmungen führt.

16 Leistungen Ablehnung Akzeptanz Kulturkorridor Z.B. EU-Gesetz höhe Konvergenz Z.B. Gesetz gegen Diskrimination von Menschen verschiedenen Auskünfte. Kulturkorridor Kann sich auch aus intensiver Interaktitivität im System ergeben. Z.B. Im Team Schwache Divergenz schwache Interkulturalität höhe

17 Kulturdimensionen nach Hofstede Vermeidung v. Machtdistanz Befragung von IBM-Mitarbeitern Aus 72 Niederlassungen 40 Ländern Es handelte es sich um 32 Aussagen zu arbeitsbezogenen Wertvorstellungen. Individualismus vs. Kollektivismus Masculinität vs. Feminität Vermeidung von Ungewissheit Langfristige Orientierung. Kulturprofil nach Kulturdimensionen v. Hofstede?

18 Kulturprofil nach Kulturdimensionen v. Hofstede PDI IDV M AS UAI LTO Belgien k.a Dänemark k.a Deutschland Finnland k.a Frankreich k.a GB Italien k.a Irland k.a Niderlande Spainien k.a Schweiz k.a Südafrika k.a Quelle. Selbstdarstellung: In Anlehnung v. Hofstede 1992 S. 312f.) In Interkulturelles Marketing von Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb. 48 S

19 Pyramide der mentalen Programmierung nach Hofstede Kultur die kollektive Programmierung des Geistes ist, der die Mitglieder einer Gruppe oder Kategorie von Menschen von Anderen unterscheidet. (Hofstede) Gruppen oder kategoriens pezifisch Individuell Persönlichkeit Kultur Teil ererbt u. Teils erlernt erlernt Damit erklärt Hofstede seine Ansicht, wie die Landeskultur das menschlichen Verhalten beeinflusst Universell Menschliche Natur Quelle: Hofstede (1993, S. 19), In In Interkulturelles Marketing von Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb. 47 S ererbt

20 Was charakterisiert eine Kultur? Eingenschaften ist Artefakt... ist kollektives bzw. soziales Phänomen...wird erlernt...ist symbolhaftes Zeichensystem...ist vehaltenssteurnde Funktion...hat instrumentales Charakter...ist evolutionäre Konstrukt...ist in Wandels Beschreibungen z.b. Familien, Unternehmen, Institution aller Art z.b. Die ägyptologische Kultur, die von der Zeit von Pharaon geprägt ist. oder die klassisch-römische Kultur. Sozial Erbe (z.b. Deutsche Kultur) z.b. Sprache, Kunst, Rituale, Symbole, Mythen etc.. z.b. Regeln, Normen, Kodices, Werte z.b. In Gestalt des Wertwandels Kulturwandel

21 Woran erkennen man kulturelle Unterschieden?????? Struktur merkmale v. Kulturen????? Durch Strukturmerkmale?

22 Woran erkennen man kulturelle Unterschieden? Was versteht man unter Strukturmerkmale? Komponenten, die untereinander funktional verbunden sind und ihren Stellenwert erst im Gesamtzusammenhang, in der Struktur des Ganzen finden. (Gerhard Maletzke: Interkulturelle Kommunikation, 1996 S. 42) 1. Sprache 2. Wahrnehmung 3. Denken 4. Nichtverbale Kommunikation 5. Basispersönlichkeit 6. Zeiterleben 7. Raumerleben 8. Wertorientierungen 9. Verhaltensmuster (Sitten, Normen, Rollen) sowie 10. Soziale Gruppierungen und Beziehungen

23 Woran erkennen man kulturelle Unterschieden? Strukturmerkmale Beschreibungen Sprache Nichtverbale Kommunikation Wahrnehmung Denken Die Sprache ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Menschen als Kulturwesen: Ohne Sprache keine Kultur. Sie dient der Reduktion von Komplexität und Kategorisierung der Erfahrungswelt, ist ein Instrument für die Kommunikation und für das Erregen von Emotionen. Mittel des Kulturzugangs, der Verständigung Nichtverstehen und Missverstehen Kinesics (Körpersprache), Proxemics (Raum, Distanz), Orientierungswinkel (der Winkel, in dem man zu einer anderen Person steht), Erscheinungsbild einer Person (einschließlich Kleidung und Schmuck), Haltung, Stehen, Sitzen u.ä. (englisch: posture), Kopfbewegungen, Gesichtsausdruck (Mimik = Vorgänge im Bereich des Gesichts, z.b. Weinen, Lachen), Gestik, Blickkontakte und Paralinguistik (Hier geht es um die Art und Weise des Sprechens) Nach Kroeber Riel ist Wahrnehmung ein Informationsverarbeitungsprozess, durch den das Individuum Kenntnis von sich selbst und seiner Umwelt erhält. (W. Kroeber Riel/ Peter Weinberg: Konsumentenverhalten, S. 265).... erfolgt durch die Sinnesmodalitäten (sehen, hören, tasten, riechen schmecken und empfinden) und beinhaltet einige Eigenschaften wie Subjektivität, Aktivität und Selektivität Logisch vs.prälogisch; induktiv vs. deduktiv; abstrakt vs. konkret; alphabetisch vs. analphabetisch Zeitleben Zwei Aspekte: Zeitkonzept und Umgang mit Zeit. Zeitkonzept: Für Europäer und Amerikaner bedeutet Zeit die Dauer zwischen zwei Punkte (als Kontinuum, Linearität, Monotonie, Nichtumkehrbarkeit, Kontinuität Synchronität, Kumulativität) - Zeit ist Geld. Zeit erscheint als Diskontinuum und Zeit ist nicht eine abstrakte Rechengröße (Asien, Afrika) Umgang mit der Zeit: Pünktlichkeit

24 Woran erkennen man kulturelle Unterschieden? Strukturmerkmale Nationalcharakter, Basispersönlichkeit (Was geschehen wenn Franzosen und Engländer, Deutsche und Spanier aufeinandertreffen?) Verhaltensmuster (Sitten, Normen, Rollen) Raumerleben Soziale Gruppierungen und Beziehungen Wertorientierungen Beschreibungen Deutschen sind fleißig, ordnungsliebend, humorlos, dagegen sind Franzosen nationalbewusst, galant und charmevoll Geprägt durch Elternhaus bzw. Famille, Kindergärten, Schule, Universitäten, Freundkreis (Sozialisationsprozess). beeinflussen die Wahrnehmung einer Person und erschweren die Kommunikation innerhalb eines sozialen Systems Als Beispiel zur Verdeutlichung von verschiedenen Verhaltensmustern je nach Kulturen nehme ich das Kaufverhalten. Das Kaufverhalten als Verhaltensmuster unterscheidet sich von Kultur zu Kultur. In den meisten Industrieländern ist das Kaufverhalten durch feste Preise und ein unpersönliches Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer bestimmt, was in anderen Kulturen nicht den Fall ist. Zwei Aspekte: (1) Raumkonzept und (2) Umgang mit Raum Hohe Komplexität bei dem Durchschauen und Verstehen v. Soziale Gruppierung und Bezeihungen. Werte, an denen sich die Menschen orientieren (z.b. Wesen der menschlischen Natur, Beziehung mit der Natur unterwerfung, harmonische, Herrschaft. Beziehung zu anderen Menschn kollektivistisch,individuslistisch. Zeitorientierung: vergangenheits-, gegenwarts-, u. Zukunftsorientiert. Tatigkeits- bzw. Sinnorientierung Sien, Werden, Tun.

25 Wie entstehen multikulturelle Organisationen/Teams? Monokulturelle Organisation/ Soziale Systeme => nur Menschen aus eine Kultur (Utopie) Multikuturelle Organisation/Soziale Systeme => Wenigste Menschen aus zwei Kulturen vorhanden sind und zusammenarbeiten müssen (Nicht-Regierungsorganisation, Unternehemen, Teams national oder international) WIE? Entstehung durch: Verschmelzungen, Akquisitionen, Globalisierung, Europäisierung, etc...

26 Interkulturelle Kommunikation vs. Kompetenz Interkulturelle Kommunikation bzw. Interaktion Ablaufsprozess, in dem Menschen aus verschiedener Kulturen sich einander begegnen. Interkulturelle Handlungskompetenz => Fähigkeit der Führungskräfte mit der eigenen Kultur sowie mit anderen Kulturen bzw. Fremdkulturen im Handlungs- und Entscheidungsprozess umzugehen. Unterschied: Kommunikation => wechselseitigen Verständigung und Interaktion => Verhalten und Handeln. Die interkulturelle Kommunikation setzt interkulturelle Kompetenz voraus. Die Verständigung ist das höchste Ziel der interkulturellen Kommunikation.

27 Informationsaustausch Kontextabhängigkeit des Informationsaustausches in ausgewalten Kulturen. Vorrang hat Non-verbaler High Context- Kulturen Japaner Araber Latein-Amerikaner verbaler Engländer Low Context- Franzosen Kulturen Nordamerikaner Skandinavier Deutsche Deutsche-Schweizer Italiener Qeulle: In Anlehnung an Hall Direkte Kommunikation Symbolische (1976, S. 102)

28 Anforderungsprofil im interkulturellen Vergleich zwischen Deutschland and Großbritannien Sozial Fachkompetenz kompetenz Überzeugungskraft Management in Deutschland Management in Großbritannien Motivieren Bewältigung v. Sachproblemen Erfolg Delegieren Quelle: Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich - Interkulturelles Marketing 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb 11 S. 13

29 Was versteht man unter soziale Kompetenzen? Im Umgang mit sich selbst Im Umgang mit Anderen In Bezug auf Zusammenarbeit Führungsqualität en Im Allgemeinen Selbstwertgefühl Selbstvertrauen Urvertrauen Wertschätzung Selbstwirksamkeit Selbstbeobachtung Eigenverantwortung Achtung Anerkennung Empathie (Mitgefühl bzw. Einfühlungsvermögen) Menschenkenntnis Kritikfähigkeit Wahrnehmung Selbstdisziplin Toleranz Respekt Sprachkompetenz Interkulturelle Kompetenz Perspektivwechsel Teamfähigkeit Kooperation Motivation Konfliktfähigkeit Kommunikationsfähig keit Verantwortung Flexibilität Konsequenz Vertrauen Vorbildfunktion Emotionale Intelligenz Engagement Quelle: Soziale Kompetenzen- Wikipedia

30 Welche sind Arten v. Kommunikation...? Arten der Kommunikation Kommunikation Schriftlich Mündlich Verbal Non-verbal Para-verbal Extra-verbal Lexikalische, syntaktische, rhetorisch-stilistische, Vertextungsmittel, Direktheit/Indirektheit Bilder, Zeichnungen, Diagramme, Form(at), Farbe usw. Typographie, Schreibweise, Zwischenräume (z.b. Anordnung von Bildelementen) Zeit, Raum (Ort und Modi der Textübermittlung), Zielgruppenorientierung Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickkontakt usw. Lautstärke, Stimmlage, Sprechrhythmus, Lachen, Pause, Akzent Zeit, Ort, Kommunikationsbeziehung (symmetrisch oder asymmetrisch), Kontext, fühlbare u. olfaktorische Reize Quelle: Bolten (1995, S. 31. In Interkulturelles Marketing von Prof. Dr Stefan Müller und Dr. Katja Gelbrich 2004 Verlag Franz Vahlen München Abb. 160 S. 370

31 Kulturfremheit im interkulturelle Zusammenarbeit Die Formen der interkulturellen Zusammenarbeit Etc Welche sind die Ursache von Kulturfremheit

32 Kulturfremheit im interkulturelle Zusammenarbeit Die Formen der interkulturellen Zusammenarbeit 1. Management im Ausland 2. Training von technischem Personal/ Experten aus dem Ausland 3. Arbeitaufenthalte im Ausland 4. Entwicklungshilfe 5. Immigration nach Deutschland 6. Partnerschaft zwischen Gruppen/ Organisationen verschiedener Nationalitäten 7. Austauschstudium 8. Studium im Ausland 9. Internationale Erfahrungen 10. Urlaub im Ausland 11. Etc... Welche sind die Ursache von Kulturfremheit 1. Missverständnisse 2. Fehlinterpretationen 3. Selbverständigkeit 4. Überlegenheit 5....

33 Interkulturelle Handlungskompetenzen (IHK) Welche sind Eingenschaften der IHK? 1. Intelligenz 2. Toleranz 3. Stärke der Persönlichkeit 4. Fähigkeit positiver sozialen Beziehungen aufzubauen (kontaktfreudige) 5. Aufgabenorientierung welche als Dispositionen, die in einer konkreten Situation das Verhalten der Person bestimmt.

34 Welche sind die Anforderungen der interkulturellen Handlungskompetenzen Fachliche Qualifikation Führungs-, Management- und Kommunikationsfähigkeit, Unabhängigkeit, Zielstrebigkeit, Flexibilität, Lern- und Anpassungsfähigkeit, Toleranz, Psychische und physische Belastbarkeit, Soziale Handlungskompetenz sowie Fremdsprachen-kenntnisse usw. interkulturelle Synergie Interkulturelle Handlungskompetenzen unterscheiden sich von Land zu Land.

35 Kulturunterschiede: Interkultureller Lernprozess Modi Phasen Beschreibungen Methode 1- perzeptive (Erkennen) Wahrnehmen Erkennen der Kulturunterschiede, Systemerweiterung Dialog, Beobachtung = Lernen 0 Klären Problembeschreibung und Ursachenanalyse unter Berücksichtigung verschiedenen kulturellen Sichtweisen Spiele, Dialogue, Mind Mapping 2- kreative (Kennenlernen) Lösen gemeinsamen Zieldefinition unter Berücksichtigung u. Integration unterschiedlichen kulturellen Aspekte. Brainstorming, Ideengewinnung Planen Erarbeitung unterschiedlicher kultursynergetischer Lösungsstrategien, Scoringmodelle, Nutzwertanalyse = Lernen 1 Verändern Auswahl der Lösungsstrategien kulturelle Kontextgestaltung, Intervenieren Sprachwahl, Rollenspiele, Systemspiele Kontakt Analyse und Aufbau der notwendigen Handlungskompetenz, Konflikt regeln. Coaching, Supervision, Mediation, Moderation, Beobachtung zweiter Ordnung 3- reflektive (Akzeptanz) Lernen Umsetzung gewählter Lösungsstrategie, Systematisieren, Muster entdecken. Mustererkennung, Best Patterns =Lernen 2 Loslösen Zielüberprüfung, Assimilation, Reflexion Feed-back, Coaching, Supervision Quelle: In Anlehnung Pr. G. Bergmann - Kunst des Gelingens, 2001) (eigene Darstellung)

36 Leistungen Interkulturelle Handlungskompetenz Interkulturalität innerhalb multikultureller Organisation Interkulturalität => bezieht sich auf den Prozess und die Dynamik des Zusammenlebens höhe Übernahme von Normen und Werten Miteinander- Existenz in die Motiv-, Willens- und Handlungsstruktur von Menschen, die so Teil der Persönlichkeit und der personalen Identität werden. Nebeneinander- Existenz (Vgl. Gäbler Wirtschaftlexikon) Schwache Multikulturalität => soziale Organisationsstruktur. schwache Interkulturalität höhe

37 Wie schafft man Verständigung im interkulturellen Kontext oder Team? Da die Verständigung das oberste Ziel der interkulturellen Kommunikation ist, ist es uns notwendig diese Verständigung zu ermöglichen, dadurch dass wir die Konfliktpotentiale (Fehlinterpretationen, Missverständnissen, kulturelle Barriere, usw.), die aus Kulturunterschiede entstehen können, zu beseitigen Konfliktbewältigung spielen sich in der interkulturellen Überschneidungssituation auf vier Ebenen nämlich Personen-, Interaktions-, Struktur- sowie Kulturebenen ab

38 Was ist unter Konflitpontentiale zu verstehen? Ruttinger (1977) definiert Konflikt als: Konfliktkriterien: eine Spannungssituation, in der zwei oder mehrere Parteien, die voneinander abhängig sind, scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne zu verwirklichen suchen und sich dabei ihrer Gegnerschaft bewusst sind. Gegensätzlichkeit Unvereinbarkeit Gleichzeitigkeit Konfliktbewältigung spielen sich in der interkulturellen Überschneidungssituation auf vier Ebenen nämlich (Doris Kappe, Wiesbaden, 1996, S. 20) Personen-, Interaktions-, Struktur- sowie Kulturebenen ab

39 Welche sind die Konfliktursachen im internationalen Kontext? Drei wesentlichen Konfliktursachen sind im Verständigungsprozess voneinander zu unterscheiden, nämlich 1. Probleme über die kulturellen Normen, 2. Probleme über persönlichkeitsspezifische Eigenschaften und 3. Probleme über unterschiedliche Einschätzungen in der Sache Die Lokalisierung von Konfliktursachen is notwendig für den Einsatz von Konfliktlösinstrumenten/ methoden Als Grundhaltungen zu einer produktiven Konfliktlösung formuliert Wertheimer (1991): nämlich 1. die Öffnungsbereitschaft an den Forderungen der Situation 2. Rückstellungsbereitschaft persönlicher egozentrischen Interessen (Ego) 3. Wahrnehmungs- und Umsetzungsbereitschaft der sich in und aus der Situation stellenden sachgerechten Forderungen sowie 4. die persönliche Hinterfragungsbereitschaft eigenen Verhaltensstrategien

40 Welche sind die Konfliktlösinstrumenten/ methoden, die in interkulturen Kontext eingesetzt werden, können? Die interkulturellen Konflikte sind möglich mit folgenden Konfliktlösungsmethode zu bewältigen: 1. Interkulturelles Training/ Coaching, - Für wen? 2. Methode von Bennett Raising Cultur Awereness: IBM

41 Interkulturelles Training/ Coaching Interkulturelles Training/ Coaching off the job on the job Erfahrungsorientiertes, kulturübergreifendes trainerorientiertes, kulturspezifisches erfahrungsorientiertes, kulturspezifisches Einsatz eines externen Coaches Simulationen kulturspezifische Informationstrainings Interkulturelle Planspiele mit biund Multikulturellen Gruppen Quelle: Selbst dargestellt Rollenspiele interkulturelles Sensitivitätstraining mit fiktiven Handlungskontexten Bearbeitung interkultureller Fallstudien Diskursanalysen Culture Assimilator Alle diese Coaching- Konzepten bieten im interkulturellen Kontext zahlreichen Vorteile

42 On the job - Einsatz eines externen Coaches D.h. externe Unterstützung durch interkulturelles Teamcoaching) oder interkulturelle Supervision. Z.B. durch Training oder Workshop Aufgabe des externen Coaches: Mitglieder der Organisation zu unterstützen damit sie die fremde Kultur verstehen, um ihre Kommunikationsbewusstheit zu verstärken, ohne dazu zu gehören. Ziel ist es: Komplexität abzubauen Anpassungsfähigkeit und interkulturelle Lernbereitschaft der Mitglieder der multinationale Organisation optimal zu entfalten die Qualität der Arbeit und des Zusammenlebens in Fremdkultur zu organisieren, damit es sich für das einzelne Mitgliedmotivierende Rahmen-bedingungen für die Zusammenarbeit und persönliche Entfaltungsspielräume ergeben. Vorteile: ermöglicht: Erkennen, Kennenslernen, Akzeptanz und Nutzung von kulturellen Unterschieden Was zur Kommunikationsverständigung zwischen beide kulturelle Parteien führt und zur interkulturelle Synergie in Zusammenarbeit führen kann und damit zur hoheren Produktivität und Effektivität, sowie Erfolg und Nachhaltigkeit führen kann

43 Formen der Konfliktbearbeitung im interkulturellen Kontext (BENNETT 1995) Bearbeitungsformen Beschreibungen Vorteile Nachteile Supression: (=Unterdrückungen) Die Existenz von Problemen wird ignoriert, Divergenzen werden heruntergespielt um Abkühlung der Situation bei relativ unbedeutenden Problemen. spätere Übersteigerung/ Eskalierung des Konfliktes, falls es um ein entscheidendes Problem oberflächliche Harmonie zu bewahren (in Japan). geht. Power/ Authority: (= Autorität) Der Konflikt wird durch eine Autorität beseitigt. (z.b. im Mehrheits- oder Autoritätsprinzip) Effizient bei dringendem Entscheidungsbedarf. (schnelle Lösungen) Revanchieren der unterlegenen Partei in einer zukünftigen Situation. Third Person/ Intermediary (=Drittperson) Eine dritte Instanz oder Person wird als Mediator eingesetzt und vermittelt zwischen den Konfliktparteien. Sicherung der Harmonie, Vermeidung der direkten Konfrontation und damit Verhinderung des Gesichtverlusts einer Partei. Kann zur Verkomplizierung des Konflikts durch Fehlinterpretation und Einwirkung der dritten Partei führen.

44 Formen der Konfliktbearbeitung im interkulturellen Kontext (BENNETT 1995) Bearbeitungsformen Beschreibungen Vorteile Nachteile Group Consensus (=Konsensprinzip) Erarbeitung einer Konfliktlösung in einer Organisation unter Berücksichtigung aller Integrativere Konfliktlösungen, höhere kollektive Akzeptanz. Sehr zeitintensiv, Gruppendiskussion mit Personen, die nicht direkt vom Konflikt betroffen verschiedenen kulturellen Sichtweise. sind, kann zur Nebenschauplätzen führen. Direct Discussion: (Kulturschock) Die Beteiligten diskutieren offen miteinander über den Konflikt und stellen ihre Position, ihre Gefühle und ihre Lösungsvorschläge offen dar. Verhelfen der Konfliktparteien die Chance zur Artikulation und Wahrnehmung, - Die Bereitschaft zur Bearbeitung des Konflikts steigt unter Umständen, da alle Positionen zugelassen werden. Kann scheitern, da die beteiligten Seite nicht über sozialen Kompetenzen verfügen, den Konflikt mit der notwendigen Gelassenheit zu thematisieren, insbesondere wenn Zeit und Bereitschaft fehlen.

45 Interkulturelle Synergie als wesentliche Aspekte interkultureller Handlungskompetenz Individuum Gruppe Organisation - Zufriedenheit, - Identifikation, - Motivation, - Commitment, - Köhler-Effekt - Persönliche Entwicklung - Arbeitsteilung - Sachbezogener Konflikt - Ressourcenpool - Kreativität und Innovation - Lernen - Interkultur - Flexibilität - Wissen - Qualität - Marktzugänge -Gesellschaftliche Verpflichtung Individuelle Leistung Gruppeleistung Organisationsleistung Quelle: Selbst dargestellt

46 IBM Cases Study Raising Culture Awareness Content: 1. What is Culture? 2. Subcultures 3. How Culture Affects Us 4. What is Culture Shock? 5. Stages of Adjustment 6. Suggestions to help make the transition from your home to UK/Scotland easier: 7. Summary Kulturshock bei IBM

47 What is Culture? The Different Layers of Culture The Heart of Culture Common Values and Beliefs Good/Bad Norms Taboos What is Normal Invisible Qualities Behaviour Characteristics Communication Body Language Visible Qualities Arts TV Sports Clothing Buildings Language Festivals 47

48 Subcultures Cultures within a Culture Possible Subcultures Geographical Generational Sociological Religious Educational Ethnical Families 48

49 How Culture Affects Us Misunderstandings Offensive Behaviour Miscommunication Frustration Speaking Two Languages Personal Difficulty in Adapting into a New Environment (Culture Shock) 49

50 What is Culture Shock? The impact of moving from a familiar culture to one which is unfamiliar Meeting lots of new people Learning the way of a new Country Seperation from your loved ones New sights, sounds, smells and tastes 50

51 Stages of Adjustment 1. Excitement Enthusiasm, Excitement, Euphoria 2. Anxiety Withdrawal, Loneliness, Disintegration 3. Adjustment Re-emergence, Autonomy, Reintegration 4. Integration Independence, Achievement, Stable Stage 5. Re-entry Shock (beginning from the top ) 51

52 Suggestions to help make the transition from your home to UK/Scotland easier: If you are feeling homesick -> Talk about it: to friends, your HR manager, your Team Leader Get involved in as many activities as possible, whilst at work but also socially. Learn more about IBM and the department you are working for in order to help you understand its culture and work ethic. Visit as many local and Scotland wide attractions as possible Don t listen to all the clichés, learn for yourself about the different cultures within the centre, IBM and in Scotland Keep in touch with home as much as possible 52

53 Summary Watch out for clichés! Try to understand your friends Culture: Ask questions, observe Adapt where you can - Do not expect all Others are going to adapt to you! If you feel low, talk about it! Get to know Scottish People and their Culture 53

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