geschäftsbericht 2012

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1 2012 geschäftsbericht 2012

2 slo ungar Tschechische Republik österreich graz slowenien kroatien bosnien und herzegowina Steiermärkische Sparkasse Gruppe 2,3 Mio. Kunden Neukunden Mitarbeiter 504 Standorte mont Erste Group 17 Mio. Kunden Mitarbeiter Standorte Basis Dezember 2012

3 ukraine wakei n rumänien serbien enegro bulgarien kosovo mazedonien albanien

4 Die wichtigsten Kennziffern Steiermärkische Sparkasse-Konzern per 31. Dezember 2012 im Überblick Bilanz in Mio. Euro Bilanzsumme Forderungen an Kunden Finanzielle Vermögenswerte Verbindlichkeiten gegenüber Kunden hievon Spareinlagen hievon sonstige Verbindlichkeiten Verbriefte Verbindlichkeiten Erfolgsrechnung in Mio. Euro Betriebsergebnis Konzernjahresüberschuss Unternehmenskennzahlen Return on Equity vor Steuern 9,9 % 9,1 % Return on Equity nach Steuern 8,1 % 7,5 % Cost-Income-Ratio 56,5 % 53,1 % Zinsspanne in % der zinstragenden Aktiva 2,0 % 2,2 % Mitarbeiter* Filialen und regionale Beratungszentren* * Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, Bankhaus Krenschker & Co. AG, Sparkasse Bank, Bosnien und Herzegowina, Sparkasse Bank Makedonija

5 Seit 1825 vertrauen unsere Kunden auf Verlässlichkeit und höchste Sicherheit. Weil es Werte unserer Kunden sind! Erste & Steiermärkische Bank Kroatien Graz. Wien Erste Bank Novi Sad Serbien Sparkasse Bank Bosnien und Herzegowina Sparkasse Bank Makedonija Mazedonien Erste Bank Podgorica Montenegro Banka Sparkasse Slowenien 1

6 DI Angelo Kaunat Firmensitz Graz

7 04 Am Wort 07 Die Organe der Steiermärkischen Sparkasse 08 Am Kunden 10 Am Thema 13 CSR und Sponsoring 16 Wirtschaftliche Entwicklung 18 Geschäftsfeld Privatkunden 20 Geschäftsfeld Kommerzkunden 21 Internationales Geschäft 23 Unsere Kunden im Porträt 27 Steiermark: 100 % Zufriedenheit 29 Steiermark: Was du heute kannst entsorgen 33 Kroatien: Paradiesisch gut 37 Serbien: Eine saubere Sache 41 Bosnien und Herzegowina: Tradition trifft Innovation 45 Mazedonien: Ein Unternehmen auf der Überholspur 49 Montenegro: Das Einma(h)leins des Brötchenverdienens 53 Slowenien: Federführende Produkte 54 Standorte in der Steiermark 55 Standorte in Südosteuropa 3

8 Am Wort Das Jahr 2012 war geprägt von den anhaltenden Folgen der internationalen Staatsschuldenkrise und einer mäßigen Wirtschaftsentwicklung. Welches Ergebnis konnte die Steiermärkische Sparkasse in diesem schwierigen Umfeld erzielen? In vielen europäischen Ländern war das Jahr 2012 von einem sehr mäßigen Wirtschaftswachstum geprägt. Die Investitionsbereitschaft war durch die Anspannung der öffentlichen Haushalte zurückhaltend und vor allem in den südlichen Ländern Europas stieg die Arbeitslosigkeit weiter an. Das Vertrauen in die Bankindustrie und insbesondere in Finanzprodukte konnte sich aufgrund bekannt gewordener Problemfälle nicht erholen und das Zinsniveau wurde durch die Liquiditätspolitik der europäischen Zentralbank auf extrem tiefem Niveau gehalten. Äußerst erfreulich zeigte sich dagegen die Börsenentwicklung, die auch auf das tiefe Ausgangsniveau zu Jahresbeginn 2012 zurückzuführen ist. In diesem schwierigen Umfeld konnte die Steiermärkische Sparkasse einen Konzernüberschuss von 75,9 Millionen Euro erreichen, das entspricht einem Plus von 19,2 % gegenüber dem Jahr Entscheidend für den Erfolg waren die Stabilisierung der Verwaltungsaufwendungen und die niedrigen Risikovorsorgen für das Kreditgeschäft. Auch Südosteuropa hat mit einem Ergebnisanteil von 31 % am Gesamterfolg einen wesentlichen Beitrag geleistet. Dagegen ist die Zinsspanne im Inlandsgeschäft stark unter Druck geraten, was einerseits auf das tiefe Zinsniveau zurückzuführen ist, andererseits auf die Fristigkeit der Refinanzierungsstruktur. Die Liquiditätssituation konnte durch ein breites Programm an Emissionen von Bankanleihen und die Umstellung auf langfristige Refinanzierungskredite wesentlich verbessert werden. Um für die Herausforderungen der nächsten Jahre noch besser gerüstet zu sein, wurde auch das Eigenkapital auf 1,027 Milliarden Euro aufgestockt und sämtliche Basel III Kriterien wurden daher bereits im Jahr 2012 mehr als erfüllt. Die Bankenwelt hat in den letzten Jahren einen Vertrauensschaden erlitten. Was zeichnet die Steiermärkische Sparkasse aus, dass sich ihre Kunden sicher fühlen und vertrauen können? Die Steiermärkische Sparkasse hat seit ihrer Gründung 1825 immer sämtliche Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden zur Gänze erfüllt. Es gab nie den geringsten Zweifel, dass die Sparguthaben unserer Kunden in der Steiermärkischen Sparkasse sicher aufbewahrt sind und wir haben auch zu jedem Zeitpunkt die steirische Wirtschaft und unsere Privatkunden mit ausreichenden Kreditmitteln versorgt. Durch unser flächendeckendes Filialnetz in der Steiermark sind wir unseren Kunden sehr nahe und kennen ihre Bedürfnisse. Dadurch ist es uns möglich, spezifische Lösungen zu finden und auch in schwierigen Zeiten als kompetenter Finanzpartner zur Verfügung zu stehen. Neben dieser Regionalität und Kundennähe haben wir eine Größe erreicht, die uns eine Stabilität gibt, von der die Kunden in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten profitieren. Die Sparkasse ist zu keinem Zeitpunkt besonders hohe Risiken eingegangen und war daher auch von einem Einbruch der Wertpapierkurse im Jahr 2008 nicht betroffen. Die im Jahr 2012 getroffenen Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung und Liquiditätsverbesserung zeigen, dass wir Vorsorge treffen um für weitere schwierige Jahre bestens gerüstet zu sein. Was raten Sie Ihren Kunden mit Fremdwährungsfinanzierung? Vor der Finanz- und Wirtschaftskrise haben viele Österreicher Fremdwährungskredite aufgenommen, weil ihnen die Konditionen attraktiver erschienen und das Risiko zum damaligen Zeitpunkt für sie beherrschbar aussah. Ausgelöst durch die Turbulenzen der Finanzmärkte zeigt sich heute, dass einerseits das Kursrisiko deutlich größer und andererseits der Zinsvorteil der Schweizer Franken Kredite wesentlich kleiner geworden ist. Das Chancen-/ Risikoprofil der Fremdwährungskredite hat sich dadurch deutlich verschlechtert, weshalb wir unseren Kunden raten, die Schweizer Franken Kredite in Eurokredite zu konvertieren. Dafür bieten wir Unterstützungen durch Laufzeitverlängerungen und günstige Eurokreditkonditionen an, sodass die monatliche Mehrbelastung, die durch die Konvertierung entsteht, sehr gering ausfällt. Da die Schweizer Franken Kredite überwiegend zur Schaffung von Wohnraum aufgenommen wurden und ein Großteil der Kunden keine Spekulationsabsicht hatten, empfehlen wir, auf die sichere Eurokreditvariante umzusteigen. Jedenfalls ist es ratsam, bei bestehenden Fremdwährungskrediten sich ausführlich beraten zu lassen, um alle Vor- und Nachteile, die sich auch durch die Finanzkrise verändert haben, zu kennen um die richtige Entscheidung zu treffen. 4

9 Bernhard Bergmann Dr. Georg BUCHER Dr. Gerhard FABISCH Mag. Franz KERBER Sava DALBOKOV, MBA Die Steiermärkische Sparkasse ist in sechs Ländern des Westbalkans vertreten. Wie geht es den südosteuropäischen Beteiligungen? Unsere Bank- und Leasingbeteiligungen am Westbalkan haben im Jahr 2012 insgesamt 31 % am Konzernergebnis beigetragen. Die Erste & Steiermärkische Bank d.d. in Kroatien hat ein Gesamtergebnis von 78 Millionen Euro erzielt, davon fließen in den Konzern der Steiermärkischen Sparkasse 32 Millionen Euro. Sie weist einen Marktanteil von 15 % auf und ist mit Abstand die bedeutendste Beteiligung der Steiermärkischen Sparkasse. Sehr erfolgreich waren auch die Entwicklungen der Banken in Montenegro, Serbien und Bosnien und Herzegowina, wo Marktanteile und Ergebnissteigerungen erzielt wurden. In Mazedonien wurde der Transformations- und Integrationsprozess in die Sparkassengruppe weitestgehend vorangetrieben und die Grundlage für künftiges Wachstum geschaffen. Nur unsere slowenische Tochterbank hat im Jahr 2012 mit einem Verlust abgeschlossen und befindet sich derzeit in einem Restrukturierungsprozess. Insgesamt wird die Wirtschaftserholung am Westbalkan langsamer als in Österreich voranschreiten. Dennoch rechnen wir in den nächsten Jahren mit einem kontinuierlichen Aufholungs- und Konvergenzprozess, der den Lebensstandard der Bevölkerung in dieser Region mittelfristig verbessert und ein signifikantes Potential an bankgeschäftlichen Möglichkeiten bietet. Mit einem flächendeckenden Netz an Bank- und Leasinggesellschaften ist die Steiermärkische Sparkasse sehr gut positioniert, um mit der Region nachhaltig wachsen zu können. Was sind Ihre Erwartungen für 2013? Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2013 werden von niedrigen Wachstumsraten, niedrigen Zinssätzen und hoher Volatilität geprägt sein. Für die Bankenlandschaft werden die neuen regulatorischen Vorschriften einen zusätzlichen Aufwand bedeuten und die geschäftlichen Möglichkeiten zum Teil auch einschränken. Auf europäischer Ebene sehen wir, dass die Instrumente zur Krisenbewältigung besser eingesetzt werden als noch vor einigen Jahren, sodass ein Szenario einer gesamteuropäischen Krise oder eines Eurozerfalls nicht realistisch ist. Aufgrund unserer Kapital- und Liquiditätsstärke sehen wir uns gut gerüstet. Den steirischen Kunden und der steirischen Wirtschaft wollen und werden wir Stabilität und Sicherheit anbieten und auch weiterhin ein verlässlicher Partner in allen finanziellen Angelegenheiten sein. 5

10 6 DI Angelo Kaunat Firmensitz Graz

11 Die Organe der Steiermärkischen Sparkasse Vorstand Dr. Gerhard FABISCH Vorsitzender Mag. Franz KERBER Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Georg BUCHER Sava DALBOKOV, MBA Staatskommissäre Dr. Ingrid KOINER Dr. Manfred LIND Aufsichtsrat Dkfm. Dr. Werner TESSMAR-PFOHL Vorsitzender DDr. Peter SCHACHNER-BLAZIZEK Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Gunter GRISS Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Michaela CHRISTINER (ab ) Mag. Regina FRIEDRICH (bis ) Dr. Guido HELD (bis ) Dr. Franz HOCHSTRASSER Dr. Oswin KOIS (ab ) Dr. Matthias KONRAD (bis ) Dr. Alexander LEEB (bis ) o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Dieter MANDL Mag. Reinhard ORTNER (bis ) Alois SUNDL (bis ) Dr. Thomas UHER Vom Betriebsrat entsandt Mag. Frederick ROBERTSON Betriebsratsvorsitzender Rudolf WALLIS Betriebsratsvorsitzender-Stv. Gerald JAKUM Betriebsratsvorsitzender-Stv. Karlheinz BAUER (bis ) Dr. Liselotte PALZ Volker WETSCHNIG (bis ) Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat die ihm obliegenden Aufgaben, wie sie sich aus den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen ergeben, wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Steiermärkischen Bank und Sparkassen Aktiengesellschaft sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Im Geschäftsjahr 2012 fanden fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Darüber hinaus haben die vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse (Kreditausschuss, Geschäftsausschuss, Prüfungsausschuss, Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und Vergütungsausschuss) insgesamt 20-mal getagt. Die Buchführung, der Jahresabschluss mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Jahr 2012 wurden vom Sparkassen-Prüfungsverband geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis dieser Prüfungen angeschlossen und mit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes einverstanden erklärt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt, der damit gemäß 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen. Dem Vorstand und den Mitarbeitern wird für die erfolgreiche Arbeit im Jahr 2012 der Dank ausgesprochen. Graz, am 23. April 2013 Der Aufsichtsrat Dr. Werner Tessmar-Pfohl Vorsitzender 7

12 Am Kunden Mehr Bank für unsere Kunden Filiale neu Modern, komfortabel, sicher, diskret, Orientierung gebend: Das waren die Hauptkriterien, die für Kunden in den neu eröffneten Sparkassenfilialen Unterpremstätten im Gangl-Center, Hauptstraße 103, sowie Graz St. Peter wirksam wurden. Der innovative Entwurf stellt die Kundenbedürfnisse noch stärker in den Mittelpunkt: Modernste SB-Geräte, erweiterte Beratungszonen, Barrierefreiheit und Tiefgaragen ermöglichen Bankgeschäfte mit Komfort. Zweite Sparkasse Die Zweite Sparkasse gibt Menschen eine zweite Chance, die durch soziale oder wirtschaftliche Notlagen den Zugang zu einem Bankkonto verloren haben. Die Filiale in Graz besteht seit 2008 und betreut mit 85 ehrenamtlichen Mitarbeitern ca Kunden. In einem europaweit einzigartigen Pilotprojekt mit der Schuldnerberatung und dem Land Steiermark werden spiel- und kaufsüchtige Kunden therapeutisch begleitet. Defibrillator-Standort Sicherheit ist der Steiermärkischen Sparkasse ein zentrales Anliegen. Sowohl in der korrekten und servicebewussten Durchführung des Kundengeschäftes, als auch in der Notfall- und Krisenvorsorge für Mitarbeiter und Kunden. So wurde 2012 im Foyer des SparkassenCenters am Sparkassenplatz in Graz ein Defibrillator (kurz Defi) als lebensrettende Herz-Lungen-Wiederbelebung rund um die Uhr zugänglich gemacht. Weiters ermöglicht das Sponsoring Defi-App der Stadt Graz Besitzern von iphones und Android- Smart-Phones, mobil und kostenlos Defi-Standorte über eine App zu suchen. Einzigartig in Österreich! 8

13 Moderne Bedürfnisse Innovative Produkte Mit dem Impuls- und Rundungssparen sowie dem modernsten Konto, werden für Privatkunden und Unternehmer neue Produkte angeboten, die den modernsten Kundenbedürfnissen gerecht werden. Relaunch Netbanking 26 % unserer Kunden nutzen bereits die Online-Abwicklung ihrer Bankgeschäfte via PC oder Smartphone. Auch App-Downloads liegen im Spitzenfeld der Beliebtheitsskala. In einem Relaunch wurden die aktuellen Kundenbedürfnisse eingearbeitet und erfolgreich umgesetzt. Moderner Schulalltag Mit der edu.card sponsert die Steiermärkische Sparkasse bereits sechs steirische Schulen, die sich damit zu einer modernen, komfortablen und effizienten Zahlungsform im Schulalltag für Schüler, Lehrer und Eltern entschlossen haben. Neue Medien Social Media Die Jugendmarke spark7 ist auf Facebook mittlerweile eine der größten Jugend-Communities Österreichs am Finanzdienstleistungssektor. Für die Steiermark Fanseite interessierten sich bereits über Fans, die den Auftritt mit gefällt mir bewerteten. Newsletter Aktuell informiert Aktuelle Informationen und wertvolle Tipps fürs Geldleben erhalten Kunden über sechs Newsletter: (1) Mehrwertservices, (2) Münzshop-Info, (3) Wertpapiernewsletter, (3) Business:news, (4) Devisen-News und (6) spark7 Steiermark Start ins Geldleben Der KNAX-Klub bietet seit 26 Jahren eine kunterbunte Welt für Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr. Mit wurde der Höchststand an Mitgliedern seit 1985 erreicht. Erstmals besitzen 36,8 % der KNAXianer mindestens ein legitimiertes Konto und stehen damit in Geschäftsverbindung mit der Steiermärkischen Sparkasse. Um auch finanziell gut ins Leben zu starten wurde für unsere jüngsten Kunden ein neues KNAX-Sparbuch entwickelt. Ein beliebtes Willkommensgeschenk mit Widmungsmöglichkeit auch für das steirische Neujahrsbaby Manfred Lach Margit Kundigraber 9

14 Am Thema Ehrenvolle Besuche Der Botschafter des Königreiches Schweden in Österreich und ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in Wien, S.E. Nils Daag, stattete dem Schwedischen Konsulat in Graz mit Sitz in der Steiermärkischen Sparkasse erstmals einen offiziellen Besuch ab. Warum Flugzeuge abstürzen und Unternehmen versagen? Der provokante und emotionale Titel des Referenten Dr. Bernard Saneke zog 220 eingeladene Kommerzkunden zum Flughafen. Als ehemaliger Verkehrspilot gab er tiefe Einblicke in die Pilotenwelt und verglich Entscheidungen in kritischen Situationen mit den Herausforderungen für Unternehmer. Der Staatspräsident der Republik Mazedonien, Dr. Gjorge Ivanov, und der Botschafter Mazedoniens, S.E. Prof. Dr. Gjorgij Filipo, zeichneten die Steiermärkische Sparkasse mit ihrem Besuch aus. Als einzige österreichische Bank ist die Steiermärkische Sparkasse in Mazedonien mit der Sparkasse Bank Makedonija a.d. vertreten, als sicherer und stabiler Finanzpartner für Land und Leute. Wie viel Kontrolle braucht die Wirtschaft? Mag. Michaela Christiner lud als Präsidentin der Kammer der Wirtschaftstreuhänder Steiermark zu einer Diskussionsrunde mit hochkarätigen Gästen in den Firmensitz am Sparkassenplatz in Graz. Headquarters in der Steiermark: Wie führe ich mein Unternehmen in volatilen Zeiten? Die Steiermärkische Sparkasse präsentierte sich als Headquarter für den dritten Teil der Veranstaltungskooperation zwischen Die Industrie und der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbh (SFG). Im Fokus standen Impulsreferate zur steirischen Wirtschaftslage und Geschäftsstrategien steirischer Leitbetriebe. 6. Checkin! SÜDOSTEUROPA: Investment Round Table Macedonia Mazedonien stand im Mittelpunkt der sechsten Ausgabe der Event- Reihe und versammelte am runden Tisch u. a. den Gouverneur der Nationalbank Mazedoniens, Dimitar Bogov und Vladimir Pesevski, Vizepremierminister für wirtschaftliche Angelegenheiten. 10

15 Thomas Fischer Werner Krug Exporttag 2012 Zu Let s meet the world trafen sich das Who-Is-Who der steirischen Exportwirtschaft, 18 Wirtschaftsdelegierte aus Asien, Nordamerika, Südafrika und Osteuropa sowie 300 interessierte Unternehmer. Höhepunkt war die Verleihung des steirischen Exportpreises an zwei Kommerzkunden der Steiermärkischen Sparkasse. Wein-Marke(ting) Regional verwurzelt, bodenständig, qualitätsbewusst und engagiert sind Eigenschaften, die die Marke Steirischer Wein, die heimischen Winzer und die Steiermärkische Sparkasse seit mehr als 100 Jahren verbinden. Diese Kooperation fand auch 2012 im Jungwinzerwettbewerb sowie in den Jahrgangs- und Junkerpräsentationen erneut kraftvollen Ausdruck. Gründermesse Unternehmensgründungen brauchen gute Vorbereitung, um am Markt bestehen zu können. Professionelle Unterstützung erhalten Ein-Personen- und Jungunternehmer ganzjährig im GO! Gründer- Center. Als Powertag punktete die Gründermesse May Way auch Auszeichnungen Staatspreis Familienfreundlichster Betrieb 2012 Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner zeichnete die Steiermärkische Sparkasse als frauen- und familienfreundlichsten Großbetrieb der Steiermark für ihre herausragenden Leistungen einer familienbewussten Personalpolitik mit dem Staatspreis aus. International 10 Jahre GesundheitsManagement Als Pionier in der Mitarbeiter-Gesundheit wurde vor bereits zehn Jahren das Wohlbefinden der über Mitarbeiter durch die Gründung eines eigenen GesundheitsManagements mit vielfältigen ganzheitlichen Angeboten und Schwerpunkten wie Burnout- Prävention in den Vordergrund gerückt. Ein kleines Jubiläum mit großer Wirkung. BGF-Gütesiegel Bereits zum dritten Mal wurde der Steiermärkischen Sparkasse das Gütesiegel für konsequente ganzheitliche Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) verliehen sowie erweiternd der Sonderpreis für vorbildliche betriebliche Praxis im Umgang mit chronischen Erkrankungen zuerkannt. Kroatien Die Erste und Steiermärkische Bank d.d. Kroatien, ESB, erhielt bereits zum fünften Mal den Preis Zlatna kuna als beste Bank in Kroatien. Die kroatische Wirtschaftskammer zeichnet damit jährlich die erfolgreichsten heimischen Unternehmen in mehreren Kategorien aus. Die Mobile Banking Kampagne Click and Pay als erste ihrer Art am kroatischen Markt wurde beim nationalen Werbefestival für Direct Response und Lead Generation ausgezeichnet. Die Fachjury VIDI WEB TOP 100 bewertete die App Erste mbanking als the Best of the Best

16 Soziales Engagement Gründertafel für Grazer Schulschwestern Der Firmensitz der Steiermärkischen Sparkasse am Sparkassenplatz war für die Schulschwestern vom Dritten Orden des Hl. Franziskus zu Graz das Mutterhaus und gilt heute noch als Wiege der Kongregation. In einem Festakt wurde dieser historische Ort mit der Enthüllung der Gründertafel sichtbar gemacht und damit auch ein Stück Grazer Geschichte, das von den Stadtführern auch Graz- Besuchern gezeigt wird. Volkshilfe Unter dem Motto Kraft Tanken: Urlaub für Alleinerzieherinnen stand auch 2012 das wertvolle Projekt der Volkshilfe Steiermark gemeinsam mit der Steiermärkischen Sparkasse. Von Armut betroffene Alleinerzieherinnen wurden zu einer kostenlosen Ferienwoche eingeladen, um eine kurze Auszeit von Belastung und Sorgen zu nehmen und mit Informationen und Austausch gestärkt in den Alltag zurückkehren zu können. 23. Internationale Integrationswoche Der Steiermärkischen Sparkasse ist das gesellschaftliche Engagement und die Förderung sozialer Aktivitäten, wie die Internationale Integrationswoche, ein großes Anliegen. Im Rahmen dieser Aktion verbringen 400 behinderte Kinder aus ost- und südosteuropäischen Ländern eine abwechslungsreiche Woche in der Steiermark. Das Engagement trägt auch dazu bei, dass alljährlich Kinder an der Grazer Kinderklinik behandelt bzw. operiert werden können, die etwa durch tragische Kriegswirren verletzt wurden. Hospizverein Caritas tag.werk Caritas tag.werk Bereits sieben Jahre begleitet die Steiermärkische Sparkasse das Beschäftigungsprojekt der Caritas Steiermark finanziell. Seit dem Bestehen im Jahr 1999 konnte ca. 500 Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen Halt gegeben werden. Im tag.werk designen und produzieren Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr kreative Taschen und Accessoires aus Recycling-Materialien. Hospizverein Steiermark In jeder Beziehung zählen die Menschen bildet das gemeinsame Fundament des Hospizvereins und der Steiermärkischen Sparkasse. Seit 2004 besteht diese erfolgreiche, langjährige Partnerschaft in Form von finanzieller Unterstützung und vielseitigem persönlichen Engagement ausgebildeter und ehrenamtlicher Mitarbeiter hat die Steiermärkische Sparkasse ihren Mitarbeitern zum wiederholten Mal die Grundausbildung zum ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter mit finanzieller Unterstützung angeboten. 12

17 CSR und Sponsoring Engagement zum Wohl der Gesellschaft Wissenschaft und Forschung Best of South-East Zum fünften Mal startete die Steiermärkische Sparkasse das Förder- und Weiterbildungsprogramm Best of South-East in Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität und der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Talentierte Universitätsabsolventen und Studierende aus Südosteuropa erfahren einen intensiven akademischen und praktischen Austausch für bessere berufliche Entwicklungschancen in ihrer Region. JungforscherInnenfonds Seit sieben Jahren fördert die Steiermärkische Sparkasse den wissenschaftlichen Nachwuchs mit vielfältigen Forschungsthemen an der Karl-Franzens-Universität Graz. Die Stipendien 2012 ermöglichen fünf weiteren Dissertanten, ihre herausragenden Arbeiten finanziell abgesichert fortzuführen und fertigzustellen. Kunst und Kultur Karl Forster Oper Graz Seit dem Jahr 1899 leben die Oper Graz und die Steiermärkische Sparkasse ein ebenso erfolgreiches wie kontinuierliches Zusammenspiel von Kunst und Wirtschaft vor. Das Engagement als Hauptsponsor der Oper ist ein Bekenntnis zur nachhaltigen Förderung von Kunst, Kultur und Gesellschaft. Musikverein für Steiermark Kunst und Wirtschaft geben gemeinsam den Ton an. Die stimmige Partnerschaft mit dem Musikverein für Steiermark setzt sich bereits in der sechsten Saison fort. Mit dem traditionellen Kultursponsoring übernimmt die Steiermärkische Sparkasse Verantwortung für die regionale Kunstszene und ermöglicht Konzerthighlights wie jenes der lettischen Mezzosopranistin Elina Garanca. Literaturpreis Zum sechsten Mal verlieh die Steiermärkische Sparkasse mit der Leykam Medien AG ihren Literaturpreis an zwei herausragende Autoren aus der Steiermark und Südosteuropa: Lyriker Reinhard Lechner aus Bruck/Mur und Romanschriftsteller Edi Matic aus Split, Kroatien. Das Preisgeld ermöglicht das Verlegen der Bücher und bietet eine Plattform, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. 13

18 steirischer herbst Als langjähriger Partner des steirischen herbst übernimmt die Steiermärkische Sparkasse die Rolle, zwischen Wirtschaft und Kunst zu vermitteln und einen lebendigen Dialog mit zeitgenössischer Kultur zu ermöglichen. Für Mitarbeiter konnte erstmalig das Sponsoring in einem Theaterworkshop erlebbar gemacht werden. Sport und Natur Matthias Aberer Kleine Zeitung GEPA pictures Sandra Elhanafi Wonge Bergmann La Strada Als Sponsorpartner von La Strada stärkt die Steiermärkische Sparkasse seit über 12 Jahren die bedeutende Rolle von Kunst und Künstlern im öffentlichen Raum. Berührungspunkte zum internationalen Straßen- und Figurentheaterfestival finden sich in der facettenreichen und hochwertigen Palette an Performances in der Steiermark und über die Grenzen hinaus. Graz-Marathon Die Steiermärkische Sparkasse setzt sich seit Jahren für den beliebten Trend- und Breitensport ein, um möglichst viele Menschen zu sportlichen Aktivitäten zu motivieren. Der Graz-Marathon bildet die Flag-Ship-Veranstaltung in der Steiermark der österreichweiten Laufsportinitiative Erste Bank Sparkasse Running. Diese bildet mit weit mehr als 220 Laufveranstaltungen, über Teilnehmern und rund zwei Millionen gelaufenen Kilometern die größte Laufinitiative Österreichs mit einem wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge bereits seit zehn Jahren. Moser Medical Graz 99ers Die Partnerschaft mit dem Grazer Eishockey-Spitzenclub wurde bereits auf das neunte Jahr ausgebaut. Eine Bank mit Wurzeln in der Steiermark, die international tätig ist, fördert einen steirischen Eishockeyverein, der Mitglied einer internationalen Liga ist. In der schnellsten Mannschaftssportart der Welt liegt ein starkes, aufgeladenes Lebensgefühl, das vor allem bei Jugendlichen Interesse für Bewegung wecken soll. Im Oktober 2012 gab Österreichs National Hockey League Superstar Thomas Vanek ein viel umjubeltes Gastspiel, der neben Toren und Punkten vor allem durch seine Persönlichkeit Sympathie einspielte. Internationales Berg & Abenteuer Filmfestival Graz Das Filmfestival zählt zu den drei internationalen Top Events dieses Genre und entführte bereits das 24. Jahr in die bewegende Welt aus Fels, Eis und unberührter Natur. Die anspruchsvollen Filmarbeiten und Dokumentationen gaben wiederholt faszinierende Einblicke, zeigten außergewöhnliche sportliche Leistungen und gingen mit an die Grenzen. Die Steiermärkische Sparkasse setzte ihre Partnerschaft bereits das achte Jahr als Hauptsponsor fort. Ziel ist es, einen Beitrag zur hochwertigen steirischen Kunstund Kulturszene zu leisten und das Festivalpublikum mit zahlreichen Kunden mit neuen Blickwinkel zu begeistern. 14

19 15 Karin Bergmann Firmensitz Graz

20 Wirtschaftliche Entwicklung Volkswirtschaftliches Umfeld Österreich zählte 2012 zu den stabilen Ländern Europas. Die starke internationale Wettbewerbsfähigkeit und die breite Diversifikation der Wirtschaft machten Österreich weniger krisenanfällig als andere Staaten. Mit einer der höchsten Zuwachsraten zählt Österreich damit zu den wohlhabendsten Ländern Europas. Das Wirtschaftswachstum verlief zwar im langjährigen Vergleich unterdurchschnittlich und auch geringer als im Jahr 2011, lag aber mit 0,6 % immer noch über dem Durchschnitt des Euroraumes. Der Grund dafür lag im Rückgang in der Außenwirtschaft. Die österreichische Volkswirtschaft dürfte im zweiten Halbjahr 2012 lediglich stagniert haben, womit ein stärkerer Rückgang vermieden werden konnte. Mittlerweile deuten die Vorlaufindikatoren bereits auf ein Ende der Abwärtsbewegung hin. Stabilisierend wirkte sich 2012 hingegen der private Konsum aus. Bei noch immer sehr geringer Sparquote und wieder niedrigerer Inflation, im Vergleich zum Jahr 2011, konnte ein leichtes Wachstum um 0,7 % der privaten Konsumausgaben erzielt werden. Die österreichische Arbeitslosenrate stieg leicht von 4,2 % in 2011 auf 4,3 % in 2012 an und blieb abermals die niedrigste in der Europäischen Union. Bilanzentwicklung Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 14,6 Milliarden Euro. Die Steiermärkische Sparkasse als Konzernmutter dominierte mit einer Bilanzsumme von 13,2 Milliarden Euro. Wesentlichen Anteil daran hatte auch die Bankhaus Krentschker & Co. AG mit einem stabilen Bilanzvolumen von 1 Milliarde Euro. Aktivseitig überwogen die Kunden- kredite mit einem Volumen von knapp 10,4 Milliarden Euro war die Kreditnachfrage generell relativ niedrig, da Unternehmen und Privatkunden noch immer vorsichtig agierten. Dennoch waren im Privatkundengeschäft bei der Sanierung von Wohnbauten und im Kommerzgeschäft bei den Investitionskrediten erfreuliche Zuwächse feststellbar. Die Kundeneinlagen erreichten mit einem Stand von 10,5 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Das Kernkapital der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG konnte auf 815,8 Millionen Euro zulegen. Inklusive der ergänzenden Eigenmittel beliefen sich die anrechenbaren Eigenmittel gemäß 23 BWG auf 936,4 Millionen Euro. Die Kernkapitalquote betrug 2012 bereits 12,1 % und die Eigenmittelquote 13,8 %. Damit liegt die Steiermärkische Sparkasse deutlich über dem, vom Gesetzgeber geforderten Limit, und ist somit Basel III-fit. Das Konzerneigenkapital betrug 1,027 Milliarden Euro Ende 2012 und überstieg erstmals 1 Milliarde Euro. Ertragslage Die Steiermärkische Sparkasse konnte 2012 gemeinsam mit ihren Beteiligungen ihre Position als führendes Kreditinstitut im Süden Österreichs festigen und eine erfreuliche Bilanz vorlegen. Das Betriebsergebnis des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns sank aufgrund des geringen Zinsüberschusses infolge der historisch niedrigen Zinsspanne um 12,0 % auf 170,7 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss stieg deutlich um 19,2 % auf 75,9 Millionen Euro. Als wichtige Erfolgsfaktoren für 2012 sind vor allem die niedrigen Risikokosten sowie die Kostendisziplin beim Sach- und Personalaufwand zu nennen. Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 56,5 % und die Rendite der Eigenmittel (ROE) beachtliche 8,1 % Mio. EUR Entwicklung Bilanzsumme in Mio. EUR Mio. EUR Entwicklung Eigenkapital in Mio. EUR

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