Mit dem Freund oder der Freundin kann man

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1 1 von 18 Freunde werden, Freunde bleiben eine Stationenarbeit mit kooperativen Lernmethoden Ein Beitrag von Aline Kurt, Brandscheid (Westerwald) Zeichnungen von Bettina Weyland, Wallerfangen Mit dem Freund oder der Freundin kann man spielen, Quatsch machen, lachen, lernen oder faulenzen. Doch, was macht eine echte Freundschaft eigentlich sonst noch aus? In der vorliegenden Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schüler im Rahmen einer Stationenarbeit mit dieser Frage. Sie werden sich ihrer Vorstellungen, Erwartungen und Gefühle bewusst und erfahren, wie wichtig Vertrauen und Toleranz, aber auch Auseinandersetzungen in einer Freundschaft sind. Dabei wenden die Schüler verschiedene kooperative Verfahren an, die das Thema inhaltlich und methodisch ergänzen. Aufbau der Unterrichtseinheit Die Unterrichtseinheit umfasst eine Sequenz mit folgenden Phasen: Das Wichtigste auf einen Blick Einstieg: Was ist Freundschaft eigentlich? Einstimmung auf das Thema Erarbeitung: Freunde werden, Freunde bleiben Stationenarbeit Abschluss: Was ich über Freundschaft gelernt habe Reflexion der Ergebnisse und der Stationenarbeit Dauer: ca. 5 Unterrichtsstunden Klassen: 3 und 4 Ziemlich beste Freunde Lernbereiche: Mensch und Gemeinschaft, ich und die anderen Kompetenzen: sich der eigenen Vorstellungen und Erwartungen bewusst werden; Gefühle, Verhaltensweisen, Selbst- und Fremdbild reflektieren; Informationen aus Texten entnehmen; kooperative Lernmethoden anwenden (Schnittkreis, Placemat, Partnercheck)

2 8 von 18 Sachunterricht Beitrag 80 M 2 Freunde werden, Freunde bleiben Stationenkarten Station 1 Station 2 Was bedeutet Freundschaft für dich? Wie fühlst du dich mit deinen Station 3 Station 4 Was erwartest du von deinen Kannst du vertrauen? Station 5 Station 6 Jeder darf er selbst sein, oder? Auch Streit gehört zur Freundschaft

3 9 von 18 M 3 Freunde werden, Freunde bleiben Stationenplan So arbeitest du: Erledige die Aufgaben an den Stationen. Die Reihenfolge kannst du frei wählen. Bist du mit einer Aufgabe fertig, mache ein. Bevor du an die nächste Station gehst, überlege: Wie bist du mit der Aufgabe zurechtgekommen? Trage ein: Die Aufgabe war für mich J Die Aufgabe war für mich L Die Aufgabe war für mich K A Station Was bedeutet Freundschaft für dich? Erledigt Die Station war für mich B Wie fühlst du dich mit deinen Was erwartest du von deinen Kannst du vertrauen? Jeder darf er selbst sein, oder? Auch Streit gehört zur Freundschaft

4 11 von 18 M 5 Station 2: Wie fühlst du dich mit deinen Lea, Tom und Marie unterhalten sich über ihre Freunde. Aufgabe 1: Lies, was die Kinder über ihre Freunde erzählen. Unterstreiche im Text, was sie über ihre Gefühle sagen oder schreibe es auf die Linien. Ich fühle mich wohl, wenn ich mit meiner Freundin zusammen bin. Wir treffen uns fast jeden Nachmittag zum Spielen oder Lernen. Ich helfe ihr dann oft bei den Mathe-Hausaufgaben. Dafür hat sie mir neulich gezeigt, wie man Freundschaftsbänder knüpft. Meine Freundin gibt mir das Gefühl, dass ich wichtig bin. Wenn ich mit meinen Freunden zusammen bin, geht es meist lustig zu und wir haben viel Spaß. Wir machen Quatsch und es gibt immer etwas zu lachen. Ich bin glücklich, wenn ich mit meiner Freundin zusammen bin. Mit ihr kann ich über alles sprechen, auch wenn ich mal Ärger mit meiner Mutter habe. Ich kann meiner Freundin auch ein Geheimnis anvertrauen. Ich weiß, dass sie es für sich behält. Aufgabe 2: Welche Gefühle verbindest du mit Freundschaft? Schreibe auf ein extra Blatt so viele passende Wörter wie möglich. Freundschaft Tipp: Diese Wörter helfen dir: Vertrauen, Glück, sich wohl fühlen, Spaß haben, Trost, Hilfe, Quatsch machen, lustig sein

5 12 von 18 Sachunterricht Beitrag 80 M 6 Station 3: Was erwartest du von deinen Jeder Mensch hat Erwartungen an seine Freunde. Man möchte einfach, dass sie sich auf bestimmte Weise verhalten. Auch Moritz, Paula und Marie geht das so. Moritz hat sich mit Tom verabredet. Die beiden wollen gemeinsam ein Modellauto bauen. Doch um halb vier ist Tom immer noch nicht da. Dabei wollte er um drei Uhr kommen. Um halb fünf ruft Moritz seinen Freund schließlich an: Mensch Tom, wir waren für drei Uhr verabredet. Wo bleibst du denn? Paula hat ihrer Freundin Lea anvertraut, dass sie in der letzten Mathearbeit eine 5 hatte. Sie möchte aber nicht, dass das jemand anderes erfährt. Doch in der Pause kann Lea es nicht mehr länger für sich behalten. Sie erzählt Hannah von Paulas schlechter Note. Hannah geht gleich zu Paula und fragt: Du sag mal, stimmt es, dass du eine 5 in Mathe hast? Paula überlegt: Hat Lea mein Geheimnis einfach weitererzählt? Und ich dachte, ich könnte ihr vertrauen. Anna und Marie sind die besten Freundinnen. Das war schon immer so. Doch heute weiß Marie nicht, was los ist. Sie hatte Probleme mit den Hausaufgaben und hat Anna gefragt, ob sie sie ihr erklären kann. Doch Anna hat bloß mit den Schultern gezuckt. Marie ist traurig: Wieso hilft Anna mir nicht?, denkt sie. Aufgabe 1: Lies die Texte. Was erwarten die Kinder von ihren Ergänze die Satzanfänge. Moritz erwartet, dass Tom. Paula erwartet, dass Lea. Marie erwartet, dass Anna. Aufgabe 2: Überlege dir zusammen mit anderen, welche Erwartungen ihr an eure Freunde habt. Notiert eure Gedanken auf einem Platzdeckchen. Das geht so: 1. Suche dir drei andere Kinder. Setzt euch an einen Tisch und legt das Platzdeckchen in die Mitte. Vor jedem Kind liegt nun ein Feld (Nummer 1 bis 4). 2. Überlege, was du von deinen Freunden erwartest. Schreibe es in dein Feld. 3. Sind alle fertig, vergleicht ihr eure Notizen. Einigt euch: Welche Gedanken findet ihr besonders wichtig? Schreibt sie in das freie Feld in der Mitte. 4. Unterschreibt das Platzdeckchen mit euren Namen.

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