Forum: Jugendwohlgefährdung oder Kindeswohlgefährdung bei Jugendlichen

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1 Forum: Jugendwohlgefährdung oder Kindeswohlgefährdung bei Jugendlichen Fachtagung Kinderschutz in gemeinsamer Verantwortung von Schule und Jugendhilfe Zwischenbilanz und Perspektiven am im LWL-Landeshaus, Münster 1. Was schon gut läuft 2. Herausforderungen im Kinderschutz für Jugendliche 3. Jugendwohlgefährdung Risikofaktoren - Anhaltspunkte 4. Anhaltspunkte und Erkenntnisse: Jugendwohlgefährdung 5. Was leitet den Blick in der Schule? 6. Beratungsauftrag und Anspruch im Bundeskinderschutzgesetz 7. Wie können Schule und Jugendhilfe kooperieren?

2 Seit Inkrafttreten des 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) und der Einbeziehung von Schule (über 42 Absatz 6 Schulgesetz NRW) in den Schutzauftrag zeigen sich in vielerlei Hinsicht positive Auswirkungen: Träger der öffentlichen und der freien Kinder- und Jugendhilfe in NRW haben in der überwiegenden Mehrzahl einrichtungsintern Verfahren zur Umsetzung des Schutzauftrags geschaffen oder aber befinden sich im Prozess der Etablierung entsprechender Strukturen. Fachkräfte aus Schule und Jugendhilfe arbeiten auf Grundlage von Vereinbarungen zum Kinderschutz zusammen, um früh und ressourcenorientiert Gefährdungen für Kinder abzuwenden und Hilfen anzubieten. Immer mehr Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule qualifizieren sich in Fortbildungen zum Kinderschutz, manchmal auch gemeinsam. Fehlende Instrumente im Kinderschutz für Jugendliche (ab ca. 13 Jahren) Praxiserprobte Vereinbarungen und Verfahren zum Kinderschutz haben Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit in ihrem Fokus. Vereinbarungen und Verfahren werden für weiterführende Schule übernommen, zum Teil modifiziert. Drei Elemente in der Risikoeinschätzung gewichtige Anhaltspunkte Kollegiale Beratung Beteiligung der Betroffenen (Eltern)

3 Gewichtige Anhaltspunkte Risikoeinschätzinstrumente werden um jugendspezifische Indikatoren erweitert (z.b. Ritzen, Schule schwänzen, Drogen und entsprechende Symptome, usw ) Aber: Abgrenzungen zwischen Risikoindikatoren und Anhaltspunkten für die schwierige Lebensphase von Pubertierenden und Heranwachsenden ist kompliziert. Risikofaktoren: Armut Bildungsarmut Mangelnde Integration - Migration Gewalterfahrung Eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern Individuelle Beeinträchtigung der Erziehungspersonen Bindungs- und Beziehungslosigkeit Nähe zu subkulturellen Milieus Aber auch: Risikofaktoren im Hilfesystem

4 Kollegiale Beratung in der Schule hat (in der Regel) keinen Raum keine Zeiten Keine Kultur Beteiligung Eltern Eltern als Schlüsselfiguren im Verfahren haben oft selber keinen Zugang (mehr) zu ihren heranwachsenden Kindern. Die Erziehungspartnerschaft zwischen Lehrer/innen und Eltern ist instabil oder aufgelöst.

5 Beteiligung Jugendlicher Jugendliche haben ein Recht auf körperliches, geistiges und seelisches Wohl und auf elterliche Sorge. Ihre wachsenden Fähigkeiten zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Handeln müssen berücksichtigt werden. Dazu braucht es das Gespräch, Kontakt und Beziehung! Anhaltspunkte und Erkenntnisse: Jugendwohlgefährdung In ihrem Wohl gefährdete Jugendliche zeigen oft ein auffälliges und manchmal grenzüberschreitendes Verhalten, oder anders herum, depressive Zurückgezogenheit. Dieses Verhalten resultiert nicht selten aus früh erlebter Unsicherheit, Enttäuschung, Gewalt, Vernachlässigung und Ausgrenzung. Solcherart dysfunktionales Verhalten ist mitunter notwendige Überlebensstrategie (oder Re- Inszenierung), die es zu entschlüsseln gilt. Eine Orientierung auf die Symptome und der Versuch, diese zu beseitigen, greift zu kurz.

6 Schutzauftrag für Jugendliche Schule und Jugendhilfe haben einen begleitenden, helfenden und entwicklungsfördernden (Schutz-) Auftrag Um Jugendliche zu schützen, müssen sie in ihrer Entwicklung gefördert und in ihren Rechten gestärkt werden. (z.b. Recht auf Bildung) In krisenhaften Lebenssituationen brauchen Jugendliche Begleitung, manchmal Schutz und/ oder Obhut. Jungen Menschen zu helfen heißt auch Grenzen aufzeigen. Was leitet den Blick in der Schule? Jugendliche in Schwierigkeiten sind oft schwierige Schüler/innen. Sie stören den Unterricht oder verweigern die Mitarbeit, sind gewalttätig oder kaum zugänglich, kommen bekifft in die Schule oder gar nicht Wer soll und kann mit welchem Ziel eingeschätzt werden? Störer/innen? Gefährliche? Gefährdete?

7 I. Wie kann der Schutzauftrag der Schule realisiert werden? II. Wie können Jugendhilfe und Schule zum Schutz von Jugendlichen kooperieren? III. Wie kann und sollte der Beratungsanspruch ( 8b neu nach BKiSchG) erfüllt werden? Regierungsentwurf zum Bundeskinderschutzgesetz ( ) 4 Beratung und Übermittlung von Informationen durch Geheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung (1.) Werden (7.)Lehrerinnen oder Lehrern an öffentlichen Schulen( ) in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so sollen sie mit dem Kind oder Jugendlichen und den Personensorgeberechtigten die Situation erörtern und soweit erforderlich bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. (2) Die Personen nach Absatz 1 haben zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung gegenüber dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft.

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