SCHILL Die nachstehende Broschüre 40 Jahre Bundeswehr Garnisonstadt Wesel

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1 SCHILLkaserne.de Die nachstehende Broschüre 40 Jahre Bundeswehr Garnisonstadt Wesel wurde aus Anlass des Feierlichen Gelöbnisses des Raketenartilleriebataillons 150 am auf dem Großen Markt in Wesel herausgegeben. Das für die digitale Erfassung verwendete Belegexemplar wurde freundlicherweise durch die Lokalredaktion Wesel der Rheinischen Post zur Verfügung gestellt. Kleinerer Buchstabensalat ist trotz Korrekturlesens der Texterkennungssoftware anzulasten. Schillkaserne.de bittet übersehene Fehler zu entschuldigen.

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4 Herausgeber: Raketenartilleriebataillon 150 Redaktion: HptFw Gutrath Anzeigenberatung und Gestaltung: DER KURIER Hohe Straße Bonn Telefon (02 28) Telefax (02 28) Satz und Druck: F. Cremer Offsetdruck Inh. Forst & Ladehoff GmbH Bonner Straße Köln Tel Fax

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6 Seit nunmehr fünfzig Jahren leben wir in der Bundesrepublik Deutschland in Frie den und Freiheit. Eine Tatsache, auf die wir zu Recht stolz sein sollten. Die Bundeswehr hat einen erheblichen Beitrag zur Erhaltung der Stabilität des Friedens und der Freiheit geleistet. Hierfür gebührt ihr unser Dank. Auch die rasanten Veränderungen im Osten machen die Bundeswehr keineswegs überflüssig, wie einige Kritiker leichtfertig behaupten. Im Gegenteil, zu Frieden und Freiheit gehört auch Sicherheit, die nicht zuletzt durch unsere Bundeswehr garantiert wird. Der einzige im Kreis Wesel verbliebene Truppenteil der Bundes wehr führt am 8. September ein Feierliches Gelöbnis d urch, was u.a. dazu dient, der Bevölkerung zu demonstrieren, daß hier wieder junge Männer in die Pflicht gegen über dem Staat genommen werden. Die enge Verbundenheit zwischen unseren Bürgern und den Soldaten wird verdeut licht durch die vielen Patenschaften und Kontakte zwischen dem Raketenartillerie bataillon 150 und der Bevölkerung. Dieses Miteinander hat das Ansehen des "Bür gers in Uniform" entscheidend verbessert. Die Schillkaserne war und ist vor allem bei jungen Männern am gesamten Nieder rhein als heimatnaher Standort ausgesprochen beliebt. Und nicht allen dürfte be kannt sein, daß zahlreiche Sportler, Bundesligaspieler und Künstler, wie z.b. Udo Lindenberg, Rekruten der Schillkaserne in Wesel waren. Die Schillkaserne ist ein Partner, auf den wir uns nicht nur in Ernstfällen, wie z.b. beim Hochwasser, verlas sen können. Dafür sei an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön gesagt. Das Raketenartilleriebataillon 150 steht in der Tradition des ältesten brandenbur - gisch-preußischen Grenadier-Regiments, das am 23. März 1626 gegründet wurde und später den Namen "Grenadier-Regiment König Friedrich der Große (3. Ost- preußisches) Nr. 4" erhielt wurde der alte Verband aufgelöst und das Infante rieregiment 2 übernahm die Tradition. Der Aufstellungsbeschluß für das Raketenartilleriebataillon 150 erfolgte und am wurden die Kasernen 3

7 schlüssel offiziell in Wesel übergeben. Im gleichen Jahr fand auch die erste Rekruten - vereidigung statt, die in der Öffentlichkeit auf ein sehr pos itives Echo stieß. Wir wünschen dem Bataillon, das diese gute Tradition auch in Zukunft fortgesetzt wird. 4

8 ( Grußwort Seit 1614 ist Wesel Garnisonsstadt. Das Militär hat in diesen 290 Jahren die Geschicke der Stadt mitbestimmt, im Guten wie im Bösen. Dies endete im Frühjahr 1945 mit der nahezu vollständigen Zerstörung der schönen alten Stadt. Wesel ist wiedererstanden und hat sich zu einem Wirtschafts - und Verwaltungszentrum am Niederrhein entwickelt. 50 Jahre Frieden in Europa haben diesen Fortschritt beförder t. Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden sind Voraussetzungen für Wachstum und Wohlstand. Wir Deutschen können uns glücklich schätzen, daß wir unser Land in Frieden haben wieder aufbauen und vor 5 Jahren wieder vereinigen können. Die Bundeswehr hat seit 40 Jahren Anteil an diesem Prozeß. Am 12. November 1955, dem 200. Geburtstag Gerhard von Scharnhorsts, erhielten die ersten Soldaten der Bundeswehr ihre Ernennungsurkunden. Scharnhorst war der Kopf der Reformer des preußischen Heeres nach der Niederlage von Der Major von Schill, der 1809 mit seinen Truppen versuchte, einen Befreiungskrieg gegen die napoleonische Herrschaft in Deutschland zu entfachen, scheiterte. Elf seiner Offiziere wurden vor den Toren der Stadt Wesel erschossen. Die Erinnerung an diese Männer lebt in Wesel weiter, nicht zuletzt im Namen der Truppenunterkunft des Raketenartilleriebataillons 150 und des Kraftfahrausbildungszentrums. Das Raketenartilleriebataillon 150. seit März 1993 unter dem Kommando des Artillerie - regiments 7 und des Wehrbereichskommandos 111/7.Panzerdivision, hat seine Heimat in einer der schönsten Garnisonen in Nordrhein -Westfalen. Längerdienende und grundwehrdienstleistende Soldaten in der Schillkaseme fühlen sich wohl in Wesel und getragen von der Zustimmung und dem Vertrauen der Bürger in Stadt und Landkreis. Das gute Einvernehmen zwischen Truppe und Bevölkerung findet seinen Aus - druck u.a. in den lebendigen Patenschaften zwischen den Batterien des Verbandes und Ge - meinden im Umfeld. Die öffentlichen Veranstaltungen am 8. September 1995, vor allem die Serenade, aufgeführt durch das Heeresmusikkorps 100 aus Münster, sollen Zeichen des Dankes der Soldaten an ihre zivilen Mitbürger sein für die freundliche Aufnahme und die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche diesen Veranstaltungen viele Zuschauer und Zuhörer. Brigadegeneral Kommandeur der Divisionstruppen 7.Panzerdivision 5

9 ( Turbinen aus Wesel mal Präzision für Energie Präzision en detail für Wirkung en gros: In weil über 100 Landern erzeugen Dampfturbinen aus Wesel wirtschaftlich Energie - in der Industrie, in Meerwasserentsalzungsanlagen und in Kraftwerken jeder Größe und Art. Über 1700 Turbinen hat Wesel seit 1958 gebaut alle 7 Tage eine, 33 Jahre lang Ihre Gesamtleistung allein der letzten fünf Jahre liegt weit über 2.3 Mio KW Mit Engagement und modernsten Methoden fertigen die mehr als 750 Mitarbeiter im Siemens-Werk Wesel High-Tech Produkte Seit 1958 ist Siemens einer der maßgeblichen Arbeitgeber der Region an Rhein und Lippe. Auch in Zukunft werden Turbinen aus Wesel weltweit zu wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Energieerzeugung beitragen Siemens AG Energieerzeugung Turbinenwerk Wesel Werner-von-Siemens-Straße Wesel Postfach Wesel Telefon (0281)

10 Grußwort Kommandeur Artillerieregiment 7, Dülmen Den Rekruten des Weseler Raketenartilleriebataillons 150 gelten die besonderen Grüße des Artillerieregiments 7 lind seiner Truppenteile anläßlich ihres Feierlichen Gelöbnisses. Ein ganz besonderer Gruß gilt an diesem Tage auch den Eltern und Angehörigen unserer wehrpflichtigen Soldaten sowie allen Weseler Bürgern. Das Raketenartilleriebataillon 150, das im Frühjahr 1993 dem Arlillerieregiment 7 unterstellt wurde, bli ckt auf eine 34jährige, wechselvolle Geschichte zurück. Sie ist durch vielfache Umgliederung und durch den Wech sel der Waffensysteme, der Garnisonsstädte sowie der Unterstellungsverhältnisse gekennzeichnet. Es ist daher empfehlenswert, die Geschichte des Bataillons in dieser Informationsschrift genau nachzulesen. Viele Zeil- und Berufssoldaten haben mit ihren Famili en in Wesel eine Heimat gefunden. Die Soldaten, die nur für kurze Zeit in Wesel sind, ermuntere ich, diese Stadt und ihre Umgebung kennenzulernen. Den Weseler Bürgern danke ich für ihre Aufgeschlossenheit und den Behörden für die uns Soldaten vielfach gewährte Un terstützung. Das 40jährige Bestehen der Bundeswehr ist ein guter Anlaß für die Soldaten und zivilen Mitarbeiter, sich bei den Bürgern der Stadt Wesel zu bedanken und mit d er Ablegung des Feierlichen Gelöbnisses in der Öffent - lichkeit die guten Verbindungen zwischen der Stadt und den dort stationierten Soldaten zu unterstreichen. Oberst u. Regimentskommandeur

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12 Grußwort des Kommandeurs Raketenartilleriebataillon 150 Kameraden, zivile Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Raketenartilleriebataillons 150, sehr geehrte Bürger der Stadt Wesel sowie der Patenstädte und Patengemeinden. Wenngleich die Bundeswehr in diesem Jahr mit Stolz auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken kann, ist dies doch für die Stadt Wesel nur ein kleiner Ausschnitt aus einer gemeinsamen Geschichte. Seit 1614 ist Wesel nahezu durchgängig Garnisonstadt und seit dieser Zeit fühlten und fühlen sich die Soldaten hier gut aufgenommen. In der Vergangenh eit, wie bei der fürsorglichen Unterstützung der Schillschen Offiziere vor ihrer Hinrichtung am 16. September 1809, aber auch heute - durch herzliche Aufnahme und vorbildliche Integration gilt "Vesalia hospitalis" - die gastfreundliche Stadt - für uns Soldaten im besonderem Maße. Die Änderung der sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen - insbesondere in den letzten fünf Jahren - haben das Bataillon in Struktur. Gliederung und Ausrü - stung stark verändert. Der Prozeß des Wandels wird uns auch in nächster Ze it weiterhin beschäftigen und ein großes Maß an Einsatz und Leistungsbereitschaft abverlangen. Mein Dank gilt den aktiven und ehemaligen Soldaten wie auch den zivilen Mitarbeitern, die in diesen fordernden Zeiten zu einem hohen Grad der Einsatzbereitschaft und einem über die Grenzen des Niederrhein hinausreichenden guten Ruf beigetragen haben. Die Rahmenbedingungen für die Zukunft sind günstig. Bleibt doch das Raketen - artilleriebataillon 150 nach den letzten Strukturentscheidungen der Stadt und dem Kreis Wesel als einziger Verband der Bundeswehr erhalten. Durch herzliche Aufnahme der Bürger am Niederrhein haben viele Soldaten in Stadt, Kreis und Patengemeinden ihre Heimat gefunden. Wir wissen, für was wir dienen und mehr noch, für wen wir dienen. Kleinsmann Oberstleutnant 9

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14 Militärisches Zeremoniell, Symbole und Traditionen Das Wort Tradition bedeutet die Überlieferung geistiger Werte, Normen und Ver - haltensweisen, zugleich aber auch die Formen. Gebräuche, Symbole und Vorbilder, die diese Werte verkörpern. Symbole begegnen den Menschen in vielen Lebenssituationen, wobei sie sich oft nicht über deren Bedeutung und Notwendigkeit im klaren sind. Symbole sind Er - kennungszeichen oder Bilder, die eine tiefere Bedeutung besitzen. Feierliches Gelöbnis Für den militärischen Bereich wollen wir deshalb anhand des von allen Soldaten abzuleistenden Feierlichen Gelöbnisses verschiedene Symbole ansprechen und auf ihren Hintergrund eingehen. Das Feierliche Gelöbnis stellt für den Soldaten etwa 5-6 Wochen nach dem Beginn seiner militärischen Ausbildung einen Höhepunkt dar, indem er in feierlicher Form vor der Öffentlichkeit dem Vaterland Treue und Tapferkeit verspricht. Soldaten, die ihre Wehrpflicht abzuleisten haben, sind durch folgenden Wortlaut an ihre Pflich ten gebunden: "Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Soldaten, die sich als Zeitsoldat verpflichtet haben oder Berufssoldaten leisten einen Eid: "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Die o.g. Eides- bzw. Gelöbnisformel stellt eine Bindung an unsere bestehende Verfassung dar, sie ist nicht auf eine Person festgelegt. Während des Ablaufes eines solchen feierlichen Gelöbnisses treten eine Vielzahl von Symbolen und tradierten Verhaltensweisen auf. Die Soldaten, die gerade ihre Grundausbildung durchlaufen, treten im Rahmen des Bataillons an. Die Gelöbnis feier beginnt nach dem Einnehmen der Aufstellung mit dem Fahneneinmarsch, be gleitet vom Heeresmusikkorps und einem Fahnen-/Ehrenzug. Während des Einmarsches haben die Soldaten die Fahne durch Blickwendung zu grüßen, dadurch drückt sich eine Ehrenbezeugung aus, die symbolhaft eine Anerkennung unserer Fahne und damit unseres Staates darstellt. Nach der Meldung an den Kommandeur folgt das Abschreiten der Front zu den Klängen des Präsentiermarsches. Der Kommandeur wird oftmals von einer Persön lichkeit aus dem öffentlichen Leben (z.b. Bürgermeister) begleitet. Danach löst sich auf Befehl aus dem eingetretenen Fahnenzug die Fahnenabordnung. In der Mitte des Antreteplatzes angekommen, senkt der Fahnenträger die Truppenfahne. Eine Abordnung der Rekruten tritt stellvertretend für alle Rekruten an die Fahne heran. Die Soldaten legen ihre rechte Hand auf die Fahne und sprechen dann mit allen anderen Rekruten gemeinsam die Gelöbnisformel. 11

15 Mit dem Eintreten der Soldaten und der Fahnenabordnung ist dieser feierliche Akt abgeschlossen. Das Abspielen der Nationalhymne beendet dann die Zeremonie. Nationalhymne Ein Traditionselement ist die Nationalhymne, die, wie bereits erwähnt, den Ab schluß des Feierlichen Gelöbnisses bildet. Nationalhymnen gelten genau wie Flag gen und andere Symbole als Hoheitssymbole eines Landes. Mit dem Spielen und Singen der Hymne soll Zusammengehörigkeitsgefühl, Verbundenheit sowie Liebe zum Vaterland ausgedrückt werden. Unsere Nationalhymne geht auf ein Lied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zurück. Sein Text, verbunden mit der Melodie eines Tonstückes von Joseph Haydn, gelangte schließlich zu großer Be liebtheit. Ursprünglich von Haydn für Österreich komponiert, wurde es zur Nationalhymne aller Deutschen. In einer Rede des ersten Reichspräsidente n Friedrich Ebert am 1 1. August 1922, dem "Verfassungstag", verkündete er das "Deutschlandlied" zur er sten offiziellen Nationalhymne Deutschlands. Dieses Staatslied ist somit mittler weile über 75 Jahre alt. Von 1922 bis 1945 wurden alle 3 Strophen des " Deutschlandliedes" gesungen, also auch die erste Strophe "Deutschland, Deutschland über alles..." sowie die zweite Strophe "Deutsche Frauen, Deutsche Treue...". Nach dem Zweiten Weltkrieg ver zichtete man auf diese ersten beiden Strophen. Der erste Bundesp räsident Dr. Theodor Heuss verkündete dann schließlich am 6. Mai 1952 in einer Mitteilung des Presse - und Informationsdienstes der Bundesregierung den Einsatz des "Liedes der Deutschen", jedoch gleichzeitig mit der Einschränkung, daß nur die dritte Stroph e bei offiziellen Anlässen gesungen werden darf. Strophe 3: Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland! Danach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh' im Glänz e dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland. Worte: Hoffmann von Fallersleben; Weise: Joseph Haydn 1797 In der dritten Strophe tritt ein weiteres Traditionselement zu Tage, wesentlicher In halt unserer demokratischen Verfassung, Ausdruck unserer Souveränit ät: "Einigkeit und Recht und Freiheit". Durch die Benutzung des Adlers als Wappentier im Dienstsiegel, auf der Dienst flagge und schließlich auch auf dem Koppelschloß, reiht sich die Bundeswehr ein in die Traditionsfolge der ältesten, aus dem frühen Mittel alter stammenden Reichssymbole: Das Wappentier soll einen starken und wehrhaften Staat symbolisieren, der bereit ist, sich im Kriegsfall selbst zu verteidigen. 12

16 Das Eiserne Kreuz Den Soldaten in der Schill-Kaserne wie auch jedem anderen Bundeswehrangehörigen begegnet täglich das "Eiserne Kreuz" als Hoheitsabzeichen der Bundeswehr. Das "Eiserne Kreuz" ist dabei gut sichtbar an dem jeweiligen Waffenträger, z.b. Flug zeug, Schützenpanzer Marder oder an unseren Raketenwerfern LARS und MARS angebracht. Dieses Kreuz existierte bereits in der Zeit der Kreuzzüge in unterschied lichsten Ausprägungen und stand dort als Symbol für das Römische Reich Deut scher Nationen. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. entschloß sich 1813, einen Orden in Form eines Eisernen Kreuzes zu stiften. Der Orden wurde in zwei Klassen und dem Großkreuz ausgelegt. Die I. Klasse wurde als Brustkreuz, die II. Klasse mit Ordensband am Waffenrock und das Groß kreuz als Halsorden getragen. Im Zweiten Weltkrieg existierten noch weitere A bstufungen vom Eisernen Kreuz bis hin zum Ritterkreuz in verschiedenen Stufe n. Hiermit wird die Doppelbedeutung des "Eisernen Kreuzes" klar: Einerseits als Hoheitsabzeichen und als Orden verwendet zu werden, andererseits entwickelte es sich bis zu einem S taatssymbol und fand Aufnahme in der preußischen Dienst - und Kriegsflagge. Auch die Bundeswehr hat es in veränderter Form als Hoheitsabzeichen übernom men. Ein Anbringen an Einsatzfahrzeugen des Heeres und Luftfahrzeugen symbo lisiert soldatische Tugenden wie Tapferkeit, Mut und Ehrung des Feindes. "Zu-Cileich" Die Artillerie fällt häufig wortgewaltig auf, immer dann, wenn viele Soldatenkehlen lauthals ein kräftiges "Zu-Gleich" donnern. Dieser Ruf geht zurück bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts. Die Waffentechnik der Rohrwaffen änderte sich da hingehend, daß die Granaten bei den Kanonen von hinten in das Rohr hinein geschoben werden konnten. Die Geschützmannschaft wuchtete gemeinsam die schwere Granate mit einem kräf tigen "Zu-Gleich" in das Rohr. Aber auch überall dort, wo gemeinsam Kraftakte erforderlich wurden, war das "Zu-Gleich" zu hören, etwa, wenn sich die Soldaten in die Speichen des Geschützes legten, um sie im schweren Gelände in Stellung zu bringen oder beim Reinigen der Rohre. Dies hat sich bis zur heutigen Zeit erhalten. Gemeinsame Arbeit wird dadurch erleichtert, das Zusammengehörigkeitsgefühl wird gestärkt. Der Lohn der Arbeit, freudige Ereignisse werden regelmäßig mit diesem Ruf bedacht, z.b. anläßlich von Beförderungen, Auszeichnungen etc. Die Truppenfahne: Die Truppenfahne, die als Symbol für unseren Staat anzusehen ist, tritt beim Feier lichen Gelöbnis in den Vordergrund. Die während dem Feierlichen Gelöbnis ver wendete Truppenfahne wird zum Zeichen gemeinsamer Pflichterfüllung im Diens t für Volk und Staat getragen. Durch das Berühren der Truppenfahne mit der Hand wird symbolhaft die Bindung an unseren Staat verdeutlicht. 13

17 Die Truppenfahne entspricht in ihren Farben der Bundesflagge. Durch zusätzliche Merkmale unterscheidet sie sich von Truppenfahnen anderer Verbände. Die Truppen - fahnen verschiedener Verbände unterscheiden sich in der Gravur, im Fahnenring und weiterhin in den Fahnenbändern, die in ihren Farben den verschiedenen Waffen farben entsprechen (Artillerie - Rot; Infanterie - Grün etc.) Unsere Truppenfahne hat zwei Fahnenbänder, während andere Truppenteile bis zu insgesamt vier Fahnenbänder als äußeres Kennzeichen von Umbenennungen oder auch Auszeichnungen durch sogenannte Ehrenbänder, die von de n Ministerpräsidenten der jeweiligen Bundesländern verliehen werden können. Die Fahne ist aus schwerem Seidenstoff mit gesticktem Bundeswappen hergestellt, umsäumt von einer Goldfranseneinfassung. Das Bundeswappen symbolisiert die Souveränität der Bundesrepublik. Die Her kunft und Bedeutung der Farben Schwarz-Rot-Gold lassen sich aus einer kurzen geschichtlichen Betrachtung der Entstehung der Bundesflagge herleiten. Erstmals finden wir die o.g. Farben in der Kaiserfahne und dem Kaiserwappen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen (Schwarz-Adler und Gold-Grundton). Seit dem 14. Jahrhundert kam noch Rot hinzu (Schnabel und Fänge). Diese "deutschen" Farben sind in den folgenden Ereignissen stellvertretend für den demokratischen Freiheitswillen in Deutschland aufgenommen worden. Am 12. Juni 1815 gründeten Studenten die "Jenaer Burschenschaft" und legten ein "Feierkleid" an. welches als Waffenrock bezeichnet wurde. Die Farben für diesen Waffenrock orientierten sich an den Farben der Fahne, die vorher von den Freicorps unter Friedrich Wilhelm III. benutzt worden waren. Friedrich Wilhelm III. Dehnte diese jedoch ab, da es sich bei den Freicorps nicht um reguläre Truppen handelte. Sie kamen nicht zum Einsatz. Im Nachhinein muß man den Burschenschaften un terstellen. daß sie die Farben Schwarz-Rot-Gold eher aus Nützlichkeitsgründen ge wählt hatten, wenn auch die weitere Entwicklungsgeschichte diese Farben bestätig te. Als einer der Marksteine war das "Hambacher Fest" anzusehen, wo 1832 in einem Festzug zum Schloß Hambach Personen mit den Fahnen der Farben Schwarz- Rot-Gold für Freiheit und Demokratie demonstrierten. Im Jahre 1848 legte die Bun desversammlung in der Frankfurter Paulskirche die deutschen Bundesfarben in Schwarz -Rot-Gold fest, womit man dem Wunsch der deutschen Bevölkerun g Rechnung trug. Zu diesem Zeitpunkt sprach man jedoch noch nicht von der National flagge. Als 1871 das Kaiserreich gegründet wurde und Deutschland nun Nationalstaat war, stellte sich erneut die Frage nach der Nationalflagge und den dazugehörigen Far ben. Zu diesem Zeitpunkt entschied man sich zunächst für die Farben Schwarz - Weiß-Rot, wobei das preußische Schwarz-Weiß; sowie das hanseatische Weiß-Rot symbolisch den neu gegründeten "Norddeutschen Bund", oder auch die "Klein deutsche Lösung", repräsentierte. 14

18 Neuere Traditionen Neben diesen aus der Geschichte ableitbaren Symbolen schaffte sich die Bundes - wehr in jüngster Vergangenheit auch eine eigenständige Tradition, zu der z.b. die 1980 eingeführten internen Verbandsabzeichen oder die Tätigkeitsabze ichen gehören. Sie haben zum Ziel, das Zusammengehörigkeitsgefühl von Soldaten zu ver - stärken, indem die Abzeichen von allen Soldaten eines Verbandes zu ihrer Uniform getragen werden dürfen. An dieser Stelle soll auch auf die neuen "Ehrenzeichen" der Bu ndeswehr hingewiesen werden. Anläßlich des 25jährigen Bestehens des Bundeswehr wurde 1980 das "Ehrenzeichen der Bundeswehr" eingeführt, das bei wiederholten persönlichen Eigenleistungen oder für hervorragende Einzelleistungen verliehen wird. Die Ab - stufung erfolgt als "Ehrenmedaille" für Wehrpflichtige und Zeitsoldaten bis zu vier Dienstjahren sowie als "Ehrenkreuz" in den Stufen Bronze, Silber und Gold, für alle übrigen Soldaten. Das interne Verbandsabzeichen des Raketenartillerie - bataillon 150 zeigt auf rotem Schild einen gespannten Bogen, an Stelle des Pfeiles mit einer schwarzen Rakete pfahl - weise belegt. Die Farbe Rot symbolisiert die Zugehörigkeit zur Artillerie - truppe, wahrend der Bogen mit aufgelegter stilisierter Ra - kete die Synthese zwischen altertümlicher und moderner Waffe herstellt. Die gespannte Sehne bedeutet die immer - währende Einsatzbereitschaft des Bataillons. Die Rakete stellt das ehemalige Waffensystem des Raketenartillerie - bataillon eine "Lance" - dar. Die Heilige Barbara Alljährlich, am 4. Dezember, feiert die Artillerie den Namenstag der "Heiligen Bar - bara". Ursprünglich stammt die Heilige Barbara etwa um 300 n. Chr. aus dem heu - tigen Kleinasien, wo sie als Tochter des Dioskurus ihres christlichen Glaubens we - gen eingekerkert wurde. Ihre Gebete jedoch sprengten die Mauern des Kerkers und sie gelangte so dennoch zu den verbotenen Gottesdiensten. Ihr Vater, der sie der Sage nach enthaupten ließ, wurde kurz darauf von einem Blitz erschlagen. Barbara war zunächst die Schutzheilige der Bergleute. Mit dem Aufkommen von Donner - büchsen wurde sie auch als Beschützerin der Artillerie verehrt, sie sollte vor den Gefahren des Blitzes und Donners schützen. Das Barbarafest stammt ursprünglich aus Frankreich. In der Zeit des Rheinbun des wurde es wahrscheinlich von Artilleristen in Süd - und Westdeutschland übernommen. Noch heute feiern Offiziere und Unteroffiziere in fröhlicher Weise jedes Jahr das Barbarafest mit Vorträgen und Sketchen. Hierzu werden viele zivile Freunde und Ehemalige eingeladen. 15

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20 Das Artillerieregiment 7 Das Artillerieregiment 7 wird entsprechend seiner unmittelbaren Unterstellung un ter die 7. Panzerdivision als Divisionsartillerie bezeichnet. Nach der nunmehr ab geschlossenen Umgliederung in die Heeresstruktur 5 verfügt das Regiment über zwei schießende Bataillone, eine Aufklärungskomponente und ein Führungs - und Versorgungselement. Es sind dies das Beobachtungspanzerartilleriebataillon 71 in Dülmen, das Raketenartilleriebataillon 150 in Wesel, die Dro hnenbatterie 100 in Coesfeld und die Stabsbatterie in Dülmen. Das Artillerieregiment 7 verfügt in seinem Friedensumfang über 1200 Soldaten. Die Verteidigungsstärke beträgt ca Soldaten. Hauptwaffen des Regiments sind die Panzerhaubitze M 109 A3 G im B eobachtungspanzerartilleriebataillon 71 sowie der mittlere Mehrfach -Raketenwerfer MARS und der leichte Mehrfach-Raketenwerfer LARS im Raketenartilleriebataillon. Mit die sen Waffen unterstützt das Artillerieregimcnt die Kampftruppen - Panzer und Infanterie - sowohl unmittelbar als auch durch die Bekämpfung von Zielen in der Tiefe des Gefechtsfeldes. Mit seinen technischen Aufklärungsmitteln - dem Flugkörper DROHNE CL 289, dem Artillerieradargerät GREEN ARCHER und dem Schallmeßsystem - schafft das Regiment Grundlagen für den Feuerkampf und trägt wesentlich zur Lagefest stellung des Divisionskommandeurs bei. Mit seiner modernen, leistungsfähigen Bewaffnung und Ausrüstung kann das Regi ment jedoch nur dann wirksam seine Aufgaben erfüllen, wenn Waffen und Gerä t durch gut ausgebildete Soldaten bedient werden, die wissen, wofür sie dienen. Gründ liche, wirklichkeitsnahe Ausbildung und Erziehung, besonders der jungen Solda ten, zu Staatsbürgern in Uniform sind deshalb die vordringlichsten Aufgaben der Verbände und Einheiten des Regiments. Das Regiment blickt in diesem Jahr auf eine 35jährige, wechselvolle Geschichte zurück. Sie begann am 1. Juli 1960 mit der Aufstellung der Stabsbatterie in Ahlen. Stab und Stabsbatterie wurden am 20. August 1966 an den neuen Stando rt Dülmen verlegt und bezogen Unterkunft in der neu erbauten St. Barbara -Kaserne, benannt nach der Schutzpatronin der Artillerie. Das Beobachtungspanzerartilleriebataillon 71 ist der älteste Verband des Regiments. Seine Geschichte beginnt mit der Aufstellu ng der 4. Batterie am 1. Juli 1959 in Munster-Handorf. Das Bataillon wurde bis zum 1. November 1962 in Lippstadt - nach Verlegung der damaligen 4.Batterie - vollständig aufgestellt und gleichzeitig dem Artillerieregiment 7 unterstellt. Zwei Tage nach der S tabsbatterie des Regiments wurde das Bataillon am 22. August 1966 ebenfalls nach Dülmen verlegt. Als "Nachfolgebataillon" des aufgelösten Raketenartilleriebataillons 72 wurde zum das Raketenartilleriebataillon 150 aus Wesel dem Artillerieregiment 7 unterstellt. Es wurde 1961 in Stolberg bei Aachen aufgestellt, verlegte dann nach 17

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22 Warendorf, um 3 Jahre danach, im Jahre l%5, die gerade fertiggestellte Schill- Kaserne in Hamminkeln zu beziehen. Die Drohnenbatterie 100 ist der jüngste Truppenteil des Regiments. Sie wurde erst 1987 in Coesfeld aufgestellt und ist auch heute noch dort beheimatet. Das Artillerieregiment 7 hat im Verlauf seiner Geschichte bei zahllosen Gefechts - übungen, Scharfschießen und NATO-Tests seine Einsatzbereitschaft und seinen Kampfwert unter Beweis gestellt. Es kann heute mit seinem bewährten Offizier - und Unteroffizierkorps, seiner größtenteils aus dem westlichen Westfalen heimat nah einberufenen Wehrpflichtigen lind nach Abschluß aller Umgliederungsmaß - nahmen in der Heeresstruktur 5 getrost in die Zukunft blicken. Die bisherigen Kommandeure des Regiments waren: Oberst v. Schönfeldt Oberst Zschoch Oberst Bahr Oberst Leggewieß Oberst Oppermann Oberst Nüske Oberst v. Gyldenfeldt Oberst Reimer Oberst Bergmann führt das Regiment seit dem

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24 Gruß der Stadt Wesel Die Stadt Wesel unterhält seit mehr als drei Jahrzehnten eine Partnerschaft zum Raketenartilleriebataillon 150 in der Schillkaserne. Es ist Anliegen beider Partner, die bestehenden freundschaftlichen Verbindungen zwischen der Bundeswehr und der Bevölkerung zu pflegen und zu festigen. Das Feierliche Gelöbnis auf dem Großen Markt im Herzen unserer Stadt leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Es macht uns deutlich, daß sich junge Menschen verpflichten, für Frieden und Freiheit unseres inzwischen geeint en Vaterlandes einzutreten. Die Angehörigen der Bundeswehr waren und sind Teil unserer Stadt, die als "Bürger in Uniform" hier leben und ihren Dienst versehen. Es verbindet uns die Hoffnung, daß die Bundeswehr auch in Zukunft Garant für Frieden und Freiheit sein wird. Wesel, im August

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26 Chronik des Raketenartilleriebataillons Die nachfolgende Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die einzel nen Ereignisse in den betreffenden Jahren wurden aus der Chronik des Artil leriekommando I. Korps, der Bataillonschronik sowie den Chroniken der 2. bis 4. Batte rie zusammengetragen. Es wurden objektiv nachvollziehbare Ereignisse aufgezählt, die für die Entwick lung des Bataillons bedeutend erscheinen Zusammenziehung des "Voraus-Personal" in STOLBERG /ESCHWEILER 1961 Offizielle Aufstellung des Bataillons gem. Aufstellungsbefehl 459a vom 15. Januar 1961 in STOLBERG / ESCHWEILER als "Raketenartillerie bataillon Sergeant". Es steht zunächst nur Kaderpersonal zur Verfü gung. Erster Kommandeur des Bataillons wird Oberstleutnant Kühne Umgliederung und Aufstellung der Stabs - und Versorgungsbatterie und der 2. Batterie als Ausbildungsbatterie am Ol. Januar Am 29. September 1962 verlegt das Bataillon seinen Standort nach WARENDORF. Ab 01. November findet eine Aufstockung durch die 3. Batterie statt. Die 6. Batterie befindet sich im Aufbau am Standort HILDESHEIM. Ab 26. Oktober findet die Kaderausbildung in den USA bei FORT SILL / OKLAHOMA statt Im Frühsommer des Jahres treffen in WARENDORF die ersten Waffensysteme "SERGEANT" ein. Zum ersten Mal nach Abschuß der letzten V2 des 2. Weltkrieges feuern deutsche Sol daten durch das in WHITE SANDS / USA ausgebildete Kaderpersonal des Bataillons am unter amerikanischer Leitung in "WHITE SANDS / NEW MEXICO'" eine Lenkrakete ab. Die 6. Batterie beginnt am 01. April in HILDESHEIM mit dem Ausbildungsbetrieb. 23

27 1964 Anfang des Jahres wird die 4. Batterie aufgestellt. Die Vorbereitungen auf den Einstieg ins atomare Testprogramm laufen auf Hochtouren Dieses Jahr geht als eines der wichtigsten in die Geschichte des Bataillons ein, denn zum Ol. März verlegen alle Einheiten des Bataillons in die so eben fertiggestellte Schill-Kaserne, die damals noch zur Gemeinde HAMMINKELN gehörte. Gleichzeitig treffen die Soldaten des Ist US- FieldArtilleryDetachement im Standort ein und geben der Kaserne einen internationalen Charakter. Die Stadt WESEL lernt ihre neuen Mitbürger am 26. März im Rahmen eines großen Zapfenstreiches offiziell kennen. Der Befe hlshaber im Wehrbereich, Generalmajor Pape sowie Landrat Mölleken und Bürgermeister Kräcker sind Zeuge der Zeremonie. Am Ol. April verfügt der Verband über 6 Batterien: der Stabs-/Versorgungsbatterie, der 2. bis 5. Batterie (Schießende) und der Wach-/Begleitbatterie, angegliedert ist die Ausbildungskompanie 2/1 (bis Ol. Oktober 1980). Am 23.Juli wird die Schill-Kaserne dann offiziell an das Bataillon überge ben: Kein geringerer als der damalige Verteidigungsminister Kai Uwe von Hassel übergibt den Schlüssel an Oberstleutnant Kühne. Die Ereignisse in diesem Jahr überschlagen sich fast: Dem 1. Scharfschießen unter eigener Regie auf den HEBRIDEN im August folgt die erste Atomwaffensicherheitsüberprüfung, die das Bataillon erfolgreich besteht. Am Ende des Jahr es ist man voll einsatzbereit und wird als "Assigned" in den Feuerplan der NATO aufgenommen Am 01. April übergibt Oberstleutnant Kühne das Kommando an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Kube. In diesem Jahr nehmen die 2. Batterie eine Patenschaft zur Gemei nde FLÜREN, die 3. Batterie eine Patenschaft zur Gemeinde BISLICH, die 4. Batterie zur Gemeinde HAMMINKELN und die damalige 6. Batterie zur Gemeinde BRÜNEN auf. Patenschaftsverhandlungen der 1. Batterie zur damals noch selbständigen Gemeinde OBRIGHOVEN zerschlagen sich. Im September richten die Verbände der Korps-Artillerie ihr jährliches Sportfest in der Schill -Kaser- ne aus Die 6. Batterie feiert mit Brüner Kindern Weihnachten. Es werden Spiel zeug und Bekleidung an die Patengemeinde BRÜNEN gespendet. Au s Anlaß des 158. Todestages der Schill'schen Offiziere legt Oberstleutnant Kube mit WESEL's Bürgermeister Nakaten am Schilldenkmal einen Kranz nie der (18. September) In diesem Jahr wird das Jahresschießen von den stark witterungsbeeinflußten HEBRIDEN ins Mittelmeer auf die Sonneninsel KRETA verlegt. Erstes Raketenschießen des Btl auf KRETA am 9. Juni (2. Batterie). 24

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