Deutsche Herzstiftung. Jahresbericht Deutsche Stiftung für Herzforschung

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1 Deutsche Herzstiftung Jahresbericht 2010 Deutsche Stiftung für Herzforschung

2 Abkürzungsverzeichnis: DHS: DSHF: KHS: Deutsche Herzstiftung e.v. Deutsche Stiftung für Herzforschung Kinderherzstiftung AG: Arbeitsgruppe AHF: Angeborene Herzfehler ALKK: Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte e.v. BNK: Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.v. BVG: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung CPU: Chest Pain Unit (Herznotfallambulanz) DGK: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie Herz- und Kreislaufforschung e.v. DGTHG: Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie DGPK: Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e.v. DGPR: Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation EMAH: Erwachsene mit angeborenem Herzfehler ESC: European Society of Cardiology EHN: European Heart Network EW: Einwohner G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss GRC: German Resuscitation Council (Deutscher Rat für Wiederbelebung) HLW: Herz-Lungen-Wiederbelebung NRW: Nordrhein-Westfalen MEP: Members of the European Parliament Heart Group TAVI: Transkatheter-Aortenklappen-Implantation VDBW: Verband der Betriebs- und Werksärzte WHF: World Heart Federation

3 INHALT Deutsche Herzstiftung e.v. Schirmherrschaft 2 Vorwort 3 Aufgaben und Struktur 4 Organigramm Vorstand Bericht des Vorstands Ausblick des Vorstands Mitglieder Kooperationsmitgliedschaften Wissenschaftlicher Beirat Kuratorium Ehrenamt Beauftragte Selbsthilfegruppen Kooperationen Aufklärung Information 20 Herzwochen Aktionstage HERZ HEUTE HERZBLATT Sprechstunde Herz-Seminare und Vorträge Informationsdienst Kinderherzstiftung 26 Projekte Projektförderung 28 Forschungsförderung 31 Wilhelm P. Winterstein-Preis Jahresstipendien Kaltenbach-Doktorandenstipendien Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 35 Spenden Benefiz Zuwendungen 39 Erschaften Vermächtnisse Stiftungen 41 Ausblick Jahresabschluss 44 Deutsche Stiftung für Herzforschung Aufgaben und Struktur 51 Stifterinnen und Stifter 53 Zustiftungen 53 Spenden 54 Segnitz-Ackermann-Stiftung 54 Gertrud-Spitz-Stiftung 54 Stiftungsfonds Dr. Ortwin Rusche 55 August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis 55 Forschungsförderung 57 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 61 Ausblick Forschungsstandorte Jahresabschluss 64 Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Herzstiftung 67 1

4 SCHIRMHERRSCHAFT Schirmherrschaft Barbara Genscher Barbara Genscher ist seit 1987 Schirmherrin der Deutschen Herzstiftung und übt ihr Ehrenamt mit großem Engagement aus. Mit ihrem Wirken an der Spitze der Deutschen Herzstiftung ist sie maßgeblich an der Ent - wicklung zur größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz- Kreislauf-Erkrankungen mit inzwischen über Mitgliedern beteiligt. Großen Anteil am Fortschritt der Deutschen Herzstiftung hat Barbara Genscher selbst. Sie wirbt in der Öffentlichkeit auf vielfältige Weise für den gemeinnützigen Verein und seine Ziele. Sie ist zu Gast bei Benefizveranstaltungen, repräsentiert die Deutsche Herzstiftung bei regionalen Herz-Seminaren für Patienten oder ist als Gesprächspartnerin in Zeitungs- und Fernsehinterviews gefragt. Insbesondere liegt ihr die Verbesserung der Situation herzkranker Kinder am Herzen. Barbara Genscher nahm am 19. Juni 2010 an der Mitgliederversammlung der Deutschen Herzstiftung teil und betonte, dass das Aufgaben spek - trum und das Wachstum der Herzstiftung immer weiter voranschreitet. Große Verdienste daran hat der ehrenamtlich tätige Vorstand, dem sie ein großes Dankeschön für das erfolgreiche Wirken aussprach. Besonderen Dank richtete sie an Professor Hans-Jürgen Becker, der aus seinem Amt als Vorstandsvorsitzender verabschiedet wurde. Jetzt geht eine Ära zu Ende. In den 22 Jahren Ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand und besonders in den zwölf Jahren als Vorstandsvorsitzender haben Sie die Herzstiftung geprägt. Mit Ihnen geht ein Vorsitzender der Spuren hinterlässt, sagte Barbara Genscher zu seinem Abschied. 2

5 VORWORT Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Deutschen Herzstiftung, Wissen ist die Voraussetzung für richtiges Handeln. Was wie eine Binsen - weisheit anmutet, lässt sich aus dem Blickwinkel der Herzstiftung wie ein Leitsatz für ihren Auftrag lesen: Herzpatienten und herz gesunde Menschen über die Vorbeugung, Erkennung und Be handlung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen auf dem neuesten medizinischen Wissensstand so zu informieren, dass sie nicht nur ihre Erkrankung besser verstehen oder Warn - signale einer schwerwiegenden Herzkrank heit richtig deuten, sondern auch mit ihrem Arzt besser über ihre Behand lung entscheiden können. Damit Wissen zur Voraussetzung für richtiges Handeln werden kann, setzt die Herzstiftung auf die Unabhängigkeit von medizinischen Experten, die Patienten über ihre Erkrankung informieren. Daneben kommt zu den Aufgaben der Herzstiftung die Förderung der patientennahen Herz- Kreislauf-Forschung hinzu. Mit ihrer Tochterorganisation, der Deutschen Stiftung für Herz forschung, stellt die Herzstiftung sicher, dass kardiovaskuläre Erkrankun gen auf hohem Niveau erforscht werden. Ihr Fördervolumen betrug allein im Jahr 2010 zirka 1,4 Millionen Euro. Wie wichtig gerade in Zeiten zunehmender Arbeitsverdichtung in den Kliniken und bei den Niedergelassenen ein Forum für die direkte Form der unabhängigen medizinischen Experteninformation und vertrauensbildenden Nähe zwischen Arzt und Patient ist, wissen besonders wir, die Kardiologen und Herzchirurgen im Vor stand sowie im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. Das Jahr 2010 hat uns wieder vor Augen geführt, wie viel den Patienten, Betroffenen und Interessierten diese direkte Form der Information nach wie vor bedeutet. Das belegen die über Patientenanfragen, die im Berichtsjahr von Experten der Herzstiftung in der Sprechstunde beantwortet wurden. Allen, die es der Herzstiftung ermöglichen, unabhängig diesen Weg konsequent zu gehen, ihr Leistungsspektrum zu erweitern und neue Projekte zu finanzieren, möchten wir im Namen des Vorstands ganz herzlich danken. Wir danken ganz besonders den ehrenamtlich Engagierten im Vor - stand, Wissenschaftlichen Beirat, Kuratorium und den mehr als 100 Beauf - tragten und den vielen Helfern der Herzstiftung. Großer Dank gilt unserer Schirmherrin Barbara Genscher für ihr tatkräftiges Engagement. Ebenso danken wir den Mitgliedern und Spendern für ihr Vertrauen in unsere Arbeit. Wir hoffen weiterhin auf Ihre Unterstützung. Denn es gibt noch sehr viel zu tun. Frankfurt am Main, Juni 2011 Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Herzstiftung (von ) Prof. Dr. med. Thomas Meinertz Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Herzstiftung (seit 2010) 3

6 AUFGABEN UND STRUKTUR Aufgaben und Struktur Die Deutsche Herzstiftung ist Deutschlands größte Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der gemeinnützige Verein engagiert sich vielfältig: Information der Öffentlichkeit über einen gesunden Lebensstil Aufklärung über Möglichkeiten der Behandlung und über aktuelle Entwicklungen der Herz-Kreislauf-Medizin Angebote für herzkranke Kinder und deren Eltern Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Förderung der patientennahen Herz-Kreislaufforschung in Ver bin - dung mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung (siehe S. 31 ff. und S. 50 ff.) Die Deutsche Herzstiftung e.v. wurde 1979 gegründet und ist im Vereinsregister als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main eingetragen (Amtsgericht Frankfurt am Main VR 7412). Gemäß 2 der Satzung (Fassung vom 17. Juni 2000) ist der Zweck des Vereins die Entwicklung, Verwirklichung und Förderung von Maßnahmen zur Aufklärung über die Gefahren von Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie zu deren Vorbeugung und Behand - lung bei der Bevölkerung in Deutschland. Langfristiges Ziel des Vereins ist es, das Auftreten von Herz- Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren und die Lebensqualität sowie die medizinische Versor - gung von Herzpatienten zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, gehören laut 2 der Satzung neben der Information der Öffentlichkeit über alle Erscheinungen und Folgezustände von Herz- und Kreislauf-Krankheiten und deren Bekämpfung unter anderem die Beratung von Herzpatienten und die Forschungsförderung zu seinen Aufgaben. Gemäß 6 der Satzung sind die Organe des Vereins der Vorstand, das Kuratorium, die Mitgliederver - sammlung, der Wissenschaftliche Beirat und der Wahlausschuss. Aufklärung/Information Mitgliederbetreuung HERZ HEUTE/ HERZ- BLATT Publikationen Sprechstunde Informationsdienst Klinikmitgliedschaften Praxismitgliedschaften Selbsthilfegruppen Kinderherzstiftung Kuratorium Büro Berlin Projekte Seminare/Vorträge Herzwochen Herzinfarktprojekte Weltherztag Gesundheitstage Prävention Gesundheitsförderung im Betrieb Ernährung Mittelmeerküche im Krankenhaus/Betrieb Rauchzeichen Be smart don t start Skipping Hearts Herz-Lungen-Wiederbelebung/Frühdefibrillation De M Kommu Presse-/ Öffentlichke Internet Newsletter Gesundheit Kooperation Internationa 4

7 AUFGABEN UND STRUKTUR Geschäftsstelle: In der Geschäftsstelle der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt am Main arbeitete 2010 ein Team von 27 hauptamtlichen Mitarbeitern, fünf Aushilfen und acht ehrenamtlichen Helfern, im Berliner Büro eine weitere hauptamtliche Mitarbeiterin und zwei Aushilfen. Geschäftsführung: Martin Vestweber, Renate Horst (stv.). utsche Herzstiftung e.v. Schirmherrin itgliederversammlung Deutsche Stiftung für Herzforschung Projektförderung Wissenschaftspreise Treuhandstiftungen Vorstand Wissenschaftlicher Beirat Geschäftsführung Ehrenamtliche Beauftragte nikation Forschung Fundraising Verwaltung itsarbeit Stipendien Wissenschaftspreise Spendenaufrufe Benefizaktionen Finanzen/Controlling Personal politik en le Projekte Forschungsförderung Geldbußen Anlass-Spenden Trauerspenden Geburtstage Jubiläen Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Mitglieder- und Spendenverwaltung Nachlassverwaltung EDV/Technik Datenschutz Treuhandstiftungen Stiftungsfonds Post 5

8 AUFGABEN UND STRUKTUR Vorstand Der Vorstand besteht gemäß 7 der Satzung aus mindestens sieben, höchstens neun Personen. Der Vorstand setzt sich aus Kardiologen und Herzchirurgen, Wirtschaftsvertretern und Rechtsexperten zusammen. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Gemäß 7.3 arbeiten die Mitglieder des Vorstands ehrenamtlich. Sie erhalten die notwendigen Aufwendungen, die ihnen durch ihre Tätigkeit für den Verein entstehen, auf Nachweis erstattet dies gilt für alle ehrenamtlich Tätigen in der Gremienund Vereinsarbeit. Der Vorstand tagte am 11.2., 6.5., 8.7., und Im Jahr 2010 endete die vierjährige Amtszeit des Vorstands und es fanden Neuwahlen statt. Gemäß 9.1 der Satzung wurden die Mitglieder des Vorstands auf Vorschlag des Wahlausschusses von der Mitgliederver - sammlung schriftlich und geheim auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Hanau Vorsitzender (bis 19. Juni 2010) Prof. Dr. Thomas Meinertz, Hamburg Vorsitzender (ab 19. Juni 2010) Harald C. Bieler, Seelbach stv. Vorsitzender (bis 19. Juni 2010) Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Herne stv. Vorsitzender (ab 19. Juni 2010) RA Gunter Anders, Dreieich Schatzmeister Prof. Dr. Dietrich Andresen, Berlin (ab 19. Juni 2010) Prof. Dr. Helmut Gohlke, Ballrechten-Dottingen Prof. Dr. Jan Gummert, Bad Oeynhausen (ab 19. Juni 2010) Dipl.-Ing. Gerhard Müller, Mainz Prof. Dr. Hellmut Oelert, Mainz (bis 19. Juni 2010) Dr. rer. pol. Irene Oswalt, Frankfurt/M. PD Dr. Thomas Voigtländer, Frankfurt/M. (ab 19. Juni 2010) Beratende Mitglieder Prof. Dr. Ingeborg Aßmann, Erfurt PD Dr. Thomas Voigtländer, Frankfurt/M. (bis 19. Juni 2010) Ehrenmitglieder Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Hanau (ab 19. Juni 2010) Prof. Dr. Konrad Bühlmeyer, Schondorf Prof. Dr. Martin Kaltenbach, Dreieich Assoziierte Mitglieder sind die Präsidenten der Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Kardiologie Herz- und Kreislaufforschung e.v. (DGK) Deutsche Gesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie e.v. Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e.v. Bundesverband Niedergelassener Kardio logen (BNK) Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Kranken hausärzte (ALKK) Beauftragtensprecher Peter Zeuner, Zierenberg bis 19. Juni 2010 Klaus Schmerbach, Heiligenhaus ab 19. Juni 2010 Der neue Vorstand (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dietrich Andresen, Dr. Irene Oswalt, PD Dr. Thomas Voigtländer, Prof. Dr. Helmut Gohlke, Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, RA Gunter Anders, Prof. Dr. Martin Kaltenbach, Dipl.-Ing. Gerhard Müller, Prof. Dr. Thomas Meinertz, Prof. Dr. Jan F. Gummert. 6

9 AUFGABEN UND STRUKTUR Bericht des Vorstands Die Versorgungslage für Herzpatienten hat sich in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren enorm verbessert. Große Fortschritte etwa in der Behandlung des Herzinfarktes durch moderne Therapieverfahren haben dazu geführt, dass die Sterblichkeit deutlich zurückgegangen ist: Starben 1990 in Deutschland noch Menschen am akuten Herzinfarkt, waren es im Jahr 2008 weniger als Aber die Bekämpfung von Herz- Kreislauf-Erkrankungen Todesursache Nummer eins in Deutschland noch vor Krebs und damit verbunden die Senkung der Herzinfarktsterblichkeit sind weiterhin eine Kernaufgabe der Herzstiftung. Herz-Kreislauf-Erkrankungen in ihrer Entwicklung möglichst früh zu stoppen, ist ein wichtiger Ansatz der Informationsarbeit der Herzstiftung. Deshalb sind Präventionsprogramme für Kinder und Jugendliche zu einem heute sehr wichtigen Aufgabenbe reich gewachsen. Ebenso wichtig ist die Förderung der klinischen und patientennahen Grundlagenforschung zur Ver besserung der Diagnostik und Behandlung von Herzkrankheiten. Ein Problem stellen die deutlichen Versorgungs unterschiede zwischen den Ländern bei den wesentlichen Herzkrankheiten dar: Lag im Jahr 2008 die Sterbeziffer beim akuten Myokardinfarkt für Schleswig-Holstein bei nur 41 Sterbefällen pro Einwohner (EW), lag sie demgegenüber in Sachsen-Anhalt bei 109 Sterbefällen pro EW. Eng verknüpft mit dem Ziel der Verringerung der Herzinfarktsterblichkeit auf etwa 40 Sterbefälle pro EW ist die Verkürzung der Prähospitalzeit (Zeitintervall vom Beschwerdebeginn bis zum Eintreffen des Infarktpatienten im Krankenhaus). Die Bevölkerung muss regelmäßig über die Herzinfarkt symptome und die Notrufnummer 112 als allererste Notfallmaßnahme bei Herzinfarkt verdacht informiert werden. Aufklärung, Information: Über richtiges Notfallverhalten bei Verdacht auf Herzinfarkt informierte die Herzstiftung im Juni 2010 in einer bundesweiten Kampagne unter dem Motto Herzinfarkt: Jede Minute zählt! Sofort 112 und klärte u. a. über Herzinfarkt-Alarmzeichen, Herz-Lungen- Wiederbe lebung durch Laien durch alleinige Herz druckmassage und zertifizierte Herznot fallambulanzen (CPUs) auf. Als größte Aufklärungskampagne des Jahres veranstaltete die Herzstiftung im November die bundesweiten Herz wochen Aus dem Takt: Herz rhythmus störungen heute. Ziel der Aktions wochen war es, über das gesamte Spektrum der Herzrhythmusstörungen, deren Diagnostik und Therapiemöglich keiten aus erster Hand zu informieren. Die Kampagne erfuhr eine rege Resonanz in der Bevölkerung, was ein großes Interesse der Menschen an den dargebotenen Themen der Aktionen widerspiegelt. Dieses Interesse richtet sich allerdings auch auf die außerhalb der Herzwochen angebotenen Herz-Seminare und Vorträge für Patienten und andere interessierte Laien, die zum Teil mit Ärztetagungen in Verbindung stehen. Diese Veranstaltungen haben einen unvermindert 7

10 AUFGABEN UND STRUKTUR starken Zulauf. Die Herzseminare bieten Patienten die Möglichkeit, sich abseits der Arztsprechstunde aus erster Hand zu informieren oder den Herz spezialisten Fragen zu stellen, die aus Zeitmangel im Behandlungs - zimmer unbeantwortet bleiben. Prävention: Nach Schätzungen sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Rauchen zusammengenommen weltweit für rund 80 Prozent der Todesfälle in den Industriestaaten verantwortlich, die in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall auftreten. Diese Erkrankungen haben ihre Wurzeln oft bereits in frühen Lebensjahren. Deshalb hat die Herzstiftung auch im Jahr 2010 verschiedene Präventionsprojekte durchgeführt. Über Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Präventions - möglichkeiten speziell für Arbeitnehmer klärte die bundesweite Gesundheitskampagne Herzgesund arbeiten auf. Die Kampagne wurde gemeinsam mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) zum Weltherztag Ende September 2010 gestartet. Die Kooperation stieß bei den Betriebsärzten und den Unternehmen auf einen regen Zuspruch. Weitere Präventionsprojekte der Deutschen Herzstiftung richteten sich gezielt und mit erneut aufgestocktem Budget an Kinder und Jugendliche: Seilspringen in Grundschulen ( Skipping Hearts ) Nach Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin wird das Präventions - programm seit 2010 auch in Bayern und im Saarland angeboten. Nichtraucherförderung Der Wettbewerb zur Förderung des Nichtrauchens in Schulen Be smart don t start wird von der Deutschen Herzstiftung im 9. Jahr unterstützt. Das Nichtraucher-Projekt Rauchzeichen der Herzstiftung richtet sich speziell an Schüler - innen und Schüler der Altersgruppe ab 12 Jahre und wurde in der Rhein-Main-Region ausgebaut. 8

11 AUFGABEN UND STRUKTUR Die Mittelmeerküche erfährt weiterhin eine hohe Akzeptanz in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen sowie in Betrieben. Im Rahmen des Weltherztags 2010 bot die Herzstiftung Betriebs kantinen leitern ein kostenloses Aktionspaket zur Mediterranen Küche an. Gesundheitspolitik: In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Deshalb unterstützte die Herzstiftung auch 2010 Initiativen zum Gesund heits schutz. Bayerns Volksentscheid über einen umfassenden Nicht raucher schutz in der Gastronomie unterstützte die Herz stiftung erfolgreich mit einer Plakat - kampagne. Dank dieses Volks entscheids konnte der Nichtraucherschutz in Bayerns Gastronomie durchgesetzt und damit der Schutz der Gesundheit vieler Menschen gesichert werden. Leider nicht durchsetzen konnte sich ein Bündnis aus Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen, das die Kennzeichnung von Lebensmitteln nach dem leicht verständlichen dreifarbigen Ampelschema forderte und dem sich auch die Deutsche Herzstiftung anschloss. Das Bündnis appellierte an die Abgeordneten des Europaparlamentes, für das Ampel schema zu votieren. Der zuständige Ausschuss im Europaparlament beschloss jedoch, die Lebensmittelkennzeichnung nach dem Ampelschema in der EU nicht zur Pflicht zu machen. Am Tag der Organspende appellierte die Herzstiftung angesichts eines extremen Mangels an Spenderherzen an die Bereitschaft älterer Menschen zur Organspende und informierte über den Organ spendeausweis. Das Gespräch mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, MdB, in Berlin suchte die Herzstiftung, um die Bundesregierung auf die Belange und Fragen der Versorgung von Herz - patienten aufmerksam zu machen. Besonders berücksichtigt wurden im Gespräch die Themen Rückführung von Medikamentenver ordnungen und die Zahl der Katheterbehandlungen in Deutschland. Aufgrund z. T. kontroverser Diskussionen um den 116b zur Einrichtung von Spezialambulanzen, die Kinder und Jugendliche mit angeborenem Herz - fehler (AHF) versorgen dürfen, haben sich auf Initiative der Kinderherz - stiftung alle bundesweit tätigen Patientenorganisationen in Frankfurt zu einem Gespräch getroffen, um eine gemeinsame Position zu finden. Eines der Ziele sollte sein, die Anforderungen an ein Zentrum so hoch wie möglich festzusetzen, um einen Wildwuchs der Spezial ambulanzen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit AHF zu vermeiden. Auch ein möglicher Einbezug der EMAH-Patienten in diese Regelung wurde als sinnvoll erachtet. Mit den erarbeiteten Vorschlägen aller Anwesenden ging die Patientenvertreterin des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in die Beratungen der G-BA, wo die Regelungen zum 116b im Jahr 2011 ihren Abschluss finden sollen. An der Erarbeitung einer Patientenleitlinie zur Nationalen Versorgungs - leitlinie Herzschwäche mit dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beteiligte sich die Deutsche Herzstiftung. Diese Patienten - 9

12 AUFGABEN UND STRUKTUR leitlinie richtet sich an Frauen und Männer, die an Herzschwäche erkrankt sind, ihre Angehörigen und andere vertraute Personen. Forschungsförderung: Die Deutsche Herzstiftung und ihre Tochter - organisation, die Deutsche Stiftung für Herzforschung (DSHF), unterstützen die Forschung in ganz Deutschland. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach streng wissenschaftlichen Kriterien unter besonderer Berück sichtigung patientenbezogener Fragestellungen. Förderprojekte konzentrieren sich auf die klinische Forschung und Grundlagenforschung in den Bereichen Vorbeugung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Herz- und Kreislauf- Erkrankungen. Deutsche Herzstiftung und DSHF förderten die Herz- Kreislaufforschung nicht nur durch Projektförderung. Neben der Vergabe von zwei Wissenschaftspreisen werden Jahresstipendien im Ausland unterstützt, das Kaltenbach-Doktoranden-Stipendium ausgeschrieben und Preise und Auszeichnungen, die den Namen von Erblassern und großzügigen Stiftern tragen, für hochwertige Forschungsprojekte und Abstracts verliehen. Gemeinsam mit der DSHF legte 2010 die Deutsche Herzstiftung die Forschungsdokumentation 15 Jahre Forschungsförderung für die Kardio - logie vor, die unter Federführung von Prof. Dr. Hans Carlo Kallfelz herausgegeben wurde. Der Dokumentationsband bietet eine Übersicht über finanzierte Forschungsprojekte, -stipendien und Wissenschafts preise der vergangenen Jahre, die in Anzahl und Fördervolumen kontinuierlich zugenommen haben vom Wachstumskurs beider Förder institutionen legt der Band Zeugnis ab. Jahresergebnis und Mitgliederentwicklung: Mit der Unterstützung ihrer Mit - glieder und Förderer sowie aufgrund testamentarischer Verfügungen und weiterer Einnahmen erreichte die Deutsche Herzstiftung Erträge von 9,65 Mio. (2009: 7,95 Mio.). Die Aufwendungen erhöhten sich auf 7,28 Mio. (2009: 6,46 Mio.). Eine neue Bestmarke wurde bei den Mitgliedereintritten erzielt Männer und Frauen haben sich der Herzstiftung im vergangenen Jahr als Mitglied angeschlossen, die Gesamtmitgliederzahl stieg auf (2009: ), davon (2009: 1 681) Eltern herzkranker Kinder. 10

13 AUFGABEN UND STRUKTUR Unabhängigkeit und Kompetenz: Das gute Jahresergebnis und der anhaltende Mitgliederzuwachs zeigen, dass der Herzstiftung großes Vertrauen entgegengebracht wird. Vertrauen in die Unabhängigkeit, Kompetenz und Glaubwürdigkeit des Vereins. Dennoch stehen Vorstand und Geschäftsführung in der Pflicht, die eigene Arbeit immer wieder kritisch zu prüfen, zu verbessern oder an einzelnen Stellen neu auszurichten. Im Rahmen des Transparenzpreises 2010, bei dem die Rechenschafts - berichte gemeinnütziger Organisationen durch ein unabhängiges Institut analysiert und bewertet werden, wurde die Herzstiftung für eine qualitativ hochwertige Berichter stattung ausgezeichnet. Sie konnte das Jahresergebnis von 2009 um 8 Prozent punkte auf 89 % verbessern. Ausblick des Vorstands Auch im Jahr 2011 wird die Bevölkerungsaufklärung über den Herzinfarkt eine wichtige Rolle spielen. Aus diesem Grund hat der Vorstand beschlossen, weitere Maßnahmen zur Information der breiten Öffentlichkeit durchzuführen. Gleich zu Jahresbeginn ist der Start des Aktionsbünd nisses Lübeck gegen den Herzinfarkt unter dem Motto Jede Minute zählt! Bei Herzinfarkt sofort 112 geplant mit dem Ziel, die Lübecker Bevölkerung über richtiges Notfallverhalten bei Herzinfarkt zu informieren. Gemeinsam mit den kardiologischen Kliniken und dem Rettungs dienst der Hansestadt Lübeck intensiviert die Herzstiftung zudem ihre Bemühungen um eine bessere Herzinfarktversorgung in der Hansestadt. Ferner fördert die Herzstiftung mit dem Projekt Epidemiologie des Herzinfarktes im Ruhrgebiet des Essener Herzinfarktverbundes eine Analyse der Infarktsterblichkeit in Essen. Erklärt werden soll im Zuge einer genauen Analyse der Ausstellung von Totenscheinen durch Ärzte und der Eingabe von Daten im Landesamt für Statistik in Düsseldorf und des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit NRW u. a. die unterschiedliche Entwicklung der Sterbefälle in Essen und Düsseldorf sowie die Gesamtsterblichkeit an Herzinfarkten in NRW. Um lebensrettende Informationen zum Notfallverhalten bei Herzinfarkt möglichst vielen Menschen rasch und leicht anwendbar zugänglich zu machen, entwickelt die Herzstiftung eine eigene Herznotfall-App (für engl. Application = Anwendung) für internetfähige Mobiltelefone. Der Bluthochdruck wurde zum Thema der bundesweiten Herzwochen im November 2011 gewählt, Titel der Kampagne: Herz unter Druck. Oft führen erst schwerwiegende Folgen eines unbehandelten Hochdrucks den Patienten zum Arzt: z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche. Mit der wichtigsten Aufklärungskampagne der Herzstiftung 2011 soll die Bevölkerung für die Gefahren des Bluthochdrucks und die Wichtigkeit der Blutdruckmessung sensibilisiert werden. 11

14 AUFGABEN UND STRUKTUR Die Deutsche Herzstiftung unterstützt ein seit Juli 2010 arbeitendes Aorten - klappenregister, an das kardiologische und herzchirurgische Zentren ihre entsprechenden Daten zur Behandlung der Aortenklappen verengung und zum noch jungen kathetergestützten Verfahren zur Behandlung der Aortenklappenverengung (kurz TAVI für Transkatheter-Aortenklappen- Implantation) melden sollen. TAVI muss intensiv über Jahre hinweg begleitet werden. Dies soll auch 2011 unter Mithilfe der Herzstiftung fortgeführt und intensiviert werden. Angesichts einer rasanten Ausweitung des Anteils von TAVI an der Gesamtzahl aller Eingriffe wegen Aortenklappenstenose in Deutschland und fehlender Daten zum Langzeitverlauf ist das Verfahren in die Kritik geraten. Vor diesem Hintergrund wird die Deutsche Herzstiftung Anfang 2011 ein Expertengespräch veranstalten, an dem Vertreter der kardiologischen und herzchirurgischen Fachgesellschaften DGK und DGTHG sowie der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhaus ärzte e.v. (ALKK) teilnehmen werden. Die Eröffnung der sozialrechtlichen Beratungsstelle für herzkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene und deren Angehörige ist für Mai 2011 vorgesehen. Die Beratungsstelle wird in Braunschweig in Kooperation mit Herzkind e.v. geführt und soll z. B. bei Anträgen für Reha-Maßnahmen, Schwerbehindertenausweise, bei der Schulauswahl oder der Berufsvorbereitung helfen. Um Kenntnisse zur Handhabung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) in die breite Öffentlichkeit zu tragen, wird die Herzstiftung gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und Betriebsärzten der Deutschen Telekom in Bonn eine HLW-Schulungsaktion für Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens fördern. Außerdem wird sich die Herzstiftung als Mitglied des Deutschen Rats für Wiederbelebung German Resuscitation Council (GRC) neben der Aufklärungsarbeit auch in Arbeitsgruppen an der Erarbeitung von Leitlinien beteiligen und sich verstärkt gesundheitspolitisch für das Thema Wiederbelebung einsetzen. Das Präventionsprojekt kidstumove mit sportlichem Schwerpunkt ist speziell für Kinder mit angeborenem Herzfehler und/oder Übergewicht. Es wird von der Herzstiftung und dem Lehrstuhl für Sport und Gesund - heits förderung der TU München gemeinsam 2011 durchgeführt werden. Kinder sollen unter fachkundiger Betreuung an sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung herangeführt werden. Eine wichtige Aufgabe des neu gewählten Vorstands wird es sein, die Satzung des Vereins den aktuellen Gegebenheiten und Vorgaben des Gemeinnützig keitsrechts anzupassen. Die Satzung wurde 2000 zuletzt geändert und spiegelt nicht die Entwicklungen der letzten Jahre wider. Um ihren Aufgaben und Zielen auch auf gesundheitspolitischer Ebene noch mehr Gewicht zu verschaffen, strebt die Deutsche Herzstiftung eine Mitgliedschaft in einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege an. 12

15 AUFGABEN UND STRUKTUR Mitglieder Am 19. Juni 2010 fand in Frankfurt am Main die jährliche Mitglieder - versammlung statt. Die Hauptversammlung stand ganz im Zeichen der Verabschiedung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung seit Die Mitstreiter von Prof. Becker, Harald C. Bieler und Prof. Dr. Hellmut Oelert, die mit dem 19. Juni 2010 aus dem Vorstand ausgeschieden sind, wurden gewürdigt. Harald C. Bieler ist von 1997 an zunächst als Schatzmeister und ab 1998 als stellvertretender Vorsitzender mit seinem Sachverstand in Finanz- und Wirtschaftsfragen eine wichtige Stütze des Vereins gewesen. Prof. Oelert war in seiner 22-jährigen Vorstands tätigkeit hoch engagiert, indem er Ansprechpartner für alle herzchirurgischen Fragen war und die Interessen der Deutschen Herzstiftung in der herzchirurgischen Fachgesellschaft vertrat. Prof. Oelert wird als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung die Herzstiftung mit seiner Wissenschaftskompetenz weiter begleiten. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand zudem die Neuwahl des Vorstands (siehe S. 6). Vorstand und Geschäftsführung legten satzungsgemäß ( 12.3) den Jahresbericht 2009 vor. Der Vorstand wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet. Die Mitglieder ermöglichen mit ihren Beiträgen (Mindestbeitrag 36, pro Jahr), Spenden und Zuwendungen, dass die Deutsche Herzstiftung Projekte und Aufklärungsaktionen durchführen kann. Darüber hinaus unterstützen sie die patientennahe Forschungsförderung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mitgliederentwicklung Jahr Neueintritte pro Jahr Mitglieder Gesamtzahl 13

16 AUFGABEN UND STRUKTUR Im Jahr 2010 sind der Deutschen Herzstiftung neue Mitglieder beigetreten. Zum Jahresende 2010 hatte der Verein Mitglieder, davon Eltern herzkranker Kinder. Neue Mitglieder wurden über die Materialauslage in Kliniken, durch die Zeitschrift HERZ HEUTE, durch Seminare und Vorträge und über das Internet gewonnen. Allein über die Homepage in Verbindung mit dem monatlich erscheinenden Newsletter konnten Mitglieder (37 %) gewonnen werden. Jahr Herkunft der Mitglieder Anträge über Printmedien der Deutschen Herzstiftung Anträge über Website Kooperationsmitgliedschaften Über die persönliche Mitgliedschaft hinaus haben Kliniken und Arztpraxen die Möglichkeit, Mitglied der Deutschen Herzstiftung zu werden. Der jährliche Mitgliedsbeitrag für Kliniken beträgt 500,, für Arztpraxen 150,. Klinikmitgliedschaften: Universitätsklinikum Aachen, Aachen EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg, Annaberg-Buchholz Krankenhaus St. Barbara Attendorn, Attendorn Ubbo-Emmius-Klinik Aurich, Aurich Zentralklinik Bad Berka, Bad Berka HELIOS Rehazentrum Bad Berleburg Herz-Kreislauf- Klinik, Bad Berleburg Vinzenz Klinik, Bad Ditzenbach Caspar Heinrich Klinik, Bad Driburg Kath. Hospitalvereinigung Weser-Egge - St. Josef Hospital, Bad Driburg Knappschafts-Klinik Bad Driburg, Bad Driburg Park-Klinik Bad Hermannsborn, Bad Driburg Vital-Kliniken, Bad Dürrheim Hochtaunus-Kliniken - Krankenhaus Bad Homburg, Bad Homburg v.d.h. Saale Reha-Klinik II, Bad Kösen Herz-Zentrum Bad Krozingen, Bad Krozingen MEDIAN Kliniken Bad Krozingen Klinik Lazariterhof, Bad Krozingen Kirchber-Klinik, Bad Lauterberg Kurpark-Klinik Dr. Lauterbach- Klinik, Bad Liebenstein m&i-klinikgesellschaft Bad Liebenstein, Bad Liebenstein Drei-Burgen-Klinik, Bad Münster am Stein Kerckhoff-Klinik, Bad Nauheim Klinik am Südpark, Bad Nauheim Gollwitzer-Meier-Klinik, Bad Oeynhausen Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Bad Oeynhausen DAK Fachklinik Haus Weserland, Bad Pyrmont Kliniken Südost Bayern - Kreisklinik Bad Reichenhall, Bad Reichenhall Klinik im Kurpark, Bad Rothenfelde Klinik Teutoburger Wald, Bad Rothenfelde Schüchtermann-Schiller sche Kliniken, Bad Rothenfelde Klinikum Bad Salzungen, Bad Salzungen Falkenstein-Klinik, Bad Schandau Rheingau-Taunus-Klinik, Bad Schwalbach Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode, Bad Suderode SRH Gesundheitszentrum Bad Wimpfen, Bad Wimpfen Klink Bad Wörishofen der RDV Schwaben, Bad Wörishofen Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach Charité Campus Virchow-Klinikum, Berlin Medical Park Berlin Humboldtmühle, Berlin Vivantes Rehabilitation, Berlin Ev.-Freikirch. Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg in Bernau, Bernau Brandenburg Klinik Bernau, Bernau-Waldsiedlung Höhenklinik Bischofsgrün, Bischofsgrün Ambulante Herzkatheter-Kooperation Bonn, Bonn Städtisches Klinikum Brandenburg, Brandenburg Reha-Zentrum Spreewald, Burg Ev. Krankenhaus Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel Allgemeines Krankenhaus Celle, Celle Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach, Dernbach Kreisklinik Ebersberg, Ebersberg St. Georg Klinikum Eisenach, Eisenach Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt, Eisenhüttenstadt Universitätsklinikum Essen, Essen Städtische Kliniken Esslingen, Esslingen MEDIAN Kliniken, Flechtingen CCB Cardioangiologisches Centrum Bethanien, Frankfurt am Main St.-Katharinen-Hospital, Frechen Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg Krankenhaus Neu-Bethlehem, Göttingen Kreisklinik Groß-Umstadt, Groß-Umstadt St. Josef Krankenhaus Haan, Haan AMEOS Klinikum St. Salvator, Halberstadt Universitätsklinikum Halle (Saale), Halle/Saale Albertinen-Krankenhaus, Hamburg Universitäres Herzzentrum Hamburg, Hamburg St. Marien-Hospital Hamm, Hamm Klinikum Region Hannover - Klinikum Oststadt-Heidehaus, Hannover Vinzenzkrankenhaus Hannover, Hannover St. Josefs Krankenhaus Hilden, Hilden Klinikum Hildesheim, Hildesheim Kath. Hospitalvereinigung Weser-Egge - St. Ansgar-Krankenhaus, Höxter Lausitzer Seenland Klinikum, Hoyerswerda Klinikum und Seniorenzentrum Itzehoe, Itzehoe Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe, Karlsruhe Klinikum Kassel, Kassel Klinikum Kempten-Oberallgäu, Kempten Gesundheitszentrum Evang. Stift Sankt Martin Koblenz, Koblenz St. Vinzenz-Hospital, Köln Klinik Königstein der KVB, Königstein i.ts. Klinikum Landshut, Landshut La.KUMed Krankenhaus Landshut-Achdorf, Landshut Herzzentrum Leipzig, Leipzig Sana Kliniken Lübeck, Lübeck Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck, Lübeck Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, Ludwigsburg Städtisches Klinikum Magdeburg, Magdeburg Klinikum Mannheim - Universitätsklinikum, Mannheim Carl-von-Basedow-Klinikum, Merseburg Medizinische Reha-Einrichtungen der Stadt Radolfzell, METTNAU, Radolfzell Stiftsklinik Augustinum München, München Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd, Mutlangen Ruppiner Kliniken, Neuruppin Stillachhaus Privatklinik, Oberstdorf Klinikum Offenbach, Offenbach am Main Klinikum Oldenburg, Oldenburg Kreiskliniken Unterallgäu - Kreisklinik Ottobeuren, Ottobeuren St. Vinzenz-Krankenhaus, Paderborn Kreiskrankenhaus Prignitz, Perleberg Regioklinikum Pinnberg, Pinneberg Johanniter-Krankenhaus Radevormwald, Radevormwald Kreiskrankenhaus Rastatt, Rastatt ELBLANDKLINIKUM Riesa-Großenhain, Riesa Klinikum Rosenheim, Rosenheim Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a. d. Fulda, Rotenburg a. d. Fulda Klinikum Saarbrücken, Saarbrücken Asklepios Klinik Seligenstadt, Seligenstadt HELIOS Klinikum Siegburg, Siegburg DRK-Krankenhaus Sömmerda, Sömmerda Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer Eins, Speyer St.-Vincentius- Krankenhaus, Speyer Sana Herzchirurgische Klinik Stuttgart, Stuttgart ZAR Stuttgart Klinik für ambu- JAHR HERZKLINIKEN

17 AUFGABEN UND STRUKTUR lante Rehabilitation, Stuttgart Reha-Zentrum Seehof der DRV, Teltow Kliniken Südost Bayern - Klinikum Traunstein, Traunstein Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Trier Kliniken Uelzen, Uelzen Universitätsklinikum Ulm, Ulm Katharinen-Hospital, Unna St. Marienhospital, Vechta RULAND KLINIKEN / Klinik Falkenburg, Waldbronn St. Petri-Hospital Warburg, Warburg Ammerland-Klinik, Westerstede Lahn-Dill-Kliniken - Klinikum Wetzlar, Wetzlar Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken, Wiesbaden Reinhard-Nieter-Krankenhaus, Wilhelmshaven Klinikum der Stadt Wolfsburg, Wolfsburg Cardiowell - Zentrum für Rehabilitation und Prävention, Wuppertal. JAHR ARZTPRAXEN Praxismitgliedschaften: Aschaffenburg - Kardiologische Praxis - Dr. med. Matthias Salefsky; Bad Dürrheim - Kardiologische Praxis - Dr. med. Hans-Jürgen Lieschke Bad Säckingen - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Ludwig von Savigny, Dr. med. Lutz Sinn Bad Salzungen - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr.med. Ute Kopplin Berlin - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Meike Engelsing, Dr. med. Jürgen Schmidt- Engelsing - Kardiologische Praxisgemeinschaft - Dr. med. Katja Przytarski, Dr. med. Jochen Glaß - Kardiologisch-angiologische Praxisgemeinschaft - Dr.med. Djafar Nowzohour, Dr. med. Maria Klose Bochum - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Michael Tenholt, Dr. med. Gerold Metzger, Dr. med. Bettina Dexling - Praxis für Herz- und Gefäßkrankheiten - Dr. med. Peter Staubach - Kardiologische Praxis - Dr. med. Hans- Joachim Christofor Bonn - Kardiologische und internistische Praxisgemeinschaft - Dr. med. Dieter Mons, Elwine Zscherlich Bottrop - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Hans Georg Gieretz, Dr. med. Günter Werner Kempkes, Dr. med. Gert Kerkhoff, Dr. med. Thomas Nau, Dr. med. Thorwald Waidner, Dr. med. Ralf Warkentin Bremen - Gemeinschaftspraxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Stefan Maierhof, Dr. med. Thomas Beckenbauer Brunsbüttel - Internistische Gemeinschaftspraxis, Dr. med. Stefan Krüger, Dr. med. Andrea Bräuer-Bercx Darmstadt - Kardiologisches Zentrum - Dr. med. Matthias Zander, Dr. med. Raimund Lotter, Dr. med. Harald Küx, Dr. med. Gabriele Lorch, Dr. med. Udo Frees, Prof. Dr. med. Martin C. Heidt Dorfen - Medizinisches Versorgungszentrum - Dr. med. Walter Ruckdeschel, Dr. med. Emil Rudolf, Dr. med. Ludwig Rudolf, Dr. med. Christian Zillinger, Dr. med. Carsten Husemann Dortmund - Kardiologische Praxis - Dr. med. Felix-R. Golling Düsseldorf - Ambulantes Rehazentrum für Herz-Kreislauf-und Gefäßerkrankungen - Dr. med. Karel Augusta, Dr. med. Claudia Rüttger, Dr. med. Martin Kister - Cardiopraxis - Dr. med. Ulrich Karbenn, PD Dr. med. Jürgen Grötz, PD Dr. med. Frank-Chris Schoebel - Cardiocentrum - Dr. med. Ulrich Keil, Dr. med. Ingo Bläse, Dr. med. Susanne Berrisch-Rahmel, Dr.med. Stefan Perings, PD Dr. med. Thomas Lauer, Prof. Dr.med. Rüdiger Liersch Eisenach - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Ines Härtel Eutin - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Frank Winkler Gifhorn - Kardiologische Praxisgemeinschaft - Dr. med. Thomas Eisen, Dr. med. Rolf Träger, Michael Wachtarz Großräschen - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dipl.-Med. Ute Swoboda Hannover - Internistische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Lars Hildebrandt, Dr. med. Hans-Jürgen Struckmeyer, Dr. med. Klaus Reißmann, Dr. med. Bernd Ludolph - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Klaus Fischer, Dr. med. Volker Laske, Dr. med. Gunter Rosenberger, Dr. med. Peter Bogenstätter, Dr. med. Christian Hasert, Dr. med. Arnd Weide Heckelberg-Brunow - Praxis für Innere Medizin - Sabine Matena-Pöschke Hennef - Sieg-Reha - Bernd Rademacher Herford - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Wilfried Rein, Dr.med. Johann-Wilhelm Klöpper, PD Dr. med. Matthias Spindler Holzminden - Gemeinschaftspraxis für Kardiologie - Dr. med. Eberhard Bub, Dr. med. Heinrich Habbel, Dr. med. Andreas Brandt Kassel - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Ilsbe Salecker, Dr. med. Andreas Meinel, Dr. med. Frank-S. Jäger - Ambulantes Herzzentrum - Dr. med. Andreas Utech, Dr. med. Thomas Arnold, Dr. med. Karl-Friedrich Appel, Dr. med. Sabine Appel, Rudolf Voge, Dr. med. Marco Schmiedl - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Ulrich Rüdell, Dr. med. Seyfettin Dereli Kempten - Medizinisches Versorgungszentrum - Dr. med. Franz Heigl, Dr. med. Reinhard Hettich, PD Dr. med. Norbert Lotz, Dr. med. Harduin Reeg, Dr. med. Bernadette Eder, Dr. med. Karin Steckholzer-Kroth, Dr. med. Michael Browatzki, Dr. med. Kerstin Harre, Dr. med. Dorothea Schupp Kiel - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Hermann Johannes Alexander Köln - Gemeinschaftspraxis für Kardiologie - Dr. med. Hubertus Günther, Dr. med. Thomas Eggeling, Dr. med. Adelgrunde Kux, Dr. med. Carmen Felder, Dr. med. Ansgar Peters, Dr. med. Susanne Held Kronach - Kardiologische Praxis - Dr. med. Gerhard Brühl Lehrte - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Gerhard Sónyi Limburg - Kardiologisch-Internistische Praxis - Dr. med. Wilfried Thiel Ludwigsburg - Dr. med. Irmtraut Kruck, Dr. med. Gerhard Kruck, Dr. med. Hellmut Krause-Allmendinger, Dr. med. Michael Simon, PD Dr. med. Ralph Bosch Mainz - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Konstantinos Katsaros, Dr. med. Josef Rittgen Mannheim - Kardiologische Praxis - Prof. Dr. med. Jens Kaden Melsungen - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Abdelmageed Nserat Neuss - Fachpraxis für Kardiologie - Dr. med. Raimund Müller, Dr. med. Christoph Steffens Olpe - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Matthias Adler Peine - Cardio Care - Kardiologischer Praxisverbund - Dr. med. Uwe Gremmler, Michael Krumm, Dr. med. Matthias Sturm, Prof. Dr. med. Otto A. Beck, Jacqueline Kallmeyer, Dr. med. Sandor Gonda Plauen - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Normann Haßler Recklinghausen - Kardiologische Praxis - Dr. med. Wolfgang Weber, Dr. med. Annette-Maria Feja Rotenburg - Kardiologische Praxis - Dr. med. Eva Maria Wilk, Dr. med. Holger Werner, Dr. med. Andreas Hering, G. Trauernicht, Dr. med. Erhard König Schorndorf - Praxis für Kardiologie - Dr. med. Cornelia Mästle Schwetzingen - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Dr. med. Manfred Dillschneider Siegburg - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Rami Rabahieh, Dr. med. Thomas Schmidt, Norbert Esser Starnberg - Kardiologische Praxis - Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Frey Stuttgart - Kardiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Hans Joachim Grawunder, Dr. med. Michael Linden, Dr. med. Kersten Putze, Dr. med. Klaus Wedekind, Dr. med. Matthias Woll - Praxis für Kardiologie und Innere Medizin - Rüdiger Hahn Waldshut-Tiengen - Facharztzentrum - Dr. med. Carsten Kurth, Dr. med. Jörg Schnierda Werneck - Internistische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Michael Philipp, Dr. med. Peer Ziemssen Wiesbaden - Herz-Kreislauf-Praxis - Dr. med. Eckart Listmann, Dr. med. Jürgen Essig, Dr. med. Michael Kraus, Dr. med. Peter Mahr, Dr. med. Klaus Dönges - Kardiologische und angiologische Gemeinschaftspraxis - Dr. med. Florian Lang, Dr. med. Michael Stellwaag, PD Dr. med. Thomas Menzel Wilhelmshaven - Praxis für Innere Medizin - Martin Tillmann. 15

18 AUFGABEN UND STRUKTUR Wissenschaftlicher Beirat Dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung gehören 444 (s. S ) führende Kardiologen, Herzchirurgen und Wissenschaftler an, die auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig sind. Gemäß 15 der Satzung berät dieses Gremium den Vorstand in allen medizinischen und wissenschaftlichen Fragen und bei der Mittelvergabe. Die jährliche Beiratssitzung fand am 10. April 2010 in Mannheim statt lief die dreijährige Amtszeit des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden ab. Als Vorsitzender des ehrenamtlich tätigen Gremiums wurde Prof. Dr. Werner G. Daniel (Foto), Erlangen, wiedergewählt, neuer Stellvertreter wurde Prof. Dr. Herbert E. Ulmer, Heidelberg, als Nachfolger von Prof. Dr. Thomas Meinertz, Hamburg, der für dieses Amt nicht mehr kandidierte. Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats unterstützen den Verein insbesondere: als medizinische Experten in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als Autoren der Publikationen als Referenten bei Herz-Seminaren und Vorträgen bei der Beantwortung schriftlicher und telefonischer Mitglieder anfragen bei der Mitgliederwerbung bei der Spendenakquisition bei der Organisation von Benefizveran staltungen bei der Begutachtung von Projektanträgen und Wissenschaftspreisen NEUE MITGLIEDER IM WISSENSCHAFTLICHEN BEIRAT 2010 PD Dr. Martin Braun Med. Klinik I/Kardiologie, Klinikum am Bruderwald, Bamberg Prof. Dr. Thorsten Dill Innere Med./Kardiologie, Krankenhaus Benrath, Düsseldorf Prof. Dr. Christof Huth Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg Prof. Dr. Norbert Frey Inn. Med. III-Kardiologie, Universitätsklinikum SH, Kiel Prof. Dr. Nikolaus Marx Medizinische Klinik I-Kardiologie, Universitätsklinikum (RWTH) Aachen Prof. Dr. Falk-Udo Sack Klinik für Herzchirurgie, Klinikum der Stadt Ludwigshafen Dr. Hubertus von Korn Medizinische Klinik I, Krankenhaus Hetzelstift, Neustadt Prof. Dr. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen Prof. Dr. Christian-F. Vahl Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Christian Wolpert Innere Medizin-Kardiologie, Klinikum Ludwigsburg Kuratorium Das Kuratorium besteht laut 11 der Satzung aus mindestens 15 ehrenamtlichen Mitgliedern. Es setzt sich aus Persönlichkeiten und Unternehmen des öffentlichen Lebens zusammen und steht dem Vorstand beratend allerdings ohne Stimmrecht zur Seite. Seine Mitglieder werden vom Vorstand für die Dauer von drei Jahren gewählt. 16

19 AUFGABEN UND STRUKTUR Derzeitige Vorsitzende des Kuratoriums ist Lieselotte Becht (Foto) aus Hochheim. Stellvertreterin ist Andrea C. Nollert (Commerz bank AG), Frankfurt am Main. Das Kuratorium hatte im Berichtsjahr 38 Mitglieder, darunter sowohl Firmen als auch Privatpersonen. Der Jahresbeitrag für Firmen beträgt 3 600,. Die jährliche Kuratoriums sitzung fand am 25. November 2010 in Frankfurt am Main statt. Firmenmitgliedschaften: Abbott Arzneimittel GmbH, Hannover, Dr. Wolfgang Dankert Asklepios Kliniken Verwaltungsges. mbh, Königstein, Dr. Bernard gr. Broermann AstraZeneca GmbH, Wedel, Dr. Kai Richter Bayer Vital GmbH, Leverkusen, Liam Condon Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim, Dr. Helga Maria Jakob Robert Bosch Healthcare GmbH, Stuttgart, Dr. Sascha Henke Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München, Rainer Groebler Deutsche Post AG, Bonn, Dr. Andreas Tautz Deutsche Telekom AG, Bonn, Dr. Anne-Katrin Krempien Commerzbank AG, Frankfurt/M., Andrea C. Nollert (Stv. Vors.) E.ON Ruhrgas AG, Essen, Dr. Andrej Stevka Essex Pharma GmbH, München Evonik Industries, Essen, Dr. Ulrich Küpper Frankfurter Sparkasse, Frankfurt/Main, Stephan Bruhn Fraport AG, Frankfurt/Main, Dr. Walter Gaber GEA Group AG, Bochum, Stephanie Bockmeier W.C. Heraeus GmbH, Hanau, Dr. Hendrik Mertens Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg, PD Dr. Martina Manning Medtronic GmbH, Meerbusch, Dr. Armin Klesius Pfizer Pharma GmbH, Berlin, Dr. Anke Strunz Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim, Dr. Michael Ratka Sana Kliniken AG, Ismaning, Dr. Ingo Hüttner Sanofi-Aventis Pharma Deutschland GmbH, Frankfurt/Main, Prof. Dr. Dr. Werner Kramer Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co., Karlsruhe, Prof. Dr. Michael Habs Siemens AG, Forchheim, Dr. Heinrich Kolem Unilever Bestfoods Deutschland GmbH, Hamburg, Michael Warburg Persönliche Mitgliedschaften: Lieselotte Becht, Hochheim a. M. Harald C. Bieler, Frankfurt am Main Manfred Boersch, Hamm Prof. Dr. Dr. Rudolf Hammerschmidt, Köln Peter Maffay, Tutzing Dr. Michael Pfingsten, Düsseldorf Dr. Gerhard Rüschen, Bad Soden Klaus Schickhaus, München Kurt Stroh, Ebenau b. Salzburg Konstantin von Alvensleben, Monheim Dr. Harald Voß, Bad Homburg Ursula und Wilhelm P. Winterstein, Hanau Christian Wolff, Aschau Ehrenamt Beauftragte Selbsthilfegruppen Das Ehrenamt nimmt in der Deutschen Herzstiftung eine zentrale Rolle ein. Neben der Koordination der bundesweiten Aufklärungskampagnen (Herzwochen) organisieren ehrenamtliche Mitarbeiter Herz-Seminare und Vorträge oder werben Mitglieder und Förderer. Insgesamt 105 Beauftragte (2009: 110) arbeiten ehrenamtlich über ganz Deutschland verteilt jeweils in ihrer Region als Botschafter für die Deutsche Herzstiftung. Dabei werden sie von rund 500 Helfern unterstützt. Gemäß der Satzung erhalten die ehrenamtlich Tätigen ihren Aufwand auf Nachweis erstattet. Die Interessen der Beauftragten werden durch ihren Sprecher bei den Sitzungen des Vorstands vertreten. Neue Beauftragte 2010: Christina Engel, Dresden Ute Offermanns, Leipzig Inge Maeckel, Neuenkirchen Rolf Kalbfleisch, Wuppertal Franz Christofori, Augsburg Karl-Georg Vaith, Friedberg Aus Alters- bzw. gesundheitlichen Gründen schieden die langjährigen Beauftragten aus: Siegfried Schmidt, Dresden Gustav Materna, Potsdam Wolfgang Schwabe-Werner, Celle Christel Barsun, Gifhorn Rainer Hoffmann, Mudersbach Dieter Wagner, Dettenhausen. 17

20 AUFGABEN UND STRUKTUR Die alljährlichen Beauftragtentreffen fanden im März und April in den Städten Bremen, Potsdam, Köln und Ulm statt. Neben der Auswertung der Projekte des vorangegangenen Jahres stand die Vorstellung von Projekten der Herzstiftung wie Gesundheitsförderung im Betrieb, Einführung der Mittelmeerküche in Krankenhäusern und Klinik- und Praxismitglied - schaften im Vordergrund. Der anschließende Erfahrungsaustausch gab Einblicke in die Vorgehensweise vor Ort und half, die Arbeit zwischen den Beauftragten und der Geschäftsstelle weiter zu optimieren. Die zentrale Frage bei allen Projekten lautete, wie sich Beauftragte einbringen können und welche Vorgehensweise für die regionale Umsetzung geboten sind. Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement: Für ihr besonderes ehren - amtliches Engagement zugunsten der Herzstiftung wurden 2010 geehrt: Manfred Nadrowski, Köln (Silberne Ehrennadel der DHS, Foto 1. von links) Gabriele Prehler, Frankfurt am Main (Silberne Ehrennadel der DHS, Foto 2. von links) Horst Mannberger, Frankfurt am Main (Silberne Ehrennadel der DHS, Foto 4. von links) Hans Hermann Elms häuser, Marburg (Ehrenbrief des Landes Hessen, Foto ganz rechts) Selbsthilfegruppen: Die Deutsche Herzstiftung fördert und unterstützt 97 Selbsthilfegruppen (2009: 103), indem sie Ratsuchende darüber informiert, welche Gruppen es in ihrer Nähe gibt, den entsprechenden Kontakt herstellt und praktische Hilfestellung leistet sowie organisatorische Unterstützung und Weiterbildung anbietet haben sich unter dem Dach der Deutschen Herzstiftung neue Gruppen in Schwedt, Magdeburg, Lübeck und Bad Segeberg gebildet. 18

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