Und: Für die meisten Unternehmen ist die Zufriedenheit mit den Behörden ein Kriterium bei der Standortwahl.

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1 Juni 2003 Dienstleister im Amt? Weniger Bürokratie, transparente Verfahren, freundliche Beamte wieso wird man skeptisch, wenn Verwaltungen so viel versprechen? Vielleicht, weil man es oft gehört, aber selten erlebt hat? In dieser Beilage lassen sich zwölf Städte und Kreise aus Nordrhein- Westfalen messen an ihrem Anspruch: der mittelstandsfreundlichen Verwaltung. Inhalt Dortmund: Eine Anlaufstelle für alle Firmenfälle Castrop-Rauxel: Dienstleistung für Dienstleister Kreis Herford: Beamte in die Produktion! Rhein-Kreis Neuss: In einer Stadt bezahlen, in sieben parken Seite 2+3 Kreis Recklinghausen: Von Bauämtern, die anders sein wollen Essen: Die Kommune ist eine Baustelle Duisburg: Die liebe Mühe mit den Unternehmern Seite 4+5 Welche Neuigkeiten für den Mittelstand: Beamte, die man nicht aufsuchen muss, sondern herbei telefonieren kann. Städte, die einen fragen, bevor sie einem eine Baustelle vors Haus setzen. Und Kreise, in denen der Parkausweis für Handwerker überall gilt. Das sind gute Neuigkeiten. Kommunen und Mittelständler beide melden derzeit eher schlechte Nachrichten: die einen dramatische Geldnöte, die anderen Insolvenzrekorde. Es scheint, das öffentliche Gemeinwesen und die örtliche Wirtschaft bildeten eine Schicksalsgemeinschaft. Kommune, im Wortsinn verstanden, ist seit jeher eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft. So abhängig Gemeinden von ihren ortsansässigen Firmen sind, wenn es um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen geht, so abhängig sind die Unternehmen von Baugenehmigungen, Parkplatz-Verordnungen usw. Beamte denken um: Nicht mehr zurechtweisen, sondern den Weg weisen. Firmen geben schlechte Noten Das bedeutet oft Papierkrieg, der aufwändig zu erledigen und mit langen Wegen verbunden ist, mit Wartezeiten kurz: mit einem Arbeitsaufwand, der für Kleinunternehmer und Mittelständler zu groß ist. Die Personaldecke dieser meist inhabergeführten Firmen ist anders als bei Großunternehmen zu dünn, um einen Mitarbeiter speziell für die Behördenarbeit abzustellen. Aufs Amt zu gehen heißt für sie: Das Geschäft ruhen zu lassen. Wenn der Weg dann auch noch umsonst war, wird der Behördenkram zum Ärgernis. Wie groß das Ärgernis tatsächlich ist, hat das Institut infas untersucht. Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen befragte es Mittelständler in NRW. Die Ergebnisse zeigen den Handlungsbedarf (s. Grafik). Eine Durchschnittsnote von 3,3 gab es für die Leistung, mit der die Kommune das wichtigste Anliegen der Firmen bearbeitet hat. Jeder vierte Unternehmer vergab gar die Noten 5 und 6. Mangelhaft und ungenügend. Diese Bestandsaufnahme war 2001 der Auftakt des Projekts Mittelstandsfreundliche Verwaltung NRW. Zwölf Städte und Kreise wollen darin unter Beweis stellen, dass sie es schaffen, ihre Mittelständler besser zufrieden zu stellen. Im Rahmen der Mittelstands-Offensive move werden sie mit Mitteln des Landes sowie der Europäischen Union unterstützt. Die Teilnehmerkommunen reichen vom Kreis Recklinghausen ( Einwohner) über die Großstadt Essen bis hin zur Kleinstadt Hückeswagen (16.500). Wie groß die Zielgruppe für mehr Mittelstandsfreundlichkeit ist, zeigt dieses Beispiel: Von rund Firmen im Rhein-Kreis Neuss sind 99,6% klein oder mittelständisch. Die Kommunen wollen mittelstandsfreundlich werden nicht aus Liebenswürdigkeit, sondern weil sie mal die Perspektive gewechselt und so erkannt haben, welche wichtige Rolle sie für das Gedeihen der kleinen Unternehmen spielen: So hatten zwei Drittel der befragten Firmen innerhalb von drei Jahren mindestens einen Kontakt zur Verwaltung, zum Beispiel wegen Gewerbemeldungen, Bauvorhaben, Abwasserbelangen. Und: Für die meisten Unternehmen ist die Zufriedenheit mit den Behörden ein Kriterium bei der Standortwahl. Behörden als Standortfaktor Behördenqualität ist ein besonders wichtiger Standortfaktor, weil einer der wenigen, den Kommunen direkt beeinflussen können. Selbstverwaltung der Kommunen heißt nicht, dass sie alle Gesetze und Verordnungen, Steuern und Rahmenbedingungen, auf deren Einhaltung sie mit ihren Ämtern drängen müssen, selbst beschlossen hätten. Doch können sie ihrer Wirtschaft das Leben erleichtern, indem sie schnell, transparent und verlässlich arbeiten: So zeigte die Umfrage, dass Firmen viel zufriedener waren, die bei der Kommune einen festen Ansprechpartner haben. Stellschrauben, an denen Kommunen drehen können, sind klare Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Entscheidungen, schnelle Bearbeitung. Ideen sind also gefragt. Nicht alles ist sinnvoll, was in Amtsstuben für eine firmenfreundliche Neuerung gehalten wird. Deshalb haben die Kommunen lokale Unternehmer in Projektbeiräten versammelt, die Vorschläge machen, beurteilen und auch ablehnen. Ebenso unorthodox ist es, die Projekte mit Balanced Scorecard, einem Instrument aus der Wirtschaft, auf Fortschritte zu prüfen. Damit wird kontrolliert, wie es steht mit der kundenorientierten Umsetzung des politischen Schlagwortes Bürokratieabbau, so Johann Malcher, als Unternehmensberater verantwortlich für die Koordination des Gesamtprojekts. Der Zeitplan seit 2001 steht: Einfache Maßnahmen wurden sofort umgesetzt, umfassende Leuchtturmprojekte bis Sie sollen ausstrahlen: Andere Kommunen sind eingeladen, die Ideen zu kopieren. Unternehmer sind aufgefordert, sie bei der Verwaltung einzufordern. Auch andere Länder und Kommunen versuchen, den Mittelstand nicht mehr als Antragsteller, sondern als Firmenkunden zu behandeln, sagt die Projektleiterin von move NRW im Wirtschafts- und Arbeitsministerium NRW, Gabriele Werner. Es ist wichtig, dass wir uns bei diesem Vorhaben über Erfolge und Misserfolge austauschen daher Illustration: Reiner Stock Bochum: Die Stadt mit dem Aha-Effekt Münster: Nichts mehr zweimal sagen müssen Gelsenkirchen: Was nicht zu Schalke passt Hückeswagen: Gewerbegebiet verzweifelt gesucht Remscheid: Hallo Amt hier Unternehmer Seite 6+7 Gespräch: Roter Teppich statt Spießrutenlauf Info: Was Kommunen bundesweit für den Mittelstand tun Seite 8 diese bundesweite Beilage. Der Austausch läuft: Über das Essener Baustellenmanagement informieren sich Städte aus ganz Deutschland, auch der kreisweite Handwerkerparkausweis findet Nachahmer in anderen Kommunen. Am 23. Juli ziehen die zwölf Modellkommunen vor Bürgermeistern, Verwaltungschefs, Landräten und Regierungspräsidenten aus ganz NRW in Duisburg eine Zwischenbilanz. Das Urteil über die erreichte Mittelstandsfreundlichkeit sprechen aber die Unternehmer: Ende 2004 wird die Zufriedenheitsumfrage wiederholt. Mundpropaganda: Kontraproduktiv Würden Sie ihre Kommune anderen Unternehmern empfehlen? Mittelständler: Bodenständig oder mobil Welche Standortentscheidung werden Sie demnächst treffen? Quelle: infas, Herbst 2001 nein 21% weiß nicht 3% ja 36% mit Einschränkungen empfehlen 40% Es gibt Handlungsbedarf für die Verwaltungen: Nur ein Drittel der lokalen Unternehmer würde ihre Kommune anderen Unternehmerkollegen uneingeschränkt weiterempfehlen. Während 40% nicht vollständig von ihrem Standort überzeugt sind, rät ein Fünftel klar ab. Keine besonders gute Visitenkarte, wenn es um Neuansiedlungen geht. erweitern 15% verlagern keine 65% 8% beides 11% Kommunen sollten sich stärker um ihre Firmen kümmern: Rund 35% planen nämlich, in der nächsten Zeit langfristige Standortentscheidungen zu treffen. Sie wollen sich vergrößern, verlagern oder beides. Ein Fünftel aller Befragten ist mobil. Von den umzugswilligen Firmen schließen 30 Prozent einen Wegzug aus ihrer bisherigen Kommune nicht aus.

2 Seite 2 Eine Anlaufstelle für alle Firmenfälle Und auf geht s. Das DLZW soll Unternehmern über viele Stufen hinweghelfen. Dortmund: Ein Anliegen fünfmal bei Behörden vorsprechen? Das ist Vergangenheit. Gestressten Existenzgründern oder expandierenden Kleinunternehmern bietet das Dienstleistungszentrum Wirtschaft (DLZW) ein Angebot aus einer Hand. Der Standort ist Signal. Das Dienstleistungszentrum Wirtschaft liegt im Zentrum Dortmunds. Wer Hilfe sucht, findet Einlass durch den Glasquader. Im zweiten Stock warten lichte Flure auf Unternehmer. Das DLZW soll jeden Eindruck des Amtlichen zerstreuen. Service steht im Raum. Als Thilo Pelster den gelben Pfeilen im Flur folgte, die Hilfe verheißen, erwartete er trotz der angenehmen Atmosphäre erstickende Bürokratie. Nicht ohne Grund: Wer sich in Deutschland selbstständig macht, darf sich schon mal hilflos fühlen. Wörter wie Gewerbezentralregisterauskunft müssen entschlüsselt werden. Doch Pelster wunderte sich weniger über Wortungetüme, ihn verdutzte der umfassende Service der DLZW-Berater. Und das, was Unternehmensberater Pelster selbst für sich beansprucht: Kundenfreundlichkeit. Die Chemie stimmte von Anfang an, so der 33-Jährige, der für jeden Ratschlag dankbar war: In welcher Reihenfolge und mit welchen Papieren wann wo hingehen, das ersparte langes Durchfragen. Neun Stopps, wie DLZW-Leiter Hans-Jürgen Vattes es ausdrückt, erfordert derzeit die Anmeldung eines Gewerbes mit Erlaubnispflicht in der Stadtverwaltung, vier sind das Ziel. Bei einer Existenzgründung reden nicht nur fünf Ämter der Dortmunder Stadtverwaltung mit, sondern meist auch die zuständige Kammer, das Finanz- oder das Arbeitsamt. Vattes predigt das Unbürokratische. Doch er weiß, dass sich bei der Fülle der Verordnungen die Eröffnung eines Biergartens in einem Wohnviertel zu einem komplexen Problemknäuel auswächst. Pelsters Berater Hubert Nagusch, einer von dreizehn DLZW-Mitarbeitern, beließ es nicht beim Lotsendienst. Schon beim ersten Termin legte er interessante Mietobjekte auf den Tisch, sagt Pelster inklusive Ortstermin am Tag danach. Sogar bei möglichen Kunden brachte man uns ins Gespräch, so Pelster, der sich mit einem Kompagnon selbstständig machte. Der Service sparte Zeit und Kosten und beruhigte uns, was gerade bei einer sensiblen Existenzgründung sehr wichtig sei. Wie in Pelsters Fall soll das DLZW stets wirken: als Lotse, als Anlaufstelle, als Beschleuniger. Auch ein Nein ist eine Antwort Auch Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer will wegkommen vom Kästchendenken hin zur ämterübergreifenden Zusammenarbeit. Das ist nötig. Viele Dortmunder Unternehmer beklagten in einer Befragung das fehlende Kundendenken, die mangelnde Verantwortung und die fehlende Bündelung von Zuständigkeiten. Auch vor der Eröffnung des DLZW gab es viel Skepsis unter den Unternehmern. Nach dem Motto: Die Verwaltung kündigt mal wieder etwas an, so DLZW-Leiter Vattes. Alles ermöglichen kann auch das DLZW nicht, dessen Kunden zu zwei Dritteln aus Handel und Dienstleistung kommen. Doch auch ein Nein ist eine Antwort. Darf eine Disko wegen des Lärmschutzes an einem Ort nicht eröffnet werden, können wir schnell nach einem anderen Grundstück suchen. Komplexer ist die Beratung in den Bereichen Bauordnung und Brandschutz, die viel Zeit der Berater beansprucht. Die DLZW-Mitarbeiter sind bei der Fülle der Anfragen auf das Wissen der Kollegen angewiesen. Es sind Spezialisten aus dem Brandschutz, dem Gewerbemeldewesen, der Wirtschaftsförderung, die durch den gegenseitigen Austausch zu Generalisten werden müssen, so Vattes. Dabei hilft ihnen eine Datenbank. Die Kundenkartei speichert den Stand des Verfahrens, Bearbeitungsdauer, Priorität und die Nummern der Kammer-Kollegen für alle jederzeit abrufbar. Sie bietet Sofort-Hilfe durch Gesetze und Kommentare, denn nicht nur Schnelligkeit zählt, sondern auch Rechtssicherheit. Nicht jeder DLZW-Service kommt an. Die Beratung am Samstag ist weniger gefragt als erwartet, anders als bei den in Dortmund etablierten Bürgerdiensten. Vattes weiß: Nur wenn wir Mehrwert produzieren, wird sich die Stadt uns weiter leisten. Die Kunden kommen mit rund 370 monatlich mittlerweile dreimal mehr als im Juli 2002, dem Startmonat. Thilo Pelster ist nicht mehr dabei. Er tut mittlerweile das, was er am liebsten macht: Sich um seine Kunden kümmern. Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer (SPD), l.: Wir dürfen uns nicht an Ämtergrenzen orientieren, sondern müssen uns am Kunden ausrichten. Der Antrag soll durch das Haus laufen, nicht der Unternehmer. Michael Kohler, Wirtschafts- u. Steuerberater, Kanzlei Niebaum Kohler Punge Söder, r.: Die Verwaltung braucht ein Gesicht. Mit einem Ansprechpartner muss sich der Mittelständler nur noch eine Telefonnummer merken. Ansprechpartner: Hans-Jürgen Vattes Telefon: 0231/ Internet: Dienstleistung für Dienstleister Castrop-Rauxel: Die Ruhrgebietsstadt will anlocken. Für Unternehmer einer speziellen Zukunftsbranche schnürt die Verwaltung ein Service-Paket, in das auch Theaterkarten gehören. Bärbel Uttich wundert sich: Die meisten Unternehmer hier vor Ort wissen gar nicht, was sie in einem Umkreis von 50 Kilometern also direkt vor ihrer Haustür alles finden, sagt die Mitarbeiterin des Service Centers Bürgermeister Nils Kruse (CDU), l.: Kommunikation mit dem Mittelstand ist das A und O auch für die Verwaltung. In Castrop- Rauxel reden wir miteinander. Frank Limburg, Coating Center Castrop GmbH, (Metall-Beschichtung), r.: Ich bin sehr froh, dass das Projekt entwickelt wurde. Ganz wichtig für mich: Ich lerne Unternehmen aus der direkten Umgebung kennen. Wirtschaft in der Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel. Zehn Prozent aller industrienahen Dienstleister in Deutschland sitzen hier in der Region das sind fast Unternehmen, sagt Uttich. Castrop-Rauxel setzt auf dieses Potenzial, das durch einen Wirtschaftstrend weiter wächst: Industrieunternehmen konzentrieren sich wieder auf ihre Kernkompetenzen, Dienstleistungen werden ausgelagert, so eine aktuelle Studie, die von der Stadt in Auftrag gegeben wurde. Höchste Wachstumsraten hat dabei das so genannte Outsourcing von Basisdienstleistungen als Aufträge an Dienstleister vor Ort wie zum Beispiel die Pflege und Wartung der firmeneigenen Gabelstaplerflotte. Verwaltung schwört auf SpID Doch warum sollte gerade Castrop- Rauxel davon profitieren? Zum einen gibt es in Dortmund, Bochum und Essen Industriekonzerne, Fabriken und Zentralen, also potenzielle Kunden. Zum anderen kann Castrop-Rauxel auf den Erfahrungen des Strukturwandels aufbauen. Ein ehemaliger Bergbauzulieferer hat sich schon zum Wartungsspezialisten gewandelt, sagt Wirtschaftsförderin Uttich. Die sind wie Feuer und Wasser? Verwalter und Unternehmer in Castrop-Rauxel sehen sich lieber in friedlicher Koexistenz. Diesen großen Markt für die Unternehmer zu erschließen, dabei will die Stadtverwaltung helfen. Ihr Servicepaket für den Bereich der industrienahen Dienstleister, abgekürzt SpID erinnert an den englischen Begriff Speed, was Tempo bedeutet. Der Outsourcing- Trend ist ein fahrender Zug, auf den die Stadt aufspringen will. Das Kalkül: Je mehr industrienahe Dienstleister entstehen, desto mehr werden auch Industriebetriebe angelockt. Das Projekt wird zurzeit bei Firmenbesuchen dem Mittelstand vorgestellt. Zum Beispiel Frank Limburg: Durch das Projekt lerne ich die Dienstleister und Unternehmer aus der direkten Umgebung kennen. Aus der netten Plauderei hat er schon Profit gezogen: Ich habe so Unterlieferanten aus der Region gewonnen, muss nicht mehr hunderte von Kilometern fahren, erklärt der 42-Jährige, der mit seinen 22 Mitarbeitern und neuer Technologie Verschleißschutz auf Maschinenteile aufbringt. Die Stadtverwaltung setzt nicht nur auf SpID, sie bietet auch anderen Service: Die CAS-Card. Mit Hilfe dieser Servicekarte im Scheckkartenformat erhalten Unternehmer, die sich ansiedeln, Waren und Dienstleistungen zu vergünstigten Bedingungen. Tageszeitungen bieten ein Willkommensabonnement, Autoverleiher und Hotels geben Rabatte und das Westfälische Landestheater spendiert Gutscheine. Die Liste unserer Kooperationspartner wächst ständig, erklärt Uttich. Die Stadtverwaltung hat bereits die 250. CAS-Card ausgegeben. Auf der Rückseite jeder Karte steht die Nummer des neuen Service Center Wirtschaft, der zentralen Anlaufstelle für Unternehmer, ob bei Genehmigungen oder nach Betriebsprüfungen auf dem Handy zu erreichen auch nach Büroschluss. Ansprechpartnerin: Bärbel Uttich Telefon: 02305/ Internet:

3 Seite 3 Beamte in die Produktion! Kreis Herford: Keine Zeit, aufs Amt zu gehen? Oder keine Ahnung, auf welches? Für Unternehmer im Kreis Herford gibt es dafür eine Lösung. Ein Anruf, und der Beamte kommt vorbei. Dahinter verbirgt sich mehr als nur Laufbereitschaft. Es gibt Unternehmerwünsche, die auch bei noch so viel Mittelstandsfreundlichkeit der Verwaltung unerfüllbar scheinen. Zum Beispiel der Bau einer Fertigungshalle im Landschaftsschutzgebiet. Das ahnte auch Marco Lepper, Zimmerermeister aus Herford. Sein Betrieb im Bauernhof, wo er mit acht Mann Holzhäuser herstellt, platzte aus allen Nähten, eine zusätzliche Halle sollte her, 20 mal 20 Landrätin Lieselore Curländer (CDU): Zufriedene Unternehmen sind ihrem Standort treu und zugleich Botschafter für die Region. Karl Fordemann, Brauerei Felsenkeller Herford ( Herforder Pils ): Widufix entwickelt sich zum Markenzeichen engagierter Menschen aus der Verwaltung für einen gemeinsamen, mittelstandsfreundlichen Wirtschaftsstandort. Meter im Grundriss, nebenan. Doch da ist Schutzgebiet. Damit hätte sich die Investition schon erledigt haben können: Die aufwändige Arbeit, einen Bauantrag anzufertigen, stand in keinem Verhältnis zu den Erfolgsaussichten. Darum wollte ich erst mal abklopfen, ob es überhaupt eine Chance gibt, sagt der 30-Jährige. An wen aber wenden? Je nach Behörde wäre er auf unterschiedliche Bewertungen gestoßen: So sieht die Landschaftsschutzbehörde die Sache naturgemäß kritischer als die Landwirtschaftskammer, die ein Interesse daran hat, dass die von Bauern aufgegebenen Höfe der Region wirtschaftlich genutzt werden. Auch in der Verwaltung gibt es durchaus verschiedene Blickwinkel, sagt der Wirtschaftsförderer des Kreises, Klaus Goeke. Er kennt viele Anfragen wie die von Lepper ist doch vor jeder Ansiedlungsentscheidung wichtig zu wissen, ob auch Platz fürs Expandieren da ist. Im Kreis Herford löst man das so: Wer als Mittelständler ein wichtiges Anliegen hat, ruft bei einer zentralen Kontaktstelle an, die behördenübergreifend die zuständigen Beamten zusammensucht und anbietet, dass sich mobile Berater die Sache mal vor Ort anschauen. Nicht irgendwann, sondern spätestens nach fünf Tagen. Widufix, der Name des Projekts in der Region des alten Sachsenherzogs Widukind, steht denn vor allem für Schnelligkeit. Da wollen Sie bauen im Landschaftsschutzgebiet? Die mobile Beraterin Meike Lübbe und ihr Kollege Klaus Goeke sprechen mit dem Zimmerer Marco Lepper über die Steine auf dem Weg. Nach Leppers Anruf tauchte Goeke also auf im Zimmereibetrieb. Im Schlepptau die Sachbearbeiter der relevanten Ämter. Ich habe die Rolle des Moderators übernommen, beschreibt Goeke die Aufgabe der mobilen Berater, die von ihm und den Wirtschaftsförderern der neun Kommunen im Kreis erledigt wird. Nie mehr nur AverwGebO Davon abgesehen, dass der Vor-Ort- Service dem Zimmerer Behördengänge erspart hat, fiel auch die Entscheidung fundierter aus: Denn in den Karten, die die Beamten mitbrachten, waren Bäume eingezeichnet, die es im Schutzgebiet gar nicht mehr gab. Ein Beschluss allein am Bürotisch wäre bestimmt anders ausgefallen, schätzt Lepper, der grünes Licht für den Bau erhielt, natürlich unter naturschutzrechtlichen Auflagen. Wichtig war, dass es keine starre Haltung gab. So war ein Kompromiss möglich. Es ist klar, dass diese Mobilen Berater nichts mit der Figur des Klischeebeamten zu tun haben. Sie müssen nicht nur ihre Amtsstube verlassen, sondern auch Verständnis für Unternehmer haben. Machen wir uns nichts vor, sagt Goeke, wir Verwalter sind alle von Verwaltern ausgebildet worden. Wir denken nicht wie Unternehmer. Doch statt von den Firmen zu verlangen, die Feinheiten der Bürokratie zu erlernen, sensibilisiert man hier lieber die Verwalter für die mittelständischen Bedürfnisse. Kundenorientierung oder betriebswirtschaftliches Denken werden Mitarbeiter der Kreisverwaltung im Projekt Mach V lernen von Ausbildern aus der Wirtschaft. Künftige Abteilungsleiter sollen gar vor Amtsantritt einen Monat im Betriebspraktikum bei Mittelständlern verbringen, um deren Wünsche ganz konkret zu erfahren. Vom Perspektivenwechsel des Kreises profitieren Firmenkunden und jeder Bürger. Wer hier einen von 200 Bescheiden zugeschickt bekommt, muss nicht wissen, was sich hinter AverwGebO, VermKatG oder ähnlichen Bürokratenkürzeln verbirgt, auf die sich der amtliche Absender beruft. Eine PR- Journalistin hat das Amtsdeutsch der Formulare übersetzt. Dazu gehört auch hinzuschreiben, dass AverwGebO die Allgemeine Verwaltungsgebührenordnung ist. Was vielleicht nicht unbürokratischer klingt, aber vom Empfänger immerhin verstanden werden kann. Ansprechpartnerin: Meike Lübbe Telefon: 05221/ Internet: In einer Stadt bezahlen in sieben parken Rhein-Kreis Neuss: Politessen ein Reizwort für jeden Handwerker, der ausliefern, ausladen und schließlich ausbaden muss, dass Parkplätze rationierte Mangelware geworden sind. Im Kreis Neuss können Handwerker mit den Politessen Frieden schließen. Wenn sich Unternehmer über ihre Kommunalverwaltung aufregen, dann laut Firmen-Befragung am stärksten über die Verkehrs- und Parkplatzpolitik, sprich: das strikte Parkplatzregime. Was für Autofahrer ärgerlich ist, kann für Unternehmer geschäftsgefährdend sein. Zum Beispiel für Handwerker, deren Geschäftsmodell verlangt, dass sie Kunden auch in Innenstädten aufsuchen, wo es kaum Parkplätze gibt. Dort sind entweder Parkscheine zu lösen, was ins Geld geht, zumal wenn nur ein paar Minuten geparkt wird, am Automat aber für mindestens eine halbe Stunde bezahlt werden muss. Anderswo ist der Anwohnerparkausweis nötig, für Lieferanten ein Unding. Auch ist das Parken stellenweise nur eine Stunde lang erlaubt, Bauarbeiten dauern schon mal länger. Dann gibt s noch die Halteverbotszonen...Mit einem Wort: Die Handwerker sind gezwungen, Strafzettel in Kauf zu nehmen. Ich habe früher an die Mark im Jahr für Knöllchen gezahlt, sagt Wolfgang Büssing, der aus seiner Neusser Fleischerei mit dem Kleinbus Partys beliefert. Für Unternehmer wie ihn stellen viele Kommunen Handwerkerparkausweise aus, die gegen eine Jahresgebühr die Lieferfahrzeuge von den örtlichen Parkvorschriften befreien. Aber: Die Ausweise gelten nur in der jeweiligen Gemeinde. Bei Bestellungen aus dem Nachbarort Alltag im dicht besiedelten NRW freuen sich schon wieder die Politessen. Um im Kreis kostenlos parken zu können, müsste ich sieben Ausweise bei sieben Behörden kaufen, sagt der 34-jährige Fleischer. Muss er nicht. Einfach mal vertrauen Denn sieben Kommunen haben den gemeinsamen Handwerkerparkausweis eingeführt. In einer Stadt beantragt gültig für alle. Für Büssing ist es damit gleich, ob er nach Grevenbroich oder Dormagen liefert, Knöllchenärger ist Vergangenheit. Der Ausweis kostet jährlich 90 für den Kreis statt wie vorher bis zu 150 pro Stadt. Die geringeren Einnahmen nehmen die Kommunen in Kauf, sagt Jürgen Steinmetz, Wirtschaftsförderer des Kreises. Bis auf die Stadt Neuss, die am eigenen Ausweis festhält. Für Büssing wäre es einfacher, wenn Neuss auch mitmachen würde. Die Verwaltung beschäftigt den Fleischer aber auch auf andere Weise. So verlangt die neue Lebensmittelhygieneverordnung von ihm ein Qualitätsmanagementsystem. Das kontrollieren bei allen Lebens- und Futtermittelbetrieben im Kreis die 27 Mitarbeiter des Veterinärund Lebensmittelüberwachungsamts ohne im Gegenzug für die Qualität ihrer Arbeit ähnliche Garantien abzugeben. Wenn wir von Wurstbuden, Schlachthöfen und Gaststätten ein nachprüfbares Qualitätsmanagement verlangen warum haben wir selbst keins?, fragt sich der Leiter des Amtes, Gerhard Fischer. Es ist nur fair, dass auch wir uns auf diesen Prüfstand stellen, sagt Fischer, der die internen Abläufe bis 2004 optimieren möchte, Zertifizierung nicht ausgeschlossen. Zum einen werden wir so effektiver, zum anderen ein gleichwertiger Partner. Parken strengstens erlaubt: Mit dem neuen Parkausweis kann der Lieferwagen von Fleischer Büssing in fast allen Kommunen des Kreises kostenlos rasten. Sich selbst das abverlangen, was man von anderen verlangt so ungewöhnlich diese Sichtweise für Behörden ist, noch ungewöhnlicher ist eine dritte Neuerung aus Neuss: Betrieben einfach mal zu vertrauen. Anlass der Maßnahme Vertrauen gegen Vertrauen war ein Sturm, der an einem Wochenende über Meerbusch tobte und ein Hausdach beschädigte. Die schnelle Reparatur war unmöglich. Denn bevor sich der Dachdecker ans Werk machen durfte, brauchte er eine Erlaubnis fürs Gerüst doch die zuständige Untere Bauaufsichtsbehörde war nicht erreichbar. Aus diesem Fall haben die Neusser das Fazit gezogen: Samstags und sonntags soll ein Fax des Handwerkers ausreichen mit der Nachricht: Notfall, ich werde tätig. Das soll aber nur Betrieben erlaubt sein, die sich nach Qualitätsnachweis für den Vertrauensvorschuss qualifizieren. Das Auswahlverfahren ist noch unklar. Die unbürokratische Maßnahme wirft rechtliche Fragen auf, schließlich verlangt die Vorschrift: Kein Gerüst ohne vorherige Genehmigung. Was, wenn ein Unfall passiert? Es ist klar, dass dies nur möglich wird, wenn die Verwaltungsspitzen voll dahinter stehen, so Steinmetz. Landrat Dieter Patt (CDU), l.: Wir wollen mittelstandsfreundlicher werden, damit unser Kreis auch in Zukunft Spitze bleibt beim Wirtschaftswachstum in Nordrhein- Westfalen. Dieter Tischer, Krülland GmbH & Co. KG, Kaarst (Gebäudesonnenschutz und Schwimmbecken), r.: Wer mittelstandsfreundliche Verwaltungen für selbstverständlich hält, den frage ich: Warum gibt's die nicht schon längst? Aktives Handeln bringt immer mehr als die bloße Feststellung, dass gehandelt werden muss. Ansprechpartner: Jürgen Steinmetz Telefon: 02131/ Internet:

4 Seite 4 Von Bauämtern, die anders sein wollen Kreis Recklinghausen: Spätestens seit der RTL-Serie Das Amt glaubt man zu wissen: In Bauämtern geschieht Sonderbares. Im Kreis Recklinghausen werden Baugenehmigungen diesen Schrecken verlieren, versichert man der kritischen Unternehmerschaft jeden Monat in einer anderen Stadt des Kreises in ungewöhnlichen Talkrunden. Sehnlichst erwartet: Mobile Berater im Kreis Herford und Firmenlotsen in Bochum Karikatur: Thomas Plassmann Meine lieben Damen und Herren Mittelständler die Begrüßung durch den Landrat ist an Mittelstandsfreundlichkeit nicht zu übertreffen. So feierlich könnte es weiter gehen, im Saal Jupiter des Ruhrfestspielhauses. Schnittchen und Kaffee am Büffet, dazu ein Schwatz mit Lokalpolitikern, Kammervertretern und Verwaltungsleuten doch zum Austausch von Nettigkeiten sind die rund 100 Recklinghäuser Unternehmer nicht gekommen. Sie wollen wissen, was sie von den verheißungsvoll Pro Mittelstand genannten Verwaltungsreformen halten sollen. Unausgesprochene Frage des (noch) schweigenden Publikums: Bringt uns das was? Der Moderator der Podiumsdiskussion ist pfiffig: Er nimmt die skeptische Erwartungshaltung der Gäste auf, indem er Landrat, Bürgermeister und Wirtschaftsförderer auf der Bühne mit klassischen Dienst-nach-Vorschrift - Geschichten konfrontiert und schließlich einen Handwerker auf die Bühne bittet, der seinem Ärger Luft macht. Jahrelang hat Torsten Jakob darum gekämpft, im Gewerbegebiet seinen Haustechnikbetrieb bauen zu dürfen. Er zählt auf, was sich alles zwischen ihn und sein Vorhaben stellte, mal verschwand eine Akte, mal bekam er falsche Auskünfte: Eine schier endlose Liste an Hindernissen, deren Aufzählung einige im Saal zu zustimmendem Nicken veranlasst: Das kenn ich. Das Ende der Geschichte: Nach drei Jahren merkte der Sachbearbeiter, dass eine Fernwärmeleitung unter dem geplanten Baugelände verläuft, woraufhin die ganze Antragstellerei von vorne losgehen musste. Der Fall provoziert den Moderator zu Nachfragen an den Bürgermeister. Spannung im Saal. An dieser Stelle nimmt der Abend eine überraschende Wendung. Bürgermeister Wolfgang Pantförder gibt dem Unzufriedenen einfach Recht. Das sei völlig schief gelaufen, der Sachbearbeiter habe sich weder engagiert noch korrekt verhalten. Als der Moderator nachbohrt, was denn getan werde um zu verhindern, dass sich so etwas wiederhole, bekommen die Gäste die gewünschten konkreten Antworten. Für die bessere Antragsbearbeitung richten die zehn Städte des Kreises zusammen mit Bottrop, Gelsenkirchen und zwölf Behörden, Kammern und Verbänden ein regionales Genehmigungsmanagement ein. Ziel: Die Verfahren für die Antragsteller beschleunigen und transparenter machen. Damit darauf Verlass ist, verordnen sich die Beteiligten Qualitätsstandards, die laufend verbessert werden sollen. Dazu vergleichen alle Ämter im Kreis, die Baugenehmigungen ausstellen, welche Behörde und welcher Mitarbeiter welche Arbeitsschritte am besten macht die anderen kopieren diese best practice. Für den Überblick, wo gebaut werden kann, bieten Kreis und Wirtschaftsförderer im Internet den bundesweit einmaligen Flächenatlas (gis-ela) mit derzeit rund 250 freien Gewerbeflächen und -objekten der Emscher-Lippe-Region. Die Seite wird Mal am Tag aufgerufen. Künftig soll dort zu sehen sein, was die Kommunen an Bebauung planen nützliche Informationen für potenzielle Bauherren, die so früh von neuen Straßen oder Deponien in ihrer Nähe erfahren. Klingt nach einem mehrjährigen Genehmigungsverfahren! Den Anwesenden wird sogar Kundenorientierung versprochen: Wer bauen will, bekommt nicht viele, sondern einen Ansprechpartner. Wer vergeblich im Amt anruft, wird spätestens nach zwei Tagen zurückgerufen. Für den Moderator klingt das schon wieder zu viel versprechend. Zur allgemeinen Erheiterung fordert er das Publikum auf zu testen, ob Sie in 48 Stunden ein fünfstöckiges Wohnhaus genehmigt bekommen. Erstaunlicherweise wird dieser Witz von einem Praxisbericht getoppt: Bernhard Sundermann-Peters erzählt von seinen Erfahrungen mit dem Genehmigungsmanagement. Ein Biomasse-Kraftwerk mit einem 27 Meter hohen Kesselhaus zu bauen, über einem alten Zechengelände das klingt nach Gestank, nach Altlasten, nach Emission, kurz: nach mehrjährigem Genehmigungsverfahren, so der Moderator. Nicht einmal ein Jahr hat das gedauert, kontert der Ingenieur. Im August ist Richtfest. Das lief hier in Rekordzeit. An einer Missachtung von Vorschriften lag es nicht. Wie üblich waren vier Ordner Bauantrag samt Gutachten in 14-facher Ausfertigung einzureichen. Der Kniff: Die Wirtschaftsförderer im Kreis haben von sich aus schon früh alle der rund 20 relevanten Behörden an einen Tisch gebracht, das verkürzte den Prozess. Auch Jakob hat inzwischen die Erfahrung gemacht: Es ist wirklich besser geworden, die geben sich richtig Mühe. Was ihm wichtig ist, teilen viele der Handwerker, Architekten, Firmenchefs: Es reicht nicht, wenn die Verwaltungsspitzen engagiert sind. Es kommt auf jeden Sachbearbeiter an. Landrat Hans-Jürgen Schnipper (CDU), l.: Der Mittelstand ist der Eckpfeiler unserer Wirtschaft. Ihn zu unterstützen, fördert den Strukturwandel in unserer Region. Bernhard M. Sundermann- Peters, Ökotech GmbH, Recklinghausen (Biomasse- Kraftwerke), r.: Bei anderen Kraftwerksbauten habe ich mich um viele verschiedene Behörden kümmern müssen. Hier kümmern sich die Behörden um mich. Ansprechpartner: Peter Haumann Telefon: 02361/ Internet: Sehr mittelstandsfreundlich von Ihnen beim ProMi-Talk treffen lokale Unternehmer auf ihre lokalen Verwalter. Gut, dass sie mal drüber geredet haben. Leichter gesagt als getan: Reformen in Kreisen Projekte zur Mittelstandsfreundlichen Verwaltung sind in Kreisen noch komplizierter umzusetzen als in Großstädten: Hier gibt es nicht nur eine, sondern viele Kommunalverwaltungen und andere Behörden, die mitziehen müssen. Im Kreis Herford beispielsweise kommt das Projekt Widufix mit Hilfe von 27 Beteiligten zustande: 6 Städte, 3 Gemeinden, Kreisverwaltung, Bezirksregierung, Ämter verschiedener Ebenen, dazu Arbeitsamt, IHK, Arbeitgeberverbände und Handwerkskammer... Damit alle an einem Strang ziehen, haben sich die Beteiligten in den drei teilnehmenden Kreisen in Rahmenvereinbarungen zu gemeinsamen Maßnahmen verpflichtet. Die Umsetzung braucht ihre Zeit. Zum Beispiel: Die so einfach scheinende Einführung eines gemeinsamen Parkausweises für Handwerker im Rhein-Kreis Neuss hat ein ganzes Jahr in Anspruch genommen. Hier der Arbeitsaufwand: Idee gehabt Idee vorstellen beim Land NRW im Rahmen des Projekts Mittelstandsfreundliche Verwaltung Acht Wirtschaftsförderer im Kreis, Straßenverkehrsbehörde Kreis Neuss und Kreishandwerkerschaft entwickeln öffentlichrechtliche Vereinbarung Acht Bürgermeister und Landrat stimmen grundsätzlich zu Sieben Räte beschließen (ein Rat lehnte ab) Kreistag beschließt Sieben Bürgermeister und Landrat unterschreiben Bezirksregierung prüft und genehmigt Fünf Ämter für Verkehrslenkung und die Straßenverkehrsbehörde des Kreises arbeiten an Einzelheiten des Antrags und Formulars Sieben Bürgermeister und Landrat geben abschließendes Ok Neuregelung tritt in Kraft

5 Seite 5 Die Kommune ist eine Baustelle Essen: Dreck, Lärm, Baugruben: Wenn die Städte Straßen und Plätze aufreißen, klagen die Geschäftsleute. In Essen reden sie mit dem Baustellenmanager. Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger (CDU): Umsichtiger organisierte Baustellen sind nicht nur für den Mittelstand gut. Eine verbesserte Verwaltung ist die Visitenkarte einer Kommune. Ute Zander, Architekten Zander und Partner GmbH: Unternehmen und Verwaltung müssen jedes Bauvorhaben als ihr gemeinsames Baby verstehen. Wenn man vor lauter Schildern das Geschäft nicht mehr sieht: Baustellenmanager, koordinieren Sie! Jetzt sitzen sie nebeneinander im Bürocontainer der Bauplanung und lachen der Ingenieur Peter Koschmieder, städtischer Koordinator der Bauarbeiten am Stadtwaldplatz, und Christoph Heger, der Schreibwaren, Bücher und Reisen verkauft. Noch vor Monaten waren die Mienen ernster, als Heger Umsatzeinbrüche von bis zu 50 Prozent hatte, wie er sagt. Auch die Geschäfte seiner 50 Kollegen im Viertel litten unter aufgerissenem und verdrecktem Pflaster, abschreckendem Pressluftlärm und hinderlichen Bauzäunen. Die versperrten, was Geschäftsleute dringend brauchen: Schaufenster und Parkplätze für den schnellen Einkauf. Spätestens als sich die Baustelle vor Hegers Geschäft breit machte, war ihm das Lachen vergangen. Auch Peter Koschmieder vom Amt für Stadterneuerung konnte Hegers Miene kaum aufhellen. Doch er erklärte, informierte und stand den Betreibern von Cafés oder Boutiquen Rede und Antwort. Koschmieder sollte den Dialog mit den gebeutelten Geschäftsleuten suchen, die bei anderen Essener Großbaustellen wegen verzögerten Bauarbeiten und mehrmals aufgerissener Straßen bei der Stadt Sturm gelaufen waren im Gefühl, einer besonders lauten Art behördlicher Willkür ausgesetzt zu sein. Was Koschmieder vor Ort tut, betreibt Dieter Schmitz in der Stadtverwaltung. Schmitz ist der erste kommunale Baustellenmanager Deutschlands, direkt dem Baudezernenten und dem Oberbürgermeister verantwortlich. Er muss bei Beschwerden und Fragen Amtswege abkürzen und die Beteiligten an einen Tisch bringen. Das Ziel: Die Interessen der Geschäftsleute sollen stärker berücksichtigt werden. Das ist bitter nötig. Baustellen während laufendem Geschäft und Verkehr gehören zu den größten Herausforderungen für die Städte vor allem für Essen. In der Einwohner-Stadt werden durch die notwendige Erneuerung der Kanäle und die Stilllegung der Straßenbahn ganze Straßenzüge Stück für Stück aufgerissen. Für die Geschäftsleute zählte vor allem schnelle und anschauliche Hilfe. Das ist auch Prinzip des im Aufbau befindlichen Unternehmensservice Essen. Das Internet-Portal wird Formulare oder Vordrucke bieten, Baugebiete ausweisen und über den Stand von Baugenehmigungen informieren. Jeder Parkplatz zählt Am Essener Stadtwaldplatz war keine virtuelle, sondern praktische Hilfe nötig. So wies die Stadt eine am Stadtwaldplatz gelegene Wiese als dringend benötigten Parkplatz aus. Koschmieder und Kollegen versuchten, die Baufelder klein zu halten zugunsten von ein, zwei Parkplätzen zusätzlich. Umleitungen wurden nachts eingerichtet, die Betriebsferien von Läden für die Bauarbeiten genutzt. Zur Not und nach Prüfung wurde erlaubt, in Baubereichen zu parken. Dafür war vor allem eines wichtig: ständige Absprache. Ideen sind gefragt. Künftig wird Essen den betroffenen Geschäftsleuten Baustellenzäune als provisorische Werbewand zur Verfügung stellen. Schmitz wird die großen und kleinen Schritte und Ideen in einer Datenbank für andere Baustellen nutzbar machen. Der Umbau des Stadtwaldplatzes soll Modellcharakter haben. Lange vor Beginn der Bauarbeiten an dem Platz im Sommer 2000 gab es einen Workshop mit Bürgern und Geschäftsinhabern, Broschüren mit den Ansprechpartnern bei Stadt oder Stadtwerken wurden verteilt. Koordinator Koschmieder bot zweimal wöchentlich Bürgersprechstunden im Container an, ergänzt durch wöchentliche Baugespräche mit den Geschäftsleuten. Schmitz und Koschmieder waren am mittlerweile fertigen Stadtwaldplatz Ansprechpartner, Amts- und Verantwortungsträger. Das ist für den Einzelhändler Heger entscheidend: Die Verwaltung muss aus der Anonymität heraus, Flagge und Verantwortung zeigen wie in jedem Unternehmen. Auch Schmitz will sich nicht hinter einer Amtsnummer verstecken. Doch Konflikte werde es trotz allen Managements auch künftig geben. So laste der Bürger zwar jede Baustelle der Stadt an, doch auch Energie- und Kabelbetreiber als Bauherren seien gefordert, so Schmitz, zuvor Abteilungsleiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung: Die Zuständigkeiten und Kompetenzen müssen klar sein. Am Stadtwaldplatz gab es alleine acht Bauherren. Auch Heger fordert für die Zukunft eine bessere Gesamtplanung der Baustellen in der Stadt. Für die Geschäftsleute sei schließlich nur eines entscheidend: Dass die Baustelle schnell wieder weg ist. Das will auch Schmitz. Er weiß: Verkürzte Bauzeiten sparen auch den verschuldeten Städten Geld. Ansprechpartnerin: Romana Sawitzki Telefon: 0201/ Internet: Die liebe Mühe mit den Unternehmern Duisburg: Mittelstandsfreundlichkeit hört sich gut an. Doch was bedeutet das schöne Versprechen? Duisburg überarbeitet seine Genehmigungsverfahren so lange, bis sie Unternehmern genehm sind. Der Hotelier Michael Schenkel verdient sein Geld seit Jahren mit Gastfreundlichkeit. Doch manchmal fühlt er sich wie ein Auszubildender in Sachen Amtsvorschriften. Schenkel muss vielen Vorschriften gerecht werden, für den Brandschutz, die Hygiene oder das Baurecht, beim Ordnungsamt, dem Gesundheitsamt oder dem Gewerbeaufsichtsamt. Deshalb wünscht er sich eines sehnlich: einen Koordinator für die Behördenabläufe. Denn die tausend Vorschriften, ob für die Waschbeckenanzahl in der Küche oder den Aufzug in der Lobby kann der 49- Jährige nicht kennen er will es auch nicht. Schenkel, der zwanzig Menschen Arbeit gibt, will vor allem eines: dass der Laden läuft. Schenkel gehört zu den Unternehmern, die die Duisburger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) und die Stadt Duisburg künftig durch das Dikkicht der Verordnungen führen wollen. Wenn der Hotelier mit einer Sonnenterrasse mehr Kunden locken will, sind Genehmigungen mehrerer Ämter erforderlich: ein Genehmigungsbündel, wie Sabrina Hölscher von der GFW sagt. Diese komplexen Anträge sollen die GFW-Mitarbeiter künftig in einer eigens eingerichteten Serviceeinheit, Genehmigungsportal genannt, zügig bearbeiten und durch die Verwaltung lotsen. Die Lotsen sollen sich als Manager verstehen, Planungssicherheit schaffen und darauf hinweisen, welcher Strang im Bündel fehlt, um dem Unternehmer die große Enttäuschung beim Amtsbesuch zu ersparen. Schenkel würde schon das Bündeln von Terminen helfen. Warum kommen Schnellen Schrittes durch das geplante Genehmigungsportal. Nur noch das Rathaus soll künftig altehrwürdig aussehen. das Ordnungsamt und das Gewerbeaufsichtsamt nicht gemeinsam, fragt er. Das spare nicht nur ihm Zeit und Geld, sondern auch der Verwaltung. Er fordert auch mehr Einheitlichkeit und Absprache unter den Kommunen. Regelungen würden andernorts anders ausgelegt, moniert Schenkel, der auch ein Hotel in Düsseldorf betreibt. Kritik ist für die Duisburger Wirtschaftsförderer wichtig. Sie wollten nicht irgendetwas unternehmen, sondern auf die Unternehmer reagieren, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der GFW. Das macht Arbeit. Der Unternehmensbefragung folgte die Auswertung. Fünf wichtige Genehmigungsverfahren wurden zerlegt in Tabellen und Grafiken. Bessere Abstimmung nötig Dazu gehörten das Planungsrecht und die Bauordnung für die jährlich 800 komplexen Bauvorhaben von Mittelständlern, die wasserrechtlichen Verordnungen und die Bereiche Sondernutzung und Gaststättenerlaubnis. 30 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, vom Amtsleiter bis zum Sachbearbeiter, notierten und überprüften jedes Glied der Genehmigungskette. Das gefiel nicht allen Mitarbeitern. Manche fühlten sich kontrolliert. Doch wir wollten verstehen, was im künftigen Genehmigungsportal auf uns zukommt, so Meurer. Ein Nebeneffekt: Bürokratieentrümpelung, wie es Meurer nennt. Sehen, was stört und hemmt. Auch Banales wurde deutlich. Beim Planungsrecht wurde klar, dass viel Zeit gespart werden könne durch die bessere Koordination mit übergeordneten Stellen. Schlussfolgerung: Die Sitzungsfolge der Behörden soll sich an den Anträgen orientieren nicht umgekehrt. Deutlich wurden auch zu lange Postwege in der Verwaltung, weil Ansprechpartner nicht klar waren. Wer mittels Sondernutzungserlaubnis vor seinem Cafe Stühle aufstellen wolle, so Uwe Just von der Stadt Duisburg, weiß oft nicht, an wen er sich wenden soll. Wer mehrere Genehmigungen braucht, wird künftig vom Call-Center Duisburg an das Genehmigungsportal verwiesen. Im Internet wurden die Seiten der Stadtverwaltung und der GFW bereits überarbeitet, ausgebaut und besser miteinander verknüpft. Sie bieten den virtuellen Grundservice mit Formularen und Ansprechpartnern. Hotelier Schenkel sind Berater aus Fleisch und Blut lieber am liebsten einer für alles. Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling (SPD): Gesetze schaffen Sicherheit. Doch wenn Unternehmer sich im Dickicht der Reglementierung verheddern und nicht investieren, hat diese Gesellschaft ein ernsthaftes Problem. Hans Dieter Hojnacki, Logistikunternehmen WLS GmbH (Fast-Food-Lieferant): Wie jedes Unternehmen muss auch die Verwaltung für Fehler bei Genehmigungsverfahren haften. Erst Verbindlichkeit bringt dem Unternehmer die dringend benötigte Planungssicherheit. Ansprechpartner: Ralf Meurer Telefon: 0203/ Internet:

6 Seite 6 Die Stadt mit dem Aha-Effekt Bochum: Anklopfen, nicht abwarten, heißt das Prinzip des Wachstumsnetzwerks TurBo. Firmenlotsen sollen dort helfen, wo die Unternehmer sind. Vor Ort erklären sie auch, was nicht geht. Oberbürgermeister Ernst- Otto Stüber (SPD), l.: Die gesamte Verwaltung muss schnellen und kompetenten Service bieten. Nicht nur die Wirtschaftsförderung ist gefordert. Die Lotsen gehen auf die Unternehmer zu. Das ist der richtige Weg. Dietmar Staudt, Medienpublishing Staudt Lithografie GmbH (Druckservice), r.: Die Anliegen der Unternehmer werden ernst genommen. Der Lotse muss mehr als zuständig sein, er muss sich verantwortlich fühlen. Einen Ausdruck hört Marion Behn häufig und der heißt aha. Die Mitarbeiterin des Bochumer Amts für Wirtschaftsförderung wird von Unternehmern oft mit Erstaunen empfangen. Viele Mittelständler wissen nicht, dass es eine Wirtschaftsförderung gibt und was sie macht, sagt die 39-jährige Betriebswirtin. Und Marion Behn macht viel. Die amtlich abgesandte Lotsin klopft beim Mittelstand an, sie wartet nicht auf ihn. Behn ist eine von elf Kollegen, die Unternehmer dort abholen sollen, wo sie anzutreffen sind in ihren Firmen. Agieren statt reagieren, heißt der Ansatz der mobilen Berater nur bei Bedarf natürlich, sagt Behn. Denn den Unternehmern vor lauter Betriebsamkeit auf die Nerven gehen will sie nicht. Wenn zehn Ämter mitreden Aha sagte auch Peter Uhl, einer der Geschäftsführer des Familienbetriebs Uhl Druckluft- und Werkstatttechnik ein Unternehmen mit 45 Beschäftigten. Uhl, der gemeinsam mit seinem Bruder die Firmengeschicke leitet, ist angetan von dem Ansatz: Dass sich ein verantwortlicher Ansprechpartner vor Ort um mich kümmert, ist genau die Dienstleistung, die auch wir unseren Kunden bieten, sagt er. Das verhindere, was Uhl wie alle Unternehmer gar nicht mag: dass Zuständigkeiten hin- und hergeschoben werden. Denn das kostet die expandierenden Brüder Zeit. Und die verlieren sie ungern mit Behörden. Wartezeiten kann auch Behn nicht vermeiden. Doch sie versucht, dem Mittelstand das zu bieten, was Uhl als komprimierte Rückmeldung aus einer Hand bezeichnet. Der Leiter des Bochumer Amts für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Heinz-Martin Dirks, nennt das: Mit einer Zunge sprechen. Das gelingt bei vielen Fragen in den Unternehmen meist verständlicher und vertrauter als am Telefon vor allem bei sensiblen Themen wie verzögerten Bauanträgen. Oft merken Unternehmer gar nicht, dass wichtige Unterlagen fehlen, so Dirks. Der Vor-Ort-Service könne bei der Fülle von Anforderungen Ärgernisse schnell beheben. Den Mittelständlern, die sich aus Kostengründen meist selbst um die komplexe Materie kümmern, spart das Zeit und ungeliebte Behördengänge. Anträge durch die Verwaltung zu lotsen ist selbst für Behn nicht einfach. Bei Baugenehmigungen sind zuweilen zehn Ämter dazwischengeschaltet vom Tiefbauamt bis zum staatlichen Umweltamt, falls bei der Fertigung Abgase entstehen. Deshalb müssen auch die Firmenlotsen feste Ansprechpartner in den Fachämtern haben, die knapp die Knackpunkte nennen und bei komplizierten Genehmigungen kurz konferieren können. Entscheidend sei, Amts- und Verfahrensgrenzen zu überschreiten, meint Dirks, der in puncto Mittelstandsfreundlichkeit die gesamte Verwaltung in der Pflicht sieht. Das Netzwerk wird bei Bedarf auch behördenübergreifend geknüpft ob zu den Kollegen der Industrie- und Handelskammer oder der Kreishandwerkerschaft. Bei vielgliedrigen Fragen ist vor allem eines wichtig: geballtes Know-How. Gewusst wie, hieß im Falle Uhl auch, gewusst wie nicht. Lotsin Behn konnte mit Uhl schnell klären, dass er die Voraussetzungen für die angestrebte Investitionsförderung nicht erfüllte. Gerade bei der Regelungsflut gehe es oft darum zu erklären, was nicht geht, so Behn, die sich manchmal auch um Dinge kümmert, die sie nichts angehen sollten. So fiel ihr beim Besuch der Firma Uhl auf, dass sich die Unternehmer im Gewerbegebiet kaum kannten. Behn regte einen Stammtisch an. Ihren Kollegen aus der Verwaltung hat sie damit neue Arbeit beschert. Uhl und andere Unternehmer wünschen nach mehreren Einbrüchen die nächtliche Beleuchtung einer nahen Brücke wenn nicht anders möglich mit der Energie aus einer eigenen Windkraftanlage. Ansprechpartnerin: Martina Laubinger Telefon: 0234/ Internet: wirtschaftsfoerderung/ So sieht er aus, der Aha-Effekt. Beraterin Marion Behn lässt sich vor Ort erklären, auf was es Unternehmer Peter Uhl ankommt. Nichts mehr zweimal sagen müssen Münster hat Mut. In der Verwaltung wird ein Kundenbezie- hungsmanagement- System (KBM) installiert. Kern des Projekts: die elektronische Kundenkarte. Doch selbst in der Industrie sind KBM-Systeme umstritten. Oberbürgermeister Berthold Tillmann (CDU): Wir wissen, dass eine wirtschaftsund mittelstandsfreundliche Verwaltung ein Standortfaktor ist und Unternehmensentscheidungen beeinflusst. Carola Römer, Römer Motors (Autohandel): Bessere Koordination in der Verwaltung ist mir sehr wichtig so kann ich viel Zeit sparen. Wir schreiben den 13. Juni 2005, Münster, Westfalen. Gerd Gründer ist auf dem Weg zur Immobilien- Beratung der Stadt, um sich Räume für seine neue Werkstatt zeigen zu lassen. Vor zwei Wochen hat der 34-Jährige seine Meisterprüfung als Tischler bestanden und hat in der Woche danach die Existenzgründungsberatung der Stadt Münster besucht. Seine Idee: Zusammen mit seinem Bruder will Gerd eine Tischler-Werkstatt gründen, in der sie Designer-Stühle und -Tische anfertigen wollen. Das Servicepaket für Unternehmensgründer, das ihm sein Gründungsberater beim ersten Besuch schnürte, enthielt auch eine Einladung für die Immobilien-Beratung. Dort wird Gerd Gründer heute vorstellig. Er gibt Beraterin Hanna Hilf seine Kundennummer, die er bei der Gründungsberatung bekam. Hilf gibt die Nummer in die Datenbank ein, nickt und sagt: Alles klar. Ich zeige Ihnen gerne mal ein paar Gewerbe-Objekte. Kundenbetreuer müssen ran Gerd Gründer ist begeistert. Er braucht nicht zum x-ten Male zu erzählen, was er vorhat und was er will. Das hatte ihm sein Schwager berichtet, der in grauer Vorzeit ein Installationsgeschäft gegründet hatte. Da läufst Du von Pontius zu Pilatus und immer fehlt irgendeine Bescheinung. Nichts dergleichen erlebt Gerd. Er wird von der Stadt als Kunde mit elektronischer Kundenkarte geführt, die über den aktuellen Stand seines Gründungsvorhabens Auskunft gibt in jeder Behörde der Stadt, die für sein Anliegen wichtig ist. So wollen die Behörden in Münster künftig mit dem Existenzgründer verfahren. Münster beweist Mut: In der Wirtschaft scheitern 70 Prozent solcher Projekte, dort Customer-Relationship-Management genannt, so schätzen branchenkundige Unternehmensberater. Die Schwierigkeit solcher Projekte: Meist unterstützen die Mitarbeiter das Projekt nicht. Münster will aber zeigen, dass ein solches Projekt in der öffentlichen Verwaltung erfolgreich sein kann. Die Behörden der Stadt wollen damit nicht nur Anliegen von Existenzgründern, sondern alle unternehmensrelevanten Fragen behandeln, wie sie z. B. bei Betriebsvergrößerungen auftauchen. Teil des neuen KBM-Systems ist der Kundenbetreuer, erklärt Thomas Brühmann von der Wirtschaftsförderung Münster. Er hält den persönlichen Kontakt zu den verschiedenen Fachämtern und ist Ansprechpartner für die Unternehmer, so Brühmann. Kundenbetreuer, aber auch alle anderen Mitarbeiter der Verwaltung sollen in den verschiedenen Ämtern mit Hilfe des KBM- Systems in die Lage versetzt werden, direkt auf alle relevanten Unternehmensdaten zuzugreifen. So sind sie jederzeit über den Stand aller das Unternehmen betreffenden Verwaltungsvorgänge informiert, die auf der elektronischen Kundenkarte gespeichert sind. Das Credo in Münster: Wir müssen den Unternehmer mit den Mitteln empfangen, die er auch kennt, erklärt Brühmann. Zurzeit werden die Verwaltungsmitarbeiter zum Beispiel in Kursen für mehr Kundenfreundlichkeit geschult, in Münster, Westfalen, im Juni Ansprechpartner: Thomas Brühmann Telefon: 0251/ Internet: wifoe Wo verwaltet wird, fallen viele Worte damit der Existenzgründer loshobeln kann, muss er sich im Münster der Zukunft nicht den Mund fusslig reden.

7 Seite 7 Was nicht zu Schalke passt Gelsenkirchen steht für Schalke 04, für das Zechen- und Hüttensterben und die Schwierigkeiten des Strukturwandels. Die Stadt hat nicht nur mit einer hohen Arbeitslosigkeit (17,4% im April 2003) zu kämpfen, sondern auch mit dem alten Image der Montanindustrie. Neue Firmen, die sich im Technologiepark ansiedeln, vermutet Auf Schalke kaum einer. Ein Imageproblem. Wir sind durch Kohle und Stahl groß geworden und nicht über Jahrhunderte gewachsen es fehlt das Bewusstsein für Selbstständigkeit, erklärt Richard Rogge von der Wirtschaftsförderung. Schon seit 1974 seit der 59-Jährige in der Verwaltung arbeitet müsse er gegen das Vorurteil ankämpfen, dass die vom Amt nur die Großindustrie unterstützen. Aber: Die Großen brauchen uns überhaupt nicht, höchstens als Begleiter, sagt Rogge. Anders der Mittelstand. Für ihn setzt Rogge auf das neue Servicenetzwerk Mittelstand damit endlich mal die Vorurteile abgebaut werden. Gelsenkirchen: Solarstadt im Ruhrpott, High-Tech auf Schalke. Das hört sich innovativ und modern an doch Gelsenkirchen hat mit seinem Image zu kämpfen. Kern des Projekts: In den Fachbereichen der Stadtverwaltung gibt es ab März 2004 einen Ansprechpartner für die Mittelständler. Dazu gehören die Referate Bauordnung, Planung, Umwelt, Verkehr, Wirtschaftsförderung und Meldewesen, also genau die Bereiche, mit denen Unternehmer häufig zu tun haben. Analog zum Existenzberater, den man schon kennt, entsteht bei uns der Mittelstandsberater, so Rogge. Diese sollen über alle Referate hinweg ein Netzwerk bilden und sich austauschen. Ich erwarte von den Mittelstandsberatern, dass sie Dienstleister sind: Wenn im Bauantrag eine Gebäudehöhe von Alt und neu der Technologiepark von Gelsenkirchen passt zum Image der Stadt wie Victoria Beckham zu Schalke 04. 5,80 Meter eingetragen ist, aber nur 5,70 Meter erlaubt sind, dann will ich, dass diese 10 Zentimeter kommuniziert werden, und nicht lediglich ein kommentarloses abgelehnt gestempelt wird. Zurzeit werden die Verwaltungsmitarbeiter der Telefonzentralen und Sekretariate bereits für die neue Kommunikationsaufgabe geschult. Der Ton am Telefon soll professioneller werden und freundlicher. Der erste Eindruck zählt. An der Pforte müssen immer die besten Leute sitzen, sagt Wirtschaftsförderer Rogge bestimmt. Die sind doch die Visitenkarte jedes Unternehmens und jeder Verwaltung. Oberbürgermeister Oliver Wittke (CDU), l.: Gemeinsam mit den Unternehmen der Stadt steigern wir die Attraktivität des Standortes Gelsenkirchen. Andreas Hoffmeister, Crypto-Vision GmbH (Software), r.: Beim Kontakt mit der Verwaltung ist der Gesichtskontakt immer wichtig. Ansprechpartner: Heinz Dörseln Telefon: 0209/ Internet: Gewerbegebiet verzweifelt gesucht Hückeswagen hofft auf Innovation. Mit einem neuen Leitsystem sollen die lauten und stinkenden LKW in dem idyllischen Städtchen schneller ihr Ziel finden. Das würde auch den Mittelstand freuen. Rauchende Schlote hier lang Gewerbegebiet da lang? Wiehagen Winterhagen? Links Rechts? Hückeswagen will eindeutig leiten. Im malerisch gelegenen Hückeswagen wird es oft laut. Regelmäßig irren LKW-Fahrer mit ihren riesigen 38-Tonnern durch die Stadt, sagt Bürgermeister Norbert Jörgens. Für ortsfremde LKW-Fahrer ist es nicht einfach, das gesuchte Gewerbegebiet zu finden. Eines heißt Wiehagen, das andere Winterhagen, eines liegt weit vor, das andere mitten in der Stadt am Mühlenweg, in Kobeshofen, der Peterstraße, an der Schlossfabrik. Verwaltung und Unternehmerschaft der Einwohner-Stadt wollen mit einem neuen Leitsystem lärmendes Herumirren vermeiden. Harald Pflitsch, der mit 130 Mitarbeitern weltweit Produkte um die Kabelführung verkauft, bringt es auf den Punkt: Der Mittelstand in Hückeswagen hat ein elementares Interesse daran, dass der Fremde uns findet. Bei Kunden weltweit ist mir vor allem die Einhaltung der Liefertreue wichtig, sagt er. Der Aufbau des geplanten Leitsystems ist einfach. Vor der Ortseinfahrt sollen neue Straßenschilder zu den vier gewerblichen und den drei touristischen Zielen leiten. An übersichtlichen Infoterminals an den großen Einfahrtsstraßen der Stadt werden elektronische Boxen mit Touchscreen aufgebaut. Sie zeigen die Gewerbegebiete, den Stadtplan oder Hotels. In den Gewerbegebieten sollen Schilder den Weg zu den Firmen zeigen. Doch über die notwendigen Hinweisschilder vor dem Ortschild wird noch mit der Verkehrsbehörde in Gummersbach und dem Verkehrsministerium in Düsseldorf diskutiert. Das Problem: Bürgermeister Norbert Jörgens (parteilos), l.: Geht es dem Unternehmer gut, freut sich auch die Kommune. Harald Pflitsch, Pflitsch GmbH & Co. KG (Elektrotechnik), r.: Behörden sollten überschaubar bleiben, damit die Entscheidungswege kurz bleiben. Richtlinien verbieten Schilder der Gemeinde vor dem Ortsschild. Doch die Gewerbegebiete des Ortes sind so zerstreut, dass Schilder nur im Ort wenig Sinn machen würden. Wir sind guten Mutes, dass wir bald eine Regelung finden, gibt sich Bürgermeister Jörgens optimistisch. Mehr Miteinander von Verwaltung und Wirtschaft gibt es in Sachen Ausbildung. Weil die Verwaltung weder an der Betriebssoftware SAP R3 noch in der doppelten Buchführung ausbilden kann wie es der Ausbildungsgang Bürokaufmann für Bürokommunikation vorschreibt hat die Stadt mit dem Mittelstand eine Kombiausbildung entwickelt, so Bürgermeister Jörgens. Der Auszubildende erlernt den Beruf in beiden Welten zur Hälfte in der Verwaltung, zur anderen Hälfte im Unternehmen. Ansprechpartner: Dietmar Persian Telefon: 02192/ Internet: Hallo Amt hier Unternehmer Remscheid: Frage ans Amt: Was kann ich tun? Einer meiner wichtigsten Mitarbeiter soll zur Bundeswehr. Ich kann ihn im Geschäft nicht entbehren. Das Mittelstandsportal gibt Antwort. Wenn einem nichts mehr einfällt, dann macht man einfach mal eine Internetseite. So oder ähnlich könnte man meinen, wenn Kommunen Webseiten zur Selbstdarstellung gestalten. In Remscheid, der Einwohner-Stadt am Rande des bergischen Landes, wurde auch ein Internet-Portal entwickelt und online gebracht. Doch nicht Selbstdarstellung, sondern Service wird geboten. Auf den Mittelstand zugeschnitten soll das Portal Unternehmer mit einer praktischen Orientierungshilfe locken. Das Portal folgt nicht der Ämterhierarchie, sondern dem Anliegen des Unternehmers. Der Aufbau ist abgeschaut bei bürgerfreundlichen Ämtern, die ihre Dienste nach dem Lebenslauf gliedern: Geburt Schule Heirat bis hin zum Sterbefall. Darauf geklickt erscheinen die gewünschten Informationen über notwendige Formulare und zuständige Behörden. Genau so beim Mittelstands- Portal in Remscheid: Von der Existenzgründung über Fördermittel hin zum Bereich Immobilien und zum Bauvorhaben werden Unternehmensphasen dargestellt. Wir haben uns die Unternehmerbrille aufgesetzt, sagt Andreas Meike vom Büro des Oberbürgermeisters, und sein Mauszeiger hüpft über das neue Portal über Ausschreibungen zum Menüpunkt Betriebskontrollen. Wer bei auf den Unternehmerservice klickt, bekommt auf häufig gestellte Fragen eine Antwort. Zum Beispiel mit wie vielen Betriebsprüfungen welcher Ämter ein Kaufmann rechnen muss. Oder unter welchen Umständen Gewerbesteuer fällig wird. Auf die Frage zur Freistellung vom Wehrdienst antwortet die städtische Webseite: Prinzipiell sei das möglich, wenn Ihr Mitarbeiter unentbehrlich ist. Dann wenden Sie sich bitte an das Einwohneramt. Dort hilft man Ihnen bei den Formalitäten und leitet Ihr Gesuch an das zuständige Kreiswehrersatzamt weiter. Auch die öffentliche Bibliothek der Werkzeugstadt richtet sich auf die Firmenbedürfnisse aus. Wir verstehen uns auch als Informationsbeschaffer für Mittelständler, beschreibt Bibliotheksleiter Jürgen Brüninghaus seine Aufgabe. Große Firmen haben eine Dokumentationsabteilung, ein Archiv. Mittelständler haben das nicht. In seiner Bibliothek finden sie Adresslisten für den Vertrieb, aktuelle Publikationen zum Steuerrecht oder Literatur zur Büroorganisation. Frage Antwort: Das Mittelstandportal schert sich nicht um Ämterhierarchien. Oberbürgermeister Fred Schulz (CDU), l.: Ich will wissen, wie es vor Ort aussieht. Deshalb besuche ich als Verwaltungsvorstand regelmäßig Remscheider Betriebe. Thomas Schäfer, Solida GmbH & Co. KG (Werkzeuge), r.: Modernität ist mir wichtig, auch in der Verwaltung. Das Kastendenken blockiert die Entwicklung in Deutschland. Ansprechpartner: Andreas Meike Telefon: 02191/ Internet:

8 Seite 8 Roter Teppich statt Spießrutenlauf Unternehmer trifft auf Politiker. Über Bürokratie, Privatisierung und Härtetests für die Verwaltung Fragen an Harald Schartau (r.), Wirtschaftsund Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, und an Wolfgang Schröter (l.), Geschäftsführer des Dortmunder Papierherstellers Huchtemeier, aktiv in der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer (ASU). Die Verwaltung regt einen nicht gerade zum Träumen an. Doch welche Vision einer mittelstandsfreundlichen Verwaltung haben Sie? Schartau: Man muss sich mal in die Lage von Mittelständlern versetzen, die zur Verwaltung gehen. Es ist doch so, dass sie dort häufig mit Anforderungen konfrontiert werden, die sie so nicht erwartet haben. Die Frage ist: Was bricht über einen solchen Mann oder eine solche Frau herein? Ich stelle mir vor, dass der Unternehmer in der Verwaltung sofort den Eindruck bekommt, dass hier sein Vorhaben nicht behindert, sondern gefördert wird. Dass dort überall Leute sitzen, die ihm einen roten Teppich ausrollen. Was erwarten Sie als Unternehmer, wenn Sie ein mittelstandsfreundliches Amt betreten? Dass alle Ihre Anträge ruckzuck genehmigt werden oder dass man bei Ablehnungen zum Trost Kaffee serviert? Schröter: Sicher nicht. Wichtig ist, dass ich schnell Antworten auf meine Fragen bekomme. Sie beide wollen Mittelstandsfreundlichkeit. Wieso eigentlich? Schröter: Ich freue mich, dass man die Wichtigkeit des Mittelstands erkannt hat. Auch wenn ich die Sorge habe, dass Reden vom Mittelstand gerade nur populär ist. Schartau: Gehen Sie davon aus, dass mir die Belange des Mittelstands aus vielen Gesprächen und persönlichen Kontakten sehr gut bekannt sind. Was wir brauchen, ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Und das geht nicht ohne die kleinen und mittleren Unternehmen. Der Staat schafft keine Arbeitsplätze. Harald Schartau Sollte nicht genau aus diesem Grund die mittelstandsfreundliche Verwaltung längst eine Selbstverständlichkeit sein? Schartau: Ist sie aber leider nicht. Die Einsicht, dass jemand, der investieren will, etwas für die Zukunft der Kommune tut, ist nicht überall vorhanden. Ein Mittelständler trifft durchaus noch auf Verwaltungen, die ihn zurechtweisen wollen. Haben Sie so was mal erlebt? Schröter: Als wir gebaut haben. Der Antrag hat vier Monate im Amt gelegen, nichts hat sich gerührt. Wir wussten einfach nicht, wann und wie es weitergeht. Der Sachbearbeiter hat mir dann gesagt, alles ok, die Baugenehmigung müsse nur noch geschrieben werden das werde aber noch mal 14 Tage dauern. Ich habe ihm angeboten, meine Sekretärin zu schicken. Die Verwaltung sieht einfach nicht, dass ihre Zeit unser Geld ist. Also schnellere Entscheidungen was wünschen Sie sich noch? Schröter: Es sollte jemanden geben, der einen durchs Verfahren lotst. Mittelständler bauen vielleicht einmal in 20 Jahren ihrer Firmengeschichte. Die wissen nicht, welche Auflagen und Behörden es da gibt. Großunternehmen haben dafür eine ganze Abteilung. Warum erkennt die Verwaltung diese Probleme erst jetzt? Schartau: Wir haben im Ruhrgebiet eine großbetriebliche Vergangenheit. Was wir brauchen, sind neue Unternehmen, und zwar sehr viele. Für uns ist das ein Umdenken. Wir müssen uns immer vor Augen führen: Der Staat schafft keine Arbeitsplätze. Er hat den Rahmen zu schaffen, der Verlässlichkeit, Planbarkeit und Sicherheit gibt, der also Unternehmen unternehmen lässt. Was daran ist für Sie neu? Schartau: Es ist ein überholtes Staatsverständnis zu glauben, es passiert nur etwas, wenn erst mal eine staatliche Verwaltung darüber nachgedacht hat. Ich bin dafür, lieber die Selbstständigkeit der Bürger zu fördern und den Staat als Assistenten aufzustellen. In fast allen Bereichen wird an einer moderneren Definition des Verhältnisses Staat und Bürger gearbeitet. Herr Schröter, die Projekte sollen Ihnen nutzen. Machen Sie dabei mit? Schröter: Die Stadt Dortmund hat mich zu ihrem Projekt eingeladen. Allerdings war ich überrascht, dann auf 30 Leute aus allen möglichen Institutionen zu treffen, nur nicht auf Unternehmer. Die wollten eine mittelstandsfreundliche Verwaltung machen, ohne ein paar Mittelständler an den Tisch zu holen. Jetzt sind sie dabei. Ist das nicht symptomatisch für das Verwaltungsdenken, Herr Schartau: Etwas auf die Beine stellen zu wollen für eine Zielgruppe, die man viel zu wenig beteiligt? Schartau: Ja, die Kritik ist richtig. Eine Verwaltung, die sich neu ausrichten will, muss sich dem Härtetest stellen und den Mittelständler ins Haus holen. Schließlich verspricht die Verwaltung ja nicht sich selbst etwas sondern den Unternehmern. Wie verbindlich werden die Versprechen sein sollen z.b. Bearbeitungsfristen einklagbar werden? Schröter: Es reicht auch die Regel: Wenn man bis zu dem und dem Zeitpunkt nichts vom Bauamt gehört hat, gilt der Antrag als genehmigt. Schartau: Wenn eine Behörde zusagt, in einer Frist eine Entscheidung zu treffen, dann ist das eine klare Ansage, die eingehalten werden sollte. Kern der Projekte ist die Beschleunigung der Verfahren. Warum geht man nicht einen Schritt weiter und schafft bestimmte Verfahren ganz ab? Schartau: Bürokratieabbau ist leichter gesagt als getan. In NRW werden wir nur noch Gesetze mit einem Verfallsdatum von fünf Jahren beschließen. So zwingen wir uns zu überprüfen, ob sie noch ihre Berechtigung haben. Im Ministerium nehmen wir unter die Lupe, was von der Bürokratie, die auf einen Gründer zukommt, wegfallen kann. Ähnliches machen wir für Mittelständler, die erweitern wollen oder einen Nachfolger suchen. Die Verwaltung sieht nicht, dass ihre Zeit unser Geld ist. Wolfgang Schröter Schröter: Bürokratieabbau lässt sich auch durch Privatisierung erreichen. Man kann z.b. die bauordnungsrechtliche Tätigkeit wunderbar privat organisieren, wahrscheinlich schneller und kostengünstiger. Statikprüfungen werden ja auch schon privat gemacht. Schartau: Für schnellere Verfahren muss nicht unbedingt privatisiert werden. So stehen die Regierungspräsidenten in NRW in Konkurrenz, wer von ihnen am schnellsten genehmigt. Das wirkt auch. Was versprechen Sie sich von besserer Behördenqualität? Schartau: Überall wird händeringend darauf gewartet, dass der Mittelstand wieder investiert. Aufgabe der Politik ist es, alle Hindernisse beiseite zu räumen, die im Weg stehen. Und dazu gehört eben auch, dass wir eine mittelstandsfreundliche Verwaltung schaffen. Wir sitzen in Düsseldorf und reden über kommunale Wirtschaftsförderung. In den Kommunen sitzen Bürgermeister, die über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland klagen. Ist es nicht illusorisch zu glauben, dass Gelsenkirchen zu boomen beginnt, nur weil sich die Stadtverwaltung modernisiert? Schartau: Ganz klar. Aber viele Unternehmen haben die Erfahrung gemacht, bis zur Ansiedlung bestens betreut zu werden, um danach nichts mehr von der Kommune zu hören. Denken sie an eine Firma, die sich erweitern will. In diesem Augenblick entscheidet sich, ob die Kommune zeigen kann: Wir wollen dich hier, wir werfen uns für dich in die Kurve. So etwas erzielt mehr Werbewirkung als ein paar Euro Fördermittel. Schröter: Wir sollten uns nichts vormachen. Die Verwaltung ist ein kleiner Teil, das Kalkül eines Mittelständlers wird aber von vielen Faktoren beeinflusst, z.b. der Marktlage, der Steuerpolitik. Wenn das nicht passt, dann nützt Ihnen eine moderne Verwaltung auch nichts. Ihre Firma produziert nicht wegen der freundlichen Verwaltung auch in Polen? Schröter: Ich sage ja, es gibt noch viele andere Faktoren. Schartau: Jeder kann in seinem Bereich nur machen, was er kann wir zum Beispiel können unsere Verwaltung kundenfreundlicher machen. Es wäre doch fatal, wenn bei einer angeschlagenen Firma auch noch die Verwaltung als Hindernis auftaucht. Herr Schartau, Sie sprachen gerade von Kunden der Verwaltung. Glauben Sie, dass Beamte eine Mentalität annehmen können, bisherige Antragssteller nunmehr als Kunden zu betrachten? Schartau: Wo mittelstandsfreundlich draufsteht, muss auch mittelstandsfreundlich drin sein. In den Verwaltungen sind die Spitzen verantwortlich, mit den Mitarbeitern diese Mentalität zu entwickeln. Auch das hört sich einfach an, es ist weder von der Ausbildung noch von der Tradition her üblich. Wo es aber gewollt ist, klappt das. Was andere für ihren Mittelstand tun Bestes bundesweit Das Projekt goodpractice sammelt gute Vorbilder vom Technologieund Gewerbezentrum in Wismar bis hin zur kostenlosen Recherche nach Fördermitteln in 24 Stunden in Halle, Sachsen-Anhalt. Kommunales Gütesiegel Das von den Kommunen der Region Nordschwarzwald entwickelte Gütesiegel prüft die Dienste der Verwaltung für die Wirtschaft - angelehnt an die Zertifizierung von Betrieben. Das Gütesiegel sei eine Visitenkarte für die Gemeinde und Motor für die kontinuierliche Verbesserung der Verwaltung, meint Rainer Prewo, Oberbürgermeister Nagolds eine von vier bisher mit dem Siegel bedachten Kommunen. Gutes für Gründer Als Blaupause für Bürokratieabbau und Gründerfreundlichkeit ist das Projekt Gründerfreundliche Kommune gedacht u.a. unterstützt vom Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft und dem Deutschen Städtetag. Es liefert mehr als 40 Anregungen, wie spezielle Förderprogramme im saarländischen Völklingen oder die gründerfreundliche Kinderbetreuung im hessischen Rodgau. Niederwinkling ist top Was haben die Stadt Würzburg und das Dorf Niederwinkling gemeinsam? Den Qualitätspreis Wirtschaftsfreundliche Gemeinde, verliehen vom bayerischen Wirtschaftsministerium. Rheinland-Pfalz ruft auf Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium ruft zum Wettbewerb Mittelstandsfreundliche Kommune auf. Das Fazit des ersten Durchlaufs: Erfolgreiche Kommunen bieten Erreichbarkeit und Kompetenz der Ansprechpartner. Impressum Dr. Johann Malcher (V.i.S.d.P.) Projektkoordinator Mittelstandsfreundliche Verwaltung NRW im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (MWA). (Dr. Malcher Unternehmensberatung GmbH, Köln c/o Projektbüro Mittelstandsfreundliche Verwaltung NRW im MWA, Haroldstr. 4, Düsseldorf) Das Projekt wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Ziel-2) und des Landes NRW. Redaktion und Realisation: Journalistenbüro gko (Großer Kempf Oberhäuser, Clarenbachstraße 4, Köln) Fotos: Rupert Oberhäuser Fotografie (Sibyllastr. 20, Essen) Layout: muehlhaus & moers kommunikation GmbH (Moltkestraße , Köln) Druck: L.N. Schaffrath/Geldern EUROPÄISCHE UNION Fonds für regionale Entwicklung

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