BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundestagsfraktion Berlin

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundestagsfraktion 11011 Berlin 22.03.2012"

Transkript

1 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundestagsfraktion Berlin Positionspapier des Arbeitskreises 1 der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Europäischen Umsetzung von Basel III Basel III wurde als Antwort auf die internationale Finanzkrise seit 2008 konzipiert und zielt darauf ab, eine Krisensituation an den Finanzmärkten für die Zukunft zu vermeiden. Die letzte Finanzkrise war sowohl für die SteuerzahlerInnen als auch für die Unternehmen mit hohen Belastungen verbunden. Alleine der Bund hat durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) Garantien in Höhe von knapp 200 Milliarden Euro und Kapitalhilfen in Höhe von knapp 30 Milliarden Euro gewährt. Obwohl das konkrete Ausmaß zukünftiger Ausfälle bei den Garantien noch nicht absehbar ist, kann schon heute niemand mehr leugnen, dass es zu großen Belastungen für die deutschen SteuerzahlerInnen kommen wird. Deshalb muss verhindert werden, dass sich eine solche Krise wiederholt. Aus grüner Sicht ist klar: Der Finanzsektor wirtschaftet nach wie vor nicht nachhaltig. Wenngleich die Auswirkungen weniger drastisch sind, erinnert das Gebaren der Finanzindustrie an das der Energiewirtschaft vor der Atomwende: Enorme Risiken werden der Allgemeinheit aufgebürdet, während die Profite einer kleinen Gruppe von Privilegierten zukommen. Dieses Missverhältnis von Chancen und Risiken abzubauen, steht in Zentrum grüner Finanzmarktpolitik. Die Bankenregulierung muss dazu einen Beitrag leisten. Für uns sind an dieser Stelle insbesondere die folgenden Punkte wichtig: Für eine Schuldenbremse für Banken Deutsche Banken weisen im internationalen Vergleich eine extrem hohe Verschuldung bzw. geringe Kapitalausstattung auf. Daher muss eine Schuldenbremse (im Fachjargon: leverage ratio) eingeführt werden, die ein Mindestverhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme vorschreibt. Denn ein hoher Schuldenstand (also geringes Eigenkapital) erhöht zwar die Rendite für die Aktionäre, macht Banken aber instabil, so das schon kleine Verluste das Eigenkapital aufzehren, die Bank in eine Schieflage führen können und schnell der Staat als Retter der letzten Instanz die Verluste sozialisieren soll. Diese Schuldenbremse sehen wir als elementar wichtige Ergänzung der bisherigen Eigenkapitalvorschriften. Diese Regeln sehen vor, dass sich die erforderliche Eigenkapitalunterlegung für jedes Investment einer Bank nach dem Risikogehalt dieses Investments bestimmt: Für ein riskantes Wertpapier muss mehr Eigenkapital vorgehalten werden, als für ein sicheres, auch wenn der Nominalwert beider Investitionen der gleiche ist. Dieses System der sogenannten Risikogewichtung in der Eigenkapitalunterlegung macht ökonomisch zwar Sinn. Es geht allerdings fälschlicherweise davon aus, dass sich Risiken stets und im Voraus korrekt messen lassen. Genau das ist aber nicht der Fall, wie die Krise immer wieder gezeigt hat: vermeintlich sichere Anlagen mit AAA-Ratings haben sich im Nachhinein als hochriskant erwiesen. Die Korrelation zwischen verschiedenen Anlageklassen wurde in den Risikomodellen massiv unterschätzt. Und niemand wird heute bestreiten, dass griechische Staatsanleihen ein Ausfallrisiko in sich tragen. Dennoch müssen solche Anleihen bis heute mit 0 Prozent Eigenkapital unterlegt werden. Große Banken dürfen darüber hinaus das Risiko ihrer Investments selbst mit Hilfe interner Modelle berechnen. Da die sich die Eigenkapitalunterlegung an den Risiken misst, können Banken so über ihre Modelle indirekt ihre Eigenkapitalunterlegung beeinflussen. Während Unternehmen durchaus ein Interesse an einer

2 soliden Eigenkapitalausstattung haben, haben insbesondere systemrelevante Banken ein Interesse, ihre Eigenkapitalunterlegung so niedrig wie möglich zu halten. Dadurch wird ihr Geschäft riskanter und es winken höhere Gewinnchancen, während die natürlich ebenfalls steigenden Verlustrisiken im Zweifel vom Steuerzahler übernommen werden. Für die Zukunft muss deshalb ein Sicherungsnetz dafür eingezogen werden, dass sich Risiken eben nicht immer korrekt vorhersagen und messen lassen und folglich die risikogewichtete Eigenkapitalunterlegung Fehlern unterliegt, aus denen sich große und letztlich volkswirtschaftlich hochrelevante Risiken ergeben. Ohne ergänzende Leverage Ratio können ansonsten hohe risikogewichtete Kapitalquoten eine Scheinsicherheit vermitteln. Wir fordern deshalb die verbindlich einzuhaltende Einführung einer solchen Schuldenbremse für alle Banken die Regeln aus Basel III, die gerade zur Übernahme in Brüssel verhandelt werden, sehen zum ersten Mal in Europa eine solche absolute Untergrenze von drei Prozent vor. Die deutsche Verhandlungsposition versucht hierbei, selbst diese niedrige Untergrenze noch abzuschwächen und nicht verbindlich zu machen. Die Bundesregierung spricht hier mit gespaltener Zunge, wenn sie vor Kameras für Bankenregulierung spricht, hinter den Kulissen aber die Argumente der Lobby übernimmt! Besser als der Vorschlag aus Basel wäre allerdings eine Quote, die im wirtschaftlichen Abschwung weniger Eigenkapital erlaubt und so eine antizyklische Wirkung entfaltet. Dazu sollte man sich ein Beispiel an Solvency II nehmen, das mit einer Soll- und einer Mindestkapitalquote arbeitet. So sollte bis 2025 die Soll-Quote bei fünf Prozent und die Mindestkapitalquote bei drei Prozent des Eigenkapitals liegen. Sobald die Soll-Quote unterschritten ist, muss das Institut einen Plan zur Rekapitalisierung erstellen. Ausschüttungen von Dividenden und Boni wären in diesem Stadium nicht erlaubt. Notfalls muss Deutschland diese Regeln auch im Alleingang einführen. Zum Beispiel dann, wenn Europa im Zuge der Basel-III-Umsetzung die Regeln zur Leverage Ratio aufweicht und nicht wie eigentlich beschlossen und international verabredet als ab dem Jahr 2018 verbindlich einzuhaltende Regel auf den Weg bringt. Kanada und die Schweiz haben vorgemacht, dass die Leverage Ratio isoliert eingeführt werden kann, ohne dass die Finanzierungsfunktion der Banken beeinträchtigt wird. Kanadas gutes Abschneiden in der Krise wird übrigens auch auf die dort geltende Leverage Ratio zurückgeführt. Von der OECD, über den wissenschaftlichen Beirat beim Bundeswirtschaftsminister bis hin zu den fünf Wirtschaftsweisen: auch in der Wissenschaft herrscht derweil nahezu Konsens über die Notwendigkeit, eine Leverage Ratio einzuführen. Umso unverständlicher, dass die Bundesregierung in dieser Frage noch immer blockiert, aufweicht und verhindert! Gegen unlimitierte Ausgaben von besicherten Schuldverschreibungen (covered bonds) Aktuell bevorzugen sowohl Basel III als auch die Regelungen im Versicherungsgewerbe die Ausgabe von besicherten Schuldverschreibungen (wie etwa Pfandbriefe) im Vergleich zu traditionellen, unbesicherten Schuldverschreibungen. Gleichzeitig erhalten Kundeneinlagen nach Basel III den Status besonders stabiler Finanzierungen, was ebenfalls zu einer regulatorischen Begünstigung führt. Diese regulatorischen Veränderungen werden verstärkt dazu führen, dass Banken kaum noch unbesicherte Schuldverschreibungen begeben, sondern sich mehr und mehr auf besicherte Schuldverschreibungen und Einlagen konzentrieren werden. Das hat aber einen deutlichen Anstieg der Risiken der SteuerzahlerInnen als Folge. Mit jeder Ausgabe besicherter Anleihen steigt der Anteil der Aktiva, der für die Besicherung von Anleihen gebunden ist. Demzufolge sinken die frei verfügbaren Aktiva, die im Insolvenzfall zur Deckung der Einlagensicherung bereit stehen. In diesem Fall muss die staatliche Einlagensicherung deutlich mehr Verluste tragen, als wenn die Bank 2/6

3 unbesicherte Schuldverschreibungen begeben hätte. Daher plädieren wir für ein Limit für die Auflegung besicherter Schuldverschreibungen bei Instituten, die auch Einlagen annehmen. Canada, Australien, Neuseeland und Italien haben bereits ein solches Limit implementiert, die Niederlande arbeiten gerade daran. In Deutschland wird dieses Risiko aber bisher von der Aufsicht nicht berücksichtigt. Für eine funktionierende makroprudentielle Aufsicht Die Aufsichtsstrukturen waren insbesondere vor der Krise ausschließlich auf die Einzelinstitutsebene fokussiert. Dadurch sind den Aufsehern wichtige Korrelationsrisiken und makroökonomische Probleme wie Immobilienpreisblasen entgangen, da diese sich nicht aus den Kennzahlen der Einzelinstitute ablesen lassen. Dabei besitzen sowohl die Bankenaufseher als auch die EZB wirksame Instrumente, um Vermögensblasen zu erkennen und zu bekämpfen. Beispiel Immobilienmarkt: Wenn die Immobilienpreise in einem Markt deutlich schneller als die Mieten steigen, ist das ein klares Zeichen für eine Vermögensblase. In einem solchen Fall könnte die EZB mit Immobilien besicherte Wertpapiere vorrübergehend nur noch gegen einen höheren Abschlag als Sicherheit für Kredite akzeptieren. Das würde übermäßiges Kreditwachstum in den entsprechenden Märkten verhindern. Auch könnte die Banken- und Versicherungsaufsicht mit höheren Eigenkapitalanforderungen auf Immobilienkredite reagieren, was einen ähnlichen Effekt hätte. 1 Wie soll Basel III in der Europäischen Union umgesetzt werden? Regulierung muss die Richtigen treffen Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat mit Basel III einen internationalen Rahmen vorgegeben. Die konkrete Umsetzung wird in jedem Markt einzeln geplant. Bei der europäischen Umsetzung ist daher auch darauf zu achten, dass die Besonderheiten der hiesigen Märkte berücksichtigt werden, solange diese keine Verschlechterung des eigentlichen Ziels, der Verbesserung der Finanzmarktstabilität, bedeutet. Zu den Besonderheiten des deutschen Marktes gehören einerseits das kleinteilige Bankensystem mit einer Vielzahl von Genossenschaftsbanken und Sparkassen sowie andererseits eine mittelständische Wirtschaftsstruktur, die sich vor allem über Banken und nicht direkt am Kapitalmarkt finanziert. Daneben müssen auch die Konsequenzen neuer Regulierungsfragen auf öffentliche Akteure wie Kommunen im Blick behalten werden. Aufgrund der extrem angespannten finanziellen Situation vieler Kommunen wird die Einführung der leverage ratio auf kommunaler Ebene kritisch wahrgenommen. Obwohl Sparkassen, die traditionell einen wichtigen Teil des Kommunalgeschäfts übernehmen, in der Tendenz gut kapitalisiert sind, könnte eine leverage ratio einzelne Sparkassen dazu veranlassen, ihr zukünftiges Kommunalgeschäft von der eigenen Eigenkapitalausstattung 1 Am effektivsten wäre eine Senkung der Beleihungsgrenze. Die Beleihungsgrenze legt fest, bis zu welchem Anteil am aktuellen Immobilienpreis ein Immobilienkredit als Realkredit gilt. Realkredite sind mit deutlich weniger Eigenkapital zu unterlegen als normale Kredite. Daher würde eine Absenkung des Realkredits dazu führen, dass Banken weniger Immobilienfinanzierungen mit hohem Fremdfinanzierungsanteil anbieten und einen höheren Eigenkapitalanteil verlangen würden. Gerade die Masse an Finanzierungen ohne Eigenkapital an subprime-schuldner hat zur Befeuerung der Immobilienblasen in den USA geführt. 3/6

4 abhängig zu machen. Aus diesem Grund sehen wir hier eine längerfristige Implementierungsphase vor, um einen Anpassungsprozess zu ermöglichen. Dies ist jedoch nicht ausreichend, um die nicht nachhaltige Schuldensituation der Kommunen zu addressieren. Dieses Problem kann nur fiskalisch, überein Entschuldungsprogramm und Altschuldenfonds für Städte und Gemeinden sowie eine aufgabengerechte Finanzausstattung der Kommunen aufgefangen werden. Regulierung muss auf der richtigen Ebene stattfinden Große Finanzinstitute sind nicht mehr nur europaweit, sondern weltweit aktiv. Nur eine gemeinsame europäische Bankenaufsicht hat die Möglichkeit, hier regulierend einzugreifen. Ähnlich wie in der Steuerpolitik muss es daher auch im Aufsichtsrecht einen europäischen Ansatz geben, um die Flucht in die weniger regulierten Staaten und ein race to the bottom in den Regulierungsanforderungen zu verhindern. Daher die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für international tätige Institute die Aufsichtsfunktion vollständig übernehmen. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass Regulierung verhältnismäßig bleibt. Wer keine komplexen oder riskanten Geschäfte betreibt und dabei so klein bleibt, dass er für den europäischen Markt keine Gefahr darstellt, muss auch bürokratische Erleichterungen in der Regulierung erfahren. Daher plädieren wir bei kleineren Banken auch weiterhin für eine nationale Aufsicht, die die Besonderheiten des Markts berücksichtigen kann. Erleichterungen für kleine Banken bilden das ordnungspolitische Gegenstück zu einer Regulierung, die zu große Banken strenger kontrolliert. Insgesamt kommt es so zu klaren Zuständigkeiten: europäische Aufsicht für europaweit tätige Institute, nationale Aufsicht für kleine, regional tätige Institute. Regulierung muss alle betreffen und für zukünftige Probleme vorsorgen Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben sich dafür ausgesprochen, komplett von den Regelungen aus Basel III bzw. der CRR ausgenommen zu werden. Sie argumentieren, dass sie für die letzte Krise gar nicht verantwortlich gewesen seien und dass sie überhaupt zu klein seien, um große Risiken für die Finanzstabilität zu generieren. Erstens haben sowohl Sparkassen als auch Genossenschaften über ihre übergeordneten Institute sehr wohl zu den Übertreibungen an den Kapitalmärkten beigetragen. Zweitens kann auch ein Netzwerk vieler kleiner Akteure zu einem makroökonomischen Risiko werden, wenn alle Teilnehmer ähnlichen Risiken ausgesetzt sind. Das beste Beispiel dafür ist die subprime-krise in den USA. Wenn ein Kreditnehmer ausfällt, kann das tatsächlich zu keinen großen Verwerfungen führen. Wenn allerdings alle Kreditnehmer so knapp kalkulieren, dass eine Zinserhöhung der Zentralbank zu massenhaften Kreditausfall führt, dann entstehen sehr wohl große Risiken. Um zukünftigen unerwarteten Ereignissen vorzusorgen, ist daher auch bei kleinen Banken einer zu knappen Eigenkapitalkalkulation Vorschub zu leisten. Während bei bürokratischen Aufgaben wie Meldepflichten eine Entlastung kleiner Institute durchaus empfehlenswert wäre, müssen die quantitativen Bestimmungen aus der CRR also auch von Sparkassen und Genossenschaftsbanken ausgefüllt werden. Dabei ist sicherzustellen, dass kleine Banken mit funktionierendem Geschäftsmodell diese auch erfüllen können. Im Folgenden sind dazu Forderungen aufgeführt, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bei der Implementierung der CRR helfen können, und die dennoch das Ziel einer verbesserten Finanzmarktstabilität nicht gefährden: Die Liquiditätskennzahlen Ein gewichtiges Problem in der Finanzkrise war die erhebliche Fristentransformation einiger Institute, die bei gestressten Märkten zu mangelnder Liquidität führte. So geriet etwa die IKB in enorme Schwierigkeiten, da sie bei einem Eigenkapital von 1,8 Milliarden Euro Liquiditätszusagen 4/6

5 für verbriefte Papiere in Höhe von über 8 Milliarden Euro gab. Mit Hilfe dieser Liquiditätszusagen war es möglich, 30 Jahre laufende Hypotheken am Markt über 30 Tage laufende Anleihen (asset backed commercial paper) zu verkaufen. Das komplette Risiko für diese enorme Fristentransformation lag bei der IKB, die dieses offensichtlich nicht tragen konnte. Aufgrund dieser Fehlentwicklung sieht Basel III die Einführung von Liquiditätskennziffern vor, die sowohl die kurzfristige als auch die langfristige Liquidität der Institute gewährleisten soll. Der aktuelle Umsetzungsentwurf aus Brüssel (capital requirements regulation, CRR) ist an dieser Stelle allerdings problematisch. Dort werden nur Staatsanleihen und Pfandbriefe als liquide Wertpapiere anerkannt, wodurch Banken zum Halten dieser Papiere gezwungen würden. Dies könnte neue Konzentrationsrisiken bedeuten, da jedes Wertpapier, wie man nun sieht auch Staatsanleihen, ein gewisses Restrisiko des Ausfalls beinhaltet. Stabiler wäre hingegen eine Anerkennung weiterer liquider Forderungen, um eine Diversifizierung zu ermöglichen. Insbesondere eine Anerkennung von solchen Kreditforderungen, die die Deutsche Bundesbank als notenbankfähig einstuft und die daher jederzeit bei der Zentralbank als Sicherheit für Kredite eingereicht werden können, wäre hier wünschenswert. Das würde Mittelstandskredite attraktiver machen und eine befürchteten Schaden durch die CRR abwenden. Wir nehmen die Bedenken der mittelständischen Wirtschaft und der Sparkassen und Genossenschaftsbanken hinsichtlich möglicher negativer Auswirkungen durch die erweiterte Bankenregulierung sehr ernst. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die notwendige Regulierung die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen nicht benachteiligt. Risikogewicht für Mittelstandskredite Mittelstandskredite werden heute mit einem Risikogewicht von 75 Prozent statt der standardmäßigen 100 Prozent bewertet. Vielfach wurde nun die Forderung laut, das Risikogewicht auf 50 Prozent abzusenken. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob Mittelstandskredite niedrigere Ausfallquoten aufweisen. Sollte dies der Fall sein, unterstützen wir eine Absenkung des Risikogewichts. Behandlung von Verbundbeteiligungen bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken Der aktuelle Vorschlag der CRR sieht einen Abzug von Verbundbeteiligungen beim Eigenkapital vor. Hintergrund ist, dass das gegenseitige Halten von Beteiligungen zu einer Mehrfachanrechnung von Eigenkapital führen kann, obwohl das Kapital nur einmalig zur Deckung von Risiken bereit steht. Diese Regelung führt allerdings zu Problemen bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Da diese Institute aber ein gemeinsames Insitutssicherungssystem vorhalten, wonach im Zweifelsfall jedes Institut von der Gruppe aufgefangen werden müsste, wäre eine aggregierte Betrachtung des Eigenkapitals auf Verbundebene aus unserer Sicht zulässig. Damit wäre einerseits gewährleistet, dass im Verbund keine unzulässige Mehrfachanrechnung von Eigenkapital passiert. Andererseits würde bestimmten Instituten geholfen, bei welchen ein Abzug von Beteiligungen beim Eigenkapital zu Schwierigkeiten führen könnte. Konsistenz verschiedener Aufsichtsstrukturen Mit Basel III für Banken und Solvency II für Versicherungen sind derzeit zwei enorm wichtige Regulierungspakete im Gesetzgebungsprozess, deren Zusammenwirken stärker berücksichtigt werden muss. Gute Regulierung müsste dafür sorgen, dass Risiken im Finanzsystem dorthin kanalisiert werden, wo sie am besten getragen werden können. Da grundsätzliche Unterschiede in den Geschäftsmodellen von Banken und Versicherungen existieren, sind ggf. auch unterschiedliche 5/6

6 Kapitalunterlegungen sinnvoll. So könnte man argumentieren, dass beispielsweise ein Lebensversicherer aufgrund seiner langfristigen Verpflichtungen stabilen Refinanzierungsbasis durch Prämienzahlungen auch wesentlich besser in der Lage ist, kurzfristige Marktpreisschwankungen, abzufedern, Liquidititätsrisiken zu tragen und langfristige Geschäfte einzugehen. Versicherer wären daher auch gut als Investoren für die europäische Energiewende geeignet. Das Aufsichtsrecht setzt hier leider einen gegenläufigen Anreiz, in dem es für Fristentransformation bei Versicherern eine höhere Kapitalunterlegung verlangt als bei Banken. Eine 30 Jahre laufende Infrastrukturanleihe muss so nach Basel III mit 7,1 Prozent, in Solvency II aber mit 32,5 Prozent Eigenkapital unterlegt werden. Das erscheint nicht nur systematisch unlogisch, sondern vermindert auch die Möglichkeit, unter Versicherern gute Partner für Investitionen in erneuerbare Energien zu finden. Fazit Basel III schärft die bisherige Bankenregulierung nach. Nun muss sichergestellt werden, dass in der europäischen Umsetzung von Basel III eine Verwässerung vermieden und eine effektive Schuldenbremse für Banken eingeführt wird. Perspektivisch muss auch eine systematische Differenzierung zwischen kleinen und zu großen Instituten voran gebracht werden. Wie bei der Energiewende, wird auch im Bankenbereich mit erheblichem Gegenwind von Interessengruppen zu rechnen sein einmal gesicherte Privilegien werden ungerne freigegeben selbst wenn sonst weitere (Finanz-)Krisen drohen. Das Momentum nach der Krise muss daher genutzt werden, um die nächste zu verhindern. 6/6

Finanzierungsperspektive im Nordwesten- Erwartungen der Kreditinstitute

Finanzierungsperspektive im Nordwesten- Erwartungen der Kreditinstitute Finanzierungsperspektive im Nordwesten- Erwartungen der Kreditinstitute 9. er Finanztag, 16. November 2012 Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Basel III die Genese Ziel: Resistenz des Bankensektors

Mehr

Einlagen bei Sparkassen sind sicher

Einlagen bei Sparkassen sind sicher S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband Einlagen bei Sparkassen sind sicher Information für Kunden der Sparkassen Fragen und Antworten zu den Störungen auf den internationalen Finanzmärkten

Mehr

Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Statement Herr Werner Netzel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.v. Einordnung Green Economy Die Sparkassen-Finanzgruppe

Mehr

Auswirkungen der Basel III-Umsetzung auf EU-Ebene aus Sicht der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Stand: Februar 2012

Auswirkungen der Basel III-Umsetzung auf EU-Ebene aus Sicht der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Stand: Februar 2012 Auswirkungen der Basel III-Umsetzung auf EU-Ebene aus Sicht der Sparkassen und Genossenschaftsbanken Stand: Februar 2012 Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind Hauptkreditgeber der Wirtschaft in Baden-Württemberg

Mehr

S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband. Darauf können sich die Kunden verlassen: Sparkassen stehen für Sicherheit und Stabilität

S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband. Darauf können sich die Kunden verlassen: Sparkassen stehen für Sicherheit und Stabilität Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) Kommunikation und Medien Charlottenstraße 47 10117 Berlin Telefon 030 202 25-5115 Telefax 030 202 25-5119 S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband

Mehr

Die neuen Finanzmärkte unter Basel III und Solvency II Erwartete Auswirkungen für die Wohnungswirtschaft

Die neuen Finanzmärkte unter Basel III und Solvency II Erwartete Auswirkungen für die Wohnungswirtschaft Die neuen Finanzmärkte unter Erwartete Auswirkungen für die Wohnungswirtschaft International einheitliche Aufsichtsregeln in der Bankenbranche Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht EineLehreausderKrise

Mehr

Basel III und seine Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung

Basel III und seine Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung Deutscher Sparkassen- und Giroverband Basel III und seine Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung UVB-Forum Unternehmensfinanzierung am 30. März 2011 Haftungsausschluss Die im Vortrag veröffentlichten

Mehr

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. die derzeitigen Entwicklungen im Markt für Staatsanleihen, die hierfür verantwortlichen Ursachen sowie

Mehr

Pressetermin im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Pressetermin im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Pressetermin im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat München, den 04. Juni 2014 Prof. Dr. h.c. Stephan Götzl Verbandspräsident Vorsitzender des Vorstands Es gilt

Mehr

Zukunft der Kommunalfinanzierung - Neue Regeln nach Basel III. 2. Baden-Württembergischer Kämmerertag

Zukunft der Kommunalfinanzierung - Neue Regeln nach Basel III. 2. Baden-Württembergischer Kämmerertag Zukunft der Kommunalfinanzierung - Neue Regeln nach Basel III 2. Baden-Württembergischer Kämmerertag Agenda Neue Regelungen nach Basel III Neue Kapitalanforderungen Leverage-Ratio Neue Liquiditätsregeln

Mehr

Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft

Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft Univ.-Prof. Dr. Ewald Aschauer ewald.aschauer@jku.at Die Rolle von Banken im Wirtschaftsleben Zentrale Rolle in

Mehr

Immobilienfinanzierung Neue Wege 2015

Immobilienfinanzierung Neue Wege 2015 Immobilienfinanzierung Neue Wege 2015 Themenblock IV - Zusammenfassung 22. April 2015 AIFM Aufsichtsrechtlicher Rahmen CRR Solvency II Übersicht Kommerzielles Standardisierung von Intercreditor-Vereinbarungen

Mehr

Leverage-Effekt = Hebelwirkung des Verschuldungsgrads bei der Eigenkapitalrendite, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt

Leverage-Effekt = Hebelwirkung des Verschuldungsgrads bei der Eigenkapitalrendite, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt Leverage-Effekt lever (engl.) = Hebel leverage (engl.= = Hebelkraft Leverage-Effekt = Hebelwirkung des Verschuldungsgrads bei der Eigenkapitalrendite, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins

Mehr

Der riskante Griff nach dem Hebel

Der riskante Griff nach dem Hebel Der riskante Griff nach dem Hebel Diskussion mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages Berlin, 26. Oktober, 2011 Prof. Harald Hau, PhD Universität Genf und Swiss Finance Institute www.haraldhau.com 1

Mehr

Matthias Moll. K Das Prinzip einer Bad Bank

Matthias Moll. K Das Prinzip einer Bad Bank Matthias Moll K Das Prinzip einer Bad Bank Matthias Moll K Das Prinzip einer Bad Bank 1. Einleitung 2. Was ist eine Bad Bank 2.1 Hintergründe 2.2 Gründe für eine Einrichtung 2.3 Umsetzung 3. Beispiel:

Mehr

Stand: 14 07 2011. nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe

Stand: 14 07 2011. nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe Stand: 14 07 2011 IAuf auden nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe ausgabe 03 2010 AUSGANGSPUNKT Die Finanzmärkte Lebensadern moderner Volkswirtschaften Die Krise der internationalen

Mehr

Reform der Bankenregulierung - Überblick und Analyse -

Reform der Bankenregulierung - Überblick und Analyse - Reform der Bankenregulierung - Überblick und Analyse - Michael Schröder Frankfurt School of Finance & Management und Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Frankfurt, 16. Mai 2011 Überblick Warum

Mehr

KURZBEZEICHNUNG BESCHREIBUNG UMSETZUNG IN FL

KURZBEZEICHNUNG BESCHREIBUNG UMSETZUNG IN FL RICHTLINIE 2006/48/EG (es sei denn RL 2006/49/EG ist explizit genannt) KURZBEZEICHNUNG BESCHREIBUNG UMSETZUNG IN FL Standardansatz Art. 80 Abs. 3, Anhang VI, Teil 1, Ziff. 24 Art. 80 Abs. 7 Art. 80 Abs.

Mehr

Kapitalanlagen 2012. Dr. Wolfgang Weiler, Vorsitzender des GDV-Kapitalanlagenausschusses. GDV-Pressekolloquium am 18. April 2012

Kapitalanlagen 2012. Dr. Wolfgang Weiler, Vorsitzender des GDV-Kapitalanlagenausschusses. GDV-Pressekolloquium am 18. April 2012 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. Kapitalanlagen 2012 Dr. Wolfgang Weiler, Vorsitzender des GDV-Kapitalanlagenausschusses GDV-Pressekolloquium am 18. April 2012 Gesamtverband der

Mehr

Der Weg in die Zinsfalle

Der Weg in die Zinsfalle Der Weg in die Zinsfalle tenen Länder deutlich. Hierbei ist anzumerken, dass die EZB im Gegensatz zu anderen Zentralbanken nicht systematisch Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten aufgekauft hat und die

Mehr

Checkliste Kreditrisiko Der Standardansatz - Stand: 27.06.2005

Checkliste Kreditrisiko Der Standardansatz - Stand: 27.06.2005 I. Allgemeine Regeln 1 Gibt es Kredite, für die die gegenwärtigen Regeln der Eigenkapitalvereinbarungen von 1988 gelten? - welche sind das (z. B. Beteiligungen)? A Einzelne Forderungen A1 Forderungen an

Mehr

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Inhalt Gründe für die Errichtung einer Bankenunion im Euroraum Der einheitliche Aufsichtsmechanismus Der einheitliche Abwicklungsmechanismus

Mehr

Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände

Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände Hausvogteiplatz 1 10117 Berlin Datum: 14.02.2012 Bearbeitet von Birgit Frischmuth (DST) Tel.:+49 30 37711-710

Mehr

Ziele der. Bearbeitet von: Sandra Bärmann, Christoph Mai und Philipp Ulrich

Ziele der. Bearbeitet von: Sandra Bärmann, Christoph Mai und Philipp Ulrich Ziele der Kapitalmarktregulierung Bearbeitet von: Sandra Bärmann, Christoph Mai und Philipp Ulrich 2 Gliederung 1. Grundlagen und Definitionen 3. Kritik 3 Gliederung 1. Grundlagen und Definitionen 3. Kritik

Mehr

Finanzwirtschat Ⅶ. Basel II und Rating. Meihua Peng Zhuo Zhang

Finanzwirtschat Ⅶ. Basel II und Rating. Meihua Peng Zhuo Zhang Finanzwirtschat Ⅶ Basel II und Rating Meihua Peng Zhuo Zhang Gliederung Geschichte und Entwicklung Inhalt von Basel II - Die Ziele von Basel II - Die drei Säulen Rating - Begriff eines Ratings - Externes

Mehr

BASEL. Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher Datenbanken/Künstliche Intelligenz. franz-josef.radermacher@uni-ulm.de

BASEL. Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher Datenbanken/Künstliche Intelligenz. franz-josef.radermacher@uni-ulm.de Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher Datenbanken/Künstliche Intelligenz franz-josef.radermacher@uni-ulm.de Seite 2 Eigenkapitalunterlegung laut Basel I Aktiva Kredite, Anleihen etc. Risikogewichtete Aktiva

Mehr

Basel III und Bankenregulierung. Einfluss auf die Finanzierung von KMU

Basel III und Bankenregulierung. Einfluss auf die Finanzierung von KMU Basel III und Bankenregulierung Einfluss auf die Finanzierung von KMU Netzwerktreffen Unternehmenssicherung - 25. Juni 2015 Martin van Treeck, IHK Düsseldorf Übersicht Wie ist die aktuelle Lage bei der

Mehr

Basel II - Die Bedeutung von Sicherheiten

Basel II - Die Bedeutung von Sicherheiten Basel II - Die Bedeutung von Sicherheiten Fast jeder Unternehmer und Kreditkunde verbindet Basel II mit dem Stichwort Rating. Dabei geraten die Sicherheiten und ihre Bedeutung - vor allem für die Kreditkonditionen

Mehr

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31 2 Inhalt Money makes the world go round 5 Warum es ohne Geld nicht geht 6 Geld ist nicht gleich Geld 7 ede Menge Geld: die Geldmengen M1, M2 und M3 8 Gebundene und freie Währungen 10 Warum es deneuro gibt

Mehr

Quo vadis -Hotelfinanzierung

Quo vadis -Hotelfinanzierung Quo vadis -Hotelfinanzierung ÖHV-Hotelierkongress 2013 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini Kapitalbedarf Kapitalbedarf Hotel Hohe und permanente Investitionsausgaben Langfristig Bindung Niedrige saisonal schwankende

Mehr

Basel II und Rating. Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) Finanzwirtschaft. Christian Lust

Basel II und Rating. Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) Finanzwirtschaft. Christian Lust Basel II und Rating Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) Finanzwirtschaft Geschichtlicher Überblick Basel I Basel II -Ziele -Die drei Säulen Rating -Geschichte und Definition -Ratingprozess und systeme -Vor-

Mehr

Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen

Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen ACTARES Bern, 28. September 2011 Dr. János Blum Kapital (Wikipedia) Etymologie Die Vorstellung von Kapital ist alt und stammt aus der Entstehung der

Mehr

GdW Stellungnahme. Auswirkungen von Solvency II auf die Wohnimmobilienfinanzierung durch deutsche Versicherungsunternehmen

GdW Stellungnahme. Auswirkungen von Solvency II auf die Wohnimmobilienfinanzierung durch deutsche Versicherungsunternehmen GdW Stellungnahme Auswirkungen von Solvency II auf die Wohnimmobilienfinanzierung durch deutsche Versicherungsunternehmen 1. März 2012 Herausgeber: GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen

Mehr

Basel II und Konsequenzen für Land- und Forstwirte

Basel II und Konsequenzen für Land- und Forstwirte Basel II und Konsequenzen für Land- und Forstwirte Herbstseminar 2005 Zukunftsperspektiven der Land- und Forstwirtschaft / Neue Bewirtschaftungsformen / Finanzierungsfragen Montag, 21.11.2005 Dr. Christian

Mehr

Haftungsverbund hat sich bewährt

Haftungsverbund hat sich bewährt Haftungsverbund hat sich bewährt Die Sparkassen-Finanzgruppe ist ein wesentlicher Stabilitätsanker am Finanzplatz Deutschland. Als öffentlich-rechtliche Unternehmen sind Sparkassen nicht vorrangig darauf

Mehr

- Stellungnahme des RWGV zum Restrukturierungsgesetz -

- Stellungnahme des RWGV zum Restrukturierungsgesetz - Die Belastung der Kreditgenossenschaften durch die Bankabgabe ist ordnungspolitisch falsch, verzerrt den Wettbewerb und erschwert die Unternehmensfinanzierung! - Stellungnahme des RWGV zum Restrukturierungsgesetz

Mehr

Auswirkungen von Basel III auf die KMU-Finanzierung

Auswirkungen von Basel III auf die KMU-Finanzierung Auswirkungen von Basel III auf die KMU-Finanzierung Studie des WIFO im Auftrag des AWS Franz R. Hahn 20.9.2011 Warum Eigenkapitalvorschriften für Banken? Zusammenbruch einer Bank hat negative (externe)

Mehr

Kapitel 2 So führt Ihre konservative Strategie zu beachtlichem Anlageerfolg

Kapitel 2 So führt Ihre konservative Strategie zu beachtlichem Anlageerfolg Kapitel 2 So führt Ihre konservative Strategie zu beachtlichem Anlageerfolg Im Zweifelsfalle immer auf der konservativen Seite entscheiden und etwas Geld im trockenen halten! Illustration von Catherine

Mehr

In Deutschland und Europa die Weichen für die Unternehmensfinanzierung richtig stellen

In Deutschland und Europa die Weichen für die Unternehmensfinanzierung richtig stellen 11.06.2015 Deutscher Industrie- und Handelskammertag 1 Einleitung In Deutschland und Europa die Weichen für die Unternehmensfinanzierung richtig stellen Damit Unternehmen hierzulande erfolgreich sind und

Mehr

Krise, welche Krise? Auswirkungen der Finanzkrise auf die Versicherungsbranche

Krise, welche Krise? Auswirkungen der Finanzkrise auf die Versicherungsbranche Krise, welche Krise? Auswirkungen der Finanzkrise auf die Versicherungsbranche Dr. Dirk Schlochtermeyer Auswirkungen der Finanzkrise auf die Versicherungsbranche Ursachen und Verlauf der Finanzmarktkrise

Mehr

Aktuelle Herausforderungen in der Immobilienfinanzierung

Aktuelle Herausforderungen in der Immobilienfinanzierung Aktuelle Herausforderungen in der Immobilienfinanzierung Steffen Günther DG HYP Handelskammer Hamburg 10. September 2014 Die Immobilienwirtschaft ist in Deutschland von herausragender Bedeutung Bruttowertschöpfung

Mehr

Gesucht: Eine neue Finanzmarktarchitektur. PD Dr. Manfred Jäger 3. Finanzmarkt Round-Table, Frankfurt, 2. März 2009

Gesucht: Eine neue Finanzmarktarchitektur. PD Dr. Manfred Jäger 3. Finanzmarkt Round-Table, Frankfurt, 2. März 2009 Gesucht: Eine neue Finanzmarktarchitektur PD Dr. Manfred Jäger 3. Finanzmarkt Round-Table, Frankfurt, 2. März 2009 1 Agenda Stichworte zur Finanzkrise Beiträge zu einer besseren Finanzmarktarchitektur

Mehr

Rollen der Versicherung in der Energie-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik

Rollen der Versicherung in der Energie-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik Rollen der Versicherung in der Energie-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik Referent: Belinda Walther Weger Neue Energie- Forschungs- und Wirtschaftspolitik in der Schweiz 18. Mai 2015 Energiecluster,

Mehr

IUHF WORLD CONGRESS ANMERKUNGEN ZU DEN NEUEN ANFORDERUNGEN AN FINANZINSTITUTE UND VERBRAUCHERSCHUTZ

IUHF WORLD CONGRESS ANMERKUNGEN ZU DEN NEUEN ANFORDERUNGEN AN FINANZINSTITUTE UND VERBRAUCHERSCHUTZ IUHF WORLD CONGRESS ANMERKUNGEN ZU DEN NEUEN ANFORDERUNGEN AN FINANZINSTITUTE UND VERBRAUCHERSCHUTZ Neue Gesetzgebung macht den großen Unterschied: (Zu) viele Iniativen zur Krisenprävention Asset encumbrance

Mehr

Basel II. Positionspapier der Wirtschaftskammer Österreich

Basel II. Positionspapier der Wirtschaftskammer Österreich Basel II Positionspapier der Wirtschaftskammer Österreich Stand: Dezember 2002 - 2 - Allgemeine Bemerkungen Die diskutierten Neuregelung der Eigenmittelvorschriften für Kreditinstitute, die nach einer

Mehr

Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf wir geben Ihnen Antworten

Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf wir geben Ihnen Antworten S Finanzgruppe Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf wir geben Ihnen Antworten Informationen für die Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe Die Finanzkrise bewegt die Menschen in Deutschland. Deswegen beantworten

Mehr

DSW-IVA-Studie zur privaten Altersvorsorge: Mit Sicherheit zu wenig

DSW-IVA-Studie zur privaten Altersvorsorge: Mit Sicherheit zu wenig Achtung: Sperrfrist 18.2.2010, 11.00 Uhr DSW-IVA-Studie zur privaten Altersvorsorge: Mit Sicherheit zu wenig Es gilt das gesprochene Wort (Redetext zur Folienpräsentation: Dr. Andreas Beck) (Folie 1):

Mehr

Basel III Hintergründe, Fakten, Entwicklungen, Auswirkungen auf die Kreditvergabepraxis der Banken

Basel III Hintergründe, Fakten, Entwicklungen, Auswirkungen auf die Kreditvergabepraxis der Banken Basel III Hintergründe, Fakten, Entwicklungen, Auswirkungen auf die Kreditvergabepraxis der Banken IHK Potsdam: Finanzmanagement, Kredite, Eigenkapital 11. Juni 2012 1 Mittelstand und Basel III Schlagzeilen

Mehr

(Text von Bedeutung für den EWR) (2014/908/EU)

(Text von Bedeutung für den EWR) (2014/908/EU) 16.12.2014 L 359/155 DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS R KOMMISSION vom 12. Dezember 2014 über die Gleichwertigkeit der aufsichtlichen und rechtlichen Anforderungen bestimmter Drittländer und Gebiete für die Zwecke

Mehr

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 014, Berlin Der Weg ins Niedrigzinsumfeld Auswirkungen auf die Volkswirtschaft Der Ausweg aus dem

Mehr

Positionspapier. des Bankenverbandes zu den Auswirkungen der Finanzmarktregulierung auf die Kommunalfinanzierung. Mai 2013

Positionspapier. des Bankenverbandes zu den Auswirkungen der Finanzmarktregulierung auf die Kommunalfinanzierung. Mai 2013 Positionspapier des Bankenverbandes zu den Auswirkungen der Finanzmarktregulierung auf die Kommunalfinanzierung Mai 2013 Bundesverband deutscher Banken e. V. Burgstraße 28 10178 Berlin Telefon: +49 30

Mehr

Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden

Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden S Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden Die Stabilität der Sparkassen angesichts der Finanzmarktkrise

Mehr

Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe Stabilitätsanker am deutschen Finanzplatz

Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe Stabilitätsanker am deutschen Finanzplatz S Finanzgruppe Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe Stabilitätsanker am deutschen Finanzplatz Information für Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe Die Sparkassen in Deutschland werden durch einen

Mehr

GELD & MACHT Auswirkungen der neuen Bankregulierungen auf die Finanzierung der Realwirtschaft

GELD & MACHT Auswirkungen der neuen Bankregulierungen auf die Finanzierung der Realwirtschaft GELD & MACHT Auswirkungen der neuen Bankregulierungen auf die Finanzierung der Realwirtschaft Dr. Thomas Uher, Sprecher des Vorstands Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG ERSTE Bank die Sparkasse

Mehr

Vorlesung VWL II vom 23.11.2009. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren

Vorlesung VWL II vom 23.11.2009. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren Vorlesung VWL II vom 23.11.2009 Das Finanzsystem: Sparen und Investieren 5. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren Vorstellen des Mechanismus, wie Spar- und Investitionsentscheidungen von Millionen von

Mehr

Zürich, 19. Juni 2012

Zürich, 19. Juni 2012 Aktuelle Trends & Herausforderungen für die Bankenbranche Zürich, Finanzmärkte in Europa bleiben nervös: Schuldenkrise & Rezession 1.4 1.2 1. 8 6 4 2 Spreads in Kreditmärkten (links)* Spreads in Interbankenmärkten

Mehr

Statistik im lichte der europäischen banken- und Schuldenkrise

Statistik im lichte der europäischen banken- und Schuldenkrise Statistik im lichte der europäischen banken- und Schuldenkrise 21. Wissenschaftliches Kolloquium 22. 23. November 2012 Wiesbaden Von der Subprimekrise zur Staatsschuldenkrise: Abbildungsmöglichkeiten im

Mehr

Parlamentarischer Abend in Brüssel zur Umsetzung von Basel III in der EU

Parlamentarischer Abend in Brüssel zur Umsetzung von Basel III in der EU Parlamentarischer Abend in Brüssel zur Umsetzung von Basel III in der EU Mittwoch, 08.02.2012 um 18:00 Uhr Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU, Großer Veranstaltungssaal Rue Wiertz 77, 1000 Brüssel

Mehr

Hier im Einzelnen einige Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung:

Hier im Einzelnen einige Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung: Aktuelle Information für den Monat Juni 2012 Basel III und die Auswirkungen auf den Mittelstand - kurze Übersicht und Handlungsempfehlungen - Kaum sind die Änderungen aus Basel II nach langer Diskussion

Mehr

Verlauf und Auswirkungen der Finanzkrise in Deutschland

Verlauf und Auswirkungen der Finanzkrise in Deutschland Verlauf und Auswirkungen der Finanzkrise in Deutschland Vortrag an der Akademie für Volkswirtschaft Moskau, 24. März 2009 Prof. Dr. Peter Reichling Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Lehrstuhl für

Mehr

Infrastrukturkreditfonds

Infrastrukturkreditfonds 12. Februar 2014 Seite 1 Infrastrukturkreditfonds Frankfurt, 12. Februar 2014 12. Februar 2014 Seite 2 Warum sind Infrastrukturkredite interessant? (1/2) Eigenkapital Fremdkapital Aktien Beteiligungen

Mehr

Prof. Dr. Sebastian Dullien Konferenz Die Finanzmarktkrise und ihre Folgen am 11.6.2009 in Berlin Referent 15.06.2009 1 von 24 Seiten

Prof. Dr. Sebastian Dullien Konferenz Die Finanzmarktkrise und ihre Folgen am 11.6.2009 in Berlin Referent 15.06.2009 1 von 24 Seiten Die Mär vom zu billigen Geld Prof. Dr. Sebastian Dullien Konferenz Die Finanzmarktkrise und ihre Folgen am 11.6.2009 in Berlin 1 von 24 Seiten Programm 1. Häufig geäußerte Thesen zur Rolle der Geldpolitik

Mehr

Sprechzettel für die PK am 21.1. Plädoyer für eine Privatisierungsoffensive NRW KERNPUNKTE:

Sprechzettel für die PK am 21.1. Plädoyer für eine Privatisierungsoffensive NRW KERNPUNKTE: DICE Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 40204 Düsseldorf Sprechzettel für die PK am 21.1. Professor Dr. Justus Haucap Direktor Telefon +49 211 81-15494 Telefax +49 211 81-15499 haucap@dice.hhu.de Düsseldorf,

Mehr

Einführung in die Wirtschaftswissenschaften für Nicht-ÖkonomInnen Teil 6: Finanzmärkte

Einführung in die Wirtschaftswissenschaften für Nicht-ÖkonomInnen Teil 6: Finanzmärkte Einführung in die Wirtschaftswissenschaften für Nicht-ÖkonomInnen Teil 6: Finanzmärkte Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Mehr

Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung Kernpunkte und Einschätzung der FMSA

Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung Kernpunkte und Einschätzung der FMSA Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung Kernpunkte und Einschätzung der FMSA Am 23. Juli 2009 ist das Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung in Kraft getreten. Damit

Mehr

Das deutsche Banken-und

Das deutsche Banken-und Das deutsche Banken-und Finanzsystem Im Spannungsfeld von internationalen Finanzmärkten und regionaler Orientierung Proseminar Wirtschaftsgeographie SS 2011 von Andreas Trapp 1 Stern View (2011) Proseminar

Mehr

Commercial Banking. Securitization

Commercial Banking. Securitization Commercial Banking Securitization Handel von Kreditrisiken: Pros und Cons Pros effiziente Risikoallokation Flexibilität der Portfoliorestrukturierung Cons Adverse Selection (Lemons Problem) Moral Hazard

Mehr

WIE BEDROHLICH SIND DAUERHAFT TIEFE ZINSEN FÜR DIE BANKEN?

WIE BEDROHLICH SIND DAUERHAFT TIEFE ZINSEN FÜR DIE BANKEN? WIE BEDROHLICH SIND DAUERHAFT TIEFE ZINSEN FÜR DIE BANKEN? PROF. DR. HORST GISCHER OTTO-VON-GUERICKE-UNIVERSITÄT MAGDEBURG GELDPOLITIK IN DER KRISE BAYREUTHER FINANZMARKTSYMPOSIUM 06. NOVEMBER 2014 Zur

Mehr

Die Finanzmarktkrise

Die Finanzmarktkrise Prof. Dr. Hartmut Bieg Universität des Saarlandes Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bankbetriebslehre Die Finanzmarktkrise Ursachen, Verlauf, Erkenntnisse und dlösungsversuche

Mehr

Herausforderungen der Zeit

Herausforderungen der Zeit 02 Steinwert Vermögenstreuhand Herausforderungen der Zeit Herzlich willkommen, kaum ein Thema hat in den vergangenen Jahren so an Bedeutung gewonnen und ist so massiv in den Fokus des öffentlichen Bewusstseins

Mehr

Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015

Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015 Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015 Geld Funk1onierendes Geld ist ein umfassendes Kommunika1onsmi9el (Luhmann) Es verbindet über na1onalstaatliche Grenzen hinweg Geld erleichtert die Vermögensbildung

Mehr

GdW Stellungnahme. Konsultation zu weiteren möglichen Änderungen der Eigenkapitalvorschriften (CRD IV) Stellungnahme an die Europäische Kommission

GdW Stellungnahme. Konsultation zu weiteren möglichen Änderungen der Eigenkapitalvorschriften (CRD IV) Stellungnahme an die Europäische Kommission GdW Stellungnahme Konsultation zu weiteren möglichen Änderungen der Eigenkapitalvorschriften (CRD IV) Stellungnahme an die Europäische Kommission 15. April 2010 Herausgeber: GdW Bundesverband deutscher

Mehr

Finanzplatz Österreich. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Fachgruppentagung OÖ Finanzdienstleister Linz, 11. November 2014

Finanzplatz Österreich. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Fachgruppentagung OÖ Finanzdienstleister Linz, 11. November 2014 Finanzplatz Österreich Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Fachgruppentagung OÖ Finanzdienstleister Linz, 11. November 2014 Banken und Realwirtschaft Stabilität: des Bankensektors/Finanzsystems Mikro:

Mehr

Kommunalkredite/ kommunale Förderkredite der BayernLabo

Kommunalkredite/ kommunale Förderkredite der BayernLabo Wolfgang Schmidt, Leiter Abteilung Kommunalkredit Bayern, BayernLabo Kommunalkredite/ kommunale Förderkredite der BayernLabo Kämmerertagung 2013 der niederbayerischen und oberpfälzer Kommunalkämmerer Deggendorf,

Mehr

Projekt der VM '07. Welt-Finanzkrise. Azubis klären auf!

Projekt der VM '07. Welt-Finanzkrise. Azubis klären auf! Projekt der VM '07 Welt-Finanzkrise Azubis klären auf! Das übertrifft alles, was ich je gesehen habe und ist längst noch nicht überwunden. (Alan Greenspan, Ex-Chef der US-Notenbank) Ursachen, Verlauf und

Mehr

Finanzmärkte und Staatsbanken nach dem Flächenbrand

Finanzmärkte und Staatsbanken nach dem Flächenbrand Finanzmärkte und Staatsbanken nach dem Flächenbrand 8. Handelsblatt Jahrestagung Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesbanken Mittwoch, 3. Februar 2010 Dorothea Schäfer Forschungsdirektorin Finanzmärkte

Mehr

Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf den deutschen Büromarkt

Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf den deutschen Büromarkt Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf den deutschen Büromarkt Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Frankfurt am Main, 31. März 2009 Forschungsstelle Immobilienökonomik Das Institut

Mehr

Finanzkrise 2007-2008. von Verena Köck

Finanzkrise 2007-2008. von Verena Köck Finanzkrise 2007-2008 von Verena Köck Inhalt Ursachen Niedrige Zinsen Änderungen im Bankensystem Billige Kredite und Immobilienboom Chronologie Verstärkungsmechanismen Loss Spiral und Margin Spiral Interbankenmarkt

Mehr

Die Genossenschaftsbank.

Die Genossenschaftsbank. Die Genossenschaftsbank. Zu regional für diese Welt? 23. April 2013 Ludwig Erhard Haus So sah es noch 2009 aus 2 Wirtschaftsfaktor Genossenschaften Ökonomische Funktionsauslagerung bei individueller Selbständigkeit

Mehr

GBB-Blitzumfrage Liquidität/Rating

GBB-Blitzumfrage Liquidität/Rating GBB-Blitzumfrage Liquidität/Rating Auswertung der Ergebnisse Gliederung Profil GBB-Rating Aufsichtsrechtliche Entwicklung: Von Basel I zu Basel III Umsetzungsfrist der Liquiditätsanforderungen nach Basel

Mehr

Wie verdienen Banken ihr Geld? Geschäftsmodelle vor und nach der Krise Professor Dr. Dr. h.c. Martin Weber Universität Mannheim 23.

Wie verdienen Banken ihr Geld? Geschäftsmodelle vor und nach der Krise Professor Dr. Dr. h.c. Martin Weber Universität Mannheim 23. Wie verdienen Banken ihr Geld? Geschäftsmodelle vor und nach der Krise Professor Dr. Dr. h.c. Martin Weber Universität Mannheim 23. März 2009 1 Motivation So wird 2009 das Jahr des Aufbruchs: alte Geschäftsmodelle

Mehr

VORTRAGSREIHE. 8. Mai 2008 Ratingagenturen: Zensuren für Oberlehrer? B E R I C H T zum Vortrag von Arne Wittig

VORTRAGSREIHE. 8. Mai 2008 Ratingagenturen: Zensuren für Oberlehrer? B E R I C H T zum Vortrag von Arne Wittig VORTRAGSREIHE Unternehmens- und Kapitalmarktrecht Standortbestimmung und Perspektiven 8. Mai 2008 Ratingagenturen: Zensuren für Oberlehrer? B E R I C H T zum Vortrag von Arne Wittig von wiss. Mitarbeiter

Mehr

Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf wir geben Ihnen Antworten

Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf wir geben Ihnen Antworten S Finanzgruppe Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf wir geben Ihnen Antworten Informationen für die Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe Die Finanzkrise bewegt die Menschen in Deutschland. Deswegen beantworten

Mehr

Bilanzpressekonferenz. 18. Februar 2011 Dr. Thomas A. Lange Vorsitzender des Vorstandes

Bilanzpressekonferenz. 18. Februar 2011 Dr. Thomas A. Lange Vorsitzender des Vorstandes Bilanzpressekonferenz 18. Februar 2011 Dr. Thomas A. Lange Vorsitzender des Vorstandes Übersicht Highlights 2010 Gesamtwirtschaftliche Rahmendaten Geschäftliche Entwicklung Alternatives Kreditportfolio

Mehr

Amtschefkonferenz am 7. Mai 2013 und Wirtschaftsministerkonferenz am 5./6. Juni 2013 in Rostock-Warnemünde

Amtschefkonferenz am 7. Mai 2013 und Wirtschaftsministerkonferenz am 5./6. Juni 2013 in Rostock-Warnemünde Amtschefkonferenz am 7. Mai 2013 und Wirtschaftsministerkonferenz am 5./6. Juni 2013 in Rostock-Warnemünde Bericht der länderoffenen Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Freistaates Bayern zu TOP 4 Auswirkungen

Mehr

Gemeinsames Positionspapier zur Umsetzung von Basel III in Bezug auf die Mittelstandsfinanzierung (insbes. Kreditrisiko-Standardansatz)

Gemeinsames Positionspapier zur Umsetzung von Basel III in Bezug auf die Mittelstandsfinanzierung (insbes. Kreditrisiko-Standardansatz) Bayerischer Handwerkstag Bayerischer Industrie- und Handelskammertag Bayerischer Bankenverband e.v. Genossenschaftsverband Bayern e.v. Sparkassenverband Bayern Gemeinsames Positionspapier zur Umsetzung

Mehr

Geld, Kredit und Banken

Geld, Kredit und Banken Horst Gischer Bernhard Herz Lukas Menkhoff Geld, Kredit und Banken Eine Einführung Dritte, aktualisierte und erweiterte Auflage ^J Springer Inhaltsverzeichnis Vorwort V Kapitel 1 Funktionen des Finanzsektors

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus

Entwurf eines Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus Deutscher Bundestag Drucksache 17/ 17. Wahlperiode Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU/CSU und FDP Entwurf eines Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus

Mehr

Kap. 4.4 Die aktuelle Finanzkrise

Kap. 4.4 Die aktuelle Finanzkrise Kap. 4.4 Die aktuelle Finanzkrise Chronologie der Finanzkrise (I) Ende 2006: amerikanische Banken vermelden erstmalig große Zahlungsausfälle auf dem Immobilienmarkt Juni/Juli 2007: Der Markt für Wertpapiere,

Mehr

VSA in der Praxis. Case Studies SGE Information & Investment Services AG, September 2011

VSA in der Praxis. Case Studies SGE Information & Investment Services AG, September 2011 VSA in der Praxis Case Studies SGE Information & Investment Services AG, September 2011 VSA in der Praxis Case Studies Fall 1: Vermögensgröße Family Office Kunde (50 M ) vs. Private Banking Kunde (250

Mehr

Folgen der Finanzmarkt- und Eurokrise auf die Finanzierung was erwartet die Wohnungsunternehmen?

Folgen der Finanzmarkt- und Eurokrise auf die Finanzierung was erwartet die Wohnungsunternehmen? Folgen der Finanzmarkt- und Eurokrise auf die Finanzierung was erwartet die Wohnungsunternehmen? Jan Bettink, Vorstand Landesbank Berlin AG 28. November 2011 2. BBU-Neubautagung Die LBB im Äberblick 2

Mehr

Verteuerung der Mittelstandsfinanzierung durch das Granularitätskriterium der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Verteuerung der Mittelstandsfinanzierung durch das Granularitätskriterium der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Verteuerung der Mittelstandsfinanzierung durch das Granularitätskriterium der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Positionspapier des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes e.v. Januar

Mehr

Sparda-Banken ziehen positive Bilanz

Sparda-Banken ziehen positive Bilanz Sparda-Banken ziehen positive Bilanz Kreditvolumen wächst um 4,1 Prozent und knackt 40-Milliarden-Marke Jahresüberschuss leicht verbessert Netto 55.500 neue Mitglieder Bekenntnis zur Direktbank mit Filialnetz

Mehr

Bilanzpressekonferenz

Bilanzpressekonferenz Frankfurt am Main, Vorläufige Zahlen, Stand März 2010 Sparkassen: Geschäftsvolumen ausgebaut Jahr 1) Bilanzsumme Kredite an Kunden Kundeneinlagen Kredite und Einlagen gesteigert 2009 1.073 642,6 751,9

Mehr

Die Krise des Euroraumes

Die Krise des Euroraumes Die Krise des Euroraumes Juniorprofessor Dr. Philipp Engler Freie Universität Berlin Vortrag am Gymnasium Wiesentheid, 21.12.2011 Die Krise des Euroraumes Was ist in den letzten zwei Jahren passiert? Manche

Mehr

Wie geht es weiter mit der Eurozone?

Wie geht es weiter mit der Eurozone? Wie geht es weiter mit der Eurozone? DR. GERTRUDE TUMPEL- GUGERELL OPEN LECTURE, FH WIENER NEUSTADT 24.OKTOBER 2013 Agenda 1. Euro eine Erfolgsgeschichte 2. Ist die Krise überwunden? 3. Was wurde strukturell

Mehr

Fragen und Antworten zur Sicherheit von Geldanlagen

Fragen und Antworten zur Sicherheit von Geldanlagen S Finanzgruppe Fragen und Antworten zur Sicherheit von Geldanlagen Informationen für die Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe Im Zusammenhang mit der internationalen Finanzmarktkrise stellen sich Kunden

Mehr

Incentage Business Forum

Incentage Business Forum Incentage Business Forum Die Schlüsselrolle der Liquiditätskosten für die Geschäftsmodelle der Banken 11. Oktober 2011 Liquiditätskosten und -Risiken in der Gesamtbanksteuerung R e g u l a t o r i s c

Mehr

Fragen und Antworten zur Sicherheit von Geldanlagen

Fragen und Antworten zur Sicherheit von Geldanlagen S Finanzgruppe Fragen und Antworten zur Sicherheit von Geldanlagen Informationen für die Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe Im Zusammenhang mit der internationalen Finanzmarktkrise stellen sich Kunden

Mehr

Inhalt des Seminars: WS 2012/13

Inhalt des Seminars: WS 2012/13 WS 2012/13 500 016 Seminar zur Speziellen BWL Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen: "Unternehmensfinanzierung und Finanzmarktökonomie" Prof. Dr. Wilfried Stadler Prof. Dr. Claudia B. Wöhle Fachbereich

Mehr