5. Februar 2015 WOCHENBAROMETER MARKTBERICHT VOLKSWIRTSCHAFT

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1 MARKTBERICHT VOLKSWIRTSCHAFT WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 Schöne, neue Welt? Lange Zeit war ganz klar: Die weltweiten Ölreserven und -ressourcen sind endlich, die Ölnachfrage aus Asien steigt immer stärker an, womit das Ölangebot nicht Schritt halten kann. Anders ausgedrückt, Rohöl ist ein knappes Gut und für knappe Güter muss man viel Geld bezahlen. Entsprechend erreichte der Ölpreis (Brent) mit rund 150 US-Dollar pro Fass im Sommer 2008 seinen bisherigen Höchststand. Dann kam die Finanzkrise und damit einhergehend eine weltweite Wirtschaftskrise, die den Ölpreis kurzfristig auf Niveaus von 40 US-Dollar pro Fass drückte. Die Notierung konnte sich relativ schnell erholen und stieg in den Jahren nach der Finanzkrise in der Spitze bis auf über 120 US-Dollar pro Fass an. Der Zustand vor der Krise schien wieder hergestellt, die alten Denkmuster Rohöl ist knapp und folglich teuer galten erneut. Seit Juni 2014 ist der Ölpreis deutlich abgesackt, zwischenzeitlich hat sich der Rückgang mit Ständen unterhalb von 50 US-Dollar pro Fass auf rund 60% summiert. Zuletzt hat sich die Notierung stabilisiert und ist zumindest leicht angestiegen. Was ist der Grund für diesen Preiseinbruch? Der Ölmarkt hat sich dramatisch gewandelt. Insbesondere aufgrund der Ölproduktion der US-Fracking-Industrie ist ein Angebotsüberschuss entstanden, der immer größer wird und sich auf Sicht der nächsten Jahre weiter erhöht. Dazu kommen eine OPEC, die ihre Förderung nicht drosseln will, sowie weitere Länder, die mit ihrem Ölangebot auf den Markt drängen, wie zum Beispiel Libyen oder der Iran. Das lässt eine Rückkehr zu den hohen Ölpreisen der Vergangenheit auf den ersten Blick wenig wahrscheinlich werden. Viele Marktbeobachter argumentieren, dass angesichts des stetig zunehmenden Ölangebots kaum Preissteigerungen möglich sind. Umso überraschender war für sie der in den letzten Tagen gesehene Ölpreisanstieg. Ja, es stimmt, der Wandel auf dem Ölmarkt führt dazu, dass Preise oberhalb der Marke von 100 US-Dollar pro Fass aus dem Visier gerückt sind. Das bedeutet aber nicht, dass der Ölpreis nicht wieder nach oben klettern wird. Denn der Preisrückgang bedeutet auch, dass viele Ölprojekte vor allem die der US-Fracking-Industrie nicht mehr rentabel sind und dementsprechend nicht umgesetzt werden. Die Investitionen sinken, worunter das zukünftige Ölangebot leidet. Und schon stellt sich der zu erwartende Angebotsüberschuss gar nicht mehr ganz so gewaltig dar... Das dürfte zu einem steigenden Ölpreis führen wenn auch moderat. Für höhere Ölpreise spricht auch, dass mit der weiteren Erholung der Weltwirtschaft die Ölnachfrage zunimmt. Es wird also (noch) nichts mit der von einigen beschriebenen schönen, neuen Welt, in der der Brent-Preis auf Sicht der nächsten Jahre nicht mehr über 50 US-Dollar pro Fass notiert. Das wäre als Konjunkturprogramm zwar sehr zu begrüßen, ist aber wohl eher Wunschdenken als Wirklichkeit. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 1

2 Rentenmärkte Renditen der Staatsanleihen bleiben auf niedrigen Niveaus. Angesichts der Finanzkrise in Griechenland gibt es kaum Perspektiven für steigende Zinsen bei den Bundesanleihen. Der Rentenmarkt befindet sich nach wie vor im Krisenmodus. Die risikoscheuen Investoren halten die Staatsanleiherenditen auf niedrigen Niveaus. So erzielten die zehnjährigen Bundesanleihen zwischenzeitlich mit 0,30% einen Renditetiefststand. Die US-Treasuries trotzten zum Teil schwächeren US-Wirtschaftsdaten und hielten sich auf dem Stand der Vorwoche. Insbesondere das BIP des vierten Quartals konnte die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Es wuchs lediglich mit einer Jahresrate von 2,6%. Darüber hinaus gab der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe auf hohem Niveau etwas nach. Gleichwohl gab es auch erfreuliche Nachrichten. Beachtenswert ist vor allem der starke Konsum, der angesichts der ausgezeichneten Stimmung der privaten Haushalte, so das Verbrauchervertrauen, noch weiter zulegen dürfte. Dies sollte sich in der kommenden Woche in den Zahlen der Einzelhandelsumsätze widerspiegeln. Den Beweis, dass der Konjunkturtrend in den USA im ersten Quartal nicht an Dynamik verloren hat, müssen allerdings die Arbeitsmarktdaten liefern, die am veröffentlicht werden. In der Eurozone geht es dagegen mit der Wirtschaft immer noch im Schneckentempo voran. Die Einkaufsmanager-Indizes (PMI s) für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektoren haben zwar insgesamt einen leichten Anstieg zu verzeichnen, geben jedoch kein einheitliches Bild ab. So legten die PMI s in Italien zu, während sie in Frankreich abwärts tendieren. Verlass ist dagegen auf Deutschland. Überzeugen konnten insbesondere der Dienstleistungs-PMI und die Auftragseingänge. Letztere stiegen im Dezember überraschend kräftig um 4,2% an. Große Sorgen bereitet allerdings die Inflationsrate, die im Januar weiter gesunken ist, und zwar von -0,2 auf -0,6%. Sie dürfte die EZB auf ihrem QE-Kurs bestärken. Indes hat das Euro-Sorgenkind Griechenland die gelb-rote Karte gezeigt bekommen. Weder die EZB noch die EU-Kommission ließen sich von den vollmundigen Forderungen des neuen griechischen Regierungschefs Tsipras nach einem Schuldenschnitt beeindrucken. Die EZB hat angekündigt, ab bei den Repo-Geschäften mit griechischen Banken griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheiten zu akzeptieren. Zudem wurde der Wunsch nach einer Aufstockung der kurzfristigen Staatsrefinanzierung über den Geldmarkt abgelehnt. Die Zeit drängt, denn den griechischen Banken steht das Wasser bis zum Hals und das Hilfspaket läuft in den nächsten Wochen aus. Bis Ende Februar will der neue Finanzminister einen Finanzplan vorgelegen. Spielraum für fiskalische Geschenke wird es da wohl kaum geben. Griechenland wird die Märkte weiter beschäftigen. Insbesondere dürfte die Angst vor einer Destabilisierung des Bankensektors zunehmen. Deshalb sehen wir bei den zehnjährigen Bundesanleihen vorerst keine Perspektiven für steigende Renditen. Zinsstrukturkurven (oben: aktuelle Renditekurven von Bundesanleihen und US-Treasuries unten: jeweilige Renditeveränderung der Laufzeiten seit 29. Januar) USA: Staatsanleiherendite 10J. Laufzeit (in Prozent, p.a.) Deutschland: Staatsanleiherendite 10J. Laufzeit (in Prozent, p.a.) Wochenveränderung der Peripheriespreads gegenüber Bundesanleihen* (aktuelle Spreads in Klammern) Frankreich (23 bp) Belgien (28 bp) Irland (80 bp) Spanien (106 bp) Italien (118 bp) Portugal (212 bp) *Differenz generischer 10-J.-Renditen in Basispunkten Eine längerfristige Betrachtung der Rentenmärkte finden Sie in unserer monatlich erscheinenden Publikation Rententrends. Aus Sicht eines Euro-Investors können die Renditen ausländischer Anleihen wie US-Staatsanleihen infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Berichtswoche Beginn: Ende: , 08:00 Uhr , 10:00 Uhr in % in bp Deutschland USA HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 2

3 Covered Bond-Märkte Weitere EURO-Benchmark-Anleihen emittiert. Derzeitige Covered Bond-Ankäufe schon so umfangreich wie die beiden vorherigen Ankaufprogramme zusammen. Am Primärmarkt gab es in den vergangenen Tagen vier neue Euro-Benchmark- Emissionen. Dabei offerierte die österreichische Erste Group Bank ihre erste Anleihe seit knapp drei Jahren. Darüber hinaus brachte die HSH Nordbank einen Schiffspfandbrief an den Markt. Der Pfandbrief hatte ein Volumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit von drei Jahren und wurde zu einem Spread über Mid Swap von 33 bp platziert. Der hohe Emissions-Spread ist anscheinend nötig gewesen, um die Investoren für das vergleichsweise niedrige Rating des Titels von Baa2 zu kompensieren. Versehen mit diesem Renditeaufschlag war das Orderbuch mit 700 Mio. Euro solide gefüllt. Die Belfius Bank und die BPCE SFH haben sich für eine 10jährige bzw. (lange) 7jährige Laufzeit entschieden und 1 Mrd. Euro bzw. 750 Mio. Euro an Kapital bei den Investoren eingesammelt. Beide Anleihen sind mit Hypotheken besichert. Insbesondere die Emission der BPCE SFH hat eine starke Nachfrage der Investoren auf sich gezogen, so dass das Papier zu einem Spread von 1 bp über Mid Swap platziert werden konnte. Zurzeit sind noch keine neuen Emissionen angekündigt worden, doch es gibt Gerüchte, dass nordische Banken in den Startlöchern stehen. Auch einige Banken aus der Peripherie könnten mit Anleihen an den Markt kommen, während die Nord/LB weiterhin auf Roadshow für ihren Lettres de Gages ist. Die EZB hat mit Settlement-Datum bis zum 30. Januar Covered Bonds im Volumen von 40,3 Mrd. Euro angekauft. Im Vergleich zur Vorwoche hat sie damit ihre Käufe reduziert 3,1 Mrd. Euro versus 4,1 Mrd. Euro, doch in der vergangenen Woche haben wesentlich weniger Primärmarkt-Transaktionen ihr Settlement- Datum gehabt. Entsprechend geringer ist das Engagement der Notenbank am Primärmarkt gewesen. Zu Ende Januar 2015 hat die EZB 8,1 Mrd. Euro Covered Bonds am Primärmarkt gekauft und 32,2 Mrd. Euro am Sekundärmarkt. Das entspricht einem Anteil von rund 20% am Primärmarkt bzw. 80% am Sekundärmarkt. Im Vergleich zum Jahreswechsel hat sich damit der Anteil am Primärmarkt etwas erhöht. Covered Bonds, Spread ggü. Midswap in Basispunkten Land, Veränd. ggü Kern Deutschland, 1 bp Frankreich, 0 bp Österreich, 0 bp Niederlande, 1 bp Peripherie Spanien, -1 bp Portugal, 2 bp Italien, -4 bp Irland, -1 bp Nordics Schweden, 1 bp Finnland, 0 bp Dänemark, -1 bp Norwegen, 1 bp UK/Übersee USA, 2 bp Kanada, -2 bp Großbritannien, 0 bp Quellen: Bloomberg, iboxx, HSH Nordbank Basis: täglich von iboxx ermittelte Kursdaten Euro-Covered Bond Emissionen der letzten 12 Monate im Vorjahresvergleich, in Mrd. Euro Damit kumuliert sich das Volumen der aktuellen Covered Bond-Ankäufe schon jetzt auf den derzeitigen Bestand der beiden vorherigen Ankaufprogramme (erstes Ankaufprogramm: 27,5 Mrd. Euro, zweites Ankaufprogramm: 12,7 Mrd. Euro). Das zeigt, wie ambitioniert die Käufe der EZB am Covered Bond-Markt derzeit sind. Es zeichnet sich noch nicht ab, dass die Notenbank ihr Tempo merklich drosselt. Unseres Erachtens dürfte dies aber auch erst zu beobachten sein, wenn die Währungshüter tatsächlich ab März ihre Ankäufe von Staatsanleihen und starten. 5 0 Feb 14 Aug 14 Feb 15 Emissionsvolumen Vorjahreswert Quelle: Dealogic, HSH Nordbank, Daten vom , 10 Uhr Letzte 15 Covered Bond-Emissionen, global, in EUR, > 250 Mio. Euro Emissionsdatum Emittent ISIN Deckung Emissionsvolumen in Mio. EUR HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 3 Aufstockung? Laufzeit in Jahren Spread ggü. Midswap in bp bei Emission 3rd Feb 2015 Belfius Bank BE Hypothek Nein 10,0 7 0,750 AAA NR AAA 3rd Feb 2015 BPCE FR Hypothek 750 Nein 7,7 1 0,500 AAA Aaa NR 3rd Feb 2015 HSH Nordbank AG DE000HSH4XT6 Hypothek 500 Nein 3,0 33 0,500 NR Baa2 NR 29th Jan 2015 Erste Group Bank AG XS Hypothek 500 Nein 10,0 6 0,750 NR Aa1 NR 27th Jan 2015 Bankinter SA ES Hypothek Nein 10,0 38 1,000 A A2 NR 27th Jan 2015 AIB Mortgage Bank XS Hypothek 750 Nein 7,0 27 0,625 A A3 A 21st Jan 2015 Canadian Imperial Bank XS Hypothek Nein 5,0 5 0,250 NR Aaa AAA 20th Jan 2015 Caixa Geral de Depositos PTCGH1OE0014 Hypothek 1000 Nein 7,0 64 1,000 NR Baa2 BBB 19th Jan 2015 Commerzbank AG DE000CZ40KG0 Hypothek 500 Nein 7,0-10 0,250 NR Aaa AAA 19th Jan 2015 National Bank of Canada XS Hypothek 1000 Nein 7,0 14 0,500 NR Aaa AAA 16th Jan 2015 Deutsche Kreditbank AG DE000DKB0333 Hypothek 250 Ja 9,4-10 1,625 NR Aa1 NR 15th Jan 2015 KBC Bank NV BE Hypothek 1000 Nein 7,0 2 0,450 NR Aaa AAA 15th Jan 2015 Cajas Rurales Unidas SCC ES Hypothek 750 Nein 7,0 90 1,250 BBB+ NR BBB- 15th Jan 2015 Caisse Franc. de Fin. Local FR Öffentlich 500 Nein 20,0 19 1,250 AA+ Aaa AA 15th Jan 2015 Bank of Montreal XS Hypothek Nein 5,0 6 0,250 NR Aaa AAA Quelle: Dealogic, Bloomberg, Daten vom , 10 Uhr Kupon in % Rtg S&P Rtg Mdys Rtg Fitch

4 Devisenbericht Das Währungspaar Euro-US-Dollar konnte zuletzt wieder einigen verloren Boden gutmachen. Unterstützung kam überraschend von schwächeren US-Konjunkturdaten. Das dürfte sich bald wieder ändern und den Euro unter Druck setzen. EUR/USD tendierte in der Berichtswoche seitwärts und rangiert aktuell bei 1,136. Nachdem EUR/USD durch die Folgen der QE-Ankündigung der EZB in den Keller geschickt wurde, standen in dieser Berichtswoche die konjunkturellen Daten diesund jenseits des Atlantiks im Fokus. Die Märkte zeigten sich von schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA überrascht. Aus der Eurozone gab es hingegen vermehrte Anzeichen einer konjunkturellen Besserung. Nichtsdestotrotz sollte die Einheitswährung mit Blick auf das in den Startlöchern stehende Anleiheankaufprogramm der EZB und bessere US-Daten wieder unter Druck geraten. Wir sehen das Währungspaar in der kommenden Woche weiter knapp unter 1,14. EUR/GBP konnte in den letzten Tagen etwas zulegen und steht aktuell bei 0,747. Unterstützung bekam der Sterling von guten britischen PMI-Daten. So stieg der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar auf 53,0. Auch der Dienstleistungs-PMI nahm kräftig zu (Januar: 57,2). Die Bank of England blieb im Januar beim bisherigen Kurs. Die Notenbanker votierten einstimmig dafür den aktuell niedrigen Leitzins beizubehalten. Eine Erhöhung der Base Rate wird auf absehbare Zeit nicht mehr erwartet. EUR/GBP wird unseres Erachtens in den nächsten Tagen in der Bandbreite zwischen 0,745 und 0,755 notieren. USD/JPY gab in der vergangenen Woche etwas nach und steht aktuell bei 117,3. Der Yen profitierte dabei von schwachen Konjunkturdaten aus den USA. Die jüngsten Nachrichten aus Japan lassen dagegen auf eine Erholung der rezessionsgeplagten Wirtschaft hoffen. So legte die Industrieproduktion dank einer anziehenden Auslandsnachfrage im Dezember um 1,0% mom zu. Auch die Lage am Arbeitsmarkt ist erfreulich. Die Arbeitslosenrate fiel im Dezember auf 3,4% (November: 3,5%). Wir gehen davon aus, dass der USD/JPY-Kurs in der nächsten Woche in einer Spanne zwischen 116,5 bis 118,0 notieren wird. EUR/CHF zog in den letzten Tagen wieder etwas an und notiert aktuell bei 1,050. Dazu trug ein Pressebericht bei, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro-Franken-Kurs in einem inoffiziellen Korridor von 1,05 bis 1,10 halten will. Währendem gibt es nach wie vor Anzeichen dafür, dass die SNB am Devisenmarkt aktiv ist. So stiegen die Giroguthaben für inländische Banken nochmals um fast 20 Mrd. Franken an. Den schweizer Unternehmen ist die Frankenaufwertung stark auf den Magen geschlagen. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Januar auf 48,2, den tiefsten Stand seit April Wir erwarten EUR/CHF in der nächsten Woche auf einem Niveau knapp über 1,05. Wechselkursbewegungen gegenüber dem EUR (Veränderungen seit dem Handelsbeginn 29. Januar) TRY RUB AUD CHF SEK ZAR JPY HUF PLN -5,0% -4,0% -3,0% -2,0% -1,0% 0,0% 1,0% 2,0% NOK EUR/USD EUR/GBP USD/JPY EUR/CHF Eine längerfristige Betrachtung der Devisenmärkte finden Sie in unserer monatlich erscheinenden Publikation Rententrends. Berichtswoche Beginn: Ende: , 08:00 Uhr , 10:00 Uhr HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 4

5 Kalender für die kommende Woche letzter Konsens- Zeit Land Veröffentlichung Zeitraum schätzung Wert Freitag, 06. Februar Konjunkturdaten USA 14:30 USA Change in Nonfarm Payrolls (M/M, in Tsd.) Jan :30 USA Change in Manufact. Payrolls (M/M, in Tsd.) Jan :30 USA Arbeitslosenquote (in %) Jan :00 USA Konsumentenkredite (in Mrd.USD) Dec Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Dec / / :45 FR Handelsbilanz (in Mrd. EUR) Dec :45 FR staatl. Budgetdefizit (in Mrd. EUR) Dec 14 k.a Konjunkturdaten UK 10:30 UK Handelsbilanz (in Mio. GBP) Dec Konjunkturdaten Schweiz 09:15 CH Einzelhandelsumsätze (J/J, in %) Dec 14 k.a Redetermine Fed-Redner: Lockhart Montag, 09. Februar Konjunkturdaten USA 00:00 USA Mortgage Delinquencies (in %) Dec 14 k.a Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE Handelsbilanz (in Mrd. EUR) Dec 14 k.a :00 GE Leistungsbilanz (in Mrd. EUR) Dec 14 k.a :00 GE Exporte (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a / :00 GE Importe (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a. 1.6 / 2.3 Konjunkturdaten Japan 00:50 JP Leistungsbilanz (in Mrd. JPY ) Dec 14 k.a :50 JP Handelsbilanz (in Mrd. JPY ) Dec 14 k.a :00 JP Economy Watchers Index (Lage / Erwartungen) Jan 15 k.a. / k.a / 46.7 Dienstag, 10. Februar Konjunkturdaten USA 16:00 USA Großhandelslagerbestände (M/M, in %) Dec Konjunkturdaten Eurozone 08:45 FR Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a / :00 IT Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a. 0.3 / -1.8 Konjunkturdaten UK 10:30 UK Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a / 1.1 Konjunkturdaten Schweiz 07 :45 CH Arbeitslosenrate (saisonber., in%) Jan 15 k.a :15 CH Verbraucherpreisindex (M/M / J/J, in %) Jan 15 k.a. / k.a / -0.3 Konjunkturdaten Japan 00:50 JP Aktivitätsindex tertiärer Sektor (M/M, in %) Dec 14 k.a. 0.2 Redetermine Fed-Redner: Lacker EZB-Redner: Praet, Costa Staatsanleihenauktionen USA 3-Y ear Notes Mittwoch, 11. Februar Staatsanleihenauktionen USA 10-Y ear Notes Feiertage JP Tag der Reichsgründung Donnerstag, 12. Februar Konjunkturdaten USA 14:30 USA Einzelhandelsumsätze (M/M, in %) Jan :30 USA Einzelhandelsumsätze ex Autos (M/M, in %) Jan :00 USA Lagerbestände (M/M, in %) Dec Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE Verbraucherpreisindex (M/M / J/J, in %) Feb 15 k.a. / k.a. -1 / :00 EC Industrieproduktion (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a. 0.2 / -0.4 Konjunkturdaten UK 01:01 UK RICS Häuserpreisumfrage Jan 15 k.a. 11 Konjunkturdaten Japan 00:50 JP Auftrageseingänge Maschinen (M/M / J/J, in %) Dec 14 k.a. / k.a. 1.3 / :50 JP Großhandelspreisindex (M/M / J/J, in %) Jan 15 k.a. / k.a / 1.9 Staatsanleihenauktionen USA 30-Y ear Bonds Freitag, 13. Februar Konjunkturdaten USA 14:30 USA Importpreisindex (M/M / J/J, in %) Jan / k.a / :00 USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan Feb Konjunkturdaten Eurozone 07 :30 FR BIP (Q/Q / J/J, in %) Q4 k.a. / k.a. 0.3 / :00 GE BIP-Schätzung (Q/Q / J/J, in %) Q4 k.a. / k.a. 0.1 / :00 IT BIP (Q/Q / J/J, in %) Q4 k.a. / k.a / :00 EC Handelsbilanz (in Mio. EUR) Dec 14 k.a :00 EC BIP (Q/Q / J/J, in %) Q4 k.a. / k.a. 0.2 / 0.8 Konjunkturdaten Schweiz 09:15 CH Erzeugerpreisindex (M/M / J/J, in %) Jan 15 k.a. / k.a / -2.1 Quelle: Bloomberg, HSH Nordbank HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 5

6 Übersicht Staatsanleiherenditen (Renditen in Prozent, Spreads ggü. Bunds in bp, Veränderungen jeweils in bp seit dem 29. Januar 2015 in Klammern) Benchmark Renditeaufschläge anderer Staatsanleihen der Eurozone ggü. Bunds Renditen weiterer Staatsanleihen Bundesanleihen Frankreich Italien Spanien Irland Portugal Griechenland Schweiz UK USA Japan Rendite Spread Spread Spread Spread Spread Spread Rendite Rendite Rendite Rendite 1J (-5) 7 (+3) 36 (0) 21 (+5) (-1 1 ) 0.30 (+2) 0.19 (+4) 0.02 (+2) 2J (-2) 9 (0) 50 (-7 ) 43 (-1 0) 26 (+2) 50 (-1 ) (-1 7 ) 0.40 (+4) 0.48 (-2) 0.04 (+3) 3J (-3) 7 (0) 62 (-6) 60 (-5) 29 (-2) 90 (-6) 1618 (-63) (-31 ) 0.65 (+6) 0.79 (-2) 0.05 (+4) 4J (-2) 10 (0) 71 (-6) 73 (-2) 36 (+1 ) 141 (-7 ) (-1 6) 0.87 (+8) 0.08 (+4) 5J (-2) 8 (-3) 77 (-5) 85 (-2) 54 (+2) 153 (-1 0) 1290 (-41 ) (-2) 1.04 (+8) 1.23 (-2) 0.11 (+6) 6J 0.00 (-1 ) 12 (-3) 92 (-6) 94 (-1 ) 55 (+2) 176 (-7 ) (-6) 1.14 (+8) 0.10 (+4) 7J 0.07 (-1 ) 17 (-2) 112 (-4) 104 (0) 63 (+4) 183 (+1 ) (-9) 1.23 (+8) 1.54 (+1 ) 0.17 (+5) 8J 0.17 (+1 ) 19 (-2) 113 (-6) 109 (0) 69 (+2) 202 (-1 2) (-5) 1.36 (+8) 0.23 (+6) 9J 0.27 (+1 ) 17 (0) 112 (-7 ) 107 (0) 71 (0) 201 (-9) (-4) 1.36 (+8) 0.23 (+6) 10J 0.37 (+1 ) 23 (+1 ) 118 (-6) 106 (-2) 80 (+2) 212 (-1 1 ) 948 (-53) (-1 0) 1.53 (+7 ) 1.72 (0) 0.37 (+8) 30J 0.97 (-4) 41 (-2) 158 (-6) 147 (+6) 247 (-3) 719 (-47 ) 0.41 (-1 6) 2.21 (+7 ) 2.32 (+4) 1.37 (+1 1 ) Quelle: Bloomberg und HSH Nordbank, Renditen vom , 10:00 Uhr Übersicht Covered Bonds Spread ggü. Midswap in Basispunkten am , Veränderung ggü in Klammern Kern Peripherie Nordics UK/Schweiz/Übersee Deutschland Öpfe -16 (0,8) Spanien single name Cédulas 20 (-0,6) Schweden -7 (1,3) UK 0 (-0,3) Deutschland Hypfe -16 (1) Spanien joint Cédulas 59 (-4,2) Dänemark -5 (-0,8) Schweiz 4 (0,9) Frankreich OF -6 (0,4) Italien 23 (-4) Finnland -10 (-0,2) Kanada 2 (-1,7) Frankreich Strukt. CB -5 (0,3) Portugal 29 (1,9) Norwegen -4 (0,6) USA 7 (1,5) Niederla nde -11 (0,7) Irla nd 10 (-1,2) Öst erreich -5 (0,2) Quelle: Bloomberg, iboxx, HSH Nordbank, Basis: täglich von iboxx ermittelte Kursdaten Übersicht Wechselkurse (Veränderungen seit dem 29. Januar 2015 in Klammern) Hauptwährungspaare EUR-Wechselkurse USD-Wechselkurse EUR/USD (+0.6 %) EUR/DKK (0%) EUR/CA D (+0.8 %) USD/CA D (+0.2 %) EUR/GBP (+0.3 %) EUR/SEK (+0.4 %) EUR/A UD (+1.7 %) USD/A UD (+1.1 %) EUR/JPY (0%) EUR/NOK (-2.4 %) EUR/NZD (-0.5 %) USD/NZD (-1.1 %) EUR/CHF (+2.3 %) EUR/PLN (-1.8 %) EUR/ZA R (-0.7 %) USD/ZA R (-1.2 %) GBP/USD (+0.3 %) EUR/HUF (-1.3 %) EUR/RUB (+1.5 %) USD/CNY (+0.1 %) USD/JPY (-0.5 %) EUR/T RY (+3.3 %) EUR/KRW (+0.4 %) USD/RUB (+1 %) USD/CHF (+1.7 %) EUR/CZK (+0.1 %) EUR/CNY (+0.7 %) USD/SGD (-0.2 %) Quelle: Bloomberg und HSH Nordbank, Wechselkurse vom , 10:00 Uhr Prognosen der HSH Nordbank Zin ssä t ze USA :00 Uh r fed fu n ds (Zielzone) (%) , , Monat s-libor-usd (%) jä h rige St a a t sa n leih en (%) jä h rige St a a t sa n leih en (%) jä h rige St a a t sa n leih en (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) Eu rozone Tendersat z (%) Monat s-eu ribor (%) jäh rige Bu ndesanleih en (%) jäh rige Bu ndesanleih en (%) jäh rige Bu ndesanleih en (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) Wech selku rse Eu ro/us-dolla r Eu ro/chf Eu ro/gbp US-Dolla r/yen Quelle: Bloomberg, HSH Nordbank Die Prognosen der HSH Nordbank werden monatlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eine ausführliche Darstellung der Prognosen und der Prognoseveränderung ist in der monatlich erscheinenden Publikation Rententrends enthalten. Aus Sicht eines Euro-Investors können die Renditen ausländischer Anleihen wie US-Staatsanleihen infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Hinweis: Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 6

7 Glossar ABS Annualisierte Rate Basispunkt Beigebook Benchmarkanleihe BIP Covered Bond Spread / Mindswap Covered Bonds CPI Credit Default Swap (CDS) Denominierte Wertpapiere Euribor EONIA Exportquote EZB FED FOMC Forward Guidance Futures GFK- Konsumklimaindex Greenback HVPI ifo- Geschäftsklimaindex Ifo-Index Importquote Index der Universität of Michigan ISIN ISM-Index IWF Jumbo- Anleihe Kerninflationsrate KOF- Konjunkturbarometer Konsumentenpreisindex Langfristtender (LTRO/TLTRO) Leitzins Leveraged Loan Libor mom Mortgage REITS Nonfarm Payrolls Peripheriesprads Asset- Backed- Securities (ABS) sind forderungsbesicherte Wertpapiere. Annualisierte Rate bezieht sich auf die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In Europa wird das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorquartal gemessen, in dem das BIP eines Quartals mit dem BIP des Vorquartals verglichen. In den USA geschieht dies ebenfalls, die Rate wird dann aber annualisiert. D.h. es wird so getan, als ob das Wirtschaftswachstum vier Quartale hintereinander mit dieser Rate wächst. Rechnerisch geschieht dies mit der folgenden Formel: (1+Wachstumsrate) 4 Zinssatz-Einheit, 100 Basispunkte entsprechen einem Prozentpunkt. D.h. 25 Basispunkte sind 0,25 %. Basispunkte wird mit bp abgekürzt Ein Konjunkturbericht der 12 Zentralbankbezirke der USA. Benchmarkanleihen sind Anleihen deren Emissionsvolumen größer als 500 Milliarden Euro ist. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP; im Englischen gross domestic product (GDP)) ist eine wichtige Kennzahl der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie gibt den Gesamtwert der innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellten Güter, Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch an. Spread ist der Zinsaufschlag auf ein Referenzzinssatz (Midswap) Covered Bonds sind gedeckte Schuldverschreibungen. Besondere Eigenschaft ist der zweifache Schutz der Anleger durch einerseits Haftung des ausgebenden Finanzinstituts (meist eine Bank) und andererseits Deckung durch einen speziellen Sicherheitenpool, häufig bestehend aus erstklassigen Hypotheken oder Anleihen des öffentlichen Sektors, auf die die Anleger bevorrechtigt zugreifen können. Deutsche Pfandbriefe (siehe Pfandbriefe) sind in diesem Sinne Covered Bonds. Jedoch sind Covered Bonds, die nicht aus Deutschland stammen und daher nicht unter das Pfandbriefgesetz fallen, keine Pfandbriefe. Der Begriff Covered Bond ist kein geschützter Begriff. "Consumer price Index" (CPI) entspricht der Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen. Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Finanzkontrakt, den zwei Vertragspartner miteinander abschließen und mit dem Ausfallrisiken gehandelt werden. Der eine Vertragspartner, der sogenannte Sicherungsgeber, sichert die Auszahlung einer Versicherungssumme zu, wenn der dem Kontrakt zugrundeliegende Anleiheschuldner ausfällt. Für diese Absicherung zahlt der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber eine Prämie. Emmissionswährung in der das Wertpapier begeben wird. Die Euro Interbank Offered Rate ist der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft. Der EURIBOR ist für kurzfristige Kredite Verhandlungsbasis (Banken verlangen den jeweiligen EURIBOR + x Basispunkte) und gibt wichtige Informationen für die Anlage von Festgeldern, da er als Referenz für die Festsetzung des Festgeldzinses benutzt wird. Der Euro Overnight Index Average ist der Zinssatz, für den sich Banken auf dem Interbankenmarkt im Euroraum über Nacht gegenseitig Geld leihen können (kurzfristige unbesicherte Geldmarktkredite). Ausfuhren von Gütern und Diensten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Notenbank der Europäischen Währungsunion. Die Federal Reserve Bank (Fed) ist die Notenbank der USA. Das "Federal Open Market Commitee" (dt. Offenmarktausschuss) ist das Gremium der US-Notenbank, das die geld- und währungspolitischen Entscheidungen trifft. Forward Guidance ist die Bezeichnung der US-Notenbank Fed, um ihre zukünftige Geldpolitik zu kommunizieren. Futures sind börslich handelbare Terminkontrakte zwischen zwei Parteien. Im Gegensatz zu Optionen sind sie nicht nur halbseitig sondern sowohl für den Verkäufer (Verpflichtung zur Lieferung) als auch den Käufer (Verpflichtung zur Abnahme) verbindlich. Durch den Kontrakt wird das Underlying, die Menge, der Termin (fixer Zeitpunkt in der Zukunft) und der konkrete, bei Vertragsabschluss festgelegte, Preis geregelt. Index der die Konsumneigung der privaten Haushalte wiederspiegelt. Greenback ist eine alternative Bezeichnung für die US-Währung Dollar. Die Inflationsrate gemessen am HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) ist die offizielle Inflationsgröße der EZB. Ein monatlich veröffentlichter Indikator der die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland widerspiegelt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex (kurz: Ifo-Index) ist ein Konjunkturindikator für Deutschland, der auf der Basis von rund 7000 Unternehmen vom ifo Insitut für Wirtschaftsforschung monatlich ermittelt wird und ein Frühindikator für die wirtschaftliche Ermittlung darstellt. Es gibt zahlreiche Unterindizes für einzelne Branchen. Importe von Gütern und Dienstleistungen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Der Index der Universität of Michigan ist ein Indikator für das Konsumklima der privaten Haushalte. Jedes am Markt gehandelte Wertpapier hat eine ISIN (International Securities identification Number oder Wertpapierkennnummer). Der ISM-Index ist ein Konjunkturindikator bzw. Geschäftsklimaindex für die USA, der auf der Basis einer Umfrage unter US-Unternehmen monatlich ermittelt wird. Er wird als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung angesehen. Es gibt den ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe und den ISM-Index für den Dienstleistungssektor. Der ISM wird vom Institute for Supply Management erstellt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist eine Organisation zur weltweiten wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Eine Jumboanleihe hat ein Emissionsvolumen von mindestens einer Milliarde Euro. Bei der Kerninflationsrate werden die Preisentwicklungen des Lebensmittel- und Energiesektor nicht berücksichtigt. Ein Indikator der angibt, wie sich die schweizer Konjunktur in der nahen Zukunft entwickeln dürfte. Der Konsumentenpreisindex ("Consumer price Index", CPI) entspricht der Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen. Der Langfristtender ist ein geldpolitisches Intrument der EZB bei dem die Notenbank den Geschäftsbanken Zentralbankgeld mit einer Laufzeit von drei oder mehr Monaten zur Verfügung stellt. Targeted- LTRO sind einen bestimmten Zweck zugeschrieben. Der Leitzins ist der Zinssatz, der von einer Zentralbank festgelegt und gesteuert wird. Je nach Zentralbank werden Zinssätze mit unterschiedlichen Laufzeiten gesteuert. Die US-Notenbank zielt beispielsweise auf den Übernachtzinssatz (Laufzeit: 1 Tag), die Europäische Zentralbank auf einen Geldmarktsatz mit einer Laufzeit von zwei Wochen und die Schweitzer Notenbank auf den Libor für Schweizer Franken mit einer Laufzeit von drei Monaten. Besonders riskante Kredite, die beispielsweise im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen vergeben werden. Die London Interbank Offered Rate (Libor) ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Der 3-Monats-Libor ist z.b. der Zinssatz heute für ein über drei Monate laufendes Geldmarktgeschäft. Der Libor gilt bei vielen Finanzmarktgeschäften als Referenzgröße für die Zielrendite. Man spricht dann z.b. von dem 3-Monats-LIBOR Basispunkten. Veränderung von Finanz- und Konjunkturdaten gegenüber dem Vormonat (mom = month-on-month) Mortgage REITS sind ein handelbares Finanzierungsvehikel aus den USA, das anders als klassische Immobilien-REITS nicht in Immobilien-Aktien, sondern in Hypothekenverbriefungen investiert. Zeigen die Veränderung der saisonbereinigten Anzahl von neuen Stellen ausserhalb des landwirtschaftlichen Sektors innerhalb eines Monats in den USA. Peripheriespreads sind die Risikoaufschläge der Peripheriestaatsanleiherenditen gegenüber den Renditen deutscher HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 7

8 Pfandbrief PMI-Index QE-Programm qoq Rendite Renditekurve (Zinsstrukturkurve) Rezession Staatsanleiherendite Staatsanleiheauktionen Sterling Swap Tapering US-Treasuries yoy ytd ZEW- Index Zinsstrukturkurve Quelle: HSH Nordbank Staatsanleihen mit der gleichen Laufzeit. Im Rahmen der Finanzmarktkrise innerhalb der Eurozone wird unterschieden zwischen der Peripherie (das sind die Länder, die von der Staatsschuldenkrise erfasst waren, wozu in der Regel Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien gezählt werden) und den Kernländern (das sind in der Regel Deutschland, Finnland, Niederlande und Österreich). Von einer Bank begebene Anleihe, die durch eine Realsicherheit besichert ist. Dem Investor bietet neben der Bonität der emittierenden Bank im Fall einer Insolvenz eine sogenannte Deckungsmasse größere Sicherheit. Gemäß dem deutschen Pfandbriefgesetz kann man unterscheiden in Hypothekenpfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Immobilienkredite), Öffentlicher Pfandbrief (Deckung durch Kredite und Anleihen an die öffentliche Hand), Schiffspfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Schiffskredite) und Flugzeugpfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Flugzeugkredite). Das deutsche Pfandbriefgesetz legt bestimmte Bedingungen fest, durch die die Qualität der Deckungs-Vermögenswerte sichergestellt werden soll. Pfandbriefähnliche Anleihen aus anderen Ländern werden im Allgemeinen Covered Bonds genannt. Siehe dazu auch Covered Bonds. Der PMI-Index ist ein Konjunkturindikator bzw. ein Geschäftsklimaindex. PMI steht für Purchasing Manager Index und wird von dem Unternehmen Markit für zahlreiche Länder und Regionen insbesondere für die beiden Sektoren Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor auf der Basis einer Umfrage unter Einkaufsmanagern erstellt. Die PMI-Indizes werden als wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes oder einer Region angesehen. Quantitative Easing (QE) ist eine extreme Form der expansiven Geldpolitik. Die Zentralbank kauft dabei direkt Wertpapiere wie beispielsweise Staatsanleihen um Zentralbankgeld zur Verfügung zu stellen und Zinsen niedrig zu halten. Veränderung von Finanz- und Konjunkturdaten gegenüber dem Vorquartal (qoq = quarter-on-quarter) Ganz allgemein gibt die Rendite das Verhältnis von Auszahlungen zu den Einzahlungen einer Kapitalanlage an und wird meist in Prozent und pro Jahr angegeben. In der Regel beziehen sich die Research-Publikationen auf Anleiherenditen, die sich laufend ändern können und vom Kupon und vom Wertpapierkurs abhängen. Die Rendite und der Kurs einer Anleihe bewegen sich bei einer Anleihe mit einem festen Kupon umgekehrt zueinander. Die Renditekurve (auch: Zinsstrukturkurve) zeigt an, welche Renditen für Anleihen verschiedener (Rest-)Laufzeiten eines Emittenten (z. B. der Bundesrepublik Deutschland) gezahlt werden. Eine Renditekurve wird steiler, wenn ein Anstieg der Zinssätze erwartet wird. Investoren werden sich für kürzere Laufzeiten entscheiden und nicht Wertpapiere mit einer längeren Laufzeit kaufen, die daraufhin eher unattraktive Zinssätze aufweisen. Eine Rezession ist ein wirtschaftlicher Abschwung. Ein Land befindet sich in einer Rezession, wenn deren Bruttoinlandsprodukt zwei aufeinanderfolgende Quartale gesunken ist. Rendite einer Staatsanleihe (siehe Rendite). Staaten wie die USA und Deutschland versteigern Staatsanleihen im Rahmen von Staatsanleiheauktionen. Die Termine für diese Auktionen stehen im Regelfall bereits mehrere Monate vorher fest. Sterling ist eine verkürzte Schreibweise der britischen Währung Pfund Sterling. Ein Austausch zukünftiger Zahlungsströme, bei der jede Partei die Zahlungsverbindlichkeiten der anderen übernimmt. Zielsetzung ist die Ausnutzung von relativen komparativen Vorteilen. (Arbitrage). Häufige Formen sind Zins- und Währungsswaps. Ein Zins-Swapsatz ist ein Zinssatz, der sich im Rahmen eines derartigen Tauschgeschäftes ergibt. Der fünfjährige Euro-Swapsatz ergibt sich aus dem Tausch des zukünftigen variablen Zahlungsstroms, der in der Regel auf der Basis des Drei-Monats-Euribors festgestellt wird, gegen einen festen Zinssatz. Letzterer ist der Euro Zins-Swapsatz. Tapering bezeichnet die Reduktion von Anleiheankäufen durch die Notenbank über einen längeren Zeitraum. Staatsanleihen, die von der US-Zentralregierung emittiert werden und eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu zehn Jahren Laufzeit haben. US-Bills haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und US-Notes von mehr als zehn Jahren. Veränderung gegenüber dem gleichen Tag/Monat/Zeitraum vom Vorjahr (yoy = year-on-year) Veränderung vom Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt Der ZEW-Index ist ein Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Der Indikator gibt die Differenz zwischen positiven und negativen Konjunkturerwartungen auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder. Siehe Renditestrukturkurve HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 8

9 IMPRESSUM HSH NORDBANK AG HAMBURG: Gerhart-Hauptmann-Platz 50, Hamburg, Telefon , Fax KIEL: Martensdamm 6, Kiel, Telefon , Fax REDAKTION UND VERSAND Volkswirtschaft Dr. Cyrus de la Rubia Sintje Boie Stefan Gäde Chefvolkswirt Analystin Analyst Tel.: Tel.: Tel.: Redaktionsschuss dieser Ausgabe: 5. Februar 2015 WEITERE ANSPRECHPARTNER DER HSH NORDBANK Sparkassen, Banken und öffentliche Kunden Nord Florian Böge Tel.: Jörg Fangmeier Tel.: Nico Hamm Tel.: Ingo Kiesler Tel.: Brigitte Kiesling Tel.: Madlen Morszeck Tel.: Philipp Morszeck Tel.: Thomas Schmidt Tel.: Helge Strack Tel.: Jan Vassel Tel.: Christian Wiedner Tel.: Sparkassen, Banken und öffentliche Kunden Süd Thorsten Aberle Tel.: Thomas Benthien Tel.: Nicole Chatenay Tel.: Sebastian Evers Tel.: Frank Jesse Tel.: Simone Joos Tel.: Sebastian Lang Tel.: Thorsten Rieper Tel.: Bodo Stadler Tel.: Steffen Wildner Tel.: Versicherungen, Versorgungswerke und Fonds Philipp Andrews Tel.: Dr. Julka Deimling Tel.: Dr. Bernd Kemmler Tel.: Anja Kunze Tel.: Tobias Linde Tel.: Dr. Bernd Nolte Tel.: Holger Pudimat Tel.: Dr. Dirk Schlochtermeyer Tel.: Corporate Sales Kristin Ehrhorn Tel.: Stefan Masannek Tel.: Debt Solutions Maik Laske Tel.: Klaus-Timm Voss Tel.: Jan Eibich Tel.: Christian Schanze Tel.: Claas Behrens Tel.: Disclaimer Die in dieser Publikation enthaltenen Marktinformationen sind zu allgemeinen Informationszwecken erstellt worden und ausschließlich zur Information bestimmt. Sie ersetzen weder eigene Marktrecherchen noch sonstige rechtliche, steuerliche oder finanzielle Information oder Beratung. Es handelt sich hierbei nicht um eine Kauf- oder Verkaufsaufforderung. Die HSH Nordbank AG weist darauf hin, dass die dargestellten Marktinformationen nur für Anleger mit eigener wirtschaftlicher Erfahrung, die die Risiken und Chancen des/der hier dargestellten Marktes/Märkte abschätzen können und sich umfassend aus verschiedenen Quellen informieren, bestimmt sind. Die in dieser Publikation enthaltenen Aussagen und Angaben basieren auf Informationen, die die HSH Nordbank AG gründlich recherchiert bzw. aus allgemein zugänglichen, von der HSH Nordbank AG nicht überprüfbaren Quellen, die sie für verlässlich erachtet, bezogen hat: Die HSH Nordbank AG hält die verwendeten Quellen zwar für verlässlich, kann deren Zuverlässigkeit jedoch nicht mit letzter Gewissheit überprüfen. Die einzelnen Informationen aus diesen Quellen konnten nur auf Plausibilität überprüft werden, eine Kontrolle der sachlichen Richtigkeit fand nicht statt. Zudem enthält diese Publikation Schätzungen und Prognosen, die auf zahlreichen Annahmen und subjektiven Bewertungen sowohl der HSH Nordbank AG als auch anderer Quellen beruhen und lediglich unverbindliche Auffassungen über Märkte und Produkte zum Zeitpunkt der Herausgabe darstellen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung übernehmen die HSH Nordbank AG und ihre Mitarbeiter und Organe keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen und Prognosen. Dieses Dokument kann nur gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in den jeweiligen Ländern verteilt werden, und Personen, die im Besitz dieses Dokuments sind, sollten sich über die anwendbaren lokalen Bestimmungen informieren. Diese Unterlagen enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentliche Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Weder die HSH Nordbank AG noch ihre Organe oder Mitarbeiter können für Verluste haftbar gemacht werden, die durch die Nutzung dieser Publikation oder ihrer Inhalte oder sonst im Zusammenhang mit dieser Publikation entstanden sind. Die HSH Nordbank AG weist darauf hin, dass eine Weitergabe der vorliegenden Materialien an Dritte nicht zulässig ist. Schäden, die der HSH Nordbank AG aus der unerlaubten Weitergabe dieser Materialien an Dritte entstehen, hat der Weitergebende in voller Höhe zu ersetzen. Von Ansprüchen Dritter, die auf der unerlaubten Weitergabe dieser Materialien beruhen, und damit im Zusammenhang stehenden Rechtsverteidigungskosten hat er die HSH Nordbank AG freizuhalten. Dies gilt insbesondere auch für eine Weitergabe dieser Publikation oder von Informationen daraus an U.S. Personen oder Personen in Großbritannien. Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung. Diese Werbemitteilung genügt nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegt nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen Die HSH Nordbank unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Marie-Curie-Str , Frankfurt am Main. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 5. Februar 2015 SEITE 9

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