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1 Marktinformationen von Union Investment 23. Mai 2011 Renten & Währungen im Blick Liebe Leserinnen, liebe Leser, Sie erhalten den aktuellen Bericht von den Renten- und Devisenmärkten (KW 20: ). Marktindikator Euro-Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) Rendite 10-jähriger Bundesanleihen Stand Veränderung seit Ultimo ,25% Bp 3,04% -3 Bp +15 Bp JPMorgan EMU Bond Index 265,67-0,2% -0,4% Spread EMU-Unternehmenszu EMU-Staatsanleihen US-Leitzins (Fed Funds Target Rate) 150 Bp -1 Bp -41 Bp 0-0,25% - - Impressum Union Investment Privatfonds GmbH Portfolios and Markets Wiesenhüttenstraße Frankfurt Rendite 10-jähriger US- Treasury-Bonds 3,15% Bp Euro-Wechselkurs in USD 1,4241-0,3% +7,5% Ölpreis (WTI) in USD/Barrel 99,49-0,2% +8,6% Griechenland: Weiche Restrukturierung vom Tisch? Bundesanleihen profitieren Ausblick und Termine der Woche

2 Die Lage in der Europeripherie bleibt unübersichtlich. Die EZB wehrt sich vehement gegen jede Art von Umschuldung. Der Ausblick auf Italiens Verbindlichkeiten wurde von S&P gesenkt. Bundesanleihen profitieren hingegen weiter. Griechenland: Weiche Restrukturierung vom Tisch? Die seit geraumer Zeit unter dem Synonym Reprofilierung diskutierten Pläne einer weichen Umschuldung der Verbindlichkeiten Griechenlands stoßen zunehmend auf Widerstand. Die in den vergangenen Wochen ins Spiel gebrachte freiwillige Verlängerung der Anleihelaufzeiten, welche letztendlich gerade die privaten Investoren einbeziehen würde, wird vor allem von der Europäischen Zentralbank vehement abgelehnt. Die EZB betrachtet eine Umschuldung der griechischen Verbindlichkeiten als ein unkalkulierbares Risiko. Zumal diese in den vergangenen Monaten selbst mit 70 bis 80 Milliarden Euro einen nicht unerheblichen Betrag in Staatsanleihen der südeuropäischen Peripherieländer, darunter auch aus Griechenland, zur Marktunterstützung aufgebracht hat. Um nicht noch mehr in den Schuldenstrudel hineingezogen zu werden, kündigte sie daher unlängst an, im Falle einer Umschuldung jeder Art griechische Staatsanleihen nicht mehr zur Refinanzierung annehmen zu wollen. Unterstützung erhielt sie dabei auch vom neuen Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann. Im Falle einer Umschuldung würden die griechischen Staatspapiere dann den Anforderungen der EZB nicht mehr genügen. Diese könnten dann nicht mehr als Sicherheit für die Geldmarktgeschäfte mit der Zentralbank dienen. Da den griechischen Finanzinstituten seit geraumer Zeit der Zugang zum Kapitalmarkt verwehrt ist, hätte dies unabsehbare Folgen für den Finanzsektor. Angesichts der prekären Lage erwarten daher sowohl die EU-Kommission als auch der IWF ein verstärktes griechisches Engagement beim Verkauf von Staatseigentum. Wie schon im Ticker der Vorwoche ausgeführt, verfügt Griechenland über umfangreiche Beteiligungen. Für den heutigen Montag wird die Entscheidung zu einem Privatisierungspaket erwartet. Bis 2015 sollen rund 50 Milliarden Euro eingenommen werden. Im Gespräch ist zunächst die Reduzierung der Engagements am Stromkonzern DEH sowie am Telekommunikationsunternehmen OTE. Nicht zuletzt erhofft man sich hiervon auch eine Stimmungsverbesserung am Kapitalmarkt, denn gegen Ende der vergangenen Woche kam es durch die Agentur Fitch zu einer weiteren Rating- Herabstufung Griechenlands um drei Stufen auf B+. EZB lehnt Umschuldung ab Griechische Staatsanleihen würden nicht mehr akzeptiert Unterstützung von der Bundesbank Umfangreiche Privatisierungen erwartet Bundesanleihen profitieren Infolge der unübersichtlichen Lage in der Europeripherie setzte sich in der vergangenen Woche am Markt für deutsche 2

3 Bundesanleihen der Trend zu nachgebenden Renditen, sprich höheren Kursen, weiter fort. Die richtungsweisenden Papiere mit 10 Jahren Laufzeit näherten sich dabei wieder der Drei-Prozent-Marke und rentierten damit gut 10 Basispunkte niedriger als US-Schatzanweisungen mit gleicher Laufzeit. Letztere gingen mit einer Rendite von 3,15 Prozent im Wochenvergleich unverändert aus dem Markt. Rückläufiger Renditetrend 4 3,8 3,6 Bundesanleihen mit 10 Jahren Laufzeit US-Schatzanweisungen mit 10 Jahren Laufzeit 3,4 3,2 3 2,8 2,6 2,4 2,2 2 Mai 10 Juli 10 September 10 November 10 Januar 11 März 11 Mai 11 Quelle: Datastream; Stand Im Rahmen der anhaltenden Unsicherheit in der Europeripherie gerieten die Risikoaufschläge zuletzt wieder etwas in Bewegung. 10jährige griechische Staatsanleihen rentierten mit 16,5 Prozent auf einem neuen Hoch, 2jährige Papiere verharrten hingegen bei 25,5 Prozent. Portugiesische Papiere quittierten die jüngste Verabschiedung des Hilfspaketes unterschiedlich. Kurze Laufzeiten verbuchten Spreadrückgänge, bei längeren Laufzeiten hatten waren leichte Erhöhungen zu beobachten. Für wenig Freude sorgt zudem zum Auftakt dieser Woche die neue Einschätzung der Ratingagentur Standard&Poor s zu Italiens langfristiger Verschuldungslage. Deren Ausblick wurde in der Nacht zum Samstag überraschend mit negativ bewertet. Zur Begründung wurden vor allem schwache Wachstumsaussichten der italienischen Wirtschaft angeführt. Die Renditen 10jähriger italienischer Staatsanleihen erhöhten sich leicht und nähern sich bei aktuell 4,8 Prozent der Fünf- Prozent-Marke. Auf Indexebene (JPMorgan EMU Bond Index) hielten sich europäische Staatsanleihen gegenüber dem Vorwochenschluss mit einem Wochenverlust in Höhe von 0,2 Prozent nahezu unverändert. Auch beim Euro war in der vergangenen Woche eine weitgehend stabile Entwicklung zu beobachten. Die Entwicklung in der Europeripherie spiegelt sich jedoch aktuell in der Gemeinschaftswährung wider. Heute Vormittag wurde zeitweise die Marke von 1,40 US-Dollar je Euro unterschritten, nachdem am Vergangenen Freitag in der Spitze noch bis zu 1,435 US-Dollar je Euro gezahlt werden mussten. Bewegung in den Risikoaufschlägen nimmt zu Italiens Verschuldungsausblick negativ Euro aktuell unter Druck 3

4 Ausblick Am Dienstag steht der deutsche ifo Geschäftsklimaindex für den Monat Mai zur Veröffentlichung an. Trotz der guten Konjunkturlage und der zuletzt veröffentlichten Daten zum Bruttoinlandsprodukt sollte eine Stagnation bzw. ein leichter Rückgang auf hohem Indexstand nicht überraschen. Am Mittwoch wird in den USA der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter Aufschluss über die Investitionsneigung in der US-Wirtschaft geben. Am Freitag werden die Verbraucherpreise in Deutschland für den Mai zeigen, ob sich der Trend zu erhöhten Kosten für den Konsumenten anhält. Nicht zuletzt die EZB wird die Daten aufmerksam zu Kenntnis nehmen, wird ihre Zinspolitik doch zum Großteil hiervon beeinflusst. Termine der Woche Montag, DE/EWU: Einkaufsmanagerindex Industrie + Dienstleistungen (Mai), 1. Schätzung USA: Chicago Fed-Index (April) Dienstag, Mittwoch, DE: ifo-geschäftsklimaindex (Mai); BIP Q.1 detailliert FR: INSEE-Geschäftsklimaindex (Mai) USA: Verkauf neuer Häuser (April) JP: Handelsbilanz (April) DE: GfK-Index (Juni) UK: BIP, (Q.1), 1.Schätzung USA: Verkauf langlebiger Güter (April) Donnerstag, FR: Verbrauchervertrauen (Mai) USA: BIP (Q1, vorläufig); Verbraucherausgaben (Q1); Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche) Freitag, JP: Einzelhandelsumsätze (April) EWU: Geldmenge M3 (April); Verbrauchervertrauen (Mai) DE: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (Mai) USA: Verbraucherausgaben (April); Verbrauchervertrauen Uni Michigan (Mai); Bis zum nächsten Montag! Ihr Portfoliomanagement Union Investment 4

5 Die Inhalte dieses Marketingmaterials stellen keine Handlungsempfehlung dar, sie ersetzen weder die individuelle Anlageberatung durch die Bank noch die individuelle, qualifizierte Steuerberatung. Dieses Dokument wurde von der Union Investment Privatfonds GmbH mit Sorgfalt entworfen und hergestellt, dennoch übernimmt Union Investment keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit. Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: , soweit nicht anders angegeben. Ihre Kontaktmöglichkeiten: Union Investment Service Bank AG, Wiesenhüttenstraße 10, Frankfurt am Main, Telefon , Telefax ; 5

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