dialog Schülergenossenschaften Seite 7 Mitgliederversammlung Kredit Seite 26 Deutscher Raiffeisentag Seite 38 Das Magazin des GVN August 2008

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1 ISSN dialog Das Magazin des GVN August 2008 Schülergenossenschaften Seite 7 Mitgliederversammlung Kredit Seite 26 Deutscher Raiffeisentag Seite 38

2 Pfandbriefbank seit 1877 Erfolg braucht einen Partner mit Weitsicht. Ein Unternehmen der WGZ BANK-Gruppe Schnell, flexibel und stets hellwach - als Spezialist für leistungsstarke Baufinanzierung haben wir Ihre Belange immer im Blick. Schauen Sie ruhig genauer hin, denn wir überzeugen Sie gern mit Übersicht und vollem Einsatz, zukunftsfähigen Produkten und hoher Servicequalität. Profitieren Sie von unserem vielfältigen Leistungsspektrum und maßgeschneiderten Lösungen für Ihre Finanzierung. In der Immobilienfinanzierung reicht unsere Produktpalette von Forwarddarlehen über Darlehen zur Zwischenfinanzierung bis hin zu Darlehen mit Sondertilgungsmöglichkeiten für den privaten und gewerblichen Bereich. Im Segment der Öffentlichen Kunden stehen wir Ihnen u. a. mit klassischen Kommunalfinanzierungen, strukturierten Finanzierungen, Schuldenmanagement und PPP-Finanzierungen zur Seite. WL BANK Münster I Düsseldorf I Berlin I München Sentmaringer Weg Münster Tel Fax Im FinanzVerbund der Volksbanken Raiffeisenbanken

3 INHALT DIALOG 08/2008 AKTUELLES Editorial Kurzmeldungen Aktuelle Seminare Ehrungen Persönlich Impressum ALLGEMEINES Verbändefusion kommt Bremen als neue Geschäftsstelle GVN Pilotprojekt Schülergenossenschaften mit besten Noten.. 7 Genossenschaftsgeschichte an der Hamburger Uni Vor 60 Jahren kam die DM Berufsakademie bundesweites Spitzenranking ,,Pilotenschein für geprüfte Handelsfachwirte (IHK) GELD UND KREDIT 38. Internationaler Jugendwettbewerb Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Kredit Presseleiter des Verbundes und der Verbände im Norden Fair bringt mehr Union Investment: Vermögensumstrukturierung in LÄNDLICHE GENOSSENSCHAFTEN Milchwirtschaft: Lösungswege gemeinsam gehen Tag des offenen Hofes DRV: Agrarbranche im Zeichen des Preisanstieges Agravis: Herausforderungen und Wachstumskurs GVN: Kapitel Altschulden beendet GEWERBLICHE GENOSSENSCHAFTEN Innovationspreis 2008 für genossenschaftliche Biogas Tankstelle Arbeitskreis Biogas in Hohen Wangelin Energieversorgung Honigsee eg gegründet MEGA: Wettbewerbsvorteile durch Wissensvorsprung Genossenschaften gestalten Gesundheitsregionen der Zukunft ALLGEMEINES / VERBAND 3

4 EDITORIAL KURZMELDUNGEN Liebe Leser, kein Sturm im Wasserglas, sondern ein hart und zum Teil persönlich geführter, Grenzwerte überschreitender Lieferboykott war das, was die Milchwirtschaft da erlebt hatte. Eine Spaltung der Milcherzeuger in Marktanhänger und Regulierer war damit vollzogen. Der jüngste Milchgipfel nun unter Moderation von Minister Seehofer signalisierte wohlmeinende gemeinsame Absichtserklärungen der Marktpartner. Politischen Flankenschutz sollen vor allem mengenregulierende Maßnahmen sowie ein 300 Mio. Euro starker Milchfonds zur Abfederung von Härten für benachteiligte Milcherzeuger bieten. Darüber hinaus soll über die Weiterentwicklung der Molkereistruktur mit Leuchtturmprojekten Augenhöhe mit dem LEH erzielt werden. Wie geht es weiter? Faktum ist: Marktwirtschaft und Planwirtschaft passen nicht zusammen. Die EU setzt auf Markt. Begrenzungen würden die freie Entfaltung unternehmerischer Kräfte zementieren. Marktanteile gingen verloren. Und der Verbraucher würde einen höheren Milchpreis kaum akzeptieren. Von kartellrechtlichen Bedenken einmal ganz abgesehen. Auch der GVN befürwortet auskömmliche und faire Milchpreise. Die Politik kann Preise aber nicht verordnen, die muss der Markt hergeben. Sowohl der Milcherzeuger als auch seine Molkerei müssen betriebswirtschaftlich gut aufgestellt sein. Auch über Wachstum entscheidet er auf seinem Hof wie auch in der Genossenschaft als Mitglied. Seine Stimme zählt. Denn grundsätzlich ist die Zeit für Milch gut. Gerade bei wachsender Weltbevölkerung. Herzlichst Ihr Joachim Prahst Kieler Sprotten im EM-Fieber Genossenschaftliches Fussballturnier im EM-Land Schweiz. Die durstigen Kieler Sprotten nach erfolgreichem Spiel. Ende Mai trafen sich in Zürich genossenschaftliche Fußballer zur Aufwärmrunde für die Europameisterschaft. Die DZ PRIVAT- BANK Schweiz hatte aus 61 bundesweiten Bewerbungen zehn Volksbanken Raiffeisenbanken ausgelost und nach Zürich eingeladen, um den genossenschaftlichen Meister 2008 zu küren. Aus Schleswig-Holstein war die Kieler Volksbank unter dem Namen Kieler Sprotten angereist. Auf dem grünen Die perfekte Fanbetreuung Rasen hörte dann in dem sonst auch spaßigen Turnier für einen kurzen Moment die genossenschaftliche Nestwärme auf. Es wurde hart und fair um jede Chance gekämpft und dem Publikum boten sich zahlreiche spannende Torszenen. Als Gewinner ging schließlich die Volksbank Herrenberg-Rottenburg vom Platz, die im Finalspiel die Heidenheimer Volksbank geschlagen hatte. Text/Foto: Kieler VB Volksbank-Parkplatz in Hildesheim wurde EM-Fan-Arena. Das konnte sich sehen lassen: Die Volksbank Hildesheim eg stellte sich auf ihrem Kundenparkplatz ganz in den Dienst der Fußball- EM. Auf einer riesigen Leinwand konnten die Fußballbegeisterten insgesamt 27 spannende Spiele verfolgen. Fast Besucher zählte die EM-Fan-Arena an 19 Spieltagen. Die einhellige Meinung: Einfach klasse! Damit hat sich die Volksbank in der ersten Liga des Public Viewing einen Namen gemacht, zumal dank Sponsorenhilfe auch aus dem Finanz- Verbund der Eintritt kostenlos war. Vorstandsvorsitzender Michael Siegers zeigte sich Fans allein beim EM-Finale. sehr zufrieden mit der Resonanz. Auch für die VIP s war bestens gesorgt sie konnten in einem Extrabereich ganz entspannt mitjubeln und mitleiden. Text: GVN/Foto: VB Hildesheim 4 AKTUELL

5 Ausgezeichnet! Der GVN und die Volksbank Grafschaft Hoya erhalten die förderplakette Partner der Feuerwehr. Mit der Förderplakette Partner der Feuerwehr hat der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.v. den Genossenschaftsverband Norddeutschland und die Volksbank Grafschaft Hoya eg ausgezeichnet. Der Preis wurde anlässlich der 97. Landesverbandsversammlung des Feuerwehrverbandes Ende Mai 2008 in Celle vom Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Hans Greulich, und von Staatssekretär Wolfgang Meyerding als Vertreter des Innenministers in feierlichem Rahmen überreicht. Verwaltungsleiter Josef Schrader und der Brandschutzbeauftragte Hartmut Paulmann nahmen die Ehrung für den GVN entgegen, Vorstandsmitglieder Dieter Meyer und Gerd Wiebking für die Volksbank Grafschaft Hoya. Mit dieser Herausragend! Union Investment vergibt Prix de Fonds Auszeichnung würdigt der Feuerwehrverband Unternehmen, die in besonderer Weise mit der Feuerwehr zusammenarbeiten, sei es durch die Freistellung von Feuerwehrmitgliedern für Einsätze während der Arbeitszeit oder durch eine gute Zusammenarbeit beim Brandschutz vor Ort. Text/Foto: GVN Große Freude über die Auszeichnung: Gerd Wiebking, Hartmut Paulmann, Josef Schrader, Dieter Meyer (v. l.) Für ihre herausragenden Vertriebsleistungen im Investmentfondsgeschäft erhielten insgesamt 15 Genossenschaftsbanken Mitte April 2008 in Frankfurt am Main die begehrte Auszeichnung Prix de Fonds, die im Rahmen eines Fachkongresses feierlich verliehen wurde. Mit dem Preis dankte Union Investment den Banken in besonderer Weise für die gemeinsam erreichten Erfolge im vergangenen Jahr. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes konnte der genossenschaftliche FinanzVerbund im Fondsgeschäft einen starken Nettoabsatz von 12,2 Mrd. Euro erreichen. Im Genossenschaftsverband Norddeutschland erhielt die Volksbank eg Braunschweig/ Wolfsburg den Prix de Fonds 2008 in Gold in der Größenklasse der Banken mit Einlagen über 1 Mrd. Euro. Die Auszeichnung in Bronze ging an die Volksbank Raiffeisenbank eg Husum-Eiderstedt- Viöl für Banken mit Einlagen bis 500 Mio. Euro. Text/Foto: Union Investment Jörg Bork, Vorstand der R+V Krankenversicherung, freut sich über die Auszeichnung. Platz 1 für die R+V Krankenversicherung Zeitschrift Capital zeichnet die besten Versicherer 2008 aus. Produktqualität, Preis-Leistungs-Verhältnis und Kundenzufriedenheit auf allen Gebieten ist die R+V Krankenversicherung spitze. Das bestätigte die Zeitschrift Capital, die in der Sparte Krankenversicherung den 1. Platz an die R+V vergab. Gemeinsam mit einem renommierten Analysehaus hat Capital die Versicherer einem aufwändigen Bewertungsverfahren unterzogen. Zusätzlich gaben die Beschwerde-Statistiken der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Auskunft, inwieweit die besten 15 Unternehmen ihre Kunden bei der Schadenregulierung fair behandelt haben. Dankte den Banken: Dr. Rüdiger Ginsberg, Vorstandsvorsitzender der Union Asset Management Holding AG. Wir verstehen uns als Dienstleister für den Kunden, betont Dr. Friedrich Caspers, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung, deshalb freuen wir uns besonders, dass auch unsere konsequente Kundenorientierung so guten Anklang gefunden hat. Die R+V Krankenversicherung bietet für ihre vollversicherten Kunden seit 2003 ein spezielles Betreuungsprogramm für Diabetiker folgte ein Programm für Asthmatiker und aktuell entwickelt R+V ein Managed-Care-Programm für Brustkrebspatienten. Text/Foto: R+V Aktuell 5

6 Die Verbändefusion kommt Mit der Fusion des Genossenschaftsverbandes Norddeutschland (GVN) und des genossenschaftsverbandes Frankfurt (GVF) wird der größte genossenschaftliche Regionalverband Deutschlands entstehen. W ir sind mit unseren Fusionsverhandlungen im partnerschaftlichen Einvernehmen auf sehr gutem Weg, erklärt GVN-Vorstandsvorsitzender Michael Bockelmann. Unser neuer Verband wird als Genossenschaftsverband e.v. firmieren und seinen Sitz in Frankfurt haben. Der Verschmelzungsvertrag und die Satzung des neuen Verbandes befinden sich derzeit in der Abstimmung. Die Mitglieder beider Verbände werden Anfang November 2008 über die Verschmelzung beraten und beschließen. Sie soll rückwirkend zum 30. Juni 2008 erfolgen. Mit der Fusion von GVN und GVF entsteht der größte genossenschaftliche Regionalverband in Deutschland mit vier Millionen Mitgliedern in den genossenschaftlichen Unternehmen von 13 Bundesländern. Seit Anfang 2008 führen beide Genossenschaftsverbände Fusionsgespräche. Wir streben die Verschmelzung aus einer beiderseitigen wirtschaftlichen Stärke heraus an, so Bockelmann, und sehen diesen laufenden Fusionsprozess als beispielgebend. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Qualität der Verbandsleistungen zum Nutzen unserer Mitglieder zu verbessern und auf der Grundlage einer einheitlichen Beitragsstruktur die Verbandsbeiträge in den nächsten fünf Jahren schrittweise abzusenken. Daraus ergibt sich ein Nettoeffekt von rund 12 Millionen Euro Kostenentlastung, die wir an unsere Mitglieder weitergeben. Bockelmann betont, es werde fusionsbedingt weder einen Stellenabbau noch Kündigungen geben. Es werden aber auch keine neuen Stellen geschaffen. Neue Geschäftsstelle in Bremen Der GVN wird in Bremen in den nächsten Monaten eine neue Geschäftsstelle eröffnen. Wir Künftige operative Standorte Prüfung/Betreuung Banken Strategiezentrum Prüfung/ Betreuung Banken Prüfung/Betreuung Ware Strategiezentrum Prüfung/ Betreuung Ware Unternehmensberatung Steuer- und Rechtsberatung Bildungsakademie Umsetzung bis haben im Bremer Raum insgesamt 84 angeschlossene Genossenschaften und sehen die regionale Nähe zu unseren Mitgliedern als unser Kapital und unsere Tradition. Mit der Fusion wollen wir uns nicht von der Basis entfernen, sondern mit flächendeckenden Geschäftsstellen für unsere Mitglieder einen Standortvorteil ermöglichen, erklärt Bockelmann. Tätigkeitsschwerpunkte der neuen Bremer Geschäftsstelle werden die Bereiche Prüfung/Betreuung Banken, Steuer- und Rechtsberatung sowie Prüfung/Betreuung Ware sein. Strategiezentren in Hannover und Frankfurt Bad Münster Saarbrücken Bremen Neu-Isenburg Der GVN-Standort in Hannover wird zentrales Strategiezentrum für den Bereich Prüfung/Betreuung Ware, der Standort Frankfurt wird Strategiezentrum für den Bereich Prüfung/Betreuung der Banken. Am Standort Hannover wird es auch weiterhin zwei Vorstände geben: GVF-Verbandsdirektor Martin Bonow wird seinen Dienstsitz von Frankfurt nach Hannover verlegen und gemeinsam mit GVN-Vorstand Horst Mathes den Verband vertreten. GVN-Vorstand Michael Bockelmann wird im Gegenzug nach Frankfurt wechseln und dort zunächst als Stellvertreter von GVF-Präsident Walter Weinkauf tätig werden. Text/Grafik: GVN Rendsburg (Isernhagen) Hannover Kassel/Baunatal Schwerin Leipzig Berlin 6 Allgemeines / Verband

7 GVN-Pilotprojekt Schülergenossenschaften mit besten Noten Startschuss des Niedersächsischen Kultusministeriums für 50 weitere Schülergenossenschaften in Niedersachsen. Eine Veranstaltung für ganz besondere Mitglieder richtete der Genossenschaftsverband Norddeutschland am 24. Juni 2008 aus: Elf Schülerfirmen von insgesamt 270 aus Niedersachsen waren zur Abschlussveranstaltung des bundesweit ersten Schülergenossenschaften -Projektes nach Hannover gekommen, um vor großem Publikum ihre Erfahrungen zu schildern. GVN-Vorstand Michael Bockelmann charakterisierte die positive Entwicklung treffend: Früher hieß es: Was ist eine Schülergenossenschaft? Heute heißt es: Bist Du auch Mitglied in einer genossenschaftlichen Schülerfirma? Der GVN-Chef lobte das Projekt als beispielhaftes Schülerengagement: Die Schülergenossenschaften sind nach nur zwei Jahren ein Vorbild und Erfolgsmodell sowohl für Schüler als auch für Lehrer geworden. Wir streben eine bundesweite Ausweitung an. Dazu sind Gespräche mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan vorgesehen. Honigmacher und Beauty Queens Vor mehr als 100 Gästen aus Politik und Wirtschaft stellten die Schüler eindrucksvoll ihre eigenen Firmenideen, Dienstleistungen und Produkte vor. NDR-Moderator Sven Tietzer erfuhr im Interview Einzelheiten aus erster Hand: So haben sich wieder zwei Schüler der IGS List aus Hannover durch ihre Mitarbeit in der Schülergenossenschaft Imkerei für den Imkerberuf entschieden so wie bereits 15 andere vor ihnen, die ebenfalls Mitglieder der Schülerfirma waren und nun erfolgreiche Imker sind. Schöne Dienstleistungen haben sich die angehenden Kosmetikerinnen der Schülergenossenschaft Beauty Akzent der Berufsbildenden Schulen III aus Oldenburg auf die Fahne geschrieben: Für kosmetische Behandlungen und Beratungen stehen für Kunden eigene Fachpraxisräume in der Schule zur Verfügung. Der Terminkalender ist immer gut gefüllt die beste Voraussetzung für den Start in die berufliche Selbstständigkeit. Großes Lob gab es von Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg, die das Projekt maßgeblich Das GVN-Projekt Schülergenossenschaften in Niedersachsen : Im September 2006 rief der GVN das Projekt Schülergenossenschaften in Niedersachsen ins Leben, um die Genossenschaft als demokratische und soziale Rechtsform für die Gründung von Schülerfirmen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen. Bei den Schülergenossenschaften geht es nicht darum, die Gewinnmaximierung zu erlernen, sondern Fähigkeiten des Einzelnen zu fördern und Schlüsselkompetenzen wie beispielsweise die Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu erwerben. Das Besondere: Bei diesem Projekt kommen Schüler aller Schulformen zusammen von der Haupt- und Förderschule über Gesamtschulen bis hin zu Gymnasien und berufsbildenden Schulen. Projektpartner sind die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung Transfer 21-Niedersachsen, die Fachhochschule Frankfurt am Main als wissenschaftliche Begleitforschung sowie die Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken und die Niedersächsische Lotto Stiftung aus Mitteln der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie als Förderer. Allgemeines / Verband 7

8 Ihr habt alle einen Preis verdient! Schülergenossenschaften im Nachhaltigkeitswettbewerb ausgezeichnet. Minister Walter Hirche überbrachte als Deutscher UNESCO-Präsident an den GVN die UN-Auszeichnung. GVN-Chef Michael Bockelmann (r.) und BLK-Landeskoordinator Rolf Dasecke (l.) zeigten sich erfreut. geplant hatte und wissenschaftlich begleitete: Die Schüler sind durch ihre Mitarbeit bei den Schülergenossenschaften hilfsbereiter, selbstständiger und kritikfähiger geworden. Göler von Ravensburg nannte das praktische Lernen in einer genossenschaftlichen Schülerfirma einen unverzichtbaren Bestandteil der eigenen Persönlichkeitsbildung junger Menschen. Hohe Auszeichnung Der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche nahm in seiner Funktion als Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission die GVN-Abschlussveranstaltung zum Anlass, die Schülergenossenschaften als offizielles UN-Dekade-Projekt auszuzeichnen als Anerkennung, wie Nachhaltiges Lernen praktisch verwirklicht werden kann. Hirche: Eine Bildung für nachhaltige Entwicklung, die einen Beitrag zu den großen globalen Herausforderungen unserer Zeit leisten möchte, ist auf die aktive Mitwirkung eines jeden Einzelnen angewiesen. Die Schülerfirmen und -genossenschaften sind eine beispielhafte Möglichkeit, Partizipation schon in der Schule zu praktizieren, denn sie vermitteln entscheidende Kompetenzen im Bereich des wirtschaftlichen Handelns. Das Niedersächsische Kultusministerium gab bekannt, aufgrund des Projekterfolges bis 2012 in ganz Niedersachsen 50 Schülergenossenschaften zu gründen. Staatssekretär Peter Uhlig: Nachhaltige Schülergenossenschaften schaffen eine ideale Lernumgebung und bieten zudem noch ein Höchstmaß an Sicherheit für alle Beteiligten durch das klare Konzept, die geklärten rechtlichen Rahmenbedingungen und die intensive Begleitung durch die Betreuer und Prüfer des GVN sowie die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für nachhaltige Schülerfirmen des Landes Niedersachsen. Fotos: Fender Autorin: Ute Delimat GVN-Presseabteilung Tel.: 0511/ Auszeichnung Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung : Das Projekt Schülergenossenschaften in Niedersachsen darf für zwei Jahre den Titel Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung tragen, dessen Ursprung auf den Weltgipfel 2002 in Johannesburg zurückgeht. Die UNESCO ist für die internationale Koordination der Weltdekade verantwortlich. In Deutschland wird die Dekade von der Deutschen UNESCO-Kommission betreut, deren Fachjury herausragende Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung auszeichnet. Auf diese Weise wird der vielfältigen Bildungslandschaft in Deutschland Rechnung getragen und das lokale Engagement unterstützt. Unter dem Motto gut besser nachhaltigkeitsfähig beteiligten sich 50 niedersächsische Schülerfirmen am Nachhaltigkeitswettbewerb vom Bildungsprogramm Transfer-21. Insgesamt 48 kreative Schülerfirmen waren am 18. Juni 2008 nach Hannover gekommen und warteten gespannt auf die Bekanntgabe der Sieger. Gesundes Frühstück, wiederverwertbare Büromaterialien, Futterhäuschen für den Naturschutz oder die Eventagentur für Veranstaltungen: Im Foyer des niedersächsischen Landtages präsentierten sich die Schülerfirmen mit ihren vielfältigen Ideen und Dienstleistungen. Mehr als 200 Gäste und Besucher waren von so viel nachhaltigen Unternehmen sehr beeindruckt. Zu den insgesamt 15 Siegerteams, die jeweils eine Urkunde und ein Preisgeld von 400 Euro erhielten, gehörten auch die beiden Schülergenossenschaften Coole Schule der Carl-Stahmer-Hauptschule aus Georgsmarienhütte und Letheladen der Kurt-Löwenstein-Förderschule aus Wardenburg. Niedersachsens Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz, Wirtschaftsminister Walter Hirche und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann lobten das Engagement der Schüler. Schwarz brachte es auf den Punkt: Für das große Engagement habt Ihr eigentlich alle einen Preis verdient! Text: GVN 8 Allgemeines / Verband

9 Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Das Gymnasium der Eichenschule in Scheeßel mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Oak-School-Junior-Business-Departement (vlnr.: Simon, Lucas, Felix, Maike, Herr Anders). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die Carl-Stahmer- Hauptschule aus Georgsmarienhütte mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Coole Schule (vlnr.: Konstantin, Herr Hamm, Herr Ingenpass, Torben, Herr Lesemann, Raimund, Herr Hirsch). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die BBS 1 Northeim mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma sports & more (vlnr.: Herr Krohn, Alexander, Hassan, Isabell, Stefan, Herr Brennecke). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die IGS List in Hannover mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Imkerei (vlnr.: Herr Strathmann, Florian, Herr Ratsch, Lennardt, Tomke, Leon, Jennifer, Nils). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Das Gymnasium an der Willmsstraße in Delmenhorst mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma axxi.de (vlnr.: Joseph, Herr Bernert, Felix, Richard, Tanja). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die Kurt-Löwenstein-Schule in Bleckede mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Bleckeder Holzwürmer (vlnr.: Herr Schröder, Hassan, Pascal, Dennis, Herr Bothmann). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die BBS II Aurich mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Orange Service (vlnr.: Herr Hoyer, Fabian, Thomas, Lars, René, Mathias, Dennis, Ina). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die BBS III Oldenburg mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Beauty Akzent (vlnr.: Robert, Britta Riemann, Michaela, Tanja, Frau Kuska). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die IGS Flötenteich in Oldenburg mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma schoolart (vlnr.: Demian, Erik, Tobias, Frau Benecke). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die Schule an der Schaperdrift in Oedeme mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Lecker Schmecker (vlnr.: Christina, Anika, Ann-Christin, Hannah, Kim, Laura, Tobias, Frau Vahlbruch). Ausgezeichnete Schülergenossenschaft: Die Letheschule in Wardenburg mit ihrer genossenschaftlichen Schülerfirma Letheladen (vlnr.: Frau Knostmann, Hannes, Marcel, Derek, Patrick, Frau Gers-Grapperhaus, Frau Meyerjürgens). Freuten sich über das Schülerengagement (vrnl): GVN-Chef Michael Bockelmann, Wirtschaftsminister Walter Hirche, Kultusstaatssekretär Peter Uhlig und CDU-Generalsekretär Ulf Thiele. Allgemeines / Verband 9

10 Der richtige Weg, um Erfahrungen der Vergangenheit für eine solidarische Gesellschaft zu nutzen. Neue Arbeitsstelle für Genossenschaftsgeschichte an der Universität Hamburg. D as deutsche Genossenschaftswesen und ihr Gründungsvater Hermann Schulze-Delitzsch so wird es erstmals im Seminarplan des Wintersemesters 2008/09 der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg stehen. Dieser Erfolg ist Dr. Holger Martens, Geschäftsführer von Geschichtswerk eg und Vorsitzender des Vereins Adolph von Elm Institut für Genossenschaftsgeschichte e.v., zu verdanken. Er gehört zu den Initiatoren der neu eingerichteten Arbeitsstelle für Genossenschaftsgeschichte und wird das Seminar leiten. dialog sprach mit dem Historiker über Gründe und Pläne: Herr Dr. Martens, was hat Sie zu dem Schritt veranlasst, sich für diese Arbeitstelle zu engagieren? Martens: Die Genossenschaftsgeschichte fand über viele Jahre an den rechts-, wirtschafts- und agrarwissenschaftlichen Instituten Berücksichtigung. Aufgrund von strukturellen Veränderungen und Neubesetzungen von Lehrstühlen kam es allerdings zu einer Konzentration auf die Gegenwart des Genossenschaftswesens. In Hamburg können wir nun erstmals wieder an einem Historischen Seminar einer deutschen Universität die Geschichte des Genossenschaftswesens in den Fokus stellen. Und durch die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft Genossenschaftswissenschaftlicher Institute hat dieser Schritt auch bundesweit Anerkennung gefunden. Die Mitglieder des Beirates (v. l.): Dr. Andrea Brinckmann, Dr. Martin Kleinfeld, Prof. em. Dr. Günther Ringle, Prof. Dr. Franklin Kopitzsch, Dr. Holger Martens, Dr. Burchard Bösche und Dr. Peter Gleber (nicht im Bild). Wozu brauchen wir Geschichte? Martens: Grundsätzlich müssen wir unsere Geschichte kennen, um zu wissen, woher wir kommen. Die Gründungsväter des deutschen Genossenschaftswesens, Hermann Schulze- Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, haben einen Weg gewiesen, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat. All die Startschwierigkeiten von Unternehmen beispielsweise, all die Fragen zur Finanzierung und vieles mehr wiederholen sich. Nur wenn wir uns die Geschichte des Genossenschaftswesens vergegenwärtigen, sind wir in der Lage zu entscheiden, auf welchen Traditionen wir bauen können, was wir verändern und weiterentwickeln wollen. Darüber hinaus zeigt die Geschichte aber auch, in welchen Bereichen und unter welchen Umständen die Genossenschaftsidee besonders erfolgreich ist. Deshalb können historische Erkenntnisse auch für politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse sehr gut herangezogen werden. Welche Aufgaben wird die Arbeitsstelle übernehmen? Martens: Durch Forschungsarbeit und Veröffentlichungen soll einem breiteren Publikum die Bedeutung der Genossenschaften in Wirtschaft und Gesellschaft näher gebracht werden. Die seit 2006 vom Historischen Seminar unterstützten Tagungen zur Genossenschaftsgeschichte werden nun auch von der Arbeitsstelle ausgerichtet. Sie wird außerdem ein Netzwerk von an der Genossenschaftsgeschichte interessierten Personen, Institutionen und Organisationen auch international aufbauen. Darüber hinaus ist ein biografisches Lexikon zur Genossenschaftsgeschichte als Datenbank geplant, das Gründerpersönlichkeiten und Personen, die für die Entwicklung der Genossenschaften wichtig waren sowie Genossenschaftsmitglieder und -mitarbeiter, die beispielhaft für das Genossenschaftsleben stehen, vorstellen wird. Foto: Martens Kontakt: Dr. Holger Martens Arbeitsstelle für Genossenschaftsgeschichte, Universität Hamburg Tel.: 040/ Allgemeines / Verband

11 Die Kunst, zu begeistern: Mit LuxCredit steigern Sie nicht nur die Kundenzufriedenheit Top-Bewertung: Note 1,84 als Gesamtzufriedenheit der Befragten. Mindestens ebenso zufrieden sind die mehr als 800 Volksbanken Raiffeisenbanken, mit denen wir nahezu LuxCredit Finanzierungen bereitgestellt haben. Nicht nur, weil sie damit ihre Kunden nachhaltig begeistern Ein Produkt auf Erfolgskurs: der Währungskredit LuxCredit. Das hat der TÜV Saarland in seiner Studie mit deutschlandweit befragten Kunden festgestellt. Sie bescheinigen LuxCredit ebenso wie den Volksbanken Raiffeisenbanken, die den Währungskredit anbieten, hohe Kompetenz und Qualität. 96% der Kunden bestätigen, dass LuxCredit zinsgünstiger ist als eine können: Es zahlt sich auch aus für sie. Das hohe Niveau der Automatisierung ermöglicht eine schnelle Bearbeitung. Die Produktinformationen sind optimal aufbereitet. Und das Beste: Neben hohen Erträgen erschliessen sich attraktive Cross-Selling-Potenziale. Gute Gründe, LuxCredit als Kernprodukt im Aktivgeschäft zu positionieren. Weitere Informationen erhalten Sie unter oder im VR-BankenPortal. Finanzierung in Euro. Rund 80% waren mit der Beratung vor Ort mehr als zufrieden. Über 90 % der Kunden würden LuxCredit weiterempfehlen. Ergibt unter dem Strich eine Im FinanzVerbund der Volksbanken Raiffeisenbanken

12 Vor 60 Jahren kam die DM Dokumente bei der Volksbank Walsrode geben Aufschluss über die Währungsreform. Die Aktion hieß Bird Dog (Spürhund) und war streng geheim. Drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sollten die Deutschen in den drei westlichen Besatzungszonen eine neue Währung erhalten. Das neue Geld wurde in Amerika gedruckt und in unauffällige Kisten verpackt lange vor der Zeit nach Europa verschifft: Tonnen Bargeld, rund zehn Milliarden Mark der Grundstock für das spätere deutsche Wirtschaftswunder. Wie ging der Umtausch konkret vonstatten? Aufschluss geben Unterlagen der Volksbank Walsrode, die durch Fusionen in der heutigen Volksbank Lüneburger Heide aufgegangen ist. Die Dokumente befinden sich im Genossenschaftlichen Archiv in Hanstedt. Reichsmark ohne Wert Die Not war groß: die Städte in Trümmern, die Wirtschaft zerrüttet, die Reichsmark fast ohne Wert. Kohlenklau, Hamster- und Schwarzmarktkäufe waren an der Tagesordnung. Rückblickend stellte der Vorstand der Volksbank Walsrode 1959 fest: Schwarzmarkt und Tauschgeschäfte lösten ein normales Geschäftsleben ab. Der Zahlungsmittelumlauf war seit Beginn des Krieges 1939 stark angestiegen. Unser Geld verlor fast völlig seine Kaufkraft. Auf korrektem Wege waren die einfachsten Dinge des täglichen Bedarfs kaum noch zu erhalten. Es zeigten sich ähnliche Vorgänge wie in den Inflationsjahren 1918 bis Erst mit dem Übergang der amerikanischen Politik zum Marshall- Plan trat eine Wende ein. Die Währungsreform am 20. Juni 1948 brachte den erhofften wirtschaftlichen Umschwung. Zunächst mussten auch wir eine Enttäuschung hinnehmen. Unsere Bilanzsumme Währungsreform bei der Volksbank Walsrode: Die Arbeit erforderte ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Ausdauer. verringerte sich von 28 Millionen Reichsmark auf 1,648 Millionen Deutsche Mark. Unsere offenen Reserven, sprich Rücklagen, schrumpften von Reichsmark auf rund Deutsche Mark. Die Früchte jahrelanger sorgfältiger Geschäftsführung waren damit abermals zu einem großen Teil verloren gegangen, so Vorstand August Gundlach. Am Sonntag kam das neue Geld Der 20. Juni 1948, ein Sonntag, war der Tag X : Jeder Einwohner erhielt bei Ablieferung von Altgeldnoten desselben Nennbetrages das so genannte Kopfgeld von 60 DM, davon 40 DM bar auf die Hand, den Rest im Laufe der nächsten zwei Monate. Bank-, Sparguthaben und Schulden wurden im Verhältnis 10:1 und das im Umlauf befindliche Bargeld 100:5 abgewertet. Löhne, Gehälter, Mieten und Preise blieben unberührt. Das Spargeld war nur zur Hälfte verfügbar, der Rest wurde zu 70 % gestrichen. Das Umstellungsverhältnis verschlechterte sich dadurch auf 10:0,65. Die Umstellung erforderte ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Ausdauer. Auf längere Sicht bedeutete sie eine außergewöhnliche Belastung. Bei der Hauptstelle und den Filialen wurden zur Umstellung angemeldet: Reichsmarkkonten mit einer Gesamtsumme von 28,042 Mill. RM, an Altgeld wurden eingezahlt 2,161 Mill. RM zusammen 30,203 Mill. RM. Bei Anmeldungen einschließlich des eingezahlten Altgeldes betrug der durchschnittliche Anmeldebetrag rund Reichsmark. Geschafft! Insgesamt 2,161 Mio. Reichsmark wurden eingezahlt. Vor den Mitarbeitern stapeln sich Bündel alter Reichsmark-Noten. Volle Schaufenster Die Auswirkungen der Währungsreform waren schon am darauf folgenden Montag sichtbar: In den Geschäften gab es wieder Waren, sogar die Schaufenster zeigten etwas her. Was vorher zu den absoluten Mangelgütern gehörte war auf einmal in ausreichender Menge vorhanden und frei verkäuflich. Viele Geschäftsleute hatten sie in Erwartung der Währungsreform zurückgehalten und gehortet. Jetzt belebte sich die Wirtschaft, die Produktion stieg. Es begann die Bewährungsprobe der jungen Deutschen Mark. Durch wohlüberlegte wirtschaftliche Maßnahmen wurde der anfängliche Kaufkraftüberhang in wenigen Monaten beseitigt. Es folgte eine stetige Aufwärtsentwicklung, sagte Gundlach. Das macht auch der Vergleich der wichtigsten Kennzahlen deutlich. Die Volksbank Walsrode registrierte am Einlagen DM DM Ausleihungen DM DM Bilanzsumme DM DM Damit war das Wirtschaftswunder auch in der Heide angekommen. Fotos: Geno-Archiv Autor: Joachim Matz Vorstand Stiftung Geno-Archiv Tel.: Allgemeines / Verband

13 Mit der DZ BANK International und der DZ PRIVATBANK Schweiz bieten Sie Ihren vermögenden Kunden die ganze Welt des Private Banking. Und die Auswahl zwischen drei der renommiertesten Adressen für private Investoren: Luxemburg, Zürich und Singapur. Dort sind wir mit eigenen Kompetenzcentern vertreten, in denen unsere erfahrenen Anlageexperten für den Erfolg Ihrer Kunden arbeiten. In Länder übergreifender Kooperation. Ein breites Produktund Servicespektrum wie individuelle Vermögensverwaltung, PPS, SwissRubinum und weitere Privatbankdienstleistungen gibt Ihnen viel Spielraum für maßgeschneiderte Lösungen, die selbst die anspruchsvollsten Kunden überzeugen.

14 Der Liebling der Deutschen Die DM bleibt die beliebteste Währung trotz erfolgreichem Euro. Voll Wehmut denken viele Deutsche immer noch an alte D-Mark-Zeiten zurück. Heute, knapp zehn Jahre nach Einführung des Euro, fordert immer noch ein Drittel von ihnen die DM zurück. Die älteren Bundesbürger entsinnen sich noch an den 18. Juni 1948 einem Freitag als abends über die Rundfunkgeräte der amerikanischen, britischen und französischen Zone im zerbombten und besetzten Deutschland die Stimme von Jack Bennet, Finanzberater des amerikanischen Generals und Militärgouverneurs Lucius D. Clay, verkündete: Heute Abend haben die Militärregierungen die ersten Mitteilungen über die Neuordnung der deutschen Währung bekannt gegeben. Mit dem kommenden Sonntag werden die drei Zonen, also der größte Teil Deutschlands, eine neue Währung haben. Die neue Währung heißt Deutsche Mark. Das Geld kam in 5000 Holzkisten Die Vorgängerin der D-Mark (DM), die Reichsmark (RM), war zur Kriegsfinanzierung kräftig durch die Notenpresse vermehrt worden. Die Inflation galoppierte. Lebensmittel und andere Konsumgüter wurden den Deutschen nur noch auf Karte und Bezugsschein zugeteilt. Tauschhandel und Schwarzmarkt blühten und viele Menschen hungerten. Die vier Besatzungsmächte erzielten keine Einigkeit in der Frage einer Währungsreform für ganz Deutschland. Nachdem das Konzept einer gemeinsamen Deutschlandpolitik der vier Alliierten Ende 1947 im Londoner Rat der Siegermächte scheiterte und die Sowjets aus dem alliierten Kontrollrat ausscherten, beschlossen Amerikaner, Briten und Franzosen die Währungsreform allein voranzutreiben. Ein Plan war bereits 1946 von dem amerikanischen Ökonomen Raymond W. Goldsmith und dem damaligen Kieler Finanzwissenschaftler Gerhard Colm ausgearbeitet worden. Die neuen Banknoten waren bereits seit 1947 in den USA gedruckt worden und bis April 1948 unter strengster Bewachung in 5000 Holzkisten nach Frankfurt am Main transportiert worden. Von dort aus wurden sie am 20. Juni 1948 in der Operation Bird Dog (Spürhund) durch die US-Army in den Verkehr gebracht. In den Augen des Leiters der Operation, US- Leutnant Edward A. Tennenbaum, war die Währungsreform in erster Linie die größte logistische Leistung der amerikanischen Armee seit der Landung in der Normandie. Lust und Frust mit der Tapetenmark Nachdem die Westmächte für ihre Westzonen gehandelt hatten, zogen die Sowjets für die damalige Ostzone nach. Am 21. Juni fand ein erster Bargeldumtausch in die im Volksmund genannte Tapetenmark statt. Die alten Reichsmarknoten wurden zunächst einfach mit Kupons überklebt, da noch keine neuen Geldscheine zur Verfügung standen. Vier Wochen später kam es in der Ostzone zu einem weiteren Geldumtausch, mit dem die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel im östlichen Teil Deutschlands eingeführt wurde. In den drei Westzonen lief derweil der Umtausch von Reichsmark in die D-Mark auf vollen Touren. Jeder konnte 60 RM in bar eintauschen und erhielt dafür zunächst 40 DM als so genanntes Kopfgeld. Einen Monat später gab es die restlichen 20 DM. Löhne, Mieten und Wertpapierguthaben wurden ebenfalls im Verhältnis 1:1 umgestellt. Wesentlich schlechter erging es den Sparern: Für 100 RM erhielten sie nur 6,50 DM. Sparern blieb also nur 6,5 % ihres Geldvermögens. Allerdings war das Geld jetzt wertvoll: Über Nacht füllten sich die Schaufenster der Geschäfte mit Waren, die die Bevölkerung staunen ließen. Gute Butter, echter Bohnenkaffee, exotische Südfrüchte selbst ein Volkswagen war für DM binnen acht Tagen lieferbar. Da die Fabriken wieder ihre Produktion aufnahmen oder ausweiteten, setzte mit der Auszahlung von Löhnen und Gehältern Anfang Juli ein beispielloser Sturm auf die Geschäfte ein. Die neue Mark ein Sesam öffne Dich, titelten die Zeitungen. Und ein beliebter Schlager brachte die Hoffnungen der Bürger auf den Punkt: Jetzt kommt das Wirtschaftswunder, der deutsche Bauch erholt sich auch und wird schon etwas runder. Schwarzmärkte und Zigarettenwährung waren passé. Allerdings führte die Kaufwut der Bevölkerung dazu, dass die Sparquote 14 Allgemeines / Verband

15 im zweiten Halbjahr negativ wurde, das Warenangebot sich auch aufgrund von Hortungen des Handels verknappte und die Inflation wieder heftigen Auftrieb bekam. Das schürte Unmut unter der Bevölkerung, die zudem den harten Währungsschnitt noch nicht vergessen hatte. Gegen die Marktwirtschaft, die mit der Aufhebung von Zwangsbewirtschaftung und Preisbindung für viele Güter fast gleichzeitig mit der Währungsreform vom späteren ersten Bundeswirtschaftsminister und dem Nachfolger Konrad Adenauers Ludwig Erhard gegen den Willen der Amerikaner durchgesetzt worden war, formierte sich Widerstand in der Bevölkerung. Am 12. November kam es gar zum Generalstreik, dem bisher einzigen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Ende 1948 drehte sich der Preistrend. Hoheitliche Geldschöpfung und Kreditrestriktionen Der Europäischen Zentralbank (EZB) als Währungshüterin ist es gelungen, den Euro zu einer stabilen Währung zu formen : Der Außenwert des Euro glänzt sogar durch besondere Stabilität. liefen aus, die öffentlichen Kassen erwirtschafteten Überschüsse, die Marshall-Plan- Einfuhren von Rohstoffen beeinflussten die Erwartungen von Produzenten positiv und die Hamster-Käufe legten sich. Mythos DM Allerdings sorgte die Korea-Krise 1950/51 nochmals für Unruhe, bevor sich 1952 das Blatt endgültig wendete. Neben der marktwirtschaftlichen Ordnung hatte die Verfassung des neuen deutschen Notenbanksystems die Konstitution der DM gefördert. Die Unabhängigkeit der Bank deutscher Länder (BdL) und der 1957 errichteten Deutsche Bundesbank ermöglichte es den Notenbankern, als Wächter unpolitischen Geldes, zu handeln und der DM zu ihrer sprichwörtlichen Stabilität zu verhelfen, von der die Menschen profitierten. Musste ein Arbeiter 1950 im Schnitt für ein Kilo Kaffee 22 Stunden arbeiten, waren es zehn Jahre später nur noch sechs Stunden. Für einen VW-Käfer reduzierte sich der Arbeitsaufwand gleichzeitig von 500 auf gut 170 Arbeitstage. Die Bundesbürger entdeckten das Reisen in ferne Länder, wobei ihnen ebenfalls die stabile DM erheblich half. Die DM avancierte zum Mythos nicht nur bei den Westdeutschen. Während der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR skandierten die Protestierenden auf den Straßen Leipzigs und anderer ostdeutscher Städte: Kommt die DM, bleiben wir, kommt sie nicht, geh`n wir zu ihr. Die DM galt als Symbol der Einheit. Der Euro objektiv besser als sein Ruf Allerdings dauerte diese Freude der Ostdeutschen über die DM nicht lange. Schon bald gab es in einem wiedervereinigten Deutschland diesmal im Rahmen einer Währungsumstellung den Euro. Wenig zur Kenntnis genommen wird, dass die DM an Wert verloren hatte und zum Schluss nur noch ein Viertel ihres ursprünglichen Wertes aufwies. Sie verzeichnete über ihre gesamte Lebensspanne eine durchschnittliche Inflationsrate über 3 %. Der Euro hat während seiner ersten Dekade durchschnittlich 2,1 % an Wert verloren. Die europäische Gemeinschaftswährung hat gerade der exportintensiven deutschen Wirtschaft durch den Fortfall von Währungsrisiken und bürokratischen Hemmnissen im Euroraum sehr geholfen und die deutsche Wirtschaft insgesamt gestärkt und so zehntausende Arbeitsplätze geschaffen. Der Euro wird an den internationalen Märkten als Anlagewährung geschätzt und findet auch als Reservewährung zunehmend Anerkennung. Der Europäischen Zentralbank (EZB) als Währungshüterin ist es gelungen, den Euro zu einer stabilen Währung zu formen : Der Außenwert des Euro glänzt sogar durch besondere Stabilität. Der EZB ist es zu verdanken, dass die in US-Dollar fakturierten Rohstoffe, vor allem Öleinfuhren, die europäischen Verbraucher preislich derzeit nicht in vollem Ausmaß belasten. Zwar hat man sich an den Euro gewöhnt doch von heißer Liebe zur Gemeinschaftswährung ist bei den Deutschen wenig zu spüren. Preissteigerungen, gefühlte wie reale, werden stets der neuen Währung angelastet. Für die meisten ist der Euro nur ein Teuro. Mit der DM verbinden die Deutschen dagegen die Erinnerung an prosperierende wirtschaftliche und politisch sichere Zeiten. Besonders die derzeit kräftige Internationalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft sorgt für Zukunftsängste bei den Bürgern. Mit dem Generationswechsel dürfte sich jedoch auch das Verhältnis der Deutschen zum Euro entkrampfen. Text: Dieter Heumann /Fotos: Wikipedia Autor: Dieter W. Heumann Freier Journalist Deutsche Währungschronik 20. Juni 1948: Mit dem Währungsgesetz wird in den drei westlichen Besatzungszonen die DM als alleiniges Zahlungsmittel eingeführt drei Tage später in Berlin. 24. Juni 1948: Die Sowjets reagieren mit der Ausgabe neuen Geldes in der Ostzone. Gleichzeitig verhängen sie eine Blockade über Westberlin. 1. August 1957: Die Deutsche Bundesbank nimmt in Frankfurt am Main ihre Tätigkeit als Notenbank auf. 19. März 1973: Nach mehrwöchiger Dollarkrise werden die internationalen Devisenbörsen wieder geöffnet. 5. Dezember 1978: Das Europäische Währungssystem (EWS) wird vom Europäischen Rat formell verabschiedet. Der neue Währungsverbund sieht feste, aber anpassungsfähige Wechselkurse im Rahmen kleiner Schwankungsbreiten (plus-minus 2,25 %) vor und tritt Anfang 1979 in Kraft. 1. Juli 1990: Drei Monate vor der deutschen Wiedervereinigung wird die DDR-Mark durch die DM als gesetzliches Zahlungsmittel abgelöst. 1. Januar 1999: In elf europäischen Ländern darunter Deutschland wird der Euro zunächst als Buchgeld eingeführt. Die DM bleibt noch im Umlauf. 1. Januar 2002: Offizielle Einführung des Euro-Bargeldes. Allgemeines / Verband 15

16 Aktuelle Seminare Zielgruppe Titel von - bis / Ort Privatkundenbank MitarbeiterInnen, die weder das TopStart-Programm noch die Auszubildenden-Seminare Fit für Prüfung und Praxis (FPP) durchlaufen haben, MitarbeiterInnen, die nach längerer Pause wieder in das Berufsleben einsteigen LeiterInnen Baufinanzierungsabteilung, BaufinanzierungsberaterInnen KundenberaterInnen, VermögensberaterInnen, VertriebsleiterInnen, MarketingleiterInnen und alle Mitarbeiter- Innen, die das Thema Kreativität interessiert Firmenkundenbank MitarbeiterInnen der Marktfolge Aktiv, Firmenkundenberatung/-betreuung und Interne Revision MitarbeiterInnen der Firmenkundenberatung/-betreuung und Marktfolge Aktiv Firmenkunden MitarbeiterInnen der Kreditabteilung, die im Meldewesen tätig oder für eine Tätigkeit in dem Bereich vorgesehen sind: MitarbeiterInnen der Marktfolge Aktiv, Interne Revision und Rechnungswesen MitarbeiterInnen der Rechts- und Abwicklungsabteilungen, Internen Revision und Marktfolge Aktiv LeiterInnen Firmenkunden, Marktfolge Aktiv Firmenkunden, FirmenkundenberaterInnen, MitarbeiterInnen der Marktfolge Aktiv MitarbeiterInnen der Marktfolge Aktiv, Firmenkundenberatung/-betreuung und Internen Revision, Vorstände MitarbeiterInnen der Marktfolge Aktiv Firmenkunden, Firmenkundenberatung/-betreuung und Internen Revision, Vorstände Betriebsbereich Vorstände, Führungskräfte und MitarbeiterInnen der Bereiche: Controlling, Vertriebscontrolling/-unterstützung, Unternehmensplanung/-steuerung, Interne Revision, Vertriebsverantwortliche Markt und Marktfolge LeiterInnen Electronic Banking, MitarbeiterInnen Electronic Banking Vorstände, MitarbeiterInnen, die mit Steuerungsaufgaben betraut sind, MitarbeiterInnen Rechnungswesen und Interne Revision Der erfolgreiche Einstieg in das Retailgeschäft ( ) Fachtagung Wohnungsbaufinanzierung ( ) Kreativ und erfolgreich im Verkauf ( ) Formelles und materielles Grundbuchrecht ( ) Spezialfragen zur BWA-Analyse ( ) Bankaufsichtsrechtliche Vorschriften für das Meldewesen ( ) Forderungspfändung Der aktive Einsatz des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses in der Zwangsvollstreckung ( ) Branchen-Spezial: Das branchenspezifische Umfeld von Gewerbetreibenden und Freiberuflern besser verstehen ( ) Rechtsprobleme bei Kreditverträgen und Kreditsicherheiten ( ) Rechtsprobleme des Gesellschaftsrechts ( ) Kundengeschäftssteuerung Vertiefung Planung ( ) Fachtagung Electronic Banking ( ) Marktrisiken von Eigengeschäften und deren Bilanzierung und Bewertung ( ) Hannover Rendsburg Hannover Hannover Hannover Hannover Hannover Rendsburg Rendsburg Hannover Hannover Rendsburg Hannover Rendsburg Hannover 16 Aktuell

17 WAS ZÄHLT DER AUSBLICK. Chancen erkennen, Ertragspotenziale nutzen. Die Zukunft Ihrer Bank gehört dem Firmenkundengeschäft. Nur diejenigen Institute, die heute bereits den Blick auf morgen richten, werden alle Potenziale nutzen und hohe Erträge generieren. Das bedeutet: den Erwartungen der Kunden stets einen Schritt voraus zu sein. Die VR LEASING bietet Ihnen ein breites Spektrum an mittelstandsorientierten Finanzierungsprodukten wie Leasing, spezialisierte Kredite, Einkaufsfinanzierung und Factoring. Wir begleiten Sie auf dem Weg zum Allfinanz-Anbieter, damit auch künftig das Geschäft dort gemacht wird, wo es hingehört: in Ihre Bank. Sie wollen mehr wissen? Rufen Sie uns an: +49(0) VR-LEASING AG BankPartner Berliner Allee Hannover Telefon +49(0) Telefax +49(0) Im FinanzVerbund der Volksbanken Raiffeisenbanken

18 Den Platz in der 1. Reihe gesichert aol_0608_1_40:layout :20 Uhr Seite 42 Die Berufsakademie liegt beim bundesweiten Hochschulranking in der Spitzengruppe. Bildung Die Berufsakademie für Bankwirtschaft zu denen auch der im Jahr 2005 akkreditierte sondere in der Verknüpfung von Theorie und Hannover-Rastede-Rendsburg hat Bachelor-Studiengang Banking and Finance Praxis nicht möglich wäre. Hochschulranking Berufsakademie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bundesweit einen beim der BA bundesweiten für Bankwirtschaft zählt. Hochschulranking in der Spitzengruppe CHE-Ranking: Orientierungshilfe Spitzenplatz erreicht. In den ausgewerteten Über 250 Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien Kategorien Studien hat - das rufsakademie CHE in Leibniz Hannover und die Fach- für studieninteressierte Schüler Kategorien Die Berufsakademie Studiensituation insgesamt für n den ausgewerteten Betreuung, Bankwirtschaft Verknüpfung Hannover- Theorie-Praxis Isituation und insgesamt, Deutschland Betreuung, für Verknüpfung das umfassendste hochschule und detaillierteste Studierenden Hochschulranking jeweils in der Wir im deutsch- freuen uns natürlich vor Ort sehr begutachten, über dieses Er- um die beste für sich Ingolstadt. Kein Abiturient kann alle Hochschulen Theorie-Praxis und Bibliotheksausstattung liegt Bibliotheksausstattung Rastede-Rendsburg liegt hat sie im sie Urteil im Urteil der der Studierenden im Hochschulranking jeweils der führenden des Spitzengruppe. Gruppe. sprachigen Das neueste Raum Hochschulranking untersucht. gebnis, so Dr. Frank auszuwählen, Pool und Hilke stellt Anhalt, der Leiter des CHE, Centrum für Hochschulentwicklung des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) die gemeinsam die Berufsakademie Prof. Detlef Müller-Böling, für Bankwirtschaft leiten. Das CHE-Ranking bestätigt fest. Der ZEIT- Das neueste Hochschulranking (CHE) zeigt unter anderem Spitzenergebnisse für die des Universitäten CHE Mannheim, Duale Studiengänge Erfurt, Münster und sehr damit positiv die Ergebnisse, Studienführer uns Studierenden in ihren anonymisierten soll der verbreiteten Orientierungslosigkeit Online-Feed- vieler Abiturienten entgegen bundesweit einen zeigt unter anderem Top-Ergebnisse Bremen für die und sehr gute Bewertungen für die b e w e r t e t Spitzenplatz erreicht. neuen dualen Studiengänge im Fach BWL, zu backs nach jedem Semester geben. Beide Universitäten Mannheim, Erfurt, Münster wirken: Fast sämtliche Studiengänge werden denen auch der in 2005 akkreditierte Bachelor- heben im gleichen Atemzug die wichtige und Bremen und sehr gute Bewertungen Studiengang für Banking Die dualen and Finance Studiengänge der Berufsakademie BWL, für Bankwirtschaft kademien, Fachhochschulen zählt. Über 250 und kooperative einer Univer- Verhältnis neue zu Eignungstests ihnen hervor, ohne und Aufnahmegespräche in BWL Rolle an Berufsa- der ausbildenden auf Banken Bachelor- und und das Masterstruktur sehr umgestellt, die neuen dualen Studiengänge im Fach Universitäten, Fachhochschulen die das Spitzenergebnis insbesondere in der und sität Berufsakademien wurden 2008 hat erstmals das CHE direkt Verknüpfung verglichen. von Theorie ergänzen und die Praxis Abiturnote, nicht in vielen Bundesländern werden Studiengebühren eingeführt. in Deutschland Im Ranking für kompakt das umfassends sind -dazu möglich neben wäre. dem te und detaillierteste Hochschulranking im deutschsprachigen Raum Gesamturteil der Studierenden und der Bewertung der Eine Betreuung Auswahl auch der wich- die Bibliotheksaus- CHE-Ranking Orientierungshilfe je, sagt Martin Spiewak, für Chefredakteur des Das Studienangebot ist heute größer denn untersucht. tigsten stattung Ergebnisse und die ist jetzt Verknüpfung im neuen von studieninteressierte Theorie und Studienführers. Schüler Die Hochschulen versuchen sich zu profilieren und voneinander zu ZEIT-Studienführer 2008/09 erschienen, der Schülern den Über- Kein Abiturient kann alle Hochschulen vor Praxis ausgewiesen. In der Auswertung wurden gang die von Bildungseinrichtungen der Schule ins Studiumpro Fach Ort begutachten, und untersuchtem soll. Indikator einer Spitzen-, zuwählen, Mittel- und stellt der rungsbedarf Leiter des der CHE, Studienanfänger. Prof. um unterscheiden. die beste für sich Dadurch aus- wächst der Orientie- erleichtern Detlef Müller-Böling, fest. Der ZEIT-Studienführer soll der verbreiteten Orientierungslo- Schlussgruppe zugeordnet. Duale Studiengänge im sigkeit vieler Abiturienten Der Studienführer entgegenwirken: enthält Befragungsergebnisse zu insgesamt werden auf Fachbereichen mit Fach Als BWL eine auf von dem Fast sämtliche Studiengänge bundesweit nur fünf Hochschulen und Berufsakademien neue liegt die Eignungstest und knapp Aufnahmegespräche Studiengängen. Allein für die Prüfstand: Sehr positive Bachelor- und Masterstruktur umgestellt, Bewertungen Berufsakademie für Bankwirtschaft ergänzen in allen die Abiturnote, aktuelle in Ausgabe vielen Bundesländern werden Studiengebühren wurden über Studierende und einge- Professoren befragt. Jedes Die dualen Studiengänge in BWL Kategorien im grünen Bereich, das heißt an Berufsakademien, Fachhochschulen und einer Universität wur- denn je, sagt Martin Spiewak, Chefredakführt. Das Studienangebot ist heute größer also in der Spitzengruppe (siehe Infokasten). Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet den 2008 sind es Medien, Wirtschaftsinformatik, Weitere in diesem Mitglieder Jahr erstmals dieser in einen eigenen Vergleich gestellt. Im versuchen sich zu profilieren BWL, Jura, und Politikwissenschaft, voneinan- Soziale Arbeit, Gruppe teur sind des die Studienführers. Die Hochschulen Ranking private kompakt Universität sind Frankfurt dazu neben Finance dem Gesamturteil and Management, der Studie-die Orientierungsbedarf private Fach- der Studienanfänger, School der zu of unterscheiden. Dadurch wächst der Soziologie, VWL und Wirtschaftsingenieurwesen. Rund 60 % der Studieninteressierten renden und der Bewertung der Betreuung die Bibliotheksausstattung nutzen diese Ergebnisse, um die Hochschule so Spiewak. hochschule Nordakademie Elmshorn, die und Berufsakademie die Verknüpfung Leibniz von Theorie Hannover Der Studienführer und liefert zu finden, Befragungsergebnisse zu insgesamt Fachbereichen mit die zu ihren Fähigkeiten und Wünschen passt. Text: /Foto:Berufsakademie für Bankwirtschaft und Fachhochschule Praxis ausgewiesen. Ingolstadt. der Auswertung werden die Bildungseinrichtungen pro Fach und unter- aktuelle Ausgabe wurden über knapp Studiengängen. Allein für die suchtem Wir Indikator freuen uns einer natürlich Spitzen-, sehr Studierende über dieses und Professoren befragt. Mittel- Ergebnis, und Schlussgruppe so Hilke Anhalt zuge-unordnet (gekennzeichnet durch gerankt, in diesem Jahr sind es Medien, Jedes Dr. Frank Jahr wird ein Drittel Kontakt: der Fächer neu Grün, Pool, Gelb die und gemeinsam Rot). Als eine die von Berufsakademie Wirtschaftsinformatik, für Dr. BWL, Frank Jura, Pool Politik - bundesweit Bankwirtschaft nur 5 Hochschulen leiten. Das und CHE-Ranking wissenschaft, Soziale Leiter Arbeit, Berufsakademie Soziologie, für Berufsakademien liegt die Berufsakademie für Bankwirtschaft in al- Prozent der Studieninteressierten Tel.: nutzen VWL und Wirtschaftsingeni Bankwirtschaft eurwesen. Ca. 60 bestätigt damit die Ergebnisse, die uns len die Kategorien Studierenden im grünen in ihren Bereich Online-Feedbacks (siehe links). Die nach weiteren jedem den, Semester die zu ihren Fähigkeiten und Wünschen anonymisierten diese Ergebnisse, um die Hochschule zu fin- Mitglieder der Spitzengruppe sind passt. Hilke Anhalt die geben. private Beide Universität heben Frankfurt im gleichen Atemzug Stv. Leiterin Berufsakademie für School die wichtige of Finance Rolle and der Management, die private Fachhochschule Tel.: ausbildenden Weitere Banken Informationen unter Bankwirtschaft und das sehr kooperative Verhältnis zu ihnen Quelle: ZEIT-Studienführer Nordakademie Elmshorn, die Be- hervor, ohne die das Spitzenergebnis insbe- Í 42 Genossenschafts-Magazin 6/08 18 Allgemeines / Verband

19 Erfolgreiche geprüfte Handelsfachwirte (IHK). Pilotenschein für Geprüfte handelsfachwirte (IHK) Neun Nachwuchskräfte haben erfolgreich das Seminar der GenoAkademie absolviert erstmals nach der neuen Prüfungsordnung. Herzlichen Glückwunsch: Marco Bröge (Team Baucenter), Stephan Brumund, Achim Koehler und Dierk Nattke (RWG Ammerland-Friesland eg), Dennis Grebien und Torben Schierbecker (HaGe Kiel), Moritz Heitmann (VR Bank Mölln), Uwe Mahnken (RWG Gnarrenburg eg) und Mirko Schoenbeck (Raiffeisen-Landbund eg) dürfen sich seit dem 9. Mai 2008 Geprüfte Handelsfachwirte (IHK) nennen. Die neun haben erfolgreich das Seminarangebot der GenoAkademie Nord absolviert. Außerdem haben sie mit der bestandenen Abschlussprüfung auch den Pilotenschein erworben, erklärt Ernst Stöver, GVN-Leiter Bildung Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften. Die Piloten sind die ersten Geprüften Handelsfachwirte (IHK) der GenoAkademie Nord nach dem neuen Stoffrahmenplan und neuer bundeseinheitlicher Prüfungsordnung. Schwerpunkte dieser Zusatzqualifikation sind unter anderem die praxisorientierte Unternehmensführung und -steuerung, der Bereich Führung und Personalmanagement sowie Marketing und Handelslogistik. Wir sind sehr stolz auf das Gesamtprüfungsergebnis, so Ernst Stöver. Alle Teilnehmer waren in allen Prüfungsteilen erfolgreich. Im bundesweiten Vergleich der prüfenden Industrie- und Handelskammern sieht das ganz anders aus. Aus diesem Grund bedankte sich Stöver ausdrücklich bei Herbert Reinecke, dem zuständigen Koordinator und Vorsitzenden des Prüfungsausschusses der IHK zu Kiel für die kooperative Unterstützung. Großes Lob gab es auch von Klaus-Otto Wenk, Vorstand der VR Bank Mölln. Er überbrachte als Stellvertreter der Genossenschaften den Absolventen die besten Wünsche für ihre berufliche Zukunft. Und nun heißt es Leistung zeigen; die Genossenschaften erwarten von ihren Geprüften Handelsfachwirten zukünftig, dass sie das Erlernte im beruflichen Alltag umsetzen, um die auf sie und ihre Arbeitgeber zukommenden anspruchsvollen Aufgaben kompetent zu lösen. Text: /Foto: GVN Mit Bausparen Energie sparen ab 1,95 % Darlehenszins.* Empfehlen Sie zum Bauen, Kaufen oder Modernisieren den günstigen Bauspardarlehenszins. Denn keiner hat mehr begeisterte Kunden als die Nr. 1 Schwäbisch Hall.** * Ab 2,34% effektivem Jahreszins ab Zuteilung beim Bauspardarlehen im Schwäbisch Hall Tarif Fuchs-Spezial (mit höherem Tilgungsbeitrag). ** Deutscher Kundenmonitor 2006 für Bausparkassen. Gemessen am Anteil vollkommen/sehr zufriedener Kunden bei der Globalzufriedenheit, bezüglich der Kundenanzahl privater Bausparkassen. A l l g e m e i n e s / V e r b a n d 19 Allgemeines / Verband 19

20 Sport verbindet Miteinander ohne Grenzen! Viele kreative Ideen beim 38. Internationalen Jugendwettbewerb. Auch am diesjährigen Internationalen Jugendwettbewerb, der unter dem Motto Sport verbindet Miteinander ohne Grenzen! stand, haben sich wieder viele junge Künstler beteiligt. Für die Landesjurys, die aus Vertretern der Kultusministerien, Kunstpädagogen und Künstlern bestand, war es keine leichte Aufgabe, die besten aus den fünf Altersgruppen auszuwählen. Die Aufgabe der Grundschüler (1. bis 4. Klasse) war es: Male dich und deine Freundinnen oder Freunde beim Sport! Sieger der Altersgruppe 1. und 2. Klasse: Valentin Seidenstricker, 8 Jahre, einge- reicht von der Volksbank Göttingen (MVR) Bild 1 Fiene Rose, 8 Jahre, eingereicht von der Raiffeisenbank Lauenburg (PVR) Bild 2 Sieger der Altersgruppe 3. und 4. Klasse: Melisa Biyik, 9 Jahre, eingereicht von der Volksbank Seesen (MVR) Bild 3 Sarah Zieske, 10 Jahre, eingereicht von der Pommerschen Volksbank (PVR) Bild 4 Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 hatten die Aufgabe: Gestalte ein Bild, das zeigt, wie Sport Menschen weltweit verbindet! Sieger der Altersgruppe 5. und 6. Klasse: Max Morten Michalk, 11 Jahre, Volksbank Spremberg-Bad Muskau (MVR) Bild 5 Carlo Pérez, 10 Jahre, Pommersche Volksbank (PVR) Bild 6 Sieger der Altersgruppe 7. bis 9. Klasse: Mailin von Pietrowski, 13 Jahre, eingereicht von der VB Göttingen (MVR) Bild 7 Justus Staupe, 15 Jahre, eingereicht von der Kieler Volksbank (PVR) Bild 8 Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung der Klassen 10 bis 13 war: Gestalten Sie ein Bild: Sport Ein Fest der Freundschaft 20 Geld und Kredit

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