Während die beiden Schweizer Großbanken

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1 G Neue Liquiditätsbestimmungen Dimensionen des Liquiditätsrisikos Inhalt 1, 6 Dimensionen des Liquiditätsrisikos 3 Standpunkt Kurz & Bündig 14 Buchbesprechung 15 Personalrisiken als Teil des Risikomanagements 18 Personalien 19 Impressum 20 Produkte & Unternehmen Seit 1. Januar 2013 gelten für die Schweizer Banken neue Liquiditätsanforderungen. Neben der Ermittlung der kurzfristigen Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio) werden auch qualitative Mindestanforderungen spezifiziert. Dieser Artikel geht auf praktische Implikationen der qualitativen Anforderungen aus Sicht Schweizer Retailbanken ein. Während die beiden Schweizer Großbanken sich bereits heute gegen über der FINMA zur Einhaltung eines Liquiditätsregimes verpflichtet haben [vgl. FINMA 2010], galten für die restlichen Banken die Liquiditätsbestimmungen gemäß Art. 16 bis 20 BankV, die in das Jahr 1988 zurückgehen [vgl. Bankenverordnung]. Da diese nicht mehr zeitgemäß sind, wurde der Entwurf einer Schweizer Liquiditätsverordnung (E-LiqV) auf den Weg gebracht [vgl. Eidgenössisches Finanzdepartement 2012]. Diese hat zum Ziel, die Zahlungsfähigkeit von Banken auch in akuten Stresssituationen zu gewährleisten. Die E-LiqV wird durch ein Rundschreiben der FINMA weiter konkretisiert. Das Rundschreiben wurde nun per 6. Dezember 2012 erlassen und ist seit 1. Januar 2013 in Kraft getreten [vgl. FINMA 2012]. Das neue Rundschreiben der FINMA verlangt von den Schweizer Banken einerseits die monatliche Berichterstattung der kurzfristigen Liquiditätsquote basierend auf dem in Basel III spezifizierten Liquidity Coverage Ratio, andererseits legt sie neue qualitative Mindestanforderungen fest. Die langfristige Strukturkennziffer (Net Stable Funding Ratio) wird zu einem späteren Zeitpunkt definiert. Fortsetzung auf Seite 6 Anzeige Jetzt Frühbucherrabatt und die Vorteile einer kombinierten Buchung sichern! Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen für Ihre erfolgreiche Banksteuerung Seminar: Basel III und MaRisk Aktuelle aufsichtsrechtliche Regelungen vom 8. bis 9. April 2013 in Würzburg Seminar: Schwerpunkte der MaRisk-Novellen 2010 und 2012 praxisgerecht umsetzen vom 10. bis 11. April 2013 in Würzburg >

2 6 Ausgabe 03/2013 Fortsetzung von Seite 1 Definitionen und Dimensionen des Liquiditätsrisikos Die Finanzkrise hat die Relevanz des Liquiditätsrisikos aufgezeigt: Menschenschlangen vor Bankfilialen wurden mit den 1930er Jahren und der großen Depression assoziiert, waren aber auch in der jüngsten Vergangenheit zu beobachten. Silent Bank Runs (d. h. der massive Abzug von Einlagen über Online-Transaktionen) und ein ausgetrockneter Geldmarkt aufgrund des Vertrauensverlusts zwischen Banken waren weitere beobachtete Phänomene. In Folge dessen haben zahlreiche Banken mangels Liquidität die Finanzkrise nicht überlebt oder mussten durch staatliche Interventionen gerettet werden. Daher haben Banken und Regulatoren dem Liquiditätsrisiko eine neue Bedeutung beigemessen. In der Bankpraxis werden das Marktliquiditäts- und das Liquiditätsrisiko im Sinne des srisikos unterschieden. Regulatoren und so auch die FINMA betrachten primär letzteres. Es umfasst das Risiko, wonach eine Bank nicht in der Lage ist aktuellen und künftig erwarteten und unerwarteten Auszahlungen nachzukommen [Vgl. BCBS 2006]. Das Liquiditätsmanagement fokussiert dabei vier Managementschwerpunkte (siehe t Abb. 01), die allesamt im Rundschreiben wiederzufinden sind. Berichterstattung der kurzfristigen Liquiditätsquote Die kurzfristige Liquiditätsquote gibt das Verhältnis zwischen bestehenden erstklassigen, liquiditätsnahen Aktiva und eines Nettoabflusses unter Stressbedingungen innerhalb von 30 Tagen an. Das neue Rundschreiben sieht eine erstmalige offizielle Berichterstattung des Liquiditätsquote per Stichtag 30. Juni 2013 vor (Rz. 5 bis 9). Die Meldeformulare sind auf Basis der Bearbeitungshinweise für die Datenerhebung zur Liquidity Coverage Ratio auszufüllen [vgl. FINMA 2011]. Die Liquiditätsquote ist sowohl auf den Stufen Finanzgruppe als auch Einzelinstitut zu erfüllen. Lediglich Institute, die einer zentralen Organisation gemäß Art. 4 (3) BankV angehören, sind von der Berichterstattung befreit (Rz. 2). Für interne Steuerungszwecke kann diese Information dennoch von Interesse sein. Banken haben hier einen entsprechenden Prozess zu etablieren, um monatlich die Liquiditätsquote zu ermitteln und an die FINMA zu berichten. Die Praxis zeigt, dass dieser Prozess auf keinen Fall unterschätzt werden sollte, um zeitnah und effizient die Informationen zur Verfügung zu stellen. Insbesondere Banken mit über das Retailgeschäft hinausgehenden Geschäftsaktivitäten stehen im Hinblick auf die Datenversorgung vor zusätzlichen Herausforderungen. Auf Basis einer von Zanders durchgeführten Studie unter Verwendung öffentlich zugänglicher Daten erfüllen bereits per Ende 2011 ein Großteil der Schweizer Retailbanken die Anforderungen (siehe t Abb. 02), [vgl. Bodemer/v. d. Heide 2012]. Qualitative Liquiditätsanforderungen Mit den qualitativen Liquiditätsanforderungen konkretisiert die FINMA den Entwurf zur E-LiqV. Die Mindestanforderungen umfassen die allgemeine Leitungs- und Steuerungsfunktionen, die Liquiditätsrisikomessung und -steuerung, die Durchführung von Liquiditätsrisikostresstests sowie die Ausarbeitung einer Liquiditätsnotfallplanung (Abschnitt III). Die Umsetzung berücksichtigt grundsätzlich die Größe sowie Art, Umfang und Komplexität der Bank (Proportionalitätsprinzip, Rz. 10). Die Anforderungen gelten grundsätzlich auf Stufe Einzelinstitut und Finanzgruppe, wobei Gruppengesellschaften in der Schweiz wie auch Banken, die einer zentralen Organisation im Sinne von Art. 4 (3) BankV angehören, sind hiervon befreit (Rz. 3). Die qualitativen Anforderungen sind ab dem 1. Januar 2014 zu erfüllen. Die wesentlichen Aspekte werden im Folgenden näher betrachtet. Organisatorische Aspekte: Leitungs-, Kontroll- und Steuerungsfunktion Als Ergänzung zur E-LiqV legt das Rundschreiben die grundsätzlichen Verantwortlichkeiten für das Liquiditätsrisiko fest. Managementfokus der Liquiditätsrisikosteuerung t Abb. 01 Intraday- Liquiditätsrisiko Taktisches Liquiditätsrisiko Strukturelles Liquiditätsrisiko Liquiditätsnotfall - planung Deckung von Mittelabflüssen während des Geschäftstages Deckung von kurzfristigen Mittelabflüssen (bis 1 Jahr) zu angemessenen Preisen (über 1 Jahr) Überleben einer Liquiditätskrise durch entsprechende Vorkehrungen FINMA-RS

3 7 Liquidity Coverage Ratio bei Schweizer Retailbanken per Ende 2011 Liquidity Coverage Ratio 250% 200% 150% 100% 50% 0% 100% 120% 140% 160% Net Stable Funding Ratio t Abb. 02 Im Zuge der von Zanders durchgeführten Benchmarkstudie Schweizer Retailbanken wurde der LCR und der NSFR auf Basis öffentlicher Daten per Ende 2012 geschätzt. Die meisten Retailbanken erfüllen diese Anforderung bereits heute. In orange wird der Durchschnitt gezeigt. Dabei wird im Grunde analog der Messung und Steuerung der anderen finanziellen Risikoarten vorgegangen: So ist der Verwaltungsrat für die Festlegung und Überprüfung der Umsetzung der Risikotoleranz zuständig, die Geschäftsleitung bzw. einem derer unterstehenden Organs ist für die Umsetzung des Liquiditätsrisikomanagements verantwortlich (Rz. 13 bis 16). In der Bankpraxis wird die Steuerung des Liquiditätsrisikos wohl häufig analog dem Zinsrisiko dem Asset-Liability-Committee (ALCO) übertragen. Das Rundschreiben nennt konkrete Vorgaben, die bei der Einbettung des Liquiditätsrisikomanagements durch die Geschäftsleitung zu berücksichtigen sind (Rz. 15 bis 16). t Tab. 01 nennt die einzelnen Aspekte und leitet initiale Empfehlungen ab. In der Praxis würden die oben aufgeführten Vorgaben durch den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung in einem (Liquiditäts-)Risikohandbuch (Policy) festgelegt und in Weisungen spezifiziert werden. Dadurch werden Verantwortlichkeiten, Prozesse, Risikomess- und steuerungsmethoden sowie Limiten und Eskalationspro Vorgaben der Steuerungs- und Leitungsfunktion Vorgabe Empfehlung Zentralisierungsgrad des Liquiditätsrisikomanagements Aufbau- und Ablauforganisation Bilanz- und außerbilanzielle Positionen Liquiditätsrisiko der Geschäftsaktivitäten Untertägiges Liquiditätsrisikomanagement Sicherheitenmanagement Limitensetzung und Eskalationsverfahren Diversifizierung von Finanzierungsquellen und Konzentrationslimiten Liquiditätsreserve Stresstests Notfallkonzept t Tab. 01 Mit Fokus auf Retailbanken empfiehlt sich eine zentrale Messung und Steuerung. Lediglich im Falle von Niederlassungen und Töchtern im Ausland sind gewisse Tätigkeiten zu dezentralisieren. Die FINMA verlangt implizit eine Funktionstrennung zwischen Risikomessung und -steuerung (Rz. 31). Eine systematische auf- und ablauforganisatorische Trennung analog der anderen Risikoarten zur Vermeidung von Interessenkonflikten erscheint elementar. Entsprechend ist das Treasury für die Liquiditätsrisikosteuerung, das Risikocontrolling für die Liquiditätsrisikomessung zuständig. Die Vorgaben über die Berücksichtigung und Annahmen dieser Positionen sollten in die Liquiditätsablaufbilanz (LAB) integriert werden. Insbesondere die Modellierung von nicht-deterministische Zahlungsströme (beispielsweise Bodensatzprodukte, Eventualverbindlichkeiten, Sicherheiten, Derivate) sind explizit zu erörtern. Unterschiedliche Geschäftsarten mögen verschiedene Formen von Liquiditätsrisiken hervorrufen. Entsprechend sind die wesentlichen Geschäftsaktivitäten zu identifizieren und Liquiditätsrisikoarten zu bestimmen. In Abhängigkeit der Relevanz dieses Risikos sind Limite und Reserven auf Basis von Stresstests zu definieren. Für die Monetisierung von Vermögenswerten ist das Sicherheitenmanagement elementar. Entsprechend sind Strategien wie beispielsweise die Nutzung von Repo-Geschäften inklusive der notwendigen Infrastruktur festzulegen. Bei internationaler Geschäftstätigkeit ist unbedingt die Übertragbarkeit von Liquidität und Vermögensgegenständen zu erörtern. Für die einzelnen Liquiditätsrisikoschwerpunkte sind entsprechende Limiten und Bandbreiten zu etablieren. Dies gilt beispielsweise für einzelne Risikomessmethoden wie Survival Period, die Diversifikation der squellen oder Frühwarnindikatoren für die Erkennung einer potenziellen Liquiditätskrise. Entsprechende Zielwerte, Bandbreiten und Limiten für die Diversifikation von Finanzierungsquellen sind von der Unternehmensführung vorzugeben. Beispielsweise können Vorgaben zur Diversifikation von Laufzeiten und Produktarten gemacht und in die Geschäftsstrategie integriert werden. Die Liquiditätsreserve wird für Mittelabflüsse insbesondere in einer Krisensituation verwendet. Entsprechend sind allgemeine Vorgaben über Höhe auch in Abhängigkeit der Risikotoleranz und Zusammensetzung (Diversifikation) festzulegen. Zusätzlich sind Vorgaben über Arten und Häufigkeit der Durchführung von Stresstests zu machen. Um in einer Liquiditätskrise rasch liquiditätssichernde Maßnahmen einleiten zu können, sind Notfallkonzepte auszuarbeiten. Auch hier sind allgemeine Vorgaben im Hinblick auf Maßnahmen, Tests und Prozesse verlangt.

4 8 Ausgabe 03/2013 zesse transparent dargestellt und können auch wie vom Rundschreiben verlangt explizit an die Mitarbeiter kommuniziert werden. Zudem sollten die entsprechenden Vorgaben in der Geschäftsstrategie der Bank Berücksichtigung finden. Konkrete Limite und deren Auslastung (beispielsweise die Survival Period) würden jedoch nicht allen Mitarbeitern offengelegt werden, auch um Fehlinterpretationen zu vermeiden. In t Abb. 03 ist eine mögliche Struktur des Aufbaus eines Liquiditätsrisikohandbuchs zusammenfassend dargestellt. Transferpreise: Verursachungsgerechte Allokation von Kosten und Erträgen Das Rundschreiben fordert von Banken eine verursachungsgerechte Allokation liquiditätswirksamer Kosten und Erträge (Rz. 17 bis 19). Dabei empfiehlt sich eine transparente Deckungsbeitragsrechnung unter Berücksichtigung laufzeitkongruenter Anlagen und en zur Ermittlung der Nettomarge vor (Vorkalkulation) und nach Geschäftsabschluss (Nachkalkulation). Dabei sind auch der Liquiditätsgrad des Produkts und das damit assoziiertes Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen. Die Transferpreise werden auch maßgeblich von dem Geschäftsmodell (beispielsweise Überschuss an Passiva) bestimmt. Es ist insbesondere auf die vom Transferpreissystem ausgehenden Anreize für Kundenberater und Handelsabteilung zu achten und diese regelmäßig zu überprüfen. Risikomessung und -steuerung: Liquiditätsablaufbilanz und Liquiditätsreserve Das Rundschreiben fordert Liquiditätsrisikomesssysteme zur Risikoidentifizierung und quantifizierung. Dabei werden explizit eine Liquiditätsübersicht unter Beachtung von Zahlungsein und ausgängen in normalen Marktsituationen (Liquiditätsablaufbilanz, Rz. 21) verlangt. Zum andern fordert das Rundschreiben eine Liquiditätsreserve bestehend aus lastenfreien, erstklassigen und hochliquiden Vermögenswerten zur Deckung von Zahlungsausgängen im Stressfall (Rz. 20, 36 bis 40, 43). Die Liquiditätsablaufbilanz (LAB) ist die Basis jeglicher Liquiditätsanalyse. Diese repräsentiert analog der Zinsbindungsbilanz die Liquiditätssicht aller aktivischen, passivischen und außerbilanziellen Positionen im Zeitablauf. Unter Berücksichtigung entsprechender zeitlicher Raster werden dann Liquiditäts Gaps je Stützstelle ermittelt. Im Falle eines negativen (positiven) Gaps liegt eine Netto Auszahlung (Netto Einzahlung) zum Betrachtungszeitraum vor. In der Praxis wird jedoch das Netto Zahlungsprofil über einen gewissen Zeitraum durch die kumulierte Gap ermittelt. Die Herausforderung der LAB besteht im Hinblick auf die Annahmen einzelner Positionen sowie der Abschätzung des künftigen Kundenverhalten. Eine Modellierung erfordert daher entsprechende Analysen, beispielsweise auf Basis historischer Daten und Expertenschätzungen. t Tab. 02 zeigt einzelne wesentliche Fragestellungen, die bei der Ableitung der LAB zu beachten sind [Vgl. Bodemer 2011, S. 282 ff.]. Mögliche Struktur des Aufbaus eines Liquiditätsrisikohandbuchs t Abb. 03 Verwaltungsrat Geschä sleitung Zielsetzung & Aufgaben Risikohandbuch k h d h - Liquiditätsrisiko d k Das Risikohandbuch fasst die Organisa on, Verantwortlichkeiten, Aufgaben, Prozesse und Interak onen des Liquiditätsrisikomanagements zusammen. Es ist die Grundlage für die opera onelle Umsetzung des täglichen Risikomanagements. sstrategie & -diversifika on Abgrenzung der Liquiditätsrisikoarten Rollen & Verantwortlichkeiten Risikotoleranz Liquiditätsrisikostrategie Risikomessmethoden & Stresstests Liquiditätsreserve Transferpreise & Profit Center Steuerung Limiten und Eskala onsprozesse Berichtersta ung Frühwarnindikatoren & No allpläne Spezifizierung durch Weisungen

5 9 Liquiditätsablaufbilanz wesentliche Fragestellungen Position Fragestellung Bodensatzprodukte (Sicht, Spareinlagen, variable Hypotheken) Allgemeine außerbilanzielle Geschäfte Außerbilanzielle Geschäfte (Derivate) Neugeschäftsvolumen Wie sind die Produkte im Normalfall zu modellieren? Wie verändert sich das Kundenverhalten in einer Stresssituation? Sind kürzlich erhaltene Gelder dauerhaft verfügbar? Sind außerbilanzielle Geschäfte hinreichend berücksichtigt (beispielsweise Forward Hypotheken, Kreditzusagen, Kreditlinien, Garantien)? In wie weit müssen liquiditätswirksame Sicherheiten im Normalfall (beispielsweise Collateralization) gestellt werden? Welche Auswirkungen hat eine Stresssituation (auch eines möglichen Downgradings) auf Marktpreise, Sicherheiten etc.? Wie entwickelt sich das künftige Neugeschäftsvolumen im Hinblick auf die Liquiditätssituation? t Tab. 02 Neben der LAB ist die Liquiditätsreserve zu ermitteln. Diese setzt sich in der Regel aus Kassenbestand und Zentralbankguthaben, kurzfristigen Forderungen bei Banken, hochliquiden Wertpapieren (repofähig), anderen börsengehandelten Wertpapieren sowie unwiderruflichen Kreditzusagen zusammen. Ihr Liquiditätswert berücksichtigt eventuelle Marktwertänderungen (beispielsweise Abschläge aufgrund des Marktwertrisikos) und Liquiditätsabschläge (Haircuts) für die Monetisierung zusammen. Die Abschläge sind dabei szenarioabhängig von der Bank mit geeigneten Verfahren zu ermitteln. Insbesondere der Zugang zum Repo Markt über die EU REX erscheint für sämtliche Banken unabhängig der Größe grundlegend, um die Monetisierung der Liquiditätsreserve zu erleichtern und unabhängiger von anderen Banken zu agieren. Entsprechend sind folgende wesentlichen Aspekte bei der Zusammensetzung der Liquiditätsreserve zu beachten: (SNB ) repofähige Wertpapiere (siehe SNB Basket); Diversifikation der Vermögenswerte im Hinblick auf Emittent, Kreditrisiko, Laufzeit, Emissionsvolumen, Besicherung, Währung, Märkte etc.; Marktrisiko der Wertpapiere und Custodian Risiko. Ertrag sollte bei der Zusammenstellung der Reserve keine wesentliche Rolle spielen, vielmehr ein Indikator für die Werthaltigkeit eines Instruments im Falle einer Krise sein. Zugleich sind jedoch entstehende Opportunitätskosten im Zuge des Transferpreissystems zu allozieren (vgl. t Abb. 04 ). Diversifizierung von Finanzierungsquellen Das Rundschreiben verlangt von den Banken ebenfalls eine angemessene sdiversifikation (Rz. 32 bis 35). In der Praxis kann die Messung und Vergabe von Limiten bzw. Bandbreiten auf Basis unterschiedlicher Dimensionen erfolgen [vgl. Bodemer 2011, S. 283ff.]. Details hierzu sind in t Tab. 03 zusammengefasst. Liquiditätsreserve Liquiditätswert und Diversifikationsaspekte Custodian Risk Collateralization Ertrag Es empfiehlt sich auch den Wegfall bestimmter Gläubigergruppen, insbesondere bei kapitalmarktnahen en im Zuge von Stresstests zu analysieren. Insbesondere die kurzfristigen en haben Banken in der Finanzkrise Liquiditätsprobleme gebracht. Allgemeine Laufzeitdiversifikationen können beispielsweise über die sbilanz in einem ersten Schritt ermittelt Haircut Marktliquidität Liquiditätswert Liquiditätsreserve Diversifikation Marktwert Marktstress Kreditrisiko Marktrisiko t Abb. 04

6 10 Ausgabe 03/2013 Diversifikation der squellen t Tab. 03 Dimension Definition Produktdiversifikation Anteil der Produkte am svolumen, beispielsweise Sicht- und Spareinlagen, Termingelder, Obligationen, Pfandbriefe. Kundenart Aufteilung nach Kundenart unter Berücksichtigung unterschiedlichen Kundenverhaltens, beispielsweise Retailkunden, vermögende Kunden, KMU-Kunden, Firmenkunden. Kundenkonzentration Konzentration des Einlagenvolumens auf einzelne Kunden, beispielsweise alle Kunden mit Einlagen grösser eines Grenzwerts. Laufzeiten Diversifikation der squellen über Laufzeiten (vertragliche und verhaltensabhängige Laufzeiten) Regionen/Länder Diversifikation auf einzelne Regionen und Länder, insbesondere bei größeren Instituten Währungen Verteilung der en auf Währungen (sofern relevant) werden (siehe t Abb. 05). [vgl. Bodemer 2012, S. 259]. Die Bandbreiten und Limite sind auch abhängig von der Risikotoleranz der Bank. Entsprechend sind die Ziele in der Produktpolitik und der Gesamtbankstrategie zu berücksichtigen. Dabei sollten auch alternative smöglichkeiten wie die Emission von Pfandbriefen erörtert werden. Zugleich sind für die Einlagen sinnvolle kundenverhaltensbedingte Laufzeiten zu schätzen. Stresstests: Bestimmung der Survival Period Zusätzlich verlangt die FINMA die Durchführung regelmäßiger Stresstests unter enger Einbeziehung der Geschäftsleitung (Rz.41 bis 47). Sie definiert jedoch nicht, wie diese Stresstests im Detail aussehen bzw. gemessen werden sollen. In der Bankpraxis wird regelmäßig die Survival Period ermittelt. Dabei wird die Liquiditätsablaufbilanz sowie der Wert der Liquiditätsreserve unter Stress berechnet. Die Survival Period gibt den Zeitraum wider, innerhalb dessen die Bank ohne externe Unterstützung sämtliche Nettoauszahlungen decken könnte (siehe auch t Abb. 04). Die Schwierigkeit besteht wiederum in der Parametrisierung, beispielsweise den zu unterstellenden Ausflussraten bei Sicht- und Spareinlagen im Stressfalle. Historische Daten sind relativ schwierig zugänglich und möglicherweise auch regional abhängig (beispielsweise lokale Bestimmungen der Einlagensicherung). Dass diese signifikant hoch sein können, zeigen Erfahrungswerte aus der Finanzkrise (siehe t Abb. 06) [vgl. Matz 2011, S. 231 und Song Shin 2008]. t Abb. 05 sbilanz zur Bestimmung der slaufzeiten in Abhängigkeit des Liquiditätsgrads der Vermögenswerte Aktiva Hochliquider Anteil Mittelhoher liquider Anteil Illiquider Anteil Passiva Kurzfristige Mittelfristige Langfristige Laufzeiten bis 3 Monate Laufzeiten von 3 bis 12 Monate Laufzeiten über 12 Monate Kurzfristige Mittelfristige Langfristige Ist-Asset-Struktur Soll-Refi-Struktur Ist-Refi-Struktur Bei der Parametrisierung sind daher neben historischen Analysen und eigenen Modellen (beispielsweise Volumenentwicklung bei Sicht- und Spareinlagen und Skalierung dessen, Ermittlung des Liquidity at Risk), Fallstudien (beispielsweise Northern Rock) auch Expertenschätzungen anzuwenden. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Methoden hilft auch das Liquiditätsrisiko besser zu verstehen und Abhängigkeiten zu anderen Risikoarten zu erkennen. Das Rundschreiben erfordert grundsätzlich die Berücksichtigung mehrerer Stressszenarien, in der Regel auch in unterschiedlicher Intensität und Dauer. So können generelle Vertrauens- und Liquiditätskrisen genauso wie regionale und/oder spezifische Krisen berücksichtigt werden. Dies führt zu jeweils unterschiedlicher Parametrisierungen der Liquiditätsablaufbilanz und des Liquiditätswerts der Reserve (siehe t Abb. 07). Intraday-Liquiditätsmanagement Die Intraday-Liquidität (Rz. 25 bis 27) bezieht sich auf den Valutatag innerhalb dessen es zu Ein- und Auszahlungen zu verschiedenen Uhrzeiten kommt. Folglich ist das untertägige Liquiditätsrisiko, das Risiko wonach eine Bank innerhalb eines Valuta-Tages ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Folgendes Beispiel verdeutlicht die Risikoart: Die Bank erhält 10 Mio. CHF als Festgeld für 30 Tage. Das Geld wird laufzeitkongruent angelegt. In t+30 wird das Geld beispielsweise um 10 Uhr abgezogen, die laufzeitkongruente Anlage jedoch erst um 15 Uhr zurückbezahlt. Die entsprechende 5-stündige Liquiditätslücke ist durch die Liquiditätsreserve abzudecken. Die Liquiditätsablaufbilanz

7 11 genauso wie der LCR helfen aufgrund ihrer Tagesendbetrachtung nicht, etwaige Intraday-Liquiditätsrisiken zu quantifizieren. Die Relevanz dieses Risikos hängt auch von den Geschäftsaktivitäten der Bank im Zahlungsverkehr ab. Entsprechend ist die Bedeutung dieses Risikos zu analysieren. Insbesondere die kritischen Faktoren wie eine Intraday- Liquiditätsreserve und die zeitnahe Informationen und Projektionen erwarteter Intraday-Zahlungen im Extremfall sind zu berücksichtigen. Ausgangsbasis sind hierfür historische Analysen sowie aktuelle Bestände. Liquiditätsnotfallplanung: Massnahmenkatalog für die Liquiditätskrise Die Liquiditätsnotfallplanung hat zum Ziel, das Handeln in einer Liquiditätskrise zu systematisieren und beschleunigen. Das Rundschreiben verpflichtet Banken eine Notfallplanung zu erarbeiten und jährlich zu prüfen (Rz. 48 bis 53). Folgende wesentlichen Aspekte sind bei der Liquiditätsnotfallplanung zu beachten: 1. Eindeutige Definition von Verantwortlichkeiten und Kompetenzen im Falle einer Liquiditätskrise zum Beispiel durch ein zentral agierendes Notfallkomitee. 2. Etablierung von externen und internen Frühwarnindikatoren zur frühen Identifikation einer systemischen und/oder institutsspezifischen Liquiditätskrise. Historische Abflussrate der Washington Mutual und von Northern Rock WaMu Bank Run nach Moody's Downgrade 0,30% 0,30% 1,00% 1,50% 1,30% 1,10% 3. Gewährleistung einer zeitnahen ad-hoc Berichterstattung über die Liquiditätssituation der Bank, beispielsweise aktuelle Liquiditätsreserve, Einlagenveränderungen (auch Intraday). 4. Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs welcher es erlaubt im Krisenfalle rasch geeignete Handlungsoptionen auszuwählen. Der Maßnahmenkatalog sollte dabei eine detaillierte Vorgehensweise und Abschätzung von Konsequenzen und zeitlichen Aspekten enthalten. 0,70% 0,70% Northern Rock Ausflussraten 0,30% 0,20% 0,30% 0,40% t Abb. 06 Jahr Bank Abflussrate Zeitraum 2007 Northern Rock 8.2% 2 days 2007/08 Northern Rock 56.9% 365 days 5. Da eine Liquiditätskrise regelmäßig auch eine Vertrauenskrise ist, erscheint die Kommunikation elementar: Ausarbeitung von Kommunikationsstrategien und -pläne für interne (Mitarbeiter) und externe Beteiligte. Konkret können dies standardisierte Frage- und Antwortbögen für Kundenberater sein, um Kunden entsprechende Antworten zu geben. Auch vorgefertigte Pressemitteilungen können im Zuge der Kommunikationsstrategie ausgearbeitet Schematische Darstellung zur Ermittlung der Survival Period t Abb. 07 LAB Liq-Reserve Stressszenario Survival Period Ermittlung der vertraglichen und verhaltensabhängigen LAB Definierung der Liquiditätsreserve auf Basis des aktuellen Bestands Ermittlung unterschiedlicher Stressszenarien Analyse der Auswirkungen auf LAB und L-Reserve Ermittlung der Survival Period auf Basis der kumulierten Gap

8 12 Ausgabe 03/2013 werden. Auch die Kommunikation mit der FINMA und SNB ist entsprechend zu berücksichtigen. 6. Die Notfallpläne sind regelmäßig, mindestens jährlich zu prüfen. Auch wenn die FINMA dies in ihrem Rundschreiben nicht explizit fordert, empfiehlt sich auch die Simulation und das Testen der Notfallpläne. So können beispielsweise Kundenberater in einem Rollenspiel geschult werden, ad-hoc Liquiditätsberichte verlangt werden, um die zeitliche Verfügbarkeit zu prüfen oder generell im Zuge eines vorbereiteten Planspiels mit den beteiligten Abteilungen und der Geschäftsleitung eine Liquiditätskrise geübt werden. Das Beispiel einer asiatischen Bank (siehe t Abb. 08) zeigt, dass eine präventive Notfallplanung eine wesentliche Liquiditätskrise sogar verhindern kann [vgl. Bradsher 2008 und Bodemer 2012, S. 279ff.]. IT-Anforderungen als wesentlicher Bestandteil Liquiditätskrisen kommen häufig rasch und unerwartet. Die obigen dargestellten Messmethoden sind jedoch nur dann aussagekräftig, wenn Informationen vollständig und zeitnah zur Verfügung stehen. Anders als beim Zinsrisiko erscheint eine zeitliche Verzögerung von mehreren Tagen nicht tragbar. Aus diesem Grund verlangt das Rundschreiben explizit die Implementierung geeigneter IT-Systeme, die eine zeitnahe Messung, Überwachung und Berichterstattung (Rz 21e) sicherstellen. Zwar haben kleinere Institute einen erheblich einfacheren Datenhaushalt als Großbanken, zugleich sind jedoch tägliche Informationen über die Liquiditätssituation der Banken auch hier notwendig. Da die IT-Infrastruktur nicht kurzfristig aufgebaut werden kann, ist eine frühzeitige Prüfung und Initiierung etwaiger Projekte notwendig. Öffnungsklauseln als Erleichterung für kleinere Institute Das Rundschreiben berücksichtigt zahlreiche Vereinfachungen für kleinere Banken ohne jedoch zu definieren, wie die Größe selbst festgestellt werden kann. Die Vereinfachungen beziehen sich unter anderem auf Transferpreise (Rz. 19); Diversifizierung der Finanzstruktur (Rz. 33) und Stresstests (Rz 42). Die Vereinfachungen sind nicht als irrelevante Aspekte für die betroffenen Aspekte zu verstehen. Auch aus ökonomischer Sicht sollten kleinere Banken sich aktiv mit der jeweiligen Thematik (beispielsweise eigener Stresstest unabhängig von dem LCR) auseinandersetzen, insbesondere weil größere, unerwartete Auszahlungen den Fortbestand der Bank mangels Diversifikation(smöglichkeiten) schneller gefährden können. Fazit und Ausblick Die neuen Liquiditätsanforderungen der FINMA werden für die meisten Schweizer Banken weitere Anpassungen des bisherigen Liquiditätsrisikomanagements mit sich bringen. Diese sind jedoch sowohl im volkswirtschaftlichen wie im bankeigenen Interesse: Sie sollen das Überleben in einer Liquiditätskrise sichern. Zwar ist das Liquiditätsrisiko häufig ad-hoc und kurzfristig auftretend, das Liquiditätsrisikomanagement erfordert jedoch langfristiges, präventives Handeln. So sind zahlreiche Maßnahmen wie auch regulatorisch gefordert wie adäquate IT-Systeme, Risikomodelle und -strategien, einer Liquiditätsreserve, Notfallpläne, Transferpreissysteme zu etablieren (vgl. t Abb. 09). Darüber hinaus und dies erscheint im Risikomanagement regelmäßig vergessen zu werden sind Bank-Run bei einer asiatischen Bank und unmittelbar eingeleitete Notfallmaßnahmen t Abb. 08 Bank Run auf eine asiatische Bank Massnahmen der Bank 1. Ad-hoc-Publikation über Höhe der aktuellen Liquiditätsreserve sowie des aktuellen und regulatorisch erforderlichen Kapitals 1. Gerüchte über Liquiditätsprobleme wurden mittels SMS verbreitet 2. Zahlreiche Kunden wollen ihre Einlagen abziehen und bilden Schlangen vor den Bankfilialen 2. Bestätigung der Kapitalausstattung und der Liquditätsreserve durch den lokalen Regulator 3. Die Öffnungszeiten der Filialen wurde spontan verlängert, so dass auch in den Abendstunden alle Einleger ihre Gelder bei Bedarf abziehen konnten. 4. Die Geschäftsleitung und Verwaltungsräte kauften unmittelbar Aktien der Bank. Die Zahlen wurden veröffentlicht. Æ Bereits am Folgetag waren die Schlangen vor den Filialen verschwunden, der Initiator des Gerüchts wenig später verhaftet.

9 13 auch ein nachhaltiges Kundenmanagement Teil des Liquiditätsrisikomanagements. So kann durch direkte Interaktion mit Kunden in einer Liquiditätskrise möglicherweise der Abzug von Einlagen reduziert werden. Liquiditätsrisikomanagement fängt folglich schon beim Kundenberater an. Umso wichtiger erscheint die Schulung und Sensibilisierung der Thematik bei allen Bankmitarbeitern. Quellenverzeichnis sowie weiterführender Literaturhinweise: Basel Committee on Banking Supervison (BCBS) (2006): The Management of liquidity risk in financial groups, Bank for International Settlement, Bodemer, S. (2011): Steuerung der taktischen und strukturellen Liquidität unter Einfluss anderer Risikoarten, in: Handbuch Treasury, Braun, H./Heuter, H., Schaeffer Poeschel, Bodemer, S. (2012): Liquiditätsnotfallplanung in der Bankpraxis, in: Schöning, S./Ramke, T., Modernes Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten, Bank-Verlag GmbH, Bodemer, S./van der Heide, J. (2012): Benchmark Study: Risikokennzahlen bei Schweizer Retailbanken (White Paper), Zanders Treasury & Finance Solutions, Bradsher, K./Timmons, H. (2008): Anxious Depositors withdraw Cash from Asian Bank, The New York Times, Eidgenössisches Finanzdepartement EFD (2012): Entwurf der Liquiditätsverordnung (E-LiqV). FINMA (2010): Neues Liquiditätsregime für Schweizer Grossbanken, FINMA (2011): Bearbeitungshinweise für die Datenerhebung zur Liquidity Coverage Ratio (LCR) im Zuge der Umsetzung von Basel III. FINMA (2012): FINMA-Rundschreiben 2013/6: Liquidität Banken. Matz, L. (2011): Liquidity Risk Measurement and Management, Xlibris, Song Shin, H. (2008): Reflections on Modern Bank Runs: A Case Study of Northern Rock, Princeton University, Verordnung über die Banken- und Sparkassen vom 17. Mai 1972 (Bankenverordnung, SR ) Autor: Sebastian Bodemer ist Consultant des Zürcher Büros von Zanders Treasury & Finance Solutions. Er ist Referent und Dozent an Fachhochschulen und publiziert regelmäßig im Bereich Risikomanagement. Präventive Massnahmen des Liquiditätsrisikomanagements t Abb. 09 Qualität der IT-Systeme Kundenbeziehung Aufbau und Vertiefung der Kundenbeziehungen 6 2 Refi-Strategie Etablierung einer sstrategie Abgleichmit der Gesamtbankstrategie 5 2 Zeitnahe Verfügbarkeit Datenintegrität Vollständigkeit 1 Liquiditäts - risikomanagement Transferpreise Allokation von Liquiditätskosten Prüfung der Anreizsysteme Aktualisierung der Preise 4 2 Liq-risikomessung Weiterentwicklung der Messmodelle Herausforderung der Modellannahmen 2 2 Notfallplanung Massnahmenkatalog Kommunikationspläne Mitarbeiter-Training Testen der Notfallpläne 3 Wichtigikeit bei der Implementierung Aufwand zur Erfüllung

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