Mitarbeiterzeitung Krankenhaus und Seniorenzentren der Barmherzigen Brüder Trier

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1 Mitarbeiterzeitung Krankenhaus und Seniorenzentren der Barmherzigen Brüder Trier Nr. 2/3 40. Jahrgang September jähriges Jubiläum der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie Seiten 3 4 Für gute Gesundheit in Rheinland-Pfalz Seite 6 Peter Friedhofen Fest 2013 Seiten BKT ler laufen für das Trierer Hospiz-Haus Seiten 30 31

2 Liebe Leserin, lieber Leser, EDITORIAL vor 40 Jahren wurde die erste Ausgabe unseres HÖRROHRs veröffentlicht, 167 Ausgaben gab es seitdem. Das Jubiläum möchten wir zum Anlass nehmen, unsere Mitarbeiterzeitschrift, die zwischenzeitlich auch von unseren Patienten gelesen wird, nochmal genau anzuschauen. Dabei interessiert uns Ihre Meinung. Was lesen Sie besonders gerne und was finden Sie weniger wichtig? Wir würden uns freuen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nähmen, um den Fragebogen in der Heftmitte zu beantworten. Ihre Unterstützung hilft uns, auch in Zukunft eine Zeitschrift zu veröffentlichen, die Sie gerne lesen. In dieser 168. HÖRROHR-Ausgabe berichten wir über verschiedene Auszeichnungen und Engagements unseres Hauses im zweiten und dritten Quartal. Wir informieren über eine Vielzahl an Veranstaltungen, darunter die Feierlichkeiten anlässlich des 30jährigen Bestehens der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie sowie verschiedene Fortbildungs- und Patientenveranstaltungen in Medizin und Pflege. Nicht zu vergessen einige Eindrücke unseres Peter Friedhofen Fests Ende Juni. Sie finden weiterhin Beiträge aus den Kitas, dem Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe oder den Seniorenzentren der Barmherzigen Brüder in Trier und Alf. Spannend auch die Teilnahme des BKT beim Lauf für das Trierer Hospiz-Haus oder bei der Deutschen Krankenhausmeisterschaft im Fußball. Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen. Ihre Jahre HÖRROHR Ihre ist gefragt! Ihre Meinung ist gefragt! Ihre Meinung ist gefragt! Anne Britten Inhalt Seiten 3 10: Informationen aus dem Direktorium - 30-jähriges Jubiläum der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie - Brüderkrankenhaus Trier zählt zu Deutschlands besten Krankenhäusern und Kliniken - Brüderkrankenhaus Trier veröffentlicht erstmals Daten zur Behandlungsqualität - Sterben unter würdigen Bedingungen - Für gute Gesundheit in Rheinland-Pfalz - Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung in Bingen zum demographischen Wandel - Organspende und Organtransplantation - Aqua-Institut bestätigt gute Behandlungsqualität der Herzchirurgen im Brüderkrankenhaus - Konzert des Posaunenquartetts Opus 4 Seiten 11 20: Medizin - Diagnose: Epilepsie Auswirkungen am Arbeitsplatz? - Vortragsreihe Neurologische Erkrankungen - 1. Trierer Lebertag - 9. Trierer OP-Kurs: Lid-Orbita-Tränenwegschirurgie - 1 Symposium, 2 Zielgruppen, 2 Themenkomplexe - Update Unfallchirurgie Fachtagung Krankenhaushygiene - Spotlight Neurologie - Welt-Kontinenzwoche - Von der Kinderlähmung zum Post-Polio-Syndrom Hands-On Workshop in Trier - Studium mit Zukunft: Medizininformatik und -technik an der FH Seiten 21-23: Pflege / Informationen der MAV / Haltepunkt - Patientenorientierte Weiterentwicklung der Pflege - Gemeinsam gegen Herzschwäche - Die neu gewählte MAV - Ich zünde eine Kerze an Seiten 24 33: Lebendige Dienstgemeinschaft - Kerzen Eine Kultur des Feierns und Gedenkens - Interview mit Schwester Jessica Igbokwe - Peter Friedhofen Fest Gut ist uns nicht gut genug - Motorradsegnung - BKT-Fußballer: 4. Platz bei der Deutschen Krankenhausmeisterschaft - BKT ler laufen für das Trierer Hospiz-Haus - Drachenboot-Paddeln der Dialysestation - Waschbären-Invasion im Krankenhaus - Bücherspende / Flohmarkterlös Seiten Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe - Abschluss des Praxisanleitungs-Kurses - Sportmassage nach dem 30. Trierer Stadtlauf - Abschlussfahrt der Physiotherapieschule Seiten 36 40: Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier - Unerschütterlicher Lebensmut - Nachwuchs / Jubilare - Mehr als 1000 Jahre Lebenserfahrung zu Gast - Ausstellung Sehstücke Impressionen aus der Natur - Sommerfest 2013 / Patronatsfest Seniorenzentrum Alf - Tagespflege / Jubilare Seiten und 47 Jubilare /Nachrufe /Neue Mitarbeiter / Wir gratulieren Nachwuchs / Termine Seiten Kunst und Kultur - Ausstellung Mal-Stationen von Hedi Westram - Künstlerin Hedi Westram spendet an Grüne Damen und Herren" - Werden Sie Kunst- und Kulturförderer - Ausstellung AnsichtsSache 2

3 Informationen aus dem Direktorium 30-jähriges Jubiläum der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie im Brüderkrankenhaus Trier Eine Fachabteilung mit einem multiprofessionellen Team, einer guten Verzahnung und einer modernen Infrastruktur Die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier feiert in diesem Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen. Viel hat sich seit dem 1. April 1983 verändert, als die Abteilung für Neurologie zu einer eigenständigen Abteilung im Brüderkrankenhaus wurde. Der frühere langjährige Chefarzt der Abteilung, Dr. Bernd Bohnert war am 5. Juli 2013 anlässlich des Jubiläums zu der Festveranstaltung in Trier angereist, wo er vor über 100 Gästen über die Anfänge der Abteilung und die Entwicklungen bis 2006 berichtete. Bruder Peter Berg, Vorstandsvorsitzender der BBT-Gruppe freut sich über die positive Entwicklung: Heute arbeiten in der Abteilung 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Matthias Maschke, darunter 20 Ärzte, 70 Pflegefachkräfte, Arzthelferinnen und Sekretärinnen. Anlaufstelle für neurologische Erkrankungen Am 1. Juli 2006 trat Maschke die Nachfolge von Dr. Bernd Bohnert an, der die Neurologie des Brüderkrankenhauses von 1983 bis 2006 landesweit zu einer der ersten Adressen für die Abklärung und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen ausgebaut hat. Die Abteilung für Neurologie, Neurophysiologie und neurologische Frührehabilitation mit Schlaganfalleinheit beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung der Krankheiten von Gehirn, Rückenmark und den an Armen und Beinen verlaufenden Nerven, den elektrischen Leitungen des Körpers. In das Fachgebiet der Neurologie gehören z.b. Schlaganfälle, Epilepsie, Multiple Sklerose, die Parkinson- und Alzheimer Krankheit, andere dementielle Erkrankungen und Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Nervenschmerzsyndrome und Schwindel, aber auch Muskelkrankheiten oder Störungen, die durch die Einklemmung oder Entzündung von Nerven entstehen. Der aus Göttingen stammende Maschke ist Facharzt für Neurologie, spezielle neurologische Intensivmedizin und Geriatrie. Er ist Sprecher des Schlaganfallverbundes Trier-Saarburg und engagiert sich im Netzwerk Demenz Trier-Saarburg sowie dem erst kürzlich gegründeten Netzwerk Epilepsie. Dabei geht es immer um Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung zu den jeweiligen Krankheitsbildern. Die Abteilung hat heute 73 Betten, davon 10 Monitoring-Betten auf der überregionalen Stroke Unit und 15 Betten auf der Station für Frührehabilitation, die bereits 1997 eingerichtet wurde. Sie wird von der leitenden Oberärztin Dr. Inge Weimar geleitet, die seit 1983 im Hause ist. Schlaganfall-Spezialstation seit 1999 Im April 1999 eröffnete Maschkes Vorgänger Bohnert in Trier eine Spezialstation für die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten (Stroke Unit) die zweite in Rheinland-Pfalz, zunächst mit vier Betten. Schon damals wurde das Schlaganfalltelefon eingeführt, dessen Nummer heute noch Gültigkeit hat. Im Oktober 2003 wurde die Stroke Unit erstmals zertifiziert, im August stand die Rezertifizierung als überregionale Stroke Unit an. Schlaganfall-Spezialstationen ermöglichen Stolz auf die positive Entwicklung der Abteilung: Bruder Peter Berg und Christian Weiskopf Prof. Dr. Matthias Maschke sprach über die Herausforderungen der Neurologie seit 2006 Beate Philippi beleuchtete die Entwicklung der Pflege in der Neurologie Dr. Bernd Bohnert berichtete über die Anfänge der Neurologie im BKT bis 2006 Prof. Dr. Johannes Wöhrle gab einen Ausblick auf die Neurologie im 21. Jahrhundert eine optimale Therapie für Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben. Denn Qualität und Zeitpunkt der Erstbehandlung eines Schlaganfalls sind entscheidend für das weitere Schicksal eines Betroffenen, erklärt Maschke. Allein über 900 Schlaganfall-Patienten werden auf der Stroke Unit jährlich behandelt, in der neurologischen Abteilung insgesamt 5000 Patienten ambulant und stationär. Anerkanntes MS-Zentrum Seit Februar 2009 ist die Abteilung für Neurologie auch anerkanntes MS-Zentrum für multiple Sklerose. Die Neurologie ist 2/

4 Informationen aus dem Direktorium Von Anfang an dabei: Leitende Oberärztin Dr. Inge Weimar (Bild links) und Chefsekretärin Ingold Junk (Bild rechts) heute enger verzahnt als früher mit anderen Fachdisziplinen, erklärt Maschke. Zur sicheren Diagnosestellung, Nachbehandlung und Mitbetreuung können wir auf ein hausinternes Netzwerk qualifizierter Spezialisten zurückgreifen. Zu unseren externen Kooperationspartnern zählen die niedergelassenen Neurologen, Neurochirurgen, Orthopäden, Angiologen und Hausärzte, die regionalen Stroke Units und die Gesundheitsbehörden der Stadt Trier. Beate Philippi, pflegerische Gesamtleitung der Station, arbeitet gerne in der Neurologie. Auch in der Pflege hat es viele Entwicklungen gegeben, die den Patienten heute zugutekommen. Einen Ausblick auf die Neurologie im 21. Jahrhundert gab der vom Katholischen Klinikum Koblenz Montabaur angereiste Neurologe Prof. Dr. Johannes Wöhrle in seinem Festvortrag. Die Veranstaltung schloss mit der Grande Polonaise brillante von Frederic Chopin, gespielt von der Konzertpianistin Nadine Schuster aus Köln. Informationsreihe Neurologische Erkrankungen Im Rahmen ihres 30-jährigen Bestehens hat die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie des Brüderkrankenhauses eine Informationsreihe für Patienten unter dem Titel Neurologische Erkrankungen initiiert. Am 17. Oktober 2013 findet von Uhr eine Veranstaltung zum Thema Epilepsie im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses Trier statt. Weitere Informationen: Patienten-Informationszentrum, Tel. 0651/ Text: Anne Britten; Fotos: Willy Speicher Brüderkrankenhaus Trier zählt zu Deutschlands besten Krankenhäusern und Kliniken Bereits zum zweiten Mal in Folge wird das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier in der Fokus-Gesundheit Klinikliste auf Platz 4 der besten Kliniken des Landes Rheinland-Pfalz geführt. Darüber hinaus zählt das Krankenhaus in den Fachbereichen Kardiologie und Urologie (Prostatakarzinom) auch national zu den Top-Fachkliniken. Auswahlkriterien sind nach Angaben von Focus unter anderem Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten, ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften und wissenschaftliche Publikationen. Für die Wahl des besten Krankenhauses der Region wird grundsätzlich ein möglichst breites medizinisches Angebot honoriert. Für den Vergleich 2013 wurden bundesweit mehr als einweisende Fachärzte und Klinikärzte befragt, welche Krankenhäuser in ihrem jeweiligen Fachbereich sie empfehlen würden. Die niedergelassenen Ärzte gaben dazu Einschätzungen über die fachliche Kompetenz der Klinikärzte, das Leistungsangebot und die Diagnose- sowie Therapiemöglichkeiten der Klinik ab. Nur bei überdurchschnittlich häufigen Empfehlungen kam eine stationäre Einrichtung in die engere Auswahl für die Focus- Liste. Außerdem wurden die aktuellen Daten aus den gesetzlich vorgeschriebenen medizinischen strukturierten Qualitätsberichten der Kliniken ausgewertet. Zusätzlich wurden Angaben zu Qualitätsmanagement, Patientensicherheit, Pflege, Hygiene und Mitarbeiterzufriedenheit in die Gesamtbewertung einberechnet. Text: Anne Britten 4

5 Informationen aus dem Direktorium Das Brüderkrankenhaus Trier veröffentlicht erstmals Daten zur Behandlungsqualität Mit neuem Verfahren zu mehr Transparenz Sterben unter würdigen Bedingungen Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier beteiligt sich an den beiden freiwilligen Verfahren Initiative Qualitätsmedizin (IQM) und Qualitätsindikatoren Katholischer Krankenhäuser (QKK). IQM ist eine trägerübergreifende Initiative von Krankenhäusern, die für die Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität ihrer Patienten eintritt. Dazu werden die medizinische Ergebnisqualität für relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren gemessen und die Qualitätsergebnisse jährlich veröffentlicht. Diese Daten zur Behandlungsqualität publiziert das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier in 2013 erstmals auf seiner Homepage. Hier lässt sich ablesen, mit welchem Ergebnis Patienten bei wichtigen Krankheiten, wie beispielsweise Herz- oder Lungenerkrankungen, behandelt werden. Die Ergebnisse stammen aus der IQM-Datenauswertung von 230 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angehören. Insgesamt umfasst der IQM-Indikatorensatz 183 Qualitätskennzahlen für 48 Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier nutzt das IQM-Verfahren für aktives Qualitätsmanagement, das durch die Verbesserung der Behandlungsprozesse und Komplikationsraten zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit führt. Strukturiertes Qualitätsmanagement im Brüderkrankenhaus hat eine langjährige Tradition, erklärt Prof. Dr. Dietmar A. Neisius, Ärztlicher Direktor des Brüderkrankenhauses. Zu den verschiedenen Qualitätsmanagementmaßnahmen im Brüderkrankenhaus gehören etablierte Qualitätszirkel, regelmäßige Fallbesprechungen und interne Audits. Darüber hinaus finden verschiedene externe Zertifizierungen auf Haus-, Abteilungs- und Zentrumsebene statt. Die freiwillige Teilnahme am IQM-Verfahren erweitert das Spektrum an Qualitätsmanagementmaßnahmen des Krankenhauses. Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen, so Neisius. Die IQM-Indikatoren zur Ergebnisqualität belegen unsere Stärken, zeigen aber auch auf, wo Optimierungspotenzial besteht, führt er aus. Seit 2010 finden im Brüderkrankenhaus quartalsweise krankenhausinterne sogenannte Peer-Review-Verfahren statt. Dabei werden anhand der Qualitätsindikatoren auffällige Fälle interdisziplinär und interprofessionell besprochen und bewertet sowie erforderliche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Mit der Teilnahme am IQM-Verfahren werden ab 2013 auch ausgebildete und erfahrene Experten aus anderen IQM-Mitgliedshäusern gemeinsam mit den Chefärzten der jeweiligen Fachabteilung Fallbesprechungen durchführen. Die Qualitätsergebnisse des Jahres 2012 sind auf der Homepage des Brüderkrankenhauses unter veröffentlicht. Text: Anne Britten, Dr. Annette Brauer BBT-Gruppe unterstützt Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen Mit der Unterzeichnung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland tritt die BBT-Gruppe für die Verbesserung der Situation von Menschen in ihrer letzten Lebensphase, ihrer Familien und der ihnen Nahestehenden ein. Der Charta-Prozess wird getragen von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband und der Bundesärztekammer. Rund 200 Experten beteiligen sich in fünf Arbeitsgruppen und an einem Runden Tisch an diesem nationalen Projekt. Die Charta, die 2010 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, beschreibt in fünf Leitsätzen mit entsprechenden Erläuterungen die Ist-Situation in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, verbunden mit Handlungsoptionen und einer Selbstverpflichtung für die Zukunft. Die fünf Leitsätze formulieren die gesellschaftspolitische Herausforderung in Ethik, Recht und öffentlicher Kommunikation, die Bedürfnisse der Betroffenen mit den Anforderungen an die Versorgungsstrukturen, die Anforderungen an die Aus-, Weiter- und Fortbildung, die Entwicklungsperspektiven und Forschung sowie die europäische und internationale Dimension. In den Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen der BBT-Gruppe ist es selbstverständlich, auch dem Ende des Lebens in seiner Würde und der Wertschätzung für den Menschen ganz individuell zu begegnen. Wir begrüßen die Charta deshalb sehr, da sie diese Haltung mit ihren Forderungen und Selbstverpflichtungen formuliert und unterstützt", sagt BBT-Geschäftsführer Bruder Alfons Maria Michels. Ziele der Charta sind die Förderung des internen Dialogs aller gesellschaftlich und gesundheitspolitisch relevanten Gruppen sowie die Förderung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, Orientierung und Perspektiven für die weitere Entwicklung der Palliativ- und Hospizversorgung in Deutschland, Grundlagenschaffung für politische Weichenstellung und deren Realisierung sowie die Beteiligung am internationalen Prozess. Weitere Informationen, der vollständige Chartatext und die Möglichkeit, die Charta als Einzelperson oder Institution/- Organisation zu zeichnen, auf der Website Text: Bettina Hauptmann 2/

6 Informationen aus dem Direktorium Für gute Gesundheit in Rheinland-Pfalz Gesundheitsminister Alexander Schweitzer traf Vorstand und Geschäftsführung der BBT-Gruppe zum Hintergrundgespräch in Trier Im Gespräch für die optimale Gesundheitsversorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz: v.l.n.r. Referatsleiter im Gesundheitsministerium Lothar Fleck, stellvertretender Pflegedirektor Brüderkrankenhaus Dr. Markus Mai, Vorstandsvorsitzender der BBT-Gruppe Bruder Peter Berg, Gesundheitsminister Alexander Schweitzer, Kaufmännischer Direktor Brüderkrankenhaus Christian Weiskopf, Ärztlicher Direktor Brüderkrankenhaus Prof. Dr. Dietmar A. Neisius, BBT-Geschäftsführer Werner Hemmes, Oberarzt Unfallchirurgie und stellvertretende Ärztliche Leitung Zentrum für Notaufnahme Markus Baacke Die konfessionellen Träger leisten mit ihrem hohen Engagement einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Versorgungsstruktur in Rheinland-Pfalz. So lautete das Fazit von Gesundheitsminister Alexander Schweitzer nach einem Gespräch mit Vorstand und Geschäftsführung der BBT-Gruppe im Trierer Brüderkrankenhaus Ende Mai. Es sei gut, solche Partner bei wichtigen Vorhaben wie dem Modellprojekt des Landes zur Neuorganisation der Krankenhauspflege in Rheinland-Pfalz oder dem Aufbau einer Pflegekammer an seiner Seite zu haben. Bei unserem Gespräch ging es sehr einvernehmlich um aktuelle Umsetzungsfragen in der Krankenhausplanung und Krankenhausförderung, erläuterte Bruder Peter Berg, Vorstandsvorsitzender der BBT-Gruppe, den konstruktiven Austausch mit dem Minister. Ob hier in der Region Trier oder an unseren Standorten in Koblenz sowie im Landkreis Mayen- Koblenz setzen wir uns nicht nur für ein innovatives wie bedarfsorientiertes Leistungsangebot für die Menschen ein, sondern verstehen uns vor allem als Partner des Ministeriums in der Umsetzung der Krankenhausplanung des Landes, so Bruder Peter Berg weiter. Insofern ging es bei unserem guten wie konstruktiven Austausch sehr konkret um einige Umsetzungsfragen zu aktuellen gemeinsamen Vorhaben in Trier und Koblenz, wie wir auch die Gelegenheit hatten, uns über zukünftige Planungen hier im Land zu verständigen, erläuterte BBT-Geschäftsführer Werner Hemmes die Gesprächsthemen. Minister Schweitzer erkundigte sich zudem vor Ort über die aktuellen Baumaßnahmen und Planungen vom Direktorium des Trierer Brüderkrankenhauses. Abschließend unterstrich er die Bedeutung solcher Besuche: Gerade weil Politik und Leistungserbringer aus unterschiedlichen Perspektiven agieren, sind mir solche Begegnungen mit einem intensiven Austausch ein besonderes Anliegen, denn wir verfolgen das gleiche Ziel: die optimale Gesundheitsversorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz. Text: Bettina Hauptmann, Foto Anne Britten 6

7 Informationen aus dem Direktorium Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung in Bingen zum demographischen Wandel Zur 15. Interdisziplinären Fortbildungsveranstaltung in Bingen hatten die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, der Bundesverband Pflegemanagement e.v. (Landesgruppe Rheinland-Pfalz) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.v. (Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland) am 5. September 2013 geladen. Die Vorträge standen unter dem Thema: Von der Pyramide zum Baum: Der demographische Wandel braucht neue Lebensentwürfe. Zeiten ändern sich und wir uns mit Ihnen. Wir alle sind mittendrin im demografischen Wandel, der jeden Gesellschaftsbereich betrifft und uns vor neue Herausforderungen stellt. Anhaltend niedrige Geburtenraten und steigende Lebenserwartung haben die einstige Alterspyramide in einen Altersbaum verwandelt: Im Jahr 2010 war die Hälfte der Rheinland-Pfälzer älter als 44 Jahre. Im Jahr 2060 wird die Hälfte der Rheinland- Pfälzer schon über 51 Jahre alt sein, und jeder Dritte ist dann über 65. Länger leben ist ein Geschenk, aber mit zunehmendem Alter ist oft auch mehr ärztliche und pflegerische Fürsorge nötig. Hinzu kommen längere Lebensarbeitszeiten, die ebenfalls besondere Blickpunkte erforderlich machen. Auf diese Themen bereiten sich Ärzte, Pflegepersonal und Klinikverwaltung heute vor. Alexander Schweitzer, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz sprach in Bingen über den demografischen Wandel und seine Herausforderungen für das Gesundheitswesen in Rheinland-Pfalz. Mit der Frage, was Ärztinnen und Ärzte brauchen, um weiterhin gerne ärztlich tätig zu sein, beschäftigte sich Ines Engelmohr, Pressesprecherin der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz in ihrem Vortrag. Herausforderungen und Chancen des demographischen Wandels für das Krankenhaus und seine wertschöpfenden Gestaltungsmöglichkeiten waren Thema des Vortrags von Karl-Heinz Stolz, Stabsstelle Organisationsentwicklung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. Dr. Thomas Freiling, Leiter der Abteilung Ausbildung und Bildungsplanung im Forschungsinstitut Betriebliche Bildung, Nürnberg, beleuchtete den Aspekt Älter werden in der Pflege Bedarfslage und Handlungsoptionen einer demografieorientierten Personalpolitik. Zuletzt sprach Sabine Kirchen-Peters vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft in Saarbrücken über die Herausfordung demenzkranker Patient: Barrieren und Gestaltungschancen. Rund 60 Gäste aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen an der Veranstaltung teil. Text und Foto: Anne Britten v.l.n.r. Dr. Markus Mai, Brigitte Ahrens-Friess (beide Bundesverband Pflegemanagement), Minister Alexander Schweitzer, Christian Weiskopf, Vorstandsmitglied des VKD, Dr. Günter Merschbächer Vorstandsvorsitzender des VKD. Organspende und Organtransplantation Erstes Fachsymposium des Europäischen Forums für Gesundheitswirtschaft in Trier stößt auf positive Resonanz Zum Fachsymposium Organspende und Organtransplantation hatte der Vorstand des Europäischen Forums für Bildung und Forschung im Gesundheitswesen Trier e.v. (EFG) in Kooperation mit der Bezirksärztekammer Trier im Rahmen des Europäischen Forums für Gesundheitswirtschaft am 31. Mai 2013, dem Vortag des Tages der Organspende, in die Bezirksärztekammer eingeladen. Das Europäische Forum für Gesundheitswirtschaft ist ein Projekt der Trierer Krankenhäuser und der Stadt Trier, gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz. Organspenden und Organtransplantationen können Leben retten. In Deutschland stehen bundesweit Menschen auf der Warteliste für eine Organspende. Täglich sterben drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein geeignetes Spenderorgan erhalten. In seinem Grußwort betonte Staatsminister Alexander Schweitzer, dass in Rheinland-Pfalz eine gute Arbeit in den Transplantationszentren geleistet werde. Die rheinland-pfäl- 2/

8 Informationen aus dem Direktorium v.l.n.r.: Dr. jur. Andreas Dymke, Dr. med. Undine Samuel, Staatsminister Alexander Schweitzer, Michael Metzdorf, Prof. Dr. theol. Eberhard Schockenhoff, PD Dr. med. Christian Mönch, Markus Leineweber zischen Transplantationszentren führten schon seit längerer Zeit interdisziplinäre und multiprofessionelle Transplantationskonferenzen zu jedem Patienten auf der Warteliste durch. Das Mehraugen-Prinzip ist sowohl in Mainz als auch in Kaiserlautern schon lange gelebte Praxis, so der Minister. Die jüngsten Gesetzesänderungen sollten als Impuls zu weiterer Aufklärung und Information genutzt werden. Eine öffentliche und transparente Diskussion sei dabei wichtig. Medizinische Forschung, ethische Aspekte der Organspende, Konsequenzen der Missbrauchsfälle, juristische Fragestellungen und gesetzliche Regelungen sowie nicht zuletzt die Bereitschaft der Bevölkerung zu einer Organspende waren zentrale Aspekte, die im Trierer Fachsymposion mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Pflege, Wissenschaft und Theologie diskutiert wurden. Michael Metzdorf, stellvertretender Vorsitzender des EFG e.v., Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, begrüßte, in Vertretung von Herrn Oberbürgermeister Klaus Jensen, die Gäste und Teilnehmerinnen und Teilnehmer und skizzierte die Projektziele zur Gründung und Aufbau eines Europäischen Forums für Gesundheitswirtschaft als Koordinations-, Zukunfts- und Bildungsforum mit den Schwerpunkten der Fachkräftesicherung, trägerübergreifenden Kooperation in der akademischen und nichtakademischen Fort- und Weiterbildung, des Marketings sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Prof. Dr. theol. Eberhard Schockenhoff, Moraltheologe an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i.br. beleuchtete in seinem Vortrag Helfen über den Tod hinaus? ethische Aspekte der Organspende im Zusammenhang mit der Hirntoddiagnostik. Er betonte, dass der Hirntod auch aus moraltheologischer Sichtweise anerkannte Definition des Todes und damit als Voraussetzung für die Organspende medizinisch und ethisch begründet sei. Darüber hinaus sei die Freiwilligkeit eine entscheidende Bedingung. Dr. med. Undine Samuel, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung für Organspenden Region Mitte, ging auf die Missbrauchsfälle und ihre Konsequenzen aus Sicht der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ein. Auch wenn nach Umfragen rund 75 Prozent der Bundesbürger einer Organspende positiv gegenüber stünden, hätten nur 25 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ihre Bereitschaft zur Organspende erkennbar bekundet. Über die Notwendigkeit einer juristischen Neuregulierung der Organtransplantationsmedizin sprach der Trierer Fachanwalt für Versicherungsrecht und Medizinrecht Dr. jur. Andreas Dymke, der u. a. die Frage nach der rechtlichen Legitimation der Richtlinien der Bundesärztekammer im Bereich der Transplantationsmedizin aufwarf. Mit der Bedeutung der Missbrauchsfälle für die Transplantationsmedizin und der Frage der Zukunft der Organtransplantation beschäftigte sich PD Dr. med. Christian Mönch, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Westpfalz- Klinikum Kaiserslautern. Er bedauerte, dass über die Diskussion der Missbrauchsfälle in vier von insgesamt 24 Transplantationszentren die Gesamtheit der Transplantationszentren in Deutschland in ein schlechtes Licht gerückt werde. Er betonte, dass die Transplantationsmedizin Leben rette und die Ergebnisse nicht an der Zentrumsgröße, sondern an der Ergebnisqualität gemessen werden sollten. Zum Ende der sich an die Vorträge anschließenden Podiumsdiskussion sprachen die Teilnehmer auf Bitte von Markus Leineweber, EFG-Vorstandsmitglied und Hausoberer des Brüderkrankenhauses Trier, ihre Wünsche für die Zukunft der Organspende aus. So wäre es im Zuge der anstehenden Information der Krankenkassen zum Thema Organspende für jeden Bürger wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, eine Entscheidung zu treffen und diese, auch mit Blick auf die Angehörigen, zu dokumentieren. Im Hinblick auf die Gesetzgebung wären konkretere Vorgaben hilfreich. Schließlich werfe das Thema Organspende auch die grundsätzliche Frage der bestehenden Solidarität innerhalb einer Gesellschaft auf, die schließlich die Grundlage für Organspende darstellt. Jeder Mensch kann in die Situation kommen, in der nur noch eine Organspende das eigene Leben oder das Leben eines Angehörigen retten kann. Wünschenswert, wenn dann ein Spenderorgan zur Verfügung steht. Text: Anne Britten, Foto: EFG 8

9 Informationen aus dem Direktorium Aqua-Institut bestätigt gute Behandlungsqualität der Herzchirurgen im Brüderkrankenhaus Gute Ergebnisse im Bundesvergleich Großer Andrang im Lukassaal des Brüderkrankenhauses. Prof. Dr. Ivar Friedrich, Chefarzt der Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, stellt Gesundheits- und Pflegefachkräften sowie den Ärzten der Abteilung die Qualitätszahlen des Jahres 2012 vor. Die Vergleichszahlen zeigen, dass die Herz- und Thoraxchirurgie in Trier zu den Besten in Deutschland gehört. Die Daten entstammen der Vergleichsstudie aller herzchirurgischen Kliniken in Deutschland. Durchgeführt wird dieser Klinikvergleich durch das unabhängige Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA), das vom Gemeinsamen Bundesauschuss (Ärzte, Kostenträger und Patientenvertreter) beauftragt wird, die Ergebnisse der deutschen Herzchirurgen zu analysieren und zu vergleichen. Das AQUA-Institut untersucht jährlich die klinischen Daten von fast Patienten in 78 herzchirurgischen Kliniken in Deutschland. Alle herzchirurgischen Kliniken in Deutschland sind verpflichtet, Patientendaten in anonymisierter Form an das Institut zu übermitteln. Das AQUA-Institut, als unabhängiger Dienstleister analysiert die Daten für ein Berichtsjahr und sendet Ende Mai den einzelnen Kliniken die Ergebnisse zurück. Chefarzt Prof. Dr. Ivar Friedrich Daten für die drei häufigsten herzchirurgischen Eingriffe Die drei häufigsten herzchirurgischen Eingriffe werden untersucht, die Bypassoperation, der Ersatz der Aortenklappe und der Kombinationseingriff aus Bypassoperation und Aortenklappenersatz. Die Risikofaktoren der Patienten bezüglich Alter, Herzfunktion und Begleiterkrankungen werden bei der Analyse berücksichtigt. Zusätzlich werden Daten aus der Operation und dem Heilungsprozess nach der Operation erhoben. Daraus lässt sich das Auftreten von schweren Komplikationen errechnen und zwischen den Kliniken vergleichen. Das Überleben der Patienten wird natürlich ebenfalls erfasst. Hier werden zwei Werte erhoben, das Überleben während des stationären Verlaufes sowie das Überleben nach 30 Tagen. Für die Trierer Herzchirurgie und ihre Patienten kommen dabei sehr erfreuliche Ergebnisse heraus. Im deutschlandweiten Vergleich treten schwere Komplikationen wie Wundheilungsstörungen oder Schlaganfall nur sehr selten auf. Vor allem bezüglich des Überlebens nach der Operation kann die Trierer Herzchirurgie stolz auf ihre Ergebnisse sein. Hinsichtlich des Überlebens nach 30 Tagen erringen die Herzchirurgen bei Kombinationseingriffen und bei der Bypassoperation deutschlandweit den ersten Platz. Im Hinblick auf die Risikoverteilung unterscheiden sich die Patienten in Trier nicht von denjenigen im gesamten Bundesgebiet, erklärt Friedrich. Bei unseren Patienten sind allerdings wesentlich weniger schwere Komplikationen aufgetreten als es aufgrund der Risikokonstellation zu erwarten gewesen wäre. Die sehr geringe Sterblichkeit nach herzchirurgischen Eingriffen im BKT ist auch auf die hervorragende Zusammenarbeit der beteiligten Abteilungen zurückzuführen. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgen und Kardiologen sorgt für eine umfassende Betreuung der Patienten. Die enge Verzahnung mit der Anästhesie erhöht die Patientensicherheit während der Operation. Wir haben das Glück, dass im Brüderkrankenhaus alle Disziplinen vor Ort sind. Treten doch einmal Komplikationen nach der Operation auf, können diese durch das Hinzuziehen von Neurologen, Nierenspezialisten oder Gastroenterologen rasch behandelt werden, so dass die frühzeitige Therapie Schlimmeres verhindert. Individuelle Therapie für jeden Patienten Ein besonderes Gewicht legen wir auf eine individuelle Beratung und Betreuung der Patienten, sagt Friedrich. Vor Beginn einer Behandlung können der Patient und seine Angehörigen in einem ambulanten Vorgespräch ausführlich die Nutzen und Risiken der geplanten Behandlung mit einem Facharzt erörtern. In Kooperation mit der kardiologischen Abteilung werden hier auch nichtoperative Verfahren in die Therapieplanung einbezogen, erläutert er. Ziel ist, die beste Therapie für jeden Patienten individuell zu entwickeln. Dabei kommen medikamentöse Therapien, Kathetertechniken, Operationen oder eine Kombination aus allem in Frage. Inzwischen ist eine statistische Abschätzung von Risiken der Behandlung und zu erwartendem Nutzen möglich. Durch neue Technologien, wie sie gerade auch im Brüderkrankenhaus entwickelt werden, soll es in Zukunft gelingen die 2/

10 Informationen aus dem Direktorium Patientensicherheit weiter zu erhöhen. Durch den 2011 in Betrieb genommene Hybrid-OP können Kardiologen und Herzchirurgen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier zusammen komplexe interventionelle Eingriffe durchführen und neue Behandlungsmethoden, insbesondere für eine Patientengruppe mit deutlich erhöhtem operativen Risiko entwickeln. Ob die Erkrankung mit dem Katheter behandelt werden kann oder mit minimal-invasiven Techniken in Gemeinsamkeit mit den kardiologischen Kollegen oder aber in klassischer chirurgischer Technik all diese Möglichkeiten können auf die Erkrankung und den Gesundheitszustand des Patienten individuell abgestimmt werden, erklärt Prof. Friedrich. Die Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie Die Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier wurde Anfang der neunziger Jahre gegründet. Sie ist eine von fünf Spezialkliniken in Rheinland-Pfalz. Im Landeskrankenhausplan des Landes Rheinland-Pfalz ist sie derzeit mit 40 Betten ausgewiesen, davon 9 zur Intensivbehandlung und 7 Intermediate-Care- Überwachungsbetten. Jährlich werden etwa 750 große herzchirurgische Eingriffe sowie 250 große Lungeneingriffe mit einem Team von 15 Ärztinnen und Ärzten vorgenommen. Seit 1. Februar 2010 leitet Friedrich als Chefarzt die Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie. Der 52jährige gebürtige Würzburger ist Facharzt für Herzchirurgie, Thoraxchirurgie und chirurgische Intensivmedizin und Mitglied in mehreren nationalen sowie internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Zu den Schwerpunkten seiner Abteilung gehört die minimal-invasive Herzchirurgie, Bypass-Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine, die Rekonstruktion von Herzklappen sowie die Implantation von Kunstherzsystemen bei akutem oder chronischem Herzversagen. Friedrich hat einen Lehrauftrag der Johannes-Gutenberg Universität Mainz. Die Sektionsleitung für die Thoraxchirurgie verantwortet Dr. med. Günther Matheis. Seit dem 1. August 2012 ist die Abteilung zusammen mit den Spezialisten der Inneren Medizin als eines von zwei Zentren in RLP anerkannt, die aufgrund der besonderen Kompetenz von der Deutschen Krebsgesellschaft als Lungenkrebszentrum zertifiziert wurden. Text: Anne Britten Konzert des Posaunenquartetts Opus 4 Benefizabend zugunsten der Am Samstag, 29. Juni 2013 veranstaltete der Verein Kunst und Kultur in der Kirche des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier einen Benefizabend mit dem Posaunenquartett Opus 4. Das Posaunenquartett Opus 4 wurde 1994 gegründet. Heute besteht das Ensemble aus Jörg Richter und Dirk Lehmann vom Gewandhaus zu Leipzig, sowie Stephan Meiner welcher freischaffender Musiker ist und Wolfram Kuhnt, Bassposaunist der Staatskapelle Halle. Das umfangreiche Repertoire des Ensembles umfasst Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten. Die Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig spielten Werke aus Renaissance, Barock und Romantik. Die Orgel spielte der Trierer Volker Krebs. Im Anschluss fand für die Konzertbesucher ein Wein- und Buffetabend in der Cafeteria des Krankenhauses domus culinae statt. Der Erlös der Veranstaltung mit musikalischen und kulinarischen Leckerbissen ging zugunsten der Brüderstiftung Peter Friedhofen. Die Brüderstiftung Peter Friedhofen der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf wurde im Mai 2012 gegründet. Unter dem Motto Erste Hilfe gegen Armut soll Menschen in Trier und Umgebung geholfen werden, die kurzfristig in finanzielle Not geraten sind. Dabei kann vor allem Familien, Alleinerziehenden und zunehmend auch älteren Menschen unmittelbar und direkt Hilfe geleistet werden. Weitere Informationen zur Stiftung unter Text und Fotos: Anne Britten 10

11 Medizin Diagnose: Epilepsie Auswirkungen am Arbeitsplatz? Netzwerk Epilepsie und Arbeit Rheinland-Pfalz berät Arbeitgeber und epilepsiekranke Mitarbeiter Epilepsie gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Neben einer guten Diagnostik und Behandlung ist es wichtig, hier den ganzen Menschen und sein soziales Umfeld in die Betreuung mit einzubeziehen. Gerade länger andauernde Erkrankungen lösen bei Betroffenen oft Ängste und Unsicherheiten aus. Fragen wie: Wird es zukünftig Einschränkungen in meinem Leben geben? Wie sieht es mit meinem Arbeitsplatz aus? Kann ich meinen Beruf noch ausüben oder meine Ausbildung beenden? Wie ist die aktuelle Gesetzeslage mit der Fahrerlaubnis? stehen häufig im Fokus der Ängste, da sie die Existenz der Betroffenen bedrohen können. Die wichtigste Hilfe, um zu verstehen, was die Diagnose für das eigene Leben bedeutet, ist sich umfassend über die Erkrankung zu informieren. Hierzu benötigen Betroffene und deren Bezugspersonen Informationen, kompetente Beratung und professionelle Ansprechpartner. Das Netzwerk Epilepsie und Arbeit Rheinland-Pfalz in Trier berät Arbeitgeber und epilepsiekranke Mitarbeiter in allen arbeitsmedizinischen, arbeitsrechtlichen und sicherheitsrelevanten Fragen. Das Netzwerk besteht aus regionalen Fachteams, die auf Fragen zur Epilepsie am Arbeitsplatz spezialisiert sind. Betroffene werden hier kostenfrei beraten und begleitet. Zu den Netzwerkmitgliedern in der Region Trier gehören: der Integrationsfachdienst des Caritasverbandes Trier e.v., der Integrationsfachdienst SKM Katholischer Verein für soziale Dienste e.v., die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, das Patienten-Informationszentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, die betriebsärztliche Praxis A. Becker und Teilnehmer der Fachteamtagung der Leiter der Selbsthilfegruppe für Anfallskranke und Angehörige e.v. (Deutsche Epilepsievereinigung). Auf der letzten Fachteamtagung am 17. April 2013 in Trier beschäftigte sich das Netzwerk mit aktuellen, epileptologischen, arbeitsmedizinischen und sozialrechtlichen Aspekten der komplexen Thematik Epilepsie und Arbeit. Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie unter: Text und Foto: Gudrun Adler Vortragsreihe Neurologische Erkrankungen Mehrere Patienteninformationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen Die Informationsreihe Neurologische Erkrankungen wurde im Rahmen des 30-jährigen Bestehens der Neurologischen Abteilung in Kooperation mit dem Patienten-Informationszentrum des Brüderkrankenhauses initiiert. Sie bietet für Betroffene, Angehörige und Interessierte abwechslungsreiche Vorträge sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Gespräch. Neues zu Parkinsonerkrankungen lautete der Titel der Auftaktveranstaltung am 18. April 2013, gefolgt von den Themen Schlaganfall (6. Juni 2013) und Kopfschmerzen (5. September 2013). Am 17. Oktober wird Epilepsie Schwerpunkt der Veranstaltung sein. Epilepsie gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Neben den Vorträgen ergänzen Informationsstände rund um das Thema Epilepsie das Angebot. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet von Uhr im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier (Albertus-Magnus-Saal) statt. Text: Sandra Derber, Foto: PIZ Patientenveranstaltung Neues zu Parkinsonerkrankungen am 18. April 2013: Dr. med. Gernot Surges, Oberarzt der Abteilung für Neurochirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, referierte über die Möglichkeiten eines Hirnschrittmachers. 2/

12 Medizin 1. Trierer Lebertag Patienteninformationsveranstaltung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier Am Samstag, den 4. Mai 2013, fand von 9.00 bis Uhr der 1. Trierer Lebertag im Brüderkrankenhaus statt. Experten informierten über Bewährtes und Neues in der Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen. Die Informationsveranstaltung wurde von der Abteilung für Innere Medizin I des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Kölbel und dem Patienten-Informationszentrum organisiert. Die Fachvorträge behandelten die Themen Leberentzündungen durch Viren: Hepatitis A, B, C, D, E, Leberschäden durch Medikamente, Ernährung und Alkohol Auf was muss ich achten?, Gallestau was tun? und Diagnose Lebertumor: Moderne operative Verfahren. Die Leber ist die größte Drüse im menschlichen Körper und gleichzeitig das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels. Ihre wichtigsten Funktionen sind die Produktion lebenswichtiger Eiweißstoffe, die Verwertung von Nahrungsbestandteilen, die Galleproduktion sowie der Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen. Die Leber ist sehr widerstandsfähig und kann auch dann noch ihre Aufgaben erfüllen, wenn sie teilweise geschädigt ist. Werden Leberschäden jedoch zu spät erkannt, kann dies zu ernsten Komplikationen führen. Häufige Leberkrankheiten sind die Leberentzündung (Hepatitis), die Fettleber (Steatose), seltener die Leberzirrhose und Lebertumore. Es referierten: Prof. Dr. med. Christian Kölbel, Chefarzt; Dr. med. Mohan Walia, Oberarzt; Dr. med. Michael Knoll, Leitender Oberarzt (alle von der Abteilung für Innere Medizin I ) und Dr. med. Stefan Franzen, Leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Prof. Dr. med. Christian Kölbel bei seinem Vortrag Weitere Informations- und Beratungsmöglichkeiten bot der Stand des Patienten-Informationszentrums an. Text: Paul Reiter, Foto: PIZ 9. Trierer OP-Kurs: Lid-Orbita-Tränenwegschirurgie Veranstaltung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier Vom 17. bis 18. Mai 2013 veranstaltete das Zentrum für Augenheilkunde des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Uwe Peter Press den 9. Trierer Operationskurs Lid-Orbita-Tränenwegschirurgie. Dabei handelt es sich um eines der wichtigen Treffen für Fachärzte im Bereich plastisch-rekonstruktive Lid-, Augenhöhlen- und Tränenwegschirurgie mit Live-Operation im deutschsprachigen Raum. An zwei Tagen wurden simultan aus zwei Operationssälen, modernste Techniken der plastisch-rekonstruktiven Lid-, Augenhöhlen- und Tränenwegschirurgie demonstriert sowie diskutiert. Bei diesem Operationskurs wurden 27 Operationen live in den Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses übertragen. Etwa 150 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, den USA und Großbritannien waren zu der Veranstaltung angereist. Text: Anne Britten, Foto: Wolfgang Claus Live-Operation mit Videoübertragung 12

13 Medizin 1 Symposium, 2 Zielgruppen, 2 Themenkomplexe Gemeinsames Symposium der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie sowie der OP-Weiterbildung am Brüderkrankenhaus Trier Eröffnung des Symposiums durch Prof. Dr. Detlef Ockert Etwa 200 Ärzte und OP-Pflegekräfte nahmen am 23./24. Mai 2013 an diesem Symposium im Kongresshotel Park Plaza Trier teil. Das Thema dieser Fortbildungsveranstaltung war die aktuelle Behandlung des kolorektalen Karzinoms. Geladen waren dazu Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie den Niederlanden und Schweden. An den zwei Maitagen wurden alle Aspekte zur Diagnostik und Therapie des kolorektalen Karzinoms behandelt. Das Besondere an diesem Symposium war, dass parallel dazu ein Symposium für die OP-Fachpflege organisiert wurde. Die Technisierung der Chirurgie schreitet immer weiter voran, aber adäquate Fortbildungsveranstaltungen für das Pflegepersonal fehlen. Um diesem Missstand zu begegnen, haben wir uns schon vor 3 Jahren zusammen getan, um eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Pflege aus der Taufe zu heben, erklärt Prof. Dr. Detlev Ockert, Chefarzt der Abteilung für Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Deswegen haben wir nun das 2. Trierer Symposium für OP-Fachpflege präsentiert mit Workshops, in denen spezielle Geräte und Arbeitstechniken geschult werden. Unser besonderes Augenmerk galt dabei dem sog. Trouble-Shooting, um dem Fehlerteufelchen bei der Handhabung der komplizierten Geräte das Handwerk zu legen, so Ockert weiter. Das Symposium Kolorektales Karzinom State of the Art richtete sich in erster Linie an die Ärzte, bei denen das kolorektale Karzinom zur täglichen Arbeit gehört. Damit waren Gastroenterologen, Onkologen und Viszeralchirurgen die Hauptansprechpartner. Die Diagnostik und Therapie des kolorektalen Karzinoms folgt evidenzbasierten Leitlinien. Immer mehr Patienten können erfolgreich behandelt und geheilt werden. Der Behandlungserfolg dieser häufigen Krebserkrankung hängt dabei ganz wesentlich von der engen Kooperation aller Behandlungspartner ab. Größte Herausforderung ist dabei die Erstellung eines für jeden Patienten individuell gestalteten Therapiekonzeptes. Entwicklungen von neuen Chemo- und Immuntherapeutika sowie Neuerungen in der Operationstechnik haben einen regelrechten Innovationsschub gebracht. Wegen der zunehmenden Zahl der Publikationen in diesem Gebiet und der wachsenden Anzahl zertifizierter Darmzentren fanden wir es an der Zeit, ein Symposium zu dieser Thematik zu veranstalten, erklärt Ockert Dabei sollten nicht die eigenen Ergebnisse im Vordergrund stehen, sondern der Stand der Wissenschaft zu den einzelnen Themen von bekannten Experten auf diesem Gebiet dargestellt werden. Es wurden alle Aspekte zum kolorektalen Karzinom, beginnend mit der Epidemiologie, der rationalen Diagnostik sowie der Pathologie bis hin zur Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms beleuchtet. Einen entscheidenden Trouble-Shooting-Workshop Diskussion mit Robert Rofbruch und Michael Mayer über die haftungsrechtliche Situation der Pflege im OP 2/

14 Medizin Vorstellung der neuen S3-Leitlinien durch Prof. Dr. med. Jürgen Weitz Fortschritt in der Therapie des kolorektalen Karzinoms hat die Metastasenchirurgie von Leber und Lunge gebracht. Prof. Stoelben aus Köln und Prof. Lang aus Mainz berichteten über die operativen Möglichkeiten parenchymsparender Operationsverfahren. Einen wesentlichen Fortschritt hat die Immuntherapie durch die Einführung von Antikörpern gegen epithelialen Wachstumsfaktor gebracht. Hierdurch konnten die Erfolge der Chemotherapie nochmals verbessert werden. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang erscheint die Zusammenarbeit zwischen Onkologe und Chirurg, da durch kombinierte Therapieverfahren mit neoadjuvanter Chemotherapie inoperable Situationen wieder resektabel werden können. Dadurch verlängert sich das Überleben der Patienten deutlich. In gemeinsamen Veranstaltungen für Ärzte und Pflege wurde über interessante Themen, wie z.b. die Ressourcenverteilung im OP-Bereich am Beispiel der Firma Porsche be- Vorträge rund um das Kolorektale Karzinom richtet. In einem Vortrag am Ende des Symposiums wurde das mentale Training als Vorbereitung auf schwierige Eingriffe vorgestellt. Es ist wieder gelungen, hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland zu diesem Symposium nach Trier einzuladen, exemplarisch dafür stehen Prof. Bemelman, Amsterdam; Prof. Nilsson, Stockholm, sowie Prof. Porschen, Bremen, Prof. Weitz, Dresden, Prof. Lang, Mainz, Prof. Raab, Oldenburg, Prof. Germer, Würzburg. Auch die umliegenden Krankenhäuser wurden mit eingebunden, deren chirurgische und internistische Chefärzte den Vorsitz der einzelnen Sektionen übernommen hatten. Die enge Verbundenheit mit der Universitätsklinik Mainz, deren Lehrkrankenhaus das Brüderkrankenhaus Trier ist, zeigte sich durch die Teilnahme zahlreicher Referenten und Teilnehmer, die aus Mainz angereist sind. Text: Pia Lutz / Prof. Dr. med. Detlef Ockert 2. Trierer Symposium für OP-Pflegepersonal Es erwartet Sie eine sehr praxisnahe Veranstaltung nichts Abgehobenes; Alltägliches einfach mal auf den Punkt gebracht, aber auch aktuelle Entwicklung und Trends im operativen Bereich, so Michael Mayer, der in seiner Willkommensrede den vollen Saal begrüßte. Im Nachhinein - die Veranstaltung war ein voller Erfolg die Resonanz der Teilnehmer und Referenten äußerst positiv. Dies ist letztlich den interessanten, aktuellen und zukunftsorientierten Beiträgen aller Referenten sowie der rundum gelungenen Gesamtorganisation zu verdanken. Die Workshops an beiden Tagen lockerten auf, boten Gelegenheit Kenntnisse und Handling zu erlernen. Wir haben Checklisten, führen Team-Time-Out durch aber ist der Patient im OP dadurch sicher? oder Fachkräftemangel im OP in Diskrepanz zu immer mehr hochtechnisierte Anforderungen wo geht die Reise eigentlich hin? oder Instrument schmutzig Krankenhaus in den Schlagzeilen, Geschäftsführungen und Sterilisationsleitungen entlassen und bei uns? oder Troubleshooting es blutet aber die Technik zeigt Error und jetzt? Diese und viele weitere Probleme wurden kritisch unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer hatten stets Gelegenheit ihre Fragen mit den Fachleuten zu diskutieren. Ein Highlight der Vorträge war sicherlich auch die haftungsrechtliche Problematik, die Prof. Roßbruch, Jurist und Experte in Sachen Pflegerecht an der HTW des Saarlandes, schilderte. Die beiden Tage boten zudem Gelegenheit die ärztliche mit der pflegerischen Veranstaltung durch gemeinsame Vorträge zu bündeln. Pflege und Chirurgie an einem Tisch. Letztlich wurde das Bild durch eine gelungene Abendveranstaltung im Hotel Nells-Park abgerundet, bei der die Referenten, Chirurgen und OP-Pflegepersonal in gemeinsamen Gesprächen zusammenkamen. Kurz: Die mehr als positiven Rückmeldungen geben Anlass genug diese Veranstaltung, in ähnlicher Weise zu wiederholen. Text: Michael Mayer, Fotos: BKT 14

15 Update Unfallchirurgie Medizin Veranstaltungsthema 2013: Verletzungen des knöchernen Schultergürtels" Am 3. Juli 2013 fand das Update Unfallchirurgie der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie unter der Moderation von Chefarzt Dr. med. Andreas Junge statt. Veranstaltungsort war der Seminarraum der EGP auf dem Petrisberg. Thema der diesjährigen Veranstaltung waren Verletzungen des knöchernen Schultergürtels. Nach einem einleitenden Vortrag von Dr. med. Holger Grell aus dem Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier über die radiologische Diagnostik rund um die Schulter, stellte im Anschluss Markus Baacke, Oberarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, die differenzierte Therapie proximaler Humerusfrakturen dar. Das Thema Die Sprengung des AC-Gelenkes. Wann operieren und wenn ja, wie? war Gegenstand des Vortrages von Hernn Benedikt Mattes, Facharzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Als Gastreferent sprach PD Dr. med. Alexander Hofmann aus Mainz über die Clavikulafraktur. Den thematischen Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Michael Schumacher, Leiter des Medico am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, zu physiotherapeutischen Konzepten bei Schulterverletzungen. Moderator Chefarzt Dr. Andreas Junge (2. v. r.) und Referenten beim diesjährigen Update Unfallchirurgie Etwa 50 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur intensiven Diskussion der interessanten Vorträge. Text: Dr. med. Andreas Junge, Foto: Wolfgang Claus 25. Fachtagung Krankenhaushygiene Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier organisierte überregionale Fachtagung Jubiläum in Trier bereits zum 25. Mal lud das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder am 29. Mai unter der Federführung der Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention zu einer überregionalen Fachtagung ein. Über 220 Hygieneexperten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Luxemburg nutzten nach der Eröffnung durch den Kaufmännischen Direktor Christian Weiskopf und Chefarzt Dr. Joachim Vogt die Gelegenheit, die interessanten Vorträge der sieben Referenten zu verfolgen und in eine angeregte fachliche Diskussion einzusteigen. Nach der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes durch die Bundesregierung haben alle Länder bis zum Mai letzten Jahres eine Krankenhaushygieneverordnung erlassen, und damit auch einen deutlich strengeren Rahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Empfehlungen der KRINKO (Kommission Chefarzt Dr. Joachim Vogt für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut Berlin) definiert. Über die Auswirkungen bei Nichteinhaltung, insbesondere bei Schäden durch voll beherrschbare Risiken, die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen und daraus abgeleitete Regressansprüche der Patienten, informierte der Lehrbeauftragte für Medizinrecht an der Uni Münster, Fachanwalt Dr. Max Middendorf. Vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs von Erkrankungen in Europa, die ansonsten eher in tropischen Ländern zu vermuten wären, und mittlerweile nicht mehr nur eingeschleppt sondern auch teilweise in unseren Klimazonen erworben werden können, berichtete der Ltd. Medizinaldirektor Dr. med. Harald Michels, Gesundheitsamt Trier über Krisenmanagement und Präventionsmaßnahmen bei hochkontagiösen Erkrankungen. Wie sieht die gegenwärtige Situation aus, wie schnell reagiert der öffentliche Gesundheitsdienst auf Ausbrüche, wie können Kliniken sich vorbereiten. In diesem Kontext nimmt das Brüderkrankenhaus seit zwei Jahren an einem Projekt mit dem Robert-Koch Institut, dem städtischen Gesundheitsamt Frankfurt, den Universitäten Frankfurt und Ben Gurion University of the Negev, Beer Sheva und des Ministry of Health, Tel Aviv, Israel teil. Unter dem Motto Compliance der Händehygiene, meinen wir wirklich alle das Gleiche stand der Vortrag von 2/

16 Medizin Großes Interesse bei der 25. Fachtagung im Albertus-Magnus-Saal Wolfgang Merkens aus dem Schulungszentrum der Fa. Schülke & Mayr. Mit viel Humor präsentierte er die Ergebnisse von Studien zur Akzeptanz der Händedesinfektion, zeigte Möglichkeiten der Verbesserung auf und informierte über die neuen Initiativen der Kostenträger, die erforderlichen Maßnahmen durchzusetzen. Wolfgang Merkens Priv. Doz. Dr. med. Roland Schulze-Röbbecke vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene an der Universitätsklinik Düsseldorf, informierte die Teilnehmer über die Möglichkeiten durch Bündelung gezielter Hygienemaßnahmen die Infektionsraten auf den Intensivstationen drastisch zu verringern. Die Mittagspause wurde durch die Mitarbeiter der Zentralküche in bewährt hoher Qualität gestaltet. Die Kongressteilnehmer nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und Besuch der Industrieausstellung. Auch 165 Jahre nachdem Semmelweis die moderne Hygiene begründet hat, erkranken jährlich noch immer über Patienten in deutschen Kliniken an nosokomialen Infektionen, zum Teil mit tödlichem Ausgang. Ursächlich sind es keine neuen Keime sondern alte Bekannte, die neue Fähigkeiten erworben haben, sich gegen die Wirkung von Antibiotika sehr wirksam zu schützen. Stand noch vor Jahren der MRSA im Vordergrund, verzeichnen wir heute einen drastischen Anstieg der multiresistenten, gramnegativen Stäbchen. Dr. med. Martin Kaase vom Nationalen Referenzzentrum für gramnegative Krankheitserreger an der Ruhr-Universität, gab einen Ausblick über das was uns in Zukunft erwartet und berichtete über Strategien zur Vermeidung der Übertragung in Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen. Nachdem immer mehr Antibiotika nicht mehr die gewünschte Wirkung zeigen, rücken die klassischen Hygienemaßnahmen umso mehr in den Fokus der Präventionsstrategien. Tuchspendersysteme haben mittlerweile in allen Bereichen der Klinik zur Vereinfachung der Flächendesinfektion Einzug gehalten. Wie sicher sind die Systeme eigentlich in Bezug auf Biofilmbildung und Aufbereitung der Spender? Frau Dr. Mirja Reichel vom Bode-Science-Center Hamburg präsentierte die Ergebnisse einer Studie und die Vorgaben der Industrie zur sicheren Aufbereitung und Anwendung der Systeme. Die Praxisrelevanz dieses Themas wurde durch die anschließend angeregte Diskussion im Plenum deutlich. Zum Abschluss des informativen Tages referierte Dipl. Ing. Günther Fischbach vom hygiene-technischen Labor Bio-Check aus Trierweiler über Validierung, Leistungs- und Routinekontrollen im Rahmen des Medizinproduktegesetzes und der Medizin-Produktebetreiberverordnung. Was ist erforderlich, was gesetzlich vorgeschrieben, was überflüssig und wie prüfe ich nach DI-Norm richtig. Dass wir auch dieses Mal mit der Themenauswahl die Interessen des Teilnehmerkreises getroffen haben, zeigt die gute Beurteilung in den zurücklaufenden Evaluationsbögen. An dieser Stelle möchte ich dem Organisationsteam der Abteilung für Klinikhygiene, Arbeitsschutz und Infektionsprävention, dem Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralküche und besonders Frau Becker und Team ganz herzlich für die langjährige Unterstützung danken, ohne die es unmöglich wäre Veranstaltungen in dieser Größenordnung durchzuführen. Text: Matthias Neumann, Fotos: BKT 16

17 Medizin Spotlight Neurologie 7. Symposium zu Innovationen in der Neurologie Am 22. Juni 2013 veranstaltete die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie des Brüderkrankenhauses Trier das 7. Symposium Spotlight Neurologie. Hier wurden die wichtigsten Neuigkeiten in Therapie und Diagnostik neurologischer Erkrankungen des Jahres 2012 und 2013 vorgestellt. Darüber hinaus wurden häufige Erkrankungen wie Epilepsie, Multiple Sklerose, Fibromyalgie, Parkinson und Tremor sowie die Themen Nervenkompressionssyndrome und Amyotrophe Lateralsklerose behandelt. Namhafte Referenten stellten den über 120 Neurologen und Allgemeinärzten die neuesten Erkenntnisse auf ihren Spezialgebieten vor. Zu den Referenten gehörten Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener von der Universitätsklinik Essen, Dr. Christiane Flügel vom Kantonsspital St. Gallen, Prof. Dr. med. Bernd C. Kieseier vom Universitätsklinikum Düsseldorf, Dr. med. Oliver Kastrup von der Universitätsklinik Essen, PD Dr. med. Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Direktor der Klinik für Neurologie, Universitätsklinik Essen (links) und Prof. Dr. med. Matthias Maschke, Chefarzt der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier (rechts) Johanna Anneser der LMU München sowie Prof. Dr. med. Stefan Weiner und Prof. Dr. med. Matthias Maschke, beide Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. Text: Sandra Derber, Foto: Wolfgang Claus Welt-Kontinenzwoche Patientenforum des moselzentrum für kontinenz Kontinenz- und Beckenbodenzentrum, Trier Anlässlich der weltweiten Kontinenzwoche vom Juni 2013 veranstaltete das Moselzentrum für Kontinenz (MZK) für die Bürgerinnen und Bürger der Region am 24. Juni 2013 ein Patientenforum zu den Themen Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Blasenfunktionsstörungen. Neben Kurzvorträgen der einzelnen Fachabteilungen gab es verschiedene Angebote zur aktiven Teilnahme an Ernährungsberatung, Beckenbodengymnastik und Autogenem Training. Das Patienten-Informationszentrum beteiligte sich mit Beratungsangeboten. Außerdem gab es Informationsstände zu modernen Operationsverfahren und Inkontinenzprodukten. Das Thema Harn- und Stuhlinkontinenz betrifft deutschlandweit mehr als sechs Millionen Menschen. Das Leiden ist noch immer ein Tabuthema. Mehr als die Hälfte der Betroffenen spricht darüber nicht mit dem Arzt dabei ist Inkontinenz in vielen Fällen heilbar. Seit 5 Jahren zertifiziert Seit Juni 2007 bündelt das Moselzentrum für Kontinenz Trier (MZK) die Kompetenzen von insgesamt sieben Fachabteilungen des Brüderkrankenhauses Trier und des Ökumenischen Verbundkrankenhauses. Diese Zusammenarbeit hat das Ziel, den Betroffenen eine optimale Beratung sowie modernste Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können. Im MZK Trier arbeiten alle für die Behandlung notwendigen Abteilungen (Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Innere Medizin, Neurologie, Physikalische Therapie) zusammen. Bereits seit mehreren Jahren befassen sich die beteiligv.l.n.r.: Prof. Dr. med. Matthias Maschke (Chefarzt der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie am Brüderkrankenhaus). Dr. med. Miriam Schellmann-Kreß (Oberärztin der Abt. für Gynäkologie und Geburtshilfe, Ökumen. Verbundkrankenhaus Trier. Standort Marienkrankenhaus Ehrang), Dr. med. Silvia Salm (Oberärztin der Abteilung für Urologie und Kinderurologie am Brüderkrankenhaus Trier/Leitung MZK) Dr. med Peter Werle (Facharzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Brüderkrankenhaus) ten Abteilungen in Spezialsprechstunden mit Blasenfunktionsstörungen sowie der Harn- und Stuhlinkontinenz. Das Moselzentrum für Kontinenz Trier ist seit fünf Jahren nach den strengen Richtlinien der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.v. zertifiziert und damit eines der wenigen interdisziplinären Zentren dieser Art in Deutschland. Mit der Veranstaltung in Trier beteiligte sich das Moselzentrum für Kontinenz an der Aufklärungskampagne der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.v. zur Weltkontinenzwoche, die sich in 2013 ebenfalls zum fünften Mal jährte. Weitere Info: Text: Anne Britten, Foto: Willy Speicher 2/

18 Medizin Von der Kinderlähmung zum Post-Polio-Syndrom Informationsveranstaltung in Trier Die Regionalgruppe Koblenz des Bundesverbandes Poliomyelitis e.v. hatte am 29. Juni 2013 zu einer Informationsveranstaltung zu dem Thema Von der Kinderlähmung zum Post-Polio-Syndrom ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier eingeladen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Brüderkrankenhaus Trier, dem Patienten- Informationszentrum, dem Gesundheitsamt Trier, dem Katholischen Klinikum Koblenz Montabaur, dem Bundesverband Polio e.v. und dem Selbsthilfeverband Polio Rheinland- Pfalz organisiert. Im Brüderkrankenhaus Trier besteht in der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie sowie in der Orthopädie die Möglichkeit der ambulanten Behandlung. Mit steigender Patientenzahl wird die Erfahrung mit der Versorgung größer werden. Neben der Regionalgruppe und dem Krankenhaus war der Landkreis Saarburg an der Organisation beteiligt. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung durch die AOK, den Rotary-Club Trier-Porta und eine großzügige private Spende. Ihnen allen dankte Elsmarie Scheid (Sprecherin der Regionalgruppe) aufs Herzlichste. Ziel der Veranstaltung war es, besonders in der Region Trier Polio-Betroffene zu informieren. Denn hier gibt es, wie Paul Neuhaus (2. Vorsitzender des Bundesverbandes Poliomyelitis e. V.) feststellte, einen weißen Fleck, will heißen, laut Mitgliederliste des Verbandes sind dort kaum Betroffene. Unter den 40 Anwesenden waren erfreulicherweise 18 Personen, die erste Informationen über Polio und die Spätfolgen erhielten. Parallel zu der Veranstaltung führte das Gesundheitsamt Trier gemeinsam mit Rotary eine Impfaktion durch. Dr. med. Harald Michels (Leiter Gesundheitsamt Trier) wies daraufhin, dass Impfen solange notwendig ist, bis es weltweit keine Poliofälle mehr gibt. Informationsstand des PIZ PD Dr. med. Wolfgang Thomas (Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin Klinikum Mutterhaus Borromäerinnen) und Prof. Dr. med. Matthias Maschke (Chefarzt der Abteilung Neurologie und Neurophysiologie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier) gaben zu bedenken, dass Poliomyelitis auch heute nicht heilbar ist. Behandelt werden lediglich die Symptome. Als einzige Vorbeugemaßnahme kommt das Impfen in Frage. Beide Ärzte mussten eingestehen, dass die Diagnose im Hinblick auf die akute Polioerkrankung für heutige Mediziner schwierig ist, da die akute Erkrankung nur noch sporadisch auftritt. Im Hinblick auf das Post-Polio Syndrom ist dies gerade in der Erwachsenenneurologie eine wichtige Differentialdiagnose zu anderen neurologischen Erkrankungen und sollte daher Beachtung finden. Informationsveranstaltung im Brüderkrankenhaus zum Thema Von der Kinderlähmung zum Post-Polio-Syndrom v.l.n.r.: Dr. Axel Ruetz, Thomas Bach, Markus Leineweber, Prof. Dr. med. Matthias Maschke, Dr. Wolfgang Thomas, Dr. Harald Michels; vorne im Bild: Elsmarie Scheid und Paul Neuhaus 18

19 Medizin Der Schwerpunkt der Vorträge von Dr. med. Stefan Licht (Oberarzt der Abteilung für Orthopädie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier) und Dr. med. Axel Ruetz (Leiter des Polio-Zentrums Kath. Klinikum Koblenz-Montabaur) lag auf der Orthesenversorgung. Dr. Ruetz sprach davon, dass eine auf Dauer angelegte Physiotherapie notwendig ist. Einen ganz anderen Aspekt beleuchtete der Vortrag von Dr. med. Bettina Beck (Neurologin). Er lautete: Das PPS zum Umgang mit einer chronischen Erkrankung. Über die allgemein gültige Definition chronische Erkrankung leitete Frau Dr. Beck auf das Post-Polio-Syndrom über. Viele der davon Betroffenen wurden bei der akuten Polio-Erkrankung traumatisiert. Wochen- ja monatelange Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte, schmerzhafte Therapien, Gebrauch von Hilfsmitteln usw. mussten von den meist jungen Patienten verarbeitet werden und wurden es auch größtenteils. Jetzt mit den neuen Beschwerden werden die daraus resultierenden seelischen Verletzungen reaktiviert. PPS ist auch eine Belastung für die Psyche. Daher kann es sinnvoll sein, zur Bewältigung professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der letzte Vortrag dieses informativen Tages befasste sich mit der Physiotherapie bei PPS. Thomas Bach (Physiotherapeut Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur) erklärte die Behandlungsmöglichkeiten. Das A und O ist das Vermeiden von Überlastung. Muskelschwäche ist nur begrenzt therapierbar. Wichtig sind der Einsatz von Hilfsmitteln, Entspannung und Pausen. Die Behandlung ist immer individuell auf den jeweiligen Polio-Patienten abzustimmen. Zum Abschluss konnte Elsmarie Scheid verkünden, dass am 29. September 2013 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier ein Treffen Polio-Betroffener stattfinden wird. Sie drückte die Hoffnung aus, dass sich daraus eine neue Polio-Gruppe entwickelt. Text: Ulrike Jarolimeck, Fotos: Willy Spreicher 15. Hands-On Workshop in Trier 35 nationale und internationale Teilnehmer aus neun Ländern (Deutschland, Dänemark, Griechenland, Indien, Israel, Niederlande, Spanien, Kanada und Brasilien) trafen sich vom 14. bis 16. Juni 2013 in Trier beim 15. Hands-On Workshop zur endoskopischen Schädelbasischirurgie, den die Abteilung für Neurochirurgie des Brüderkrankenhauses Trier unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Martin Bettag organisierte. In zahlreichen Fachvorträgen wurde den Teilnehmern der endoskopische Zugang zur Schädelbasis erläutert, der später an anatomischen Präparaten ausgiebig geübt werden konnte. Zusätzlich fanden Live-Operationen statt, die mittels Videoverbindung vom OP in den Konferenzraum übertragen wurden. Text: Anne Britten, Fotos: Paul Reiter 2/

20 Medizin Studium mit Zukunft: Medizininformatik und -technik an der Hochschule Trier Seit dem Wintersemester 2011 bietet die Hochschule Trier als erste in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, die beiden Studiengänge Medizininformatik und Medizintechnik zu studieren zusammen mit den beiden ortsansässigen Krankenhäusern, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. Die Medizininformatik beschäftigt sich mit dem Einsatz von Methoden der Informatik innerhalb der Medizin. Das Spektrum erstreckt sich von der Entwicklung moderner Krankenhausinformationssysteme bis zur computerunterstützten Diagnostik. Bei der Medizintechnik handelt es sich ebenfalls um einen interdisziplinären Studiengang, der die klassischen Ingenieurdisziplinen Elektrotechnik und Informatik mit der medizinischen Anwendung verbindet. Konstantin Bauer und Patricia Stoffel sind zwei der knapp 100 Studierenden, die diese interdisziplinären Studiengänge ganz bewusst gewählt haben. Beide haben ein ausgeprägtes Interesse an der Informatik und lassen sich aufgrund ihrer bisherigen beruflichen Lebenserfahrungen im Gesundheitsbereich in diesem speziellen Segment weiter ausbilden. Insbesondere die praktischen Zugänge innerhalb der Lehrveranstaltungen sind für Beide sehr motivierend. Die Studierenden erfahren bei ihren Medizingrundlagenveranstaltungen in den Krankenhäusern viel über die berufliche Alltagspraxis und über die genauen Anwendungsgebiete ihres theoretischen Wissens. Die Kooperation der Hochschule mit den beiden ortsansässigen Krankenhäusern hat nicht nur die gemeinsame Ausrichtung von Lehrveranstaltungen zum Hintergrund, sondern zielt weiterhin auf die Durchführung gemeinsamer Projekte ab, an denen die Studierenden aktiv mitarbeiten. So kann theoretisch erworbenes Wissen aus dem Studium direkt in der klinischen Praxis angewendet werden und dient damit der Zukunft des Fachkräftenachwuchses. Bemerkenswert ist, dass die Studiengänge einen steigenden Frauenanteil zu verzeichnen haben. Dies hängt auch mit der zunehmenden Verbreitung der MINT-orientierten Schulen zusammen, die entsprechend Schülerinnen in diesen naturwissenschaftlich-mathematischen Ausprägungen fördern. Die späteren Berufsaussichten für die beiden Fächer sind im Vergleich zu vielen anderen Studiengängen exzellent. Die Absolventinnen und Absolventen dieser Studiengänge haben vielfältige Möglichkeiten der Beschäftigung innerhalb der Industrie, in Krankenhäusern, bei Versicherungseinrichtungen und Prüfstellen, aber auch in Forschung und Entwicklung. Das Gesundheitswesen ist ein internationaler Arbeitsmarkt mit spannenden Perspektiven ein Traum für jeden Studierenden (und deren Eltern). Weitere Informationen: Text und Foto: Jutta Straubinger, Hochschule Trier Das Foto zeigt alle Verantwortlichen der beiden Studiengänge und zwei Studierende (von links nach rechts): Konstantin Bauer (Student); Prof. Dr. Christoph Hornberger (Studiengangsleiter Medizin-Technik); Patricia Stoffel (Studentin); Dr. Oliver Kunitz (Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier); Prof. Dr. Jörg Lohscheller (Studiengangsleiter Medizin-Informatik); Prof. Dr. Klaus Peter Koch (Hochschule Trier); Prof. Dr. Thomas Schürmeyer (Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier); Anne Britten (Brüderkrankenhaus Trier) 20

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