Im Urwald regnet es sehr fest. Das Nashorn Lea ist in ihrer Höhle und schaut traurig heraus. Sie schaut so traurig, weil sie morgen Geburtstag hat.

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1 von N. B.

2 Im Urwald regnet es sehr fest. Das Nashorn Lea ist in ihrer Höhle und schaut traurig heraus. Sie schaut so traurig, weil sie morgen Geburtstag hat. Sie hat Angst, dass es an ihrem Geburtstag regnet. Lea muss noch viel vorbereiten. Sie hat viele andere Tiere eingeladen. Lea hat Sonja, das Flusspferd, eingeladen und Fiona, die Giraffe, und Nick, das Zebra, Ben, das Krokodil, und Oma Frida. Plötzlich klingelt das Holztelefon. Lea rennt ins Wohnzimmer, sie nimmt das Telefon ab. Lea sagt: "Hallo, wer ist dran?" "Ich bins", sagt Sonja am anderen Ende der Leitung. Sonja sagt: "Du, soll ich dir helfen beim Vorbereiten?" "Ja gerne", antwortet Lea. "Ich habe noch viel zu tun", fügt Lea hinzu. Sonja sagt zufrieden: "Ich bin gleich bei dir, bis dann." Dann legt Sonja auf. Lea geht schon mal in die Küche und nimmt aus dem Schrank eine grosse Schüssel. Dann holt sie das Mehl und den Zucker. Dann noch Eier und

3 Backpulver. Etwa 5 Minuten später hört Lea, dass es an der Tür poltert. Lea ruft: "Herein." Da kommt Leas Oma zur Türe herein. Oma Frida ruft laut: "Viel Glück." Lea erwartete jemanden ganz anderes, nämlich Sonja. Aber Lea freut sich trotzdem. Oma Frida fragt: "Darf ich mich setzen?" "Ja, natürlich", antwortet Lea. Ausserdem sagt Lea: "Du bist etwas zu früh." "Entschuldige mich", sagt Oma Frida. Lea geht in die Küche und macht Kaffe für Oma Frida. Oma Frida sitzt im Wohnzimmer. Lea bringt ihr den Kaffee. Einige Sekunden später poltert es wieder an der Tür. Lea denkt: "Jetzt muss es aber Sonja sein." Als die Tür auf geht, kommt auch Sonja herein. Lea geht mit Sonja in die Küche. Lea und Sonja machen zuerst den Kuchen. Nachdem sie den Kuchen in den Ofen geschoben haben, waschen sie sich die Hände. Lea ruft laut: "Jetzt können alle kommen." Dass stimmt auch. Kaum eine Minute später, da poltert es wieder an der Tür. Als Lea an die Tür geht und auf macht, steht nicht nur ein Kind draussen, sondern gerade zwei, nämlich Fiona und Nick. Lea begrüsst

4 die beiden lachend. Lea sagt: "Jetzt fehlt nur noch Ben." Plötzlich geht die Tür ganz langsam auf. Ben kommt herein. Dann ruft er: "Happy Birthday!" "Ach hallo", sagt Lea und versucht Ben zu beruhigen. Lea sagt laut, dass es alle hören können: "Ich möchte euch meine Oma vorstellen." Danach schauen alle zu ihr. Dann zeigt Lea auf Oma und im gleichen Moment sagt sie: "Das ist meine Oma Frida." Oma Frida setzt sich gerade hin und sagt: "Hallo alle zusammen, ich freue mich euch zu sehen." "So jetzt essen wir zuerst einmal Kuchen", ruft Lea. Alle setzen sich an den Tisch. Dann geht Lea in die Küche um den Kuchen zu holen. Als sie den Kuchen aus dem Ofen nimmt, verbrennt sie sich die Hände. Sie ruft: "Sonja, komm mal." Als Sonja in der Küche ist, sagt Lea: "Kannst du mir den Kuchen zum Tisch tragen?" "Ja, sicher", antwortet Sonja. Sonja stellt den Kuchen auf den Tisch. Lea schneidet jedem ein Stück Kuchen und legt es auf den Teller. Als Nick das Stück gegessen hat, will er noch eins, aber es hat keins mehr. Als alle fertig gegessen haben, sagt Lea: "Kann ich jetzt die Geschenke auspacken?" "Ja sicher", antwortet Oma Frida. Alle holen ihre Geschenke hervor. Als erstes macht Lea Fionas Geschenk auf. Im Papier drin ist ein

5 wunderschöner Ball. Lea bedankt sich bei Fiona und macht als zweites Bens Geschenk auf. Darin ist ein blauer Leiterwagen. Lea bedankt sich auch bei Ben, dann macht sie auch das Geschenk von Nick auf, darin ist ein Buch über Musik. Nick weiss, dass Lea Musik liebt. Lea bedankt sich auch noch bei Nick. "Hast du für mich auch noch ein Geschenk?", fragt sie Oma Frida. "Natürlich, aber ich gebe dir das Geschenk erst wenn deine Mama nach Hause kommt und dein Opa am Abend auch noch kommt." Lea schaut enttäuscht zu Oma Frida rüber und lässt den Kopf hängen. "Lass den Kopf doch nicht so hängen", sagt Oma Frida. "Ich finde, ihr könnt mal noch nach draussen gehen", sagt Oma Frida. Nick findet das eine super Idee und geht schon mal zur Tür. Ben findet das auch eine gute Idee, weil er weiss, dass es vor Leas Haus ein riesiges Wasserbecken hat und darin ist er sehr gern. Fiona würde lieber drinnen spielen, weil es draussen so viele Mücken hat, die immer um sie herum fliegen. Aber heute ist ja Lea das Geburtstagkind, darum darf sie sagen wo und was sie machen. Lea schlägt vor: Wir könnten Verstecken spielen. Genau", sagt Ben, "das spiel ich sehr gern." Also spielen sie Verstecken. Am Abend kommt Leas Mama. Lea rennt zu ihr und umarmt sie. Mama begrüsst die Kinder. Mama

6 sagt: Es ist schon sehr spät, ihr müsst bald nach Hause gehen. Lea und die anderen Kinder machen ein trauriges Gesicht. Sie wollen die Zeit noch ausnutzen um etwas Spannendes zu spielen, nicht nur Fangen. Ein paar Sekunden überlegen sie, dann hat Lea eine Idee. Sie sagt leise: Wir könnten in mein Geheimversteck gehen. Alle huschen hinter Lea her. Lea läuft immer schneller und noch schneller. Dann macht sie plötzlich eine Vollremse. "Da sind wir." Alle machen grosse Augen, so etwas haben sie noch nie gesehen. Sie sehen nämlich einen riesigen Baum in dem eine getarnte Tür ist. Lea macht die Tür auf und sagt: Hereinspaziert." Als alle drinnen sind, geht im Boden ein Loch auf. Lea sagt: Folgt mir einfach. Lea setzt sich auf den Boden und rutscht das Loch hinunter. Alle rutschten hinter ihr her. Als sie unten ankommen, steht Lea auf und läuft einen Flur entlang. Die anderen laufen ihr natürlich hinterher. Am Ende des Flurs ist eine dicke Steinmauer. Lea berührt mit ihrer Nase viermal die Wand. Da schiebt sich die Mauer automatisch weg. Es hat

7 drei Türen. Die linke Tür ist grün-schwarz gestreift. Die rechte Tür ist blau-violett gefleckt und die mittlere Tür ist ganz rot. Lea fragt die anderen: "Welche Tür wollt ihr nehmen?" Die Kinder stimmen ab für die rote Tür. Lea öffnet die Tür. Nick macht so grosse Augen wie noch nie. Hinter der Tür sind noch mehr Türen als vorher. Es sind vier. Es hat nur gestreifte Türen. Eine Tür ist violett-türkis, eine andere ist braun-schwarz, noch eine andere ist orange-grün und noch eine andere ist gelb-blau. Lea sagt: Ich war schon in allen Zimmern, nur in dem Zimmer mit der Tür die braun-schwarz gestreift ist, war ich noch nie." Nick, Ben und Fiona dürfen wieder aussuchen in welches Zimmer sie gehen. Die Kinder entscheiden sich für die braun-schwarze Tür. Lea öffnet die Tür. Als Lea die Tür offen hat, erschrecken alle. Hinter der Tür steht eine grosse Gestalt. "W-w-w-wer bist du?", stottert Lea. Die Gestalt antwortet mit tiefer Stimme: "Was habt ihr hier verloren?" Aber als sich die Gestalt erst einmal richtig umsieht, sind die Kinder schon weg. Sie haben sich hinter den vielen Steinen versteckt. Die Gestalt sieht sich auf dem Boden um. Sie ist ungefähr zweimal so gross wie Lea, Nick und Fiona miteinander. Als die Gestalt fünf Minuten gesucht hat, läuft sie zu einer Tür. Dann öffnet sie die Tür und schliesst sie hinter sich wieder. Die Kinder kommen wieder aus ihrem Versteck. Sie gehen auch zu der Tür. Ben schaut durch das Schlüsselloch. "Was siehst du?", fragte Fiona. Ben

8 sagt: "Ich sehe die schwarze Gestalt." "Was macht die schwarze Gestalt?", fragte Lea. "Sie sitzt am Tisch und Wartet mal!", sagt Ben und erschrickt. Nachher sagt Ben: "Die Gestalt zieht ihren Mantel aus und ich kann sehen wer unter dem Mantel ist." "Und wer ist denn drunter?", fragt Lea. Ben sagt: "Ich sehe einen grossen Mann." "Lass mich doch auch mal sehen", drängt Nick. Aber niemand antwortet ihm, weil alle viel zu beschäftig sind. Ben verrät eben gerade wer hinter der Tür ist: "Ich glaube, von diesem Mann habe ich schon mal in der Zeitung gelesen, es ist ein ganz gefährlicher Räuber. Er hat schon ganz viele Häuser überfallen." Sonja erschrickt und Fiona noch viel mehr. "Lass mich jetzt auch mal sehen", drängt Nick. Ben antwortet: "Ja, du darfst auch mal sehen." Ben geht weg und Nick geht zur Tür und schaut durchs Schlüsselloch. Als Nick durch das Schlüsselloch schaut, kommt ihm dieser Mann auch bekannt vor. Nick sagt:" Ich weiss wie dieser Mann heisst." "Und wie heisst er?", fragt Lea. Nick sagt: "Er heisst Albert Hauser." Fiona fragt: "Und was hilft uns das?" Sonja fragt Ben: "Hast du auch gelesen, dass die Polizei hinter ihm her ist?" Ben sagt: "Es stand, dass die Polizei schon drei Jahre hinter ihm her

9 ist. Lea sagt schnell: Wir könnten es der Polizei melden. Das ist eine super Idee, sagt Sonja. Lea und die anderen merken sich alle Türen durch die sie zurück gehen. Als sie beim kleinen Polizeihaus ankommen, kommt schon Polizist Lang Hals heraus und fragt: Was macht ihr hier? Lea sagt: Wir müssen ihnen etwas melden. Lea erzählt was sie erlebt haben. Der Polizist geht mit den Kindern wieder zur Tür, hinter der der Räuber wohnt. Sie verstecken sich vor der Tür. Und dann geht alles ganz schnell. Als der Räuber raus kommt, nehmen sie ihn fest und die Kinder und der Polizist gehen nach Hause. Dann muss sich Lea von den Kindern verabschieden. Als alle gegangen sind, geht Lea durch die Tür in die Höhle. Drinnen setzt sie sich neben Oma Frida. Da kommt Mama aus der Küche und fragt: "Hattest du einen schönen Nachmittag?" "Ja, ein sehr schöner Nachmittag war es", antwortet Lea. ENDE

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