Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb. Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

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1 Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

2 Neurophysiologische Grundlagen Kirstin Kognitive Voraussetzungen Kirstin & Andreas Sozial-kognitive Bedingungen Andreas Soziale Bedingungen Andreas Gliederung

3 Neurophysiologische Grundlagen

4 Im erwachsenen Gehirn wird Sprache vorwiegend linkssphärisch verarbeitet Erleidet ein Mensch durch eine Schädigung des Hirns bestimmte Ausfälle im Verhalten, wird daraus geschlossen, dass der geschädigte Bereich von Beginn an für dieses Verhalten zuständig war Neurophysiologische Grundlagen

5 Studien an Kindern mit einseitiger Hirnschädigung Sprachliche Leistungen dieser Kinder im späteren Alter von 5-6 Jahren unterschieden sich nicht klinisch bedeutsam von den Kindern mit typischer Sprachentwicklung d.h. die sprachliche Leistung lag im Normalbereich, wenn auch im unteren Abschnitt Neurophysiologische Grundlagen

6 Ergebnisse sprechen nicht dafür, dass die linke Hälfte H für f Sprache vorherbestimmt ist, dass nur sie das Sprechen lernen bewältigen kann aufgrund der stärkeren anfänglichen nglichen Verzögerung bei Schädigungen in der linken Hirnhälfte kann man den Schluss ziehen, dass es eine Präferenz zur Übernahme von Sprache geben mag. Neurophysiologische Grundlagen

7 Studie an Kindern mit normaler Sprachentwicklung Frage: Werden sprachliche Informationen von Beginn des Spracherwerbs an der linken Hirnhälfte verarbeitet und welche Rolle spielt die Erfahrung mit Sprache? Ergebnis: Spezifizierung der linken Hälfte H nicht von Beginn an vorhanden, sie entsteht erst allmählich Neurophysiologische Grundlagen

8 Studie von Neville und Mills: Verstehen von Wörtern aus unterschiedlichen Wortklassen Ergebnis: Die linksseitige Präferenz für f r die Verarbeitung von Grammatik entsteht erst allmählich und ist nicht von Beginn an vorhanden. Sie ist ein Produkt der Entwicklung. Neurophysiologische Grundlagen

9 Kognitive Voraussetzungen Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

10 Die sensible Phase 1. Auffassung Zeitspanne, in der der Organismus eine erhöhte Sensibilität einem bestimmten Verhalten gegenüber hat Dauer und Ende ist abhängig von der neurophysiologischen Reifung und den Umwelteinflüssen Ist nicht exakt eingrenzbar, jedoch veränderbar Kognitive Voraussetzungen

11 Die sensible Phase Versuch von Johnson und Newport: Grenzen der sensiblen Phase für Sprache anhand der Fähigkeiten zum Zweitsprachenerwerb Es gibt eine sensible Phase für f r den Erwerb einer Sprache Sensibilität t für f r sprachliches Lernen nimmt langsam ab Auch andere Faktoren beeinflussen das sprachlicher Lernen Kognitive Voraussetzungen

12 Die kritische Phase Innerer analytischer Mechanismus, der Aufbau der Grammatik bewerkstelligt Kritische Phase = Zeitspanne vom Monat, in der der analytische Mechanismus optimal funktioniert enge Zeitspanne,, in der der Grammatikerwerb in Gang kommen muss um normale Sprachentwicklung zu gewährleisten Kognitive Voraussetzungen

13 Sozial-kognitive Bedingungen Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

14 Imitation Wörtliche oder reduzierte Reproduktion einer Modelläußerung Äußerungen in denen die Modelläußerung modifiziert oder erweitert wird. Maximal fünf Äußerung dürfen zwischen der Modelläußerung und der nachahmung liegen. Ist keine notwendige Strategie, kann aber den Einstieg in das beherrschen einer Sprachlichen Form darstellen Sozial-kognitive Bedingungen: Lernmechanismen

15 Klassifizieren und Analogiebildung Nachdem Kinder einige Erfahrungen mit Regelmäßigkeiten gemacht haben, klassifizieren und verallgemeinern sie diese. Auf der Basis von Analogien verallgemeinern sie dann auf neue Fälle: Sie wenden ein zugrunde liegendes abstrahiertes Schema mit immer anderen Vokabeln an (Banane Bananen aber die Tiere die Tieren; Papas aber Baggers). Ich male Katze. Ich male Papa. Sozial-kognitive Bedingungen: Lernmechanismen

16 Häufigkeiten im Input und Reformulierungen Mütter geben relativ häufig Wiederholungen kindlicher Äußerungen und erweitern diese. Eine begrenzte kritische Masse an Wiederholungen bewirkt einen Lerneffekt. In Sprachen wie Deutsch und Englisch nimmt der Erwerb von Grammatik ab einer Wortschatzgröße zwischen Wörtern sehr stark zu. Sozial-kognitive Bedingungen: Lernmechanismen

17 Soziale Bedingungen Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

18 3 wesentliche Voraussetzungen Die Möglichkeit zu üben Die Motivation zu lernen Die Anleitung beim Lernen Soziale Bedingungen

19 Sprachangebot und sprachliche Interaktion Alter des Kindes Mütterlicher Sprachstil Hauptmerkmale Funktionen für den Sprac bis ca. 12 JahreAmmensprache ( Baby-Talk ) Überzogene Intonationskontur; hoher Spracherkennung; Tonfall; lange Pausen zentral: a Spracheinführung im Dialog 2. Lebensjahr Schützende Sprache Gemeinsamer ( scaffolding ) Aufmerksamkeitsfokus; zentral: Routinen; Wortschatz Formate; Wo Sprachanregend und -lehre Ab Monate Lehrende Sprache Modellsprache; ( motherese ) modellierende Sprachlehrstrategien; zentral: Grammatik Spracha Soziale Bedingungen

20 Qualität und Quantität Entscheidend für die Sprachentwicklung eines Kindes sind Art und Intensität des sprachlichen Kontakts, den Kinder erhalten. Erklärlich werden so die Auswirkungen von Familienstruktur, Mehrlingssituation,, Heimmilieu und sozialer Schicht. Soziale Bedingungen

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