Landwirtschaftsfinanzierungen Möglichkeiten und Anforderungen

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1 Landwirtschaftsfinanzierungen Möglichkeiten und Anforderungen

2 Wer bin ich? Seit 2001 bei Raiffeisen, seit 2007 Bankleiter verheiratet, 3 Kinder wohnhaft in Huttwil Thomas Schenk Vorsitzender der Bankleitung Raiffeisenbank Unteremmental Seite 2

3 Was Sie erwartet Finanzierungsmöglichkeiten Direkte / indirekte Hypothekarmodelle Seite 3

4 Finanzierungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft Finanzierungsmöglichkeiten Direkte / indirekte Übernahme Liegenschaft Umbau Wohnteil Einbau Zweitwohnung Neubau Stöckli Umbau / Neubau Ökonomieteil Betriebskredit Kauf Maschine Installation Photovoltaikanlage Seite 4

5 Ablauf Finanzierung Wie geht eine Finanzierung vor sich? Direkte / indirekte 1. Erstellen eines Finanzierungsplanes 2. Gespräch mit Ihrer Raiffeisenbank 3. Finanzierungsofferte/-entscheid durch die Bank 4. Vertragsausstellung/-unterzeichnung 5. Bestellen/Übertragen der Sicherheiten 6. Auszahlung Seite 5

6 Welche Unterlagen benötigt Ihre Raiffeisenbank? Direkte / indirekte Zur Liegenschaft: Beurkundeter Kauf- oder Abtretungsvertrag Grundbuchauszug Aktuelle Ertragswertberechnungen (amtliche Schätzung) Situationsplan Gebäudeversicherungsausweis Baupläne / kubische Berechnung / Baubeschrieb Fotos des Objekts Seite 6

7 Welche Unterlagen benötigt Ihre Raiffeisenbank? Direkte / indirekte Zusätzlich bei Baukrediten / Renovationskrediten: Kostenvoranschlag Handwerkerverzeichnis Baubeschrieb Bauversicherung / Bauherrenhaftpflichtversicherung Baubewilligung (nach Erteilung nachreichen) Seite 7

8 Welche Unterlagen benötigt Ihre Raiffeisenbank? Direkte / indirekte Zum Kreditnehmer: Buchhaltungsabschluss / Lohnausweis / aktuelle Gehaltsabrechnung Kopie der aktuellen Steuererklärung Kontoauszug der Säule 3a Versicherungspolicen: Lebensversicherung, Vorsorge-police oder Risikoversicherung Pensionskassenausweis mit Freizügigkeitsguthaben Aktueller Betreibungsauszug Seite 8

9 Eigenkapital Aus welchen Quellen können die Eigenmittel stammen? Belastungs-grenze Direkte / indirekte Kontoguthaben Wertschriften Erbvorbezug, Schenkungen Vorsorgegelder (Säule 3a, Pensionskasse) Eigenleistungen Familien- oder Privatdarlehen Achtung bei Vorsorgegelder können nur vom Eigentümer der Liegenschaft eingesetzt werden. Seite 9

10 Belastungs-grenze Direkte / indirekte Die wird gemäss Bundesgesetz vom über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) von Amtes wegen festgelegt. Landwirtschaftliche Grundstücke dürfen ohne separate Zustimmung nur bis zur mit Grundpfandrechten belastet werden. Die entspricht in der Regel dem um 35% erhöhten Ertragswert, also: Ertragswert * 1.35 = Seite 10

11 Provisorische Belastungs-grenze Direkte / indirekte Bei der Finanzierung von neuen Investitionen, Sanierungen und Renovationen prüft die Bank, ob eine neue Schatzung für die Festlegung des provisorischen Ertragswertes notwendig ist. Versand Kostenzusammenstellung mit Offerten und Plänen an die Steuerverwaltung des Kt. Bern, Amtliche Bewertung der Grundstücke und Wasserkräfte, Postfach 8334, 3001 Bern Reserven für Mehrkosten einberechnen, wegen schwieriger Nachfinanzierung Seite 11

12 Liegenschaften ausserhalb BGBB Belastungs-grenze Direkte / indirekte Bei Liegenschaften, die nicht mehr dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) unterstellt sind, muss der Verkehrswert bestimmt werden. Der Verkehrswert wird durch einen Schätzer oder durch die Bank festgelegt. Der amtliche Wert hat nur noch informativen Charakter. Die Belehnungsgrenze beträgt in der Regel 80 % des Verkehrswertes. Die Belastung der Liegenschaft mit Schuldbriefen ist unbeschränkt möglich. Seite 12.

13 Finanzierungsbeispiel Wie sieht die Finanzierungsstruktur aus? Belastungs-grenze Direkte / indirekte Übernahmepreis / Anlagekosten CHF /. Eigenkapital CHF Hypothek CHF Ertragswert CHF CHF Hypothek ohne CHF Hypothek mit CHF bis spätestens zur Pension auf die Höhe des Ertragswerts. Seite 13

14 Direkte / indirekte Wie soll amortisiert werden? Direkte/indirekte 1. Hypothek 2. Hypothek Eigenkapital Direkte Rückzahlung erfolgt jährlich, Indirekte Rückzahlung erfolgt jährlich in einen 3. Säule Beschreibung halbjährlich oder vierteljährlich mittels fixiertem Betrag. Vorsorgeplan 3. Hypothek bleibt während ganzer Dauer Hypothekarschuld und zinsen nehmen gleich hoch. en reduzieren das steuerbarei Einkommen ab Mit Vorsorgepolice Versicherungs- Vorteil schutz im Todesfall und Rente bei Erwerbsunfähigkeit. Voller Schuldzinsabrzug bei der Berechnung der Einkommenssteuer. Steigende Steuerbelastung durch Hypothekarschuld und zinsen bleiben Nachteil sinkende Abzüge. konstant hoch, was bei steigenden Zinsen zu höheren Belastungen führt. Seite 14

15 Vorsorgeplan 3 Welche Vorteile bringt die Säule 3a? Direkte/indirekte Vorzugszins von aktuell 2 % Jährliche Einzahlung vom Einkommen steuerlich abziehbar Während Laufzeit von Steuern befreit (Einkommens-, Verrechnungs-, Vermögenssteuer) Jährliche Einzahlung freiwillig (ausser bei indirekter ) Möglichkeit zu Investition in Vorsorgefonds Auszahlung frühestens 5 Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters Seite 15

16 Vorsorgeplan 3 Welche Vorteile bringt die Säule 3a? Direkte/indirekte Vorzeitiger Rückzug möglich für: Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum von Hypotheken Aufnahme selbständige Tätigkeit Einzahlung bis gesetzliches Maximum frei wählbar Einzahlungslimite 2012: Personen mit Pensionskasse: CHF Personen ohne Pensionskasse: 20 % des Erwerbseinkommens, max. CHF Seite 16.

17 Baukonto mit Hypothek So funktioniert ein Baukonto mit Hypothek Direkte/indirekte Das Bauvorhaben wird direkt von Beginn an mit einer Hypothek abgewickelt. Zuerst werden die Eigenmittel auf das Baukonto einbezahlt. Der Bautreuhänder prüft, dass die Handwerker-rechnungen dem Baufortschritt entsprechen. Die Handwerkerrechnungen werden der Bank zur Zahlung eingereicht und über das Baukonto bezahlt. Seite 17

18 Baukonto mit Hypothek So funktioniert ein Baukonto mit Hypothek Direkte/indirekte Automatische Überträge ab Hypothek, sobald der Saldo des Baukontos für die Bezahlung der Rechnungen nicht mehr ausreicht. Die Hypothek wird dabei in Tranchen auf das Baukonto übertragen, und zwar immer gerade so viel, wie Sie für die Bezahlung der offenen Handwerkerrechnungen benötigen. Die Zinsen können Sie in einem allenfalls attraktiven Marktumfeld bereits vor Bauende fixieren. Seite 18

19 Baukonto mit Hypothek So funktioniert ein Baukonto Direkte/indirekte Seite 19

20 Hypothekarmodelle Welche Modelle bietet Ihre Raiffeisenbank an? Direkte/indirekte Variable Hypothek Festhypothek LiborFlex-Hypothek Eco-Hypothek Seite 20

21 Hypothekarmodelle Welche Merkmale hat die variable Hypothek? Variable Hypothek Direkte/indirekte Kundennutzen Zinssatz Jederzeit Wechsel in anderes Hypothekarmodell möglich Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten Variabel, je nach Kapitalmarktlage Regelmässig direkt möglich Indirekt via 3. Säule möglich Laufzeit unbeschränkt, gegenseitig auf 6 Monate kündbar Seite 21

22 Hypothekarmodelle Welche Merkmale hat die Festhypothek? Festhypothek Direkte/indirekte Kundennutzen Zinssatz Laufzeit Kein Risiko einer Zinssatzerhöhung während der vereinbarten Laufzeit Klare Budgetverhältnisse Fest, während der vereinbarten Laufzeit Indirekt via 3. Säule möglich Keine direkte während der Laufzeit möglich 3 bis 10 Jahre Besonderes Mindestbetrag CHF Seite 22

23 Hypothekarmodelle Welche Merkmale hat die LiborFlex-Hypothek? LiborFlex-Hypothek Direkte/indirekte Kundennutzen Zinssatz Alle 3 oder 6 Monate Zinsanpassung an Marktzinssätze Grosse Transparenz Einmal während Laufzeit Wechsel in ein anderes Raiffeisen-Hypotheken-Modell möglich Libor-Satz und individuelle Marge Indirekt via 3. Säule möglich Keine direkte während der Laufzeit möglich Laufzeit 3 oder 5 Jahre Besonderes Mindestbetrag CHF Seite 23

24 Hypothekarmodelle Wie sieht die Zinsentwicklung seit 1985 aus? Variabler-, Fest-, LiborTop- und LiborFlex-Zinssatz Direkte/indirekte Aktueller Kalkulatorischer Zinssatz: 4,50% Seite 24

25 Hypothekarmodelle Welche Merkmale hat die Eco-Hypothek? Eco-Hypothek Direkte/indirekte Kundennutzen Zinssatz Laufzeit Besonderes Förderung des umweltverträglichen und nachhaltigen Bauens und Renovieren ½ % Zinsreduktion auf maximal CHF variabel oder fest Indirekt via 3. Säule möglich Direkte nur bei variabler Hypothek möglich Vergünstigung während maximal 5 Jahren Voraussetzung Minergie-Zertifikat oder GEAK Klasse A (Neubauten) oder Klassen A bis C (Sanierungen) Gesamte Kundenbeziehung bei Raiffeisen Seite 25

26 Ihre Ansprechpartner vor Ort Geschäftsstelle Heimisbach Kurt Spiegelberg Leiter Geschäftsstelle Marianne Gerber Kundenberaterin Seite 26

27 Haben Sie noch Fragen?????? Seite 27

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