Bis wirklich alle Teilnehmer alle Hochseil-Uebungen erfolgreich gemeistert hatten, verging noch ein Tag.

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1 DG Seminare Masters of Excellence Leadership Academy Nummer 2 vom 27. September 07. Oktober 2013 in Kemer an der türkischen Riviera: Giga-Event aus der Sicht eines der Haupttrainer, Prof. Dr. Edwin Meier Weder Wiederholer noch das Trainerteam glaubte, dass das Seminar vom März 2013 in irgend einer Form noch übertroffen werden könnte, aber die Steigerung war gigantisch. Das lag einerseits daran, dass viele der neuen sowohl Prozess- als auch Sicherheitstrainer im Frühling noch als Teilnehmer dabei waren und sich so wirklich in das hineinfühlen konnten, was in den Teilnehmern ablief. Ihnen gehört ein ganz grosses Kompliment, denn sie setzten das, was sie in ihrer umfassenden Trainerausbildung gelernt hatten, hervorragend um. Wieder begann die MoELA Academy am Freitag mit der Begrüssung der Teilnehmer, nur warteten Dirk und die Trainer diesmal nicht im Hotel, sondern auf einer Brücke über die Strasse am Stadtrand von Kemer auf die ankommenden Teilnehmer. In der Abendsitzung im Seminarraum wurde erst den türkischen Freunden gedankt, ohne deren Hilfe die ganze Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Dann wurden die einzelnen Gruppen eingeteilt und zwar sorgfältig so, dass in jeder jung und alt, schlank und vollschlank, neu oder Wiederholer ideal gemischt zusammen gebracht waren. Jeweils zurück von der frühmorgendlichen Jogging- oder Nordic Power Walking-Runde auf der herrlichen Strandpromenade vor der imposanten Kulisse des Taurus-Gebirges hinter den tollen, jetzt mit Touristen vollen Hotelkomplexen auf der einen Seite und dem blauen, glasklaren und ideal warmen Wasser des Mittelmeeres auf der anderen, schmeckte das Frühstück-Büffet doppelt so gut was kein Wunder war, denn was die Sensimar Küche die ganze Woche bei allen Mahlzeiten bot, war schlicht und ergreifend super lecker! Ebenso das übrige Hotelangebot. Da war jeder *Stern mehr als verdient! Am Samstag früh, wie in diesem Seminar dann üblich bereits um 09 Uhr, klebten alle ihre Zielcollage aus Ausschnitten aus Zeitschriften zusammen, damit sie dann später zu Hause ihre Wünsche, Träume und Ziele optimal visualisieren konnten. Natürlich bekam der Seminarraum, der in der übrigen Zeit des Sommers als Disco genutzt wurde, durch die überall aufgehängten Zielcollagen eine ganz besondere Atmosphäre. Dann war wieder das Blindenführen dran. Diesmal staunten nicht die Einheimischen, sondern die unzähligen Touristen, denn in Kemer war immer noch Hochsaison. Wieder galt es, blindes Vertrauen gegenseitig in einen Partner aufzubauen. Als erste Gruppenherausforderung galt es, das Spinnennetz so zu passieren, dass jede Oeffnung nur einmal benützt werden durfte und die Fäden (wir stellten uns vor, sie seien elektrische Drähte mit Starkstrom geladen) nicht berührt werden sollten. Diese Managementübung verlangte einiges an Planung und Voraussicht. Kein Wunder, dass in den meisten Gruppen zuerst ein langes allgemeines Palaver stattfand, ohne dass für eine geraume Zeit irgendwelche Ergebnisse herauskamen. Schlussendlich schafften aber alle diese Herausforderung, auch wenn ziemlich oft Kleidungsstücke ausgezogen werden mussten. Einiges an Berührungsängsten musste dabei ebenfalls abgebaut werden. Am Abend fand wieder die übliche Feed-back-Runde und anschliessend diese Zeitreise statt, bei der noch mehr Tränen flossen als im Frühjahr.(Nähere Einzelheiten darüber können im neuen Buch von Dr. h.c. Dirk Griesdorn nachgelesen werden). 1

2 Am Sonntag und anschliessend jeden Tag um trafen sich die Gesundheits- und Fitnessorientierten zum allmorgentlichen Jogging mit Bundesliga-Fussballtrainer Thomas Gerstner und die Nordic Power Walker (die Stöcken wurden erneut freundlicherweise vom Sensimar-Hotel zur Verfügung gestellt) normalerweise mit mir (EM), doch an diesem frühen Morgen mit meiner Assistentin Margit, da ich um 07 Uhr im Seminarraum die Raucherentwöhnungs-Therapiesitzung durchführte. Eine ganze Reihe der Teilnehmer waren tatsächlich anschliessend clean doch es gab auch einige, bei denen die Sucht so schwerwiegend und tiefsitzend war, dass sie nicht in einer einzigen Sitzung endgültig zu behandeln war. Sie erkannten, wie stark das Gift Nikotin sie versklavte. Für diejenigen unter ihnen, denen es wirklich ernst war, machten wir während der Dauer des Seminars noch weitere Therapiesitzungen, sodass es zum Schluss den meisten gelang, zu Nikotin-Abstinenten zu werden. Der Trustfall rückwärts mit geschlossenen Augen aus 2.20 m Höhe in die erhobenen Arme der übrigen Gruppenmitgliedern war erneut eine Herausforderung, die vielen Teilnehmern ans Eingemachte ging. Oben auf der Plattform vom Prozess-Trainer mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen in die Aufgabe eingeführt, sorgten die Sicherheits-Trainer unten am Boden dafür, dass alle sicher aufgefangen wurden. An dieser Stelle möchte ich meiner Prozess-Trainerin Margit und meinen beiden Sicherheits-Trainern Charley und Mario in der Gruppe 6 ein besonderes Kränzchen winden. Sie meisterten ihre Aufgabe auf allen Uebungen so hervorragend, dass mir nur jeweils ein Einleitungs- oder Schlusswort blieb. Dann folgte die 4.20 hohe Team-Kletterwand. Auch diese Uebung erforderte ein gehöriges Mass an Voraussicht, Planung und Zusammenarbeit. Es war fast nicht zu glauben, wie sich bereits in dieser kurzen Zeit die Gruppe 6 zu einem verschworenen Team gemausert hatte, welches diese Herausforderung, für welche üblicherweise bis zu 2 Stunden vorgesehen war, in netto 29 Minuten meisterte. Hut ab! Als Belohnung durften alle, die es geschafft hatten, den Rest des Nachmittags frei nehmen, entweder zum Baden im Mittelmeer (25 C), im Pool des Hotels, in der Sauna oder im Turkish Bath, oder zum Shopping in der Stadt. Am Abend war die Reihe an Prof. Dr. med. Michael Spitzbart, welcher als Europa s führender Gesundheits- Mediziner den Teilnehmer in seiner gekonnt spannenden Art aufzeigte, was sie für ihre persönliche Gesundheits- Erhaltung oder -Wiedergewinnung unternehmen konnten. Und welche Parameter (speziell im Blut) zur Leistungssteigerung (ohne Doping natürlich) beitrugen. Das Perfide im Gesundheits- und Energiebereich des Menschen ist es nämlich, dass eine Verschlechterung der Werte von 100% bis hinunter auf 30% praktisch nicht wahrgenommen wird. Aber dann werden die Schäden dramatisch! Darum liessen sich die Allermeisten am nächsten Morgen Blut abnehmen, damit es von Prof. Spitzbart untersucht und analysiert werden konnte. Die Aufgabe am Montag (nach dem Joggen oder Nordic Power Walken) war etwas ganz Spezielles. Die Seminarleitung stellte jeder Gruppe Material wie Fässer, Balken, Schnüre etc. zur Verfügung, die daraus ein mittelmeertaugliches Floss bauen mussten. Erneut war Teamfähigkeit erforderlich. Tatsächlich schwammen dann alle Flosse wobei sich die Teams kreative und lustige Namen haben einfallen lassen. Nach einer ausgedehnten Rundfahrt vor der Küste bei angenehmen Wasser- (25 Celsius) und Lufttemperaturen bekamen die Teilnehmer wieder den weiteren Nachmittag zur freien Verfügung, was sehr geschätzt wurde. 2

3 Am Abend diesmal vor der täglichen Feed-back-Runde mit Dirk erläuterte Prof. Spitzbart die Blutauswertungen. Für manchen waren die Resultate ein wichtiger Hinweis, was sie bezüglich ihrer Gesundheit unternehmen oder auch unterlassen sollten. Ab Dienstag ging es dann in den grössten Hochseilpark der Welt, den das Trainerteam vor Seminarbeginn wieder auf Hochglanz gebracht hatte. Der Reihe nach absolvierten alle Gruppen das V-Seil, die Multi-Vine mit einem verblindeten Partner, das Dangle-doo (oder die Giant Ladder) als Dreier-Team, und den Pampers Pole (zu Deutsch Pampers-Windeln Pfosten), wobei sich unser Team den Spass leistete, diese sehr dramatische Uebung tatsächlich in Pampers-Windeln zu absolvieren. Am Abend war dann ich an der Reihe mit dem Thema Die Macht der Worte. Nach einigen Hinweisen, wie unser Gehirn funktioniert, machten wir ein Gedächtnis-Experiment. Ich verliess den Seminarraum, während meine Assistentin Margit zwanzig Begriffe (aus Zeitgründen es hätten auch fünfzig oder hundert sein können) aus dem Publikum sammelte und auf dem Flipp-Chart notierte. Dann wurde ich herein gerufen und diese Begriffe wurden mir einmal vorgelesen. Das Publikum staunte, dass ich alle von vorn nach hinten, von hinten nach vorne und durcheinander wiedergeben konnte. Aber noch mehr, als ich aufzeigte, wie mit der richtigen Technik dies jeder im Saal konnte! Dann kamen wir zu einem weiteren Höhepunkt dessen, was mit Worten erreicht werden konnte. Im Frühling hatten wir eine Hypnose-Demonstration mit Dr. h.c. Dirk Griesdorn gezeigt, doch gab es eine (kleine) Gruppe Neunmalkluger, welche tatsächlich glaubten, das Ganze sei nur eine Show gewesen und Dirk sei nicht wirklich in tiefer hypnotischer Trance gewesen. Darum holte ich aus jedem Land einen Teilnehmer auf die Bühne: aus der Türkei Mehmet, aus der Schweiz Silvan, aus Oesterreich Ingrid, aus Südtirol (Italien) Fabian und als zweite Teilnehmerin aus Oesterreich Claudia. In einer Gruppensitzung gelang es, alle in eine recht tiefe hypnotische Trance zu versetzen, in welcher jeder ein bekanntes Hypnose-Phänomen produzierte. Mehmet nahmen wir die Zahl 5 für 10 Minuten weg. Wir liessen ihn von 1 bis 10 zählen: eins, zwei, drei, vier,???, sechs, sieben, acht, neun, zehn. Es war herrlich, wie er die Stirne runzelte und krankhaft nach etwas suchte, was er auf der Zunge hatte, aber nicht aussprechen konnte. Zusätzlich hatte ich ihn vor der Hypnose gebeten, seine heutige Unterschrift auf das Flipp-Chart zu schreiben. Ich ging mit ihm auf seiner inneren Zeitlinie 30 Jahre rückwärts und bat ihn dann, wieder auf dem gleichen Blatt zu unterschreiben. Was herauskam war, dass er diesmal mit der Kinderschrift eines Elfjährigen geschrieben hatte. Silvan wurde suggeriert, ich würde ihm eine rotglühende Münze auf den Handrücken legen, worauf er vor Schmerz aufschrie! Dabei war die Münze absolut kalt. Dann erhielt er einen sogenannten posthypnotischen Befehl. Fünf Minuten nach dem Aufwachen aus der Trance solle die Dame seines Herzens züchtig auf beide Wangen küssen. Das Publikum war darüber informiert, während es den Versuchpersonen nicht bewusst war. Und genau nach der angegebenen Zeit sprang Silvan auf, rannte durch das ganze Publikum und küsste die Trainerin Monika auf beide Backen. Das Publikum tobte! Ingrid wurde kurz vor der Demonstration ein Text zum Lesen gegeben. Ihre Aufgabe war es dann, diesen Text von einem leeren Flipp- Chartblatt abzulesen was ihr tatsächlich gelang. Fabian wurde suggeriert, es sei brühtend heiss und er würde entsprechen schwitzen. Sein Unterleibchen war mit Schweiss durchgetränkt und zehn Minuten nach dem Aufwachen rannte er zur Technik hoch und bat Ferdi, die Decke des Seminarraums zu öffnen, es sei drückend heiss im Seminarraum! Wieder waren die Zuschauer fasziniert. Auch Claudia befolgte ihren posthypnotischen Befehl und teilte ihrem Freund mit, mein Kopf ist klar und frei! 3

4 Aber dann kam der absolute Höhepunkt: Dr. h.c. Dirk Griesdorn war neben seinen vielen anderen positive Seiten und Talenten auch ein absolutes Trance-Phänomen. Natürlich kannte er mich seit über 14 Jahren und hatte absolutes Vertrauen in mich. Aber ich habe noch ganz selten jemanden getroffen, der so schnell und tief in Trance sinken konnte wie er. Als erstes nahm ich ihm den Buchstaben D weg und als er gebeten wurde, seinen Namen auf das Flipp-Chart zu schreiben kam irk Gries orn heraus. Dann versetzte ich ihn in eine katatonische Starre, sodass er steif wie ein Brett wurde. Vier Trainer legten ihn mit Kopf und Füssen auf zwei Hocker und eine junge Dame aus dem Publikum stellte sich ihm auf den Bauch, ohne dass er auch nur einen Millimeter nach unten nachgab. Sein posthypnotischer Befehl lautete, nach weiteren zehn Minuten laut ins Publikum zurufen, ob ihm jemand eine Dose Redbull bringen könnte. Wieder ein Volltreffer. Diese Demonstationen waren derart eindrücklich, dass mich danach rund 25 Personen baten,sie hypnotherapeutisch zu behandeln: von weiterer Raucherentwöhnung über Abnehmen, Höhenängste, Angst vor Wasser, bis Selbstmordgefährdung etc. etc. Zwei Personen hatten sogar ganz starke Schmerzen in einer Schulter, sodass sie kaum den Arm heben konnten und doch unbedingt auf den Pampers Pole wollten. Es gelang, ihnen für ca. 20 Minuten alle Schmerzen zu nehmen, sodass sie ihren Traum erfolgreich verwirklichen konnten. Selbstverständlich waren die Schultern dadurch nicht vollständig geheilt dieser Prozess musste von einem Arzt oder Heilpraktiker weiter betreut werden und nicht von einem Psychotherapeuten. Auch der nächste ganze Tag waren alle Gruppen auf dem Parcour und jeder schaffte es, dank der Geduld und dem Einfühlungsvermögen der Trainer, alle Uebungen erfolgreich zu meistern. Alle konnten das loslassen, was sie belastete und sich ihren Wünschen, Träumen und Zielen entgegengestellt hatte. Und das immer mit Blick auf das unendlich tief-blaue, weite Mittelmeer. Am Abend nach der üblichen Feed-back-Runde kam Dirk plötzlich auf die Herausforderung des Scherbenlaufes zu sprechen, nachdem die geplante Fahrt auf einem der grossen Segelschiffe dem insgesamt drei Tage lang tobenden Sturmwind (auch wenn dazu Sonnenschein herrschte) zum Opfer gefallen war. Sogar die Einheimischen konnten sich nicht erinnern, ein so langes Gebläse erlebt zu haben. Nachdem Dirk die Umkehrtechnik der Empfindungen des Scherbenlaufes im Seminarraum gebührend erklärt hatte, lud er alle ein, sich in den hinteren, etwas windgeschützteren Teil der Anlage zu begeben. Dort hatten die Heinzelmännchen von Trainern einen von Fackeln eingerahmten, sicher 10 m langen Glasscherbenteppich aufgebaut, mit einem etwas grösseren Haufen am Anfang, in den von einem Tisch aus barfuss gesprungen werden musste. Aber zuerst kam wieder die Demo der Haupttrainer: Dirk und ich legten uns mit nacktem Oberkörper in die spitzen Glasscherben und liessen je eine hübsche Dame auf unseren Brustkorb stehen. Dann demonstrierte Dirk, was uns am letzten Gala-Abend im März ein türkischer Artist vorgemacht hatte: er legte sich mit dem Gesicht in die Scherben und jemand stellte sich auf seinen Hinterkopf. Dank der richtigen Vorbereitung floss dabei kein Blut! Anschliessend schritt jeder Teilnehmer und dann auch die Trainer barfuss den langen Scherbenteppich hinunter, wo er von Dirk empfangen wurde und von mir eine Glasscherbe aus seinem Teppich als Anker in die Hand gedrückt bekam. Jedesmal in der Zukunft, wenn sich irgendwie ein psychisches Tief einschleichen sollte, galt es nur, diesen Scherben-Anker in die Hand zu nehmen und schon werde die Energie dieses Abends wieder hochkommen. Bis wirklich alle Teilnehmer alle Hochseil-Uebungen erfolgreich gemeistert hatten, verging noch ein Tag. 4

5 Am Freitag vormittag hielt Thomas Gerstner seinen wirklich eindrücklichen und spannenden Vortrag über die Kraft der richtigen Einstellung an praktischen Beispielen aus dem Sportbereich, speziell dem Fussball. Dann leitete Dirk zu einem weiteren Höhepunkt über: dem Eisenstangen-Verbiegen. Wieder wurde die gleiche Umkehrtechnik eingesetzt wie beim Glasscherbenlauf. Zuerst wurden die realen Fakten von Eisenstangen notiert: Eisenstangen sind hart, Eisenstangen sind spitz, Eisenstangen sind gefährlich etc. Dann wurden diese Aussagen ins Gegenteil umformuliert: Eisenstangen sind weich, Eisenstangen sind rund, Eisenstangen sind kuschelig etc. Dirk nahm sich jedem Stangen-Paar einzeln an, zeigte ihnen, wo genau unter dem Adamsapfel bei den Herren die Eisenstange (symbolisch und real gepuffert durch einen Geldschein), das 10 mm dicke und zwei Meter lange Armierungseisen angesetzt werden musste (es war dies die Stelle, welche in verschiedenen asiatischen Kampfsportarten Martial Arts als die tödlichste bezeichnet wird). Dann wurden die Kommandos vereinbart und die tiefere Bedeutung erläutert: wie im realen Leben muss in dieser Uebung eine Entscheidung getroffen und dann unbedingt durchgezogen werden. Wenn jemand zögerte, konnte es passieren, dass dann das Eisen hinten am Nacken wieder herauskam wie beim Schaschlik. Zum Glück passierte das niemandem. Aber wahnsinnig eindrücklich war das Eisenstangenverbiegen für jedermann. Am Samstag Vormittag referierte Dirk sehr eindrücklich darüber, wie gut es uns doch ginge verglichen mit z.b. Kindern und Menschen im Slum von Kibera in Nairobi/Ostafrika, welches er ja persönlich besucht hatte. Und dass wir mit etwas gutem Willen durch die richtigen vertrieblichen Massnahmen möglichst vielen weiteren Menschen das Erlebnis MoELA in Kemer vermitteln helfen konnten und dabei erst noch anständig verdienten. Nun blieb noch die Krönung der 10 Tage: der Feuerlauf. Seit Tagen warteten Dirk und die Trainer sehnlich auf einen Zeitpunkt der Windstille, aber der wollte einfach nicht kommen. Dirk hatte den ursprünglichen Plan, den Feuerlauf am Strand mit Blick aufs Meer stattfinden zu lassen, längst aufgegeben und überlegte sich sogar, wo wohl eine Halle mit Betonboden gefunden werden könnte, denn im Seminarraum wäre das viel zu gefährlich gewesen. Da der hintere Teil der Anlage etwas mehr windgeschützt war, hatten die emsigen Bienen von Trainern für alle Fälle alles vorbereitet. Und dann geschah das Wunder! Am späteren Nachmittag schwächte der Orkan plötzlich markant ab und alle begaben sich zuerst in den Seminarraum, wo ein Trockenfeuerlauf durchgeführt wurde, damit sich der Körper trotz der Stress-Situation vor dem Glutteppich korrekt verhalten würde. Dann durfte ich die Teilnehmer auf eine geführte Meditationsreise mitnehmen: auf einem Floss aus blauen Fässern (wie in der Montagsübung) liessen wir uns von einer sanften Brise um die Halbinsel herum, durch einen Traumtunnel aus Nebelschwaden mit Vergegenwärtigung aller Lernerlebnissen zum Seminarplatz treiben, wo wir im Geist/Vorstellung bereits über den Glutteppich gelaufen waren und es sich wie feuchtes, kühles Moos angefühlt hat. Dann wurden im hinteren Hochseil-Park zwei Reihen gebildet, je eine vor jedem Glutteppich. Dirk und ich mussten wieder als erste über die mehr als 800 Celsius heissen Holzkohlen schreiten. Für die ersten ist es immer am dramatischten, da kein Feuer gleich ist, und man auch mit viel Erfahrung nie sicher wissen konnte, ob die Glut passierbar war. Gottseidank war sie perfekt und wieder schritten alle, inkl. Trainer und Foto-/Filmteam und einige türkische Freunde wie Mustapha und Mehmet sicher darüber. Es gab keine schweren Verbrennungen, nur einzelne kleine Blasen, die auf einer Fussreflexzonen-Abbildung möglichen Schwächen im System zugeordnet werden konnten. Wie immer stimmte es praktisch in allen Fällen überein: wo die Teilnehmer körperliche Beschwerden hatten und dort wo sie sich eine Brandblase an der entsprechenden Stelle auf der Fuss-Sohle geholt hatten. Es war wirklich doch noch die Krönung des ganzen MoELA-Projekt Herbst 2013 geworden. 5

6 Der Sonntag Vormittag begann mit dem grossen Foto-Shooting aller Teilnehmer und Trainer auf der Anlage, der Nachmittag war wieder zur freien Verfügung der Teilnehmer bis zum Abend, wo es ein Gala-Diner im Seminarraum gab, für das Dirk extra fünf Lämmer und eine Reihe Hühner am Drehspiess hatte braten lassen. Begeisterte Teilnehmer liessen es sich nicht nehmen, auf der Bühne ihre Erlebnisse mit den andern zu teilen. Die Verteilung der Zertifikate war dann der würdige, feierliche Abschluss. Für mich bleibt eine grosse Frage im Raum: Wird es wohl möglich sein, im April 2014 das Ganze nochmals zu steigern? Ganz herzlichen Dank an alle, die für den Erfolg von MoELA 2 mitgeholfen haben. Ganz besonders auch an die Damen, welche die Kinderbetreuung sicher gestellt hatten und an Claudia Griesdorn, die charmante und kompetente Gattin von Dirk, welche für die ganze Administration welche übrigens vorzüglich geklappt hatte verantwortlich war. Prof. Dr. Edwin Meier 6

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