Hochschullehrgang mit Masterabschluss Kollegiales Lernen und Lehren: Fächerbezogene Kompetenzorientierung

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1 Hochschullehrgang mit Masterabschluss Kollegiales Lernen und Lehren: Fächerbezogene Kompetenzorientierung Datum der Beschlussfassung durch die Studienkommission PH NÖ/PH OÖ: Datum der Genehmigung durch das Rektorat PH NÖ/PH OÖ: Datum der Kenntnisnahme durch den Hochschulrat PH NÖ: Datum der Kenntnisnahme durch den Hochschulrat PH OÖ: Version 1.0 SKZ Hochschullehrgang 60 EC SKZ Hochschullehrgang mit MA Abschluss 120 EC Inkrafttreten 2. Oktober 2012 Geplanter Beginn: WS 2012/13 Hochschullehrgang im öffentlich rechtlichen Bereich

2 Inhaltsverzeichnis 1 Qualifikationsprofil Zielsetzung Bedarfsbegründung Bildungs- und Ausbildungsziele Zielgruppe und Zulassungsvoraussetzungen Didaktisches Konzept Prinzipien Lern- und Lehrkonzept Kooperationen Leitung, Organisation Aufbau und Gliederung Umfang und Dauer ECTS-Anrechnung Modulübersicht Modulbeschreibungen Prüfungsordnung Evaluation Wissenschaftliche Leitung und Gesamtverantwortung

3 1 Qualifikationsprofil 1.1 Zielsetzung Im Zuge der Professionalisierung des Lehrberufs und der damit verbundenen Verantwortungsübernahme wird kollegiales Lehren und Lernen in Hinblick auf eine fächerbezogene Kompetenzorientierung bedeutsam. Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung der Sekundarstufe I rücken fachliche Professionalisierung und Shared Leadership for Learning ins Zentrum der pädagogischen und schulpolitischen Desiderata, die diesen Hochschul- bzw. Universitätslehrgang konstituieren. Die Komplexität der neuen Aufgabenbereiche von Lehrpersonen auf der Sekundarstufe I spiegelt sich in der Beschreibung des Kompetenzerwerbs (siehe 1.3) wider und ist in den Rahmenvorgaben 1 abgebildet, die diesem Curriculum zugrunde liegen. 1.2 Bedarfsbegründung Fachliche Professionalisierung Das Konzept der Flächenfächer (Empfehlungen der Vorbereitungsgruppe zur PädagogInnenbildung NEU) als eine künftige Möglichkeit von Unterrichtsgestaltung im Sek-I- Bereich erfährt hier eine Pilotierung. Der Schwerpunkt fachlicher Qualifizierung liegt darin, die Besonderheiten des eigenen Faches im Kontext eines Fächerbündels vertiefend zu verstehen und darauf aufbauend ein integratives Curriculum in einer fächerbezogenen Domäne entwickeln zu können. Dieser Grundsatz fächerorientierter Allgemeinbildung beinhaltet ein neues Konzept zum Bildungsauftrag der Fächer auf der Sekundarstufe I. Shared Leadership for Learning Das Schulsystem braucht neben den offiziellen singulären Schulleitungen angesichts der Entwicklungsanforderungen mehr und mehr systemische Führung durch unterschiedliche Personen im Team und Formen der Verantwortungsübernahme für Teams. Die Professionalisierungsbewegung in Richtung eines entstehenden so genannten Mittleren Managements an Schulen betont eine gemeinsame standortbezogene Führungsverantwortung der Lehrer/innenteams. In der Verantwortung für das gemeinsame fachliche Lernen und Lehren, welches über das Einzelfach hinausgeht, entstehen neue professionelle Rollen. Als Teil der Weiterentwicklung des Schulstandorts wird dabei im Sinne der shared leadership Unterrichtsentwicklung als Next Practice am Standort in kollegialen Prozessen professionell angestoßen und angeleitet. 1.3 Bildungs- und Ausbildungsziele Ziel des Hochschullehrganges (mit Masterabschluss) ist die Qualifikation von Lerndesigner/innen zum Anleiten von Schulentwicklungsprozessen im kollegialen Kontext allgemein sowie in Bezug auf die jeweilige fächerbezogene Domäne. In reflektierten Entwicklungsprozessen erlangen Teilnehmer/innen ein Verständnis für die inhaltsbezogenen Dimensionen und die methodischen Besonderheiten der jeweiligen ausgewählten Domäne. Wissenschaftliche Theorien und 1 bmukk (2011) Rahmenvorgaben und konkretisierende Vorschläge für Hochschullehrgänge mit Masterabschluss. 3

4 forschende Auseinandersetzung bilden die Basis für den Aufbau und die Weiterentwicklung der individuellen professionellen Handlungskompetenz. Der Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) qualifiziert Lehrpersonen der Sekundarstufe I Die Modulangaben beziehen sich auf die Schwerpunkte des jeweiligen Kompetenzerwerbs, die Gesamtqualifizierung ergibt sich aus der Absolvierung aller Module im Lehrgang inklusive dem Verfassen der Masterthesis. zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von fachwissenschaftlichen und methodischdidaktischen Kompetenzen in der jeweiligen Fachlichkeit; (Module 1.3 und 2.1) zur Weiterentwicklung des Faches vor dem Hintergrund der fächerbezogenen Domäne einerseits und des Lernens der Schüler/innen anderseits; (Module 1.4 und 2.1) zur innovativen Gestaltung von fachlichen, überfachlichen und fachübergreifenden Lernsituationen im eigenen Unterricht und im Lehrer/innenteam; (Module 1.2 und 1.5) zum Diskurs in professionellen Lerngemeinschaften; (Modul 1.5) zum forschungsbasierten Vorantreiben fachbezogener Entwicklung; (Module 1.6 und 2.3) zu einem reflektierten Verständnis inhaltsbezogener Ziele und Methoden des Unterrichts in einer ausgewählten Domäne (Module 1.4 und 2.2) 1.4 Zielgruppe und Zulassungsvoraussetzungen Der Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) wendet sich an Lehrpersonen der Sekundarstufe, die bereits an einer Neuen Mittelschule unterrichten oder dieses anstreben. Die Auswahl und Reihung der Teilnehmer/innen erfolgt unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Anzahl von Teilnehmer/inne/n aus den unterschiedlichen Schularten der Sekundarstufe sowie einer ausgewogenen Anzahl aus den unterschiedlichen Fächern. In der Pilotphase erfolgt eine Begrenzung des Angebots auf die Domänen Sprachen, Medien und Kulturen; Zugang über die Fächer: Deutsch, Fremdsprachen, Musikerziehung, Informatik Formale Darstellung und Verarbeitung; Zugang über die Fächer: Mathematik, Geometrisches Zeichnen bzw. Darstellende Geometrie, Informatik Natur, Leben und Gesundheit, Technik; Zugang über die Fächer: Biologie und Umweltkunde, Physik, Chemie, Ernährung und Haushalt bzw. Haushaltsökonomie und Ernährung, Technisches und Textiles Werken, Bewegung und Sport Zur Eignungsfeststellung werden folgende Nachweise herangezogen: Motivationsschreiben, Empfehlungsschreiben der Schulleitung, Nachweis von fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und/oder pädagogischer Fort- und Weiterbildung im Mindestumfang von 60 Lehreinheiten innerhalb der letzten fünf Jahre sowie ein persönliches Aufnahmegespräch. Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Lehramtsstudium für eine Schulart der Sekundarstufe in einem der in den Domänen fächerbezogener Bildung genannten Fächer oder ein Lehramt für Sonderschulen. Die Eingangsvoraussetzung für den 2. Studienabschnitt ist der erfolgreiche Abschluss des 1. Studienabschnitts. 4

5 2 Didaktisches Konzept 2.1 Prinzipien Der Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) ist wissenschaftsbasiert und praxisorientiert angelegt. Er wird berufsbegleitend angeboten. Das übergeordnete Konstrukt des Hochschullehrgangs sind die Lehrgangsprinzipien, die von allen Lehrenden mitgetragen und implementiert werden. Fallorientierung und Weiterentwicklung Ausgangspunkt sind Vorerfahrungen, Kompetenzen und Interessen der im Beruf stehenden Teilnehmer/innen, die in konkreten Fallbeispielen reflektiert werden. Theoretische Modelle werden daran sichtbar gemacht, weiterentwickelt und die berufsbiographischen Erfahrungen aus dem systemischen Kontext in den Lernprozess integriert. Die selbstreflexive Rolle gegenüber dem eigenen Fach und die Stärkung der konkreten Unterrichtsgestaltungsexpertise gehen Hand in Hand: o durch kasuistisches Arbeiten an bereitgestellten Fällen (Videoanalysen, Dokumenteninterpretation an Schülerlernbeispielen und gezeigten Unterrichtssettings) o durch Bereitstellung von Modellen, Instrumenten, elektronischen Plattformen (interdisziplinär) und Lernteams, die im Lehrgang die Kompetenz zur Unterrichtsentwicklung vorantreiben o durch die praktische Erprobung von Unterrichtssequenzen, die den Bildungsauftrag des Faches fokussieren o durch die eigene curriculare Entwicklungsarbeit im Lehrgang und deren Verknüpfung mit dem Ort ihrer Tätigkeit Flexible Differenzierung, lernseitige Orientierung als Grundprinzipien der neuen Lernkultur werden für die Teilnehmer/innen am Lehrgang erlebbar. Der Lernprozess wird dabei weitgehend selbst gesteuert, indem Teilnehmer/innen Fragestellungen aus ihrer Praxis einbringen bzw. Schwerpunkte ihrer Arbeit im Lehrgang zum Thema machen und kritisch bearbeiten. Co-Teaching Co-Teaching wird in allen seinen Facetten als grundlegendes didaktisches Prinzip inklusiven und differenzierten Unterrichtens im Lehrgang situationsadäquat sichtbar und erlebbar gemacht. Die verschiedenen Modelle des Co-Teaching werden mit den Teilnehmer/inne/n auf der Metaebene reflektiert und deren aktive Anwendung in der beruflichen Praxis der Teilnehmer/innen angeregt. Partizipationsstrategien, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit als Gestaltungskompetenzen und interdisziplinäre Herangehensweise werden durch die Lehrgangsstrategie erfahrbar. Die Teilnehmer/innen entwickeln eine Fortbildungsgemeinschaft und gestalten den Prozess ihrer Professionalisierung aktiv mit. Förderung der Forschungskompetenz Um einen forschenden Habitus als für wissenschaftliches und pädagogisches Arbeiten förderliche Disposition entwickeln zu können, durchzieht forschendes Denken und Handeln den gesamten Lehrgang. Der Erwerb von Forschungsexpertise wird einerseits durch eigene Inputs fundiert 5

6 vorbereitet und andererseits integrativ mit inhaltlichen Praxisfeldern und durch die Praxis des Schulalltags ermöglicht. Gender und Diversität werden sowohl in einem Modul explizit bearbeitet als auch in Konzept und Umsetzung des Lehrgangs entsprechend ihrer Bedeutung für Lehrpersonen erlebbar gemacht. 2.2 Lern- und Lehrkonzept Der Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) fokussiert auf eine Auseinandersetzung mit zentralen gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklungen des Fachunterrichts in Österreich, im Speziellen auf eine Stärkung der Kompetenz der Lehrpersonen das eigene Fach im Kontext eines Fächerbündels zu verstehen und darauf aufbauend ein integratives Curriculum in einer fächerbezogenen Domäne zu entwickeln. Damit sollen sie für den aktuellen und zukünftigen regionalen Spezialbedarf zum Ausbau des verschränkten Lehrpersoneneinsatzes zwischen NMS und AHS qualifiziert werden. Der Lehrgang versteht sich als ein Ort, wo diese Entwicklungen analysiert und (selbst-)kritisch reflektiert werden. Konsequenzen aus der Analyse und Reflexion werden konstruktiv diskutiert, theoretisch fundiert, konkretisiert, erprobt und evaluiert. Um dies zu ermöglichen weist der Hochschullehrgang die drei ineinander übergreifenden Lernräume Präsenzstudium, E-Learning und Selbststudium auf. Learning Community: Der gesamte Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) wird vom Lehrgangsteam kontinuierlich begleitet und weist eine inhaltlich-didaktische Verschränkung der Lehrveranstaltungen auf, sodass gemeinsame Reflexionsräume von Lernenden und Lehrenden ermöglicht werden. Im Präsenzstudium (Seminare und Arbeitsgemeinschaften 2 ; siehe Pkt 3.1) werden der Input durch reflektierten Transfer in die konkrete professionelle Erfahrungswelt der Teilnehmer/innen kontextualisiert und die individuell zu erwerbenden Kompetenzen identifiziert. Durch differenzierte Angebote werden diese von den Lehrenden und Teilnehmer/inne/n in einem gemeinsamen Prozess konstruiert und personalisiert (Kompetenzprofil). Während der Präsenzzeiten werden Erfahrungsräume eröffnet, in denen sich die Teilnehmer/innen unmittelbar als anwendungskompetent erleben und die Fähigkeit erwerben, Kompetenzen im Fachbereich zu demonstrieren und die Zielgruppe (Schüler/innen, Studierende, Lehrer/innen) zum Kompetenzerwerb anzuleiten. Die Erkenntnisse von Lernenden und Lehrenden aus der Präsenzphase sind Grundlage für die inhaltliche Modellierung der Lernräume E-Learning und Selbststudium auf Basis des Curriculums. E-Learning gestaltet zum einen Lehrveranstaltungen über Lernplattformen und E-Portfolio- Systeme und moderierte Tutoring-Systeme, zum anderen unterstützt es das Selbststudium. Lehrende der jeweiligen Module moderieren Online-Phasen und unterstützen, wenn möglich gemeinsam mit Peer-Expert/inn/en, die Teilnehmer/innen. Dazu werden jeweils 2 In den Seminaren werden die Inhalte in Form von Referaten und Inputs der Seminarleiter/innen bzw. von Gastreferent/inn/en, in Gruppenarbeiten und Übungen erarbeitet und vertieft. Die Arbeitsgemeinschaften werden ebenfalls durch Expert/inn/en geleitet und dienen bevorzugt dem Erfahrungsaustausch, der Literaturarbeit und der Praxisreflexion. 6

7 vor dem Beginn der Präsenzphase das Pre-Course-Reading organisiert, während der Präsenzphase die - auf die Bedürfnisse der Teilnehmer/innen abgestimmten - Inhalte für das Selbststudium (s. unten) festgelegt und durch Linklisten und Literatur ergänzt, sowie die Peer-Leaders und -Teams festgelegt, während der E-Learning Phase virtuelle Arbeitsfelder kreiert, die kooperative Lernsettings ermöglichen. Der Lehrgangssupport im Bereich Blendend Learning wird durch Expert/inn/en der Donau Universität Krems geleistet. Im Lernraum Selbststudium erhalten die Teilnehmer/innen weitere reflexions- und forschungsorientierte Impulse durch Literaturstudium und supervisorische Elemente. Ein spezieller Fokus liegt im Arbeiten und Forschen in Learning Communities. Die Teilnehmer/innen bilden Peer Teams (unter der Führung von Peer Leaders), welche in reflexiven Online- und Faceto-face-Phasen die Impulse aus der Präsenz sowie aus dem Literaturstudium vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungswelt diskutieren. Dadurch entsteht eine Learning Community, welche Lernergebnisse (z.b. Präsentationen, Seminararbeiten ) durch Critical Friendship in einem Prozess entwickelt und deren Qualität durch Tutor- und Peer-Feedback vor der Präsentation (Präsenz) bzw. Beurteilung als Produkt sichert. 2.3 Kooperationen Das Studium wird als jeweils identer Lehrgang (Hochschullehrgang, Universitätslehrgang) der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich in Kooperation mit der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) Universitätszentrum School of Education SoE, angeboten. Details der Kooperation sind in einem Kooperationsvertrag geregelt. Das Curriculum ist mit den gesetzlichen Bestimmungen der Kooperationspartner akkordiert. Vom IUS wird eine Begleitforschung durchgeführt. Die Verleihung des akademischen Grades: Master of Arts in Education (MA) erfolgt durch die Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Sobald die gesetzlichen Voraussetzungen im Hochschulgesetz für die Verleihung eines Masters im öffentlich rechtlichen Bereich der Pädagogischen Hochschulen geschaffen sind, wird der Master als joint degree von allen drei Institutionen verliehen. Weiterer Kooperationspartner sind die: Donau-Universität Krems: im Bereich Blendend Learning wird durch Expert/inn/en des Zentrums für mediengestütztes und individualisiertes Lernen Support entwickelt und geleistet. Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (KPHVIE) (als regionaler Partner): Expertisenund Dozent/inn/enaustausch. Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (PPH DL) (als regionaler Partner): Expertisenund Dozent/inn/enaustausch Mercy College New York: Konzeptaustausch der Verantwortungsträger; optionale Angebote von (Online-) Kursen, die als Wahlpflichtfächer und freie Lehrveranstaltungen angerechnet werden; Dozent/inn/en- und Studierendenmobilität; (weitere Regelungen siehe Kooperationsverträge) 7

8 2.4 Leitung, Organisation Das Leitungsteam wird vom IUS der Universität Klagenfurt, der PH NÖ und der PH OÖ nominiert, dem eine wissenschaftliche Leitung vorsteht. Das Leitungsteam ist für die Planung, die Bestellung von Lehrbeauftragten und Gastreferent/inn/en, die Durchführung und die begleitende Evaluierung zuständig. Weiters obliegt dem Team die Prozessgestaltung und es steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei den Veranstaltungen vor Ort beratend zur Verfügung. 3 Aufbau und Gliederung 3.1 Umfang und Dauer Der Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) wird berufsbegleitend in Form von Pflichtseminaren, Arbeitsgemeinschaften und Praktika in Verbindung mit Praxisarbeiten (Portfolio) sowie einer Masterthesis mit Defensio durchgeführt und dauert 8 (120 ECTS). Er schließt mit dem Mastertitel Master of Arts in Education der kooperierenden Universität ab. Nach 4 n (60 ECTS) verleihen die Pädagogischen Hochschulen NÖ bzw. OÖ den Titel Akademische/r Lerndesigner/in. Die Lehrveranstaltungen können als Blöcke auch außerhalb des Hochschulstandorts und als E- Learning abgehalten werden. Der Lehrgang wird in geschlossenen Lehrgangsgruppen geführt. Er umfasst zwei Studienabschnitte zu je 60 ECTS. 3.2 Gliederung Von den insgesamt 63 wochenstunden (120 ECTS) umfasst der erste Studienabschnitt 43 wochenstunden (60 ECTS) und dauert 4. Der zweite Studienabschnitt umfasst 20 wochenstunden (60 ECTS) und dauert ebenfalls 4. Der Lehrgang sieht folgende Pflichtveranstaltungen im Ausmaß von 120 ECTS vor: Module UE SWS ECTS Pflichtmodul Modul , 2., 4. Modul Modul Modul Studienabschnitt Lehrer/innen Professionalisierung Seminare Arbeitsgemeinschaften Diversität und Differenz Seminare Arbeitsgemeinschaften Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit I Seminare Arbeitsgemeinschaften Inhaltsbezogene Dimension der jeweiligen Domäne

9 1. 4. Seminare Arbeitsgemeinschaften Modul Modul Schule als lernendes System Teacher Leadership Seminare Arbeitsgemeinschaften Forschungsmethoden und Forschungspraxis Seminare Arbeitsgemeinschaften Summe 1. Studienabschnitt Modul Modul Modul Modul Masterarbeit Studienabschnitt Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit II Seminare Arbeitsgemeinschaften Bildungsauftrag und Kernaspekte in den fächerbezogenen Domänen Seminare Arbeitsgemeinschaften Forschungswerkstatt und evidenzbasierte Lernkultur Seminare Arbeitsgemeinschaften Schreibwerkstatt und Privatissimum Masterthesis Defensio Legende: UE=Unterrichtseinheit Summe 2. Studienabschnitt Gesamtsumme ECTS-Anrechnung Die Lehrveranstaltungen des Hochschullehrgangs (mit Masterabschluss) werden gem. 51 Abs 2 Z 26 UG 2002 und 5 Abs. 4 HCV nach dem europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System) in ECTS-Punkten ausgedrückt. Ein European Credit (1 EC) entspricht einem Zeitaufwand von 25 Echtstunden für die Bewältigung der geforderten Leistungen von Seiten der Studierenden. Durch Anrechnung bereits absolvierter Qualifizierungsprogramme (insbesondere bestehender Lehrgänge) kann sich das Studienausmaß verkürzen. 9

10 3.3 Modulübersicht Bei der Nummerierung der Module und Lehrveranstaltungen wird mit der ersten Ziffer der Studienabschnitt, mit der ersten und zweiten Ziffer das Modul und mit allen drei Ziffern die Lehrveranstaltung bezeichnet. Hochschullehrgang mit Masterabschluss Kollegiales Lernen und Lehren: Fächerbezogene Kompetenzorientierung Studienabschnitt- / Modul- / LV-Nr. Modul-/LV-Bezeichnung 1. Studienabschnitt 2. Studienabschnitt Modul- Summe SWS EC SWS EC SWS EC SWS EC SWS EC SWS EC SWS EC SWS EC SWS EC 1.1 Lehrer/innen-Professionalisierung Selbstmanagement Professionsverständnis des Lerndesigners / der Lerndesignerin Professionalisierungstheorien im gesellschaftlichen Spannungsfeld Diversität und Differenz Wahrnehmung und Interpretation Inklusion im Funktionssystem Schule Diversität als konstitutives Element der pädagogischen Arbeit Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit I Rückwärtiges Lerndesign und flexible Differenzierung im Fach Kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung Fachwissenschaftliche Vertiefung Fachdidaktische Vertiefung Lerntheorien biographisch betrachtet Inhaltsbezogene Dimensionen der jeweiligen Domäne Kerninhalt und Wissensstruktur der Domäne Entscheidungsfähigkeit Integration und Differenz der Fächer Schule als lernendes System Teacher

11 Leadership Teacher Leadership Arbeit in und Gestaltung von PLG Kommunikation und Interaktion Moderation und Präsentation Forschungsmethoden und Forschungspraxis Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens Praxisforschung I Projektarbeit Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit II Lernseits des Unterrichts Institutionalisiertes Lernen Fachbezogenes kollegiales Lernen und Lehren Bildungsauftrag und Kernaspekte in den fächerbezogenen Domänen Person und Bildungsprozess Professionswissen in der Domäne Domänenübergreifender Kompetenzerwerb Forschungswerkstatt und evidenzbasierte Lernkultur Theorien erforschen Praxisforschung II Akademisches Schreiben Schreibwerkstatt und Privatissimum Masterarbeit und Defensio 18 Masterarbeit 15 Defensio 3 - und Gesamtsumme Legende: PLG = Professionelle Lerngemeinschaft

12 3.4 Modulbeschreibungen Erster Studienabschnitt: Modul 1.1: Lehrer/innen-Professionalisierung Modulziele: Das vorliegende Modul zielt darauf ab das eigene Professionsbewusstsein der Studierenden weiter zu entwickeln und die Funktion der Lerndesignerin/des Lerndesigners als pädagogische Berufsfelderweiterung wahrzunehmen. Durch selbstreflexive Prozesse werden die strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen und die eigenen didaktischen Zugänge kritisch beleuchtet. Dadurch werden vielfältige Entwicklungsperspektiven und neue Denkmuster in der jeweiligen pädagogischen Praxis initiiert. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - reflektieren die eigene Lerngeschichte entlang von Selbsteinschätzungsprofilen - nehmen sich selbst als Lernende wahr, verstehen die eigene Lehrerpersönlichkeit als Lernaufgabe und reflektieren dies in einem Lerntagebuch - entwickeln ihr Professionsbewusstsein weiter, generieren Entwicklungsperspektiven und werden anschlussfähig an den nationalen und internationalen Diskurs - entwickeln ihre Rollenausgestaltung als Lerndesigner/in im systemisches Dreieck Leitung Kollegium Lerndesigner/in - setzen sich mit der eigenen Tätigkeit und Profession im Kontext von EPIK auseinander - diskutieren und reflektieren kritisch strukturelle und institutionelle Rahmenbedingungen sowie didaktische Zugänge - entwickeln Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstdistanz durch Peer-Feedback - etablieren Diskursebenen in ihrem Unterricht, auf welchen Orientierung und Reflexion für Bildungsprozesse junger Menschen gestiftet werden Lehrveranstaltungen des Moduls 1.1: Lehrer/innen-Professionalisierung SE Selbstmanagement SE 1 AG SE Professionsverständnis des Lerndesigners/der 1-2 1,5 SE Lerndesignerin SE Professionalisierungstheorien im gesellschaftlichen Spannungsfeld 4 1,5 SE Summe 7 10 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 1.2: Diversität und Differenz Modulziele: Ziel dieses Modul ist ein kontinuierlicher reflexiver Umgang mit Diversität und Differenz im schulischen und pädagogischen Handeln. Zentraler Aspekte dabei sind die Reflexion der eigenen

13 Klassifizierungsmuster vor dem theoretischen Hintergrund von systemischen Zusammenhängen, Mechanismen und relationalen Beziehungen in Schule und Unterricht und die wertebasierte Entwicklung von inklusiver Handlungskompetenz. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - identifizieren die Produktion/Reproduktion von Ungleichheit durch die bewusste Reflexion von eigenen Klassifizierungsmustern - sind mit den grundlegenden Fragen und Konzepten von Inklusion vertraut und können wissenschaftliche Informationen rezipieren und theoretisch einordnen - kennen die 5 Standards für Inklusion und können diese als Referenzrahmen für die Bewertung von Schulprogrammen einsetzen. - entwickeln Handlungskompetenz durch Selbstevaluation mit dem Index für Inklusion - verfügen über die Fertigkeit, Differenz kritisch und reflektiert zu thematisieren und differenzfähig wertebasiert zu handeln - erkennen den Beitrag der Fächer für einen differenzsensiblen Unterricht und skizzieren Unterrichtsentwürfe für ihr Fach - identifizieren im Rahmen von Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen das kulturelle Unbewusste der Schule Lehrveranstaltungen des Moduls 1.2: Diversität und Differenz SE Wahrnehmung und Interpretation 1 1,5 SE SE Inklusion im Funktionssystem Schule 2-3 1,5 SE SE Diversität als konstitutives Element der pädagogischen Arbeit SE 1 AG Summe 7 10 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 1.3: Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit I Modulziele: Das Modul fokussiert auf die inhaltliche Entwicklung von Lehr- und Lernprozessen im je eigenen Fach. Auf Basis vertiefter kompetenzorientierter Fachexpertise werden Grundprinzipien einer neuen Lernkultur erarbeitet, die Lehrer/innen befähigt, personalisierte Lernprozesse nach dem Prinzip vom Ende her zu gestalten. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen 13

14 - gestalten den rückwärtigen Lerndesignprozess und erproben unterschiedliche Zugänge nach dem Prinzip vom Ende her - können Leistungen von Schüler/inne/n im Kontext ihrer Lernwege und ihres Verstehens interpretieren - setzen sich mit ihren eigenen Beurteilungsstrategien in der Praxis auseinander und reflektieren deren Auswirkungen auf die Lernkultur - unterscheiden zwischen programmatischen und hermeneutischen Differenzierungsstrategien und erforschen deren Wirksamkeit - erkennen ihre subjektiven Theorien zum Kompetenzbegriff und setzen diese in Beziehung zu theoretischen Konzepten - wenden Lerntheorien reflexiv in ihrer eigenen pädagogischen Praxis an - stellen Ihre Fachkompetenz gestärkt in einen ganzheitlichen Kontext - überprüfen Fachwissen auf dessen Relevanz und Reichweite, Form und gesellschaftliche Bedeutung und treffen kriteriengeleitete Entscheidungen in der Planung und Umsetzung von Unterricht Lehrveranstaltungen des Moduls 1.3: Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit I SE Rückwärtiges Lerndesign und flexible 1 1,5 SE 2 Differenzierung im Fach SE Kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung 2 1,75 SE 2 0,25 AG SE Fachwissenschaftliche Vertiefung 2-3 1,5 SE SE Fachdidaktische Vertiefung 3-4 2,5 SE SE Lerntheorien biographisch betrachtet 4 0,75 SE 1 0,25 AG Summe Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 1.4: Inhaltsbezogene Dimensionen der jeweiligen Domäne Modulziele: Das Modul baut auf dem Fachwissen der Studierenden auf, widmet sich der konkreten Beschreibung der drei Domänen (Sprachen, Medien und Kulturen // Formale Darstellung und Verarbeitung // Natur, Leben und Gesundheit, Technik) im Kontext eines Gesamtkonzeptes und fokussiert die Eigenart, die interdisziplinären und transdisziplinären Verbindungen und die sich daraus ergebende Gesamtstruktur der Fächer in einer Domäne. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - identifizieren überfachliche Zugänge zur Generierung von Wissen und setzen diese in Bezug zu Domänen fächerbezogener Bildung 14

15 - interpretieren Lehrpläne und treffen daraus im Team Entscheidungen für die thematische Ausgestaltung der Domäne fächerbezogener Bildung - gestalten auf Basis des rückwärtigen Lerndesigns standortspezifische Curricula für Domänen fächerbezogener Bildung - entwickeln und pilotieren im Zuge des Lehrgangs mit den Fachkolleg/inn/en Unterrichtskonzepte in der jeweiligen eigenen Domäne - entwickeln Begründungsstrategien für schulische Fächer und Domänen entlang substantieller fachlicher Inhalte Lehrveranstaltungen des Moduls 1.4: Inhaltsbezogene Dimensionen der jeweiligen Domäne SE Kerninhalt und Wissensstruktur der Domäne SE 4 (Wahlpflicht in der jeweiligen Domäne) 1 AG SE Entscheidungsfähigkeit 3 1,5 SE SE Integration und Differenz der Fächer 4 1,5 SE 3 Summe 7 10 Legende: AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 1.5: Schule als lernendes System Teacher Leadership Modulziele: Dieses Modul spricht Lerndesigner/innen in ihrer Rolle als Initiator/inn/en und Prozessgestalter/innen von theoriegeleiteten, forschungsbasierten, fachbezogenen Unterrichtsentwicklungsprozessen in kollegialen Lern- und Entwicklungsgruppen an. Dabei erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Funktion und dem Handlungsfeld des Lerndesigners/der Lerndesignerin im systemischen Dreieck Leitung Kollegium Lerndesigner/in. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - können praktische Erfahrungen in der lernenden Organisation Schule mit theoretischen Konzepten verknüpfen - entwickeln subjektive Theorien zu den Begriffen Shared Leadership und Teacher Leadership und setzen diese in Beziehung zu wissenschaftlichen Theorien - verstehen Kollegialität als Professionalitätsmerkmal und arbeiten mit anderen Lehrer/innen in der eigenen Praxis und konzeptionell zusammen - übernehmen am Standort im Sinne der Shared Leadership Verantwortung im Bereich Unterrichtsentwicklung - wenden Kommunikations-, Moderations- und Präsentationskompetenzen in Professionellen Lerngemeinschaften (PLG) an - setzen Teacherleader-Kompetenzen zum Initiieren und Begleiten von Unterrichtsentwicklungsprozessen ein 15

16 - sind mit unterschiedlichen Co-Teaching-Konzepten vertraut und setzen diese als Differenzierungsstrategien situativ ein Lehrveranstaltungen des Moduls 1.5: Schule als lernendes System Teacher Leadership SE Teacher Leadership 1-2 1,5 SE SE Arbeit in und Gestaltung von Professionellen 1-2 1,5 SE 4 Lerngemeinschaften (PLG) SE Kommunikation und Interaktion 2-3 1,5 SE SE Moderation und Präsentation 3 0,5 SE 2 Summe 7 10 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 1.6: Forschungsmethoden und Forschungspraxis Modulziele: Das Modul zielt darauf ab, die Voraussetzungen für die forschende Herangehensweise an die Unterrichtspraxis zu schaffen. Schwerpunktmäßig geht es dabei um grundlegende Fertigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und die Fähigkeit einer kriteriengeleiteten Analyse und Auswertung von Daten aus Lehr-Lernprozessen. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - wenden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens in Dokumentationen forschungsbasierter Herangehensweisen bei der Gestaltung von Lehr-Lernprozessen an - entwickeln adäquate Fragestellungen und können mithilfe geeigneter Methoden Daten erheben, analysieren und interpretieren - rezipieren Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, evaluieren sie nach ihren Stärken und Schwächen und nutzen diese für die Tätigkeit als Lerndesigner/in in Unterrichtsentwicklungsprozessen - gestalten Berichte über eigene Entwicklungs- und Forschungstätigkeit formal korrekt Lehrveranstaltungen des Moduls 1.6: Forschungsmethoden und Forschungspraxis SE Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens 1-2 1,75 SE 2 0,25 AG SE Praxisforschung I 3-4 2,25 SE 5 0,75 AG SE Projektarbeit Summe 5 10 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde 16

17 Zweiter Studienabschnitt: Modul 2.1: Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit II Modulziele: Das Modul spricht Lerndesigner/innen in ihrer Verantwortung zur fachinternen Curriculumgestaltung in Fachkolleg/inn/en-Gruppen an. Aufbauend auf den Inhalten des ersten Studienabschnitts werden Lerndesigner/innen angehalten, nach dem Prinzip vom Ende her in Fachkolleg/inn/en-Gruppen lernseitige Unterrichtsentwicklung zu initiieren und diese prozessorientiert zu begleiten. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - können aus exemplarischen Beispielen lernseitige Orientierung transferieren - entwickeln subjektive Theorien zur Lernseitigkeit und setzen diese in Beziehung zu wissenschaftlichen Theorien - lernen zum Thema Unterrichtsentwicklung aus verschiedenen didaktischen Modellen Wege und Zugänge kennen, die sie für die Praxis im Fach gemeinsam mit den Fachkolleg/innen nutzen - kennen Merkmale der Unterrichtsqualität im eigenen Fach und analysieren in Fachgruppen Praxisbeispiele nach diesen Merkmalen - nutzen Ergebnisse aus der Schulforschung sowie interner und externer Evaluation für die standortbezogene Unterrichtsentwicklung - erkunden und definieren den kulturellen Beitrag der Fächer für Schulqualität und Schulkultur am eigenen Standort, entwerfen daraus Schulentwicklungskonzepte und setzen diese kollegial um Lehrveranstaltungen des Moduls 2.1: Spezialisierung im eigenen Fach und lernseitige Fachlichkeit II SE Lernseits des Unterrichts 5 1,5 SE SE Institutionalisiertes Lernen 6-7 1,5 SE SE Fachbezogenes kollegiales Lernen und Lehren SE 6 1 AG Summe 7 10 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 2.2: Bildungsauftrag und Kernaspekte in den fächerbezogenen Domänen Modulziele: Aufbauend auf die Inhalte des ersten Studienabschnitts fokussiert dieses Modul Bildungsauftrag, Konzept, curriculare Gestaltung, Unterrichtsprozessentwicklung und interdisziplinäre und transdisziplinäre Aspekte der jeweiligen Domäne. Die Erforschung und theoretische Einordnung der Verbindung von Fach, Lehrperson, Team und Schulstandort und ihre Auswirkungen auf die Realisierung des Bildungsauftrags stehen im Zentrum. 17

18 Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - verstehen die Domänen in ihren Zuordnungen und deuten sie innerhalb eines Gesamtkonzeptes - diskutieren den Bildungsauftrag der Fächer und seine Bedeutung für den Pflichtschulabschluss und erstellen auf dieser Basis ein integratives Curriculum - schätzen das Verhältnis von Fach, Domäne und Fächerkanon sowie fachlichen Schwerpunktsetzungen am Schulstandort ein und entwerfen eine integrative Kultur der Fächer Lehrveranstaltungen des Moduls 2.2: Bildungsauftrag und Kernaspekte in den fächerbezogenen Domänen SE Person und Bildungsprozess 5-6 1,5 SE SE Professionswissen in der Domäne 6-7 1,75 SE 4 0,25 AG SE Domänenübergreifender Kompetenzerwerb 6 0,75 SE 2 0,25 AG Summe 5 10 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 2.3: Forschungswerkstatt und evidenzbasierte Lernkultur Modulziel: Nach Absolvierung dieses Moduls wissen die Teilnehmer/innen welche Forschungsmethoden sie in ihrer Masterthesis anwenden möchten und haben ein Konzept für den Methodenteil und den Theorieteil/Literaturteil erstellt. Sie kennen mehrere Theorien zur evidenzbasierten Veränderung der Lernkultur und verschiedenen Forschungsparadigmen, Methoden der Datensammlung und - analyse. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Teilnehmer/innen - lernen evidenzbasierte Wege und Zugänge aus verschiedenen didaktischen Modellen und internationalen Konzepten und dazugehörige Forschungsergebnisse sowie Theorien des Lehrens und Lernens kennen und nutzen sie für die eigene Unterrichtsentwicklung in Fach und Domäne - setzen sich mit neuen Lernkulturen, insbesondere mit forschendem Lernen, reflektierend auseinander und entwickeln auf dieser Basis die Kompetenz, Individualisierungs- und Personalisierungsfreiräume zu organisieren. - wählen Forschungsparadigmen und Methoden der Datensammlung und -analyse situationsadäquat aus - sammeln, analysieren und interpretieren wissenschaftliche Daten - gestalten den Theorieteil und den Methodenteil einer wissenschaftlichen Arbeit formal und inhaltlich richtig 18

19 - beobachten und reflektieren die eigene Tätigkeit in mehreren Aktionszyklen und formulieren daraus Ziele für die Weiterentwicklung Lehrveranstaltungen des Moduls 2.3: Forschungswerkstatt und evidenzbasierte Lernkultur SE Theorien erforschen SE 5 1 AG SE Praxisforschung II SE 5 1 AG SE Akademisches Schreiben SE 3 1 AG Summe 8 13 Legende: SE=Seminar; AG=Arbeitsgemeinschaft; EC=European Credit; SWS=wochenstunde Modul 2.4: Schreibwerkstatt und Privatissimum Modulziele: Die Teilnehmer/innen entwickeln eigene Forschungsideen und verorten ihr Forschungsvorhaben in der Wissenschaftstheorie, um darauf aufbauend ihre Texte für die Masterarbeit zu entwickeln. Sie wenden die Methoden und Prinzipien des wissenschaftlichen Schreibens korrekt an. Zertifizierbare Teilkompetenzen: Die Studierenden können argumentative Texte zu fachwissenschaftlichen Themenstellungen verfassen. ihre Texte in Arbeitsgemeinschaften diskutieren und überarbeiten. ihr Thema eingrenzen und ein entsprechendes Theoriefeld finden. die in der Forschungswerkstatt gewonnenen Daten in wissenschaftliche(n?) Texten verarbeiten. Hypothesen bilden. durch professionelles Projektmanagement das Schreiben der Masterthesis zielgerichtet organisieren. Modul 2.4: Schreibwerkstatt und Privatissimum 2.4. SE Schreibwerkstatt und Privatissimum SE 9 Summe 9 Modul 2.5.: Masterarbeit Modul 2.4: Masterarbeit Masterthesis Defensio Summe 18 19

20 Masterarbeit (1) Die Masterarbeit dient dem Nachweis der Befähigung zur selbstständigen, theoretischmethodisch und inhaltlich korrekten wissenschaftlichen Bearbeitung einer Aufgabenstellung. Die Aufgabenstellung ist so zu wählen, dass die Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten möglich und zumutbar ist. (2) Die Masterarbeit kann frühestens mit einem Nachweis von mindestens 60 EC aus dem Hochschullehrgang (mit Masterabschluss) begonnen werden. 4 Prüfungsordnung Für einen erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs sind folgende Leistungen erforderlich: Die Teilnahme an allen vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen. Versäumte Lehrveranstaltungen können im Ausmaß von bis zu maximal 20% kompensiert werden. Art und Umfang der Kompensation werden mit der Lehrgangsleitung vereinbart. Die positive Beurteilung der Seminare, Arbeitsgruppen und E-Learning Einheiten. Die positive Beurteilung der schriftlichen Arbeiten und der Abschlussarbeit (Master Thesis), sowie der positive Abschluss der kommissionellen Prüfung (inklusive einer Defensio). Die Leistungen der Teilnehmer/innen werden durch die Lehrveranstaltungsleiter/innen mit der Notenskala von Sehr Gut (1) bis Nicht genügend (5) beurteilt. 5 Evaluation Zur Sicherung der Qualität des Lehrgangs und zum Zwecke einer qualitätsvollen Weiterentwicklung des Lehrgangs wird eine Evaluierung gemäß 23 Teil B der Satzung der Alpen Adria Universität Klagenfurt durchgeführt. 6 Wissenschaftliche Leitung und Gesamtverantwortung Der Lehrgang wird von der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ) und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich (PH OÖ) in Kooperation mit der Alpen Adria Universität Klagenfurt, Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) an der School of Education (SoE), durchgeführt. Wissenschaftliche Leitung: a.o. Univ. - Prof. Dr. Franz Rauch (IUS) Lehrgangsleitungsteam: Dr. Karin Grinner (PH OÖ) Christoph Hofbauer MA (PH NÖ) Ass.-Prof. Dr. Stefan Zehetmeier (IUS) 20

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