Palladium profitiert von Streik und Krise

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1 Ausgabe 03/ 2014 vom Marktbericht: Platin profitiert Anhaltende Streiks in Südafrika unterstützen den Platinpreis und ein steigendes Angebotsdefizit treibt den Zinkpreis endlich an. Seite 2 Update: Valence Industries Wir beantworten eine Leserfrage: Weshalb wir exklusiv gerade den Kauf dieses australischen Titels empfohlen haben, erfahren Sie ausführlich auf Seite 9 Basiswissen: Optionsscheine Wer Optionsscheine handeln will, muss Bescheid wissen. Heute behandeln wir: das Vega und seine Auswirkungen auf unseren Schein auf Seite 12 Palladium profitiert von Streik und Krise Liebe Rohstoff-Traderin, lieber Rohstoff-Trader, Südafrika hat gewählt. Bei der fünften demokratischen Wahl seit Ende der Apartheid wird voraussichtlich wieder der ANC gewinnen. Geschätzt wird, dass er um die 60% der Stimmen sammeln kann genau wissen wir das aber erst am Samstag, wenn die Auszählung beendet ist. Diese Nachrichten werden kaum erwähnt, die Ukraine-Krise beherrscht weiterhin die Schlagzeilen. Dabei ist die Lage in Südafrika für einige Rohstoffe fast genauso wichtig wie die weiteren Entwicklungen an der Ostgrenze Europas. Die Gewerkschaft bleibt hart Streiks in Südafrika halten an Knapp Bergleute streiken seit 15 Wochen in Südafrika. So gewaltsame Auseinandersetzungen wie 2012 in Marikana wo 34 Streikende von der Polizei erschossen wurden gab es dieses Mal (erfreulicherweise) nicht. Doch die Lage zwischen Gewerkschaft und Minenunternehmen ist weiter angespannt, eine Einigung schwierig. Angesichts der horrenden Arbeitslosigkeit von über 40% sind die Produzenten in einer guten Verhandlungsposition. Doch die Gewerkschaft AMCU stellt sich stur, was jüngst Präsident Jacob Zuma scharf kritisierte, weil dabei Arbeitsplätze in Gefahr kommen. Aber so einfach ist es nicht, die riesigen alten Bergwerke Südafrikas auf moderne, automatisierte Technik umzustellen, auch wenn die Produzenten das gern machen würden. Wie auch immer die Wahlen in Südafrika oder die Ukraine-Krise ausgehen werden: Rohstoffe sind ein hart umkämpftes Gut und werden das in Zukunft angesichts der steigenden Weltbevölkerung noch mehr sein. Sie als Leser der Rohstoff Signale werden davon profitieren so wie von unserer neuen Empfehlung für Palladium, dessen Preis nicht nur dank hoher Nachfrage steigt, sondern zusätzlich von der angespannten Versorgungssituation in den beiden Haupt-Produzentenländern Russland und Südafrika aufwärts getrieben wird. Herzliche Grüße, Ihre Daniela Knauer und Miriam Kraus, Analystinnen Rohstoff Signale P.S: Restplätze für den Investor Gipfel. Melden Sie sich an, dann können Sie am Samstag mit Daniela Knauer über die Energiemärkte diskutieren. Neuempfehlung Palladium Call Bei Palladium geht die Post ab. Mit unserer Trading-Empfehlung verdienen Sie +185% bis Dezember Verpassen Sie nicht den Einstieg in einen deutlichen Aufwärtstrend. Seite 4 REDAKTIONSSPRECHSTUNDE Haben Sie Fragen zur neuen Strategie oder wollen Sie uns Ihre Anregungen mitteilen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Sie erreichen Miriam Kraus in der Telefonsprechstunde der Rohstoff Signale am Freitag, den von Uhr unter der Telefonnummer Oder Sie schreiben uns eine Mail an Wir antworten Ihnen so schnell wie möglich, in der Regel noch am selben Tag.

2 Marktbericht Platin und Zink die Angebotslage stützt die Preise Fallende Lagerbestände bei WTI treiben Preise Das US-amerikanische WTI-Öl hat die hart umkämpfte Marke von 100 USD je Barrel wieder zurückerobert. Anlass dafür war die gestrige Veröffentlichung der US- Lagerbestände durch das US-Energieministerium EIA. 1,8 Mio. Barrels fallen die Vorräte entgegen der Erwartung eines weiteren Anstiegs, stehen mit einer Summe von 397,6 Mio. Barrels aber immer noch fast auf dem höchsten Stand seit 1982, als die EIA die wöchentliche Berichterstattung aufnahm. Ein Grund für die fallenden Bestände ist die Driving Season in den Sommermonaten, wenn mehr Treibstoff verbraucht wird. Doch angesichts der stark steigenden Produktion in den USA, die Sie in der Grafik rechts sehen, sind die Märkte mit dem Treibstoff der Weltwirtschaft immer noch gut versorgt. Daran ändern auch Probleme mit dem Export aus dem Nahen Osten und die Ukraine-Krise kaum etwas. Solange es keine neuen Angebotssorgen oder einen kräftigen Einbruch der Weltwirtschaft gibt, werden die Ölpreise in ihrer volatilen Seitwärtsbewegung verbleiben. Öelproduktion in den USA seit 1860 Seit 2008 ist die Öelproduktion in den USA um fast 50% gestiegen. WTI: UNTERSTÜTZUNG: USD, WIDERSTAND USD Platin profitiert vom Streik in Südafrika Platin konsolidiert in einer bullishen Flagge Ganz so bullish wie Palladium sieht Platin nicht aus. Doch das Edelmetall zeigt ebenfalls relative Stärke gegenüber Gold und Silber UNTERSTÜTZUNG: USD, WIDERSTAND USD. Weiterhin anhaltende Arbeitskämpfe im Hauptproduktionsland Südafrika stützen den Preis von Platin, der sich charttechnisch in einer bullishen Konsolidierung in Form einer großen Flagge befindet. Aktuell ist der Kurs am oberen Ende abgeprallt und läuft wieder in Richtung der Unterkante. Verantworltich dafür dürften die relativ ruhig abgelaufenen Wahlen in Südafrika sein. Marktteilnehmer hoffen darauf, dass sich damit der Streik der Minenarbeiter einem Ende nähern könnte. Doch schon jetzt sind die Produktionsausfälle gewaltig. Allein Amplats hat für das erste Quartal einen Einbruch von 39% gemeldet. Für das Gesamtjahr wurde die Prognose um 13% gesenkt, die Einbußen können voraussichtlich nicht mehr aufgeholt werden. Öffentlich denkt der Konzern inzwischen über einen Verkauf der Platinsparte nach, die immer wieder von den Streiks in Südafrika belastet wird. Einige Förderstellen wurden bereits geschlossen und damit auch Jobs abgebaut. Das kann nicht das Ziel der Gewerkschaft sein, denn die (relativ) gut bezahlten Jobs in der Bergbaubranche braucht das Land dringend, wenn nicht der Tourismus mit seinen schlecht besoldeten Arbeitskräften zur Haupteinnahmequelle des Landes werden soll. Dass der Preis von Platin noch nicht stärker gestiegen ist, liegt vor allem an den relativ hohen Lagerbeständen, die in Erwartung der Streiks aufgebaut wurden. Doch diese Lager leeren sich inzwischen so stark, dass die Commerzbank in ihrer jüngsten Studie zum Platinmarkt vor einem Engpass warnt. Dann könnten die Preise in die Höhe schießen, denn kein Auto mit Kat kann ganz ohne Platin gebaut werden. Natürlich werden wir Sie sofort benachrichtigen, wenn wir hier einen lukrativen Trade sehen. 2

3 Steigendes Angebotsdefizit stützt Zinkpreis 2013 ergab sich auf dem Zinkmarkt zum ersten Mal seit sechs Jahren ein Angebotsdefizit von Tonnen, berichtete die International Lead and Zinc Study Group jüngst. Das sei aber erst der Anfang einer Entwicklung, die sich 2014 verschärfen werde Tonnen sollen dem Markt dann an Angebot fehlen. Die Produktion werde zwar um 4,4% auf 13,5 Mio. Tonnen steigen, doch der Verbrauch solle auf 13,6 Mio. Tonnen anwachsen. Explosive Charttechnik bei Zink Die Nachfrage kommt vor allem aus der Stahlindustrie und der Produktion von Batterien. Im Preischart rechts zeigt sich diese Entwicklung noch kaum. Doch die Lagerbestände der LME in London fallen seit Monaten und befinden sich aktuell bei nur noch Tonnen nahe des Jahres- und Dreijahrestiefs. Der Zinkpreis zeigt sich aufgrund dieser Entwicklungen solide unterstützt bei 0,80 USD/lb. Besonders interessant für einen spekulativen Trade auf Zink wäre jedoch ein Ausbruch nach oben aus der seit 2011 anhaltenden Seitwärtsbewegung. Dann werden wir Ihnen, evtl. per Eilmeldung, einen lukrativen Trade vorstellen, mit dem Sie von dieser Entwicklung profitieren können. Neue Ammoniakproduktion in Texas Wenn der Zinkpreis über 0,94 USD/lb steigen kann, wird der Nachbrenner für den Kurs gezündet. UNTERSTÜTZUNG: 0,88 USD, WIDERSTAND 0,94-0,95 USD. Die Entscheidung ist nach längeren Verhandlungen gefallen: Der deutsche Chemiekonzern BASF und der norwegische Düngerhersteller Yara werden zusammen in Freeport, Texas, eine riesige Anlage zur Produktion von Ammoniak bauen Tonnen sollen dort jährlich aus Erdgas hergestellt werden. Das wird sicher nicht die letzte energieintensive Industrie sein, die neu in Amerika aufgebaut wird. Die Bereitstellung günstiger Energie aus der auf der vorigen Seite angesprochenen sprudelnden Produktion wird das Wirtschaftswachstum in den USA fördern. Kein Wunder, dass gerade ein deutscher Konzern sich zu diesem Schritt entschließt angesichts der teuren Energiepreise hierzulande. Gut 80% der Ammoniakproduktion weltweit (136 Mio. Tonnen) gehen in die Düngerindustrie. Ammoniak stellt den Pflanzen Stickstoff zur Verfügung, womit das Wachstum gefördert wird. Und hier gilt generell die Gleichung: Steigen die Preise der Agrarprodukte, steigt auch der Konsum von Dünger und dessen Preis kann anziehen. Preisentwicklung von Ammoniak und Mais Der Preistrend von Ammoniak korreliert stark mit dem Preis von Agrarprodukten. Seit Jahresanfang zeigt sich ein Aufwärtstrend. UNTERSTÜTZUNG: 400 USD, WIDERSTAND 600 USD. Besonders deutlich ist dies bei Mais der Fall, wie Sie es im Chart rechts erkennen können. Denn Mais ist das Getreide, das am meisten Dünger benötigt, um eine reiche Ernte zu liefern und widerstandsfähige Pflanzen auszubilden. Wenn sich 2014 tatsächlich eine weitere Rallye der Preise von Agrargütern ergibt, möglicherweise durch den sich anbahnenden Wettereffekt El Nino, dann könnte es interessant werden, eine Position in einem Düngerproduzenten aufzubauen, um von dessen steigenden Gewinnen zu profitieren. Bald könnte es so weit sein, dass wir eine lukrative Chance für einen Trade erhalten. Dann werden wir Sie natürlich sofort benachrichtigen. 3

4 Neuempfehlung +185% Gewinn sind drin mit Palladium Der Palladium-Preis befindet sich in einem Aufwärtstrend. Der Grund dafür: Der Markt läuft Gefahr, in diesem Jahr noch weiter ins Defizit zu geraten. Das ist aber noch nicht alles. Auch langfristig spricht alles für einen weiterhin steigenden Preis. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie am starken Preistrend bei Palladium noch in diesem Jahr +185% verdienen können. Der Aufwärtstrend ist intakt Quelle: stockcharts.com Um über 14% hat der Palladiumkurs seit Beginn des Jahres zugelegt. Doch das ist erst der Anfang, denn die fundamentale Ausgangslage spricht für einen weiter steigenden Preis. Nachfrage aus der Automobilindustrie wächst Der größte Anteil an der weltweiten Palladium-Nachfrage entfällt mit 72% auf die Automobilindustrie, wo das Edelmetall in Katalysatoren zum Einsatz kommt. Hier dürfte sich der starke Verbrauchstrend auch in diesem Jahr fortsetzen. So schätzt das Edelmetallverarbeitungsunternehmen Johnson Matthey, dass die Nachfrage aus der Automobilindustrie in diesem Jahr die 7 Millionen Unzen Marke erreichen dürfte, was einem Anstieg von 25% gegenüber 2010 entspricht. Grund dafür ist Chinas wachsende Nachfrage, wo die Autoabsätze in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bereits um 11% über denen des Vorjahresniveaus für die gleiche Zeitperiode lagen. Und auch in den USA sind die Fahrzeugverkäufe im März auf das höchste Niveau seit Mai 2007 gestiegen. Sogar in Europa geht es mit den Autoabsätzen wieder leicht aufwärts zwar langsam, aber immerhin verbuchten sie im Februar den sechsten Monat in Folge einen Anstieg. Mit anderen Worten: Die Automobilindustrie dürfte auch weiterhin in wachsendem Ausmaß Palladium nachfragen. 4

5 Schmucksektor und Industrie schwächeln dagegen Ganz anders sieht es dagegen in dem mit 23% Anteil an der weltweiten Nachfrage zweitgrößten Palladium- Verbrauchsmarkt, den übrigen Industriesektoren, und mit 4% Anteil in 2013 drittgrößten Markt, dem Schmucksektor, aus. Beide Absatzbereiche schwächelten schon in den letzten Jahren und auch für dieses Jahr geht Johnson Matthey von einem weiteren Nachfragerückgang sowohl in der Industrie als auch im Schmucksektor aus. Mit anderen Worten: die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie dürfte wohl durch eine schwächere Nachfrage aus Industrie und Schmucksektor kompensiert werden. Das Zünglein an der Waage bleibt somit der Investmentsektor! Im Jahr 2011, als die Investmentsektoren netto sogar Abflüsse in Höhe von Unzen hinnehmen mussten, gab es im Markt noch einen Überschuss. Ein Jahr später, im Jahr 2012, schöpfte die Investment-Nachfrage bereits fast 5% der weltweiten Gesamtnachfrage ab und damit mehr als der Schmucksektor. Der Markt geriet in ein Defizit bei 1,1 Millionen Unzen Palladium, was dem Preis damals durchaus Unterstützung bieten konnte. Dagegen nahm das Interesse von Seiten der Investoren im vergangenen Jahr 2013 wieder ab. Netto erreichte der Investmentsektor zwar noch Zuflüsse, doch die blieben mit Unzen (Schätzung nach Johnson Matthey) deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Und auch die Palladium-Lagerbestände stiegen wieder an. Das Marktdefizit verringerte sich auf Unzen höheres Marktdefizit voraus Doch das aktuelle Jahr 2014 hat durchaus gute Karten, wieder ein höheres Marktdefizit zu erreichen. Wenn wir nur ganz konservativ davon ausgehen, dass sich die steigende Nachfrage aus der Automobilindustrie mit der schwächelnden Nachfrage aus Schmucksektor und Industrie die Waage hält, dann bleibt der Investment-Sektor für eine fulminante Überraschung gut. Und diese besteht im brandneuen Palladium-ETF der südafrikanischen Investmentbank Absa Capital. Die Bank ist im Übrigen nicht neu im ETF-Geschäft. Schon im April 2013 hatte die Bank einen Platin-ETF auf den Markt gebracht, der in nur 4 Monaten zum weltweit größten Platin-ETF aufgestiegen war. Doch nicht nur das: Zur Absa Bank gesellt sich diesmal nämlich auch noch die südafrikanische Standard Bank of South Africa hinzu und hat ebenfalls einen Palladium-ETF lanciert. Und tatsächlich: Die neuen Palladium-ETFs sind erst seit ein paar Wochen auf dem Markt und haben bis vorletzte Woche bereits über Unzen Palladium eingesammelt. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der gesamten Nachfrage der weltweiten Schmuckindustrie des vergangenen Jahres. Die neuen Palladium-ETFs engen den Markt damit aktuell zunehmend ein. Nicht zuletzt auch deshalb, weil laut Regeln der südafrikanischen Zentralbank das für die ETFs genutztes Palladium nur aus südafrikanischen Beständen stammen darf. Wenn das so weitergeht, d.h., wenn die Entwicklung der südafrikanischen Palladium-ETFs auch nur halb so stark ist, wie die der südafrikanischen Platin-ETFs, dann dürfte dem Markt in diesem Jahr deutlich mehr fehlen, als nur" die Unzen vom Vorjahr. Entwicklung der Investment-Nachfrage seit 2011 Quelle der Daten: Johnson Matthey; Bloomberg 5

6 Wie hoch wird das Defizit im Palladium-Markt in diesem Jahr? Quelle der Daten: Johnson Matthey Wie Sie sehen, befindet sich der Palladium-Markt seit zwei Jahren in einem Angebotsdefizit, auch wenn dieses im vergangenen Jahr etwas geringer ausgefallen ist. In diesem Jahr könnte das Defizit wieder deutlich größer ausfallen. Das Zünglein an der Waage bildet dabei die Investment-Nachfrage. Doch nicht nur die Nachfrageseite, auch die Angebotsseite spricht für einen steigenden Preis Fangen wir beim zweitgrößten Palladiumproduzenten der Welt an, bei Südafrika. Südafrikas Minenindustrie leidet und das schon seit Jahren. Zum einen sind viele Lagerstätten unter heutigen wirtschaftlich machbaren Bedingungen bereits leergeräumt. (Was dazu führte, dass Südafrika in vielen Edelmetallmärkten die weltweite Führung unter den Produzenten längst abgeben musste.) Zum anderen wird Südafrikas Minenindustrie nun aber auch schon seit geraumer Zeit von ständigen Streiks heimgesucht, was die Edelmetallproduktion zusätzlich deutlich einschränkt. Doch wichtiger noch als Südafrika ist Russland für die Versorgungslage. Russland ist mit 2,7 Millionen Unzen 2013 der weltweit größte Palladiumproduzent. Nicht zuletzt deshalb begründet auch der aktuelle Ukraine-Konflikt Angebotssorgen im Palladiummarkt. Wenn immer wieder die Rede von Sanktionen gegenüber Russland ist, verstärkt das die Unsicherheit im Markt - und zwar, obwohl es mehr als ein Schuss ins eigene Knie wäre, wenn der Westen Russland tatsächlich die Ausfuhr von wichtigen Rohstoffen untersagen würde. Dennoch, ein Unsicherheitsfaktor bleibt. Auch Russland kämpft mit natürlichen Problemen bei der Förderung Der Ukraine-Konflikt ist dementsprechend höchstens als temporäres Problem im Palladiummarkt zu werten und begründet damit eigentlich auch nur kurzfristig Preisunterstützung. Das eigentliche Problem Russlands liegt dagegen viel tiefer. Denn auch Russlands Lagerstätten sind nach aktuellen Maßstäben fast leer geräumt. Norilsk Nickel, Russlands größter Palladiumproduzent, kämpft seit Jahren (wie die Minenindustrie in Südafrika) mit rückläufigen Erzgraden. Das bedeutet, auch Norilsk muss immer tiefer nach dem Palladium graben und holt immer weniger von dem Edelmetall aus dem Boden. Eigentlich kein Wunder, denn die Minen, welche Norilsk betreibt, bestehen seit dem frühen 20. Jahrhundert. Was will man da erwarten? Natürlich sind die Lagerstätten langsam erschöpft. Und neue Minen in Russland dürfen wir wohl frühestens in 10 Jahren erwarten. 6

7 So lange sprang bislang noch die russische Regierung ein, verkaufte, was zu verkaufen war. Doch auch bei Putin und Co. geht das Palladium zur Neige. Bereits im letzten Jahr 2013 sind die russischen Staatsverkäufe auf Minimallevels gesunken. Sehen Sie selbst: Russland: Entwicklung von Palladiumförderung und Staatsverkäufen Quelle der Daten: Johnson Matthey Im vergangenen Jahr sind die russischen Palladium-Staatsverkäufe um sage und schreibe 87% gegenüber 2011 auf ein winziges Kontingent von Unzen gesunken. Russische Palladiumverkäufe werden weiter sinken Die staatlichen russischen Palladiumlager haben sich massiv geleert in den letzten Jahren. Hinzu kommt eine rückläufige Primärproduktion aufgrund der natürlichen Erschöpfung der bestehenden Lagerstätten. Vor diesem Hintergrund ist es kein Hexenwerk anzunehmen, dass die russischen Palladiumverkäufe auch über die kommenden Jahre weiter sinken werden. Fazit Die fundamentale Ausgangslage spricht weiterhin für einen steigenden Palladiumpreis und das auch langfristig. Besondere Dynamik erhält der Preis aufgrund der vielen Konflikte und Versorgungsängste, aber auch dank der zusätzlichen Markteinengung durch die südafrikanischen ETFs vor allem in diesem Jahr. Von dieser Dynamik sollten Sie mit unserer folgenden Empfehlung profitieren. Unsere Empfehlung: EndHigh-Optionsschein auf Palladium Mit dem EndHigh-Optionsschein der Société Générale legen Sie sich das richtige Produkt ins Depot, um bis zum Jahresende vom steigenden Palladiumpreis zu profitieren. Der Optionsschein verfügt über ein Knock-Out-Level bei 900 USD pro Feinunze Palladium, bei einer Laufzeit bis Da es sich um ein so genanntes End-High-Derivat handelt, gilt das Knock-Out-Level lediglich für den finalen Bewertungstag am Das heißt, bis zu diesem Datum darf der Palladiumpreis die Marke bei 900 USD pro Feinunze beliebig oft unterschreiten. Nur zum Bewertungstag muss der Preis bei über 900 USD stehen. Dann erhalten Sie pro Schein 10 Euro ausbezahlt. Vom aktuellen Kurs des Optionsscheins aus betrachtet ergibt das eine Performance von 185%. 7

8 Wir empfehlen Ihnen den EndHigh-Optionsschein auf Palladium der Société Générale (WKN:SG48M4) mit einem Limit bei 3,50 EUR über die Börse Frankfurt oder Stuttgart zu beziehen. Um das Totalverlustrisiko (welches generell bei allen Optionsgeschäften besteht) zu minimieren (falls der Palladium-Preis am unter 900 USD notieren sollte), setzen Sie bitte vorsichtshalber einen Stopp-Kurs bei 2,39 EUR. Da es sich hierbei um eine Spekulation handelt, sollten Sie aktuell eine Gewichtung von 2% des Chancendepots nicht überschreiten. Name: WKN: ISIN: EndHigh-Optionsschein auf Palladium SG48M4 DE000SG48M44 Finaler Bewertungstag: Knock-Out-Level: Aktueller Palladium-Preis: Aktueller Kurs Optionsschein: Kauflimit: Stopp: 900 USD pro Feinunze 803 USD pro Feinunze 3,47 EUR 3,50 EUR 2,39 EUR Erwartete Performance: 185,00% Gewichtung: 2% des Chancendepots Neuempfehlung EndHigh-Optionsschein Palladium Kaufen Sie jetzt limitiert! DEPOT: BRANCHE: POTENZIAL Chancendepot Palladium Palladium aktuell chancenreich RISIKO Kurzfristige Preisschwankungen; Totalverlustrisiko durch Stopp ausgeschlossen; HALTEDAUER Bis Dezember 2014 FAZIT Kaufen 8

9 Update Warum wir Ihnen gerade die Grafitaktie Valence Industries empfohlen haben Nachdem wir in der jüngsten Ausgabe Valence Industries zum Kauf empfohlen haben, erreichte uns die Frage eines Lesers: In einem weiteren Brief Ihres Verlages "Der Matrix Trader" wurde vor langer Zeit m.e. die gleichen Lobeshymnen auf eine Firma "Focus graphite" geschrieben, wie Sie jetzt auf "Valence Industries". Meinen Sie, Sie könnten in einer kurzen Bemerkung auf "Focus graphite" eingehen? Das wäre natürlich sehr nett vor allem "Focus graphite" ist in Kanada ansässig, das gefällt mir natürlich viel besser! Valence Industries Chancendepot Der Einstieg hat in Australien gut geklappt. In Frankfurt wurde er knapp verfehlt, erhöhen Sie hier das Limit auf 0,26 EUR. Dazu erst einmal kurz eine Vorbemerkung: Wir können keine persönlichen Anfragen zu Positionen beantworten, die sich nicht im Depot der ROHSTOFF SIGNALE befinden. Denn dabei würde es sich um eine individuelle Anlageberatung handeln, die uns generell nicht erlaubt ist. Gern können wir aber solche Fragen hier im Brief beantworten, denn das kann ja durchaus auch für andere Leser interessante Hintergrundinformationen liefern. Also: Wenn Ihnen Fragen auf der Seele brennen, nur heraus damit! Sie erreichen uns jederzeit auf oder in der telefonischen Sprechstunde. Nutzen Sie dieses besondere Angebot, das nur Abonnenten zur Verfügung steht. Australische Aktien sind schlechter handelbar, aber oft günstiger bewertet als kanadische DEPOT: BRANCHE: POTENZIAL RISIKO HALTEDAUER FAZIT Chancendepot Strategische Rohstoffe, Grafit Längerfristig sehr hoch, wenn Valence als erster neuer Grafitproduzent die Mine in Betrieb bringt. Mögliche Finanzierungsprobleme, Schwankungen des Grafitpreises, Managementrisiko. Mindestens 6 Monate, wenn gute Entwicklung, dann auch länger Kaufen bis 0,40 AUD oder 0,26 EUR Generell mögen wir australische Aktien recht gern, weil diese normalerweise günstiger bewertet sind als die Kanadier, die dies- und jenseits des Atlantiks durch die Presse getrieben werden. Damit befinden sich deren Kurse oft in Bewertungsrelationen, gegen welche die günstigere Handelbarkeit verblasst. Zudem erfahren kanadische Aktien häufiger Aktionen von Shortsellern, die auch gute Aktien gewaltig unter Druck bringen können, ohne dass dafür ein konkreter Anlass besteht. Was die Informationspflichten der Unternehmen angeht, so sind diese inzwischen in beiden Ländern vergleichbar. Und ob eine Ressourcenkalkulation nach dem kanadischen Standard NI oder nach dem australischen Jorc-Standard durchgeführt wird, ist unerheblich. Beide sind sehr genau und nachvollziehbar. Valence verdient bereits Geld In folgender Grafik sehen Sie einen Überblick über verschiedene Grafitvorkommen, die sich derzeit in der Entwicklung befinden. Das Projekt Uley von Valence finden Sie rot markiert. Ausgehend von der bisherigen Ressourcenschätzung besitzt es einen eher durchschnittlichen Grafitgehalt und eine häufig vertretene Größe in Mio. Tonnen. Allerdings kann beides noch erweitert werden, denn es ist bekannt, dass es sich hier um eine regionale Grafitanomalie handelt, die weitere Vorkommen aufweisen dürfte. Valence besitzt hier große Ländereien, auf denen im Lauf der Zeit weiter exploriert werden wird. Und: Das Land befindet sich im Eigentum von Valence, ist also nicht nur zur Exploration gepachtet, wie dies häufig bei Explorern der Fall ist. 9

10 Übersicht über die Grafitprojekte weltweit nach Grafitgrad und Ressourcenumfang Quelle: Patersons Securities Ltd. Focus Graphite kenne ich bereits seit deren Börsengang. Das Vorkommen von Focus Graphite finden Sie zwei Zeilen höher in der Grafik, es trägt den Namen Lac Knife. Dass es weiter oben steht, bedeutet, dass das Vorkommen höhergradig ist als das von Valence, während die Größe vergleichbar ist. Normalerweise bedeutet ein höhergradiges Rohstoffvorkommen, dass dieses günstiger gefördert werden kann, weil weniger Abraum bewegt werden muss. Das ist bei den Grafitvorkommen aber nicht so einfach zu behaupten. Denn Grafit ist nicht gleich Grafit, wie ich es Ihnen bereits in der Empfehlung beschrieben habe. Wichtig ist, dass das Produkt die Spezifikationen der Abnehmer triftt. Und hier kennen die Unternehmen das Grafit aus der Uley-Mine bereits lange, es wird daher einfacher sein, Abnahmeverträge zu schließen als bei einem komplett neuen Vorkommen. Focus Graphite besitzt auch Pluspunkte, aber zum aktuellen Zeitpunkt ist Valence sinnvoller Allerdings kann Focus Graphite auch bereits einen Abnahmevertrag über Tonnen pro Jahr mit einer chinesischen Firma vorweisen. Diese wird voraussichtlich verschiedene Qualitäten abnehmen, sodass auch das schwerer zu vermarktende einfachere Grafit von diesen übernommen wird. Über die Preise ist leider noch nichts bekannt geworden. Aber die Produktion wird auf jeden Fall später anlaufen als die von Valence, für 2014 ist erst einmal eine erneute vorläufige Machbarkeitsstudie (PFS) geplant. Das bedeutet, dass Focus voraussichtlich noch deutlich mehr Geld aufnehmen werden muss als Valence, bis es zu einer Produktion kommt. Zudem wird mehr Infrastruktur nötig werden, die bei Uley schon vorhanden ist. Den häufig als besonderen Pluspunkt herausgestellen Vorteil von Focus, dass diese in der Graphen-Herstellung aktiv sind, sehe ich nicht als entscheidend an. Denn daran forschen unzählige Gruppen, auch Valence ist ja mit den australischen Universitäten hier aktiv. Und es sieht so aus, als ob diese ein einfacheres Verfahren gefunden haben, um Graphene in größeren Mengen herzustellen. Also hat schlussendlich den Ausschlag für Valence gegeben, dass sie früher Produkte herstellen und verkaufen kann, also den Vorteil des First Movers besitzt und die Aktien nicht durch ungünstige Kapitalerhöhungen weiter verwässern wollen. Fazit Nehmen Sie die etwas ungünstigere Handelbarkeit einer australischen Aktie in Kauf, wenn Sie dafür eine frühere Produktion und eine vorhandene Infrastruktur erhalten, die schon bald Geld in die Kassen spülen wird. 10

11 Musterdepots der Rohstoff Signale: Im Basisdepot finden Sie relativ sichere Zertifikate auf Rohstoffe, teilweise mit Garantiefunktion. Die beiden Goldtitel wurden aus dem alten Depot des Rohstoff Performers übernommen und bilden die Basis Ihres Rohstoffdepots. Gewichtet sind sie entsprechend des früheren Anteils. Ergänzt werden die Goldwerte bald durch andere konservative Zertifikate ohne Hebel, ETFs auf Rohstoffe oder ganze Märkte, auch Aktien. Insgesamt sollten Sie maximal diehälfte Ihrer Rohstoffinvestments in diesem Depot halten. Basisdepot Wertpapier ISIN/WKN Kommentare Kaufkurs/ Kaufdatum Aktueller Gewichtung Kurs/aktuelles Stopps Kursziel Gewinn/ Verlust Gold Anleihe DE000CZ31A83 Garantiezertifikat auf den Goldpreis. Nicht 102,70% 105,83% 6,00% w ährungsgesichert, Nennw ert 1.000, KAUFEN Sie bis CZ31A8 maximal 106% offen offen 3,04% Gold-Zertifikat DE000A0AB842 Relativ konservatives w ährungsgesichertes 1:1-42,18 EUR 96,82 EUR 3% A0AB84 Zertifikat.KAUFEN Sie bis 100 EUR offen offen Performance offene Positionen: Investiertes Kapital: 129,54% Im Chancendepot geht es rasanter zur Sache, dafür winken schnelle und hohe Gewinne. Gehandelt werden kann alles, was sich bewegt und einen liquiden Börsenumsatz gewährt. Also Zertifikate, auch mit Turbo, ETFs und spezielle Aktien aus dem Rohstoffuniversum vom Explorer über Produzenten bis zum Zulieferer für die Branche. Beachten Sie hier bitte besonders die Maximalgewichtung der Titel, denn höhere Chancen beinhalten an der Börse immer auch ein höheres Risiko. Das ist jedoch beherrschbar, wenn Sie hier insgesamt nur maximal ein Drittel Ihres für Rohstoffe reservierten Kapitals investieren und unsere Stopps einhalten, die stetig angepasst werden. Empfehlungen für dieses Depot können jederzeit auch per Eilmeldung erfolgen. Die Haltedauer wird von wenigen Tagen oder Wochen bis zu einigen Monaten variieren. Wertpapier Valence Industries Palladium Call ISIN/WKN Kommentare Chancendepot Kaufkurs/ Kaufdatum Aktueller Kurs/aktuelles Kursziel Gewichtung Stopps AU000000VXL8 KAUFEN Sie jetzt diesen angehenden Grafitproduzenten aus 0,40 0,41 2% Australien mit einem Limit von 0,40 AUD oder in VXL.AX Deutschland mit 0,25 Euro ,60 AUD offen DE000SG48M44 Profitieren Sie vom Aufw ärtstrend im Palladium mit diesem 3,47 EUR 2% EndHigh-Optionsschein. KAUFEN Sie bis 3,50 EUR. SG48M4 10 EUR 2,39 EUR Gewinn/ Verlust 2,50% Performance offene Positionen: Investiertes Kapital: Bis zu 20% Ihres Gesamtvermögens sollten Sie in physische Anlagen investieren. Dazu gehören Gold- und Silber- Investments ebenso wie Sammlermünzen, andere Edelmetalle und generell Sachanlagen jeder Art. Wichtig ist aber auch hier eine vernünftige Diversifikation zwischen Barren, Münzen, Sammlerstücken, Land und Wein. In der Rubrik Physische Anlageideen empfehlen wir die sinnvollsten und besten Anlagen zur Absicherung Ihres Vermögens. Wertpapier 15 Kilo physisches Silber Kommentare Cook Islands Münzbarren Physische Anlageideen Der Cook Islands Münzbarren ist eine beliebte Kuriosität unter den deutschen Silberanlageformen. Auch nach der Mehrw ertsteueranhebung haltensw ert. HALTEN Kaufkurs/ günstigster Anbieter Kaufdatum 6.130, Heimerle+Meule; ProAurum Gewichtung Max. 20% der physischen Silberanlage Goldmünze 7,2 g Feingehalt Schw eizer Goldmünze 1291 von 1991 mit Nominalw ert 250 CHF Doppelte Absicherung in Gold und Schw eizer Franken, mit eingebauter Put-Option dank hohem Nominalw ert. KAUFEN bis 329 CHF. 319 CHF Verlag Johannes Müller Bern (350 CHF 1 Münze 11

12 Hintergrundwissen Optionsschein: das Vega und die Volatilität Anlässlich unserer Neuempfehlung möchten wir Ihnen heute ein wenig Hintergrundwissen zum Thema Optionen/Optionsscheine präsentieren. Denn auch wenn der Kauf eines solches Derivats schnell vonstatten geht und wir viel Arbeit in die Auswahl des richtigen Optionsscheins gesteckt haben, ist es nie verkehrt, sich so viel Zusatzwissen wie möglich anzueignen. Beginnen wir mit den Griechen Nein, mit den Griechen sind nicht die Zonen-Bürger im Süden gemeint. ;-) Die Griechen im Sinne von Optionen sind wichtige Kenngrößen mit deren Hilfe die Sensitivitäten von Optionen/Optionsscheinen gemessen werden. Die Griechen sind Messgrößen die sich auf die Veränderung des Options(schein)preises oder anders ausgedrückt der Prämie beziehen. Dabei sind sie neben der Volatilität die Options(schein)preisparameter, die nicht nur Auskunft über die künftige Wertentwicklung des Derivats geben, sondern auch als wichtige Kenngrößen innerhalb der Black & Scholes Formel für die Optionspreisfindung dienen. Die Griechen im Überblick Delta die Veränderung des Options(schein)preises/Prämie bei Änderung des Basiswertes um eine Einheit Gamma die Veränderung des Deltas bei Veränderung des Basiswertes um eine Einheit Theta die Veränderung des Options(schein)preises/Prämie bei Veränderung der Zeiteinheit um einen Tag Vega die Veränderung des Options(schein)preises/Prämie bei Veränderung der Volatilität um eine Einheit Rho die Veränderung des Options(schein)preises/Prämie bei Veränderung der Zinsen um eine Einheit So, nun wissen Sie schon, warum die Griechen eben Griechen genannt werden. Weil man den Optionspreisparametern schlicht griechische Buchstaben verpasst hat. ;-) Ein Blick aufs Vega kann unliebsame Überraschungen verhindern Nach der letzten Finanzkrise 2008 war das Vega Freund und Feind von Options(schein)-Inhabern. Hohe Volatilitäten, das heißt, die Erwartung starker Kursschwankungen und damit ein hoher Unsicherheitsfaktor, belasteten die Märkte. Doch noch stärker waren oftmals Option(schein)geschäfte in Mitleidenschaft gezogen: Obwohl vielleicht der Kurs des gewählten Underlyings die richtige Richtung nahm, verbuchten die Option(schein)-Inhaber Verluste. Der Grund dafür waren die Auswirkungen des Vega auf den Kurs des Derivats. 12

13 Mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt in die Märkte, die Volatilität ist gesunken und Optionen und Optionsscheine können wieder gefahrlos auch von Nicht-Profis gehandelt werden. Doch die Verluste nach 2008 hätten verhindert werden können, bei einem kleinen Blick auf das Vega. Das Vega Laut Definition drückt das Vega die Auswirkungen der Volatilität auf den Optionsscheinpreis aus. Oder anders ausgedrückt: Das Vega gibt an, um wie viel sich der Wert des Optionsscheins verändert, wenn sich die implizite Volatilität um einen Prozentpunkt verändert. Mathematisch betrachtet ist das Vega die erste Ableitung der Black & Scholes-Formel nach der Volatilität. Das Vega weist grundsätzlich ein positives Vorzeichen auf. Das bedeutet, dass Call und Put mit den ansonsten gleichen Eckdaten jeweils den gleichen Vega-Wert aufweisen. Das heißt, wenn sich die implizite Volatilität verändert, dann werden sowohl der Call als auch der entsprechende Put im gleichen Maß ihren Wert variieren. Die Veränderung der impliziten Volatilität bezieht sich immer auf den Zeitwert eines Optionsscheins. Aus diesem Grund ist das Vega bei Scheinen mit längerer Laufzeit immer höher als beim vergleichbaren Schein mit kürzerer Laufzeit.Je kürzer also die Restlaufzeit, desto tiefer sinkt der Wert des Vegas und desto weniger Einfluss haben Veränderungen der impliziten Volatilität auf den Wert des Optionsscheins. Dementsprechend führt der reine Zeitwertverlust ohne Veränderung der Eckdaten zu einem Rückgang im Vega. Das Vega bei unserem Optionsschein Wenn wir einen Optionsschein auswählen, geht der erste Blick immer auf die Griechen. Im Falle unserer Neuempfehlung weist das Vega einen sehr geringen Wert von 0,05 auf und das, obwohl es sich hier um eine für einen Optionsschein relativ lange Laufzeit bis Dezember handelt. Aus diesem Grund können wir diesen Optionsschein aus Sicht des Vega auch guten Gewissens zum Kauf empfehlen und sogar mit einem Stopp-Kurs versehen, denn ein kleines Vega wie bei unserem End-High-Palladium bringt bei einem so dynamischen Anlageinstrument wie einem Optionsschein vergleichsweise Ruhe ins Depot. IMPRESSUM Investor Verlag, ein Unternehmensbereich der FID Verlag GmbH Redaktion Rohstoff Signale, Koblenzer Str. 99, Bonn, Telefon: 0228 / , Internet: USt.-ID: DE : Amtsgericht Bonn, HRB 7435, Geschäftsführer: Helmut Graf Chefredakteur: Daniela Knauer, v.i.s.d.p., Bautzen & Miriam Kraus, v.i.s.d.p Sursee, Gutachter: Helmut Stichel, Produktmanagement: Kerstin Müller, Website: Rohstoff Signale ist ein Börsen-Informationsdienst für private Geldanleger, die die Rendite ihrer Geldanlagen gezielt mit ausgewählten Rohstoff-Zertifikaten steigern wollen. Die Analystinnen bestätigen, dass die in Rohstoff Signale gemachten Empfehlungen exakt der persönlichen Meinung entsprechen und dass kein Teil der Vergütung im direkten oder indirekten Zusammenhang zu den Empfehlungen steht. Copyright Alle Rechte der deutschsprachigen Ausgabe bei Investor Verlag, ein Unternehmensbereich der FID Verlag GmbH. Nachdrucke und Veröffentlichungen, auch auszugsweise, sind nicht gestattet. Sie erhalten im Rahmen Ihres Abonnements (52 Ausgaben im Jahr. Die Performance dieses Dienstes wird laufend von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft. Unsere Informationen sind ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. RISIKOHINWEIS Die Informationen basieren auf Quellen, die wir für zuverlässig halten. Die Angaben erfolgen nach sorgfältiger Prüfung, jedoch ohne Gewähr. Gute Ergebnisse in der Vergangenheit garantieren keine positiven Resultate in der Zukunft. Aktienanlagen bieten hohe Chancen auf Gewinne bei zugleich höherem Verlustrisiko. Die Aktienanlage beinhaltet spekulative Risiken, die im negativsten Fall bis zu einem Totalverlust der investierten Mittel führen können. Daher wird ausdrücklich davon abgeraten, die gesamten Anlagemittel nur auf wenige Aktien zu konzentrieren oder für diese Investments Kredite aufzunehmen. DISCLAIMER Wir machen Sie vorsorglich darauf aufmerksam, dass die im Der Rohstoff Performer enthaltenen Finanzanalysen und Empfehlungen zu einzelnen Finanzinstrumenten eine individuelle Anlageberatung durch Ihren Anlageberater oder Vermögensberater nicht ersetzen können. Daher berücksichtigen die Analysen und Empfehlungen dieses Börsenbriefes in keiner Weise Ihre persönliche Anlagesituation. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Publikation nur von der Person gelesen und genutzt werden darf, die im Abonnementvertrag aufgeführt ist. 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