Nachwachsende Rohstoffe für die stoffliche Nutzung - Auswirkungen für Entwicklungs- und Schwellenländer

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1 Agrarwirtschaft, Fischerei und Ernährung JUTE Bangladesch NATURKAUTSCHUK Thailand RIZINUSÖL Indien PALMKERNÖL Ghana PALMKERNÖL Indonesien KOKOSNUSSÖL Philippinen PALMKERNÖL Malaysia Nachwachsende Rohstoffe für die stoffliche Nutzung - Auswirkungen für Entwicklungs- und Schwellenländer Am Beispiel von Palmkernöl, Kokosöl, Rizinusöl, Naturkautschuk und Jute

2 Impressum Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Abteilung Agrarwirtschaft, Fischerei und Ernährung Sector project Agricultural Policy and Food Security Sitz der Gesellschaft Bonn und Eschborn Friedrich-Ebert-Allee Bonn Telefon: Fax: Dag-Hammarskjöld-Weg Eschborn Telefon: Fax: Abteilung: Agrarwirtschaft, Fischerei und Ernährung Sektorprogramm Nachhaltige Ressourcennutzung in der Landwirtschaft (NAREN) Verantwortlich: Jutta Schmitz, Dr. Heike Ostermann, Dr. Thomas Breuer Autoren: Alfons Üllenberg, Co-Autoren: Dr. Johannes Simons (Marktanalyse), Julia Hoffmann (Indonesien, Malaysia und Ghana), Werner Siemers (Thailand), Nick Baoy (Philippinen), Dr. A.B.M. Abdullah (Bangladesch), P. V. G. K. Murthy (Indien) Im Auftrag der AFC Consultants International GmbH, Bonn (Johannes Geisen). Kontakt Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): Maren Kneller, Ländliche Entwicklung; Welternährung (Referat 314) Fotos: Titel: Rotes Palmöl aus lokaler Verarbeitung Linda Bausch, Rizinusöl Dinesh Valke, Kokosnuss mit erntereifen Früchten Yotsawin Kukeawkasem, Trocknende Kautschuk- Sheets Werner Siemers, Frisch geerntete Ölfrüchte Yotsawin Kukeawkasem, Lager der Palmölpresse Yotsawin Kukeawkasem, Jute Shahnoor Habib Munmun Grafik: Jeanette Geppert, Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von Deutschem Entwicklungsdienst (DED) ggmbh, Deutscher Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH und InWEnt Internationale Weiterbildung und Entwicklung ggmbh seit dem 1. Januar 2011 unter einem Dach. Weitere Informationen erhalten Sie unter Eschborn, September 2011

3 Zur Studie Diese Studie ist im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Beitrag zum Aktionsplan der Bundesregierung zur Förderung der nachwachsenden Rohstoffe für die stoffliche Nutzung entstanden. Ausgehend von einer Marktanalyse sollen sieben Länderbeispiele exemplarisch die Auswirkungen des Exports nachwachsender Rohstoffe auf Umwelt und Sozioökonomie der Produktionsländer zeigen. Die Informationen zu vier Länderstudien (Thailand, Philippinen, Bangladesch, Indien) sind von nationalen Experten beigebracht worden. Zum Teil wurden eigene Umfragen durchgeführt, um verlässliche Informationen über die ökonomischen Auswirkungen zu erhalten. Die übrigen Länderstudien (Indonesien, Malaysia, Ghana) wurden auf der Basis der Fülle existierender Literatur erstellt. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Autoren, insbesondere bei Alfons Üllenberg. Ohne ihre gebündelte Expertise und Erfahrung wäre diese Studie nicht möglich gewesen. Konzeption und Umsetzung der Studie erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

4 Inhalt Abkürzungsverzeichnis 8 Zusammenfassung 10 Executive summary 14 Fallstudien Einführung Hintergrund und Ziele Methodik Marktanalyse Einleitung Grundsätzliche Anmerkungen Möglichkeiten zur Quantifizierung der Nachfragemengen Ergebnisse Pflanzenöl Versorgungssituation Außenhandelsschutz der EU Stoffliche Nutzung als nachwachsender Rohstoff Preisentwicklung Zusammenfassende Beurteilung Stärke Versorgungssituation Außenhandelsschutz der EU Stoffliche Nutzung als nachwachsender Rohstoff Preisentwicklung Zusammenfassende Beurteilung Kautschuk Versorgungssituation Außenhandelsschutz der EU Stoffliche Nutzung als nachwachsender Rohstoff Preisentwicklung Zusammenfassende Beurteilung Naturfasern Förderung Palmkernölproduktion in Indonesien und Malaysia Zusammenfassung Vorbemerkung Länderinformationen Allgemeines Landnutzung Nutzungsrechte Landverteilung Produktüberblick Palmöl- und Palmkernölproduktion Produktionssysteme Anbausysteme Vertikale Integration Sozio-ökonomische Analyse Mikroökonomische Analyse Makroökonomische Analysen Nahrungsmittelsicherheit Gender Arbeitsbedingungen Landkonflikte Umweltauswirkungen Biodiversität Stoffeinträge in die Biosphäre Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit Abschätzung der Treibhausgasbilanzen Analyse existierender Nachhaltigkeitsinitiativen 59 4

5 3.2 Palmkernölproduktion in Ghana Kautschukproduktion in Thailand Zusammenfassung Vorbemerkung Länderinformationen Allgemeines Ökoregionen Landnutzung Landnutzungsrechte Landverteilung Produktüberblick Palmöl- und Palmkernölproduktion Produktionssysteme Anbausysteme Vertikale Integration Sozio-ökonomische Analyse Rahmenbedingungen Mikroökonomische Analyse Makroökonomische Analysen Nahrungsmittelsicherheit Gender Arbeitsbedingungen Umweltauswirkungen Biodiversität Stoffeinträge in die Biosphäre Bodenfruchtbarkeit Abschätzung der Treibhausgasbilanzen Sonstiges Analyse existierender Nachhaltigkeits- 74 initiativen Zusammenfassung Länderinformationen Allgemeines Landwirtschaft Landrechte und Landverteilung Produktüberblick Produktionssysteme Anbausysteme Sozio-ökonomische Analyse Gesetzlicher Rahmen Mikroökonomische Analyse Makroökonomische Analysen Nahrungsmittelsicherheit Gender Arbeitsbedingungen Umweltauswirkungen Biodiversität Stoffeinträge in die Biosphäre Auswirkungen auf den Wasserhaushalt Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit Abschätzung der Treibhausgasbilanzen Sonstige Auswirkungen Analyse existierender Nachhaltigkeitsinitiativen Empfehlungen 95 5

6 Marktanalyse 3.4 Kokosnussölproduktion in den Philippinen Zusammenfassung Länderinformationen Allgemeines Landklassifizierung und -nutzung Landverteilung Produktüberblick Kokosnussproduktion Produktionssysteme Anbausysteme Vertikale Integration und Preistransmission Sozio-ökonomische Analyse Gesetzlicher Rahmen Mikroökonomische Analyse Analyse der Wertschöpfungskette Analyse der Wertschöpfungskette Makroökonomische Analysen Nahrungsmittelsicherheit Gender Arbeitsbedingungen Umweltauswirkungen Biodiversität Stoffeinträge in die Biosphäre Auswirkungen auf Erosion und Bodenfruchtbarkeit Abschätzung der Treibhausgasbilanzen Analyse existierender Nachhaltigkeits- 119 initiativen Initiativen zur Erhöhung der Kokosnussproduktivität Initiativen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit im Kokosnusssektor Initiativen zur Einführung von Standards zum Biologischen Anbau Initiativen zur Einführung internationaler Nachhaltigkeitsstandards Empfehlungen Juteproduktion in Bangladesch Zusammenfassung Länderinformationen Allgemeines Landnutzung Landrechte und -verteilung Produktüberblick Juteproduktion Produktionssysteme Anbausysteme Vertikale Integration Sozio-ökonomische Analyse Rahmenbedingungen Mikroökonomische Analyse Makroökonomische Analysen Nahrungsmittelsicherheit Gender Umweltauswirkungen Biodiversität Stoffeinträge in die Biosphäre Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit Abschätzung der Treibhausgasbilanzen Analyse existierender Nachhaltigkeitsinitiativen Empfehlungen 139 6

7 3.6 Rizinusölproduktion in Indien Zusammenfassung Länderinformationen Allgemeines Landnutzung Landverteilung Produktüberblick Rizinus Produktionssysteme Anbausysteme Sozio-ökonomische Analyse Rahmenbedingungen Mikroökonomische Analyse Makroökonomische Analysen Nahrungsmittelsicherheit Gender Arbeitsbedingungen Landkonflikte Umweltauswirkungen Biodiversität Stoffeinträge in die Biosphäre Auswirkungen auf den Wasserhaushalt Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit Abschätzung der Treibhausgasbilanzen Analyse existierender Nachhaltigkeitsinitiativen Maßnahmen zur Erhöhung von Produktivität und Qualität Maßnahmen zur Implementierung von Nachhaltigkeitsinitiativen Empfehlungen Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen Schlussfolgerungen Handlungsempfehlungen für die Produzentenländer Handlungsempfehlungen für die Importländer Deutschland bzw. die EU 161 Abbildungsverzeichnis 162 Tabellenverzeichnis 164 Bibliografie 166 Anhang 174 7

8 Abkürzungsverzeichnis ADS AFMA APMC ASEAN BIP BJMA BJMC BJRI BJSA BMZ BSB C CFSVA CO 2 CPD CPO CSB DEPA ETP EU FAO FDI FELDA FFB FMC FNR FOB FSC Luftgetrocknete Kautschukblätter (air dried sheets) Agriculture and Fisheries Modernization Act (Philippinen) Agricultural Produce Marketing Committee Association of Southeast Asian Countries Bruttoinlandsprodukt Bangladesh Jute Mills Association Bangladesh Jute Mills Corporation Bangladesh Jute Research Institute Bangladesh Jute Spinners Association Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Biologischer Sauerstoffbedarf Kohlenstoff Comprehensive Food Security and Vulnerability Analysis Kohlendioxid Centre for Policy Dialogue (Bangladesch) Crude Palm Oil Chemischer Sauerstoffbedarf Department of Agriculture (Thailand) Effluent Treatment Plant Europäische Union Welternährungsorganisation der UN (Food and Agriculture Organization) Ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment) Federal Land Development Authority Fruchtstand der Ölpalme (Fresh Fruit Bunch) Forward Markets Commission (ind. Regulierungsbehörde der Rohstoffbörsen) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.v. Free On Board (Internationale Handelsklausel, Preisfestsetzung beim Export für den vereinbarten Verladehafen) Forest Stewardship Council (Organisation zur Implementierung und Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung) GATT GNIWG GRASP GTZ GIZ GMO GVO IIED IJO IJSG IPOC IUCN IWF JBO LUC MoA MOFA MPOB MSP NAP NAFED NDF NES NfK NPK NRO NSO General Agreement on Tariffs and Trade (Internationales Handelsabkommen) Ghana National Interpretation Working Group (RSPO-Arbeitsgruppe) Great Apes Survival Project Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit mbh Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbh gentechnisch modifizierte Organismen genetisch veränderte Organismen International Institute for Environment and Development (internationale NRO, tätig im Bereich Umwelt und Entwicklung) International Jute Organisation International Jute Study Group Indonesian Palm Oil Commission International Union for Conservation of Nature (Globales Umweltnetzwerk) Internationaler Währungsfonds Jute Batching Oil Landnutzungsänderung (Land Use Change) Ministerium für Landwirtschaft (Ministry of Agriculture, Bangladesch) Ministerium für Land- und Forstwirtschaft (Ghana) Malaysian Palm Oil Board Mindestpreis (Minimum Support Price) Nationale Agrarpolitik (National Agricultural Policy), Bangladesch National Agency for Export Development Netherland Development Fund Nucleus Estate Scheme/ Nucleus Estates and Smallholders Naturfaserverstärkte Kunststoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium (die drei wichtigsten Pflanzennährstoffe) Nicht-Regierungsorganisation National Statistical Office Thailand 8

9 ORRAF PAK PCA PKO PME POME PPP REDD RSPO RSS RRIT SPO SVG THG TNC Office of Rubber Replanting Aid Fund Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe Philippines Coconut Authority Palmkernöl (Palm Kernel Oil) Palmöl-Biodiesel (Palm Oil Methyl Ester) Palm Oil Mill Effluent Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity) Reduced Emissions for Deforestation and Forest Degradation Roundtable on Sustainable Palm Oil Geräucherte Kautschukblätter (ribbed smoked sheets) Rubber Research Institute of Thailand Sustainable Produced Palm Oil Selbstversorgungsgrad Treibhausgas The Nature Conservancy (NGO im Umweltschutzbereich) UCAP United Coconut Associations of the Philippines UN Vereinte Nationen (United Nations) UNCTAD United Nation Conference on Trade and Development UNESCAP Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und Pazifik (United Nations Economic and Social Commission for Asia and the Pacific) USDA United States Department of Agriculture USDA-FAS Foreign Agricultural Service im USDA USLE Universal Soil Loss Equation (Gleichung zur Ermittlung des Bodenverlust) Maßeinheiten km 2 Quadrat-Kilometer (1 km 2 = 100 ha) ha Hektar (1 ha = m 2 ) Rai Thailändisches Flächenmaß: 1 ha = 6,25 Rai acre Angelsächsisches Flächenmaß: 1 acre = qm, 1 ha = 2,47 acre t Tonne, 1t = 1000 kg kg Kilogramm m 3 Kubikmeter, 1 m 3 = Liter MJ Megajoule, 1 MJ = Kilojoule Quintal 100 kg Währungen BDT Bangladesh Taka EUR Euro INR Indische Rupie PHP Philippinische Peso THB Thailändische Baht USD US-Dollar Jahreszeiten Kharif Anbauperiode von Juni/Juli bis September (Indien) Rabi Anbauperiode von Oktober/November bis Februar (Indien) WFP WJ WPC WRM WTO WWF Welternährungsprogramm (World Food Programme) Wirtschaftsjahr Wood-Plastic-Composite World Rainforest Movement Welthandelsorganisation (World Trade Organization) World Wide Fund for Nature Jute Shahnoor Habib Munmun 9

10 Zusammenfassung Die deutsche Bundesregierung unter Führung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat im Jahre 2009 einen Aktionsplan zur Förderung der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe verabschiedet (Bundesregierung 2009). In der Vergangenheit haben wirtschaftspolitische Entscheidungen und Initiativen wichtige Aspekte wie den einer nachhaltigen Entwicklung nicht immer angemessen berücksichtigt. Als Beispiel sei auf die undifferenzierte Förderung der Nachfrage nach Biokraftstoffen durch den Beimischungszwang verwiesen, der zahlreiche nicht beabsichtigte Auswirkungen zur Folge hatte sowie eine heftige Debatte ( Tank-oder-Teller ) um ökologische und soziale Folgen solcher Maßnahmen auslöste. Vor diesem Hintergrund enthält der von der deutschen Bundesregierung beschlossene Aktionsplan auch ein Kapitel zur Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung, in dessen Rahmen auch die Förderung dieser Studie zu den sozio-ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Exports nachwachsender Rohstoffe für die stoffliche Nutzung fällt. Ziel dabei ist, die Auswirkungen einer verstärkten Förderung abzuschätzen. Daher analysiert die vorliegende Studie insbesondere die künftige Entwicklung der Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen zur stofflichen Verwendung und den aktuellen Stand der sozio-ökonomischen und ökologischen Auswirkungen auf die rohstoffexportierenden Länder. Als Fallbeispiele wurden fünf Produkte aus sieben Ländern entsprechend ihrer Bedeutung ausgewählt: Land Indonesien und Malaysia Ghana Thailand Philippinen Bangladesch Indien Projekt Palmkernöl Palmkernöl Naturkautschuk Kokosöl Jutefasern Rizinusöl Zusammenfassend lassen sich die zentralen Ergebnisse der Studie wie folgt darstellen: Die Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen für die stoffliche Verwendung ist, mit Ausnahme von Holz, heute im Vergleich zur Gesamtnachfrage (i.w. Ernährung und Biokraftstoff) gering. Es wird ein starker Anstieg der Nachfrage vor allem für neue Entwicklungen im Bereich der Herstellung von Biokunststoffen erwartet, bei traditionellen Anwendungen wie Naturkautschuk werden die Steigerungen eher moderat eingeschätzt. Der Einfluss einer Förderung der Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die stoffliche Nutzung auf die Weltagrarmärkte ist daher begrenzt, allerdings wirkt die zusätzliche Nachfrage nach Agrarrohstoffen tendenziell preistreibend. Da sich die meisten Güter zumindest mittelfristig substituieren lassen, verteilt sich der Preisdruck auf den Gesamtmarkt der Agrargüter. Das heißt, generell dürften Bauern durch höhere Agrarpreise von diesem Trend profitieren. Ausnahmen bilden Nischenprodukte mit geringer Substituierbarkeit, auf denen zusätzlicher Wettbewerb einen Preisdruck nach unten erzeugen kann. Die meisten betrachteten Produktionsverfahren gehen mit geringen Umweltbelastungen einher, lassen sich in Einzelfällen jedoch noch optimieren, z.b. durch Nutzung von Abfallbiomasse für die Biogasgewinnung anstelle von unkontrollierter Methanentweichungen in die Atmosphäre. Vertragspartnerschaften und Nachhaltigkeitsinitiativen sind geeignete Instrumente, die Einkommenssituation für die Erzeuger zu stabilisieren und die negativen Auswirkungen (Preisvolatilität, Umweltbelastungen) zu limitieren. Hinsichtlich der Nachfrageentwicklung von nachwachsenden Rohstoffen ist zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden: 1. Rohstoffe für die etablierten Anwendungsbereiche: Es handelt sich dabei um Rohstoffe, die bereits heute in großen Mengen nachgefragt werden. Dies gilt z.b. für Stärke in der Papier- und Wellpappenherstellung, Naturkautschuk in der Reifenindustrie, Naturfasern in der Textilindustrie oder Holz in der Möbel-, Bau- und Papierindustrie. Es ist zu erwarten, dass es in Zukunft ein Wachstum entsprechend der vergangenen Jahre geben wird. Große Wachstumspotenziale werden aktuell nicht prognostiziert. Nichtsdestotrotz wirkt die steigende Nachfrage tendenziell preissteigernd. 2. Rohstoffe für neue Anwendungsbereiche: Es gibt eine Reihe traditioneller Produkte, die auf der Basis von fossilen Rohstoffen hergestellt werden, an deren Substitution durch nachwachsende Rohstoffe gearbeitet wird. Dazu zählen vor allem Bio-Kunststoffe, denen ein hohes Wachstumspotenzial bescheinigt wird. Das bedeutet, dass in diesem Bereich künftig neue Märkte entstehen, in denen Agrarrohstoffe mit fossilen Ressourcen im Wettbewerb stehen. Abhängig von den Preisen und Preisrelationen dürften anfänglich Produkte auf der Basis nachwachsender Rohstoffe auf finanzielle Anreize angewiesen sein. Der Weltmarkt für Bio-Kunststoffe ist noch sehr klein und beträgt nur ca. 0,2% am Gesamtplastikmarkt, allerdings handelt es sich um einen schnell wachsenden Markt mit geschätzten Wachstumsraten von 25-30% bis zum Jahr Dies gilt auch für den deutschen Markt für Bio-Kunststoffe: ca t Holzteile für Wooden Plastic Composite (WPC), ca t Fasern für Naturfaserverstärkte Kunststoffe (NfK) und ca t Weizenstärke (in 2005) für Biopolymere. Vor diesem 10

11 Hintergrund machen sich auch die hohen Wachstumsraten auf den entsprechenden Märkten kaum bemerkbar. Dies gilt umso mehr, als dass die Marktkräfte über Angebotsanpassungen und Substitutionsbeziehungen ausgleichend wirken. Nachwachsende Rohstoffe besitzen im Allgemeinen aufgrund ihrer vermeintlich nachhaltigen Produktionsweise ein positives Image. Doch steigt die Nachfrage nach diesen Rohstoffen stark und es ist festzustellen, dass eine Konkurrenzsituation existiert zwischen der Flächennutzung für die Nahrungsmittelproduktion und der Erzeugung nachwachsender Rohstoffe, sei es für die energetische oder für die stoffliche Nutzung. Die Auswirkungen einer gesteigerten Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen für die stoffliche Nutzung sind jedoch nicht vergleichbar mit den Auswirkungen des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen im Energiesektor. Zum einen aufgrund des anderen Mengengerüsts, vor allem aber auch aufgrund des Beimischungszwangs für Biokraftstoffe, der in Europa, den USA und Brasilien zu einem hohen Anstieg der Nachfrage, unabhängig vom Produktionspreis, geführt hat, auf dem die regulierenden Kräfte eines funktionierenden Marktes nicht mehr wirken können. Da die Nachfragemengen nach nachwachsenden Rohstoffen für die stoffliche Verwendung noch vergleichsweise gering sind, werden selbst hohe Wachstumsraten auf dem Gesamtmarkt oder an den Märkten der zugrundeliegenden Rohstoffe zunächst kaum spürbar sein. Dies gilt vor allen Dingen, da die Marktwirkungen auf den jeweiligen Märkten durch Angebotsanpassungen und Substitutionsprozesse abgefedert werden. Die Untersuchung der fünf Produkte Palmkernöl, Naturkautschuk, Kokosöl, Jutefasern und Rizinusöl in den Ländern Malaysia, Indonesien, Ghana, Thailand, den Philippinen, Bangladesch und Indien zeigt bei allen Unterschieden hinsichtlich Entwicklung, Rahmenbedingungen und Auswirkungen eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf: Fast alle Produkte besetzen eine Nische mit einem relativ kleinen Handelsvolumen. Nur wenige Länder, manchmal sogar nur ein Land, dominieren den Weltmarkt für das jeweilige Produkt. Für diese Produktionsländer ist das Produkt zumeist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, wenn nicht für das ganze Land, dann zumindest für einzelne Regionen. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten besitzt jedes Fallbeispiel seine eigenen Charakteristika: Indonesien und Malaysia, zwei aufstrebende Volkswirtschaften im südostasiatischen Raum, haben die Expansion des Ölpalmanbaus massiv vorangetrieben. Dabei wurden in beiden Ländern zwei unterschiedliche Ansätze gefahren: Die Förderung des kleinbäuerlichen Anbaus (FELDA und NES) sowie des Anbaus im industriellen Maßstab. Für die Ökonomie beider Länder ist der Export von Palmöl sehr bedeutsam. Palmkernöl als Beiprodukt der Palmölproduktion wird in deutlich geringeren Mengen hergestellt. Die Ausdehnung des Anbaus erfolgte in erster Linie aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Palmöl, und nicht nach Palmkernöl. Dementsprechend sind auch die Auswirkungen, sei es auf die wirtschaftliche Situation von Millionen von Kleinbauern, sei es auf die Umwelt durch die Zerstörung einzigartiger Ökosysteme und durch die landnutzungsänderungsbedingte immense Produktion von Treibhausgasen, vor allem der wachsenden Nachfrage nach Palmöl zuzuschreiben. Die Produktion von Palmkernöl selbst ist noch nicht ausgereizt und könnte durch eine Intensivierung der Produktion, also ohne Ausdehnung der Anbaufläche, noch erheblich gesteigert werden. Das einzige afrikanische Land, Ghana, stellt einen Außenseiter in der Studie dar. Traditionell ein bedeutendes Produktions- und Exportland von Palmöl und Palmkernöl, hat Ghana diesen Status an Südostasien abgegeben und rangiert heute nur noch auf Platz 6 der Palmkernölexportländer. Auch für die Wirtschaft Ghanas stellt der Export von Palmöl und Palmkernöl keine bedeutende Einnahmequelle dar, bei Palmöl ist Ghana gar Nettoimporteur, obwohl die Regierung vor 10 Jahren eine Initiative zur Förderung des Ölpalmanbaus gestartet hat und die Anbauflächen sich seitdem verdoppelt haben. Es gibt zwei vollständig getrennte Wertschöpfungsketten für die Verarbeitung von Palmöl: Die traditionell kleinbäuerliche Produktion und Verarbeitung von Palmöl zur Verwendung als Speiseöl sowie die industrielle, exportorientierte Produktion und Verarbeitung gemäß internationaler Qualitätsstandards. Im Vergleich zu der südostasiatischen Konkurrenz produziert Ghana insbesondere im kleinbäuerlichen Sektor mit deutlich geringerer Intensität und Produktivität. Das bedeutet, dass es ein riesiges Potential zur Steigerung von Produktion und Produktivität gibt, die auch zu einem höheren landwirtschaftlichen Einkommen beitragen könnten, ohne negative Auswirkungen einer Ausdehnung der Anbauflächen. Da die staatliche Förderung in Ghana jedoch auf eine Ausdehnung der Ölpalmenflächen ausgerichtet ist, besteht die Gefahr der Abholzung von Regenwald. Thailand ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Naturkautschuk. Naturkautschuk bietet der kleinbäuerlich strukturierten Landwirtschaft auf den geeigneten Standorten eine höhere Wertschöpfung je Flächeneinheit als alternative Kulturen. Die Produktion und Verarbeitung von Naturkautschuk beschert rund 5 Millionen Familien einen großen Teil ihres Einkommens und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsreduzierung und Nahrungsmittelsicherheit in diesem nahrungsmittelexportierenden Land. Die Exporterlöse stellen eine relevante Größe dar und sind wichtige Devisenbringer. Anbau und Verarbeitung von Kautschuk wurde staatlicherseits massiv gefördert, wodurch Thailand seine Stellung zum Weltmarktführer ausbauen konnte. Bislang konkurrierte der Anbau von Kautschuk vor allem mit dem Anbau von Ölpalmen mit geringen, negativen Auswirkungen auf die Umwelt und hinsichtlich der Treibhausgasbilanz weist Naturkautschuk eine deutlich bessere Bilanz auf als Synthesekautschuk. Doch mit weiterer Förderung des Anbaus von Naturkautschuk und von Ölpalmen, auch in den weniger geeigneten Regionen im Norden und Nordosten des Landes, wächst die Gefahr einer Ausdehnung auf Kosten von Primärwälder mit dem entsprechenden Verlust an Biodiversität und einer drastischen Verschlechterung der Treibhausgasbilanz aufgrund von Landnutzungsänderung. 11

12 Zusammenfassung Auf den Philippinen stellt die Kokosölproduktion einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Die Philippinen sind der größte Lieferant von Kokosöl auf dem Weltmarkt. Wie in Thailand ist die Landwirtschaft kleinbäuerlich strukturiert und nach Reis stellt der Anbau von Kokospalmen die wichtigste Flächennutzung dar, angebaut auf rund einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Doch ist die Wertschöpfung von Kokospalmen äußerst gering. Mit Reis, Mais oder Zuckerrohr ließe sich ein Vielfaches an Einkommen erzielen. Daher werden Kokospalmen nur auf Standorten angepflanzt, die für andere Kulturen nicht bzw. nicht mehr in Frage kommen. Traditionell wurden Waldgebiete durch slash-and-burn (Brandrodung) urbar gemacht, zunächst Reis und Mais, später Maniok angebaut und wenn der Boden ausgelaugt war mit Kokospalmen bepflanzt. Trotz der geringen Wertschöpfung, leisten Kokospalmen für Millionen von Kleinbauern einen Einkommensbeitrag, doch zählen diese zumeist zu den ärmeren Bauern. Der Sektor ist bislang staatlicherseits kaum gefördert worden, um die Rentabilität zu erhöhen. Daher besitzt die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich des ebenfalls kleinstrukturierten Verarbeitungssektors noch ein großes Potential zur Produktivitätssteigerung. 40% der Kokosbauern praktizieren Mischkultur wozu sich Kokospalmpflanzungen aufgrund der großen Pflanzabstände und geringen Bodendeckung hervorragend eignen und so einen Beitrag zur Einkommenssicherung leisten, insbesondere in Zeiten niedriger Erträge oder niedriger Preise. Das Abholzen von Kokospalmen ist verboten und so leisten Kokospalmen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Erosion. Aufgrund der geringen Bewirtschaftungsintensität sind die Auswirkungen auf die Umwelt eher positiv und auch die Treibhausgasbilanz ist durch die langfristige Bindung von CO 2 positiv. Bangladesch ist der zweitgrößte Juteproduzent der Welt und der größte Juteexporteur. Der größte Produzent Indien verbraucht einen großen Teil der Juteproduktion im eignen Land. Die Juteproduktion stellt für Bangladesch wie für seine Bevölkerung eine wichtige Einkommensquelle dar. Das Land ist extrem dicht besiedelt und die Landwirtschaft extrem kleinteilig strukturiert: 55% der Farmen sind kleiner als 0,2 ha. Insbesondere auf dem Lande ist die Armut extrem groß. Berücksichtigt man ausschließlich den Ertrag der Jutefaser, so bietet die Konkurrenzkultur Reis (Aus) in den meisten Jahren eine höhere Wertschöpfung je Flächeneinheit. Doch Jute liefert durch seine immense Produktion an organischer Masse einen wertvollen Beitrag für die Nachfolgekultur, wodurch deren Düngebedarf deutlich reduziert wird, und leistet mit seinen vitaminreichen Blättern einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Dennoch ist in der Vergangenheit die Anbaufläche von Jute erheblich gesunken und hat sich zudem auf marginale Standorte verschoben. Dieser Trend ist erst in den letzten Jahren durch kräftige Preissteigerungen aufgehalten worden. Jute verschafft durch seine hohe Arbeitsintensität vielen Menschen Beschäftigung, vor allem in arbeitsarmen Zeiten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsreduzierung. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind eher positiv einzuschätzen. In Konkurrenz steht der Anbau vor allem mit intensiver bewirtschafteten Kulturen und mit seiner langfristigen Bindung von CO 2 leistet Jute einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz. Schwierig zu beurteilen ist die Auswirkung auf die nationale Ernährungssituation. Bangladesch verfolgt das Ziel der Selbstversorgung und fördert dementsprechend den Anbau der Hauptnahrungsmittel, muss aber Reis importieren. Der Anbau von Jute statt Reis erhöht folglich den Importbedarf, was im Falle extremer Nahrungsmittelpreissteigerungen auf dem Weltmarkt zu einer Verschlechterung der Versorgungslage beitragen kann. Auf der anderen Seite leistet Jute einen positiven Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit und dadurch zum Ertrag der Folgefrucht. Aufgrund der Vernachlässigung der Förderung von Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Jute und Juteprodukten besitzt dieser Subsektor nach erhebliche Produktivitätspotentiale. Indien dominiert den Weltmarkt für Rizinusöl und wenngleich Rizinusöl für die riesige Volkswirtschaft des Subkontinents eher weniger bedeutsam ist, so generieren doch rund 5 Millionen Familien ihr Einkommen im Rahmen der Rizinus-Wertschöpfungskette. Es haben sich zwei recht unterschiedliche Anbausysteme herausgebildet: 80% der Produktion erfolgt im intensiven Bewässerungsanbau mit hohem Inputeinsatz, die übrigen 20% im Regenfeldbau auf marginalen Standorten. Auf den guten Standorten liefert Rizinus eine zumeist höhere Wertschöpfung als alternative Kulturen, auf den marginalen Standorten gibt es nur wenige Alternativen zu dieser anspruchslosen und dürreresistenten Pflanze. Mit ihrem Einkommen trägt der Subsektor zur Armutsreduzierung insbesondere auf dem Lande bei. Da die Pflanze nicht in Konkurrenz zu den Hauptnahrungspflanzen Reis und Weizen steht, ist ihr Beitrag zur Ernährungssicherung als eher positiv zu sehen, zumal Indien bislang noch Indonesien and Malaysia Ghana 12

13 Selbstversorger bei den wichtigsten Nahrungsmitteln ist. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind im Hinblick von Einträgen in die Biosphäre als eher neutral einzuschätzen, da die Kultur nicht intensiver angebaut wird als Vergleichskulturen. Studien zur Treibhausgasbilanz gibt es zwar nicht, doch dürfte die Bilanz vergleichbar mit anderen Pflanzenölen sein, bzw. eher günstiger, da Rizinusöl einige Charakteristika besitzt und nur mit einem gewissen Aufwand durch andere Pflanzenöle substituierbar ist. Über Landnutzungsänderungen liegen keine Informationen vor. Alle betrachteten Früchte und die daraus hergestellten Produkte besetzen eine Nische und werden in begrenzter Menge hergestellt. Eine vermehrte Produktion aufgrund der wachsenden Nachfrage für die stoffliche Nutzung dieser Produkte dürfte langfristig kaum zu drastischen Preissteigerungen führen. Kritisch zu sehen ist die in den letzten Jahren zu beobachtende hohe Preisvolatilität dieser Rohstoffe. Da letztendlich alle Produkte mehr oder weniger einfach zu substituieren sind, stehen sie in einem engen preislichen Zusammenhang. Folgende Auswirkungen sind tendenziell bei allen Rohstoffen langfristig unter der Annahme einer erhöhten Nachfrage zu erwarten: Eine steigende Nachfrage führt zu steigenden Preisen. Da die meisten der Produkte leicht substituierbar sind (Kokosöl durch Palmkernöl, Weizenstärke durch Maisstärke etc.), ist nicht der Markt für die einzelnen Produkte zu betrachten, sondern der Markt der entsprechenden Produktgruppen. Aufgrund des Mengenvolumens und der Substituierbarkeit werden eher moderate Preissteigerungen erwartet. Fast immer bieten die nachwachsenden Rohstoffe bereits heute eine bessere Verwertung der knappen Ressource Land und tragen damit zur Armutsreduzierung bei. Hunger und Unterernährung sind fast immer ein Phänomen mangelnder Kaufkraft und nicht mangelnder Verfügbarkeit. Es ist wahrscheinlich, dass steigende Preise für die nachwachsenden Rohstoffe eher zu einer Erhöhung der Einkommen führen und damit einen Beitrag zur Armutsreduzierung in dem stärker von Armut betroffenen ländlichen Raum leisten. Indien Sämtliche betrachteten nachwachsenden Rohstoffe besitzen in der Verarbeitung eine hohe Wertschöpfung, die ebenfalls armutsreduzierend wirkt. In allen Fallbeispielen sind die vorhandenen Potentiale zur Produktivitätssteigerung in Anbau, Vermarktung und Verarbeitung (Verlängerung der Wertschöpfungskette) bei weitem nicht ausgenutzt. Moderate Produktionssteigerungen, wie sie in den meisten Fällen zu erwarten sind, sind zumeist über Produktivitätssteigerungen möglich und erfordern keine Ausdehnung der Anbaufläche. In Ausnahmefällen kann jedoch auch eine Ausdehnung zu Lasten der Reisproduktion (Bangladesch) oder von Regenwald (Thailand) erfolgen. Im Fall von Nahrungsmittelimportländern wie Bangladesch kann eine Verschiebung der Preisrelation zugunsten des nachwachsenden Rohstoffs (hier: Jute) zu einer Umwidmung der Nutzung führen. Wenn weniger Reis angebaut wird, steigt der Importbedarf an Reis. Wenn dann, wie im Jahre 2008 geschehen, die Weltnahrungsmittelpreise drastisch steigen, wird die Lage des Staates erschwert, die Bevölkerung mit ausreichend Nahrungsmitteln zu versorgen. Doch gerade in Bangladesch liegen im Anbau und der Verarbeitung von Jute noch erhebliche Produktivitätspotentiale. Die Hebung dieser würde die Auswirkungen abmildern und in normalen Jahren zu einer Armutsreduzierung insbesondere auf dem Lande beitragen. Aus Umweltgesichtspunkten kritisch ist die Situation in Indonesien und Malaysia. In beiden Ländern besteht die Gefahr, dass Primärwälder in großem Umfang für den Anbau von Ölpalmen abgeholzt werden. Diese Entwicklung wird jedoch weniger durch das Palmkernöl bestimmt, sondern durch die wachsende Nachfrage nach Holz und Palmöl. Darüber hinaus gibt es auch in Thailand ein gewisses Risiko eines steigenden Drucks auf Naturwälder, hervorgerufen durch die gezielte Förderung des Anbaus von Naturkautschuk in den ärmeren Regionen des Landes, die gleichzeitig weniger geeignet für die Kautschukproduktion sind. Generell zeichnen sich alle betrachteten Rohstoffe in den bestehenden Produktionssystemen durch eine günstige Treibhausgasbilanz aus. Bestimmte Kulturen wie Jute oder Kautschuk leisten mit der langfristigen CO 2 -Bindung einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Bangladesch Philippinen 13

14 Executive summary In 2009, the German Government - under the auspices of the German Federal Ministry for Food, Agriculture and Consumer Protection - approved an action plan to promote the use of renewable raw materials for non-energetic purposes (Bundesregierung 2009). Economic policies and initiatives have, in the past, often not sufficiently considered important aspects such as sustainability. An example is the undifferentiated promotion of the use of renewable resources for energetic purposes (biofuels), which has led to a number of unintended effects and sparked heated debates on the resulting environmental and social costs and effects of such interventions. In consequence, the Federal Government of Germany, by presenting its above mentioned action plan, included a section on ensuring sustainability and called for a study on the environmental and socio-economic impact of export of renewable raw materials from developing countries to Germany for non-energetic use, in order to look at the impact of an increased promotion of renewable raw materials for non-energetic purposes. The present study is analyzing the development of the demand for these resources and the current state of socio-economic and ecological impact on the commodity-exporting countries. Five commodities produced in seven producer countries were chosen to be the subject of case studies for an in-depth-analysis: Country Indonesia and Malaysia Ghana Thailand Philippines Bangladesh India Product Palm kernel oil Palm kernel oil Natural rubber Coconut oil Jute fibre Castor oil In brief, the key findings of the study are: The current demand for renewable resources for nonenergetic use, with the exception of wood, is low when compared to the overall total demand. Main demand is for food and biofuel, and is expected to remain so. While the increase in consumption for traditional products already on the market, e.g. made from natural rubber, is estimated to be moderate, a strong increase in demand for new applications, e.g. in the production of bio plastics made from renewable resources, etc. is expected. The expected impact of the promotion of the use of renewable resources for non-energetic use on world agricultural markets is therefore limited, but the additional demand for agricultural commodities may contribute to a certain increase in their prices. Since most goods can be substituted at least in the medium term, price pressure is put on the overall market for agricultural goods and not just for a single product. This trend should generally improve livelihood of farmers by providing benefits through higher agricultural prices. Exceptions are niche products with low substitutability. Increased production in a slow growing market would result in additional market competition and thus reduced market prices and financial return. The production of many renewable resources subject to the study results in low environmental impact only. Nevertheless, there is potential for even cleaner production at different stages, and by reducing negative environmental impact e.g. by waste water treatment or by the use of waste biomass for biogas production instead of letting climaterelevant emissions such as methane escape uncontrolled in the atmosphere. Contract agreements and sustainability initiatives are appropriate instruments to stabilize incomes for producers and limit negative impacts as price volatility, environmental pollution etc. Regarding the demand for renewable resources, two areas of use have to be distinguished: 1. Raw materials for established applications: These are raw materials which are in demand in large quantities already today. For example, this applies for starch in the paper and cardboard production, natural rubber in the tire industry, natural fibres in the textile industry or wood in the furniture, construction, and paper industries. It is expected that future growth will be in line with the previous years. Currently, there is no great growth potential forecasted. Nevertheless, an increasing demand will lead to increasing prices. 2. Raw materials for new applications: There are a number of products that are currently manufactured on the basis of fossil fuels. Companies are working on fossil fuel substitution by renewable raw materials. This mainly includes bio-plastics, where a high growth potential is seen. That also means that new markets will be created where raw materials have to compete with the existing fossil fuel based alternatives. Depending on prices, this might be possible only with incentives for the new raw materials. The global percentage of bioplastic is still small and amounts for 0.2% of the total plastic market only, but the demand is growing very fast with estimated growth rates of 25 to 30% until the year Accordingly, also the German market for bioplastics is still small (about 20,000 tons of wood for wood plastic composites (WPC), approximately 1,000 tons of fibre for natural fibre-reinforced plastics and 23,000 tons of wheat starch (in 2005) for biopolymers. Therefore, initially even 14

15 high growth rates would be barely noticeable neither in the overall market for raw materials for bioplastic production nor in the market of the respective individual underlying commodities. This is especially true under the assumption that the market effects are absorbed by supply adjustments and substitution processes. In general, renewable resources have a positive image due to their alleged sustainability. Activities of large companies indicate a rising demand for these resources. Nevertheless, it should be noted that a competition exists between the land use for the production of renewable resources for non-energetic and energetic purposes and the land use for food production. However, the effects for the production of renewable resources for non-energetic use are due to the much lower volume of production - not comparable with the effects of the use of renewable resources for energy production. The establishment of a compulsory blending quota of biofuels in Europe and other countries as the USA and Brazil is creating a demand independent of the production price without the regulating effects of a functioning market. As the demand quantities of renewable resources for nonenergetic purposes are still relatively low, even high growth rates in the overall market or the markets of the underlying commodities will initially be barely noticeable. This is especially true, as the market effects are absorbed in the respective markets by supply adjustments and substitution processes. The analysis of the five products palm kernel oil, natural rubber, coconut oil, jute and castor oil in the countries of Indonesia, Malaysia, Ghana, Thailand, Philippines, Bangladesh and India shows, despite all differences regarding production and impact, a number of similarities: Most of the products occupy a niche with a relatively small trading volume. Only a few countries, sometimes even only one country, are dominating the global market for the respective product. For the producing countries, the product is usually an important economic factor, if not for the whole country, then at least for particular regions. But despite these similarities, each of these products has his own characteristics: Indonesia and Malaysia, two emerging economies in Southeast Asia, have massively driven the expansion of oil palm cultivation for food and energy. In both countries, two different approaches were run: the promotion of smallholderbased cultivation and the cultivation on an industrial scale with plantation systems. For the economy of both countries, the export of palm oil is very important. Palm kernel oil is a by-product of palm oil production and is produced in much smaller quantities than palm oil. The expansion in the cultivation of oil palms is done primarily because of the growing demand for palm oil and not for palm kernel oil. Accordingly, the impact on the economic situation of millions of farmers and on the environment through the destruction of unique ecosystems and land use change causing huge amounts of greenhouse gas emissions are due to the growing demand for palm oil. There is still a huge potential for increasing productivity of palm oil as well as for palm kernel oil production which should be used before expanding the cultivation area. The highest potential is found in the smallholder oil palm cultivation. The only African country within the study, Ghana, is a special case. Traditionally a major manufacturer and exporter of palm oil and palm kernel oil, Ghana has lost this status to Southeast Asia and today ranks only at number 6 of the palm kernel oil exporting countries. Also for the Ghanaian economy, the export of palm oil and palm kernel oil is not a significant source of revenue. Ghana is even a net importer of palm oil; although 10 years ago, the government has launched an initiative to promote oil palm cultivation and the land area with oil palm has doubled since then. There are two different value chains for the production and use of palm existing: The smallholder production and processing of palm oil used as cooking oil and the industrialized export oriented production and processing of palm and palm kernel oil meeting international quality standards. Compared to the Southeast Asian countries, Ghana is producing palm oil with much lower intensity and productivity, especially in the smallholder section. This means that there is huge potential for increasing productivity and production resulting in higher income for farmers without the negative effects of expanding the cultivation area. Unfortunately, despite this, public support in this sector is oriented towards an expansion in palm oil cultivation area, creating increasing pressure on forest and land. Thailand is the world s largest producer and exporter of natural rubber. Natural rubber with its high productivity is offering a higher income than other crops to the farming sector which is characterized by a small scale structure. The production and processing of natural rubber is securing the livelihood of some 5 million families and thus makes an important contribution to poverty reduction and food security in this food exporting country. Export earnings from natural rubber are a relevant factor contributing significantly to Thailand s foreign exchange earnings. The development of the entire sector was supported with government funds allowing the country to take the leading position in the world market. The cultivation of rubber is competing mainly with the cultivation of oil palms. In the past, generally no direct land use change from forest to rubber plantations has been recorded. Thus, the negative impact on the environment, as far as land conversion is concerned, is very limited. Moreover, the balance of greenhouse gas emissions is much better than that of synthetic rubber. However, the further promotion and establishment of natural rubber plantations especially in less suitable areas in the north and northeast of the country, is increasing the risk of extending rubber cultivation at the expense of primary forests, resulting in loss of biodiversity and a drastic deterioration of the greenhouse gas emission balance due to land use change. 15

16 Executive summary In the Philippines, coconut oil production is an important economic factor. The country is the largest supplier of coconut oil on the world market. As in Thailand, agriculture is characterized by a small-scale structure. Coconut palms are the second most important crop after rice, grown on one third of the agricultural area. However, the value addition of coconut trees is extremely low. With rice, corn or sugar cane the farmer could reach a much higher outcome. Therefore, coconut trees are planted only on sites that are not (or not anymore) eligible for other cultures. Traditionally, with slash-and-burn practices, forests were cleared and used first for rice and corn cultivation, often followed by cassava cultivation and later, when the soil was leached out and fertility mostly lost, planted with coconut trees. Despite the low value generation, coconut trees are contributing to the livelihood of millions of small farmers, but these farmers are and remain generally poor farmers. The sector has not been target by the government to improve its profitability. Thus, the entire value chain including the small scale structured processing still has a great potential to increase productivity. 40% of coconut farmers are practicing intercropping; in coconut plantations with its wide spacing and its high leaf canopy it is an ideal option to increase and secure income especially in periods with low yields or low prices. The cutting of coconut trees is prohibited except for replacing older trees by younger trees with higher yield potential, and thus coconuts are contributing significantly to erosion control. Because of the positive effects on erosion and with the long term sequestration of CO 2 by the coconut trees, the impact on the environment is generally seen positively. Bangladesh is the second largest jute-producing country in the world and the largest jute-exporting country. India, the biggest producer, is consuming large portions of jute domestically. Jute fibre is an important source of income for Bangladesh and its population. The country is extremely densely populated and the agricultural sector is extremely small structured. 55% of the landholdings cover less than 0.2 ha of land. With most of the people living in rural areas, the incidence of rural poverty is extremely high. Considering only the production of jute fibres without taking by-products into account, value addition as compare to other crops, especially rice, the directly competing crop during the rainy season, is often lower. But the jute plant is also supplying a huge amount of organic material which reduces significantly fertilizer requirements for the following crop and, furthermore, improves with its vitamin-rich leaves the diet. Yet in the past, the area under cultivation of jute has fallen considerably and has also shifted to marginal locations. This trend has been halted only in recent years by strong price increases. Jute provides through its high labour intensity employment for many people, especially in periods with low working opportunities, thus jute is contributing to the livelihood of poor landless people. Impacts on the environment are seen mostly positive. The cultivation is generally less intensive than competing crops like rice, and with its long-term sequestration of CO 2 jute fibre makes a positive contribution to improving the greenhouse gas emission balance. It is difficult to assess the impact on the national nutrition situation. Bangladesh pursues the goal of self-sufficiency and thus encourages the cultivation of staple food like rice and wheat, but is still a food deficiency country. The cultivation of jute instead of rice thus leads to an increase in the demand for food imports, which can cause, in cases of extreme food price increases on the world market, a deterioration of the national food supply situation. On the other hand, it contributes positively on soil fertility and thus yield of following crops. Due to the neglect of the cultivation, processing and commercializing of jute and jute fibres, the whole sector has potential for a considerable increase in productivity. India is dominating the world market for castor oil. Although castor oil is rather less important for the large economy of India, approximately 5 million families generate their livelihood in the castor value chain. Two very different farming systems regarding the cultivation scheme of castor beans have emerged: 80% of production takes place in intensive irrigated cultivation with high input; the remaining 20% is characterized by rain-fed agriculture on marginal and degraded land. In both cases castor bean and the resulting oil production provides in most years a higher value addition than alternative crops; on marginal areas only a few alternatives exist to this easy to grow, drought-resistant plant. Thus, with its contribution to the livelihood, the sector contributes to poverty reduction especially in rural areas. Since the plant is not in competition with the main food crops of rice and wheat, contribution to food security is rather seen as positive, especially as India is still self-sufficient in the Indonesia and Malaysia Ghana Thailand 16

17 most important food crops. The impact on the environment in terms of entries in the biosphere is seen as neutral, as the crop is not grown more intensively than competing crops. Studies about greenhouse gas emission balance are non-existent, but it can be assumed, that the balance is comparable with other oil plants. There is no information about land use change. All considered crops and their resulting products occupy a niche and are produced in limited quantities. An increase in demand to fulfil the raising demand due to substituting fossil fuel based products is expected to not lead to a dramatic price increase. A critical issue can be the high price volatility of the products, as nearly all analyzed crops have shown during the last years. As, ultimately, all products subject to this study can be substituted more or less easy, are demonstrating a close price relation. The following effects are to be expected under the assumption of an increase in the demand of these raw materials: An increased demand leads to rising prices. Since most of the described products can be substituted (coconut oil by palm kernel oil, wheat starch by corn starch etc.), not the market for a single product has to looked at, but the market of a whole group of products. Due to the substitutability, expected price increases will be rather moderate. Almost always, renewable resources studied are offering a better utilization of scarce land resources and thus contribute to poverty reduction. Hunger and malnutrition are almost always (with the exception of Bangladesh) a phenomenon of lack of income and purchasing power and not the lack of availability of food. It is likely that increasing prices of renewable resources will lead to an increase in agricultural income and thus, contribute to rural poverty reduction. All considered renewable resources have a high potential of value addition in the (local) processing sector, further contributing to poverty reduction. In all case studies potential is shown to increase productivity in cultivation, marketing and processing (extension of the value chain); this potential is currently far from being fully exploited. Moderate increase in production, as can be expected in most cases, could be realized by increasing productivity instead of increasing the current cultivation area. Nevertheless, there are cases of an enlargement of cultivated area, where the expansion is occupying areas of former rice production this is possible for Bangladesh or natural forest, as it is happening in Thailand. In the case of food importing countries such as Bangladesh, a shift in land use towards jute production normally does not affect the country negatively. This is only the case when dramatic price increases for food on the world market cause difficulties for the country to buy and supply the population with sufficient food. On the other hand, Bangladesh is demonstrating a huge potential in increasing productivity. That means that there is still a high potential to increase income based on the production of jute and jute products. The development of this sector would help in normal years to reduce poverty in the country, especially in its rural areas. From an environmental point of view, the situation is critical in Indonesia and Malaysia. In both countries the risk exists that primary forest is cleared for the additional cultivation of oil palm trees on a large scale. However, this development is not determined by the palm kernel oil production but by the growing demand of timber and palm oil. Furthermore, there is a risk of pressure on natural forests in the Northeast of Thailand with its policy of promoting natural rubber farming in these poorer regions of the country less suitable for rubber production. Generally, in the existing production systems, all considered raw materials are characterized by a favourable carbon footprint. Certain crops such as jute, coconut or natural rubber with their long-term CO 2 sequestration contribute to reducing greenhouse gas emissions. India Bangladesh Philippines 17

18 Marktanalyse 1.0 Einführung 1.1 Hintergrund und Ziele Nachwachsende Rohstoffe, also organische Rohstoffe aus land- und forstwirtschaftlicher Produktion, die zielgerichtet für Anwendungszwecke außerhalb des Nahrungs- und Futterbereichs sowohl energetisch als auch stofflich genutzt werden, haben in Zeiten von Rohölknappheit und Bestrebungen zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase zukünftig hohe Marktpotenziale. Für eine verstärkte Nutzung nachwachsender Rohstoffe sprechen eine Reihe von Gründen: Hohes Innovationspotential, neue und stabile Absatzwege für die Landwirtschaft und damit die Förderung des ländlichen Raumes, Klimaschutz, Schonung fossiler Ressourcen sowie Umweltschutz durch Abfallvermeidung. Seit kurzem gibt es politische Bestrebungen in Deutschland und der EU zur Förderung von nachwachsenden Rohstoffen zur stofflichen Nutzung in der Textilindustrie, der Automobilindustrie, als Verbundwerkstoffe und Dämmstoffe. Der Aktionsplan zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe (BMELV 2009) nennt zwölf Handlungsfelder, in denen sich die deutsche Bundesregierung besonders engagieren möchte, um den weiteren Ausbau der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu unterstützen und zu fördern. Dazu gehört neben Forschung und Entwicklung auch die Förderung der Markteinführung. Entwicklungsländer haben komparative Kostenvorteile in der Produktion pflanzlicher Rohstoffe. Die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen zur stofflichen Nutzung, die meist ohne Zollbarrieren importiert werden könnten, würde den Entwicklungsländern den Zugang zu neuen Märkten ermöglichen und birgt somit ein hohes Potenzial zur Handelsförderung und damit für Deviseneinnahmen und Armutsreduktion. Gleichzeitig verstärkt die zusätzliche Nachfrage nach Biomasse den Druck auf die natürlichen Ressourcen und kann - insbesondere in Entwicklungsländern mit unzureichenden rechtlichen Rahmenbedingungen - soziale und ökologische Risiken erhöhen. Dazu zählen u.a. die Verdrängung von Kleinbauern und lokaler Bevölkerung, zusätzliche Treibhausgasemissionen, verstärkte Wasserknappheit, Verlust von Biodiversität und lokale Flächen-/Nutzungskonkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion. Diese Studie dient der Abwägung von Chancen und Risiken der verstärkten Biomasseproduktion für stoffliche Nutzung in Hinblick auf zukünftige Förderpolitiken der Bundesregierung. Die Durchführung dieser Studie ist im Aktionsplan für die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe unter Handlungsfeld Sicherung der Nachhaltigkeit als eine vorzusehende Maßnahme (S.16) vorgesehen. Die Studie ist deshalb in Absprache mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) durchgeführt worden. 1.2 Methodik Die Studie besteht aus verschiedenen Teilen, die zum Teil unabhängig voneinander erstellt wurden. Die Vorgehensweise, die Zielsetzung, die Gliederung der Studie sowie zeitliche Vorstellungen sind vorab im Rahmen eines gemeinsamen Workshops mit dem Auftraggeber abgestimmt worden. Das Kapitel 2 Marktüberblick beinhaltet die Aufbereitung und Zusammenstellung vorhandener Informationen in Form einer Literaturrecherche und Interviews in Deutschland. Die Ergebnisse zur Quantifizierung der stofflichen Verwendung nachwachsender Rohstoffe und deren nachfolgende Aufbereitung basieren im Wesentlichen auf einem aktuellen Projektbericht des nova Instituts, der die aktuelle Situation umfassend darstellt und Abschätzungen für die künftige Entwicklung dieses Marktsegmentes vornimmt. Die vorliegende Studie gibt einen Marktüberblick, weitere Details finden sich in der vom BMELV in Auftrag gegebenen Aktualisierung der Studie Marktanalyse nachwachsender Rohstoffe. Die Darstellung der Ergebnisse ist bei Carus et al. (2010) nach den verwendeten Rohstoffen und nicht nach den unterschiedlichen Anwendungsbereichen gegliedert. Diese Systematik ist auch für die vorliegende Marktanalyse im Rahmen einer Untersuchung über die ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen des Exports nachwachsender Rohstoffe aus Entwicklungsländern angemessen. Die Ergebnisse der Studie von Carus et al. (2010) werden im Hinblick auf das Ziel der vorliegenden Untersuchung zusammengefasst und durch weitere Literaturrecherchen und Experteninterviews ergänzt. Die vorliegende Studie konzentriert sich wegen mangelnder Datenverfügbarkeit für den europäischen Markt vor allem auf Deutschland. Neben den Mengen der stofflich verwerteten nachwachsenden Rohstoffe werden auch die relevanten Preise betrachtet. Zudem erfolgt für die jeweiligen Rohstoffe eine Einordnung in den Gesamtmarkt. 18

19 Die vorliegende Studie fokussiert auf die Darstellung der Situation in den Produzentenländern. Daher konnte die Komplexität der Marktverflechtungen hier nicht in Gänze dargestellt und analysiert werden. Diese im Einzelfall zu beleuchten, wäre Aufgabe weiterer Detailstudien. In Kapitel 3. Fallstudien werden die Auswirkungen von fünf ausgewählten Rohstoffen auf die Situation in sieben ausgewählten Produktionsländern betrachtet. Vor dem Hintergrund der Bedeutung der Produkte als nachwachsender Rohstoff für Deutschland sind folgende Länder und Produkte ausgewählt worden: Palmkernölproduktion in Indonesien und Malaysia Palmkernölproduktion in Ghana Kokosnussölproduktion in den Philippinen Rizinusölproduktion in Indien Naturkautschukproduktion in Thailand Juteproduktion in Bangladesch Aktuell besitzen unter den pflanzlichen Ölen für die stoffliche Nutzung die Laurinöle Palmkern- und Kokosnussöl in Europa die größte Bedeutung, weltweit gesehen ist Palmkernöl in diesem Marktsegment dominierend. Daher konzentriert sich diese Studie auf Palmkernöl. Vor dem Hintergrund der guten Verfügbarkeit von Daten in allgemein zugänglichen Medien (v.a. Internet) für Palmkernöl wurden die drei Länderstudien für Indonesien, Malaysia und Ghana auf der Basis von Literatur- und Internetrecherchen als sogenannte Desktop -Studien angefertigt. Indonesien und Malaysia besitzen viele Ähnlichkeiten hinsichtlich der Produktionsstruktur und der zu bearbeitenden Herausforderungen und wurden in einer Fallstudie zusammengefasst. Mit der Erstellung der vier Fallstudien Kokosnussöl, Rizinusöl, Naturkautschuk und Jute wurden lokale Experten beauftragt, die Datenerhebungen in den entsprechenden Ländern durchgeführt haben. Die Auswahl der Datenerhebungsmethoden erfolgte in Abhängigkeit von Fragestellung, Datenverfügbarkeit und Untersuchungskontext und beinhalten Literaturrecherche, Experteninterviews, statistische Analysen, und ökonomische Analysen (Deckungsbeitragsberechnungen). Die Inhalte der Fallstudien konzentrieren sich auf die Untersuchung der sozio-ökonomischen und ökologischen Auswirkungen von Anbau, Verarbeitung und Vermarktung der zu betrachtenden Produkte, unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf Nahrungsmittelsicherheit. Zur Untersuchung der sozio-ökonomischen Wirkungen wurden die Produktionssysteme für den Anbau analysiert und bewertet (Produktionsstruktur, Anbausysteme, Erträge, Landrechte und -verteilung, Arbeitsbedingungen, agrarpolitische Rahmenbedingungen, Genderaspekte, Armutsrelevanz). Eine wichtige Stellung nahm dabei die ökonomische Analyse über die Rentabilität und Opportunitätskosten beim Anbau dieser Agrarrohstoffe ein. Weiterhin wurde versucht, soweit möglich, bei der ökonomischen Analyse die gesamte Wertschöpfungskette zu berücksichtigen. Nicht immer gelang es, hierzu Datenmaterial zu finden. Als weiterer wichtiger Aspekt im Kontext der sozio-ökonomischen Analyse war im Workshop das Thema Nahrungsmittelsicherheit identifiziert worden. Hierzu wurden sowohl Flächen- und Nutzungskonkurrenzen zur Nahrungsmittelproduktion analysiert als auch mögliche Auswirkungen einer Ausdehnung der Produktion auf die Nahrungsmittelsicherheit untersucht. Für die Analyse der ökologischen Wirkungen wurden insbesondere die Auswirkungen auf Biodiversität, Stoffeinträge in die Biosphäre, Treibhausgasemissionen und Wasserbedarf aus dem Anbau der nachwachsenden Rohstoffe untersucht. Zur Bewertung der sozio-ökonomischen und ökologischen Wirkungen wurden bereits existierende internationale und nationale produktspezifische Nachhaltigkeitsinitiativen (Zertifizierungssysteme etc.) identifiziert und bewertet. Bei der Entwicklung der Handlungsempfehlungen wurde insbesondere das Ziel verfolgt, einen nachhaltigen Anbau unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien sicherzustellen. Sämtliche Fallstudien wie auch die Marktanalyse wurden vom Studienleiter sowie von der AFC qualitätsgesichert und die Ergebnisse in der hier vorliegenden Studie zusammengefasst. Anschließend hatte der Auftraggeber die Gelegenheit, Änderungen und Ergänzungen einzubringen. Allen Studien lag ein Fragebogen zugrunde, der im Hinblick auf Zielsetzung und Fragestellung der Studie vorab vom Studienleiter entwickelt und ebenfalls im Rahmen eines Workshop mit dem Auftraggeber abgestimmt worden war. 19

20 Marktanalyse 2.0 Marktanalyse 2.1 Einleitung Ausgehend von den im Rahmen der vorliegenden Studie angefertigten Fallstudien und der Bedeutung der einzelnen Rohstoffe umfasst die Marktanalyse die Rohstoffe Pflanzenöl, Kautschuk, Naturfasern wie auch Stärke, einer weiteren wichtigen Ressource unter den nachwachsenden Rohstoffen. Der Gesamtüberblick über die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Tabelle 1 zeigt, dass damit vom Holz abgesehen die wichtigsten Rohstoffe für die stoffliche Verwertung abgedeckt sind. In der Studie werden Holz und die aus Sägenebenprodukten hergestellten Chemiefasern nicht berücksichtigt, weil sich die Fallstudien explizit auf Agarrohstoffe und nicht auf Holz beziehen. Um die Bedeutung von Holz, immerhin dem intelligentesten aller nachwachsenden Rohstoffe (Guttenberg 2011) im Rahmen der Verwendung pflanzlicher Ausgangsstoffe sowohl für den Energiemarkt als auch für die stoffliche Nutzung einschätzen zu können, sind im Anhang einige Informationen zusammengestellt (Abbildung 51 bis Abbildung 54). Auch Zucker findet keine explizite Berücksichtigung, weil er in der chemischen Industrie lediglich als Fermentationsrohstoff und in relativ zu den anderen Rohstoffen geringen Mengen verwendet wird. Aufgrund des hohen Preisniveaus für Kohlenhydrate im allgemeinen und für Zucker im Besonderen wird darüber hinaus nicht damit gerechnet, dass die Ausdehnung der Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen zur stofflichen Nutzung einen nennenswerten Einfluss auf die Nachfrage nach Zucker in Deutschland und der EU hat. Entsprechende Produktionskapazitäten befinden sich schon derzeit eher in Wirtschaftsräumen, in denen Kohlenhydrate preiswerter zu beschaffen sind. Mögliche Auswirkungen werden deshalb in den entsprechenden Ländern (Osteuropa, Russland, Asien) erwartet (Carus et al. 2010). Darüber hinaus ist Zucker nicht Gegenstand einer der dieser Studie zugrundeliegenden Fallstudien. Größter Abnehmer von nachwachsenden Rohstoffen für die stoffliche Verwendung (außer Holz) ist in Deutschland die chemische Industrie. Sie allein hat im Jahre % dieser Gruppe der nachwachsenden Rohstoffe nachgefragt. Darunter sind Pflanzenöle und tierische Fette mit 50% die wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe. Hauptprodukte stellen Tenside und Polymere dar (Kl. Anfrage an die BR 2011) Tabelle 1: Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Deutschland (ohne Holz) (vorläufig) Rohstoffgruppe Rohstoff In t In t Fette und Öle Fette und Öle Stärke Kohlenhydrate Zucker Chemiezellstoff Naturfasern Sonstige Proteine Sonstige Summe Quelle: FNR

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