Rohstoff - Das gefährlichste Geschäft der Schweiz

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1 Rohstoff - Das gefährlichste Geschäft der Schweiz Urs Rybi - Erklärung von Bern (EvB) NSW/RSE

2 Ein paar Stichworte zur Erklärung von Bern (EvB)

3 Entwicklungspolitik mit Projektland Schweiz

4 Zusammenhänge zwischen Globaler Armut Schweizer Politik Schweizer Unternehmen Schweizer KonsumentInnen aufzeigen und Veränderungen anstossen

5 z.b. Existenzlohn-Kampagne Textilindustrie

6 Weitere Themen Landwirtschaft, Patente Konsum Finanzplatz & Steuern Handelspolitik Gesundheit Rohstoff Int. Finanzbeziehungen

7 !"#$! %& ' ( ) " ROHSTOFF das gefährlichste geschäft der schweiz ERKLÄRUNG VON BERN (HG.) D F E

8 !"#$! %& ' ( ) "!"#$! %& ' ( ) " ROHSTOFF das gefährlichste geschäft der schweiz ERKLÄRUNG VON BERN (HG.) das gefährlichste geschäft der schweiz ERKLÄRUNG VON BERN (HG.)...als Lektüre sehr zu empfehlen

9 Süd-Bezug 2/3 der Metall- und Energie-Rohstoffe stammen aus Entwicklungsländern rohstoffreiche Entwicklungsländer leiden besonders oft unter Korruption und Konflikten

10 Schweiz-Bezug Weltmacht im Handel

11 Rohstoff-Förderung Rohstoff-Welthandel Binnenhandel

12 Getreide Der Welthandel mit Rohstoffen (nach Wert) Energie 60% Gas Kohle Gold Kupfer Aluminium Eisenerz Mineralisch 20% Öl Edelsteine Agrar 20% Diverse mineralische Rohstoffe Pflanzenfette Futtermittel Kaffee, Kakao, Tee Zucker Baumwolle Diverse Agrarprodukte* Berechnungen basierend auf UNCTAD

13 Die Bedeutung von Rohstoffen im Welthandel (nach Wert) Diverses 31% Chemische Produkte 11% 24% 14% Energie 5% Metalle 34% 5% Agrar Berechnungen basierend auf UNCTAD Maschinen und Fahrzeuge

14 Die Bedeutung von Rohstoffen im Welthandel (nach Gewicht) 70% Berechnungen basierend auf UNCTAD

15 Zwischenfazit Ein grosser Teil der abgebauten Rohstoffe wird grenzüberschreitend gehandelt Ein Grossteil des Welthandels ist Rohstoffhandel...insbesondere Ölhandel eine wichtige Rolle spielen dabei unabhängige Rohstoffhandels-Konzerne

16 Kernfragen Wieso bleiben rohstoffreiche Entwicklungsländer oft arm, während die Handelsfirmen Milliarden-Gewinne verbuchen? Wer sind diese Rohstoff-Handelsfirmen und was machen sie eigentlich genau?

17 Selbstverständnis der Branche»Mein Metier besteht darin, physische Waren von einem Ort, wo sie die Leute nicht benötigen, an einen Ort zu bringen, wo sie gebraucht werden.«daniel Jaeggi, Vizepräsident und Head of Global Trading des Genfer Ölhändlers Mercuria

18 Und was hat das mit der Schweiz zu tun? verblüffend viel, denn hier fliegt eine ganze Branche weitgehend unter dem Radar...

19 Entwicklung Transithandel Mrd. CHF (Preisindex 2009 = 100 %) x *Nettoeinnahmen = Bruttoeinnahmen - Bruttoausgaben Quelle: SNB

20 Ein kleiner Test: Überlegen Sie sich, welche Firmen in der Schweiz zu den Umsatzstärksten gehören.

21 Die umsatzstärksten Schweizer Firmen Rang Firma Vitol Glencore Nestlé Trafigura Gunvor Litasco Novartis Roche Mercuria ABB Xstrata Migros 195 Mrd. CHF 27 Mrd. CHF

22 ENERGIE METALLE GEMISCHT AGRAR

23 Die Rolle der Schweiz ERDÖL KAFF EE Andere Andere Singapur New York, Houston 15% 20% 5% 25% Genferseeregion 35% New York Singapur 5% 5% Hamburg 20% 10% Genferseeregion 50% 10% London Zürich/Winterthur Quelle: GTSA

24 Die Rolle der Schweiz Rohstoff-Welthandel mind % des Welthandels mit Rohstoffen

25 Was macht die Schweiz so attraktiv? Opportunismus Starker Finanzplatz (Spezialität Handelsfinanzierung, Akkreditiv ) Lange nicht UNO-Mitglied (Umgehung von Embargos und Sanktionen) Steuern: tiefe Steuern plus Sonderregeln. Grob 10-15% statt 25-35% > Cluster-Effekt

26 Probleme im Rohstoff-Business Aggressive Steuervermeidung Korruption Menschenrechtsverletzungen Umweltschäden

27 Typisches Profil einer Schweizer Rohstoff-Firma privat gehalten traditionell im Handel tätig, zunehmend in der Produktion sehr risikofreudig, auch in Konfliktgebieten tätig

28 «Mein Eindruck ist, dass man diese Dinge lange schon einfach geschehen lässt ohne Plan und Absicht. Das war bei Themen wie Raubkunst, Waffenhandel, Embargoverletzungen oder zuletzt der Steuerflucht so und dürfte beim Rohstoffhandel nicht anders sein.» Prof. Mark Pieth Korruptionsexperte und Strafrechtsprofessor Uni Basel

29 Fallbeispiel Glencore in Sambia

30

31 soeben gestartet: Kampagne Recht ohne Grenzen

32 RECHT OHNE GRENZEN Klare Regeln für Schweizer Konzerne. Weltweit. über 50 Organisationen!

33 «Die Kampagne ist nicht nur im Interesse der Menschen in den Ländern, wo der Staat seine Schutzaufgaben nicht wahrnehmen kann. Sie ist auch im Interesse der Unternehmen, für die ihr Image ein enorm wichtiges Gut geworden ist. Und sie ist insbesondere im Interesse der Schweiz, denn auch ihr Ansehen kann auf dem Spiel stehen.» Dick Marty, Abtretender Stände- und Europarat, FDP TI RECHT OHNE GRENZEN Klare Regeln für Schweizer Konzerne. Weltweit.

34 18. Dezember «Wir wollen jetzt in der Rohstoffwelt, dass die hier angesiedelten Firmen, die ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind, sich hier im Lande korrekt verhalten und dass die Schweiz nicht etwa als Umgehungsplattform gebraucht wird»

35 Lösungsansätze Transparenz (Country-by-Country Reporting, Due Diligence Prozesse, Handelsregister) Geldwäschereigesetz Sonder-Steuerregeln überdenken Obligatorische Sorgfaltspflicht bzgl. Menschenrechten und Umwelt Klagemöglichkeit von Opfern vor Schweizer Gerichten

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