Branchenhandbuch 2014 Strukturen und Perspektiven

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1 Economic Research Swiss Issues Branchen Branchenhandbuch 2014 Strukturen und Perspektiven

2 Impressum Herausgeber Giles Keating Head of Research and Deputy Global CIO Oliver Adler Head Economic Research Kontakt Telefon Titelbild istockphoto.com/liuhsihsiang Druck galledia ag, Burgauerstrasse 50, 9230 Flawil Redaktionsschluss 20. Dezember 2013 Bestellungen Direkt bei Ihrem Kundenberater oder bei jeder Credit Suisse-Geschäftsstelle Einzelexemplare (kostenlos) über oder Fax Interne Bestellungen via MyShop mit Mat.-Nr Besuchen Sie uns auf dem Internet Copyright Die Publikation darf mit Quellenangabe zitiert werden. Copyright 2014 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten Autoren Maxime Botteron Nicole Brändle Schlegel Andreas Christen Dr. Patricia Feubli Emilie Gachet Philipp Hänggi Dr. Christian Kraft Damian Künzi Daniel Steffen Swiss Issues Branchen

3 Inhalt Editorial 5 Branchenperspektiven 6 Mittelfristige Branchenbewertung 9 Industrie Lebensmittelindustrie 12 Holzindustrie 13 Druck und Verlag 14 Chemie 15 Pharma 16 Kunststoffindustrie 17 Metallindustrie 18 Elektronik 19 Uhrenindustrie 20 Elektrotechnik 21 Maschinenbau 22 Medizintechnik 23 Energieversorgung 24 Baugewerbe 25 Dienstleistungen Autogewerbe 26 Grosshandel 27 Detailhandel 28 Transport und Logistik 29 Gastgewerbe 30 Telekommunikation 31 Informatikdienste 32 Banken 33 Versicherungen 34 Immobilienwesen 35 Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung 36 Architektur- und Ingenieurbüros 37 Unterrichtswesen 38 Gesundheitswesen und Pflege 39 Sozialwesen und Heime 40 Swiss Issues Branchen 3

4 Swiss Issues Branchen 4

5 Editorial Das Jahr 2013 bot für die Schweizer Volkswirtschaft insgesamt wenige Überraschungen weder im negativen noch im positiven Sinne. Unsere vorsichtig optimistische Prognose wurde leicht übertroffen. Diese generelle Betrachtung wird dem Facettenreichtum der Schweizer Wirtschaft jedoch nicht gerecht. Unternehmen operieren auf mitunter ganz unterschiedlichen Märkten mit spezifischen Eigenheiten und Herausforderungen. Um die Vergangenheit, die Gegenwart und die potenzielle Zukunft der Schweizer Volkswirtschaft zu erfassen, müssen wir diese Märkte separat betrachten was uns zur Branchenanalyse führt. Tiefe Zinsen, Einwanderung, die anhaltende Frankenstärke oder die Wachstumsabkühlung in den Schwellenländern haben auf die einzelnen Wirtschaftszweige Auswirkungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So gab es 2013 sowohl in der Export- als auch der Binnenwirtschaft Gewinner und Verlierer. In der Exportwirtschaft scheint sich die seit einiger Zeit weit geöffnete Schere bei den branchenspezifischen Wachstumszahlen langsam wieder etwas zu schliessen dürfte sich auch die Kluft zwischen Binnen- und Aussenwirtschaft verkleinern: Konsumnahe Binnenbranchen stehen vor einer leicht schwächeren Nachfrage als 2013, Investitionsgüterhersteller dürfen dagegen auf mehr Aufträge hoffen. Viele Branchen beschäftigten 2013 nicht nur die kurzfristigen Konjunkturentwicklungen, sondern auch strukturelle Verschiebungen, deren Auswirkungen erst mittelfristig beurteilt werden können. Die Architektur verschiedener Wirtschaftszweige befindet sich momentan im Umbau. Der Franken ist zwar gemäss den Berechnungen unserer Währungsexperten nicht mehr überbewertet, bleibt aber für viele exportorientierte Industriebranchen auf wohl absehbare Zeit dennoch stark. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu wahren oder zurückzugewinnen, müssen Industriebetriebe Prozesse und Strategien optimieren. Andere Branchen wie Banken und Spitäler befinden sich mitten in einem regulatorisch induzierten Renovationsprozess. In all diesen Fällen gilt: Die betroffenen Branchen müssen investieren, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Dies ist aber keineswegs nur schlecht, denn aus dem Strukturwandel gehen die «überlebenden» Firmen gestärkt hervor. Zudem generieren die Restrukturierungen in den einen Branchen immer auch Aufträge für andere Wirtschaftszweige. So haben beispielsweise Unternehmensberater, Anwälte und IT-Dienstleister trotz oft strenger Budgetvorgaben ihrer Auftraggeber Hochkonjunktur. Das vorliegende Branchenhandbuch trägt der grossen Diversität der Schweizer Volkswirtschaft Rechnung und bietet wie gewohnt ein strukturelles Porträt der 29 wichtigsten Schweizer Branchen sowie deren Aussichten für das laufende Jahr. Jede Branche ist mit einer Chancen- Risiken-Bewertung versehen, die ihre mittelfristigen Perspektiven systematisch einschätzt. Das Autorenteam wünscht Ihnen eine anregende Lektüre. Swiss Issues Branchen 5

6 Branchenperspektiven Zinsen und Zuwanderung beflügelten Schweizer Wirtschaft im Jahr 2013 Binnenwirtschaft lässt Exportindustrie hinter sich Die Schweizer Wirtschaft hat ein gutes Jahr hinter sich. In einem herausfordernden globalen Umfeld erreichte das Wirtschaftswachstum annähernd sein geschätztes langfristiges Potenzial. Haupttreiber dieser positiven Entwicklung war die Binnenkonjunktur. Die tiefen Zinsen sowie die Zuwanderung regten die Konsum- und Immobiliennachfrage an, was wiederum den Stellenaufbau begünstigte und somit das Wachstum zusätzlich verstärkte. Zur positiven Entwicklung der Schweizer Konjunktur trug auch die fortlaufende Erholung der wichtigsten Absatzmärkte bei. Die Eurokrise ist zwar noch nicht ganz vom Tisch, dank der Zusicherung der Europäischen Zentralbank (EZB), unlimitiert Staatsanleihen zu kaufen, beruhigte sich die Lage aber deutlich. In den USA schritt die Erholung des Arbeits- und des Immobilienmarkts dank der expansiven Geldpolitik weiter voran. Die Schwellenländer, allen voran China, büssten zwar an Dynamik ein, blieben aber mit ihrem insgesamt höheren Trendwachstum wichtige Stützen der globalen Wirtschaftsentwicklung. Die grossen Divergenzen zwischen den Branchen trüben allerdings dieses auf den ersten Blick sehr positive Bild. Zum einen stachen die Unterschiede zwischen aussen- und binnenorientierten Sektoren hervor, und zum andern jene innerhalb der Exportindustrie. Die Exporte von Gütern und Dienstleistungen wuchsen 2013 leicht schwächer als im Vorjahr, während der heimische Privatkonsum ungebremst stark expandierte und sich die hiesige Baukonjunktur nach wie vor robust entwickelte. Das Baugewerbe und die baunahen Branchen Architektur- und Ingenieurbüros sowie Immobilienwesen bewegten sich denn auch weiterhin auf hohem Niveau. Ebenfalls positiv entwickelten sich die von langfristigen Nachfragetrends gestützten Branchen Gesundheits-, Sozial- und Unterrichtswesen. Die unternehmensbezogenen Dienstleister wie die IT- und die Beratungsbranche profitierten vom Kosten- und Regulierungsdruck insbesondere im Finanzsektor. Die solide Entwicklung der meisten binnenorientierten Branchen widerspiegelte sich in einer kräftigen Beschäftigungszunahme (vgl. Abb. 1). Detailhandel und Autogewerbe konnten hingegen kaum vom starken Konsum profitieren. Preiserosion und Einkaufstourismus machten diesen Branchen zu schaffen, wenngleich sich die negativen Einflüsse im Verlauf des Jahres abschwächten. Die Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr belasteten die Detailhändler zusätzlich. Abbildung 1 Beschäftigung ausgewählter Dienstleister 1 Vollzeitäquivalente, Veränderung 2013 zum Vorjahr in Prozent (Schätzung) Abbildung 2 Exporte ausgewählter Industriebranchen Veränderung 2013 zum Vorjahr in Prozent (Schätzung); *Total Warenexporte ohne Strom; Farbe: Exportorientierung (je dunkler, desto exportorientierter) 10% 8% 6% 4% 2% 0% -2% Informatik Immobilienwesen Sozialwesen Unternehmensdienstl. Unterrichtswesen Gesundheitswesen Veränderung zum Vorjahr Transport/Logistik Architekten/Ingenieure Autogewerbe Grosshandel Versicherungen Telekommunikation Durchschnitt Detailhandel Gastgewerbe Banken 9% 6% 3% 0% -3% -6% -9% -12% Lebensmittel Kunststoffe Pharma Medizintechnik Veränderung zum Vorjahr Elektronik Uhren Maschinenbau Metallindustrie Elektrotechnik Durchschnitt* Druck Chemie Holz Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse 1 Immobilienwesen ohne Facility Management und Immobilienentwicklung; Sozialwesen inkl. Pflegeheime; Rechts-, Unternehmens und Steuerberatung inkl. Führung und Verwaltung von Unternehmen (Unternehmensdienstleistungen); Gesundheitswesen ohne Pflegeheime Swiss Issues Branchen 6

7 Schere zwischen Industriebranchen schliesst sich langsam Die Divergenzen zwischen den exportorientierten Branchen blieben ebenfalls bestehen. Strukturschwache und international wettbewerbsfähige Industriebranchen hatten seit der Rezession 2009 und der darauf folgenden Frankenstärke eine zunehmend unterschiedliche Entwicklung des Geschäftsgangs verzeichnet. Diese Schere schloss sich allerdings im Verlauf des Jahres 2013 langsam. Einerseits war die Dynamik in der stark gebeutelten Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie der Chemiebranche etwas weniger negativ als in den Jahren davor. Je nach Branche stabilisierten sich die Exporte, erhöhten sich sogar leicht oder gingen zumindest nicht noch stärker zurück. Andererseits verlangsamte sich die in den letzten Jahren äusserst hohe Dynamik bei den Uhrenexporten weiter hauptsächlich aufgrund des erstmals schrumpfenden chinesischen Markts. Der bedeutendste exportseitige Wachstumspfeiler blieb auf das gesamte Jahr gesehen die Pharmabranche. Sie wurde unterstützt durch den exportorientierten Teil der Lebensmittelindustrie, der sich im Gegensatz zum binnenorientierten Teil der Branche aufgrund einer regen globalen Nachfrage nach Kapselkaffee und Erfrischungsgetränken äusserst dynamisch entwickelte (vgl. Abb. 2). Neben der Lebensmittelindustrie sind die Holz-, Metall- und Kunststoffindustrie eher binnenorientiert. Für ihren Geschäftsgang sind die Exporte deutlich weniger ausschlaggebend als für die restlichen Industriebranchen. Vor allem wegen der Nähe dieser drei Branchen zur Bauwirtschaft sah das Bild bei den Umsätzen denn meist auch besser aus als bei den Exporten. Abbildung 3 Die Branchen im stilisierten Konjunkturzyklus: Prognose für das zweite Halbjahr 2014 Wachstumsraten Unternehmensdienstl. Telekom und IT Uhren Textil Elektrotechnik Metall Chemie Maschinenbau Pharma Banken Gastgewerbe Autogewerbe Kunststoffe Papier Lebensmittel Detailhandel Quelle: Credit Suisse 2014: Investitionen und Exporte gewinnen an Fahrt Im laufenden Jahr werden sich die Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft etwas verschieben. Die Wachstumslokomotive Konsum dürfte etwas an Fahrt verlieren. Dies sollte jedoch durch eine Beschleunigung der Ausrüstungsinvestitionen und Exporte mehr als aufgefangen werden. Dank einer Rückkehr des Wachstums in der Eurozone dürfte sich die Expansion der Weltwirtschaft 2014 insgesamt beschleunigen. Gleichzeitig sollte die durch die Eurokrise verursachte Unsicherheit weiter abnehmen, was die Investitionsneigung erhöht und die Konsumentenstimmung verbessert. Zudem wertet der Franken auf realer Basis infolge der in der Schweiz im internationalen Vergleich tieferen Inflation graduell weiter ab. Die bisher hinterherhinkenden Industriebranchen wie die MEM und die auslandsorientierte Hotellerie werden die Hauptnutzniesser dieser Entwicklungen sein. Der anfänglich zögerlichen Erholung dieser Branchen sollte im Jahresverlauf ein zunehmend dynamischeres Wachstum folgen (vgl. Abb. 3). In der Swiss Issues Branchen 7

8 Uhrenindustrie dürfte sich das Wachstum im laufenden Jahr beschleunigen. Die bedeutenden Exportmärkte China und Hongkong zeigen Anzeichen einer Stabilisierung. Die Pharmaindustrie wird weiterhin eine wichtige Stütze des Exportwachstums bleiben. Allerdings wird der international vorherrschende Preisdruck das Umsatzwachstum der Branche hemmen. Leichte Umsatzzuwächse und ein Exportwachstum erwarten wir für die Lebensmittelbranche, die sich weiterhin mit einem gesättigten Inlandsmarkt und dem Phänomen des Einkaufstourismus konfrontiert sieht. Binnendynamik bleibt stark Gesundheits-, Sozial- und Unterrichtswesen auf stabilem Wachstumspfad Die Zuwanderung wird 2014 auf hohem Niveau anhalten, und die Zinsen dürften nur leicht steigen. Das Konsumwachstum sollte sich zwar etwas verringern, insgesamt wird die Binnenkonjunktur 2014 aber weiter vom «Super-Zyklus» geprägt sein. Die Bauwirtschaft und insbesondere der Wohnungsbau sollten erneut zu den grössten Nutzniessern dieser Konstellation gehören. Der Tiefbau sendet ebenfalls nachhaltige Wachstumssignale: Es müssen nicht nur Investitionen in das Strassen- und Schienennetz getätigt, sondern auch Grossüberbauungen verkehrs- und versorgungstechnisch erschlossen werden. Baunahe Branchen wie das Immobilienwesen, Architekten und Ingenieure sowie die Metall-, Holz- und Kunststoffindustrie dürften ebenfalls von diesen Umständen profitieren. Dem Detailhandel verhilft die robuste Einwanderung zu einem gewissen Sockelwachstum. Zudem sollte der Einkaufstourismus nicht mehr weiter zunehmen. Das nominale Umsatzwachstum der Branche wird somit voraussichtlich leicht höher sein als im Vorjahr. Die wenig konjunkturanfälligen Wachstumsbranchen Gesundheits-, Sozial- und Unterrichtswesen werden wahrscheinlich entlang ihres langfristigen Pfads moderat zulegen. Etwas gebremst werden sie durch den zunehmenden Spardruck seitens der öffentlichen Hand. Unternehmensbezogene Dienstleistungen wie Unternehmensberatung und IT werden erneut von den Spar- und Rationalisierungsanstrengungen bei den Firmen profitieren. Die IT-Branche wird zudem durch anziehende Investitionen begünstigt. Eine stärkere globale Konjunkturdynamik sowie leicht steigende Zinsen sollten sich positiv auf Versicherungen und Banken auswirken. Insbesondere bei Letzteren wird das Geschehen an den globalen Aktienmärkten die Branchenentwicklung entscheidend mitbeeinflussen. Herleitung der Zyklengrafik Mit der Zyklengrafik bestimmen wir auf Basis der aktuellen Daten und unserer Einschätzung die Wachstumsposition der verschiedenen Branchen im eigenen Konjunkturzyklus. Da wir nur die relative Position der Branchen im eigenen Zyklus betrachten, bedeutet eine höhere Position einer Branche im Vergleich zu einer anderen nicht zwingend, dass diese auch ein höheres Wachstum aufweist. Die Branchen folgen den Zyklen idealtypisch von links nach rechts. In vielen Fällen durchlaufen sie die Zyklen aufgrund exogener Schocks jedoch sprunghaft. Zudem kann die Geschwindigkeit variieren. Branchen in der dunkelblauen und dunkelroten Gruppe verhalten sich vergleichsweise stark zyklisch. Jene in der hell- und dunkelblauen Gruppe weisen ein vergleichsweise höheres strukturelles Wachstum auf. Informationen zu den Branchenkennzahlen Die Branchen auf den folgenden Seiten werden nach der «Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008)» abgegrenzt. Die Daten zur Beschäftigung 2012 stammen aus der Beschäftigungsstatistik (BESTA) des Bundesamts für Statistik (BFS). Sie werden in Vollzeitäquivalenten angegeben und wo nötig (NOGA 3-Steller und 4-Steller) vom Research der Credit Suisse geschätzt. In den Abbildungen wird unter Beschäftigung jeweils die Anzahl der vollzeitäquivalent Beschäftigten (VZÄ) verstanden. Die Zahlen zur nominalen Bruttowertschöpfung werden für das Jahr 2012 vom Research der Credit Suisse auf Basis des vom BFS veröffentlichten Produktionskontos geschätzt. Swiss Issues Branchen 8

9 Mittelfristige Branchenbewertung Globale Trends und politisches Umfeld: Unterschiedliche Wirkung auf Branchen Chancen-Risiken- Bewertung: Aussagen zum mittelfristigen Wachstumspotenzial Wichtige Trends: Alterung, Mobilität und technologischer Fortschritt Die einzelnen Branchen unterliegen nicht nur konjunkturellen Schwankungen, sondern auch strukturellen Entwicklungen. Branchenübergreifende und globale Trends beeinflussen alle Wirtschaftszweige, jedoch in unterschiedliche Richtungen und in unterschiedlichem Ausmass. Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen wirken sich ebenfalls auf die Entwicklung der einzelnen Branchen aus. Um diese Zusammenhänge systematisch zu erfassen, nimmt das Research der Credit Suisse jährlich eine Chancen-Risiken-Bewertung der Schweizer Branchen vor. Dabei werden die Einflüsse der strukturellen Entwicklungen auf die verschiedenen Wirtschaftszweige systematisch gemessen, um ihr mittelfristiges Wachstumspotenzial unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken beurteilen zu können (siehe Box auf Seite 10). Die Resultate der diesjährigen Chancen-Risiken-Bewertung der 29 im Branchenhandbuch beschriebenen Branchen sind aus Abbildung 4 ersichtlich. Zu den wichtigsten branchenübergreifenden Trends gehören das Bevölkerungswachstum und die Demografie, wobei die Bevölkerung in der Schweiz hauptsächlich aufgrund der regen Zuwanderung wächst. Zudem nimmt die geografische Mobilität sowohl im beruflichen Alltag wie Abbildung 4 Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung Synthetischer Indikator, Gesamtwirtschaft = 0; blaue Vierecke: Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung in Prozent 2 10% 1 5% 0-1 Branchen mit überdurchschnittlicher Chancen-Risiken-Bewertung 0% -5% -2-3 Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung (rechte Achse) -10% -15% -4 Branchen mit unterdurchschnittlicher Chancen-Risiken-Bewertung -20% Pharma Gesundheitswesen Informatik Immobilienwesen Unternehmensdienstl. Sozialwesen Uhrenindustrie Medizintechnik Elektrotechnik Grosshandel Architekten/Ingenieure Versicherungen Unterrichtswesen Baugewerbe Telekommunikation Banken Lebensmittelindustrie Elektronik Transport/Logistik Autogewerbe Holzindustrie Detailhandel Chemie Maschinenbau Kunststoffindustrie Energieversorgung Gastgewerbe Metallindustrie Druck/Verlag* Quelle: Credit Suisse * Im Ranking der Chancen-Risiken-Bewertung liegen zwischen der Metallindustrie und dem Druck und Verlag einige Branchen, die im Branchenhandbuch bzw. in dieser Abbildung nicht aufgeführt sind (z.b. Herstellung von Textilien/Bekleidung oder Tabakverarbeitung). Deshalb ist die Differenz der Bewertung von Druck/Verlag und jener der Metallindustrie relativ gross. Swiss Issues Branchen 9

10 auch im Privatleben zu. Neben dem technologischen Fortschritt, der unter anderem in den Bereichen Energie und Information für Schwung und neue Erkenntnisse sorgt, wird das Wachstum in verschiedenen Märkten auch durch den steigenden Wohlstand in den Schwellenländern beeinflusst. Der Zugang zu den internationalen Märkten hängt jedoch stark vom zunehmenden internationalen Wettbewerbs- und Regulierungsdruck ab. Die Chancen-Risiken-Bewertung der Credit Suisse Die Chancen-Risiken-Bewertung der Credit Suisse zeigt die mittelfristigen Chancen und Risiken der Schweizer Branchen im Quervergleich auf. Sie basiert auf einem 2006 eigens entwickelten Modell, das vor zwei Jahren einer grundlegenden Revision unterzogen wurde. 2 Die Bewertung stellt eine zukunftsorientierte Einschätzung aus makroökonomischer Sicht dar. Mikroökonomische bzw. unternehmensinterne Faktoren werden explizit nicht berücksichtigt. Der Betrachtungshorizont umfasst drei bis fünf Jahre. Das Modell unterscheidet die beiden Dimensionen «Chancen» und «Risiken» (vgl. Abb. 5). Sowohl quantitative, vergangenheitsorientierte als auch qualitative, zukunftsorientierte Elemente fliessen in die Bewertung ein. Die vergangenheitsorientierten Komponenten basieren auf Branchendaten aus offiziellen Schweizer Statistiken, die zukunftsorientierten Elemente auf Experteneinschätzungen des Credit Suisse Research. Die quantitativen Branchendaten haben bekanntlich den Nachteil, dass sie nur die Vergangenheit widerspiegeln, meist sogar mit einer grossen Verzögerung. Durch den systematischen Einbezug von Experteneinschätzungen werden strukturelle Einflussfaktoren und Trends berücksichtigt, die in den Statistiken (noch) nicht abgebildet, aber für die zukünftige Entwicklung einer Branche massgebend sind. Die Dimension «Chancen» bildet das Wachstumspotenzial der einzelnen Branchen ab. Zur Beurteilung der Chancen werden Daten zum Wertschöpfungs-, Produktivitäts- und Beschäftigungswachstum sowie zu Lohnentwicklungen und Unternehmensgründungen herangezogen («Wachstum»). Hinzu kommen Experteneinschätzungen zu den potenziellen Wachstumschancen, die sich für die Branchen aus diversen langfristigen Trends sowie aus dem politischen Umfeld ergeben. Die Dimension «Risiko» bildet Unsicherheiten ab, die das nachhaltige Wachstumspotenzial beeinträchtigen können. Sie basiert auf quantitativen Indikatoren, welche die Stärke der Wachstumsschwankungen («Volatilität») und das Ausmass des Strukturwandels («Struktur») in den einzelnen Branchen messen, sowie auf Analystenmeinungen zu den aus Trends und dem politischen Umfeld hervorgehenden Risiken. Chancen und Risiken werden für alle Branchen gegeneinander abgewogen und zu einem einzigen Wert zusammengefasst. Die Ergebnisse werden so standardisiert, dass für die Gesamtwirtschaft ein Wert von Null resultiert. Die Chancen-Risiken-Bewertung ist somit eine relative Betrachtung: Eine Branche mit einem hohen Wert dürfte sich gemäss unseren Einschätzungen mittelfristig besser entwickeln als eine Branche mit einem tiefen Wert. Die Chancen-Risiken-Bewertung gibt explizit keine Prognose zum absoluten Wachstum der einzelnen Branchen ab. Gewinner: Pharma, Gesundheitswesen, Informatik, Immobilienwesen Zu den Branchen, die unter dem Strich stark von diesen Trends profitieren und deshalb eine überdurchschnittliche Chancen-Risiken-Bewertung aufweisen, gehören die Pharmaindustrie, das Gesundheitswesen, die Informatikdienste und das Immobilienwesen. Die Pharmabranche und das Gesundheitswesen profitieren von der stetig steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und Pharmazeutika seitens der alternden Bevölkerung und der Schwellenländer. Der zunehmende Spardruck dämpft das prognostizierte Wachstum dieser Branchen im Vergleich dazu wenig. Die Informatikdienste sind stark in den technologischen Fortschritt eingebunden und stossen oftmals Innovationen in unterschiedlichsten Geschäfts- und Gesellschaftsbereichen an. Eine grosse Chance geht von der Notwendigkeit aus, riesige Datenmengen zu speichern und zu verarbeiten. Schweizer Anbieter von Datenzentren haben seit der Affäre rund um die USamerikanische National Security Agency (NSA) zusätzlich Wind in den Segeln. Das Immobilienwesen wird durch die Professionalisierung der Immobilienbewirtschaftung begünstigt. Unternehmen bilden entweder Abteilungen, die ihre Immobilien professionell bewirtschaften, oder lagern diese Dienstleistungen an externe Verwalter aus. Ein wachsender Markt ist zudem die temporäre Vermietung von Wohnungen in Zentren mit Wohnungsknappheit. Der grössere Aufwand wird durch höhere Margen mehr als kompensiert. 2 Für weitergehende Informationen zur Chancen-Risiken-Bewertung, siehe Swiss Issues Branchen, Branchenhandbuch 2012 Strukturen und Perspektiven. Swiss Issues Branchen 10

11 Abbildung 5 Struktur des Chancen-Risiken-Bewertungsmodells datengestützt, vergangenheitsorientiert Prognosen/Einschätzungen, zukunftsorientiert Wachstum Trends Politisches Umfeld 20% 15% 15% Chancen Chancen-Risiken- Bewertung Risiken 10% 10% 15% 15% Volatilität Struktur Trends Politisches Umfeld 50% 50% Quelle: Credit Suisse Verlierer: Druck und Verlag, Metallindustrie, Gastgewerbe Branchen im Mittelfeld: Unterrichtswesen und Telekommunikation Am Ende der Rangliste befinden sich vor allem strukturschwache Branchen. Tourismusdestinationen in der Schweiz konkurrieren längst nicht mehr nur mit anderen Schweizer Ferienorten, sondern müssen sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Die rasche Verbreitung grosser Online-Buchungsportale erhöht die Vergleichbarkeit von Tourismusleistungen und verstärkt den internationalen Wettbewerb im Gastgewerbe. Der Klimawandel und die damit einhergehende Schneeunsicherheit sind insbesondere für die tiefer liegenden Wintersportorte eine grosse Herausforderung. Auch die Metallindustrie ist einem starken internationalen Wettbewerb ausgesetzt und hat mit vergleichsweise hohen Produktionskosten zu kämpfen. Hinzu kommt, dass alternative Werkstoffe wie Kunststoffe aufgrund technologischer Innovationen Metallen zunehmend den Rang ablaufen. Die Branche Druck und Verlag spürt die Digitalisierung in besonderem Ausmass. E-Books und E-Papers ersetzen Drucksachen, und Informationen sind im Internet einfach und teilweise kostenlos zugänglich. Physische Printprodukte werden in diesem Umfeld zunehmend marginalisiert. Das Unterrichtswesen und die Telekommunikation gehören zu jenen Branchen, die zwar von einigen wichtigen Trends profitieren, durch andere Trends aber unter Druck geraten. Ihre Chancen-Risiken-Bewertung fällt deshalb durchschnittlich aus. Im Unterrichtswesen schlägt die demografische Alterung positiv zu Buche, lebenslanges Lernen wird zunehmend wichtiger. Dadurch steigt insbesondere die Nachfrage nach tertiärer Bildung und Weiterbildungsangeboten. Dem gegenüber steht allerdings der wachsende Spardruck bei der öffentlichen Hand, der sich erfahrungsgemäss auch im Bildungswesen niederschlägt. Die Telekommunikation profitiert von der starken Nachfrage nach drahtloser Kommunikation. Diese wird durch die zunehmende Mobilität der Bevölkerung und der Arbeitsplätze angekurbelt. Zur Erhöhung der Kommunikationsbedürfnisse trägt auch der Trend zur Auslagerung von Arbeitsschritten und Informatikdiensten bei. Risiken sind vor allem im Bereich Preiswettbewerb und Regulierung vorhanden. Die weite Verbreitung von Flatrates und der Umstand, dass die Kunden ihre Anbieter oft wechseln, erhöhen den Preiswettbewerb. Die von Konsumentenschützern gewünschte Regulierung der Mobilfunk- und Breitbandpreise würde die Margen zusätzlich schmälern. Swiss Issues Branchen 11

12 Lebensmittelindustrie Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.2 Durchschnittlich Beschäftigte: 58'000 Bruttowertschöpfung: CHF 11.6 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 2.1% Privater Konsum, Bevölkerungswachstum, Wechselkurse, Wohlstandsentwicklung in Schwellenländern Zweiteilung in Binnen- und Exportindustrie, reguliert Technologieführer im Bereich Convenience/Functional Food, Premiumproduktehersteller mit Standbein in Schwellenländern Der Geschäftsgang der Lebensmittelindustrie hängt in erster Linie von der wenig konjunkturabhängigen Basiskonsumgüternachfrage ab. Ein Grossteil der Branche ist auf den gesättigten Binnenmarkt ausgerichtet, der praktisch nur noch aufgrund des Bevölkerungswachstums expandiert. Hersteller von innovativen und hochwertigen Convenience-Produkten und Functional Food sowie solche mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit finden auch im Inland weiterhin wachsende Nischenmärkte. In vielen anderen Bereichen herrscht ein Preiskampf, der sich in den letzten Jahren aufgrund des Einkaufstourismus verschärft hat. Die Gesamtbranche ist relativ stark binnenorientiert. Sie exportiert schätzungsweise 15% 30% der Produktion und konzentriert sich dabei in erster Linie auf Premiumprodukte. Die Exportneigung der einzelnen Subbranchen unterscheidet sich stark. Kaffee-, Zuckerwaren- und Säuglingsnahrungshersteller erzielen deutlich mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Export, Fleischhersteller weniger als 5%. Wachstumspotenzial versprechen aufgrund einer rasch wachsenden Mittelschicht insbesondere die grossen Schwellenländer. Die Lebensmittelexporte in die BRIC-Staaten nahmen in der letzten Dekade um durchschnittlich rund 16% jährlich zu. Schweizer Lebensmittel profitieren in diesen Märkten vom guten Ruf der helvetischen Produkte bezüglich Qualität und Status. Die Branchenstruktur ist heterogen. In vielen Subbranchen dominieren mittlere und grosse Unternehmen, wie z.b. bei Herstellern von Frischmilchprodukten, Zuckermühlen oder Kaffeeproduzenten. Gewisse Subbranchen z.b. Käsereien und Destillerien sind jedoch kleinbetrieblich strukturiert. Die Branche ist relativ stark reguliert. Verschiedene Auflagen verbessern die Lebensmittelsicherheit sowie die Transparenz zugunsten der Konsumenten. Lebensmittelproduzenten spüren zudem oft Auswirkungen agrarpolitischer Eingriffe. Beispielsweise werden verschiedene Rohstoffe durch hohe Schutzzölle verteuert, wobei ein Teil dieser Zusatzkosten auf Basis des «Schoggigesetzes» kompensiert wird. Für Diskussionen sorgte 2013 die Verabschiedung der «Swissness-Vorlage». Ein strengerer Schutz der Marke Schweiz reduziert einerseits die Gefahr von volkswirtschaftlich schädlichem Trittbrettfahren. Anderseits dürfte es das neue Gesetz selbst einigen Herstellern von traditionell schweizerischen Produkten erschweren, das Label «Swiss Made» zu verwenden. Der Abschluss von Freihandelsabkommen, beispielsweise mit China, dürfte gewisse positive Impulse generieren. Die Schweizer Lebensmittelindustrie weist im Inland ein beschränktes Wachstumspotential auf, profitiert aber von einer stabilen Nachfrage und dürfte künftig insbesondere in den Schwellenländern weiter expandieren. Daher erachten wir das Chancen-Risiken-Profil der Branche als durchschnittlich. Der anhaltend starke Franken und der Einkaufstourismus belasteten die Branche 2013, wenngleich sich die Situation nicht weiter verschlechterte. In diesem Umfeld konnte die Branche Preise und Umsätze leicht steigern Letztere nicht zuletzt aufgrund eines eindrücklichen Exportplus von rund 9% gegenüber dem Vorjahr. Unter der Annahme einer anhaltenden weltwirtschaftlichen Erholung und einer leichten realen Frankenabwertung sollten die Branchenumsätze auch 2014 etwas zulegen. Dabei werden die Exporte voraussichtlich erneut wenn auch abgeschwächt die Rolle des Wachstumstreibers spielen. Beschäftigung, Umsatz und Exporte Index 2004 = 100 Die Branchenumsätze wuchsen nach den Rückgängen 2009/2010 nur sehr schwach. Dank eines starken Exportwachstums nahm die Beschäftigung im Gegensatz zu jener vieler anderer Industriebranchen auch in den Jahren seit der Finanzkrise zu. Das Exportwachstum der letzten Jahre stammt fast vollständig von Kaffee- und Erfrischungsgetränkeausfuhren. Die restlichen Lebensmittelexporte erreichten 2013 das Rekordniveau von 2008 noch nicht wieder Beschäftigung Umsatz Exporte Exporte ohne Kaffee/Erfrischungsgetränke * Quelle: Bundesamt für Statistik, Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Zur Lebensmittelindustrie gehören die Hersteller von verarbeiteten Nahrungsmitteln (NOGA 10) und Getränken (NOGA 11). Nahrungsmittelproduzenten stellen dabei die deutlich grössere Subbranche dar. Swiss Issues Branchen 12

13 Holzindustrie Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.3 Durchschnittlich Beschäftigte: 34'000 Bruttowertschöpfung: CHF 3.2 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 0.6% Bautätigkeit, Bevölkerungswachstum, Zinsen, technologischer Fortschritt, Umweltbewusstsein, Energiepreise, Holzernte Binnenorientiert, kleinbetrieblich strukturiert Innovative Produzenten von Bauteilen für die ökologische Bauweise, regional gut vernetzte und bekannte Anbieter Ein Grossteil der Schweizer Holzindustrie ist in den Bereichen Bauschreinerei und Schreinerarbeiten im Innenausbau tätig. Entsprechend stark ist die Branche von der allgemeinen Hochund Ausbautätigkeit abhängig, die wiederum an das Bevölkerungswachstum und die Zinssituation gekoppelt ist. Die Holzindustrie profitierte in der letzten Dekade zudem von einer überproportional anziehende Nachfrage nach Holzbauteilen in Mehrfamilienhäusern, insbesondere bei Umbauarbeiten. Begründet liegt dieses Nachfragewachstum in den guten baulichen Eigenschaften von Holz, dem technologischen Fortschritt und nicht zuletzt der ansprechenden Ökobilanz dieses Baustoffs. Diese Nachfragetreiber dürften auch in den kommenden Jahren Bestand haben. Holzprodukte sind jedoch nicht nur als Baustoff gefragt, sondern auch als CO2-neutraler Energieträger zunehmend beliebt. Ein wachsendes Umweltbewusstsein und hohe Erdölpreise liessen die Nachfrage nach Holzenergie in der letzten Dekade um über ein Fünftel ansteigen bei kaum zunehmendem Gesamtenergieverbrauch. Ein Teil der Nachfrage nach Holzprodukten stammt zudem aus der Industrie, die Holzverpackungen und Restholz bezieht. Die kleinbetrieblich strukturierte Branche ist ausgesprochen binnenorientiert und weist ein massives und wachsendes Handelsbilanzdefizit aus. Seit 2008 haben sich die Branchenexporte mehr als halbiert, und ein Ende des Rückgangs ist vorerst nicht in Sicht. Insbesondere Sägewerke stehen in einem harten internationalen Preiswettbewerb. Hinzu kommen immer wieder Schwierigkeiten bei der Lieferung von heimischem Rohholz. Aber auch in der Wertschöpfungskette weiter oben stehende Holzproduzenten sind nicht gänzlich vor internationaler Konkurrenz geschützt. Angesichts der seit 2008 stark gefallenen Importpreise für Holzplatten und Parketttafeln erhöhte sich der Wettbewerbsdruck in diesen Subbranchen auch im Heimmarkt. Vom Preisdruck etwas abgeschirmt waren hingegen die Bauschreiner und die Schreiner im Innenausbau. Diese divergierende Nachfrage- und Preisentwicklung wirkt sich auf die Branchenstruktur aus. Die Beschäftigung der Gesamtbranche war in den letzten zehn Jahren leicht rückläufig. Besonders ausgeprägt war der Strukturwandel bei den Sägewerken: Zwischen 2007 und 2012 verschwanden rund 20% der Schweizer Betriebe. Die Schreinereien schufen hingegen im gleichen Zeitraum neue Stellen. Trotz des hohen internationalen Preisdrucks in einigen Subbranchen schätzen wir das Chancen-Risiken-Profil der Holzindustrie als durchschnittlich ein. Dafür verantwortlich sind in erster Linie die binnenorientierten Schreinereien, die dem internationalen Wettbewerb weniger stark ausgesetzt sind. Die baunahen Subbranchen profitierten auch 2013 von einer regen Bautätigkeit, die Sägewerke litten hingegen nach wie vor unter dem Preisdruck und der schlechten Holzernte Infolge der leichten realen Abwertung des Schweizer Frankens dürfte sich der Preisdruck 2014 etwas reduzieren, wogegen das Umfeld aus strukturellen Gründen schwierig bleibt. Der Hauptteil der Branche sollte dank der weiterhin starken Bautätigkeit leicht wachsen. Beschäftigung und Exporte Index 2004 = 100 Das Exportvolumen der Branche ist relativ gering (ca. CHF 250 Mio. pro Jahr). Die schwache Entwicklung des Holz-Exportsektors ab 2008 ist dennoch ein Faktor, weshalb sich die Beschäftigung in der Holzindustrie im Vergleich zur Beschäftigung im Ausbaugewerbe ihrer Hauptabnehmerbranche unterdurchschnittlich entwickelte Exporte Holzindustrie (rechte Achse) Beschäftigung Holzindustrie Beschäftigung Ausbaugewerbe * Quelle: Bundesamt für Statistik, Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Über 80% der Beschäftigten der Holzindustrie (NOGA 16) entfallen auf Schreinereien in den Bereichen Innenausbauten, Bauschreinerarbeiten sowie in der Fenster- und Türenproduktion. Ebenfalls zur Branche gehören Sägewerke, Holzplattenund Parketthersteller sowie Produzenten von Kork-, Flechtund Korbwaren und Verpackungsmaterialien aus Holz Swiss Issues Branchen 13

14 Druck und Verlag Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 2.8 Stark unterdurchschnittlich Beschäftigte: 35'300 Bruttowertschöpfung: CHF 4.0 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 0.7% Werbebudgets der Unternehmen, privater (Print-)Medienkonsum, Bevölkerungswachstum Kleinbetrieblich strukturiert mit einzelnen Grossunternehmen, binnenorientiert Verlage mit etablierten, kostenpflichtigen Inhalten im digitalen Bereich; Anbieter mit ausgeprägtem digitalem Angebot Die Druckbranche ist vornehmlich vom privaten Medienkonsum abhängig, die Verlagsbranche zusätzlich stark von den Werbebudgets. Der Medienkonsum wird wiederum durch das Bevölkerungswachstum beeinflusst. Der Hauptteil des Verlagswesens besteht aus Printmedien, die 40% der gesamten Werbeausgaben absorbieren. Die Einnahmen aus Zeitungsverkäufen schwinden seit einigen Jahren, nicht zuletzt wegen des Erfolgs von Gratiszeitungen. Die Branche ist dem Konjunkturzyklus stark ausgesetzt, wobei Einnahmen durch Abonnementkunden (65% des Verkaufsumsatzes) stabilisierend wirken. Der Druckbranche macht die fortschreitende Digitalisierung der Medienlandschaft zu schaffen. Durch die weite Verbreitung von Smartphones und Tablets werden Drucksachen zunehmend verdrängt, da Bücher und Zeitungen immer häufiger in elektronischer Form gelesen werden. Im Gegensatz zu Druckereien dürften Verlage mittel- bis langfristig weniger stark unter diesem technologischen Wandel leiden. Entscheidend ist aber, inwiefern es ihnen gelingt, ihre Inhalte digital zu vertreiben und die entsprechende Zahlungsbereitschaft dafür abzuschöpfen. Letzteres ist aufgrund der bereits sehr weit verbreiteten kostenfreien Inhalte eine Herausforderung. Aufgrund der Nähe zur lokalen Tages- und Wochenpresse ist die Druckindustrie stark binnenorientiert. Das Exportgeschäft verlor in den letzten Jahren weiter an Gewicht. Vor allem bei den Zeitschriften sieht sich die Druckindustrie stark dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Zusammen mit der generell sinkenden Nachfrage nach Drucksachen sorgt dieser für einen hohen Preisdruck. Der Digitaldruck wird momentan komplementär zum etablierten Offsetdruck eingesetzt. Er wird aber in Zukunft einen Strukturwandel und damit verbundene hohe Investitionen erzwingen. Die Beschäftigung der Branche ging in den letzten 20 Jahren um 50% (Druckereien) bzw. 30% (Verlage) zurück. Die Druckereibranche ist hauptsächlich kleinbetrieblich strukturiert, wogegen das Verlagswesen in den letzten Jahren eine starke Konsolidierung erfahren hat. Es fanden mehrere Zusammenschlüsse und Übernahmen statt, vorwiegend von Regionalzeitungen. Die Gründe dafür sind mehrheitlich in den hohen Investitionskosten und dem Mehraufwand infolge der doppelten Aufbereitung von Inhalten in digitaler und gedruckter Version zu suchen. Zeitungs- und Fachverlage sind unterschiedlich von der Digitalisierung betroffen. Letztere haben weniger Schwierigkeiten mit der Digitalisierung, da die Zahlungspflicht bei Büchern bisher kaum durch Gratisangebote in Frage gestellt wird. Die Digitalisierung der Medienlandschaft und die damit einhergehende schwer abschöpfbare Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte stellen die Branche in den kommenden Jahren vor grosse Herausforderungen. Deswegen schätzen wir das Chancen-Risiken-Verhältnis insgesamt als stark unterdurchschnittlich ein hielt der Konsolidierungsprozess im Druck- und Verlagswesen an. In letzter Zeit wurden besonders Regionalzeitungen aufgekauft. Die solide Entwicklung der Binnenwirtschaft dürfte sich 2014 positiv auf die Werbeumsätze auswirken. Die Zuwanderung wird stark bleiben und sollte den privaten Medienkonsum somit stützen. Diese Faktoren beeinflussen die Branche insgesamt positiv, die strukturellen Herausforderungen bleiben aber bestehen und hemmen ihre Entwicklung. Werbeausgaben In Tausend CHF Die schrumpfenden Werbeausgaben sind der rückläufigen Werbung in Printmedien zuzuschreiben. Die Internetwerbung wächst hingegen stark (27% p.a. seit 2007), macht aber erst knapp 2% der gesamten Werbeausgaben aus. Dank technologischer Fortschritte bei der Werbung über sozialen Medien dürften sich die Ausgaben für Internetwerbung auch künftig erhöhen, während die übrigen Plattformen voraussichtlich weiterhin Rückgänge verbuchen werden. 6'000 5'000 4'000 3'000 2'000 1'000 0 Presse Fernsehen Internet Aussenwerbung Übrige Medien Quelle: Stiftung Werbestatistik Schweiz, WEMF AG für Werbemedienforschung, Credit Suisse Die Druck- und Verlagsindustrie umfasst zum einen die Herstellung von Druckerzeugnissen und die Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern (59% der VZÄ, NOGA 18) und zum anderen das Verlagswesen (41% der VZÄ, NOGA 58). Swiss Issues Branchen 14

15 Chemie Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.6 Durchschnittlich Beschäftigte: 27'700 Bruttowertschöpfung: CHF 5.0 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 0.9% Industrieproduktion, Wechselkurse, Rohstoffpreise, technologischer Fortschritt Zyklisch, stark exportorientiert, konzentriert Innovatoren im Bereich Bio- und Gentechnologie, Anbieter von kundenspezifischen Anwendungssystemen zur Verarbeitung von Chemikalien Die Schweizer Chemie ist hauptsächlich in der Spezialitätenchemie (hochwertige Chemikalien) tätig und eine klassische Zulieferbranche. Da ihre Abnehmer bei Nachfrageschwankungen zuerst ihre Lager anpassen, reagiert die Branche früh und heftig auf konjunkturelle Veränderungen. Wichtige Abnehmer sind nachgelagerte Subbranchen der Chemie (z.b. Hersteller von Parfums), die Pharmaindustrie, die Gummi- und Kunststoffverarbeitung, die Elektronik (Beschichtung von CDs), der Bau (Farben, Lacke), die Landwirtschaft (Pflanzenschutzmittel) sowie der Detailhandel (Kosmetik). Entsprechend stark hängt die Chemie vom Geschäftsgang dieser Abnehmerbranchen im In- und Ausland ab. Die Chemieindustrie ist stark exportorientiert und reagiert daher sensibel auf Wechselkursbewegungen. Durchschnittlich 95% der Produktion werden im Ausland verkauft. Die Schweiz ist die siebtgrösste Chemieexportnation der Welt. Mit Abstand das wichtigste Abnehmerland ist Deutschland (20% der Exporte), gefolgt von den USA (10%), Italien und Frankreich (je 8%) sowie Spanien (7%). Seit 2008 gehören auch Brasilien und China zu den zehn bedeutendsten Absatzmärkten der Chemie. Die wichtigsten Ausgangsstoffe für Chemikalien (Erdöl, Mineralien, Metalle) werden importiert. Neben den Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören die Rohstoffpreise zu den stärksten Kostentreibern. Aufgrund der Grösse der Rohstoffzulieferer haben die Chemiebetriebe kaum Verhandlungsmacht in Bezug auf den Preis. Die Abhängigkeit von teilweise grossen Abnehmern drückt zusätzlich auf die Margen. Dem Margendruck begegnen die Chemiebetriebe mit der Konzentration auf Spezialitätenchemikalien und Nischenprodukte. Die Schweiz ist ein wichtiger Forschungs- und Entwicklungsstandort, vor allem aufgrund der Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte. In den letzten zehn Jahren nahm die Forschungstätigkeit der Branche im Ausland jedoch stärker zu als in der Schweiz. Die chemische Industrie ist konzentriert, arbeiten doch 60% der Beschäftigten in Grossbetrieben. Aufgrund des intensiven internationalen Wettbewerbs entwickelten sich breit diversifizierte Betriebe in den vergangenen Jahrzehnten zu stark fokussierten Unternehmen. Zudem verlagerten viele Firmen diverse Bereiche ins Ausland und bauten in der Schweiz Personal ab ( : 19%). Potenzial haben vor allem Unternehmen, die umfassende kundenspezifische Anwendungssysteme zur Verarbeitung von Chemikalien anbieten sowie in der Bio- und Gentechnologie an vorderster Front forschen. Trotz der sich durch die Spezialitätenstrategie bietenden Chancen stellt die weiterhin wachsende Konkurrenz, die vermehrt auch aus Asien kommt, ein beachtliches Risiko dar. Die Chancen-Risiken-Bewertung fällt deshalb durchschnittlich aus waren die Exporte von Chemikalien gegenüber dem Vorjahr mehrheitlich rückläufig. Hingegen wuchsen die Pharmaexporte, was den stark pharmaorientierten Chemiebetrieben zugutekam. Zudem waren die Produzentenpreise leicht höher als im Vorjahr. Die Branche verzeichnete deshalb insgesamt einen Umsatzzuwachs. Aufgrund der voranschreitenden Erholung in Europa und den USA sowie der leichten realen Abschwächung des Schweizer Frankens dürften die Exporte 2014 den Sprung in die Wachstumszone schaffen und die Umsätze leicht zunehmen. Exporte und Umsatz Veränderung zum Vorjahr in Prozent Nach teilweise starken Einbussen zwischen 2008 und 2012 stieg der Umsatz 2013 wieder an. Dazu trugen Preissteigerungen und die solide Entwicklung der Herstellung von Pharmazeutika bei. 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% -5% -10% -15% Exporte Chemie Umsatz Chemie sowie Kokerei und Mineralölverarbeitung Exporte Pharma * Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Die Chemieindustrie (NOGA 20) umfasst die Herstellung von chemischen Grundstoffen (NOGA 201), Agrochemikalien (NOGA 202), Farben und Kitten (NOGA 203), Reinigungsmitteln und Kosmetika (NOGA 204), sonstigen Erzeugnissen wie ätherischen Ölen und Klebstoffen (NOGA 205) sowie Chemiefasern (NOGA 206). Swiss Issues Branchen 15

16 Pharma Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.7 Stark überdurchschnittlich Beschäftigte: 38'000 Bruttowertschöpfung: CHF 19.3 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 3.4% Weltweite Gesundheitsausgaben, Zulassungs- und Preisregulierung, Forschungs- und Entwicklungsumfeld Stark exportorientiert, forschungs- und kapitalintensiv, konzentriert Produzenten mit erfolgreichen patentgeschützten Arzneien und gut gefüllter Forschungspipeline, Hersteller mit Serviceleistungen im Bereich Anwendung Die Nachfrage nach Pharmaprodukten steigt aufgrund der demographischen Alterung, des wachsenden Wohlstands in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der Ausbreitung von Zivilisationskrankheiten stetig. Sie ist von konjunkturellen Entwicklungen weitgehend unabhängig. Die Schweizer Pharmaindustrie ist stark exportorientiert und vertreibt über 90% ihrer Produktion im Ausland. Zu den wichtigsten Abnehmern gehören Europa (44%; Deutschland: 13%), die USA (15%), Japan (5%) und Kanada (3%). Der Grossteil des Gesamtumsatzes wird mit kassenpflichtigen Medikamenten erzielt, deren Preise staatlich reguliert sind. Die Sparbemühungen im Gesundheitswesen weltweit führen zu Preisreduktionen und drücken auf die Margen. Zudem nimmt der Entwicklungsaufwand für Medikamente seit einigen Jahrzehnten aufgrund hoher gesetzlicher Sicherheitsanforderungen stark zu. Für patentgeschützte Medikamente verkürzt dies die umsatzstarke Verkaufszeit bis zum Ablauf des Patents erheblich, da der Patentschutz noch vor der klinischen Forschung einsetzt. Auch im Markt für Medikamente ohne Patentschutz sind die Herausforderungen gestiegen, da Generika rasch an Bedeutung gewinnen und insbesondere Indien und China den internationalen Wettbewerb verstärken. Der wichtigste Kostenblock ist die klinische Forschung, gefolgt von verschiedenen Gebühren und der Erforschung neuer Wirkstoffe. Zwar gehört die Schweiz neben den USA zu den wichtigsten Forschungsstandorten der hiesigen Pharmabranche. Sie verliert aber im Bereich klinische Forschung an Bedeutung. Neben den tieferen Patientenzahlen, langwierigen Bewilligungsverfahren sowie Problemen in der Ausbildung von Fachkräften setzt auch die wachsende Konkurrenz aus Osteuropa und Asien dem Standort Schweiz in diesem Bereich zu. Nichtsdestotrotz schafft die Pharmaindustrie in der Schweiz stetig neue Stellen hatte die Branche 40% mehr Beschäftigte als Vor allem die hohen Investitionen in die kapital- und personalintensive Forschung trugen zum starken Personalaufbau bei. Da nur wenige Forschungsprojekte in markttaugliche Substanzen münden, ist das unternehmerische Risiko gross. Die Branche ist daher stark konzentriert: 80% der Beschäftigten arbeiten in Grossunternehmen. Erfolgreiche patentgeschützte Medikamente erzielen nach wie vor hohe Umsätze. Überdurchschnittliches Wachstumspotenzial haben deshalb Betriebe mit innovativen und vielversprechenden Forschungsprojekten. Ausserdem erleichtern Service-Angebote wie Apps zur Unterstützung der Diagnostik oder zur Förderung gesunder Verhaltensmuster bei Patienten den Zugang zu Kunden. Trotz des Preisdrucks sowie der kostenintensiven Forschung und Entwicklung erreicht die Branche aufgrund der stetig steigenden Nachfrage eine stark überdurchschnittliche Chancen- Risiken-Bewertung wuchsen die Pharmaexporte gegenüber dem Vorjahr um rund 4.5%. Auch die Beschäftigtenzahl stieg, wenn auch etwas weniger stark als im Vorjahr. Tiefere Preise und auslaufende Patente bremsten das Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2013 kurzzeitig. Der weltweite Preisdruck dürfte 2014 anhalten, aufgrund des robusten Exportwachstums ist jedoch insgesamt ein Umsatzzuwachs zu erwarten. Produktion, Umsatz und Produzentenpreise Index 2010 = 100; Produktion/Umsatz: gleitender 4-Quartalsdurchschnitt Der starke Preisrückgang 2011 führte dazu, dass die Umsätze stärker sanken und sich langsamer erholten als die Produktion waren die Preise nur leicht rückläufig, sodass sich die Umsätze parallel zur Produktion entwickelten Produktion Umsatz Preise Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Die Pharmaindustrie (NOGA 21) umfasst die Herstellung pharmazeutischer Grundstoffe (22% der Branchenbeschäftigung) und Spezialitäten (78%). Pharmazeutische Grundstoffe (NOGA 211) sind aktive Substanzen (Antibiotika, Vitamine, Salicyl-, Acetylsalicylsäure), Blutderivate oder Drüsenextrakte. Pharmazeutische Spezialitäten (NOGA 212) umfassen Blutbestandteile, Medikamente, Hormonpräparate, Impfstoffe, Diagnostika und Biotech-Produkte. Swiss Issues Branchen 16

17 Kunststoffindustrie Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.7 Durchschnittlich Beschäftigte: 22'200 Bruttowertschöpfung: CHF 2.8 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 0.5% Industrieproduktion, Bautätigkeit, technologischer Fortschritt, Rohstoffpreise, Nachhaltigkeit, Wechselkurse Von mittelgrossen Unternehmen dominiert, forschungsintensiv Anbieter von hochspezialisierten, innovativen sowie umweltund gesundheitsverträglichen Produkten Halb- und Fertigfabrikate aus Gummi und Kunststoffen finden hauptsächlich in der MEM- und Präzisionsindustrie, in der Konsumgüterbranche (u.a. Verpackungen für Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika) sowie im Bau (Türen, Fenster, Sanitärtechnik usw.) Abnehmer. Als Zulieferer bekommen Kunststoffhersteller Konjunkturschwankungen relativ früh zu spüren, je nach Abnehmerkreis aber unterschiedlich stark. Material- und Prozessinnovationen (wie z.b. der aufkommende 3D-Druck) beeinflussen die Branche stark. Je nach Einsatzgebiet stehen Kunststoffe potenziell zu anderen Werkstoffen (z.b. Metall, Holz oder Textilien) in Konkurrenz. Neben rein ökonomischen Aspekten (Preise der Substitute) spielen zunehmend auch Nachhaltigkeitsüberlegungen (Energieeffizienz, Rezyklierbarkeit, Gesundheitsverträglichkeit usw.) eine Rolle. Zukunftspotenzial bieten daher insbesondere innovative Kunststoffanwendungen, die zu Energieeinsparungen beitragen, beispielsweise durch Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau oder bessere Dämmung im Bauwesen. Wiederverwertete Kunststoffe machen heute nur rund 20% des Materialeinsatzes der Schweizer Kunststoffindustrie aus. Erdöl bleibt ihre wichtigste Rohstoffbasis. Dessen Verteuerung und Verknappung stellt für die Branche längerfristig also eine Herausforderung dar. Die Weiterentwicklung so genannter Biokunststoffe, die anstatt aus Erdöl direkt aus Biomasse gewonnen werden, könnte auf lange Sicht Abhilfe schaffen. Tendenziell steigende Strompreise (Stichwort Energiewende) belasten die relativ energieintensive Kunststoffbranche auf der Kostenseite. Den Grossteil ihres Umsatzes (ca. 60% 70%) realisiert die Schweizer Kunststoffindustrie auf dem Heimmarkt. In der Branche herrscht ein hoher Preis- sowie Importdruck. Die Schweiz weist im Gummi- und Kunststoffbereich stets ein Handelsdefizit auf. Rund 70% der Importe stammen aus den Nachbarländern Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich. Die Exporte gehen zu 60% in diese Länder. Der Euro- Wechselkurs hat daher einen massgeblichen Einfluss auf die Branche. Die Schweizer Kunststoffindustrie wird von mittelgrossen und grossen Unternehmen dominiert, die 46% bzw. 22% der Beschäftigung auf sich vereinen. Die weitgehende Abkehr von Massenprodukten bzw. die Fokussierung auf wertschöpfungsintensive Nischen (inklusive Dienstleistungen) ermöglicht es den Schweizer Kunststoffproduzenten, sich dem Preisdruck etwas zu entziehen. Diese Strategie setzt aber einen entsprechenden Forschungsaufwand voraus. Hier profitiert die Branche zwar von der Spitzenposition der Schweiz als Innovationsstandort; der oft beklagte Fachkräftemangel gilt jedoch als Risiko. Die Chancen, die sich für die Branche aufgrund von Innovationen und Nachhaltigkeitstrends ergeben, werden durch den hohen Preis- und Importdruck gedämpft, weshalb unsere Chancen-Risiken-Bewertung durchschnittlich ausfällt. Nach Rückgängen in den beiden vorangegangenen Jahren legten die Produktion und die Umsätze der Kunststoffindustrie 2013 wieder zu. Die solide Baukonjunktur, die leichte Frankenabwertung sowie die allmähliche Aufhellung der Industriekonjunktur kamen der Branche zugute. Dank der erwarteten weiteren Erholung wichtiger Abnehmerindustrien (insbesondere der MEM-Branche) und des Hauptexportmarkts Europa dürfte der Aufwärtstrend 2014 weiter an Fahrt gewinnen. Die inländische Baunachfrage wird eine wichtige Stütze bleiben. Beschäftigung und Umsatz Vollzeitäquivalente; Index 2004 = 100 Trotz einer Erholung lagen die Umsätze der Kunststoffindustrie 2013 noch rund 11% unter dem Rekordniveau von Der vor allem wechselkursbedingt schwierige Geschäftsgang der letzten Jahre hinterliess Spuren in der Beschäftigung: Der Personalbestand ging zwischen 2008 und 2013 um 7% zurück. 26'000 25'000 24'000 23'000 22'000 21'000 20'000 19'000 18'000 17'000 16'000 Beschäftigung Umsatz (rechte Achse) * Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Die Branche (NOGA 22) umfasst die Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen, Profilen, Verpackungsmitteln, Baubedarfsartikeln und anderen Waren (z.b. Geschirr, Toilettenartikel) aus Kunststoffen (94% der vollzeitäquivalenten Beschäftigung) sowie von Gummiwaren (6%) Swiss Issues Branchen 17

18 Metallindustrie Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.3 Unterdurchschnittlich Beschäftigte: 95'300 Bruttowertschöpfung: CHF 10.7 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.9% Industrieproduktion, Bautätigkeit, Energie- und Rohstoffpreise, Wechselkurse, Energieeffizienz Teilweise konzentriert, teilweise kleinbetrieblich strukturiert; binnenorientiert mit einzelnen exportorientierten Subbranchen Innovatoren im Bereich Energieeffizienz, Anbieter von Spezialanfertigungen Die Metallindustrie ist weitgehend eine Zulieferbranche, hauptsächlich für den Maschinen-, Fahr- und Flugzeugbau, die Elektro- und die Präzisionsinstrumentenindustrie sowie das Bauwesen. Entsprechend hängt der Geschäftsgang von der Konjunktur der Abnehmerbranchen ab. Der Bereich Schneidwaren und Werkzeuge wird zudem teilweise vom Privatkonsum beeinflusst. Die Nachfrage nach Waffen ist dagegen weniger konjunkturanfällig und fast ausschliesslich durch staatliche Rüstungsbudgets bestimmt. Rohstoffpreise sind ein wichtiger Faktor bei der Herstellung von Metallerzeugnissen, und bei der Metallerzeugung sind zusätzlich die Strompreise von Bedeutung. Die Branche steht unter hohem Preisdruck, dem aber mit Innovation und Spezialisierung etwas ausgewichen werden kann. Beispielsweise behauptet sich die Ökostahlproduktion mit einem Exportanteil von 80% sehr gut. Vor allem bei den Bauvorleistungen profitieren die Unternehmen von einem gewissen Distanzschutz (aufgrund der hohen Transportkosten von Metallelementen). Die Frankenstärke führt dennoch dazu, dass in grenznahen Gebieten häufig auf ausländische Anbieter zurückgegriffen wird. Die Einführung des EUR/CHF- Mindestkurses brachte der Metallindustrie ab 2011 eine gewisse Planungssicherheit zurück und dämpfte den Verlust der preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Die Branche realisierte nach der starken Frankenaufwertung diverse Effizienz- und Produktivitätssteigerungen. In der Schweiz sind die Lohnstückkosten im europäischen Vergleich dennoch nach wie vor sehr hoch, was den Importdruck verstärkt. Die Spezialisierung auf komplexere Nischenprodukte federt den Preisdruck etwas ab, ist aber mit hohen Investitionen verbunden. Aufgrund seiner Kostenvorteile, der kürzeren Bauzeit und seiner Eignung für energieeffizientes Bauen weist der Stahl- und Leichtmetallbau ebenfalls grosses Potenzial auf. Das Thema Energieeffizienz ist für die Branche von Bedeutung. Dabei spielen Gewicht, Isolierfähigkeit und Rezyklierbarkeit eine Rolle. Hier besteht allerdings eine Konkurrenz aus dem Kunststoff- und Textilbereich. Die Metallerzeugung ist konzentriert, während die Herstellung von Metallerzeugnissen eine kleinbetriebliche Struktur aufweist. Die Subbranchen Aluminiumproduktion, Werkzeuge, Waffen und Munition sind stärker exportorientiert als die anderen Subbranchen. Insgesamt schätzen wir das Chancen-Risiken-Verhältnis aufgrund der hohen Standortkosten und der internationalen Konkurrenz als unterdurchschnittlich ein. Die Flaute im Euroraum hemmte die Branche 2013, obwohl sie sich im Vergleich zum Vorjahr etwas erholte. Die Exporte und die Umsätze waren 2013 leicht tiefer als im Vorjahr. Die Baukonjunktur übte einen positiven Einfluss aus, vermochte die Auswirkungen der schwachen Konjunktur aber nicht zu kompensieren dürfte sich die Lage weiter verbessern. Die prognostizierte sukzessive Erholung in Europa wird der Branche zuspielen. Zudem sorgt die leichte reale Abschwächung des Frankens für eine Reduktion des Importdrucks und erhöht gleichzeitig die Exportchancen. Beschäftigung und Umsatz Vollzeitäquivalente; Index 1.Q 2004 = 100 Die Beschäftigung in der Metallindustrie brach in der Krise stark ein, fing sich aber danach wieder etwas. Die Umsätze erholten sich ebenfalls, sind aber wegen des verstärkten Preisdrucks seither wieder deutlich gefallen Beschäftigung (rechte Achse) Umsatz Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse 109' '000 99'000 94'000 89'000 84'000 79'000 74'000 69'000 64'000 59'000 54'000 Die Metallindustrie besteht aus den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung (NOGA 24) sowie Herstellung von Metallerzeugnissen (NOGA 25). Die Metallerzeugung umfasst das Schmelzen und Legieren sowie die Verarbeitung von Metallen zu Halbzeugen. Die wichtigsten Sparten der Herstellung von Metallerzeugnissen sind die mechanischen Werkstätten, der Stahl- und Leichtmetallbau sowie die Werkzeugproduktion. Swiss Issues Branchen 18

19 Elektronik Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.2 Durchschnittlich Beschäftigte: 27'200 Bruttowertschöpfung: CHF 5.9 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.0% Industrieproduktion, technologischer Fortschritt, Rohstoffpreise Konzentriert, exportorientiert, forschungs- und kapitalintensiv Technologieführer im Halbleiter- und Sensorbereich, Anbieter mit Know-how in mobiler Netzwerktechnik Die Schweizer Elektronikbranche produziert hauptsächlich elektronische Bauteile für die Halbleiter- und Sensortechnik. Abnehmer sind Hersteller von elektronischen und elektrischen Geräten und von Präzisionsinstrumenten sowie Firmen aus der Gebäudetechnik und dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Der Energiesektor ist vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien ebenfalls auf die Halbleiterindustrie angewiesen. Aufgrund der Abhängigkeit von der Industrieproduktion unterliegt der Geschäftsgang der Hersteller elektronischer Bauteile konjunkturellen Schwankungen. Im Gegensatz dazu ist die Herstellung von Telekommunikationsgeräten stark von den Investitionen der öffentlichen Hand (Verteidigung, Verkehr) und der Telekommunikationsunternehmen abhängig und somit weniger zyklisch. Telekommunikationsfirmen investieren vor allem in technologische Innovationen wie z.b. zurzeit in die vierte Generation der mobilen Datenübertragung (LTE-Netz), was der Branche Aufträge beschert. Die mittlere Betriebsgrösse beträgt in der Elektronikbranche etwa 30 Mitarbeitende. Rund 80% der Beschäftigten arbeiten in Mittel- und Grossunternehmen. Etwa die Hälfte des Umsatzes wird mit Exporten generiert. Die wichtigsten Märkte sind die EU, insbesondere Deutschland (25%), die USA und China. Rund die Hälfte der Exporte sind elektronische Bauteile. Preis- und oftmals auch Angebotsschwankungen an den Rohstoffmärkten wirken sich negativ auf die Produzenten aus. Des Weiteren sind Chinas hohe Marktanteil bei den seltenen Erden (90%) sowie seine Dominanz bei anderen Rohstoffen problematisch. Weil das Land bereits 2010 die entsprechenden Exporte beschränkte und vermehrt chinesische Anbieter auf den Markt drängen, ist dies ein grosser Risikofaktor. Die Branche ist äusserst forschungs- und kapitalintensiv. Daher bestehen sehr hohe Markteintrittsbarrieren, und die standortgebundenen Kosten sind zentral. Der internationale Wettbewerb hat das Innovationstempo enorm erhöht. Folglich sind Investitionen in die Forschung und Entwicklung sehr wichtig, um mit dem Markt Schritt zu halten. Ein Technologievorsprung gegenüber der ausländischen Konkurrenz kann mit zusätzlichen Investitionen in hoch spezialisierte Produktionsanlagen erreicht werden. Die Auslagerung von arbeitsintensiven Produktionsschritten in Billiglohnländer wurde aufgrund des internationalen Preisdrucks unausweichlich. Deshalb haben sich Schweizer Unternehmen qualitativ hochwertigen und wissensintensiven Produkten in Nischenmärkten verschrieben. Dies generierte eine grosse Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften. Diese sind jedoch nur beschränkt verfügbar, was ein Risiko für die Branche darstellt. Aufgrund der Volatilität und des tendenziellen Anstiegs der Rohstoffpreise sowie des hohen Drucks der internationalen (vor allem asiatischen) Konkurrenz erachten wir das mittelfristige Chancen-Risiken-Verhältnis der Elektronikbranche trotz des partiellen Technologievorsprungs der Schweizer Anbieter als durchschnittlich. Nachdem die Schweizer Elektronik in den beiden Vorjahren rückläufige Exporte hinnehmen musste, kehrte sie 2013 in die Wachstumszone zurück. Positiv entwickelten sich insbesondere die Exporte von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten, während die schwache Industriekonjunktur den Herstellern von elektronischen Bauelementen weiterhin zu schaffen machte. Der Branche dürfte 2014 die Verbesserung der globalen Konjunkturdynamik zugute bekommen. Die wichtigsten Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft werden die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen sein, wovon voraussichtlich alle Subbranchen der Elektronik profitieren werden. Exporte In CHF Mio.; Veränderung zum Vorjahr in Prozent Über einen Horizont von zehn Jahren blieben die Exporte mehr oder weniger konstant. Die Anteile der Subbranchen veränderten sich dabei nur wenig stieg das Exportvolumen wieder. 6'000 5'000 4'000 3'000 2'000 1'000 0 Unterhaltungselektronik Telekommunikationstechnik Datenverarbeitungs- und periphere Geräte Elektronische Bauelemente Wachstum Total (rechte Achse) * 2006* 2007* ** Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse; *Werte durch Reexportaktivitäten im Rahmen eines Mehrwertsteuerbetrugs verzerrt; **Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt -10% -20% Die Elektronik (NOGA 261 bis 264) beinhaltet die Herstellung von elektronischen Bauteilen und Leiterplatten (rund 80% der Beschäftigten), Datenverarbeitungs-, Telekommunikationsund peripheren Geräten sowie die Unterhaltungselektronik. 40% 30% 20% 10% 0% Swiss Issues Branchen 19

20 Uhrenindustrie Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.8 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 45'900 Bruttowertschöpfung: CHF 9.9 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.8% Globale Luxusgüternachfrage, Wohlstandsentwicklung, Konsumentenstimmung, globale Reisetätigkeit Stark exportorientiert, konzentriert, zunehmende Vertikalisierung Grosse Uhren- und Luxusgüterkonzerne; etablierte Traditionsmarken im oberen Preissegment; Zulieferer mit strategischem Know-how, insbesondere im Uhrwerkbereich Die Schweizer Uhrenindustrie ist äusserst international orientiert und setzt 95% ihrer Produktion im Ausland ab. Schweizer Uhren sind vorwiegend Luxusgüter. Ein wichtiger Umsatztreiber ist somit die globale Luxusgüternachfrage, die wiederum durch die Wohlstandsentwicklung und die Konsumentenstimmung in den einzelnen Märkten bestimmt wird. Die Branche profitiert insbesondere vom Aufstieg der Schwellenländer. Asien leistete den grössten Beitrag zum Exportwachstum der letzten zehn Jahre entthronte Hongkong die USA als Hauptexportmarkt. Dank eines rasanten Wachstums rückte Festlandchina 2011 zum drittwichtigsten Markt auf. Heute gehen rund 30% der Exporte nach Grosschina. Die dortigen Entwicklungen beeinflussen die Branche somit stark. Die 2012 von der chinesischen Regierung eingeleitete Antikorruptionskampagne dämpft die Nachfrage nach Schweizer Uhren. Positiv dürfte sich hingegen das Freihandelsabkommen mit China auswirken, das eine schrittweise Senkung bzw. Beseitigung der von China auf Uhren erhobenen Importzöllen (derzeit bis zu 23%) vorsieht. Hohe Zölle und Steuern auf Luxusuhren stellen auch in anderen Ländern mit grossem Wachstumspotenzial wie Indien, Brasilien oder Russland Markteintrittshürden dar. Die Uhrenexporte in ein Land entsprechen nicht zwingend den Verkäufen an einheimische Kunden. In bestimmten Märkten (z.b. der Schweiz, Hongkong, Frankreich, Singapur) spielt das Geschäft mit ausländischen Reisenden eine bedeutende Rolle. Grosse Uhren- und Luxusgüterkonzerne, die einen Grossteil der bekannten Marken sowie mehrere Hersteller von Bestandteilen besitzen, dominieren die Schweizer Uhrenindustrie. Daneben umfasst die Branche zahlreiche kleinere, unabhängige Produzenten und Zulieferer. Die Uhrenproduktion wird zunehmend vertikal integriert, indem Hersteller ihre Zulieferer übernehmen oder eigene Kapazitäten für die Produktion von Bestandteilen aufbauen. Dies geschieht unter anderem mit dem Ziel, die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu reduzieren. Im Uhrwerkbereich sind viele Marken jedoch weiterhin stark von der Swatch Group abhängig. Der jüngste Entscheid der Wettbewerbskommission, der es Swatch erlaubt, die Lieferungen von fertigen Uhrwerken an gruppenexterne Abnehmer bis 2020 schrittweise zu reduzieren, dürfte den Druck auf die Konkurrenten und insbesondere auf kleinere, weniger finanzkräftige unabhängige Firmen erhöhen und die Konsolidierung in der Branche weiter vorantreiben. Ebenfalls zum Strukturwandel beitragen könnte die nach der Annahme der Swissness-Vorlage beschlossene Verschärfung der Swiss- Made-Kriterien. Die von den Grosskonzernen eingeleitete Vertikalisierung hält seit Jahren auch auf Vertriebsstufe Einzug (Stichwort Monomarken-Boutiquen). Das mittelfristige Chancen-Risiken-Profil der Uhrenindustrie schätzen wir als überdurchschnittlich ein. Insbesondere in Schwellenländern mit hohem erwartetem Wohlstandswachstum ist noch grosses Nachfragepotenzial vorhanden. Es bestehen aber durchaus Herausforderungen. Entscheidend wird insbesondere sein, ob die mechanische Uhr auch in Zukunft ihre Funktion als Statussymbol verteidigen wird. Die schon 2012 beobachtete Wachstumsverlangsamung setzte sich 2013 fort. Die Branche verzeichnete erstmals seit drei Jahren nur einen einstelligen Exportanstieg (rund 2%). Diese Abschwächung war hauptsächlich den 2013 schrumpfenden Märkten China und Hongkong zuzuschreiben. Für 2014 erwarten wir ein wieder leicht anziehendes Wachstum. Die Aussichten für die globale Luxusgüternachfrage bleiben positiv. Im Hauptexportmarkt Hongkong/China zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Exporte Gleitende 12-Monatssumme in CHF Mrd.; Veränderung zum Vorjahr in Prozent Trotz einer deutlichen Wachstumsabschwächung stellte die Schweizer Uhrenindustrie 2013 einen neuen Exportrekord auf. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die nominalen Uhrenexporte mehr als verdoppelt Veränderung gegenüber dem Vorjahr (rechte Achse) Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Exporte % -20% -30% Die Uhrenindustrie (NOGA 2652) umfasst die Herstellung und Zusammensetzung von Klein- und Grossuhren sowie die Produktion von Uhrwerken und anderen Uhrenbestandteilen. 40% 30% 20% 10% 0% Swiss Issues Branchen 20

21 Elektrotechnik Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.6 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 35'500 Bruttowertschöpfung: CHF 5.1 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 0.9% Weltweite Investitionszyklen, Staatsausgaben, Energie- und Infrastrukturbedarf, Energie- und Rohstoffpreise, technologischer Fortschritt Exportorientiert, forschungs- und kapitalintensiv, konzentriert Anbieter von innovativen, energieeffizienten Lösungen wie verlustarmer Stromübertragung und intelligenten Stromnetzen Die Elektrotechnik stellt primär Investitionsgüter her. Zu den wichtigsten Abnehmern gehören die Industrie (z.b. der Maschinen- und Fahrzeugbau), das Baugewerbe, der Energiesektor und die Eisenbahnen. Der Geschäftsgang wird in erster Linie durch die Investitionen der Unternehmen bestimmt und ist daher relativ konjunkturabhängig. Die Infrastrukturnachfrage (Energie, Bahn, Tiefbau) hängt oft von Grossprojekten ab, was sie volatiler als die übrige Industrienachfrage macht. Zudem ist sie stark durch die öffentliche Hand geprägt, was sich sowohl als Segen (bei Konjunkturprogrammen) als auch als Fluch (in Sparzeiten) erweisen kann. Zur Elektrotechnik gehören aber auch Konsumgüter wie Haushaltsgeräte, bei denen der Privatkonsum der massgebende Treiber ist. Der Energie- und Infrastrukturbedarf steigt weltweit weiter. In Schwellenländern machen die fortschreitende Urbanisierung und Industrialisierung Neuinvestitionen notwendig, während in Industrieländern vor allem Ersatz und Erneuerung auf der Agenda stehen. Die Schweiz und andere Länder überdenken derzeit ihren Energiemix (Stichwörter Energiewende, Atomausstieg, Förderung erneuerbarer Energien). Der erforderliche Neu- und Umbau von Kraftwerken und Übertragungsnetzen wird die Nachfrage nach elektrotechnischen Erzeugnissen (z.b. Generatoren, Transformatoren oder Energieleitungen) stimulieren. Aufgrund tendenziell steigender Energiepreise und eines zunehmenden Umweltbewusstseins werden sparsame Produkte und Anlagen immer gefragter. Dieser Trend zu einer höheren Energieeffizienz betrifft alle Sparten der Elektrotechnik und stellt einen wichtigen Innovationstreiber dar. Einen bedeutenden Anteil ihres Umsatzes erzielt die Branche im Ausland, vor allem in Europa (Anteil an den Exporten: 63%), insbesondere in Deutschland (30%), sowie in den USA (8%). Die Bedeutung der Nicht-Industrieländer nahm in den letzten Jahren aber stetig zu. China (5%) ist bereits der viertwichtigste Exportmarkt, und auch Saudi-Arabien (3%) liegt in der Exportrangliste auf den obersten Plätzen. Schwellenländer (insbesondere aus Asien) gewinnen nicht nur als Absatzmärkte, sondern auch als Konkurrenten an Bedeutung, was den Wettbewerbsdruck auf westliche Anbieter erhöht. Ein hoher Automatisierungsgrad und ein konsequenter Fokus auf qualitativ hochstehende Produkte und Dienstleistungen schaffen eine gewisse Abhilfe gegen den Preisdruck. Global agierende Schweizer Elektrotechnikfirmen haben besonders arbeitsintensive Produktionsschritte weitgehend ins Ausland verlagert. Hierzulande verbleiben in der Regel zentrale kapital- und wissensintensive Aktivitäten wie die Forschung und Entwicklung. Die Branche gilt als konzentriert: Über 80% der Beschäftigten arbeiten in Mittel- und Grossbetrieben. Neben der zunehmenden Konkurrenz und dem Ingenieurmangel stellen auch die Entwicklungen an den weltweiten Rohstoffmärkten (insbesondere für Metalle) einen bedeutenden Unsicherheitsfaktor für die Elektrotechnik dar. Ihr Chancen-Risiken-Profil schätzen wir gleichwohl als überdurchschnittlich ein. Die eingangs erwähnten Trends im Energiebereich dürften viel Potenzial eröffnen. Schwächere Ausrüstungsinvestitionen in der Schweiz sowie die schwierige konjunkturelle Lage in Europa lasteten 2013 auf dem Ergebnis der Elektrotechnik. Die Umsätze waren rückläufig, und die Exporte kehrten erst im zweiten Halbjahr langsam in die Wachstumszone zurück. Dank der Konjunkturerholung im europäischen Raum und in den USA sowie der erwarteten beschleunigten Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen dürfte sich die Lage für die Branche 2014 verbessern. Umsatz und Exporte Gleitender 4-Quartalsdurchschnitt, Index 1.Q 2004 = 100 Bis 2010 gingen die Umsätze und Exporte weitgehend Hand in Hand, was sich mit der hohen Exportquote der Branche erklären liess (zeitweise bis zu 80%). In den letzten Jahren hat das Schweizer Geschäft jedoch an Bedeutung gewonnen, während die Ausfuhren aufgrund der Frankenstärke und der schwachen Konjunktur in den Hauptexportmärkten deutlich an Terrain einbüssten Umsatz Exporte Quelle: Bundesamt für Statistik, Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Die Elektrotechnik (NOGA 27) umfasst die Herstellung von Produkten, die Elektrizität erzeugen (Generatoren), umwandeln (Transformatoren), speichern (Batterien), verteilen (Kabel) oder verwenden (Elektromotoren, Haushaltsgeräte). Swiss Issues Branchen 21

22 Maschinenbau Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.7 Durchschnittlich Beschäftigte: 81'500 Bruttowertschöpfung: CHF 10.2 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.8% Umwelt- und Kostenbewusstsein, technologischer Fortschritt, weltweite Investitionszyklen, Wechselkurse, Industrialisierung in Schwellenländern Konzentriert, exportorientiert, wachsendes Serviceangebot Hersteller von Qualitäts- und Nischenprodukten, Betriebe mit massgeschneidertem Serviceangebot und Lösungen auf höchstem Energietechnikniveau Der Maschinenbau ist eine ausgesprochene Querschnittsbranche. Maschinen werden nicht nur von Firmenkunden aus unterschiedlichsten Branchen eingesetzt, sondern teilweise auch direkt in Privathaushalten verwendet. Neben dem Kostendruck bei den Abnehmern dürfte auch das steigende Umweltbewusstsein die Nachfrage nach Maschinen mit effizienter, sicherer und umweltschonender Energienutzung stimulieren. Viele Innovationen in der Maschinenindustrie bauen deshalb auf wichtigen Errungenschaften der Energietechnik auf. Die steigende Komplexität von Produkten und Produktion treibt zudem die Verknüpfung von virtueller Planung und realer Produktion sowie die Entwicklung virtueller Steuerungsprozesse voran. Die meisten Abnehmer von Schweizer Maschinen befinden sich im Ausland: 2012 generierten Exporte 55% des Branchenumsatzes. Als Produzent von Investitionsgütern ist der Maschinenbau deshalb stark vom Geschäftsgang der Abnehmerbranchen im In- und Ausland sowie von den Wechselkursen abhängig. Zu den Hauptexportmärkten gehörten 2013 Deutschland (23% der Exporte), die USA (9%), China (8%) und Frankreich (5%). Unter den 15 wichtigsten Exportmärkten befanden sich neben China gleich fünf weitere aufstrebende Länder (Russland, Südkorea, Indien, Türkei und Brasilien), die aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung grosses Marktpotenzial haben. Die Branche ist stark konzentriert: Fast 80% der Beschäftigten arbeiten in mittleren und grossen Betrieben. Gründe für diese Konzentration sind die frühe Auslandsorientierung der Branche, die eine hohe Diversifikation und Konsolidierungen mit sich brachte, sowie die hohen Fixkosten. In der Maschinenfertigung drückt der internationale Wettbewerb, der durch das rasante Wachstum der Maschinenindustrien in Indien und China verschärft wird, auf die Margen. Die im internationalen Vergleich hohen Arbeitskosten in der Schweiz untergraben diese Margen zusätzlich. Deshalb konzentrieren sich Schweizer Betriebe auf Qualitäts- und Nischenprodukte und spezialisieren sich zunehmend auf massgeschneiderte Serviceleistungen. Inzwischen trägt das Servicegeschäft bei einzelnen Betrieben bereits massgeblich zum Gesamtumsatz bei. Die Nachfrage nach energieeffizienten Maschinen und der Bedarf in Schwellenländern wirken sich positiv auf den Maschinenbau aus. Der zunehmend intensivere internationale Wettbewerb beeinflusst die Maschinenindustrie jedoch negativ. Insgesamt beurteilen wir das Chancen-Risiken-Profil des Maschinenbaus daher als durchschnittlich. Gegen Ende 2013 begannen die Maschinenexporte zögerlich zu expandieren. Von den wichtigsten Subbranchen verzeichneten die Hersteller von Kunststoffmaschinen sowie Hebezeugen und Fördermitteln eine Exportzunahme. Die Hersteller von Metallverarbeitungsmaschinen mussten hingegen erneut rückläufige Exporte hinnehmen. Die voranschreitende Konjunkturerholung in Europa und den USA sowie die voraussichtlich leichte reale Abschwächung des Frankens dürften dazu beitragen, dass sich das Exportwachstum 2014 verstärkt und die Umsätze im Wachstumsbereich verbleiben. Umsatz und Exporte Gleitender 2-Quartalsdurchschnitt, Index 1.Q 2000 = 100 Nach dem starken Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2009 erholten sich die Exporte nur mässig und waren danach weiteren Rückschlägen ausgesetzt. Im dritten Quartal 2013 betrugen die Exporte knapp 70% des langjährigen Rekordniveaus vom vierten Quartal Exporte Umsatz Quelle: Bundesamt für Statistik, Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Die grössten Sparten im Maschinenbau (NOGA 28) sind Werkzeugmaschinen (18% der Beschäftigten), Hebezeuge und Fördermittel (10%) sowie Maschinen für die Kunststoffindustrie (8%). Andere branchenspezifische Maschinen (z.b. jene für die Textil- oder die Lebensmittelindustrie) machen zusammen weitere 27% aus. Die restlichen Maschinen umfassen u.a. Getriebe, Antriebselemente, Pumpen, Öfen sowie Produkte der Kälte- und Lufttechnik. Swiss Issues Branchen 22

23 Medizintechnik Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.8 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 25'200 Bruttowertschöpfung: CHF 3.9 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 0.7% Nachfrage nach Gesundheitsleistungen, Demografie, medizinisch-technologischer Fortschritt, Regulierung Stark exportorientiert, kleinbetrieblich strukturiert mit einzelnen Grossunternehmen, forschungsintensiv Anbieter von Produkten, die zur Kostenoptimierung und Effizienz-/Qualitätssteigerung im Gesundheitswesen beitragen Hauptabnehmer von Produkten der Medizintechnik sind Gesundheitsdienstleister (Spitäler, Ärzte, Pflegedienste usw.) und indirekt deren Patienten. Das Bevölkerungswachstum, die demografische Alterung, die Zunahme chronischer Krankheiten sowie der steigende Wohlstand und das wachsende Gesundheitsbewusstsein sind wichtige Nachfragetreiber. Der medizinisch-technologische Fortschritt bzw. die Integration neuer Technologien (z.b. Nanotechnologie, IT) in Produkte eröffnet neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, was die Nachfrage zusätzlich ankurbelt. Die Gesundheitsnachfrage gilt im Allgemeinen als wenig zyklisch. Märkte für Produkte, deren Kosten Patienten grösstenteils selber tragen müssen und bei denen der operative Eingriff zeitlich verschoben werden kann (z.b. Dentalimplantate), weisen jedoch eine höhere Konjunktursensitivität auf. Als Zulieferer des Gesundheitswesens in der Schweiz und im Ausland (der Exportanteil beträgt je nach Produkt bis zu 90%) spürt die Medizintechnik den weltweit vielerorts steigenden politischen Druck auf die Gesundheitskosten. Bei gewissen Produkten werden die Vergütungsbedingungen zunehmend restriktiv, und Sparanreize für Leistungserbringer sollen gestärkt werden (z.b. durch die Einführung von Fallpauschalen im Spitalwesen). Damit werden die Kunden der Medizintechnik zunehmend preissensitiv. Gleichzeitig steigen die Ansprüche hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit von Medizinprodukten. Auf globaler Ebene ist ein Trend zur Verschärfung der Zulassungsanforderungen zu beobachten, was mit zusätzlichem Aufwand (z.b. für klinische Nachweise) einhergeht. So überarbeitet die EU derzeit den Rechtsrahmen für Medizinprodukte, was auch auf Schweizer Anbieter Auswirkungen haben wird. Der Fokus der Schweizer Medizintechnik liegt sehr stark auf Europa (Exportanteil 56%, Deutschland alleine 20%) und den USA (21%). Dank ihres steigenden Wohlstands bieten Schwellenländer grosses Potenzial. Diese Märkte sind aber auch mit Herausforderungen verbunden. Der Anteil der Nicht- Industrieländer an den Exporten wächst seit Jahren stetig, ist aber weiterhin relativ tief (16%). In Ländern wie China oder Brasilien wird die Markterschliessung durch hohe Eintrittshürden für ausländische Medizinprodukte erschwert. Parallel dazu steigt die Konkurrenz durch lokale, kostengünstigere Anbieter. Die Schweizer Medizintechnik besteht aus zwei Dutzend (z.t. ausländisch dominierten) Grossbetrieben und zahlreichen KMU. Sie zeichnet sich durch eine hohe Forschungsquote aus (über 10% des Umsatzes). Dabei profitiert die Branche von der Spitzenposition der Schweiz als Innovationsstandort. Der Fachkräftemangel birgt jedoch ein gewisses Risiko. Der zunehmende Preis- und Regulierungsdruck stellt die Medizintechnik zwar vor neue Herausforderungen. Die Chancen auf der Nachfrageseite dürften aber überwiegen. Insgesamt bewerten wir das Chancen-Risiken-Profil der Branche als überdurchschnittlich. Mit einem Exportplus von rund 3.5% wuchs die Schweizer Medizintechnik 2013 leicht stärker als im Vorjahr. Der Preisdruck machte sich aber weiter bemerkbar: Die Produzentenpreise gingen um rund 1.4% zurück. Für 2014 erwarten wir ein ähnliches Szenario: Die reale Nachfrage dürfte sich weiterhin dynamisch entwickeln, der anhaltende Preisdruck dürfte dem Umsatzwachstum aber Grenzen setzen. Produzentenpreise und Exporte Veränderung zum Vorjahr in Prozent (ab dem 3. Quartal 2004); gleitende 4-Quartalssumme in CHF Mrd. Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich waren vor der Finanzkrise in der Branche weit verbreitet. Seit 2009 wurde das Wachstum jedoch empfindlich gebremst. Die nominalen Exporte schrumpften zeitweise sogar. Zwar stieg in den letzten Jahren die reale Nachfrage weiterhin, aber gleichzeitig gingen die Produzentenpreise um durchschnittlich rund 2% p.a. zurück Produzentenpreise (rechte Achse) Exporte Quelle: Bundesamt für Statistik, Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Die Medizintechnik (NOGA 266/325) umfasst die Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten sowie anderen elektromedizinischen Geräten, medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien, orthopädischen Erzeugnissen und Prothesen sowie Brillen. Zur Branche gehören zudem zahntechnische Laboratorien. 3% 2% 1% 0% -1% -2% -3% -4% -5% Swiss Issues Branchen 23

24 Energieversorgung Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.9 Unterdurchschnittlich Beschäftigte: 24'300 Bruttowertschöpfung: CHF 9.6 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.7% Bevölkerungswachstum, Industrieproduktion, Witterung, Mobilität, Politik, Energiepreise Konzentriert, kapitalintensiv, natürliches Monopol (Stromübertragung), stark reguliert, Grundkapital in öffentlicher Hand Marktmächtige, vertikal integrierte Unternehmen; Anbieter mit starkem Standbein in alternativer Energieproduktion Auf die Haushalte entfielen % des Schweizer Stromverbrauchs, auf die Industrie- und Dienstleistungsbetriebe 61% und auf den Verkehr 8%. Die Nachfrage nach Strom ist im Wesentlichen vom Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie der Witterung abhängig. Die zunehmende Mobilität steigert die Stromnachfrage des öffentlichen Verkehrs. Auch die steigende Verbreitung von elektronischen Geräten ist ein Treiber. Trotz höherer Energieeffizienz wird die Nachfrage somit langfristig weiter wachsen. Die Anzahl Heiz- und Hitzetage wirkt sich nachfrageseitig aus, während Niederschläge die Produktion der Wasserkraftwerke auf der Angebotsseite beeinflussen. Entsprechend wird Strom typischerweise im Winter importiert und im Sommer exportiert. Die Energieversorgung ist grossbetrieblich strukturiert, nicht zuletzt, weil sie sehr kapitalintensiv und von Skalenerträgen geprägt ist. 40% der Beschäftigten arbeiten in den fünf Grossunternehmen der Branche. In der Stromübertragung herrscht ein natürliches Monopol, weshalb das Strommarktgesetz eine organisatorische Trennung von Produktion und Übertragung vorsieht. Das Eigentum am Übertragungsnetz ging im Januar 2013 an die nationale Netzgesellschaft Swissgrid über. Die Branche ist stark reguliert und zu 83% im Besitz der öffentlichen Hand. 57% des in der Schweiz produzierten Stroms werden aus Wasserkraft gewonnen, rund 37% aus Kernkraft und 6% aus konventionellen thermischen Kraftwerken. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist noch verschwindend gering, nimmt aber zu. Mit der Energiestrategie 2050 wird diese seit vielen Jahren bestehende Konstellation aufgebrochen. Es soll massiv in Anlagen zur Generierung von erneuerbaren Energien sowie Wasserkraft investiert werden, um den Ausstieg aus der Kernkraft bis 2035 zu bewerkstelligen. In Zukunft wird die Schweiz ausserdem mehr auf ausländische Anbieter angewiesen sein. Die Umstellung auf eine erneuerbare Energieproduktion bringt gewisse Herausforderungen für die Anbieter mit sich. Einerseits müssen bei Anlagen für erneuerbare Energien aufgrund ihrer eher tiefen Produktionskapazität mehr Einheiten gebaut werden. Andererseits hängt ihr Ertrag von den Witterungsverhältnissen ab. Bis genügend Produktionskapazitäten zur Verfügung stehen, sind im Rahmen der Energiestrategie 2050 Gaskombikraftwerke für eine temporäre Nutzung vorgesehen. Zurzeit werden die Preisspitzen am Mittag zunehmend durch die Solarenergieproduktion gebrochen. Davon sind insbesondere die Pumpspeicherwerke negativ betroffen, da sie von den Preisunterschieden während des Tages abhängig sind. Die Preise für Grossverbraucher geraten infolge des Strompreisrückgangs in Europa unter Druck. Dieser Teilmarkt ist nicht mehr reguliert und somit der internationalen Konkurrenz ausgesetzt. Die Öffnung des gesamten Markts steht derzeit auf der politischen Agenda. Der Zeitpunkt einer allfälligen Liberalisierung ist aber noch unklar. Aufgrund der politischen, technischen und investitionsbezogenen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Energiewende und der wachsenden europäischen Konkurrenz schätzen wir das Chancen-Risiken-Profil trotz des steigenden Energiebedarfs als unterdurchschnittlich ein nahmen Verbrauch, Stromproduktion und Umsatz vor allem aufgrund des langen Winters zu, obwohl die Preise am europäischen Markt sanken. Für 2014 rechnen wir mit einem weiterhin robusten Schweizer Wirtschaftswachstum, das sich positiv auf die Elektrizitätsnachfrage auswirken sollte. Handelssaldo, Produktion, Umsatz und Verbrauch In MWh; Index 2004 = 100 Der Endverbrauch stieg in den letzten Jahren trotz zunehmender Effizienz elektronischer Geräte und Maschinen stetig. Der Ein-/Ausfuhrsaldo wird in Zukunft vermehrt negativ ausfallen, da die Schweiz im Zuge der Energiewende immer mehr auf das Ausland angewiesen ist Ein-/Ausfuhr-Saldo (rechte Achse) Produktion Umsatz Endverbrauch Quelle: Bundesamt für Energie, Credit Suisse 10'000 8'000 6'000 4'000 2'000-2'000-4'000 Die Energieversorgung besteht aus der Elektrizitäts- (NOGA 351), der Gas- (352) sowie der Wärme- und Kälteversorgung (NOGA 353). Der Grossteil der Beschäftigten (92%) ist in der Elektrizitätsversorgung tätig. 0 Swiss Issues Branchen 24

25 Baugewerbe Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.1 Durchschnittlich Beschäftigte: 306'500 Bruttowertschöpfung: CHF 30.7 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 5.5% Finanzierungskosten, Zustand der Bausubstanz, Bevölkerungswachstum, Staatsausgaben Binnenorientiert, vorwiegend kleinbetrieblich strukturiert Innovative Unternehmen mit klarer Geschäftsstrategie, die sich dem Preiskampf dank Zuverlässigkeit, guter Kontakte zu Bauherren und Entwicklern sowie überzeugender Qualität entziehen können Der Geschäftsgang der Baubranche wird erstens über alle Sparten hinweg von den Finanzierungskosten der Bauprojekte beeinflusst. Damit sind das Zinsniveau und dessen Veränderungen die Taktgeber der Baubranche. Zweitens hängt die Bautätigkeit vom Zustand der Bausubstanz ab. Vor allem im Tiefbau spielen Erneuerungszyklen der Infrastruktur eine grosse Rolle. Drittens beeinflusst das Bevölkerungswachstum die Baukonjunktur: Mehr Menschen führen zu einem höheren Flächenbedarf für Wohnen und Arbeiten, und die öffentliche Infrastruktur muss ebenfalls mitwachsen. Die Baupreise bewegen sich seit sechs Jahren kaum von der Stelle. Vor allem im Hochbau klafft die Lücke zwischen Baupreisen und Verkaufspreisen der fertiggestellten Immobilien immer weiter auseinander. Grund dafür sind erstens die stark gestiegenen Bodenpreise und zweitens die Margen von Immobilienentwicklern und -händlern. Weil sich mit diesen baunahen Dienstleistungen in den letzten Jahren höhere Erträge erwirtschaften liessen als in der Bauausführung, haben viele Bauunternehmer ihre Geschäftsfelder gemäss dem Motto «die Marge steckt in der Dienstleistung» in Richtung Entwicklung, Planung und Verkauf erweitert oder verschoben. Die Risiken dieser Strategie sind nicht zu unterschätzen, denn mit der Entwicklung grosser Projekte gehen Unternehmer ein Klumpenrisiko ein. Der gleichzeitige Vorstoss vieler Hochbauunternehmen in die Bereiche General-/Totalunternehmung/Entwicklung intensiviert dort den Wettbewerb und lässt die Marge risikoadjustiert ebenfalls schrumpfen. Vor allem Innovationen und betriebswirtschaftliches Know-how bieten Unternehmen einen Ausweg aus dem Preiskampf im Volumengeschäft, der die bauliche Qualität zunehmend gefährdet. In stärker technologisierten Bereichen, wie z.b. Elektroinstallationen oder Heizung/ Klima/Lüftung, ist der Preiskampf aufgrund höherer Eintrittsbarrieren weniger stark. Dasselbe gilt für den Tiefbau, der aufgrund realisierbarer Grössenvorteile in den letzten Jahren einen Konzentrationsprozess durchlief. Die Wachstumsaussichten der Branche sind insgesamt durchschnittlich einzuschätzen und hängen auf Stufe Unternehmen stark von der Innovationsfreude und vom Spezialisierungspotenzial ab. Die Baukonjunktur lief 2013 rund. Daran dürfte sich auch 2014 kaum etwas ändern. Insbesondere der Tiefbau sendet nachhaltige Wachstumssignale: Es müssen Investitionen in das Strassen- und Schienennetz getätigt und Grossüberbauungen verkehrs- und versorgungstechnisch erschlossen werden. Im Hochbau bleibt das Bild dagegen zweigeteilt. Einerseits floriert der Wohnungsbau. Bereinigt um Baubewilligungen, deren Rechtskraft aufgrund von Einsprachen im Zusammenhang mit der Zweitwohnungsinitiative fragwürdig ist, wurden 2013 rund 54'000 Wohnungen bewilligt (+3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Andererseits bremsen die seit vier Jahren oftmals konträren Entwicklungen im Wirtschaftsbau das Gesamtumsatzwachstum im Hochbau. Bauindex Schweiz Veränderung zum Vorjahr Nach einer Atempause in den Jahren 2011 und Anfang 2012 legte der Bauindex Schweiz, der das Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe schätzt, wieder deutlich zu. 12% 10% 8% 6% 4% 2% 0% -2% -4% -6% Quelle: Credit Suisse, Schweizerischer Baumeisterverband Wachstumsbeitrag Hochbau Wachstumsbeitrag Tiefbau Bauindex gesamt Rund ein Drittel aller Beschäftigten im Baugewerbe arbeitet im Hoch- und Tiefbau (NOGA 41 und 42). Weitere 30% der Beschäftigten sind im Bereich Bauinstallation tätig, 18% im Ausbaugewerbe (NOGA 43) und 18% in anderen Bereichen des Baugewerbes. Swiss Issues Branchen 25

26 Autogewerbe Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.3 Durchschnittlich Beschäftigte: 78'600 Bruttowertschöpfung: CHF 7.6 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.4% Mobilität, Bevölkerungswachstum, Konsumentenstimmung Kleinbetrieblich strukturiert, tiefe Arbeitsproduktivität, geringe Markteintrittshürden Mehrmarkenhändler mit grossem Einzugsgebiet; etablierte, regional verankerte Garagen mit Stammkundschaft Alle Menschen fragen Mobilität nach, weshalb das Autogewerbe eine flächendeckend vertretene Branche mit Grundversorgungscharakter und stabiler Nachfrage ist. Das Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung nimmt stetig zu. Die Verkehrsleistung des privaten motorisierten Verkehrs wuchs seit 2005 um jährlich 1.6%, bei einem Bevölkerungswachstum von durchschnittlich 1.1%. Der öffentliche Verkehr baut allerdings seinen Marktanteil zulasten des Privatverkehrs aus. Die Schweiz ist mit 535 Autos pro 1'000 Einwohner stark motorisiert. Der Markt für Neuwagen ist folglich relativ gesättigt und hängt langfristig hauptsächlich vom Bevölkerungswachstum und der Ersatzhäufigkeit der Autos ab. Der Erwerb eines Autos hat Investitionscharakter und kann meist hinausgezögert werden. Das Neuwagengeschäft folgt deshalb, abhängig von der Konsumentenstimmung (Privatfahrzeuge) und der Investitionsfreude der Unternehmen (Firmen- und Nutzfahrzeuge), ausgeprägten Zyklen. Das Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft ist allerdings für den Ertrag einer durchschnittlichen Garage deutlich wichtiger und zeichnet sich durch eine stabile Sockelnachfrage aus. Regulierungen wie die Mitte 2012 eingeführte «CO2-Busse», die effiziente Fahrzeuge fördern, beeinflussen hauptsächlich die Zusammensetzung, nicht aber die Grösse des Fahrzeugparks. Erst drastische und einseitig auf die Strasse abzielende Erhöhungen der Mobilitätskosten (z.b. Einführung Road Pricing) würden das Autogewerbe empfindlich treffen. Ausser einer umstrittenen geringen Erhöhung der Mineralölsteuer sind derzeit keine konkreten politischen Massnahmen dieser Art vorgesehen. Auf der Angebotsseite zeichnet sich das Autogewerbe durch eine kleinbetriebliche Struktur und eine geringe Arbeitsproduktivität aus. Die Eintrittshürden sind tief. Auf eine aufgegebene Garage folgt oft ein neue. Der Strukturwandel beschränkt sich hauptsächlich darauf, dass kleinere Garagen den kapitalintensiven Neuwagenverkauf einstellen und sich auf das Werkstattgeschäft konzentrieren. Zwecks Diversifikation setzen Neuwagenhändler vermehrt auf den Mehrmarkenvertrieb, der durch die Kfz-Bekanntmachung der Wettbewerbskommission (WEKO) geschützt ist. Die WEKO wird dieses Regelwerk, das unabhängige Händler und Werkstätten vor zu hohen Vorgaben und zu starken Einschränkungen der Importeure schützt, 2014 einer erneuten Prüfung unterziehen. Sollte die WEKO die Kfz-Bekanntmachung aufweichen, würden sich die Kräfteverhältnisse wieder stärker von den unabhängigen Werkstätten und Händlern zu den Importeuren verschieben. Die Stabilität der Nachfrage wiegt die strukturellen Schwächen auf der Angebotsseite bis zu einem gewissen Grad auf. Die Chancen-Risiken-Bewertung fällt daher durchschnittlich aus. Weil sich in den Boomjahren bereits viele Konsumenten mit Neuwagen eingedeckt hatten, verzeichneten die Neuzulassungen von neuen Fahrzeugen 2013 einen deutlichen Rückgang von 8%. Zudem fielen die Preise stark, nämlich um 3% bei Neuwagen und 8% bei Occasionen (jeweils im Vergleich zu 2012). Seit Ende 2013 zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Angesichts des robusten privaten Konsums dürfte das Autogewerbe 2014 ein Neufahrzeuggeschäft im Rahmen des Vorjahrs verzeichnen. Die Umsätze werden aufgrund der nach wie vor sinkenden Preise voraussichtlich leicht zurückgehen. Neuzulassungen Gleitender 12-Monatsdurchschnitt, Index Jan = 100 Die Neuzulassungen von Fahrzeugen stiegen bis zur Trendwende Mitte 2012 stark an. Ein immer grösserer Teil der Kaufkraft floss dabei allerdings ins Ausland ab. Dank starker Preissenkungen wurde das Schweizer Neuwagengeschäft gegenüber dem Ausland wieder wettbewerbsfähiger Personenwagen Nutzfahrzeuge Quelle: Bundesamt für Statistik, Bundesamt für Strassen, Credit Suisse Das Autogewerbe (NOGA 45) wird von den Autohändlern und Werkstätten dominiert. Sie stellten zusammen mit den Fahrzeugimporteuren 86% der Beschäftigten. Die beiden weiteren Subbranchen Ersatzteil- und Zubehörhandel sowie Motorradhandel sind mit insgesamt rund 10'800 Beschäftigten wesentlich kleiner. Swiss Issues Branchen 26

27 Grosshandel Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.6 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 194'600 Bruttowertschöpfung: CHF 55.7 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 9.9% Bautätigkeit, Industrieproduktion, privater Konsum, Wechselkurse, Aussenhandelspolitik, globale Marktpreise Heterogene Branche, tiefe Bruttomargen Überregionale Anbieter mit exklusiven Vertriebsverträgen, Grosshändler mit kundenbindenden Zusatzdienstleistungen Die Branche umfasst sämtliche Handelsaktivitäten, die Geschäftskunden als Abnehmer haben. Der Grosshandel ist aufgrund der Breite der gehandelten Güter und der Abnehmerbranchen enorm heterogen. Wichtige inländische Abnehmer sind der Bau, die Industrie, der Detailhandel und die Gastronomie. Folglich wird der binnenorientierte Grosshandel von der Bau- und Industriekonjunktur sowie indirekt von der Entwicklung des privaten Konsums beeinflusst. Viele Grosshändler sind im Import- und/oder Exportgeschäft tätig und hängen von der Wechselkursentwicklung sowie von der Aussenhandelspolitik ab. Bei Rohstoffen sowie wenig verarbeiteten, standardisierten Produkten (z.b. Stahlträger, Zement) haben globale Marktpreise einen grossen Einfluss auf die Ertragslage der Grosshändler. Um Skalenerträge zu erwirtschaften und Einkaufs- und Verkaufsmacht zu erlangen, sind in diesem tiefmargigen Geschäft hohe Handelsvolumen notwendig. Alternativen zum Volumengeschäft sind die Spezialisierung auf Nischenprodukte oder der Abschluss exklusiver Vertriebsverträge (z.b. Generalimporteur). Um gleichzeitig tiefe Lagerhaltungskosten, kurze Lieferzeiten und eine hohe Lieferbereitschaft zu gewährleisten, sind stete Investitionen in die neuesten Informatik- und Lagerbewirtschaftungssysteme notwendig. Damit die Branche nicht über den Direktvertrieb zwischen Hersteller und Endabnehmer umgangen wird, bieten die meisten Grosshändler Zusatzdienstleistungen an. Der binnenorientierte Abhol- und Belieferungsgrosshandel ist relativ gesättigt und bietet nur wenige Nischen für neue Anbieter. Im Importgeschäft verschieben sich die Gewichte als Folge des zunehmend liberalisierten Umfelds von den klassischen Generalimporteuren zu Parallel- und Direktimporteuren. In den letzten Jahren verzeichneten in der Schweiz insbesondere Rohstofftrader, mit einem starken Cluster im Genferseebogen und der Zentralschweiz, sowie internationale Vertriebs- und Logistikzentren ein starkes Wachstum. Diese Unternehmen schätzen die politische und wirtschaftliche Stabilität, die hervorragende Infrastruktur, die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte und das Steuerklima in der Schweiz. Der äusserst diskrete Rohstoffhandel ist aufgrund des starken Wachstums ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit gerückt und sieht sich vermehrt mit politischen Forderungen nach höherer Transparenz konfrontiert. Während der Bund kaum Regulierungsbedarf erkennt, könnte der internationale Druck auf die Branche mittelfristig zunehmen und für vermehrte Unsicherheit sorgen. Aufgrund des stabilen Heimmarkts und der Standortattraktivität der Schweiz fällt die Chancen-Risiken-Bewertung des Grosshandels überdurchschnittlich aus. Der Grosshandel litt 2013 unter einer schwachen Nachfrage seitens des Detailhandels und dem mit einigen Ausnahmen wenig dynamischen Aussenhandel dürfte sich die Lage insbesondere aufgrund des steigenden Aussenhandels und der höheren Ausrüstungsinvestitionen in der Schweiz verbessern. Die Nachfrage aus den konsumabhängigen Binnenbranchen Detailhandel und Gastronomie dürfte 2014 leicht zulegen. Geschäftsgang und Transithandel Index, Min. = 100, Max. = 100, unverändert = 0; Einnahmen Transithandel in CHF Mio. Der Geschäftsgang des Grosshandels war 2013 zwar leicht besser als im Vorjahr, verblieb aber in negativem Terrain. Das Rohstofftrading verzeichnet seit 2010 stagnierende oder gar rückläufige Volumen, was unter anderem mit der Entwicklung der Rohstoffpreise erklärbar ist. Die Einnahmen aus dem so genannten Transithandel lagen 2012, nach dem explosionsartigen Wachstum der 2000er-Jahre, bei gut CHF 19 Mrd. Die Entwicklung der Rohstoffpreise spricht für 2013 gegen eine Trendwende im Transithandel Geschäftsgang Grosshandel Einnahmen Transithandel '000 20'000 16'000 12'000 8'000 4'000 Quelle: Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Schweizerische Nationalbank, Credit Suisse Die wichtigste Subbranchen im Grosshandel (NOGA 46) sind der Grosshandel mit Maschinen und Ausrüstungsgütern (Beschäftigungsanteil 24%), mit Nahrungsmitteln und Getränken (15%), mit sonstigen Konsumgütern (29%) sowie mit chemischen Erzeugnissen, Bau- und Rohstoffen (23%). 0 Swiss Issues Branchen 27

28 Detailhandel Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.5 Durchschnittlich Beschäftigte: 253'300 Bruttowertschöpfung: CHF 25.4 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 4.5% Bevölkerungswachstum, Reallohnentwicklung, Konsumentenstimmung, Tourismus, Wechselkurse Dominante Marktstellung einzelner Anbieter, Verdrängungswettbewerb Detailhändler an guten Standorten, Anbieter mit überzeugenden Cross-Channel-Strategien Der Detailhandel ist eine Grundversorgerbranche mit geringen Nachfrageschwankungen. Der Markt ist nachfrageseitig gesättigt. Der Detailhandel wächst seit Jahren schwächer als der übrige private Konsum (z.b. Reisen, Wohnen, Mobilität) und hängt deshalb langfristig vom Bevölkerungswachstum und der Reallohnentwicklung ab. Je stärker das gehandelte Gut Investitionscharakter hat oder nicht lebensnotwendig ist (z.b. Möbel oder Schmuck), desto stärker schlägt sich die Konsumentenstimmung in kurzfristigen Nachfrageschwankungen nieder. Detailhändler in touristischen Regionen und in gewissen Subbranchen (z.b. Uhren) hängen zudem stark vom Verlauf der Touristenzahlen ab. Der Wechselkurs beeinflusst das Ausmass des Einkaufstourismus und ist insbesondere für grenznahe Händler ein wichtiger Bestimmungsfaktor der Nachfrage. Angesichts der Sättigung herrscht im Detailhandel ein Preisund Verdrängungswettbewerb. Verhandlungsmacht gegenüber den Lieferanten ist zentral, was Übernahmen und die Bildung von Einkaufsgemeinschaften fördert. Die Preissetzungsmacht des Detailhandels ist wegen des harten Wettbewerbs gering. Im Einkauf erzielte Preisvorteile müssen den Kunden meistens weitergegeben werden. Der Lebensmitteldetailhandel ist im Gegensatz zum Non-Food-Markt stark konzentriert und grösstenteils in einheimischer Hand. Die Supermarktlandschaft Schweiz ist zu weiten Teilen gebaut. Die Expansion von Aldi und Lidl hat sich drastisch verlangsamt. Die bereits etablierten Anbieter beschränken sich hauptsächlich darauf, ihre Filialnetze zu optimieren. Im Bereich Non-Food sind ausländische Ketten stärker vertreten, und die Dynamik der Markteintritte und -austritte ist weitaus höher. Angesichts des Flächenwachstums der vergangenen Jahre bei gleichzeitig stagnierender Nachfrage ist der Konsolidierungsdruck in vielen Non-Food- Branchen gestiegen. Der Online-Verkaufskanal gewinnt laufend an Bedeutung und wird für einen Strukturwandel im stationären Handel sorgen. An guten und teuren Lagen dürften Läden zunehmend als kommunikative Schnittstelle mit den Kunden dienen (so genanntes «Showrooming»). Im Markt werden sich zukünftig jene Anbieter behaupten, die über eine überzeugende Cross- Channel-Strategie verfügen, d.h. über eine optimale Abstimmung zwischen stationären und Online-Vertriebskanälen. Aufgrund der Stabilität der Nachfrage schätzen wir das Chancen-Risiken-Profil als durchschnittlich ein. Die Detailhandelsumsätze entwickelten sich 2013 insbesondere aufgrund des Non-Food-Bereichs relativ schwach. Letzteres Segment litt unter starker Preiserosion (gut 2%) und im ersten Halbjahr unter einer teilweise wetterbedingt flauen Nachfrage. Der nominale Umsatz des Lebensmitteldetailhandels legte um 1% zu. Für 2014 rechnen wir aufgrund der besseren Wirtschaftslage mit einer leicht besseren Konsumentenstimmung. Die Einwanderung ebbt noch nicht ab und sorgt für ein stabiles Sockelwachstum. Der Einkaufstourismus dürfte auf hohem Niveau verharren. Insgesamt gehen wir für 2014 von einem höheren nominalen Umsatzwachstum aus als Die Detailhandelspreise dürften 2014 gegenüber dem Vorjahr nur noch leicht zurückgehen. Detailhandelsumsätze und Preise Veränderung zum Vorjahr in Prozent 2013 gingen die Preise im Detailhandel zum fünften Jahr in Folge zurück (um über 1%). Treiber waren die sinkenden Preise im Non-Food-Bereich. Die Lebensmittelpreise zogen erstmals seit 2008 wieder an. Aufgrund der EUR/CHF-Wechselkursuntergrenze und der sich schliessenden Preisunterschiede zum Ausland ebben die Preisrückgänge allmählich ab. Die realen Detailhandelsumsätze wuchsen 2013 mit rund 1.5% schwächer als im Vorjahr, der nominale Umsatz lag nur wenig über dem Vorjahresniveau. 5% 4% 3% 2% 1% 0% -1% -2% -3% Preise im Detailhandel Detailhandelsumsätze nominal Detailhandelsumsätze real * Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Die Beschäftigung des Detailhandels (NOGA 47) verteilet sich auf rund 48'800 Betriebe. 35% der Beschäftigten arbeiten im Lebensmittel- und 65% im Non-Food-Detailhandel. Swiss Issues Branchen 28

29 Transport und Logistik Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.3 Durchschnittlich Beschäftigte: 121'500 Bruttowertschöpfung: CHF 15.5 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 2.8% Mobilität, globale Handelsströme, Outsourcing, Energiepreise Monopolcharakter (Personentransport), konzentriert (Logistik), kleinbetrieblich strukturiert (Güterbeförderung auf der Strasse) Grosse Betriebe mit emissionsarmem Fuhrpark, Anbieter von Komplettlösungen Die Mobilität der Bevölkerung und der Pendlerverkehr wachsen stetig. Die Nachfrage nach Personentransporten ist deshalb von der konjunkturellen Entwicklung wenig abhängig. Eine Ausnahme bildet die Nachfrage im Bereich Bergbahnen. Diese ist nicht nur saison- und witterungsabhängig, sondern wird auch durch die konjunktur- und wechselkurssensitiven Touristenströme beeinflusst. Vom Geschäftsgang der nachgelagerten Branchen abhängig und damit ebenfalls konjunktursensitiv ist der Güterverkehr. Zudem spielt die Entwicklung der globalen Handelsströme eine wichtige Rolle. Diese dürften aufgrund der Globalisierung und des Trends zur Auslagerung (Outsourcing) auch in Zukunft schneller wachsen als das Bruttoinlandprodukt. Die Preise im Strassentransportgewerbe hängen stark von den Kapazitäten und den Kraftstoffpreisen ab. Ein wichtiger Kostenfaktor für diesen Branchenzweig ist die Politik, die Lärm-, Emissions-, Fahrzeug-, Verlagerungs- und Arbeitsvorschriften erlässt. Im Personentransport und im Gütertransport auf der Schiene spielen oben genannte Faktoren ebenfalls eine Rolle, aufgrund der teilweise monopol-ähnlichen Struktur fehlen in diesen stark subventionierten Branchenzweigen jedoch Marktpreise. Die zunehmende Nachfrage erfordert den Erhalt und Ausbau des bestehenden Strassen- und Schienennetzes. Da dieses Netz hauptsächlich durch die öffentliche Hand bereitgestellt wird, ist die Erweiterung ein aufwändiger politischer Prozess. Dadurch entstehende Engpässe im Verkehrsnetz schränken das Transportangebot ein und führen zu kostspieligen Staus und Verspätungen. Viele Bergbahnen weisen Überkapazitäten und Investitionsrückstände auf. Durch Zusammenschlüsse von Wintersportgebieten und Kooperationen mit branchennahen Akteuren wie Hotels versuchen die Bergbahnen, im Verdrängungswettbewerb zu bestehen. Die Logistikbranche ist konzentriert. Viele Betriebe bieten sowohl Logistik- als auch Transportdienstleistungen an. Die Güterbeförderung auf der Strasse ist kleinbetrieblich strukturiert. Ein intensiver Wettbewerb und Überkapazitäten drücken auf die Margen. Die Tendenz zu Komplettangeboten in den Bereichen Verarbeitung, Verpackung, Transport und Zollabfertigung sowie die vermehrte Kombination von Strasse und Schiene dürften vor allem die Kleinstbetriebe unter Druck setzen. IT-Systeme und emissionsarme Fuhrpärke werden für die effiziente und umweltschonende Gestaltung der Logistik und Spedition immer wichtiger. Trotz steigender Nachfrage im Personen- und Gütertransport sowie in der Logistik ist die Chancen-Risiken-Bewertung durchschnittlich. Zunehmende Engpässe im Verkehrsnetz, die Umwelt- und Verlagerungspolitik sowie Überkapazitäten vermindern vor allem das Potenzial der gewichtigen Subbranche Landverkehr profitierte die Branche von der robusten inländischen Konjunktur sowie leicht steigenden Importen und Exporten. Insgesamt dürften die Überkapazitäten leicht gesunken sein und so den starken Preisdruck etwas gemildert haben. Wir erwarten, dass der Transport- und Logistikmarkt 2014 aufgrund der Verbesserung der globalen Konjunkturdynamik und der damit einhergehenden Erhöhung des Handelsvolumens leicht wachsen wird. Der Anstieg der Transportnachfrage dürfte Raum für moderate Preiserhöhungen bieten. Güter- und Personentransport Personentransport in Mio. Personenkilometer; Gütertransport in Mio. Tonnenkilometer Die Personentransporte auf Schiene und Strasse wuchsen in den letzten zehn Jahren stetig und waren nur 2012 leicht rückläufig. Die Gütertransporte hingegen reagierten 2009 auf die Krise und erreichten bis 2012 den Höchststand von 2008 nicht wieder. 35'000 30'000 25'000 20'000 15'000 10'000 5'000 0 Güter Strasse Güter Schiene Personen Strasse Personen Schiene * Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte Strassentransport 2012 von Credit Suisse geschätzt Der Landverkehr (NOGA 49) umfasst hauptsächlich die Personen- und Güterbeförderung auf Strasse und Schiene. Zur Logistikbranche (NOGA 5229) gehören die Organisation von Beförderungsleistungen und Frachtkapazitäten sowie weitere Speditions- und Logistiktätigkeiten. Swiss Issues Branchen 29

30 Gastgewerbe Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.2 Unterdurchschnittlich Beschäftigte: 169'000 Bruttowertschöpfung: CHF 11.2 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 2.0% Konsumentenstimmung, Kaufkraft im In- und Ausland, Witterung, Wechselkurse, Konsumtrends Personalintensiv, tiefe Markteintrittsbarrieren, kleinbetrieblich strukturiert Hotelgruppen, renommierte Hotels im oberen Preissegment, Betriebe mit flexibler Preisgestaltung, Restaurants an stark frequentierten Standorten Das Gastgewerbe ist dem Konjunkturzyklus tendenziell nachgelagert. Die Branchennachfrage hängt indirekt von der Arbeitsmarktsituation, der Lohnentwicklung und der Inflation ab, die ihrerseits die reale Kaufkraft, die Konsumentenstimmung und somit die Konsumausgaben der Haushalte bestimmen. Auch die Witterung ist ein wichtiger Treiber, da aktuelle Wetterlagen die Destinationswahl für Ausflüge und Ferien beeinflussen. Die Gastronomie ist eher binnenorientiert. Am häufigsten auswärts gegessen wird am Mittag, während am Abend der höchste Betrag pro Restaurantbesuch ausgegeben wird. Konsumtrends wie das verstärkte Bewusstsein für Produkte aus lokaler, biologischer und fairer Produktion beeinflussen das Gastronomieangebot stark. Die Hotellerie ist exportorientiert 2013 wurde mehr als die Hälfte der Logiernächte von ausländischen Gästen getätigt und hängt deshalb stark von den Wechselkursen und der ausländischen Kaufkraft ab. Internationale Gäste stammen hauptsächlich aus den Nachbarländern, Grossbritannien und den USA. Ihre Anteile stagnieren jedoch seit rund zehn Jahren oder sind sogar leicht rückläufig, wohingegen insbesondere die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) an Bedeutung gewinnen. Der Anteil der BRIC-Staaten an den Logiernächten stieg von 4% (2002) auf 11% (2012). Der wachsende internationale Wettbewerb zwischen den Tourismusdestinationen verstärkte sich durch die rege Nutzung von Online- Buchungsportalen zusätzlich. Diese Webseiten erhöhen die Vergleichbarkeit der Angebote und somit die Preissensibilität der Konsumenten. Für die Schweizer Hotellerie waren Online- Portale 2012 bereits der drittwichtigste Vertriebskanal. Allerdings sorgen die von den grossen Portalen verlangten hohen Kommissionen und Ratenparitäten (gleiche Preise auf allen Vertriebskanälen) für Unmut bei den Hoteliers. Der grösste Kostenblock im Gastgewerbe sind die Personalkosten (rund 48% des Umsatzes). Aufgrund der arbeitsintensiven Struktur sind Rationalisierungen jedoch schwierig. Die teilweise veraltete Infrastruktur, Überkapazitäten und der starke Wettbewerb tragen dazu bei, dass mehr als die Hälfte der Betriebe nach Unternehmerlohn und Eigenkapitalzins regelmässig Verluste schreibt. Umso wichtiger sind Investitionen in die Infrastruktur und innovative Vertriebsstrategien, wie zum Beispiel hotelübergreifende Wellness-Angebote oder eine flexible Preisgestaltung (professionelles Yield-Management) auf eigenen Buchungsplattformen. Die in den Alpenregionen weit verbreitete Querfinanzierung von Hotelprojekten über Ferienwohnungen wird in Zukunft aufgrund der Annahme der Zweitwohnungsinitiative stark eingeschränkt. Die genannten strukturellen Probleme und der starke internationale Wettbewerb ergeben eine unterdurchschnittliche Chancen-Risiken- Bewertung. Das Gastgewerbe konnte 2013 die steigenden Logiernächte und die Aufhellung der Konjunktur noch nicht in höhere Umsätze ummünzen. Dies war unter anderem auf Preiszugeständnisse und das teilweise schlechte Wetter zurückzuführen. Die Verbesserung der konjunkturellen Lage im In- und Ausland sowie die leichte reale Abwertung des Frankens dürften 2014 zu weiterhin steigenden Logiernächten und einer höheren Nachfrage in der Gastronomie führen. Die Umsätze beider Branchen sollten daher in die Wachstumszone zurückkehren. Logiernächte Gleitender 6 Monats-Durchschnitt der Veränderung zum Vorjahr in Prozent Die starke Frankenaufwertung 2010 führte bis Ende 2012 zu teilweise starken Rückgängen der ausländischen Logiernächte. Die inländischen Logiernächte waren indes weniger stark von der Frankenstärke geprägt. Ende 2012 setzten die ausländischen Logiernächte zu einer starken Aufholbewegung an, die sich 2014 fortsetzen dürfte. 12% 8% 4% 0% -4% -8% -12% Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Inländische Logiernächte Ausländische Logiernächte Das Gastgewerbe umfasst die Beherbergung (Hotels, Ferienhäuser, Campingplätze; NOGA 55) und die Gastronomie (u.a. Restaurants, Cafés, Imbissstuben, Bars, Diskotheken und Caterer; NOGA 56). Swiss Issues Branchen 30

31 Telekommunikation Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.1 Durchschnittlich Beschäftigte: 24'400 Bruttowertschöpfung: CHF 7.9 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.4% Bevölkerungswachstum, technologischer Fortschritt, Mobilität Netzindustrie, reguliert, teilweise konzentriert, beschränkter Wettbewerb Anbieter mit eigenem Netz und gebündelten Angeboten Der Markt für Telekommunikation setzt sich grundsätzlich aus den vier Teilmärkten Festnetztelefonie, Mobilfunk, Internetzugang und TV-Abonnementen zusammen. Der Schweizer Markt ist gesättigt. Die wesentlichen Treiber sind das Bevölkerungswachstum und die Technologie. Es finden in erster Linie Verschiebungen zwischen Abonnementen von technologisch älteren zu neueren Diensten statt. Marktanteile müssen auf Kosten anderer Wettbewerber ausgebaut werden. Die Branche profitiert von der Demografie: Personen, die aus Altersgründen aus dem Markt ausscheiden, fragen weniger Leistungen nach als diejenigen, die neu dazukommen. Des Weiteren verschiebt sich die Nutzung immer stärker in Richtung mobiles Angebot. Zugleich steigt die Nachfrage nach mehr Bandbreite laufend. Der Grund liegt hauptsächlich im zunehmenden Angebot an hochauflösenden Inhalten. Deshalb werden der Ausbau des Mobilnetzes der vierten Generation (LTE) und im Festnetzbereich der Ausbau des Glasfasernetzes stark vorangetrieben. Das Festnetz im weiteren Sinn gliedert sich in zwei Unterkategorien: Kabelanbieter und Anbieter über digitalen Teilnehmeranschluss (DSL). Diese beiden Varianten konkurrieren in der Festnetztelefonie, dem Internet und dem digitalen TV. Gerade der TV-Bereich entwickelte sich in den letzten Jahren stark. Es werden vermehrt digitale Produkte mit optionalen Pay-TV- Inhalten nachgefragt. Die drei grössten Anbieter jeder Subbranche haben jeweils Marktanteile von 80% oder mehr. Der Grund dafür sind die hohen Investitionskosten für das Netz und die ehemaligen staatlichen Monopole. Die Branche ist auf preislicher Ebene (Terminierungsgebühren) sowie durch schwer zu erhaltende Lizenzen reguliert. In den Bereichen Festnetztelefonie, Internetzugang und TV-Anschluss gibt es seit der Öffnung der letzten Meile nebst den zahlreichen kleineren, regionalen und dem historischen Anbieter zwei grosse, nationale Dienstleister. Nur Swisscom und Cablecom betreiben als Grossanbieterinnen ihr eigenes Netz. Im Mobilfunk gibt es drei grosse Anbieter mit jeweils eigenem Netz. Die grossen Unternehmen sind in der Regel in mehreren, wenn auch nicht allen Teilmärkten aktiv. Swisscom und Sunrise sind die einzigen Akteure, die ein Package aus allen vier Komponenten (Quadruple Play) anbieten. Cablecom dürfte das Angebot in absehbarer Zeit mit mobilen Diensten erweitern, was mehr Dynamik in den Markt bringen wird. Das Angebot in der Telekommunikation bewegt sich zunehmend in Richtung kombinierter Produkte. Auch in Bezug auf die Technologie kommt es zu einer Bündelung (z.b. Steuerung des TV-Gerätes via Smartphone/Tablet). Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen in der Schweiz sind in den letzten Jahren stark gesunken, bleiben jedoch im internationalen Vergleich hoch. Die Branche erfährt zunehmenden Wettbewerbsdruck aus anderen, verwandten Bereichen (z.b. Whatsapp, Viber, Zattoo, Wilmaa usw.). Aufgrund der hohen Sättigung und des Preisdrucks in der Branche gehen wir von einem durchschnittlichen Chancen-Risiken- Profil aus. Das Jahr 2013 war durch die Aufrüstung der Infrastruktur (mehr Bandbreite) im Mobil- und im Festnetz geprägt. Die nachgefragte Übertragungsgeschwindigkeit wird 2014 weiter zunehmen, da die Nachfrage nach hochauflösenden Inhalten weiter anzieht und Cloud Computing auf dem Vormarsch ist. Die robuste Konjunkturdynamik, gekoppelt mit dem anhaltenden Bevölkerungszuwachs und der stetig steigenden Mobilität, wird 2014 für eine zunehmende Nachfrage sorgen. Der Preisdruck in der Branche wird allerdings anhalten und das Umsatzwachstum begrenzen. Nachfrage nach Internetanschlüssen Abonnenten von Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüssen pro hundert Einwohner; angemeldete Download-Geschwindigkeit in kbit/s In den letzten Jahren waren ein Anstieg der Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsanschlüssen und eine höhere Download-Geschwindigkeit zu verzeichnen. Dieser Trend wird in den nächsten Jahren anhalten Abonnenten von Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüssen Angemeldete Download-Geschwindigkeit (rechte Achse) Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse 28'000 24'000 20'000 16'000 12'000 8'000 4'000 Die Branche Telekommunikation (NOGA 61) besteht aus Anbietern von Festnetz-, Mobilfunk-, Internet- und TV-Zugängen. Dabei wird zwischen Anbietern mit eigener Netzinfrastruktur und solchen unterschieden, die für ihre Dienstleistungen die Netze von Drittanbietern nutzen. Swiss Issues Branchen 31

32 Informatikdienste Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.2 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 66'300 Bruttowertschöpfung: CHF 10.2 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.8% Technologischer Fortschritt, Geschäftsgang der Abnehmerbranchen, Virtualisierung von Betriebs- und Arbeitsumgebungen Kleinbetrieblich strukturiert mit einzelnen globalen Unternehmen, internationaler Wettbewerb Anbieter von Cloud Computing sowie Sicherheits- und Mobility-Lösungen, Unternehmen mit Nischenprodukten und fundiertem Know-how ihrer Abnehmerbranchen Der informationstechnologische Fortschritt und die Digitalisierung prägen etliche Unternehmens- und Gesellschaftsbereiche. Die Nachfrage nach Informatikdiensten ist entsprechend gross. Die wichtigsten Abnehmer von Schweizer IT- Dienstleistungen sind das verarbeitende Gewerbe, Banken und Versicherungen sowie die öffentliche Verwaltung. Deshalb hängt die IT-Branche stark vom Geschäftsgang dieser Abnehmerbranchen ab. Die Schweizer IT-Branche hat vor allem Firmenkunden und steht damit in direkter Konkurrenz zu den firmeninternen IT-Abteilungen. Unternehmen verwenden IT- Dienste nicht nur für virtuelle Prozessoptimierungen, sondern zunehmend auch für Beratung und Wartung. Die wichtigsten Branchentrends sind denn auch Cloud Computing (Erzeugung virtueller Betriebssysteme und Arbeitsumgebungen) und Mobility (Datenverarbeitung auf tragbaren Computern und mobile Applikationen). Der Wettbewerb in der IT-Branche verschärft sich. Allerdings sind die einzelnen Subbranchen unterschiedlich stark davon betroffen. Der Bereich Hardware ist der wachsenden Konkurrenz durch Cloud-Dienstleistungen ausgesetzt, was die bereits vorhandene Preiserosion verstärkt. Datenzentren können ihre Position zurzeit etwas einfacher verteidigen. Seit der NSA- Affäre verfügen Schweizer Anbieter aufgrund der strikten schweizerischen Datenschutzbestimmungen über Wettbewerbsvorteile im internationalen Markt. Software-Anbieter profitieren von teilweise monopolähnlichen Marktpositionen (Vendor Lock-in). Im internationalen Wettbewerb behaupten sich die Schweizer Anbieter im Aufbau und Betrieb von Datenzentren sowie im Bereich Sicherheitslösungen und Bankensoftware. Die Informatikbranche ist kleinbetrieblich strukturiert. 62% der Arbeitskräfte arbeiten in Mikro- und Kleinbetrieben. Die Beschäftigtenanzahl nahm seit 2005 stetig zu und betrug '300. Es besteht jedoch erheblicher Fachkräftemangel. In acht Jahren sollen schweizweit 25'000 IT- Fachkräfte fehlen. Insbesondere bei Entwicklern, Consultants und Projektmanagern übersteigt die Nachfrage das Angebot. Wir schätzen das Chancen-Risiken-Profil der Informatikbranche als überdurchschnittlich ein. Zwar beeinflussen der stärker werdende Wettbewerb sowie der zunehmende Fachkräftemangel die Branche negativ, aber das steigende Bedürfnis nach sicherer Datenaufbewahrung in der Schweiz und nach mobilen IT-Lösungen sowie anhaltende Prozessoptimierungen seitens der Abnehmer bieten grosse Wachstumschancen verzeichneten alle drei Bereiche IT-Services, Software und IT-Hardware Umsatzzuwächse. Allerdings mussten insbesondere Soft- und Hardwareanbieter Preisrückgänge hinnehmen. Aufgrund der Regulierungsentwicklung im Bankensektor sowie des prognostizierten Investitionswachstums erwarten wir für 2014 steigende IT-Ausgaben der Schweizer Unternehmen. Davon dürften vor allem Software- und Service-Anbieter sowie Datenzentren profitieren. Rekrutierung und Beschäftigung Anteil der Betriebe, die ihre Arbeitskräfte mit Mühe oder nicht fanden, in Prozent; Beschäftigte in Tausend Vollzeitäquivalenten Zwischen 2009 und 2013 war die Rekrutierung von Arbeitskräften im Vergleich zu 2007 und 2008 weniger schwierig. Dies dürfte teilweise auf Restrukturierungen in den Abnehmerbetrieben zurückzuführen sein, die auch Verkleinerungen von IT-Abteilungen mit sich zogen. 55% 50% 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% Arbeitskräfte mit Mühe oder nicht gefunden Beschäftigte (rechte Achse) * Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Informatikdienstleistungen (NOGA 62) umfassen hauptsächlich Programmierungstätigkeiten (46% der Beschäftigten) und Beratungsdienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie (50%). Die restlichen 4% der Beschäftigten sind im Betrieb von Datenverarbeitungsanlagen für Dritte sowie in sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie tätig Swiss Issues Branchen 32

33 Banken Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.1 Durchschnittlich Beschäftigte: 122'700 Bruttowertschöpfung: CHF 30.1 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 5.4% Zinsen, Regulierung, Steuerregime, Anlegervertrauen, Kapitalkosten, Finanzmärkte Duale Struktur mit auf das nationale Retailgeschäft für Privatund Firmenkunden spezialisierten Banken und international aufgestellten, vorwiegend auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Instituten, die zum Teil über Investment-Banking- Einheiten verfügen Banken mit global diversifiziertem Vermögensverwaltungsgeschäft Im Kreditgeschäft wird die Nachfrage durch das Zinsniveau und die konjunkturellen Perspektiven beeinflusst. Für das Hypothekargeschäft wiederum sind tiefe Zinssätze und ein hohes Bevölkerungswachstum, das durch die Zuwanderung Auftrieb erhält, wichtige Nachfragestützen. Diese Faktoren sind besonders für die kleineren Retail-Institute wichtig, da das Kreditgeschäft traditionell einen grossen Teil ihrer Erträge generiert. Die Entwicklung der Finanzmärkte und insbesondere der Handelsvolumen sind weitere wichtige Einflussfaktoren für die Branche. Grundsätzlich werden die Banken in zwei Kategorien unterteilt. Die erste Gruppe beinhaltet die auf das nationale Retail- Geschäft für Privat- und Firmenkunden spezialisierten Banken und die zweite die international aufgestellten, vorwiegend auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Institute, die zum Teil von einer Investment-Banking-Einheit unterstützt werden. In den letzten Jahren ist die Bankenregulierung generell strikter und komplexer geworden. Dies verursacht steigende Kosten, was die kleineren Vermögensverwaltungsinstitute besonders stark trifft. Im für sie wichtigen Vermögensverwaltungsgeschäft ist der Trend hin zu mehr staatlichen Vorschriften nämlich besonders ausgeprägt. Internationale Abkommen, wie z.b. das FATCA-Abkommen mit den USA, zwingen die Vermögensverwalter zu aufwendigen Prüfungen des Steuerstatus ihrer Kunden und führen zu einem Abfluss nicht steuerkonformer Gelder. Gleichzeitig fragen die Kunden vermehrt einfachere und transparente Produkte nach, bei denen die Margen tiefer sind. Striktere Kapitalvorschriften mindern die Rentabilität der Banken zusätzlich. Angesichts der Grösse des Bankensektors haben die Schweizer Behörden schärfere Kapitalvorschriften erlassen als ihre Pendants im Ausland. Aus der Kostenperspektive beeinträchtigen diese Massnahmen die internationale Wettbewerbsposition der Schweizer Banken. Längerfristig könnten diese strengeren Vorschriften das Anleger- und Kundenvertrauen in das Bankensystem, das zusätzlich von der politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Schweiz profitiert, jedoch sogar festigen. Chancen bestehen auch angesichts des raschen Wachstums der Vermögen in den Schwellenländern. In diesen Regionen ist allerdings der Wettbewerb sehr hart, und die Margen sind entsprechend tief, was dem Wachstum gewisse Grenzen setzt. Insgesamt gehen wir von einem durchschnittlichen Chancen-Risiken-Profil aus. Das Wachstumspotenzial in den Schwellenländern und die gute internationale Positionierung des Schweizer Finanzplatzes stehen den steigenden regulatorischen Anforderungen sowie der Tendenz der Kunden zu margenschwächeren Produkten gegenüber. Nach fast drei Jahren Stagnation stieg die Bruttowertschöpfung der Banken 2013 wieder. Der Personalbestand wurde hingegen weiter reduziert. Für 2014 rechnen wir ebenfalls mit einem wenn auch nur moderaten Anstieg der Wertschöpfung. Leicht anziehende Zinsen und die Erholung des globalen Wirtschaftswachstums, das auch die Aktienmärkte unterstützen dürfte, sollten sich positiv auf die Banken auswirken. Demgegenüber beschränken der konstante Druck auf die Margen und das herausfordernde regulatorische Umfeld die Wachstumsperspektiven. Bruttowertschöpfung und Handelsvolumen Index 1.Q 2000 = 100; Anzahl Aktien in Mrd. Die Bruttowertschöpfung der Banken hängt eng mit den an der Börse gehandelten Aktienvolumen zusammen. Im Zuge der Erholung der Aktienmärkte stiegen die Handelsvolumen, was wiederum die Bruttowertschöpfung der Banken positiv beeinflusste Quelle: Datastream, Credit Suisse Bruttowertschöpfung Kreditgewerbe Handelsvolumen S&P500 (rechte Achse) Der Bankensektor (NOGA 64) besteht aus acht Bankengruppen: Grossbanken, Kantonalbanken, Raiffeisenbanken, Regionalbanken bzw. Sparkassen, Börsenbanken, Privatbankiers, Auslandbanken und andere Banken. Ebenfalls dem Bankensektor zugerechnet werden die Schweizerische Nationalbank, Leasinginstitute und die beiden Pfandbriefbanken Swiss Issues Branchen 33

34 Versicherungen Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.2 Durchschnittlich Beschäftigte: 48'300 Bruttowertschöpfung: CHF 19.3 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 3.5% Sicherheitsbedürfnis, Zinsen, Grossschadensereignisse, Gesundheitskosten, Regulierung, Demografie Konzentriert (Leben- und Rückversicherungsgeschäft), fragmentiert (Schadenversicherung) Grosse Anbieter mit individualisierten Lösungen und hervorragendem Risiko- und Kostenmanagement, Versicherer mit Aktivitäten in Schwellenländern Eine Versicherung bündelt Risiken und verteilt sie dann auf das Kollektiv. Das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung ist dabei ein zentraler Treiber. Mit zunehmendem Wohlstand wächst auch das Bedürfnis, diesen zu schützen. Zudem bieten Versicherungen Produkte zur Kapitalbildung an. Das Anlageergebnis für die mittels Prämien angesammelten Vermögen ist für die Geschäftslage der Versicherer von hoher Bedeutung. Daher waren die tiefen Zinsen der letzten Jahre für viele Versicherer problematisch. Der Geschäftsgang von Schadens- und Rückversicherern hängt massgeblich von Grossschadensereignissen ab. Für die Krankenversicherer sind die Gesundheitskosten ein weiterer Treiber. Dieser Teilmarkt ist durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) zudem staatlich reguliert. Der infolge der besseren Prämienvergleichbarkeit (z.b. mit Comparis) zunehmende Wettbewerb erhöht die Preissensibilität und erfordert mehr Effizienz. Dies dürfte mitunter ein Treiber für das seit Jahren überdurchschnittliche Produktivitätswachstum der Versicherungsbranche sein (seit % p.a.). Aufgrund der Sättigung des Binnenmarkts und der Wachstumspotenziale in Schwellenländern drängen Schweizer Versicherungen vermehrt ins Ausland. Dort erzielen sie einen stattlichen Anteil ihrer Erträge und beschäftigen zwei Drittel der Angestellten. Umgekehrt drängen auch ausländische Anbieter zunehmend auf den Schweizer Markt. Die Langlebigkeitsrisiken gewinnen als Thema an Bedeutung. In Form von Absicherungen der Renten spielen sie den Rückversicherern zu. Weitere Bereiche mit grossem Potential für Versicherungslösungen sind Bildungskosten (im Ausland), Daten und Netzwerke. Mittelfristig werden in der Branche (mobile) internetbasierte Versicherungsprodukte gefragt sein, insbesondere in Hinblick auf die Schwellenländer, die eine bessere mobile Internet- als Festnetzinfrastruktur haben. Die Branche ist im Bereich der Lebens- und Rückversicherungen strukturell wie geographisch sehr konzentriert (rund 40% der Beschäftigten arbeiten in Zürich). Stärker fragmentiert sind die Schadensversicherer, was an der Vielzahl von Geschäftsfeldern liegt. Die Branche wird massgebend von regulatorischen Vorschriften beeinflusst. Die vorrangigen Themen sind der Swiss Solvency Test und der künftige europäische Solvency-II-Standard. Diese Regeln spielen aufgrund der erhöhten Risikovorschriften den Rückversicherern zu, führen aber bei Erstversicherern zu höheren Anforderungen in Bezug auf das Risikokapital. Die Pensions- und Krankenkassen sind sehr stark reguliert, was immer wieder Unsicherheiten mit sich bringt (Stichwort Einheitskasse). Die Eintrittsbarrieren sind angesichts des benötigten Prämienvolumens hoch. Die weltweit höchsten Prämieneinnahmen pro Kopf und die hohe Sättigung beschränken das Wachstum im Heimmarkt. Trotz Wachstumspotenzials in gewissen Teilbereichen fällt das Chancen-Risiken-Verhältnis der Branche angesichts der hohen Stabilität durchschnittlich aus. Das Jahr 2013 war von schweren Überschwemmungen und einer ungewöhnlich hohen Anzahl wetterbedingter, mittelgrosser Schadensereignisse gekennzeichnet, was die Schaden- und Rückversicherer belastete. Die Prämienvolumen kamen insgesamt kaum vom Fleck dürften die Zinsen ausgehend von tiefen Niveaus weiterhin leicht aufwärts tendieren. Die Prämieneinnahmen sollten im laufenden Jahr im Zuge der weiterhin robusten Konjunkturentwicklung insgesamt moderat steigen. Prämienvolumen nach Versicherungsart Prämien in CHF Mrd., Veränderung zum Vorjahr in Prozent Nach zwei Jahren mit steigenden Prämienvolumen flachte sich der Wachstumstrend 2012 und 2013 ab dürften die Gesamtvolumen kaum zugenommen haben Lebensversicherungen Schadensversicherungen Rückversicherungen Wachstum Total (rechte Achse) * 2013* Quelle: Schweizerischer Versicherungsverband, Credit Suisse; *Werte 2012 und 2013 von Credit Suisse geschätzt -10% Die Branche (NOGA 65) besteht aus Schadens-, Lebens- und Rückversicherern (inkl. Captives) sowie Pensions- und Krankenkassen. 50% der Beschäftigten arbeiten bei Schadensversicherern, 27% bei Krankenkassen, 9% bei Rück- und 6% bei Lebensversicherern. 20% 15% 10% 5% 0% -5% Swiss Issues Branchen 34

35 Immobilienwesen Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.1 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 38'100 Bruttowertschöpfung: CHF 5.5 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.0% Finanzierungskosten, Mietzinsen, Leerstandsziffer, Anzahl Neubauten, Anzahl und Volumen der Transaktionen, Outsourcing Binnenorientiert, starke regionale Verankerung, zersplitterte Marktstruktur mit einigen grossen und vielen kleinen Anbietern Regionale Agenturen mit breitem Dienstleistungsangebot (Verwaltung, Vermarktung, Facility Management), Immobiliendienstleister mit ausgeprägtem Risikobewusstsein Das Immobilienwesen bietet vielfältige Geschäftsmöglichkeiten; entsprechend unterschiedlich sind denn auch die Faktoren, welche die Branche beeinflussen. Die vier Haupttreiber sind die Höhe der Finanzierungskosten, die Anzahl der Neubauten sowie die Entwicklung der Mietzinsen und der Leerstandziffer. Die Margen der beschäftigungsstarken Subbranchen Immobilienverwalter und Facility Management sind höher, wenn die Mietpreise steigen und die Leerstände niedrig sind, da die Honorare der Liegenschaftsverwalter in der Regel an die Mieterträge gebunden sind. Zudem profitieren diese beiden Subbranchen von der Professionalisierung der Immobilienbewirtschaftung: Unternehmen bilden entweder Abteilungen, die ihre Immobilien professionell bewirtschaften, oder lagern diese Dienstleistungen an externe Verwalter aus. Weil in der Schweiz grösstenteils verkaufsseitig auf Maklerdienste zugegriffen wird, steigen deren Margen insbesondere dann, wenn das Wohnungsangebot stärker wächst als die Nachfrage. Je mehr Transaktionen stattfinden, desto besser ist die Marktsituation der Makler. Immobilienentwickler profitieren vor allem von niedrigen Finanzierungskosten, hohen Mieten und tiefen Leerständen. Das Immobilienwesen ist binnenorientiert und stark regional verankert. Es setzt sich aus wenigen sehr grossen und vielen kleinen Unternehmen zusammen. In der Immobilienverwaltung und -vermittlung sind die Eintrittsschranken sehr tief, weshalb die Preissetzungsmacht gering ist. Seit einigen Jahren treten auch vermehrt ausländische Unternehmen im Schweizer Markt auf, was die Konkurrenzsituation besonders bei den Maklern weiter verschärft. Anders sieht es bei Immobilienentwicklern und -händlern aus, wo die Eintrittshürden aufgrund des hohen Kapitalbedarfs bedeutend höher sind. Ein bisher kleiner, aber in den letzten Jahren wachsender Markt ist die temporäre Vermietung von Wohnungen in Zentren, in denen Wohnungsknappheit herrscht. Der Aufwand für Vermittler und Verwalter solcher Wohnungen ist deutlich höher als bei der herkömmlichen Vermietung. Die resultierenden Mehrkosten werden aber durch höhere Mietzinsen überkompensiert, sodass insgesamt höhere Margen für Vermittler und Verwalter resultieren. Das Chancen-Risiken-Verhältnis für das Immobilienwesen schätzen wir insgesamt als überdurchschnittlich ein. Das Bewusstsein der Unternehmen hinsichtlich des Werts von Immobilieneigentum nimmt zu. Deshalb dürften die Verwaltung und der Unterhalt von sowie der Handel mit Immobilien noch stärker professionalisiert oder ausgelagert werden. Das Jahr 2013 war beschäftigungsmässig zwar nicht mehr so dynamisch wie das Vorjahr, mit einem Beschäftigungswachstum von über 5% aber trotzdem stark. Die erwartete Beschleunigung des BIP-Wachstums und der Umstand, dass beim Wohnungsbau mehr als zwei Jahresproduktionen in Planung oder im Bau sind, bilden gute Voraussetzungen für Im langjährigen Vergleich dürften auch die Finanzierungskosten auf tiefem Niveau verbleiben, was die Wachstumschancen für das Immobilienwesen verbessert. Infolge der regen Bautätigkeit steigt das Leerstandsrisiko punktuell, was einerseits bei Verkäufern das Bedürfnis nach professioneller Vermarktung erhöhen dürfte, andererseits aber auf die Margen von Verwaltern und Entwicklern drücken könnte. Beschäftigung Veränderung zum Vorjahr in Prozent Die Beschäftigung in der Bauplanung, aber vor allem auch im Immobilienwesen stieg in den letzten zehn Jahren klar stärker als in der Bauausführung. 14% 12% 10% 8% 6% 4% 2% 0% -2% Immobilienwesen Architektur- und Ingenieurbüros Hochbau * Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Das Immobilienwesen wird durch die Immobilienverwaltung (NOGA 6832) und das Facility Management (NOGA 811) mit 62% aller Beschäftigten dominiert. Mit 20% sind im Bereich des Handels mit und der Vermietung von Immobilien (NOGA 681, 682) am zweitmeisten Personen beschäftigt. Weitere 15% sind im Makler- und Schätzwesen (NOGA 6831) tätig. Die kleinste Subbranche bilden mit 2% aller Beschäftigten die Entwickler (NOGA 411). Swiss Issues Branchen 35

36 Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.0 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 123'000 Bruttowertschöpfung: CHF 16.6 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 3.0% Regulierung, Compliance-Anforderungen, Globalisierung, Beratungsbudgets der Unternehmen, Standortattraktivität der Schweiz Moderat zyklisch, vorwiegend kleinbetrieblich strukturiert und binnenorientiert, tiefe Markteintrittsbarrieren Anbieter mit erfahrenen Mitarbeitern, hohen Qualitätsstandards, einer ausgeprägten Kundennähe und Verständnis für industriespezifische Herausforderungen; gut vernetzte Spezialisten auch den Kostendruck auf die Anbieter, da sie den Beratungsaufwand erhöhen. Die Beratungsunternehmen können diesen Zusatzaufwand oft nicht auf die Kunden abwälzen, was den Preisdruck verstärkt. Diesem Druck begegnen die Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater u.a. mit Auslagerungen (Outsourcing) und der Implementierung neuer Software. Ein zunehmend wichtiger Treiber ist das Streben nach Nachhaltigkeit. Dieser Trend erfordert bei Unternehmen viel Beratung bezüglich Konzeption und Umsetzung entsprechender Massnahmen. Trotz des steigenden Preisdrucks in einigen Bereichen beurteilen wir das Chancen-Risiken-Verhältnis aufgrund der zunehmend komplexeren Regulierungen und Compliance-Anforderungen als überdurchschnittlich war das globale Umfeld von Diskussionen über zusätzliche Regulierungen geprägt, was die Nachfrage der Branche begünstigte. In der Unternehmensberatung und -führung wurden Stellen geschaffen. Die in zahlreichen Unternehmen erforderlichen Restrukturierungen, neue Regulierungen (z.b. Compliance-Anforderungen bei Banken) und eine robuste Konjunktur werden auch 2014 für eine steigende Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen sorgen. Zunehmend komplexere Regulierungen und steigende Compliance-Anforderungen, der Standardisierungs- und Optimierungsdruck in vielen Wirtschaftszweigen sowie die fortschreitende Globalisierung erhöhen den Bedarf an verschiedenen Formen der Beratung für Unternehmen. Dies gilt besonders für den Finanzsektor, der in der Schweiz überdurchschnittlich gross ist und die meisten Beratungsleistungen nachfragt. Die Branche ist generell nur moderat konjunkturabhängig. Die Wirtschaftsprüfung wächst mit der Gesamtwirtschaft, während die Nachfrage nach Unternehmensberatung von den Beratungsbudgets der Unternehmen abhängt. Angesichts der zunehmenden Globalisierung und der hohen Innovationskraft in der Schweiz sind auch Patentanwälte immer gefragter. Die Schweiz hat in den letzten Jahren viele Konzernhauptsitze angezogen. Die Attraktivität des Standorts Schweiz ist somit ein weiterer Treiber für den Geschäftsgang der Branche. Geografisch finden sich die Brennpunkte der Branche wenig überraschend in den Regionen Basel, Zürich/Zug und dem Genferseebogen. Diese Regionen begrüssten in den letzten Jahren viele neue Firmen und Hauptsitze. Die Branche ist trotz der «Big Four»-Wirtschaftsprüfer kleinbetrieblich strukturiert. In der Wirtschaftsprüfung und den damit direkt verknüpften Bereichen arbeitet jeder vierte Mitarbeiter in einem dieser vier Betriebe. Bei den Anwälten sind rund 90% in einem Betrieb mit weniger als zehn Mitarbeitern tätig. Die Markteintrittsbarrieren sind je nach Subbranche unterschiedlich hoch. Während «Unternehmensberater» kein geschützter Titel ist, müssen beispielsweise die Patentanwälte eine hoch spezialisierte und zeitintensive Ausbildung absolvieren. Die zunehmenden Regulierungen, auch in der Revision, sorgen zwar für entsprechendes Nachfragewachstum, jedoch verstärken sie Umsatz und Beschäftigung In Tausend CHF; Index 2004 = 100 Die Branche hat seit der Dotcom-Blase umsatz- und beschäftigungsmässig stark zugelegt. Sie gehörte zu den wenigen Branchen, die während und nach der Finanzkrise Stellen schufen. 1'900 1'850 1'800 1'750 1'700 1'650 1'600 1'550 1'500 1'450 1'400 1'350 Umsatz Wirtschaftsprüfer* Branchenbeschäftigung (rechte Achse) Beschäftigung Gesamtwirtschaft ohne 1. Sektor (rechte Achse) ** Quelle: Bundesamt für Statistik, Staatssekretariat für Wirtschaft, Credit Suisse; *Ernst & Young, KPMG, PWC, keine Daten für 2004 und 2013; **Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Die Branche setzt sich einerseits aus Rechts- und Patentanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Treuhändern (NOGA 69), andererseits aus Firmensitzaktivitäten, Unternehmens- und PR-Beratern (NOGA 70) zusammen. Die Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Treuhänder (NOGA 692) stellen mit einem Beschäftigungsanteil von 30% die grösste Subbranche dar Swiss Issues Branchen 36

37 Architektur- und Ingenieurbüros Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.3 Durchschnittlich Beschäftigte: 90'000 Bruttowertschöpfung: CHF 12.1 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 2.2% Neu- und Umbauaktivität, Bautrends, Staatsausgaben Kleinbetrieblich strukturiert, tiefe Markteintrittsbarrieren Büros mit Gesamtleistungspaketen und guten Kontakten zu Immobilieninvestoren, General- und Totalunternehmen; auf Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen spezialisierte Ingenieure und Architekten mit gutem Leistungsaufweis Architektur- und Ingenieurbüros unterscheiden sich in ihren Aufgabenfeldern. Das Aufgabengebiet der Architekten erstreckt sich vom Entwurf und der Planung von Neu- oder Umbauten über Gartenarchitektur bis zur Raumplanung. Im Zentrum der Entwürfe von Architekten stehen dabei oft ästhetische Betrachtungen. Der Wunsch der Auftragsgeber nach Individualität und zeitgemässer Architektur füllt die Auftragsbücher der Architekturbüros. Neben Neubauplanungen spielen Umbauten und Erweiterungen eine wichtige Rolle für die Auftragslage. Eine gute Baukonjunktur und Bautrends wie Aufstockungen, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bescheren den Architekten ein hohes Auftragsvolumen. Ingenieurbüros sind fachlich breiter diversifiziert als Architekturbüros und legen den Fokus bei ihren Planungen besonders auf technische Probleme wie Statik und Funktionalität. Neben dem Hochbau sind Ingenieure besonders bei der Planung von Infrastruktur- und Verkehrsbauten gefragt. Ihr Geschäftsgang hängt von den Infrastrukturbedürfnissen und deren Finanzierbarkeit durch die öffentliche Hand ab. Öffentliche Aufträge lindern die Konjunkturabhängigkeit der Branche. Ingenieure sind zudem für Gebäude- und Elektrotechnik verantwortlich. Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist hoch. Der Beruf «Architekt» ist kein geschützter Titel, was die ohnehin schon tiefen Eintrittsbarrieren zusätzlich senkt. Dies lässt sich auch daran erkennen, dass Architektur- und Ingenieurbüros im letzten Jahr nicht mit einer Erhöhung ihrer Honorare rechneten, obwohl etwa die Hälfte der Büros einen Mangel an Arbeitskräften beklagt und die Auftragsbücher so gut gefüllt sind wie kaum je zuvor. Um im intensiven Wettbewerb an gute Aufträge zu gelangen, sind enge Kontakte zu General- und Totalunternehmen, welche die Planungsaufträge oftmals extern vergeben, sehr wichtig. Wettbewerbsvorteile verschaffen sich auch Büros, die sich in Sparten wie Energieeffizienz oder Nachhaltigkeit spezialisieren und sich mit bereits realisierten Projekten einen Namen machen konnten. Die Bauausführung hat mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen, so dass viele Projekte nach der Bewilligung in der Bauphase stecken bleiben. Den Architekten droht bei nachlassender Nachfrage eine Strukturbereinigung. Im Gegensatz dazu ist der Bautrend in Richtung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ungebrochen und dürfte auch mittelfristig einen hohen Planungsaufwand generieren. Investitionen in Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur bieten insbesondere den Ingenieuren Gelegenheiten. Die Chancen- Risiken-Bewertung fällt unter dem Strich durchschnittlich aus. Das Jahr 2013 bescherte den Projektierungsbüros eine Fülle von Aufträgen. Das dürfte sich im Jahr 2014 kaum ändern, da die Auftragsbestände für fast zwölf Monate ausreichen und die Zinsen im langjährigen Vergleich weiterhin tief bleiben sollten. Damit ist auch im laufenden Jahr ein grosser Anreiz für Investitionen gegeben. Zudem sendet der Tiefbau nachhaltige Wachstumssignale, was den Ingenieuren neue Aufträge verspricht. Etwas anders sieht es im Hochbau aus, wo die Nachfrage nach Neuwohnungsbauten zwar vorhanden ist, jene nach Wirtschaftsbauten aber schwach ausfällt. Diese konträren Entwicklungen im Hochbau dürften die Aussichten etwas trüben. Reichweite der Aufträge Veränderung zum Vorjahr in Prozent; Reichweite in Monaten Seit 2011 stauen sich die Aufträge in den Architektur- und Ingenieurbüros. Im Bau gibt es bereits seit 2010 einen solchen Stau. 25% 20% 15% 10% 5% 0% -5% Änderung der Reichweite bei Architektur- und Ingenieurbüros Änderung der Reichweite beim Baugewerbe Reichweite der Projektierungsaufträge im Jahresmittel (rechte Achse) Quelle: Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Credit Suisse Rund 44% aller Beschäftigten in den Architektur- und Ingenieurbüros (NOGA 711) sind im Bereich der Architektur und Raumplanung tätig. Weitere 43% arbeiten in Ingenieurbüros. Die restlichen Mitarbeitenden der Branche verteilen sich auf Geometerbüros sowie anderweitige technische Beratung und Planung Swiss Issues Branchen 37

38 Unterrichtswesen Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.0 Durchschnittlich Beschäftigte: 195'400 Bruttowertschöpfung: CHF 10.9 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 2.0% Demografie, Wissensgesellschaft, Kaufkraft, Bildungsniveau, öffentliches Bildungssystem, Ansiedelung internationaler Firmen und Organisationen Grundausbildung stark reguliert und staatlich dominiert, Weiterbildungsmarkt mehrheitlich privatwirtschaftlich, mit Ausnahme der öffentlichen Institutionen kleinbetrieblich strukturiert Zertifizierte Anbieter, Anbieter anerkannter Diplome und internationaler Abschlüsse, Anbieter von praxisnaher beruflicher Weiterbildung Das Unterrichtswesen bedient die gesamte Bedürfnispalette der Aus- und Weiterbildung. Die Branche ist stark von der demografischen Entwicklung geprägt. Schwankungen bei der Geburtenziffer und Migrationswellen führen mit entsprechender zeitlicher Verzögerung zu wachsenden oder schrumpfenden Schülerzahlen in der Primar- und Sekundarschule. Derweil hat die zunehmende Bedeutung von Wissen und nachweisbarer Qualifikation bei den tertiären Bildungsangeboten und im Weiterbildungsbereich eine stetig wachsende Nachfrage zur Folge. Im Gegensatz zur Grundausbildung werden die Ausgaben in der Weiterbildung weitgehend von Privatpersonen und Firmen getragen. Insbesondere Anbieter beruflicher Weiterbildung sind daher dem Konjunkturzyklus unterworfen. Der mit einem geschätzten Volumen von gut CHF 5 Mrd. im Vergleich zur Grundausbildung kleinere Weiterbildungsmarkt dürfte mit der demografischen Alterung an Gewicht gewinnen. Im Zuge des technologisch induzierten strukturellen Wandels der Wirtschaft und der sich daher laufend veränderten Anforderungen des Arbeitsmarkts gewinnt lebenslanges Lernen immer mehr an Bedeutung. Die wachsende Kaufkraft, das steigende Bildungsniveau und die Multioptionsgesellschaft fördern zudem das Interesse an nicht-beruflicher Weiterbildung (z.b. Sprach-, Koch- und Tanzkurse). Internationale Schulen, Eliteinternate und Business Schools sind zum Teil stark exportorientiert (d.h. stark auf ausländische Schüler und Studenten ausgerichtet) und haben eine gute bis exzellente internationale Reputation. Der Grundausbildungsbereich und grosse Teile des nicht-formalen Weiterbildungsmarkts sind hingegen binnenorientiert. Die Branchenstruktur ist höchst heterogen. Die Grundausbildung wird als Pfeiler des öffentlichen Bildungssystems mehrheitlich von staatlichen Institutionen bereitgestellt. Nur 4% der Kinder besuchen während der obligatorischen Schulzeit eine Privatschule. Diese Kinder sind mehrheitlich ausländischer Herkunft, wobei ihre Eltern meist als Expats in internationalen Firmen und Organisationen tätig sind. Unter den privaten Anbietern reicht das Spektrum von Kleinstbetrieben (Lernstudios, Trainer) über Privatschulen bis zu Weiterbildungskonzernen. Vor allem kleinere Weiterbildungsanbieter beklagen einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. Mit dem sich Anfang 2014 noch in Bearbeitung befindlichen Weiterbildungsgesetz will der Bund unter anderem die Qualität und die Transparenz erhöhen, ohne übermässig stark in einen grundsätzlich gut funktionierenden Markt einzugreifen. Die Nachfrage nach Aus- und Weiterbildung wächst langsam, aber stetig. Die Branche weist daher trotz steigenden Spardrucks bei den öffentlichen Finanzen ein durchschnittliches Chancen-Risiken-Profil auf nahm die Branchenbeschäftigung um rund 3% zu. Die Branche expandierte damit ähnlich stark wie im Vorjahr dürfte die Studierendenzahl leicht steigen, wogegen die Schülerzahlen an den obligatorischen Schulen stagnieren. Ausserdem dürfte sich die anhaltend robuste Konjunktur positiv auf die Weiterbildungsbudgets der Unternehmen auswirken. Die Gesamtbranche sollte daher 2014 erneut moderat wachsen. Anzahl Studierende und Bevölkerung Index 2004 = 100 Die Anzahl Studierender auf Tertiärstufe nahm in der letzten Dekade prozentual fünfmal stärker zu als die Bevölkerung. Besonders stark wuchs die Studierendenzahl an den Fachhochschulen. Der Bildungsstand der Bevölkerung steigt somit laufend Höhere Berufsbildung Universität Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Fachhochschulen und PHZ Bevölkerung Zum Unterrichtswesen (NOGA 85) gehören die Erziehung sowie die Aus- und Weiterbildung aller Stufen, Berufe und Fähigkeiten. Dabei wird nach Art und Stufe der Bildung unterschieden (Sport, Sprachen, Informatik usw.; Primar-, Sekundar- und Tertiärstufe usw.; Prüfungsvorbereitung). Swiss Issues Branchen 38

39 Gesundheitswesen und Pflege Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 1.3 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 306'300 Bruttowertschöpfung: CHF 28.6 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 5.1% Medizinisch-technologischer Fortschritt, Patientenansprüche, Informationsasymmetrie, Demografie, Finanzierungssystem Stationäre Anbieter konzentriert, ambulante Anbieter kleinbetrieblich strukturiert; stark reguliert; regionale Märkte; eingeschränkter Wettbewerb Gut vernetzte Anbieter in Wachstumsregionen an gut erreichbarer Lage, spezialisierte Anbieter mit klarer Zielgruppe, Anbieter mit geografischer Monopolstellung Der medizinisch-technologische Fortschritt bringt laufend neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten mit sich, die in Kombination mit steigenden Ansprüchen an die Gesundheit und das Wohlbefinden in eine stetig wachsende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen münden. Eine ausgeprägte Informationsasymmetrie zwischen Leistungserbringer und Patient sorgt für zusätzliche Ausgaben. Auch das Bevölkerungswachstum und die demografische Alterung lassen die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigen. Die soziale Ausgestaltung des Finanzierungssystems, basierend auf der obligatorischen Krankenkasse und staatlichen Umverteilungsmechanismen, verstärkt die nachfragetreibenden Effekte der genannten Faktoren zusätzlich. Langfristig sind die Ausgaben für das Gesundheitswesen stark an die gesamtwirtschaftliche Einkommensentwicklung gekoppelt, kurzfristig sind sie jedoch relativ azyklisch. Die Branche ist ausgesprochen binnenorientiert und dürfte dies auf absehbare Zeit auch bleiben. Dienstleistungsexporte beschränken sich heute auf wenige Nischen und die Behandlung von Feriengästen. Die Branche ist stark reguliert und politisch geprägt. Der Patient bezahlt durchschnittlich nur etwa ein Viertel der Kosten direkt. Der Rest wird durch die obligatorische Krankenversicherung, andere Sozialversicherungen und Steuern finanziert. Die Versorgungsplanung ist vorwiegend Sache der Kantone, was eine ausgesprochen kleinräumige Marktstruktur zur Folge hat. Regulatorische Vorgaben schränken in vielen Bereichen den Marktzugang ein und schützen so bestehende Anbieter vor Wettbewerb (z.b. Ärztestopp). Auch die Preise sind weitgehend staatlich administriert. Der Wettbewerb richtet sich daher stärker auf Qualitätsmerkmale und infolge mangelnder Mess- und Vergleichsbarkeit vor allem auf Ausstattungsund Mengenaspekte (z.b. welches Spital welche Behandlung anbietet und wie oft durchführt). Angesichts der stetig steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen nimmt der politische Druck zur Kostenreduktion zu. Das Ausgabenwachstum soll in erster Linie über eine erhöhte Effizienz gedämpft werden. Sowohl im konzentrierten stationären Teil der Branche als auch im kleinbetrieblich geprägten ambulanten Teil setzt daher zunehmend ein Konzentrations-, Spezialisierungs- und Koordinationsprozess ein. Für Spitäler und Praxen gewinnen eine klare Positionierung, effizientere Prozesse und eine gute Vernetzung mit komplementären Anbietern entlang der Versorgungskette daher an Bedeutung. Aufgrund der auf absehbare Zeit kaum nachlassenden Nachfragedynamik bewerten wir das Chancen- Risiken-Profil der Branche trotz des zunehmenden Kostendrucks als überdurchschnittlich. Die Branchenumsätze wuchsen 2013 weiter, auch wenn das neue Spitalfinanzierungsregime einen gewissen Kostendruck mit sich brachte. Über die effektiven Umsätze herrschte Ende 2013 noch Unsicherheit, da die Tarife für stationäre Spitalbehandlungen für 2012 und 2013 teilweise vor dem Bundesverwaltungsgericht angefochten wurden und deshalb nicht definitiv festgelegt sind. Angesichts der stetig steigenden Nachfrage dürften die Umsätze in der Gesamtbranche auch 2014 zunehmen trotz gleichzeitig wachsenden Kostendrucks im Spitalbereich. Gesundheitsausgaben und Beschäftigung Wachstumsbeiträge nach Subbranchen in Prozentpunkten; Index 2004 = 100 Die Gesundheitsausgaben nehmen selbst in einem rezessiven Umfeld in praktisch allen Subbranchen zu. Entsprechend entwickelte sich auch die Beschäftigung im Gesundheitswesen in den letzten zehn Jahren deutlich dynamischer als in der Gesamtwirtschaft. 8% 7% 6% 5% 4% 3% 2% 1% 0% Gesamtes Gesundheitswesen Spitäler Ärzte Pflegeheime Andere Gesamtwirtschaft (rechte Achse) Gesundheitswesen (rechte Achse) * 2013** Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Kostenwachstum von Credit Suisse geschätzt; **Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Zur Branche gehört neben den Pflegeheimen (NOGA 871) in erster Linie das Gesundheitswesen (NOGA 86) mit den Krankenhäuser, Ärzten, Zahnärzten, Psychiatern, Psychologen, Physiotherapeuten und weiteren Anbietern wie Hauspflegediensten und Laboren Swiss Issues Branchen 39

40 Sozialwesen und Heime Mittelfristige Chancen-Risiken-Bewertung: 0.8 Überdurchschnittlich Beschäftigte: 97'500 Bruttowertschöpfung: CHF 8.3 Mrd. Anteil an der Schweizer Bruttowertschöpfung: 1.5% (Sozio-) Demografie, Bereitschaft zu Freiwilligenarbeit, Spendenbereitschaft, öffentliches Sozialsystem, Staatsausgaben Stark reguliert, personalintensiv, kleinräumige Märkte Kinderbetreuungsstätten an beliebter Wohn- und Geschäftslage, Institutionen mit öffentlichem Leistungsauftrag, etablierte Organisationen der sozialen Wohlfahrt Die Branche bedient eine breite Nachfrage nach unterschiedlichen Betreuungs-, Beratungs- und Fürsorgedienstleistungen für Suchtkranke, Behinderte, Personen mit psychosozialen Problemen sowie Kleinkinder und Betagte. Die wichtigsten Nachfragetreiber sind demografischer oder soziodemografischer Natur. Besonders die demografische Alterung, veränderte Familienstrukturen, eine erhöhte geografische Mobilität und eine steigende Frauenerwerbsquote führen zu einer laufend wachsenden Nachfrage nach Betreuung und Unterstützung ausserhalb des Bekannten- und Angehörigenkreises. Im letzten Jahrzehnt ist die im Sozialwesen wichtige Freiwilligenarbeit zurückgegangen. Entsprechend hat die Nachfrage nach professionellen Angeboten zugenommen. In verschiedenen Bereichen des Sozialwesens spielen Spendeneinnahmen eine wichtige Rolle. Die Betreuung von Behinderten, Suchtkranken, Menschen mit psychosozialen Problemen und Betagten wird massgeblich via Sozialversicherungen sowie Betriebszulagen für öffentliche Leistungsaufträge finanziert. Die familienergänzende Kinderbetreuung wird mittels Steuerabzügen sowie Impuls- oder Anschubfinanzierungen für Krippen gefördert. Nach wie vor zahlen Eltern die Kindertagesstätten jedoch hauptsächlich selbst. Die Preise in dem oft nicht gewinnorientierten Sektor werden in erster Linie durch die anfallenden Kosten bestimmt. Das Sozialwesen ist im Branchenvergleich äusserst personalintensive. Entsprechend hängen die Kosten stark von den Löhnen der Mitarbeitenden und vor allem dem Betreuungsverhältnis ab. Letzteres ist wie viele andere Bereiche der Branche oft reguliert. Zum Teil setzen Branchenverbände selber Standards und wirken in der Gestaltung staatlicher Regulierungen mit. Die Finanzierung der Tagesbetreuung von Kindern ist von politischen Entscheiden geprägt. Alleine 2013 musste der Souverän über zwei die Branche betreffende Verfassungsartikel entscheiden. Der «Familienartikel», der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Sinne eines Förderartikels in der Bundesverfassung verankern wollte, wurde abgelehnt. Die im November ebenfalls abgelehnte «Familieninitiative» forderte einen mindestens gleich hohen Steuerabzug für die Eigen- wie für die Fremdbetreuung. Die Branchenstruktur ist heterogen. Die Subbranchen Betreuung älterer Menschen und Behinderter sowie Alters- und Behindertenwohnheime sind konzentriert, das restliche Sozialwesen (z.b. Kindertagesstätten) ist kleinbetrieblich strukturiert. Der Wettbewerbsdruck ist relativ gering; mancherorts übersteigt die Nachfrage das Angebot. Dies drückt sich auch in der im Branchenvergleich tiefen Konkursrate aus. Angesichts des robusten, soziodemografisch bedingten Nachfragewachstums bei gleichzeitig geringer Wettbewerbsintensität schreiben wir der Branche ein überdurchschnittliches Chancen-Risiken-Profil zu. Die Branchenbeschäftigung nahm 2013 leicht stärker zu als in den Vorjahren, was auf entsprechend gestiegene Umsätze hinweist. Angesichts der robusten längerfristigen Nachfragetrends sollten die Umsätze der eher azyklischen Branche auch dieses Jahr zulegen, auch wenn sich der Spardruck bei den öffentlichen Finanzen punktuell erhöhen dürfte. Beschäftigung und Freiwilligenarbeit Index 2004 = 100; Stunden pro Person pro Monat In der letzten Dekade nahm die Beschäftigtenzahl im Sozialwesen und bei den Heimen deutlich schneller zu als in der Gesamtwirtschaft. Der Rückgang der durchschnittlich geleisteten Freiwilligenarbeitsstunden trug massgeblich zu diesem Anstieg bei Freiwilligenarbeit (rechte Achse) Beschäftigung Heime 8 Beschäftigung Gesamtwirtschaft Beschäftigung Sozialwesen * Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse; *Werte 2013 von Credit Suisse geschätzt Zum Sozialwesen (NOGA 88) gehören die soziale Fürsorge, Vermittlung, Beratung und Betreuung sowie Organisationen der Wohlfahrtspflege und die Tagesbetreuung von Kindern. Mit Ausnahme der Pflegeheime gehört auch das Heimwesen (NOGA 87) zur Branche. Im Sozialwesen arbeiten 55%, in den verschiedenen Heimen rund 45% der Branchenbeschäftigten Swiss Issues Branchen 40

41 Offenlegungen Bestätigung Alle in diesem Bericht aufgeführten Analysten bestätigen hiermit, dass die in diesem Bericht geäusserten Ansichten über Unternehmen und deren Wertschriften mit ihren persönlichen Ansichten über sämtliche hier analysierten Unternehmen und Wertschriften übereinstimmen. Die Analysten bestätigen darüber hinaus, dass eine bereits erhaltene oder zukünftige Entschädigung in keiner Art und Weise direkt oder indirekt mit den in diesem Bericht ausgedrückten Empfehlungen oder Ansichten in Verbindung steht. Die in diesem Bericht erwähnten Knowledge Process Outsourcing Analysten (KPO-Analysten) sind bei der Credit Suisse Business Analytics (India) Private Limited angestellt. Wichtige Offenlegungen Die Credit Suisse veröffentlicht Research-Berichte nach eigenem Ermessen. Dabei bezieht sie sich auf Entwicklungen in den analysierten Unternehmen, im Sektor oder Markt, die für die im Bericht geäusserten Meinungen und Ansichten wesentlich sein können. Die Credit Suisse veröffentlicht ausschliesslich unparteiische, unabhängige, eindeutige, faire und nicht irreführende Anlagestudien. Der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Credit Suisse verbindliche Code of Conduct ist online unter folgender Adresse abrufbar: https://www.credit-suisse.com/governance/doc/code_of_conduct_de.pdf Weitere Informationen wie Offenlegungen im Zusammenhang mit anderen Emittenten erhalten Sie online auf der Seite «Disclosure» der Credit Suisse unter folgender Adresse: https://www.credit-suisse.com/legal/pb_research/independence_de.pdf Die Entschädigung der für diesen Research-Bericht verantwortlichen Analysten setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, darunter dem Umsatz der Credit Suisse. Einen Teil dieses Umsatzes erwirtschaftet die Credit Suisse im Bereich Investment Banking. Zusätzliche Offenlegungen für folgende Rechtsordnungen Vereinigtes Königreich: Weitere Offenlegungsinformationen für den Bereich Fixed Income erhalten Kunden der Credit Suisse (UK) Limited und der Credit Suisse Securities (Europe) Limited unter der Telefonnummer Weitere Informationen wie Offenlegungen im Zusammenhang mit anderen Emittenten erhalten Sie online auf der Seite «Global Research Disclosure» der Credit Suisse unter folgender Adresse: Allgemeiner Haftungsausschluss / Wichtige Information Informationen zu den mit Anlagen in die hierin behandelten Wertpapiere verbundenen Risiken finden Sie unter folgender Adresse: https://research.credit-suisse.com/riskdisclosure Alle Hinweise auf die Credit Suisse beziehen sich ebenfalls auf mit ihr verbundene Unternehmen und Tochtergesellschaften. Weitere Informationen über die Organisationsstruktur finden sich unter folgender Adresse: Die Informationen und Meinungen in diesem Bericht wurden von der Abteilung Research der Division Private Banking & Wealth Management der Credit Suisse am angegebenen Datum erstellt und können sich ohne vorherige Mitteilung ändern. Aufgrund unterschiedlicher Bewertungskriterien können die in diesem Bericht geäusserten Ansichten über einen bestimmten Titel von Ansichten und Beurteilungen des Credit Suisse Research Department der Division Investment Banking abweichen oder diesen widersprechen. Die vorliegende Publikation ist nicht für die Verbreitung an oder die Nutzung durch natürliche oder juristische Personen bestimmt, die Bürger eines Landes sind oder in einem Land ihren Wohnsitz bzw. ihren Gesellschaftssitz haben, in dem die Verbreitung, Veröffentlichung, Bereitstellung oder Nutzung dieser Informationen geltende Gesetze oder Vorschriften verletzen würde oder in dem die Schweizer Bank Credit Suisse AG, oder ihre Tochter- und verbundenen Unternehmen («CS») Registrierungs- oder Zulassungspflichten erfüllen müssten. Alle Informationen in dieser Publikation unterliegen dem Copyright der CS, sofern nicht anders angegeben. Weder der Bericht noch sein Inhalt noch Kopien davon dürfen ohne die vorherige schriftliche Genehmigung durch die CS verändert, übertragen, kopiert oder an Dritte verteilt werden. Alle in diesem Bericht verwendeten Warenzeichen, Dienstleistungsmarken und Logos sind Warenzeichen oder Dienstleistungsmarken bzw. eingetragene Warenzeichen oder Dienstleistungsmarken der CS oder ihrer verbundenen Unternehmen. Der Bericht wurde einzig zu Informationszwecken publiziert und ist weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder ähnlichen Finanzinstrumenten. Die CS bietet keine Beratung hinsichtlich der steuerlichen Konsequenzen einer Anlage und empfiehlt Anlegern, einen unabhängigen Steuerberater zu konsultieren. Zu beachten ist insbesondere, dass sich die Steuerbasis und die Höhe der Besteuerung ändern können. Die CS hält die im Disclosure-Anhang des vorliegenden Berichts enthaltenen Informationen und Meinungen für richtig und vollständig. Die Informationen und Meinungen in den übrigen Abschnitten des Berichts stammen aus oder basieren auf Quellen, die die CS als zuverlässig erachtet. Dennoch kann keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen geleistet werden. Weitere Informationen sind auf Anfrage erhältlich. Die CS lehnt jede Haftung für Verluste aus der Verwendung dieses Berichts ab, es sei denn, dieser Haftungsausschluss steht im Widerspruch zu einer Haftung, die sich aus bestimmten für die CS geltenden Statuten und Regelungen ergibt. Dieser Bericht ist kein Ersatz für eine unabhängige Beurteilung. Die CS hat möglicherweise eine Handelsidee zu diesem Wertpapier veröffentlicht oder wird dies möglicherweise in Zukunft tun. Handelsideen sind kurzfristige Handelsempfehlungen, die auf Marktereignissen und Katalysatoren basieren, wohingegen Unternehmensempfehlungen Anlageempfehlungen darstellen, die auf dem erwarteten Gesamtertrag im 6 bis 12- Monats-Horizont basieren, gemäss der Definition im Disclosure-Anhang. Da Handelsideen und Unternehmensempfehlungen auf unterschiedlichen Annahmen und Analysemethoden basieren, könnten die Handelsideen von den Unternehmensempfehlungen abweichen. Ausserdem hat die CS möglicherweise andere Berichte veröffentlicht oder wird möglicherweise Berichte veröffentlichen, die im Widerspruch stehen zu dem vorliegenden Bericht oder zu anderen Schlussfolgerungen gelangen. Diese Berichte spiegeln die verschiedenen Annahmen, Einschätzungen und Analysemethoden wider, auf denen sie basieren, und die CS ist in keiner Weise verpflichtet, sicherzustellen, dass der Empfänger Kenntnis von anderen entsprechenden Berichten erhält. Die CS ist involviert in zahlreiche Geschäfte, die mit dem genannten Unternehmen in Zusammenhang stehen. Zu diesen Geschäften gehören unter anderem Handel, Risikoarbitrage, Market Making und anderer Eigenhandel. Die Informationen, Meinungen und Schätzungen in diesem Bericht entsprechen der Beurteilung durch die CS am angegebenen Datum und können sich ohne vorherige Mitteilung ändern. Der Bericht kann Internet-Adressen oder die entsprechenden Hyperlinks beinhalten. Die CS hat die Inhalte der Internet-Seiten, auf die Bezug genommen wird, nicht überprüft und übernimmt keine Verantwortung für deren Inhalte, es sei denn, es handelt sich um eigene Internet-Seiten der CS. Die Adressen und Hyperlinks (einschliesslich Adressen und Hyperlinks zu den eigenen Internet-Inhalten der CS) werden nur als Annehmlichkeit und Information für Sie veröffentlicht, und die Inhalte der Seiten, auf die verwiesen wird, sind keinesfalls Bestandteil des vorliegenden Dokuments. Der Besuch der Internet-Seiten oder die Nutzung von Links aus dem vorliegenden Bericht oder der Internet-Seite der CS erfolgt auf Ihr eigenes Risiko. Distribution von Research-Berichten Wo im Bericht nicht anders vermerkt, wird dieser Bericht von der Schweizer Bank Credit Suisse AG verteilt, die der Zulassung und Regulierung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht untersteht. Australien: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse AG, Sydney Branch (CSSB) (ABN AFSL ), ausschliesslich an «Wholesale-Kunden», definiert nach s761g des Corporations Act 2001, verteilt. CSSB übernimmt keine Gewähr, noch macht sie Zusicherungen zur Wertentwicklung der in diesem Bericht erwähnten Finanzprodukte. Bahamas: Der vorliegende Bericht wurde von der Schweizer Bank Credit Suisse AG erstellt und im Namen der Credit Suisse AG, Nassau Branch, verteilt. Diese Niederlassung ist ein bei der Securities Commission der Bahamas eingetragener Broker-Dealer. Bahrain: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse AG, Bahrain Branch, verteilt, die über eine Zulassung der Central Bank of Bahrain (CBB) als Investment Firm Category 2 verfügt und von dieser reguliert wird. Brasilien: Die hierin enthaltenen Angaben dienen lediglich zu Informationszwecken und sollten nicht als ein öffentliches Angebot für Wertpapieren in Brasilien verstanden werden. Hierin erwähnte Wertschriften sind möglicherweise nicht bei der brasilianischen Börsenaufsicht CVM (Comissão de Valores Mobiliáros) registriert. Deutschland: Die Credit Suisse (Deutschland) AG untersteht der Zulassung und Regulierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie verbreitet Finanzanalysen an ihre Kunden, die durch ein mit ihr verbundenes Unternehmen erstellt worden sind. Dubai: Diese Informationen werden von der Credit Suisse AG, Dubai Branch, verteilt, die über eine ord- Swiss Issues Branchen 41

42 nungsgemässe Lizenz der Dubai Financial Services Authority (DFSA) verfügt und unter deren Aufsicht steht. Finanzprodukte oder -dienstleistungen in diesem Zusammenhang richten sich ausschliesslich an Grosskunden mit liquiden Mitteln von über USD 1 Mio., die über ausreichend Erfahrung in Finanzfragen verfügen, um sich im Sinne eines Grosskundengeschäfts in Finanzmärkten engagieren zu können, und die regulatorischen Kriterien für eine Kundenbeziehung erfüllen. Frankreich: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse (France) verteilt. Diese ist ein Anbieter von Investitionsdienstleistungen und verfügt über eine Zulassung der Autorité de Contrôle Prudentiel (ACP).. Die Credit Suisse (France) untersteht der Aufsicht und Regulierung der Autorité de Contrôle Prudentiel und der Autorité des Marchés Financiers. Gibraltar: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse (Gibraltar) Limited verteilt. Die Credit Suisse (Gibraltar) Limited ist eine unabhängige Gesellschaft, die zu 100 % im Besitz der Credit Suisse ist. Sie untersteht der Regulierung der Gibraltar Financial Services Commission. Guernsey: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse (Channel Islands) Limited verteilt, einer unabhängigen Rechtseinheit, die in Guernsey unter der Nummer und unter der Anschrift Helvetia Court, Les Echelons, South Esplanade, St Peter Port, Guernsey, eingetragen ist. Die Credit Suisse (Channel Islands) Limited ist zu 100% im Besitz der Credit Suisse AG. Sie wird von der Guernsey Financial Services Commission überwacht. Der jeweils aktuelle testierte Jahresabschluss ist auf Anfrage erhältlich. Indien: Der Vertrieb des vorliegenden Berichts erfolgt durch die Credit Suisse Securities (India) Private Limited («Credit Suisse India»), die vom Securities and Exchange Board of India (SEBI) beaufsichtigt wird unter den SEBI- Registrierungsnummern INB , INF , INB und INF und deren Geschäftsadresse wie folgt lautet: 9th Floor, Ceejay House, Plot F, Shivsagar Estate, Dr. Annie Besant Road, Worli, Mumbai , Indien, Tel Italien: Dieser Bericht wird in Italien einerseits von der Credit Suisse (Italy) S.p.A. verteilt, einer gemäss italienischem Recht gegründeten und registrierten Bank, die der Aufsicht und Kontrolle durch die Banca d'italia und CONSOB untersteht, sowie andererseits von der Credit Suisse AG, einer Schweizerischen Bank mit Lizenz zur Erbringung von Banking und Finanzdienstleistungen in Italien. Japan: Dieser Bericht wird von Credit Suisse Securities (Japan) Limited, Financial Instruments Dealer, Director-General of Kanto Local Finance Bureau (Kinsho) No. 66, Mitglied der Japan Securities Dealers Association, Financial Futures Association of Japan, Japan Investment Advisers Association und Type II Financial Instruments Firms Association, ausschliesslich in Japan verteilt. Credit Suisse Securities (Japan) Limited wird diesen Bericht nicht ausserhalb Japans verteilen oder in Länder ausserhalb Japans weiterleiten. Jersey: Der Vertrieb des vorliegenden Berichts erfolgt durch die (Channel Islands) Limited, Jersey Branch, die von der Jersey Financial Services Commission beaufsichtigt wird. Die Geschäftsadresse der Credit Suisse (Channel Islands) Limited, Jersey Branch, in Jersey lautet: TradeWind House, 22 Esplanade, St Helier, Jersey JE2 3QA. Katar: Diese Information wird von der Credit Suisse Financial Services (Qatar) L.L.C verteilt, die über eine Bewilligung der Aufsichtsbehörde für den Finanzplatz Katar (QFCRA) verfügt und von dieser reguliert wird (QFC Nr ). Alle Finanzprodukte oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit diesem Bericht sind nur für Geschäftskunden oder Vertragspartner (gemäss Definition der Aufsichtsbehörde für den Finanzplatz Katar (QFCRA)) zugänglich. Zu dieser Kategorie gehören auch Personen mit einem liquiden Vermögen von über USD 1 Mio., die eine Einstufung als Geschäftskunden wünschen und die über genügend Kenntnisse, Erfahrung und Verständnis des Finanzwesens verfügen, um sich an solchen Produkten und/oder Dienstleistungen zu beteiligen. Luxemburg: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse (Luxembourg) S.A. verteilt. Diese ist eine luxemburgische Bank, die über eine Zulassung der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) verfügt und von dieser reguliert wird. Mexiko: Die im Bericht enthaltenen Informationen stellen kein öffentliches Angebot von Wertschriften gemäss dem mexikanischen Wertschriftengesetz dar. Der vorliegende Bericht wird nicht in den mexikanischen Massenmedien angeboten. Der Bericht enthält keine Werbung im Zusammenhang mit der Vermittlung oder Erbringung von Bankdienstleistungen oder Anlageberatung auf dem Hoheitsgebiet Mexikos oder für mexikanische Staatsbürger. Russland: Das in diesem Bericht angebotene Research ist in keiner Art und Weise als Werbung oder Promotion für bestimmte Wertpapiere oder damit zusammenhängende Wertpapiere zu verstehen. Dieser Research-Bericht stellt keine Bewertung im Sinne des Bundesgesetzes über Bewertungsaktivitäten der Russischen Föderation dar. Der Bericht wurde gemäss den Bewertungsmodellen und der Bewertungsmethode der Credit Suisse erstellt. Singapur: Dieser Bericht wurde zur Verteilung in Singapur ausschliesslich an institutionelle Anleger, zugelassene Anleger und erfahrene Anleger (wie jeweils in den Financial Advisers Regulations definiert) erstellt und herausgegeben und wird von der Credit Suisse AG, Singapore Branch, auch an ausländische Anleger (gemäss Definition in den Financial Advisers Regulations) verteilt. Aufgrund Ihres Status als institutioneller Anleger, zugelassener Anleger, erfahrener Anleger oder ausländischer Anleger ist die Credit Suisse AG, Singapore Branch, in Bezug auf finanzielle Beratungsdienstleistungen, die die Credit Suisse AG, Singapore Branch, gegebenenfalls für Sie erbringt, von der Einhaltung bestimmter Compliance-Anforderungen gemäss Financial Advisers Act, Chapter 110 of Singapore («FAA»), den Financial Advisers Regulations und den massgeblichen, im Rahmen dieser Gesetze und Bestimmungen herausgegebenen Mitteilungen und Richtlinien befreit. Spanien: Dieser Bericht wird in Spanien von der Credit Suisse AG, Sucursal en España, verteilt. Diese ist ein durch die Banco de España autorisiertes Unternehmen (Registernummer 1460). Thailand: Der Vertrieb des vorliegenden Berichts erfolgt durch die Credit Suisse Securities (Thailand) Limited, die von der Securities and Exchange Commission, Thailand, beaufsichtigt wird und unter der Adresse 990 Abdulrahim Place Building, 27/F, Rama IV Road, Silom, Bangrak, Bangkok Tel eingetragen ist. Vereinigtes Königreich: Dieser Bericht wurde von der Credit Suisse (UK) Limited und der Credit Suisse Securities (Europe) Limited herausgegeben. Die Credit Suisse Securities (Europe) Limited und die Credit Suisse (UK) Limited verfügen beide über eine Zulassung der Prudential Regulation Authority und stehen unter der Aufsicht der Financial Conduct Authority und Prudential Regulation Authority. Sie sind der Credit Suisse zugehörige, aber rechtlich unabhängige Gesellschaften. Der Schutz privater Kunden durch die Financial Conduct Authority und/oder Prudential Regulation Authority gilt nicht für Investitionen oder Dienstleistungen, die durch eine Person ausserhalb des Vereinigten Königreichs angeboten werden. Das Financial Services Compensation Scheme gilt nicht, wenn der Emittent seine Verpflichtungen nicht erfüllt. USA: WEDER DER VORLIEGENDE BERICHT NOCH KOPIEN DAVON DÜR- FEN IN DIE VEREINIGTEN STAATEN VERSANDT, DORTHIN MITGENOM- MEN ODER AN US-PERSONEN ABGEGEBEN WERDEN. Örtliche Gesetze oder Vorschriften können die Verteilung von Research- Berichten in bestimmten Rechtsordnungen einschränken. Das vorliegende Dokument darf ohne schriftliche Genehmigung der Credit Suisse weder ganz noch auszugsweise vervielfältigt werden. Copyright 2014 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten. 14C024A_R Swiss Issues Branchen 42

43 Weitere Publikationen der Credit Suisse Retail Outlook 2014 Fakten und Trends Die jährliche Studie zum Schweizer Detailhandel zeigt die konjunkturellen Perspektiven für die Branche und aktuelle Herausforderungen auf. Diesjährige Schwerpunktthemen sind die Ladenöffnungszeiten und die Nachwuchsförderung im Detailhandel. Erschienen am 8. Januar 2014 Der Grossraum Bern Struktur und Perspektiven Der Grossraum Bern ist der wirtschaftliche Motor des Kantons. Unsere neue Regionalstudie fokussiert auf den Wirtschaftsraum im Städtedreieck Bern- Burgdorf-Thun und geht detailliert auf die wirtschaftlichen Strukturen und Perspektiven ein. 11. Februar 2014 Immobilienmarkt 2014 Strukturen und Perspektiven Die tiefen Zinsen der letzten Jahre haben die Neubautätigkeit bei Wohn- und Geschäftsflächen kontinuierlich anwachsen lassen richten wir den Blick unter anderem auf die Frage, inwiefern die Sorge um die wohntechnisch überhitzten Zentren mit Überkapazitäten im Umland wächst. 5. März 2014 Monitor Schweiz 1. Quartal 2014 Der Monitor Schweiz fasst die Erkenntnisse der makro- und mikroökonomischen Analysen und Prognosen zusammen. In dieser Ausgabe werden unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wo ist der Stau am grössten? Und ist die Inflation tot oder eines der grössten Risiken für die Zukunft? 18. März 2014 Branchenmonitor 1. Quartal 2014 Der Branchenmonitor beschreibt quartalsweise die aktuelle Situation und den konjunkturellen Ausblick der wichtigsten Schweizer Branchen. 31. März 2014 Immobilienmonitor 2. Quartal 2014 Der Immobilienmonitor bietet dreimal jährlich ein Update aller immobilienrelevanten Marktentwicklungen und ergänzt damit die jährlichen Fundamentalanalysen und Spezialthemen der Credit Suisse Immobilienstudie. 15. Mai 2014 Swiss Issues Branchen 43

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