SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

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1 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH EIN RATING VON INRATE IM AUFTRAG VON WWF/PRO NATURA Schlussbericht Zürich, 21. Juni 2011 Anna Vettori, Judith Reutimann, Rolf Iten

2 2 IMPRESSUM Auftraggeber WWF Schweiz, Hohlstrasse 110, 8010 Zürich Pro Natura, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel AutorInnen Anna Vettori, Inrate, Zürich Judith Reutimann, Inrate, Zürich Rolf Iten, Inrate, Zürich Begleitgruppe Ulrike Saul, WWF Schweiz, Zürich Andreas Knutti, WWF Schweiz, Zürich Michael Casanova, Pro Natura, Basel

3 3 INHALT Zusammenfassung 5 Ratingergebnis 5 Empfehlungen von WWF und Pro Natura 7 1. Einleitung Ausgangslage und Ziel Aussagekraft des Ratings Aufbau des Berichts Methodik und Vorgehen Auswahl der gerateten Elektrizitätswerke Vorgehen Datenquellen und Datenqualität Bewertungsmethode Leitlinien für die Bewertung Kriterienset und Gewichtung Resultate Resultate der EW im Vergleich Resultate Nach Kriterienbereichen 22 A) ZUSAMMENSETZUNG STROMMIX 22 B) WASSERKRAFT 25 C) STROMPRODUKTE (ÖKOSTROM-MARKETING) 28 D) ENERGIEEFFIZIENZ 30 E) UNTERNEHMENSSTRATEGIE NACHHALTIGE STROMVERSORGUNG Fazit Forderungen und Handlungsempfehlungen von wwf und Pro Natura 35 Anhang 1: Kriterienset 39 Anhang 2: Fact-Sheets der Elektrizitätswerke 42 AEW Energie AG 42 BKW FMB Energie AG 45 CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG 49 EBM 53 EKZ Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 57 ewb Energie Wasser Bern 60 INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH INHALT

4 4 ewz 63 Groupe E 66 IWB Industrielle Werke Basel 69 Repower 73 Romande Energie 77 SBB 81 SIG Services Industriels de Genève 84 Anmerkungen EW 88 Glossar 90 Literatur 91 INFRAS 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH INHALT

5 5 ZUSAMMENFASSUNG RATINGERGEBNIS Die Elektrizitätswerke spielen eine Schlüsselrolle in der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Stromversorgung. Mit ihren Angeboten, Dienstleistungen und Aktivitäten können sie eine nachhaltige Stromversorgung vorantreiben oder auch behindern. WWF und Pro Natura haben deshalb von der unabhängigen Ratingagentur Inrate die ökologische Performance der grössten Elektrizitätswerke der Schweiz vergleichen lassen. Geprüft wurden anhand von über 30 Kriterien die ökologischen Anstrengungen in der Stromerzeugung/-beschaffung, bei der Wasserkraftproduktion, bei der Produkt- und Dienstleistungspalette, bei der Förderung der Energieeffizienz sowie die strategische Ausrichtung der Elektrizitätswerke (EW) in Bezug auf die Ökologie. Das Rating umfasst zwölf der grössten Elektrizitätswerke in der Schweiz, die EndkundInnen beliefern, sowie die SBB als eine der grössten Konsumentinnen und auch ProduzentInnen von Wasserkraftstrom. Die wichtigsten Ziele, an denen die EW gemessen wurden sind: hoher Anteil erneuerbare Energie im Strommix, keine Beteiligungen in der nuklearen und fossilen Stromwirtschaft, Sanierungen gemäss Gewässerschutzgesetz durchgeführt, Wasserkraftwerke zertifiziert, Standardstromprodukt aus erneuerbarer Energie, keine Grundgebühr, breites Dienstleistungsangebot zu Energieeffizienz und Stromsparen, 100% erneuerbare Stromversorgung bis Die Ergebnisse des Ratings können wie folgt zusammengefasst werden: Über alles gesehen heben sich drei Elektrizitätswerke SIG, ewz und IWB von den anderen EW ab. Sie erreichen rund 70% der möglichen Punkte. Die übrigen EW folgen mit einigem Abstand und erreichen zwischen 40% und 55% der Punkte. Damit besteht bei allen EW ein mittelgrosser bis grosser Nachholbedarf. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

6 6 GESAMTRESULTATE DER EW IM VERGLEICH Prozent der Gesamtpunktzahl 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix EKZ ewb Durchschnitt BKW Groupe E EBM CKW Romande Energie Repower AEW Figur 1 Alle EW können vielfältige Aktivitäten und Anstrengungen vorweisen, welche in Richtung einer nachhaltigen Stromversorgung zielen. Von einer zu 100% auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz ausgerichteten Stromversorgung sind sie jedoch noch weit entfernt. Alle EW weisen beträchtliches Verbesserungspotenzial in teilweise unterschiedlichen Bereichen auf. Dieses besteht insbesondere beim Anteil erneuerbare Energien am Strommix in der Produktion sowie in der Beschaffung und beim Produkt- und Dienstleistungsangebot rund um Ökostrom. Wasserkraftwerke sind ein wichtiger Pfeiler der nachhaltigen Stromversorgung. Die meisten EW haben erste Massnahmen ergriffen, um dem Gewässerschutz in den untersuchten Themenfeldern Zertifizierungen, Revitalisierungsmassnahmen und Richtlinien für neue Kraftwerke gerecht zu werden. Im Gegensatz dazu kommt die Sanierung der Restwasserstrecken nicht voran. Hier besteht noch grosser Nachholbedarf. INFRAS 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH INHALT

7 7 EMPFEHLUNGEN VON WWF UND PRO NATURA Der WWF und Pro Natura empfehlen den Schweizer EW vor allem in folgenden fünf Bereiche verstärkte Anstrengungen zu unternehmen: Empfehlung 1 -- ökologische Strombeschaffung: IWB und SIG machen es vor, eine Stromversorgung aus nahezu 100% erneuerbaren Energien ist schon heute zu konkurrenzfähigen Preisen möglich. Andere EW sollten es ihnen gleichtun und ihren Anteil erneuerbarer Energien am Produktions- und Liefermix kontinuierlich ausbauen. Beteiligungen an Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken sowohl im Inland als auch ausserhalb der Schweiz sind schnellstmöglich abzustossen. Empfehlung 2 -- ökologische Wasserkraft: Erneuerbar bedeutet insbesondere bei der Wasserkraft nicht per se naturverträglich. Mit zertifiziertem Ökostrom nach den Kriterien von naturemade star wird gewährleistet, dass auch die Naturwerte berücksichtigt werden. ewz und SIG sind hier gute Beispiele. Andere EW sollten ihren Anteil an naturemade star - zertifiziertem Strom kontinuierlich erhöhen. Zudem werden die EW aufgefordert, die Sanierung der Restwasserstrecken umgehend anzugehen. Beim Ausbau der Wasserkraft ist zwingend darauf zu achten, dass keine wertvollen Gewässer zerstört werden. Die Verbände bieten dazu ihre frühzeitige Mitwirkung an. Insbesondere die naturemade star - zertifizierten Anlagen leisten bereits heute einen Beitrag an Revitalisierungsprojekte. Alle EW werden aufgefordert, die Sanierung und Renaturierung der durch die Wasserkraftnutzung beeinträchtigten Gewässer zu unterstützen. Empfehlung 3 -- Ökostrom-Marketing: EW haben einen bedeutenden Einfluss auf die Nachfrage nach ökologischem Strom, entweder indem sie ihre Standardangebote anpassen oder ihr Beratungsangebot ausbauen. Am wirkungsvollsten ist hier, wenn EW wie bspw. das ewz den Kundinnen und Kunden standardmässig zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien liefern. Aber auch die Preisgestaltung und Beratungsleistungen im Bereich Ökostrom kann von den meisten EW noch deutlich optimiert werden. Vorbildlich agiert hier z.b. Romande Energie. Empfehlung 4 -- Effizienzdienstleistungen: Auch wenn viele EW heute schon Förderprogramme für effiziente Anlagen und Geräte anbieten, besteht hinsichtlich des Angebots von Effizienzdienstleistungen noch deutliches Optimierungspotenzial. Grundgebühren, degressive Tarife, aber auch Sondertarife für Elektroboiler oder INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

8 8 Elektroheizungen sind mit einer effizienten Stromversorgung nicht vereinbar und gehören abgeschafft. Energieberatung für Haushalts- und Geschäftskunden sollte zum Standardprogramm jedes EW gehören. Jahrzehntelang wurden Elektroheizungen subventioniert und auch Wärmepumpen unabhängig von deren Effizienz und sinnvollen Einsatzgebiet gefördert; es ist deshalb nur konsequent, wenn die EW heute auch finanziell den Ersatz solcher Anlagen fördern. Schliesslich ist es nicht nur für eine effiziente Stromversorgung, sondern auch für den wirtschaftlichen Erfolg der EW wichtig, neue Geschäftsfelder aufzubauen: Nachholbedarf besteht bei Schweizer EW besonders im Contracting-Bereich, wobei nicht nur Geschäftsmodelle für Anlagen- Contracting, sondern vor allem auch für Einspar-Contracting entwickelt werden sollten. Beispielhaft ist hier u.a. das Angebot von IWB. Empfehlung 5 -- Unternehmensstrategie: Alle Schweizer EW sollten klar und verbindlich festlegen, dass sie eine 100% erneuerbare Stromversorgung anstreben. Die städtischen Stromversorger zeigen, wie es geht. INFRAS 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH INHALT

9 9 1. EINLEITUNG 1.1. AUSGANGSLAGE UND ZIEL Elektrizitätswerke (EW), die Elektrizität produzieren und Haushalte und Geschäftskunden mit Strom beliefern, spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Stromversorgung. Mit ihren Zielsetzungen, Massnahmen, Produkten und Dienstleistungen können sie eine nachhaltige Stromversorgung vorantreiben oder auch behindern. Um den Stand der nachhaltigen Stromversorgung aufzeigen zu können, haben der WWF und Pro Natura die unabhängige Nachhaltigkeitsrating-Agentur Inrate beauftragt, ein Rating der grössten Elektrizitätswerke durchzuführen, welche gleichzeitig Elektrizität erzeugen und Kunden beliefern. Zusätzlich wurden die SBB als stromintensiver Betrieb mit grosser öffentlicher Wahrnehmung untersucht. Ziel des Ratings ist es, die ökologische Performance der grössten Elektrizitätswerke in der Schweiz zu vergleichen. Im Vordergrund stehen dabei der Strommix, die Qualität der Wasserkraft, die Produkt- und Dienstleistungspalette, Anstrengungen zur Förderung der Effizienz sowie die strategische Ausrichtung der EW in Bezug auf die Ökologie. 1 Die Gewinner des Ratings sollen aufzeigen, wie Ansätze für eine nachhaltige Stromversorgung umgesetzt werden können (Best Practice), und wo für die schlechter platzierten EW Verbesserungspotentiale liegen. Das Rating soll dazu dienen, die öffentliche Wahrnehmung in Bezug auf eine nachhaltige Stromversorgung zu verstärken und damit zu den Zielen des Klima- und Gewässerschutzes auf eine positive Weise beizutragen. Den EW ermöglicht das Rating, sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Es zeigt ihnen für sämtliche Bereiche separat auf, wie weit sie auf Kurs Richtung nachhaltige Stromversorgung sind. Zudem werden Stärken und Schwächen identifiziert und damit der Nachholbedarf für die einzelnen EW aufgezeigt AUSSAGEKRAFT DES RATINGS Um die Performance der EW zu messen, stützt sich das Rating auf eine ganze Reihe von Kriterien ab (vgl. Abschnitt 2.6). Massgebend für die Auswahl der Kriterien waren folgende Überlegungen: Die Kriterien sollen die ökologische Performance der EW im Hinblick auf eine nachhaltige Stromversorgung abbilden. Als nachhaltige Stromversorgung gilt eine Stromversorgung, die auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen abstellt und bei der die Interessen des Naturschutzes (insbesondere bei der Nutzung der Wasserkraft) angemessen berück- 1 Der ganze Netzbereich (Transmission, Distribution) sowie soziale und finanzielle Aspekte (Arbeitsbedingungen, Finanzierung etc.) sind nicht Teil dieses Ratings. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

10 10 sichtigt werden. Umweltrelevant sind aus dieser Perspektive insbesondere die Bereiche Produktion, Beschaffung, Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie die strategische Ausrichtung. Der Netzbereich Übertragung und Verteilung wurde im Rating nicht berücksichtigt, da er in Bezug auf die Umweltrelevanz eine untergeordnete Rolle spielt. Weil die Wasserkraft in der Stromlandschaft Schweiz eine zentrale Rolle einnimmt, wurde ihr bei den Kriterien besonderes Gewicht beigemessen. Für die Beurteilung der Kriterien müssen eindeutige Indikatoren definiert werden können. EW sind zum Teil sehr komplexe Gebilde, die sich aus verschiedenen Einheiten zusammensetzen und zum Teil in unterschiedlichen Unternehmensbereichen tätig sind: Produktion, Übertragung, Vertrieb, Handel, weitere Dienstleistungen, Ausland, andere Geschäftsfelder wie Wasser, Wärme etc. Es ist offensichtlich, dass es im Rahmen eines Ratings nie möglich sein wird, alle Tätigkeiten eines EW zu berücksichtigen. So wäre es z.b. interessant gewesen, den Umfang und die Verteilung von Investitionen in erneuerbare Energien zu bewerten. Gerade bei den Investitionen wäre es jedoch sehr aufwändig gewesen, die Vergleichbarkeit entsprechender Kennzahlen zu gewährleisten. Ganz abgesehen davon, dass es sich dabei um äusserst sensible Unternehmensangaben handelt, die wohl in den wenigsten Fällen zur Verfügung gestellt worden wären. Wir haben deshalb versucht, die wichtigsten Aktivitäten auf pragmatische Art und Weise im Rating abzubilden AUFBAU DES BERICHTS Der Bericht gliedert sich in folgende vier Teile: Kapitel 2 beschreibt die Ratingmethode und gibt einen Überblick über die für das Rating ausgewählten EW. Kapitel 3 zeigt die Resultate des Ratings insgesamt und für die einzelnen Bereiche. Im Kapitel 4 werden die Ergebnisse zusammengefasst. Das Kapitel 5 erhält sodann die generellen Empfehlungen des WWF und von Pro Natura an die EW. Im Anhang sind schliesslich die Fact Sheets mit den Resultaten der einzelnen EW sowie die EWspezifischen Empfehlungen aufgeführt. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

11 11 2. METHODIK UND VORGEHEN 2.1. AUSWAHL DER GERATETEN ELEKTRIZITÄTSWERKE Das vorliegende Rating fokussiert in erster Linie auf EW, die Endkunden im Haushalts-, im Industrie-, im Dienstleistungs- sowie im Mobilitätssektor beliefern. Ausgewählt wurden 13 der grössten EW in der Schweiz mit Aktivitäten in diesen Bereichen (siehe folgende Tabelle). Dazu zählen auch die SBB, die zwar nur in geringem Umfang Drittkunden beliefert, aber im Sektor Mobilität der grösste Endverbraucher in der Schweiz ist. Insgesamt decken die beurteilten EW mit rund 35 TWh über die Hälfte des in der Schweiz verkauften Stroms an EndkundInnen ab (total 60 TWh im Jahr 2010) 2. Bei der Auswahl nicht direkt berücksichtigt wurden grosse EW, die nur Wiederverkäufer, nicht aber Haushaltsendkunden beliefern (Axpo, Alpiq, SN Energie etc.), sowie reine Stromproduzenten wie Wasserkraftwerke (z.b. Kraftwerke Oberhasli KWO) oder Kernkraftwerke. Diese wurden jedoch indirekt berücksichtigt, da das Rating unter anderem bewertet, inwiefern die EW Strom aus EE resp. zertifizierten Ökostrom beziehen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die ausgewählten EW: 2 Medienmitteilung des BFE vom INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

12 12 GERATETE EW Name AEW Energie AG BKW FMB Energie AG CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG EBM EKZ Elektrizitätswerke des Kantons Zürich ewb Energie Wasser Bern ewz Groupe E IWB Industrielle Werke Basel Repower Romande Energie SBB SIG Services Industriels de Genève Versorgungsgebiet Grossteil des Kantons AG (direkt und über Wiederverkäufer) Kantone BE und JU, Teile von von Kt. BL, NE und SO Grossteil Kanton Luzern (direkt und über Wiederverkäufer), einzelne Gemeinden im Kanton ZG, Teile von Kt. UR und SZ Westlicher Teil des Kantons BL, nördlicher Teil des Kantons SO, einzelne Gemeinden in Frankreich Kanton ZH (ausser Stadt Zürich) direkt und indirekt über Wiederverkäufer, einzelne Gemeinden im Kt. SZ Stadt Bern Stadt Zürich und Teile des Kantons GR direkt und indirekt über Wiederverkäufer Grossteil der Kantone FR und NE, einzelne Gemeinden im Kt. VD Kanton BS Prättigau/Rheintal, Engadin/Puschlav und Surselva im Kt. GR, Endkunden in D und I Grossteil des Kantons VD Eigenproduktion für den Betrieb der SBB Kanton GE Tabelle VORGEHEN Für das Rating wurde ein mehrstufiges Vorgehen gewählt. Figur 2 zeigt einen Überblick über den Ablauf des EW-Ratings: INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

13 13 VORGEHEN EW-RATING INPUT OUTPUT KONZEPT Inputs Begleitgruppe Bewertungskonzept (Kriterien, Operationalisierungen) Das Konzept wurde in Absprache mit WWF und Pro Natura entwickelt. Es basiert auf einer Bewertungsmethode, einem Kriterienset und Gewichtungen der einzelnen Kriterien für die Bewertung. Die Bewertung der Elektrizitätswerke anhand verschiedener ökologischer Kriterien die sogenannten "EW-Ratings" hat den Hauptbestandteil der Arbeit gebildet. Die Bewertung basiert auf unternehmensinternen und -externen Datenquellen (siehe Kapitel 2.3). Die detaillierten Bewertungsentwürfe mit spezifischen Fragen zu offenen Punkten wurden den EW zur Stellungnahme unterbreitet. Weiter wurden, falls erforderlich, telefonische Nachfragen bei den EW getä- Unternehmensinformationen Entwurf der EW-Ratings BEWERTUNG Externe Quellen Rückmeldungen der Elektrizitätswerke Plausibilisierung der Ergebnisse Definitive EW-Ratings, Fact-Sheets SYNTHESE Inputs der Begleitgruppe Schlussbericht mit Auswertung, Interpretation und Empfehlungen an EW Figur 2 INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

14 14 tigt. Damit konnten Unklarheiten behoben und Informationen in den EW-Ratings ergänzt werden. Die definitiven Ratings wurden sodann den EW zur Kenntnisnahme zugestellt. In einem nächsten Schritt wurden die vollständigen EW-Ratings mit dem Branchendurchschnitt verglichen und in je einem Fact-Sheet pro EW die Resultate zusammengefasst (Anhang 2). In der Synthese wurden die einzelnen Resultate einander gegenüber gestellt, interpretiert und die Erkenntnisse im vorliegenden Schlussbericht dokumentiert DATENQUELLEN UND DATENQUALITÄT Die Entwürfe der EW-Ratings wurden soweit als möglich basierend auf öffentlich zugänglichen Informationen durchgeführt. Die Daten zum Strommix wurden für das Jahr 2009 erhoben. Die Angaben zur Wasserkraft, zu den Produkten und Dienstleistungsangeboten sowie zur Unternehmensstrategie wurden für das Jahr 2010 erhoben, wobei Anpassungen der Unternehmensstrategie bis Anfang Februar 2011 berücksichtigt wurden. Die EW erhielten anschliessend die Möglichkeit, zu den unvollständigen Entwürfen Stellung zu nehmen. Die EW konnten dabei zusätzliche Informationen für die Vervollständigung der EW-Ratings zur Verfügung stellen. Im Wesentlichen basieren die Ratings auf folgenden Informationsquellen: Öffentlich zugängliche Informationen Webseiten der bewerteten Elektrizitätswerke, Publizierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte der EW, Informationen des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) und der TÜV SÜD Industrie Service GmbH zu zertifizierten Kraftwerken und Produkten, Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz (Zentralenblätter) des Bundesamtes für Energie. Rückmeldungen der EW Schriftliche und/oder telefonische Rückmeldungen der EW, Zusätzlich zur Verfügung gestellte (interne) Dokumente der EW BEWERTUNGSMETHODE Die Bewertungsmethode entspricht einer Nutzwertanalyse. Diese transformiert Bewertungen unterschiedlicher Skalen in Erfüllungsgrade und ermöglicht somit den Vergleich über unterschiedliche Bereiche hinweg. Für jedes Kriterium wird eine Note zwischen 0-4 vergeben. Jedes Kriterium hat eine spezifische Gewichtung. Die Noten werden mit der Gewichtung multipliziert, INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

15 15 woraus sich die Punktzahl pro Kriterium ergibt. Die maximal mögliche Punktzahl wird erreicht, wenn jedes Kriterium vollständig erfüllt ist. Tabelle 2 illustriert die angewandte Methode an einem hypothetischen Beispiel mit nur zwei Kriterien. Die Punktzahlen aller Kriterien werden summiert, woraus sich die Gesamtpunktzahl ergibt. Die maximale Punktzahl beträgt in diesem Beispiel 400 Punkte und würde erreicht, wenn die Bewertung (Noten) beider Kriterien 4 betrüge. Als Resultat wird sodann der Prozentsatz ausgewiesen, der sich aus der erreichten Punktzahl im Vergleich zur maximalen Punktzahl ergibt. BEISPIEL FÜR DIE NUTZWERTANALYSE Kriterium Gewichtung Kriterium Bewertung (Note) Punktzahl Maximal erreichbare Punktzahl Resultat Kriterium % Kriterium % Total % Tabelle LEITLINIEN FÜR DIE BEWERTUNG Jedes Kriterium wurde vorgängig operationalisiert. Das heisst, es wurde festgelegt, für welche Leistung welche Note verteilt wird. Dies ermöglicht eine hohe Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Bewertung. Beim Festlegen der Noten wurde wie folgt vorgegangen: Für jedes Kriterium werden die Bedingungen für die Noten von 0 bis 4 festgelegt. Die Maximalnote 4 eines Kriteriums entspricht der Zielgrösse. Sie entspricht einem realistischen Idealfall eines nachhaltigen Elektrizitätswerks. Da ein solcher Idealfall nicht für alle Kriterien bereits existiert, entspricht die Note 4 nicht zwingend immer der Bestnote, die im Rahmen dieser Studie vergeben wurde. Die Minimalnote 0 beschreibt eine nicht zufriedenstellende Leistung im entsprechenden Kriterium. Zudem wurde die Tiefstnote auch in Fällen vergeben, in denen keine Informationen zugänglich waren oder zur Verfügung gestellt wurden. Begründet wird dies mit der Annahme, dass die EW ein für das Rating relevantes Engagement ansonsten kommuniziert hätten. Wo immer möglich, wurden die Noten aufgrund quantitativer Angaben vergeben. Die Noten 0 bis 4 richteten sich dann nach dem Erfüllungsgrad des Kriteriums. Beispielsweise wurde der Anteil an erneuerbaren Energien im Liefermix der EW nach folgender Notenskala beurteilt: Note 0: kein Strom aus erneuerbaren Energien, Note 1: Anteil erneuerbare Energien >0% und <33%, Note 2: Anteil erneuerbare Energien > 33% und <66%, Note 3: Anteil erneuerbare Energien >66 und <95% und Note 4: mehr als 95% erneuerbare Energien. Um den Aktivitäten und Rahmenbe- INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

16 16 dingungen der EW Rechnung zu tragen, die nicht in der Operationalisierung abgebildet werden konnten, wurden ergänzende Informationen der EW bei den Resultaten (Kapitel 3) aufgeführt. Kriterien, für die keine quantitativen Angaben zur Verfügung standen, wurden qualitativ beurteilt. Bei der Frage nach Anreizen/Unterstützung für den Ersatz ineffizienter Haushaltsgeräte durch die EW sieht dies z.b. folgendermassen aus: Note 0: keine spezifischen Informationen, keine Prämien oder keine Angaben; Note 2: durch spezifische Informationen zu Energieeffizienz-Label, TopTen-Listen, jedoch keine Prämien; Note 4: regelmässige Förderung durch Aktionen, Prämienprogramme. Bei qualitativen Kriterien bleibt somit immer ein Interpretationsspielraum bestehen. Aus diesem Grund wurde oft wie auch das Beispiel zeigt nur eine grobe Abstufung zwischen den Noten 0, 2 und 4 vorgenommen; die Noten 1 und 3 jedoch nicht vergeben KRITERIENSET UND GEWICHTUNG Wesentliche Pfeiler einer nachhaltigen Stromversorgung sind erneuerbare Energien und Effizienz. Daraus wurden fünf Kriterienbereiche abgeleitet, welche sowohl Produktion und Beschaffung, als auch den Vertrieb und die strategische Ausrichtung berücksichtigen. Jeder Bereich wurde wiederum in Subbereiche unterteilt. Diese beinhalten jeweils mehrere Einzelkriterien, auf deren Basis die Beurteilung erfolgte. Die Noten für die Einzelkriterien werden nicht separat ausgewiesen. Tabelle 3 gibt einen Überblick über die Bereiche und Subbereiche sowie ihre Gewichtung (absolut und relativ). Informationen zu den Subbereichen und Einzelkriterien finden sich im Kapitel 3. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

17 17 KRITERIENSET UND GEWICHTUNG IM ÜBERBLICK Kriterienbereiche (rot) und Subbereiche (grün) Gewichtung Anteil an Gesamtgewichtung A) Zusammensetzung Strommix % A1) Anteil Strom aus erneuerbaren Energien % A2) Umweltbelastung % A3) Verbindungen zur atomaren/fossilen Stromwirtschaft 30 3% B) Wasserkraft % B1) Konformität mit GSchG (Sanierungen / Neukonzessionierungen) 30 3% B2) Zertifizierungen 90 9% B3) Interne Grundsätze/Richtlinien Wasserkraftwerke 40 4% B4) Massnahmen zur Revitalisierung 40 4% C) Produkte-/Dienstleistungsangebot (Ökostrom-Marketing) % C1) Stromprodukte - Default-Produkt und Ökostromangebote % C2) Preis Ökostrom 80 8% C3) Information und Beratung zu Ökostrom 20 2% D) Energieeffizienz % D1) Ausgestaltung Strom-Tarife % D2) Dienstleistungsangebote zum Stromsparen 50 5% D3) Effiziente Anlagen und Geräte 50 5% E) Unternehmensstrategie % E1) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % TOTAL % Tabelle 3 Die Gewichtung der Kriterien ist ein Abbild der Bedeutung, welche den verschiedenen Kriterien beigemessen wird. Kriterien mit hoher Relevanz für eine nachhaltige Energieversorgung erhielten eine hohe Gewichtung. Die Gewichtung wurde so festgelegt, dass einerseits Produktion/Beschaffung (Bereiche A und B) und Vertrieb (Bereiche C und D) mit je ca. 45% etwa gleich gewichtet sind. 3 Da die Wasserkraft in der Schweiz eine wichtige Rolle spielt, wurde ihr ein eigener Kriterienbereich (Bereich B) eingeräumt. Die Unternehmensstrategie (Bereich E) wird mit 10% gewichtet. 3. RESULTATE In diesem Kapitel werden als erstes die Gesamtresultate des EW-Ratings dargestellt (Kapitel 3.1). In den Folgeabschnitten werden die Detailresultate für die fünf Subbereiche präsentiert (Kapitel 3.2). 3 Ein Teil der Kriterien aus den Subbereichen A1 und A2 bezieht sich auf den Liefermix und damit auf den Vertrieb. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

18 RESULTATE DER EW IM VERGLEICH Die folgende Figur fasst das Ratingergebnis zusammen. SIG, ewz und IWB erzielen rund 70% der maximal möglichen Punkte. Sie schneiden vor allem bezüglich des Anteils von Strom aus erneuerbarer Energie besser ab als die anderen EW. Die übrigen EW erreichen zwischen 30% und 60% der möglichen Punktzahl. Im Durchschnitt werden 50% der möglichen Punkte erreicht. Anstrengungen sind in allen Bereichen sichtbar. In den anderen Bereichen, insbesondere beim Anteil erneuerbarer Energien am Strommix, sind die Anstrengungen jedoch teilweise recht bescheiden. Optimierungspotenzial ist in allen Bereichen vorhanden. GESAMTRESULTATE DER EW IM VERGLEICH Prozent der Gesamtpunktzahl 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix EKZ ewb Durchschnitt BKW Groupe E EBM CKW Romande Energie Repower AEW Figur 3 Da die SBB keine (bzw. nur ganz vereinzelt) Endkunden beliefert, wurde sie nur in den für sie relevanten Kriterien zur Produktion/Beschaffung geratet. 4 Ihre Resultate werden im Fact-Sheet der SBB (Anhang 2) separat aufgeführt. 4 Teil der Kriterien im Subbereich A Zusammensetzung Strommix und alle Kriterien im Subbereich B Wasserkraft. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

19 19 Überblick über die Gesamtergebnisse (ungewichtet) Die folgenden Figuren zeigen ebenfalls die Ratingergebnisse, allerdings im Vergleich zur obigen Figur 3 werden hier die Bewertungen ungewichtet dargestellt (Noten) 5. Die Diagrammachsen geben die Note an, welche die EW in den verschiedenen Kriterienbereichen erreichten. 4 ist die beste Note, 0 die schlechteste. Es wird zudem jeweils in Schwarz die Durchschnittsnote je Kriterienbereich angegeben. Aus den Figuren wird ersichtlich, dass die Unternehmen ganz unterschiedliche Stärken haben. Positiv anzumerken ist, dass es in allen Bereichen zumindest einzelne EW gibt, die schon relativ weit fortgeschritten sind. Ausserdem gibt es kein EW, das in einem Bereich keine Anstrengungen unternimmt. Der Durchschnitt der EW ist allerdings noch relativ bescheiden. Die Durchschnittsnoten für die fünf Bereiche liegen zwischen 1.6 (Zusammensetzung Strommix) und 2.7 (Energieeffizienz). 5 Das Spinnendiagramm der SBB ist im Fact-Sheet der SBB (S. 73) ersichtlich. Es ist nur beschränkt vergleichbar mit den Spinnendiagrammen der andern EW, da für die SBB nicht relevante Kriterien nicht bewertet wurden. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

20 20 ERGEBNISSE IM ÜBERBLICK (UNGEWICHTETE NOTEN JE KRITERIENBEREICH) Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) SIG Durchschnitt ewz Durchschnitt IWB Durchschnitt Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) EKZ Durchschnitt ewb Durchschnitt BKW Durchschnitt Figur 4 Blau: Noten des EW, fette Linie: Durchschnitt der EW. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

21 21 ERGEBNISSE IM ÜBERBLICK (UNGEWICHTETE NOTEN JE KRITERIENBEREICH) Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Groupe E Durchschnitt EBM Durchschnitt CKW Durchschnitt Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix 4 Zusammensetzung Strommix Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Unternehmensstrategie 2 1 Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Romande Energie Durchschnitt Repower Durchschnitt AEW Durchschnitt Figur 5 Blau: Noten des EW, fette Linie: Durchschnitt der EW. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

22 RESULTATE NACH KRITERIENBEREICHEN A) ZUSAMMENSETZUNG STROMMIX Der Kriterienbereich A bewertet die Ökologie von Stromproduktion/-beschaffung und Stromlieferung an EndkundInnen. Die Beurteilung erfolgte über den Anteil erneuerbarer Energien am Strommix (Subbereich A1), über die Umweltbelastung des Strommixes (Subbereich A2) sowie über die Beziehungen zur atomaren/fossilen Stromwirtschaft (Subbereich A3). Figur 6 zeigt, dass es bezüglich Ökologie von Stromproduktion/-einkauf und Verkauf beträchtliche Unterschiede zwischen den Unternehmen gibt. SIG und IWB erreichen mehr als 80% der möglichen Punkte und schneiden deutlich besser ab als die anderen EW, weil sie sowohl bezogen auf Produktion und Beschaffung als auch auf den Verkauf an EndkundInnen einen sehr hohen Anteil erneuerbare Energie aufweisen. Der Durchschnitt liegt bei 40% der möglichen Punkte. Die meisten EW erreichen nicht die Hälfte der Punktzahl. D.h. es besteht ein beträchtliches Optimierungspotenzial. A) ZUSAMMENSETZUNG STROMMIX Prozent des Bereichs 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB EKZ ewb A3) Verbindungen zur atomaren/fossilen Stromwirtschaft A2) Umweltbelastung A1) Anteil Strom aus erneuerbaren Energien Durchschnitt BKW Groupe E EBM CKW Romande Energie Repower AEW Figur 6: Die Prozente geben den Anteil der Punkte an, welche die EW im Kriterienbereich A, gemessen an der maximalen Punktzahl des Bereichs, erzielen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

23 23 In den folgenden Abschnitten werden die Kriterien und die Resultate der Subbereiche (A1-A3) ausgeführt. A1 Anteil des Stroms aus erneuerbarer Energie Die Kriterien im Subbereich A1 beurteilen den Anteil erneuerbare Energie im Strommix von Produktion und Beschaffung 6 und im Liefermix an EndkundInnen sowie die Entwicklung des Anteils im Liefermix seit Einführung der Stromkennzeichnung 7. Je höher der Anteil erneuerbare Energie und je früher basierend auf dem Trend der Jahre ein hundertprozentiger Anteil erneuerbarer Energien erreicht wird, desto besser wurde das EW bewertet. Die Bewertung beruht auf Angaben der EW zum Anteil erneuerbare Energie am Liefermix bzw. der Stromkennzeichnung der EW. Im Rating schneiden IWB, ewz und SIG bei diesen Kriterien am besten ab. Der Anteil erneuerbarer Energien in Produktion und Beschaffung liegt im schweizerischen Durchschnitt bei rund 55% (Anteil Wasserkraft an der inländischen Elektrizitätserzeugung). 8 IWB, SIG und SBB liegen schon deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt (innerhalb der Bandbreite 66% 95%). Der Anteil an erneuerbaren Energien im Liefermix liegt im gesamtschweizerischen Durchschnitt bei ca. 38% des gelieferten Stroms. 9 36% werden in Wasserkraftwerken produziert, 2% aus Abfällen und 0.4% aus den neuen erneuerbaren Energiequellen Sonne, Wind und Biomasse. 41% des im Jahr 2007 gelieferten Stroms wurde in Kernkraftwerken produziert. 19% stammt aus nicht überprüfbaren Energieträgern. Knapp 2% des gelieferten Stroms stammte im Jahr 2007 aus fossilen Energieträgern. Bei den gerateten EW weisen ewz (72%), SIG (87%) und IWB (100%) einen hohen Anteil von erneuerbaren Energien im Liefermix aus. Zudem wirkt sich für diese EW im Subbereich A1 auch positiv aus, dass sie das Ziel eines Liefermix aus 100% erneuerbarer Energie früher als die anderen EW erreichen dürften; im Fall von IWB wurde dieses Ziel ja bereits erreicht. 6 Dadurch, dass auch die Beschaffung berücksichtigt wird, wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die meisten EW neben der Eigenproduktion einen bedeutenden Anteil ihres Strombedarfs über Bezugsverträge und/oder durch Einkäufe auf dem Strommarkt decken. 7 Mit der vom Bundesrat eingeführten Vorschrift zur Stromkennzeichnung werden seit 2005 alle Lieferanten von Elektrizität verpflichtet, ihren "Strommix" den Kunden und Kundinnen mitzuteilen. Ausgewiesen werden die Anteile der eingesetzten Energieträger sowie die Herkunft (Produktion im In- oder Ausland) der im vergangenen Kalenderjahr an alle Endkunden und -kundinnen gelieferten Elektrizität. Die Angaben konnten von praktisch allen EW schon für das Jahr 2005 zur Verfügung gestellt werden. 8 Anhang zur Medienmitteilung des BFE vom INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

24 24 Bei den anderen EW liegt der Anteil erneuerbare Energie unter 33% entsprechend schlecht wurden sie benotet. Die Mehrheit der bewerteten EW schneidet damit etwas schlechter ab, als der gesamtschweizerische Durchschnitt. Der Anteil der neuen erneuerbaren Energie (Wind, Sonnenenergie und Biomasse) am Liefermix ist bei allen EW noch sehr bescheiden (>1%). Der Anteil liegt z.t. noch deutlich unter 1%. Einzig ewz hat einen höheren Anteil (3%). A2 Umweltbelastungspunkte Im Subbereich A2 wurde die Umweltbelastung des produzierten und eingekauften sowie des an Schweizer Endkunden verkauften Strommixes anhand der Methode der ökologischen Knappheit bewertet. 10 Dabei handelt es sich um eine bewährte Ökobilanzierungsmethode, die neben klimarelevanten auch andere Umweltbelastungen wie Ressourcenverbrauch oder Emissionen ins Grundwasser berücksichtigt und diese anhand von Umweltbelastungspunkten (UBP) beurteilt. 11 Die Umweltbelastung von erneuerbaren Energien ist gemäss dieser Methode geringer als diejenige von Strom aus fossilen und nuklearen Quellen. Um die Umweltbelastungspunkte zu berechnen, wurden der Strommix von Produktion/Beschaffung und der Liefermix an die EndkundInnen herangezogen. EW mit einem hohen Anteil erneuerbare Energien verursachen eine geringere Umweltbelastung (weniger UBP) und wurden damit besser beurteilt als EW mit vielen UBP. Das Rating zeigt, dass die Umweltbelastung von Produktions-/Beschaffungsmix und Liefermix in der Regel ähnlich ausfällt, wenn auch der Liefermix im Durchschnitt etwas besser abschneidet. Die Resultate in diesen beiden Kriterien entsprechen mehrheitlich den Resultaten zum Strommix in Produktion/Beschaffung und Lieferung. Abweichungen ergeben sich dadurch, dass hier nicht nur der Anteil erneuerbare, sondern der Strommix als Ganzes in die Berechnung der Umweltbelastungspunkte einfliesst. A3 Verbindungen zur atomaren/fossilen Stromwirtschaft Die Kriterien im Subbereich A3 bewerten, ob das EW sich in der atomaren und/oder fossilen Stromwirtschaft engagiert und zu diesem Zwecke eigene Anlagen betreibt und/oder Beteiligungen und Lieferverträge an solchen Anlagen hält. Beteiligungen an fossilen Kraftwerken und Verbindungen zu atomaren Stromwirtschaft wurden schlechter bewertet als nur Verbindungen 10 Strommixrechner Schweiz, ESU-Services: ; Frischknecht R., Steiner R., Jungbluth N. 2009: Methode der ökologischen Knappheit Ökofaktoren Umwelt-Wissen Nr Bundesamt für Umwelt, Bern: 188 S. 11 Es gibt auch andere Methoden, die Umweltbelastung zu messen, z.b. mit CO 2-Äquivalenten oder Ecoindicator 99. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

25 25 zur atomaren Stromwirtschaft. Nicht beurteilt wurden der Umfang und die Anzahl der Engagements. Das Rating zeigt, dass nur IWB und SIG keine diesbezüglichen Anlagen oder Beteiligungen haben. Sie wurden deshalb positiv beurteilt. Fast alle EW (inkl. SBB) sind mit der atomaren Stromwirtschaft verbunden und schneiden entsprechend schlecht ab. Zwei EW (BKW und Repower) haben neben Verbindungen zur atomaren Stromwirtschaft zusätzlich Beteiligungen an Kohlekraftwerken, weshalb sie nochmals schlechter bewertet werden. In der Stadt Bern hat das Stimmvolk bereits Ende 2010 den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Damit wird für den Energieversorger ewb festgeschrieben, dass ewb spätestens ab Ende 2039 ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energien produziert, kauft und verkauft. 12 B) WASSERKRAFT Die Qualität der Wasserkraft-Stromproduktion wurde anhand der Themenfelder Restwassersanierungen/Konzessionierungen nach Gewässerschutzgesetz (GSchG) (Subbereich B1), dem Anteil Zertifizierungen (Subbereich B2) sowie anhand von internen Grundsätzen beim Ausbau der Wasserkraft (Subbereich B3) und von Massnahmen zur Revitalisierung (Subbereich B4) beurteilt. Die folgende Figur zeigt, dass ewz, SIG und CKW drei Viertel der maximalen Punktzahl erreichen. Das gute Abschneiden ist darauf zurückzuführen, dass sie in allen vier Subbereichen bedeutende Anstrengungen unternehmen. Der Durchschnitt liegt bei knapp 60% der maximalen Punktzahl. Die SBB schneidet in diesem Bereich relativ schlecht ab, weil sie ihre Anlagen nicht zertifizieren. 12 Der Bund, Bern vom : INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

26 26 B) WASSERKRAFT Prozent des Bereichs 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB EKZ ewb B4) Massnahmen zur Revitalisierung B3) Interne Grundsätze Wasserkraftwerke B2) Zertifizierungen Durchschnitt BKW Groupe E B1) Konformität mit GSchG (Sanierungen / Neukonzessionierungen) EBM CKW Romande Energie Repower AEW SBB Figur 7: Anteil der Punkte der EW im Kriterienbereich B, gemessen an der maximalen Punktzahl des Bereichs (max). Der Durchschnitt beinhaltet alle EW mit Ausnahme der SBB. B1 Konformität mit GSchG (Sanierungen / Neukonzessionierungen) Die Kriterien im Subbereich B1 bewerten, ob der selber produzierte, über Beteiligungen bezogene oder eingekaufte Wasserkraftstrom aus Anlagen stammt, welche die Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes erfüllen. Das Gewässerschutzgesetz (GSchG) von 1991 verlangt, dass bei Wasserentnahmen an Flüssen und Bächen angemessene Restwassermengen im Flussbett belassen werden müssen, damit die biologische Funktion der Gewässer erfüllt werden kann (GSchG, Art. 29ff.). Allfällige Sanierungsmassnahmen sind bis ins Jahr 2012 umzusetzen (vgl. Art. 80 ff. GSchG). Verantwortlich für den Vollzug des Gewässerschutzgesetzes sowie für die Konzessionierung von Wasserkraftwerken sind die Kantone. Sie sind verpflichtet, sämtliche Restwasserstrecken zu überprüfen, Restwassersanierungen anzuordnen und dafür zu sorgen, dass die notwendigen Sanierungen bis 2012 abgeschlossen sind. Bei der Sanierung von Wasserkraftwerken sind Interessenkonflikte gemäss Auskunft von Fachpersonen nicht ausgeschlossen. Höhere Restwassermengen würden Einbussen bei den Kantonen bedeuten, da die Werke weniger Wasserzinsen abliefern. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

27 27 Zwar haben alle EW mindestens ein Wasserkraftwerk, das seit 1991 neu konzessioniert oder zumindest teilweise saniert wurde oder beziehen Strom aus einem solchen Kraftwerk. 13 Allerdings können nur die SIG bestätigen, dass die Wasserkraftwerke (eigene oder Partnerwerke) zu über 90% saniert oder neukonzessioniert sind. B2 Zertifizierungen Die Kriterien im Subbereich B2 bewerten, zu welchem Anteil die Anlagen, von denen Wasserkraftstrom über Beteiligungen bezogen oder eingekauft wird, zertifiziert ist. Je mehr Wasserkraftwerke zertifiziert sind, desto besser schnitt das EW im Rating ab. Durch Zertifizierungen der Stromproduktion kann sichergestellt werden, dass ökologische Standards eingehalten werden. Berücksichtigt wurden TÜV Süd Zertifizierung für Wasserkraft, naturemade basic und naturemade star. Naturemade star und basic werden dabei besser beurteilt als TÜV, weil sie höchste ökologische Auflagen erfüllen (star) bzw. mit einem Fördermodell für Ökostrom verknüpft sind (basic). Alle EW betreiben zertifizierte Anlagen oder beziehen zertifizierten Wasserkraftstrom. Fünf EW (ewz, ewb, EBM, BKW, IWB) verfügen über einen relativ hohen Anteil (>40%) an naturemade basic und star zertifiziertem Wasserkraftstrom. Der Anteil von naturemade star-wasserkraftstrom beträgt jedoch bei keinem EW mehr als 10%. Alle Wasserkraftwerke der SBB sind nicht zertifiziert. B3 Interne Grundsätze/Richtlinien Wasserkraftwerke Im Subbereich B3 wurde bewertet, ob ein EW zusätzlich zu den gesetzlich geforderten Massnahmen über unternehmenseigene Grundsätze für den Ausbau der Wasserkraft verfügt. EW, die solche internen Grundsätze vorweisen können, wurden gut beurteilt. Dieses Kriterium wurde auch bei EW angewandt, die keine eigenen Wasserkraftwerke betreiben, aber Strom aus Wasserkraftwerken einkaufen. Denn auch in diesen Fällen können sie einen gewissen Einfluss auf die Wasserkraftproduzenten ausüben. Als Grundsätze akzeptiert wurden der frühzeitige Kontakt mit den Umweltverbänden sowie die Beurteilung von Investitionsanträgen durch interne Spezialisten/Fachabteilungen. Verschiedene EW haben bei diesem Kriterium auf die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und die Schutzziele in BLN-Zonen hingewiesen. Da es sich dabei um gesetzliche Vorgaben handelt, die zwingend erfüllt werden müssen, wurden sie nicht in die Bewertung einbezogen. Ebenso wurden 13 Grössere Wasserkraftwerke (z.b. KWO) verfügen über verschiedene Wasserfassungen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten saniert werden. D.h. sie sind allenfalls teilsaniert. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

28 28 Hinweise auf eine allfällige ISO Zertifizierung und naturemade Zertifizierungen nicht berücksichtigt, da diese in anderen Kriterien beurteilt werden. Wie das Rating zeigt, fallen die Resultate unterschiedlich aus. Interne Grundsätze sind bei drei Unternehmen CKW, ewz und Repower in Kraft. AEW und EKZ werden ebenfalls gut bewertet, weil sie den Grossteil ihres Stroms von Axpo beziehen und diese gemäss WWF über entsprechende Grundsätze verfügen. BKW hat solche Grundsätze geplant. B4 Massnahmen zur Revitalisierung Im Subbereich B4 wurde bewertet, ob die EW im Rahmen der Neukonzessionierung und Sanierung von Wasserkraftwerken zusätzlich freiwillige Massnahmen zur Revitalisierung der genutzten Gewässer ergreifen. Als Massnahmen berücksichtigt wurden: Fonds mit regelmässigen Beiträgen für Projekte, Finanzierung von Drittprojekten, Zusammenarbeit mit Nicht- Regierungsorganisationen (WWF, Pro Natura, Fischereiverband u.a.), Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Forschungsstellen. Je mehr Massnahmen umgesetzt werden, desto besser wurde das EW beurteilt. Es wurde nicht beurteilt, wie viele Anlagen von diesen Massnahmen profitieren. Massnahmen zur Revitalisierung werden von allen EW (auch SBB) ergriffen, wenn auch in unterschiedlichem Umfang. Die meisten EW führen ein bis zwei Massnahmen durch. Am besten schneiden hier AEW, EKZ und SIG ab. C) STROMPRODUKTE (ÖKOSTROM-MARKETING) Im Bereich Stromprodukte wurden das Angebot und die Preise von Ökostromprodukten (Subbereiche C1 und C2) und die Beratung rund um Ökostrom bewertet (Subbereich C3). 14 Hintergrund dieser Kriterien ist die Überlegung, dass die Stromnachfrage durch die EW beeinflusst werden kann, sei es durch ein entsprechendes Standardangebot oder durch flankierende Dienstleistungsangebote (Beratung etc.). Informationen und Beratungen zu Ökostrom hingegen werden bereits von allen EW angeboten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Der Durchschnitt liegt bei ca. 50% der möglichen Punkte. Sechs EW SIG, ewz, EKZ, BKW, Groupe E und Romande Energie liegen hier über dem Durchschnitt, weil sie ihren Haushalts- und Geschäftskunden standardmässig ein Produkt mit zertifiziertem Strom anbieten (ewz und SIG), weil sie günstige Ökostromprodukte anbieten 14 Bewertet wurden Produkte und Dienstleistungen für Haushalts- und Geschäftskunden im nicht liberalisierten Strommarkt. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

29 29 und/oder weil sie Massnahmen ergriffen haben, um ihre KundInnen zum Bezug von Ökostrom zu bewegen. Bei den übrigen EW ist diesbezüglich Verbesserungspotenzial vorhanden. C) STROMPRODUKTE (ÖKOSTROM-MARKETING) Prozent des Bereichs 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB EKZ ewb Durchschnitt C3) Information und Beratung zu Ökostrom C2) Preis Ökostrom C1) Stromprodukte - Default-Produkt und Ökostromangebote BKW Groupe E EBM CKW Romande Energie Repower AEW Figur 8: Anteil der Punkte der EW im Kriterienbereich C, gemessen an der maximalen Punktzahl des Bereichs (max). C1 Stromprodukte: Default-Produkt und Ökostromangebote Die Kriterien im Subbereich C1 bewerten die Produktpalette. Einerseits wurde der Anteil an erneuerbarer Energie im Defaultprodukt 15 für Haushalts- und Geschäftskunden betrachtet. Am besten wurden dabei Produkte mit naturemade star zertifiziertem Ökostrom beurteilt. Defaultprodukte mit Strom aus nicht erneuerbarer Energie (ganz oder teilweise) wurden schlecht bewertet. Andererseits wurde die Zertifizierung der Ökostromprodukte beurteilt. Dabei wurden naturemade zertifizierte Produkte besser beurteilt als solche mit Strom aus nicht zertifizierter erneuerbarer Energie, die von EW unter einem eigenen Namen vermarktet werden (z.b. Regiomix). 15 Mit Defaultprodukt wird dasjenige Produkt bezeichnet, welches den Endkunden standardmässig geliefert wird. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

30 30 Das Rating zeigt, dass ewz und SIG den Haushalten standardmässig 100% zertifizierten Strom anbieten. Das Standardprodukt von IWB ist ebenfalls 100% erneuerbar, aber nicht zertifiziert. Bis auf eine Ausnahme bieten alle EW ein naturmade star-zertifiziertes Produkt an. C2 Preis Ökostrom und zertifizierter Strom Die Kriterien im Subbereich C2 bewerten die Preisdifferenz zwischen zertifizierten Ökostromprodukten (100% naturemade star) gegenüber einem Produkt aus nicht erneuerbaren Energieträgern. Je grösser die Preisdifferenz ist, desto schlechter wurde das EW beurteilt. Positiv beurteilt wurde weiter, wenn ein EW den Absatz von zertifizierten Stromprodukten durch finanzielle Anreize wie z.b. Rabatt- oder Bonus-Aktionen fördert. Das Rating zeigt, dass bei gewissen EW deutliche Unterschiede zwischen dem Standardstromprodukt und naturemade star Produkten bestehen. Am geringsten ist die Differenz für Haushaltkunden bei Groupe E (<10%). Bei einzelnen EW übersteigt die Preisdifferenz 100%. C3 Information und Beratung zu Ökostrom und EE-Strom Im Subbereich C3 wurde bewertet, inwiefern die EW den Umstieg der KundInnen auf zertifizierten Strom fördern, indem sie den Mehrwert von Ökostrom und die Wechselmöglichkeiten der KonsumentInnen aktiv kommunizieren und mit Informationsaktionen fördern. Dabei geht es u.a. um Hinweise zu Ökostromlabeln und -zertifizierungen, Werbemassnahmen etc. Je mehr Massnahmen umgesetzt werden, desto besser wurde das EW beurteilt. Das Rating zeigt, dass alle EW diesbezüglich Massnahmen ergriffen haben, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Alle EW bieten Informationen zu Ökostrom auf der Website an, teilweise mit Links zu weiterführenden Quellen (z.b. naturemade.org). Oft werden auch Rechnungsbeilagen oder Kundenzeitschriften genutzt, um die KundInnen auf das Angebot und den Mehrwert von Ökostrom aufmerksam zu machen. Einige EW leisten zudem Aufklärungsarbeit zum Thema Ökostrom an Messen oder führen spezifische Kampagnen und Veranstaltungen durch. D) ENERGIEEFFIZIENZ Die Energieeffizienz wurde anhand der Tarifgestaltung (Subbereich D1), der Dienstleistungen zum Stromsparen (Subbereich D2) und der Förderung effizienter Anlagen und Geräte (Subbereich D3) beurteilt. Der Durchschnitt liegt bei ca. 60% der möglichen Punkte. Am besten schneidet ewz ab, u.a. weil es einen Effizienzbonus für GeschäftskundInnen bietet, keine Grundgebüh- INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

31 31 ren auf Energiepreise verlangt, Haushalts- und Geschäftskunden individuelle Energieberatung anbietet und zudem energieeffiziente Geräte und Anlagen finanziell und durch Beratung unterstützt. Mit Ausnahme eines EW unternehmen alle EW in allen drei Subbereichen Anstrengungen. Bei den Dienstleistungen zum Stromsparen und der Förderung effizienter Anlagen und Geräte haben die meisten EW bereits grundlegende Aktivitäten ergriffen. D) ENERGIEEFFIZIENZ Prozent des Bereichs 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB EKZ ewb D3) Förderprogramme für effiziente Geräte und Anlagen D2) Dienstleistungsangebote zum Stromsparen Durchschnitt BKW Groupe E EBM CKW Romande Energie Repower AEW D1) Ausgestaltung Strom-Tarife Figur 9: Anteil der Punkte der EW im Kriterienbereich D, gemessen an der maximalen Punktzahl des Bereichs (max). D1 Ausgestaltung Stromtarife Massgebend für die Beurteilung ist, ob die EW eine Grundgebühr für die Energielieferung verlangen und wie die Preisfunktion progressiv, linear, degressiv ausgestaltet ist. 16 Am besten beurteilt wurden EW ohne Grundgebühr und mit progressiver Preisfunktion. Hier zeigt es sich, dass die Mehrheit der EW keine Grundgebühr für die Energielieferung mehr verlangt. Sie erfüllen damit die Forderung verschiedener Umweltorganisationen, die eine Abschaffung der Grundge- 16 Grundgebühren für die Netznutzung existieren häufig, waren aber nicht massgebend bei der Beurteilung, da sich Grundgebühren bei den Netznutzungspreisen mit der Netzeffizienz begründen lassen. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

32 32 bühren gefordert haben. 17 Grundgebühren existieren noch bei EBM, CKW, Romande Energie und Groupe E. Bei den HaushaltkundInnen kommen im Weiteren praktisch nur linear ausgestaltete Tarife zur Anwendung. Bei den GeschäftskundInnen gibt es vereinzelte EW mit degressiven Tarifen. 18 Progressive Tarife kommen nirgends zur Anwendung. Positiv wurde im Weiteren beurteilt, wenn das EW ein Effizienzbonusmodell für GeschäftskundInnen betreibt. Dies ist bei drei EW der Fall: ewz, ewb und CKW. D2 Dienstleistungsangebote zum Stromsparen Bei diesem Subbereich wurden Massnahmen erfasst, welche den KundInnen ihren individuellen Stromverbrauch und Einsparpotenziale aufzeigen. Bei Privatkunden wurde dazu abgeklärt, ob Informations- und Beratungsangebote wie Broschüren, Energieberatung, Gebäudeanalysen, aber auch technische Angebote wie Smart Metering offeriert werden. Bei Geschäftskunden wurde geprüft, ob Contracting und Verbrauchsanalysen angeboten werden. Je mehr Massnahmen umgesetzt werden, desto besser wurde das EW beurteilt. Am häufigsten werden auch in diesem Bereich Energiespartipps übers Internet angeboten. Für Haushaltskunden bieten die EW oft individuelle Kundenberatungen im Kundenzentrum oder an Messen/Aktionstagen an und verleihen den Kunden Strommessgeräte, um den Energieverbrauch zu analysieren. Auch für Geschäftskunden bieten viele EW individuelle Beratung zur Energieeffizienz an, z.b. durch eine Analyse der Stromverbrauchsdaten, der Gebäudehülle, von Heizung und Lüftung etc. Das Angebot an Informationen und Dienstleistungen der EW sind sowohl für Haushalts- als auch für Geschäftskunden generell gross. Bei Stadtwerken wie ewz werden Aktionen zur Förderung der Energieeffizienz allerdings nicht nur aus Eigeninitiative getätigt, sondern häufig in Zusammenarbeit mit der Stadt oder von der Stadt selbst durchgeführt. 17 Gemäss WWF würden Grundgebühren Haushalte benachteiligen, die Strom sparen. Bei Tarifmodellen mit Grundgebühr gilt: Je weniger Strom verbraucht wird, desto teurer ist der Durchschnittspreis pro Kilowattstunde. Eine Reduktion des Stromverbrauchs um die Hälfte erhöht den Preis für eine Kilowattstunde um 15 bis 25 Prozent. So lohnen sich Sparbemühungen zu wenig. Siehe Medienmitteilung vom WWF vom , 18 Degressive Tarife entsprechen Mengenrabatten und sind daher umweltpolitisch problematisch, da mit steigendem Verbrauch der Anreiz zu energiesparendem Verhalten sinkt. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

33 33 D3 Förderprogramme für effiziente Geräte und Anlagen Hier ging es darum aufzuzeigen, ob und wie EW die Umstellung auf energieeffiziente Anlagen und Geräte (z.b. von Elektrospeicherheizungen auf Wärmepumpen) fördern. Dabei wurden finanzielle Unterstützungen (z.b. durch Prämien) besser beurteilt als reine Informationsangebote. Figur 10 zeigt, dass bis auf ein EW (Repower) alle EW in beiden Bereichen Massnahmen ergriffen haben. Die Hälfte unterstützt die Umstellung auch finanziell. Weitere Effizienzmassnahmen Das Abschneiden der EW bezüglich Effizienz ist insofern mit Vorsicht zu geniessen, als sich die berücksichtigten Kriterien nur auf die Aktivitäten der Elektrizitätswerke beschränken. Grundsätzlich beurteilen wir das Potenzial für Effizienzeinsparungen als beträchtlich, weshalb auf übergeordneter, nationaler Ebene weitere Massnahmen/Instrumente notwendig wären. Aus unserer Sicht denkbar wären u.a.: Verpflichtungen der EVU auf ein Stromsparziel, wobei die realisierten Einsparungen (durch eigene Aktivitäten oder durch Stromsparmassnahmen bei Kunden) als weisse Zertifikate gehandelt werden können. Nationaler Effizienzbonus, welcher grossen Industrie und Dienstleistungsunternehmen eine Reduktion des Stromtarifs erlaubt, wenn sie ihren Stromverbrauch wie angestrebt absenken. Wettbewerbliche Ausschreibungen von Stromeffizienzmassnahmen zur Unterstützung von einzelnen Projekten oder Programmen zur Förderung der Stromeffizienz. Nationaler Stromsparfonds zur Förderung von Stromeffizienzmassnahmen (Anschubfinanzierung, Information, Beratung, Koordination und Steuerung von Stromsparaktivitäten). Decoupling: Preisliche Massnahmen (Erhöhung der Netzbenutzungspreise, Zuschlag auf Strompreis), um Kosten für Stromeffizienzprogramme und Mindererträge der Netzbetreiber infolge von Stromeffizienzmassnahmen zu decken. Demand Side Management: Steuerung der Spitzenlast und der Stromnachfrage mittels Abschalten unerwünschter Geräte und/oder Preisdifferenzierung (Hoch-/Niedertarif). Smart Metering: Intelligenter Zähler zur Messung von Stromverbrauch, Lastspitzen etc. Smart Metering unterstützt somit das Stromsparen, weil es zeitnahe Informationen (EU: 1x im Monat bis 4x im Jahr) über das Verbraucherverhalten liefert und damit Kunden einen Anreiz gibt, Strom zu sparen. Smart Metering erlaubt ausserdem variable Preismodelle, bei denen der Leistungspreis gezielt für die Netzeffizienz eingesetzt werden kann. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

34 34 Freiwillige Massnahmen der EVU: Vertrag zwischen der Strombranche und dem Bund, mit dem Ziel, dass die Strombranche selbst Stromeffizienzmassnahmen durchführt. E) UNTERNEHMENSSTRATEGIE NACHHALTIGE STROMVERSORGUNG Die Kriterien im Bereich E bewerten, inwieweit die EW in Bezug auf erneuerbare Energien ein Ziel festgelegt haben und ob sie auf operativer Ebene über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem (UMS) verfügen, z.b. nach dem Standard ISO EW, die eine konsequente Umstellung auf erneuerbare Energien anstreben, wurden ebenfalls gut beurteilt. Die meisten EW verfügen über ein vollständig oder teilweise zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Ein hundertprozentiges Ziel für erneuerbaren Energien haben auf der anderen Seite die wenigsten EW festgelegt. Der Durchschnitt liegt bei knapp 60% der möglichen Punkte. E) UNTERNEHMENSSTRATEGIE Prozent des Bereichs 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max SIG ewz IWB E) Unternehmensstrategie EKZ ewb Durchschnitt BKW Groupe E EBM CKW Romande Energie Repower AEW Figur 10: Anteil der Punkte der EW im Kriterienbereich E, gemessen an der maximalen Punktzahl des Bereichs (max). INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

35 35 4. FAZIT Die Ergebnisse des Ratings können wie folgt zusammengefasst werden: Über alles gesehen heben sich drei Elektrizitätswerke SIG, ewz und IWB von den anderen EW ab. Sie erreichen rund 70% der möglichen Punkte. Die übrigen EW folgen mit einigem Abstand und erreichen zwischen 40% und 55% der Punkte. Damit besteht bei allen EW ein mittelgrosser bis grosser Nachholbedarf. Alle EW können vielfältige Aktivitäten und Anstrengungen vorweisen, welche in Richtung einer nachhaltigen Stromversorgung zielen. Von einer zu 100% auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz ausgerichteten Stromversorgung sind sie jedoch noch weit entfernt. Alle EW weisen beträchtliches Verbesserungspotenzial in teilweise unterschiedlichen Bereichen auf. Dieses besteht insbesondere beim Anteil erneuerbare Energien am Strommix in der Produktion sowie in der Beschaffung und beim Produkt- und Dienstleistungsangebot rund um Ökostrom. Wasserkraftwerke sind ein wichtiger Pfeiler der nachhaltigen Stromversorgung. Die meisten EW haben erste Massnahmen ergriffen, um dem Gewässerschutz in den untersuchten Themenfeldern Zertifizierungen, Revitalisierungsmassnahmen und Richtlinien für neue Kraftwerke gerecht zu werden. Im Gegensatz dazu kommt die Sanierung der Restwasserstrecken nicht voran. Hier besteht noch grosser Nachholbedarf. 5. FORDERUNGEN UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN VON WWF UND PRO NATURA Zu einer Stromversorgung, die zu 100% auf erneuerbaren Energien beruht, gibt es keine Alternative. Das haben nicht nur die Ereignisse in Fukushima gezeigt, sondern es ist auch die einzige Möglichkeit, die Ausmasse des Klimawandels zu reduzieren. Nun kommt es darauf an, eine solche Stromversorgung in der Schweiz zu verwirklichen. Die Umweltverbände haben bereits gezeigt, dass dies bis 2025 erreichbar ist. Eine solche Strategie kann natur- und landschaftsverträglich also beispielsweise ohne die Nutzung der letzten naturnahen und frei fliessenden Gewässer in der Schweiz gestaltet werden. Das ist insbesondere mit Stromeffizienzmassnahmen auch wirtschaftlich sinnvoll. Damit der Umstieg auf eine 100% erneuerbare Stromversorgung gelingen kann, sind besonders die Stromversorgungsunternehmen gefordert. Sie spielen eine Schlüsselrolle in der Ent- INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

36 36 wicklung hin zu einer solchen Versorgung: Mit ihren Angeboten, Dienstleistungen und Aktivitäten können sie eine nachhaltige Stromversorgung vorantreiben oder eben auch behindern. Die Verantwortung für die Umgestaltung der Stromversorgung liegt nicht nur bei den Kunden und der Politik -- die EW sind hier auch selbst in der Pflicht. Stromversorgungsunternehmen sollten eine nachhaltige Stromversorgung aber nicht nur als ihre Pflicht verstehen, sondern auch als grosse Chance sehen: Mit der bevorstehenden Marktliberalisierung für kleine Strombezüger werden viele Kundinnen und Kunden genauer darauf achten, wie ökologisch das Stromangebot eines EW wirklich ist und welche Dienstleistungsangebote es vorlegt, um Haushalte beim Stromsparen zu unterstützen. EW, die ihr Angebot auf eine nachhaltige Stromversorgung ausrichten, sind hier klar im Vorteil, denn sie werden zusätzliche Kunden gewinnen. Zudem können EW von einer Ausrichtung auf eine 100% erneuerbare und effiziente Stromversorgung auch ökonomisch profitieren: Erstens wird die konventionelle Stromerzeugung aufgrund erhöhter Sicherheitsanforderungen und steigender Kosten für Brennstoffe, Entsorgung und CO 2 -Zertifikate in naher Zukunft teurer als die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden. Damit verlängert sich die Amortisationsdauer von Investitionen in konventionelle Stromerzeugungstechnologien, während EW, die auf erneuerbare Energien setzen, immer schneller Gewinne einfahren werden. Zweitens zahlen sich auch Effizienzbemühungen beim Kunden für EW aus: Zwar verringert sich dadurch ihr Stromabsatz im eigentlichen Versorgungsgebiet, aber das ist nicht zwangsläufig auch mit Gewinneinbussen verbunden. Denn: Die EW können den Strom, den sie bei ihren Kunden in der Schweiz einsparen, gewinnbringend auf dem europäischen Strommarkt verkaufen. Vermehrter Ausbau von Contracting-Modellen ermöglicht den EW ausserdem auch bei sinkendem Energieverbrauch wirtschaftlich zu arbeiten. Dass EW, die auf eine nachhaltige Stromversorgung setzen, am besten für die Zukunft gerüstet sind, wird spätestens auch mit dem Entscheid des Bundesrates vom 25. Mai 2011 deutlich: Der Bundesrat hat nicht nur den Ausstieg der Schweiz aus der Kernkraft beschlossen, sondern gleichzeitig eine Reihe von Massnahmen für die Entwicklung hin zu einer erneuerbaren und effizienten Stromversorgung angekündigt. Die Geschäftspolitik der EW ist von diesen Entscheiden nicht nur direkt betroffen; der Bundesrat hat auch angekündigt, die EW direkt in die Umsetzung der neuen Energiestrategie einzubeziehen. Unternehmen, die sich frühzeitig in Richtung nachhaltige Stromversorgung positioniert haben respektive schnell auf die neuen Herausforderungen reagieren, sind gegenüber ihren Wettbewerbern im Vorteil. Das vorliegende Rating hat gezeigt, welche EW schon heute gut für die Zukunft gerüstet sind und in welchen Bereichen, EW Verbesserungen ergreifen müssen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass zwar bereits eine Reihe von Aktivitäten in Richtung nachhaltige Stromver- INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

37 37 sorgung von Schweizer EW ergriffen wurden, dass aber insgesamt in der Schweizer Elektrizitätswirtschaft noch viel zu tun bleibt, um dieses Ziel zu erreichen. Empfehlungen Der WWF und Pro Natura empfehlen den Schweizer EW vor allem in folgenden fünf Bereiche verstärkte Anstrengungen zu unternehmen: Empfehlung 1 -- ökologische Strombeschaffung: IWB und SIG machen es vor, eine Stromversorgung aus nahezu 100% erneuerbaren Energien ist schon heute zu konkurrenzfähigen Preisen möglich. Andere EW sollten es ihnen gleichtun und ihren Anteil erneuerbarer Energien am Produktions- und Liefermix kontinuierlich ausbauen. Beteiligungen an Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken sowohl im Inland als auch ausserhalb der Schweiz sind schnellstmöglich abzustossen. Empfehlung 2 -- ökologische Wasserkraft: Erneuerbar bedeutet insbesondere bei der Wasserkraft nicht per se naturverträglich. Mit zertifiziertem Ökostrom nach den Kriterien von naturemade star wird gewährleistet, dass auch die Naturwerte berücksichtigt werden. ewz und SIG sind hier gute Beispiele. Andere EW sollten ihren Anteil an naturemade star - zertifiziertem Strom kontinuierlich erhöhen. Zudem werden die EW aufgefordert, die Sanierung der Restwasserstrecken umgehend anzugehen. Beim Ausbau der Wasserkraft ist zwingend darauf zu achten, dass keine wertvollen Gewässer zerstört werden. Die Verbände bieten dazu ihre frühzeitige Mitwirkung an. Insbesondere die naturemade star - zertifizierten Anlagen leisten bereits heute einen Beitrag an Revitalisierungsprojekte. Alle EW werden aufgefordert, die Sanierung und Renaturierung der durch die Wasserkraftnutzung beeinträchtigten Gewässer zu unterstützen. Empfehlung 3 -- Ökostrom-Marketing: EW haben einen bedeutenden Einfluss auf die Nachfrage nach ökologischem Strom, entweder indem sie ihre Standardangebote anpassen oder ihr Beratungsangebot ausbauen. Am wirkungsvollsten ist hier, wenn EW wie bspw. das ewz den Kundinnen und Kunden standardmässig zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien liefern. Aber auch die Preisgestaltung und Beratungsleistungen im Bereich Ökostrom kann von den meisten EW noch deutlich optimiert werden. Vorbildlich agiert hier z.b. Romande Energie. INRATE 21. JUNI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

38 38 Empfehlung 4 -- Effizienzdienstleistungen: Auch wenn viele EW heute schon Förderprogramme für effiziente Anlagen und Geräte anbieten, besteht hinsichtlich des Angebots von Effizienzdienstleistungen noch deutliches Optimierungspotenzial. Grundgebühren, degressive Tarife, aber auch Sondertarife für Elektroboiler oder Elektroheizungen sind mit einer effizienten Stromversorgung nicht vereinbar und gehören abgeschafft. Energieberatung für Haushalts- und Geschäftskunden sollte zum Standardprogramm jedes EW gehören. Jahrzehntelang wurden Elektroheizungen subventioniert und auch Wärmepumpen unabhängig von deren Effizienz und sinnvollen Einsatzgebiet gefördert; es ist deshalb nur konsequent, wenn die EW heute auch finanziell den Ersatz solcher Anlagen fördern. Schliesslich ist es nicht nur für eine effiziente Stromversorgung, sondern auch für den wirtschaftlichen Erfolg der EW wichtig, neue Geschäftsfelder aufzubauen: Nachholbedarf besteht bei Schweizer EW besonders im Contracting-Bereich, wobei nicht nur Geschäftsmodelle für Anlagen- Contracting, sondern vor allem auch für Einspar-Contracting entwickelt werden sollten. Beispielhaft ist hier u.a. das Angebot von IWB. Empfehlung 5 -- Unternehmensstrategie: Alle Schweizer EW sollten klar und verbindlich festlegen, dass sie eine 100% erneuerbare Stromversorgung anstreben. Die städtischen Stromversorger zeigen, wie es geht. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

39 39 ANHANG 1: KRITERIENSET KRITERIEN BEREICH A) UND B) A) Nachhaltigkeit von Stromproduktion und Stromeinkauf 300 A1 Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien (EE) 130 A1a Produktionsmix 2009 Anteil EE-Strom an Total aus Eigenproduktion, Bezug von Partnerwerken/Beteiligungen, Lieferverträgen, Beschaffung über Strombörse/Handel etc. 60 A1b Liefermix 2009 Anteil EE-Strom am Verkauf an Schweizer Endkunden 60 A1d Liefermix an Schweizer Endkunden Entwicklung EE Vergleich der durchschnittlichen Wachstumsrate ( ) des prozentualen Anteils an erneuerbarem Strom gemäss Stromkennzeichnung 2009 an Schweizer Endkunden mit dem Zielpfad 100% EE in 2050 A2 Umweltbelastung (Umweltbelastungspunkte) 130 A2P Zusammensetzung von Produktion, Beteiligungen und Beschaffung (Produktionsmix 2009) nach In- und Ausland: - Wasserkraft (nicht-pumpspeicherkraftwerke) - Wasserkraft aus Pumpspeicherkraftwerken - Übrige erneuerbare Energien (Solar, Wind etc.) - Kernkraft - Erdöl - Erdgas - Kohle - Abfälle - Nicht überprüfte Energien qualitative Erfassung (Bewertung unter A2a) A2L Zusammensetzung Liefermix 2009 an Schweizer Endkunden Der Stromverkauf 2009 an Schweizer Endkunden setzt sich prozentual wie folgt zusammen: - Wasserkraft (nicht-pumpspeicherkraftwerke) - Wasserkraft aus Pumpspeicherkraftwerken - Übrige erneuerbare Energien (Solar, Wind etc.) - Kernkraft - Fossile Energieträger - Erdöl - Erdgas - Kohle - Abfälle - Nicht überprüfte Energien 10 qualitative Erfassung (Bewertung unter A2b) A2a Produktionsmix 2009 Umweltbelastungspunkte (UBP/kWh) des produzierten und eingekauften Strommixes A2b Liefermix 2009 Umweltbelastungspunkte (UBP/kWh) des an Schweizer Endkunden verkauften Strommixes A3 Atomare Stromwirtschaft 2009/10: In- und ausländische Beteiligungen, Lieferverträge 40 A3a Unternehmenseigene Anlagen, Beteiligungen 2009 und Lieferverträge: Betreibt das Unternehmen Anlagen in der atomaren oder fossilen Stromwirtschaft oder ist es an solchen beteiligt? D.h. übt das Unternehmen auf die Geschäftsführung dieser Kraftwerksunternehmen formal (z.b. Kapitalbeteiligungen, Einsitz in Verwaltungsrat) einen wesentlichen Einfluss aus? Oder hat das Unternehmen längerfristige Lieferverträge mit Kernkraftwerken bzw. Beteiligungsgesellschaften von Kernkraftwerken? 40 B) Qualität der Wasserkraft-Stromproduktion 200 B1 Konformität mit GSchG (Sanierungen / Neukonzessionierungen) 30 B1a Der Anteil der Stromproduktion aus Schweizer Wasserkraftwerken (eigene, Beteiligungen oder Bezug), saniert bis 2012 oder neu konzessioniert ab , (resp. Anteil der Wasserkraftwerke, die die Legal Compliance erfüllen). 30 B2 Zertifizierungen 90 B2a Der prozentuale Anteil der zertifizierten Stromproduktion (eigene, Beteiligungen oder Bezug) aus der CH-Wasserkraft-Produktion beträgt: (Zertifiziert = TÜV, naturemade) 30 B2b B2c Der prozentuale Anteil der mindestens naturemade-basic-zertifizierten Stromproduktion (eigene, Beteiligungen oder Bezug) aus der CH-Wasserkraft- Produktion beträgt: Der prozentuale Anteil der naturemade-star-zertifizierten Stromproduktion (eigene, Beteiligungen oder Bezug) aus der CH-Wasserkraft-Produktion beträgt: B3 Interne Grundsätze / Richtlinien Wasserkraftwerke 40 B3a Verfügt das Unternehmen über unternehmenseigene Grundsätze/Richtlinien, die bei der Projektierung neuer Kraftwerksanlagen oder Erweiterungsbauten sicherstellen, dass der Schutz ökomorphologisch wertvoller Gewässerabschnitte und der durch Bundesinventare geschützte BLN-Objekte, Auengebiete, Flachmoore und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung gewährleistet wird? Verwendet das Unternehmen in der Projektierung neuer Kraftwerksanlagen oder Erweiterungsbauten standardisierte Instrumente zur ökologischen Analyse und Bewertung der Gewässer? (Bemerkung: Gesetzlich vorgeschriebene Massnahmen werden hier nicht berücksichtigt. Das Kriterium gilt auch für EW die keine eigene WKW betreiben, sondern nur WK-Strom beziehen, da sie einen gewissen Einfluss ausüben können. ) 40 B4 Massnahmen zur Revitalisierung im Umfeld der Wasserkraftwerksanlagen 40 B4a Nebst den im Rahmen der Neukonzessionierung und Sanierung erforderlichen ökologischen Ausgleichsmassnahmen beteiligt sich das Unternehmen zusätzlich freiwillig finanziell an Massnahmen zur Revitalisierung der genutzten Gewässer durch a) Fonds mit regelmässigen Beiträgen für Projekte b) Finanzierung von Drittprojekten c) Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen (WWF, Pro Natura, Fischereiverband u.a.) d) Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Forschungsstellen 40 Anhang 1a) Kriterien der Bereiche A) Nachhaltigkeit von Stromproduktion und Einkauf und B) Qualität Wasserkraft- Stromproduktion Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

40 40 KRITERIEN BEREICH C) C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) 200 C1 Stromprodukte - Default-Produkt und Ökostromangebote 100 C1a Haushaltskunden Basis-Stromprodukt (Default) Das Defaultprodukt 2010 für Haushaltskunden setzt sich zusammen aus: 30 C1b C1c C1d Haushaltskunden EE-Stromprodukte Welches ist das höchstwertige EE-Stromprodukt, das das Unternehmen den Kunden anbietet? Geschäftskunden Basis-Stromprodukt (Default) Das Defaultprodukt 2010 für Kunden aus Geschäftskunden setzt sich zusammen aus: Geschäftskunden EE-Stromprodukte Welches ist das höchstwertige EE-Stromprodukt, das das Unternehmen den Kunden anbietet? C2 Preis Ökostrom und zertifizierter EE-Strom 80 C2a Haushaltskunden Preisgestaltung Ökostrom Wie verhält sich der Preis (Hochtarif) für naturemade star zertifizierten Ökostrom (100% naturemade star) 2010 für Haushaltskunden gegenüber dem Strommix aus nicht erneuerbaren und nicht überprüfbaren Energien? 20 C2b C2c C2d Haushaltskunden Verkaufsförderung zertifizierter EE-Strom Das Unternehmen fördert 2010 den Absatz von zertifizierten Stromprodukten (naturemade, TÜV Süd, u.a.) durch finanzielle Anreize wie - Rabatt- oder Bonus-Aktionen - Rabatt, Bonus bei Upgrading - Weitere finanzielle Anreize Geschäftskunden Preisgestaltung Ökostrom Wie verhält sich der Preis (Hochtarif) für naturemade star zertifizierten Ökostrom (100% naturemade star) 2010 für Geschäftskunden gegenüber dem Strommix aus nicht erneuerbaren und nicht überprüfbaren Energien? Geschäftskunden Verkaufsförderung zertifizierter EE-Strom Das Unternehmen fördert 2010 den Absatz von zertifizierten Stromprodukten (naturemade, TÜV Süd, u.a.) durch finanzielle Anreize wie - Rabatt- oder Bonus-Aktionen - Rabatt, Bonus bei Upgrading - Weitere finanzielle Anreize C3 Information und Beratung zu Ökostrom und zertifiziertem EE-Strom 20 C3a Kommunikation Das Unternehmen bietet seinen Kunden (Haushaltskunden, Gewerbe-/Dienstleistungskunden und Grossverbrauchern) 2010 Informationen und Beratung zu Wechselmöglichkeiten sowie zum Mehrwert von Ökostrom und Strom aus erneuerbaren Energien in folgenden Formen an: a) Hinweise auf Internetseite des Unternehmens b) Verlinkung der Internetseite zu weitergehenden Informationen (Bsp. c) Regelmässige Hinweise auf Rechnung, in Rechnungsbeilage d) Regelmässige Hinweise in Kundenzeitschrift e) Direkte Ansprache durch adressiertes Direct Marketing f) Schaltung von Plakaten und Inseraten in Fremdpresse g) Schaltung von Spots (Radio, TV), Sponsoring h) Messen, Veranstaltungen i) Persönliche Beratung im Kundencenter j) Weitere Massnahmen 20 Anhang 1b) Kriterien des Bereichs C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing). INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

41 41 KRITERIEN BEREICHE D) UND E) D) Energieeffizienz: Energiedienstleistungen (EDL) und Anreize zur rationellen Energienutzung 200 D1 Ausgestaltung Strom-Tarife 100 D1a Haushaltskunden fixe Grundgebühr Stellt das Unternehmen den Haushaltskunden mit regelmässigen ganzjährigem Verbrauch ab eine fixe, verbrauchsunabhängige Grundgebühr in Rechnung? 20 D1b Haushaltskunden progressiver Tarif Das Unternehmen verrechnet Haushaltskunden ab den verbrauchsabhängigen Strombezug nach degressivem, linearem oder progressivem Tarif: 20 D1c D1d D1e Geschäftskunden fixe Grundgebühr Stellt das Unternehmen den Geschäftskunden mit ganzjährigem Verbrauch ab eine fixe, verbrauchsunabhängige Grundgebühr in Rechnung? Geschäftskunden progressiver Tarif Das Unternehmen verrechnet Geschäftskunden ab den verbrauchsabhängigen Strombezug nach degressivem, linearem oder progressivem Tarif: Geschäftskunden Effizienzbonus Gewährleistet das Unternehmen den Geschäftskunden 2010, die eine Leistungsvereinbarung mit der EnAW vereinbart haben, einen Effizienzbonus? D2 Stromsparen: Dienstleistungsangebote 50 D2a Haushaltskunden Dienstleistungen Das Unternehmen bietet Haushaltskunden folgende Möglichkeiten zur Analyse des individuellen Stromverbrauchs und Aufzeigens von Einsparpotenzialen auf: a) Informationsmaterial (Druck, Internet) b) Öffentlichkeitsarbeit (Messen, Aktionstage) c) Verleih Strommessgeräte (Smart Metering) oder Information zur Entwicklung des Stromverbrauchs der einzelnen Kunden (z.b. Darstellung in Jahresrechnung) d) Gebäudeanalyse, thermografische Aufnahme von Gebäuden e) Heizung-, Warmwasserberatung f) Energieberatung, Energieverbrauchscheck g) Beratung bezüglich Energieeffizienzklassen Haushaltsgeräte h) Weitere Dienstleistungen, die nicht bereits genannt wurden 25 D2b Geschäftskunden Effizienz-Dienstleistungen für weitere Kundengruppen Das Unternehmen bietet Geschäftskunden folgende Dienstleistungen regelmässig an: a) Eigenproduktion (Wirbelwasserkraftwerke (WWK), Blockheizkraftwerke (BHKW)) b) Heizung c) Prozesswärme d) (Ab)-Wärmerückgewinnung e) Kälte f) Dampf g) Weitere Prozesse h) Beleuchtung i) Branchenspezifische Verbrauchschecks k) Schulungen, Ausbildung technisches Personal (Hauswarte, gewerbespezifische Weiterbildung u.a.) D3 Förderprogramme für effiziente Geräte und Anlagen 50 D3a Haushaltskunden Umgang mit Elektrospeichergeräten Wie fördert das Unternehmen 2010 die Umstellung von bestehenden Elektrospeicherheizungen und Elektroboilern auf energieeffiziente Technologien und entsprechende Geräte (Wärmepumpen u.a.)? 25 D3b Haushaltskunden Anreize für den Ersatz ineffizienter Haushaltsgeräte. Wie unterstützt das Unternehmen den Kauf energieeffizienter Haushaltgeräte? E Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung 100 E1a Unternehmensstrategie im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien (vgl. Ziel 100% EE in 2050) E1b Operative Ebene Zertifiziertes Umweltmanagementsystem (UMS) Verfügt das Unternehmen im Strombereich über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem (ISO 14001, EMAS, ECO Entreprise)? GEWICHTUNG TOTAL Anhang 1c) Kriterien des Bereichs D) Energieeffizienz und E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

42 42 ANHANG 2: FACT-SHEETS DER ELEKTRIZITÄTSWERKE AEW ENERGIE AG AEW Energie AG Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

43 43 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) AEW Durchschnitt Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

44 44 Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail AEW Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix - Nur ein geringer Anteil von Stromproduktion und -bezug stammt aus erneuerbaren Energien. B) Wasserkraft Grundsätze für neue Wasserkraftwerke über Axpo vorhanden. Revitalisierungsmassnahmen bei Lieferanten vorhanden. Eigene Wasserkraftwerke sind nicht naturemade zertifiziert. Da ein grosser Teil des Stroms von der Axpo bezogen wird, können keine Angaben zur Anteil der zertifizierten Wasserkraftproduktion gemacht werden. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus 100% naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot. Basisprodukt nicht vollständig aus erneuerbarer Energie. Grosse Preisdifferenz zwischen Ökostromprodukt und herkömmlichem Stromprodukt. D) Energieeffizienz Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. Kein Energieeffizienzbonus für Geschäftskunden E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das gesamte Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. Empfehlungen an AEW Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien in Produktion und Bezug sowie im Liefermix. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star oder basic zertifizierten Kraftwerken. Zertifiziertes Stromprodukt aus erneuerbaren Energien als Basisprodukt lancieren. Dienstleistungsangebot zur Unterstützung der Energieeffizienz der Kunden ausbauen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

45 45 BKW FMB ENERGIE AG BKW FMB ENERGIE AG Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Total aus der Schweiz Erneuerbare Energien 35.51% 35.25% Wasserkraft 34.65% 34.39% Übrige erneuerbare Energien 0.16% 0.16% Website: Bemerkungen: keine Sonnenenergie 0.03% 0.03% Windenergie 0.13% 0.13% Biomasse 0.00% 0.00% Geothermie 0.00% 0.00% *Geförderter Strom 0.70% 0.70% Nicht erneuerbare Energien 60.49% 45.43% Kernenergie 60.47% 45.41% Fossile Energieträger 0.02% 0.02% Erdöl 0.00% 0.00% Erdgas 0.02% 0.02% Kohle 0.00% 0.00% Abfälle 0.00% 0.00% Nicht überprüfbare Energieträger 4.00% 0.00% Total % 80.68% * Geförderter Strom: 42.6 % Wasserkraft, 3.8 % Sonnenenergie, 1.3 % Windenergie, 52.3 % Biomasse und Abfälle aus Biomasse, 0 % Geothermie Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

46 46 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) BKW Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max Durchschnitt AEW E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

47 47 Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail BKW Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix - Gemäss Stromkennzeichnung stammt ein grosser Anteil des Stroms im Liefermix aus nicht erneuerbaren Energien (Kernenergie). Beteiligungen an AKW und am Bau von Kohlekraftwerken. B) Wasserkraft Der Wasserkraftstrom (Eigenproduktion und Bezug) stammt zu einem grossen Teil aus zertifizierten Werken. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus vollständig naturemade star-zertifiziertem Strom im Angebot. Basisprodukt nicht vollständig aus erneuerbarer Energie. D) Energieeffizienz Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. Umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot für Geschäftskunden zur Steigerung der Energieeffizienz. Degressiver Tarifsprung bei Stromprodukt für Geschäftskunden ab einem Verbrauch von ab 20'000 kwh/jahr. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

48 48 Empfehlungen an BKW Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Beteiligungen am Bau neuer Kohlekraftwerke zurückziehen. Restwasser-Sanierung vollständig umsetzen. Revitalisierungsprojekte initiieren und fördern. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star-zertifizierten Kraftwerken. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Degressive Tarifsprünge bei Stromprodukten für Geschäftskunden abschaffen. Dienstleistungsangebot zum Stromsparen für Haushaltkunden ausbauen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

49 49 CKW CENTRALSCHWEIZERISCHE KRAFTWERKE AG CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

50 50 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) CKW Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max Durchschnitt CKW E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

51 51 Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail CKW Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix - Nur ein geringer Anteil des Stroms (Produktion/Beschaffung, Lieferung) stammt aus erneuerbaren Energien. B) Wasserkraft Der gesamte vom Tochterunternehmen EWA bezogene Wasserkraftstrom stammt aus naturemade zertifizierten Kraftwerken. Massnahmen zur Revitalisierung vorhanden. Grundsätze für Ausbau Kraftwerke vorhanden. Die eigenen Wasserkraftwerke sind nicht zertifiziert. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot - Basisprodukt nicht vollständig aus erneuerbarer Energie. Keine Produkte aus zertifiziertem Ökostrom im Angebot. D) Energieeffizienz Energieeffizienzbonus in Zusammenarbeit mit der Energie- Agentur der Wirtschaft (EnAW) für effizienzsteigernde Massnahmen. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Grundgebühr auf Energiepreisen für Haushalt- und Geschäftskunden. Zurzeit kein nach ISO zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. Zusätzliche Anstrengungen CKW bietet seinen Kunden CO 2 -freie Stromprodukte ( ZeroCO2 ) an. Zudem kontrolliert es den Ausstoss von Treibhausgasemissionen, indem es ein nach ISO zertifiziertes Treibhausgas- Inventar führt. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

52 52 Im Gegensatz zu CKW bietet die CKW-Tochter EWA naturemade star-produkte an. Im Rating wurden die Leistungen der EWA auf der Produktions-/Beschaffungsseite berücksichtigt, weil CKW vom EWA Strom bezieht. Im Produktangebot der CKW (Bereiche C bis E) wurde EWA hingegen nicht berücksichtigt, weil CKW und EWA als eigenständige EW wahrgenommen werden. Empfehlungen an CKW Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star oder naturemade basic zertifizierten Kraftwerken. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Naturemade star zertifizierte Ökostromprodukte lancieren. Grundgebühren auf Energiepreise abschaffen. Ein nach ISO14001-zertifiziertes Umweltmanagementsystem aufbauen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

53 53 EBM EBM Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

54 54 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) EBM Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max Durchschnitt EBM E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

55 55 Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail EBM Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix Nicht bewertet: Die EBM verstärkt ihr Engagement bei den erneuerbaren Energien massiv. Im Stromgeschäft will das Unternehmen einen Anteil von mehr als 25 Prozent erreichen und das kurzfristig, bis ins Jahr B) Wasserkraft Alle eigenen Wasserkraftwerke sind nach TÜV, naturemade basic oder naturemade star zertifiziert. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus vollständig naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot. D) Energieeffizienz Gutes Beratungs- und Dienstleistungsangebot für Haushalts und Geschäftskunden zur Steigerung der Energieeffizienz. Gemäss Stromkennzeichnung stammt ein grosser Anteil des Stroms im Liefermix aus nicht erneuerbaren Energien (Kernenergie und fossile Energieträger). Beteiligung am Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Deutschland (Verkauf der Beteiligung beabsichtigt). Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. Keine unternehmensinternen Grundsätze, ökologische Aspekte bei Wasserkraftwerken zu berücksichtigen. Basisprodukt nicht vollständig aus erneuerbarer Energie. Grundgebühr auf Energiepreisen für Haushalt- und Geschäftskunden. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. 19 Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

56 56 Empfehlungen an EBM Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star zertifizierten Kraftwerken. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Grundsätze für Standorteignung von neuen Kraftwerken bzw. Ausbauten von bestehenden Kraftwerken erarbeiten. Weitere Revitalisierungsprojekte initiieren und fördern. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Grundgebühren auf Energiepreise abschaffen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

57 57 EKZ ELEKTRIZITÄTSWERKE DES KANTONS ZÜRICH EKZ Elektrizitätswerke des Kantons Zürich Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

58 58 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) EKZ Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max EKZ Durchschnitt E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

59 59 Resultat im Detail EKZ Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix - Gemäss Stromkennzeichnung stammt ein grosser Anteil des Stroms im Liefermix aus nichterneuerbaren Energien (Kernenergie und fossile Energieträger). B) Wasserkraft Grundsätze für Wasserkraftwerke vorhanden. Revitalisierungsprojekte bei Lieferanten vorhanden. Da ein grosser Teil des Stroms von der Axpo bezogen wird, können keine Angaben zum Anteil der zertifizierten Wasserkraftproduktion gemacht werden. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus vollständig naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot. Basisprodukt nicht vollständig aus erneuerbarer Energie. Grosse Preisdifferenz zwischen Ökostromprodukt und herkömmlichem Stromprodukt. D) Energieeffizienz Gutes Beratungs- und Dienstleistungsangebot für Haushalts und Geschäftskunden zur Steigerung der Energieeffizienz. Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. Degressiver Tarifsprung bei Stromprodukt für Geschäftskunden ab einem Verbrauch von ab 100'000 kwh/jahr. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. Empfehlungen an EKZ Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star zertifizierten Kraftwerken. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Degressive Tarifsprünge bei Stromprodukten für Geschäftskunden abschaffen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

60 60 EWB ENERGIE WASSER BERN ewb energie wasser bern Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

61 61 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) ewb Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max ewb Durchschnitt E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

62 62 Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail ewb Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix - Gemäss Stromkennzeichnung stammt zurzeit noch ein grosser Anteil des Stroms im Liefermix aus Kernenergie. B) Wasserkraft Der Wasserkraftstrom aus Eigenproduktion und Bezug stammt zu einem grossen Teil aus naturemade basic zertifizierten Werken. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. Keine Grundsätze zum Bau von Wasserkraftwerken. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus vollständig naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot. Das Basisprodukt besteht ausschliesslich aus Strom aus nicht erneuerbarer Energie und Strom unbekannter Herkunft. D) Energieeffizienz Stromsparbonus für Geschäftskunden, die 10% weniger Strom als im Vorjahr verbrauchen. Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. Degressiver Tarifsprung bei Stromprodukten für Geschäftskunden ab einem Verbrauch von ab 40'000 kwh/jahr. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen, bis 2039 nur noch Strom aus erneuerbarer Energie. - Empfehlungen an ewb Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star zertifizierten Kraftwerken. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Grundsätze für Standorteignung von neuen Kraftwerken bzw. Ausbauten von bestehenden Kraftwerken erarbeiten. Revitalisierungsprojekte ausweiten. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Degressive Tarifsprünge bei Stromprodukten für Geschäftskunden abschaffen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

63 63 EWZ Unternehmenskennzahlen ewz Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website Bemerkungen: keine Erneuerbare Energien: 69% Wasserkraft: 66% Übrige erneuerbare Energien: 3% Sonnenenergie: 0.3% Windenergie: 1.5% Biomasse: 1.2% Geförderter Strom: 0.7% Nicht erneuerbare Energien: 27% Kernkraft: 27% Abfälle: 3.7% Nicht überprüfbare Energieträger: 0.0% Total: 100% Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

64 64 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) ewz Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max ewz Durchschnitt E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

65 65 Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten, die mit der Gewichtung des Bereichs gewichtet sind. Resultat im Detail ewz Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix Sowohl im Liefermix als auch im Produktionsmix ein hoher Anteil an erneuerbaren Energien B) Wasserkraft Der grösste Teil des produzierten Wasserkraftstroms stammt aus naturemade zertifizierten Werken (eigene und Partnerwerke). Derzeit Beteiligungen an Kernkraftwerken, die allerdings per 2035 auslaufen und nicht erneuert werden. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Das Basisstromprodukt besteht mehrheitlich aus naturemade basic zertifiziertem Wasserkraftstrom. Keine Verkaufsförderung von Ökostromprodukten durch finanzielle Anreize. D) Energieeffizienz Umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot für Haushalts- und Geschäftskunden zur Steigerung der Energieeffizienz. Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. - E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Ziel 100% erneuerbare bis Empfehlungen an ewz Empfehlungen Beteiligungsanteile an Kernkraftwerken verkaufen. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Weitere Revitalisierungsprojekte initiieren und fördern. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

66 66 GROUPE E Groupe E Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Total Suisse Energies renouvelables (1) 31.23% 28.95% Energie hydraulique 31.18% 28.90% Autres énergies renouvelables 0.05% 0.05% Energie solaire 0.006% 0.006% Energie éolienne 0.02% 0.02% Biomasse 0.02% 0.02% Géothermie 0.00% 0.00% Courant au bénéfice de mesures d'encouragement (2 0.70% 0.70% Energies non renouvelables (3) 15.87% 3.66% Energie nucléaire 5.66% 3.19% Energies fossiles 10.21% 0.47% Pétrole 0.05% 0.00% Gaz naturel 10.05% 0.47% Charbon 0.11% 0.00% Déchets (4) 1.80% 1.80% Agents énergétiques non vérifiables (5) 50.40% - Total ( ) % 35.11% Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

67 67 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) Groupe E Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max Durchschnitt Groupe E E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

68 68 Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail Groupe E Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix Der Anteil Strom aus EE im Liefermix (gemäss Stromkennzeichnung) wurde seit 2005 stark ausgebaut. Das Unternehmen hat sich von Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Deutschland zurückgezogen. B) Wasserkraft Ein Teil des Wasserkraftstroms stammt aus naturemade star zertifizierten Werken (ein eigenes und ein Beteiligungswerk). C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus vollständig naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot D) Energieeffizienz Für Geschäftskunden besteht ein umfassendes Angebot an Beratung und Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Nur ein geringer Anteil von Stromproduktion und -bezug und Lieferung stammt aus erneuerbaren Energien. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. Keine Grundsätze zum Bau von Wasserkraftwerken. Das Basisprodukt für Haushaltsund Geschäftskunden besteht zu einem hohen Anteil aus nicht erneuerbaren Energien. Grundgebühr auf Energiepreisen für Haushalt- und Geschäftskunden. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das gesamte Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. Empfehlungen an Groupe E Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star oder basic zertifizierten Kraftwerken. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Grundsätze für Standorteignung von neuen Kraftwerken bzw. Ausbauten von bestehenden Kraftwerken erarbeiten. Revitalisierungsprojekte initiieren und fördern. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Grundgebühren auf Energiepreise abschaffen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

69 69 IWB INDUSTRIELLE WERKE BASEL IWB Industrielle Werke Basel Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

70 70 Resultat nach Performancebereich Unternehmensstrategie Zusammensetzung Strommix Wasserkraft Energieeffizienz Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) IWB Durchschnitt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max IWB Durchschnitt E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

71 71 Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail IWB Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix 100% erneuerbare Energien im Liefermix gemäss Stromkennzeichnung. Hoher Anteil erneuerbare Energien im Produktions- und Beschaffungsmix. IWB betreiben keine Anlagen in der atomaren oder fossilen Stromwirtschaft und ist auch nicht an solchen beteiligt. B) Wasserkraft 100% des Wasserkraftstroms (Eigenproduktion und Bezug) stammt aus zertifizierten Werken. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Das Basisstromprodukt besteht zu 100% aus Wasserkraftstrom. Stromprodukt aus vollständig naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot. D) Energieeffizienz Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. Umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot für Haushalts- und Geschäftskunden zur Steigerung der Energieeffizienz. Effizienzbonus für Geschäftskunden. - Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. Keine Grundsätze zum Bau von Wasserkraftwerken. Hoher Aufpreis vom Basisprodukt zum 100% naturemade star zertifizierten Produkt. - E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Das Unternehmen ist nach ISO zertifiziert. 100% erneuerbare Stromversorgung bereits erreicht. - Empfehlungen an IWB Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

72 72 Empfehlungen Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Grundsätze für Standorteignung von neuen Kraftwerken bzw. Ausbauten von bestehenden Kraftwerken erarbeiten. Revitalisierungsmassnahmen ausweiten. Basisprodukt aus naturemade zertifiziertem Strom lancieren. Günstiges naturemade star zertifiziertes Ökostromprodukt lancieren. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

73 73 REPOWER REPOWER Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: Die Stromkennzeichnung bezieht sich auf die Repower Klosters AG. Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Die Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

74 74 Resultat nach Performancebereich 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% max Durchschnitt Repower E) Unternehmensstrategie D) Energieeffizienz C) Stromprodukte (Ökostrom- Marketing) B) Wasserkraft A) Zusammensetzung Strommix Oben: Noten (blau) des Unternehmens und Durchschnitt der Branche (schwarze Linie). Die Notenskala reicht von 0 bis 4. Der Durchschnitt bildet sich aus den Unternehmen AEW, BKW, CKW, EBM, EKZ, ewb, ewz, Groupe E, IWB, Repower, Romande INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

75 75 Energie und SIG. Eine hohe Note bringt zum Ausdruck, dass das Unternehmen im entsprechenden Bereich nachhaltig handelt. Die Bereiche sind nicht gewichtet. Unten: Anteil der erreichten Punktzahl des Unternehmens im Vergleich zum Maximum (100% der Punkte) und dem Durchschnitt der Branche. Die Punkte pro Bereich ergeben sich aus den Noten multipliziert mit der Gewichtung des Bereichs. Resultat im Detail REPOWER Kriterienbereiche Stärken Schwächen A) Zusammensetzung Strommix - Nur ein geringer Anteil von Stromproduktion und -bezug stammt aus erneuerbaren Energien. Gemäss Stromkennzeichnung stammt nur ein kleiner Anteil des Stroms im Liefermix aus erneuerbaren Energien. Beteiligung am Bau neuer Kohlekraftwerke. B) Wasserkraft Eigene Wasserkraftwerke sind zum grössten Teil zertifiziert. Revitalisierungsmassnahmen vorhanden. Grundsätze für Wasserkraftwerke vorhanden. Über Zertifizierungen des bezogenen Schweizer Wasserkraftstroms ist nichts bekannt. Restwasser-Sanierungen erst teilweise umgesetzt. C) Produkte-/Dienstleistungsangebot Stromprodukt aus vollständig naturemade star zertifiziertem Strom im Angebot. Das Basisprodukt für Haushaltsund Geschäftskunden besteht zu einem hohen Anteil aus nicht erneuerbaren Energien. D) Energieeffizienz Keine Grundgebühr auf Energiepreisen. Keinen Energie-Effizienzbonus für Geschäftskunden. E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung Teilbereiche des Unternehmens sind nach ISO zertifiziert. Das Unternehmen hat kein strategisches Ziel, zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

76 76 Empfehlungen an Repower Empfehlungen Ausbau des Anteils erneuerbare Energien. Beteiligungen am Bau neuer Kohlekraftwerke zurückziehen. Restwasser-Sanierung umsetzen bzw. beim Lieferanten anfordern. Erhöhung des Anteils an Wasserkraftstrom aus naturemade star oder basic zertifizierten Kraftwerken. Basisprodukt aus nur erneuerbarer Energie lancieren. Dienstleistungsangebot und Förderprogramm zum Stromsparen und zur Energieeffizienz ausbauen. Ziel für Stromversorgung aus 100% erneuerbarer Energie festlegen. INRATE 4. JULI 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

77 77 ROMANDE ENERGIE Romande Energie Holding SA Absatz an Schweizer Endkunden gemäss Stromkennzeichnung 2009: Website: Bemerkungen: keine Resultat nach Performancebereich (Vergleich Unternehmen Branche) Kriterienbereich Gewichtung Note Punkte Vergleich mit Durchschnitt A) Zusammensetzung Strommix % B) Wasserkraft % C) Stromprodukte (Ökostrom-Marketing) % D) Energieeffizienz % E) Unternehmensstrategie nachhaltige Stromversorgung % Total 1' % Performance des Unternehmens (Punktzahl, ergibt sich aus Note multipliziert mit der Gewichtung) und Vergleich mit dem Durchschnitt der Branche. Inrate 21. Juni 2011 SCHWEIZER ELEKTRIZITÄTSWERKE IM ÖKOLOGISCHEN VERGLEICH

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