Aus dem Bauch heraus...

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1 Aus dem Bauch heraus......hat sich die Bamberger Studentin Silke Pohl für ein Hobby entschieden, das ihr nebenbei auch noch Geld einbringt. Mit schwingenden Hüften begeistert sie ihre Zuschauer für die orientalische Art der Schwangerschaftsgymnastik, den Bauchtanz. Lest mehr auf Seite Februar 1999 Jahrgang 5 - Ausgabe 18 Tacheles Dr. Schmarotzer Inhalt Gute Chancen bei Studienstiftungen PRESSESTELLE S. 2 Harte Zeiten - Leben in Rumänien REPORTAGE S. 3 Wirtschaftssprachen nicht ökonomisch CAMPUS S. 4 Als Student etwas unternehmen CAMPUS S. 5 Beim Schwimmen geht man baden SPORT S. 7 Buch zur Arisierung Bamberger Betriebe DOMSCHERGE S. 9 Anarchie - zumindest auf der Bühne KULTUR S. 11 Von der Zensur übersehen AUSPUFF S. 12 Von Isabella Eigner Student ist gleich Schmarotzer. Doktorand ist gleich Schmarotzer hoch drei. Wenn einer nach fünf Jahren Studium noch mal jahrelang freiwillig aufs Geldverdienen verzichtet, muß was/er faul sein. Deshalb wird jetzt Druck gemacht. Zeitdruck, finanzieller Druck, Gesetzesdruck. Damit s einfacher zu regeln ist, wirft man geistesgeschichtliche und naturwissenschaftliche Fächer in einen Topf: Doktorand ist halt Doktorand. Wie lange der im Durchschnitt für die Promotion braucht, interessiert nicht. Drei Jahre müssen fürs Rumsitzen in der Bibliothek reichen! Vor allem, wenn man dort auf Kosten des Steuerzahlers sitzt. Übergangsregelungen schwächen da bloß die Schlagkraft. Deshalb ohne Gnade und für alle. Was soll das? Sicher - daß man sich bisher ohne Bestätigung des Doktorvaters zur Promotion einschreiben konnte, forderte zum Mißbrauch heraus. Die neue Nachweispflicht bei der Rückmeldung löst dieses Problem aber bereits. Warum also zusätzlich das Zeitlimit? Weil eine Stipendien-Welle über die Doktoranden hereinzubrechen droht? Oder doch eher, weil man ein politisches Signal setzen wollte, nach dem Motto: Wir tun was, hier in Bayern, gegen Schmarotzer, für Erfolgsbewußte. Dieses Gesetz wird dazu führen, außer den Karteileichen auch jene Doktoranden zu vertreiben, die nebenher wertvolle Berufserfahrung sammeln. Auf deren Rücken versucht sich der Gesetzgeber jetzt zu profilieren. Klingt, als hätte wieder mal einer nicht zu Ende gedacht. Die neueste Uni-Dependance, die K25 - ein altes Palais. UNGLAUBLICHE BETRÄGE erscheinen neuerdings auf den Überweisungsträgern der Uni Bamberg. Bislang wurden die hiesigen Studenten mit 45 Mark noch sehr verwöhnt. Doch die neue Zweitstudiengebühr, die ab dem SS 99 fällig wird, trifft sie dort, wo es am meisten wehtut - im Portemonnaie. (Mehr auf Seite 5) Repro: Unimog Wer promoviert, verliert Promotion mit Studentenstatus auf sechs Semester begrenzt (isa) Ex-ma-tri-ku-la-tion. Klingt irgendwie fies. Bambergs Doktoranden müssen sich jetzt an den Klang gewöhnen: Nach dem geänderten Bayerischen Hochschulgesetz dürfen sie nur noch sechs Semester als Immatrikulierte promovieren. Übergangsregelungen gibt es keine, das Gesetz gilt rückwirkend. Weiter promovieren kann man in Bamberg zwar auch ohne Immatrikulation. Aber der Studentenstatus ist dahin, und damit jede Menge finanzielle Vergünstigungen. Mitte Januar flatterte rund 350 Bamberger Doktoranden, die bereits im sechsten oder einem höheren Promotionssemester sind, die Botschaft von der Exmatrikulation ins Haus. Etwa ebensoviele Doktoranden in niedrigeren Promotionssemestern erhielten die Foto: isa Aufforderung der Studentenkanzlei, zur Rückmeldung fürs SS 1999 eine Bestätigung des Doktorvaters einzureichen. Andernfalls droht ebenfalls die Ex... Zu verdanken ist die neue Regelung dem Paragraph 65 im Hochschulgesetz des Freistaats, das am 24. Juli 1998 geändert wurde. Unter Absatz 5, Satz 2 heißt es da ganz ohne jedes Mitleid: Der Student soll exmatrikuliert werden, [...] in den Fällen des Satzes Nrn. 2 und 3 [Promotion] spätestens nach drei Jahren. Wobei soll hier soviel bedeutet wie ein muß, für das es Ausnahmen geben kann, aber in der Regel eben nicht gibt. Mit dieser Änderung des Gesetzes sollen vor allem die Karteileichen aus der Statistik gekickt werden - also alle, Adel verpflichtet! (ian) Durch das Palais Rotenhan in der Kapuzinerstraße 25 weht statt steriler Dämpfe bald der akademische Geist. Neuer Hausherr im ehemaligen Gesundheitsamt ist nämlich die Universität. Nachdem das Bayerische Kultusministerium einen entsprechenden Antrag genehmigte, begannen in dem 1711 bis 1718 erbauten Adelspalais die Arbeiten zur Anpassung an die künftige Nutzung. Schon im Herbst, glaubt Paula Ober, Leiterin des Hauptamtes, kann der neue Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik einziehen. Außerdem geben sich dann das Graduiertenkolleg, etliche Forschungsstellen und der Sprecherrat die Ehre. Obendrein soll in der K25 ein neuer CIP-Pool eingerichtet werden. die nur auf dem Papier promovieren. Daß es dabei aber auch jene erwischt, die es einfach nicht innerhalb von drei Jahren geschafft haben, wird in Kauf genommen. Prorektor Godehard Ruppert wertet das Gesetz deshalb als schädlich für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Er befürchtet, daß es künftige Doktoranden, die nebenher für ihren Unterhalt arbeiten müssen, von der Promotion abhält. Rupperts Kollege Ingolf Ericsson, Professor der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, sieht das ähnlich. So müßten in seinem Fach die Doktoranden ihre Promotion durch Grabungstätigkeiten selbst finanzieren: Und das ist in sechs Semestern einfach nicht drin. Wenn schon ein Limit, so Ericsson, dann für acht oder neun Semester. Fortsetzung auf Seite 2 Universität neuer Hausherr im Palais Rotenhan Im Gegenzug verläßt die Uni die Standorte Weide 18 und Hornthalstraße 47a. Angenehmer Nebeneffekt des Ortswechsels: Im neuen Domizil kann man sich die Mietkosten sparen. Das Palais gehört nämlich dem Freistaat. Der trägt auch die Umbaukosten, die bei rund 1,6 Millionen Mark liegen. Unter anderem soll ein neuer, behindertengerechter Fahrstuhl eingebaut werden. Doch jetzt muß Vater Staat noch einmal Mark aus der Tasche ziehen, weil vor kurzem im zweiten Obergeschoß alte Stuckdecken zum Vorschein kamen. Standesgemäß will die Uni jetzt genau hierher ihren Senatssaal verlegen - noblesse oblige eben.

2 SEITE 2 PRESSESTELLE (Fortsetzung von Seite 1) Auch Ruppert sieht die zeitliche Begrenzung als Problem: So beendeten im WS 1997/98 ganze 42 Prozent erst im neunten oder einem höheren Semester ihre Arbeit. Jörg Bauer, Doktorand der Theologie im fünften Semester, beschwert sich: Hätte ich das gewußt, hätte ich mich erst mal für ein Zweitstudium eingeschrieben und die sechs Semester aufgespart. Diese Problematik sieht auch Ruppert: Das Gesetz wurde nach dem Motto gemacht: Wem s nicht paßt, der soll halt klagen. Vorm Klagen kommt jetzt erst einmal das Wehklagen: Als Nicht-Immatrikulierte löhnen die Doktoranden in den Mensen das Doppelte, müssen auf die Ermäßigungen bei Museums-Eintritten verzichten und gehen in der Krankenversicherung nicht mehr als Studierende durch. Wer kein Stipendium bekommt, und das sind die meisten, muß sich auf die Suche nach einer Lösung machen. Für ein Zweitstudium dürfte sich angesichts der 1000 Mark Gebühren niemand eintragen. Bleiben noch die Ergänzungsstudiengänge, die nicht unter die Gebührenordnung fallen. Die allerletzte Möglichkeit ist, sich arbeitslos zu melden. Arbeitslosengeld bekommt allerdings nur, wer in den letzten drei Jahren auch einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen ist, also gearbeitet hat. Letzteres hat der Gesetzgeber bei der Bemessung der Immatrikulationsdauer offensichtlich nicht berücksichtigt. Klagen können aber auch die Professoren anstimmen. Denn die Nicht- Immatrikulierten fallen jetzt aus den Statistiken der Lehrstühle heraus, müssen aber weiterhin betreut werden. Beim Lehrstuhl Archäologie etwa sind das ab dem SS 18 Personen. Die Überlast wird gar nicht mehr deutlich, bedauert Ericsson. Das ist ein Nachteil für jedes einzelne Fach - und damit für die ganze Universität. Überraschend gute Chancen (mvö) Sie klingen immer ein wenig nach Elite und übermenschlichen Fähigkeiten - die Studienstiftungen und Begabtenförderungswerke für Studenten. Otto Normalverbraucher fühlt sich von ihren Angeboten deshalb oftmals nicht angesprochen. Das führt dazu, daß so manche Einrichtung weniger Stipendien vergibt als vorgesehen. Das heißt aber nicht, daß jeder und jede ohne große Probleme an beliebig viele Stipendien herankommt. Es gibt Förderungen, für die man sich gar nicht selbst bewerben kann: Für die Studienstiftung des Deutschen Volkes e.v. können Abiturienten und Studenten nur von Schulleitern und Professoren vorgeschlagen werden, bei der Hans-Böckler- Stiftung übernehmen die Gewerkschaften diese Rolle und für das Cusanuswerk Bischöfliche Studienförderung können auch Studentenpfarrer und ehemalige Stipendiaten Kandidaten empfehlen. Außer dem Cusanuswerk, das nur deutsche katholische Studenten Student, ledig, 25, sucht... Pflicht- oder Privatkasse: Wer sich selbst versichert, sollte sich vorher umfassend informieren (kos) Es ist doch immer das Gleiche mit den Studenten. So lange es nicht wirklich dringend ist, kümmert sich keiner um seine Krankenversicherung. Spricht man mit jemandem darüber, sind Das macht alles mein Vater, oder Das läuft noch über meine Eltern die häufigsten Antworten. Wenn man aber fragt, was sich ab dem 25. Geburtstag ändert, wird aus der beschwingten Antwort ein simples Hm, weiß nicht! Grundsätzlich ist jeder Student nach Paragraph fünf des Sozialgesetzbuchs (SGB) versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Daher muß auch bei der Einschreibung an einer deutschen Universität oder FH eine Bescheinigung der Krankenkasse vorgelegt werden (Ihr erinnert Euch!?). Diese Versicherungspflicht gilt bis zum Abschluß des 14. Fachsemesters, längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Ab 25 muß Student sich selbst kümmern fördert, gibt es noch eine weitere konfessionell gebundene Förderung: das Evangelische Studienwerk Haus Villigst e.v., das - wie alle weiteren vorgestellten Stiftungen - auch ausländische Studenten fördert und Selbstbewerbung akzeptiert. Was zählt, sind nicht nur gute Noten Die Förderbeträge (pro Semester) gliedern sich bei allen Stiftungen in rund 150 Mark Büchergeld und ein Grundstipendium von bis zu 880 Mark bzw. ein Promotionsstipendium von bis zu 1400 Mark. Außerdem werden je nach Stiftung Seminare, Kurse, Ferienakademien oder Semesterprogramme angeboten, deren Besuch teilweise verpflichtend ist. So fördern die Konrad-Adenauer- Stiftung e.v. und die Hanns-Seidel- Stiftung e.v. Studierende, die ihre Zukunft im journalistischen Bereich sehen. Speziell an begabte und enga- Mist - jetzt habe ich meinen Kompaß vergessen! Nun sind die meisten Studenten bis zu ihrem 25. Geburtstag über die Eltern in der GKV familienversichert und müssen sich daher noch nicht um eine eigene Versicherung kümmern. Die zweite Ausnahme sind Studenten, die über ihre Eltern bei einer privaten Krankenversicherung gemeldet sind. Sie sind während ihres Studiums von der Versicherungspflicht befreit, und laut SGB kann diese Befreiung nicht widerrufen werden. Das heißt, sie können nicht in eine gesetzliche Krankenversicherung zurück, solange sie studieren. Was passiert nun am 25. Geburtstag? Jetzt müssen Studenten selber aktiv werden. Die Männer sind häufig länger versichert, da ihnen die Zeit des Wehr- bzw. des Zivildienstes angerechnet wird. Alle anderen müssen sich entscheiden, bei welcher Kasse sie sich versichern wollen. Man kann die Krankenkasse wählen? Ja! Seit dem 1. Januar 1996 ist nicht mehr die AOK die Pflicht- bzw. Primärkasse. Der Student kann sich für eine der folgenden Krankenkassen entscheiden: Ortskrankenkasse, Ersatzkassen, die für den Wohnort zuständig sind (zum Beispiel Barmer), oder aber auch Betriebskrankenkassen, die sich für die Allgemeinheit geöffnet haben. Diese gesetzlichen Krankenkassen sind vom Gesetzgeber dazu verpflichtet worden, allen Studenten den gleichen Tarif Doch Bewerbung bei Studienstiftungen muß mit Sorgfalt geplant werden gierte Frauen richten sich die Friedrich- Ebert-Stiftung e.v. und die Heinrich- Böll-Stiftung e.v., während die Friedrich-Naumann-Stiftung den Schwerpunkt eher auf politische Bildung und eine liberale Grundhaltung legt. Überhaupt ist zu betonen, daß für eine Aufnahme außeruniversitäre Qualifikationen wie soziales und politisches Engagement, gesellschaftliches Interesse oder Verantwortungsbewußtsein oft genauso wichtig sind wie besondere Studienleistungen. Ob man schließlich förderungswürdig ist, wird nach der Bewerbung meist auf Auswahltagungen und in Einzelgesprächen von einem Gremium entschieden. Wer sich genauer informieren will, kann sich direkt an die Stiftungen (siehe nebenstehenden Kasten) oder an die Vertrauensdozenten an der Uni Bamberg wenden oder die derzeit umfangreichste Navigationshilfe im Internet aufsuchen: ~uwmh/silberer/stiftung. Karikatur: Jan v.d. Beld anzubieten. Dieser beträgt zur Zeit genau 94,65 Mark pro Monat und setzt sich zusammen aus 80,28 Mark Krankenversicherung und 14,37 Mark Pflegeversicherung. Bei allen gesetzlichen Krankenkassen sind die Grundleistungen, die man für diesen Betrag bekommt, gleich. Es gibt allerdings Unterschiede im Service. So bieten einige Krankenkassen kleine Zusatzleistungen an. Bei AOK und Barmer gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sich komplett von der gesetzlich vorgeschriebenen Eigenbeteiligung, etwa an Medikamenten, befreien zu lassen, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So darf man nicht mehr als einen bestimmten monatlichen Brutto- Satz verdienen. Unterschiede gibt es auch in der Akzeptanz von neueren Heilverfahren. Die Studenten, die über ihre Eltern privat versichert waren, haben es aller- (mvö) Cusanuswerk Bischöfliche Studienförderung, Baumschulallee 5, Bonn, Tel.: (0228) /48, Fax: (0228) , Vertrauensdozent in Bamberg: Prof. Dr. Volker Eid. Evangelisches Studienwerk Haus Villigst e.v., Iserlohner Str. 25, Schwerte, Tel.: (02304) , Fax: (02304) Friedrich-Ebert-Stiftung e.v., Godesberger Allee 149, Bonn, Tel.: (0228) /90, Fax: (0228) , Vertrauensdozent in Bamberg: Prof. Dr. Herbert Selg. Friedrich-Naumann-Stiftung e.v., Königswinterer Str. 409, Königswinter, Tel.: (02223) , Fax: (02223) Hans-Böckler-Stiftung e.v., Bertha-von- Suttner-Platz 1, Düsseldorf, Tel.: (0211) , Fax: (0211) , Vertrauensdozenten in Bamberg: Prof. Dr. IMPRESSUM dings schwerer. Für sie gibt es keinen Weg zurück in die gesetzlichen Krankenkassen. Sie müssen versuchen, eine private Krankenversicherung zu finden, die ihren Ansprüchen genügt, und die nicht zu teuer ist. Doch haben sie in einigen Fällen den großen Vorteil, sich erst später um eine eigene Versicherung kümmern zu müssen. Kinder, deren Eltern durch ihren Beruf beihilfeberechtigt sind (Soldaten und Beamte aus Bund, Ländern und Gemeinden), fallen erst nach dem 27. Geburtstag (plus eventuellem Wehrbzw. Zivildienst) aus der Versicherung der Eltern heraus. Einige Privatversicherungen bieten die sogenannte Private Studentische Krankenversicherung an, die 152 Mark kostet. Die Leistungen von privaten Krankenversicherern variieren jedoch stark und sind nicht immer unbedingt besser als die der gesetzlichen. So könnte sich ein Student zum Beispiel bei der Mannheimer für 278 Mark im Monat versichern, sollte es sich denn um einen männlichen Studenten handeln. Frauen müßten dagegen 385 Mark zahlen, da immer die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, und Frauen im Durchschnitt älter werden. Was am Ende bleibt, ist die Empfehlung, sich zu gegebener Zeit mit den Vertretern verschiedener Versicherungen zusammenzusetzen und selbst festzustellen, welche Versicherung die richtige ist Auf der UNIMOG-Website, die fürs Sommersemester geplant ist, will die Redaktion eine Seite einrichten, die verschiedene gesetzliche, aber auch private Krankenversicherungen und deren Programme für Studenten vorstellen soll. Hier gibt s die Stipendien! Irene Raehlmann und Prof. Dr. Hans- Peter Frey. Hanns-Seidel-Stiftung e.v., Lazarettstr. 33, München, Tel.: (089) , Fax: (089) , Vertrauensdozent in Bamberg: Prof. Dr. Wolfgang Protzner. Heinrich-Böll-Stiftung e.v., Rosenthalerstr. 40/41, Berlin, Tel.: (030) , Fax : (030) Konrad-Adenauer-Stiftung e.v., Rathausallee 12, St. Augustin, Tel.: (02241) , Fax: (02241) , Vertrauensdozent in Bamberg: Prof. Dr Wolfgang Klausnitzer. Studienstiftung des Deutschen Volkes e.v., Mirbachstr.7, Bonn, Tel.: (0228) , Fax : (0228) Vertrauensdozentin in Bamberg: Prof. Dr. Ingrid Bennewitz. UNIMOG, die Bamberger Studentenzeitung, erscheint zweimal im Semester, jeweils im Juni und im Juli bzw. im Dezember und im Februar. Herausgeber und Redaktion verstehen UNIMOG als unabhängiges Organ, das keiner Gruppierung oder Weltanschauung verpflichtet ist. Für namentlich gekennzeichnete Artikel übernimmt der Autor die Verantwortung. Herausgeber: Sonja Funke, Steffen Meyer-Schwarzenberger, Daniela Schuster, Christian Steckel. Layout und Redaktion: Annegret Bieger (ab), Marietta Eder (em), Isabella Eigner (isa), Sonja Funke (sof), Frank Kossyk (kos), Wolfgang Kraus (wok), Isabel Plocher (ipl), Björn Schimmeyer (bse), Daniela Schuster (dan), Ulrich Simon, Christian Steckel (ian), Meike Vögele (mvö), Gregor Weyerke. Mitarbeiter dieser Ausgabe: Franziska Baumgärtner, Dorothee Fischer (dot), Cornelia Henschel, Charlotte Kellermann (ck), Stephan Loichinger (loi), Steffen Meyer- Schwarzenberger (sms), Peter Schiffmann, Carlo Schindhelm (cs), Tina Taubenberger (tin), Kilian Topp (kito). V.i.S.d.P.: Isabella Eigner und Frank Kossyk. Anzeigen: Annegret Bieger (verantwortlich), Daniela Schuster. Redaktionsanschrift: UNIMOG, c/o Christian Steckel, Trimbergstr. 5, Bamberg, Tel.: UNIMOG-Briefkästen: vor den Mensen in der Austraße und Feki sowie im Marcushaus. Druck: caro-druck, Kasseler Str.1a Frankfurt, Tel. 069/ Zur Herstellung von UNIMOG wird chlorfrei gebleichtes Papier verwendet. Auflage: 2000 Stück

3 REPORTAGE SEITE 3 Schreiben gegen die Verzweiflung Helfen und Hilflosigkeit sind in Rumänien zwei Seiten derselben Medaille - bittere Bilanz eines Praktikums Von Daniela Schuster Sie ist fast nackt. Trägt eigentlich nichts außer ihrem mit einem Messer gestutzten Haar, einer viel zu weiten Armeehose und einem irren Grinsen. Es ist April, nicht sonderlich warm, doch zu frieren scheint sie nicht. Für einen Dollar steigt sie mit jedem an der nächsten Haltestelle aus. Was dort in den öffentlichen Toiletten, im Wartehäuschen oder auf der Parkbank passiert, kann ich, will ich mir aber nicht vorstellen. Sie mag 16 sein, vielleicht 17. Schwer zu schätzen - ihr irrer Gesichtsausdruck macht sie irgendwie alterslos. Vielleicht hat sie zu viel Klebstoff geschnüffelt, vielleicht beschützt sie aber auch einfach nur ihr Unterbewußtsein auf diese Weise vor den täglichen Erlebnissen. Es klingt pervers, und ich schäme mich dafür, doch sie gibt mir irgendwie das Gefühl von Sicherheit. Jeden Morgen sehe ich sie, immer im selben Bus, zur selben Uhrzeit, immer mit dem gleichen Grinsen auf den Lippen. Irgendwann gebe ich ihr einen Namen und zehn Dollar. Lange starrt sie mich an, dann küßt sie meine Hand. Ich sehe sie nicht wieder. Er ist höchstens zehn und er hat keine Beine mehr. Dafür ist seine klagende Stimme um so lauter. Ich weiß nicht, was er mir erzählt. Wahrscheinlich ist es die Geschichte eines schrecklichen Unfalls oder einer grausamen Krankheit - und wahrscheinlich lügt er. Ich denke, ich kenne die Wahrheit: Seine Eltern haben ihn verstümmelt. Als Krüppel ist er für sie wertvoller. Bringt mehr Almosen heim. Wie verzweifelt arm müssen diese Eltern gewesen sein. Oder skrupellos? Auf einer Parkbank am Boulevard Unirii komme ich zur Ruhe. Sonnenstrahlen kitzeln in der Nase, ein Rudel Rumänien ist in Europa und ist doch so weit davon entfernt Mischung aus Gier und Verachtung angeschaut zu werden; und daß ich mich mit einem netten jungen Mann unterhalten kann, ohne Drogen und eindeutige Angebote abwehren zu müssen. Ein Hamburger kostet umgerechnet drei Mark, für die Leute im Restaurant kein Vermögen, sie fahren Benz und tragen Versace. Ein Vermögen jedoch für diejenigen, die draußen im Mülleimer nach jenen Gurken wühlen, die ich gerade von meinem Royal mit Käse schäle. Doch vorerst habe ich Ruhe. Erkaufte Ruhe. Für den Nachhauseweg nehme ich mir noch eine Cola mit. An meiner Cola habe ich keine Freude. Sie steht vor mir - klein, dreckig, eine Roma. Fordernd streckt sie die Hände nach meiner Cola aus. Ich weigere mich. Zwei Minuten stummer Kampf. Ich verliere. Ich muß hier raus. Am Wochenende nehme ich den Zug ins Ungewisse. Ich lande in einem kleinen Banater Bergdorf. Es ist so tot, wie ich mich fühle. Die jungen Leute sind abgewandert. Abgewandert in die große Stadt, die keine Arbeit für sie hat und kein Zuhause. Unfähig, mich mit den drei im Dorf verbliebenen Alten zu unterhalten, wandere ich die ungeteerte Hauptstraße entlang - zum Friedhof. Jemand hat das wuchernde Gras mit einer Sense zu zähmen versucht. Büschelweise liegt Unkraut zum Verbrennen bereit, Kerzen flackern in roten Gefäßen. Ohnmächtig müssen die Alten den Verfall ihres Dorfes mit ansehen. Nur auf dem Friedhof leisten sie noch Widerstand, versuchen ihre Toten vor dem Vergessen zu bewahren. Ob einmal jemand dasselbe für sie tun wird? Der Piata Presei: Wo früher Journalisten Ceaucescu nach dem Mund schrieben, zog nach der Revolution die vermeintlich freie Presse ein. Den Letzten beißen die Hunde, heißt es. Doch auf Bukarests Straßen verhungern selbst die. Fotos: dan wenn ich aus dem großen, ehemals strahlend-weißen Gebäude am Piata Presei heraustrete und auf den Bus warte, überfällt mich wieder das Gefühl, irgendwie falsch zu sein. Ich war hierhergekommen, weil ich mir einbildete, helfen, etwas bewegen zu können. Doch der Hebel, an dem ich anzusetzen versuche, war und ist der kürzeste. Klein und unauffällig an eine Straßenecke gekauert steht sie vor mir - ihre Mauern zerfetzt von den Kugeln der Revolution: Die ehemalige Schaltzentrale der Securitate. Ein politisches Mahnmal, das kaum Beachtung findet inmitten von wirtschaftlichen. Fast bin ich ein bißchen enttäuscht von der Nichtigkeit des Gebäudes, noch unwissend, daß halb Bukarest von unterirdischen, geheimen Tunneln unterkellert ist. Eine Stadt unter der Stadt: Spazierwege für Ceausescu, Fluchtwege für politische Mörder, Leidenswege für Andersdenkende. nie jemand gesagt, daß Helfen und Hilflosigkeit so nah beieinanderliegen? Ein schwarzer Hund liegt vor einem Geschäft. Verhungert. Jetzt sichert sein Kadaver unzähligen Fliegen das Überleben. Fressen und gefressen werden, die Schwachen bleiben auf der Strecke. Hätte auch ein Kind sein können. Ich will ihnen kein Geld mehr geben. Geld, das sie ihren Eltern für die nächste Flasche Slibowitz abgeben müssen oder ihrem Bandenchef für die nächste Tube Klebstoff. Heute verteile ich Bananen. Sie beißt hinein, Sekunden später fliegt sie mir an den Kopf. Die Schale muß scheußlich schmecken. Etwa so, wie der pelzige Geschmack der Scham, der sich in meinem Mund ausbreitet. Rumänien ist Europa - und doch so weit davon entfernt. Es ist Ostern. Schon das zweite Mal in diesem Monat. Ein weiteres langes Wochenende, an dem ich mit mir nicht so viel anzufangen weiß. Ich nehme mal wieder den Zug. Diesmal in die andere Richtung: ans Meer, ans schwarze Meer. Ich dachte immer, es wäre nur ein Name. Aber das Wasser ist tatsächlich schwarz. Oder eher dunkelbraun - industrieabwässerfarben. Ich fahre weiter. Malte hat gesagt, das Donau-Delta müsse ich mir unbedingt ansehen. Ich weiß jetzt, warum. Flamingos schreiten durch eine Lagunenlandschaft, Libellen sirren an mir vorbei, im Sommer blühen hier Orchideen - auf dem kleinen Motorboot finde ich zur Ruhe. Mit einem Lächeln fahre ich zurück nach Bukarest. Am orthodoxen Ostersonntag bin ich eingeladen. Hans nimmt mich mit zu sich nach Hause, eine Zwei-Zimmer- Wohnung, in der er seinen arbeitslosen Neffen, dessen Frau und zwei Kinder aufgenommen hat. Von seinem Gehalt als Redakteur und Übersetzer rumänischer Literatur ins Deutsche kann die Familie zumindest überleben. Was macht es da schon, daß Adriana schon das vierte Jahr ohne Winterstiefel auskommen muß, und der kleine Vasile wohl nie Mitglied im Fußballverein werden kann. Doch heute wird gefeiert, als gebe es keine kalten Füße und schwarz-weißen Bälle. Ich werde bewirtet wie eine Königin, der Tisch biegt sich unter Lammfleisch, Sauerkrautwickeln und Selbstgebranntem. Bis tief in die Nacht tanzen wir auf den Tischen. Gastfreundschaft und Elend schließen sich nicht aus. Zum ersten Mal fühle ich mich in Bukarest willkommen. Ich hoffe, ich kann Rumänien auch so in meiner Erinnerung behalten. Ich weiß, es wird schwierig werden. Ich war hergekommen, um journalistisch zu arbeiten. Ich weiß nicht, was ich mir eigentlich eingebildet habe, als ich auf die Anzeige im Medium Magaausgemergelter Straßenhunde tollt kläffend um mich herum, Vögel singen gegen den Straßenlärm an. Plötzlich steht sie vor mir. Haut und Augen so dunkel wie Leder. Anklagend hält sie mir ihren faltigen Arm unter die Nase. Ich sehe eine dunkelblaue Nummer, mir wird schlecht. Woher weiß sie, daß ich Deutsche bin? Ich kann nicht mehr. Bukarest ist über mich eingebrochen, hat mein Weltbild und meinen inneren Frieden zerstört. Ich sehne mich nach Hause, zurück zu den niedrigen Reizschwellen und bete um fünf Minuten Ruhe vor Bildern, auf die ich im Herzen Europas nicht gefaßt war. Meine Flucht führt mich an den einzigen Ort in dieser Stadt, an dem ich mich sicher fühle und dessen Schutz für mich bezahlbar ist: McDonalds. Mit Schlagstöcken bewaffnete Sicherheitskräfte bewachen den Eingang. Garant dafür, daß ich einmal nicht meine Tasche mit eisernem Griff festhalten muß, daß ich etwas essen kann, ohne von dunklen Kinderaugen mit einer zin antwortete. Dort war die Rede von einem Praktikum bei einer deutschen Zeitung in Rumänien, von der Mitarbeit beim Aufbau einer demokratischen, freien Tageszeitung, von der Möglichkeit, sein journalistisches Können und Grundverständnis weiterzugeben. Ich fühlte mich der Aufgabe gewachsen. Was mich erwartet, sind Anschreiben gegen die Zensur in den Köpfen und Redigieren gegen die Verzweiflung. Ich genieße sie trotzdem, die Zeit in der Redaktion. Fünf Stunden am Tag, in denen ich eine sinnvolle Aufgabe habe, in denen ich das Gefühl habe, irgendwas gegen die Armut, das Leid und das Abstumpfen der Menschen tun zu können. Ob ich es schaffe mit meinen lächerlichen Artikeln über Bach-Oratorien, Ausstellungen und Chorkonzerte... Wenigstens versuche ich es mir einzubilden, um mich nicht ganz hilflos zu fühlen. Doch immer, Leben in Bukarest ist Leben an der Schmerzgrenze Niemals zuvor habe ich so viele neue Mercedes-Limousinen herumfahren sehen wie auf Bukarests Straßen. Und so viele Pferdefuhrwerke. Auf den Boulevards wird das Einkommensgefälle der Rumänen besonders deutlich. Die Reichen fahren auf der Überholspur, wer kein Geld hat, schluckt den Staub und die Abgase. Maria hat sich die Finger in der Autotüre gequetscht. Vorgestern. Ich weiß nicht, wie sie die Schmerzen erträgt. Meine Aspirin können bei blauschwarzen Blutergüssen auch nicht mehr viel ausrichten. Trotzdem kommt sie zum Arbeiten. Hat Angst um ihren Job und sowieso kein Geld für den Arzt. Ich gebe ihr 50 Dollar, ein Viertel des Monatsgehalts rumänischer Ärzte. Dafür wird sie behandelt werden. Sofort. Später erzählt sie, daß deswegen ein Kind mit gebrochenem Arm und ohne Dollars stundenlang auf dem Klinikflur warten mußte. Wieso hat mir

4 SEITE 4 CAMPUS Muskeltraining im Bustier Bauchtanz als Nebenjob - die Studentin Silke und ihr ausdrucksstarkes Hobby (ipl) Den Anfang machte ein Blind Date : Mit dem Auftritt auf einer deutsch-türkischen Hochzeit begann die damals 16jährige Silke Pohl ihr Hobby, den Bauchtanz, als Einnahmequelle zu nutzen. Heute ist sie 21, studiert Germanistik/Journalistik und tanzt immer noch unter dem Namen Samera. Alle zwei bis drei Monate hat sie einen Auftritt auf einer Hochzeit oder Betriebsfeier. Den Leuten gefällt es: Bisher war noch jeder zufrieden. Die Auftritte bekommt Silke meist durch Mundpropaganda vermittelt, nur einmal hat sie in Bamberg inseriert. Daraufhin meldeten sich aber in erster Linie unseriöse Interessenten, doch Silke sagt: Ich tanze, mehr nicht! In der Regel wird sie höflich und mit Respekt behandelt, sogar in der Motorradkneipe, in der sie einmal auftrat. Außerdem hat sie die Erfahrung gemacht, daß sie gerade von Türken mit mehr Respekt behandelt wird, da der Bauchtanz zu deren Kultur gehört. Fünfmarkstück ins Bustier geworfen Ihr Auftritt dauert entweder 15 Minuten, oder zweimal zehn Minuten, was nicht den Traditionen entspricht. Eigentlich sollte ein Auftritt eine halbe bis Dreiviertelstunde dauern, doch ist das für das hiesige Publikum zu lang. Silke legt sich vorher die Choreographie zurecht, läßt allerdings immer etwas Raum, um etwa Personen aus dem Publikum aufzufordern. Die Aufforderung wird meistens gern angenommen, nur selten hört sie eine Absage wie: Aber Mädel, ich bin doch verheiratet! Auch gibt es Leute, die ihr Geld zustecken möchten und nicht so genau wissen, wohin. So warf ihr doch tatsächlich jemand mal ein Fünfmarkstück in das Bustier. Samera alias Silke Pohl geht ihrem exotischen Hobby nach. Das gefällt vielen so gut, daß sie dafür bezahlen. Foto: Silke Pohl Nicht nur die Männer, auch die Frauen sind begeistert, und oft wird sie nach dem Auftritt gefragt, wo man denn Bauchtanz lernen könne. Die Gage für einen Auftritt beträgt etwa 200 Mark, was damit zu tun hat, daß das benötigte Equipment sehr teuer ist. Für ein traditionelles Bauchtanzkostüm zahlt man in Deutschland 1000 Mark. Silke besitzt eines, dazu EuWis bald sprachlos? (sms) Dem Fach Wirtschaftsitalienisch und seinem Dozenten Luca Formiani geht es an den Kragen: Die halbe Lektorenstelle wurde zum 1. April ohne Vorwarnung gekündigt, die Mittel werden an die Arabistik umverteilt. Auch Wirtschaftsfranzösisch gilt als Auslaufmodell: Die Hochschulsonderprogramme zur Sprachenfinanzierung laufen aus. Wirtschaftsrussisch kocht schon länger auf Sparflamme. Schlimmstenfalls müßten künftig statt ordentlicher Lektoren Lehrbeauftragte für einen Hungerlohn angestellt werden. Eine qualitativ hochwertige sprachliche Ausbildung, Voraussetzung für ein ordnungsgemäßes EuWi- Studium, wäre nicht mehr gesichert. Ein Treffen der Hochschulgruppen am Freitag endete mit einem Brief an den Studiendekan Prof. Otto K. Ferstl und einer Unterschriftenliste. Also, Kuli zur Hand und unterschreiben! Bayern ist kein Paradies mehrere Einzelteile, die sich damit kombinieren lassen: Röcke, Pluderhosen, Paillettenbustier, Gürtel. Wichtig ist auch der Schmuck, alles glitzert und klimpert. Kostüm und Accessoires läßt sich Silke schon einmal aus der Türkei mitbringen. Mit der Musik hat sie es einfacher: Man bekommt sie in türkischen Läden. Tanzbar sind viele verschiedene Arten Mehr Kombis für Pauker Neues von der Hochschulkooperation (tin) Ab dem Sommersemester 1999 können Studenten durch Doppelimmatrikulation an den Hochschulen Bayreuth, Erlangen und Bamberg neue Fächerkombinationen studieren. Vor allem Studenten der vertieften Lehramtsstudiengänge dürfen sich freuen: Die Zeiten der begrenzten Wahlmöglichkeiten sind vorbei. Zusätzlich gibt es jetzt: Ev. Religionslehre/Englisch; Ev. Religionslehre/Latein; Sport/Latein; Sport/ Uni-Jusos kämpfen für BAföG-Reform (ch) Widerstandslos, einfach oder gar bequem ist es sicher nicht, an einer bayrischen Universität linke Hochschulpolitik zu machen. Trotzdem - oder gerade deshalb - mischen die Studenten der Bamberger Juso-Hochschulgruppe in verschiedenen Gremien mit. Doch was genau ist die Juso-HSG und wofür macht sie sich stark? Wir sind Studenten, die sich sozialdemokratischen Idealen verbunden fühlen, sagt Sprecher Sebastian Krapohl. Dabei sind wir zwar SPD-nah, doch keine Parteiorganisation. Ein rotes Parteibuch sei beileibe keine Voraussetzung, um bei den Uni-Jusos mitzumachen. Einsetzen wollen sich die rund zehn Aktiven für eine sozial verträgliche Bildungspolitik, Chancengleichheit in der Gesellschaft und derzeit vor allem für eine Reform des BaföG. Die staatliche Förderung von Studenten muß zunehmen. Den Jusos sind etwa die BaföG-Grenzen viel zu niedrig. Besonders betroffen seien davon Studienfachwechsler und Studenten auf dem zweiten Bildungsweg, meint Krapohl. Zudem beobachte er, daß für politisch engagierte Studenten in Bayern alles andere als paradiesische Zustände herrschen: In Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Hessen bekommen sie ein bis zwei Semester länger BaföG, in Bayern nicht. Dagegen wollen wir uns als Juso-HSG wehren. Die Jusos wollen ihre Forderungen über die Arbeit in den Fachschaften durchsetzen und planen auch öffentlichkeitswirksame Aktionen. Dieses Jahr steht unter dem Schwerpunktthema Europa. So findet am Montag, dem 22. Februar, um Uhr im Polarbär eine Podiumsdiskussion zum Thema Die ersten 50 Tage EURO, seine Auswirkungen auf die Bürger - erste Tendenzen statt. Wer darüber hinaus Lust hat, sich mit Europapolitik zu beschäftigen oder über aktuelle politische Themen zu diskutieren, kann jederzeit bei einem der Juso-Treffen vorbeischauen. Diese finden alle ein bis zwei Wochen jeweils donnerstags um 20 Uhr im Reichelbräu statt. Nähere Informationen kann man sich per unter der Adresse: zuschikken lassen oder an den schwarzen Brettern in der Uni bzw. auf der Homepage ~ba941927/ nachschauen. von Musik, von klassischer Bauchtanzmusik über Musik aus verschiedenen Kulturen bis hin zu türkischer Popmusik. Am liebsten sind ihr jedoch Instrumentalstücke. Die lange Vorbereitung fließt ebenfalls in den Preis ein. Bis ein Auftritt fertig choreographiert ist, sind viele Stunden Arbeit notwendig. Dabei gibt es im Bauchtanz nur wenige festgelegte Figuren, die immer wiederkehren. Im modernen Bauchtanz kommen jedoch sehr viele Einflüsse zusammen: Indische, thailändische oder sogar Elemente aus dem Ballett, kurz alles, was schön aussieht. Ursprünglich war der Bauchtanz eine Art Schwangerschaftsgymnastik, den es früher in fast jeder Kultur gab, deshalb passen die verschiedenen Einflüsse auch so gut zueinander. Silke benutzt dieses Repertoire und denkt sich auch selbst Figuren aus, denn Bauchtanz ist ein Ausdruckstanz mit starken persönlichen Elementen: Es ist für mich eine Art, meine Weiblichkeit auszudrücken. Aber abgesehen von der Grazie haben die Bewegungen auch noch einen angenehmen Nebeneffekt: Sie wirken krampflösend und entspannend und es werden Muskeln trainiert, die man sonst fast nie beansprucht. Nervig findet Silke, daß viele neue Bekannte ihr exotisches Hobby sehr schnell in die sexuelle Schublade stekken. Die Bamberger scheinen da ganz besonders konservativ zu sein. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sie hier wenig Konkurrenz hat. Im Moment gestaltet Silke im Soul Food eine Ausstellung. Die Bilder und Skulpturen kann man noch etwa einen Monat bewundern. An der Ausstellung ist auch ihr Freund beteiligt. Davon, daß seine Freundin als Bauchtänzerin auftritt, ist er übrigens begeistert. Für weitere Informationen wendet Euch an UNIMOG. Englisch; Sport/Kath. Religionslehre; Wirtschaftswissenschaften/Englisch; Mathematik/Psychologie (Schwerpunkt Schulpsychologie); Mathematik/Kath. Religionslehre. Auch Studenten für das Lehramt Berufsschule können zwischen Sozialpädagogik in Bamberg und Biologie oder Sport in Bayreuth pendeln. Ganz so neu ist diese Zusammenarbeit zwischen den drei fränkischen Universitäten nicht. In den Lehramtsstudiengängen gibt es die schon seit mehreren Jahren, so Günter Barthenheier, Pressesprecher der Universität Bamberg. Neu ist, daß die Hochschulkooperation nun in Form einer Koordinierungskommission einen eigenen Ausschuß bekommen soll (siehe auch UNIMOG Nr. 17). Was nun, Frau Professor? (isa) Seminare sind überfüllt, in Übungen kommt man nur per Auswahlverfahren, und Sprechstunden-Termine vereinbart man am besten Monate vorher: die Situation am Lehrstuhl KoWi/ Journalistik sieht schon seit mehreren Semestern alles andere als rosig aus. Jetzt wird am kommenden Donnerstag, 18. Februar (U5, Raum 122), auch noch Prof. Manfred Rühl verabschiedet. UNIMOG wollte von Frau Prof. Anna-Maria Theis-Berglmair wissen, wie es weitergeht im Leben. UNIMOG: Von was verabschiedet sich denn Herr Rühl genau? Theis-Berglmair: Gute Frage. Das hat rein formale Gründe: Herr Rühl ist 65 Jahre alt, und nach der neuesten Regelung wird man mit 65 pensioniert. UNIMOG: Das heißt aber, Herr Rühl verläßt uns noch nicht? Theis-Berglmair: Nein, er wird sich im SS selbst vertreten. Ob es bei einer einsemestrigen Vertretung bleibt, ist noch nicht zu sagen. UNIMOG: Wann rechnen Sie denn mit einem Nachfolger? Theis-Berglmair: Ich rechne mit gar nichts. Ich wäre gerne enttäuschungsresistent. UNIMOG: Nun hat ja im SS 98 schon einmal ein Vorsingen stattgefunden. Jetzt heißt es, daß die Wunschkandidaten sowieso nicht kommen. Ist da was dran? Theis-Berglmair: Gerüchte gibt s immer. Natürlich ist bei jemandem mit C4-Stelle und Lehrstuhl davon auszugehen, daß er auch andere Optionen hat. So etwas ist aber auch Verhandlungssache. UNIMOG: Wie attraktiv ist denn die Journalistik in Bamberg? Theis-Berglmair: Die Situation ist nicht gerade einladend: zu viele Studierende, zu wenig Lehrende. Und wir können wenig machen, da sich die Kapazitätsberechnung auf die gesamte Diplom-Germanistik, nicht nur auf den Schwerpunkt, bezieht. Dabei haben wir mehr Studierende als die beiden anderen Schwerpunkte zusammen. UNIMOG: Sehen Sie eine Lösung des Problems? Theis-Berglmair: Man sollte die Strukturen den Gegebenheiten anpassen: Es liegen bereits fertige Studienordnungen für Journalistik als Hauptfach mit NC vor. UNIMOG: Was sagen die anderen betroffenen Lehrstühle dazu? Theis-Berglmair: Das geht den Gremienweg. Ich halte es allerdings für schlecht, wenn da nur machtstrategisch entschieden wird. UNIMOG: Freuen Sie sich denn aufs Sommersemester? Theis-Berglmair: Jetzt freue ich mich erst einmal auf die Semesterferien. Dann kann ich mich meinem Forschungsprojekt widmen. TIERISCH AUFGEMÖBELT haben Studenten des Lehramts Kunst den ersten Stock des Uni-Gebäudes in der Feldkirchenstraße. Möbel jeder Art wurden verfremdet, um tierische Züge anzunehmen. Daß man die Stühle nicht mehr zum Sitzen gebrauchen kann, störte weiter nicht. Foto: ian

5 CAMPUS Fastenlust oder Frittenfrust? (isa) Bedenke, Mensch, daß du Staub bist. Mit diesen Worten wird am Aschermittwoch die Fastenzeit eingeleitet. Gleichzeitig werben jetzt die Zeitschriften mit Frühlingsdiäten und Heilfasten. UNIMOG wollte von Bamberger Studenten wissen, ob sie diese Zeit zum Fasten nutzen. Friedrich Bauer, 20 Jahre, Lehramt Berufliche Schulen: Also, ich höre Aschermittwoch mit dem Rauchen auf - und zwar bis Ostern. Das habe ich schon mal während der Fastenzeit probiert. Man nimmt sich s halt immer vor. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Das ist wie mit den Neujahrsvorsätzen. Claudia Friebel, 25 Jahre, Europäische Wirtschaft: Nein, ich faste nicht. Und kenne auch niemanden, der das macht. Höchstens, um die Zeit zu einer Salz- Diät zu nutzen. Ich selbst bin nicht katholisch und kann auch mit der Fastenzeit nichts anfangen. Wenn jemand allerdings fasten will - warum nicht? Dirk Horcher, 20 Jahre, Jura: So wie die Kirche sich das vorstellt, faste ich nicht. Da ich aber jahrelang Ministrant war, kann ich etwas mit dem Begriff anfangen. Ich nütze diese Zeit jedoch eher als Phase der Besinnung. Aber ich habe auch Freunde, die dann etwa auf ihr Bier verzichten. Philipp Gsell, 24 Jahre, BWL: Ich versuche, auf Alkohol zu verzichten. Das heißt, daß ich während der Fastenzeit nicht trinken will. Letztes Jahr hätte ich es fast geschafft. Ich bin katholisch und verbinde diese Zeit vor allem damit, einfach mal bewußt zu verzichten. Dann wird einem klar, wieviel man eigentlich hat. Fotos: isa SEITE 5 Gründlich gründen tut not Bamberger Studenten pfeifen auf Assessmentcenter und werden Jungunternehmer Von Carlo Schindhelm Die Argumente liegen auf dem Tisch - ein ganzer Stoß glitschiger Folien. Klaus Rumer, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) Bamberg, sind sie von seinen Vorträgen vertraut: Zunehmender Wettbewerb in allen Bereichen. Ein revolutionärer Umbruch durch die neuen Informationstechnologien. Privatisierung, Stellenabbbau und keine wertvollen Rohstoffe unter Deutschlands Kruste, keine billigen Arbeitsplätze, die in der Waagschale gegenhalten. Die Lösung: Das, was wir im Wettbewerb einsetzen können, ist der Geist - die Innovation, sagt Rumer. Existenzgründung, das sei der Megatrend gegen Arbeitslosigkeit und Konjunkturflaute, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Bei Sören Bruhn, 26 Jahre, hat der Weg zum eigenen Unternehmen für Werbung und PR schon vor dem IGZ begonnen. Er hat in Bamberg Soziologie studiert, später zu Germanistik mit Schwerpunkt Journalistik gewechselt. Nebenher hat er gejobbt, Praktika gemacht und sich in der Studenteninitiative Communicate engagiert. Aus den Auftraggebern von Communicate wurden spätere Geschäftskunden. Im März 1997 zog er mit seinem Partner Jens Hentschel, von Beruf Grafiker, in das IGZ ein. Dort bekamen sie Beratung und ausstaffierte Büros gegen geringe Gebühren. Ein Getränkevertrieb hat bei mir keine Chance. Auch ein Kosmetiksalon nicht, sagt der IGZ-Geschäftsführer. Innovativ müsse die Idee sein. Etwa die Hälfte der Ideen lehnt er ab. Bei jedem Bewerber führt er einen Test durch. Darin die Frage ob man bereit ist, mehr als 60 Stunden die Woche zu arbeiten. Man glaubt nicht, wie viele daran scheitern. Zuerst wollte Sören Studium und Firma koordinieren. Beides richtig zu machen, wäre nicht möglich gewesen, sagt er heute. (mvö) Pro Semester spart ein Student angeblich 1187 Mark. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die der baden-württembergische Wissenschaftsminister Klaus von Trotha vorlegte. Blöd nur, wenn sich plötzlich die Berechnungsgrundlage ändert, wie bei den Rundfunkgebühren seit Juli Von denen könnte sich ein Student natürlich befreien lassen; das ist in letzter Zeit aber gar nicht mehr so leicht. Die von den Eltern beglaubigte Angabe des monatlichen Einkommens reicht als Armutszeugnis beim Gang zum Sozialamt nicht mehr aus. Schuld ist die sogenannte Düsseldorfer Tabelle. Die setzt für alle Studenten ein Einkommen fest, von dem das Sozialamt dann ausgeht. Das war schon immer so, nur machten sich die meisten keine Gedanken darüber, wie das Amt die Befreiung errechnet hatte. Vor sieben Monaten aber hat sich der Pauschalbetrag von 1050 auf 1100 Mark erhöht. Auf einmal fällt vielen Studenten auf, daß ihnen mehr Unterhalt angerechnet wird, als ihnen tatsächlich zur Ohne Computer geht gar nichts. Allerdings nur, wenn die Jungunternehmer Martin Neft (links) und Sören Bruhn von Claim auch die richtigen Ideen und die nötige Ausdauer mitbringen. Foto: isa Klaus Rumer sitzt in seinem Büro im IGZ und lacht verlegen. Ich weiß auch nicht, was ich da sagen soll. Er habe aber die Feststellung gemacht, daß Studienabbrecher die Erfolgreichsten seien. Das Studium hilft einem da überhaupt nicht, sagt auch Sören. Wie wichtig aber die Gespräche mit Anwälten, Wirtschafts-, und Steuerexperten waren, betont er immer wieder. Die Zeit und das Geld, das man in die Planung steckt, zahlen sich am Ende aus. Martin Neft, Bamberger Soziologiestudent mit Diplom und heute Mitarbeiter im Claim-Team, sieht es pragmatisch: In die Unternehmerrolle wächst man schnell rein. Man muß nicht unbedingt BWL studiert haben. Im IGZ sei es eben nur bedingt möglich, Praxis zu vermitteln, sagt Klaus Wenn der GEZ-Mann klingelt Sozialtarif für Studenten nicht mehr garantiert Neue Rechner fürs Marcushaus (kos) Ab 22. Februar ist der CIP- Pool im Marcushaus geschlossen: Dann werden neue Rechner (Windows NT 4.0, Pentium II 400 MHz Celeron, Zip-Drive, 64 MB RAM, Soundkarte, 17-Zoll-Bildschirme mit Lautsprechern) aufgestellt und mit dem Uni-Netzwerk verbunden. Die neuen Computer können nur noch mit Paßwort und Benutzernummer eingeschaltet werden, damit Uni-Fremde nicht mehr gratis surfen können. Spätestens am 1. Mai sollen sich die Türen des Computerraums wieder öffnen. Verfügung steht. Das hat einen einfachen Grund: Vom Betrag der Düsseldorfer Tabelle werden die Kaltmiete und der eineinhalbfache Sozialhilfesatz abgezogen, der zur Zeit 784,50 Mark beträgt. Wer nach Abzug dieser Kosten noch Geld übrig hat, muß davon monatlich 9,45 Mark (Hörfunk) bzw. 28,25 Mark (Fernsehen und Hörfunk) der GEZ zukommen lassen. Wer höhere Ausgaben als die angesetzten 1100 Mark hat, wird von den Gebühren befreit. Letzten Endes hängt also alles von der Höhe der Miete ab. Deshalb fallen seit Mitte letzten Jahres besonders Wohnheimstudenten aus dem Befreiungsraster heraus - sie wohnen einfach zu billig, wenn auch meistens nur um etwa 20 oder 30 Mark. Allerdings gibt es mildernde Umstände bei der Befreiung: Etwa, wenn das Studium nicht die erste Ausbildung ist, die die Eltern ihrem Kind finanzieren. Außerdem können Beiträge für Haftpflicht-, Hausrat-, Kranken- oder Unfallversicherungen mit auf der Ausgabenseite verbucht werden, wenn der Student selbst versichert ist und zusätzliche Kosten hat. Bei BAföG- Empfängern wird statt vom Tabellen- Wert vom niedrigeren BAföG-Satz als Einkommen ausgegangen. Für die anderen gilt: aufgepaßt, ausgerechnet und - im Ernstfall - angemeldet! Sonst meldet sich entweder das Gewissen oder der GEZ-Mann ganz persönlich. Berufsfeld DaF Am 22. Februar findet von bis Uhr im Marcushaus (R 126N) eine weitere Veranstaltung des Gründerkollegs statt. Prof. Dr. Helmut Glück und Diplom-Germanistin Friederike Schmöe sprechen dabei zum Thema Existenzgründung auf dem Sprachenmarkt - das Berufsfeld Deutsch als Fremdsprache stellt sich vor. Rumer. Doch es gebe immer wieder welche, die von der Uni kommen und es schaffen. Gesamtkonzept zur Existenzgründung Das sind die Ausnahmen, die Talente. Unternehmensgründung reine Talentsache? In Zukunft will man sich nicht nur auf Gene und Zufall verlassen, sondern auf Ausbildung setzen. So entsteht ein Gesamtkonzept, das schon in den weiterführenden Schulen ansetzt, um Selbstständigkeit und Kreativität zu fördern. Firmen aus Bamberg und Umgebung, die Universität mit ihrem Gründerkolleg sowie die Fachhochschule Coburg arbeiten mit dem IGZ zusammen. Bereits nach einem Jahr zog die Firma Claim mit zwei neuen Mitarbeitern in eigene Büros um. Die Fusion mit einer jungen Bamberger Agentur für Netzwerktechnik ist beschlossene Sache. Die neue Firma C4 zählt dann zehn Mitarbeiter, die zahlreichen Freien nicht mitgerechnet. Einen Geschäftsführer bringt die andere Firma mit. Darüber ist man bei Claim froh. Endlich keine Buchführung mehr, kein Verwaltungskram. Angst vor dem Crash hat Sören nicht. Wenn s doch eine Firma trifft, ginge bereits früher was schief. Alles Planungsfehler! Er blickt optimistisch nach vorne: Die Firma Claim ist für mich schon abgehakt. C4 sucht Praktikanten. Interessenten können sich melden unter Tel.: 0951/ Doppel-Bildung für 10 Blaue Ab Sommer blecht man fürs Zweitstudium (tin) Jetzt ist es also soweit - ab dem Sommersemester 1999 werden Zweitstudenten auch in Bayern zur Kasse gebeten Mark kostet die zusätzliche Bildung. Dadurch sollen sogenannte Scheinstudenten abgeschreckt werden. An der Universität Bamberg studieren ungefähr 500 Zweitstudenten. Lediglich 300 von ihnen mußten von der Studentenkanzlei angeschrieben werden, da Absolventen der Fachhochschulen, die ein wissenschaftliches Hochschulstudium anhängen, nicht unter die Gebührenregelung fallen. Promovierende Studenten und solche, die sich für einen Aufbauoder Ergänzungsstudiengang entschieden haben, kommen ebenfalls noch einmal davon. Auch wer glaubhaft versichern kann, daß ein Zweitstudium aus beruflichen Gründen unerläßlich ist, wird von der Zahlungspflicht befreit. Das muß er allerdings erst einmal in einem schriftlichen Antrag überzeugend begründen. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat den Kultusministern der Länder nun angedroht, das Verbot von Studiengebühren über ein Bundesgesetz durchzusetzen, und forderte sie zur Kooperation auf. Die Ressortchefs der Länder empfinden diese Ankündigung als Eingriff in die Kulturhoheit. Ob ein bundesweites Verbot von Studiengebühren durchsetzbar ist, scheint deshalb fraglich. Inwiefern sich die Einführung der Gebühren - wie vorgesehen - auch auf die Immatrikulationszahlen in Bamberg auswirkt, wird sich noch zeigen. Siegmar Sautter, Leiter der Studentenkanzlei, rechnet mit einem deutlichen Rückgang der Zweitstudenten in Bamberg. Einige Exmatrikulationen sind schon bei ihm eingegangen. Genaue Zahlen für das Sommersemester gibt es aber erst nach Ende der Rückmeldefrist.

6 SEITE 6 WURSCHTBLATT Nachts, halb eins, in Bamberg Zwei Ausgehungerte und ihre unfreiwilligen Abenteuer nach Mitternacht in der Domstadt Von Marietta Eder und Gregor Weyerke Jazzkeller, donnerstags, verschwitzt, dezent beschwipst und total fertig vom Schwofen. Es ist 1.30 Uhr. Der Magen rebelliert und will endlich wieder feste Nahrung. Kein Problem, der nächste Pizzastand ist ja gleich gegenüber. Denkste, geschlossen! Warum macht dieser Typ schon um 1 Uhr alle Schotten dicht? Jetzt beginnt der Heißhunger, zum ernsthaften Problem zu werden. Irgendwo muß es doch jetzt noch was zu futtern geben. Hungrige Blicke durch die Sandstraße - alles dicht. Doch der Hunger treibt uns auf die Suche. Wie wär s mit der Schwarzen Katze? Pech gehabt: Nach unserem langen, von Schmachten gekennzeichneten Weg erwartet uns nur eine Auswahl erlesener Weine. Diese haben jedoch auf uns absolut keine Anziehungskraft. Ciao Gisela, nur raus hier... Hunger, die erste...mürrisch brechen wir auf. Keuchend (Nachwehen der Jazzkeller -Luft?) geht es über diese elendig steile obere Rathausbrücke. Dort sieht die Welt gleich wieder besser aus. Die Weinstube Zeiß ist zum Greifen nah. Nachdem wir dann auch noch die steile Treppe zum Gastraum erklommen haben, riecht es nach kulinarischen Köstlichkeiten. Nach der Qual der Wahl lockt die Pizza Spezial. Die ist aber leider schon alle. Was soll s, essen wir eben nach gut fränkischer Manier eine kalte Platte. Die stillt aber nicht unseren (dot) Daß Unimogler ein besonderes Faible für die beliebteste deutsche Soap entwickelt haben, ist spätestens seit der großen Lindenstraßenparty im vergangenen Jahr bekannt (der UNIMOG berichtete). Damals wurden die Partygäste mit original Akropolis Gyros verköstigt. Aber natürlich haben unsere Lieblinge Hansemann, Klausi und Rehlein in den 15 Jahren Lindenstraßen-Geschichte noch allerlei andere Leckereien verputzt. Für die heutige Ausgabe der Kochecke habe ich zwei Gerichte gewählt, die besonders für Leute, die ständig Besuch bekommen, oder für große WGs geeignet sind und den Geldbeutel nicht allzusehr strapazieren. Wenn der kleine Hunger spät nachts kommt, dann hat man in Bamberg ein großes Problem. Foto: em Hunger, sondern macht ihn nur noch größer. Schieben wir ein Schnitzel mit Pommes hinterher. Jetzt sind wir zwar gesättigt, doch nach soviel deftigem locken Apfelkräpfla. Ernüchterung Iffi Zenker: Hoffentlich reicht das Essen für alle! Jo Zenker: Beim Bund schütten wir auch jede Menge Wasser ins Gulasch, wenn s knapp wird - kein Problem! Der Zenkersche Gemüseauflauf: An Familienfesten ist es keine Seltenheit, daß sich die Zenkers zu einem großen Essen zusammenfinden. In letzter Zeit wurden diese harmonischen Abende aber eher zur Seltenheit. Denn erst schied Maxl aus dem Leben, und dann verunglückte Andi Zenker mit seinem Taxi. Auch andere Veränderungen haben sich in der Lindenstraße ergeben. So kann frisches Gemüse zum Beispiel nicht mehr in macht sich breit, weil damit unser Magen 30 Mark verschlungen hat. Hunger, die zweite...mürrisch brechen wir auf. Planlos pilgern wir durch die Straßen, getrieben von nur einem Gedanken: Hunger! An der unteren Rathausbrücke angekommen, haben wir kaum mehr einen Blick für die eisig-schöne Altstadt. Wir stolpern einfach weiter, und plötzlich liegt es vor uns, das Casanova. Auf unsere vorsichtige Frage, ob wir noch was zu essen bekommen, folgt ein selbstverständliches Ja. Beim Anblick der Karte kommen uns jedoch leichte Zweifel, weil diese nur Kochen mit Zenkers und Co. Doros kuriose Kochecke (IV) - heute mit der Lindenstraße Guten Appetit! Foto aus: Das Lindenstraßen-Kochbuch Olaf Klings Laden gekauft werden, weil dieser geschlossen wurde bzw. gerade zu einem Schuhladen umgewandelt wird. Aber Insider wissen ja sowieso, daß man bei Olaf Kling nicht mehr einkauft. Zutaten (für 8 Portionen): 1 kg Kartoffeln 500 g junge Möhren 400 g Zuckerschoten 2 Bund Lauchzwiebeln 80 g Butter 4-5 Eßlöffel Petersilie 400 g Crème Fraîche 2 Eier 1 Prise Zucker Kräutersalz, Muskatnuß 200 g geriebener Emmentaler Kartoffeln und Möhren waschen (nicht schälen!) und in Würfel bzw. Scheiben schneiden. Beides in einem mit 4 Tassen Wasser gefüllten Topf zugedekkt garen (nicht ganz weich). Inzwischen die Zuckerschoten und den Lauch waschen und in Stücke schneiden. Danach Lauch und Zuckerschoten mit Butter und Zucker in den Topf zu dem vorgegarten Gemüse geben und einige Minuten mitgaren. Die Petersilie einrühren. Crème Fraîche, Eier und eine Tasse Gemüsekochwasser zu einer flüssigen Sauce verrühren. Gewürze und Käse hinzufügen. Nun die Gemüsemischung in eine gefettete Auflaufform geben, die Sauce darüber verteilen und bei 200 C ca. 35 Minuten backen. Dazu Baguette und Salat reichen. Zum Nachtisch hier noch ein Rezept von Valerie zu ihren Walze - Zeiten: Iffi: Nougat, das magst du doch so gerne! eine einzige Seite faßt. Statt der obligatorischen Pizza müssen wir mit einer Tomatensuppe vorliebnehmen. Doch nach weiterem Studium der Karte fällt ziemlich schnell auf, daß man nicht einfach abgespeist wird. Hier wird nicht gegeizt, sondern mit Rumpsteak sogar gehobene Küche geboten. Der Wermutstropfen ist allerdings, daß es keinen Nachtisch gibt. Trotzdem hat unser Magen damit satte 38 Mark verschlungen - deliziös. Geschockt müssen wir erstmal was nachspülen. Hunger, die dritte...mürrisch brechen wir auf. Dann bleibt wohl nur noch der heimische Kühlschrank im Pestheim - sprich gähnende Leere. Voller Frust ziehen wir weiter. Die große Überraschung kommt in der Königstraße. Dort leuchtet uns das Goetheinstitut, das auch noch was zu essen für uns hat. Doch wer von der Qualität der Werke Goethes auf das Ambiente schließt, wird ernüchtert. Hier herrscht das zünftige Bürgertum, was auch in der Karte zum Ausdruck kommt. Vom derben Dosenfleisch mit Brot über den delikaten Schaschliktopf mit Brot bis zum kulinarischen Höhepunkt, dem Zwiebelrahmsteak ohne Brot, aber mit Pommes und Salat, ist hier für robuste Geschmacksnerven alles dabei. Statt eines Nachtischs bekommt man in der Goethestube gute Ratschläge für die zweisame Nacht - ganz kostenlos. Was aber nicht über die Ernüchterung hinwegtäuscht, daß unser Magen 32 Mark verschlungen hat. Unser Fazit: Bis 1 Uhr gibt s jede Menge Auswahl für hungrige Mägen. Danach aber wird s schwierig und richtig teuer. UNIMOG rät: Brötchen schmieren. Liebe geht durch den Magen (isa) Verliebt sein... Nur von Luft und Liebe leben. Doch irgendwann meldet sich auch im siebten Himmel der Magen zurück. Für diesen Fall solltet Ihr mal in das Kochbuch für Verliebte schauen. Dort findet Ihr die süßesten Verführungs-Rezepte für den Geliebten. Wie wär s denn mit einem Haremskissen, den Liebhaber-Ecken oder der grünen Verführung? Hier Sekt Surprise als Intermezzo: Ihr braucht: Auf zum Imbiß ab Mitternacht (em) Allen bekannt dürfte der Pizzastand neben dem Liveclub sein. Der hat zwar keinen speziellen Namen, dafür aber eine schmackhafte und durchaus preiswerte Pizza bis 1 Uhr. - Für alle Fast-Food-Liebhaber gibt s bei McDonalds in der Langen Straße und bei Burger King am Bahnhof bis 1 Uhr Nahrung. Bis 2 Uhr - außer am Fr. und Sa. dann bis 3 Uhr - hält der McDrive in der Emil-Kemmer- Straße seine Leckereien bereit. - Empfehlenswert ist das Essen in der Weinstube Zeiß, in der es bis 2.30 Uhr was Warmes zu speisen gibt. - Auch im Casanova bekommt man während der Woche bis 3 Uhr und am Wochenende sogar bis 3.30 Uhr warmes Essen. - Nicht unbedingt was für Gourmets ist die Goethestube in der Unteren Königstraße. Aber gegen 3 Uhr morgens ist der Hunger ja der beste Koch. - Für alle, die gar keine Rettung mehr sehen, können wir nur Bambergs Tankstellen empfehlen: An den 24-Stunden-Shops in der Memmelsdorfer Straße kann man sich den Bauch mit Heiße Hexe vollschlagen. - Die allerletzte Lösung des Hungerproblems - und zugleich die billigste: Klingelt doch einfach bei Freunden und laßt Euch bekochen! Prickelnder Feigensekt mit aphrodisierender Wirkung erwünscht? Mit dem Kochbuch Ich hab Dich zum Fressen gern kein Problem. Abheben in den siebten Himmel mit Liebesbrötchen und Wachteln bonne femme. Illustration: Kristin Labuch 2 Stückchen Würfelzucker, Angostura, 1 Feige, 1 Piccoloflasche Sekt. Würfelzucker in zwei Cocktail-Gläser geben. Jeweils 4 Tropfen Angostura darauf träufeln. Darüber je eine Feigenscheibe legen (wegen der aphrodisierenden Wirkung!) und mit Sekt auffüllen. Schönen Abend! Gisela Allkemper: Ich hab Dich zum Fressen gern. Hölker-Verlag Mark. Eisbecher Walze Zutaten (für eine Portion): 500 ml Speiseeis (Familienpackung) 1/2 Glas Nuß-Nougat-Crème 1 Becher süße Sahne Die Nuß-Nougat-Crème zusammen mit der Sahne erhitzen, bis sie sich aufgelöst hat. Das Eis stürzen und mit der Sauce übergießen. Erkannt?, fragt UNIMOG heute zum zweiten Mal. Ist das Dein Mitbewohner, Dein Hausarbeits-Ghostwriter oder gar Du selbst? Das wollten wir in der letzten Ausgabe wissen - und das interessiert uns auch heute. Wer sich also auf dem Bild wiedererkennt, muß sich bis spätestens 19. Februar bei uns melden (Briefkästen vor den Mensen Innenstadt und Feki). Dann gibt s ein Essen in der Mensa Eurer Wahl Foto: isa

7 SPORT SEITE 7 Wochen der Qual (kos) Frank K. aus B. ist auf dem härtesten Turkey seines Lebens. Sein Körper schreit nach dem Stoff, den er seit vier Wochen nicht bekommen hat. Seine Beine zittern, sein Pulsschlag rast, seine Gedanken fliegen. Auch der Arzt, den er immer wieder aufsuchte, konnte die Entzugserscheinungen bisher nicht lindern. Frank K. ist süchtig. Doch dann der erlösende Satz des Arztes. Na, dann schließen wir das heute mal ab. Sie können ab nächster Woche wieder... Was Frank K. nun hört, läßt sein Herz noch schneller schlagen. Bald kann er seinem Körper die ersehnte Droge wieder zuführen! Sein Suchtmittel heißt Sport, und er braucht es täglich. Einen Monat war er auf Entzug. Der Grund: Ein Muskel in der Wade war gerissen und fesselte ihn an seine Wohnung. Fünfmal Training in der Woche, obendrein Mannschaftsspiele und Turniere. Wer so viel Sport treibt, gewöhnt sich schnell an die tägliche Dosis körpereigener Glückshormone. Aber wenn man dann vom Endorphindealer Sport den nächsten Schuß nicht bekommt, fangen die Nerven an zu flattern. Frank K. war am Ende. Doch das war nicht das einzige Problem, mit dem Frank K. zu kämpfen hatte. Als Behinderter auf Zeit lernte er schnell, daß man mit zwei Krücken so etwas wie eine Zirkusattraktion ist. Aus allen Autos, von allen Passanten angestarrt zu werden, während er sich schweißdurchnäßt an Krücken durch die Gegend schleppte, erinnerte an die Truman Show. Mit dem Unterschied, daß Frank K. sich seiner Rolle als Galanummer bewußt war. Noch schlimmer war die ständige Mitleidsnummer aller Bekannten. Aber auch Unbekannte nahmen plötzlich Anteil an seinem körperlichen Wohlbefinden. Wie ist das denn passiert? Diese Frage hatte er ja noch gar nicht gehört. In den letzten fünf Minuten. Und sich dann noch wundern, wenn er gereizt zischte: Mein Hamster hat mich gebissen! Überhaupt - er war etwas aus dem seelischen Gleichgewicht geraten. Selbst mit dem allseits beliebten Sport ist eben doch Mord konnte man ihn nicht aufheitern. Nur mit Glück entgingen diese Menschen einem Krückenhieb. Frank K. will kein Mitleid. Frank K. will Sport. Und zwar sofort! Denn Frank K. ist ein Junkie. Auch die letzte Woche ohne ES wird die Hölle. Joggen im Hain - einige Insidertips 1. Immer cool aussehen, d.h. möglichst k e i n e pinke Jogginghose mit ausgebeulten Knien tragen, stattdessen knallenge Leggings in den Trendfarben oder irgendwelche Markenklamotten, die nicht älter als zwei Wochen sein dürfen. 2. Bloß nicht vor Qual das Gesicht verziehen, Bekannte könnten lauern und morgen wüßten es alle. 3. Andere Jogger werden gegrüßt, indem man n i c h t wild mit dem Arm herumwedelt, sondern gekonnt zwei Finger der rechten Hand abspreizt (45-Grad-Winkel!). 4. Auf Hunden bitte nicht herumtreten, Herrchen könnte in der Nähe sein! 5. Wenn schon Pause machen, dann nicht am Wehr in Bug, wo es alle sehen, sondern auf einem Seitenweg, wobei man am besten einen Krampf vortäuscht. 6. Nach dem Joggen ein paar Minuten vor dem Auto verschnaufen, sonst beschlägt beim Heimfahren die Windschutzscheibe! 7. Am nächsten Tag möglichst jedes Gespräch auf das Thema Joggen lenken, sich in der Mensa von Freunden das Essen holen lassen und ständig was von 20 Kilometern murmeln ( Sorry, mein Muskelkater ). (isa/ian) Beim Rudern auf der Regnitz ist Konzentration angesagt, sonst geht s ab in Richtung Turbinenanlage an der Concordia. Foto: Internet Spritztour auf der Regnitz Ein Leben als Rückwärtsfahrer - das Ruder-Einmaleins in sechs einfachen Lektionen Von Franziska Baumgärtner Rudern in Bamberg? Sollte das Bootshaus im Hain tatsächlich noch etwas anderes zu bieten haben als Partyspaß und sommerliches Biergartenvergnügen? Der eine oder andere mag es kaum glauben, aber es hat! Nicht umsonst ist das schöne alte Haus am Rande des Hains das Domizil der Bamberger Rudergesellschaft. Szenenwechsel. Man stelle sich vor: ein wunderschöner, lauer Sommerabend am Bootshaus. Im Biergarten herrscht Hochbetrieb, und mittendrin räumen ein paar Gestalten in schwitzigen Sporthosen und rot-grünen Socken einige merkwürdig anmutende Geräte auf den Platz vor den Bootshallen. (Nein, wir gehören nicht zu den Leuten, die schon im Sommer das Bedürfnis verspüren, Fasching feiern zu müssen!) Lektion eins: Rot und grün stehen für Backbord und Steuerbord. Bedenke, daß der Ruderer sich immer rückwärts zur Fahrtrichtung fortbewegt! Nun setzen Das ist ja eine Badewanne! Das Bamberger Hallenbad ist keine Alternative für Schwimmfans Von Tina Taubenberger Seit fünf Minuten starre ich in dieses unglaubliche Blau. Das Blau gehört zu einem Plakat, auf dem eine blonde Comicfigur strahlend Badevergnügen mit Spiel, Spaß und Erholung verspricht. Im Bamberger Hallenbad. Aus dem Hintergrund strahlt das blaue Schwimmbecken mit dem blonden Männchen um die Wette. Und zwar genau vor meiner Nase, im Linienbus Richtung ZOB. Seit fünf Minuten. Trotz Comicfigur und koloriertem Foto erkennt man gleich, daß bei dem Becken auf Schnickschnack verzichtet wurde. Aber das macht nichts. Irgendwie überzeugt mich diese Schlichtheit. Nicht, daß man mich nicht gewarnt hätte vor dem Bamberger Schwimmbad! Daß es nicht besonders luxuriös sei und so. Aber ich bin anspruchslos; gehöre ich doch zu jener Sorte von Menschen, die die Betonung in dem Wort Schwimmbad tatsächlich noch auf die Silbe Schwimm legen, nicht auf Bad....von Luxus gar nicht zu reden! Ich brauche keine blubbernden Whirlpools und tausend Massagedüsen. Meine Massagen bezahlt die Krankenkasse. Heißwassersprudelbecken halte ich für Bazillenschleudern, und meinetwegen braucht ein Schwimmbad auch kein Café mit klebrigen Plastikstühlen, von denen mir die Pilzkulturen nur so entgegengrinsen. Ich lege auch keinen Wert auf Rutschen und Sprungtürme; Sauna finde ich unästhetisch. Alles, was ich zu meinem sich zuvor erwähnte Geräteschlepper auch noch auf zuvor erwähnte Geräte und beginnen, wie die Wilden hin und her zu rollen, wobei sie immer wieder einen Holzstab zu sich heran ziehen, der an einer Kette befestigt ist - und veranstalten auch noch einen Höllenlärm. Die Leute im Biergarten amüsieren sich prima Lektion zwei: Auch im Boot sitzt der Ruderer auf einem Rollsitz, mittels dessen er seinen Allerwertesten auf der Rollbahn vor und zurück bewegt. Die Füße sind derweil am Stemmbrett in die eingebauten Turnschuhe verschnürt. Preisfrage: Was soll das? Des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Das machen wir immer so, um unseren Anfängern aus der Studentenrudergruppe eine Idee von dem zu vermitteln, was sie auf dem Wasser erwartet. Rudern ist immerhin ein Wassersport, und diese merkwürdi- Ernie beim Baden mit Quietscheentchen. Leider ist Entchen etwas weit rausgeschwommen. Das wäre im Bamberger Hallenbad nicht passiert. Foto: tin Glück brauche, ist eine bescheidene Bahn in einem 50-Meter-Becken. Oder von mir aus auch 25. Unter diesen Voraussetzungen packe ich also meine Schwimmsachen und ziehe los, um im Bamberger Bad Spiel, Spaß und Erholung zu finden. Ich hätte auf meine Freunde hören sollen. Das Bamberger Hallenbad ist nicht nur kein Schwimmbad, es ist gerade einmal eine öffentliche Badewanne. Mit einer Nichtschwimmerschnur in der Mitte. Das Becken ist auch nicht 25 Meter lang (von 50 rede ich ja schon gar nicht mehr), sondern 20 - wenn überhaupt. Die Nichtschwimmerschnur ist auch keine Schnur. Es handelt sich vielmehr um ein kinderarmdickes, massives Stahlseil. Den Gedanken, lässig mit einem eleganten Schwimmzug darüber gen Geräte, in Fachkreisen Ergometer genannt, werden normalerweise dazu genutzt, unschuldige kleine Wettkampfruderer zu quälen. Aber so sind wir ja nicht, und deshalb gönnen wir den Neuen gleich in der ersten Stunde das Vergnügen einer kleinen Spritztour auf der Regnitz! Damit allerdings fängt das Vergnügen für den geneigten Zuschauer aus dem Biergarten erst so richtig an. Unter großem Getöse wird einer der alten Vierer zum Steg hinunter getragen und zu Wasser gelassen. Lektion drei: Bitte festhalten, sonst landet der Kahn als unbemanntes Schiffsobjekt in den Turbinen unterhalb der Concordia. Und jetzt? Ein Ruderboot hieße nicht Ruderboot, wenn man nicht damit rudern könnte, also fehlen uns noch die Ruder. Lektion vier: Ganz wichtig - man nennt sie entweder Skulls oder Riemen, je nachdem, ob man ihrer zwei oder nur eins in der Hand hält. Niemals Ruder! Wir wollen Doppelvierer fahren, also bekommt hinwegzugleiten, verwerfe ich mit Rücksicht auf meinen Badeanzug sofort. Also wähle ich Möglichkeit Nummer zwei: Ich tauche darunter durch. Diese Gelegenheit nutzt der kleine Junge, der schon so seltsam unruhig die ganze Zeit am Beckenrand lauert, sofort heim-tükkisch aus und drückt das Stahlseil mit aller Kraft nach unten. Soviel zum Thema Spiel und Spaß. Mit einem weiteren Schwimmzug erreiche ich das Ufer und wage eine vorsichtige Kehre. Ich schramme mit dem Kinn am Boden entlang. Ich hatte nicht mit der Kinderfreundlichkeit von Bambergs öffentlichen Einrichtungen gerechnet. Soviel zum Thema Erholung. Morgen geh ich wieder joggen. Und danach in die Badewanne. Meine hat nämlich keine Nichtschwimmerschnur. jeder ein Paar Skulls in die Hand gedrückt, für den Steuermann gibt s noch ein Steuer, und wenn dann endlich alles an seinem Platz ist, kann es tatsächlich losgehen. Lektion fünf: das Skull auf der Backbordseite - also das rote - wird grundsätzlich zuerst eingelegt, da die rote die Landseite ist. Eingelegt werden die Skulls übrigens in die Dollen, die sich jeweils am äußeren Ende der Ausleger befinden. Das ist der spannendste Moment für alle Beteiligten, für die Zuschauer, die Neuen und vor allem für die Ausbilder. Bleiben wir hängen, treiben wir ans Ufer zurück, oder sollte das Ablegemanöver etwa problemlos vonstatten gehen? Nein, kentern ist eigentlich in so einem Vierer kaum möglich, und bevor wir flußabwärts in die Gefahrenzone, sprich in Turbinennähe, treiben, könnten wir uns notfalls schon noch irgendwie ans Ufer retten. Im Winter geht es in Kraftraum und Sauna Und nun zum Abschluß Lektion sechs: Rudern macht einfach Spaß, und gerade bei schönem Wetter im Sommer bietet die Regnitz eines der schönsten Ruderreviere Deutschlands. Zur kalten Jahreszeit allerdings verlegen wir Studenten unsere Aktivitäten eher ins Warme, da der Ruderverein einen gut ausgestatteten Kraftraum inklusive Sauna zu bieten hat. Interessenten für einen der Anfängerkurse im Sommersemester mögen sich bitte zu Beginn des Semesters in die im Sportsekretariat an der Feldkirchenstraße ausliegenden Listen eintragen. Auch Fortgeschrittene und ehemalige Trainingsleute sind natürlich herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam Spaß auf dem Wasser zu haben - wer an keinem Kurs teilnimmt, sollte allerdings Vereinsmitglied der Rudergesellschaft werden. Für nähere Informationen meldet Euch bei Franziska Baumgärtner (Telefon: 0951/26535). Fortgeschrittene können sich natürlich auch direkt mit dem Verein in Verbindung setzen.

8 SEITE 8 FETT & KURSIV AUFGEGABELT Schwarze Schafe raus! (ian) Man hat sich an einiges gewöhnt als Student einer deutschen Universität, Abteilung Geist und Wissenschaft. An Vorlesungen, deren Besucherzahlen nach drei Sitzungen rapide gegen Null gehen, an Referate, die einem den kalten Schweiß auf die Stirn treiben (nur, daß kein Dozent je ein Wort darüber verliert) und an die immer wiederkehrende Frage abends im Bett, wozu das alles gut ist? Wo ist der Sinn, wo die beruhigende Stimme, die sagt: Kopf hoch, du schaffst es. BWL kann doch jeder! Zyniker sagen da: Wen juckt s denn? Scheine machen und weg! Und, mal ehrlich: Wen juckt s denn wirklich, daß man die Vorlesung damit verbringt, auf etwas zu warten (Ende), über das man hinterher eh nur meckert (Mensaessen)? Wen stört s, daß Geisteswissenschaftler inner- und außerhalb der Uni mittlerweile für verpennte Trunkenbolde gehalten werden? Kannichjaehnichtsdranändernmann. Die Psychologen dagegen meinen: Sind es nicht die schwarzen Schafe unter uns, die notorischen Ausschläfer, die Partylöwen ohne Plan im Leben, die uns, die Braven, in Mißkredit bringen? Ginge es uns nicht viel besser, würden wir die Schnarchsäcke rausschmeißen? Eine nette Idee hatte da jüngst der Herr Kaesler aus Marburg, ein Soziologieprofessor. Er lud - natürlich inkognito - einen Kumpel von der FAZ ein, als ihm Erstsemester erzählten, was sie so von ihrem künftigen Uni-Leben erwarten. Und wie auf Kommando kamen sie, die ersehnten Beichten: Ausschlafen, coole Zeit haben, im tiefsten Innern eigentlich arbeitsscheu usw. Herr Kaesler hält - das nur am Rande - jeden dritten Studenten für unfähig. Der Rest ist klar: Der FAZler schwärzte in seinem Artikel die Studis an, alle regten sich pflichtschuldig auf, schichtenneutrale Elitenbildung wird vermutlich Unwort des Jahres, und der SPIEGEL hatte eine Geschichte (Nr. 3/ ). Was Hochschulpolitiker nicht zustande bringen, nämlich vernünftige Zulassungsbeschränkungen, das versucht Herr Kaesler in Selbstjustiz. Wie muß ihn unsere Blödheit dauern bzw. nerven! Studierunfähige hängen laut Kaesler in Deutschlands Hörsälen herum. Das sind statistisch gesehen allein in Bamberg Aha, wir ahnten es! Aber wo stecken sie? Sind s die BWLer, die Lehrämtler als solche oder am End gar die Germanisten? Der UNIMOG möchte hiermit eine bundesweite Erhebung anregen, wie viele Professoren es gibt, die allwöchentlich vor leeren Reihen predigen und dennoch meinen, die Größten zu sein. Die hau n wir raus! Wegen mangelnder Lehrbefähigung. Da würden sicher auf einmal viele differenzieren wollen. Zumindest ein kleines bißchen. Danke, Herr Kaesler, für den pädagogischen Offenbarungseid. Nur noch sieben Mondumläufe Zwischen Der Aufstand und Episode I - ein tolles Jahr für Science-Fiction-Fans Von Marietta Eder Sieben Mondumläufe dauert es noch, bis die Macht wieder mit uns ist. Nur noch sieben Monate, bis die Mutter der Science-Fiction-Filme ihre Fans wieder total in ihren Bann zieht, und sie mit großen Kinderaugen in die Kinos strömen: Am 2. September 1999 läuft Star Wars - Episode I in den deutschen Kinos an. Bis Herbst werden jetzt also noch um so mehr arme, nichtsahnende Menschen mit Erzählungen der ersten drei Teile gequält. Denn schließlich ist es ja das Normalste der Welt, die Geschichte von Anakin Skywalker zu kennen. Oder anders: Man ist schon fast kein Mensch mehr, wenn man noch nie etwas davon gehört hat. Absolute Fans gucken Star Wars in Amerika Besessene Fans lesen Bücher und Comics ihrer absoluten Lieblingshelden und wetteifern darum, wer die meisten Neuerscheinungen in seinem Bücherregal stehen hat. Ganz Verrückte Quark ist ein Ferengi. Nach dem Abzug der Cardassianer wollte er eigentlich DS9 verlassen, wurde aber von Sisko zum Bleiben überredet. Seine Geschäftstätigkeit... Nun auf und singet! Am morgigen Mittwoch könnt Ihr im Saal U5/122 Menschen kennenlernen, die sich anschicken, die Nachfolge des Herrn Anz auf der C3-Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft/ Literaturvermittlung anzutreten. Ab 8.30 Uhr buhlen im 90-Minuten- Rhythmus die Herrschaften Prof. Michael Rohrwasser (Berlin), Dr. Waltraud Wende (Siegen), PD Dr. Michael Scheffel (Göttingen), Prof. Dr. Hans-Peter Ecker (München) und PD Dr. York-Gothart Mix (München) um die Gunst der Jury, und die Fachschaft SpLit verteilt wieder Evaluationsbögen zum Mitmachen. Richtige Trekkies zögern nicht, sich bei jeder Gelegenheit als Worf, Data oder Geordie zu verkleiden. Auf unserem Bild seht Ihr Trekky Klaus F. als Raumschiff Enterprise, Modell D. Fotos: Star Trek Magazin fliegen gleich über den großen Teich, um als glorreiche Kenner der ersten Abenteuer wieder heimzukehren. Normale Gespräche werden von solchen Fans ad absurdum geführt, wenn die Sprache auf dunkle Mächte kommt. Hier kann man dann nämlich sein geballtes Wissen zu Star Wars einbringen. Man muß diesen krassen Fanatikern aber zugutehalten, daß sie sich nicht nur auf eine Sache beschränken. Schließlich hat das Reich der Science Fiction soviel mehr zu bieten. Da gibt es zum Beispiel den anderen Kult Per Anhalter durch die Galaxis, bei dem jeder normale Mensch nach 30 Seiten mitten in einer Szene mit einer goldenen Figur am Lesen scheitert; dabei würde die Geschichte doch hier erst richtig anfangen. Ja, manchmal hat man sogar den Eindruck, als ob sich die Fans nicht mehr der normalen Sprache bedienten, sondern vielmehr ihre Gefühle und Meinungen durch Zitate ausdrücken. Irgendwann ist das Stadium erreicht, in welchem die Zitate nur noch um ihrer selbst willen Shakespeare goes online Von Surfgenuß bis zu Textwüsten - Internet-Literaturbörsen (tin) Die Zeiten, in denen sich Geisteswissenschaftler und Computer in mißtrauischem Argwohn gegenüberstanden, sind längst vorbei - spätestens seit die Universitätsbibliothek aufs OPAC- System umgestellt hat. Daß diese vorsichtige Annäherung der Papierkrieger an das neue Medium aber über das bloße Eintippen von Titelstichworten und Autoren hinausgeht, ist neu. Die Beziehung zwischen Computer und Literaten ist inniger. Kann sie doch tatsächlich den lästigen Gang in die Bibliothek komplett ersetzen. Literatur gibt s nämlich auch im Internet. Und zwar nicht nur zum Kaufen im Online- Bookstore, sondern kostenlos zum Herunterladen und Ausdrucken. Wo Ihr diese Literaturbörsen findet und was sie leisten hat UNIMOG für Euch getestet. gebraucht werden. Als Beispiel sei nur die Frage nach dem Sinn des Lebens erwähnt. Die Antwort 42 scheint in diesem Zusammenhang doch äußerst unangebracht zu sein. Aber zum Glück für alle Science- Fiction-Verrückten ist hier noch lange nicht Schluß. Wenn man nur kurz den Namen Star Trek erwähnt, entstehen daraus Diskussionen, die mehrere Tage andauern können. Datas humorvolle Ader ist nicht zu verachten Zum Beispiel der letzte Film Der Aufstand. Der richtige, wahre Trekki ist sauer, da er die charakteristischen Merkmale vermißt. Die Menschen, die zu einer gewissen Begeisterung neigen, finden das Ganze schlichtweg gut. Schließlich ist es nett, den ansonsten so ernsten und sittentreuen Käpt n auch mal als verliebten Helden zu sehen, und Datas mehr oder weniger freiwillig humorvolle Ader ist auch nicht zu verachten. Doch genau wie im Film sind verständlichkeit bei den Anbietern. Zusätzlicher Gag: Es gibt eine Suchfunktion, die sämtliche verzeichneten Werke nach dem eingegebenen Stichwort durchsucht. Man könnte das Stichwort UNI- MOG eingeben und bekäme dann alle Seiten angezeigt, in denen dieses Wort vorkommt. Diese Funktion kann hilfreich sein bei der Suche nach bestimmten Zitaten. wohl 300 Jahre zu kurz, um sich hier einigen zu können. Unumstritten ist dagegen die Meinung zur Raumpatrouille Orion. Damals zu Schwarz-Weiß-Zeiten wurde einfach der Haushalt geplündert, und schon hatte man die gesamte Ausstattung für ein Raumschiff. Hier stößt jeder normal denkende Mensch an seine Grenzen: Was begeistert denn eigentlich an so etwas? Doch bitte nicht die Vorstellung von der Technik der Zukunft. Aber das wird man sowieso nie verstehen. Denn schließlich ist das alles nicht nur Kult, sondern eher Religion. Und wer will darüber schon streiten? Ausgegraben Schicht für Schicht ins Mittelalter : Unter diesem Titel präsentiert der Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit derzeit im Germanischen Nationalmuseum aktuelle Projekte. Alle, die diese Ausstellung in Bamberg verpaßt haben, können sich noch bis zum 11. April nach Nürnberg schwingen. Bibliomania Ein Muß für Anglisten! Über 40 englische Klassiker von Jane Austen über James Joyce bis zu Oscar Wilde gibt es hier komplett in englischer Sprache zum Runterladen. Praktisch: Die Romane sind kapitelweise verlinkt. Wer sich ein paar Texte ausdrucken will, braucht nicht drei Stunden vor dem Drucker zu sitzen und Papier nachzulegen. Darüber hinaus bietet Bibliomania Literaturgeschichtsbände, Nachschlagewerke und Sachbücher zu verschiedenen Themen. Die Auswahl ist zwar noch begrenzt, aber Bibliomania ist einer der Youngsters unter den Literaturbörsen und befindet sich noch im Aufbau. Toll ist die Übersichtlichkeit. Und einen dicken Pluspunkt vergeben wir für die Aktualität! Das ist (leider) keine Selbst- The English Server at CMU Sage und schreibe über Texte findet man hier. Und zwar top gegliedert mit ansprechender Grafik. Auf diesem Server ist wirklich für jeden etwas dabei (für jeden, der Englisch kann, wohlgemerkt). Das unglaubliche Angebot an Texten ist nach Fachgebieten wie feminism, film and television, languages (in dieser Kategorie ist sogar Zeichensprache aufgeführt), music, rhetorics oder recipes gegliedert und wird systematisch weiter in Stichworte unterteilt, so daß man leichter ans Ziel kommt. Der English Server stellt auch Wörterbücher und Nachschlagewerke zur Verfügung. Einziges Manko dieser Börse: Die Texte können nicht kapitelweise Alternative zum Bücherschleppen: Downloads aus dem Internet. Foto: tin heruntergeladen und ausgedruckt werden. Ansonsten: Es ist ein Genuß, durch diese Seiten zu surfen - mehr als abendfüllend. Online Book Initiative gopher://gopher.std.com/11/obi/book Diese Börse ist verschwendete Zeit. Grafik ist praktisch nicht vorhanden, die Gliederung konfus und ohne Konzept. Die Texte selbst sind nicht weiter unterteilt. Stichwort Textwüste. Wer mehr dazu wissen will - hier unser Buchtip: Der Internet-Guide Wissen und Weiterbildung (mvg-verlag).

9 DOMSCHERGE/CAMPUS SEITE 9 Viele waren als Rädchen dabei Geschichtsforscher untersuchen den Mechanismus hinter der Arisierung der Bamberger Wirtschaft Von Isabella Eigner Bambergs Wirtschaft judenfrei - so jubelte am 31. Januar 1939 das Bamberger Tagblatt. Von diesem Tag an gab es keinen einzigen jüdischen Geschäftsinhaber mehr in Bamberg. Persönliche Verleumdungen und offene Judenhetze hatten ihr Ziel erreicht: Die Wirtschaft der Stadt war arisiert. Diesem unrühmlichen Kapitel Stadtgeschichte haben vier Mitarbeiter der Bamberger Geschichtswerkstatt fünf Jahre nachgespürt und die Ergebnisse ihrer Recherchen jetzt in einem Buch publiziert. UNIMOG sprach mit Franz Fichtl, Stephan Link, Herbert May und Sylvia Schaible über ihre Arbeit am Buch und die Reaktionen darauf. UNIMOG: Gleich zu Anfang Ihres Buches danken Sie Ihrem Verleger Rudi Sopper für seinen Wagemut. Was meinten Sie damit? Stephan Link: Einmal konnten wir ja nicht abschätzen, ob unser Buch Anstoß erregen würde. Zum anderen war ein großes verlegerisches Risiko dabei: Das Buch hat schließlich viel Geld gekostet. Und wie es sich verkaufen würde, war ungewiß. UNIMOG: Das hört sich an, als seien diese Befürchtungen unbegründet gewesen. Wie oft hat sich Ihr Buch denn schon verkauft? Stephan Link: Knapp zwei Drittel der insgesamt 1000 Stück sind schon weg. Die meisten wurden im Laden verkauft, einige auch telefonisch angefordert. UNIMOG: Sie haben sich ja ein brisantes Thema ausgesucht, noch dazu mit lokalem Bezug. Gab es denn Proteste? Stephan Link: In der ganzen Zeit haben wir nur einen einzigen Hetzbrief von rechtsextremistischer Seite erhalten. Und der kam aus Nürnberg. UNIMOG: Und die Bamberger Geschäfte, die in Ihrem Buch im Zusammenhang mit der Arisierung auftauchen? Haben sich die heutigen Inhaber über diese nicht gerade werbewirksamen Passagen aus der Firmengeschichte beschwert? Stephan Link: Ich glaube, die meisten Geschäftsleute denken: Nur keinen (dan) Fast anderthalb Jahre sind vergangen, in denen Nebenfachstudierende der Psychologie aller Diplomstudiengänge in der Luft hingen. Zum 1. Oktober 1997 war eine Nebenfachprüfungsordnung in Kraft getreten, die besagte, daß Psychologie als Nebenfach entweder nur im Grundstudium oder im Hauptstudium studiert werden darf. Diese Regelung galt für alle Studenten, die sich bei Inkrafttreten der Satzung noch nicht im Hauptstudium befanden. Besonders betroffen sahen sich Studierende der Diplomgerma- Wagen des NS-Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand am 1. Mai 1933 auf einem Umzug durch die Bamberger Innenstadt. Foto und Repro aus: Bambergs Wirtschaft judenfrei Staub aufwirbeln. Lieber Gras drüber wachsen lassen. Allerdings muß man auch sagen, daß sich da nicht nur einer die Finger schmutzig gemacht hat. Sehr viele waren als kleine Rädchen dabei. UNIMOG: Wäre Ihnen eine deutlichere Reaktion auf Ihr Buch lieber gewesen? Stephan Link: Nein. Wir sind froh, daß es keine Exzesse gab. Die Arisierung scheint kein Thema mehr zu sein, das polarisiert. UNIMOG: Wie kamen Sie denn überhaupt auf dieses Thema? Franz Fichtl: Es gab bereits vorher eine Geschichtswerkstatt, die sich mit dem Nationalsozialismus in der Stadt generell auseinandersetzte. Und plötzlich tauchte aus der Gruppe der Vorschlag auf, diesen speziellen Aspekt der Judenvertreibung am Beispiel Bambergs zu untersuchen. UNIMOG: Fünf Jahre, sagten Sie, haben Sie für das Buchprojekt gebraucht. War das so geplant? Franz Fichtl: Nein, also mit fünf Jahren hatten wir nicht gerechnet. Wir sind zwar von einem längerfristigen Projekt ausgegangen, aber der Umfang kristallisierte sich erst nach und nach heraus. Schließlich hatten wir zu Anfang ja gar kein Material. nistik, die den Hauptteil der Nebenfachstudierenden in Psychologie ausmachen und die nun vor dem Problem standen, im Hauptstudium ein anderes Nebenfach belegen zu müssen. Ein Unding, bedeutete dies doch ein längeres Studium wegen nachzuholenden Grundstudiumsleistungen im Nebenfach und eine erhebliche Einschränkung in der freien Wahl der Fächer. Ende Januar kam jetzt die Erlösung: Alle Germanistik-Studenten, die Psychologie vor dem 1. Oktober 1997 als Nebenfach begonnen haben, dürfen UNIMOG: Und wie kamen Sie dann an die Informationen? Sylvia Schaible: Erst einmal machte uns ein Mitarbeiter des Bamberger Staatsarchivs darauf aufmerksam, daß sich die Arisierungsakten dort befänden. Die Archivare waren dann recht schnell kooperativ, genauso wie die Wiedergut- Erlösung nach Psychoschock Viele Germanisten dürfen ihr Nebenfachstudium in Psychologie beenden 10 JAHRE KULTURSPRUNG - Vom 24. bis 28. Februar feiert der Verein Geburtstag in der Fabrik Lindner, Homannstraße 3. Auch das Musikkabarett Faltsch Wagoni ist zu Gast. Eine Fünftageskarte kostet 75 Mark (Fundevogel und BVD, Lange Straße). Foto: Programm nach der alten Prüfungsordnung zu Ende studieren. Gleichzeitig steht es ihnen aber frei, ihr vielleicht bereits begonnenes Studium in einem anderen Nebenfach durchzuziehen. Voraussetzung: Ein Antrag auf Nebenfachwechsel beim jeweiligen Prüfungsausschußvorsitzenden. Für alle Diplomgermanisten, die ihr Studium seit Oktober 1997 aufgenommen haben, gilt aber weiterhin die neue Prüfungsordnung. Wie ihr Studium sich nach dem Vordiplom im Nebenfach Psychologie gestaltet, ist noch unklar. Wenn es rechtlich zulässig ist, wäre es eine, wenn auch eher unwahrscheinliche Möglichkeit, die Noten des Vordiploms ins Hauptstudium und in die Diplomprüfung zu transferieren. Das Studium eines zweiten Nebenfachs entfiele damit, erklärt Günter Söllner, Leiter des Prüfungsamts. Sollte diese Regelung nicht greifen, müssen von den jeweiligen Fachvertretern Richtlinien aufgestellt werden, in denen klar formuliert wird, wie das Studium des zweiten Nebenfachs konkret aussehen soll. Die denkbarste Lösung wäre, Psychologie in den Diplomstudiengängen entweder ganz zu streichen oder aber nur im Hauptstudium als Nebenfach zuzulassen, so Söllner. Wann hier eine Entscheidung fällt, ist noch unklar. Hoffentlich noch vor Ende des Sommersemesters, wenn die ersten von der neuen Prüfungsordnung betroffenen Studenten ihr Vordiplom ablegen werden. Schließlich kann es ja nicht angehen, daß auch sie nach ihrem Vordiplom noch einmal anderthalb Jahre in der Luft hängen. UNIMOG: Auf was waren Sie denn aus? Sylvia Schaible: Wir wollten den gesamten Vorgang der Arisierung der Wirtschaft schildern und den Mechanismus dahinter entlarven. Wir wollten nicht die Ariseure in die Pfanne hauen. UNIMOG: Haben denn die heutigen Das Bamberger Tagblatt verkündete am 31. Januar 1933 triumphierend die vollzogene Ariserung. machungsbehörde Ansbach, wo wir als zweite Forschergruppe überhaupt die Rückerstattungsakten einsehen durften. UNIMOG: Hatte man in den Archiven denn keine Bedenken, wie Sie mit dem kritischen Material umgehen würden? Stephan Link: Nun ja, zu Anfang war man eher vorsichtig. Wohl aus Angst, in einen Skandal-Strudel gerissen zu werden. Doch dann haben uns die Verantwortlichen prima unterstützt - als sie merkten, daß wir wissenschaftlich arbeiten und nicht auf einen Skandal aus sind. Besitzer ehemals jüdischer Firmen auch so gut mit Ihnen zusammengearbeitet? Stephan Link: Die meisten der noch bestehenden etwa 20 Firmen reagierten überhaupt nicht. Mit zweien haben wir Interviews geführt, zwei weitere haben immerhin geantwortet. Mit soviel Desinteresse an der eigenen Firmengeschichte hatten wir nicht gerechnet. UNIMOG: Und wie war die Resonanz bei den Zeitzeugen? Sylvia Schaible: Die nichtjüdischen BAföG-Novelle als Aperitif (tin) Kleine BAföG-Novelle - das klingt niedlich. Tatsächlich ist die Novelle 20, genannt die kleine Novelle, auch nur der Aperitif zur geplanten BAföG- Reform. Der Anteil von förderungsberechtigten Studenten, der zur Zeit bei 17 Prozent liegt, wird durch die veränderten Bestimmungen nur unwesentlich erhöht. Auch die Anhebung des Förderungs- Höchstsatzes von 1010 auf 1030 Mark wird keinem Studenten einen nennenswerten Geldsegen bescheren. Was also wird uns als Aperitif serviert? Bis zum vierten Semester ist ein Neuanfang bei Angabe triftiger Gründe für den Studienfachwechsel ohne Förderungseinschränkung möglich. Auch Studenten, die ein oder zwei Semester an einer ausländischen Universität absolvieren wollen, brauchen künftig nicht mehr um ihr BAföG bangen: Das Auslandsjahr wird nicht auf die Förderungshöchstdauer angerechnet. Außerdem wird die jeweils auf drei Jahre befristete Studienabschlußförderung erneut verlängert - bis Herbst Möglichst bald soll jetzt der Hauptgang, die eigentliche BAföG-Reform, aufgetischt werden. Das Deutsche Studentenwerk hofft auf das WS 1999/2000. Die gesamtdeutschen Studentenvertreter erwarten außerdem noch einiges von der ersehnten Reform, zum Beispiel eine fachbezogene Festlegung der Förderungshöchstdauer, die bisher noch unabhängig von der Studienrichtung pauschal festgelegt wird. Auch die Möglichkeit des Wiedereinstiegs in die BAföG-Förderung nach kurzfristiger Unterbrechung des Studiums (zum Beispiel wegen eines Praktikums) sollte nach Ansicht des Deutschen Studentenwerks möglich sein. Und natürlich geht es um mehr Geld. Zeitzeugen haben wir erstaunlicherweise vor allem bei unseren Rundgängen mit dem Schleichwegla e.v. kennengelernt oder vermittelt. Von den jüdischen Zeugen des Geschehens haben wir rund 50 angeschrieben, nachdem uns die israelitische Kultusgemeinde die Adressen gegeben hatte. 26 haben geantwortet. UNIMOG: Gab es in diesen Briefen Anerkennung für Ihre Arbeit? Franz Fichtl: Einige waren glücklich darüber. Eine ehemalige Bamberger Jüdin reiste zum Beispiel extra hierher, um uns kennenzulernen. Andere haben uns aber vorgeworfen, wir wollten durch Geschichts-Aufarbeitung im nachhinein die deutsche Seele reinwaschen. UNIMOG: In Ihrem Buch sind so viele graue Balken. Was bedeuten die? Stephan Link: Aus Datenschutzgründen mußten wir die Personennamen aus den Rückerstattungsakten anonymisieren. Diese Vorschrift wollten wir nicht mißachten. Das hätte das Erscheinen des Buches gefährdet. Die Stadt Bamberg ist aber so klein, daß viele die Namen natürlich doch erkennen. UNIMOG: Trotzdem hatten Sie keine Bedenken, Ihre Arbeit zu publizieren? Franz Fichtl: Dieses Projekt lag uns allen sehr am Herzen, und da wir, abgesehen von einer halben ABM-Stelle für eineinhalb Jahre, auch alle ehrenamtlich gearbeitet haben, war es oft sehr kräftezehrend. Aber es hat sich gelohnt. Franz Fichtl, Stephan Link, Herbert May und Sylvia Schaible: Bambergs Wirtschaft judenfrei. Die Verdrängung der jüdischen Geschäftsleute in den Jahren 1933 bis Collibri Verlag Semesterende mit Joseph Haydn (ab) Die Jahreszeiten von Joseph Haydn stehen auf dem Programm, wenn Chor und Orchester der Uni am Samstag, dem 20. Februar, ab 20 Uhr in der Konzerthalle das Semesterabschlußkonzert bestreiten. Solisten sind diesmal Annette Schneider-Spindler, Sopran, Hans-Joachim Weber, Tenor und Ekkehard Abele, Baßbariton. Kostenlose Eintrittskarten gibt s (hoffentlich noch) vormittags in der Kapuzinerstraße 16 und für Kurzentschlossene an der Abendkasse. Wer sich klassischer Musik lieber sonntags hingibt: Am Tag danach, dem 21. also, steht das Oratorium ein zweites Mal auf dem Programm - im Kolpingsaal in Forchheim.

10 SEITE 10 Synthiepop zum Träumen Lost Illusion glauben an den ganz großen Durchbruch, dafür fehlt aber das Geld (dan) Manchmal überholt sich das Leben selbst. Das sind dann jene seltsamen Momente, die man Déjà-vu nennt. Mir ergeht es so, als ich das erste Mal bei Daniel im Wohnheimzimmer sitze. Genaugenommen habe ich ein Déjà-vu et écouté. Ich höre Lost Illusion und plötzlich ziehen Bilder vor meinem inneren Auge vorbei. Ich muß an den zweiten Joint meines Lebens denken, mein erstes Depeche Mode Konzert und eine längst verflossene Liebe... Und dann sind die Bilder weg, und ich höre etwas ganz anderes, Eigenständiges. Zu eigenständig, um sich noch mit bekannten Namen etikettieren zu lassen. Lost Illusion klingt mit einem Mal einfach wie Lost Illusion. Eingängig, mit mehr Gitarre, bei allem Synthie doch sehr echt, dazwischen ein bißchen Hiphop und etwas, was ganz fern an Musical erinnert. Daniel nennt das eine logische Weiterentwicklung: Wir machen immer noch die Musik, die wir machen wollen. Von Betriebsfeiern zur ersten CD Zusammen mit Sänger Jonas Urs Kunze hat der Bamberger Student Daniel Heß die Band 1994 gegründet. Angefangen hat alles mit ein paar Coverversionen auf einer Betriebsfeier. Heute sind Lost Illusion zu fünft, und Text und Musik stammen ausschließlich von Daniel, Jonas und Arno. Zu Daniel und Jonas stießen Sängerin Carolin Schilling, die eine Gesangsausbildung besitzt, der dem Heavy Metal zugetane Gitarrist Holger Müller und Sound- Master Arno Schneider. Fünf sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Einflüssen, die eines verbindet: der Traum, einmal von ihrer Musik leben zu können. Noch kostet ihr Traum Geld. In ihr eigenes Tonstudio haben die fünf rund Mark reingesteckt, für ihre erste CD noch mal Mark locker gemacht, von den Kosten für Bewerbungen bei Plattenfirmen nicht zu sprechen. Die Investition für das Tonstudio hat sich aber gelohnt, weni- CD Built To Spill: Keep it like a secret (loi) Liegt s am Rezipienten? Built To Spills 1997er Großwerk Perfect from now on überwältigte vom ersten Ton an, obwohl seine Songs durchweg das Format Popsong sprengten. Keep it like a secret dagegen bleibt die ersten paar Hörrunden fast enttäuschend blaß. Dabei sind die Lieder kurz, gradlinig, fröhlich und fresh. Else fällt sofort auf, läßt einen wegen seiner schlichten Größe verstummen. Der Rest zieht langsam nach. Eigentlich sind das ja die besten Platten, deren Qualität man erst entdecken muß. Doug Martsch Stimme ist schräg, zerbrechlich und zärtlich. Seine Texte sprechen auf so banale Weise Wahrheiten aus, daß man ihn dafür umarmen möchte. Die Kompositionen, auch wenn sie so straight wie hier daherkommen, rauben einem den Atem. Die vielschichtigen Gitarren-Texturen haben eine perfekte Dramaturgie. Da wippt der Kopf automatisch mit. Schon wieder eine Empfehlung. ger auf finanzieller, als vielmehr auf musikalischer Ebene: Für ihre neue CD können sich Jonas, Daniel, Arno, Carolin und Holger alle Zeit der Welt nehmen. Und das hört man. Das heißt, man würde es hören, wenn es die neue CD schon gäbe. Das Problem: das leidige Geld. Die Synthiepopper sind heftig auf der Suche nach einem Sponsor. Ihre Hoffnung ist der Band-Contest am 18. Februar ab 21 Uhr im Live-Club. Dem Gewinner winkt nämlich eine CD- Produktion. Bis jetzt haben Lost Illusion den ganz großen Durchbruch noch nicht geschafft, auch wenn er des öfteren zum Greifen nahe lag. Ein Plattenvertag schien mehr als einmal sicher. Wieso die Band nicht schon längst unter Vertrag ist, weiß keiner. Wahrscheinlich klingt sie einfach zu independent für die Charts und zu kommerziell, um wirklich Indie zu sein. Für einen guten Plattenvertrag würde ich mich aber auch prostituieren und ein paar Songs schreiben, die man massenkompatibel auskoppeln kann. Auf dem Rest der CD könnten wir dann machen, was wir wollen, meint Daniel. Lost Illusion - ist der Verlust von Illusionen nun positiv oder negativ? Bei den fünf kann man nur sagen: Sowohl als auch. Wer Musiker ist, ist immer auch ein bißchen Träumer und wird oft unsanft geweckt. Im Showbiz ist kein Platz für Träumer und schon gar keiner für Illusionen. Man wird immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Einmal dort angekommen, muß die Abkehr von Illusionen aber nicht nur Verlust bedeuten. Denn schlußendlich sind Illusionen auch Trugbilder, Fata Morganas, Vorspiegelungen falscher Tatsachen, die den Blick aufs Wesentliche verstellen. Einmal davon befreit, ist man befreit. Für die fünf heißt das: Glaube nur an einen Plattenvertrag, den du in dreifacher Ausfertigung und doppelt unterschrieben in den Händen hältst und mach die Musik, die du machen willst. Was gut ist, setzt sich irgendwann durch, auch wenn man sich dafür prostituieren muß. Und Lost llusion sind gut! Lost Illusion haben bis jetzt den Traum von einem Plattenvertrag noch nicht aufgegeben. Vielleicht platzt ja nach der zweiten CD, die noch dieses Jahr erscheint, der Knoten. Foto: Band Wäßrige Tusche auf Papier Arthur Golden beschreibt den zwiespältigen Beruf einer Geisha Von Isabel Plocher Geisha, ein Wort, das in unserem Kulturkreis meist mit Prostituierte gleichgesetzt wird und in dem doch auch exotischer Flair mitschwingt: Dieses Klischee aber, so weiß man nach der Lektüre von Arthur Goldens Roman Die Geisha, muß gründlich revidiert werden. Der Experte für japanische Kunst und Geschichte hat sich zum Ziel gemacht, uns hinter die Kulissen dieser glamourösen Welt blicken zu lassen. Abhängigkeit contra gehobene Gesellschaft Wir werden nicht Geishas, um ein zufriedenes Leben zu führen. Wir werden Geishas, weil wir keine andere Wahl haben. Am Beispiel der erfolgreichen Geisha Sayuri, die ihre Geschichte selbst erzählt, wird die Zwiespältigkeit dieses Berufs gezeigt: harte Arbeit und Abhängigkeit contra Luxus und gehobene Gesellschaft. Mit neun Jahren wird Sayuri zu Beginn des Jahrhunderts an ein Geisha-Haus verkauft, wo sie auf grenzenloses Konkurrenzdenken trifft. Abrupt ihrem Zuhause entrissen, ist sie dagegen machtlos, doch treibt sie auch lange kein Ehrgeiz, eine Geisha zu werden. Erst langsam wird ihr klar, daß ihr nur die Alternative einer Dienstmagd bleibt. Ein Schlüsselerlebnis ist dann die kurze Begegnung mit dem Direktor, einem Mann, den sie nie wieder vergessen wird. Ihr ganzes Leben wird ein Versuch, ihm auf dem einzigen Weg, der ihr offen steht, näherzukommen: dem Weg einer Geisha. Unterstützung bekommt sie dabei von der berühmten Mameha, die sie in den verschiedensten Künsten unterweist, denn eine Geisha ist keine herkömmliche Prostituierte, sie ist eine Unterhaltungskünstlerin. Der Weg zur erfolgreichen Geisha ist hart und führt über eine schwere Ausbildung, eine ritualisierte, hochbezahlte Entjungferung, die sogenannte Mizuage, über viele Erniedrigungen und Intrigen. Doch Sayuri schafft es, und ihr Aufstieg ist unaufhaltsam. Das einzige, was Sayuri jetzt noch fehlt, ist ihr persönliches Glück mit dem Direktor. Doch das erreicht sie erst, nachdem der zweite Weltkrieg ihre neue Welt völlig verändert hat. Selbst dann ist noch eine Verzweiflungstat nötig, bis Sayuri am Ziel ihrer Träume ist. Ihre Memoiren ziehen uns so stark in ihren Bann, daß wir uns in dieser exotischen, abgeschlossenen Welt bald fast wie zu Hause fühlen und uns auch mit den oft metaphorischen Fachbegriffen, mit denen wir überhäuft werden, auskennen. Das liegt nicht zuletzt daran, daß dieses Buch von Details lebt, wobei es der Autor vielleicht mit der Beschreibung der zahlreichen Kimonos etwas übertrieben hat. Unsere Welt - eine Woge auf dem Ozean Auch die einfühlsame und bildhafte Sprache trägt dazu bei, uns langsam Sayuris Welt, aber auch ihren festen Charakter, näherzubringen. Und der ist es wohl, der uns dieses Buch nicht mehr so schnell aus der Hand legen und zum Schluß erkennen läßt, daß unsere Welt nicht beständiger ist als eine Woge auf dem Ozean. All unsere Mühen und Träume, wie wir sie auch erleben, verlaufen zu einem Wasserfleck. Wie wäßrige Tusche auf Papier. Arthur Golden: Die Geisha. Verlag Bertelsmann, 572 Seiten. 46,90 Mark. Liquido KULTUR (ps) Nachdem mittlerweile jede Hausfrau den Top-Five-Hit Narcotic im Schlaf mitträllern kann, gibt es jetzt endlich die volle 45-Minuten-Packung Pullunder-Pop. Große Überraschungen oder Innovationen bietet das Album erwartungsgemäß nicht, denn auch die neuen, CD durchweg ohrwurmfähigen, Songs klingen wie eine locker-flockige Variante von Weezer, Nada Surf oder den Foo Fighters. Das heißt hier ein bißchen Gitarrengeschrammel, dort ein paar trashige Keyboardsounds und sogar mal ein Schulmädchenchor bei der zweiten Single doubledecker - damit die Bravo-Leserschaft auch schön mitkreischen kann. Den vier Jungs aus Heidelberg ist der Erfolg, im Gegensatz zu solchen Retorten-Rokkern wie Echt oder den SCYCS, durchaus zu gönnen. Sie haben sich schon lange genug, mehr oder weniger erfolgreich, im Underground mit ihren früheren Hauptbands (Pyogenesis, Nude, Tristesse), aus denen sie inzwischen verständlicherweise ausgestiegen sind, durchgeschlagen. Liquido selbst war ursprünglich nur als reines Nebenprojekt gedacht. Bis im Frühjahr 98 die Demo-Version von Narcotic auf dem Sampler des VISIONS-Magazins ( the new, the classic and the unexplored, vol.2 ) vetreten war und so die Erfolgslawine ins Rollen kam. Ob auch das Album ähnlich erfolgreich wird wie die Single, bleibt abzuwarten, nett zum Nebenbeihören und Mitsummen ist es jedenfalls. And One Uhr (ck) Uhr ist mehr als eine simple Datumsangabe, denn so heißt der Titel des neusten Albums von And One. Vielen ist die Band trotz ihrer mittlerweile sechs erschienenen Alben und zahlreichen Singles immer noch unbekannt. Allerdings sollten die Hits Technoman und Metalhammer der drei Berliner wenigstens in der Indiepop-Szene ein Begriff sein. Ihr neuestes Werk kann sich mehr als sehen lassen. Wer ganz schlau ist, legt sich gleich die Limited Edition des Albums zu. Die gibt es nämlich inklusive der Maxi CD Maschinenstürmer. Wie der Name schon vermuten läßt, sind die Songs darauf von der etwas härteren EBM-Gangart (Front 242 läßt grüßen). Vorteil der Kombi-CD ist, daß man das ganze And One-Repertoire einmal kompakt auf einem Album kennenlernen kann. Vom klassischen Synthiepop wie bei Get you closer über harte Einlagen u.a. Nachtschicht in der Haßfabrik bis zu den kompletten Sinnlossongs wie Pimmelmann (von denen sogar Frontmann Steve sagt, es sei zwecklos, über die Texte nachzudenken), wird alles geboten, wofür And One bekannt sind. Meiner Meinung nach ist Uhr das gelungenste Album der Band überhaupt. Reinhören lohnt sich also auf jeden Fall, vor allem für Depeche Mode- und Synthie-Pop- Fans. Auf die nächste Scheibe braucht man auch nicht mehr allzu lange zu warten, denn wie der Zufall es so will, erscheint sie am Ihr neues Album heißt Uhr. Foto: And One

11 KULTUR KINO Poetisch und still (dot) Mit viel Ruhe und Zeit - fast wie ein Gedicht von Rimbaud - entfaltet sich dieser Film von Theo Angelopoulos, der 1998 die Goldene Palme von Cannes gewonnen hat. Wer Griechenland und das Meer liebt, ist in Die Ewigkeit und ein Tag genau richtig aufgehoben. Erzählt wird die Geschichte von Alexander (Bruno Ganz), einem Schriftsteller aus Thessaloniki, der sein ganzes Leben in einer eigenen Welt verbracht hat. Da ihm aufgrund einer schweren Krankheit nur noch ein Tag vor dem Eintritt ins Krankenhaus bleibt, läßt er sein Leben noch einmal Revue passieren. So erinnert er sich für einen Tag und die Ewigkeit besonders an die Glücksmomente, die er erlebt hat. Zufällig beschützt er einen albanischen Straßenjungen vor der Polizei und wird von diesem bei seiner Rückblende erst widerwillig, aber dann doch mit Zuneigung begleitet. Beide geben sich gegenseitig Kraft an Alexanders letztem Tag - die verschiedenen Zeit- und Erzählebenen verschmelzen immer mehr miteinander. Um in diesen poetischen Film richtig eintauchen zu können, sollte man schon in der richtigen Stimmung sein. Wer nach dem Kinobesuch noch zappeln gehen möchte, hat die falsche Wahl getroffen, denn der Zuschauer verläßt das Kino völlig entspannt und ist alles andere als in Partylaune. Doch wer sich auf diese seltsam melancholische Stimmung einläßt, erlebt einen wunderbaren Film über die existentiellen Fragen des Lebens, wie Liebe, Tod und den Schmerz der Trennung. Und das alles vor dem Hintergrund der sonnendurchfluteten nordgriechischen Strandlandschaft und dem Rauschen des Meeres. Wie schon bereits Rimbaud sagte: L éternité - C est la mer allée avec le soleil. CD Blumfeld: Old Nobody (loi) Jochen Distelmeyer sagt zwischen ich und du. Das ich ist wichtig für Distelmeyer, ständig singt er von sich, die Texte sind stets subjektiv. Blumfeld ist auch nur eigentlich eine Band. Distelmeyer ist Hirn und Herz der Gruppe, auf deren neue Platte die beinah schon hoffnungslosen Fans vier Jahre warten mußten. L etat et moi war ein Meisterwerk, das Debut Ich- Maschine ein Rohdiamant. Und was ist Old Nobody? Anders, weil viel ruhiger, aber große Klasse. Wegen Tausend Tränen tief, erste Single und zauberhaftes Liebeslied, wird Blumfeld jetzt überall mit George Michael oder gar der Münchener Freiheit verglichen, und die ganz Harten spotten Schlager und Schnulze. Ihnen sei gesagt, daß Distelmeyers Texte immer noch, auf ihre strictly persönliche Art, politisch sind. Die bekannten Blumfeld-Motive (Ich, Du, Welt, Beziehung und Sehnsucht) gibt es auf Old Nobody nach wie vor. Freilich, die Worte sind verliebter, die Melodien sind es diesmal auch. Eine logische Entwicklung. Bei Blumfeld 1999 dominieren die Keyboards, samtige Beats erschrecken zuerst und begeistern dann. Pop mit Ausrufezeichen: kein seichter, ein raumfüllender. Man muß hinhören. Und wird belohnt mit Songs, die erst dadurch so schön werden, weil sie Peinliches manchmal zulassen. Kitsch kann gut sein. Perlen im Gefühlsmeer: Status: Quo Vadis, Ein Lied von zwei Menschen, Pro Familia sowie das monologisierende So lebe ich. Tut Euch das in der Wärme zu Hause rein und vergeßt den Schnee draußen. Gerade vorm Millennium. SEITE 11 34mal heißt s Vorhang auf! Bayerische Theatertage zwischen stürmischen Würmern und lustigen Nibelungen (tin/dot) Habt Ihr zwischen dem 20. Februar und 7. März schon was vor? Nein? Dann solltet Ihr Euch schleunigst einige Termine notieren! Gebt Euch doch zum Ende des Semesters noch mal einen richtigen Schuß Kultur! Denn in diesem Zeitraum finden in Bamberg die 17. Bayerischen Theatertage statt - zum letzten Mal in diesem Jahrtausend und zum letzten Mal vor der Sanierung des E.T.A.-Hoffmann-Theaters. Aus 34 Stücken und 23 verschiedenen Ensembles kann der Zuschauer auswählen und sich sein individuelles Programm zusammenstellen. Tja, da fällt die Wahl schwer. Wie wär s denn mit einer Uraufführung? Im Angebot ist Strand von Karst Woudstra. Was klingt wie ein Film von Eric Rohmer, entpuppt sich als Bühnenpsychothriller, aber immerhin mit cineastischen Elementen. Oder darf s ein bißchen revolutionärer sein? Rainer Werner Faßbinder überträgt in seinem Stück Anarchie in Bayern ein Motto der Sex Pistols auf den Freistaat. Ob Anarchie möglich ist, wo Macht anfängt und grenzenlose Freiheit aufhört, das ist die Frage, die der Dramatiker in seinem Stück aufwirft. Inszeniert wird die Anarchie von der Bayerischen Theaterakademie München. Der Nachwuchs kommt also nicht zu kurz bei den diesjährigen Theatertagen. A propos Nachwuchs - für Junggebliebene und solche, die es wieder werden wollen, stehen auch einige Kinder- und Jugendstücke auf dem Programm. Zum Beispiel Herr Sturm und sein Wurm Was wohl Stoibers Edmund dazu sagt? Anarchie in Bayern herrscht in dem Stück von Rainer Werner Faßbinder, das die Bayerische Theaterakademie München am 22. Februar auf der Studiobühne aufführt. Foto: Regine Heiland oder Eine Woche voller Samstage. Dieses Thema ist sicher auch, aber auf keinen Fall ausschließlich für Studenten von Ineteresse. Wer s lieber klassisch mag, möge sich an Schiller, Goethe und Molière ergötz(von Berliching)en. Und auch die Operettenfans kommen auf ihre Kosten: bei den Lustigen Nibelungen von Oscar Straus nämlich - germanische Heldensagen mal anders. Nach dem letzten Akt ist aber noch lange nicht Schluß. Beim anschließenden Theatertreff im Grünen Harmoniesaal können sich Neugierige mit den Ensembles noch auf ein Pläuschchen zusammenfinden - oder beim Divertimento 23 Uhr den Abend musikalisch Das Programm der Theatertage 20. Februar Uhr (Großes Haus) - Die Familie Schroffenstein (Heinrich v. Kleist) 21. Februar Uhr (Studiobühne) - Der Wunschpunsch (Michael Ende) Uhr (Großes Haus) - Gedächtnis des Wassers (Shelagh Stephenson) Uhr (Studiobühne) - Meisterklasse (Terrence McNally) 22. Februar Uhr (Großes Haus) - Maria Stuart (Friedrich Schiller) Uhr (Studiobühne) - Anarchie in Bayern (R.W. Faßbinder) 23. Februar Uhr (Studiobühne) - Kleine Engel (Marco Baliani) Uhr (Großes Haus) - Tartuffe (Molière) 24. Februar Uhr (Großes Haus) - Woyzeck (G. Büchner) Uhr (Studiobühne) - Bericht für eine Akademie (F. Kafka) 25. Februar Uhr (Großes Haus) - Der Weibsteufel (Karl Schönherr) Uhr (Studiobühne) - Die Unterrichtsstunde (Eugène Ionesco) 26. Februar Uhr (Studiobühne) - Rotkäppchen (F. Cainero) Uhr (Großes Haus) - Ollapotrida (Alexander Lernet-Holenia) 27. Februar Uhr (Großes Haus) - Die Palästinenserin (Joshua Sobol) Uhr (Studiobühne) - Torquato Tasso (J.W. von Goethe) Spiel mit dem Tragischen Jon Krakauer verarbeitet Mount-Everest-Katastrophe von 1996 (kito) Die Menschen spielen leichtfertig mit dem Tragischen, weil sie an die Existenz des Tragischen in einer zivilisierten Welt nicht glauben. Dieses Zitat stellt Jon Krakauer als Fazit seinem Erlebnisbericht der Katastrophe am Mount Everest im Frühjahr 1996 voran. Von der amerikanischen Zeitschrift Outside beauftragt, schloß sich der Journalist und passionierte Bergsteiger dem Team des renommierten Bergführers Rob Hall an, um die Kommerzialisierung des höchsten Bergs der Erde aus nächster Nähe zu erleben. Er konnte nicht wissen, daß er diese Tour für immer in seinem Gedächtnis behalten würde: Vier seiner Teamkameraden kehrten nicht mehr ins Tal zurück. Insgesamt blieben im März 1996 zwölf Menschen für immer in eisigen ausklingen lassen. Aber ohne Preis kein Fleiß: Für herausragende Leistungen ist ein Preisgeld von Mark ausgeschrieben. Und auch die Zuschauer können einen undotierten Publikumspreis vergeben. Karten gibt es beim E.T.A-Hoffmann-Theater im Vorverkauf und an der Abendkasse. Also, nichts wie hin! 28. Februar Uhr (Großes Haus) - Helden wie wir (Thomas Brussig) Uhr (Studiobühne) - Freitag (Hugo Claus) 1. März Uhr (Studiobühne) - Herr Sturm und sein Wurm (Barbro Lindgren) Uhr (Großes Haus) - Mordslust (Wilfried Happel) 2. März Uhr (Großes Haus) - Die lustigen Nibelungen (Oscar Straus) Uhr (Studiobühne) - Strand (Karst Woudstra) 3. März Uhr (Großes Haus) - Top Dogs (Urs Widmer) Uhr (Studiobühne) - Mensch, bin ick hysterisch (Chansonabend) 4. März Uhr (Studiobühne) - Ferdinand der Stier (Monro Leaf) Uhr (Großes Haus) - Troja Trilogie (Koos Terpstra) Uhr (Studiobühne) - Shakespeares sämtliche Werke (Adam Long u.a.) 5. März Uhr (Großes Haus) - Traumfrau verzweifelt gesucht (Tony Dunham) Uhr (Studiobühne) - Messer in Hennen (David Harrower) 6. März Uhr (Studiobühne) - Zick-Zack (Impro-Theater) Uhr (Großes Haus) - Der Hoffnungsträger (Peter Bradatsch) Uhr (Studiobühne) - Die Impro-Show 7. März Uhr (Studiobühne) - Eine Woche voller Samstage (Paul Maar) Uhr (Großes Haus) - Erzähl Medea, erzähl (Pauline Mol) Höhen. Das 1997 erschienene Buch Into thin air ( In eisigen Höhen ) ist der Versuch des Autors, diese Erlebnisse zu verarbeiten. Dank der sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und der Möglichkeit, die Szenerie mit den Augen eines Überlebenden zu sehen, dämmert dem Leser, der zu Hause auf der Couch heißen Tee schlürft, sehr schnell, welche psychischen und physischen Belastungen Menschen auf sich nehmen, um einmal auf dem höchsten Berg der Erde zu stehen. Die Motive, in 8848 Metern über dem Meeresspiegel dem absoluten Zusammenbruch nahe zu sein, sind sehr unterschiedlich. Krakauer beschreibt den Antrieb und die Charaktere seiner Kameraden und herausragenden Mitglieder anderer Expeditionen sehr einfühlsam. Gleichzeitig hinterfragt er kritisch ihre Begeisterung für den Berg der Berge, der seit jeher seinen Tribut fordert Mark kostete die Expedition jeden Teilnehmer. Der trotzdem nicht nachlassende Run auf den Mount Everest ist ein herausragendes Beispiel für den übersteigerten Glauben des modernen Menschen an die eigene Unbesiegbarkeit. Er will nicht einsehen, daß die Natur zuguterletzt doch die Oberhand behält. Die Tragödie, die Krakauer miterlebte und überstand, scheint die folgerichtige Antwort auf den menschlichen Größenwahn zu sein. Doch auch der Autor weiß, daß seine Mahnung nicht lange abschrecken wird. Jon Krakauer, In eisigen Höhen, Malik 1998, 365 S., 39,80 Mark.

12 SEITE 12 Vorsicht Homer, Southpark! Konkurrenz für die Simpsons: Neue Comedy-Serie aus den USA startet im April auf RTL (kos) Suck on my chocolate salty balls. Put em in your mouth and suck em. Wer hat diese Textzeile aus dem englischen Top-Ten-Hit Chocolate Salty Balls von Chef noch nicht gehört und sich vor Lachen (auch über das Video) fast aus dem Fenster gestürzt? Dieses Lied entstammt der neuen Comedy-Cult-Comic-Serie Southpark, die seit Herbst 97 in den USA mit überwältigendem Erfolg läuft. Die Programmgestalter von RTL dachten sich, daß fünf Millionen amerikanische Zuschauer pro Folge nicht falsch liegen können, und so kommt Southpark im Frühjahr auch in die deutschen Haushalte. Voraussichtlich ab April und zwar am späten Sonntag abend. Die Erfinder der Serie, Matt Stone und Trey Parker, hielten die Zeichnungen sehr simpel. Sie konzentrierten sich vor allem auf die verrückten Geschichten, die die vier Hauptfiguren Stan, Kyle, Cartman und Kenny in jeder Folge erleben. Sie werden zum Beispiel von Barbra Streisand entführt und beinahe getötet, da sie ein Amulett gefunden haben, das die Sängerin braucht, um die Weltherrschaft zu erringen. In vielen der Folgen werden bekannte Filme oder Filmszenen aufgegriffen und - genau wie Stars aus Film, Musik und Fernsehen - völlig lächerlich gemacht. Letztere sind allerdings in den meisten Fällen so begeistert davon, daß sie um Mitarbeit bei der Serie bitten und sich selbst auf die peinlichsten Sprechrollen stürzen. Aber die Geschichten von Stone und Die fünf Weisen: Is geld is he! ( Die Währung ist am Abkratzen! ) Fliehen vor Vulkanausbrüchen, werden von Außerirdischen entführt und fast von Barbra Streisand ermordet: Southpark -Helden Kyle, Cartmann, Kenny und Stan. Foto: Comedy Central Parker rufen auch Kritiker auf den Plan. In manchen Folgen machen die Autoren nämlich nicht einmal davor halt, den Weihnachtsmann und sogar Jesus Christus aufs gemeinste zu verunglimpfen. Ein Grund für den Erfolg von Southpark in den USA mag sein, daß die Charaktere am laufenden Band Fäkalsprache verwenden. Das führte dazu, daß die Serie in den USA nicht vor 22 Uhr gesendet wird, und selbst da nicht um so manches Zensur-Piep herumkommt. Trotz solcher Probleme gibt es in den USA einige Sätze, die fast jeder mit dieser Serie verbindet. So stirbt der kleinste der vier Helden, Kenny, in jeder einzelnen Folge auf brutalste und blutigste Weise, was Oh my God, they killed Lehrer tadelt ungehorsamen Schüler Most Dan do un do and nigh govern, ha? Solitaire queeze a shelln game, do louser? A row is, when e woce a glare! ( Mußt du denn dauernd hineingeifern, wie? Soll ich dir wohl eine Ohrfeige angedeihen lassen, du Lausebengel? Wenn ich etwas erkläre, dann herrscht gefälligst Ruhe! ) Kenny zu einem geflügelten Wort machte. Auch Cartmans I m not fat, I m big-boned stößt nicht nur bei den anderen Figuren der Serie auf größtes Gelächter. Bleibt für uns deutsche Zuschauer nur zu hoffen, daß der immense Witz der Serie nicht durch eine zu lahme deutsche Übersetzung auf der Strecke bleibt, wie schon bei vielen anderen amerikanischen Comedy-Serien. Vortragsreihe A zoo woce blades: Dare Professor Hynes Harbour leased Ringle Nuts! ( So etwas Eigenartiges: Der Prof. Heinz Haber liest Ringelnatz! ) (aus: G. Stössel, Nämberch english spoken, Plakaterie Nürnberg 1978) AUSPUFF A veri sensibli riten styl (nvm) The European Commission on the European Unification (EU) just announced an agreement whereby English will be the official language of the EU rather than German, which was the other possibility. As part of the negotiations, Her Majesty s government conceded that English spelling had some room for improvement and has accepted a five-year phase-in plan that would be known as EuroEnglish. In the first year, s will replace the soft c. Sertainly, this will make the sivil servants jump with joy. The hard c will be dropped in favor of the k. This should klear up konfusion and keyboards kan have less letters. There will be growing publik enthusiasm in the sekond year, when the troublesome ph will be replaced with the f. This will make words like fotograf 20% shorter. In the third year, publik akseptanse of the new spelling kan be expekted to reach the stage where more komplikated changes are possible. Governments will enkourage the removal of double letters, which have always ben a deterent to akurate speling. Also, al wil agre that the horible mes of the silent e s in the language is disgrasful, and they should go away. By the 4th year, peopl wil be reseptiv to steps such as replasing th with z and w with v. During ze fifz year, ze unesesary o kan be dropd from vords kontaining ou and similar changes vud of kors be aplid to ozer kombinazuns of leters. After ze fifz yer, ve vil hav a veri sensibl riten styl. Zer vil be no mor trubls or difikultis and evrivun vil find it ezi tu unerstan ech ozer. Horoskop - Rohoskop - Hosorkop - Korohsop - Poroskoh - Kosohpor - Hoposkor - Sopko Wassermann, : Du bist gerne unter Menschen, weil du dich alleine eh nicht ausstehen kannst. Deine Sex-Praktiken sind mehr als fragwürdig; Geschlechtsumwandlungen sind üblich unter Wassermännern. Fische, : Du bist eine liebe, sanfte Person. Wegen deines sensiblen Wesens hält man dich für eine ziemliche Flasche. Dein Mangel an Ehrgeiz hängt mit deinem Mangel an Talent zusammen. Fische sind gute Platzanweiser. Widder, : Du bist energisch, begeisterungsfähig und dein munterer Unternehmungsgeist macht deine ganze Umgebung krank. Du planst unentwegt künftige Erfolge, um dich nicht mit den gegenwärtigen Pannen auseinandersetzen zu müssen. Männliche Widdermenschen sind von einem riesigen Geschlechtsorgan gezeichnet. Stier, : Du bist praktisch und beharrlich, voller Entschlossenheit und verbissenem Arbeitsmut. Die meisten Menschen halten dich für stur und starrköpfig. Stiere haben immer Körpergeruch und furzen viel. Zwillinge, : Du bist herzlich, überschwenglich und mitteilsam. Deine Freunde halten dich für einen geschwätzigen Langweiler. Du gibst dich vielseitig und weißt genau, daß du eigentlich nichts richtig kannst. Zwillinge neigen zu Inzucht und sind bisexuell. Krebs, : Du bist sympathisch und voller Verständnis für anderer Leute Sorgen. Man hält dich für einen Einfaltspinsel. Du erinnerst dich an die langweiligsten Geschichten und scheust dich nicht, sie deinen Freunden immer und immer wieder zu erzählen. Die meisten Sozialhilfeempfänger sind Krebse. Löwe, : Du bist stolz, aber großzügig und vertrauenswürdig. Du bist überall beliebt, weil man dich hemmungslos ausnutzen kann. Das macht dir aber nichts aus - weil du eh zu dumm bist, das zu merken. Du bist die Witzfigur jeder Gesellschaft. Jungfrau, : Du bist ein logischer Typ und haßt Unordnung. Du bist kalt, emotionslos und schläfst schon mal beim Sex ein. Jungfrauen sind gute Omnibusfahrer. Waage, : Du bist der typische Künstler, heulst gern und kommst schwer mit der Realität zurecht. Als Mann bist du höchstwahrscheinlich schwul. Geschlechtskrankheiten sind bei Waagen weit verbreitet. Skorpion, : Dir kann man nicht über den Weg trauen. Es interessiert dich nicht, auf wem du herumtrampelst, um nach oben zu kommen. Du lachst sogar auf Beerdigungen. Die meisten Skorpione werden ermordet. Schütze, : Du bist optimistisch und enthusiastisch und setzt auf dein Glück, weil du keine Begabung hast. Deine Freunde halten dich für abnorm. Ehrlichkeit ist dir so wichtig, daß du sogar die allerdümmsten Geschichten erzählst. Steinbock, : Du bist konservativ und hast Angst vor jedem Risiko. Du bist faul und tust überhaupt nichts. Es gab niemals einen berühmten Steinbock-Menschen. Steinböcke verkalken schon sehr früh und sind deshalb für ihr blödes Betragen bekannt. 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