Welche Bedeutung hat die Änderung der Trinkwasserverordnung für die TGA?

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1 Welche Bedeutung hat die Änderung der Trinkwasserverordnung für die TGA?

2 Inhaltsverzeichnis Änderungen in der TrinkwV Auswirkungen auf die TGA-Planung Anforderungen an Betreiber Zusammenfassung

3 Änderungen in der TrinkwV Verordnung zur Novellierung der Trinkwasserverordnung vom 21. Mai 2001 gültig ab 1. Januar 2003 Ziele der TrinkwV Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 3. Mai 2011 gültig ab 1. November 2011 Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 12. Oktober 2012 gültig ab 31. Oktober 2012 (rückwirkend)

4 Änderungen in der TrinkwV Ziele der TrinkwV Änderungsvorschläge zur TrinkwV 2001 aus den Ländern, von den Verbänden, den Fachleuten des Umweltbundesamtes (UBA) und sonstigen Anwendern: Klarstellungen, Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, Anpassung an die Vorgaben der Europäischen Trinkwasserrichtlinie, Änderung von Regelungen, die sich in der Praxis nicht bewährt haben, Schließung von Regelungslücken und Änderungen mit dem Ziel der Entbürokratisierung.

5 Änderungen in der TrinkwV Der Begriff Trinkwasser wird wieder anstelle der bisher verwendeten Formulierung Wasser für den menschlichen Gebrauch verwendet. Definitionen Die Trinkwasserverordnung soll aber weiterhin die Qualitätsanforderungen für Wasser zum Trinken und für Ernährungszwecke sowie für andere häusliche Zwecke vorgeben.

6 Änderungen in der TrinkwV Öffentliche Tätigkeit bedeutet die Trinkwasserbereitstellung für einen unbestimmten, wechselnden und nicht durch persönliche Beziehungen verbundenen Personenkreis. Definitionen Gewerbliche Tätigkeit bedeutet die unmittelbare oder mittelbare, zielgerichtete Trinkwasserbereitstellung im Rahmen einer mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübten Tätigkeit.

7 Änderungen in der TrinkwV Definitionen Neue Gliederung Wasserversorgungsanlagen: ( 3) a) Zentrale Wasserwerke : > 10 m³/d oder Abgabe an > 50 Personen b) Dezentrale kleine Wasserwerke : < 10 m³/d oder Abgabe an < 50 Personen, gewerblich, öffentlich c) Kleinanlagen zur Eigenversorgung : < 10 m³/d d) Mobile Versorgungsanlagen : WVA in Fahrzeugen e) Ständige Wasserverteilung : Trinkwasserinstallation mit WVA aus a) oder b) f) Zeitweise Wasserverteilung.

8 Änderungen in der TrinkwV Einhaltung

9 Änderungen in der TrinkwV Definitionen Der Begriff Trinkwasserinstallation wird definiert als die Gesamtheit der Rohrleitungen, Armaturen und Apparate, die sich zwischen dem Punkt des Übergangs von Trinkwasser aus der WVA an den Nutzer und dem Punkt der Entnahme von Trinkwasser befinden : Vom Wasserzähler bis zur Zapfstelle bzw. Sicherungsarmatur

10 Änderungen in der TrinkwV Chemische Parameter: Teil I: Uran: 10 µg/l Neue Grenz- werte Teil II: Cadmium : 3 µg/l Kupfer : Verzicht auf Untersuchungen ab ph 7,8 THM: bis 0,1 mg/l an der Entnahmearmatur möglich

11 Änderungen in der TrinkwV Ab Dezember 2013: Verschärfter Blei-Grenzwert von 0,010 mg/l Neue Grenz- werte Verpflichtung der Anlageninhaber, Verbraucher über das Vorhandensein von Blei zu informieren Hausanschlussleitungen des WVUs, aber auch Trinkwasser-Installationen in Gebäuden

12 Auswirkungen auf die TGA-Planung a.a.r.d.t. Der Gesetzgebers verdeutlicht, dass bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers die entsprechenden allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) zu beachten und einzuhalten sind. (22 Zitate in der TrinkwV 2011)

13 Auswirkungen auf die TGA-Planung 17 Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung vontrinkwasser a.a.r.d.t. (1) Für die Neuerrichtung oder die Instandhaltung von Anlagen für die Gewinnung, die Aufbereitung oder die Verteilung von Trinkwasser dürfen nur Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die in Kontakt mit Wasser Stoffe nicht in solchen Konzentrationen abgeben, die höher als nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unvermeidbar sind.

14 Auswirkungen auf die TGA-Planung a.a.r.d.t. Konzentrationen von Mikroorganismen, die das Trinkwasser verunreinigen oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen können, sollen so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles möglich ist.

15 Auswirkungen auf die TGA-Planung DIN EN 806

16 Auswirkungen auf die TGA-Planung DIN 1988 alt

17 Auswirkungen auf die TGA-Planung DIN 1988 neu DIN : Schutz des Trinkwassers, Erhaltung der Trinkwassergüte, August 2011 DIN : Installation Typ A (geschlossenes System) Planung, Bauteile, Apparate, Werkstoffe, Mai 2012 DIN : Ermittlung der Rohrdurchmesser, Mai 2012 DIN : Druckerhöhungsanlagen mit drehzahlgeregelten Pumpen, Oktober 2010 DIN : Trinkwasser-Installationen in Verbindung mit Feuerlösch- und Brandschutzanlagen, Oktober 2010

18 Auswirkungen auf die TGA-Planung VDI 6023

19 Auswirkungen auf die TGA-Planung DIN EN 1717

20 Auswirkungen auf die TGA-Planung Sicherheits- einrichtung

21 Auswirkungen auf die TGA-Planung Sicherheits- einrichtung Für die Trinkwasser-Installation in Gebäuden fordern die neuen Vorschriften explizit den Einsatz von geeigneten Sicherungseinrichtungen beim Anschluss von Apparaten an die Trinkwasser-Installation (z.b. Zahnarztpraxen, Lebensmittelbetriebe) oder bei der Verbindung mit Nicht-Trinkwasser-Anlagen (z.b. Wasser-Nachspeisung von Heizungsanlagen). Bei Nichtbeachtung droht hier ein Bußgeld. Werden durch die Nichtbeachtung Krankheitserreger im Sinne des Infektionsschutzgesetzes verbreitet, kann dies sogar strafrechtlich verfolgt werden.

22 Auswirkungen auf die TGA-Planung a.a.r.d.t.

23 Auswirkungen auf die TGA-Planung DVGW- Zulassung

24 Auswirkungen auf die TGA-Planung DVGW- Zulassung

25 Auswirkungen auf die TGA-Planung AVB WasserV

26 Auswirkungen auf die TGA-Planung VDI 2070

27 Inhaltsverzeichnis Änderungen in der TrinkwV Auswirkungen auf die TGA-Planung Anforderungen an Betreiber Zusammenfassung

28 Anforderungen an Betreiber Anzeigepflicht von Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, wenn aus diesen Anlagen Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird (unverzüglich). Anzeige- pflicht Betreiber von zum Beispiel Hotels, Kindergärten oder Altenheimen müssen aktiv ihre Warmwasseranlagen dem Gesundheitsamt anzeigen. Holpflicht des Gesundheitsamtes zu einer Bringpflicht.

29 Anforderungen an Betreiber Untersuchungs- pflicht

30 Anforderungen an Betreiber Technischer Maßnahmenwerte für Legionellen Techn. Maßnahme- Wert Bisher: Wasser für die Öffentlichkeit aus Trinkwasser- Installationen mit zentralen Erwärmungsanlagen sollte auf Legionellen untersucht werden: Regelungswerte oder gar ein Grenzwert wurden nicht genannt

31 Anforderungen an Betreiber Großanlagen

32 Anforderungen an Betreiber Untersuchungen

33 Anforderungen an Betreiber Gesund- heitsamt

34 Anforderungen an Betreiber Technischer Maßnahmenwert von 100 KBE pro 100 ml Probe für Legionellen aus Erfahrungswerten nach den a. a. R. d. T. Überschreitung ist in der Regel ein verlässlicher Hinweis auf vermeidbare technische Mängel Befunde Strengere gesetzliche Anforderungen auch bei niedrigeren Konzentrationen problematisch Trinkwasserkommission diskutiert über spezifische, abweichende Maßnahmenwerte (zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen)

35 Anforderungen an Betreiber Maß- nahmen

36 Anforderungen an Betreiber Unter- suchungs- stellen

37 Inhaltsverzeichnis Änderungen in der TrinkwV Auswirkungen auf die TGA-Planung Anforderungen an Betreiber Zusammenfassung

38 Zusammenfassung Neue TrinkwV ist praxisgerechte Weiterentwicklung der bestehenden TrinkwV Viele Querverweise im Beamtenstil Zusammen fassung Wiederkehrender Bezug auf a.a.r.d.t. geben mehr Ausführungssicherheit Untersuchungskatalog Legionellen Informations- und Anzeigepflichten

39 Zusammenfassung Anzeigepflicht für existierende und baulich/ betriebstechnisch veränderte WVA beim Gesundheitsamt i. R. gewerbl. Tätigkeit entfällt Legionellen-Untersuchung an mehreren repräsentativen Stellen alle 3 Jahre, erstmals bis Zusammen fassung Grenzwertüberwachung durch Vermieter und unverzügliche Mitteilungspflicht von Abweichungen an GA Mitteilung für Nutzer über Aufbereitungsstoffe

40 Quellen und Verweise Weiter- führende Literatur

41 Quellen und Verweise Weiter- führende Literatur

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