Gesundheits- und Sozialmanagement

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1 Name, Vorname Matrikel-Nr. Studienzentrum Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement Modul Einführung in das Gesundheitssystem und die Gesundheitswissenschaft Art der Leistung Prüfungsleistung Klausur-Kennzeichen BG-EGG-P Datum Ausgegebene Arbeitsbögen Abgegebene Arbeitsbögen Ort, Datum Name in Druckbuchstaben und Unterschrift Aufsichtsführende(r) Ort, Datum Prüfungskandidat(in) Aufgabe Σ Note max. Punktzahl Bewertung Prüfer ggf. Gutachter 1 Prüfer (Name in Druckbuchstaben) ggf. Gutachter (Name in Druckbuchstaben) 1 Ggf. Gutachten im Rahmen eines Widerspruchverfahrens BG-EGG-P GmbH Seite 1

2 Mantelbogen Anmerkungen Prüfer: Anmerkungen Gutachter: Sonstige Anmerkungen: BG-EGG-P GmbH Seite 2

3 Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement Modul Einführung in das Gesundheitssystem und die Gesundheitswissenschaft Art der Leistung Prüfungsleistung Klausur-Kennzeichen BG-EGG-P Datum Bezüglich der Anfertigung Ihrer Arbeit sind folgende Hinweise verbindlich: Verwenden Sie ausschließlich das vom Aufsichtsführenden zur Verfügung gestellte Papier, und geben Sie sämtliches Papier (Lösungen, Schmierzettel und nicht gebrauchte Blätter) zum Schluss der Klausur wieder bei Ihrem Aufsichtsführenden ab. Eine nicht vollständig abgegebene Klausur gilt als nicht bestanden. Beschriften Sie jeden Bogen mit Ihrem Namen und Ihrer Immatrikulationsnummer. Lassen Sie bitte auf jeder Seite 1/3 ihrer Breite als Rand für Korrekturen frei, und nummerieren Sie die Seiten fortlaufend. Notieren Sie bei jeder Ihrer Antworten, auf welche Aufgabe bzw. Teilaufgabe sich diese bezieht. Die Lösungen und Lösungswege sind in einer für den Korrektanten zweifelsfrei lesbaren Schrift abzufassen (kein Bleistift). Korrekturen und Streichungen sind eindeutig vorzunehmen. Unleserliches wird nicht bewertet. Bei numerisch zu lösenden Aufgaben ist außer der Lösung stets der Lösungsweg anzugeben, aus dem eindeutig hervorzugehen hat, wie die Lösung zustande gekommen ist. Die Klausur-Aufgaben können einbehalten werden. Dies bezieht sich nicht auf ausgeteilte Arbeitsblätter, auf denen Lösungen einzutragen sind. Zur Prüfung sind bis auf Schreib- und Zeichenutensilien ausschließlich die nachstehend genannten Hilfsmittel zugelassen. Werden andere als die hier angegebenen Hilfsmittel verwendet oder Täuschungsversuche festgestellt, gilt die Prüfung als nicht bestanden und wird mit der Note 5 bewertet. Bearbeitungszeit: 90 Minuten Anzahl der Aufgaben: 4 Höchstpunktzahl: 100 Hilfsmittel: keine Aufgabe insg. max. Punktzahl Viel Erfolg! BG-EGG-P GmbH Seite 1 von 2

4 Klausuraufgaben Aufgabe 1: Gesundheitskonzepte 20 Punkte 1.1 Worum geht es bei der Analyse von subjektiven Vorstellungen von Gesundheit durch Laien (Sie werden auch Laienkonzepte von Gesundheit, subjektive Konzepte oder Alltagskonzepte genannt)? 1.2 Antonovsky (1991) unterscheidet zwischen Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit. Erläutern Sie jeweils deren Bedeutung. 1.3 Hunt (1988) hat sich ausführlich mit der Bedeutung subjektiver Gesundheitsindikatoren (oder Laiendefinitionen) befasst. Nennen Sie je drei Vor- und Nachteile der Heranziehung subjektiver Indikatoren zur Bestimmung von Gesundheit. 5 Punkte 9 Punkte 6 Punkte Aufgabe 2: Gesundheitsressourcen 30 Punkte 2.1 Nennen Sie fünf Komponenten des Gesundheitsbewusstseins nach Faltermaier (1994). 5 Punkte 2.2 Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich das Gesundheitsverhalten bzw. 20 Punkte Gesundheitshandeln von Männern und Frauen unterscheidet. Stellen Sie jeweils fünf Unterschiede kurz vor. 2.3 Gesundheitsverhalten ist abhängig vom Bildungsniveau. Welche fünf Merkmale können 5 Punkte sich unterschiedlich auswirken? Aufgabe 3: Gesundheitsrisiken 3.1 Aus der Stressforschung lassen sich Erkenntnisse über Belastungsfaktoren gewinnen. Pearlin (1987) hat sie in drei Kategorien zusammengefasst. Stellen Sie diese kurz mit Beispielen vor. 3.2 Gesundheitsrisiken im Arbeitsbereich: Nennen Sie acht der am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten (Stand: 2003). 20 Punkte 12 Punkte 8 Punkte Aufgabe 4: Gesundheitssystem 4.1 In der Privaten Krankenversicherung (PKV) dominiert das Kostenerstattungsprinzip. Was kennzeichnet dieses Prinzip? 4.2 Im Bereich der Rehabilitation gewinnt das Case Management zunehmend an Bedeutung. Erläutern Sie sechs Arbeitsschritte beim Case Management. 4.3 Welche Auswirkungen auf den Abrechnungs- und Dokumentationsverlauf haben die 2003 eingeführten diagnosebezogene Fallgruppen oder auch Diagnosis Related Groups (DRG)? 30 Punkte 3 Punkte 18 Punkte 9 Punkte BG-EGG-P GmbH Seite 2 von 2

5 Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement Modul Einführung in das Gesundheitssystem und die Gesundheitswissenschaft Art der Leistung Prüfungsleistung Klausur-Kennzeichen BG-EGG-P Datum Für die Bewertung und Abgabe der Prüfungsleistung sind folgende Hinweise verbindlich: Die Vergabe der Punkte nehmen Sie bitte so vor, wie in der Korrekturrichtlinie ausgewiesen. Eine summarische Angabe von Punkten für Aufgaben, die in der Korrekturrichtlinie detailliert bewertet worden sind, ist nicht gestattet. Nur dann, wenn die Punkte für eine Aufgabe nicht differenziert vorgegeben sind, ist ihre Aufschlüsselung auf die einzelnen Lösungsschritte Ihnen überlassen. Stoßen Sie bei Ihrer Korrektur auf einen anderen richtigen als den in der Korrekturrichtlinie angegebenen Lösungsweg, dann nehmen Sie bitte die Verteilung der Punkte sinngemäß zur Korrekturrichtlinie vor. Rechenfehler sollten grundsätzlich nur zur Abwertung des betreffenden Teilschrittes führen. Wurde mit einem falschen Zwischenergebnis richtig weitergerechnet, so erteilen Sie die hierfür vorgesehenen Punkte ohne weiteren Abzug. Ihre Korrekturhinweise und Punktbewertung nehmen Sie bitte in einer zweifelsfrei lesbaren roten Schrift vor. Die von Ihnen vergebenen Punkte und die daraus sich gemäß dem nachstehenden Notenschema ergebende Bewertung tragen Sie bitte in den Klausur-Mantelbogen ein. Unterzeichnen Sie bitte Ihre Notenfestlegung auf dem Mantelbogen. Gemäß der Prüfungsordnung ist Ihrer Bewertung das folgende Notenschema zu Grunde zu legen: Note 1,0 1,3 1,7 2,0 2,3 2,7 3,0 3,3 3,7 4,0 5,0 Punktzahl , , , , , , , , , ,5-0 Die korrigierten Arbeiten reichen Sie bitte spätestens bis zum bei Ihrem Studienzentrum ein. Dies muss persönlich oder per Einschreiben erfolgen. Der Abgabetermin ist unbedingt einzuhalten. Sollte sich aus vorher nicht absehbaren Gründen eine Terminüberschreitung abzeichnen, so bitten wir Sie, dies unverzüglich dem Prüfungsamt der Hochschule anzuzeigen (Tel. 040 / bzw. BG-EGG-P GmbH Seite 1 von 5

6 Korrekturrichtlinie Lösung 1 vgl. SB 1 20 Punkte 1.1 Analyse von subjektiven Vorstellungen von Gesundheit durch Laien (S. 14f.) Mittels empirischer Messungen sollen die Vorstellungen in der Bevölkerung über Gesundheit, Gesunderhaltung und gesunde Lebensführung, differenziert nach sozialer Schichtzugehörigkeit, Geschlecht, ethnischer Herkunft und anderen wichtigen Merkmalen erfasst werden. So kommen verschiedene subjektive Konzepte und Modellvorstellungen von Gesundheit zum Ausdruck. 5 Punkte Freie Beantwortung Korrekturhinweis: -Antwortbeispiel- Auch andere zutreffende Erläuterungen sind mit Punkten zu bewerten. 1.2 Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit nach Antonovsky (S. 20) Verstehbarkeit: Umschreibt das Ausmaß, in dem Reize und Situationen, mit denen man täglich konfrontiert wird, Sinn machen und kognitiv als klare, geordnete Informationen verstanden werden können. Handhabbarkeit: Meint das Ausmaß, in dem man Anforderungen, die auf einen zukommen, mit den verfügbaren Ressourcen als bewältigbar wahrnimmt. Sinnhaftigkeit: Stellt das motivationale Moment dar und bezieht sich auf das Ausmaß, in dem Leben emotional Sinn macht, d. h. in dem Probleme und Anforderungen des Lebens als solche erlebt werden, für die es sich einzusetzen lohnt. 1.3 Je drei Vor- und Nachteile bei der Heranziehung subjektiver Indikatoren zur Bestimmung von Gesundheit nach Hunt (S. 29f.). Vorteil: Persönliche Vorstellungen und Bedürfnisse können in der eigenen Sprache (anstelle vorgegebener Kategorien) zum Ausdruck gebracht werden. Vorteil: Subjektive Definitionen sind auf natürliche Weise ganzheitlich, d.h. sie umfassen körperliche, psychische und soziale Aspekte von Gesundheit. Vorteil: Subjektive Definitionen beinhalten häufig Hinweise über die Prädikatoren (Bedingungen) für Gesundheit. Nachteil: Die sprachlichen Möglichkeiten, Gesundheit subjektiv zu beschreiben, sind begrenzt. Nachteil: Subjektive Definitionen sind stark altersabhängig. Nachteil: Probleme der Validität (Gültigkeit) und Reliabilität (Zuverlässigkeit) ergeben sich aufgrund der Tatsache, dass subjektive Definitionen häufig abhängig von aktuellen Einflüssen und wenig zeitstabil sind. max. 9 Punkte je 3 Punkte pro korrekter Erläuterung max. 6 Punkte BG-EGG-P GmbH Seite 2 von 5

7 Korrekturrichtlinie Lösung 2 vgl. SB 2 30 Punkte 2.1 Komponenten des Gesundheitsbewusstseins nach Faltermaier (S. 10) Die subjektive Bedeutung und der Stellenwert von Gesundheit im Leben eines Menschen. Das subjektive Konzept oder der Begriff von Gesundheit und von den Bedingungen, die sie beeinflussen. Die Wahrnehmung des Körpers und seiner Beschwerden, die Art wie der Körper im Verhältnis zur gesamten Person gesehen wird. Die Wahrnehmung von Risiken, Gefährdungen und Belastungen für die Gesundheit in der Umwelt und im eigenen Verhalten. Die Wahrnehmung von Ressourcen für die Gesundheit in der Umwelt und in der eigenen Person. Das subjektive Konzept von Krankheit, ihren Ursachen und ihrer Beziehung zur Gesundheit. Die Art, wie Gesundheit im sozialen Kontext definiert und abgestimmt wird. 2.2 Unterschiedliches Gesundheitsverhalten bzw. Gesundheitshandeln von Männern und Frauen (S. 14) Frauen gesundheitsgerechtes Verhalten, ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein (d.h. eine bessere Kenntnis ihres Körpers, eine größere Symptomaufmerksamkeit, eine größeres Wissen über Gesundheitsbelange), besseres Vorsorgeverhalten, gesellschaftliche Rolle als Gesundheitsexpertin in der Familie, frühe Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, frühe und selbstverständliche Arzt-Kontakte, Beschwerden mit Krankheitswert werden eher wahrgenommen, damit verbundene Arztbesuche werden anders als bei Männern nicht als Niederlage empfunden. max. 5 Punkte max. 20 Punkte je 2 Punkt pro korrekter Männer gesundheitlich riskantes Verhalten, geringes bis mangelndes Gesundheitsbewusstsein, gemindertes Vorsorgeverhalten - Meidung von Gesundheitsversorgungsangeboten, relativ späte Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, späte Arzt-Kontakte - Krankheitsbewältigung zunächst auf eigene Faust, Beschwerden mit Krankheitswert werden eher übersehen, Arztbesuche werden öfter als Niederlage empfunden. Korrekturhinweis: Es sollen jeweils fünf Unterschiede genannt werden. 2.3 Gesundheitsverhalten in Abhängigkeit vom Bildungsniveau (S. 26) Gesundheitliche Belastungen durch Berufstätigkeit, Verhaltensmuster bei Inanspruchnahme gesundheitsbezogener Leistungen, Fähigkeiten zur Kommunikation mit Vertretern des Gesundheitswesens, Möglichkeiten der gesunden Lebensführung, Möglichkeiten im Umgang mit Krankheit.. max. 5 Punkte BG-EGG-P GmbH Seite 3 von 5

8 Korrekturrichtlinie Lösung 3 vgl. SB 3 20 Punkte 3.1 Drei Kategorien von Belastungsfaktoren nach Pearlin (S. 11) Kritische Lebensereignisse: z.b. der unerwartete Verlust einer wichtigen Bezugsperson, Trennung oder Scheidung, das plötzliche Eintreten einer schweren Krankheit, Arbeitsplatzwechsel oder Verlust des Arbeitsplatzes. Chronische Belastungen: z.b. Doppelbelastungen durch Arbeit und Haushalt, körperliche und psychische Belastungen in der Arbeitswelt, lang andauernde Arbeitsüberlastungen, enttäuschte Karriereerwartungen, andauernde Konflikte mit dem (Ehe-)Partner, emotionale Spannungen mit den Kindern, lang andauernde Krankheiten. Schwierige Übergänge (Transitionen) im Lebenszyklus: z.b. von der Kindheit ins Erwachsenenalter, von der Schule in die Arbeitswelt, von der Arbeitswelt in das Rentnerleben. 3.2 Acht der am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten (Stand: 2003) (S. 21) Lärmschwerhörigkeit, Asbestose, Hauterkrankungen, Rückenbeschwerden, Silikose, Mesotheliom/Asbest, Lungen-/Kehlkopfkrebs/Asbest, Allergische Atemwegserkrankungen, Infektionserkrankungen, Bronchitis/Emphysem der Bergleute. max. 12 Punkte einer Kategorie, je 3 Punkte für die korrekte Angabe von Beispielen max. 8 Punkte BG-EGG-P GmbH Seite 4 von 5

9 Korrekturrichtlinie Lösung 4 vgl. SB 4 30 Punkte 4.1 Kostenerstattungsprinzip in der PKV (SB 4, S. 20) 3 Punkte Der Versicherte streckt in der Regel die Summen für Behandlungen, Medikamente u.a. vor, reicht die Rechnungen ein und bekommt dann die Kosten erstattet. 4.2 Sechs Arbeitsschritte beim Case Management im Bereich der Rehabilitation (SB 4, S. 26) Schritt 1: Methodisch organisierte Aufnahme des Patienten. Schritt 2: Ermittlung des medizinischen oder psycho-sozialen Reha-Bedarfes. Schritt 3: Planung der konkreten Maßnahme, z.b. Motivierung des Patienten, Aufklärung und Beratung über die beabsichtigte Therapie. Schritt 4: Einleitung und Durchführung der Maßnahme, z.b. regelmäßige medizinische Beratung, psycho-soziale Betreuung. Schritt 5: Bestandsaufnahme über bisherige Erfahrungen, z.b. Prüfen und Überwachen der Reha-Schritte, Ergänzung und ggf. Korrektur der eingeleiteten Therapie. Schritt 6: Auswertung der Maßnahme und Nachbetreuung des Patienten. 4.3 Auswirkungen der fallbezogenen Kopfpauschalen oder auch diagnosis related groups (DRG) (S. 47) max. 18 Punkte je 3 Punkte pro korrektem Arbeitsschritt 9 Punkte Freie Beantwortung Zur Behandlung der verschiedenen Krankheitsbilder werden Pauschalbeträge gezahlt, mit denen die Krankenhäuser auskommen müssen und evtl. sogar Gewinn machen können bei besonders kostengünstiger Vorgehensweise. Die Krankenhausfinanzierung wechselt von der Kostenerstattung zur leistungsbezogenen Finanzierung, bei der stärker mit Budgets nach betriebswirtschaftlichem Muster gearbeitet wird. Befürworter: Leistungen können genauer dokumentiert und angemessener vergütet werden. Preisunterschiede zwischen den Krankenhäusern treten stärker zutage. Krankenkassen können Druck auf teure Krankenhäuser ausüben und damit den Wettbewerb im Sinne der Versicherten stärken. Kritiker: Eher Preis- als Qualitätswettbewerb, bei dem sich die billigsten, aber nicht die besten Anbieter durchsetzen. Abrechnungen der einzelnen Leistungen erhöhen den bürokratischen Aufwand und treiben die Kosten nach oben. Korrekturhinweis: -Antwortbeispiel- Auch andere zutreffende Erläuterungen sind mit Punkten zu bewerten. BG-EGG-P GmbH Seite 5 von 5

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