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2 I N H A L T Vorwort Vorbereitung auf die Fachtagung Soziale Sicherheit in den Ländern: Honduras Chile Sri Lanka Uganda Deutschland Grundsatzreferate Soziale Sicherheit: Menschenrechte: Norbert Klein Eine Herausforderung: Michael Huhn Grundorientierung: Clemens A. Holtermann Fest der Begegnung mit allen Gästen Podiumsdiskussion Stellung nehmen und ermutigen Segensfeier und Sendung Bistumstag: Forum Soziale Sicherheit Rückblick/Ausblick Koorperationspartner 2 Inhalt

3 Elisabeth Bußmann Gustav Peters Theresia Wagner-Richter Internationale Fachtagung Soziale Sicherheit Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit Seit vielen Jahren bestehen Partnerschaften zwischen Bezirksverbänden der KAB im Bistum Münster und Arbeitnehmer- Bewegungen weltweit. Längst sind diese Partnerschaften durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Aktionen gefestigt und stabilisiert worden. Allerdings hat es bisher noch keine Begegnung aller Beteiligten der aus dem Bistum Münster heraus bestehenden Partnerschaften gegeben. Mit der Verständigung auf ein alle Partner gemeinsam bewegendes Thema sollte sich das ändern: Nach intensiven Vorbereitungen in den eigenen Bewegungen trafen sich vom 20. bis 27. Juni 2005 Delegierte aus Chile, Honduras, Sri Lanka, Uganda und Deutschland zu der Internationalen Fachtagung Soziale Sicherheit Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit. Theresia Wagner-Richter, Diözesanvorsitzende der KAB im Bistum Münster, begrüßte die Teilnehmenden am Abend der offiziellen Eröffnung: Das Bistum Münster feiert in diesem Jahr das 1200jährige Bestehen. In gut einer Woche sind alle in die Bischofsstadt eingeladen zu einem großen Fest des Glaubens, das unter dem Motto steht: Eine Liebesgeschichte. Es geht um die Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen. Und es geht um unsere Antworten, die wir auf Gottes Liebe geben. Als Geschöpfe Gottes und von ihm geliebt, haben alle Menschen ein Recht auf Leben. Zu diesem Lebensrecht gehört Arbeit, die bezahlte Arbeit und die unbezahlte Arbeit, z. B. in den Familien. Zu diesem Lebensrecht gehört auch die Absicherung der Wechselfälle des Lebens, die der einzelne nicht allein bewältigen kann: Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit. Diese Lebenssituationen und Risiken müssen solidarisch abgesichert sein und gerecht von allen Schultern getragen werden. Partnern und Freunden aus der Bewegung auf die Lebenssituation der arbeitenden Menschen zu schauen und nach ihren sozialen Absicherungen zu fragen. Wir möchten miteinander nach unserer Grundorientierung schauen. Was heißt denn für uns als gläubige, handelnde Christen Solidarität und Gerechtigkeit? Welche Perspektiven entwickeln wir daraus für langfristig angelegte soziale Sicherung? Wofür setzen wir uns gemeinsam ein? Die Ergebnisse unserer Beratungen hier möchten wir in gut einer Woche bei der großen Feier des Bistumsjubiläums in Münster vorstellen als einen unserer Beiträge zur Liebesgeschichte, zur weltumspannenden Liebesgeschichte Gottes und der Menschen. Mit dieser Dokumentation wollen wir zur Fortsetzung des Engagements und zur Nachahmung anregen. Den Teilnehmern/innen der Fachtagung, den Aktiven in der Partnerschaftsarbeit wollen wir die ermutigenden Erfahrungen dieses Seminars in Erinnerung rufen. Den Verantwortlichen in unseren Bewegungen, in befreundeten Organisationen und Einrichtungen wollen wir zeigen, zu welchem Ergebnis die gemeinsame Arbeit und Verantwortung kommen kann. Denjenigen, die uns unterstützt haben, wollen wir zeigen, dass persönliches und finanzielles Engagement Früchte trägt und die Fortsetzung lohnt. Uns allen gemeinsam wollen wir das Versprechen abnehmen, uns weiterhin um der Menschen willen in der internationalen Solidarität zu engagieren. Wir erleben aber, dass der Sozialstaat und die sozialen Sicherungssysteme unter den zunehmenden Druck der Globalisierung geraten und ausgehöhlt werden. Kapital- und Aktienmärkte agieren weltweit soziale Sicherungssysteme werden nationalstaatlich organisiert. Wir haben zu dieser Fachtagung eingeladen, um über Landesgrenzen und Kontinente hinweg mit Fachleuten, mit Elisabeth Bußmann Leiterin der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen KAB/CAJ e. V. Gustav Peters Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung (KAB) Vorwort 3

4 KAB bereitet sich auf die Fachtagung vor Entwicklungspolitischer Hintergrund Die KAB Deutschlands befasst sich im Rahmen ihres Aktionsplanes Menschen beteiligen Gerechtigkeit schaffen mit den Fragen zur sozialen Gerechtigkeit in den Themenfeldern Alterssicherung, Gesundheitspolitik, Tätigkeitsgesellschaft. Die KAB im Diözesanverband Münster beteiligt sich an diesem Aktionsplan mit dem Schwerpunkt Gutes Leben in Gesundheit und Krankheit. Dieses Gute Leben in Gesundheit und Krankheit bedarf der sozialen Absicherung. Es muss aber festgestellt werden, dass soziale Sicherheit weltweit in immer stärkerem Maße in den Hintergrund gedrängt wird. Hauptargument in der wirtschaftspolitischen Diskussion: die Wirtschaft müsse von Kosten für soziale Sicherheit entlastet werden, um in einer globalisierten Ökonomie konkurrenzfähig sein zu können. Diese Sichtweise reduziert menschliche Arbeit auf einen reinen Kostenfaktor und lässt die Werte, die mit solidarisch organisierten sozialen Sicherungssystemen geschaffen wurden, vollkommen außer Acht. Die Ursachen von niedrigeren Produktionskosten in anderen Ländern der Welt nämlich das Fehlen von sozialer Sicherheit, ungerechte Löhne und von Ausbeutung geprägte Arbeitsbedingungen und -verhältnisse bleiben dabei ebenfalls unberücksichtigt. Die KAB der Diözese Münster sieht bei einer Schwächung sozialer Sicherungssysteme zahlreiche negative Auswirkungen sowohl auf das Arbeitsleben, wie auch auf die Möglichkeiten gesellschaftlicher Beteiligung und auf die Lebensplanung vieler Menschen. Unser Vorhaben Das Thema Soziale Sicherheit wird sehr stark unter dem Druck einer zunehmend global agierenden Wirtschaft diskutiert. Die KAB Münster pflegt seit langer Zeit eigene Beziehungen zu verschiedenen christlichen Arbeitnehmer- organisationen in Afrika, Amerika, Asien und Europa. Daher initiierte sie gemeinsam mit diesen Partnern eine entwicklungspolitische Fachtagung zum Thema Soziale Sicherheit Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit. Diese Fachtagung war ebenfalls ein Beitrag im Rahmen eines Forums der KAB zum Bistumsjubiläum Eine Liebesgeschichte 1200 Jahre Bistum Münster. Ziele Diese Fachtagung verfolgte die Hauptziele: Feststellen der Bedürfnisse der Menschen in den teilnehmenden Ländern in Bezug auf soziale Sicherheit Entwickeln von Ideen zur Durchsetzung der als notwendig erkannten sozialen Sicherung Vernetzen von Menschen zur Förderung von bedürfnisorientierten sozialen Sicherungssystemen weltweit Entwickeln von gemeinsamen Handlungsstrategien Aufzeigen und Aufwerten der internationalen Dimensionen des Handelns der KAB Visualisieren des internationalen Engagements der KAB Münster Vorstellen der gesamtverbandlichen Thematik der KAB Deutschlands Belebung und Verbreiterung des internationalen Bewusstseins Innerkirchliche Bewusstseinsbildung für soziales Handeln Maßnahmen 1. Internationale Fachtagung Soziale Sicherheit Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit in der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen KAB/CAJ e.v., Haltern 2. An die Fachtagung schließt sich für die ausländischen Gäste ein Programm in den Partner- 4 Vorbereitung

5 Für die internationale Fachtagung hatte sich schnell eine Arbeitsgruppe zusammengefunden. V. l.: Benno Siemer, Gerd Mäurer, Norbert Klein, Franz Josef Nordhaus, Gustav Peters, Hermann Hölscheidt, Elisabeth Bußmann, Heinz Mues. Nicht auf dem Bild: Andrea Beier, Helmut Köster und Johannes Wernke. Bezirksverbänden an, das sich an den Themen der Fachtagung orientiert 3. Teilnahme am Bistumstag in Münster 4. Präsentation der Ergebnisse der Fachtagagung im Forum Soziale Sicherheit - Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit beim Bistumstag am 2. Juli 2005 in Münster Mit diesem Forum wurden die Lebenswirklichkeiten der Gäste, aber auch die Ergebnisse der Fachtagung einem breiten Publikum und der Öffentlichkeit präsentiert. Mit Absicht wollte die KAB die Fragen der sozialen Sicherheit in einem internationalen Zusammenhang diskutieren, weil angesichts der zunehmenden Probleme in Deutschland sich der Blick zu schnell auf die eigenen Problemlagen verengt und Zusammenhänge und Wirkungen unberücksichtigt bleiben. Das Bistumsjubiläum bot eine gute Gelegenheit, die Maßstäbe der Katholischen Soziallehre neu an die nationale und internationale Wirklichkeit anzulegen. KAB verschickt Fragebögen an die Partner Schon früh hat die Vorbereitungsgruppe ihren Anspruch formuliert: Es müssen gut vorbereitete und in der Sache informierte Delegierte zur Fachtagung Soziale Sicherheit Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit nach Haltern kommen. Sie sollen nicht nur sich selbst und auch nicht nur die jeweilige Partnerbewegung vertreten, sondern einen fundierten Einblick in die Situation der sozialen Sicherheit in ihrem Land geben können. Vorbereitung in zwei Etappen 1. Etappe:Vorbereitung zu Hause Bereits 2004 bekamen die Partnerbewegungen einen Fragebogen zugesandt: 1. Welche Risiken werden in eurem Land sozial abgesichert (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter, Arbeitsunfälle, Sonstiges)? 2. Wer hat Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen und was sind die Bedingungen? 3. In welchen Bereichen der sozialen Sicherung sind Verbesserungen vorrangig? 4. Was tut die Bewegung, um solche Veränderungen zu bewirken? 5. Wer sind dazu Partner vor Ort, auf nationaler und internationaler Ebene? 80 % des Erfolges einer Aktion hängen von der Vorbereitung ab. Joseph Cardijn Zwischenzeitliche Telefonate und Rückfragen zeigten, dass in den Bewegungen intensiv an der Beantwortung gearbeitet wurde. 2. Etappe: Vorbereitung in Haltern Als ein großer Gewinn für die gesamte Fachtagung stellte sich die zweitägige Vorbereitungsphase direkt vor der offiziellen Fachtagung heraus: Die ausländischen Delegierten waren bereits am 19. oder 20. Juni 05 in Deutschland eingetroffen. Sie nutzten die Zeit zur gemeinsamen Vorbereitung mit den deutschen Partnern. Berichte wurden noch ergänzt, Präsentationen erstellt oder überareitet; das Gesamtprogramm wurde besprochen und die Bedeutung der Länderberichte für den Gesamtablauf der Fachtagung deutlich gemacht. Auf den nachfolgenden Seiten wird ein Überblick über die Berichte aus den teilnehmenden Ländern gegeben. Vorbereitung 5

6 Der Grossteil der arbeitenden Bevölkerung (PEA) kommt nicht in den Genuss einer Sozialversicherung. Soziale Sicherheit in Honduras Der Arbeiterstreik von 1954 schaffte die institutionelle Basis der späteren Sozialversicherung in Honduras. Der Prozess der sozialen Sicherung wird ab den Jahren 1957 während der Militärregierung und 1962 während der Regierung Ramón Villeda Morales in Gang gesetzt. Hier entstehen die Grundlagen für die staatlichen Programme und Institutionen zu Fragen wie Wohnraum, Sozialversicherung, Gesundheit, Erziehung, Kinder, Alter und Frauenbetreuung. Während der später nachfolgenden Militärdiktatur unter Oswaldo López Arellano werden diese Initiativen gesetz-mässig verankert. HONDURANISCHE SOZIALVERSICHERUNGEN Instituto Hondureño de Seguridad Social (IHSS) Gegründet am als Institution des öffentlichen Rechts um folgende Risiken abzudecken: Krankheit, Schwangerschaft Arbeitsunfall/Arbeitskrankheit Berufsunfähigkeit, Behinderung, Alter, Tod. Unfreiwillige Entlassung Reichweite: Personen, davon 11,4 Prozent der arbeitenden Bevölkerung, 10,8 Prozent aus dem privaten sowie 0,6 Prozent aus dem öffentlichen Sektor Nationalinstitut für Pensionen der Staatsangestellten (INJUPEMP): Gegründet am für Angestellte und Funktionäre der Exekutive, welche per Gesetz unkündbar sind. Reichweite 2002: Mitglieder davon aktive Einzahler, entsprechend 1,46 Prozent der arbeitenden Bevölkerung (PEA). Leistungen: Pension Pension bei Arbeitsunfähigkeit Leistungsübertragung Todesfall Austreten aus dem System Umzüge, Verzollungen u. Zollfreileistungen Hypotheken, persönliche Darlehen Lebensversicherung Militärische Vorsorge (IPM): Gegründet per Dekret Nr. 1 am als Sonder- Sozialversicherung der Streitkräfte mit folgenden Leistungen: Behinderung Verabschiedung Bestattungsbeihilfe Versicherung Witwen/Waisenkasse INPREMA: Gegründet per Dekret Nr am für die öffentliche bzw. private Lehrerschaft, die sich als eine autonome Vereinigung des öffentlichen Rechts, mit juristicher Person, eigenständigem Vermögen und unbegrenzter Dauer versteht und obige Leistungen gewährt. Reichweite: Mitglieder, das entspricht 1,3 Prozent der arbeitenden Bevölkerung (PEA). Leistungen: Rente Todesfallversicherung Hypotheken, persönliche Darlehen bzw. Baudarlehen INPREUNAH: Gegründet für die Angestellten der Universitäten (Professoren und Verwaltungsangestellte), Reichweite Mitglieder, entsprechend 0,12 Prozent der arbeitenden Bevölkerung (PEA). Leistungen: Rente Berufsunfähigkeitsrente,Todesfall Austritt aus dem System 6 Honduras

7 Hauptprobleme: Erwin Ricardo Banegas Gonzales (Mitte) aus Honduras Armut Schwäche der Gesundheitssysteme Schwäche der Institutionen Strafwesen Gewalt Arbeitslosigkeit Korruption Umweltzerstörung Auswanderung Soziale Desintegration Währungsabwertung Bestattungbeihilfe NICHT ABGESICHERTE BEVÖLKERUNG Hausmädchen Hausangestellte Zeitarbeiter Landwirtschaftsarbeiter Arbeiter der informellen Wirtschaft Eigenständige In den zentralen Staatshospitälern wird eine medizinische Grundversorgung angeboten. DIE WIRKLICHKEIT In Honduras versorgen die Sozialversicherungen nur einen Sektor oder Teil der Bevölkerung. Der Grossteil der arbeitenden Bevölkerung (PEA) kommt nicht in den Genuss der Versicherung. Das Problem der staatlichen Sozialversicherung liegt in seiner Ausdehnung und Reichweite. Es wird immer schwieriger, dass die sozialen Systeme große Teile der Bevölkerung erreichen. Aufgrund der demografischen und arbeitsrechtlichen Veränderungen ist es eher unwahrscheinlich, dass eine universelle Absicherung, speziell auch bei der Altersarmut, ohne gravierende Einschnitte erreicht werden kann. DIE WIRKLICHKEIT Das demografische Wachstum verursacht die aktuell hohe Arbeitslosigkeit in Honduras. Könnte die formelle Wirtschaft in dem Maße Arbeitsplätze schaffen, wie die Population wächst, würde sich die Reichweite (Deckung) der sozialen Systeme Tag für Tag erweitern. Die Instabilität des Arbeitsmarktes ist das größte Problem: jeder entlassene Arbeiter der formellen Wirtschaft fällt als Beitragszahler aus. Auf jeden Fall wäre die Armut noch weitaus größer ohne die Existenz der sozialen Institutionen. Dazu kommt, unter welchen Bedingungen Sozialversicherungen in Entwicklungsländern funktionieren. Die vorherrschenden Modelle, wie auch in Honduras, sind die Beitragsorientierten: aktive Arbeitnehmer zahlen Beiträge und aus diesem Vermögen werden die Leistungen erbracht. Dies verdeutlicht, dass das System durch den Staat gesteuert wird und demnach öffentliche Pension genannt wird. Der Großteil der honduranischen Wirtschaft ist allerdings informeller Art, wo die wenigsten Menschen eine Art von Versicherung geschweige denn eine Rente erhalten werden. Der informelle Sektor könnte über freiwillige und private Beiträge am System teilhaben, dazu müssten allerdings die Richtlinien geändert werden. Dies wäre für die Teilnehmer sehr aufwendig und würde einen Satz von mindestens 7 Prozent ihres Gehaltes nicht unterschreiten, um in den Genuss einer Versicherung oder Rente zu kommen. SCHLUSSFOLGERUNG Man kann sagen, dass die Pension den letzten Abschnitt in der Sozialversicherung betrifft, sie ist die Gewährleitung für Unterbringung und Mindestversorgung am Ende des Lebens (im dritten Alter). Wenn es das Hauptanliegen der Sozialsysteme ist, allen Einzahlern, die ihr Leben lang durch ihre Arbeitsleistung ihren Anteil beigetragen haben, eine Pension zu zahlen, so ist die Regierung hauptverantwortlich dafür, dass diese durch ihre Organisationen wie: INJUPEMP, INPREMA, INPREUNAH und IPM garantiert und kanalisiert wird. Die Pension erlaubt den wohlverdienten Ruhestand nach einem arbeitsreichen Leben; leider erhält nur ein sehr geringer Teil der honduranischen Bevölkerung eine angemessene Rente. DIE WIRKLICHKEIT Honduras 7

8 Menos ricos - Muchos pobres Soziale Sicherheit in Chile Aus Chile nehmen die Delegierten Maria Rojas Rojas und Fernando Ortega Rivera von der M.O.A.C. (Movimiento Obrero de Accion Catolica), sowie Juan Polizzi Contreras vom Dachverband der Kleingewerkschaft TASYS (Taller de Analisis Syndical y Sociel) an der Internationalen Fachtagung teil. Die vorher schriftlich eingereichten Berichte werden in der Vorbereitungsphase in Haltern zusammengeführt, ergänzt und anhand einer Präsentation den Teilnehmern vorgestellt. Zusammengefasst ergibt sich folgende Situationsdarstellung: Kurzer Rückblick 1970 gab es mit Salvador Alliende einen sozialistischen Präsidenten und im Jahr 1971 auch eine insgesamt positive gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, bis die Opposition zu drastischeren Mitteln griff. Es gab erste Bombenattentate und dann 1972 eine Inflationsrate von 162 Prozent. Die USA beschnitten ihre Kredite an Chile; es gab Arbeitslos zu sein, ist schlimmer als gefoltert zu werden. Juan Polizzi Spaltungstendenzen in der Gesellschaft, auch in der Kirche beginnt mit einem Militärputsch die Diktatur. Umgesetzt wurde die Politik der Weltbank. Chile öffnet sich der globalisierten Wirtschaft und dem neoliberalen Kapitalismus. Die sozialen Sicherungssysteme waren bis 1973 vorbildlich für Lateinamerika, wurden jedoch während der Diktatur zunehmend privatisiert. Absicherung der Risiken Bei Krankheit Risiken werden abgesichert durch den staatlichen Nationalen Gesundheitsfond (FONASA). Aufgenommen werden alle Arbeiter. Entstehende Kosten werden nur zu einem geringen Teil erstattet. Ebenso durch das private Institut der Gesundheitsvorsorge (ISAPRES), geschaffen während der Pinochet- Zeit, um großen Unternehmen ein preiswertes System anzubieten. Nicht Versicherte werden in Ambulanzen behandelt, es handelt sich um den armen Teil der Bevölkerung. Bei Arbeitslosigkeit Bei Arbeitslosigkeit gibt es keine Absicherung. Direkt angestellte Arbeitnehmer haben bei Entlassung einen gesetzlichen Anspruch auf ihren Arbeitslohn, Leiharbeiter gehen bei Entlassung oft leer aus. Im Alter wird die private Rentenversicherung mit 12 Prozent des Arbeitslohnes finanziert. Bei Arbeitsunfällen gibt es eine kostenlose Absicherung für regulär Beschäftigte. 8 Chile

9 V. l.: Juan Polizzi Contreras, Martha Vasquez- Osorio, Maria Rojas Rojas und Fernando Ortega Rivera aus Chile Soziale Sicherungssysteme Sowohl beim staatlichen (FONASA) wie beim privaten (ISAPRES) Gesundheitsfonds sind eine feste Erwerbsarbeit und Beitragszahlungen Voraussetzungen für den Versicherungsschutz. Für den Rentenfonds (AFP) wird ein Gehaltsanteil von zwölf Prozent als Beitrag einbehalten. Notwendige Veränderungen Es gibt keine soziale Sicherung für die bei Agenturen beschäftigten (Leih-) Arbeiter. Gleiches gilt für die informellen Arbeiter/ innen (Altpapier- und Müllsammler, Straßenhändler, usw.). Weiterhin besteht die Sorge, dass die privatrechtlich organisierten Fonds keine ausreichende Deckung besitzen und Risiken nur in sehr bescheidenem Umfang abdecken können. Die Beteiligung der Bewegung Die MOAC beteiligt sich an der Ausbildung von Führungskräften, die Verantwortung in den verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt und der Gesellschaft übernehmen: aktive Gewerkschaftsführer Verantwortliche in der Nachbarschaftsarbeit Katechisten durch Bildungsarbeit Einflussnahme auf Politiker und auf die öffentliche Meinung durch Aktionen und Veranstaltungen. Partnerbewegungen der Gewerkschaftsverband CUT, Chile die KAB in Deutschland konkrete Ansprechpartner und Verantwortliche in den Gewerkschaften, in Nachbarschaftsvereinigungen, in der informellen Arbeit und bei den Katecheten Realidad de la familia / Wirklichkeit einer Familie in Chile Pedro Carpintero (Pedro ist Zimmermann); Juanita la mujer eswamade la casa (Juanita ist Hausfrau), 4 hijos: Jose,14 anos, Roberto, 12 anos, Cecilia, 10 anos, Marta, 8 anos (4 Kinder: Jose, 14 Jahre, Roberto, 12 Jahre, Cecilia, 10 Jahre und Marta, 8 Jahre) Sueldo, mesual (Einkommen, monatl. Mindestlohn) pesos Arriendo (Wohnen zur Miete) pesos Fondo de salud (Krankenversicherung) 7% pesos Prevision (Rentenversicherung) 12% pesos Fonde de secantia (0,5 % Arbeitslosenversicherung) 600 pesos Agua (Wasser) pesos Lux (Strom) pesos Gaz (Gas) pesos Wasser und Strom wird gestohlen!!!!! Mobilisacion (Busgeld) pesos Pagado par la escuela (Schulgeld) pesos Uniforme: mensual (Schuluniform) pesos Comida (Lebensmittel) pesos Otro gastos (Sonstiges) pesos Sueldo, mensual (Einkommen) pesos Gastos en total (Kosten) pesos Resultado (Ergebnis) pesos Subvention (staatliches Familiengeld) pesos Chile 9

10 Soziale Sicherheit in Sri Lanka Das Land Sri Lanka ist Quadratkilometer groß, hat 19 Millionen Einwohner, davon 50,5 Prozent weiblich und 49,5 Prozent männlich; 8,5 Millionen Arbeiter (38 Prozent Frauen), davon 75 Prozent unorganisiert. Die Arbeitslosenquote liegt bei 16 Prozent. Die Schulpflicht gilt für alle jüngeren Kinder. Es gibt eine minimale Grundversorgung mit Lebensmitteln. Viele Menschen leben in Palmenblätterhütten mit Toilette am Strand oder an den feuchten Flussbetten. Die Wasserversorgung geschieht über zentrale Brunnen; in Ballungsgebieten sind an einigen zentralen Stellen Wasserhähne installiert. Über 40 Prozent der Bevölkerung hat weniger als 20 US-Dollar pro Monat. Pro Tag und Person benötigt man ca. einen US-Dollar, um die Grundernährung zu gewährleisten. Zugang zu sozialen Sicherungssystemen Pflichtversichert sind alle Staatsbedienstete / Beamte, zu denen Regierungsmitglieder, aber auch z. B. Lehrer gehören. Eine Krankengrundversorgung steht jedem Einwohner Sri Lankas zu, allerdings ohne Medikamente. Dies ist ein großes Problem für den armen Teil der Bevölkerung. Beispielsweise ist dort Wundstarrkrampf weit verbreitet. Die minimale Grundversorgung mit einem bisschen Reis, Mehl und Zucker ist gegeben, sofern man sich bei den staatlichen Behörden meldet. Vorrangig sollte sich für die Sri Lankaner die Lage verbessern, die über 60 Jahre alt sind und die nicht einer privaten Rentenkasse oder einer unserer Solidaritäten angehören. Außerdem sollte der Jugend eine Zukunft gegeben werden, sonst wird es bald mehr und mehr soziale Konflikte geben. Soziale Risiken Krankheit In Sri Lanka gibt es sehr gut ausgebildete Ärzte, allerdings schlecht eingerichtete Krankenhäuser für die kostenfreie Grundversorgung. In diesen Krankenhäusern gibt es neben den Grundversorgungspatienten die Zuzahler: Sie bestimmen durch ihr Geldbörse, wie gut oder schlecht ihre Behandlung wird. Alle anderen müssen sich teuer privat versichern. Wer das nicht macht, muss die Behandlung sofort bezahlen.die Krankengrundversorgung steht jedem Einwohner Sri Lankas zur Verfügung viele verzichten aber darauf, da die (meist zu teuren) Medikamente selbst bezahlt werden müssen. Renten Es gibt wenige Alternativen: Mit hohen Prämien private Versicherungen abschließen Ersparnisse anlegen Auch im Alter arbeiten Auf die Unterstützung der Kinder angewiesen sein. Allerdings ist in Sri Lanka ebenso wie in anderen Ländern eine Überalterung zu beobachten. Arbeitslosigkeit Für viele Arbeiter gibt es keinen Kündigungsschutz und auch keine Absicherung. Wenn es keine Arbeit gibt, dann gibt es auch keinen Lohn. Ein großes Problem sind auch die durch die Indische Coast Guard aufgebrachten Fischer. Sie sind oft wegen Unterströmungen im Meer oder Unwetter/Monsun in die Indischen Hoheitsgewässer abgetrieben worden. Diese Fischer bleiben oft wochenlang im Gefängnis, so dass der Familie das Geld fehlt. Einen Ausweg aus dieser Misere sehen viele Frauen indem sie nach Dubai, Saudi Arabien oder in die Emirate gehen und ihre Familien hier in Sri Lanka zurücklassen. Die Bedingungen sind nicht gut, aber 10 Sri Lanka

11 Shiran Fernando (rechts) und Joseph Anthony Manchanayake (2. von links) aus Sri Lanka. Außerdem auf dem Bild: Franz Josef Nordhaus und Andrea Beier, aus dem Bezirk Hamm-Münster-Warendorf. sie verdienen Geld. Gerade junge Leute haben mit der Arbeitslosigkeit große Probleme. Sie haben ihre Schule erfolgreich beendet und fallen sofort in das Loch der Arbeitslosigkeit ( von jährlich). Daraus resultieren viele soziale Konflikte in Sri Lanka. Veränderungen durch die CWM, Christian Workers Movement In der Fischerei- und Farmersolidarität wurden Rentenkassen auf lokaler Ebene in vielen Orten gebildet. Sie sind privat, werden aber jetzt von der staatlichen Bank nach jahrelangem Ringen unterstützt. Dazu kommt ein Leumundsystem, dass das Leihen von Geld zu vernünftigen Konditionen mit Bürgen zulässt. Zur Zeit sind noch viele Kredithaie (15 25 Prozent Zins pro Tag) unterwegs. Von der indischen Coast Gard aufgebrachte Fischer werden heute nicht mehr über Monate oder gar Jahre eingesperrt. Schnell werden sie über sehr gute Kontakte der CWM Indien und Sri Lanka oft innerhalb von Tagen freigelassen und können ihr Boot mit Ausrüstung behalten. Die Auslandsarbeiter/innen werden vor dem Verlassen auf die Situation in den Arbeitsländern eingestimmt und über Religion, Sitten, Sprache und Gebräuche unterrichtet. Es gibt eine Ausbildung der Frauen in Haushaltsführung, Vorratshaltung und Anlegen von Sparguthaben. Sie erlernen kleine Arbeiten (Körbe flechten, nähen, Zubereitung von kleinenspeisen zum Verkauf), um die Haushaltskasse aufzubessern. Partner vor Ort Die Partner der CWM sind Fischer, Farmer, Arbeiter und ihre Ortsvorsitzenden, aber auch die katholische Kirche, der Erzbischof mit seinem Stab und auch Politiker hier besonders das Fischereiministerium. Partner International Die KAB Hamm-Münster-Warendorf und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und die Weltsolidarität aus Belgien sind die internationalen Partner der CWM. Zusätzlich unter- hält die CWM sehr gute Beziehungen zu zahlreichen asiatischen KAB-Bewegungen aus z. B. Indien, Thailand und Nepal. Nach dem Tsunami Der Bericht über Sri Lanka und seine soziale Sicherheit spiegelt den Alltag vor dem Tsunami im Dezember 2004 wieder. Am wurden innerhalb weniger Stunden 5 Millionen Menschen von der Küste evakuiert, im Februar 2005 waren immer noch 1,5 Millionen von ihnen in Übergangslagern. Die neue 100m-Küstenstreifen- Regelung der Regierung gibt zusätzliche Probleme auf. In diesen 100m-Zonen haben meistens Fischer und sehr arme Leute gelebt, die jetzt nicht wissen, wo sie hin sollen. Ausweise, Sparbücher, Besitzurkunden alles ist weg. Leider kommt dann noch der Verlust von Eltern und Kindern hinzu. Frauen stehen mit drei oder vier Kindern alleine da ohne Ernährer. Männer - sie haben von Haushalt, Verkauf, etc. keine Kenntnis, da sie bisher die Ernährer der Familie waren - müssen sich jetzt um drei und mehr Kinder im Schulalltag kümmern. All das bleibt nicht ohne Folgen: Da werden Kinder an die wenigen vorhandenen Touristen verkauft, Männer versuchen ihre Probleme mit Alkohol zu lösen, es wird viel Alkohol schwarz gebrannt, und so manches mal erblinden die Käufer, oder die Brennkessel explodieren... Sri Lanka 11

12 Soziale Sicherung in Uganda Aus Uganda nahmen sechs Delegierte der Uganda Kolping Society (UKS) teil: Father Peter Rupere Isingoma, Nationalpräses George Tinkamanyire Bagonza, Nationalpräsident Margaret Izongoza, National-Vize-Präsidentin Oscar R. Kizige, National Schatzmeister Aloysius Mugasa Adyeri, Geschäftsführer Andrew Baguma, Finanzkoordinator Die UKS ist der Dachverband für 153 Kolpingfamilien in 13 Diözesen Ugandas mit Mitgliedern, die zum größten Teil im ländlichen und vorstädtischen Raum leben und arbeiten. Die UKS besteht seit Durch die Prozesse der Modernisierung werden sowohl diese Wertordnung als auch der räumliche Zusammenhang von Individuum, Klein- und Großfamilie und Stamm zerstört. Das Hauptproblem für die soziale Sicherung in Uganda ist der Zusammenbruch der traditionellen afrikanischen Familien- und Stammesstrukturen und der damit verbundenen Wertesysteme durch die Prozesse der Globalisierung und Industrialisierung. Die traditionelle afrikanische Gesellschaft organisierte die soziale Absicherung subsidiär durch ein ausgefeiltes System der gegenseitigen Unterstützung und Loyalität, das von der Kleinfamilie über die Großfamilie bis hin zum Stamm ein gegenseitiges Hilfe- und Schutzsystem bildete. Kern dieses Systems ist ein Werte- und Normensystem, welches das Wohlergehen des Kollektivs über die Einzelinteressen stellt bzw. dafür Sorge trägt, dass das Individuum seine Handlungen stets in Bezug auf und in Verantwortung für das jeweilige Kollektiv, dem es angehört, ausführt. Durch die Prozesse der Modernisierung werden sowohl diese Wertordnung als auch der räumliche Zusammenhang von Individuum, Klein- und Großfamilie und Stamm zerstört. Dadurch wird es für viele Familien immer schwerer, in Notfällen adäquate Unterstützung zu organisieren. Gleichzeitig wurden aber keine alternativen Sicherungssysteme aufgebaut, so dass für viele Menschen in Uganda eine hohe Unsicherheit bzgl. der sozialen Risiken besteht. 12 Uganda

13 Ninkuramya, Yezu n omwoyo gwange, Omu Sakramentu ly engonzi zawe; Omutima gwange guhunirire Habw obuculezi nw obonekire. Was tut die UKS, um in dieser Situation Verbesserungen zu bewirken? Die UKS führt viele unterschiedliche Projekte durch, alle mit dem Ziel, die Menschen zu befähigen, ihr Leben in Würde und Verantwortung gegenüber ihren Familien zu führen, um so Armut und Not zu bekämpfen. Zum Beispiel werden folgende Projekte durchgeführt: Schulung und Kredit für den Aufbau von Kleinstunternehmen Ernährungssicherung und verbesserung Umweltschutz und Aufforstung zum Erhalt der Lebensgrundlagen in der Landwirtschaft Weiterbildung und Unterstützung der örtlichen Kolpingfamilien bei der Organisation von genossenschaftlich organisierten Selbsthilfeprojekten Aufbau von Vermarktungsmöglichkeiten für lokale Produkte Schulung und Weiterbildung für Engagierte auf den unterschiedlichen politischen Ebenen Spezielle Frauenförderprogramme Teilnehmer aus Uganda: Andrew Baguma, Peter Rupere Isingoma, Margaret Izongoza, Oscar R. Kizige, Aloysius Mugasa Adyen und George Tinkamanyire Die UKS arbeitet auf internationaler Ebene intensiv zusammen mit der African Kolping Society und dem Internationalen Kolpingwerk, es pflegt eine Partnerschaft mit dem Kolping Diözesanverband Münster. Uganda 13

14 Soziale Sicherheit in Deutschland Welche Risiken werden in eurem Land sozial abgesichert (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter, Arbeitsunfälle, Sonstiges)? Es gibt in Deutschland die gesetzliche und die private Krankenversicherung. (Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ca. 14 Prozent vom Arbeitslohn, ungefähr je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen.) Gegen Arbeitslosigkeit sind Arbeitnehmer durch die solidarische Arbeitslosenversicherung abgesichert. (Etwa 5,5 Prozent vom Arbeitslohn, auch je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt.)... Aber auch diejenigen, welche durch Alter oder Invalidität erwerbsunfähig werden, haben der Gesamtheit gegenüber einen begründeten Anspruch auf ein höheres Maß an Fürsorge... Kaiserliche Botschaft 1881 Die Absicherung für das Alter erfolgt durch eine gesetzliche und eine private Altersvorsorge, vielfach durch eine betriebliche Versorgung zusätzlich. Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung beträgt ca. 20 Prozent vom Arbeitslohn und wird auch je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt. Private Altersvorsorge gibt es oft zusätzlich oder ab einer bestimmten Einkommensgrenze. Betriebliche Altersvorsorgeregelungen sind Ergebnisse von Tarif- (Lohn-) -Verhandlungen. Gegen die Folgen von Arbeitsunfällen sind die Arbeitnehmer auf Kosten des Betriebes bei den Berufsgenossenschaften versichert. Zusätzlich gibt es die Pflegeversicherung zur Absicherung der Pflegebedürftigkeit im Alter. Wer hat Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen, und was sind die Bedingungen? Die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland sind ursprünglich für abhängig beschäftigte Arbeitnehmer geschaffen worden. Deshalb besteht bei allen vorher genannten Versicherungen auch eine so genannte Pflichtversicherung bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe. Die Beitragshöhe hängt vom Arbeitseinkommen ab. Wir unterscheiden bei der Krankenversicherung zwischen der Gesetzlichen Krankenversicherung, in der jeder Arbeitnehmer und seine Familienangehörigen pflichtversichert sind, und der Privaten Krankenversicherung, der Beamte des öffentlichen Dienstes und Arbeitnehmer ab einer bestimmten Einkommenshöhe angehören können. Die Private Krankenversicherung hat den Nachteil, dass sie die gesetzliche Solidarversicherung schwächt, weil Menschen mit hohem Einkommen die Gesetzliche Krankenversicherung verlassen, um in der Privatversicherung niedrigere Beiträge zu zahlen. Dort sind die Reichen unter sich. In welchen Bereichen der sozialen Sicherung sind Verbesserungen vorrangig? Es ist ein grundsätzliches Problem, dass die sozialen Sicherungssysteme an das Arbeitseinkommen gekoppelt sind, weil Erwerbsarbeit weniger wird, gleichzeitig aber die anderen Einkommensarten steigen und die Anforderungen an die Versicherungen größer werden. Das hat besonders für die Altersvorsorge (Rentenversicherung) und die Gesundheitsfürsorge (Krankenversicherung) schwerwiegende Folgen. 14 Deutschland

15 Auf einer ehemaligen Berghalde mitten im Grünen unterwegs zur Aussicht über das veränderte Ruhrgebiet Für die reibungslose Übersetzung sorgte die Dolmetschergruppe Ursula Sturm, Peter Freitag, Ira Terwyen und Maria Estevez Was tut die Bewegung, um solche Veränderungen zu bewirken? Zur Reform der Rentenversicherung hat die KAB ein eigenes Modell vorgelegt und sucht dafür Verbündete zu finden. Dieses Modell beruht auf drei Finanzierungsebenen: 1. der steuerfinanzierten Sockelrente (alle Mitglieder der Gesellschaft tragen mit einem Teil ihrer Einkünfte zu einer Sockelrente bei, die später auch alle bekommen,) 2. der gesetzlichen Rente, die sich aus Beiträgen aus dem Erwerbseinkommen speist und 3. der betrieblichen oder privaten Vorsorge. Im Bereich der Krankenversicherung ist die KAB für eine solidarische Versicherung, zu der Beiträge je nach Gesamteinkommen gezahlt werden und nicht nur aus Erwerbseinkommen! Jeder Mensch an jedem Ort der Welt ist Ebenbild Gottes und zur Mitgestaltung der Schöpfung befähigt und beauftragt. Wer sind dazu Partner vor Ort, auf nationaler Ebene und international? Für diese Vorschläge und Pläne suchen wir Verbündete vor Ort, bei anderen Organisationen, Gewerkschaften und wie bei dieser Tagung auch bei Freunden aus anderen Ländern. Auswirkungen der Globalisierung Deutschland einige Daten: 82 Mio. Einwohner 38,7 Mio. Erwerbstätige 26,5 Mio. sozialversicherungpflichtige Beschäftigte 5,1 Mio. Arbeitslose wirtschaftliche Schwerpunkte: Automobil-, Elektro-, Maschinenbauund Chemieindustrie Deutschland - Sozialstaat 1. Die Verfassung (Grundgesetz) Art. 20 GG: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. 2. Staatsziele - Soziale Sicherheit - Sozialer Ausgleich - Soziale Teilhabe Deutschland 15

16 Norbert Klein, Projektassistent der EZA (Europäisches Zentrum für Arbeitnehmerfragen) und langjähriger Generalsekretär der WBCA Menschenrechte: Anspruch und Wirklichkeit Norbert Klein Artikel 20 (Deklaration der Menschrechte) Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören. Die Vereinigungsfreiheit ist die Ausnahme in der Welt. Vor allem die Gewerkschaftsfreiheit ist oftmals eingeschränkt, kontrolliert, unterdrückt. Seit dem Jahr 2000 werden jährlich ca. 200 Gewerkschafter/innen ermordet, oder sie verschwinden. Selbst in Westeuropa konnte diese Freiheit nach 150 Jahren Kampf erreicht werden und sie ist noch immer nicht überall gültig: Es gibt nur eine schwache Anwendung in kleinen und mittelständischen Unternehmen, Eindringen der Gerichte in Tarifkonflikte, zunehmende Schwierigkeiten in der Ausübung gewerkschaftlicher Arbeit in Großunternehmen. Die Meinungsfreiheit und freie und unabhängige Medien sind ebenfalls die Ausnahme. Artikel 23 (Deklaration der Menschenrechte) 1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit. 2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit. 3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen. 4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten. Arbeitslosigkeit: Mehr als 180 Millionen gezählte Arbeitslose, zweifellos zwei bis dreimal mehr in Wirklichkeit. Allgemeine Unterbeschäftigung (man arbeitet zeitweise). In den kommenden zehn Jahren werden zusätzlich 500 Millionen Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen. 80 Prozent der Arbeitnehmer in der Welt haben keinen Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Arbeitsbedingungen: 250 Millionen Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sind ge-zwungen zu arbeiten. Zahlreiche Ausbeutungstatbestände bestehen: niedrige Löhne, unhaltbare hygienische und Sicherheitsbedingungen, Stress Artikel 22 (Deklaration der Menschenrechte) Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind. Weltweit verfügen 80 Prozent der Menschen über keinerlei soziale Sicherheit. In den MOE (Mittel- u. Osteuropa) hat die Befreiung zu einer Privatisierung des allergrößten Teils der vormaligen staatlichen sozialen Sicherheit geführt. 16 Menschenrechte

17 Überall werden soziale Sicherheit, besonders Renten- und Arbeitslosenversicherungssysteme angegriffen. Artikel 25 (Koppenhagener Erklärung) Wir, die Staats- und Regierungschefs, bekennen uns zu einer politischen, wirtschaftlichen, ethischen und geistigen Vision der sozialen Entwicklung, Artikel 26 Zu diesem Zweck werden wir einen Handlungsrahmen vorgeben mit dem Ziel, die allgemeine Achtung sowie die Einhaltung und den Schutz aller Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle zu fördern, einschließlich des Rechts auf Entwicklung; die wirksame Ausübung von Rechten und die Wahrnehmung von Verantwortlichkeiten auf allen Ebenen der Gesellschaft zu fördern; die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Frauen und Männern zu fördern; die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu schützen; und die Stärkung der sozialen Integration und der bürgerlichen Gesellschaft zu fördern. Aus: Bericht des Weltgipfels für soziale Entwicklung, Art. 25 und 26 1 Milliarde Menschen haben weniger als 1 US $ pro Tag zum Leben : d. h. einer von sechs Menschen. 1,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser, d. h. ein Mensch von vier. 815 Millionen Menschen leiden weltweit unter Hunger. Täglich sterben an Hunger Menschen. In den industrialisierten Ländern: EU: ca. 50 Millionen Menschen in Armut; USA: ca. 33 Millionen Menschen in Armut. Die Millenniums-Entwicklungsziele und ihre 18 Zielvorgaben (UNO-Vollversammlung, Sept.2000) Beseitigung der extremen Armut und des Hungers 1. Bis 2015 den Anteil der Menschen halbieren, deren Einkommen unter ein US-Dollar pro Tag liegt. 2. Bis 2015 den Anteil der Menschen halbieren, die unter Hunger und Unterernährung leiden. Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung 3. Bis 2015 sicherstellen, dass alle Jungen und Mädchen mindestens eine Grundschulbildung abschließen können. Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen 4. Das Geschlechtergefälle in der Primar- und Sekundarschulbildung beseitigen, vorzugsweise bis 2005, und auf allen Bildungsebenen bis spätestens Senkung der Kindersterblichkeit 5. Bis 2015 die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel senken. Verbesserung der Gesundheit von Müttern 6. Bis 2015 die Müttersterblichkeitsrate um drei Viertel senken. Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderer Infektionskrankheiten 7. Bis 2015 die Ausbreitung von HIV/Aids zum Stillstand bringen und allmählich umkehren. 8. Bis 2015 die Ausbreitung von Malaria und anderen schweren Infektionskrankheiten zum Stillstand bringen und allmählich umkehren. Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit 9. Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in einzelstaatliche Programme einbauen und den Verlust von Umweltressourcen umkehren. 10. Bis 2015 den Anteil der Menschen halbieren, die keinen Zugang zu hygienischem Trinkwasser und einer grundlegenden Sanitärversorgung haben. 11. Bis 2020 eine erhebliche Verbesserung der Lebensbedingungen von mindestens 100 Millionen Slumbewohnern bewirken. Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft 12. Aufbau eines nicht diskriminierenden Handels- und Finanzsystems. 13. Den besonderen Bedürfnissen der am wenigsten entwickelten Länder Rechnung tragen. Dies umfasst den zoll- und quotenfreien Zugang für Exportgüter dieser Länder, Schuldenerleichterungen für die hoch verschuldeten armen Länder und mehr öffentliche Entwicklungshilfe. 14. Den besonderen Bedürfnissen der Binnen- und kleinen Inselstaaten Rechnung tragen. 15. Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer auf nationaler und internationaler Ebene umfassend angehen und die Schulden langfristig tragbar machen. 16. Erarbeitung von gemeinsamen Strategien zur Beschaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeit für junge Menschen. 17. In Zusammenarbeit mit den Pharmaunternehmen unentbehrliche und erschwingliche Arzneimittel in den Entwicklungsländern verfügbar machen. 18. In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor dafür sorgen, dass die Vorteile der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden können. Handlungsmöglichkeiten: Informationen verbreiten über bestehende Rechte Einfordern der Umsetzung der bestehenden Rechte Ideen entwickeln, wie die Rechte wirksam umgesetzt werden können Mit anderen gemeinsam Vorhaben koordinieren und durchführen Menschenrechte 17

18 Michael Huhn (3.v.l.), Bischöfliche Aktion ADVENIAT, Essen Soziale Sicherheit: eine Herausforderung Michael Huhn Sicherheit? In allen großen Fragen des Lebens stehen wir ohne jede Sicherheit da. In der Frage, wie wichtig oder weniger wichtig einem Christen Sicherheit ist, zeigen sich - wenn ich Deutschland einerseits und die Länder des Südens andererseits vergleiche - allergrößte Unterschiede. a) Es sind Unterschiede der Lebensverhältnisse, d. h. des Grades, inwieweit Sicherheit im ökonomischen Sinne überhaupt möglich ist oder nicht, b) und es sind Unterschiede der Mentalität. Beides bedingt sich wechselseitig. Lebensverhältnisse prägen Mentalitäten. Mentalitäten prägen Lebensweisen. Unsicherheit! Existentielle Unsicherheit bestimmt die Lebensverhältnisse des Großteils der Menschheit. Würden wir zu ihnen von Sicherheit sprechen, würde die halbe Welt die Stirn runzeln. Denn Sicherheit erscheint ihnen als eine der vielen angenehmen Zutaten im Leben der Reichen (und insofern wie ein ferner Traum). Ihr Alltag weiß nichts von Sicherheit. Jegliche Form der Grundsicherung ist für die Mehrheit der Menschheit, und zwar genau für die, die sie am meisten bräuchten, ein schöner Traum, wenn nicht bloß ein Gerücht. Ohne Arbeit Unsicher sind die Verdienstmöglichkeiten. Ein Hinweis an die Ugander, Singhalesen, Hondureños und Chilenos unter uns: Es ist eine für Deutschland neue, bittere Erfahrung, dass sogar die Kirche, kirchliche Einrichtungen und kirchliche Verbände Mitarbeiter entlassen müssen. Und doch geht es jemandem, der hierzulande ohne Arbeit ist, jedenfalls in materieller Hinsicht, noch immer unvergleichlich besser als den allermeisten ihrer Landsleute. Das ist kein Trost für die Arbeitlosen in unserem Land. Aber auch das ist eine Wahrheit dieser einen, und doch so geteilten Welt. Die Massenarbeitslosigkeit ist eine Vergeudung von Tatkraft und eine Vergeudung von Wissen ohnegleichen. In den Ländern des Südens verlässt Jahr für Jahr mehr als ein Dutzend Millionen von Studenten die Hochschulen, ohne nach dem Examen eine Stelle zu finden. Ihre Enttäuschung schlägt leicht in Unzufriedenheit um und - weil sie sich ihr Scheitern nicht selbst zurechnen lassen müssen, denn sie haben ihr Bestes gegeben - in die Bereitschaft, das System zu bekämpfen. Im Alter Die Lebenserwartung in den Ländern des Südens ist deutlich kürzer als in Deutschland. Doch auch dort wächst sie. Es hat in der Menschheitsgeschichte noch keinen demografischen Bruch gegeben wie den, in dem wir uns befinden. Die steigende Zahl älterer Menschen bei gleichzeitiger Armut stellt die Entwicklungsländer vor völlig neue Aufgaben. Die Fürsorge unseres guten Vaters In die Unsicherheit, die am Morgen beginnt und am Abend endet und mit dem Erwachen am folgenden Tag wieder anhebt, tritt - so erlebe ich es in Lateinamerika - Gott selbst ein. Er hebt die Unsicherheit nicht auf. Vielmehr kommt uns Gott in unserer unsicheren Existenz entgegen. Das zu wissen und es morgens zu wissen, mittags zu wissen und abends zu wissen, schafft eine Sicherheit, die unendlich besser trägt und schirmt als jede Sicherheit der Versicherung. Dies ist es, was das Wort Gottvertrauen meint. Es ist eine Gewißheit, und es ist zugleich eine Lebenshaltung: Ich vertraue Gottes Vorsehung. Und das heißt: Ich überlasse mich Seiner guten Vorsehung. Deus providebit, Gott wird <für mich, ist zu ergänzen> voraussehen - das zu glauben, mehr noch: zu leben, ist in einer modernen Gesellschaft, die durch und durch vom Rationalismus geprägt ist, wenn nicht gar vom Planbarkeitswahn und vom Sicherheitswahn geplagt ist, geradezu anstößig. Wie anders in Lateinamerika! La Divina Providencia, die Göttliche Vorsehung, ist handfester als alle Sicherheiten des deutschen Sozialstaates. Der Tag ist nicht nur geprägt, er ist geradezu durchtränkt vom Gottvertrauen. Dutzende Male 18 Herausforderung

19 Jegliche Form der Grundsicherung ist für die Mehrheit der Menschheit, und zwar genau für die, die sie am meisten bräuchten, ein schöner Traum, wenn nicht bloß ein Gerücht. am Tag hört man den Satz Si Dios quiere - wenn Gott will oder ähnliche Kurzgebete. Das kann, falsch verstanden, zum Phlegma führen: Nicht ich habe es in der Hand, sondern Gott - wozu also der Aufwand? Richtig verstanden gibt Gottvertrauen ungeheure Kraft. Und die braucht ein Armer. Das gilt auch für die Projekte, die Adveniat in Lateinamerika und der Karibik fördert: Was auch immer Adveniat geben wird, mit Gottes Hilfe werden wir es schaffen, das Haus zu vollenden. So heißt es brasilianisch-optimistisch in einem Antrag von Ordensschwestern an Adveniat. Das Vertrauen auf die Göttliche Vorsehung ist eine der Säulen der Frömmigkeit der Schwestern und deshalb - bildlich ausgedrückt - nicht nur der wichtigste Baustein, sondern sogar das Fundament des ganzen Vorhabens, auch des Finanzierungsplanes. Evitar un Providencialismo sin previsión, sino también un previsiónismo sin providencia, frei übersetzt: Einen (blinden) Vorsehungsglauben meiden, der von (kluger) Vorausschau nichts weiß, und ebenso eine (Ideologie der) Vorkehrungen, die vom Vertrauen in die Vorsehung nichts weiß. Die Scheibe der zweiten Hälfte des Satzes dürfen wir uns durchaus abschneiden. Sicherheit im und durch das soziale Umfeld Sicherheit gibt die Gemeinschaft, allen voran die Familie und die Verwandtschaft. Das gilt - mit den erwähnten Einschränkungen - hüben, in den Gesellschaften der Sozialen Sicherheit, wie auch drüben, in den armen Ländern. Eine nahe Solidarität ist und bleibt - abgesehen vom Gottvertrauen - die erste und wichtigste Sicherheit. aber nicht institutionell Um die ferne Solidarität sieht es nicht so gut aus. So stark der Rückhalt durch die nahen Beziehungen auch ist: Damit, dahinter endet er. In den Ländern des Südens spielt der unter uns fast selbstverständliche Begriff einer weltweiten Solidarität keine Rolle. Dass der, der nicht hat, nichts geben kann, darüber müssen wir uns nicht unterhalten. Doch auch der, der geben könnte, gibt selten. Das katholische Venezuela zum Beispiel zählte dank seiner Ölförderung in den 70er Jahren zu den zehn reichsten Ländern der Welt. Doch auf die Idee, ein venezolanisches Adveniat zu gründen, also ein Hilfswerk für die Anliegen der Kirche in den lateinamerikanischen Schwesterländern, ist niemand gekommen. Das liegt vor allem daran, daß es an Vertrauen in Institutionen mangelt. Man glaubt nicht, dass die Mitarbeiter die Spenden anderswohin leiten würden als in die eigenen Taschen oder an die amigos. Wie oft habe ich auf Reisen das Erstaunen, ja die Fassungslosigkeit unserer Projektpartner erlebt: Wie kann das sein, dass Menschen in Deutschland, am anderen Ende des Ozeans für uns spenden? Sie sind doch gar nicht mit uns verwandt, sie kennen uns nicht einmal persönlich! Was es an Systemen der sozialen Sicherheit in Lateinamerika gibt, beruht nicht auf (institutionalisierter) Solidarität, z. B. durch Umlageverfahren, sondern eher darauf, sich Renten aus Renditen zu verschaffen. Allzuoft geht das aus selbstverschuldeten Gründen (Korruption) oder dank der Globalisierung und ihrer Verwerfungen (Währungskrisen infolge von Währungsspekulation) schief. Ein großer Pensionsfonds der Kirche in Ecuador ging in der sogenannten Bankenkrise in Ecuador unter, die in Wirklichkeit ein Bankenbetrug war. Was bleibt ist die Erfahrung, dass es doch keine sicheren Systeme gibt. Sie nährt das oben geschilderte Grundmisstrauen und verfestigt die Kultur des Nicht-Planens. Wobei es selbstverständlich nicht bloß die fehlende Mentalität der Planung ist. (Was wir Deutsche zuviel haben, haben andere zu wenig.) Mehr noch sind es die Schranken, die die Armut dem Leben setzt, auch in dieser Hinsicht: Es geht gar nicht anders, als von der Hand in den Mund zu leben. Renten in unserem Sinne beziehen in vielen Ländern Lateinamerikas nur die Pensionäre des öffentlichen Dienstes und des Militärs. Wer sich ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit in der Zukunft leisten will, muss jetzt schon gesichert sein: Sicherheit für die ohnehin Gesicherten. In Zukunft Solidarität und Subsidiarität sind nicht bloß Wörter, sondern Leitbilder, aus denen die katholisch-soziale Bewegung erwachsen ist und lebt. Gut tut es zu erleben, dass und wie sich die KAB dieses Themas annimmt: über den deutschen Horizont hinaus. Denn es ziemt sich, dass eine Bewegung, die in ihrer Geschichte stets für Solidarität gestritten hat, als eine weltweite Bewegung der Solidarität keine Grenzen zieht. Es ist unerläßlich, dass diese Tagung die Notwendigkeit eines Mindestmaßes an sozialer Sicherheit anmahnt und dass die Anwesenden fortfahren werden, dies zu tun, jeder in seiner Heimat, auf die dort am Ort - und eben nicht weltweit - richtige Art und Weise. (Hier tritt die Subsidiarität zur Solidarität.) Und vergessen wir in allen Debatten über die tragenden Netzwerke nie jene Gewissheit, die uns Christen geschenkt ist: daß es Christus selbst ist, der uns entgegengeht, dem wir entgegeneilen. Er ist die Sicherheit unseres Lebens und Sterbens. Wie kann das sein, dass Menschen in Deutschland, am anderen Ende des Ozeans für uns spenden? Sie sind doch gar nicht mit uns verwandt, sie kennen uns nicht einmal persönlich! Herausforderung 19

20 Clemens August Holtermann, Pfarrer in Oer-Erkenschwick, Bundespräses der KAB von 1999 bis 2003 Grundorientierung für eine soziale Sicherheit Clemens August Holtermann Grundorientierung für eine soziale Grundsicherung für alle Christen ist immer auch politisch, weil es ihnen um das Zusammenleben der Menschen als Geschwister geht. Christen handeln aus der jüdisch-christlichen Tradition und setzen sich für die Würde eines jeden Menschen ein und damit für Gerechtigkeit und Frieden. Handeln für Gerechtigkeit ist für Christen immer ein Glaubenszeugnis. Sozialer Ausgleich Mensch Grundlagen dieser sozialen Sicherung sind die Achtung der Menschenwürde, die Gerechtigkeit und die Solidarität. Ökonomie Ökologie Unsere biblische Grundlegung für Gerechtigkeitshandeln: Als Mann und Frau sind wir Abbild Gottes; Gott traut uns zu, ein Segen zu sein. (Genesis) Gott will freie Menschen und steht auf der Seite der Leidenden. Die 10 Gebote sowie die heutigen Menschenrechte verstehen sich als Schutz der Schwachen. (Exodus) Mit der Vision von (sozialem) Frieden klagen die Propheten des Alten Testamentes Ungerechtigkeiten und Missstände an. Jesus: Ich sage euch: Was ihr einem meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25, 40) Kor 11 und Jakobusbrief.: Soziale Missstände im Widerspruch zum Herrenmahl. (Kommunion) Katholische Soziallehre bzw. christliche Sozialethik Zwischen diesen drei Komponenten muss um der gemeinsamen Zukunft willen ein Ausgleich gefunden werden. Aus den Sozialenzykliken: Rerum novarum (1891): Sozialpflichtigkeit des Eigentums (16) Staatsintervention zum Schutz der Armen und Schwachen (27) Gemeinsame Kasse zur Unterstützung in Krankheit, Alter, Unfall (43) Arbeiterverbände, um Interessen zu vertreten (44) Mater et Magistra (1961): Die Welt der Wirtschaft...das Einzel- oder Gruppeninteresse muss wieder in Einklang kommen mit dem Gemeinwohl (37) Besteuerung der Bürger entsprechend der unterschiedlichen Steuerkraft (132) Neue Seiten der Sozialen Frage, nämlich die der ganzen menschlichen Gemeinschaft (122) Betonung der eigenen Verantwortung der Laien in gesellschaftlichen Fragen 20 Grundorientierung

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