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25 Focus 4/2003

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28 geld & versicherung Foto: DAK Mehr Gesundheit fürs Geld Die Krankenversicherung ist für viele schon wieder teurer geworden doch es gibt Wege, Beiträge zu sparen und Leistungen zu erhöhen. Reinhold Schulte, Chef der Signal- Iduna-Versicherung und Vorsitzender des Verbandes der privaten Krankenversicherung, bleibt trotz der politischen Diskussion um Bürgerversicherung und Kopfpauschale optimistisch: Es wird auch nach der nächsten Bundestagswahl eine private Vollversicherung geben. Tatsächlich aber ist die Zukunft der privaten Krankenversicherung so gefährdet wie nie zuvor. Die Regierungskoalition wie auch die Christdemokraten wollen sie in ihrer heutigen Form abschaffen. Die SPD plant eine Bürgerversicherung mit Zwangsmitgliedschaft für alle, auch für Beamte und Selbstständige. Die CDU/CSU will eine steuerlich geförderte Kopfpauschale. Was aus den bereits privat Versicherten werden soll, ist unklar. Fest steht hingegen: Fehlen den privaten Versicherern junge Neukunden, könnten die Prämien schnell in Schwindel erregende Höhen steigen. Viele Bürger, die mit einem Wechsel zu den Privaten liebäugeln, fragen sich nun: Kann man einen Umstieg noch wagen? Und welchem Unter- Fazit Die gesetzliche Krankenversicherung bietet immer weniger Leistungen für immer mehr Geld. Deshalb sollten Unternehmer und leitende Angestellte prüfen, ob der Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt. Wer wegen Alter, Kinderzahl oder Einkommen in der Kasse bleiben möchte, sollte zumindest eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus in Erwägung ziehen. Ebenfalls wichtig: eine Krankentagegeld-Versicherung, denn hier klafft bei vielen Selbstständigen und gut verdienenden Angestellten eine gefährliche Lücke. 14 1/2005

29 geld & versicherung Vorgaben für den Vergleich Ambulant: Selbstbeteiligung max Euro. Vorsorgeuntersuchungen über dem Niveau der Gesetzlichen, Leistungen über den Regelhöchstsätzen der ärztlichen Gebührenordnung. Stationär: Ein- oder Zweibettzimmer. Zahn: mind. 90 Prozent Erstattung bei Zahnbehandlung, 75 Prozent bei Zahnersatz. Krankentagegeld: 50 Euro ab 22. Tag, weitere 100 Euro ab 43. Tag. Erhöhungsrecht für den Kunden, Begrenzung des Kündigungsrechts für den Versicherer, Verzicht auf erneute Karenzzeit bei Rückfallerkrankung. dend. Außerdem sind Kinder und nicht erwerbstätige Ehegatten bei den gesetzlichen Kassen zumindest zurzeit gratis mitversichert, bei den Privaten kostet jede Person extra. Zudem dürfen sie Anträge ablehnen, wenn ihnen das Versicherungsrisiko zu hoch erscheint. Die Gesetzlichen hingegen müssen auch Kranke aufnehmen. Beim Vergleich sollte nicht nur die Momentaufnahme zählen: Auch wenn die Private für eine Familie im Augenblick teurer käme als die Gesetzliche, muss eines berücksichtigt werden: Die Kinder schließen spätestens mit dem ersten Job eine eigene Krankenversicherung ab. Die Belastung der Eltern in der Privaten sinkt dann, der Beitrag der Gesetzlichen aber nicht. Fällt die grundsätzliche Entscheidung für die Gesetzliche, empfiehlt Berater Stefan Albers zumindest eine Zusatzversicherung für stationäre Be- handlung. Albers: Für eine erstklassige Versorgung im Krankenhaus ist diese Police der beste Garant. Streng genommen muss die Prämie für diese Versicherung sogar auf den Kassenbeitrag aufgeschlagen werden, bevor privater und gesetzlicher Schutz finanziell verglichen werden kann sonst herrscht nicht einmal annähernd Gleichstand bei den Leistungen. Hohes Leistungsniveau Das Software- und Analysehaus Morgen & Morgen hat im Vergleich nur Tarife mit hohem Leistungsniveau berücksichtigt (siehe Tabellen Seite 17). So verzichten die Unternehmen bei den Tarifen für stationäre Behandlung zum Beispiel auf ihr Kündigungsrecht innerhalb der ersten drei Jahre. Außerdem rechnen sie beim Krankentagegeld keine Karenzzeit an, wenn ein Patient einen Rückfall erleidet. Ein 35-Jähriger zahlt laut Vergleich für ein Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung beim Testsieger Arag 24 Euro Monatsprämie. Ein 45-Jähriger muss mit 35 Euro gleich um rund 10 Euro tiefer in die Tasche greifen. Bei Empfehlenswerte private Vollversicherungen Effektivprämie 2 30 Jahre 40 Jahre Anbieter Telefon Tarifsystem Selbstbeteil. 1 Tarifbeitrag Tarifbeitrag Effektivprämie 2 Frauen Männer Hallesche 0711/66030 NK 1, PVN, KT 22, KT Asstel 0180/38556 KVASZ0, KVNS1, PPVN, KVET 3, KVET Württembergische 0711/6620 K 600, SE, PVN, KT 22, KT Continentale 0231/9190 CS 2 PLUS, PVN, V 22, V Alte Oldenburger 04441/8770 A 112, K/S, K 20, Z 100/80, PVN, TA 3, TA Barmenia 0202/43800 VC2, VC1Z, PVN, T 21, T Universa 0911/53070 VE 1300 G, PVN, KT 22, KT Barmenia 0202/43800 VCN2C, VC1Z, PVN, T 21, T Axa 0221/ Vital 750, Vital-Z, PVN, TN 21, TV 42, KHT Hallesche 0711/66030 NK 1, PVN, KT 22, KT Universa 0911/53070 VE 1300 G, PVN, KT 22, KT Württembergische 0711/6620 K 1200, SE, PVN, KT 22, KT Alte Oldenburger 04441/8770 A 118, K/S, K 20, Z 100/80, PVN, TA 3, TA Asstel 0180/38556 KVASZ0, KVNS1, PPVN, KVET 3, KVET Globale 01803/ ProAktiv, SW 1, PVN, KT22, KT Concordia 0511/57010 AV 3, SV 1, ZV 1, PVN, KT 22, KT Arag 089/ , 220, 529, PVN (800/, 3650, Continentale 0231/9190 CS 2 PLUS, PVN, V 22, V In Euro, gerundet; Versicherungsbeginn am Sortiert n. Effektivprämie f. 30-Jährige. 1) Selbstbeteiligung/Jahr. 2) Monatsbeitrag + ein Zwölftel d. jährl. Selbstbeteiligung. Quelle: Morgen & Morgen, Hofheim. Stand: 23. März /2005

30 geld & versicherung Der Antrag Gesundheitsfragen. Die Unternehmen können innerhalb der ersten drei Jahre vom Vertrag zurücktreten, wenn ein Kunde falsche oder unvollständige Angaben macht. Anonymer Risikocheck. Da Versicherer häufig wissen wollen, ob ein Antragsteller von einer anderen Gesellschaft bereits abgelehnt wurde, ist es sinnvoll, bei mehreren Gesellschaften gleichzeitig anzufragen am besten anonym mit Hilfe eines Versicherungsmaklers. Die jährliche Selbstbeteiligung wurde dabei auf die Monatsprämie umgelegt. Geringe Verwaltungskosten und der Verzicht auf einen teuren Vertrieb mit hohen Abschlussprovisionen machen diese niedrigen Prämien möglich. Wie bei den Zusatzversicherungen liegt das Leistungsniveau bei allen in dieser Tabelle genannten Anbietern und Tarifkombinationen recht hoch und übertrifft das der gesetzlichen deutlich (siehe S. 16: Vorgaben für den Vergleich ). Prämienanstieg in der Privaten Die privaten Versicherer müssen ihre Beiträge so kalkulieren, dass sie inflationsbereinigt konstant bleiben. Dennoch hatten viele Versicherte in diesem Frühjahr Prämienerhöhungen im zweistelligen Bereich zu verkraften und das aus mehreren Gründen: So verteuert der medizinische Fortschritt die Versorgung der Patienten. Außerdem müssen die Unternehmen ihre Annahmen über die Lebenserwartung regelmäßig nach oben anpassen, weil ihre Kunden im Schnitt älter werden als angenommen. Viele Privatversicherer haben ihren Kunden zum Jahreswechsel Prämienerhöhungen im zweistelligen Prozentbereich zugemutet. Wer dennoch nicht mehr zahlen möchte, hat neben dem Wechsel des Versicherers folgende Möglichkeiten: Tarif ändern. Kunden, die dem eigenen Krankenversicherer die Treue halten wollen oder müssen, weil ein Wechsel aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet, sollten zumindest prüfen, ob ein günstigerer Tarif in Frage kommt. Der unabhängige Versicherungsberater Rüdiger Falken aus Hamburg berichtet, dass in seiner Kanzlei in jedem zweiten bis dritten Fall die Prämie deutlich gesenkt werden könne. Meistens sparten die Mandanten zwischen 50 und 100 Euro im Monat. Die Versicherer müssen Wechsel in gleichartige Tarife zulassen. Allerdings können sie Leistungen ausschließen, wenn diese über dem Niveau liegen, das mit dem Kunden im alten Tarif vereinbart ist. Alternativ dürfen sie für diesen Teil der Leistungen auch Risikozuschläge nehmen und Wartezeiten vereinbaren. Eigenanteil optimieren. Wer selten zum Arzt geht, sollte prüfen, ob eine höhere Selbstbeteiligung sinnvoll ist. Er muss lediglich die aktuellen maximalen Kosten mit Alternativangeboten vergleichen. Dazu multipliziert der Kunde seine Monatsprämie (Angestellte den Arbeitnehmeranteil) mit zwölf und addiert den vollen jährlichen Selbstbehalt. Damit weiß er, was seine Versicherung im Jahr maximal kostet. Bei allen Alternativen, die ihm der Versicherer auf Anfrage nennen muss, Privat Krankenversicherte mit der richtigen Police können sich im Krankenhaus vom Chefarzt behandeln lassen und im Einzelzimmer liegen. Und schließlich haben in den vergangenen Jahren weniger Kunden die Unternehmen verlassen als erwartet. Auch das treibt die Prämien, denn die Versichertengemeinschaft profitiert von Kündigungen dadurch, dass scheidende Kunden ihre Altersrückstellungen zurücklassen müssen. Schutzlos ausgeliefert sind die Privatversicherten dem Prämienanstieg allerdings nicht. Es gibt mehrere So bleibt die Private bezahlbar verfährt er genauso. Gibt es bei gleichen Leistungen ein Angebot mit niedrigeren Gesamtkosten, lohnt sich der Umstieg auf jeden Fall. Bei einem niedrigeren Selbstbehalt ist meist ein Gesundheitscheck fällig. Leistungen streichen. Krankenhaustagegeld-Versicherungen sind außer bei Existenzgründern häufig überflüssig. Viel wichtiger ist ein ausreichend hohes Krankentagegeld. Schließlich bleibt der Verdienst auch dann aus, wenn ein Patient zu Hause krank im Bett liegt. Sparpotenzial gibt es darüber hinaus auch bei der Unterbringung im Krankenhaus. Wer sich vorstellen kann, mit einem anderen Patienten das Zimmer zu teilen, spart monatlich im Schnitt zwischen 20 und 40 Euro. Außerdem können sich Einschnitte beim Zahntarif lohnen. Er wird preiswerter, wenn ein Kunde auf Rundumschutz verzichtet. Statt einer Kostenerstattung in Höhe von 100 Prozent für Zahnbehandlung und 80 Prozent für Zahnersatz kommt auch die Kombination 80 und 60 Prozent in Frage. Über Risikozuschlag verhandeln. Risikozuschläge sind nicht unabänderlich. Viele Gesellschaften lassen bereits nach ein paar Jahren mit sich reden. Gute Chancen auf Streichung des Zuschlags haben Kunden mit Krankheiten, die ausgeheilt sind etwa einem Armbruch oder einer Meniskusoperation. Schwierig hingegen wird es bei chronischen Krankheiten. Ein Versuch lohnt dennoch. Hat die Gesellschaft den Risikozuschlag einmal gesenkt oder wegfallen lassen, darf sie ihn später nicht wieder erheben oder erhöhen. Wege, die Steigerung zumindest zu dämpfen (siehe Kasten unten). Eine politische Werbung sind die Beitragssteigerungen der Privaten trotz allem nicht. Signal-Iduna-Chef Reinhold Schulte sah Handlungsbedarf und kam Mitte vergangenen Jahres der Politik mit einem neuen Mischmodell entgegen: Als Verbandsvorsitzender schlug er private Basistarife vor, die nach dem Muster der Gesetzlichen funktionieren. Die wichtigsten Punkte: Kunden erhalten ein Wechselrecht zu anderen Gesellschaften und ihre Aufnahmeanträge können nicht abgelehnt werden. Das Angebot richtet sich an freiwillig versicherte Kassenpatienten bis zu einem Alter von 55 Jahren. In einem unterscheidet sich dieser Vorschlag allerdings wenig von den Plänen der Parteien: Ob er umgesetzt wird, ist ebenso ungewiss wie die Erfolgsaussichten von Bürgerversicherung und Kopfpauschale. Die Versicherten müssen ihren Gesundheitsschutz also unter ungewissen Vorzeichen organisieren. Sie verlassen sich daher am besten auf sich selbst und machen ihre eigene Reform zur Kostensenkung indem sie den Schritt in die Private wagen, innerhalb des Systems den Versicherer neu wählen oder den bestehenden Privatschutz optimieren. Dann bleibt nur eines: Zurücklehnen und warten, was da nach der Bundestagswahl 2006 kommt. Andrea Steinert Foto: DAK 18 1/2005

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41 PR Service: Service Information Kundeninformation Checkliste Checkliste zur Privaten zur Privaten Krankenversicherung 1/5 Service-Information Checkliste zur Privaten Krankenversicherung Herausgeber: PremiumRating GmbH Goethestraße Frankfurt a. M. 2005, Alle Rechte vorbehalten, PremiumRating GmbH PremiumRating GmbH 2005 Alle Rechte vorbehalten 1

42 PR Service: Service Information Kundeninformation Checkliste Checkliste zur Privaten zur Privaten Krankenversicherung 1/5 Stellen Sie Ihrem Berater, bevor Sie den Antrag zu einer privaten Krankenversicherung unterschreiben, immer die nachstehend aufgeführten Fragen. Lassen Sie sich grundsätzlich nachweisen, wo sich die Antwort in den Vertragsbedingungen findet. - Rot markierte Fragestellungen haben dabei eine besonders wichtige Bedeutung - Blau sind ergänzende Hinweise und Anregungen markiert Fragen zur Privaten Krankheitskostenvollversicherung A. Grundsatzfragen: Geltungsbereich Auslandsdeckung und Honorarabdeckung 1. Gibt es zeitliche Begrenzungen für einen Aufenthalt im außereuropäischen Ausland (z.b. vorübergehend, befristet o. ä.)? Falls ja, achten Sie unbedingt auf eine klare, zeitlich bestimmbare und für Sie akzeptable Formulierung. 2. Besteht Versicherungsschutz für den medizinisch notwendigen Rücktransport aus dem Ausland? Ist dies nicht der Fall, prüfen Sie, wie umfangreich der Deckungsumfang einer eventuellen Zusatzversicherung für den medizinisch notwendigen Rücktransport und eine Nachhaftungsleistung aus dem Ausland ist. 3. Unter welchen konkreten Voraussetzungen können Sie Ihren Versicherungsschutz auch bei einem Wegzug aus Deutschland aufrecht erhalten? 4. Wie definiert Ihr Versicherer den Begriff Wegzug? 5. Ist die Erstattung von Arzt-/Zahnarztrechnungen an die deutsche GOÄ/GOZ gebunden? 6. Sofern Ihr Vertrag eine Bindung an die deutsche GOÄ/GOZ vorsieht, fragen Sie nach, inwieweit dies auch konkret für Behandlungen im Ausland gilt. 7. Falls die Leistungen nur bis zu den Höchstsätzen der deutschen GOÄ/GOZ erstattet werden: Unter welchen Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, von der GOÄ/GOZ abweichende Vergütungen erstattet zu bekommen? 8. Gibt es Klauseln, in denen geregelt ist, dass allgemeine Erstattungsleistungen nur zu angemessen Beträgen oder in üblicher Ausführung (oder ähnlichen Formulierungen) zur Verfügung gestellt werden? Solche Klauseln sind inakzeptabel, da die Erstattung dann letztlich im freien Ermessen des Versicherers liegt. 9. Sind Krankheiten und Unfälle, die durch Kriegsereignisse verursacht wurden, in den Versicherungsschutz eingeschlossen? Achten Sie auch auf die Folgen von bereits beendeten Kriegsereignissen. PremiumRating GmbH 2005 Alle Rechte vorbehalten 2

43 PR Service: Service Information Kundeninformation Checkliste Checkliste zur Privaten zur Privaten Krankenversicherung 1/5 B. Allgemeine Fragen: ausgewählte Leistungsfragen 1. Welche Hilfsmittel sind in Ihrem Versicherungsschutz enthalten? Achten sie auf einen möglichst umfassenden Hilfsmittelkatalog oder eine offene Formulierung. 2. Gibt es bei der Erstattung von Hilfsmitteln preisliche Begrenzungen oder anderweitige Einschränkungen, wie z.b. nur funktionale Standardausführungen oder mittlere Preislagen? 3. Welche Heilmittel sind in Ihrem Versicherungsschutz enthalten und inwiefern gibt es Begrenzungen in den Erstattungsleistungen von Heilmitteln? 4. Welche Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen werden erstattet und inwiefern gibt es eine Leistungsbegrenzung oder einen jährlichen Erstattungshöchstbetrag? 5. Welche Transportmittel stehen Ihnen für einen Rettungstransport zur Verfügung (auch Rettungshubschrauber oder nur Fahrzeuge )? 6. Ist in einem Notfall der Krankentransport bis zur nächsten aus medizinischer Sicht geeigneten Behandlungsmöglichkeit ohne Einschränkung (beispielsweise hinsichtlich der Kilometerzahl) versichert? 7. Welche Behandler dürfen Sie - unter welchen Voraussetzungen - für eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen? 8. Ist die Anzahl für psychotherapeutische Sitzungen begrenzt? Keine Begrenzung kann bei langwierigen Behandlungen schwerer Traumata wichtig sein. 9. Sind in Ihrem Versicherungsschutz Leistungen für Entziehungsmaßnahmen und Entziehungskuren enthalten? 10. Unter welchen Umständen dürfen Sie eine sog. Gemischte Anstalt (es gibt davon über 600 in Deutschland) auch ohne vorherige Leistungszusage Ihres Versicherers in Anspruch nehmen? 11. Fallen Bundeswehrkrankenhäuser, Diagnostikkliniken, Hospize und Entbindungsheime in Ihren Versicherungsschutz? 12. Sind die teil-, vor- und nachstationären Behandlungen in Ihrem Versicherungsvertrag abgedeckt? 13. Werden die Erstattungen von Krankenhausabrechnungen von zusätzlichen Einschränkungen, wie z.b. der deutschen Bundespflegesatzverordnung, abhängig gemacht? 14. Sind in Ihrem Versicherungsschutz Leistungen für Kur- und Sanatoriumsbehandlungen und für Rehabilitationsmaßnahmen enthalten? Wenn ja, welche Leistungen sind versichert (ambulante und/oder stationäre Behandlungen, Kostenersatz und/oder ein Kurtagegeld und/oder eine Kostenpauschale)? Falls diese Leistungen nicht versichert sind, ist die Absicherung dieser Leistung über Zusatztarife möglich? Wenn ja, handelt es sich um einen Tarif mit Kostenerstattung oder handelt es sich um ein Kurtagegeld? PremiumRating GmbH 2005 Alle Rechte vorbehalten 3

44 PR Service: Service Information Kundeninformation Checkliste Checkliste zur Privaten zur Privaten Krankenversicherung 1/5 C. Allgemeine Fragen: ausgewählte Obliegenheiten 1. Dürfen Sie nach den Vertragsbedingungen einen Arzt zur ambulanten Behandlung konsultieren, der seine Praxis in einem Heilbad oder Kurort betreibt? 2. Verzichtet Ihr privater Krankenversicherer auf die rechtzeitige Meldung eines Krankenhausaufenthalts? 3. Dürfen Sie eine weitere Krankenhaustagegeldversicherung auch ohne Einwilligung Ihres privaten Krankenversicherers abschließen oder erhöhen? 4. Verzichtet Ihr privater Krankenversicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht für die Krankheitskostenteil- und die Krankenhaustagegeldversicherung? Falls der Versicherer nicht verzichtet, unter welchen Voraussetzungen kann er Ergänzungstarife und/oder eine Krankenhaustagegeldversicherung kündigen? 5. Im Falle von Nachwuchs: Welchen Versicherungsschutz können Sie für die Nachversicherung eines neugeborenen Kindes wählen? 6. Müssen Sie mindestens drei Monate bei Ihrem privaten Krankenversicherer versichert sein, um ein Neugeborenes nachversichern zu können? Dies ist dann von Bedeutung, falls bei Abschluss des Vertrags eine Entbindung unmittelbar bevorsteht. Fragen zur Privaten Krankentagegeldversicherung 1. Unter welchen Voraussetzungen besteht Versicherungsschutz im europäischen Ausland? Nur bei akut eingetretenen Versicherungsfällen, mit stationärer Heilbehandlung in einem öffentlichen Krankenhaus oder auch in anderen Fällen? 2. Unter welchen Voraussetzungen besteht Versicherungsschutz im außereuropäischen Ausland? Gibt es eine zeitliche Begrenzung für Auslandsaufenthalte? Falls ja, achten Sie unbedingt auf eine klare, zeitlich bestimmbare und für Sie akzeptable Formulierung. 3. Unter welchen konkreten Voraussetzungen können Sie Ihren Versicherungsschutz auch bei einem Wegzug aus Deutschland aufrecht erhalten? Denken Sie an mögliche private und/oder berufliche Veränderungen. 4. Wie definiert Ihr Versicherer den Begriff Wegzug? 5. Unter welchen Voraussetzungen besteht Versicherungsschutz in Deutschland außerhalb Ihres Wohnsitzes? 6. Sind Krankheiten und Unfälle, die durch Kriegsereignisse verursacht wurden, in den Versicherungsschutz eingeschlossen? PremiumRating GmbH 2005 Alle Rechte vorbehalten 4

45 PR Service: Service Information Kundeninformation Checkliste Checkliste zur Privaten zur Privaten Krankenversicherung 1/5 7. Wie definiert der Versicherer die versicherbare Krankentagegeldhöhe? Wie ist das Nettoeinkommen bei Selbstständigen/Arbeitnehmern definiert (darf der Versicherer bspw. bei Arbeitnehmern die Abgaben zur Sozialversicherung oder Nebeneinkommen aus einem zweiten Arbeitsverhältnis berücksichtigen)? 8. Wie hat der Nachweis über die Höhe Ihres Verdienstausfalls im Versicherungsfall zu erfolgen? Wird bspw. nur der letzte Monat berücksichtigt oder wird bspw. ein Durchschnitt aus den Einkommen der letzten 12 Monate gebildet? 9. Gibt es Wartezeiten bei Vertragsänderungen (bspw. bei Erhöhung des Krankentagegeldes)? Falls ja, unter welchen Voraussetzungen können diese erlassen werden? 10. Sind in Ihrem Versicherungsschutz Leistungen für Kur- und Sanatoriumsbehandlungen und für Rehabilitationsmaßnahmen enthalten? 11. Unter welchen Voraussetzungen wird bei Anschlussheilbehandlungen geleistet? 12. Dürfen Sie nach den Vertragsbedingungen einen Arzt zur ambulanten Behandlung konsultieren, der seine Praxis in einem Heilbad oder Kurort betreibt? 13. Unter welchen Umständen dürfen Sie eine sog. Gemischte Anstalt auch ohne vorherige Leistungszusage Ihres Versicherers in Anspruch nehmen? 14. Sind in Ihrem Versicherungsschutz Leistungen für Entziehungsmaßnahmen und Entziehungskuren enthalten? 15. Wichtig für Frauen: Leistet Ihr Versicherer auch für Versicherungsfälle, die durch Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, Fehlgeburt oder Entbindung entstanden sind? Wird für die Entbindung eine Pauschalleistung zum Ersatz der gesetzlichen Leistung gezahlt? Ist die Umstellung des Vertrages in eine Anwartschaftsversicherung während der Erziehungszeit möglich? 16. Können Sie Ihren Versicherungsschutz Ihrem Nettoeinkommen ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten anpassen (z.b. bei Gehaltserhöhungen)? 17. Können Sie Ihren Versicherungsschutz neuen beruflichen Situationen ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten anpassen (bspw. durch Umstellung in eine niedrigere Karenzzeit)? 18. Können Sie Ihren Vertrag für die Zeit einer bestehenden gesetzlichen Krankenversicherungspflicht (bspw. wegen Arbeitslosigkeit) ruhen lassen oder in eine Anwartschaftsversicherung umstellen? Beachten Sie eventuelle Anmeldefristen für eine Ruhensversicherung bzw. für die Umstellung in eine Anwartschaftsversicherung. Lassen sie sich schon heute bestätigen, dass eine Anwartschaftsversicherung bzw. das Ruhen des Vertrages für einen unbefristeten Zeitraum möglich ist. 19. Wie lange leistet Ihr Versicherer bei Wegfall des Versicherungsschutzes, bspw. bei Wegfall einer im Vertrag bestimmten Voraussetzung zur Versicherungsfähigkeit, wenn der Versicherungsfall bereits eingetreten ist? 20. Verzichtet der Versicherer auf die Meldung eines Berufswechsels? Falls nein, wie ist der Berufswechsel definiert? PremiumRating GmbH 2005 Alle Rechte vorbehalten 5

46 PR Service: Service Information Kundeninformation Checkliste Checkliste zur Privaten zur Privaten Krankenversicherung 1/5 21. Bis zu welchem Lebensalter können Sie ein Krankentagegeld versichern? 22. Leistet Ihr Versicherer auch bei Teil-Arbeitsunfähigkeit? 23. Wie hat Ihr Versicherer den Leistungsübergang Krankheit - Berufsunfähigkeit definiert? Ist der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung für die Zeit einer Berufsunfähigkeit möglich? Wann endet die Leistungspflicht Ihres Versicherers bei gleichzeitigem Bestehen einer Berufsunfähigkeitsversicherung? 24. Verzichtet Ihr Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht? Grundsätzliche Hinweise zum Abschluss 1. Wählen Sie gerade beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung einen Versicherungsmakler als Partner aus. Versicherungsmakler sind unabhängig, sollten den ganzen Markt kennen und müssen für eventuelle Fehlberatungen haften. 2. Der Versicherungsmakler sollte auf die Beratung und Vermittlung von privaten Krankenversicherungen spezialisiert sein und das auch belegen können. Lassen Sie sich ausreichende Berufserfahrung und Qualifikationen sowie eine bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung mit mindestens 1 Million Euro Versicherungssumme für Beratungsfehler nachweisen. 3. Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen korrekt und umfangreich, selbst dann, wenn ein Beitragszuschlag wegen erhöhter Risiken droht. Andernfalls kann der Versicherer später vom Vertrag zurücktreten, wenn er beispielsweise im Leistungsfall von verschwiegenen Krankheiten, Beschwerden oder Leiden erfährt. Sofern Sie weitere Fragen zur Privaten Krankenversicherung haben oder einen kompetenten Versicherungsmakler in Ihrer Nähe benannt haben möchten, treten Sie bitte direkt mit uns in Kontakt. Wir helfen Ihnen gerne mit Empfehlungen weiter. PremiumRating GmbH 2005 Alle Rechte vorbehalten 6

47 MORGEN & MORGEN entwickelt praxisgerechte Vergleichs- und Informationssoftware für Versicherungsmakler, Vermittler, Honorarberater und Finanzdienstleistungsunternehmen, wobei Softwareprogramme für die Bereiche Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, Krankenversicherungen, Pensionskassen sowie Private Sach- und Schadenversicherungen derzeit im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit stehen. Insbesondere für diese Bereiche haben wir die derzeit wohl umfangreichsten Datensammlungen aufgebaut, die es für den deutschen Versicherungsmarkt gibt. Dabei verstehen wir uns als neutrale Beobachter des Versicherungsmarktes. Als oberstes Prinzip unserer Tätigkeit reklamieren wir unsere völlige Unabhängigkeit von Produktanbietern. MORGEN & MORGEN hat keinerlei Vertriebsinteressen im Versicherungsbereich. Damit werden Interessenkollisionen vermieden, die sich ansonsten automatisch ergäben, wenn Produktbewertungen und Ratings vorgenommen werden. Zuverlässigkeit, Seriosität und eine hohe Qualität und Aktualität der Daten veranlassen die bedeutendsten deutschen Maklerunternehmen und die deutsche Wirtschaftspresse sowie die Versicherungswirtschaft bei Versicherungsvergleichen und -analysen regelmäßig auf die Analysetools und Auswertungen von MORGEN & MORGEN zurückzugreifen.

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