Die Bedeutung von Gesundheitsförderung in der Grundschule. Christine Graf

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1 Die Bedeutung von Gesundheitsförderung in der Grundschule Christine Graf Abtl. Bewegungs- und Gesundheitsförderung Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft

2 Gliederung Definition von Gesundheitsförderung Wenn man darüber nachdenkt Hintergründe Beispiel CHILT Fazit

3 Definition(en)

4 Was ist Gesundheit? Definition der WHO 1948 Ein Zustand des umfassenden, körperlichen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheiten

5 Und Gesundheitsförderung? zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen (Empowerment). ist der Prozess, die Menschen zu befähigen, ihre Kontrolle über die Determinanten von Gesundheit zu erhöhen und dadurch ihre Gesundheit zu verbessern. Aktive Beteiligung (Partizipation) ist essentiell, um Gesundheitsförderungsaktivitäten zu erhalten.

6 Setting/Settingansatz Ort, wo Gesundheit von den Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt wird, dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben (WHO, Ottawa-Charta 1986) sozialer Zusammenhang, Gemeinsamkeit Organisation, Gruppe, Rahmen regelmäßige Teilhabe oder Kontakt

7 Setting/Settingansatz Ort, wo Gesundheit von den Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt wird, dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben (WHO, Ottawa-Charta 1986)

8 Erfolgsprinzipien Settingansatz Die gesamte Lebenswelt berücksichtigen! Verhaltens- und Verhältnisprävention! Partizipation in den gesamten Prozess! Nachhaltigkeit durch Organisationsentwicklung in gesundheitsgerechten Strukturen + Prozessen verankern! Vernetzung: Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung

9 Problematisch in der Prävention insgesamt Projektitis!!! Projekt- und Qualitätsmanagement??? Meist mangelnder Verstetigungsprozess und Implementierung!

10 Fakten Fakten Fakten

11 Dysbalance zwischen Energieaufnahme und Energieabgabe abhängig vor der genetischen Determination und dem SES

12 Steigende Prävalenz von der Vorschule zur Grundschule ,0 15,0 10 % 8 8,9 9, ,5 7,0 3,3 5,7 0 Adipositas Übergewicht Adipositas Übergewicht Adipositas Übergewicht Adipositas Übergewicht 3-6 Jahre 7-10 Jahre 3-6 Jahre 7-10 Jahre Jungen Mädchen KIGGS 2006

13 Prävalenz Übergewicht 5 Hauptschulen aus dem Rhein-Sieg-Kreis 1637 Kinder und Jugendliche (43.1% weibl.) 14,1 (9-19) J. ; 59,1 (24,5-140,0) kg BMI 22,0 (13,2 49,6) kg/m² Dissertation S. Steinkamm

14 Bewegungstagebücher 1h 5h 9h 9h Prof. Bös, Uni Karlsruhe

15 Fitnessvergleich Ausdauerleistungsfähigkeit (6- Minuten-Lauf) Meter 876 Meter Kraft (Liegestütze in 40 Sekunden) 16,3 12,4 Beweglichkeit (Rumpfbeugen) 2,96 cm -3,43cm Motorikvergleich Jungen 10 Jahre;

16 Säkulare Trends der Leistungsfähigkeit Tomkinson et al. Sports Med 2003; 33:

17

18 Intervention Materialien Gesundheitsunterricht 1x / Woche (10-30 Min.) Bewegungspause mind.1x / Vormittag aktive Pausengestaltung optimierter Sportunterricht jährliche Fortbildungen

19 CHILT Design Eingangsuntersuchungen; Start CHILT 12 Interventionsschulen (n=577) 5 Kontrollschulen (n=227) Abschlussuntersuchungen ca. 77% Rücklauf 9/2001 Anthrop. Daten KTK 6-min-Lauf 5-7/2005 Anthrop. Daten KTK 6-min-Lauf

20 Fragestellungen Effekt der Intervention auf das Auftreten von Übergewicht und Adipositas Effekt der Intervention auf die motorische Leistungsfähigkeit (Koordination/Ausdauer)

21 5 Inzidenz und Remission von Übergewicht 2,0 1,6 0 Inzidenz Remission -5 % -10 Interventionsschule Kontrollschule , ,2 Graf et al. Herz 2006; 31:

22 Engagierte Schule versus nicht-engagierte Schule Graf et al. J Sports Sci 2008

23 Ausdauerleistungsfähigkeit T1 T3 IS KS p>0.05

24 Änderung der Koordination Graf et al. J Sports Sci 2008

25 Graf et al. Herz 2006; 31:

26 Fazit Kein Gießkannenprinzip sondern gesamten Lebensraum berücksichtigen & Maßnahmen zuschneidern Potenzielle Risikogruppen identifizieren und berücksichtigen (nicht stigmatisieren)

27 Gesundheit Empowerment Partizipation Qualifikation Projektebene Programmatische Ebene Politische / wirtschaftliche Ebene Graf, Starke, Nellen 2008

28 Vielen Dank und viel Erfolg! w.chilt.de

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