Demographischer und ethnosozialer Wandel in Österreich Norbert Ortmayr

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1 Demographischer und ethnosozialer Wandel in Österreich Norbert Ortmayr

2 Übersicht Die Bevölkerungsentwicklung Die regionalen Unterschiede Die Alterung der Bevölkerung Zuwanderung und ethno-sozialer Wandel Die Zukunft Materialien

3 Bevölkerung Österreichs 1946 und Zahl Jahr

4 Perioden des Wachstums

5

6 : Stagnation(um 7 Mill.), Auswanderungsland und Durchzugsraum für Flüchtlinge : Wachstum, Österreich wird zum Einwanderungsland, erste Welle der Zuwanderung (Gastarbeiter), Babyboom : Stagnation (um 7,6 Mill.), Ölpreisschock, Konjunktureinbruch, Geburtenrückgang :erneutes Wachstum, Ostöffnung,zweite Welle der Zuwanderung (Arbeitsmigration, Asyl)

7 Regionale Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung

8 Bundesland Zu-, Abnahme Tirol, Vorarlberg , % Salzburg % Oberösterreich 1, , % Kärnten, Stmk. 1, , % N.Ö., Bgl. 1, , % Wien 1, , %

9

10 Demographisch gibt es also Ein West-/Ostgefälle bzw. zwei konträre Entwicklungspfade: Ein wachsendes Österreich Ein stagnierendes bzw. schrumpfendes Österreich

11 Ursachen: Wachstum in Westen: höhere Geburtenraten, dynamischere Wirtschaftsentwicklung Stagnation im Osten: niedrigere Geburtenraten (seit ca. 1900), geopolitische Lage

12 Trendumkehr in Teilen von Ostösterreich seit Anfang der 1990er Jahre (z.b. Wien)

13 Österreich im europäischen Vergleich Bevölkerungsrückgang war nie so extrem wie in anderen europäischen Regionen (z.b. Südalpen und Westalpen seit 1871)

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17 Die Alterung der österreichischen Bevölkerung

18 Alterung bedeutet Höhere Anteile alter Menschen Geringere Anteile junger Menschen

19 Österreichs Bevölkerung und absolut In % der Gesamtbevölkerung 1,2 3,6

20

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22 Ursachen der Alterung Anstieg der Lebenserwartung Rückgang der Geburten

23 Ad 1: Anstieg der Lebenserwartung Keine Generation vor uns lebte so lange wie wir Lebenserwartung bei Geburt 1949/ Frauen 66,9 82,7 Männer 61,9 77,1

24 Ad 2: Rückgang der Geburten

25 Wichtig: Langfristigkeit beider Prozesse Anstieg der Lebenserwartung und Geburtenrückgang begannen bereits im 19. Jahrhundert

26 Beispiel 1: Lebenserwartung der Frauen bei Geburt / / / / / / ,2 38,5 46,7 58,5 66,9 73,6 76,1 78,9 81,1 82,7

27

28 Geburtenrate in Österreich (ohne Weltkriege) Jahr Promille

29 Zusammenfassung 1. Die Alterung der Bevölkerung ist ein langfristiger Prozeß, der vor ca. 140 Jahren begann 2. Diese Entwicklung verlief relativ langsam 3. Sie ist deshalb gut vorhersehbar, Langfristig ist sie aber kaum aufzuhalten

30 Zuwanderung und ethno-sozialer Wandel Österreich war seit 1918 ein klassisches Auswanderungsland : ca Österreicher emigrieren in außereurop. Länder Nach 1938: Vertreibungen im NS Regime : ca Nettoemigranten

31 1960er Jahre: Österreich wird zum Einwanderungsland : ca Nettoimmigranten

32 Gastarbeitermigration der 1960er/frühen 1970er Jahre 1962: Anwerbeabkommen mit Spanien 1964: Abkommen mit der Türkei 1966: Abkommen mit Jugoslawien Migrationsströme im Zuge der Ostöffnung

33

34 Ausländische und im Ausland geborene Bevölkerung in Österreich Jahr 1961 Ausl. abs Ausl. in % 1,4% Ex- Jugoslawen Türken Andere ,1% ,3% ,4% ,7%

35 Wichtig: Alterung der österreichischen Bevölkerung ist kein neues Phänomen (seit 1870er Jahren) Anders die Zuwanderung: Diese ist nur zum Teil ein bekanntes Phänomen

36 Es gab zwar auch im Österreich des 19. und 20. Jhdt. Massive Zuwanderungsprozesse: Z.B. Wien 1910: 2, Einwohner Davon:kamen aus Böhmen/Mähren aus Galizien/Bukowina aus dem Ausland

37 388 Muslime (Bosnier)

38 Aber: Diese Zuwanderung kam primär aus in kulturellem Sinne nahen Regionen Es war eine Zuwanderung in einige wenige Regionen (Wien, Graz, Industriegebiete) Zuwanderer assimilierten sich rasch (1934 geben in Wien noch Personen tschechisch als Umgangssprache an)

39 Neu ist heute Wir haben heute ein hohes Maß an Zuwanderung aus außereuropäischen Kulturräumen

40 Kultureller Hintergrund -Nach der Religion Wohnbevölkerung 2001 Muslime Andere nicht-christliche Religionen

41 Kultureller Hintergrund -nach Geburtsort Indien/Pakistan/Bangladesh Iran Thailand China Vietnam Rep. Korea Japan Philippinen Afrikanische Staaten Süd- und Mittelamerika Wohnbevölkerung

42 Zusammenfassung Österreichs Bevölkerung ist in den vergangenen Jahrzehnten älter und kulturell heterogener geworden Österreich ist grauer und bunter geworden Und diese beiden Prozesse werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen

43 Jüngste Bevölkerungsprognosen der Statistik Austria bis 2050 Der Anteil der über 60 Jährigen wird auf ca. ein Drittel steigen Weiter starkes Wachstum der Bevölkerung als Folge der Zuwanderung seit 2002: Zunahme um Personen 2050 wird eine Gesamtbevölkerung von 9,5 Millionen Menschen erwartet

44 Jüngste Bevölkerungsprognosen der Statistik Austria bis 2050 Weiter starke regionale Unterschiede im Bevölkerungswachstum Wien könnte wieder eine 2-Millionen Stadt werden Kärnten und Steiermark dürften mit weiteren Bevölkerungsverlusten zu rechnen haben Westösterreich und das Burgenland werden im Bundestrend liegen

45 Jüngste Bevölkerungsprognosen der Statistik Austria bis 2050 Weiter zunehmen dürfte auch die kulturelle Heterogenität der Bevölkerung die Bevölkerung mit Migrationshintergrund wird auf Grund höherer Geburtenraten schneller wachsen als die inländische Bevölkerung Der Katholikenanteil könnte auf ca. 50% sinken Der Anteil der Muslime wächst jährlich um 13-16% und dürfte auf ca. 30% steigen

46 Materialien Ausgezeichnete Materialien bei den Statistische Dienste der einzelnen Landesregierungen (umfangreiches Material im Internet) Institut für Demographie der österreichischen Akademie der Wissenschaften:

47 DANKE

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