Auf dem Weg in die berufliche Zukunft

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1 Département de l'éducation, de la culture et du sport Service de la formation professionnelle Office d'orientation scolaire et professionnelle du Haut-Valais Departement für Erziehung, Kultur und Sport Dienststelle für Berufsbildung Amt für Berufs- Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis Auf dem Weg in die berufliche Zukunft Ein Leitfaden für die Abschlussklassen der Mittelschulen und Berufsmatura zur Studien- und Laufbahnwahl 7. Auflage / August 2011 Schlossstrasse 30, 3900 Brig Tél./Tel Télécopie/Fax

2 Fakten, Fakten, Fakten Fakt ist, dass das Studienangebot riesengross ist. Doch welche Credits auf dem Arbeitsmarkt wie viel wert sind, bleibt oftmals unklar. Fakt ist, dass die Wirtschaft über Rekrutierungsschwierigkeiten von Mitarbeitenden klagt. So sollen allein im Bereich Naturwissenschaft und Technik über 10'000 Fachleute fehlen. Ingenieure sind gefragt wie selten. Aber auch im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich sind Engpässe spürbar. Fakt ist, dass CSI Miami, the Mentalist und Co in der Medienwelt hohe Einschaltquoten ausweisen. Trends und Hypes prägen unser Verhalten. Oder weshalb ist die Nachfrage am Studiengang Kriminologie gestiegen und die Studierenden stehen Schlange bei der Psychologie-Vorlesung? Fakt ist, dass je nach Studienrichtung ein Ausbildungsplatz pro Studierenden den Steuerzahler im Kanton Wallis 9'000.-, 22'000.- oder gar 44'000.- Franken pro Jahr kostet. Mit einer Maturitätsquote von 18.4%, kommen hier schnell Beträge in Millionenhöhe zustande. Zusätzlich werden mit einem Studienwechsel sofort mehrere tausend Franken in den Sand gesetzt, geschweige denn mit einem Studienabbruch. Fakt ist, dass sich der Mensch mit ca. 20 Jahren auf dem höchsten Level seines Wissens befindet. Sprache, Literatur, Mathematik, Naturwissenschaften Geschichte, Geographie, Wirtschaft, Recht, Philosophie, Musik sind intensiv gepaukt worden. Doch die Frage nach der beruflichen Zukunft löst verdutzte Gesichter aus. Was interessieren mich diese Fakten? Es sind Fakten! Den Rest müssen Sie selber herausfinden. Fakt ist jedenfalls, dass Sie nun eine Broschüre in der Hand halten, die Ihnen bei der Beantwortung dieser Fragen helfen kann. Manfred Kuonen, Direktor Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis - 2 -

3 Information und Beratung Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis verfügt über ein breites Informations- und Beratungsangebot. Dieses bietet die Möglichkeit, verschiedene Studien- und Berufsrichtungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Fokus Studienwahl Selbstinformation Im Berufsinformationszentrum (BIZ) können Sie mittels Infomappen, Studienführer, Zeitschriften und Broschüren einen Einblick in die verschiedenen Berufswelten erlangen. Sie gehen auf Entdeckungstour, lernen eine Vielzahl von Berufen, Ausbildungen und Studienrichtungen kennen und leihen berufskundliche Informationsmedien aus. Im BIZ ist auch immer ein/e Berufs- und Laufbahnberater/in anwesend, der/die Ihnen bei konkreten Fragen weiterhilft. Öffnungszeiten Montag Uhr Mittwoch Uhr Donnerstag Uhr Vor Feiertagen bis Uhr geöffnet Informationsveranstaltungen Der Besuch von betreuten Informationsveranstaltungen ermöglicht Ihnen, direkt mit Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen oder Berufsleuten aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu sprechen

4 Bildungsevent Fokus Studienwahl Dieses Angebot richtet sich an alle Schüler/innen der Abschlussklassen der Mittelschulen (OMS und Kollegium) sowie an die Berufsmaturanden/innen (BMS). Am Freitagnachmittag, 30. September 2011, besteht die Gelegenheit, Einblick in diverse Studienrichtungen zu gewinnen. Dabei werden Universitäten und Fachhochschulen gleichermassen vertreten sein. Vereinzelt sind auch höhere Fachschulen vor Ort. Besuchstage an der Uni/ETH oder Fachhochschule Die Besuchstage an den eidgenössischen technischen Hochschulen und den verschiedenen Universitäten vermitteln interessierten Schüler/innen einen Einblick in den Ablauf eines Uni/ETH-Alltags. Sie bieten auch die Möglichkeit, sich mit Studierenden auszutauschen und weitere Informationen zu verschiedenen Studien- und Ausbildungsrichtungen zu erhalten. Es gibt spezielle Führungen und Informationen für Maturanden/innen. Eine Übersicht der Daten der Uni-Besuchstage finden Sie unter oder auf der Webseite der jeweiligen Universität. Die meisten Fachhochschulen bieten Informationsveranstaltungen für interessierte Maturanden/innen an. Diese Daten sind den Internetseiten der entsprechenden Fachhochschulen zu entnehmen. Klassenveranstaltungen In allen Klassen der Sekundarstufe II (Mittelschulen und Gymnasien) führt ein/e Berufs- und Laufbahnberater/in eine Klassenbesprechung zu Fragen der Studien- und Berufswahl durch und informiert über die Dienstleistungen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis. Matura Was nun? Im November wird ein Nachmittag zum Thema Matura was nun? angeboten. Inhaltlich geht es vor allem um Interessenabklärungen, Informationssuche und -verarbeitung. Das Angebot richtet sich an alle Schüler/innen der Abschlussmaturaklassen (Gymnasium), die sich intensiv mit der Berufs- und Studienwahl auseinandersetzen wollen

5 Ziel in Sicht! In einem eintägigen Kurs besteht für Berufsmaturanden/innen die Möglichkeit, sich intensiv mit der Berufs- und Studienwahl auseinanderzusetzen und eine Lösung zu erarbeiten. Genauere Informationen werden während dem Schuljahr ausgeschrieben. Online-Anfrage Es besteht die Möglichkeit, konkrete Informationsfragen direkt per an zu richten. Persönliche Beratung In einem persönlichen Gespräch mit einer Fachperson werden Sie bei Ihrer Berufs- und Studienwahl beraten. Durch die Klärung Ihrer Ziele, Fähigkeiten und Interessen werden Sie im Prozess der Entscheidungsfindung unterstützt und begleitet. Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich: oder online unter Wie entscheide ich? Um sich für eine Studien- oder Berufsrichtung zu entscheiden, kann mithilfe eines Gesamtbildes eine gute Grundlage für eine Entscheidungsfindung erarbeitet werden. Um ein wahres Gesamtbild zu erhalten, sollte man vier Rahmen-Aspekte einbeziehen

6 1. Interessen, Fähigkeiten, Wertvorstellungen Welches sind die Voraussetzungen, um diese Fachrichtung an einer Hochschule zu studieren? Welche Interessen werden gefordert? Welche Fähigkeiten muss ich mitbringen, um erfolgreich zu sein? Was ist mir im Leben wichtig und wie passt das mit dem Studium überein? 2. Berufsaussichten, Berufserwartungen Wie sollte meine spätere berufliche Tätigkeit aussehen? Welche Berufsmöglichkeiten erlange ich durch das Studium? Wie sieht der entsprechende Arbeitsmarkt aus? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? 3. Anforderungen, Inhalte, Struktur des Studiums Welche Fächer sind für dieses Studium wichtig? Wie sehen die Dauer und der Aufbau des Studiums aus? Welches sind wichtige Arbeits- und Lernmethoden dieser Studienrichtung? An welchen Hochschulen werden diese Studiengänge angeboten und worin unterscheiden sie sich? 4. Soziales Umfeld Wie gross ist die Anzahl Studierender dieser Fachrichtung? Wie sieht die Betreuung aus? Wie ist das soziale Klima unter den Studierenden dieser Richtung? Wie ist der Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden? Konkrete Erfahrungen 50 Prozent der Studierenden an universitären Hochschulen schliessen nicht die Ausbildung ab, die sie begonnen haben. Die einen, weil sie das meist selektive erste Jahr nicht überstehen und die anderen weil sie abbrechen. Die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs und/oder Wechsels kann durch gute Vorbereitung minimiert werden. Dabei sollten neben Informationen und Vergleichen mehrerer Studienmöglichkeiten möglichst auch konkrete Erfahrungen gemacht werden. Zu empfehlen ist auch das Schnuppern an den Hochschulen, das Gespräch mit Studenten/innen und der Praxiseinblick in das tatsächliche Berufsbild, um sich ein konkreteres Bild machen zu können

7 Informationsmittel Nützliche Internetseiten Informationen zu den einzelnen Berufsbildern, Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen, Berufe nach dem Studium oder Tipps für die Laufbahnplanung. Hier finden Sie alle nützlichen Berufs- und Studieninformationen aus der Region und eine Übersicht über das Angebot der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis. Die Webseite der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten informiert Sie über Austauschprogramme, den Eignungstest im Medizinstudium und liefert Ihnen die Daten der Uni-Besuchstage. In der virtuellen Infothek finden Sie eine Linkliste zu Studienmöglichkeiten an den Schweizer Hochschulen und teilweise in Deutschland und Österreich. Die Seite gibt einen sehr guten Überblick wo man was studieren kann und verweist auf detaillierte Informationen. Nützliche Bücher und Zeitschriften Studium in Sicht (neu) Dieser Band richtet sich an Mittelschüler/innen, die ein Hochschulstudium ins Auge fassen und sich fragen, was es denn eigentlich für Fachgebiete und Studienrichtungen gibt und wohin die Studien führen können. Das Buch stellt das Angebot der ganzen Palette der Schweizer Hochschulen vor (Universitäten, ETHs, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen). Es beschreibt die Fachbereiche und die Studieninhalte, zeigt auf, wo die Fächer studiert werden können und welche persönlichen Voraussetzungen es dafür braucht. Ausserdem informiert es über die Arbeitsgebiete und Berufsperspektiven, welche auf die einzelnen Hochschulstudien folgen

8 Studieren in der Schweiz In diesem Band finden sich Hintergrundinformationen über die Schweizer Hochschullandschaft, über Zulassungsbedingungen, über Kosten und Finanzierung eines Studiums und vieles andere mehr zusammengefasst und für Studieninteressierte aufbereitet. Dazu kommen Steckbriefe aller anerkannten Universitäten, FH und PH in der Schweiz. Das Studienangebot 2011/2012 Alle im Studienjahr 2011/2012 angebotenen, aktuellen Bachelor- und Master-Studienprogramme bzw. -Studiengänge an Universitäten, ETH, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen, nach verschiedenen Gesichtspunkten zusammengestellt, werden in diesem Band aufgelistet. Geordnet nach Hochschultyp, Studienrichtung oder alphabetisch: Fokus Studienwahl 2009 Wie packe ich die Studienwahl sinnvoll an? Wie erkunde ich eigene Interessen? Wie finde ich mich in der Flut der Studien- und Berufsinformation zurecht? Worauf achte ich bei Entscheidungen? Wie setze ich die Ausbildungswahl um? Auf diese Fragen finden Sie in diesem Heft die richtige Antwort. Alternativen zum Hochschulstudium Dieses Buch richtet sich an gymnasiale Maturanden/innen, die eine Ausbildung ausserhalb des Hochschulbereichs in Betracht ziehen. Das Buch zeigt die Vor- und Nachteile eines solchen Entscheids und beschreibt die verschiedenen Ausbildungsarten von der verkürzten Lehre über Direkteinstiege bis zu Höheren Fachschulen. Infomappen zu allen Studiengängen Informationen zum Aufbau und zu den Schwerpunkten der einzelnen Universitäten, zu Inhalten der verschiedenen Studienrichtungen sowie zum Beruf und zum aktuellen Arbeitsmarkt. Zwischenlösungen Übersicht über verschiedene Zwischenlösungs-Möglichkeiten. Diese und andere lesenswerte Bücher und Zeitschriften sind im BIZ via Bibliopass ausleihbar

9 Interview Rahel Amacker, 20 Jahre, angehende Studentin der Pädagogischen Hochschule Wallis Im Sommer 2011 hast du das Kollegium Spiritus Sanctus abgeschlossen. Was machst du gegenwärtig und was beginnst du im Herbst? Ich gehe in einigen Tagen auf die Maturareise mit meiner Klasse. Anschliessend habe ich einen Sommerjob, dank welchem ich drei Wochen in Frankreich sein werde. Ende August beginne ich dann das Studium an der Pädagogischen Hochschule in Brig. Wie ging die Studienwahl bei dir vonstatten? Ich habe mir seit längerer Zeit überlegt, welche Bereiche und Berufe mich besonders interessieren würden. Von diesen habe ich dann Informationen gesucht. Des Weiteren bin ich in die Studienberatung gegangen, um mit einer Fachperson über die Möglichkeiten zu diskutieren und auch Neues zu erfahren. Welches war deine grösste Sorge? Dass ich nichts finde, wo ich hundert Prozent überzeugt bin. Nun habe ich es aber gefunden. Mit welchen Vorstellungen und Erwartungen beginnst du das Studium? Ich möchte mich in den drei Jahren Studium ideal aufs folgende Berufsleben vorbereiten. Ich hoffe, dass ich durch die Praktika während diesen Jahren bereits viele Erfahrungen sammeln kann, die mir später helfen. Des Weiteren hoffe ich, meine Französischkenntnisse zu verbessern. Welche Tipps bezüglich Studienwahl und Studienbeginn hast du für die Kollegiumsschüler? Es ist wichtig, dass man sich nicht erst in allerletzter Sekunde damit auseinander setzt, sonst bringt man sich selbst in den Stress. Früh damit anzufangen, hilft einem sehr. Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ich hoffe, dass ich in zehn Jahren hier im Wallis einen Job als Lehrerin haben werde, und damit sehr zufrieden sein werde. Doch neben der Schule möchte ich auch genug Zeit für Familie und Musik finden. Vielen Dank für das Interview! - 9 -

10 Walliser Schulen

11 FAQ Frequently Asked Questions Bildungssystem Was bedeutet das Bologna-System an den Universitäten und Fachhochschulen? Das Studium ist zweistufig aufgebaut: Nach 3 Jahren kann man in der Regel einen berufsqualifizierenden Abschluss, den BACHELOR, machen. In einem weiterführenden Studium, welches ca. 2 Jahre dauert, kann man den MASTER-Abschluss erlangen. Es gibt zwei Arten von Master-Studiengängen: Im konsekutiven Master bauen die Studiengänge auf einen bestimmten, in der Regel gleichnamigen Bachelor auf. Der spezialisierte Master hingegen setzt interdisziplinär einen thematischen Schwerpunkt. Studienorganisation: Es werden alle Veranstaltungen mit ECTS- Punkten bewertet; für den Bachelor werden 180 Kreditpunkte verlangt; für den Master weitere 90 bis 120 Punkte. Ein Kreditpunkt entspricht ca. 30 Arbeitsstunden. Pro Jahr sollte man 60 ECTS-Punkte leisten, was einem Pensum von 1'500 bis 1'800 Arbeitsstunden entspricht und ein Vollzeit-Studium ist

12 Haupt- und Nebenfächer: Vertiefungsrichtungen innerhalb eines Studienganges werden häufig als Major bezeichnet (ähnlich einem Hauptfach). Die Nebenfächer werden Minorprogramme genannt. Das macht das Einschreiben in ein Major- und in Minorprogramm notwendig. Es gibt jedoch auch so genannte Monostudienfächer z.b. Pharmazie, die nur aus Teilfächer einer Fachrichtung bestehen. An der ETH und den Fachhochschulen ist nur ein Fach zu wählen. Was ist der Unterschied zwischen Uni/ETH und Fachhochschule (FH)? FHs bieten eine umfassende, aber dennoch praxisnahe Ausbildung, während an Universitäten breites Grundlagenwissen gelehrt wird und eine theoretische Vertiefung möglich ist. Den Doktortitel (PhD) kann bisher ausschliesslich über den Weg der Universität erworben werden. Ausbildungen an FHs sind meist auf einen konkret umschriebenen Beruf ausgerichtet, im Gegenteil zur Uni/ETH, durch deren Abschluss zwar häufig viele Wege offen stehen, die aber nicht für einen klar definierten Beruf ausbilden. Fachhochschulen sind kleinere Betriebe als die Uni/ETH, was (oft) zu einem persönlicheren Kontakt zwischen Studenten/innen und Dozenten/innen führt. Kann ich mit der gymnasialen Matura an einer Fachhochschule studieren? In den meisten Fällen muss nach der gymnasialen Matura ein Praxisjahr in einem einschlägigen Bereich absolviert werden, bevor man an einer FH zugelassen wird. Je nach Branche bietet die FH ein Übergangsprogramm (Passerelle) für Gymnasiasten an, welches als Praxisjahr anerkannt wird. Das Praxisjahr muss vor dem Eintritt in die FH absolviert werden (Ausnahme sind einige Gesundheits-Studiengänge, bei denen im Vorfeld im Minimum lediglich 2 Monate Praktikum verlangt werden, 10 Monate aber dann noch im Anschluss an das Studium absolviert werden müssen. Ausserdem können Zusatzmodule verlangt werden). An einigen Fachhochschulen muss eine Zulassungsprüfung abgelegt werden (z.b. in den Bereichen Gestaltung, Kunst, angewandte Linguistik, Musik, Soziales, Gesundheit und Bühnenberufe). Kann ich mit der Berufsmatura an der Universität studieren? Für Berufsmaturanden/innen gibt es eine so genannte Passerelle. In diesen Programmen wird in zwei bis drei Semestern auf die von der Schweizerischen Maturitätskommission organisierte, externe Ergänzungsprüfung vorbereitet. Wer die Prüfung besteht, hat Zugang zu allen Studiengängen an allen universitären Hochschulen der Schweiz. Im Ausland ist diese Passerelle nicht anerkannt. Zugang zu ausländischen

13 Hochschulen verschafft der Abschluss nur dort, wo diese freiwillig den Ausweis über die Ergänzungsprüfung anerkennen. Der Ausweis über die Ergänzungsprüfung stellt rechtlich kein gymnasiales Maturitätszeugnis dar. Studium Wie muss ich mich an einer Universität, ETH oder Fachhochschule anmelden? Die aktuellen Anmeldedaten sind unter zu finden. Für die Universität und die ETH muss man sich zwischen Februar und Ende April anmelden (die Daten variieren je nach Studienrichtung). Die Anmeldeformulare können direkt beim Sekretariat der jeweiligen Uni/ETH bestellt oder von der entsprechenden Internetseite herunter geladen werden. Für einzelne Studienfächer gelten spezielle Aufnahmeverfahren, die Sie unbedingt beachten sollten z.b. Human- und Zahnmedizin, sowie teilweise für Sport- und Bewegungswissenschaften, Pflegewissenschaft, Übersetzen und Dolmetschen. > Studieren in der Schweiz > Anmeldung / Zulassung / Anmeldefristen. Bei den Fachhochschulen gibt es unterschiedliche Anmeldeprozedere. Die Anmeldetermine sind je nach Schule unterschiedlich und teilweise gibt es zwischen Herbst und Frühjahr Aufnahmeprüfungen, die abzulegen sind. Wann beginnt das Studium an der Uni/ETH bzw. Fachhochschule? Das Herbstsemester beginnt am Montag der Woche 38 (Mitte September). Das Frühlingssemester beginnt am Montag der Woche 8 (Mitte Februar). An den Fachhochschulen dauern die beiden Semester je 16 Wochen. Die Daten der Fachhochschulen und Fernstudien sind auf der jeweiligen Internetseite abrufbar. Wie funktioniert ein Fernstudium und was sind die Vorteile? Auch während einem Fernstudium ist niemand auf sich alleine gestellt. Es kombiniert E-Learning mit Präsenzveranstaltungen über die gesamte Dauer des Studiums und findet an den Studienzentren (wie beispielsweise Brig) statt. Dabei wird mit Dozenten/-innen und Mitstudierenden der erarbeitete theoretische Stoff an Beispielen veranschaulicht, das Gelernte besser verankert und der Wissensstand mit dem der Anderen verglichen, sowie konkrete Lösungen für Problemstellungen im Berufsalltag erzielt. Im Vergleich zu einem Präsenzstudium bietet ein Fernstudium folgende Vorteile:

14 Grosse Flexibilität: (Studienzeiten frei einteilen, Lernen wo es am besten ist (zu Hause, im Park, im Zug, nach Feierabend ); Material: Papier, Internet, Podcasts sowie individuelle Betreuung je nach Studiengang via Internet und persönliche Beratung via Präsenzveranstaltungen. Erwerb zusätzlicher Kompetenzen: neben Fachwissen sind dies Selbstkompetenz und Selbstorganisation, Prioritäten setzen und den Alltag managen; alles wichtige Eigenschaften in der heutigen Arbeitswelt Günstiger Preis bei voller Anerkennung: wer Erwerbsarbeit und Fernstudium kombiniert, erlangt zu einem relativ günstigen Preis ein schweizerisch anerkanntes Bachelor und/oder Master-Diplom. Wie finanziert man ein Studium? Grundsätzlich sind die Eltern für die Finanzierung der Erstausbildung (auch Studium) verantwortlich. Unter bestimmten Voraussetzungen haben die Studierenden Anrecht auf staatliche Ausbildungsbeiträge wie Stipendium und Darlehen. Ausserdem gibt es verschiedene Fonds und Stiftungen, die Ausbildungsbeiträge ausrichten. Selbstverständlich besteht auch immer die Möglichkeit, während des Studiums zu jobben. Auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Budgetberatungsstellen kann man ein Budget-Erhebungsblatt herunterladen und Richtlinien für Studierende bestellen: Bei einem Fernstudium besteht die Möglichkeit einer geregelten Arbeit mit Festanstellung nachzugehen und dadurch einen Grossteil des Studiums selbst zu finanzieren. Kann ich während dem Studium ein Austauschsemester im Ausland besuchen? Für die persönliche und fachliche Horizonterweiterung wird empfohlen, mindestens ein Semester an einer anderen Schweizer Hochschule oder im Ausland zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren. Dafür gibt es verschiedene Austauschprogramme (z.b. Erasmus) oder aber die Möglichkeit in Eigenregie (freemover) einige Semester im Ausland zu verbringen. Für weitere Informationen zur Organisation von speziellen Austauschprogrammen gibt es an jeder Hochschule spezialisierte Informationsdienste zur studentischen Mobilität. (www.crus.ch > Erasmus > Mobilitätsstellen) Was für Alternativen zu einem Hochschulstudium bestehen? Einzelne Unternehmen wie die Post, Banken, Versicherungen und Verwaltungen bieten firmeninterne Ausbildungsprogramme für Maturanden/innen (gymnasiale Matura und Berufsmatura, teilweise auch Handelsdiplom) an. Sie steigen in ein Unternehmen ein und werden on-thejob während 1-2 Jahren ausgebildet. Ausführliche Informationen mit Fir

15 menadressen finden Sie in der Ausleihmappe Trainee-Programme im BIZ. Zwischenlösungen Wie kann ich mein Zwischenjahr gestalten? Es gibt unzählige Varianten, wie man ein Zwischenjahr sinnvoll gestalten könnte. Einige Beispiele: Jobben, Sprachaufenthalt im In- und Ausland, Jugendaustausch, Sozialeinsätze, Praktikum für eine spätere Ausbildung, Reisen oder Militärdienst. Wie gehe ich vor, wenn ich einen Sprachaufenthalt im Ausland machen will? Zuerst einmal ist es wichtig, dass man sich über seine Motivation des Aufenthalts im Klaren ist: Benötige ich die Sprache für das Studium oder soll mir die Fremdsprache später auf dem Arbeitsmarkt etwas bringen? Strebe ich ein anerkanntes Diplom an oder interessieren mich vor allem fremde Kulturen? Erst anschliessend kann man gezielt auf die Suche gehen. Unter finden Sie im Linkkatalog unter Sprachen eine Reihe sehr nützlicher Links, welche Ihnen bei der Wahl der Schule, Art des Examens, Einstufungstests etc. weiterhelfen können. Es ist auf jeden Fall wichtig, die Angebote verschiedener Vermittlungsbüros miteinander zu vergleichen und auf die Vermittlungsgebühren zu achten. So kannst du dich auf ein Studium vorbereiten: Wer wissen will, wie sich studieren anfühlt, spreche mit Studierenden. Wer detaillierte Informationen über einen Studiengang haben möchte, leihe sich die Studienmappen aus, wende sich an die Institute, recherchiere im Internet oder im BIZ. Wer seine Studienwünsche erforschen will, nehme die Studienberatung in Anspruch. Wer mehr über den Übergang vom Studium in den Beruf erfahren möchte, lese die Berufswahlführer (im BIZ ausleihbar)

16 Wie weiter nach der Matura? Ihre Studienberatung in unmittelbarer Nähe Wo liegen meine Interessen und Kompetenzen? Was weiss ich über meine Persönlichkeit? Wie kann ich mich für ein bestimmtes Studium entscheiden? Bei Fragen zur Studienwahl zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren! Testpsychologische Abklärungen und Informationen durch professionelle Studienberater/innen sind kostenlos möglich. Durch die Klärung Ihrer Ziele, Fähigkeiten und Interessen werden Sie im Prozess der Entscheidungsfindung unterstützt und begleitet. Florence Le Stanc, Marie-Christine Walter, Barbara Amacker Die Fachpsychologinnen der Studienberatung wünschen ein gutes Schuljahr und freuen sich auf die Begegnungen mit Ihnen. Amt für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis (BSL) Schlossstrasse Brig Tel Fax

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