innovative Nr. 11

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1 Nr. 11 Mai -Oktober 2004 Sternstunden Die neue Leiterin Frauen in Hahnöfersand Fernstudium Feministische Theologie Interview mit Bischöfin Jepsen Gedenken Frauen anders? Gender Mainstreaming innovative Zeitschrift des Nordelbischen Frauenwerkes

2 Impressum / Inhalt Impressuminnovative FrauenBildung FrauenProjekte FrauenReisen Ev. Müttergenesung Landesgeschäftsstelle Ev. Kurzentren für Frauen und Kinder: GODE TIED / Büsum SEEFRIEDEN/ Dahme innovative - Zeitschrift des Nordelbischen Frauenwerkes, Nr. 11, Mai-Oktober 2004 Herausgeberin Nordelbisches Frauenwerk Gartenstr. 20, Kiel Fon 0431/ Fax 0431/ Redaktion Annette Pawelitzki (Chefredakteurin) Kerstin Möller Die Redaktion behält sich vor, Manuskripte redaktionell zu bearbeiten, evtl. auch zu kürzen. Die innovative erscheint zweimal im Jahr, jeweils im Mai und November. Redaktionsschluß für die innovative Nr. 12: 12. August 2004 Gestaltung u. Illustrationen Kommunikation & Design Sekretariat Helma Pries Auflage Exemplare Druck Liekfeldt Druck GmbH, Neumünster Konto EDG Kiel , BLZ Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier Inhalt Impressum... 2 Editorial... 3 LeserInnen-Forum... 3 Anstoß Kostbares weitergeben... 4 Projekte/Aktionen Fernstudium Feministische Theologie... 5 Kampagne voller Erfolg... 6 Nach Polen zur Weltgebetstagsvorbereitung... 7 Wohnungssuche... 8 Verabschiedung Sammlung Müttergenesungswerk... 9 Busenfreundinnen Gender Mainstreaming Fundraising Gender von außen Bildungs-Server Performance Dekade-Werkbuch Kirchentag Internetportal Interview mit Bischöfin Maria Jepsen Von Personen Kerstin Möller neue Leiterin, der neue Vorstand der Frauen-Synode u.v.m Hintergrund Kostbar der Herzschlag jeder Minute Aus den Frauenwerken Frauen in Haft Beginn mit viel Elan Welche Form des Gedenkens stimmt? Begegnungen in Bosnien Toskana-Impressionen Sternstunden Herzwort-Sammlung Protestfrau Frauen-News Buchtipps Mutter sein Das denkende Herz Gerechte Sprache Arbeitshilfe Gewalt überwinden Söhne und Weltmacht Und außerdem Frauenrecht ist Menschenrecht Veranstaltungen Für Frauen innovative

3 Editorial / LeserInnenforum Liebe LeserInnen, Foto: Kare Ahlschwede als erstes ganz herzlichen Dank für Ihre Spenden! Wir freuen uns über jeden Euro und werden in Zukunft noch mehr davon abhängig sein im Augenblick ist noch unklar, wie wir die nächste innovative finanzieren können, aber wir geben nicht auf, lassen uns etwas einfallen und hoffen auch auf Ihre Spenden (EDG Kiel, Kto , BLZ , Stichwort: innovative). Und dabei sind bereits jetzt schon so viele Artikel eingegangen, wir hätten die innovative um einige Seiten erweitern können... das ist einfach toll, wie viele Frauen etwas für die innovative schreiben! Endlich nach acht Monaten Pflichtvakanz ist unsere Leitungsstelle wieder besetzt. Wir begrüßen Kerstin Möller herzlich und freuen uns auf die gemeinsame Zeit. Mehr über die neue Leiterin, über den neuen Vorstand der Frauensynode u.v.m. erfahren Sie in dieser Ausgabe. Etwas zum Freuen und Vormerken: Es wird 2005 wieder einen Nordelbischen Frauenkirchentag geben, hier schon einmal das Datum: SA, 28. Mai 2005, St. Nikolaikirche Kiel, Alter Markt. Sie finden in der innovative wieder hervorragende Buchtipps, viele Ideen zum Zwei-Jahresthema Kostbar der Herzschlag jeder Minute..., Reiseanregungen, Lesenswertes über Busenfreundinnen, erfolgreiche Aktionen und viele Veranstaltungen. Lesen Sie gut! Innovative Grüße aus dem Nordelbischen Frauenwerk! Ihre Annette Pawelitzki Habe heute die letzte Innovative (Nr. 10) gelesen und finde sie spitzenmäßig, eigentlich die beste bisher! Maren Wienberg, Lübeck Wer sagt eigentlich, dass nur Frauen Probleme mit der Autotechnik haben? Ich weiß ja auch nicht, was die schönen Zahlen und Buchstaben auf den Reifen bedeuten und muss in der Werkstatt nachfragen. Mir fehlt der Pannenkurs für Männer! Für den Buchtipp bin ich ausgesprochen dankbar! Ulrich Stenzel, Kiel Anm. der Redaktion: Es handelt sich um das Buch frauenautomobil, Ratgeberin für Frauen von Iris Seidler. Gerade habe ich Ihre gute Zeitschrift in den Händen und mit Interesse die Beiträge gelesen... Helga Riebe, Gelnhausen innovative 3

4 Anstoß Es gibt Dinge, die können wir uns nicht selber geben, Worte, die können wir uns nicht selber sagen. Und gerade diese Dinge und Worte sind oft überlebenswichtig. Kerstin Möller Kostbares weitergeben Es gibt Dinge, die können wir uns nicht selber geben, Worte, die können wir uns nicht selber sagen. Und gerade diese Dinge und Worte sind oft überlebenswichtig. Zwei Voraussetzungen braucht es, damit sie bei uns landen: Einmal die Menschen, die uns solche Dinge geben, solche Worte sagen. Und zum anderen die Einübung darin, empfangsbereit zu sein, ein Herz zu haben, das offen ist. Letzteres ist nicht leicht, weil diese Offenheit uns zugleich verletzlich macht. Es ist für mich der große Reichtum der Frauenkulturen, dass wir diese Verletzlichkeit untereinander wagen. Was ich daran besonders wertvoll finde, ist ein hohes Maß an Ehrlichkeit, die beides in unser Herz bringt: Unglaubliche Kostbarkeit und tiefen Schmerz. Dass wir das aushalten können, nicht davor weglaufen müssen, ist das Geschenk unseres Glaubens. Ein Engelgedicht, das uns Flensburger Theologinnen einmal eine Kollegin schenkte, findet dafür wunderschöne Worte. Es stammt von Monika Kämmerer: Seltsamer Engel Ich bin nicht, den du dir denkst, und doch - als ich zu Abraham kam mit meinen Gefährten, sah ich nicht anders aus. Wozu Flügel, und weiße Kleider wofür? Auf eisernen Füßen gehen die Gesänge der Welt. Unter die Sterbenden abwärts will ich dich stoßen und über dem Schattenzittern einer Liebe auferstehen lassen. Ich werde dich nirgendwo schonen und dein Herz wird ein Brachfeld sein, mit Totenvögeln bestückt. Und dann wieder - Schmelzwassern folgend über Vorjahrswiesen, die schon die Sonne weich macht, wenn du dich seitwärts schlägst, entlang an Bändern aus Kies durch stumpfes Ufergebüsch - will ich den Staub eben aufbrechender Haselnusssträucher auf deine Schultern legen. Solche Worte können wir uns schwer selber sagen. Es tut gut, sie gesagt zu bekommen. Mir wurden sie, wie erwähnt, geschenkt und haben mich seitdem begleitet in vielen Situationen, beruflich und privat. Immer mal wieder habe ich dieses Gedicht hervorgeholt in Stunden, in denen ich nicht wusste, was ich sagen, denken oder glauben sollte. Und merkwürdig, es hat mich getröstet, vermutlich gerade weil es so ehrlich ist. Es hat mir Mut gemacht nicht wegzulaufen, sondern stehen zu bleiben. Das Gedicht hat mich gelehrt: Wo wir die Wirklichkeit schön reden, da ist kein Platz für Engel, jedenfalls nicht für solche, die so wahrhaftig sind wie dieser. Frage mich nicht, was das soll, ich habe kein Patmos für dich, und eine Zuflucht zu geben, ist meine Sache nicht. Aussetzen werde ich dich auf Bergen, von denen dir nirgend Hilfe zukommt, aber an keiner Stelle wirst du ohne mich sein. In den Strudeln der rasenden Zeit will ich uns Nester machen, darin zu ruhen einen schwindelnden Augenblick. Eine weitere Kostbarkeit, die ich vor allem unter Frauen erfahren habe, ist die Fähigkeit, das, was einem selber gut getan oder geholfen hat, nicht für sich zu behalten, sondern zu erzählen und weiterzugeben. In diesem Geist möchte ich am Anfang meines Weges als Leiterin des Nordelbischen Frauenwerkes dieses Gedicht weitergeben. Vielleicht kann es Sie und Euch stärken und trösten, so wie es mich gestärkt und getröstet hat. Vielleicht wird es uns gerade mit Ehrlichkeit, mit dem Mut, den Herausforderungen unserer Zeit ins Auge zu sehen, gelingen, Nester zu bauen in den Strudeln dieser rasenden Zeit, wenn auch nur für einen schwindelnden Augenblick. Besuchen Sie uns im Internet: Kerstin Möller, Leiterin des Nordelbischen Frauenwerkes 4 innovative

5 Entdecken - vertiefen- weiter entwickeln Fernstudium Feministische Theologie beginnt im Herbst Projekte/Aktionen Im Oktober 2004 startet das Fernstudium und endet im Frühjahr In sieben Bausteinen (Wochenendseminare, regionale Studienzirkel, Studienbriefe) lernen Frauen die Feministische Theologie kennen oder können ihr bisheriges Wissen vertiefen. Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Feministische Theologin der ersten Stunde, ist Schirmherrin dieses Projekts in Nordelbien Gundula Döring hat sie zu diesem besonderen Fernstudium befragt. In Nordelbien liegt die Verantwortung für das Fernstudium Feministische Theologie beim Nordelbischen Frauenwerk. Sie sind Schirmherrin warum unterstützen Sie dieses Fernstudium? Ich halte die Feministische Theologie für eine der interessantesten theologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, die leider an den Universitäten wenig vorkommt und rezipiert wird. Außerdem will Feministische Theologie gerade auch LaiInnen befähigen, als Christinnen bewusst und kenntnisreich zu leben. Sie verstehen sich seit langem als Vertreterin einer ökumenischen und feministischen Theologie. Welche Erfahrungen und Entdeckungen sind Ihnen besonders wichtig gewesen? Die Erfahrung, gemeinsam mit anderen mit einem neuen hermeneutischen (d.h. auslegungsmäßigen) Schlüssel die Bibel und Theologie aufzuschließen. Es gibt in Nordelbien meiner Beobachtung nach nirgendwo so viele an Theologie interessierte Menschen wie unter den sogenannten Laien-Frauen. Die Tradition beginnt neu zu sprechen, sie hat eine befreiende Botschaft. Man spürt diese befreiende Freude denen, die sich darauf einlassen auch an, Frauen und Männern. Käthe Stäcker hat einmal gesagt, sie wünsche sich, dass die Feministische Theologe unsere Kirche durchsäuere wie einen Sauerteig. Wo sehen Sie hierfür in der Nordelbischen Kirche besondere Notwendigkeit? Ich wünsche mir viele starke glaubensgewisse Menschen für diese Zeiten der Veränderung und Neugestaltung. Ein Fernkurs macht unabhängig von Orten, Organisationen und Menschen. Beim Kirchentag habe ich die Idee der Feministischen Basisfakultät eingebracht und sie hat viel Gutes bewirkt. Ein Fernstudium kann die Freude des Lernens bis an die entferntesten Orte bringen. Ich wünsche mir, dass an unseren Fakultäten und in der Ausbildung mehr in dieser Hinsicht geschieht. Was könnte eine Frau für sich persönlich entdecken, wenn sie sich auf den Weg macht mit Feministischer Theologie? Eine Frau entdeckt den aufrechten Gang einer Tochter Gottes, Lebenshilfe und Vergewisserung. Sie findet auch Menschen, die denselben Weg gehen als Freundinnen und Begleitung. Die Feministische Theologie ist erfahrungsbezogen. Sie ist auch ein Stück Reformation im 20. und hoffentlich 21. Jahrhundert und Reformationen sind nicht Vergangenheit, sondern auch heute ein aufregendes Abenteuer. Unsere Kirche braucht dringend die engagierten Frauen und Männer, die über ihre Rollen und Genderzuweisungen nachgedacht haben. Diese Reformation der Geschlechterverhältnisse ist noch nicht beendet. Frauen werden dadurch selbstbewusster und somit auch bessere Partnerinnen im Leben. Neugierig geworden? Informationstag zum Fernstudium Feministische Theologie: SA, 14. August, Uhr Referentin: Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter Leitung: Gundula Döring u. Projektgruppe Fernstudium Ort: Nordelbisches Frauenwerk Kosten: 10 Flyer über das Fernstudium und Anmeldung zum Info-Tag unter Fon Weitere Informationen zum Fernstudium Feministische Theologie: Gundula Döring, Fon Foto: Anna-Elisabeth Heister Die Bibel mit unterschiedlichen Brillen lesen... Das bundesweite Fernstudium ist eine Kooperation der Ev. Frauenarbeit in Deutschland und des Frauenstudienund bildungszentrums der EKD. innovative 5

6 Projekte/Aktionen Aktion mit fantastischem Erfolg! Neues von der Kampagne für saubere Kleidung (CCC) Übrigens: Die Hamburger Aktiven der Kampagne für saubere Kleidung (für menschliche Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Bekleidung) treffen sich regelmäßig im Werk offene Kirche Hamburg (Ev. Frauenarbeit), Ansprechpartnerin ist Sabine Simon: Fon Beeindruckende Aktion in der Fußgängerzone Die Hamburger Gruppe der Kampagne für saubere Kleidung hat vor Tom Tailor demonstriert mit Erfolg: Die 530 entlassenen Mitarbeiterinnen in einer indonesischen Zulieferfabrik wurden daraufhin wieder eingestellt! Als wir Hamburger Aktiven der Kampagne für saubere Kleidung am 26. September mit ca. 10 Frauen vor einem Geschäft des Herrenausstatters Tom Tailor beim Einkaufszentrum Mercado (Hamburg-Altona) protestierten, kam das Fernsehen und filmte uns. In einem Bericht, der abends im Hamburg Journal erschien, ließ Tom Tailor erklären, die Firma würde die Arbeitsbedingungen in den Zulieferfabriken umgehend prüfen. Zum Hintergrund: Tom Tailor, die in Hamburg ansässige Firma, lässt bei der Fa. Kahatex in der Nähe von Jakarta produzieren. Kahatex hatte 530 Frauen entlassen, weil sie die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns (ca. 60 Euro) pro Monat gefordert hatten und auf Einhaltung von Kernarbeitsnormen gedrungen hatten. Wir besaßen zuverlässige Informationen über diese skandalösen Vorkommnisse direkt aus Indonesien. Innerhalb von nur zwei Stunden klärten wir viele interessierte PassantInnen in Ottensen auf und konnten 120 Unterschriften sammeln. Die Flugblätter wurden uns fast aus den Händen gerissen. Durch unsere Aufmachung mit Polizeimützen auf dem Kopf und in weiße Laken gehüllt erweckten wir viel Aufmerksamkeit. Tom Tailor hatte unter dem Innensenator Schill den Auftrag zur Produktion neuer Polizeiuniformen erhalten. Foto: Gisela Burckhardt Die VerkäuferInnen im Laden waren von der Polizei über unsere Aktion informiert worden. Sie wussten nichts von den Bedingungen, unter denen die schönen und top-modernen Hosen und Sweat-Shirts hergestellt wurden. Ob sie einen Betriebsrat haben, wussten sie nicht. Etwas Aufregung gab es, als wir uns kurz vor den Eingang des Ladens legten und dabei gefilmt wurden. Wir hatten Erfolg: Im November knüpfte Tom Tailor die Vergabe eines neuen Auftrags an die Fa. Kahatex an die Bedingung, dass die entlassenen Arbeiterinnen wieder eingestellt werden und die gesetzlich vorgeschriebene Bezahlung erhalten. Gerade erfahren wir: Den 530 Entlassenen ist die Wiedereinstellung zugesichert worden!!! Tom Tailor hat sich tatsächlich für die Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiterinnen in den Fabriken der Kaha-Gruppe eingesetzt. Die Fa. Olsen, die wir Frauen als Marke ja auch gern tragen, soll ebenfalls bei der Fa. Kahatex produzieren. Olsen soll sich bis jetzt noch nicht gerührt haben. Vielleicht helfen da Briefe von Konsumentinnen an die Geschäftsleitung in Hamburg?! Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die beständigen Nachfragen und Anrufe von Dr. Gisela Burckhardt von dem Trägerkreis der CCC bei Tom Tailor zunächst abgeblockt wurden, dann aber nach der Fernsehberichterstattung über die Aktion der Hamburger Gruppe und nach Androhung einer weiteren Aktion endlich ernster genommen wurden. Durch unsere Gespräche mit Passantinnen haben wir erfahren, dass viele Menschen informiert werden wollen und die Arbeitsbedingungen auch skandalös finden. Viele waren bereit zur Unterschrift und haben per an Tom Tailor geschrieben. Dieser öffentliche Druck auf die Marke hat bewirkt, dass Tom Tailor sich bewegen ließ, Druck auf den Lieferanten auszuüben. Wir lernen daraus, dass kleine Aktionen viel bringen können. Wir sind gegenüber der Globalisierung überhaupt nicht machtlos. Durch Protest und negative Werbung können wir die Marken ins Mark treffen. Waltraud Waidelich 6 innovative

7 Es gibt sooo viel zu entdecken... Spurensuche in Polen als Vorbereitung des Weltgebetstages 2005 Projekte/Aktionen Kommen Sie mit nach Polen - dieser bunte Artikel macht Lust auf eine Reise dorthin! Dzien dobry in Polen an diesen Gruß erinnert er mich, mein geschnitzter Holzengel mit den kugelrunden, schwarzen Augen und seinem Saiteninstrument er spielt mir von seinem Land zwischen Ostsee und Hoher Tatra, Schlesien und Masuren, Oder und Weichsel, dem Land von Chopin und Marie Curie, von Solidarnosz und der verlorenen Heimat unserer Mütter und Großmütter. Er spielt mir von einer dramatisch polnischdeutschen Geschichte, der unvorstellbar hohen Arbeitslosigkeit im Land und von seinem beschwerlichen Weg in die EU. Vor Begeisterung verdreht mein Engel seine Augen, wenn wir nach Slask/Schlesien kommen: Sudeten, Riesengebirge mit Schneekoppe, Isergebirge, Oder, Bober... ländliche Idylle und Naturschutzgebiete ersten Ranges. Ich versuche zu begreifen, dass Schlesien in unserer Ära dreimal seine ethnische Zusammensetzung änderte, alles gipfelte in der dramatischen Ost-West- Vertreibung der Bevölkerung, in Deutschland als Vertriebene bekannt... So geschehen auch in der altehrwürdigen Universitätsstadt Wroclaw/Breslau: 1945 wurde die Stadt durch Belagerung total zerstört, die Einwohner vollständig ausgewechselt. Heute ist alles liebevoll rekonstruiert und für einen begeisternden Kulturgenuss bereit. Weltgebetstagsreise nach Polen: Oktober tägige Studien- und Begegnungsreise. Reiseleitung: Gisela Bald Näheres im Katalog der FrauenReisen Hin und weg, kostenlos zu bekommen unter Fon In Krakow/Krakau, der alten unzerstörten Königsstadt, habe ich ihn erstanden, meinen Engel er lädt ein zu kulturell höchstem Genuss: Altstadt, Marienkirche mit dem kostbaren Veit- Stoß-Altar, Wawel mit Schloss und Kathedrale, jüdisches Viertel, in dem der Film Schindlers Liste gedreht wurde... Mein Engel hält vor Schreck die Luft an, der dunkelste Ort polnischdeutscher Geschichte liegt gleich nebenan: Oswiecim/Auschwitz Begegnungen mit äußerster Brutalität, tiefstem Leid und millionenfachem Mord - Erinnern ist der Anfang der Erlösung. Mit wütenden und schmerzlichen Gefühlen begleitet uns der Engel nach Czestochowa/Tschenstochau, zum politisch-religiösen Wallfahrtsort mit der Schwarzen Madonna, der Schutzpatronin Polens, das sprudelnd-spirituelle Zentrum des polnischen Katholizismus. Mit aufgeregtem Flügelschlag winkt mein Engel uns nach Warszawa/Warschau, der dynamischfortschrittlichen Hauptstadt, 1945 zu 85% zerstört, aus Ruinen wiedererstanden heute die größte Baustelle Europas, Weltkulturerbe, florierende Marktwirtschaft. Einzigartig der berühmte Königsweg mit Schloss, Palästen, ehrwürdigen Kirchen, Denkmälern, Parks und bunten Märkten und die dunklen Plätze zum Gedenken an das jüdische Ghetto und die Aufstände, auch hier Erinnerungsarbeit. Mein polnischer Engel drängt uns, zwei Orte zu besuchen, in denen aktive Friedensarbeit/Völkerverständigung groß geschrieben werden: Swidnica/Schweidnitz mit seiner alten Holz-Friedenskirche und das Internationale Begegnungszentrum in Krzyzowa/Kreisau, bekannt durch die Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis mit Helmuth James Graf von Moltke. Die Heilige Hedwig, Schutzheilige Schlesiens in Trebnica/Trebnitz schenkt uns Ruhe und neue Kräfte während dieser vielseitigen Vorbereitungsreise auf den Weltgebetstag 2005, dessen Liturgie christliche Frauen aus Polen verfasst haben. Natürlich stehen sie im Vordergrund, die vitalen polnischen Frauen... die Begegnung mit Frauengruppen unterschiedlicher christlicher Kirchen und vor allem mit den liebenswerten Frauen des polnischen Weltgebetstagskomitees schenken uns bereichernde Einblicke in die mühevolle und mutige Arbeit der Kirchen, Gemeinden und Projektgruppen. Mit ihren großen Sorgen und Problemen, aber einer mitreißenden Hoffnung gehören sie alle zu einer beherzten Suchbewegung. Wenn ich davon berichte, tanzt mein polnischer Engel vor Freude und Anerkennung auf und ab und intoniert eine dringende Einladung und ein herzliches Willkommen auf Wiedersehen in Polen! Foto: Gisela Bald Die berühmte Marienkirche in Krakau mit dem Marienaltar von Veit Stoß Gisela Bald Kulturgenuss in Breslau... innovative 7

8 Projekte/Aktionen Suche nach Wohnraum - bitte helfen Sie mit! contra Beratungs- und Koordinierungsstelle für Betroffene von Frauenhandel in Schleswig-Holstein Jozefa Paulsen, Claudia Franke Postfach 3520, Kiel Fon 0431/ /- 191 Fax 0431/ Herzlichen Glückwunsch! contra besteht 5 Jahre! Förderverein contra e.v. Unterstützen Sie die Arbeit von contra, werden Sie Mitglied im Förderverein contra e.v.. Mit nur 25 im Jahr sind Sie dabei wir freuen uns auch über einmalige Spenden. Näheres unter Fon 0431 / oder / (Christa Seger, Vorsitzende) Wir benötigen Ihre Hilfe, um den Frauen in unserer Beratung im Bedarfsfall schnell Wohnraum anbieten zu können. Der freie Wohnungsmarkt ermöglicht es uns als Mitarbeiterinnen von contra oftmals nicht, schnell geeignete Wohnungen für die Frauen zu finden. Wohnraum, den die Frauen dringend benötigen, um zur Ruhe kommen zu können und sich für die Zeit ihres Aufenthaltes eine Privatsphäre aufbauen zu können. Unser Anliegen Wir benötigen Kontakte zu Personen, die wir im Bedarfsfall zwecks Vermietung von Wohnraum anfragen können. Durch Ihre persönlichen/arbeitskontakte könnten Sie ggf. Verbindungen zu VermieterInnen/AnbieterInnen von Wohnraum haben/aufbauen und ihnen von unserem Anliegen erzählen. Was suchen wir? Möblierte Zimmer Preisgünstige Ferienapartments Schwesternwohnheime, in denen Einzelzimmer angemietet werden können Vakante Räume verschiedenster Einrichtungen (z.b. Dienstwohnungen oder Räume in Kirchengemeinden etc.) Dabei ist die Region, in der sich der Wohnraum befindet, zunächst einmal zweitrangig, da wir landesweit Frauen beraten und unterstützen, jede Region kann wichtig sein. Jedoch müssen wir leider sehr ländliche/dörfliche Orte ausschließen, da diese i.d.r. für die Situation der Frauen weniger gut geeignet sind. Größere Städte hingegen sind sehr gut geeignet. Ausstattung des Wohnraums In jedem Fall sollte der Wohnraum Toilette und Dusche beinhalten sowie eine Kochgelegenheit oder Küchennische. Sollte es sich um Wohnraum handeln, in dem Küche und Bad mit anderen MitbewohnerInnen zu teilen wären, so können wir diesen nur nutzen, wenn die anderen Mieter ausschließlich Frauen sind (z.b. Schwesternwohnheim). Sehr hilfreich wäre es, wenn der Wohnraum eine Grundausstattung bereits enthält: Küchenmöbel (bei Küche), Kochgelegenheit (ohne Küche), Möbel wie z.b. Bett, Tisch, Stuhl, Schrank Optimal wäre es, wenn auch bereits Kochgeschirr, Bettzeug, Gardinen etc. vorhanden wären Von weiterer Wichtigkeit wäre die Möglichkeit, Wäsche waschen zu können (Mitbenutzung einer Waschmaschine oder eigene Waschmaschine). Lage des Unterbringungsortes Um der Frau eine möglichst gute Anbindung an das soziale Umfeld zu ermöglichen, wäre es wichtig, dass eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel existiert Supermärkte, Apotheken, Ärzte etc. erreichbar bzw. verkehrsmäßig angebunden sind Freizeitmöglichkeiten erreichbar wären. Kosten Die Kosten für den Wohnraum werden in der Regel vom Sozialamt übernommen. Leider müssen wir uns deshalb auch an den geltenden Mietobergrenzen orientieren, die etwa bei 250 warm liegen. Im Einzelfall kann contra auch eine höhere Miete aus Spendenmitteln mitfinanzieren. Was müssten die VermieterInnen wissen? In jedem Fall muss eine Prüfung durch das Sozialamt erfolgen. Dafür ist es notwendig, dass der Frau ein Mietangebot (Kaltmiete, Heizung, Strom, qm, Kaution) aufgestellt wird. Erst aufgrund dieser Aufstellung wird das Sozialamt entscheiden. Die Regelung mit dem Sozialamt übernimmt contra. Außerdem sollten die VermieterInnen wissen, dass contra nur im Bedarfsfall bei ihnen nachfragen wird. Der Zeitpunkt der Anfrage richtet sich also nach dem Bedarf unserer beratenen Frauen. Was müsste contra noch wissen? Ist der Wohnraum nur langfristig oder auch kurzfristig anzumieten? Kann die Anonymität der Frauen und ihrer Adresse gewahrt bleiben? Handelt es sich um Wohnraum, der häufiger vermietet wird und somit eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass bei Anfrage etwas frei ist? (z.b. Ferienwohnung) wie oft ist Unterbringung/Nutzung möglich? Vielen Dank! Über Ihre Rückmeldungen freuen wir uns! Bitte rufen Sie uns an! Aktuelles, Seminare, Mutter-Kind-Kuren: 8 innovative

9 Farbige Bilder Nach vielen Jahren intensiver Mutter-Kind- Seminare im Nordelbischen Frauenwerk eine Laudatio auf Christa Schulz, gehalten bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand. Liebe Christa, die ersten Gedanken, die mir zu deinem Abschied aus dem Lübecker Frauenwerk kamen, waren verbunden mit Bildern - mit farbigen Bildern, auf denen manchmal schwarz dominierte, mit ausdrucksstarken Bildern in Bewegung, mit Bildern, die deine innere Bewegung ausdrücken. Das Malen als Ausdruck, wie wir die Welt erleben, als Ausdruck unserer Gefühle, als Auseinandersetzung und wieder neu Zusammensetzen unserer reichen Emotionen, die unser Leben ausmachen, hat unsere erste Begegnung herbeigeführt. Du weißt es sicher noch ebenso wie ich. Wir trafen uns auf der Farbmeditationstagung mit Ingrid Riedel und Verena Kast vor 24 Jahren: Eine große Gruppe Frauen, die nach Vorbildern, nach Lehrmeisterinnen suchten, wie Ingrid Riedel und Verena Kast es sind und die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten spirituellen Leben in Geborgenheit hatten. Sehnsucht nach einem Leben, in dem Frauenkulturen die Welt mitgestalten und heiler werden lassen. Am Anfang von allem ist die Sehnsucht, sagt Nelly Sachs. Und dass dich, Christa, die Sehnsucht nach Heilwerden treibt, als die habe ich dich kennen gelernt. Unsere Beziehung intensivierte sich, als wir uns als hauptamtliche, feministische Kirchenfrauen wiedertrafen. Gibt es irgendein Thema, das wir in den vielen Jahren der gemeinsamen Leitung der Mutter - Kind - Seminare nicht erforscht haben? Wir haben gemeinsam viele Lebensgeschichten von Frauen gehört und mitempfunden und mit ihnen nach Perspektiven und Orientierung für ihr Leben gesucht. Und wir haben viel von diesen Frauen gelernt. Wir Zwei sind verschieden und wir haben diese Verschiedenheit als wertvoll empfunden. Das Thema Affidamento, sich anvertrauen, oder wie weibliche Freiheit entsteht war auch ein Seminarthema und wir beide haben dieses Thema in unserer Beziehung gelebt. Ich habe deine Widerspenstigkeit, dein eigenständiges Denken, deine schöpferische Kraft und große Sensibilität sehr geschätzt und als Herausforderung empfunden. Und das ist gut so. Offensichtlich ist eine Anziehung zwischen uns da und Vertrauen, das uns immer wieder zusammenführte. Und ich finde, das soll so bleiben. Ich danke dir für die gemeinsame Zeit - Zeit zum Lachen, Zeit zum Weinen, wir haben sie miteinander geteilt. Zeit zum Lachen, Zeit zum Weinen heißt der Titel des Buches, das wir dir schenken möchten. Wegbegleiterinnen von Verena Kast haben es ihr zu ihrem 60. Geburtstag geschrieben und Ingrid Riedel hat es herausgegeben. So schließt sich der Kreis. Herzliche Grüße von den Kolleginnen aus dem Nordelbischen Frauenwerk, besonders von Marianne Lindenberg-Kauffeld. Sie hat mich gebeten, dir die Elly-Heuss-Knapp-Münze zu überreichen. Sei gesegnet, Christa! Renate Schulze-Schnoor Projekte/Aktionen Ganz Mutter. Ganz Frau. Ganz gesund. Es gibt kaum einen Beruf, der soviel Vielseitigkeit, Kompetenz, Phantasie, Vertrauen, Verantwortung und Mut verlangt, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, Jahr um Jahr. Was Mütter vollbringen ist großartig! Christina Rau, Schirmherrin Deutsches Müttergenesungswerk Haus- und Straßensammlung 2004 der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung/Müttergenesungswerk: Hamburg Mai Schleswig-Holstein Mai Material bekommen Sie bei Christina Sielaff, Nordelbisches Frauenwerk, Fon Du bist eine Künstlerin des Wortes und der Farben. Du verstehst es wunderbar, den Worten durch künstlerische Gestaltung und der Gestaltung durch Worte eine tiefe Bedeutung zu geben. Darin bist du mir Lehrmeisterin geworden. FrauenReisen und -Projekte: innovative 9

10 Projekte/Aktionen Sich in ihrem Leben gegenseitig zu beeinflussen, sich kritisch auseinander zu setzen, sich in Krisenzeiten beizustehen und auch Verrücktes miteinander zu unternehmen, dieses Verhalten zwischen Freundinnen setzt Achtsamkeit, Verlässlichkeit und Treue voraus. Renate Schulze-Schnoor Verena Kast: Die beste Freundin. Was Frauen aneinander haben. dtv, München 1995 ISBN ,- Andrea Schwartz (Hg.): Was du mir bedeutest Freundinnen Lardon Media AG, Berlin 2003 ISBN ,90 Busenfreundinnen Meine erste Busenfreundin fand ich mit 15 Jahren. Ich war mitten in der Pubertät, voller Zweifel und Unsicherheiten und erfüllt von großer Sehnsucht danach, erkannt und geliebt zu werden. Mein Elternhaus empfand ich als eng und spießig und ich wollte, möglichst sofort, raus aus meinem Leben. Und ich traf Maria. Sie hatte alles, was mir fehlte. Ich fühlte mich sofort zu ihr hingezogen und war glücklich, dass wir Freundinnen wurden. Diese Freundschaft ermöglichte mir einen wichtigen inneren Schritt machen zu können aus meinem Elternhaus hinaus. Das Andere und Fremde von Marias Welt faszinierte mich sehr. Ich vertraute mich Maria an, wir schütteten uns gegenseitig unser Herz aus. Eine Zeitlang waren wir unzertrennlich. Unsere Wege trennten sich, als ich meinen Heimatort verließ, um den nächsten Schritt in die Selbständigkeit zu gehen. Das Gefühl der Geborgenheit aber, das ich bei Maria erlebt habe und das Gefühl, mich ihr anvertrauen zu können, spürte ich wieder, als ich anfing, über Busenfreundinnen nachzudenken. Der Busen, die Mulde zwischen den Brüsten, als Sitz des Herzens und des Gefühls, ist der Ursprung dieses Begriffs. Mich am Busen einer Freundin auszuweinen, mich an ihrem Busen auszuruhen und mich geborgen zu fühlen, ist eine körperliche und emotionale Ebene zwischen besten Freundinnen. Frauen haben manchmal nicht nur eine Busenfreundin/beste Freundin, sondern mehrere. Und der Körperkontakt ist bei allen sicher nicht gleich intensiv. Bei der einen Freundin ist er leichter und selbstverständlicher als bei der anderen. Ich glaube, dass es keine so nahe Beziehung gibt, ohne auch die körperliche Nähe zu spüren. Ohne Körperkontakt ist kein tiefes Vertrauen möglich. Bei einer Freundin kann ich manchmal das bekommen, was mir seit meiner Kindheit gefehlt hat. Zärtlichkeit zwischen Freundinnen, die Zärtlichkeit meint und nicht eine Liebesbeziehung ist, kann aber auch eine erotische Komponente haben. Frauen suchen sich Freundinnen auch wegen der körperlichen Anziehung aus, weil ihnen die äußere Gestalt und die Ausstrahlung gefällt. Frauen finden Frauen auch schön. Und Frauen definieren selbst, wo sie Grenzen setzen in ihren Beziehungen und wo nicht. Das Gefühl, sich zumuten zu können, ohne eine Zumutung zu sein, kann wachsen. Und Wachstum braucht Pflege und Zeit - Beziehungszeit nennt Verena Kast das in ihrem Buch Die beste Freundin - was Frauen aneinander haben. Sich in ihrem Leben gegenseitig zu beeinflussen, sich kritisch auseinander zu setzen, sich in Krisenzeiten beizustehen und auch Verrücktes miteinander zu unternehmen, dieses Verhalten zwischen Freundinnen setzt Achtsamkeit, Verlässlichkeit und Treue voraus. Um zu einer eigenen, nicht abgeleiteten, Identität zu kommen, brauchen Frauen eine Frauenbeziehungskultur. Aber nicht nur die weibliche Identität wird durch Frauenfreundschaften geprägt. Die Werte, die in ihnen gelebt werden, können Maßstäbe für eine Beziehungskultur in unserer Gesellschaft sein. Immer noch wird Frauenkultur als Kuschelecke, Kaffeeklatsch und Weiberkram entwertet. Aber die Gesellschaft verlässt sich darauf, das Frauen die Beziehungsarbeit leisten. Diese Kultur der Solidarität wird in engen Frauenfreundschaften gelebt, mit allen Schwierigkeiten, die in jeder nahen Beziehung auftreten und Frauen tragen so ganz selbstverständlich zu einer wertvollen Beziehungskultur bei. Und es ist eine Form weiblicher Lebenskunst, Busenfreundinnen zu finden und ihnen Priorität in unserem Leben einzuräumen. Ich finde es wunderbar, sie zu haben und eine zu sein. Renate Schulze-Schnoor 10 innovative

11 Gender anders Gender Mainstreaming ein interessantes Verfahren. Haben Sie auch Schwierigkeiten mit diesem Wort? Es gibt im Deutschen leider kein besseres. Gender soll in den mainstream kommen, d.h. Fragen und ihre Auswirkungen auf die Geschlechter sollen bei allen Entscheidungen bedacht werden. Im Englischen bedeutet sex das biologische Geschlecht, gender hingegen die sozialen Rollenzuweisungen und darum geht es. Warum ist es z.b. so, dass, wenn in m Höhe eine weibliche Stimme aus dem Cockpit kommt, 95 % der Passagiere denken: Hoffentlich kommen wir heil an!. Die Rollenzuweisung dahinter heißt: Männer können Piloten sein, Frauen nicht. Und die wird hinterfragt. Oder Beispiele aus dem kirchlichen Kontext: Wieso kommen zum Kindergottesdienst vorwiegend Mädchen bzw. zum Gottesdienst vorwiegend Frauen woran liegt das? Müssen andere Konzepte entwickelt werden? Wie sieht die Genderfrage in der Seelsorge aus? Etc. Die Synode der Nordelbischen Kirche hat nach einem interessanten Vortrag von Dr. Peter Döge (Institut für anwendungsorientierte Innovationsund Zukunftsforschung) beschlossen, Gender Mainstreaming (GM) in einem Stufen-Modell bis 2010 einzuführen. Nach Datenerhebung in Gemeinden, Kirchenkreisen und Diensten und Werken wird es u.a. Modellprojekte geben und Fortbildungen zur Genderkompetenz. Ziel des GM ist es, alle Entscheidungen auf ihre Auswirkungen auf Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen zu überprüfen. Hierbei geht es um eine Chancen-Gleichheitsprüfung. GM wurde bereits 1997 im Amsterdamer Vertrag für alle Mitgliedsstaaten der EU verbindlich festgelegt. GM bedeutet gleichwertige Vielfalt. Schon Elisabeth Selbert, eine der Mütter des Grundgesetzes, sagte: Es ist ein grundlegender Irrtum, bei der Gleichberechtigung von Gleichheit auszugehen. Die Gleichberechtigung baut auf der Gleichwertigkeit auf, die Andersartigkeit anerkennt. (zitiert nach P. Döge). Fifty/Fifty Alles teilen - alle gewinnen! Zum Mitmachen für alle Frauen im Land! Vielversprechende Kampagne des Landesfrauenrates Schleswig-Holstein. Am 21. März startete der Landesfrauenrat Schleswig-Holstein (LFR) gemeinsam mit all seinen Mitgliedsverbänden (Landessportverband, Gleichstellungsbeauftragte, AWO, Sozialdienst kath. Frauen, DPWV, Dt. Ärztinnenbund, Dt. Hausfrauenbund, DRK, Diakonisches Werk, Landesjugendring, Frauenverbände der Parteien, Hebammenverband, Nordelbisches Frauenwerk u.a.) eine einmalige Fundraising-Kampagne: Fifty/Fitfty wir teilen alles alle gewinnen! Die Idee: Jede Frau spendet einen Euro (natürlich gern auch mehr), 50% des so eingenommenen Geldes geht an den LFR, 50% behält der jeweilige Verband. Neben dem finanziellen Effekt bietet diese Aktion die Möglichkeit, die Stimme der Frauen in Schleswig-Holstein zu Gehör zu bringen der LFR übernimmt mit MedienpartnerInnen die begleitende Öffentlichkeitsarbeit. Diese Kampagne soll bis zum Frühjahr 2005 laufen. Wir im Nordelbischen Frauenwerk bitten Sie also, einen Euro (oder mehr) zu spenden Informationsflyer gibt es in Ihrem Kirchenkreis-Frauenwerk oder direkt bei uns (Fon ). Die 50 %, die uns nach Abschluss der Kampagne zustehen, werden wir den Kirchenkreis-Frauenwerken für Projekte zur Verfügung stellen, d.h. Sie haben vor Ort direkt gut davon! Annette Pawelitzki Projekte/Aktionen Gleichstellungs- und Genderbeauftragte der Nordelbischen Kirche: Ingeborg Kerssenfischer Fon Dort bekommen Sie z.b. auch den Zahlenspiegel mit Auskünften, wie viele Frauen/Männer in den KVs, KKVs und Synoden vertreten sind. Annette Pawelitzki Besuchen Sie uns im Internet: innovative 11

12 Projekte/Aktionen Gender Mainstreaming ist keine Alternative zu Frauenpolitik und Frauenförderung, sondern eine Ergänzung! Heidemarie Thiele Gleichstellung im Bildungsbereich Für zwei Tage im November 2003 war ich Teilnehmerin der GEW-Konferenz in Magdeburg zum Thema: Aktiv für eine wirksame Landesgleichstellungspolitik. Der GEW-Vorstandsbereich Frauenpolitik hatte eingeladen zur Politik und Praxis der Geschlechter im Bildungsbereich. Es ging um Bestandsaufnahme und Perspektiventwicklung. Durchgängig feststellbar: Die Gleichstellungspraxis ist allerorten von Einsparungen und Abbau betroffen, sei es in Schulen, Kommunen, in Landes- oder Bundesbehörden. Gender Mainstreaming wird nicht mit Gleichstellungspolitik in Beziehung gesetzt, sondern oft als Parole auf die Fahnen einer fortschrittlichen Entwicklung geschrieben, bei der Männer nicht außen vor sind. Abhilfe: Aufstiegsmöglichkeiten an allen Schultypen durchsetzen. Ganz wichtig: Gleichstellungspolitik bleibt nötig gerade auch vor dem Hintergrund von Gender Mainstreaming. Geschlechtergerechtere Arbeitszeitmodelle: Zielformulierungen und Leistungsvereinbarungen treffen, paritätische Zusammensetzung von Gremien (Geschlecht, Schulform, Voll-/Teilzeit). Obligatorische Gender - Trainings für EntscheidungsträgerInnen. Wirkung von Frauenförderplänen (FFPl): Verbindlichkeit von FFPls in Richtung Ergebnisorientierung erhöhen. Sanktionen (insb. finanzielle) einführen bei Nichteinhaltung. Ein Schwerpunkt lag bei dieser GEW-Konferenz verständlicherweise auf dem Praxisfeld Schule. Trotzdem wurde deutlich, dass die Zukunft für eine wirksame Gleichstellungspolitik in einer breiten Vernetzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche und Ebenen liegt. Von Vorteil war daher auf dieser Konferenz, dass Frauen und einige Männer aus anderen Arbeitsbereichen ihre Erfahrungen einbrachten. So interessierte in vielen Gesprächen durchaus, was ich als kirchliche Erwachsenenbildnerin und GEW-Frau beitragen konnte. Ein Ausschnitt aus der Dokumentation der Open-space-Ergebnisse zum Thema Handlungskonzepte für eine bessere Gleichstellungspolitik und praxis zeigt Perspektiven auf, wie ich finde über die GEW hinaus: Zusammenarbeit Personalrat und Gleichstellungsbeauftragte: Bessere Kooperation ist dringend notwendig. Selbständige Schule und Ansprechpartnerin/ Gleichstellungsbeauftragte: Kompetenzerweiterung der Arbeit von Gleichstellungs- oder auch Genderbeauftragten sowie Vernetzung ist erforderlich. Strategien gegen den Trend zur Abschaffung von Gleichstellungsbeauftragten auf allen Ebenen: GEW-Frauen sollten initiativ werden hinsichtlich Vernetzung von Gleichstellungsbeauftragten aller Bereiche, mit Frauenorganisationen, -häusern, Landesfrauenräten, Fortbildung und Schulung. Keine Finanzmittel für Maßnahmen ohne nachweisliches Gender Mainstreaming! Ist Gleichstellungspolitik oder die Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten möglich ohne Gender Mainstreaming (GM)? GM bedeutet, die Geschlechterfrage in den Mainstream einzubringen und ihn damit zu verändern. Kritische Fragen: Wer profitiert davon, wenn Frauenbeauftragte und Frauenpolitik durch GM in Frage gestellt werden? Ist unsere Gesellschaft schon reif für GM? Zukünftig: Verantwortliche WächterInnnen mit Gender-Kompetenz benennen (derzeit leisten dies die Frauenstrukturen!). Fazit der GEW-Konferenz: Gender Mainstreaming ist keine Alternative zu Frauenpolitik und Frauenförderung, sondern eine Ergänzung! Heidemarie Thiele Gleichstellung vor dem Hintergrund der Feminisierung des LehrerInnen-Berufs: Ist-Stand: Anhaltender Trend: je jünger die SchülerInnen, desto mehr Lehrerinnen, desto schlechtere Bezahlung, desto geringere Anerkennung des Berufs. Aktuelles, Seminare, Mutter-Kind-Kuren: 12 innovative

13 Nun gibt es ihn, den Nordelbischen Bildungsserver: Unter finden sich ganz viele Bildungs- und Fortbildungsangebote. Einfach einen Begriff eingeben und entsprechende Veranstaltungen suchen lassen! Performance Am FR, 7. Mai findet um Uhr in der St. Johannis-Kirche Altona (Max-Brauer-Allee) im Zuge eines Gottesdienstes noch einmal die Performance Spiegelscherben statt anlässlich der Ausstellung Was sehen Sie, Frau Lot? Eine künstlerische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen. Diese Performance gab es in Kiel bereits zweimal im Sommer Die Ausstellung in Altona ist zu sehen vom 29. April Mai, mit vielen Begleitangeboten. Das Programm ist zu bekommen bei patchwork, Fon 040/ oder im Ev. Frauenwerk Altona, Fon 040/ Ideen-Buch 16 Jahre Gottesdienste in Nordelbien für eine gerechte Gemeinschaft von Frauen und Männern. Nun erscheint das Buch dazu mit vielen kreativen Impulsen zur Gottesdienstgestaltung. Das Buch macht Lust, neue Gottesdienste zu entwickeln, es wendet sich besonders auch an Ehrenamtliche. Ab ca. Juni ist dieses Werkbuch mit einem Geleitwort von Bischöfin Maria Jepsen - im Nordelbischen Frauenwerk zu bekommen (Preis stand bei Drucklegung noch nicht fest). Irmgard Busemann, Gundula Döring, Renate Gresens, Ulrike Schierenberg: Gemeinsam auf dem Weg... Neues erleben. Gottesdienste feiern ein Handbuch, Hamburg Kirchentag Wenn dein Kind dich morgen fragt... unter diesem Motto aus dem 5. Buch Mose findet vom Mai 2005 der Deutsche Ev. Kirchentag in Hannover statt. Mehr unter Projekte/Aktionen Besuchen Sie das Frauenportal der Nordelbischen Kirche: innovative 13

14 Interview Engagiert und genau Es ist sehr schön, wenn wir drei Bischöfinnen eine Position gemeinsam vertreten, dann ist gewährleistet, dass ca % der Frauen hinter uns stehen. Bischöfin Maria Jepsen Maria Jepsen (*1945) Bischöfin für den Sprengel Hamburg Mit weitem Blick... Fotos: Boris Rostami Bischöfin Maria Jepsen im Gespräch mit Annette Pawelitzki über Reformen, den Reiz des Bischöfinamtes, Leitungsstile, Hierarchien, Vorbilder und den Webstuhl. Wie schön, dass Sie Zeit für dieses Gespräch haben - müssen Sie viele Anfragen absagen? Ich muss sehr genau aufpassen, was ich wahrnehme. Wenn ich das Gefühl habe, das könnte auch jemand anderes machen oder ich habe nicht genug Zeit, dann sage ich ab, aber Fragen, die inhaltlicher Art sind, versuche ich immer wahrzunehmen. Wie sieht ihr Tagesablauf aus? In Ruhe frühstücken und die Zeitungen lesen, dann Losung und Lehrtext lesen. Ich bin immer froh, wenn ich erst um 10 Uhr aus dem Haus muss, weil ich dann schon Vieles bearbeitet habe. Dann sind bis ca. 20 Uhr Gespräche, Sitzungen und Termine. Bis 22 Uhr bin ich dann noch am Schreibtisch. Nur der Sonntag ist anders. Am Sonntag habe ich nur einen Termin, denn ich will den Sonntag heiligen. Sie waren die erste lutherische Bischöfin war das etwas Besonderes für Sie? Ich konnte nicht alle Erwartungen erfüllen, es waren zu viele. Es ist entlastend, dass bald schon weltweit Bischöfinnen gewählt wurden und wir in Deutschland seit drei Jahren zu dritt sind. Wir sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Positionen. Es ist sehr schön, wenn wir drei Bischöfinnen eine Position gemeinsam vertreten, dann ist gewährleistet, dass ca % der Frauen hinter uns stehen. Welchen Reiz hat das Bischöfinamt für Sie? Es hat den Reiz, sehr unterschiedlichen Menschen zu begegnen. Ich habe den Freiraum, vieles wahrzunehmen, werde eingeladen, in Kirche und Gesellschaft, in die unterschiedlichsten Bereiche. Sehr schön sind die verschiedenen Gottesdienste, die ich feiern kann. Für mich ist der Gottesdienst gegen Gewalt an Frauen der eindringlichste gewesen in den letzten Jahren. Zu spüren, dass Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ähnliche Erfahrungen machen, ob es eine Prostituierte in St. Georg ist, die darunter leidet, wie sie als Frau gesehen wird oder eine andere, die ganz anders lebt und Ähnliches erfährt an Leid und vor allem an Zuspruch und Ermutigung aus dem Glauben. Meinen Sie, dass Sie als Bischöfin Ihr Amt anders ausfüllen? Ich versuche, mit viel Partizipation Kirche zu leiten. Ich habe bestimmte Arbeitsbereiche, die ich immer mit anderen durchspreche, auch in der regelmäßigen MitarbeiterInnenrunde. Ich lese sehr gründlich Protokolle und frage nach. Ich lasse mich nicht so schnell abwimmeln. Und ich habe das Glück, einen Mann zu haben, der mitmacht, der sein eigenes Leben führt, der Verständnis hat und mich kritisch befragt, wenn ich zu angepasst bin. Sie hatten drei Jahre den Vorsitz der Kirchenleitung. Was ist das für ein Gefühl, den jetzt abgegeben zu haben? Wunderschön! Ich hatte gern den Vorsitz, aber jetzt habe ich mehr Freiraum, Hamburger Probleme einzubringen, ich kann mehr Position beziehen, habe auch wieder mehr Zeit für die Dienste und Werke und Gemeinden. Ich freue mich schon darauf, nun aus zweiter bzw. dritter Reihe meine Erfahrung einzubringen. Was war für Sie in den drei Jahren das Wichtigste? Das Wichtigste ist der Beginn der Strukturreform. Das ist nicht meine Stärke und auch nicht meine Vorliebe. Aber ich sehe sehr wohl auch die inhaltliche Seite. Wie kommen wir durch diese Krise? Wie kann unsere Kirche lebendiger und klarer sein? Es ist eine Not, gerade wenn Bereiche aufgegeben werden müssen, aber auch eine Chance, Neues zu gestalten. Mein Leitbild ist Mirjam, die nach der Sklaverei in Ägypten ein Freudenlied singt und mit den Frauen loszieht. Diesen Aufbruch mag ich. Wir sind viele und werden etwas Gutes bewirken. Wie sind Sie aufgewachsen? Ich bin, obwohl vieles nicht einfach war, behütet aufgewachsen. Meine Eltern haben sich, als ich sechs Jahre alt war, scheiden lassen, meine Mutter war dann quasi alleinerziehend mit voller Berufstätigkeit. Ich bin aus damals kindlicher Sicht im Wohlstand aufgewachsen, aber es war auch so, dass wir Kartoffeln sammelten, weil wir etwas zum Essen brauchten. Ich war nicht ganz einfach, eher dickköpfig. Ich habe gelernt, mich zu streiten mit den drei älteren Geschwistern, Kindergottesdienst war selbstverständlich. Zuhause haben wir jeden Sonntag einen Choral gesungen und wenn wir den Text nicht auswendig konnten, 14 innovative

15 mussten wir nachlernen. Davon profitiere ich heute ungemein. Ich singe sehr gern, über Melodien und Texte ist mir vieles mitgegeben. Haben Sie Vorbilder? Das ist mir erst spät deutlich geworden: Meine Mutter und meine Großmutter in ihrer Eigenständigkeit. Sie haben Verantwortung in Gesellschaft und Kirche übernommen, obwohl das in den 30iger Jahren sicher gar nicht einfach war. Eigenwillig und hilfsbereit, das sind meine Vorbilder gewesen. Und es sind Frauen in der Bibel: Mirjam, aber auch andere Frauen, die ich über die Dekade Solidarität der Kirche mit den Frauen das erste Mal als ältere Schwestern oder Freundinnen wahrgenommen habe. Da ist die bittende Witwe, die immer wieder klopft, oder die salbende Frau - die macht mir zu schaffen, so großzügig. Das ist eine Frau, von der kann ich noch viel lernen, die lässt mich nicht los. Wir sind mitten im Reformprozess, was würden Sie gerne reformieren? Ich halte viel von einer klaren Hierarchie, um mehr Zuordnung zu schaffen. Zur Zeit werden bestimmte Fragen von 27 Ausschüssen bedacht. Kürzere Wege, mehr Vertrauen in Delegation sind vonnöten. Ich würde gern die drei Sprengel mit den drei Bischofspersonen erhalten, aber es muss auch dort für die Hauptleitungsfragen Nordelbiens mehr Zeit geben. Wir müssten wahrscheinlich die Sprengel anders schneiden, ein Sprengel müsste kleiner sein, verbunden mit der Leitung. Ähnliches gilt auch für Kirchenkreise und Dienste und Werke. Wir müssten Verwaltungsleute haben, die uns von Vielem entlasten. Wir müssen in der Reformfrage unsere Kompetenzen an den richtigen Stellen nutzen, da ist eine Menge durchzuforsten. Kirchenleitende Gremien müssten sich viel stärker inhaltlichen Fragen zuwenden. Eigenwillig und hilfsbereit, das sind meine Vorbilder gewesen. Bischöfin Maria Jepsen Interview Sie waren vor Jahren Mitglied in der Visitationskommission des Nordelbischen Frauenwerkes und haben sich damals schon für Frauenfragen interessiert. In dieser Visitationsgruppe habe ich die Frauenfrage erst entdeckt. Ich habe gemerkt, wie viel Benachteiligung es für Frauen gibt und welche Begabungen Frauen haben, ob in neuen Liturgien oder in Auseinandersetzung mit feministischer Theologie. Das hat meinen Blick unglaublich geweitet und mich damals so geprägt, dass mir seitdem Frauenarbeit sehr wertvoll ist. Frauen brauchen eigene Räume. Ich halte z.b. viel von Frauentreffen auf Synoden, wo manches aus anderer Sicht besprochen wird. Wir brauchen immer noch Frauenförderung - durch Gendermainstreaming ist das nicht aufgehoben. Ich merke bei Besetzungsverfahren, wie schnell gefragt wird: Kann die Frau das mit drei Kindern schaffen?! Bei Männern kommt diese Frage nicht, da ist es eher eine Auszeichnung, drei Kinder zu haben. Teilzeitstellen werden immer noch eher Frauen angeboten. Wir sind noch längst nicht flexibel genug in Arbeitszeiten. Auch in unserer theologischen Ausbildung sollten Themen stärker aus Frauensicht betrachtet werden, denn jüngere Frauen sind wieder angepasster, oft farbloser. Ich möchte gerne, dass das, was wir erreicht haben - es war ein langer Sprung vom Mittelalter bis heute erhalten bleibt. Wir sind weiter als vor 15 Jahren, aber so sehr viel weiter auch noch nicht. Die Buntheit soll nicht grau werden. Was mögen Sie an sich? Meine Neugierde ich interessiere mich für Vieles. Dass ich Lust habe, etwas zu tun, das nicht unbedingt sein muss. Und dass ich mich gern überraschen lasse. Sie fahren täglich von einem Termin zum anderen, kommt die Seele hinterher? Manchmal ist es schwierig. Zum Glück habe ich einen Fahrer. Im Auto kann ich mich gut auf Termine vorbereiten. Es gibt Zeiten, wo es zuviel ist. Dann streikt mein Körper. Dann muss ich spazieren gehen, zu mir kommen, in Ruhe am Schreibtisch sein. Ich habe glücklicherweise einen Körper, der sich rechtzeitig meldet - ich brauche dann einfach Schlaf oder eine Pause. Wo schöpfen Sie Kraft? Auf Spaziergängen, bei Begegnungen, die wunderschön sind, Feiern, Festen in den Gemeinden. Und ganz privat: Zu Hause zu sein, mit meinem Mann einen Spaziergang zu machen, mich zu unterhalten, wenn ich nach Hause komme, noch mit meinem Mann zusammen zu sitzen, das brauche ich. Wenn Sie viel Zeit hätten, was würden Sie dann am liebsten tun? Ich würde gern an meinem Webstuhl sitzen, mal wieder etwas weben. Der guckt mich oft an und denkt: Na, komme ich mal wieder dran?! Herzlichen Dank für dieses Gespräch!... Position beziehen. Bisher wurden interviewt: Annette Hillebrand Dr. Frauke Hansen-Dix Ursula Schele Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter Margrit Semmler Franziska Steiof Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau Edelgard Lessing Elisabeth Lingner Elsbeth Süßebecker FrauenReisen und -Projekte: innovative 15

16 Von Personen Gern hätte ich gleich losgelegt... Kerstin Möller neue Leiterin des Nordelbischen Frauenwerkes Kerstin Möller Foto: Bernd J. Naumann Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Dieses biblische Wort stand und steht über meinem Woher und Wohin. Woher ich komme? Aus der Paulusgemeinde in Flensburg, in der ich neun Jahre lang sehr gerne meinen Dienst getan habe. Wir haben einfach gut zueinander gepasst, so hat es eine Frau zu meinem Abschied ausgedrückt, wir als Gemeinde und Sie als Pastorin. Ich kann dem nur aus vollem Herzen zustimmen. Ich bin dankbar für den großen Reichtum dieses miteinander Gehens, und das schließt sowohl die vielen schönen Erfahrungen und Momente ein als auch die schweren und traurigen. Zugleich komme ich aus dem Kirchenkreis Flensburg, in dem ich mich in unterschiedlichen Zusammenhängen in Strukturund Finanzfragen sowie in den verschiedenen Bereichen des Themas Gerechtigkeit engagiert habe. Wo mein Herz schlägt? Ich liebe es dort zu sein, wo Menschen singen und tanzen. Ich bin neugierig auf neue Menschen und Welten. Mein Herz schlägt für die Ökumene und meine erste Liebe ist Afrika, in dessen äußerstem Süden ich ein Jahr leben und arbeiten durfte. Richtig in Wallung gerät mein Herz bei Fragen der Gerechtigkeit, wenn auf Kosten der Schwachen, derer, die keine Stimme haben, gehandelt und gelebt wird. Ich mag es sehr, wenn Menschen ehrlich sind und deutlich ihre eigene Meinung vertreten. Ich diskutiere gern und manchmal streite ich auch gern. Was mich geprägt hat? Grundlegend hat mich das Vertrauen geprägt, das mir meine Eltern entgegengebracht haben, trotz alledem. Wichtig waren für mich die Erfahrungen der Friedensbewegung und der Kirchentage, mein Engagement in der Anti-Apartheid-Bewegung und dann vor allem meine Zeit in Südafrika. Sie hat meine Spiritualität verändert, meine Theologie geformt und meinen Glauben gestärkt. Ich habe gelernt, zu feiern - auch in schwierigen Situationen, wachsam zu sein, dass ich meine innere Freiheit nicht verliere und für meinen Glauben einzustehen. Allerdings: Mit meiner Energie und Begeisterungsfähigkeit bin ich oft zu schnell und schieße über das Ziel hinaus, und dann ist es gut, mich zu bremsen. Ich bin manchmal nicht geduldig genug und so war die lange Wartezeit bis zu meinem Dienstbeginn nicht gerade einfach für mich. Zu gern hätte ich gleich losgelegt... Was ich nicht mag? Wenn ich belogen werde und wenn man mir nicht vertraut. Ansonsten kann ich, denke ich jedenfalls, mit vielem leben. Wohin ich gehe? Das weiß ich noch nicht so genau, zum Glück! Was ich bisher wahrgenommen habe, das ist viel Warmherzigkeit und Offenheit von Seiten der Mitarbeitenden im Frauenwerk, eine große Transparenz und Klarheit in Entscheidungen und Strukturen und jede Menge Engagement, - und alles drei gefällt mir richtig gut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit auf den unterschiedlichen Ebenen, auf die Entdeckung neuer Themen und Arbeitsgebiete. Ich bin gespannt auf die vielen neuen Menschen, die ich kennen lernen werde. Ich freue mich auf die gemeinsamen strukturellen und inhaltlichen Überlegungen für die Zukunft der Frauenarbeit in Nordelbien. Einbringen möchte ich dabei mein Herz für Ökumene und meinen Blick für die unterschiedlichen Generationen und Lebenssituationen. In meinem Reisegepäck habe ich viele Segensworte und -bilder, die mir von den Menschen in meiner Gemeinde mit auf den Weg in meine neue Arbeit im Frauenwerk gegeben wurden. Ich bin sicher, dass sie hier ihre Kraft entfalten werden! Kerstin Möller Besuchen Sie uns im Internet: 16 innovative

17 Frauensynode mit neuem Vorstand Von Personen Die Nordelbische AG für Frauenarbeit (NAG), die Frauensynode hat für sechs Jahre einen neuen Vorstand gewählt: Erdmute Eisner (Vorsitzende), Ute Morgenroth und Maren Reichardt-Jochims. Erdmute Eisner Im November wurde ich von der NAG in den Vorstand gewählt und möchte mich hiermit kurz vorstellen. Ich bin Pastorin und habe 25 Jahre als Gemeindepastorin gearbeitet. Seit 1995 lebe ich im Ruhestand und seitdem spielt das Ev. Frauenwerk für mich eine ganz große Rolle. Auch in der Zeit in der Gemeinde war ich der Frauenarbeit verbunden: In der ersten Gemeinde (Ahrensburg) war ich mit beteiligt an der Leitung von zwei Frauengruppen, der Weltgebetstag und der Weltgebetstag für Kinder lagen mir am Herzen und in Schleswig gehörte ich zum Beirat des Kirchenkreis-Frauenwerkes. Doch ohne Amt in der Gemeinde begann eine neue Phase: Die Begegnung mit den vielen Frauen war viel offener, bestimmt von Nähe, Vertrauen und Wertschätzung. Ich habe so viele spannende Sachen in der Frauenarbeit erlebt und gelernt. Der NAG und auch dem Geschäftsführenden Ausschuss des Nordelbischen Frauenwerkes gehöre ich jetzt bereits in der zweiten Periode an. Mich lockt daran, zusammen mit den Frauen und all ihren verschiedenen Fähigkeiten Kirche für Frauen zu gestalten, auf die Erfahrungen anderer zu hören und durch Information und Begegnung auch den Blick über die Grenzen meiner Welt und meiner Kirche tun zu können. Ute Morgenroth Seit Oktober 1996 leite ich das Ev. Frauenwerk Flensburg. 23,1 Stunden stehen mir bezahlt zur Verfügung, und seit dem 1. Okt. entfallen davon ca. 4 Wochenstunden auf die Geschäftsführung des Seniorenforums im Kirchenkreis. Mein dritter Arbeitsbereich ist das Steuerfach, also ein außerkirchlicher Bereich. Herausfordernd ist die zeitliche und räumliche Abstimmung aller drei Bereiche. Mein kirchlicher Weg ist geprägt von vielen Jahren ehrenamtlicher Tätigkeiten: Ende der 70er Jahre engagierte ich mich in verschiedenen entwicklungspolitischen Zusammenhängen und Anfang der 90er in der friedenspolitischen Frauenarbeit. Dazwischen lagen die 80er mit einem abgebrochenen Theologiestudium, dem Beginn einer Ausbildung zur Steuerfachgehilfin und einer Phase der kirchlichen Distanz. Die nordelbienweite Diskussion zum Thema Lebensformen brachte mich in das Flensburger Frauenwerk und ermöglichte mir wieder einen Zugang zur Kirche: Gottesdienste, Seminare und Beiratsarbeit all dies habe ich gerne wahrgenommen bzw. mitgestaltet. Die NAG habe ich erst nach meinem Wechsel in die Hauptamtlichkeit bewusst wahrgenommen. Die hervorragende Vernetzung der nordelbischen Frauenarbeit hatte ich zwar bereits vorher kennen gelernt, doch erst jetzt verstand ich, welch gute Struktur hinter diesem funktionierendem Netzwerk steckte. Im Flensburger Frauenwerk hatte mit meinem Arbeitsbeginn ein Generationenwechsel stattgefunden. Ich sah die Verantwortung, die uns jüngeren Frauen zufiel, wenn wir diese seit Jahrzehnten gewachsenen Strukturen erhalten wollten. Das war ein Grund für mich, im November 1997 für den NAG-Vorstand zu kandidieren. Es folgten sechs lehrreiche, spannende und ereignisreiche Jahre in diesem ehrenamtlichen Gremium und habe gern noch einmal ja zu einer Kandidatur gesagt. Ich wollte gerne meine guten Erfahrungen aus sechs Jahren Vorstandsarbeit in diese neue Legislaturperiode einbringen, die uns als nordelbische Frauensynode mit Sicherheit Foto: Annette Pawelitzki Der neue Vorstand (v.l.): Erdmute Eisner, Ute Morgenroth, Maren Reichardt- Jochims innovative 17

18 Von Personen viele schwierige Entscheidungen abfordern wird. Bewegt hat mich das klare Votum der neu zusammen gesetzten NAG für meine weitere Amtszeit, und ich will versuchen, dem gemeinsam mit meinen beiden Kolleginnen im Vorstand gerecht zu werden. Maren Reichardt-Jochims Der Weltgebetstag hat in meinem Leben einen festen Platz. Schon als Jugendliche habe ich mich dort engagiert. Hierüber bin ich zu meiner Mitarbeit im Frauenwerk Norderdithmarschen gekommen. Auch der Friedengruppe Pax Vobiscum in meiner Kirchengemeinde Wesselburen gehöre ich an. Wir setzen uns mit dem Thema Frieden in all seinen Facetten auseinander und bringen dieses Thema in die Öffentlichkeit ein, z.b. durch Workshops, Vorträge und Gottesdienste wurde ich von meiner Kirchengemeinde als Delegierte in die Arbeitsgemeinschaft für Frauenarbeit entsandt. Die Frauen dort wählten mich in den Beirat des Frauenwerkes und über den Beirat wurde ich Mitglied der NAG. Beruflich habe ich gar nichts mit Kirche zu tun. Ich habe Architektur studiert und 12 Jahre freiberuflich als selbständige Architektin gearbeitet. Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung und privater Veränderungen habe ich mich entschieden, einen neuen Beruf zu erlernen. Im Oktober 2002 habe ich eine dreijährige Ausbildung zur Ergotherapeutin begonnen. 90. Geburtstag Die langjährige Leiterin des Frauenwerkes, Pastorin Annemarie Grosch, wird am 3. Juli Jahre alt feierte sie ihr 60. Ordinations-Jubiläum, sie gehört zu den ersten ordinierten Theologinnen in Deutschland und wurde in der Bekennenden Kirche ausgebildet bis 1977 leitete sie das schleswig-holsteinische bzw. Nordelbische Frauenwerk. Bischof Wester, der sie damals einstellte, sagte: Geben Sie der Frauenarbeit ein Gesicht! (so auch der Titel der Festschrift anlässlich ihres 70. Geburtstages). Und das hat Annemarie Grosch getan: In der Bildungsarbeit, der Müttergenesungsarbeit, dem Aufbau der Mütterschulen (Familienbildungsstätten) mit anspruchsvollen Bibelarbeiten und dem Aufgreifen brisanter tagespolitischer Fragen, mit Verhandlungsgeschick und Gremienerfahrung war sie eine profilierte Persönlichkeit und hat das Frauenwerk geprägt. Wir wünschen Annemarie Grosch, dass Gottes Segen sie begleiten und stützen möge. Auszeichnung Cythia Lies, Vize-Präsidentin der Nordelbischen Synode, wurde für ihr Engagement in der Frauenarbeit und der Ökumene mit der Bugenhagen- Medaille geehrt. Diese Medaille ist die höchste Auszeichnung, welche die Nordelbische Kirche an Ehrenamtliche verleiht. In meiner Heimatgemeinde Wesselburener Deichhausen engagiere ich mich ebenfalls ehrenamtlich, von 1998 bis 2003 war ich dort Bürgermeisterin. Bei dieser Tätigkeit habe ich Erfahrungen in der Gremienarbeit sammeln können. Und wenn ich mal eine Pause möchte, dann wandere ich mit meinen Hund durch die Landschaft und ich tanke unter Gottes weitem Himmel, der mir in der Marsch an der Westküste Schleswig- Holsteins besonders unendlich scheint, neue Kraft. Auf die Arbeit in der NAG freue ich mich. Der Reformprozess und die anstehenden Strukturveränderungen bieten neben den Verunsicherungen und Ängsten auch einen neuen Anfang mit Chancen und Möglichkeiten. Gemeinsam mit anderen Frauen möchte ich daran mitwirken. Neue Kirchenleitung Im Februar hat die Nordelbische Synode die neue Kirchenleitung gewählt: Dr. Friedrich August Bonde (Landgerichtspräsident i.r. Bordesholm), Rüdiger von der Goltz (Unternehmensberater, Glücksburg), Elisabeth Lingner (Senatsdirektorin i.r. Hamburg), Annette Pawelitzki (Dipl.-Päd., Nordelbisches Frauenwerk, Kiel), Christina Reiland (Richterin, Hamburg), Bernd Rickert (Lehrer, Hamburg), Joachim Schiemann (Oberst a.d., Boostedt), Margrit Semmler (Lehrerin, Flensburg), Annegrethe Stoltenberg (Landespastorin, Diakonisches Werk Hamburg), Gerhard Ulrich (Propst, Kirchenkreis Angeln). Aktuelles, Seminare, Mutter-Kind-Kuren: 18 innovative

19 Kostbar der Herzschlag jeder Minute... Facetten des Zwei-Jahresthemas der Frauenarbeit in Nordelbien Hintergrund So viel Kostbares und zu Herzen gehendes (s. auch Artikel über Busenfreundinnen S. 10) - hier einige stark gekürzte Überlegungen. Längere Artikel zu jedem dieser Aspekte können Sie bei uns bekommen, Fon Auf ihr Herz werde ich sie schreiben Ich werde meine Weisung in ihr Inneres legen und auf ihr Herz werde ich sie schreiben und dann werde ich für sie Gott sein und sie werden für mich Volk sein! So beschreibt Jeremia Gottes Ankündigung eines Neuen Bundes (Jer ). Im biblischen Denken ist die Rede vom Herzen fest verwurzelt. Das Hebräische sieht das Herz als Wesensmitte des Menschen, als Zentrum seines Fühlens, Denkens und Handelns, als Sitz des Begehrens, aber auch des Gewissens und als Ort der Gottesbeziehung. Was dem Herzen entspringt, zielt auf Tat. Wenn es im 5. Buch Mose heißt du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft! dann ist das mehr als ein geistiges oder religiöses Fühlen, es erwachsen Konsequenzen für den Alltag daraus. Auch im Neuen Testament ist das Herz Zentrum der Person. Der Satz der Bergpredigt Selig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! ist nicht als innere Haltung zu verstehen, sondern so, dass alles Tun von Güte und Barmherzigkeit durchdrungen sein soll. Nicht immer leben wir von ganzem Herzen : Aber diese Worte zu hören, zu sprechen und zu teilen, ist vielleicht schon ein Weg dahin. Gundula Döring Kostbare Zeit Gehe ich sorgsam mit meiner und anderer Leute Zeit um? Alles, jeder Zwischenraum wird vollgepackt, mit Arbeit, mit Geräuschen, mit Musik. Geöffnet 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche nicht nur Tankstellen arbeiten so, wir manchmal auch, ohne Rhythmus. Das hat wohl auch etwas mit Grenzen setzen zu tun. Wie wäre es, wenn bei Terminabsprachen auch gleich die Begrenzung zum Ende hin abgemacht würde? Vielleicht wäre in dieser postmodernen Zeit Zeitwohlstand ähnlich wichtig wie materieller Wohlstand. Zeit ist Geld, beeil dich u.ä., Sprüche mit denen viele aufgewachsen sind, aber es gibt auch andere: Wer keine Zeit hat, ist ärmer als ein Bettler, ein Spruch aus Indien. Zeit ist ein Geschenk! Übrigens Zeit ist das meistbenutzte Hauptwort der deutschen Sprache. Ich kann die Zeit nicht managen, ich kann nur mich gestalten in der Zeit. Deshalb heißen unsere Seminare Zeit- und Selbstmanagement. Kostbar... jede Minute. Versuchen Sie es doch mal, Schritt für Schritt. Es lohnt sich vermutlich müssen Sie ab und an innehalten oder etwas sein lassen, ganz automatisch entstehen dann Pausen, die wohl tun. Denn: Kostbar der Herzschlag jeder Minute... Annette Pawelitzki Mit dem Herzen bei der Arbeit sein Frauen möchten etwas tun, wo sie mit ganzem Herzen dabei sind, während Männer bei der Berufswahl eher an das Geld, an Karriere und Status denken. Frauen sind in den nicht-sinnlichen Berufen weniger anzutreffen und sie verdienen ca. ein Drittel weniger als Männer. Wenn das Herz nicht bei der Arbeit ist, wenn ich etwas tun muss, womit ich mich nicht identifizieren kann, brechen Krankheiten aus, stellen sich psychosomatische Störungen ein. Besonders schwer stelle ich mir Tätigkeiten im öffentlichen Dienst vor, bei denen BeamtInnen unter parteilichen Voraussetzungen angetreten sind, um ihre Gerechtigkeitsideale umzusetzen. Wenn es nach Wahlen zu einer politischen Neuausrichtung kommt, sind die BeamtInnen verpflichtet, Vorgaben der Politik umzusetzen, für die ihr Herz überhaupt nicht schlägt. Ich habe vor 15 Jahren beschlossen in der Kirche zu arbeiten, weil ich hier mit dem Herzen bei der Arbeit sein kann und dabei wenig Gefahr laufe, in einen solchen Konflikt zu geraten. Jede Minute Kostbar der Herzschlag jeder Minute sie schenkt dir den Atem erlaubt dir anzufangen aufs neue In deinem Augenstern kreist die verwirrende Welt, ruht das Himmelsherz jede Minute Rose Ausländer innovative 19

20 Hintergrund Mysterium Die Seele der Dinge lässt mich ahnen die Eigenheiten unendlicher Welten. Beklommen such ich das Antlitz eines jeden Dinges und finde in jedem ein Mysterium. Geheimnisse reden zu mir eine lebendige Sprache. Ich höre das Herz des Himmels pochen in meinem Herzen. Rose Ausländer Mittlerweile gibt es aber auch viele jüngere Frauen, die doch an Karriere in den härteren Branchen denken viele dieser Frauen schaffen sich ein ehrenamtliches Nebengleis, auf dem sinnerfüllte Tätigkeiten die harte Berufsrolle ergänzen. Waltraud Waidelich Frauenherzen schlagen anders Dass es aufgrund geschlechtsspezifischer körperlicher Unterschiede typische Frauen- und Männerkrankheiten gibt, ist eine Binsenweisheit. Doch erst vor wenigen Jahren wurde durch medizinische Studien in den USA bekannt, dass die Symptome für einen Herzinfarkt bei Frauen oft völlig andere sind als bei Männern. Viel häufiger als die Schmerzen in der Brust und das Ziehen im Arm macht sich bei ihnen der drohende Herzinfarkt durch Schmerzen im Oberbauch, im Rücken oder als Magenverstimmung bemerkbar, für die Kranken mit fatalen Folgen, da der Infarkt bei Frauen zu spät erkannt wird, bzw. von ihnen selbst nicht diagnostiziert wird. Entsprechend lange dauert dann die Einweisung ins Krankenhaus. Jede dritte Frau über 65 stirbt am Infarkt, bevor sie die Klinik erreicht. Seitdem 1991 in den USA ein riesiges Forschungsprojekt zur Frauengesundheit begonnen wurde, belegen immer mehr Studien, dass sich allgemein Krankheiten bei Frauen und Männern unterschiedlich entwickeln. Die Medizin wird grundlegend umdenken müssen. Marianne Lindenberg Kein Herz für Kinder Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt bei 190 untersuchten Ländern landeten wir auf dem 185. Platz! Politik und Wirtschaft versäumen es weitgehend, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern die Erwerbsquote von Müttern ist hierzulande so niedrig wie die Familienarmut groß. Und so wird auch immer noch das Klischee von der Rabenmutter bedient, die ihre Kinder vernachlässigt um die eigenen Karriereziele zu verfolgen kein förderliches Klima für arbeitende Mütter. Was an unserer Gesellschaft ist es, dass Kinderwunsch und -wirklichkeit so weit auseinander klaffen lässt denn das steht fest: Der Kinderwunsch ist noch immer vorhanden, aber im Verlauf einer Biographie wird er oft nicht umgesetzt. Im Rahmen unseres Zweijahres-Themas werden wir uns auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuwenden. Denn eines ist sicher: So emanzipiert die jungen Frauen heute sich sehen, so gleichberechtigt oder sogar besser sie neben den Männern in Ausbildung und Beruf sein mögen, bei der Frage nach Kindern wird nach wie vor fast ausschließlich Frauen die Entscheidung zwischen Erwerbsarbeit und Familie zugemutet. Gerhildt Calies Ein Film, der zu Herzen geht Der Film Rebellinnen am Küchentisch : Ein überaus beeindruckender Einblick in das Leben von Frauen im Nationalsozialismus. Da sitzen vier Frauen um die 80 am Küchentisch und berichten aus ihren jungen Jahren. Kaum zu fassen, was ins Blickfeld rückt, wenn sich über die heutigen Gesichter der alten Frauen die der jungen aus der Vergangenheit schieben. Frauen, gegen Verbote handelnd, Ungerechtigkeit entgegentretend, als Partisanin getrennt von Kind und Familie kämpfend. Sie faszinieren mich mit ihren klaren, wachen Augen, ihrer Präsenz beim Erzählen. Sie erleben noch, was es heißt: Kostbar der Herzschlag jeder Minute... Keine würde sich in einem unserer gängigen Angebote für Seniorinnen wohlfühlen. Zu Herzen geht mir die Schilderung einer Frau aus ihrer Gestapo-Haft. In ihrer Zelle isoliert, physisch und psychisch am Ende, wird ihr ein Weberknecht zum Gefährten. Tagelang spricht sie mit ihm, füttert ihn, hat das Gefühl, er versteht sie. Ich muss verrückt gewesen sein, sagt sie heute am Küchentisch und lacht. Aber, er half mir, zu überleben. Ich habe bitterlich geweint, als eine Wärterin ihn zertrat. Eine Woche später im Altenwohnsitz meiner Mutter: Ich sehe die weißhaarige Schar im Speisesaal mit anderen Augen. Es ist die Generation der Österreicherinnen. Heidemarie Thiele Am Film Interessierte können sich im Medienpädagogik-Zentrum Hamburg melden. Fon (DI + DO Uhr). FrauenReisen und -Projekte: 20 innovative

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