4 Ausnahme-Aktien für 2014/2015 Die Zukunft der Automobil- Branche

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1 4 Ausnahme-Aktien für 2014/2015 Die Zukunft der Automobil- Branche Rolf Morrien, Chefredakteur von Rolf Morriens Power Depot 1

2 Liebe Leser, die Aktien aus der Automobil- und Zuliefer-Industrie haben im Power Depot eine sehr erfolgreiche Tradition. Und auch aktuell befinden sich einige Werte die ich Ihnen im Rahmen dieser Sonderstudie vorstellen möchte aus der Automobil- und Zuliefer-Branche im Power Depot. Bevor ich Ihnen diese Werte gleich vorstelle, möchte ich Ihnen vorab einige Beispiele nennen, die die erfolgreiche Tradition belegen und Ihnen das kurzfristige Rendite-Potenzial zeigen: Grammer (2012/2013 innerhalb von nur 10 Monaten +52,99%, 2014 wieder neu aufgenommen), Leoni (in 2 Jahren +103,92%), der Lkw-Zulieferer SAF- Holland (schon über 88,86% Gewinn noch im Depot) und SHW +130,31%. Nachdem Sie sich von den jüngsten Erfolgen im Power Depot mit den Auto- und Zuliefer-Werten überzeugen konnten, folgt jetzt ein kurzer Branchenbericht: Wichtige Automobil-Märkte wachsen wieder Matthias Wissmann, der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), sagte im Rahmen des Genfer Autosalons: In diesem Jahr gibt es mehr Anlass zu automobilen Frühlingsgefühlen als noch vor einem Jahr. Der Grund für seinen Optimismus: Nach seiner Aussage wird der westeuropäische Markt erstmals seit Jahren wieder wachsen. Zwar haben die USA und China Europa als Wachstumstreiber für die Automobilbranche längst abgelöst, doch bleibt die Heimatregion mit gut 16% Weltmarktanteil für die deutschen Hersteller noch immer ein sehr wichtiger Absatzmarkt. Auch VW-Vertriebschef Christian Klingler ist der Ansicht, dass vor allem Westeuropa die Talsohle hinter sich zu lassen scheint. So meldete beispielsweise BMW zuletzt Rekordabsatzzahlen. Mehr Autokäufer in Westeuropa Der Branchenverband VDA rechnet 2014 für die westeuropäischen Länder mit einem Plus von 2% und sieht den Absatz im Bereich von 11,7 Mio. Fahrzeugen. Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen ist der Meinung, dass sich die Lage in vielen Schuldenländern stabilisiert hat und der Prozess der wirtschaftlichen Erholung bereits eingesetzt hat. Daher erwartet er in Europa sogar eine Absatzsteigerung für die Automobilindustrie im Bereich von 4%. Da der Gewinn deutlich stärker steigt als der Umsatz, wäre ein Absatzplus von 4% ein enormer Gewinnhebel für die Unternehmen aus der Branche. Doch es ist noch viel mehr möglich. 2

3 Nachholpotenzial in Westeuropa: Vorbild USA Die Wachstumsprognosen für Westeuropa sind noch moderat, aber eine Steigerung wird kommen. Dafür sprechen die Erfahrungen aus den USA. In der amerikanischen PKW-Branche gab es in den vergangenen Jahren sogar zweistellige Wachstumsraten. Der Grund: Nach Ausbruch der Immobilien- und Finanzkrise 2007/2008 folgte in den USA zunächst eine Absatzkrise in der PKW-Branche. Doch ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, der sich abnutzt. Viele Amerikaner haben den Kauf eines neuen Autos nach Ausbruch der Krise nach hinten geschoben, doch dann wurde die Fahrzeugflotte so alt, dass keine Wahl mehr blieb: Der Kauf eines neuen Autos war oft günstiger als eine Investition in das alte Auto. So kam es, dass die Absatzzahlen in den USA plötzlich wieder zweistellig stiegen. Es handelte sich um Nachholeffekte. Eine ähnliche Entwicklung erwarte ich auch in Westeuropa. Die Autofahrer in Spanien, Italien oder Frankreich können den Autokauf 2 oder 3 Jahre nach hinten schieben, doch irgendwann muss die neue Investition folgen. In den Jahren 2014/2015 werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit genau diesen Wendepunkt erleben. Der Autoabsatz wird zum ersten Mal seit Ausbruch der Krise wieder steigen. Das ist ein enormer Gewinntreiber für die Auto-Werte, speziell für die innovativen, finanzstarken und investitionsfreudigen Zulieferer aus Deutschland. Zweiter Gewinntreiber: Neue Technologien Aber nicht nur der oben beschriebene Nachholeffekt sorgt für hohes Kurs- Potenzial. Auch die Entwicklung neuer Technologien ist eine sprudelnde Gewinnquelle. Es geht um neue Antriebssysteme, aber auch um die technologische Hochrüstung in der Automobilbranche. Die Bereiche Automobil und Computertechnologie verschmelzen. Völlig neue Namen tauchen in der Automobilbranche auf. Technologiekonzerne wie Apple und Google werden sich ein riesiges Stück vom Kuchen sichern. Schon in wenigen Jahren wird ein neues Auto ohne Technologie von Apple, Google & Co. kaum denkbar sein. Auch dieser Trend verspricht Ihnen an der Börse hohe Gewinne, wenn Sie frühzeitig einsteigen. Daher lohnt sich genau jetzt für Sie ein Blick auf die besten Aktien aus der PKW-, Lkw- und Technologiebranche. Erfolgreiche Börsenzeiten wünscht Ihnen Ihr Rolf Morrien Chefredakteur Morriens Power Depot 3

4 Empfehlung Nr. 1: Apple (WKN: /ISIN: US ) Aktuell (und in Zukunft) geht die Entwicklung dahin, dass Ihr Auto immer mehr zu einem fahrenden Computer wird. In diesem Jahr ist beispielsweise der ibeetle von VW auf den Markt gekommen. Dieser erlaubt den Zugriff auf iphone-funktionen wie Stopp-Uhr, Navigation und soziale Netzwerke. Das Fahrzeug verfügt über eine spezielle Docking-Station namens Cradle, welche den Zugriff auf verschiedene iphone-funktionen ermöglicht. Vor einiger Zeit gab es in mehreren Medien eine Diskussion über einen Störsender, den man möglicherweise in Autos einbauen wollte, damit der Fahrer oder die Fahrerin nicht von seinem oder ihrem Handy ablenkbar ist. Die Tatsache, dass diese Diskussion genau so schnell wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist, wie sie da war, zeigt, was davon zu halten ist. Ich bin davon überzeugt, dass die richtige Richtung eine andere ist: Die Autobauer müssen es ihren Kunden künftig ermöglichen, dass Fahrer nicht nur telefonieren, sondern auch eine schreiben können, ohne dabei vom Fahren abgelenkt zu werden. Um von diesem Zukunftstrend den Social-Media-Fahrzeugen zu profitieren, ist Apple genau das richtige Investment. Wie bereits beschrieben, hat Apple bereits in diesem Jahr zusammen mit VW den ibeetle auf den Markt gebracht. Und dies dürfte aus meiner Sicht erst der Anfang dieser Entwicklung sein. Zusätzlich dürfte auch itunes, die Apple-Vermarktungsplattform für Musik und Apps, an dieser Entwicklung partizipieren. Für Apple stellt der Trend der Social-Media-Fahrzeuge also eine Art Doppel-Hebel dar. Weiterhin wird die sehr gute Marktstellung des iphones und des ipods dafür sorgen, dass der Käufer eines Fahrzeugs grundsätzlich immer mehr darauf achten wird, dass es Docking-Stations oder sonstige Schnittstellen im Fahrzeug gibt, über die die Apple-Geräte eingebunden werden können. Auch das wird künftig Geld in die Apple-Kassen spülen und im weiteren Schritt für Kurszuwächse der Apple-Aktie sorgen, von denen Sie profitieren werden. 4

5 Empfehlung Nr. 2: SAF-Holland (WKN: A0MU70 / ISIN: LU ) Die SAF-Holland S.A. zählt mit rund 482 Mio. Euro Umsatz im 1. Halbjahr 2014 zu den weltweit führenden Herstellern und Anbietern von hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen vorrangig für Trailer sowie für Lkws, Busse und Campingfahrzeuge. Das Unternehmen umfasst 3 Geschäftsbereiche und ist in jedem dieser Geschäftsbereiche in fast allen wichtigen Märkten weltweit entweder die Nummer 1 oder zumindest die Nummer 2. Der Bereich Trailer Systems produziert unter anderem Achs- und Federungssysteme für die Hersteller von Trailern. Die Sparte Powered Vehicle Systems stellt Sattelkupplungen und Achsfederungen für die Hersteller von Trucks und Bussen her. Im Geschäftsfeld Aftermarket stellt SAF die jederzeitige Versorgung der Transportindustrie mit Ersatzteilen sicher. Besonders spannend ist der letztgenannte Geschäftsbereich, bei dem es sich vorrangig um Wartungs- und Serviceleistungen handelt. Das spannende daran ist unter anderem, dass SAF zwar sehr lange Garantien ausstellt, diese jedoch nur dann in Anspruch genommen werden können, wenn die Wartung ausnahmslos durch SAF durchgeführt wird. Das bedeutet, dass sich SAF durch diese Bedingung wiederkehrende Folgeeinnahmen verschafft. Das ist übrigens ein Geschäftsmodell, was auch ganz im Sinne von Investment-Legende Warren Buffett ist. Denn Buffett liebt wiederkehrende Einnahmen. Der gerade beschriebene Aftermarket Geschäftsbereich macht übrigens gut ein Viertel des Gesamtumsatzes von SAF aus. Da die Verkaufszahlen in den anderen beiden Geschäftsfeldern in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen sind und voraussichtlich stark weiter wachsen werden, wird logischerweise auch der Service-Geschäftsbereich in den kommenden Jahren weiter wachsen. SAF gilt weiterhin als ein Vorzeigebeispiel für eine erfolgreiche Sanierung der Bilanz. Um Ihnen das zu erläutern muss ich ein paar Jahre zurückspringen. SAF setzte ausgerechnet kurz vor Ausbruch der Finanzkrise sehr stark auf Wachstum und war dementsprechend schwach auf der Brust, was die Eigenkapitalausstattung anging. Im Jahr 2008 lag die Eigenkapitalquote bei einem Wert von gerade einmal 13,4%. Im Jahr 2010 als die Finanzkrise ihre volle Wirkung entfaltet hatte lag die Eigenkapitalquote gar nur bei 5,1% ein sehr bedrohlicher Wert. SAF und vor allem das neue Management haben aus den alten Fehlern gelernt und die Eigenkapitalquote seither kontinuierlich gesteigert. Aktuell liegt sie bei über 40%. 5

6 Da der Vorstand eine Zielmarke von 40% ausgegeben und ab Erreichen dieser Zielmarke eine Dividende angekündigt hat, wurde in diesem Jahr erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividende ausgeschüttet. Die Ausschüttung lag in diesem Jahr bei 0,27 Euro je Aktie. Fast noch wichtiger als die Höhe der Dividendenausschüttung: Da SAF-Holland seit diesem Jahr wieder offiziell ein Dividenden-Wert ist, dürfen Investoren neu einsteigen, die laut Regelwerk nur Aktien mit Dividenden kaufen dürfen. Das wird die Nachfrage zusätzlich steigern und damit auch den Aktienkurs! Empfehlung Nr. 3: SHW (WKN: A1JBPV / ISIN: DE000A1JBPV9) Das Unternehmen SHW wurde 1365 gegründet und zählt damit zu den ältesten Industriebetrieben in Deutschland. Heute ist die SHW AG ein führender Automobilzulieferer mit Produkten, die wesentlich zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO 2 -Emissionen beitragen. Im Geschäftsbereich Pumpen und Motorkomponenten entwickelt und produziert der SHW-Konzern Pumpen für Personenkraftwagen und sogenannte Truck & Off-Highway Anwendungen (Lkws, Agrar- und Baumaschinen sowie Stationärmotoren und Windkraftanlagen). Im Geschäftsbereich Bremsscheiben werden einteilige, belüftete Bremsscheiben aus Gusseisen sowie Leichtbaubremsscheiben aus einer Kombination von Eisenreibringen und Aluminiumtopf entwickelt und produziert. Zu den Kunden des SHW-Konzerns gehören namhafte europäische und nordamerikanische Automobilhersteller sowie Nutzfahrzeughersteller. Der SHW-Konzern produziert an vier Produktionsstandorten in Deutschland. Diese befinden sich in Bad Schussenried, Aalen-Wasseralfingen, Tuttlingen- Ludwigstal und Neuhausen ob Eck. SHW präsentierte zuletzt starke Zahlen und konnte im ersten Halbjahr 2014 den Konzernumsatz um 20,2% auf 212,1 Mio. Euro steigern. Der operative Gewinn (EBITDA) erhöhte sich im 1. Halbjahr 2014 auf 19 Mio. Euro. Den Lesern des Power Depots hat die SHW-Aktie seit der Erstempfehlung schon rund 130% Gewinn gebracht und wird auch Ihnen als Neuleser sehr viel Freude bereiten. 6

7 Empfehlung Nr. 4: Grammer (WKN: / ISIN: DE ) Die Grammer AG ist ein weltweit führender Spezialist für die Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Ausstattung, sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroad-Fahrzeuge, Lkws, Busse und Bahnen. Der Konzern unterscheidet die beiden operativen Segmente Seating Systems und Automotive. Das Segment Seating Systems umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze sowie Bahn- und Bussitze. Im Segment Automotive werden Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie geliefert. Neben dem Hauptstandort im deutschen Amberg ist der Konzern in 18 Ländern in Europa, Nord- und Süd-Amerika sowie Asien weltweit aktiv. Grammer erzielte im 1. Halbjahr 2014 einen Umsatz in Höhe von 669,6 Mio. Euro. Das entspricht einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Höhe von 4,2%. Dass wir trotz dieser hohen Vorleistungen das EBIT im ersten Halbjahr steigern konnten, verdeutlicht unsere aktuell gute globale Aufstellung und die hohe Akzeptanz unserer Produkte im Markt. Mit der erfolgreichen Umsetzung der Optimierungs- und Erweiterungsprojekte im Jahr 2014 schaffen wir nun die Voraussetzungen für nachhaltiges profitables Wachstum im Grammer Konzern, sagt Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG. Eine überproportionale Verbesserung verzeichnete Grammer beim Nettogewinn. Dieser betrug 18,3 Mio. Euro und lag damit um 5,8 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert von 17,3 Mio. Euro Mit einem derzeitigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 11 gehört Grammer zu den günstigsten Auto-Werten in Deutschland. 2012/2013 haben die Leser des Power Depots schon einmal über 50% mit der Grammer-Aktie verdient. Und dieses Ziel haben wir natürlich auch 2014/

8 ? Empfehlung Nr. 5: Die Joker-Empfehlung Bei meiner 5. Automobil-Empfehlung handelt es sich um eine Joker- Empfehlung, die ich schon in kurzer Zeit aussprechen werde. Ich warte nur noch auf die letzten Zahlen. Sobald ich diese Daten habe und das Kauf- Signal bestätigt wird, schlagen wir zu. Sie dürfen sich auf eine weitere Empfehlung aus der Automobilbranche freuen, die Ihnen genau wie meine 4 bereits laufenden Empfehlungen satte Gewinne verspricht. Hinweis für alle Empfehlungen: Die aktuellen Kauflimits und Kursziele finden Sie jeweils in den aktuellen Wochenberichten des Power Depots. Impressum 2014 by GeVestor Financial Publishing Group Theodor-Heuss-Straße Bonn Telefon Telefax Verlagsleiter: Hans Joachim Oberhettinger Chefredakteur: Rolf Morrien (V.i.S.d.P.) GeVestor ist ein Unternehmensbereich der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG Vorstand Helmut Graf, Guido Ems USt.-ID: DE Amtsgericht Bonn, HRB 8165 Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG Alle Rechte vorbehalten. Bonn, Bukarest, Johannesburg, London, Madrid, Manchester, Melbourne, Paris, Warschau Nachdruck, Weitergabe und sonstige Reproduktionen nur mit Genehmigung des Verlags. Fotos: Kurhan, zentilia, longquattro - Fotolia.com 8

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