Offshoring an neuen Ufern Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa

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1 Juli 26 Offshoring an neuen Ufern Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa Digitale Ökonomie und struktureller Wandel Mittel- und Osteuropa ist ein wichtiger Standort für Offshore-Dienstleistungen. Die Importe von IT-basierten Dienstleistungen aus Mittel- und Osteuropa (MOE) in die EU-15 sind zwischen 1992 und 24 um durchschnittlich 13% pro Jahr gestiegen. Zum Vergleich: Die Importe aus Indien sind im gleichen Zeitraum mit 14% pro Jahr nur etwas stärker gewachsen. Kulturelle und geografische Nähe machen Anbieter in MOE zu einer attraktiven Option. Die kulturelle, geografische und z.t. sprachliche Nähe der Länder in MOE zu den wichtigen Märkten in Westeuropa, die niedrigen Löhne, das hohe Bildungsniveau sowie ein stabiles makroökonomisches und institutionelles Umfeld zählen zu den starken Standortfaktoren. Aber: MOE hat keine IT-Spezialisierung im Export und in der Bildung. Der Anteil IT-basierter Dienstleistungen an den Gesamtexporten liegt in MOE unter 4%, während er in Indien bei 17% liegt (siehe Grafik). Auch der Anteil der Absolventen im Fach Informatik eine Schlüsselqualifikation für IT-Offshoring liegt in MOE unter dem westeuropäischen oder indischen Schnitt. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die Offshore-Produktion von klassischen IT-Dienstleistungen für MOE eine ähnliche Bedeutung wie für Indien erhalten wird. Die komparative Stärke von MOE liegt bei komplexeren Back-Office- Prozessen. Der gemeinsame kulturelle Hintergrund der Anbieter in MOE mit ihren Kunden ist gerade bei komplexeren Geschäftsprozessen wichtig. Kunden außerhalb des englischsprachigen Raums schätzen zudem die breiten Sprachkenntnisse in MOE. Außerdem fällt die fehlende IT-Spezialisierung in MOE bei typischen Back-Office-Prozessen z.b. in der Buchhaltung weniger ins Gewicht. Autor Thomas Meyer Editor Antje Stobbe Publikationsassistenz Sabine Kaiser Deutsche Bank Research Frankfurt am Main Deutschland Internet: Fax: DB Research Management Norbert Walter Komparativer Vorteil für Irland und Indien Anteil der Exporte von EDV- und Informationsdienstleistungen und sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen am Gesamtexport 24, % CAGR 2-23: 4,5% IE IN* US DE HU CN Neue EU CAGR 2-24: -3% BG RO CZ PL RU *23. Quellen: DB Research, IWF, 26

2 2 19. Juli 26 58

3 Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa Beispiele für Nearshoring Das Logistikunternehmen DHL betreibt seit Ende 24 ein Rechenzentrum in Prag mit 8 Mitarbeitern. Neben weiteren Zentren in den USA und Malaysia dient es als Operationszentrum für den globalen Datenverkehr. Die Commerzbank lässt ebenfalls in Prag seit Anfang 24 Belege aus dem Zahlungsverkehr Korrektur lesen. Skype, ein Anbieter für Internet- Telefonie, betreibt ein Entwicklungszentrum in der estnischen Hauptstadt Tallinn mit rund 13 Beschäftigten. Selbst indische Unternehmen kommen nach MOE. Progeon, ein Tochterunternehmen des indischen IT-Dienstleisters Infosys Technologies, bietet vom tschechischen Brno aus BPO-Dienste für westeuropäische Kunden an. Quellen: Presse und Unternehmensberichte Medienresonanz Nennungen in engl. und dt. Zeitungen Wahl des US-Präsidenten "Offshoring" Jan 4 Jan 5 "Outsourcing" Quelle: FACTIVA, Indien hat es vorgemacht. Andere wollen folgen. Viele aufstrebende Länder und Regionen wollen nicht nur die verlängerte Werkbank, sondern auch das Back-Office für Unternehmen in Hochlohnländern werden. Offshoring ist eine besondere Form des Handels, bei der bestimmte Geschäftsprozesse aus Unternehmen ausgegliedert und ins Ausland verlagert werden. Davon sind besonders IT-Dienstleistungen und allgemeine Back-Office-Prozesse betroffen. Die Auslagerung von Geschäftsprozessen an inländische Anbieter wird gemeinhin als Outsourcing bezeichnet. Bei IT-basierten Dienstleistungen wird in der Literatur zwischen IT Outsourcing (ITO) und Business Process Outsourcing (BPO) unterschieden. Beim klassischen ITO wird Informationstechnologie quer für mehrere Unternehmensfunktionen ausgelagert zum Beispiel in Form eines externen Rechenzentrums während BPO die Auslagerung einzelner Prozesse mit oder ohne zugehörige IT bezeichnet. 1 Back-Office- Prozesse in Buchhaltung, Personalwesen oder Forschung und Entwicklung gehören dazu. Die Verlagerung ins Ausland wird als Offshore-Outsourcing oder kurz Offshoring bezeichnet. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen Nearshore-Standorte in Mittelund Osteuropa (MOE). 2 Nearshoring ist eine Spielart von Offshoring und bezeichnet die Auslagerung von Geschäftsprozessen ins nahe gelegene Ausland. Inzwischen verlagern zahlreiche Unternehmen IT-Dienstleistungen und Back-Office-Prozesse nach MOE einige Beispiele sind in der Box aufgeführt. Sie schätzen vor allem die geografische, kulturelle und mitunter sprachliche Nähe. Im Vergleich zu klassischen Offshore-Standorten sprechen die meist höheren Löhne und die effizientere Kommunikation dafür, dass sich MOE gerade bei anspruchsvolleren Dienstleistungen etablieren wird. Bei einfacheren IT-Dienstleistungen liegt der komparative Vorteil bei klassischen Offshore-Standorten wie z.b. Indien. IT-Offshoring: Robustes Wachstum von niedrigem Niveau Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Offshoring wird kontrovers diskutiert. Eine besonders hitzige Diskussion hatte sich während des letzten Wahlkampfs um die US-Präsidentschaft entzündet (siehe Grafik 1). 3 Allerdings sind internationale Arbeitsteilung und Spezialisierung ein wichtiger Motor für den Welthandel und den Wohlstand der Nationen. Die weltweite Verbreitung des Internet sowie leistungsfähiger Computer und Software haben die Handelbarkeit von Dienstleistungen verbessert. Dadurch ist es möglich, eine Vielzahl von Dienstleistungen räumlich und zeitlich getrennt vom Konsum zu produzieren. Die Güter lassen sich digitalisieren und über globale Datennetze vertreiben. Viele Dienstleistungen können so in einem arbeitsteiligen Prozess hergestellt werden. Durch Spezialisierung steigt die Produktivität, und durch Offshoring können internationale Kostenvorteile genutzt werden. Offshoring wird nicht direkt in offiziellen Statistiken ausgewiesen, daher ist die quantitative Schätzung mit einigen Unsicherheiten behaftet. Zwei Methoden werden häufig zur Messung verwendet. Ers Vgl. Wüllenweber, Kim et al. (25). Auslagerung von Geschäftsprozessen. E-Financelab. Frankfurt am Main. S. 15. Mittel- und Osteuropa umfasst die neuen EU-Mitglieder (außer Malta und Zypern) sowie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Moldawien, Mazedonien, Rumänien, Russland, Weißrussland, Serbien und Montenegro sowie die Ukraine. Vgl. Mankiw, N. Gregory und Phillip Swagel (25). The Politics and Economics of Offshore Outsourcing. AEI Working Paper, Nr S Juli 26 3

4 58 Wer nutzt IT-Offshoring? Ausgaben für Offshoring, Mrd. USD Vereinigte Staaten Westeuropa Asien/Pazifik Kanada Naher Osten und Afrika MOE Gesamt,4,1,1,1 2,5 Statistische Unsicherheiten Die verschiedenen Schätzungen des Marktvolumens von Offshore-ITO und -BPO unterscheiden sich zum Teil erheblich. Ursache dafür sind Abgrenzungsprobleme und das Fehlen einer einheitlichen Datengrundlage. Die Schätzung des Gesamtvolumens in Höhe von USD 14,4 Mrd betrachtet nur IT-Offshoring ohne Captive Offshoring. Unterstellt man ein Volumen für den Offshore-BPO-Markt in Höhe von USD 4 Mrd. für 26 und nimmt man den Anteil der US-Importe aus verbundenen Unternehmen (affiliated companies) im Bereich der EDV- und Informationsdienstleistungen als Richtwert für den Anteil von Captive Offshoring (zwischen 6 und 65%), so erscheint ein Volumen für den Gesamtmarkt zwischen USD 46 und 53 Mrd als realistisch. Vgl. WTO (25). World Trade Report. S , 14,4 Schätzung für 26. Quelle: IDC, 25 2 tens können Unternehmen direkt nach ihren Ausgaben für Offshoring befragt werden. Diese Angaben bilden häufig die Grundlage für Schätzungen des Gesamtmarkts. Beratungsfirmen und kommerzielle Datenanbieter sind typische Nutzer dieses Instruments. 4 Eine zweite Methode besteht darin, Handelsströme zu beobachten, die in offiziellen Zahlungsbilanzstatistiken ausgewiesen werden. Autoren der OECD oder des IWF nutzen besonders diese Informationen. 5 Die Technologieberatung IDC schätzt die globalen Ausgaben für Offshoring im IT-Bereich im Jahr 26 auf gut USD 14 Mrd. Davon entfallen USD 11 Mrd. auf die USA und USD 2,5 Mrd. auf Westeuropa. Andere Regionen spielen nur eine untergeordnete Rolle (siehe Grafik 2). 6 Wichtig ist, dass hier nur klassische IT-Dienstleistungen berücksichtigt werden, aber kein Offshore-BPO. Außerdem werden keine Dienstleistungen betrachtet, die im Rahmen von Captive Offshoring erbracht werden. Bei Captive Offshoring befindet sich der Anbieter der Dienstleistung zumindest im Teileigentum des auslagernden Unternehmens. Berücksichtigt man zusätzlich sowohl BPO als auch Captive Offshoring, so erscheint ein Volumen für den Gesamtmarkt zwischen USD 46 und 53 Mrd. für 26 als realistisch (siehe Box). Unternehmen aus den USA sind die bedeutendsten Nachfrager von IT-Offshoring. Indien ist der wichtigste Standort für die Produktion. IDC schätzt, dass im Jahr 24 Leistungen im Wert von USD 5,5 Mrd. in Indien für die USA erbracht wurden. In Mittel- und Osteuropa wurden knapp USD,5 Mrd. und auf den Philippinen USD,4 Mrd. für die USA produziert. Offshoring führt zu Im- und Exporten von Dienstleistungen, die in internationalen Zahlungsbilanzstatistiken ausgewiesen werden. Daher versuchen einige Autoren, die Volumina von Offshoring anhand der Handelsströme zu beobachten. Zwei Positionen werden in der Literatur häufig verwendet: 1. EDV- und Informationsdienstleistungen (EDV) 2. Sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen (SUD) In beiden Positionen werden wichtige Transaktionen aus den Bereichen ITO und BPO erfasst. Allerdings sind nicht alle dort erfassten Handelsströme auch Offshoring-Ausgaben. Auch der einmalige Bezug einer Dienstleistung, zum Beispiel das Erstellen einer Webseite, würde hier erfasst, ohne dass notwendigerweise ein Geschäftsprozess dauerhaft verlagert worden wäre. Manche Autoren verwenden Handelsströme daher als Obergrenze für das tatsächliche Volumen. 7 Sowohl die USA als auch Westeuropa sind bedeutende Importeure und Exporteure von Dienstleistungen. In den Positionen EDV und SUD erzielten die USA in 24 einen Exportüberschuss von über USD 25 Mrd., obwohl die Leistungsbilanz insgesamt ein Rekorddefizit aufwies. Die EU-15 erzielte 24 einen Exportüberschuss vis-à-vis MOE und einen Importüberschuss gegenüber Indien (siehe Grafiken 3 und 4) Vgl. Parker, Andrew et al. (24). Mapping Europe s Offshore Spending Impact. Forrester Trends. Vgl. Amiti, Mary und Shang-Jin Wei (24). Fear of Service Outsourcing: Is it Justified? IMF Working Paper 4/186. S. 11f; und OECD (25). Information Technology Outlook 24. Paris. Siehe IDC (25). Worldwide Offshore IT Services Forecast. Nr S. 18 und S. 3. Zu Bedeutung und Grenzen dieses Ansatzes, vgl. WTO (25). World Trade Report 25. S. 265ff Juli 26

5 Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa Nettoimporte aus Indien EU-15: Handel in EDV und SUD, Mrd. EUR Exporte Saldo Importe Exportüberschuss mit MOE EU-15: Handel in EDV und SUD, Mrd. EUR 8 Exporte 6 4 Saldo Importe Quelle: Eurostat, 26 Quelle: Eurostat, 26,5 -,5-1 -1,5 Ausgaben für IT-Offshoring Mrd. USD Westeuropa CAGR: 16,5* USA CAGR: 14,4* Sonstige *CAGR: Quelle: IDC, Das Volumen der Importe aus MOE von knapp EUR 4,5 Mrd. und aus Indien von knapp EUR 1 Mrd. ist aber bescheiden. 8 Weltweit hat die EU-15 Dienstleistungen in den Bereichen EDV und SUD im Wert von knapp EUR 22 Mrd. importiert vor allem aus anderen Industriestaaten. Die Handelsströme zeichnen ein differenzierteres Bild als häufig in den Medien präsentiert wird. Der Handel mit IT-basierten Dienstleistungen ist keine Einbahnstrasse: Standorte wie Indien oder MOE sind sowohl Exporteure als auch Importeure von IT-basierten Dienstleistungen. Hohe Wachstumsraten Während das Volumen von IT-basierten Dienstleistungen, die in Niedriglohnländern für Unternehmen in Hochlohnländern erbracht werden, noch überschaubar ist, sind die Zuwachsraten beträchtlich. IDC schätzt, dass die Ausgaben für IT-Offshoring in den USA um durchschnittlich 14,4% und in Westeuropa um 16,5% pro Jahr bis 29 wachsen werden (siehe Grafik 5). Die höchsten Wachstumsraten von fast 36% werden für den asiatisch-pazifischen Raum erwartet allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus. Ein Blick auf die Handelsströme bestätigt den Eindruck: Die Importe von IT-basierten Dienstleistungen aus Offshore-Regionen sind deutlich gewachsen. Zwischen 1992 und 24 sind die weltweiten Importe der EU-15 von EDV und SUD nominal um knapp 9,3% pro Jahr gestiegen, dagegen haben die Importe aus MOE im gleichen Zeitraum um 13% und aus Indien um 14% pro Jahr zugenommen. Zum Vergleich: Die gesamten Dienstleistungsimporte haben um lediglich 6,7% zugelegt. Neue Standorte auf der Angebotsseite Viele neue Standorte versuchen den Erfolg Indiens bei IT-Dienstleistungen zu kopieren. Allerdings zeigen die Exportstrukturen, dass Indien offenbar einen ausgeprägten komparativen Vorteil besitzt. Der Anteil der Exporte eines Sektors oder einer Branche an den Gesamtexporten eines Landes wird in der Literatur häufig als Indikator für den offenbarten komparativen Vorteil gedeutet. 9 Dabei ist es plausibel anzunehmen, dass Länder dort Wettbewerbsvorteile in der Produktion besitzen, wo sie überdurchschnittlich viel exportieren. Bei IT-basierten Dienstleistungen, also den Zahlungsbilanzpositionen EDV und SUD, bestätigt sich die führende Rolle Indiens als Exportnation. Indiens Exportanteil von 17% wird nur von Irlands 19% übertroffen. In absoluten Zahlen sind die USA der größte Exporteur von EDV und SUD mit einem Volumen von USD 76,4 Mrd. das sind aber nur knapp 7% der gesamten Exporte. Der Anteil der Exporte von EDV und SUD aus MOE-Ländern beträgt weniger als 4%. Damit liegt er deutlich unter dem anderer Länder (siehe Grafik 6). In Russland liegt der Exportanteil nur bei etwas über 2%. Auf den Philippinen werden nur knapp,8% der Exporte mit IT-basierten Dienstleistungen erzielt. Zudem ist die Dynamik 8 9 Gravity-Modelle zeigen, dass geografische und kulturelle Nähe wichtige Determinanten für das Handelsvolumen sind. Daher ist es wenig überraschend, dass die Importe aus MOE diejenigen aus Indien übersteigen. Zu Methodik und Interpretation von Gravity-Modellen, vgl. zum Beispiel Bussière, Matthieu; Jarko Fidrmuc und Bernd Schnatz (25). Trade Integration of Central and Eastern European Countries: Lessons from a Gravity Model. ECB Working Paper No Die Argumentation geht auf einen Artikel von Bela Balassa zurück: Balassa, Bela (1965). Trade Liberalization and Revealed Comparative Advantage. The Manchester School of Economic and Social Studies 33. S Juli 26 5

6 58 Komparativer Vorteil Exportanteil von EDV und SUD 24, % IE IN* US DE HU CN Neue EU BG RO CZ PL RU PH Sprechen Sie deutsch? Anteil der Schüler, die Deutsch lernen, % RO CZ Neue EU CAGR 2-23: 4,5% CAGR 2-24: -3% * 23. Quellen: DB Research, IMF, 26 6 Dynamik im Osten BIP in Preisen von 1995, Index 1998=1 Neue EU-Mitglieder EU-15 DE * HU PL SK* * 22 anstatt 23. Quelle: Eurostat, *Prognose. Quelle: Eurostat, interessant: Während Indien den Exportanteil von EDV und SUD in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 4,5% pro Jahr gesteigert hat, sank der Anteil in den neuen EU-Mitgliedsländern um durchschnittlich 3% pro Jahr. Dabei sind die Exporte sowohl in Indien als auch in MOE nominal gestiegen allein, Exporte anderer Sektoren sind in den neuen EU-Mitgliedstaaten noch stärker gestiegen. Die Exportstruktur zeichnet allerdings ein Bild der gegenwärtigen Spezialisierung. Wenn die Nachfrage zunimmt, wird die Angebotsseite darauf reagieren. Daher lohnt es sich, die Standortfaktoren in MOE etwas näher zu betrachten. Standortfaktoren in Mittel- und Osteuropa Die meisten osteuropäischen Länder haben sich seit der Wende beeindruckend entwickelt. Makroökonomische Stabilisierung, robustes Wachstum und steigender Lebensstandard sind das Ergebnis eines weitgehend erfolgreichen Transformationsprozesses (siehe Grafik 7). Sprachfähigkeiten und kulturelle Nähe erleichtern die Verständigung Länder in MOE liegen in räumlicher und kultureller Nähe zu den Märkten in Westeuropa. Typische Nearshore-Standorte punkten mit niedrigeren Kosten für die Kommunikation zwischen auslagerndem Unternehmen und Anbieter. Dafür sind drei Gründe verantwortlich: Persönlicher Kontakt: Komplexe Probleme lassen sich am besten von Angesicht zu Angesicht lösen. Nearshore-Standorte sind näher am Auftraggeber. Das erleichtert gegenseitige Visiten. Gemeinsame Sprache: Nearshore-Standorte verfügen häufig über Mitarbeiter mit Kenntnissen in der Landessprache ihrer Auftraggeber selbst wenn sich die offiziellen Sprachen unterscheiden. Kulturelles Verständnis: Nearshore-Mitarbeiter kennen und verstehen den kulturellen Hintergrund ihrer Auftraggeber meist besser als solche in Offshore-Standorten. Dies erlaubt eine einfachere, implizite Verständigung, da Interpretationsfehler seltener werden. Sprachfähigkeiten haben besondere Bedeutung. Der Erfolg Indiens wird nicht zuletzt auf das große Angebot englischsprachiger Mitarbeiter zurückgeführt und die meisten Offshore-Transaktionen kommen aus angelsächsischen Ländern. Hier sind kontinentaleuropäische Unternehmen im Nachteil. Zwar gilt Englisch als Lingua Franca, dennoch steigt die Effizienz der Kommunikation, wenn beide Partner die Sprache flüssig beherrschen. Das ist in manchen kontinentaleuropäischen Firmen offenbar nicht immer der Fall. Zudem sind bei vielen Dienstleistungen Kenntnisse in der Landessprache des auslagernden Unternehmens unabdingbar, zum Beispiel bei der Kundenbetreuung in Call-Centern oder der Bearbeitung von Belegen, die in der Landessprache verfasst sind. Gerade für deutsche Unternehmen ist MOE interessant. Knapp 4% aller Schüler in den neuen EU-Mitgliedstaaten lernen Deutsch. Der Anteil ist besonders hoch in den direkten Nachbarstaaten (siehe Grafik 8). Freilich bedeutet das nicht, dass Deutsch auch flüssig beherrscht wird, aber es sind zumindest ausbaufähige Grundkenntnisse vorhanden. Darüber hinaus lernen über 7% der Schüler Englisch, so dass sprachliche Lücken gefüllt werden können. Für fran Juli 26

7 Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa Wenig Multikulti % der Unternehmen, die Sprache und Kultur als Offshoring-Hindernis nennen FR DE NL GB Quelle: Forrester Research Inc., 24 9 Go West, young student Anzahl ausländischer Studenten nach Herkunft, ' MOE China Indien EU-15 DE GB Quelle: Eurostat, zösische Unternehmen ist Rumänien interessant; hier lernen über 85% der Schüler Französisch. Diese Sprachfähigkeiten sind ein wichtiger Standortfaktor, der nicht leichtfertig verschenkt werden sollte. In einigen MOE-Ländern, zum Beispiel in der Tschechischen Republik oder der Slowakei, lernen weniger Schüler Deutsch als noch Neben Sprache ist die Kenntnis der Kultur und Gepflogenheiten eine wichtige Grundlage für eine effiziente Kommunikation. Viele Unternehmen in Europa empfinden Unterschiede in Sprache und Kultur als hinderlich für Offshoring-Aktivitäten (siehe Grafik 9). Es ist interessant, dass selbst 56% der Unternehmen aus Großbritannien hier Probleme sehen, trotz der engen sprachlichen und kulturellen Bindungen zum bevorzugten Offshoring-Standort Indien. 1 Kommunikation findet auf mehreren Ebenen statt. Neben dem formalen schriftlichen oder mündlichen Austausch von Informationen spielen implizite Signale und Erwartungen eine große Rolle. Das Verständnis und die Interpretation dieser Signale und Erwartungen sind abhängig vom kulturellen Hintergrund der kommunizierenden Personen. Zum Beispiel wird Zustimmung in Albanien durch seitliches Kopfschütteln signalisiert, anstelle des sonst üblichen Nickens. Werden kulturelle Besonderheiten nicht berücksichtigt, kommt es schnell zu Missverständnissen, die zusätzliche Kosten verursachen. Erfahrungsberichte betonen die hohe Sorgfalt indischer Mitarbeiter. Allerdings geht die hohe Sorgfalt häufig mit einer sehr prozessorientierten und formalisierten Arbeitsweise einher. Das erhöht den Aufwand für Kommunikation und Dokumentation und erschwert schnelle und flexible Reaktionen. 11 Demgegenüber existiert in Europa ein breiter Kanon an gemeinsamer Geschichte und Tradition, der das gegenseitige Verständnis erleichtert. Mitarbeitern in MOE fällt es leichter die impliziten Signale im Sinne des Senders zu interpretieren. Sie verstehen oft besser, welche Ziele der Auftraggeber verfolgt. Dazu gehört auch, dass sie die Spezifikationen ihrer Auftraggeber kritisch hinterfragen. Persönliche Erfahrungen bereichern den gemeinsamen Kanon. Sie werden z.b. in Studienaufenthalten gesammelt. So waren 23 fast 7. Studenten aus mittel- oder osteuropäischen Ländern in Deutschland das sind knapp 3% aller ausländischen Studenten. Indische und chinesische Studenten spielen vor allem in Großbritannien eine größere Rolle (siehe Grafik 1). Große Lohnunterschiede Kosteneinsparungen sind das überragende Motiv für die meisten Auslagerungen. Dienstleistungen werden arbeitsintensiv produziert, daher spielen Löhne und Lohnnebenkosten eine große Rolle. In MOE liegen die Arbeitskosten deutlich unter denen in Westeuropa: In den neuen EU-Mitgliedstaaten betragen die durchschnittlichen Arbeitskosten bei nichtöffentlichen Dienstleistungen gut ein Fünftel derjenigen in Deutschland. In Rumänien und Bulgarien betragen sie 1 Noch überraschender ist möglicherweise der geringe Anteil bei französischen Unternehmen. Allerdings sind hier andere Probleme dominant. So sorgen sich 92% der Befragten um das Verhalten von Gewerkschaften und 79% um den Widerstand von eigenen Mitarbeitern und Managern gegen Offshoring. Diese Sorgen spielen in den anderen Ländern eine kleinere Rolle. Vgl. Méndez, Manuel Ángel (24). Europe s Offshore Outsourcing Plans. Forrester Research Inc. S Vgl. Moore, Stephanie und Adam Brown (24). Cultural Challenges in Offshore Outsourcing. Forrester Research Inc. 19. Juli 26 7

8 58 Löhne in MOE holen auf Arbeitskosten bei nichtöffentlichen Dienstleistungen relativ zu DE, % 1996 CN 4 IN RO SK 3 2 BG Stundenlohn eines Ingenieurs BIP pro Kopf (KKP) Konkurrenzfähiges Bildungssystem EU-15 Neue EU USA 24 RO SK PL Neue EU HU CZ Quelle: Eurostat, 26 Hohe Korrelation zwischen Löhnen und BIP USD 6 HU CZ PL 5 Quellen: Business Week, DB Research, WDI, 25 4,5 5 5,5 6 6,5 Hochschulabsolventen, % Bevölkerung 2-29 Jahren, 22 Öffentliche Bildungsausgaben, % BIP, Quelle: Eurostat, weniger als 1% der deutschen Kosten (siehe Grafik 11). Allerdings haben die Kosten in den letzten Jahren deutlich zugelegt: Zwischen 1996 und 24 sind die Arbeitskosten in den neuen EU-Mitgliedstaaten um durchschnittlich 7,7% pro Jahr gestiegen. In Rumänien sind sie um 8,1%, in der Slowakei um 9,7%, in Litauen sogar um 15% pro Jahr gestiegen. Dagegen war das Lohnwachstum in Westeuropa gebremst: 2,1% in Deutschland und 3,4% in der EU-15. Die Lohnunterschiede sind weiterhin ausgeprägt, sinken aber. Bei qualifizierten Tätigkeiten gehören die meisten MOE-Länder nicht zu den billigen Offshore-Standorten. Die Löhne in China und vor allem in Indien liegen meist niedriger. Nur einige Länder außerhalb der EU können da mithalten. Ein Ingenieur kostet in der Tschechischen Republik etwa USD 5,4 pro Stunde, während er in China bereits für USD 3,5 und in Indien für USD 2,4 zu haben ist. In Rumänien liegt der Stundenlohn bei etwa USD 2,6, in Bulgarien bei nur USD 1,4. 12 Erwartungsgemäß gibt es eine deutliche Korrelation zwischen der Lohnhöhe und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf (siehe Grafik 12). Indien und China verbinden ein niedriges BIP pro Kopf mit niedrigen Löhnen für Ingenieure, während in Ungarn und der Tschechischen Republik Löhne und BIP vergleichsweise hoch sind. Lediglich in Bulgarien verdient ein Ingenieur weit unterdurchschnittlich. Für die zukünftige Entwicklung der Löhne sind Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt sowie die strukturelle Entwicklung der Arbeitsmärkte selbst entscheidend. Strukturelle Fragen spielen gerade in den ärmeren Offshore-Standorten noch eine untergeordnete Rolle. Die Korrelation in Grafik 12 deutet an, dass die Löhne für qualifizierte Arbeit mit zunehmender wirtschaftlicher Entwicklung ansteigen. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt in den fortgeschrittenen MOE-Ländern über dem in Indien oder China und entsprechend ist das Lohnniveau höher. Allerdings sind Löhne nicht das einzige Kriterium für eine Standortentscheidung. Weitere Standortfaktoren wie Ausbildungsniveau, Infrastruktur oder institutionelle Qualität die typischerweise in reicheren Ländern besser sind können Lohnkostennachteile kompensieren. Hohes Bildungsniveau aber keine IT-Spezialisierung Das Angebot an gut ausgebildeten Arbeitskräften ist eine Schlüsselgröße für die Attraktivität eines Standorts. Das Bildungssystem ist in den meisten mittel- und osteuropäischen Ländern konkurrenzfähig. In den neuen EU-Mitgliedstaaten werden im Vergleich zur EU-15 oder den USA leicht überdurchschnittlich viele Hochschulabsolventen ausgebildet. Pro 1 Einwohner im Alter zwischen 2 und 29 Jahren graduieren rund 6 Studenten in den neuen EU-Mitgliedstaaten und in den USA, während gut 51 ihren Abschluss in der EU- 15 machen. Die öffentlichen Bildungsausgaben liegen mit rund 5,3% des BIP in allen drei Regionen auf einem ähnlichen Niveau (siehe Grafik 13). 13 In den MOE-Ländern außerhalb der EU liegen die Werte meist niedriger: In Bulgarien zum Beispiel liegt die Absolventen- 12 Die Stundenlöhne wurden in der Business Week vom 19. Dezember 25 veröffentlicht. Löhne lassen sich nur schwer international vergleichen, da die individuellen Charakteristika der Arbeitnehmer und regionale Unterschiede zu großen Schwankungen führen können. Die Angaben dienen einer groben Orientierung. 13 Der geringere Anteil an Hochschulabsolventen in der EU-15 liegt vor allem an Deutschland (nur 3,2%). Viele junge Erwachsene sehen in der dualen Berufsausbildung eine attraktive Alternative zum Studium. In den USA spielen private Bildungsausgaben eine größere Rolle als in Europa, daher unterschätzt der Indikator öffentliche Bildungsausgaben die tatsächlichen Investitionen in Bildung Juli 26

9 Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa Größe ist nicht alles Anzahl qualifizierter Arbeitnehmer, ' USA IN CN MOE3 RU Keine IT-Spezialisierung Anteil der Absolventen in Informatik, % BG USA EU-15 Neue EU-Mitgliedstaaten Angebot an ausgebildeten Ingenieuren, Mathematikern, Statistikern und Physikern MOE3 = CZ, HU und PL potenziell tatsächlich Quelle: McKinsey Global Institute, 25 Basis: Alle Absolventen. Quelle: Eurostat, quote bei 4,1% und 3,6% des BIP werden für öffentliche Bildungsausgaben verwendet. Der Pool an qualifizierten Arbeitskräften ist in den meisten Offshore- Standorten recht groß. Allerdings sagt die formale Qualifikation häufig wenig darüber aus, ob sich die Arbeitskräfte auch für den Einsatz bei einem international ausgerichteten Dienstleistungsanbieter (Insourcer) eignen. Nicht alle Universitäten erfüllen die Standards, die in Westeuropa oder den USA üblich sind. Zudem vermitteln manche Studiengänge zu wenig Sprachkenntnisse oder praktische Erfahrungen. Die Differenz zwischen der Anzahl der formal ausreichend ausgebildeten Arbeitskräfte und der Anzahl der tatsächlich geeigneten kann dramatisch sein. Laut einer Studie von MGI eignen sich nur 1% der studierten Ingenieure, Mathematiker, Statistiker und Physiker in China oder Russland für ihrer Ausbildung entsprechende Jobs bei Insourcern. 14 In der Tschechischen Republik, Ungarn oder Polen (MOE-3) liegt der Anteil bei knapp 5%, während sich in den Industrieländern rund 8% der Absolventen auch für den Einsatz bei internationalen Dienstleistern eignen. Dadurch relativiert sich die Zahl der tatsächlich verfügbaren Arbeitskräfte (siehe Grafik 14). Obwohl sich in Indien und China nur ein kleiner Teil der ausgebildeten Fachkräfte für einen qualifizierten Einsatz bei einem Insourcer eignen, ist ihre absolute Zahl dennoch höher als in anderen Offshore- oder Nearshore-Standorten. Außerdem zeigt sich, dass umfangreiche Reserven durch eine verbesserte Qualität in der Ausbildung mittelfristig aktiviert werden können. Viele IT-basierte Dienstleistungen verlangen Kenntnisse in technischen Prozessen und die Fähigkeit, abstrakte Probleme zu lösen. Eine gute Vorbereitung dafür sind technische, mathematische sowie naturwissenschaftliche Studiengänge und natürlich das Studium der Informatik. Gerade in MOE haben diese Fachbereiche in der Vergangenheit eine besondere Bedeutung gehabt. Inzwischen scheinen aber viele Studenten das Interesse verloren zu haben. Im Vergleich zur EU-15 oder den USA graduieren nur unterdurchschnittlich viele Studenten in Informatik: Deutlich weniger als 2% aller Absolventen in den neuen EU-Mitgliedstaaten haben Informatik studiert. Ähnlich sieht es außerhalb der EU, z.b. in Bulgarien, aus. In der EU- 15 liegt der Anteil bei über 4%, in den USA bei über 5% (siehe Grafik 15). Im Jahr 23 lag der Anteil der Informatik-Absolventen in Russland bei gut 2,5%. 15 Für Indien wird der Anteil der Absolventen im IT- Bereich auf 5,7% geschätzt. 16 Das ist aber möglicherweise nicht ausreichend. Einige Beobachter befürchten einen Engpass bei den Fachkräften, der den Boom der indischen IT-Industrie bremsen könnte. 17 Der Anteil der IT-Absolventen ist in den Jahren zwischen 1998 und 23 allgemein gestiegen. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass sich 14 Farrell, Diana et al. (25). The Emerging Global Labor Market: Part II The Supply of Offshore Talent in Services. McKinsey Global Institute. 15 Laut Branchenverband RUSSOFT haben 23 gut 42. Studenten in Informatik graduiert, vgl. RUSSOFT (25). IT Outsourcing Destination: Russia. White Paper. S. 6. Angaben zur Grundgesamtheit aller Absolventen (knapp 1,6 Mio.) stammen von der UNESCO. 16 Die Zahl der Absolventen des akademischen Jahrs wird von NASS- COM auf 2,5 Mio. geschätzt. Davon graduierten 141., also 5,7%, im Bereich IT. Vgl. NCAER (25). India Science Report. National Council of Applied Economic Research. S. 8; und NASSCOM (25). Strategic Review. 17 Vgl. Schaaf, Jürgen (25). Outsourcing nach Indien: Der Tiger auf dem Sprung. DB Research. Aktuelle Themen 335; und NASSCOM-McKinsey Report (25). Ensuring India s leadership in the global IT and BPO industries. 19. Juli 26 9

10 58 Risiko steigt mit Armut 23 n=134 ICRG Log BIP pro Kopf (USD, KKP) R 2 =,7487 ICRG-Skala von 1 (riskant) bis 1 (sicher). Quelle: WDI, 24; DB Research, dieser Trend universell fortsetzen wird. Viele, die in 23 ihr Studium in Informatik abgeschlossen haben, waren noch vom New Economy-Boom beeinflusst. Inzwischen hat sich der Enthusiasmus für Informatik wieder gelegt, daher werden die Absolventenanteile in Zukunft eher wieder fallen. 18 Neben Informatik spielen weitere technische und wissenschaftliche Fächer eine Rolle: Während in der EU-15 fast 12% aller Absolventen Naturwissenschaften, Mathematik oder Informatik studiert haben, ist der Wert in den neuen Mitgliedstaaten weniger als halb so hoch. Ähnlich sieht es außerhalb der EU aus: In Rumänien und Bulgarien liegt der Anteil bei unter 6%. In den neuen EU-Mitgliedstaaten sind Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bei den Studenten beliebt. Hier graduieren über 46% aller Absolventen im Vergleich zu 31% in der EU Insgesamt herrscht in MOE ein vergleichsweise gutes Ausbildungsniveau freilich ohne eine Spezialisierung auf Informationstechnologie. Hier wiederholt sich der Eindruck, dass MOE wohl keinen ausgeprägten komparativen Vorteil bei klassischen IT-Dienstleistungen besitzt. Allerdings ist ein breites Angebot an qualifizierten Arbeitskräften ein wichtiger Standortvorteil bei höherwertigen Geschäftsprozessen. Arme Länder haben schwache Institutionen Niedrige Löhne für gut ausgebildete Arbeitskräfte sind nicht das einzige Kriterium für eine Standortwahl. Makroökonomische und institutionelle Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle, schließlich sind die ausgelagerten Prozesse häufig von hoher Bedeutung für die auslagernden Unternehmen selbst wenn es sich um Standarddienstleistungen handelt. Würde zum Beispiel der ins Ausland verlagerte IT-Support durch äußere Einflüsse unterbrochen, könnte das den gesamten Produktionsablauf empfindlich treffen. Andere Probleme ergeben sich, wenn im Offshore-Standort der Datenschutz oder geistiges Eigentum nicht ernst genommen werden, Verträge nicht eingehalten werden oder staatliches Verhalten unberechenbar ist. Die Qualität der Institutionen eines Landes korreliert deutlich mit dem Grad der wirtschaftlichen Entwicklung (siehe Grafik 16). In der Literatur wird häufig der International Country Risk Guide Composite Indicator (ICRG) als Maß für die institutionelle Qualität verwendet. 2 Er verbindet Einschätzungen zum politischen Risiko, zur Rechtsstaatlichkeit, der Qualität der Bürokratie etc. mit wirtschaftlichen und währungspolitischen Variablen. Da typische Offshore-Standorte meist ärmere Länder sind nur dort lassen sich die gewünschten Lohnkostenvorteile erzielen sind also Abstriche bei den Institutionen zu erwarten. Offshoring bedeutet, dass eine mittel- bis langfristige Lieferbeziehung zwischen Käufer und Verkäufer für eine bestimmte Leistung vereinbart wird. Die Art und Qualität der Leistung wird in Service 18 Vgl. ACM (26). Globalization and Offshoring of Software. A Report of the ACM Job Migration Task Force. Kapitel 7. S Angaben jeweils für das Jahr ,3% aller Absolventen aus den neuen EU- Mitgliedstaaten sind keinem Studiengang zugeordnet; in der EU-15 sind das nur,2%. Die Daten unterschätzen daher die tatsächlichen Absolventenzahlen in den einzelnen Fachgebieten aus den neuen Mitgliedstaaten. Allerdings erscheint es unplausibel, dass sich allein dadurch der Unterschied zur EU-15 erklärt. 2 Vgl. Knack, Stephen und Philip Keefer (1995). Institutions and Economic Performance: Cross-Country Tests Using Alternative Institutional Measures. Economics and Politics 7(3). S Juli 26

11 Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa Pacta sunt servanda Kosten der Vertragsdurchsetzung, % der Schuld, 25 HU CZ DE RO BG SI RU CN IN Quelle: Doing Business Database, Gefahr von Nachverhandlungen bei schwachen Institutionen Reputation senkt das Risiko von Nachverhandlungen 17 Level Agreements (SLA) festgehalten. Allerdings ist es wichtig, dass die darin enthaltenen Vereinbarungen durchgesetzt werden. In einigen Ländern sind die Kosten der Vertragsdurchsetzung aber erheblich. Eine allgemeine Einschätzung zu den durchschnittlichen Kosten findet man in der Doing Business-Datenbank der Weltbank. Hier wird gemessen, wie lange es dauert und wie viel es kostet, einen Zahlungsanspruch im Fall eines Streits gerichtlich durchzusetzen. 21 In Indien kann das über 4% der ausstehenden Summe kosten. In China und Russland beträgt der Wert über 2%. In Ungarn und der Tschechische Republik dagegen liegen die Kosten mit unter 1% niedriger als in Deutschland. Auch in Rumänien und Bulgarien liegen die Kosten bei unter 15% (siehe Grafik 17). Noch komplizierter wird die Vertragsbeziehung dadurch, dass sich die Anforderungen im Lauf der Zeit verändern werden, zum Beispiel durch neue technische Entwicklungen oder veränderte Regulierung. Diese Veränderungen sind nicht immer vorhersehbar. Lieferant und Käufer müssen sich also während der Vertragslaufzeit über Änderungen einigen, die bei Vertragsabschluss nicht erwartet wurden. Aufgrund der langen Laufzeit eines SLA und der häufig notwendigen Anpassungen ist die Gefahr von Nachverhandlungen, die einen Geschäftspartner benachteiligen, besonders hoch. Der Anbieter eines Services kann zum Beispiel versuchen, mit dem Hinweis auf veränderte Rahmenbedingungen den Preis seiner Leistung zu erhöhen. Inwieweit die angeführte Begründung die Preiserhöhung tatsächlich rechtfertigt, lässt sich häufig nicht eindeutig entscheiden. Gute Institutionen stabilisieren aber die Geschäftsbeziehung, indem sie ein verlässliches Forum und Regelwerk für Auseinandersetzungen bieten, bis hin zu einer fairen gerichtlichen Klärung. Indiens IT-Industrie hat eine Sonderrolle Die aggregierten Daten zur institutionellen Qualität sind Durchschnittswerte für die gesamte Ökonomie, die sektorale Unterschiede überdecken. Dies ist gerade in Ländern wie Indien von Bedeutung, in denen die Unterschiede zwischen den Branchen besonders ausgeprägt sind. Tatsächlich ist der indische Dienstleistungssektor erfolgreicher als andere Sektoren: Er stellt nur 2% der Beschäftigten erwirtschaftet aber über 5% der Wirtschaftsleistung. Besonders die IT-Industrie spielt eine Sonderrolle. Indische Top-Anbieter sind seit Jahrzehnten im Geschäft und haben sich international Respekt und Anerkennung erarbeitet. Das so aufgebaute Vertrauen bietet Sicherheit, bürgt also für eine angemessene und einvernehmliche Durchführung der Geschäftsbeziehung. Schließlich will kein Anbieter seine Reputation dadurch beschädigen, dass er seine Kunden bei Nachverhandlungen benachteiligt. In MOE haben ITO- und BPO- Anbieter eine kürzere Geschichte und hatten daher bisher weniger Gelegenheit Reputation aufzubauen. Dynamik auf der Nachfrageseite Nachholbedarf in Kontinentaleuropa Unternehmen aus den USA oder Großbritannien sind die führenden Nachfrager nach Offshore-Dienstleistungen. Sie profitieren bislang von der Angebotsstruktur, da der wichtigste Anbieter Indien vor allem ihre Bedürfnisse bedienen konnte. 21 Zur Methodik und Interpretation, vgl. Djankov, Simeon, Rafael La Porta, Florencio Lopez-de-Silanes; und Andrei Shleifer (23). Courts. Quarterly Journal of Economics. Volume 118. No. 2. S Juli 26 11

12 58 Angelsachsen dominieren Offshoring in Europa % europäischer Offshoring-Ausgaben, 25 GB/IE 72% Quelle: Forrester Research Inc., 24 Nicht nur programmieren Die Unternehmensberatung McKinsey hat seit 1998 eine Forschungsabteilung in Madras, Indien. Über 1 Mitarbeiter unterstützen die Berater, z.b. mit hochwertigen Präsentationen. Der Automobilzulieferer Continental beschäftigt 2 Mitarbeiter im rumänischen Sibiu für Forschung und Entwicklung, z.b. von elektronischen Steuerelementen. Unternehmen wie GE, Citigroup, Dupont, Oracle und Cisco beziehen Dienstleistungen rund um die Rechtsberatung aus Indien. Quellen: Presse und Unternehmensberichte Westeuropäische Outsourcing-Ausgaben Mrd. USD ITO: CAGR 7,2% BPO: CAGR 14,6% DE/AT/CH 9% FR 8% Sonstige 11% Quelle: IDC, Über 7% aller europäischen Offshoring-Ausgaben werden in Großbritannien oder Irland getätigt (siehe Grafik 18). Deutschland, Österreich und die Schweiz kommen gemeinsam nur auf einen Anteil von 9%, Frankreich auf 8%. Südeuropäische Länder wie Italien, Spanien oder Portugal spielen nur eine sehr kleine Rolle. Kontinentaleuropa ist ein attraktiver Markt für Anbieter aus MOE, da hier der Nachholbedarf im Vergleich zu angelsächsischen Ländern am größten ist. Zudem bietet MOE möglicherweise genau die Faktoren, welche die Unternehmen in Kontinentaleuropa bislang vermisst haben vor allem mit Blick auf Sprache und Kultur. Allerdings spielen auch andere Regionen hier ihre Stärken aus: Französische Unternehmen finden in Nordafrika Französisch sprechende Mitarbeiter; spanische Unternehmen suchen Partnerunternehmen in Lateinamerika. Eine Vielzahl von Ländern in Asien entwickeln Angebote für den kleinen, aber stark wachsenden japanischen Markt. Kleinere Unternehmen sind zurückhaltender bei der Nutzung von Offshoring. Für sie bietet MOE ein interessantes Angebot an Offshore-Dienstleistungen. Kleinere Unternehmen können ihre Prozesse typischerweise nicht so stark gliedern und standardisieren wie große Unternehmen. Zudem haben die Prozesse jeweils ein kleineres Volumen. Daher übersteigen die Investitionen für Auswahl und Kontrolle eines Offshore-Partners häufig die Einsparpotenziale. Nearshoring ist hier eine Alternative, weil die Rüstkosten meist niedriger sind. Neue Prozesse Offshoring beschränkt sich längst nicht nur auf einfachste Programmieraufgaben und Call-Center. Auch komplizierte und komplexe Prozesse werden ins Ausland verlagert, wo zunehmend die Kompetenz dafür wächst. Indische Radiologen zum Beispiel analysieren und interpretieren Röntgenbilder für amerikanische Krankenhäuser. Auch andere anspruchsvolle Back-Office-Tätigkeiten werden ausgelagert, zum Beispiel in der Rechtsberatung (Legal Process Outsourcing) oder die Auswertung von Wirtschaftsdaten. Die Technologieberatung Forrester schätzt, dass bis 21 knapp 39. Jobs in der Rechtsberatung aus den USA in Offshore-Standorte verlagert werden. 22 Der Fantasie der Unternehmen sind beim Offshoring kaum Grenzen gesetzt. Viele Dienstleistungen lassen sich günstig in Niedriglohnländern erbringen auch jenseits der klassischen IT-Dienstleistungen. Geeignete Prozesse zu entdecken und die nötigen Strukturen im Unternehmen für Auslagerungen zu schaffen, wird sich zunehmend zu einer betriebswirtschaftlichen Kompetenz entwickeln. Einen wichtigen Hinweis für das Offshoring-Potenzial liefert ein Blick auf das Outsourcing-Verhalten. Viele Prozesse werden erst inländisch ausgelagert (Outsourcing), bevor sie ins Ausland verlagert werden (Offshoring). Komplexere Geschäftsprozesse werden typischerweise dem Business Process Outsourcing zugeordnet, während klassische IT-Dienstleistungen unter IT Outsourcing erfasst werden. IDC schätzt, dass BPO bis 29 ein Volumen von über USD 35 Mrd. in Westeuropa erreichen wird (siehe Grafik 19) McCarthy, John (24). Near-Term Growth Of Offshoring Accelerating. Forrester Research Inc. 23 Vgl. IDC (26). Western European BPO Services Market Forecast and Analysis, Nr. BP1N. Vgl. auch IDC (25). Western European IT Services Market Forecast and Analysis, Nr. Q3M Juli 26

13 Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa MOE profitiert von seiner geografischen und kulturellen Nähe Offshoring hat noch geringes Volumen, aber hohe Zuwächse Löhne in MOE sind meist höher als in klassischen Offshore-Standorten Indiens IT-Sektor hat eine Sonderrolle Geografische und kulturelle Nähe erleichtern die Kommunikation Damit steht es dann fast auf einer Stufe mit ITO. In den USA nimmt BPO bereits einen Anteil von fast 9% des gesamten Outsourcing- Volumens ein. Die wachsende Bedeutung von BPO gerade in Westeuropa spricht für den Standort MOE. Schließlich spielen Anbieter aus MOE gerade bei komplexeren Geschäftsprozessen ihre Stärken aus. Fazit: Selektives Offshoring IT-Dienstleistungen und Back-Office-Tätigkeiten für Unternehmen in Hochlohnländern sind ein attraktives Geschäftsfeld für viele aufstrebende Ökonomien. Offshoring schafft dort gut bezahlte Jobs, Exporterlöse und fördert den Technologie- und Wissenstransfer. Es ist kein Wunder, dass so viele Länder versuchen, den indischen Erfolg zu imitieren und ihrerseits als Offshore- oder Nearshore-Standort aufzutreten. Mittel- und Osteuropa (MOE) ist aufgrund seiner geografischen und kulturellen Nähe zu wichtigen Märkten sowie seines vergleichsweise günstigen Lohn- und hohen Bildungsniveaus ein vielversprechender Standort. Der Markt für Offshore-Outsourcing der IT und anderer Geschäftsprozesse wächst beträchtlich. Die Zuwachsraten liegen deutlich über denen anderer Handelsströme allerdings von einem niedrigen Niveau aus. Im Vergleich zu ihren angelsächsischen Konkurrenten agieren kontinentaleuropäische oder asiatische Unternehmen noch zurückhaltender, aber sie können die zu erwartenden Kostenvorteile nicht dauerhaft ignorieren. Zudem erweitert sich die Geschäftspalette, da neue Prozesse für Offshoring entdeckt werden zum Beispiel in Forschung und Entwicklung. Auf der Angebotsseite spielen typische Standortfaktoren eine wichtige Rolle. Das Lohnniveau in den fortgeschrittenen MOE-Ländern ist niedriger als in den alten EU-Mitgliedstaaten, aber über dem klassischer Offshore-Standorte. Außerhalb der EU finden sich aber auch günstigere Nearshore-Standorte, zum Beispiel in Rumänien oder Bulgarien. Typischerweise sind die Löhne umso niedriger, je ärmer das Land ist. Allerdings erhöht sich das makroökonomische und institutionelle Risiko, wenn Prozesse in besonders arme Länder verlagert werden. Das kann zu einem Problem werden, wenn zum Beispiel die Abhängigkeit von dem ausgelagerten Prozess sehr hoch ist oder sensible Daten bearbeitet werden. Der indische IT- Dienstleistungssektor genießt eine Sonderrolle, weil er in den letzten Jahrzehnten erfahrener und professioneller geworden ist. Dieser Vorteil fehlt in den günstigen MOE-Ländern. Daher wiegen institutionelle Schwächen hier schwerer. Indien hat eine spezialisierte Exportstruktur, in der IT-basierte Dienstleistungen einen hohen Anteil einnehmen. Das deutet auf einen komparativen Vorteil in der Produktion dieser Dienste. Den Ländern in MOE fehlt diese Spezialisierung bisher genauso wie eine Spezialisierung in der IT-Ausbildung. MOE spielt seine Stärken gerade dort aus, wo die Kommunikation zwischen auslagerndem Unternehmen und Dienstleistungsanbieter besonders wichtig ist. Das ist häufig bei komplexeren Geschäftsprozessen der Fall. Zudem fällt die fehlende IT-Spezialisierung in MOE bei typischen Back-Office-Prozessen z.b. in der Buchhaltung weniger ins Gewicht. Die geografische und kulturelle Nähe zum Auftraggeber erleichtert die Verständigung. Dadurch werden Missverständnisse reduziert und der Austausch von komplexer und abstrakter Information wird leichter. Darüber hinaus besitzen viele 19. Juli 26 13

14 58 Bei einfachen Dienstleistungen entscheidet der Preis Mitarbeiter in MOE Kenntnisse in Deutsch und Französisch und können diese Märkte daher leichter bedienen. Wie wichtig die Kommunikation ist, muss jedes Unternehmen selbst entscheiden. Dabei ist zu erwarten, dass Unternehmen für vergleichsweise komplexe, innovative oder kreative Prozesse eine intensive Kommunikation mit ihrem Anbieter wünschen. Unerfahrene Unternehmen werden die Offshoring-Beziehung anfangs intensiver beobachten und häufig Rückversicherungen suchen. Einfache, standardisierte Dienstleistungen dagegen bedürfen weniger der Interaktion. Hier entscheiden Unternehmen eher nach dem Kriterium Preis, selbst wenn die Kommunikation mit dem Anbieter komplizierter ist. Die Attraktivität eines Nearshore-Standortes wie MOE nimmt mit der Intensität der gewünschten Kommunikation zu. Thomas Meyer ( , Juli 26

15 ISSN Offshoring an neuen Ufern Nearshoring nach Mittel- und Osteuropa, Nr Juli 26 Entgegen vielen Erwartungen! Breitbandige Mobilfunktechnologie UMTS ist Realität, Nr April 26 IT, Telekom & Neue Medien: Am Beginn der technologischen Konvergenz, Nr März 26 RFID-Funkchips: Zukunftstechnologie in aller Munde, Nr Januar 26 Breitband: Europa braucht mehr als DSL, Nr August 25 Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmens- Kommunikation? Nr August 25 Offshoring Report 25 Ready for Take-off, Nr Juni 25 E-Government in Deutschland: Viel erreicht noch viel zu tun! Nr April 25 Software-Häuser: Wandel vom Produkthersteller zum Solution-Provider, Nr März 25 Unsere Publikationen finden Sie kostenfrei auf unserer Internetseite Dort können Sie sich auch als regelmäßiger Empfänger unserer Publikationen per eintragen. Für die Print-Version wenden Sie sich bitte an: Deutsche Bank Research Marketing 6262 Frankfurt am Main Fax: Copyright 26. Deutsche Bank AG, DB Research, D-6262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe Deutsche Bank Research gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informationszwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorstehenden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In den USA wird dieser Bericht durch Deutsche Bank Securities Inc., Mitglied der NYSE, NASD, NFA und SIPC, genehmigt und/oder verbreitet. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verfügt. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG London, Mitglied der London Stock Exchange, genehmigt und/oder verbreitet, die in Bezug auf Anlagegeschäfte im Vereinigten Königreich der Aufsicht der Financial Services Authority unterliegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Limited, Tokyo Branch, genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. Druck: HST Offsetdruck Schadt & Tetzlaff GbR, Dieburg Print ISSN / Internet ISSN / ISSN

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