STÄDTISCHES GYMNASIUM GÜTERSLOH

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1 SCHULINTERNES KERNCURRICULUM GEOGRAPHIE _ SEKUNDARSTUFE II STAND: AUGUST ) Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit Das Städtische Gymnasium Gütersloh liegt zentral im Kernstadtgebiet. In der Sekundarstufe II haben die Kurse durchschnittlich Schüler und Schülerinnen. Die Schule hat sowohl hat sowohl Grund- als auch Leistungskurse im Fach Geographie. Die Schule ist Europaschule und hat diesen Gedanken in ihrem Schulprogramm verankert. Kernanliegen der Schule als Europaschule ist es, ihre Schüler und Schülerinnen auf ein Leben als europäische Bürger und Bürgerinnen in einer globalisierten Welt vorzubereiten. Zentrale Zielsetzungen sind die Entwicklung und Vertiefung eines mehrdimensionalen Bewusstseins für grundlegende Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. In Fortsetzung der Sekundarstufe I vermittelt das Fach Geographie in der gymnasialen Oberstufe darüber hinaus die Schwerpunkte des nachhaltigen Umweltschutzes und Naturerhalts sowie der globalen Verantwortung weiter. Aufbauend auf dem im Schulprogramm integrierten Europakurs (Wahlpflichtbereich Sek I) werden zur Verwirklichung aspektreiche Bezüge Europas als fester Bestandteil in den Unterricht integriert und eine vertiefende Sprachenförderung im europäischen Rahmen (deutsch-englischer bilingualer Zweig) vermittelt. Ziel der Arbeit der Fachkonferenz Geographie ist die Vermittlung einer raumbezogenen Handlungskompetenz. Dieses Ziel soll insbesondere durch Unterrichtsbeispiele aus dem Nahraum, Lernen vor Ort, das Aufgreifen aktueller Fallbeispiele aus der Medienberichterstattung und den Einsatz moderner Medien unterstützt werden. Formen des kooperativen Lernens sind als besonders wirksame Arbeits- und Lernform im Fach Geographie verankert. Gleichzeitig wird insbesondere die Förderung von Lernkompetenz in allen Unterrichtsvorhaben explizit berücksichtigt. Die Fachkonferenz unterstützt alle Unterrichtenden im Fach Geographie durch eine gemeinsame digitale Lernplattform (Moodle), auf der selbst erstellte Materialien der Unterrichtsvorhaben und Dokumente für die Arbeit innerhalb der Fachschaft gesammelt und abrufbar sind. Gleichzeitig dient diese Lernplattform auch als Austauschmedium für den Fachunterricht und Kommunikationsweg zwischen Lehrer und Lehrerinnen und Schülern und Schülerinnen. 1 von 18

2 Für das Fach Geographie gibt es einen Fachraum mit Arbeitsmitteln wie Karten, Computern und einer interaktiven elektronischen Wandtafel. Außerdem stehen mehrere Computerräume zur Verfügung, die regelmäßig gebucht werden können. Jeder Kurs hat einen Klassensatz mit Schulbüchern zur Verfügung und jede Schülerin/jeder Schüler einer Lerngruppe einen Atlas der gleichen Auflage zur Verfügung. 2) Entscheidungen zum Unterricht Die Umsetzung der Unterrichtsvorhaben im schulinternen Lehrplan erfolgt auf zwei Ebenen: dem Übersichts- und dem Konkretisierungsraster. Im Übersichtsraster der Unterrichtsvorhaben wird die für alle Lehrerinnen und Lehrer gemäß Fachkonferenzbeschluss verbindliche Verteilung der Unterrichtsvorhaben dargestellt. Das Übersichtsraster dient dazu, den Kolleginnen und Kollegen einen schnellen Überblick über die Zuordnung der Unterrichtsvorhaben sowie den im Kernlehrplan genannten Kompetenzen, Inhaltsfeldern und inhaltlichen Schwerpunkten zu verschaffen. Um Klarheit für die Lehrkräfte herzustellen und die Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden in der Kategorie Kompetenzen an dieser Stelle nur die inhaltsfeldüberfreifenden Methoden- und Handlungskompetenzen ausgewiesen, während die inhaltsfeldbezogenen Sach- und Urteilskompetenzen erst im jeweiligen Konkretisierungsraster der Unterrichtsvorhaben Berücksichtigung finden. Während der Fachkonferenzbeschluss zum Übersichtsraster der Unterrichtsvorhaben zur Gewährleistung vergleichbarer Standards sowie zur Absicherung von Lerngruppenübertritten und Lehrkraftwechseln für alle Mitglieder der Fachkonferenz bindend ist, besitzt das Kokretisierungsraster der einzelnen Unterrichtsvorhaben empfehlenden Charakter. Um Spielraum für Vertiefungen, besondere Schülerinteressen, aktuelle Themen bzw. die Erfordernisse anderer besonderer Ereignisse (z.b. Praktika, Kursfahrten o.ä.) zu erhalten, wurden im Rahmen dieses schulinternen Lehrplans nur ca. 75 Prozent der Bruttounterrichtszeit verplant. 2 von 18

3 EINFÜHRUNGSPHASE 2.1 Übersichtsraster der Unterrichtsvorhaben UV 1 _ Unterschiedliche Landschaftszonen als Lebens- und Wirtschaftsräume Kompetenzen: orientieren sich unmittelbar vor Ort und mittelbar mit Hilfe von physischen und thematischen Karten (MK1), identifizieren problemhaltige geographische Sachverhalte und entwickeln entsprechende Fragestellungen (MK2), analysieren unterschiedliche Darstellungs- und Arbeitsmittel (Karte, Bild, Film, statistische Angaben, Graphiken und Text) zur Beantwortung raumbezogener Fragestellungen (MK3), arbeiten aus Modellvorstellungen allgemeingeographische Kernaussagen heraus (MK4), stellen geographische Informationen graphisch dar (Kartenskizzen, Diagramme, Fließschemata, Wirkungsgeflechte) (MK8), präsentieren Arbeitsergebnisse zu raumbezogenen Sachverhalten im Unterricht sach-, problem- und adressatenbezogen sowie fachsprachlich angemessen (HK1). Inhaltsfeld: IF 1 - Lebensräume und deren naturbedingte sowie anthropogen bedingte Gefährdung Inhaltliche Schwerpunkte: Landschaftszonen als räumliche Ausprägung des Zusammenwirkens von Klima und Vegetation sowie Möglichkeiten zu deren Nutzung als Lebensräume Zonale Gliederung der Erde aufgrund klimatischer Bedingungen (unter Beachtung der Atmosphärische Zirkulation) Tropischer Regenwald _Wirtschaften in einem komplexen Ökosystem Tropisch-subtropische Trockengebiete _ Leben am Rand der Ökumene Rohstofferschließung in der borealen Nadelwaldzone Lebensraum Hochgebirge Zeitbedarf: ca Stunden (ca. 5-6 Wochen) 3 von 18

4 STÄDTISCHES GYMNASIUM GÜTERSLOH UV 2 _ Lebensgrundlage Wasser - zwischen Dürre und Überschwemmung Kompetenzen: identifizieren problemhaltige geographische Sachverhalte und entwickeln entsprechende Fragestellungen (MK2), analysieren unterschiedliche Darstellungs- und Arbeitsmittel (Karte, Bild, Film, statistische Angaben, Graphiken und Text) zur Beantwortung raumbezogener Fragestellungen (MK3), belegen schriftliche und mündliche Aussagen durch angemessene und korrekte Materialverweise und Materialzitate (MK7), stellen geographische Informationen graphisch dar (Kartenskizzen, Diagramme, Fließschemata/Wirkungsgeflechte) (MK8), nehmen in Raumnutzungskonflikten unterschiedliche Positionen ein und vertreten diese (HK2), präsentieren Möglichkeiten der Einflussnahme auf raumbezogene Prozesse im Nahraum (HK6). Inhaltsfeld: IF 1 - Lebensräume und deren naturbedingte sowie anthropogen bedingte Gefährdung Inhaltliche Schwerpunkte: Leben mit dem Risiko von Wassermangel und Wasserüberfluss, Gefährdung von Lebensräumen durch geotektonische und klimaphysikalische Prozesse Dürre und Flut Eingriffe des Menschen in den Wasserkreislauf Gefährdung von Lebensräumen durch Dürren Bedrohung von Lebensräumen durch Desertifikation Hochwasser _ Naturereignis oder Menschenwerk? Zeitbedarf: ca. 15 Stunden (ca. 5 Wochen) 4 von 18

5 UV 3 _ Gefährdung von Lebensräumen: Leben mit den endogenen Kräfte der Erde - Potentiale und Risiken Kompetenzen: identifizieren problemhaltige geographische Sachverhalte und entwickeln entsprechende Fragestellungen (MK2), analysieren unterschiedliche Darstellungs- und Arbeitsmittel (Karte, Bild, Film, statistische Angaben, Graphiken und Text) zur Beantwortung raumbezogener Fragestellungen (MK3), arbeiten aus Modellvorstellungen allgemeingeographische Kernaussagen heraus (MK4), stellen geographische Sachverhalte mündlich und schriftlich unter Verwendung der Fachsprache problembezogen, sachlogisch strukturiert, aufgaben-, operatoren- und materialbezogen dar (MK6), präsentieren Arbeitsergebnisse zu raumbezogenen Sachverhalten im Unterricht sach-, problem- und adressatenbezogen sowie fachsprachlich angemessen (HK1), entwickeln Lösungsansätze für raumbezogene Probleme (HK5). Inhaltsfeld: IF 1 - Lebensräume und deren naturbedingte sowie anthropogen bedingte Gefährdung Vom Naturereignis zur Katastrophe Vulkane _ Gefahren aus dem Erdinneren Erdbeben _ die unberechenbare Gefahr Tsunami _ Gefahr vom Meer Tropische Wirbelstürme Mensch und Klimawandel Zeitbedarf: ca. 15 Stunden (ca. 5 Wochen) Inhaltliche Schwerpunkte: Gefährdung von Lebensräumen durch geotektonische und klimaphysikalische Prozesse 5 von 18

6 UV 4 _ Förderung und Nutzung fossiler Energieträger im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Politik unter der Berücksichtigung der neuen Fördertechnologien zur Verlängerung des fossilen Zeitalters mit kalkulierbaren Risiken? Kompetenzen: orientieren sich unmittelbar vor Ort und mittelbar mit Hilfe von physischen und thematischen Karten (MK1), recherchieren mittels geeigneter Suchstrategien in der Mediothek, im Selbstlernzentrum und im Internet Informationen und werten diese fragebezogen aus (MK5), belegen schriftliche und mündliche Aussagen durch angemessene und korrekte Materialverweise und Materialzitate (MK7), präsentieren Arbeitsergebnisse zu raumbezogenen Sachverhalten im Unterricht sach-, problem- und adressatenbezogen sowie fachsprachlich angemessen (HK1), nehmen in Raumnutzungskonflikten unterschiedliche Positionen ein und vertreten diese (HK2), übernehmen Planungsaufgaben im Rahmen von Unterrichtsgängen oder Exkursionen (HK3), vertreten in Planungs- und Entscheidungsaufgaben eine Position, in der nach festgelegten Regeln und Rahmenbedingungen Pläne entworfen und Entscheidungen gefällt werden (HK4). Inhaltsfelder: IF 2 - Raumwirksamkeit von Energieträgern und Energienutzung IF 1 - Lebensräume und deren naturbedingte sowie anthropogen bedingte Gefährdung Inhaltliche Schwerpunkte: Fossile Energieträger als Motor für wirtschaftliche Entwicklungen und Auslöser politischer Auseinandersetzungen Gefährdung von Lebensräumen durch geotektonische und klimaphysikalische Prozesse Entwicklung des globalen Energiebedarfs Steinkohle _ Ein fossiler Energieträger als Standortfaktor Ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen der Förderung fossiler Energieträger Erdöl _ Entwicklungsimpuls und Konfliktpotential für Förderungen Neue Fördertechnologien und Verlängerung des fossilen Zeitalters mit kalkulierbaren Risiken? Zeitbedarf: ca. 27 Stunden (ca. 9 Wochen) 6 von 18

7 UV 5 _ Regenerative Energien - Möglichkeiten und Grenzen nachhaltiger Nutzung Kompetenzen: orientieren sich unmittelbar vor Ort und mittelbar mit Hilfe von physischen und thematischen Karten (MK1), recherchieren mittels geeigneter Suchstrategien in der Mediothek, im Selbstlernzentrum und im Internet Informationen und werten diese fragebezogen aus (MK5), stellen geographische Sachverhalte mündlich und schriftlich unter Verwendung der Fachsprache problembezogen, sachlogisch strukturiert, aufgaben-, operatoren- und materialbezogen dar (MK6), belegen schriftliche und mündliche Aussagen durch angemessene und korrekte Materialverweise und Materialzitate (MK7), übernehmen Planungsaufgaben im Rahmen von Unterrichtsgängen oder Exkursionen (HK3), entwickeln Lösungsansätze für raumbezogene Probleme (HK5), präsentieren Möglichkeiten der Einflussnahme auf raumbezogene Prozesse im Nahraum (HK6). Inhaltsfelder: IF 2 - Raumwirksamkeit von Energieträgern und Energienutzung Inhaltliche Schwerpunkte: Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung regenerativer Energien als Beitrag eines nachhaltigen Ressourcen- und Umweltschutzes Energiewende _ Aufbruch in ein neues Zeitalter Klimaneutrale Stromversorgung? Energieinfrastruktur _ Fit für die Energiewende? Konfliktpotential bei Windenergienutzung Energie ist mehr als Strom _ Wärme und Verkehr Zeitbedarf: ca. 15 Stunden (ca. 5 Wochen) 7 von 18

8 EINFÜHRUNGSPHASE 2.2 Konkretisierungsraster der Unterrichtsvorhaben UV 1 _ Unterschiedliche Landschaftszonen als Lebens- und Wirtschaftsräume Unterrichtssequenz Zu entwickelnde, konkretisierte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler Zonale Gliederung der Erde - Landschaft, Geofaktoren, globale klimatische Prozesse (Terra Oberstufe S.46 ff ), Klimazonen Landschaftszonen, Landschaftswandel, Landschaftszonenmodelle Tropischer Regenwald _ Wirtschaften in einem komplexen Ökosystem - Naturreichtum und Ertragsarmut, Shifting Cultivation, eine standortgerechte Landnutzung?, Standortgerechte Nutzungsformen: Ecofarming, Nachhaltige Forstwirtschaft im tropischen Regenwald Tropisch-subtropische Trockengebiete _ Leben am Rand der Ökumene - Lebensfeindlicher Naturraum, Traditionelle Nutzung, ökonomische und ökologische Probleme von Bewässerungsgroßprojekten am Beispiel Ägyptens erklären den Unterschied zwischen Naturlandschaft und Kulturlandschaft erläutern das Zusammenspiel der Geofaktoren (Klima & Vegetation) als prägende Elemente einer Landschaft beschreiben die Gliederung der Erde in Landschaftszonen, indem sie Gunst- und Ungunstfaktoren von Lebensräumen sowie Möglichkeiten zur Überwindung der Grenzen zwischen Ökumene und Anökumene darstellen stellen die Veränderungen von Landschaften durch den wirtschaftenden Menschen dar wenden Modelle der Landschaftszonen auf den Realraum an erörtern die Aussagekraft der von Modellen am Beispiel der zonalen Gliederung der Erde beschreiben das System des kurzgeschlossenen Nährstoffkreislaufs erklären den Widerspruch zwischen Naturreichtum und Ertragsarmut beschreiben die traditionelle Nutzungsform shifting cultivation arbeiten alternativ angepasste Nutzungsformen heraus erörtern Möglichkeiten einer nachhaltigen Forstwirtschaft arbeiten die klimatischen Merkmale der tropisch-subtropischen Trockengebiete heraus charakterisieren diese Lebensräume als lebensfeindliche Naturräume beschreiben und erläutern die Methoden der traditionellen Oasenwirtschaft erörtern die Ausmaße und Folgen von Bewässerungsgroßprojekten am Beispiel Ägyptens 8 von 18

9 Rohstofferschließung in der borealen Nadelwaldzone - Klimatische Ungunst und eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten einer labilen Landschaftszone beschreiben die Verbreitung der borealen Nadelwaldzone charakterisieren das Klima der borealen Landschaftszone erklären den Zusammenhang zwischen Klima, Vegetation und Permafrostböden charakterisieren die boreale Nadelwaldzone als ein labiles Ökosystem erörtern die Folgen von Eingriffen des Menschen in das Geofaktorengefüge der borealen Nadelwaldzone erstellen eine schematische Übersicht zum Geofaktorengefüge der borealen Nadelwalszone Lebensraum Hochgebirge - Klimatische Vielfalt, Höhenstufen der Vegetation, Vergleich der Berglandschaften in den Alpen und den Anden, Wandel einer Naturlandschaft zur Kulturlandschaft am Beispiel des Tourismus UV 2 _ Lebensgrundlage Wasser - zwischen Dürre und Überschwemmung Unterrichtssequenz stellen das Hochgebirge als ein einzigartigen Natur- und Lebensraum dar analysieren die klimatischen Besonderheiten von Gebirgen erläutern das Zusammenwirken von Klima und Vegetation am Beispiel der Höhenstufen erörtern den durch Tourismus ausgelösten Raumwandel in den Alpen Zu entwickelnde, konkretisierte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler Dürre und Flut - Naturereignis und Naturrisiko beschreiben Dürre und Flut als Naturereignis bzw. als Naturrisiko erklären traditionelle Anpassungsmöglichkeiten, die ein Leben mit dem Risiko von Wassermangel und Wasserüberfluss ermöglichen untersuchen die Katastrophenbilanz eines Gegenwartsjahres auf Dürre- und Flutereignisse 9 von 18

10 Eingriffe des Menschen in den Wasserkreislauf - Der globale Wasserkreislauf, Eingriffe des Menschen, Wasserversorgung und Wasserkrise, Konzept des Wasserfußabdrucks Gefährdung von Lebensräumen durch Dürren - Ursachen von Dürren, Auswirkungen, Folgen und Anpassungsmöglichkeiten von Dürrekatastrophen am Beispiel der USA Bedrohung von Lebensräumen durch Desertifikation - Ursachen des Desertifikationsprozesses, Auswirkungen und Bekämpfungsmöglichkeiten am Beispiel von China Hochwasser _ Naturereignis oder Menschenwerk? - Hochwasser als natürlicher Prozess des Wasserkreislaufs, Natürliche und anthropogene Faktoren des Flusshochwasser in Mitteleuropa, Überschwemmungen in Monsungebieten, Hochwasseranfälligkeit von Küstenstädten am Beispiel von Dhaka oder Shanghai beschreiben den globalen Wasserkreislauf mithilfe von Fachbegriffen stellen die Eingriffe des Menschen in diesen Wasserkreislauf dar analysieren die globale Situation der Wasserversorgung erklären den Begriff virtuelles Wasser reflektieren die persönliche Rolle und Verantwortung bei der globalen Wassernutzung erstellen eine persönliche Wasser-Agenda mit konkreten Handlungsmöglichkeiten des eigenen Verbrauchs an virtuellem Wasser beschreiben die Folgen von Dürren in ausgewählten Räumen erklären die Ursachen von Dürren vergleichen die Vulnerabilität unterschiedlich entwickelter Räume und erläutern am Beispiel von Dürren Kopplungen von ökologischer, sozialer und technischer Vulnerabilität erörtern am Beispiel der USA Möglichkeiten und Grenzen der Anpassung an Dürren in besonders gefährdeten Gebieten lokalisieren durch Desertifikation bedrohte Gebiete erörtern am Beispiel der Desertifikation Ursachen und Folgen der vom Menschen verursachten Bedrohung dieser Lebensräumen erörtern die Möglichkeiten zur weltweiten Bekämpfung der Desertifikation beschreiben die Folgen von Hochwasserkatastrophen in unterschiedlichen Räumen stellen Hochwasserereignisse als natürlichen Prozess im Rahmen des Wasserkreislaufs dar erläutern die Eingriffe des Menschen, die zu einer Verstärkung der Auswirkungen von Hochwasser führen beurteilen die Maßnahmen der Hochwasservorsorge aus der Perspektive unterschiedlicher Betroffener 10 von 18

11 UV 3 _ Gefährdung von Lebensräumen: Leben mit den endogenen Kräfte der Erde - Potentiale und Risiken Unterrichtssequenz Zu entwickelnde, konkretisierte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler Vom Naturereignis zur Katastrophe - Naturereignisse, Naturgefahren und Verwundbarkeit Vulkane _ Gefahren aus dem Erdinneren - Schalenbau der Erde, Plattentektonik und Vulkanismus (an den Plattengrenzen), Leben am Vulkan am Beispiel Marapi Erdbeben _ die unberechenbare Gefahr - Erdbebenentstehung, Leben mit der Erdbebengefahr am Beispiel Kalifornien Tsunami _ Gefahr vom Meer - Entstehung und Ausbreitung, Schutzmaßnahmen erläutern die Begriffe Naturereignis, Naturgefahr, Vulnerabilität und Katastrophe beschreiben die räumliche Verbreitung von Naturgefahren auf der Erde analysieren Diagramme zur Entwicklung der Naturkatastrophen begründen die Zunahme des Schadensausmaßes von Katastrophen erläutern den integralen Risikoansatz erklären die Entstehung und Verbreitung von Vulkanismus als Ergebnis naturgeographischer Bedingungen erläutern Vorgänge an Mittelozeanischen Rücken und Subduktionszonen ordnen Hotspots an einem Beispiel in das Konzept der Pattentektonik ein erläutern das Gefährdungspotential von Vulkanausbrüchen stellen die Einflüsse des Vulkans auf das Leben der Menschen dar beurteilen das Gefährdungspotenzial eine Vulkanausbruchs unter Berücksichtigung der Besiedlungsdichte überprüfen die Risikowahrnehmung der Bevölkerung beurteilen die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge am Merapi erklären die Ursachen von Erdbeben stellen die Auswirkungen von Erbeben in einer Übersicht dar benennen Unterschiede zwischen der Richterskala und er Intensitätsskala beurteilen das Gefährdungspotenzial von Erdbeben am Beispiel der San- Andreas-Störung beschreiben die Gefahren, die von einem Tsunami ausgehen erklären die Entstehung von Tsunamis und deren Ausbreitung erläutern Maßnahmen der Katastrophenvorsorge für Tsunamis erörtern Chancen und Grenzen eines Frühwarnsystems 11 von 18

12 Tropische Wirbelstürme - Entstehung von tropischen Wirbelstürmen und ihr Gefahrenpotenzial Mensch und Klimawandel - Klimawandel und Klimaänderungen, Extreme Wetterverhältnisse, Klimaschutz als globale Aufgabe erklären die Entstehung und Verbreitung von tropischen Wirbelstürmen beurteilen das Gefahrenpotenzial tropischer Wirbelstürme vergleichen tropische Wirbelstürme hinsichtlich ihrer Auswirkungen erläutern anthropogene Einflüsse auf gegenwärtige Klimaänderungen diskutieren Zusammenhänge zwischen Klimaänderungen und der Zunahme extremer Wetterereignisse interpretieren Diagramme zur Entwicklung der Wetterextreme in Deutschland erläutern Auswirkungen von Sturmereignissen vergleichen Strategien Anpassen und Vermeiden beurteilen Möglichkeiten zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs diskutieren Maßnahmen zum Klimaschutz in NRW UV 4 _ Förderung und Nutzung fossiler Energieträger im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie und Politik unter der besonderen Berücksichtigung der neuen Fördertechnologien zur Verlängerung des fossilen Zeitalters mit kalkulierbaren Risiken? Unterrichtssequenz Zu entwickelnde, konkretisierte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler Entwicklung des globalen Energiebedarfs - Energierohstoffe, Sektorale Entwicklung, regionale Entwicklung, sichere Energieversorgung für Deutschland Steinkohle _ Ein fossiler Energieträger als Standortfaktor - Ein heimischer Energierohstoff, aber ohne Zukunft am Beispiel Ruhrgebiet definieren den Begriff Energierohstoffe erläutern charakteristische Merkmale der sektoralen und regionalen Energieentwicklung erarbeiten auf der Grundlage einer Recherche Fakten zum deutschen Atomausstieg diskutieren die Notwendigkeit eines Wandels in der Energiewirtschaft stellen die Kohle als entscheidenden Standortfaktor der Vergangenheit für die industrielle Entwicklung von Räumen dar erläutern die Bedeutung der Kohle für die Entstehung des Ruhrgebiets begründen den Niedergang des Reviers mit dem zentralen Faktor der Lagerungsverhältnisse der Ruhrgebietskohle 12 von 18

13 Ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen der Förderung fossiler Energieträger - Das rheinischen Braunkohlerevier Erdöl _ Entwicklungsimpuls und Konfliktpotential für Förderregionen - Das Beispiel Dubai und Venezuela Neue Fördertechnologien und Verlängerung des fossilen Zeitalters mit kalkulierbaren Risiken? Das Beispiel Fracking beschreiben die Struktur eines Braunkohlereviers erläutern den ökonomischen Stellenwert des Braunkohlebergbaus analysieren die ökologischen Auswirkungen dieses Bergbaus erörtern die Umsiedlungsmaßnahmen als schwerwiegende soziale Einschnitte werten ein Satellitenbild themengerichtet aus erläutern, warum die Ölstaaten am Golf ihre Zukunft nach dem Öl planen müssen nennen Konfliktpotenziale des Erdöls erläutern am Beispiel Russland und seiner Nachbarn, wie Erdöl zu internationalen Spannungen führen kann bewerten Zukunftsplanungen am Beispiel von Dubai erstellen eine Präsentation zur Situation der asiatischen Arbeiter in Dubai beurteilen am Beispiel Venezuela die Rolle des Öls bei inneren Spannungen erläutern die Bedeutung neuer Fördertechnologien für die Energieversorgung bewerten Möglichkeiten, Chancen und Gefahren der Förderung anhand der Beispiele Tiefseeöl und Schiefergas UV 5 _ Regenerative Energien - Möglichkeiten und Grenzen nachhaltiger Nutzung Unterrichtssequenz Zu entwickelnde, konkretisierte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler Energiewende _ Aufbruch in ein neues Energiezeitalter - Gründe für die Energiewende beschreiben Ziele der Energiewende erläutern die Gründe für die Einleitung der Energiewende werten Diagramme zu den Gründen der Energiewende aus 13 von 18

14 Klimaneutrale Stromversorgung? - Gelingen einer weitgehend erneuerbaren Stromversorgung: Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie Energieinfrastruktur _ Fit für die Energiewende? - Netzausbau, Speicherund Lastmanagement, Salzkotten: Eine Gemeinde auf der Suche nach mehr Windenergie Energie ist nicht nur Strom - Wärme: schlafender Riese im Klimaschutz, Verkehr: klimaneutral unterwegs, beschreiben verschiedene Formen der regenerativen Stromerzeugung beschreiben die Verteilung des naturräumlichen Potenzials zur regenerativen Stromerzeugung in Deutschland schätzen das Potential der verschiedenen Energieträger zur Stromversorgung auf der Basis von Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit, sozialen und ökologischen Belangen begründet ein beschreiben räumliche und zeitliche Veränderungen der Stromproduktion durch erneuerbare Energien erklären Netzausbau, Speicher und Lastmanagement als notwendige Maßnahmen im Rahmen der Energiewende beurteilen die im Raumbeispiel Salzkotten dargestellten Entscheidungen zur Winderenergienutzung beschreiben die Bedeutung der beiden Sektoren Wärme und Verkehr für den Endenergieverbrauch erläutern die Versorgungsstruktur und die Bedeutung von erneuerbaren Energien im Wärmesektor sowie im Verkehrssektor erläutern die energiepolitischen Ziele im Wärmesektor sowie die Instrumente zu ihrer Erreichung beschreiben verkehrsbedingte Ziele der Energiewende erörtern die Vorteile und Nachteile der Förderung von Biokraftstoffen beurteilen die Auswirkungen der Ausweitung von Anbauflächen für nachwachsende Energierohstoffe im Zusammenhang mit der Ernährungssicherung für eine wachsende Weltbevölkerung werten Infogramme und Karikaturen themengerichtet aus 14 von 18

15 2.3 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit Die Fachkonferenz Geographie bezieht sich innerhalb der fachdidaktischen und fachmethodischen Arbeit auf folgende Grundsätze: Übergeordnete Grundsätze * Die Ziele und die Inhalte des Unterrichts und die Struktur der Lernprozesse zeichnen sich durch geeignete Problemstellungen aus. * Der Inhalt und das Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsniveau der Schüler und Schülerinnen und ermöglichen einen Lernzuwachs. * Die Auswahl der Arbeitsmaterialien und die eingesetzten Medien ist schülerorientiert und fördert die aktive Teilnahme der Schüler und Schülerinnen sowie deren Zusammenarbeit untereinander. * Der Unterricht versucht individuelle Lernwege zu berücksichtigen, sie erhalten darüber hinaus Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt. Fachspezifische Grundsätze * Im Mittelpunkt stehen verschiedene Mensch-Raum-Beziehungen, die die Herausbildung der raumbezogenen Handlungskompetenz der Schüler und Schülerinnen unterstützen sollen, so dass u.a. auch Möglichkeiten zur realen Begegnung inner- als auch an außerschulischen Lernorten eröffnet werden. * Der Unterricht unterliegt der Wissenschaftsorientierung und ist dementsprechend eng verzahnt mit seiner Bezugswissenschaft Geographie. * Der Unterricht ist problemorientiert und soll von realen Problemen und einem konkreten Raumbezug ausgehen. Er fördert das vernetzendes Denken und muss deshalb phasenweise fächer- und lernbereichsübergreifend ggf. auch projektartig angelegt sein. * Der Unterricht folgt dem Prinzip der Exemplarität und soll ermöglichen, räumliche Strukturen und Gesetzmäßigkeiten in den ausgewählten Problemen zu erkennen. 15 von 18

16 2.4 Grundsätze der Leistungsbewertung Leistungsbewertung im Fach Erdkunde in der Sekundarstufe II Grundlage der Leistungsbewertung der Sekundarstufe II sind die Vorgaben, die in der Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt) sowie in Kap der Richtlinien für die gymnasiale Oberstufe im Fach Erdkunde festgelegt sind. Entsprechend der o.a. Vorgaben gliedert sich die Leistungsbewertung im Fach Erdkunde in die Beurteilungsbereiche Klausuren und Sonstige Mitarbeit. Die in beiden Bereichen erbrachten Leistungen werden zu etwa gleichen Teilen bei der Festlegung der Gesamtnote berücksichtigt. Sonstige Mitarbeit Der Bewertungsbereich Sonstige Leistungen im Unterricht erfasst die Qualität und die Kontinuität der mündlichen und schriftlichen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang. Mündliche Leistungen werden dabei vor allem durch Beobachtung in einem kontinuierlichen Prozess während des Schuljahres festgestellt. Zu den Bestandteilen der Sonstigen Mitarbeit zählen vorrangig die mündlichen Beiträge zum Unterrichtsgeschehen. Nachrangig gewichtet gehören dazu auch Referate, Protokolle, schriftliche Übungen, Präsentationen (PPP), Befragungen, Vorbereitung von Exkursionen, Mitarbeit in Projekten, etc.. Klausuren In Anlehnung an die Vorgaben für das Zentralabitur werden in den Klausuren die fachlich-methodischen Leistungen mit 80% und die Darstellungsleistung mit 20% gewichtet. In der E-Phase sollten die Anforderungsbereiche 1 und 2 stärker gewichtet werden als der Anforderungsbereich 3. In der Qualifikationsphase wird nach dem punktegestützten Bewertungsschlüssel analog zum Abitur korrigiert. 16 von 18

17 Bewertungsaspekte für die inhaltliche Leistung in Klausuren - sachliche Richtigkeit der getätigten Aussagen - Vielfalt der Gesichtspunkte und ihre funktionale Bedeutsamkeit - Folgerichtigkeit und Begründung der Aussagen (Bezug zum Material) - Sicherheit im Umgang mit Fachmethoden Bewertungsaspekte für die Darstellungsleistung in Klausuren - schlüssiger und gedanklich klarer Aufbau; genauer Bezug zur Aufgabenstellung - Bezug beschreibender, deutender und wertender Aussagen zueinander - angemessene und korrekte Nachweise aus dem Material - präzise und begrifflich differenzierte Formulierung sowie Nutzung der Fachsprache - sprachliche und syntaktische Richtigkeit und Stilsicherheit Gesamtnote Wird in der Sekundarstufe II keine Klausur geschrieben, bildet der Bereich Sonstige Mitarbeit zu 100% die Grundlage der Note. In der E-Phase wird vereinbarungsgemäß nur eine Klausur je Halbjahr geschrieben und in Q1/Q2 wird dieser Beurteilungsbereich (bei gewählter Schriftlichkeit) mit 50% der Note gewichtet. 2.5 Lehr- und Lernmittel Die im Unterricht eingesetzten Lehr- und Lernmittel entsprechen dem Verzeichnis der zugelassenen Lernmittel: Gymnasiale Oberstufe im Fach Geographie NRW: 17 von 18

18 3) Fach- und unterrichtsübergreifende Aspekte Die Fachkonferenz Geographie hat sich im Rahmen des Schulprogramms für folgende zentrale Schwerpunkte entschieden: Zusammenarbeit mit anderen Fächern Anbindung an das Schulprogramm / Einbindung in den Ganztag Die Kooperation mit anderen europäischen Schulen ist von der Fachschaft Geographie von Beginn an eng begleitet worden. Als Europaschule nimmt das Gymnasium im Rahmen des Comenius-Programms der Europäischen Union regelmäßig an gemeinsamen Projekten mit anderen europäischen Schulen teil. Das Fach Geographie beteiligt sich an diesen Projekten mit dem Ziel, europäisches Bewusstsein, interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz zu stärken. Die Fachkonferenz Geographie trägt dieses Anliegen auch in der Unterstützung fächerübergreifender Projekte. Fortbildungskonzept Im Fach Geographie in der gymnasialen Oberstufe unterrichtende Kolleginnen und Kollegen nehmen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen, teil. Die dort bereitgestellten Materialien werden in den Fachkonferenzen bzw. auf Fachtagen vorgestellt und hinsichtlich der Integration in bestehende Konzepte geprüft. Der Fachvorsitzende besucht die regelmäßig von der Bezirksregierung angebotenen Fachtagungen und informiert darüber die Fachkonferenz. 4) Qualitätssicherung und Evaluation Evaluation des schulinternen Lehrplans Zielsetzung: Das schulinterne Lehrplan stellt keine starre Größe dar, sondern ist als lebendes Dokument zu betrachten. Dementsprechend sind die Inhalte stetig zu überprüfen, um ggf. Modifikationen vornehmen zu können. Die Fachkonferenz (als professionelle Lerngemeinschaft) trägt durch diesen Prozess zur Qualitätsentwicklung und damit zur Qualitätssicherung des Faches bei. Prozess: Der Prüfmodus erfolgt jährlich. Zu Schuljahresbeginn werden die Erfahrungen des vergangenen Schuljahres in der Fachschaft gesammelt, bewertet und eventuell notwendige Konsequenzen formuliert. Der vorliegende Bogen wird als Instrument einer solchen Bilanzierung genutzt. 18 von 18

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