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1 -nachrichten 3/2012 (62. Jahrgang) Editorial DVW-Bund Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser! Geoinformationen stecken in allen wichtigen gesellschaftspolitischen Themenfeldern.»Smart Geoinformation intelligente Geoinformationen für Morgen«ist deshalb ein zutreffendes Motto für die diesjährige INTER GEO in Hannover. Mit dieser zfv erhalten Sie unseren neu gestalteten Programmflyer, mit dem wir Sie neugierig machen wollen auf ein breit gefächertes und hochaktuelles Themenangebot des Fachkongresses und der Begleitveranstaltungen. Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zur Anmeldung stehen jetzt unter bereit. Damit können Sie sich jederzeit aktuell informieren. Mit Ihrem Kommen zur INTER GEO unterstützen Sie auch das berufspolitische Anliegen des DVW, Geodäsie, Geoinformationen und Landmanagement in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und als zukunftsfähigen Beruf mit guten Perspektiven für den Nachwuchs interessant zu machen. In der Kombination mit dem 60. Deutschen Kartographentag, der 1. Nationalen INSPIRE Konferenz, der 2. Navigationskonferenz und dem 3. Kongress des Europäischen Verbandes der Vermessungsingenieure (CLGE), verbunden mit einem internationalen Studententreffen, ist die INTER GEO das Dialogforum mit unseren Partnern in Politik, Wirtschaft, Verwaltung, freiem Beruf, Wissenschaft und den Medien. Besser und kompakter werden Sie nirgendwo auf den neuesten Stand dessen gebracht, was die geodätische Szene bewegt. Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen in Hannover! Mit dem Votum der Mitgliederversammlung hat der DVW mittlerweile seine aus dem früheren Selbstverständnis als rein technisch-wissenschaftlicher Verband abgeleitete Zurückhaltung in berufspolitischen Fragen aufgegeben. Wir melden uns bisweilen auch in strategischer Allianz mit Schwesterverbänden immer dann zu Wort, wenn es im wohlverstandenen Interesse des Vereins gemäß seiner satzungsgemäßen Ziele angeraten ist. Vor diesem Hintergrund haben DVW, VDV und BDVI in einer gemeinsamen Resolution nochmals den Novellierungsbedarf der geltenden HOAI 2009 mit dem Ziel unterstrichen, die vermessungstechnischen Leistungen wieder in den verbindlichen Teil zu integrieren, mithin eine bewährte Regelung von vor der letzten Novellierung wieder zu etablieren. Die Einordnung unter Beratungsleistungen kommt einer Abwertung geodätischer Fachkompetenz gleich und widerspricht den negativen Erfahrungen zufolge auch dem berechtigten Wunsch von Auftraggebern auf rechtsverbindliche Expertisen und Planungsleistungen. Hier sieht sich auch der DVW mit dem Mandat seiner Mitglieder in der Verantwortung, um politische Rückendeckung für dieses wichtige Anliegen im Zuge der HOAI-Reform 2013 zu werben. Einen ersten Erfolg können wir auch bei der gemeinsamen Entschließung mit VDV und BDVI zur Rückbesinnung auf die Dachmarke Geodäsie verbuchen. Diese enthielt einen nachdrücklichen Appell an die Adresse der Hochschulen und Universitäten, bei einer Reakkreditierung den Begriff»Geodäsie«in der Beschreibung der Studiengänge an zentraler Stelle aufzunehmen. Die Hochschule Bochum hat sich jüngst auf die neue Bezeichnung»Fachbereich Geodäsie«verständigt und begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit einer einheitlichen Dachmarke zur öffentlichkeitswirksamen Darstellung unseres Berufs. Möge diese zukunftsweisende und beispielgebende Entscheidung im Blick auf unsere Nachwuchssorgen viele Nachahmer finden. Dies ist auch bitter notwendig, wenn man die Warnung der Expertenkommission Forschung und Innovation Ernst nimmt, die in den Engpässen bei den Akademikern der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) eine ernsthafte Gefährdung für den Innovationsstandort Deutschland sieht. Wie vielfältig unser Beruf doch ist und welche epochalen Erkenntnisse und Entwicklungen mit geodätischem Wirken verbunden sind, zeigt in genialer Einfachheit und Prägnanz ein Werbefilm der amerikanischen Weltraumbehörde NASA über die Geschichte der Geodäsie. Lassen Sie sich wie ich begeistern von»nasa s Brief History of Geodesy«(YouTube). Ihr Prof. Dr.-Ing. Karl-Friedrich Thöne Präsident des DVW Klaus Rürup feierte 65. Geburtstag Unser langjähriges AK 1 Mitglied und Ehrenpräsident der CLGE (Council of European Surveyors) Klaus Rürup feierte am 2. April seinen 65. Geburtstag. Dazu sagt der DVW herzlichen Glückwunsch. Seine nationalen AK 1 Aktivitäten führten Rürup auch schnell in ein vielfältiges internationales Engagement. So war er von 1994 bis 1998 Sekretär der FIG-Commission 1 (Professional Standards and Practice), die er dann von 2001 bis 2005 als Chairman geleitet hat. Klaus Rürup Nahezu 17 Jahre hat er aktiv in der CLGE mitgearbeitet und die Entwicklung eines»europäischen Vermessungswesens«maßgeblich mitgestaltet. Hier war er von 1997 bis 2001 Vizepräsident und folgte dann unserem irischen Kollegen Paddy Prendergast als Präsident der CLGE von 2001 bis wurde er für sein erfolgreiches Wirken zum Ehrenpräsidenten der CLGE gewählt. Klaus Rürup hat sich in diesen Jahren insbesondere für die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen in Europa als Basis für eine weiterführende Zusammenarbeit eingesetzt. Gemeinsam mit dem Präsidenten der GE (Geometer Europas) Otmar Schuster wurde der inzwischen voll akzeptierte»accord Multilateral«erarbeitet. Auch der Allan Report, der eine hervorragende Übersicht über unser Berufsbild in Europa gibt, wurde aktualisiert und Grundlage einer breiten Diskussion zur Ausbildung in Europa. Viele weitere Aktivitäten wären zu nennen, würden hier aber den Rahmen sprengen. Bleibt uns, ihm für die Zukunft alles Gute zu wünschen, insbesondere eine weitere positive gesundheitliche Entwicklung. Hagen Graeff 62. Jg. 3/2012 n-35

2 DVW-nachrichten INTERGEO 2012 Dieses Jahr erwarten Sie in Hannover gleich mehrere Highlights, die die INTER GEO zu dem Geodäten-Event des Jahres machten. Neben Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich konnte auch der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister als Schirmherr der diesjährigen INTER GEO gewonnen werden, die vom 9. bis 11. Oktober 2012 in Hannover stattfindet. yyy Plenaries Wieder wird jeder Konferenztag mit einer Plenary Session für alle Teilnehmer begonnen. Als Keynote-Speaker für die täglichen Plenaries konnte eine gelungene Durchmischung aus Politik, Wirtschaft und Fachverband gefunden werden. So wird Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, am Dienstag in der ersten Plenary eine Keynote vortragen. Steven W. Berglund, CEO der Trimble Navigation Limited, obliegt die Keynote des Mittwochs und CheeHai Teo, Präsident FIG (International Federation of Surveyors), referiert am Donnerstag, dem letzten Kongresstag. Derzeit liegen rund 250 Anmeldungen aus den verschiedensten europäischen Ländern vor. Hierzu gehören z. B. Belgien, Österreich, Bulgarien, Schweden, Holland, die Schweiz sowie Dänemark und Norwegen. Durch das ESM können sich die Studierenden ein Bild der neuesten Entwicklungen der internationalen Unternehmen machen, andere Studierende kennenlernen und sich gemeinsam fachlich austauschen. Ausstellung»Niedersachsen in historischen Karten«auf dem Messegelände der Hannover Messe und der Ausstellung»Den Seuchen auf der Spur 200 Jahre Infektionskrankheiten im Kartenbild«, die im niedersächsischen Landtag gezeigt wird. yyy 3 rd CLGE Conference of the European Surveyor yyy Come Together Am Dienstagabend findet das Come Together im Convention Center CC auf dem Messegelände statt. Beginn ist um Uhr. Hier haben die Kongressbesucher die Möglichkeit, sich neben dem fachlichen Austausch bei netter Atmosphäre zu treffen. Das Foyer des Convention Center selbst wurde als Treppenkaskade konzipiert, auf der die einzelnen Treppen zu den Tagungsräumen ansetzen. Hier ist eine Weitläufigkeit zu finden, die es möglich macht, auch das Come Together in diesen Räumlichkeiten abzuhalten. Im attraktiven Foyer werden verschiedene Buffets sowie Sitz- und Stehplätze angeboten, sodass eine angenehme Stimmung für Ge spräche entsteht. Der Preis für das Come Together ist bereits im Kongressticket enthalten. yyy European Students Meeting Der DVW und CLGE laden zudem den interessierten Berufsnachwuchs zum European Students Meeting (ESM) am 10. Oktober 2012 auf die Messe ein. Als Sponsor für die am Abend stattfindende spezielle Students Party konnte die Firma Trimble gewonnen werden. yyy Kartographentag Zusammen mit der INTER GEO findet der 60. Deutsche Kartographentag in Hannover statt. Die dreitägige Veranstaltung wird begleitet von Fachvorträgen, die das Kongressprogramm der INTER GEO ergänzen. Begleitet wird der Kartographentag von der yyy DB-Spezial-Fahrkarten zur INTERGEO buchbar - Mit der Bahn ab 99 zur INTER GEO 2012 und zurück. Mit dem Angebot des DVW, der HINTE GmbH und der Deutschen Bahn können Sie beim Besuch der INTER GEO 2012 sparen! Steigen Sie ein und profitieren Sie von attraktiven Preisen und Konditionen. Der Preis für Ihr Veranstaltungsticket zur Hin- und Rückfahrt* nach Hannover beträgt: 2. Klasse 99,00 Euro 1. Klasse 159,00 Euro Ihre Fahrkarte gilt zwischen dem 7. und 13. Oktober Buchen Sie Ihre Reise telefonisch unter der Service-Nummer +49 (0) ** Die CLGE (Council of European Geodetic Surveyors) hält ebenfalls ihre Konferenz während der INTER GEO ab. Die 3 rd CLGE Conference of the European Surveyor wird am Donnerstag, 11. Oktober 2012, stattfinden. Ergänzt wird die Veranstaltung durch ein Treffen des Executive Boards, dem zweiten Youth Meeting und der General Assembly der CLGE. mit dem Stichwort: INTERGEO und halten Sie Ihre Kreditkarte zur Zahlung bereit. Bei Onlinebuchung sparen Sie nochmals 10. * Vorausbuchungsfrist mindestens 3 Tage. Mit Zugbindung und Verkauf, solange der Vorrat reicht. Umtausch und Erstattung vor dem 1. Geltungstag 15, ab dem 1. Geltungstag ausgeschlossen. Gegen einen Aufpreis von 30 sind innerhalb Deutschlands auch vollflexible Fahrkarten (ohne Zugbindung) erhältlich. ** Die Hotline ist Montag bis Samstag von 8.00 bis Uhr erreichbar, die Telefonkosten betragen 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen. *** Preisänderungen vorbehalten. Angaben ohne Gewähr. n-36 3/ Jg.

3 DVW-nachrichten yyy Navigationskonferenz Die erfolgreiche Navigationskonferenz wird fortgeführt. Sie wird gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Branchenverband BITKOM veranstaltet. Hier haben Experten die Möglichkeit, Synergien aus Navigation, IT Technologie und Geodaten zu nutzen und in einen interdisziplinären Dialog zu kommen. yyy Nationale INSPIRE Konferenz Zusätzlich wird die 1. Nationale INSPIRE Konferenz im Rahmen der INTER GEO stattfinden. Die 1. Nationale INSPIRE Konferenz soll über die Abstimmung in den mit INSPIRE befassten Gremien hinaus einen direkten Erfahrungsaustausch aller Beteiligten gewährleisten. Sie wird gemeinsam vom Bundesministerium des Innern und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Lenkungsgremium Geodateninfrastruktur Deutschland, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Landkreistag in Kooperation mit dem DVW Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement veranstaltet. Das Ziel ist, eine Plattform für den Austausch zwischen Nutzern und Anbietern von Geoinformationen zu schaffen. Im Rahmen von thematischen Foren sollen konkrete Aspekte der INSPIRE Umsetzung gemeinsam diskutiert werden. Dabei stehen der strategische Nutzen, aber auch die Frage des Marktpotenzials sowie die Präsentation von erfolgreichen Best Practice Anwendungen im Fokus. Insgesamt wartet ein spannendes und vielfältiges Programm auf alle Kongressteilnehmer. Der dieser zfv beigefügte Kongressflyer»Programmübersicht«zeigt die Vortragsblöcke im Überblick. Das vollständige Vortragsprogramm ist unter verfügbar. Wir würden uns freuen, auch Sie in Hannover begrüßen zu können. Das Team der INTERGEO 2012 WANN WO Hannover INFO INTERGEO 2013 Die Vorbereitungen haben begonnen Zum vierten Mal nach 1956, 1966 und 1990 wird die INTER GEO vom 8. bis 10. Oktober 2013 wieder in Essen zu Gast sein. Das INTER GEO -Team Essen hat sich bereits im September letzten Jahres konstituiert und mit der Einrichtung des Kongresssekretariats seine Tätigkeiten aufgenommen. Es kann also losgehen, der Countdown läuft! Das Team der INTER GEO 2013 Folgende 13 Mitglieder wirken in den fünf Ressorts mit (von links): Monika Przybilla, Tim Mausbach-Judith, Stefan Peil, Christiane Michel, Christiane Salbach (DVW GmbH), Jörg Schubert, Ingbert Ridder, Manfred Bottmeyer (Kongressdirektor), Christoph Andrzejewski, Helmut Brackmann, Andreas Wizesarsky, Anna Meiser, Peter Koschmieder und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Przybilla. 62. Jg. 3/2012 n-37

4 DVW-nachrichten Mitteilungen DVW-Bund Praktikumsbericht yyy Kurzbericht der Messkampagne 2011 des Grönland-Forschungsprojekts der Hochschule für Technik Stuttgart Am 24. Juli 2011 konnte ich von Stuttgart nach Kopenhagen, am 25. Juli von dort nach Kangerlussuaq und schließlich nach Ilulissat Schon wenige Tage nach der Ankunft in Ilulissat konnten wir per Boot entlang der Küste zum Eqip Sermia Gletscher gelangen, um dort einen ersten Satz an Photogrammetrie-Aufnahmen zu erstellen. Hierzu wurden zunächst sechs Kamerastandpunkte auf der Seitenmoräne des Gletschers vermarkt. Diese befanden sich auf einer photogrammetrischen Basislinie mit einer Länge von Links: Photogrammetrie-Aufnahmen am Eqip Sermia Gletscher. Rechts: GPS-Messungen im ST2-Messgebiet auf dem grönländischen Inlandeis: Paul Rawiel, Jörg Hepperle, Roman Wössner und Manfred Stober (v. l.) anreisen. Die Stadt an der Westküste Grönlands ist der Ausgangspunkt jeder Messkampagne des Grönland-Forschungsprojekts der Hochschule für Technik Stuttgart. Zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Stober, Prof. Dr.-Ing. Paul Rawiel und Dipl.-Ing. Jörg Hepperle (alle HfT Stuttgart) verbrachte ich insgesamt 16 Tage auf Grönland. Eines der Hauptziele des Forschungsprojekts ist die langfristige Beobachtung des westgrönländischen Inlandeises mittels geodätischen GPS-Messungen. Dabei werden aktuelle Fließgeschwindigkeiten, Höhenänderungsraten und Massenbilanzen des Inlandeises in zwei Messgebieten bestimmt. Ebenso werden unter Anwendung und Auswertung von terrestrischer Photogrammetrie aktuelle Fließgeschwindigkeiten des Ausflussgletschers Eqip Sermia ermittelt. Im Jahr 2011 konnte die seit 1991 elfte Messkampagne des Projekts durchgeführt werden. DVW-nachrichten DVW im Internet: Schriftleiterin: Dipl.-Ing. Christiane Salbach Feierabendstr. 12, Vogtsburg Tel.: Fax: Redaktionsschluss für die nächsten DVW-nachrichten ist der ca. 170 m. Die Punkte wurden anschließend mit statischen GPS-Beobachtungen bestmöglich in ihrer Lage und Höhe bestimmt. Die Photogrammetrie-Aufnahmen sollten im Vergleich mit einem weiteren Aufnahmesatz, welcher acht Tage später angefertigt wurde, dazu dienen, die aktuellen Fließgeschwindigkeiten der Gletscheroberfläche zu bestimmen. An zwei Tagen konnten wir per Heli kopter von Ilulissat aus in die beiden Messgebiete»ST2«und»Swiss-Camp«gelangen, welche sich ca. 60 und 75 km im Landesinneren auf dem Inlandeis befinden. Für jedes Messgebiet gab es sowohl ein vorgeplantes Messprogramm, als auch eine klare Aufgabenverteilung im Team. Zur Bestimmung von Lageänderungen des Eises wurden jeweils vier Aluminium-Pegelstangen im Eis aufgemessen und deren Position mittels eines Eisbohrers für zukünftige Kampagnen neu vermarkt. Die Bestimmung von Höhenänderungen des Eises wurde zum einen durch Abstecken und erneutes Aufmessen von ehemaligen Pegelpositionen und zum anderen durch die Aufnahme eines vordefinierten großflächigen Punktgitters realisiert. Für eine Auswertung von aktuellen Höhen der Eisoberfläche standen in jedem Messgebiet etwa 80 Messungen zur Verfügung, die in der Auswertung mit Messergebnissen aus Vorjahren verglichen werden sollten. Neben diesen statischen Messungen wurden von allen GPS-Rovern ständig kinematische Beobachtungsdaten aufgezeichnet. Diese sollten später in die Berechnung von digitalen Geländemodellen zur Ermittlung von Massenbilanzen einfließen. Eine besondere Aufgabe stellte sich uns während des Aufenthalts im ST2 Messgebiet: Entlang eines fünf Kilometer vom Messgebiet entfernten Ground-Tracks des europäischen Eisbeobachtungssatelliten CryoSat-2 erfassten wir kinematische GPS- Beobachtungsdaten. Der Satellit überflog dieses Gebiet wenige Tage nach unseren Messungen. Im Rahmen der Auswertungsarbeiten sollte ein Vergleich zwischen den von uns gemessenen Höhen und den vom Satelliten ermittelten Höhen stattfinden. In Ilulissat selbst war es in den darauf folgenden Tagen unbedingt notwendig, eine GPS-Netzmessung durchzuführen. Diese sollte die Anbindung der beiden sich mit dem Eis bewegenden GPS-Referenzstationen in den Messgebieten an einen fest vermarkten Punkt an der Küste sicherstellen. Während der Netzmessungsarbeiten konnte auch eine GPS-Langzeitmessung mit einer Beobachtungsdauer von mehr als 52 Stunden durchgeführt werden. Diese sollte später unter anderem zur Einrechnung des Netzes in das ITRF08-System dienen. Gegen Ende der Messkampagne gelangten wir ein zweites Mal zum Eqip Sermia Gletscher, um dort die Photogrammetrie- Aufnahmen unter Verwendung der zuvor vermarkten Kamerastandpunkte zu wiederholen. Nach diesen Aufnahmen konnte das Team auf eine erfolgreiche Messkampagne zurückblicken. Alle geplanten Messarbeiten verliefen ohne größere Probleme. Der Aufenthalt auf Grönland war für mich die Grundlage für die Ausarbeitung meiner Bachelorarbeit im Wintersemester 2011/2012 sowie eine besonderes Projekt, auf das ich noch lange in erlebnisreicher Erinnerung zurückblicken kann. Die Reise dorthin wurde vom DVW finanziell gefördert. Für diese Unterstützung möchte ich mich hiermit nochmals in aller Form bedanken. Roman Wössner n-38 3/ Jg.

5 Mitteilungen DVW-Bund DVW-nachrichten Vergabe Harbert-Buchpreise 2011 yyy Die Preisträger des Jahres 2011 Für hervorragende Prüfungsleistungen auf dem Gebiet von Vermessung und Geoinformation an Universitäten und Fachhochschulen überreicht der DVW zur Förderung des Berufsnachwuchses an die jeweiligen Egbert Theodor Harbert Absolventen Fachbücher. Die Mittel dafür werden aus der Stiftung»Harbert-Buchpreis«bereitgestellt. Prof. Dr. phil. Dr. Ing. E. h. Egbert Theodor Harbert (geb , gest ) war ab 1. April 1922 ordentlicher Professor der Geodäsie und Vorstand des Geodätischen Instituts der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Er hat sich um den DVW als Initiator für die Wiederbegründung des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg (am 8. März 1950 in Marburg/Lahn) verdient gemacht und war von 1950 bis 1953 Vorsitzender des Vereins, später Ehrenvorsitzender. Ihm zu Ehren wurde am 29. September 1952 die Stiftung»Harbert-Buchpreis«geschaffen. Allen nachstehend veröffentlichten Empfängern der Harbert-Buchpreise des Jahres 2011 herzlichen Glückwunsch: p HS Anhalt: Martin Becker, Bernburg Sven Schubert, Dresden Corina Globig, Jessen Tobias Kirschke, Jessen p TU Berlin: Mathias Tröbs, Bremerhaven Andreas Pasewaldt, Berlin Thomas Köhn, Bernau p Beuth Hochschule Berlin: David Möbus, Berlin David Nöggerath, Berlin Kevin Oluoch, Berlin p HS Bochum: Stefan Hendrix, Klevelaer Christian Martin Ziegelt, Essen p HTW Dresden: Martin Domeyer, Darmstadt Alexander Vogel, Beeskow p FH Frankfurt: Anne Behl, Alzenau Jennifer Welder, Kelsterbach p HCU Hamburg: Friedrich Keller, Hamburg Carsten Malchow, Berlin p Leibniz Uni Hannover: Manuel Schilling, Hannover Corinna Harmening, Sarstedt p KIT Karlsruhe: Thomas Fuhrmann, Karlsruhe p HS Karlsruhe: Jürgen Pilz, Villingen-Schwenningen Jan Zwiener, Grosselfingen p FH Mainz: Nicolai Bock, Mainz p TU München: Sebastian Tuttas, Fürstenfeldbruck Teresa Bräuer, Oberviechtach Patrick Peer, Augsburg p HS München: Stephanie Schödel, München Bettina Henjes p HS Neubrandenburg: Martin Scherpinski, Rostock Marcus Knaack, Teschendorf p Jade HS Oldenburg: Peter Lorkowswki, Bremen Jens Pabel, Espelkamp Ole Roggenbuck, Oldenburg p Uni Stuttgart: Kan Wang, Zürich p HfT Stuttgart: Corinna Pöhler, Stuttgart Marius Ziegler, Korntal p HS Würzburg-Schweinfurt: Tina Sängerlaub, Würzburg GIS Best Practice 2012 Award Mit dem GIS Best Practice Award des DVW e. V. Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, werden GIS-Projekte ausgezeichnet, die beispiel gebend sind und zukünftigen GIS-Projekten als Vorbild und Referenz dienen. Durch die Auszeichnung sollen die Publizität dieser Projekte erhöht und der Wissenstransfer im Geo informationswesen gefördert werden. Der GIS Best Practice Award des DVW wird jährlich im Rahmen der INTER GEO vergeben. Die erstmalige Vergabe erfolgte 2008 in Bremen. Zur Teilnahme sind Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen aufgefordert. Der Award ist mit einem Preisgeld von Euro verbunden. Seit 2011 sind GIS-Projekte aus allen Bundesländern zugelassen. Grundlage für den Preis ist ein Bewerbungsverfahren, das auch für Teilnehmer, Auslobung des GIS Best Practice Award 2012 die nicht DVW-Mitglieder sind, offen steht. Dabei muss der Preisträger die Ergebnisse eines in der Bundesrepublik erfolgreich umgesetzten GIS-Projektes mit Blick auf folgende Kriterien beschreiben: n Technische Innovation n Wirtschaftlichkeit (z. B. Kosteneinsparungen, Einnahmen, ) n Gesellschaftliche Bedeutung (z. B. Bürgerinformation, Unterstützung umweltfreundlichen Verhaltens, ) n Weiterentwicklung des Berufsbilds n Erschließung neuer Anwendungsfelder n Besondere Medienwirksamkeit Zur Bewerbung verwenden Sie bitte das Datenblatt und die Projektbeschreibung, die auf der Website des DVW herunterzuladen sind: /GBPA. Aus der Bewerbung soll hervorgehen, in welchem der genannten Bereiche besondere Leistungen erbracht wurden. Abgabetermin für Bewerbungen ist Mittwoch, 1. August Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind einzureichen beim: DVW Arbeitskreis 2 Dr.-Ing. Martin Scheu BTC Business Technology Consulting AG, NL Berlin Kurfürstendamm 33, Berlin /GBPA Die Aktion wird unterstützt von: VDV 62. Jg. 3/2012 n-39

6 DVW-nachrichten Mitteilungen aus den Ländern Mitteilungen aus den Ländern yyy DVW Baden-Württemberg 3 Terminankündigung: Fortbildungsseminar 12. Juli 2012 Stadthalle Korntal Am Donnerstag, 12. Juli 2012, veranstaltet der DVW Baden-Württemberg ein Fortbildungsseminar in der Stadthalle in Korntal. Unter dem Thema»Industrievermessung aktuelle Trends und Entwicklungen«werden neben fachwissenschaftlichen Vorträgen von Prof. Dr.-Ing. Maria Hennes und Dr.-Ing. Manfred Juretzko, beide vom Geodätischen Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Referate über Anwendungsbeispiele der Industrievermessung aus der Praxis gehalten. Vertreter der Firmen FARO, Hexagon Metrology, VMT, Topometric und weitere zeigen, wie Geodäten auch in der Sparte der industriellen Vermessung erfolgreiche Projekte bearbeiten. Die Besucher erwartet eine spannende und interessante Fortbildungsveranstaltung. Hierzu wird jetzt schon eingeladen. Wie in den letzten Jahren wird das Seminar gemeinsam mit der BDB-Fachgruppe Vermessung vorbereitet und durchgeführt. Alle Informationen zur Veranstaltung stehen auf der Startseite des DVW unter R Neuigkeiten R Landesverein zur Verfügung. yyy DVW Bayern 3 DVW-Bayern verabschiedet seinen langjährigen Vorsitzenden Tobias Kunst Der Vorsitzende des DVW Bayern, Dipl.-Ing. Tobias Kunst, dessen Tätigkeit mit Ablauf des Jahres 2011 endete, wurde am 9. Dezember 2011 im Rahmen der Wintervortragsreihe 2011/2012 von seinem Nachfolger Dr.-Ing. Franz Schlosser verabschiedet. Kunst wurde bei der Fachtagung in Regensburg am 11. Mai 2007 in der Mitgliederversammlung als Nachfolger von Andreas Hennemann zum Vorsitzenden des DVW Bayern gewählt und hat dem Verein vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2011 vorgesessen. In diesen vier Jahren organisierte und leitete er zwei Fachtagungen in Freising und in Donauwörth; beide mit hervorragenden Referenten und großem Anklang bei den Mitgliedern, aber auch in den Veranstaltungsorten und bei der lokalen und regionalen Prominenz. Hervorzuheben sind ebenso vier Wintervortragsreihen mit insgesamt mehr als 20 hochkarätigen Referenten und interessanten Themen quer durch die Vielfalt Geodäsie. Durch sein Engagement hat sich Kunst in Bayern und auf Bundesebene des DVW ein herausragendes Renommee erworben und mit seiner anpackenden Art Vorstand, Bezirksgruppen und Mitglieder für den Verein begeistert. Schlosser bedauerte, dass Kunst für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung gestanden hat; er betonte aber, dass er in diesen vier Jahren die Geschicke des Vereins überaus erfolgreich gelenkt und ein gut bestelltes Haus hinterlassen habe. Unter dem anhaltenden Beifall der zahlreich Anwesenden dankte Schlosser dem scheidenden Vorsitzenden für die geleistete Arbeit und überreichte Tobias Kunst ein Präsent und seiner Ehefrau Anna Rottner einen bunten Blumenstrauß. Der DVW-Bayern freut sich sehr, dass Tobias Kunst dem Verein mit Rat und Tat im Vorstandsrat erhalten bleibt! Der scheidende Vorsitzende Tobias Kunst (r.) nimmt aus der Hand des neu gewählten Vorsitzenden Dr. Franz Schlosser ein Geschenk entgegen. Anna Rottner, die Ehefrau des scheidenden Vorsitzenden, erhält einen Blumenstrauß. 3 Kongressdirektor Frank Seidler ausgezeichnet Der Vorstand des DVW Bayern hat auf seiner Sitzung am 9. Dezember 2011 beschlossen, Dipl.-Ing. Frank Seidler in Würdigung seiner Frank Seidler (r.) nimmt die Auszeichnung vom Vorsitzenden des DVW Bayern Dr. Franz Schlosser entgegen. besonderen Verdienste für das Vermessungswesen in Bayern und für den DVW Bayern die Verdienstmedaille des DVW Bayern zu überreichen. Der Vorsitzende Dr. Franz Schlosser zeichnete den langjährigen Leiter des Amtes für Geoinformation und Bodenordnung der Stadt Nürnberg im Rahmen der Wintervortragsreihe aus. Er würdigte die zahlreichen Verdienste Seidlers, insbesondere als Kongressdirektor der sehr erfolgreichen INTER GEO 2011 in Nürnberg. Seidler bedankte sich für die erwiesene Ehre und berichtete über die Ergebnisse dieser Großveranstaltung. Er nehme die hohe Auszeichnung des DVW Bayern, auch stellvertretend für die Mitglieder des örtlichen Vorbereitungsausschusses entgegen, die maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben. yyy DVW Berlin-Brandenburg 3 Neuwahlen auf der Mitglieder versamm lung des DVW Berlin-Brandenburg Von der Mitgliederversammlung wurden am 29. März 2012 folgende Wahlämter neu besetzt: p Nicole Heinrich als Schatzmeisterin bis zum Jahr 2017 p Dr. Bernd Blaß als Internetbeauftragter bis zum Jahr 2017 (Wiederwahl) p Martin Paar als Kassenprüfer bis zum Jahr 2014 (Wiederwahl) p Sven Weisbrich als Beauftragter für die Lehrbuchsammlung des DVW BE/BB bis zum Jahr 2014 n-40 3/ Jg.

7 Mitteilungen aus den Ländern / Arbeitskreisen DVW-nachrichten 3 Busfahrt am 10. Oktober 2012 zur INTERGEO in Hannover Der DVW Berlin-Brandenburg bietet am 10. Oktober 2012 eine Tagesbusfahrt von Berlin/Potsdam zur INTER GEO in Hannover an. Interessenten nehmen bitte Kontakt mit dem Vorsitzenden auf 3 Nächste Termine Die Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe Niederlausitz wird am Mittwoch, dem 20. Juni 2012, um Uhr an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Cottbus, Konrad-Wachsmann-Allee 4, Lehrgebäude LG.2A oder LG.2B, stattfinden. yyy DVW Mecklenburg-Vorpommern 3 Ausstellung»Die Vermesser am Fluss«Der Landesbetrieb Vermessung und Geobasisinformation Brandenburg hat im Jahr 2007 in Rühstädt, einer Elbanliegergemeinde in der brandenburgischen Prignitz, eine Ausstellung präsentiert, die die Vermessung der Elbe sowie die Entwicklung der Kartographie und der Vermessung in der Prignitz und in Brandenburg gezeigt hat. Diese Ausstellung ist in der Folgezeit an mehreren Orten gezeigt worden. Von der Bezirksgruppe Schwerin des DVW Mecklenburg-Vorpommern ging die Initiative aus, diese Ausstellung auch in Dömitz in den Räumen der an der Elbe gelegenen Festung zu zeigen. Dömitz grenzt unmittelbar an das in der Ausstellung präsentierte Gebiet der Prignitz an. Für die Organisation der Ausstellung konnte das Museum Festung Dömitz gewonnen werden. Das Einverständnis sowie die Zusage zur Mitarbeit des brandenburgischen Landesbetriebes waren schnell zu erhalten. Die Ausstellung wurde durch spezielle Aussagen zur Vermessung in den mecklenburgischen Elbabschnitten ergänzt. Dazu wurden Karten der Elbabschnitte in der Entwicklung ihrer Darstellung im Lauf der Jahrhunderte, beginnend bei Tilemann Stella und endend bei der Darstellung eines auf der Basis des Laserscannings erarbeiteten 3D Modells von Dömitz, auf die Ausstellungstafeln gebracht. Spezielle Darstellungen befassen sich mit den Kanalprojekten von der Elbe in die Ostsee, die gemeinsam von der Hanse- und Salzstadt Lüneburg und den mecklenburgischen Herzögen betrieben wurden, sowie mit der Entwicklung der Grenze zwischen den anliegenden Ländern. Die Ausstellung, entstanden im Rahmen einer Zusammenarbeit des Landesumweltamtes Brandenburg (LUA) und des Landesbetriebes Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) ist nun vom 26. April bis zum 6. Juli 2012 im Katasteramt Perleberg zu sehen. Dieter Greve 1 Festung Dömitz 7 Schmettau: Elbe bei Dömitz aus den Arbeitskreisen yyy Der Arbeitskreis 6»Immobilienwertermittlung«berichtet In der derzeitigen Arbeitsperiode hat der Arbeitskreis 6»Immobilienwertermittlung«neun Unterarbeitskreise eingerichtet, die unter anderem die Grundlagen für Fortbildungsveranstaltungen des DVW erarbeiten sollen. UAK 1 Wertermittlung im Sanierungsverfahren UAK 2 Internationale Wertermittlungsthemen UAK 3 Demografische Entwicklungen UAK 4 Steuerliche Aspekte in der Wertermittlung UAK 5 Stellungnahmen zu Richtlinienentwürfen UAK 6 Bodenrichtwerte UAK 7 Standardisierung von Daten der Wertermittlung UAK 8 Immobilienrichtwerte UAK 9 Praxis der Wertermittlung Die Unterarbeitskreise tagen am Rande der jeweiligen Halbjahressitzungen des AK 6. 3 Seminar»Bodenrichtwerte für Wertermittlung und Besteuerung«in Reutlingen Aus dem UAK 6»Bodenrichtwerte«wurde das erste Seminar des AK 6 in dieser Periode entwickelt. Es basiert auf den bereits bewährten Inhalten der BRW-Seminare der vergangenen Arbeitsperiode, wurde jedoch in großen Teilen überarbeitet und zudem an die aktuelle Bodenrichtwertrichtlinie und die aktuelle Gesetzgebung angepasst. Das Seminar wurde am 7. Februar 2012 in Reutlingen veranstaltet. Mit rund 90 Teilnehmern kann das Seminar unter anderem auch aufgrund der positiven Resonanzen als großer Erfolg verbucht werden. Teilnehmer aus Gutachterausschüssen, Sachverständigen, Kommunalverwaltungen und Finanzverwaltungen bildeten den Rahmen eines diskussionsfreudigen Publikums. Teilnehmer beim Seminar in Reutlingen 62. Jg. 3/2012 n-41

8 DVW-nachrichten Mitteilungen aus den Arbeitskreisen / Verwaltungen Seminar in Reutlingen: Prof. Franz Reuter beim Vortrag Bei den Vorträgen wurde ein großer Bogen um die Themenkreise der rechtlichen Grundlagen, der Methodik, der Bodenrichtwertermittlung, der statistischen Verfahren, des Lagewertverfahrens, der deduktiven und intersubjektiven Verfahren, der Ermittlung von Bodenrichtwerten für landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Grundstücke bis hin zum Spannungsfeld zwischen steuerlicher Bewertung und Leistungen der Gutachterausschüsse gezogen. 3 Seminar»Sanierungswertermittlung Wege zum Ausgleichsbetrag«in Nürnberg Der Unterarbeitskreis 1»Sanierungswertermittlung«hat ein zweiteiliges Seminar aufgelegt, dessen Grundseminar am 19. April in Nürnberg stattgefunden hat. Einen detaillierten Bericht zum gut besuchten Seminar lesen Sie auf Seite n 47. Die beiden Aufbauseminare sind wiederum in Nürnberg ( ) und Erfurt ( ) terminiert. Im Aufbauseminar wird vor allem auf einzelne Wertermittlungsmethoden zur Ermittlung der sanierungsbedingten Bodenwerterhöhung eingegangen, wobei Stärken und Schwächen der einzelnen Verfahren herausgearbeitet werden. Unter anderem ist vorgesehen, das Niedersachenverfahren, das Zielbaumverfahren, das Verfahren nach Hagedorn (Modell Rostock), das Mietsäulenverfahren und die Komponenten- Methode vorzustellen. 3 Seminar»Sachwertverfahren NHK 2010«Dieses Seminar wird an zwei Terminen angeboten. Am 23. Oktober 2012 findet es unter der Organisation des DVW Rheinland-Pfalz in Mainz statt. Am 29. November 2012 wird das Seminar in Kooperation mit dem VDV in Mönchengladbach ergänzt. Schwerpunkte dieses Seminars sind die Anwendung des neu konzipierten Sachwertverfahrens, die Berücksichtigung der neuen Sachwertrichtlinie mit den NHK 2010, sowie die Erläuterung der Anlagen, unter anderem auch zur Ermittlung der modifizierten Restnutzungsdauer bei Modernisierungen von Immobilien, etc. 3 INTERGEO Auf der INTER GEO 2011 in Nürnberg war der AK 6 mit zwei Vortragsblöcken präsent. Im ersten Themenblock wurde auf die Inhalte der ImmowertV, der NHK 2010 mit Sachwertrichtlinie und der Inhalte von Grundstücksmarktberichten eingegangen. Im anderen Themenblock wurden die Verkehrswertermittlung im schwierigen Marktumfeld, das Thema Fluglärm bei der Wertermittlung von Grundstücken sowie steuerliche Aspekte bei der Wertermittlung behandelt. Auch auf der INTER GEO 2012 in Hannover wird der AK»Immobilienwertermittlung«Sabine Schretter beim Vortrag anlässlich der INTERGEO 2011 mit zwei Vortragsblöcken vertreten sein. Zum einen wird man sich dem Vergleichswertverfahren widmen. Unter anderem werden der aktuelle Stand der Vergleichswertrichtlinie sowie der Themenkreis von Vergleichsfaktoren und Immobilienrichtwerten, ergänzt durch Genauigkeitsabschätzungen, präsentiert. Zum anderen wird die nationale und internationale Markttransparenz betrachtet. Hierbei werden der aktuelle Stand der Datenerhebung durch destatis sowie die Regelungsdichte national/international und die Instrumente internationaler Markttransparenz vorgestellt. 3 Internationale Aktivitäten Der DVW wird in Zusammenarbeit mit dem BDVI durch Christoph Pötinger und Wolfgang Glunz bei der TEGOVA vertreten. Hierbei werden insbesondere die deutschen Aspekte der Wertermittlung in den neuen EVS 2012 eingebracht und weitgehend berücksichtigt. Die letzte Tagung der TEGOVA fand im Mai in Krakau statt. Die mit internationalen Wertermittlungsaufgaben beschäftigten Mitglieder des Arbeitskreises haben in diesem Rahmen ihre Anregungen zur Neufassung der EVS 2012 formuliert. Der AK 6 ist in der FIG in der Commission 9»Valuation and the Management of Real Estate«, geführt von Dr. Frances Plimmer, engagiert. Einen Schwerpunkt der Arbeit der Commission 9 bildet die Working Group 9.1»Property Tax«. Der AK 6 hat auf der Working Week 2012 vom 6. bis 10. Mai 2012 in Rom in diesem Kontext einen Beitrag zum aktuellen Stand der Grundsteuerreform in Deutschland (»The Fiskal Reform of Landtax in Germany«) vorstellen können. 3 Sitzungen des Arbeitskreises Der AK traf sich zuletzt zur Sitzung im März 2012 in Wiesbaden. Neben den Sachständen aus den Unterarbeitskreisen wurde insbesondere über die Aktivitäten der HypZert und vdp sowie die Aktivitäten der RICS durch Andreas Ostermann und Carla Seidel informiert. Die Vortragsblöcke zur INTER GEO in Hannover wurden erarbeitet sowie ein Ausblick auf die INTER GEO 2013 gewagt. Als Gast bei der Sitzung konnte Anja Dyx vom VDV begrüßt werden. Zwischen VDV-Arbeitsgruppe»Wertermittlung«und DVW-AK 6»Immobilienwertermittlung«wurde eine enge Abstimmung der Fortbildungsaktivitäten vor dem Hintergrund der»geodäsie-akademie«(www.geodaesie-akademie.de) vereinbart. Vertreter der jeweiligen Organisationen werden künftig gegenseitig zu den Sitzungen der Arbeitskreise eingeladen. Der Arbeitskreis wurde zudem durch Christian Sauerborn über die WMR (Wohn- und Mietwertrichtlinie) eingehend informiert. AK 6-Tagung in Wiesbaden Die zweite Sitzung des AK 6 findet vom 12. bis 13. November 2012 in Dortmund statt. Hier soll insbesondere der Themenkomplex»Stadtumbau/Wertermittlung«inhaltlich beleuchtet werden. Maximilian Karl, Leiter AK 6»Immobilienwertermittlung«aus den Verwaltungen yyy Baden-Württemberg: Die DTK geht in Serie Verbraucherminister Bonde gibt den Startschuss DTK steht für Digitale Topographische Karte und ist damit die Abkürzung für eine neue Generation von amtlichen Landkarten. Diese werden derzeit vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, dem LGL, landesweit neu erstellt. Die Produktion dieser digitalen Kartenwerke in den verschiedenen Maßstäben un n-42 3/ Jg.

9 Mitteilungen aus den Verwaltungen / Wissenschaft DVW-nachrichten Verbraucherminister Alexander Bonde drückt den Startknopf: Die DTK kann in Serie gehen. terscheidet sich gänzlich von der Vorgehensweise in der Vergangenheit. Heute läuft die Kartenherstellung nahezu programmgesteuert ab. Grundlage ist ein einziger hochaktueller digitaler Datenbestand. Und es gibt noch ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Die DTK basiert auf»intelligenten«vektordaten. Am 30. April 2012 hat nun Minister Bonde den berühmten Knopf gedrückt und damit die neue Prozesskette für die Produktion der DTK initiiert. Grundlage für die Herstellung aller DTK ist das digitale Landschaftsmodell (Basis- DLM), das die Landschaft Baden-Württembergs mittels digitaler Vektordaten und jeder Menge klassifizierter Attribute beschreibt. Im ersten Schritt, der sogenannten Modellgeneralisierung, wird das digitale Landschaftsmodell für den gewünschten Maßstab, z. B. 1: , inhaltlich vereinfacht. Das daraus resultierende digitale Landschaftsmodell ist geometrisch immer noch hochgenau und kann zur Navigation, Analyse oder Trassenplanung eingesetzt werden. Im zweiten Schritt setzt wie gewohnt die Arbeit des Kartographen ein, neuerdings aber in programmgesteuerten Prozeduren: Objekte werden vereinfacht, weggelassen und verschoben, damit der in kleineren Kartenmaßstäben geringere Platz für die Darstellung der Fülle an Informationen optimal genutzt wird, Kartenzeichen lesbar bleiben und sich nicht überlagern. Was früher individuell im Ermessen des Kartographen lag, erfüllen heute programmgesteuerte Prozesse. Die dritte Dimension mit ihren Höhenlinien und Höhenpunkten wird aus den aktuellen Daten des Digitalen Geländemodells, dem DGM, vektoriell generiert und in den Datenbestand integriert. Für den Feinschliff einer Karte ist zum Schluss die erfahrene Hand der Kartographen aber dennoch unerlässlich, insbesondere um Kartenschriften, wie beispielsweise Landschaftsnamen, maßstabsbezogen auszudünnen und lesbar zu positionieren. Diese interaktiven Arbeiten und das Kartenlayout stehen am Ende der Prozesskette. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das diese Arbeitsprozesse mit allen Karteninhalten in dieser Weise anwendet. Die Vorteile der neuen Kartengeneration liegen auf der Hand: Sie besteht aus Vektordaten, d.h. aus Flächen, Linien und Punkten mit Koordinaten, die sich problemlos mit anderen raumbezogenen Fachdaten verknüpfen und in Geoinformationssystemen nutzen und verwerten lassen. Digitale Karten des LGL können wesentlich schneller, individueller und flexibler in verschiedenen Maßstäben, mit unterschiedlichen Inhalten und mit individuellen Präsentationsgrafiken kundengerecht und mit hoher Aktualität hergestellt werden. yyy Kölner Bezirksregierung startet Höhenmessungen im Ruhrgebiet Insgesamt werden ca. 40 Messtrupps mit jeweils drei bis vier Personen die Höhenmessungen vornehmen. Die Teams werden in dem Gebiet Wesel Haltern Hamm Rhynern Unna Bochum Duisburg die Höhen von ca Festpunkten auf ca. 810 km neu bestimmen. Die Arbeiten sollen innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen sein. Anschließend werden die Daten in einem aufwändigen Verfahren durch die Bezirksregierung Köln aufbereitet und berechnet. Das sogenannte»leitnivellement Ruhrgebiet«wird turnusmäßig alle zwei Jahre durchgeführt. Bei den Arbeiten handelt es sich um präzise Höhenmessungen. So werden die bereits vorhandenen Daten der Region aktualisiert und verdichtet. Diese Höhenfestpunkte, auch Nivellementpunkte genannt, bilden die Grundlage für die Eintragung von Höhenangaben und die Darstellung von Geländeerhebungen in Landkarten und Lageplänen aller Art. Mit den Höhenmessungen können Bodenbewegungen in Bergbaugebieten identifiziert und dokumentiert werden. Sie liefern so auch einen Beitrag zur Schadensbeurteilung z. B. bei Bergschäden. Federführend für die diesjährige Höhenmessung sind die Bezirksregierungen Köln und Arnsberg. Die Kölner Bezirksregierung hat in ihrer Abteilung 7 die landesweite Zuständigkeit für die Erhebung von Geodaten. Die Abteilung 6 der Bezirksregierung Arnsberg ist ebenfalls landesweit für die Bereiche Bergbau und Energie zuständig. Zusätzlich werden die Bezirksregierungen von 14 Kreisen und Städten, der Ruhrkohle AG, des Landesbetriebes Straßen NRW, des Wasserund Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich, der Emschergenossenschaft sowie der RWE Westfalen-Weser unterstützt. Die verfügbaren Geobasisdaten stellt die Bezirksregierung Köln unter zur Verfügung. aus der Wissenschaft yyy Schwerkraft ist Klima Zehn Jahre Klimaforschungssatelliten GRACE Der Gletscherschwund auf Grönland konnte jetzt erstmals mit hoher Genauigkeit aus dem All gemessen werden. Pünktlich zum zehnten Geburtstag der Zwillingssatelliten GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) ergibt sich ein scharfes Bild, das auch die räumliche Verteilung der Gletscherschmelze präzisiert. Bis zu 240 Gigatonnen Massenverlust musste der grönländische Eisschild zwischen 2002 und 2011 verkraften. Das entspricht einem Meeresspiegelanstieg von etwa 0,7 mm pro Jahr. Die ungleichmäßige Massenverteilung auf und in unserem Planeten führt dazu, dass aufgrund der dadurch entstehenden Variabilität der Erdanziehung die Erde eine unregelmäßige Form hat, die von der Kugelgestalt deutlich abweicht und darüber hinaus zeitlichen Veränderungen unterliegt. Während der letzten Eiszeit lag ein kilometerdicker Eispanzer über Nordamerika und Skandinavien. Seit dem Wegschmelzen dieser Eismassen hebt sich hier die von der Eislast befreite Erdkruste bis heute in die Höhe, was dazu führt, dass im Erdinnern, im Mantel, Masse nachfließt. Mit GRACE lässt sich diese glazial-isostatische Anpassung erstmals als Änderung der Geoidhöhe global präzise erfassen: Eiszeiten wirken lange nach, bis heute, besonders deutlich unter Nordamerika und Skandinavien. Seit 17. März 2012 sind die beiden GRACE-Zwillingssatelliten genau zehn Jahre im Orbit.»Tom und Jerry«haben die Wissenschaftler sie getauft, weil sie auf exakt der gleichen Bahn hintereinander her um die Erde jagen. Seit ihrem Start vom russischen Weltraumbahnhof in Plesetsk haben die beiden Satelliten die Erde mehr als mal auf einer polnahen Bahn in etwa 450 bis 500 km Höhe und einem Abstand von etwa 220 km umrundet und dabei kontinuierlich Messdaten gesammelt. GRACE ist ein gemeinsames Projekt der US-Raumfahrtbehörde NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Mission wurde 1996 vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, von der Universität von Texas in Austin, Zentrum für Weltraumforschung (UTCSR) und dem Jet Propulsion Laboratory in Pasadena geplant und 1997 als zweite Mission im NASA- Programm Earth System Science Pathfinder (ESSP) ausgewählt. Das primäre wissenschaftliche Ziel der GRACE-Satellitenmission ist, das Schwerefeld der Erde und seine zeitlichen Veränderungen im globalen Maßstab mit nie da gewesener Genauigkeit zu vermessen. Herzstück ist das von NASA/JPL entwickelte ultrapräzise Abstandsmesssystem, das es 62. Jg. 3/2012 n-43

10 DVW-nachrichten Mitteilungen aus der Wissenschaft p die Veränderungen in der festen Erde nach großen Erdbeben wie Sumatra- Andaman (2004), Chile (2010) oder Fukushima (2011). Das GRACE-Schwerefeld die»potsdamer Schwerekartoffel«wird auch benötigt, um beispielsweise die Bahnen von geodätischen Satelliten zu verbessern und daraus präzise Ein Ende der Mission ist absehbar. Daher hat das GFZ gemeinsam mit den US-Kollegen bereits eine Nachfolgemission auf den Weg gebracht. Professor Hüttl ist zuversichtlich:»wir hoffen, dass Weihnachten 2016 zwei GRACE FO (Follow on) Satelliten um die Erde kreisen, denn nur lange Zeitreihen können zuverlässige Aussagen über globale Trends im Klimageschehen liefern.«quelle: GFZ erlaubt, den gegenseitigen Abstand der beiden Satelliten kontinuierlich mit einer Präzision von einer Zehntel-Haaresbreite zu vermessen. Aus dem variierenden Abstand der beiden Satelliten leiten Wissenschaftler des GFZ das Schwerefeld der Erde ab. Etwa alle 30 Tage hat das Satellitenpaar dabei genug Daten für eine vollständige globale Karte gesammelt. Damit konnten, wie der Name der Mission bereits andeutet, aus den monatlichen Schwerefeldmodellen in den letzten zehn Jahren erstmals homogen und global zahlreiche klimarelevante Prozesse beobachtet und analysiert werden. Zu nennen sind dabei insbesondere p die Bilanzierung des kontinentalen Wassergehalts, der letztlich eine Summe aus Niederschlag, Verdunstung, Abfluss und Speicherung ist. GRACE beobachtet dabei die jahreszeitabhängigen Veränderungen in den großen Flussbecken, aber auch die gewaltige Grundwasserentnahme in Nordindien und Kalifornien zur künstlichen Bewässerung. p die Quantifizierung der Ab- oder Zunahme der Eis- und Schneemassen in den Polar- oder großen Gletschergebieten. p die Beobachtung von Oberflächen- und Tiefenströmungen, die in Kombination mit der aus der Satellitenaltimetrie abgeleiteten Meeresoberflächentopographie ein wesentlich besseres Verständnis der globalen Ozeanzirkulation und damit des Wärmetransports vom Äquator hin zu den Polen brachte. p die erstmalige Möglichkeit der Trennung von Massen- (Eisschmelze) oder Temperatur- (Erderwärmung) induzierten Meeresspiegeländerungen. Schwerefeldmodell der Erde in stark überhöhter Form globale Referenzsysteme abzuleiten eine unabdingbare Voraussetzung für die Kombination und Auswertung verschiedener globaler Sensorsysteme wie dem Global Positioning System (GPS), Satellite Laser Ranging (SLR), der Satellitenaltimetrie oder lokaler Pegelmessungen z. B. für die Beobachtung des Meeresspiegelanstiegs. Ein weiteres wissenschaftliches Ziel der GRACE-Mission ist, täglich etwa 150 global verteilte vertikale Temperatur- und Wasserdampfprofile aus GPS-Daten abzuleiten. Diese Daten werden vom GFZ mit einer eigenen Empfangsstation in Ny Ålesund (Spitzbergen) empfangen und innerhalb von maximal zwei Stunden den weltweiten Wetterzentren zur Verbesserung globaler Vorhersagen bereitgestellt. Zusätzlich werden diese Daten für Untersuchungen zu klimabedingten Veränderungen der Erdatmosphäre genutzt.»zum 10. Geburtstag«, erläutert Professor Reinhard Hüttl, der Vorstandsvorsitzende des GFZ,»wurde die gesamte Mission nochmals mit verbesserten Korrekturmodellen, Instrumentendaten und Prozessierungsmethoden durchgerechnet.«erste Analysen zeigen, dass die Genauigkeit der Schwerefeldmodelle nochmals um den Faktor 2 verbessert werden konnte. Diese neuen Modelle wurden über das Information System and Data Center (ISDC) des GFZ an die globalen Nutzer am 17. März freigegeben. yyy DGK vergibt Wissenschaftspreis 2012 Die Deutsche Geodätische Kommission (DGK) hat den Preisträger des DGK-Preises 2012 bekanntgegeben: Es ist Dr.-Ing. Peter Steigenberger von der Technischen Universität Dr. Peter Steigenberger München. Steigenberger ist ein Experte auf dem Gebiet der Langzeitanalyse von GPS-Satellitenmessungen, er hat auch wesentliche Beiträge zur Untersuchung des europäischen Galileo- und des chinesischen Compass-Systems geliefert. Der DGK-Preis ist mit Euro dotiert und würdigt die Leistung junger, hochqualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Preis wird anlässlich der INTER GEO 2012 in Hannover vergeben. Steigenberger, Jahrgang 1976, hat bis 2002 Geodäsie studiert und nach einem zweijährigen Aufenthalt am Deutschen Geo ForschungsZentrum in Potsdam 2009 an der TU München mit einer Arbeit über GPS promoviert. Seitdem ist er dort in verschiedenen Projekten mit der Analyse von Satellitendaten beschäftigt und arbeitet an seiner Habilitation. Die Deutsche Geodätische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vertritt die geodätische Forschung und Lehre in Deutschland. Zu den Aufgaben der DGK gehört insbesondere die wissenschaftliche Forschung auf allen Gebieten der Geodäsie. Christian Heipke, Vorsitzender der DGK n-44 3/ Jg.

11 Mitteilungen aus der Wissenschaft / anderer Vereine und Verbände DVW-nachrichten yyy 125 Jahre PTB Braunschweig 125 Jahre genau Das Stichwort, das die PTB seit ihrer Gründung im Jahr 1887 (damals als: Physikalisch- Technische Reichsanstalt, PTR) begleitet, ist: Genauigkeit. Genauer: Genauigkeit des Messens. Auf die Gründung folgte eine 125 jährige Erfolgsgeschichte. Im März 2012 feierte die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ihr 125. Jubiläum. Sie tat dies auf den Tag genau 125 Jahre nachdem der Deutsche Reichstag am 28. März 1887 den ersten Etat der PTR beschossen hatte. Aus diesem Anlass lud die PTB ihre über die Welt verteilten metrologischen Schwesterinstitutionen und ihre Kooperationspartner aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem wissenschaftlichen Symposium und zu einem politischen Festakt in die Braunschweiger Stadthalle ein. Den rund 800 Teilnehmern an dem Sympo sium»metrology, the Universe and Everything«wurde das breite Spektrum der Metrologie aufgefächert von der wachsenden Bedeutung der Naturkonstanten für die Definition der physikalischen Basiseinheiten bis hin zu konkreten Anwendungen der Metrologie in unserer Alltagswelt. Gerade diese Anwendungen, die engen Verzahnungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, waren es auch, die vor 125 Jahren am Anfang der PTR standen, am Anfang der ersten staatlichen, außeruniversitären Großforschungseinrichtung. Die beiden»väter der Reichsanstalt«stehen stellvertretend dafür: Der Industrielle Werner von Siemens, auf dessen Initiative die PTR gegründet wurde, und der Wissenschaftler Hermann von Helmholtz als der erste Präsident der Reichsanstalt (von 1887 bis 1894). Die Geschichte der PTB ist vor allem auch eine Geschichte wissenschaftlicher Entdeckungen und messtechnischer Höchstleistungen. Und diese Wissenschaftsergebnisse wirken bis heute nach: So etwa die Messungen am Ende des 19. Jahrhunderts zur anderer Vereine und Verbände yyy Verleihung VDV-Preis 2012 Der diesjährige VDV-Preis für die bundesweit besten Abschlussarbeiten im Fachgebiet Geodäsie und Geoinformatik wurde am 21. April 2012 im Waldhotel Rheinbach verliehen. Dipl.-Ing. Eva Feldmann, Absolventin der Hochschule Bochum, erhielt den Preis für ihre Diplomarbeit»Entwicklung und Erprobung eines praxisnahen Feldverfahrens zur Prüfung terrestrischer Laserscanner«. Foto: PTB/Stork In Forschung und Entwicklung investiert die PTB rund zwei Drittel ihrer Arbeitsleistung. Dazu gehören auch die Forschungen zur Neudefinition der Basiseinheiten (hier die Si Kugel des Avogadro-Projekts für die Neudefinition des Kilogramms). Strahlung des Schwarzen Körpers, die als experimenteller Geburtshelfer des Planck schen Strahlungsgesetzes und somit der Quantenmechanik gelten können. Die heutigen Möglichkeiten der PTB Quantenspektroskopie zu betreiben, um die beste Atomuhr der Welt zu bauen oder das Geoid der Erde so genau zu vermessen wie nie zuvor, haben ihre Wurzeln in diesen Messungen aus der»frühzeit«der PTR. Ähnliche Entwicklungslinien ließen sich für zahlreiche physikalische Themen zeichnen: Etwa für die Phänomene, die sich (Stichwort: Supraleitung) bei tiefen Temperaturen zeigen auch hier stehen Techniken und Messungen der PTR am Anfang. Oder die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts durch Klaus von Klitzing, den die PTB heute als ein Kernelement bei der Entwicklung neuer Quantennormale für elektrische Größen einsetzt. Und last but not least die beiden vielleicht bekanntesten PTB-(Erfolgs-)Themen: die Atomuhren, die mit jedem Entwicklungsschritt genauer werden, mit unabsehbarem Genauigkeitsende, sowie die intensive Forschungsarbeit an den übrigen Basiseinheiten des Internationalen Einheitensystems. So ist die PTB gut gerüstet: für die anstehenden metrologischen Herausforderungen und für die nächsten 125 Jahre. Dr. Jens Simon, PTB Stefan Raetz (Bürgermeister der Stadt Rheinbach), Eva Feldmann (Preisträgerin) und Andrea Kleber (VDV-Präsidium und Laudatorin) Laserscanner sind Messgeräte, die seit ca. zehn Jahren auf dem Markt sind und speziell für die Erfassung komplexer, räumlicher Strukturen eingesetzt werden, z. B. in der Archäologie, der Architektur und zur Qualitätskontrolle bei der Industrievermessung. Doch wie prüft man den Laserscanner vor einer großen Messkampagne, ohne das Gerät extra zum Hersteller zur Prüfung zu schicken? Ist es möglich diese Blackbox zeitnah und praxisorientiert zu prüfen? Frau Feldmann hat in ihrer prämierten Diplomarbeit ein Feldverfahren entwickelt, das die Prüfung terrestrischer Laserscanner ermöglicht, und hat dieses Verfahren auf seine Praxistauglichkeit in einem Ingenieurbüro geprüft. Die Jury des VDV-Preises hat diese Abschlussarbeit als besonders innovativ und praxisnah bewertet. 62. Jg. 3/2012 n-45

12 DVW-nachrichten Fortbildung Berufliche-Weiter-Bildung DVW-Fortbildungsbörse 3/2012 Grundlagen, Recht, Beruf yyy 15./ Praxis-Workshop: Auf dem Weg zum qualifizierten Sachverständigen Berlin, BDVI, 310, 260 (Normalpreis, BDVI-/DVW-/VDV-Mitglieder) Referenten: ÖbVI Dipl.-Ing. Karl-Heinz Bedorf, ÖbVI Dipl.-Ing. Wolfgang Glunz Info/Anmeldung: BDVI-Bildungsinstitut, Gabriele Grundner Tel.: yyy Zwangsvollstreckung Kassel, BDVI, 250, 200 (Normalpreis, BDVI-/DVW-/VDV-Mitglieder) Referent: Dr. Rüdiger Holthausen Info/Anmeldung: BDVI-Bildungsinstitut Gabriele Grundner Tel.: Management, Führung und Wirtschaftlichkeit yyy 22./ Führung leicht gemacht! Workshop für Freiberufler Bielefeld, BDVI, 500, 450 (Normalpreis, BDVI-/DVW-/VDV-Mitglieder, Anmeldeschluss: ) Referentin: Suzanne Grieger-Langer, Profiler und ManagementCoach Info/Anmeldung: BDVI-Bildungsinstitut Gabriele Grundner Tel.: Fortbildung DVW im Internet: Schriftleiterin: Dipl.-Ing. Christiane Salbach Feierabendstr. 12, Vogtsburg Tel.: Fax: Redaktionsschluss für die nächsten DVW-nachrichten ist der Geoinformation und Geodatenmanagement yyy Seminar GIS & Internet: Integration von GIS- Funktionalitäten in Lösungen Neubiberg bei München, UniBW, 350, 395 (bis , ab ) zzgl. gesetzlicher MwSt. Leitung: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reinhardt, Prof. Dr.-Ing. Andreas Karcher Info/Anmeldung: Gisela Pietzner, Universität der Bundeswehr München, AGIS/ Institut für Angewandte Informatik, Neubiberg Tel./Fax: / Ingenieurgeodäsie, Messmethoden und Systeme yyy DVW-Seminar: Das Meer schützen und nutzen Hydrographentag 2012 Husum, DVW AK 3 und DHyG, 170, 120, 60, 30 (Normalpreis, DVW-/VDV-/BDVI-/ DHyG-Mitglieder, Nichtmitglieder in Ausbildung, Mitglieder in Ausbildung) Leitung: Dipl.-Ing. Bernd Vahrenkamp Info/Anmeldung: Sabine Müller, DHyG- Geschäftsstelle, c/o Innomar Technologie GmbH, Schutower Ringstraße 4, Rostock Tel./Fax: /-299 yyy 25./ DVW-Seminar: Interdisziplinäre Messaufgaben im Bauwesen Weimar 2012 Weimar, DVW AK 4, 190, 160, 85, 70 (Normalpreis, DVW-/VDV-/BDVI-/DGGT-/ VBI-/IABSE-Mitglieder, Nichtmitglieder in Ausbildung, Mitglieder in Ausbildung) Leitung: Prof. Dr.-Ing. Willfried Schwarz Info/Anmeldung: Prof. Dr.-Ing. Willfried Schwarz, Professur für Geodäsie und Photogrammetrie, Marienstr. 9, Weimar Tel./Fax: /534 Seminar_2012.html Landmanagement, Immobilienwertermittlung yyy Waldflächen sicher bewerten Sinzig, Sprengnetter-Akademie, 375 Leitung: Dipl.-Forstwirt Armin Offer Info/Anmeldung: Sprengnetter-Akademie, Frau Kohl, Barbarossastr. 2, Sinzig Tel./Fax: /-69 yyy Die wichtigsten Änderun gen im BauGB und der BauNVO 2012, ein schließlich des Gesetzes zur Stärkung der klimagerechten Stadtentwicklung München, ISW, 260 Leitung: Dr. Werner Klinge Info/Anmeldung: Institut für Städtebau und Wohnungswesen der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Steinheilstraße 1, München Tel./Fax: /-23 yyy Bundestagung DLKG: Wandel in den Köpfen!? Wie kann durch Veränderungsprozesse die Zukunft in strukturschwachen Räumen gestaltet werden? Wetzlar, Deutsche Landeskulturgesellschaft, 90 Tagungsbeitrag, 30 Exkursionsbeitrag Info/Anmeldung: Geschäftsstelle DLKG, Frau Viola Kannemann Tel.: yyy DVW-Seminar: Unternehmensflurbereinigung Ulm, DVW AK 5, 130, 100, 60, 50 (Normalpreis, DVW-/VDV-/BDVI-Mitglieder, Nichtmitglieder in Ausbildung, Mitglieder in Ausbildung) Leitung: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Linke, Dipl.-Ing. Martin Schumann Info/Anmeldung: Dipl.-Ing. Marc Bierkamp, Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Fachdienst Flurneuordnung, Schillerstr. 30, Ulm Tel./Fax: /-1895 n-46 3/ Jg.

13 Fortbildung DVW-nachrichten Fortbildung DVW-Seminar»Sanierungswertermittlung Wege zum Ausgleichsbeitrag«Der DVW-Arbeitskreis»Immobilienwertermittlung«führte am 19. April 2012 in Nürnberg in Kooperation mit dem DVW Bayern das Seminar»Sanierungswertermittlung Wege zum Ausgleichsbetrag«als Grundseminar durch. Der Teilnehmerkreis (37) setzte sich vorwiegend aus Vorsitzenden und Mitgliedern von Gutachterausschüssen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstellen und Bewertungssachverständigen zusammen. Maximilian Karl (Landshut) als Leiter des DVW-Arbeitskreises 6 führte die Teilnehmer gleich nach der Begrüßung in das Thema Sanierungswertermittlung ein. Ausgehend von der Ideologie der Sozialbindung des Eigentums, manifestiert im Grundgesetz und in der Bayerischen Verfassung, erläuterte er die gesetzlichen Grundlagen im Baugesetzbuch und in den Städtebauförderrichtlinien der Länder. Dann führte er die Aufgaben der Gemeinde und der Gutachterausschüsse als Beteiligte der Sanierungsmaßnahme an und betonte die Wichtigkeit der guten Zusammenarbeit. Prof. Dr.-Ing. Winrich Voß (Hannover) zeigte die verschiedenen Verfahrensarten auf klassisches und vereinfachtes Verfahren. Dazu führte er die sanierungsrechtlichen Vorschriften und die verschiedenen Finanzierungsprogramme an. Er erläuterte das grundlegende Prinzip, den Mehrwert, der durch die sanierungsbedingte Bodenwerterhöhung entsteht, zum Ausgleich für die Maßnahme abzuschöpfen. Er betonte die Wichtigkeit der Beteiligung der Eigentümer. Petra Schmökel (Berlin) erläuterte die Arbeitshilfen der einzelnen Bundesländer (Bayern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz) für die Durchführung städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen. Hierin finden sich Fachinformationen und Anleitungen für die Gemeinden, die Gutachterausschüsse und Sachverständige, aber auch für betroffene Bürger. Dieter Kertscher (Braunschweig), der frühere Leiter des Arbeitskreises 6, erklärte, wie die besonderen Bodenrichtwerte in Sanierungsgebieten ermittelt werden. Er zeigte auf, dass Bodenrichtwerte auf bestimmte Zeitpunkte bezogen werden müssen, definierte den Anfangswertzustand und den Endwertzustand und erläuterte die Notwendigkeit der Zonierung. Er zeigte die Arbeitsschritte der Richtwertermittlung anhand praktischer Beispiele auf. Er betonte die Wichtigkeit der frühzeitigen Information bzw. Zusammenarbeit aller Beteiligten. Voß knüpfte an die Ermittlung der besonderen Bodenrichtwerte an und gab einen Überblick über die verschiedenen, häufig verwendeten Wertermittlungsmethoden zur Die Refenten Maximilian Karl, Prof. Winrich Voß und Petra Schmökel Ermittlung der sanierungsbedingten Bodenwerterhöhung. Hierbei wurden die einzelnen Verfahren vorgestellt, die im Aufbauseminar eingehend erläutert und diskutiert werden. Schmökel erläuterte im letzten Beitrag die Erhebung und Ablösung von Ausgleichsbeiträgen anhand anschaulicher Praxisbeispiele. Sie konnte darauf verweisen, dass gerade die Ablöse von Ausgleichsbeträgen ein probates Mittel darstellt, um frühzeitig mit den Beteiligten auch ins Gespräch zu kommen und die Vorteile einer vorzeitigen Ablösevereinbarung zu kommunizieren. Insgesamt war es ein sehr interessantes, reichhaltiges, kompaktes und kurzweiliges Programm. Es wurde in kurzer Zeit sehr viel Wissen gut präsentiert angeboten und mit Praxisfällen belegt, sodass die unterschied lichsten Anforderungen der Teilnehmer erfüllt werden konnten. Gerade weil die einzelnen Bundesländer unterschiedliche Rechtsinstrumente und Förderprogramme anwenden, war es sehr vorteilhaft, dass die Referenten aus verschiedenen Regionen und Aufgabenbereichen stammten. Die positiven Bewertungen der Seminarteilnehmer belegen das. Die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen nutzten gerne die Kaffeepausen und das Mittagessen zum Erfahrungsaustausch. Das Aufbauseminar zur Vertiefung des Themas, vor allem im Hinblick auf die unterschiedlichen Wertermittlungsverfahren findet wieder in Nürnberg am 23. Oktober 2012 und in Erfurt am 24. Oktober 2012 statt. Hildegard Weinberger-Battis, BWB-Beauftragte des DVW Bayern Geodäsie-Akademie Die Verbände haben sich darauf verständigt, ihre Aktivitäten zur beruflichen Weiterbildung zu bündeln sowie inhaltlich und organisatorisch stärker aufeinander abzustimmen. Als erster wichtiger Schritt zu einer Geodäsie-Akademie ist eine gemeinsame Webseite eingerichtet worden. Diese enthält alle Fortbildungsmaßnahmen der drei Verbände. Ziel der Geodäsie-Akademie ist es, den organisatorischen Rahmen aller von DVW, BDVI und VDV durchgeführten Aus-, Fort- und Weiterbildungsaktivitäten zu bilden. Nur so kann auf Dauer eine professionalisierte Angebotsorganisation gewährleistet werden, die inhaltliche und regionale Überschneidungen vermeidet und die Qualität der Veranstaltungen auf gleichartig hohem Niveau gewährleistet. Verschaffen Sie sich einen Eindruck von der Vielfalt der aktuellen Seminarangebote unter 62. Jg. 3/2012 n-47

14 DVW-nachrichten Termine, Veranstaltungen Termine/Veranstaltungen Hochschulen, Kolloquien, Vortragsreihen yyy HS Anhalt Do., :»DaBaMoS Ein Konzept für modernes Monitoring«, Prof. Dr.-Ing. Karl Foppe, SG Vermessungswesen, Hochschule Neubrandenburg. Der Vortrag beginnt um Uhr im Gebäude 04 R113, Bauhausstraße 8, der Hochschule Anhalt in Dessau-Roßlau. yyy TU Berlin Do., :»Vermessungsaufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel Kambodscha«, ÖbVI Dr. Gernod Schindler, Leipzig. Der Vortrag beginnt um Uhr im Hörsaal H6131 der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135. yyy Uni Bonn Do., :»Globale und regionale Koordinaten für die Forschung und für praktische Anwendungen«, Dr. Axel Nothnagel, Professur für Geodäsie, Universität Bonn. Do., :»The Complimentarity of GRACE and GPS for Monitoring Mass Redistributions«, Prof. Dr. Tonie van Dam, Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation, Universität Luxemburg. Do., :»Land cover mapping of large areas, using remote sensing data«, Prof. Dr. Patrick Hostert, Geographisches Institut, Humboldt Universität Berlin. Die Vorträge beginnen um Uhr im Hörsaal XVI des Instituts für Geodäsie und Geoinformation der Uni Bonn, Nußallee 17. yyy TU Dresden Mi., :»Erste Ergebnisse der Raumsonde MESSENGER zur Vermessung des Planeten Merkur«, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Oberst, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Berlin. Der Vortrag beginnt um Uhr im Hörsaal SCH/A001 (Georg-Schumann-Bau), Münchner Platz 3, der TU Dresden. yyy HCU Hamburg Do., :»100 Jahre Echolot: Alexander Behm Von der Entwicklung des Echolotes hin zu modernen hydroakustischen Systemen«, Dr.-Ing. Peter Gimpel, L 3 Communications ELAC Nautik GmbH, Kiel. Der Vortrag beginnt um Uhr im Gebäude D (Zelt), Hebebrandstraße 1, der HCU Hamburg. yyy Uni Hannover Di., :»Mobile LaserScanning«, Prof. Dr.-Ing. Claus Brenner, Institut für Kartographie und Geoinformatik, Leibniz Universität Hannover. Di., :»Zur automatischen Veränderungsanalyse aus hochauflösenden Fernerkun dungsdaten«, Prof. Dr.-Ing. Manfred Ehlers, Institut für Geoinformatik und Fernerkun dung, Universität Osnabrück. Di., :»Klimawandel, Landnutzung und Landentwicklung Zur Renaissance der landeskulturellen Aufgaben in der Flurbereinigung«, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Thiemann, Institut für Geoinformation und Landentwicklung, Universität der Bundeswehr München. Die Vorträge beginnen um Uhr im Hörsaal A104 im Geodätischen Institut, Nien burger Str. 1, der Leibniz Universität Hannover. yyy Bauhaus-Uni Weimar Mi., :»Potenziale der Ingenieurgeodäsie in der interdisziplinären Zusammenarbeit«, Prof. Dr.-Ing. Klaus Linkwitz, Universität Stuttgart, Institut für Ingenieurgeodäsie. Der Vortrag beginnt um Uhr im Hörsaal C bzw. A (Erdgeschoss) der Bauhaus- Universität Weimar, Marienstr. 13. yyy Jade Hochschule Wilhelmshaven/ Oldenburg/Elsfleth Do., :»Aufgaben und Herausforderungen der modernen Industrievermessung am Beispiel eines Großprojekts in der Luftfahrt«, Dipl.-Ing. Christian Chmill, Sigma 3D, Gescher. Der Vortrag beginnt um Uhr im Raum 7 des Hauptgebäudes der Jade Hochschule, Ofener Str. 16 in Oldenburg. Auf einen Blick yyy Juni : TU Berlin, Geodätisches Kolloquium, Berlin 12.6.: Uni Hannover, Geodätisches Kolloquium, Hannover 13.6.: Uni Weimar, Geodätisches Kolloquium, Weimar 14.6.: Uni Bonn, Geodätisches Kolloquium, Bonn 14.6.: Jade Hochschule, Geodätisches Kolloquium, Oldenburg 21.6.: HS Anhalt, Geodätisches Kolloquium, Dessau 21.6.: HCU Hamburg, Geodätisches Kolloquium, Hamburg 27.6.: TU Dresden, Geodätisches Kolloquium, Dresden 28.6.: Uni Bonn, Geodätisches Kolloquium, Bonn yyy Juli : Uni Hannover, Geodätisches Kolloquium, Hannover 5.7.: Uni Bonn, Geodätisches Kolloquium, Bonn 10.7.: Uni Hannover, Geodätisches Kolloquium, Hannover Ankündigungen yyy : INTERGEO 2012 in Hannover mit 60. Deutschen Kartographentag yyy : 17. Internationale Geodätische Woche Obergurgl : INTERGEO 2013 in Essen yyy : INTERGEO 2014 in Berlin n HANNOVER n ESSEN n BERLIN n-48 3/ Jg.

15 Termine, Veranstaltungen DVW-nachrichten Ehrengeburtstage (65, 70, 75, 80, 85 und älter) yyy Juni (65.) Wolfgang Forberger Döbeln, Bahnhofstr (88.) Harald Besser Hamburg, Beim Schäferhof 11 G (70.) Ingrid Kaske Berlin, Paula-Fürst-Str (89.) Hermann Krimmer Starnberg, Leutstettener Str (70.) Prof. Horst Borgmann Berlin, Strausberger Platz (65.) Reinhard Melchrick Teutschenthal, Gartenstr (70.) Hans-Dieter Meißner Stuttgart, Vogelrainstr (75.) Heinrich Bachmann Beselich-Heckholzhausen, Kahlertweg (75.) Wolfgang Schumann Löhne, Rosenstr (75.) Dietrich Wössner Singen, Schaffhauser Str (65.) Gerhard Behrbohm Hamburg, Bekassinenau 30 b (70.) Folkert Meyer Ganderkesee, Auf den Plaggenmatten (65.) Jobst Sobbe Lage, Ernstingweg (89.) Ulrich Hofmann Plettenberg, Eichendorffstr (75.) Dr. Arnold Karl Salomon Graf von Brühl Bonn, Lissaboner Str (87.) Horst Jaster Mainz, Amselweg (93.) Prof. Gerhard Sternberg Berlin, Nordmannzeile (85.) Theo Benner Montabaur, Rossbergstr (86.) Erwin Feil Korntal, Steinbeisstr (80.) Klaus Näser Leipzig, Probstheidaer Str (87.) Prof. Harald Schulze Hamburg, Brandheide (65.) Hans-Georg Seidel Rheinhausen, Blumenstr (70.) Ernst Tröndle Oberding, Straßfeldring 12a (70.) Rolf Richter Höchberg, Norbertstr (87.) Anton Sandner Regensburg, Falkensteinstr (87.) Walter Bock München, Osterwaldstr (80.) Gerhard Scheerle Oberndorf, Breitegärten (70.) Günter Schartz Mülheim an der Ruhr, Kampstr (87.) Werner Wolf Hamburg, Heimfelder Str (91.) Wolfgang Kaiser Heilbronn, Buchenhof (70.) Helmut Wörle Sindelsdorf, Königsbergstr (88.) Walter Nanz Stuttgart, Herschelstr (85.) Alfred Schullan München, Keplerstr (65.) Prof. Hans Fröhlich Sankt Augustin, Lichweg (65.) Rainer Scherr Berlin, Siegener Str. 55 A (65.) Rainer Gebhardt Backnang, Seelacher Weg (70.) Werner Kronschnabl Regensburg, Westendstr. 1b (98.) Otto Francke Freiburg, Karlstr (70.) Wolfgang Holst Bad Schwartau, Tremskamp (70.) Guido Thiel Bendorf, Hinter Lenchens Haus (75.) Gerhard Uhlmann Berlin, Straubinger Str. 14 C yyy Juli (70.) Dr. Otmar Schuster Mülheim an der Ruhr, Löhberg (65.) Rudolf Hellmann Berlin, Am Wieselbau (65.) Wolf-Rainer Fechner Lauchheim, Mühlgasse (70.) Paul-Gerhard Land Hilden, Dürerweg 1d (85.) Prof. Klaus Linkwitz Leonberg, Obere Tannenbergstr (87.) Kurt Lehner Bamberg, Waldwiesenstr (85.) Dr. Hans-Herbert Thomas Iserlohn, Hindenburgstr (70.) Paul Wesseling Rosendahl, Klockenbrink (75.) Helmut Krohn Schwerin, Zum Schulacker (85.) Willi Cöster Grebenstein, Gartenstr (70.) Alfons Dorn Ebermannstadt, Hirtengasse (85.) Herbert Lanzrath Aachen, Diemstr (85.) Reinhold Engelmann Simmern, Auf der Enkelwies (70.) Eckart Märtens Essen, Habichtstr (85.) Paul-Gerhard Ramseger Schwerin, Tallinner Str (65.) Michael Bruns Buxtehude, Im Obstgarten (65.) Hermann Hakenjos Freiburg, Im Wolfswinkel (65.) Horst Crysandt Bad Hersfeld, Breitenstr (70.) Gert F. Stünkel Mainz, Josefsstr (80.) Hans Vetter Nürtingen, Säerstr (75.) Ludwig Glathe Essen, Zeisigstr (65.) Richard Mey Bad Emstal, Buchenstr (70.) Johannes Nitz Stendal, Petrikirchstr (89.) Hans-Rudi Neiss Speyer, Eugen-Jäger-Str (75.) Günter Puder Hof, Rupprechtstr (65.) Klaus-Dieter Hiller Schwalmstadt, Bachwiesen (70.) Robert Treppschuh Erfurt, Rembrandtstr (65.) Hartmut Müller 9405 Zschopau, Johann-Gottlob-Pfaff- Str (99.) Helmut Zoll Bad Bellingen, Am Lettenbuck (75.) Jochen Rebien Ulm, Frauengraben (70.) Lutz Sauerzapfe Aachen, Jakobstr (86.) Dr. Erich Strobel Stuttgart, Umgelterweg 8 C (65.) Rainer Wiedmann Abenberg, Im Brühl (80.) Kurt Fuchs St. Wendel, Oberlinxweilerstr (65.) Prof. Erich Kanngieser Großhansdorf, Hansdorfer Mühlendamm 38 B (65.) Hartmut Mollenkopf Eningen unter Achalm, Im Hörnle (70.) Gerhard Kulpa Eisenhüttenstadt, Buchwaldstr (102.) Dr. Willi Sander Bamberg, Ohmstr (88.) Peter Füllbeck Solingen, Börsenstr (85.) Werner Steinhilber Esslingen, Brandenburger Str (99.) Bernhard von der Haar Coesfeld, Gerlever Weg (70.) Hellmuth Kolb Mühltal, Im Rosengarten (93.) Walter Vogt Herford, Pagenmarkt (88.) Heinrich Hoitz Salzgitter, Guldener Kamp Jg. 3/2012 n-49

16 DVW-nachrichten Diverses Todesstreifen von Roland Lange Im verschneiten Harz werden die Leichen von zwei Vermessern gefunden. Der eine wurde durch einen Kopfschuss getötet, der andere regelrecht durchlöchert. Hauptkommissar Ingo Behrends und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Einer der Toten, ein Vermessungsingenieur, war bei seinen Katasteramtskollegen sehr unbeliebt. Jeder wusste, dass er in zweifelhafte Finanzgeschäfte verwickelt war. Die Spur führt in die Vergangenheit als der Ingenieur als Truppführer die Grenze zwischen der DDR und der BRD vermaß. Ein Vermessungsgehilfe, der an der Messung mitgewirkt hat, erinnert sich an den Ingenieur und an die Messung, die von Trupps aus Ost und West gemeinsam durchgeführt wurde. Kommissar Behrends erhält wertvolle Hinweise. Der kurzweilige Kriminalroman sucht seinen realen Bezug in der Vermessung der innerdeutschen Grenze in den 1970er-Jahren. So werden interessante Details beschrieben, wie Ost- und West-Trupps miteinander umgegangen sind. Daneben zeigt der Autor, dass der Kommissar auf sein Team angewiesen ist. Die Story mit Lokalkolorit ist durch seinen Erzählstil sehr gelungen. Der Autor Roland Lange ist beim LGLN beschäftigt. Mit»Todesstreifen«lässt er Kommissar Behrends seinen zweiten Fall lösen. Das Buch umfasst 253 Seiten, ist im Prolibris Verlag erschienen und kostet 12,95 Euro. Mario Heuts Ihr Ansprechpartner vor Ort Der DVW fördert seit mehr als 140 Jahren die Geodäsie, die Geoinformation und das Landmanage ment in Wissenschaft, Forschung und Praxis. p Er wirkt mit bei der fachlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung und pflegt in diesem Rahmen die nationale wie internationale Zusammenarbeit. p Er kooperiert mit technischen sowie wissenschaftlichen Vereinigungen, Hochschulen und Institutionen. p Er wirkt bei Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene mit, die die Bereiche Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement betreffen. p Er stellt die Leistungen und die Bedeutung von Geodäsie, Geoinformation und Landmanage ment in der Öffentlichkeit dar. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die Kontaktdaten der Landesvereine geben. Als Ansprechpartner stehen Ihnen die Schriftführerinnen und Schriftführer zur Verfügung. Wenn sich bei Ihnen also eine Namens-/Adress änderung, eine Änderung der Kontoverbindung oder des Mitgliedsstatus ergeben hat, bitten wir Sie, zu Ihrem Landesverein Kontakt aufzunehmen. DVW Baden-Württemberg e. V. Dipl.-Ing. Hans-Joachim Wank c/o LGL Baden-Württemberg Büchsenstraße Stuttgart DVW Bayern e. V. Geschäftsstelle c/o Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern Alexandrastraße München DVW Berlin-Brandenburg e. V. Dipl.-Ing. Kirsten Harneid c/o LGB Heinrich-Mann-Allee Potsdam DVW Hamburg/Schleswig-Holstein e. V. Dipl.-Ing. Jennifer Runge Postfach Hamburg DVW NRW e. V. Dipl.-Ing. Matthias Aberle Gosenburg Wuppertal DVW Rheinland-Pfalz e. V. Dipl.-Ing. Christof Glock Hauptstraße Wolken DVW Saarland e. V. Dipl.-Ing. Harald Raber c/o Landesamt für Kataster-, Ver messungs- und Kartenwesen Zentrale Von der Heydt Saarbrücken DVW Sachsen e. V. Dipl.-Ing. Andreas Reinhold c/o Bundesamt für Kartographie und Geodäsie Außenstelle Leipzig Karl-Rothe-Straße Leipzig DVW Hessen e. V. Dipl.-Ing. Martin Hinderer Postfach Wiesbaden DVW Mecklenburg-Vorpommern e. V. Dipl.-Ing. Peter Delgmann Obotritenring Schwerin DVW Niedersachsen/Bremen e. V. Dipl.-Ing. Jens-André Paffenholz c/o Leibniz Universität Hannover Geodätisches Institut Nienburger Straße Hannover DVW Sachsen-Anhalt e. V. c/o Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt Otto-von-Guericke-Straße Magdeburg DVW Thüringen e. V. Dipl.-Ing. Michael Osterhold c/o Landesamt für Vermessung und Geoinformation Hohenwindenstraße 13a Erfurt n-50 3/ Jg.

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