Frankens Theaterlandschaft. Sich zu langweilen wird schwerfallen. Sich zu langweilen wird schwerfallen #15

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1 D E R L I E F E R A N T F Ü R K U N S T U N D K U L T U R Ausgabe #15 Aug. / Sept jahrgang Erscheinungsweise zweimonatlich. Art. 5 III Gundelsheimer Str Bamberg Aboservice: Tel Fax Sich zu langweilen wird schwerfallen Die Spielzeit 2015/16 in fränkischen Theatern Eine Um- und Vorschau mehr ab S. 1 Klassiker Theater Schweinfurt - City of Angel, Foto Dietrich Dettmann Kammermusik allererster Güte Die Saison 2015/2016 beim Musikverein Bamberg mehr ab S. 3 Sich zu langweilen wird schwerfallen Die Spielzeit 2015/16 in fränkischen Theatern Eine Um- und Vorschau Vorhang auf Metropolitan Geschichten Frankens Theaterlandschaft bleibt auch in der kommenden Saison in kreativer Bewegung, vom kleinen Einspartenhaus bis zum Dreispartenschlachtschiff, von Würzburg bis Selb, von Coburg bis Nürnberg. Schauen wir also neugierig voraus auf das, was die fränkischen Theater im Spannungsfeld zwischen Routine und Innovation zu bieten haben, sei es in der Schauspielsparte, im Opernrepertoire, bei der leichten Muse von Operette und Musical oder beim Ballett. Wobei wir uns, um jedwede Bevorzugungen zu vermeiden, ganz einfach an das Alphabet halten. Das hat diesmal allerdings seinen besonderen Reiz, denn die Stadt, die aufgrund ihrer Initiale am Anfang stehen muss, steht quasi vor einer neuen Theaterepoche: Bamberg. E.T.A.-Hoffmann-Theater, Bamberg, Foto Thomas Bachmann Am E.T.A.-Hoffmann-Theater hat nämlich die lange Amtszeit Rainer Lewandowskis geendet, und mit der Spielzeit 2015/16 übernimmt dort Sibylle Broll-Pape das Ruder. Sie ist in der langen Geschichte des Hauses die erste Intendantin und hat für ihre Debüt-Spielzeit allerhand Neues angekündigt. Das betrifft nicht nur das weitgehend ausgetauschte Ensemble, sondern auch die programmatische Konzeption. So stellt Broll-Pape ein Motto über die Spielzeit, dem sich die Stücke inhaltlich oder bezüglich der Darstellungsweise fügen müssen. Die Intendantin umreißt es mit den Begriffen Heimat, Vaterland und Muttersprache, Geschichte und Kunst, Gesellschaft und Befindlichkeit. Man könnte auch sagen: es geht um Deutschland. weiter auf Seite 2 >> Sein oder Nichtsein Shakespeares sämtliche Werke bei den Schlossfestspielen Thurnau Stimmen mehr ab S. 8 Das 35. Erlanger Poetenfest Es liest unter anderen die frischgebackene Ingeborg- Bachmann-Preisträgerin mehr ab S. 19 Jazz at it s Best Stelldichein der renommiertesten Jazzkünstler im Nürnberger Luitpoldhain Populär mehr ab S. 11 Schweinfurter Nachsommer 2015 Jazz und Weltmusik, Mozart, Mahler & Co. mehr ab S. 25 Domschatz Würzburg Der Umzug vom Marmelsteinerhof in den Kiliansdom ist endlich vollzogen! Unterwegs mehr ab S. 14 Weimarer Sommer Das 26. Kunstfest Weimar läuft vom 21. August bis zum 6. September mehr ab S. 27

2 S. 2 Art. 5 III August / September 2015 Titelthema Theater Würzburg - Frontgarderobe, Foto Gabriela Knoch Sich zu langweilen wird schwerfallen Die Spielzeit 2015/16 in fränkischen Theatern Eine Um- und Vorschau << Fortsetzung von Seite 1 Das Programm soll die klassischen Stoffe in Kontrast setzen mit den zeitgenössischen, die großen mit den kleinen Formen, das Komische mit dem Tragischen. Mit einem schwergewichtigen Klassiker und zugleich einem der deutschesten Stoffe beginnt die Saison, nämlich mit Friedrich Hebbels Die Nibelungen. Weitere Ankerwerke des Repertoires sind Heinrich von Kleists Prinz Friedrich von Homburg und in Bearbeitungen Thomas Manns Buddenbrooks sowie Grimmelshausens Simplicissimus. Selbstredend kommt auch der Lokalmatador E.T.A. Hoffmann vor, und zwar mit einer hausgemachten Version der Elixiere des Teufels. Erstaunlicherweise verzichtet die neue Intendantin fast gänzlich auf Stücke des Boulevard-Genres und auf die eigentlich zur Tradition gewordenen Gastspiele mit Operetten oder Musicals aus den benachbarten Häusern in Coburg und Hof. Man wird sehen, ob das Publikum diesen Verzicht auf Dauer zu leisten bereit ist. In Coburg wird die Saison mit Vincenzo Bellinis Norma eröffnet, später folgen noch der Rosenkavalier von Richard Strauss und als Repertoireüberraschung die Lakmé von Léo Delibes. Die leichtere Muse bleibt mit Paul Abrahams Ball im Savoy und Otto Nicolais Lustigen Weibern von Windsor im Operettengenre und mit dem Musical Copacabana, das so recht zur Coburger Begeisterung für den Karneval in Rio passt, ein Schwerpunkt. Die erfolgreiche Ballettcompagnie von Marc McClain widmet sich dem Aschenbrödelstoff nach der Musik von Johann Strauß, bietet First Steps an und bringt eine Uraufführung auf die Bühne, die unter Titel Queen s Night die neuesten choreographischen Ideen ihres Chefs vorstellt. In der Schauspielabteilung darf man ebenfalls auf eine Uraufführung gespannt sein, nämlich auf Tankred Dorsts Motivsuche. Unter den Klassikern sind Max Frischs Andorra und Georg Büchners Dantons Tod zu erwähnen. Zum Saisonauftakt steht Ken Pollacks Stück Wie im Himmel auf dem Spielplan, zum Ausklang gibt es Die Grönholm- Methode von Jordi Galceran und den Kultfilm A Clockwork Orange in der Schauspielfassung von Anthony Burgess. In Erlangen lässt sich die Theaterintendantin die Inszenierung des Eröffnungsstücks (am 25. September) nicht nehmen: Katja Ott führt selbst Regie in Lessings Nathan der Weise, dem ewig aktuellen Toleranzklassiker. Die Spielzeit steht, ähnlich wie in Bamberg, ganz im Zeichen des Saisonmottos Heimat. Auch die nächsten Premieren sind vornehmlich in Frauenhand. Laura Huonker wagt einen Tag nach der Spielzeiteröffnung eine Art städtischer Eigenperspektive mit der Uraufführung des Stückes Wer ist Erlangen?. Unterschiedliche Verhaltensmuster bezüglich eines plötzlich auftauchenden Fremden beleuchtet Wir sind keine Barbaren von Philip Löhle, inszeniert von Katrin Lindner. Die unsterblichen Drei Schwestern Anton Tschechows, hier als Heimatverklärung in vier Akten untertitelt, werden in einer Neuübersetzung von Elina Finkel geboten. Sweet Home Europa versteht sich als eine Allegorie über die Festung Europa. In Holger Schobers heimat.com, inszeniert von Marlene Hildebrand, geht es um einen Ausweisungsbescheid. Selbstredend ist auch das Saisonfinale mit Homers Odyssee dem Jahresmotto zuzuordnen. Die Regisseurin Juliane Kann gibt ihrer Version den zweideutigen Untertitel Eine Heimsuchung. Fürth besitzt nicht nur einen der schönsten Theatersäle Bayerns, sondern auch eine rege Kreativabteilung, die einerseits eine abwechslungsreiche Mischung an Gastauftritten in die Stadt holt und andererseits ambitionierte Eigenproduktionen auf die Beine stellt. In der kommenden Saison darf man sich beispielsweise auf die Uraufführungen des Musicals Der Tunnel und des Schauspiels Elefanten sieht man nicht freuen, darüber hinaus gibt es Klassiker wie Caligula von Albert Camus oder eine Schauspielfassung von Max Frischs Homo faber. Eine detaillierte Darstellung des vielfältigen Programms der Fürther würde hier zu weit führen, denn es umfasst alle nur denkbaren Kunstgattungen, doch hinweisen wollen wir noch auf ein Tanz-Performance- Projekt unter dem Titel Metropolis NOW, das im nächsten Frühsommer seine Uraufführung erleben wird. In Hof kann sich das Publikum in Schauspielhaus Nürnberg, Foto Schauspielhaus Nürnberg der Saison 2015/2016 des Stadttheaters über einen deutlichen Schwerpunkt in den Gattungen Musical und Operette freuen. Vorher, zum Auftakt der Spielzeit, wird es allerdings ernst mit der erstmaligen Aufführung eines Wozzeck von Alban Berg, und auch zum Saisonende steht mit Verdis La Traviata ein eher dramatisches Opernwerk zur Premiere an. Dazwischen geht es in das Land des Lächelns und zu den Musicals Einstein, Young Frankenstein, Non(n)sens und Baby Talk. Das Schauspiel wartet ebenfalls mit zwei Klassikern auf (Brechts Leben des Galilei und Shakespeares Was ihr wollt ). Einige neue Titel dürften Erwartungen wecken, unter anderem auch das Eröffnungsstück In der Stunde des Luchses von Per Olov Enquist. Die Ballettcompagnie bietet einen spartenübergreifenden Abend mit Musik von Strawinsky ( Le Sacre du Printemps ) und Mozart (Requiem) an, der die mystisch-religiösen und weltlichen Dimensionen des (Opfer-) Todes sinnlich erfahrbar machen soll. beginn der Wagner sche Ring -Zyklus mit der Götterdämmerung, begleitet von der Brandtmayr-Installation Ringaggregate im Neuen Museum. Das gängige Repertoire wird gepflegt mit einer neuen Bohème Puccinis und einem Rigoletto Verdis aus der Hand von Verena Stoiber. Nach Frankfurts großem Erfolg mit Jacques Fromental Halévys La Juive wagt sich nun auch Nürnberg an diese Grand Opéra und widmet dem französischen Komponisten mit fränkischen Wurzeln gleichzeitig ein Symposium. Ebenfalls aus Frankreich kommt der Ausflug in die Barockoper: Rameaus Les Indes galantes. Besonders gespannt sein darf man wieder auf die kommende Kooperation mit dem Kult- Regisseur Calixto Bieito, der Janáčeks Aus einem Totenhaus inszeniert. Wer s leichter will, wird Cole Porters Kiss me, Kate nicht verpassen. Das Schauspielprogramm ist eingerahmt von Klassikern: es beginnt mit Shakespeares König Lear und endet mit Schillers Wilhelm Tell. Zu den Themen Migration und Wanderarbeit werden Das Fleischwerk von Christoph Nussbaumeder und Die Schutzbefohlenen der unvermeidlichen Elfriede Jelinek aufgeboten. Für s Amüsement sorgen moderne Unterhaltungsklassiker wie Der nackte Wahnsinn oder die rasante Komödie George Kaplan. Ballettdirektor Goyo Montero erarbeitet nach seinen höchst erfolgreichen Handlungsballetten zum ersten Mal mit seiner Compagnie ein symphonisches Werk: die Symphonie fantastique von Hector Berlioz. Er steuert außerdem eine eigene Uraufführung bei, wird ein Tanzprojekt mit Jugendlichen präsentieren und die Zusammenarbeit mit Choreographen von Weltruf fortführen. So kommt William Forsythe mit seinem Tanzstück Approxima- te Sonata nach Nürnberg. Theater Hof, Foto SFF Fotodesign Der Saisonbeginn an Schweinfurts Gastspieltheater steht ganz im Zeichen des Kinohits Ziemlich beste Freunde, der in einer Schauspielversion des Hannoveraner Tourneetheaters Thespiskarren geboten wird. Überhaupt, die Gastspiele, da ist Schweinfurt immer emsig auf der Suche nach besonders originellen Truppen und schaut weit über den fränkischen Tellerrand hinaus. Schon Ende September kommt das Operettentheater Salzburg mit einer Gala unter dem Titel Lass rote Rosen blüh n vorbei, und nur wenige Tage später gastiert die Musical-Abteilung von Essens Folkwang-Universität mit dem Swing-Musical City of Angels. Nach einer konzentrierten Arbeitsphase mit Kindertheater kommt die Operettenbühne Wien Heinz Hellberg mit dem Bettelstudenten nach Unterfranken, anschließend gastiert das Euro- Studio Landgraf aus Titisee-Neustadt mit dem Schauspiel Die Opferung von Gorge Mastromas von Dennis Kelly. In den November hinein geht es mit einer Operngala aus Mailand, dann bietet die in Schweinfurt ansässige Dance Academy eine Tanzgala unter dem Titel Die zauberhafte Welt von Oz an. Weitere Gastspiele bis Jahresende kommen von renommierten Adressen, die in Recklinghausen, Saarbrücken, Luxemburg, Berlin, Hamburg, Stuttgart oder Arnheim (Niederlande) beheimatet sind. Auch im neuen Jahr wartet das Schweinfurter Theater also mit einer eindrucksvollen Programmvielfalt auf. In Selb nehmen die Gastauftritte des nahen Hofer Theaters traditionell großen Raum ein. Diesmal, genauer gesagt ab 27. September, stellen die Hofer ihren Figaro vor. Im Oktober ist das Musical Over the Rainbow zu Das Nürnberger Staatstheater, Frankens Flaggschiff, hat sich für die kommende Spielzeit das spartenübergreifende Motto Für Jeden eine Bühne erkoren und will damit in unserer von Migration bestimmten Zeit betonen, dass im Theater alle eingeladen sind, an der Kunst teilzuhaben. Im Opernprogramm schließt sich gleich zum Saisonsehen, später gibt es Volkstheater-Aufführungen. Wer demnächst den Weg nach Selb findet, zum Beispiel noch während der Wochen des Weißen Goldes in der Porzellanstadt, kann den weiland Weltstar René Kollo hören, begleitet von der Kammerphilharmonie St. Petersburg (am 6. August im Rosenthal-Theater). Würzburg ist zwar alphabetisches Schlusslicht, aber sein Mainfrankentheater ist Spitze, wenn es um die Qualität und Quantität des Angebotenen geht, notabene in drei Sparten. Noch- Intendant Herrmann Schneider hat seine letzten Spielzeit unter das Motto ANGSTFREI gestellt und weckt damit Assoziationen an jene sprachliche Neuschöpfung, die angesichts des neuesten deutschen Lebensgefühls in Amerika erfunden wurde: German angst. Die Oper startet zunächst mit zwei Wiederaufnahmen, bevor dann am 17. Oktober die Premiere eines neuen Verdi- Otello stattfindet. Später folgen noch die Uraufführung einer Steppenwolf -Vertonung von Viktor Aslund und eine Neuinszenierung von Mozarts Idomeneo. Im Operettengenre ist die Wahl übrigens wie in Coburg auf Otto Nicolais Lustige Weiber von Windsor gefallen, während das Musical durch Frank Wildhorns Version der Geschichte von Jekyll und Hyde vertreten ist. Das Schauspiel bringt als Premieren Klassiker wie Gogols Revisor, Shakespeares Romeo und Julia und Millers Tod eines Handlungsreisenden, ein multimediales Kafka-Projekt, Heiner Müllers Quartett und das hochaktuelle, weil sich mit dem Glaubensfanatismus befassende Stück Märtyrer von Marius von Mayenburg. Daneben gibt es die Extrareihe Junges Theater. Die Ballettsparte bringt nach der Wiederaufnahme von Carmen eine Inszenierung der Scheherazade von Anna Vita, eine Ballettgala und einen Doppelabend sowie Ivan Alboresis Choreographie unter dem Arbeitstitel Die Glasmenagerie. Fazit dieser Umschau: angesichts des hier nur ausschnittsweise vorgestellten Programmreichtums dürfte es den fränkischen Theateraficionados wohl kaum gelingen, sich in der kommenden Saison zu langweilen. Martin Köhl

3 Klassiker August / September 2015 Art 5 III S. 3 Kammermusik allererster Güte Die Saison 2015/2016 beim Musikverein Bamberg Ensemble Nobiles, Foto Christian Wolff Daniel Müller-Schott, Foto Maiwolf Boreas Quartett, Foto Alasdair Jardine Es ist natürlich so, dass sich (auch) innerhalb der Kammermusikreihe der Bamberger Symphoniker Bayerische Staatsphilharmonie Konzerte von allerhöchstem Rang erleben lassen. Ansonsten aber ist für die vielleicht intimste Art des Musizierens an der Regnitz zuvorderst der Musikverein Bamberg zuständig, dessen Konzertreihe es außerdem möglich macht, im Joseph-Keilberth-Saal auch einmal andere Musiker als solche aus den Reihen der heimischen Symphoniker hören zu können. Dem Musikverein, dessen Wurzeln bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen und der ehedem auch Orchesterkonzerte beispielsweise mit den Berliner Philharmonikern unter Wilhelm Furtwängler veranstaltete, gelingt es mittels guter Kontakte seiner ersten Vorsitzenden, Andrea Paletta, sowie über finanzielle Zuwendungen unter anderem vonseiten der Sparkassenstiftung oder der Weltkulturerbestiftung ein ums andere Mal, Instrumentalisten und Sänger von internationalem Renommee nach Bamberg zu verpflichten. In der Spielzeit 2015/2016 machen am 4. Oktober Daniel Müller-Schott und Lauma Skride den Auftakt. Müller-Schott, 1976 als Sohn einer Cembalistin und eines Mathematikers in der bayerischen Kapitale geboren und ein Schüler von Heinrich Schiff sowie von Steven Isserlis, wurde von Anne- Sophie Mutter gefördert, der er zum Beispiel die Chance verdankt, ein Jahr bei der Cello-Legende Mstislaw Rostropowitsch studieren zu können. Harald Eggebrecht attestiert ihm in seinem klassischen Cellisten-Kompendium von 2007 einen ungewöhnlich schönen, besonders im Cantabile elegisch singenden, eher im Hellen angesiedelten, biegsamen Ton von großer Tragfähigkeit und vorbehaltlos überzeugende kammermusikalische Fähigkeiten. Letztere wird Müller-Schott an der Seite der lettischen Pianistin und Wahl-Berlinerin Lauma Skride (sie war beim Musikverein bereits zweimal mit ihrer Geigerinnen- Schwester Baiba zu hören) ausstellen, die ihn in Sonaten von Beethoven, Schostakowitsch und Poulenc (die Pierre Fournier zugeeignete Sonate FP 143 von 1948) begleiten wird. Auch Martin Helmchen, der am 9. April an die Regnitz kommt, zählt längst zu den Großen seiner (Pianis- ten-)zunft. Alfred Brendel gehört zu seinen Mentoren, die Wiener, die Berliner, die New Yorker Philharmoniker zu den Orchestern, mit denen er Triumphe feierte. Neben Bachs a- Moll-Partita und Schuberts B-Dur- Sonate aus dessen Sterbejahr 1828 wird Helmchen sich in Auswahl der Vingt regards sur l Enfant-Jésus (1944) von Olivier Messiaen annehmen. Zu den gerade bekannt werdenden Ensembles zählt das Boreas Quartett (15. Januar), vier in Bremen beheimatete Blockflötistinnen, die neben Haßler und William Byrd auch Stefan Thomas, einen Kompositions- Schüler von Krzysztof Meyer, mit nach Bamberg bringen werden. Auch das aus fünf ehemaligen Thomanern bestehende Ensemble Nobiles es wird am 13. November eine Leipziger Liedertafel mit Werken von Mendelssohn, Schumann und anderen gestalten ist den Neuentdeckungen zuzurechnen. Beide Konzerte werden vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet. Das vor fünf Jahren in Budapest gegründete Kelemen Quartett hat wichtige Impulse von Joshua Bell, von Günter Pichler (Alban Berg Quartett) und von dem Pianisten András Schiff erhalten. Es zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass alle drei hohen Streicher sowohl Violine als auch Bratsche spielen. Am 5. Februar gastieren die Vier mit Streichquartetten von Leoš Janáček (das Erste, nach Tolstois Kreutzersonate ), Beethoven, Bartók und Haydn (op. 76/2). Mit dem Oberon Trio ist am 11. März eine weitere Kammermusikgattung innerhalb der Musikvereins-Reihe vertreten: das Klaviertrio. Und was würde wohl, für eine Formation, die sich nach der Figur des Elfenkönigs aus Shakespeares Sommernachtstraum tauft, näher liegen, als ihr Programm If music be the food of love zu überschreiben (auch wenn diese Worte nicht aus der von Purcell und, 1960 in Aldeburgh, Britten auf die Bühne gebrachten Oper stammen, sondern aus der Eingangsszene von Was ihr wollt )? Zu Gehör kommen, am 11. März im Jahr von Shakespeares vierhundertstem Todestag, Kompositionen Schuberts, Beethovens und Mendelssohns sowie That Crazed Smile von Charlotte Bray, das nun tatsächlich vom Sommernachtstraum befruchtet worden ist. Es ist ein vom Oberon Trio in Auftrag gegebenes Werk und wird von diesem am 20. Oktober in Landshut uraufgeführt werden. Ein Liederabend führt den im ladinischen La Val aufgewachsenen Bariton Andrè Schuen nach Bamberg. Er hat am Mozarteum studiert und Anregungen etwa von Olaf Bär, von Marjana Lipovšek und Thomas Allen erfahren. Sein Begleiter am Flügel Daniel Heide aus Weimar hat mit Gidon Kremer, Antje Weithaas und Tabea Zimmermann zusammengearbeitet, allesamt nicht nur in Bamberg keine Unbekannten. Zu hören sind am 10. Juni Lieder (nämlich übers Wandern) von Schubert, sodann Sommer- Serenaden Schloss Seehof Das Sommerfestival mit prominenten Künstlern und dem Bamberger Streichquartett (BSQ) IM INNENHOF BEI UNGÜNSTIGER WITTERUNG ORANGERIE Tickets & Infos: bvd Kartenservice Tel.: (0951) , und Einlasskasse Volkslieder aus Schuens Heimat, die Petrarca-Sonette von Liszt und die Quattro canzoni d Amaranta des mit Caruso befreundeten Francesco Paolo Tosti. Geraten sei, abschließend und selbstverständlich, auch zu dem Besuch des Konzertes am 29. April. Im Spiegelsaal der Harmonie werden Preisträger des Bayerischen Landeswettbewerbs von Jugend musiziert ihr Können zeigen. Sommerzauber mit Flöte und Harfe Dejan Gavric, Flöte und Silke Aichhorn, Harfe Von Bach, Mozart, Tschaikowsky u.a. Eine Nachtmusik Gerd Anthoff liest Die Nachtwachen des Bonaventura BSQ mit Biber, Boccherini, Mozart u.a. Duo Virtuoso mit Tango, Klezmer, Klassik & Jazz (neues Programm) Mozart-Konzert Klarinettenquintett und Salzburger Sinfonien (BSQ) Lustige Texte von Goethe bis Valentin Matinée um Uhr Martin Neubauer, Sprecher Heiko Triebener, Tuba Musik zum Träumen mit dem BSQ Spanish Blue Andalusische Nacht mit Klaus Jäckle, Gitarre, Andrea Grüner, Tanz und BSQ Die vier Jahreszeiten mit Vivaldi, dall Abaco und Mendelssohn Klezmer-Musik Trio The Caravans mit Gitarre, Geige und Bass 刀 漀 猀 攀 渀 最 愀 爀 琀 攀 渀 匀 攀 爀 攀 渀 愀 搀 攀 渀 䈀 愀 洀 戀 攀 爀 最 匀 挀 栀 椀 爀 洀 栀 攀 爀 爀 伀 䈀 䄀 渀 搀 爀 攀 愀 猀 匀 琀 愀 爀 欀 攀 Musik in fränkischen Schlössern 2015 Samstag 12. September 2015, 17 Uhr Schloß Kirchlauter Harfe und Flöte Silke Aichhorn und Prof. Dejan Gavric Samstag 19. September 2015, 17 Uhr Schloß Burgpreppach Emma Kirkby und London Baroque Samstag 10. Oktober 2015, 17 Uhr Schloß Eyrichshof Klazz Brothers anschließend festliches Dinner ausgerichtet von Erec Jacobson vom Hotel Kolb, Zeil 眀 眀 眀 爀 漀 猀 攀 渀 最 愀 爀 琀 攀 渀 ⴀ 猀 攀 爀 攀 渀 愀 搀 攀 渀 挀 漀 洀 䈀 攀 最 椀 渀 渀 樀 攀 眀 攀 椀 氀 猀 唀 栀 爀 䔀 椀 渀 氀 愀 猀 猀 愀 戀 㤀 アハ ート 唀 栀 爀 Kartenreservierung: (09534) oder (0151) Weitere Informationen finden Sie unter:

4 S. 4 Art. 5 III August / September 2015 Klassiker Jubiläum bei der Meininger Hofkapelle Festwochen mit Max Reger, Brahms, Heinz Holliger Folkert Uhde, Modell Lorenzkirche, Foto Anne Hornemann ralmusikdirektorenzeit ist das Orchester der ehemaligen Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Meiningen in nahezu aller Munde. Die Gründung der Hofkapelle datiert vom späten 17. Jahrhundert; mithin darf das 325-jährige Bestehen gefeiert werden. Im späten 19. Jahrhundert und bis 1914 stand die Meininger Hofkapelle in voller Blüte. Im frühen Oktober 1880 übernahm Hans von Bülow das Orchester und formte aus ihm einen Klangkörper von europäischem Rang. So reiste im Herbst 1885 Johannes Brahms nach Meiningen, um die Uraufführung seiner Vierten Symphonie zu dirigieren, nach deren Ende, so hieß es im Berliner Courier, Letizia Renzini, Foto Valentina Gnesutta sich der Herzog zur Ehre von Brahms und mit ihm das ganze Haus erhoben habe. Mit Herzog Georg II. und der Hofkapelle war der vollbärtige Komponist vom Herbst 1881 bis zu seinem Tode eng verbunden. Richard Mühlfeld war damals der erste Klarinettist (und in jenen Jahren auch Soloklarinettist des Bayreuther Festspielorchesters). Zwischen ihm und Brahms entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, der wir beispielsweise das himmlische Klarinettenquintett h-moll op. 115 und die beiden Sonaten für Klarinette und Klavier, in f-moll die eine, die andere in Es-Dur, verdanken. Weiters muss man den Namen Richard Strauss anführen, wenn es um Durch die Wahl Kirill Petrenkos zum designierten neuen Chefdirigenten in der Nachfolge Sir Simon Rattles des Orchesters und Künstlerischen Leiters der Stiftung Berliner Philharmoniker im Juni ist auch die Meininger Hofkapelle wieder in den Blick der Feuilletons geraten. Denn es war an der Südthüringischen Staatsoper, dass Petrenko zum ersten Male, anno 2001, internationale Aufmerksamkeit zuteil wurde, mit einer längst legendären Ausleuchtung von Richard Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen. Doch nicht erst seit Petrenkos Genedie Meininger Musikgeschichte geht. Er war 1885/1886, als van Gogh sein Stillleben mit Kartoffeln malte und Rodin den Kuss schuf, als Anzengrubers Sternsteinhof erschien und Stevensons Dr. Jekyll, als Niels Bohr geboren wurde und Franz Liszt starb, Hofmusikdirektor. Zu Strauss Pflichten zählten auch die Leitung des Chorvereins und der Klavierunterricht für Prinzessin Marie, mit der er zudem auf ihrem allwöchentlichen Thé dansant fleißig zu tanzen hatte. Auch der Name Max Reger ist eng mit dem Orchester verbunden. Der gebürtige Oberpfälzer war von 1911 bis 1914 Hofkapellmeister und soll einmal gesagt haben: Es gibt nur ein Orchester, das ich haben möchte: Meiningen. Im Mai des kommenden Jahres wird Regers hundertster Todestag gefeiert werden, selbstverständlich auch und gerade in Meiningen. Und bereits in diesem Oktober stehen Festwochen an. Deren Anlass? Das 325-jährige Bestehen der Hofkapelle, die somit zu den ältesten Orchestern überhaupt gehört. Die Leitung hat seit einer halben Dekade der Schweizer Philippe Bach inne. Bach, Jahrgang 1974, stammt aus dem Kanton Bern. Zunächst studierte er Horn, dann Dirigieren, unter anderem bei Mark Elder in Manchester. Meisterkurse besuchte er bei Colin Davis, David Zinman, Vladimir Jurowski und Peter Eötvös. Seine Laufbahn begann in Madrid; es folgte eine Anstellung am Theater in Lübeck und dann, 2011, der Ruf auf den Posten des Generalmusikdirektors der Meininger Hofkapelle. Seit 2012 ist Bach zudem Chefdirigent des Berner Kammerorchesters. In der Jubiläumsspielzeit wird er unter anderem die Fünfte Symphonie von Franz Schubert dirigieren, auch ausgewählte Schubert-Lieder in der Instrumentation von Max Reger sowie, am 24. März, Gustav Mahlers in Krefeld uraufgeführte Dritte, und im Bereich der Oper Lucia di Lammermoor und Tannhäuser. Beim Festkonzert am 2. Oktober werden allerdings Hans Drewanz am Pult und Beethovens Neunte auf dem Programm stehen. Drewanz, Jahrgang 1929, war in den Fünfzigern Assistent des großen Georg Solti an der Frankfurter Oper, lehrte später am Salzburger Mozarteum und war lange Zeit dem NHK-Sinfonieorchester in Tokio verbunden, wie übrigens auch Jonathan Notts Vorgänger bei den Bamberger Symphonikern, Horst Stein (und, allerdings nur für eine Saison, Joseph Keilberth). Dass bei den Festwochen, wie überhaupt in der Spielzeit 2015/2016, immer wieder Reger, Strauss und Brahms aufgeführt werden, darf nicht verwundern. Bei aller Tradition behält man in Meiningen auch das Zeitgenössische im Blick. Dafür stehen Namen wie Detlev Glanert und Thomas Adès (der Brite wird im Konzert wie auf der Opernbühne zu hören sein, mit der Kammeroper Powder her Face, die im Januar Premiere hat, einschließlich einer auskomponierten Oralsex-Szene). Und Heinz Holliger, der unermüdliche, inzwischen sechsundsiebzigjährige Oboist, Komponist, Dirigent und Hochschullehrer, der Mitte Oktober mit dem klangart-ensemble das erste Sinfoniekonzert gestalten und, neben Richard Strauss, eigene Werke dirigieren wird. Die Meininger und ihr Intendant, Ansgar Haag, haben allen Grund, stolz zu sein auf ihr Haus und ihre Hofkapelle. Sauber herausgeputzt Kultur am Putzenstein geht in die zweite Jahreshälfte Sandra Hollstein Duo, Foto Pressefoto Klaus Karl Kraus, Foto Pressefoto Albert Über Monika Kober und ihr Engagement für die kulturellen Belange der Region, haben wir ja bereits in früheren Ausgaben berichtet, insbesondere ihr Einsatz für dieses schöne bauliche Ensemble in der Nähe der oberfränkischen Gemeinde Thurnau, das sie in langen Jahren mühevoller Arbeit vor dem Verfall gerettet und nunmehr einem kulturellen Zweck zugeführt hat. Für die zweite Saisonhälfte 2015 hat Monika Kober wieder ein buntes Programm zusammengestellt. Den Anfang macht am 2. August das Sandra Hollstein Duo. Mit ihrer wunderbaren Stimme fasziniert Sandra Hollstein auf eine sanfte unverwechselbare Weise. Jazzige Klänge, die durch die Erfahrung mit vielen verschiedenen Genres bereichert wurden, nehmen ihren einzigartigen Weg in die Seele der Zuhörer. In ihrem Duo präsentiert sie ihre eigenen musikalischen Werke. Sie selbst sitzt am Piano, Martin Höfert unterstreicht die Songs mit seinem einfühlsamen Cellospiel. Putzenstein Klassik nennt sich ein heiter-besinnlicher Spätnachmittag am 9. August, an dem Anke-Christine Kober, Constanze Jader und Louise Lotte Edler Lieder und Arien von Mozart bis Strauss präsentieren. Zumindest dieser späte Nachmittag gehört ganz dem Thema Liebe und dem, was damit unmittelbar verbunden ist, wie zum Beispiel Eifersucht, aber auch Vergebung. Christine Set The Scene, die Band um Sängerin und Songwriterin Christine Mühlenkamp präsentiert am 5. September ihr Debutalbum Monkey Business, dessen Songs sich irgendwo zwischen Singer/Songwriter und Alternative einordnen lassen. Fetzige Titel wie zum Beispiel Monkey Business gibt es genau so zu hören wie eher sphärische Klänge, zum Beispiel beim Titel Kites. Wer gute Live-Music schätzt, der ist bei CSTS bestens aufgehoben. Sozusagen den Septemberabschluß bildet in diesem Jahr Klaus Karl- Kraus, der mit seinem Programm Karpfen, Klees und ka Wasser einmal mehr über die fränkischen Ureinwohner und deren Besonderheiten herzieht. Kraus, den man sicherlich zur Spitze des fränkischen Kabaretts zählen darf, wird auch auf dem Putzenstein seine Zuhörer mit seinen Geschichten bestens unterhalten, im übrigen auch für Nicht-Franken eine wunderbare Art sich der fränkischen Lebensweise behutsam anzunähern. Karten können wie immer telefonisch unter oder direkt in Putzenstein reserviert werden. Unter gibt es weitere Informationen, auch zu weiteren Veranstaltungen, die in diesem Jahr noch stattfinden werden. Ludwig Märthesheimer Schilling wahrnehmen Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag bis Uhr Kiliansplatz Würzburg Telefon

5 Klassiker Musik in fränkischen Schlössern Emma Kirkby & London Baroque Schon seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten, darf man Emma Kirkby ganz ohne Frage als Grande Dame der Alten Musik bezeichnen. Die 1949 geborene Sopranistin begegnete bereits zu ihrer Schulzeit in Dorset der Vokalpolyphonie der Renaissance. Als sie am Somerville College klassische Philologie studierte, sang sie in der Schola Cantorum Oxford zunächst ganz ohne Absicht, sich auf eine professionelle Karriere als Sängerin zu verlegen wo sie der Laute, dem Cembalo und anderen von Komponisten der Renaissance und des Barock verwendeten Instrumenten begegnete, von deren Klang und durchaus menschlicher Seite sie sich unmittelbar angezogen fühlte. Klazz Brothers, Foto Mirko J. Kellner 1973 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Tavener Choir und begann darüber hinaus ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Consort of Musicke. Auch mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, mit dem Freiburger Barockorchester und London Baroque tritt sie seit Dekaden immer wieder auf. Mit dem letztgenannten Ensemble ist Kirkby am 19. September auf Schloss Burgpreppach zu Gast und gestaltet eines von insgesamt fünf Konzerten der Reihe Musik in fränkischen Schlössern. An Kirkby schätzt man ihre kristallklare Stimme, der sie ein ganz feines Vibrato beimischt, ihre Koloraturen, ihre Textverständlichkeit und die Tatsache, dass ihr das gemeinsame Musizieren, Clarté und eine stille Bescheidenheit mehr bedeuten als Lautstärke und Zurschaustellung. Kurz: Musikfreunde sollten sich den Nachmittag (Beginn ist, wie bei allen Schlosskonzerten, um 17 Uhr) mit London Baroque und Kirkby keinesfalls entgehen lassen. Musik in fränkischen Schlössern eröffnete ebenfalls in Burgpreppach, und zwar am 11. Juli, als das fünfköpfige Calmus Ensemble aus Leipzig konzertierte, eine der erfolgreichsten Vokalgruppen hierzulande. Den August über finden keine Konzerte statt. Die Harfenistin Silke Aichhorn und der Flötist Dejan Gavric kommen am 12. September ins Schloss Kirchlauter. Der in Lausanne und Köln ausgebildeten, im oberbayerischen Traunstein lebenden Harfenistin beschied die Frankfurter Allgemeine Zeitung, es sei ihr gelungen, binnen weniger Jahre ihr Instrument im Konzertsaal wieder heimischer werden zu lassen (was sich, nebenbei, seit geraumer Zeit auch von Xavier de Maistre sagen lässt). Kunstgenuss und Gaumenfreuden verspricht der 10. Oktober. Dann spielen in Schloss Eyrichshof die Klazz Brothers auf, die zum einen klassische Werke in ein Jazzgewand hüllen, zum anderen den Jazz mit Stilelementen der Klassik auffrischen. Im Anschluss an das Konzert wird zu einem Diner bei Kerzenschein geladen. Es kocht Erec Jacobson vom Hotel Kolb in Zeil. Bon appétit! Für überraschende Entdeckungen weit außerhalb des abgedroschenen Standardrepertoires ist immer wieder die in Nürnberg beheimatete Pocket Opera Company gut. Am 11. September und am 15. September, jeweils von Uhr an, bringt die Kompagnie im Alten Langwasser-Bad die exotische Oper La grotta di Calypso von Peter von Winter auf die Bühne, uraufgeführt Ende Mai 1803 im Londoner Haymarket Theatre. Ihren Librettisten, den als Emanuele Conegliano geborenen Lorenzo Da Ponte nämlich, kennt man gut, aber den Komponisten selbst? Peter von Winter, zwei Jahre vor Mozart in Mannheim geboren, drei Jahre vor Franz Schubert in München, wo er seit 1798 als Hofkapellmeister wirkte, verstorben, war in seiner Geburtsstadt Schüler des Abbé Vogler (der wiederum, nebenbei sei s gesagt, in Bamberg Theologie und Recht studiert hatte) und hat dreieinhalb Dutzend Opern hinterlassen, außerdem Ballette, drei Symphonien, ein Klarinetten- und ein Oboenkonzert so- August / September 2015 Art 5 III S. 5 Peter von Winters Calypso im Landwasser-Bad Ein von der Pocket Opera Nürnberg gehobener Schatz Schloß Eyrichshof bei Ebern Innenansicht des Langwasser Bades, Foto Markus Zapp Constanze Wagner, Foto privat wie 1825, also in seinem Todesjahr, eine Vollständige Singschule in 4 Abtheilungen mit teutschen, italienischen und französischen Vorbemerkungen und Erläuterungen, die er Sr. Ma Maximilian Joseph König Plakatmotiv zur Veranstaltung, Maximilian Satzinger von Baiern in tiefster Ehrfurcht zugeeignet hat. Von von Winters Singspiel Helena und Paris hieß es in der Wiener Zeitung vom November 1791 immerhin, es solle Mozarts Zauberflöte, zu der von Winter dann mit Das La- byrinth (1798, nach einem Libretto von Emanuel Schikaneder) tatsächlich einen zweiten Theil komponiert hat, weit übertreffen. Heute aber ist von Winter kaum mehr bekannt. Mag ja sein, dass sich das, wenigstens für kurze Zeit, aufgrund der Bemühungen der Pocket Opera ändert. Sie besteht seit knapp über vier Jahrzehnten und nimmt sich vergessener oder wenig gespielter Opern ebenso an wie dem zeitgenössischen Musiktheater (Heiner Goebbels Surrogate Cities beispielsweise, nach Italo Calvino und anderen, 2000). Mit La grotta di Calypso jedenfalls verspricht Dramaturg Florian Reichart zwischen orangefarbenen Wandkacheln und chlorgetränkten Meereswogen im Langwasser-Bad einen musikalisch-mythologischen Spaß im operesken Fluidum der Zeit. Die POC wolle den altehrwürdigen Aquadom noch zu einer voll-chloristischen Opernbühne mit akuter Absaufgefahr verwandeln. Die musikalische Leitung hat Franz Killer inne, die Kostüme besorgt Evelyn Straulino, die Technik Stelian Pop, die Titelrolle übernimmt Gertrud Demmler-Schwab, Sopran. 18.KULTURHERBST UNTEREISENHEIM 29. August bis 27. September 2015 Königsplatz 1 Fürth 19./ / Sa bis Uhr So bis Uhr far, far away Reisebilder Indien Oskar Koller & Harri Schemm Kind-Kunst-Kultur-Kulinarisches Unter diesem Motto öffnen die Untereisenheimer wieder ihre Scheunen und Höfe für Künstler, Kunstgewerbler und Handwerker. Untereisenheim freut sich auf Ihren Besuch! Markt am Samstag ab 13 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr

6 S. 6 Art. 5 III August / September 2015 Klassiker Jonathan Nott, Foto Volker Beushausen Die Junge Deutsche Philharmonie kommt nach Bamberg Herbsttournee Sinnsuche mit Jonathan Nott Auch ein lediglich kursorischer Blick auf die Liste der ehemaligen Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie und auf deren weitere Stationen macht schnell klar, dass es sich hier um einen Spitzenklangkörper mit allerhöchsten künstlerischen Ansprüchen handelt. Kein Wunder, denn sie versammelt die besten Studierenden an deutschsprachigen Musikhochschulen. Zu den Ehemaligen zählen beispielsweise Stefan Dohr, Solo-Hornist der Berliner Philharmoniker und dessen Kollege am Kontrabass, der aus dem mittelfränkischen Georgensgmünd gebürtige Peter Riegelbauer, oder der Fagottist Volker Tessmann, der seit einem Jahrzehnt an der Musikhochschule Hanns Eisler lehrt und dessen Schülerin Sophie Dartigalongue im Mai das Probespiel um die Solostelle bei den Wiener Philharmonikern gewonnen hat. Auch in den Reihen der Bamberger Symphoniker Bayerische Staatsphilharmonie finden sich einige Ex-Junge-Deutsche-Philharmoniker, etwa Christian Dibbern (2. Geige). Und zwei Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie besuchen aktuell die Joseph-Keilberth-Akademie, in welcher die Bamberger Symphoniker den Nachwuchs fördern: die Geigerin Ai Koda und der Bratscher Sebastian Steinhilber. Deren bald scheidender Chefdirigent Jonathan Nott er wechselt 2016 zum Orchestre de la Suisse Romande trat im Oktober 2014 in der Nachfolge von Lothar Zagrosek das Amt des Ersten Dirigenten und Künstlerischen Beraters der Jungen Deutschen Philharmonie an. Hinzu kommt, dass die Bamberger Symphoniker von diesem September an eng mit dem Nachwuchsorchester zusammenarbeiten werden. Pro Saison soll eine Probenphase an der Regnitz stattfinden und mit einem öffentlichen Konzert im Joseph-Keilberth- Saal ihren Abschluss finden. Symphoniker-Intendant Marcus Rudolf Axt freut sich sehr über diese Kooperation, die nebenbei auch zur Folge hat, dass man in Bamberg endlich einmal ein zweites Spitzenorchester neben den heimischen Symphonikern wird hören können. Es ist eine der schönsten Aufgaben unseres Orchesters, so Axt, dem bedeutendsten Nachwuchsorchester Deutschlands eine Plattform zu bieten. Die Junge Deutsche Philharmonie ist das wichtigste Sprungbrett in den Orchesterberuf für junge Musiker. Man verstehe diese Patenschaft nicht nur symbolisch, sondern wolle sie mit Inhalt füllen. Sie wird zum herausragenden Bestandteil der Education- Projekte der Bamberger Symphoniker, die vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung junge Menschen mit unserem Orchester verknüpfen. Vom 26. September bis zum 5. Oktober 2015 begibt sich die Junge Deutsche Philharmonie auf Sinnsuche und tourt durch die großen Konzerthäuser Europas. Zwischen der Alten Oper in Frankfurt (27. September) und dem Großen Musikvereinssaal in Wien (30. September) stehen Gastspiele in den slowenischen Perlen Ljubljana und Maribor an. Zum Finale reist man am 5. Oktober nach Berlin in die Philharmonie (das Konzert wird von 20 Uhr an live in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker übertragen), der Auftakt hingegen findet in Bamberg statt, am 26. September. Das Niveau der Jungen Deutschen spiegelt sich auch in den Namen der Solisten, die mit ihr konzertier(t)en. Die Pianisten Pierre-Laurent Aimard, Bernd Glemser und Kit Armstrong zum Beispiel, die Geigerinnen Julia Jonathan Nott, Foto Achim Reissner Fischer und Carolin Widmann, die Trompeter Reinhold Friedrich und Marco Blaauw zählen dazu, auch die Komponisten Heiner Goebbels, Wolfgang Rihm und Hans Zender, und unter den Dirigenten, die am Pult des Orchesters standen, finden sich Pierre Boulez, Andrés Orozco-Estrada, Kent Nagano und Sir Neville Marriner. Solist in diesem Herbst ist einer der großen Bratscher unserer Zeit, der Franzose Antoine Tamestit in Paris geboren, wurde Tamestit unter anderem bei Tabea Zimmermann ausgebildet. Ihm sind zahlreiche Auszeichnungen zuteil geworden beispielsweise gewann er 2004 den Ersten Preis beim ARD-Wettbewerb und dass er mit den herausragendsten Orchestern und Dirigenten arbeitet, versteht sich, etwa mit den Wiener Philharmonikern unter Ricardo Muti, mit denen er vor sieben Jahren beim Festival in Luzern sein Debut gab. In Bamberg und auf Tournee wird Tamestit Sofia Gubaidulinas Konzert für Viola und Orchester von 1996 machen. Das etwa halbstündige Werk der gebürtigen Russin tatarischer Abstammung, die 1992 nach Deutschland übersiedelte, um fortwährenden Repressalien zu entkommen, ist ungewöhnlich besetzt, unter anderem mit Wagnertuben, Cembalo und üppigem Schlagzeug (darunter Glockenspiel, Marimba, Vibraphon und Xylophon). Und es beginnt ganz ungewöhnlich, nämlich mit einer Solokadenz der Bratsche. Im zweiten Programmteil ist dann Bruckners Neunte zu hören, die Jonathan Nott zuletzt ja am Pult seines Nochstammorchesters einige Male, in Bamberg und andernorts, aufgeführt hat. Nach der Neunten von Gustav Mahler, die Nott und die Junge Deutsche Philharmonie auch als DVD herausgebracht haben, also eine weitere Abschiedssymphonie, diesmal dem lieben Gott gewidmet, dreisätzig und auch ohne den üblichen Finalsatz sich schon über eine Stunde hinweg erstreckend. Feierlich und auch mysteriös (Stichwort: Sinnsuche) sind Adjektive, die man mit Bruckners letzter Symphonie verbinden darf. Wie Beethovens Neunte steht auch die Bruckners in d-moll. Diese Korrespondenz ließ den Komponisten einem seiner frühen Biographen (Max Auer) gegenüber einmal sagen: Jetzt verdrießt s mi wirkli, daß mir s Thema zu meiner neuen Sinfonie grad in d-moll eingfalln is, weil d Leut sagn wer n: natürli, die Neunte von Bruckner muaß mit der Neunten von Beethoven in der gleichen Tonart stehn. Aber zruckziagn oder a nur transponiern kann i s Thema nimma, weil s mir eben gar so g fallt und es sich grad in d-moll so guat macht. Auch dass seine Neunte nicht leicht zu spielen sein werde, gab Bruckner zu bedenken. Für die Junge Deutsche Philharmonie aber dürfte sie kein Problem darstellen, und gerade weil die Musiker noch nicht über jahrzehntelange Routine die sich bei manchen auch in Ennui äußern mag verfügen, weil sie noch frisch und hochmotiviert sind, sollte man sich die Konzerte nicht entgehen lassen. Das Orchester mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1974 von Musikern ins Leben gerufen, die soeben dem Bundesjugendorchester entwachsen waren. Zu den Gründungsmitgliedern gehört Christian Dibbern. Ich habe der Jungen Deutschen Philharmonie unendlich viel zu verdanken, sagt der Geiger. Die drei Jahre dort haben mich nicht nur musikalisch bereichert, sondern mein Verständnis vom Beruf des Orchestermusikers entscheidend geprägt. Dass er sich heute als Orchestervorstand engagiere, habe Dibbern den Impulsen aus jener (basisdemokratisch bestimmten) Zeit zu verdanken schaffte er den Antoine Tamestit, Foto Eric Larrayadieu Sprung von der Philharmonie zu den Bambergern. In den vier Jahrzehnten seit ihrer Gründung hat sich die Junge Deutsche Philharmonie zu einem in seiner besonderen Struktur herausragenden Orchester entwickelt, so Dibbern weiter. Es sei naheliegend gewesen, dass die Bamberger Symphoniker fortan als Paten den jungen Musikerinnen und Musikern auf ihrem Weg in den Berufseinstieg zur Seite stünden und sie coachten: Eine Aufgabe, auf die wir uns alle mit großem Enthusiasmus freuen. So sollen vorzugsweise Symphoniker die Satzproben übernehmen. Dibbern hatte es sich nicht nehmen lassen, beim Festakt zum Vierzigsten im vergangenen Oktober in der Alten Oper mitzuwirken. Das Programm bot, philharmonie-typisch innovativ, neben Bekannt-Bewährtem (Beethovens Coriolan-Ouvertüre) auch Überraschendes, etwa Conlon Nancarrows Study for Player Piano No. 7 und Luigi Nonos A Carlo Scarpa architetto, ai suoi infiniti possibili (1985). Übersetzt heißt das: Dem [venezianischen] Architekten Carlo Scarpa und seinen unendlichen Möglichkeiten oder, alternativ gelesen, seinen möglichen Unendlichkeiten. Der nach nunmehr knapp über vier Dekaden noch immer frischen Jungen Deutschen Philharmonie, aus der wiederum das Ensemble Modern, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Freiburger Barockorchester hervorgegangen sind, wird man mögliche Unendlichkeiten wünschen wollen, wird man unendliche Möglichkeiten attestieren können. Begeistert von dieser phantastischen Truppe zeigte sich jedenfalls Jonathan Nott in einem Gespräch, das er mit Vioworld führte, das auf YouTube noch zu hören ist und auf welches wir zurückgreifen müssen, weil Nott gerade derart gefragt ist, dass er in diesen Wochen keine Zeit zu einem Interview fand. Sie sind wahnsinnig begabt, sie haben sehr viel gearbeitet, sie sind neugierig, sagt Nott über die Musiker. Und es sei ein Geschenk Professionalität auf allerhöchstem Niveau, Flexibilität, Energiequellen das ihm die jungen Leute machten. Dies müsse ein fixer Bestandteil seines Lebens werden. Dass Nott gern mit dem Nachwuchs zusammenarbeitet, ist kein Geheimnis. So hat der Brite in diesem Jahr bereits das Jubiläumskonzert des Bayerischen Landesjugendorchesters ( Petruschka, Till Eulenspiegel ) geleitet und stand zudem am Pult des Gustav Mahler Jugendorchesters, mit dem er auf Ostertournee ging, Mahlers Zweite im Gepäck. Durch seine Aufgabe als Erster Dirigent der Jungen Deutschen Philharmonie und durch die Patenschaft, die die Bamberger Symphoniker übernommen haben, wird Nott auch nach seinem Weggang an den Genfer See Oberfranken verbunden bleiben.

7 Klassiker August / September 2015 Art 5 III S. 7 Symphonische Landschaften Spielzeit 2015/2016 der fränkischen Orchester Jörg Widmann, Foto Achim Reissner Nash, Foto Hanya Chlala ArenaPAL Wer von Frankens Orchesterkultur spricht, kann zugleich von einer wahren symphonischen Landschaft sprechen, denn die Versorgung der drei fränkischen Bezirke mit symphonischen Konzerten ist wahrlich flächendeckend. Das liegt beileibe nicht nur an der Existenz einer Bayerischen Staatsphilharmonie alias Bamberger Symphoniker, dem unbestrittenen Platzhirsch, dessen Aufgabe es unter anderem ist, in anderen fränkischen Städten wie Bayreuth, Erlangen, Fürth oder Schweinfurt zu gastieren. Es ist ebenso dem glücklichen Umstand geschuldet, dass es nicht weniger als vier Dreispartenhäuser gibt, deren Opernabteilungen natürlich jeweils über leistungsfähige Orchester verfügen. Diese sind zwar aufgrund ihrer Aufgaben bei Opern- und Ballettaufführungen durchaus gut beschäftigt, doch die Kapazitäten reichen darüber hinaus für anspruchsvolle Konzertreihen in Symphonik und Kammermusik. Was diesbezüglich in der kommenden Saison zu erwarten ist, soll im Folgenden ins Blickfeld geraten, wobei wir uns an die alphabetische Reihenfolge halten, abwechslungshalber aber einmal von hinten beginnen. In Würzburg bietet das Philharmonische Orchester eigene Abonnementreihen mit sechs Sinfoniekonzerten (im Saal der Hochschule für Musik, in der St. Johannis-Kirche und im Vogel Convention Center), sechs Kammerkonzerten (im Toskanasaal der Residenz) und vier Jugendkonzerten an. Hinzu kommen zahlreiche Sonderkonzerte, unter anderem auch im Rahmen des Mozartfestes. Das dritte Sinfoniekonzert am 11./12. Dezember ist ganz der Italianitá gewidmet: mit Werken ausschließlich italienischer Komponisten von Rossini bis Respighi. Von besonderem Interesse dürfte auch das sechste und letzte Konzert am 21./22. Mai 2015 sein, das mit zeitgenössischer Musik aufwartet (etwa von Arvo Pärt und Luciano Berio). Die Staatsphilharmonie Nürnberg, eigentlich ausreichend beschäftigt mit dem Repertoire der Musiktheatersparte des Staatstheaters, schultert nebenbei acht philharmonische Konzerte unter dem Saisonmotto Jenseits der Grenzen, eine Reihe von Sonderkonzerten, Gastspiele außerhalb sowie Kammer- und Kinderkonzerte. In der Liste der eingeladenen Solisten sowie der neben Generalmusikdirektor Marcus Bosch wirkenden Dirigenten finden sich illustre Namen wie beispielsweise Simone Young oder Roger Norrington, um nur die Stabführer zu nennen. Besonders freuen werden sich die Freunde des Stummfilms und speziell natürlich Charlie Chaplins auf das Projekt Stummfilm philharmonisch, das Mitte November (und im Dezember auch in Erlangen) präsentiert wird. Das Opernorchester spielt dann die von Charlie Chaplin selbst komponierte Musik zu seinem ersten Langfilm The Kid, einer Mischung aus Komödie und Sozialdrama aus dem Jahre Die Nürnberger Symphoniker starten am 18. September mit einem Benefizkonzert in die neue Saison, anschließend geht es zu Gastkonzerten nach Wien und Klagenfurt. Die Serie der insgesamt zehn heimischen Abonnementkonzerte beginnt am 26. September. Hinzu kommen die beliebten Sonntagskonzerte (8), die ebenfalls in der Meistersingerhalle stattfinden. Des weiteren gibt es die Konzertreihe Symphoniker plus im Musiksaal der Kongresshalle, Rathauskonzerte und für die Kleinen eine Reihe von insgesamt acht Kinderkonzerten. Chorkonzerte und natürlich auch ein Neujahrskonzert komplettieren das Programm. Das Orchester wird sehr häufig in andere Städte eingeladen, was seinen hohen Ruf festigt. Nennen wir nur Städte wie Würzburg, Ansbach und Kempten in Bayern sowie Prag, Linz, Modena und Mailand im Ausland. Die Hofer Symphoniker starten heuer in eine Jubiläumssaison, denn das Orchester wurde vor 70 Jahren gegründet. Sie bieten in der kommenden Spielzeit neben ihren Verpflichtungen am Theater Hof eine Abonnementreihe von elf Konzerten, zwei kleinere Abos, Kammerkonzerte sowie diverse Gastspiele im oberfränkischen Umland an. Die Hofer und die ihnen angegliederte Musikschule werden zu Recht für ihre hervorragende Nachwuchsarbeit gelobt, die 2010 zur Verleihung eines diesbezüglichen ECHO-Awards führte. Sie vermögen aufgrund ihres weitreichenden Renommées auch große Namen der Solistenszene für ihre Konzerte zu gewinnen. Nennen wir nur Sergei Nakariakov, den Paganini der Trompete, der bei seinem Konzert am 4. Dezember allerdings auf dem Flügelhorn spielen wird. Seine atemberaubende Virtuosität wird dieses selten zu hörende Instrument aber kaum einschränken können. Auch in Erlangen und Fürth, den mittelfränkischen Städten ohne ei- genes Opernorchester, gibt es respektable Konzertreihen. In Erlangen garantiert der gve (Gemeinnütziger Theater- und Konzertverein e.v. Erlangen) seit circa 150 Jahren den dortigen Musenfreunden eine niveauvolle Abonnementreihe von internationalem Zuschnitt, wobei sich Kammer- und Orchestermusik regelmäßig abwechseln. Der gve hat seine Initialen neuerdings in der Devise KlangVerlangen versteckt: Klang- Verlangen. Beim Blick auf das neue Programm lassen allein bis November 2015 Namen wie das Nash Ensemble of London, das linos ensemble oder die Bayerische Staatsphilharmonie aufhorchen. Musiziert wird in der Heinrich-Lades-Halle. Auch das Stadttheater Fürth lädt die Bamberger Symphoniker in der Regel gleich mehrfach zu Auftritten in sein prächtiges Großes Haus ein, verpflichtet jedoch ebenso andere Klangkörper wie das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, die Dresdner Kapellsolisten oder das Prague Philharmonia Orchestra. Als herausragende Solisten sind zu erwähnen Tzimon Barto, Kit Armstrong und Elena Bashkirova (durchwegs Pianisten) sowie der Klarinettist Jörg Widmann. Die Kammermusikfreunde dürfen sich auf das Signum Quartett und das Cuarteto Casals freuen. der zugelassen sind Sechs ausgewachsene Sinfoniekonzerte können gebucht werden, dazu eine zweite (fünfteilige) Konzertreihe unter der Überschrift Concertino. Hinzu kommen ein Mitmachkonzert, ein ausschließlich dem Barockrepertoire gewidmeter Abend, Advents- und Neujahrskonzerte sowie ein Sonderkonzert aus politischem Anlass: 25 Jahre deutsche Wiedervereinigung werden musikalisch gefeiert. Aufführungsorte sind sowohl das Haupthaus des Theaters als auch dessen Spiegelsaal und das Kongresshaus Rosengarten. Die Bamberger Symphoniker verfügen als Eliteorchester des Freistaats natürlich über den größten Aktionsradius, der sich beileibe nicht auf Franken beschränkt, sondern regelmäßig Auftritte bei Festivals oder als Botschafter Bayerns auf internationaler Ebene einschließt. Die Konzertsaison 2015/2016 steht unter dem Motto Künstlerleben, was sicherlich auch mit einem spezifischen Künstlerleben zu tun hat: Chefdirigent Jonathan Nott hat einen wesentlichen Teil seiner Karriere mit dem Orchester verbracht und wird nach sechzehn Jahren nach Genf zum Orchestre de la Suisse Romande gehen. Die Bayerische Staatsphilharmonie bietet im Keilberthsaal der Sinfonie an der Regnitz wie immer fünf Konzertreihen an, darüber hinaus Kammer- und Orgelkonzerte. Unter den Dirigenten finden sich einige bekannte Namen, aber auch eine ganze Reihe neuer, so dass man zu fragen geneigt ist, ob sich darunter auch denkbare Aspiranten für das Chefdirigentenamt befinden, die hier quasi undercover zum Probedirigat antreten. Composer in residence für ein weiteres Jahr ist der weltweit gefragte Klarinettist und Komponist Jörg Widmann. Er wird als Interpret von Mozarts Klarinettenkonzert und in seiner Zweitberufung als Tonsetzer von Kammermusik- und Orchesterwerken auftreten. B. Hannigan, Foto Ede Haas Simone Young, Foto Berthold Fabricius Bei der Gattung des Solokonzerts sind in der neuen Saison die Instrumentalpartien selten geworden, die Königsgattung Klavierkonzert ist sogar fast völlig aus den Programmen verschwunden. Auffällig hoch ist dafür diesmal der Anteil an vokalen Solistenpartien, was sicherlich der Neigung Jonathan Notts zur Oper und zu Orchesterliedern zu verdanken ist. Ein wichtiger und höchst willkommener! Grund dafür liegt jedoch auch in der Wahl der Portraitkünstlerin für die neue Spielzeit. Es handelt sich um die kanadische Sängerin und Dirigentin Barbara Hannigan, die aufgrund ihrer faszinierenden Musikerinnenpersönlichkeit, ihres fulminanten Auftritts und ihrer erstaunlichen Vielseitigkeit längst zu den gefragtesten Künstlerinnen der Gegenwart gehört. Im Programmheft wird sie nicht zu Unrecht mit dem Beinamen quasi un volcano charakterisiert. Barbara Hannigan verfügt zwar über eine Stimme, die wie geschaffen für Belcanto-Partien scheint, aber sie interessiert sich eher für zeitgenössische Musik ja sie geht in ihr geradezu auf. Als Dirigentin agiert sie, wie sie singt: mit ihrer ganzen physischen Erscheinung. Im Grunde genommen sind ihre dirigentischen Zeichen In Coburg widmet sich das Orchester des Landestheaters mit erstaunlicher Intensität dem Nachwuchs. Nicht weniger als zehn Concerts for Kids sind während der kommenden Saison angesagt wobei zu betonen ist, dass auch deutschsprachige Kinnur die Verlängerung ihrer urmusikalischen Körpersprache. Auch die schwierigsten Partien von Komponisten wie Magnus Lindberg, Salvatore Sciarrino oder Luigi Nono lernt sie in Kürze auswendig vorzutragen, was den Komponisten imponiert, für sie aber selbstverständlich ist, denn nur dann, so sagt sie, fielen die Schranken zwischen einem ungewohnten oder sperrigen Werk und dem Publikum. Zu ihren Stücken, die schon fast Kultstatus besitzen, gehört Let Me Tell You von Hans Abrahamsen. Es steht geradezu exemplarisch dafür, wie das Komponieren mit Blick auf den späteren Interpreten vonstattengehen kann. Barbara Hannigan hat dem Komponisten demonstriert, was ihre Stimme kann und mag, Hans Abrahamsen hat das Werk passend gemacht. Diese Arbeitsweise kannten zwar bereits Mozart und seine Zeitgenossen, aber sie ist heute eher selten geworden. In Bamberg wird diese außergewöhnliche Künstlerin als Sopranistin und Dirigentin mit Luigi Nono, Joseph Haydn, Alban Berg und Béla Bartók zu erleben sein, in der Kammermusikreihe mitwirken, mit den Bamberger Symphonikern unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott die Correspondances von Henri Dutilleux interpretieren und schließlich ebenfalls der Jury des 2016 stattfinden Dirigentenwettbewerbs The Mahler Competition angehören. Bamberg wird Barbara Hannigan, so verspricht die Intendanz, als Gesamtkunstwerk erleben. Martin Köhl

8 S. 8 Art. 5 III August / September 2015 Vorhang auf! Shakespeares sämtliche Werke Sein oder Nichtsein bei den Schlossfestspielen Thurnau Shakespeares sämtliche Werke, Foto Pressefoto Am 2. August eröffnen die Schlossfestspiele im oberfränkischen Thurnau zum zweiten Male. Auf dem Spielplan steht der komplette Shakespeare, wenn auch leicht gekürzt. Die Idee zu der kurzweiligen Parodie auf alle 37 Stücke (Tragödien, Komödien, Historiendramen, Romanzen) des großen englischen Barden hatten die drei US-Amerikaner Adam Long, Daniel Singer und Jess Winfield, die zusammen die Reduced Shakespeare Company bilden. Die Uraufführung von Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt) fand 1987 beim Edinburgh Fringe Festival statt. Da es sich in Thurnau um eine Freiluft-Veranstaltung (im unteren Schlosshof nämlich) han- Schloß Thurnau, Foto Schloß Thurnau delt, gilt es, eventuelle Unbilden des Wetters nicht, dass ein Unwetter aufzieht, was ja bei Shakespeare, der immerhin The Tempest geschrieben hat, durchaus auf der Hand läge zu bedenken und entsprechende Kleidung, einen möglichen verspäteten Beginn sowie Unterbrechungen in Betracht zu ziehen. Sollte es tatsächlich stark regnen, sollte es in der Tat stürmen ( Wann kommen wir drei uns wieder entgegen, / Im Blitz und Donner, oder im Regen? fragt, gleich in der ersten Szene des ersten Aktes von Macbeth die erste von drei Hexen), so wird man ins Torwärterhaus umziehen. Die Schlossfestspiele gehen zurück auf eine Idee des gebürtigen Frankfurters Wolfgang Krebs, der sich in Paris sowie in der Schweiz zum Schauspieler ausbilden ließ. Krebs tourte unter anderem durch Israel, Frankreich, Belgien und die Niederlande und schlug sein Domizil für eine Dekade in Italien auf, wo er mit Kompagnien und Theatern aus Ravenna, aus Turin, Novara, Milano und aus dem am Lago Maggiore gelegenen Verbania zusammenarbeitete. Nach Stationen an der von ihm mitbegründeten Schauspielschule Regensburg, an der Landesbühne Oberfranken und dem Landestheater Oberpfalz hob er im November 2012 das Schlosstheater Thurnau aus der Taufe, an welchem Krebs seither als Intendant, als Regisseur und Schauspieler wirkt. In Shakespeares sämtlichen Werken, umgesetzt in temporeichen anderthalb Stunden, spielen Nico Jilka, Christian Johannsen und Holger Zessner. Letzterer ist gebürtiger Bamberger und war in seiner Heimatstadt bei den Anonymen Impronikern und beim Kinder- und Jugendtheater Chapeau Claque engagiert. Nico Jilka, ausgebildet in München und Regensburg, spielte beispielsweise im Ensemble des Fränkischen Theaters Schloss Maßbach und am Münchner Residenztheater. Außerdem gründete er vor einem halben Jahrzehnt die Schauspielmanufaktur Nördlingen, deren Ensemble auch Christian Johannsen angehört. Zur Vorbereitung auf Thurnau empfehlen wir, am Rande, einen Blick in die Shakespeare- Gesamtausgabe zu werfen, die in der Übersetzung von Frank Günther bei ars vivendi in Cadolzburg erscheint. Das schönste Theater der Welt? Ein Blick nach Sommerhausen Theater als nahezu privates Erlebnis an einem an Magie reichen Ort, auf seidenen Kissen sitzend oder auf einem der wenigen Stühle, dies lässt sich in Sommerhausen am Main erfahren, rund zehn Kilometer südöstlich von Würzburg gelegen. Man schrieb das Jahr 1950, als der im April 1901 in Triest geborene Intendant und Regisseur, Maler, Bühnenbildner und Schauspieler Luigi Malipiero im Würzburger Tor das Torturmtheater gründete, eines der kleinsten Theater hierzulande. Hier brachte Malipiero fortan den Faust ebenso wie den Sturm und den Sommernachtstraum auf die Bühne. Malipiero folgte 1976 der gebürtige Linzer Veit Relin nach, der auch als Maler hervorgetreten ist. Er inszenierte viele Ur- und Erstaufführungen (beispielsweise von Edward Albee) und machte das Torturmtheater auch international bekannt. Nach Relins Tod im Januar 2013 hat seine Witwe Angelika Relin die Theaterleitung übernommen. Auf dem Spielplan stehen immer wieder auch fränkische Autoren. So gelangten im März unter dem Titel Sag nix die Liebesdialoge von Fitzgerald Kusz zur Uraufführung. Noch bis zum 1. August ist in Sommerhausen in der Ausstattung von Angelika Relin Norman von Mike Stott zu sehen. Vom 6. August an bis zum 3. Oktober folgt Der Häßliche (2007) von Marius von Mayenburg, dem Dramaturgen und Hausautoren der Berliner Schaubühne. Die bitterböse Komödie handelt von einer Schönheitsoperation und ihren katastrophalen Folgen. Von Mayenburg, schreibt Relin, die auch hier wieder für die Ausstattung sorgt, während Ercan Karacayli Regie führt, tanze mit dieser schrillen Komödie einen bitterbösen Reigen um das goldene Kalb Schönheit. Schönheit ist, was wir dazu ernennen, ist austauschbar, tausendfach kopierbar. Von Mayenburg hält einer oberflächlichen Gesellschaft den Spiegel vor irritierend, grotesk, schillernd, faszinierend. Torturm Aquarell, Foto Angelika Relin Das Torturmtheater möchte die Menschen verzaubern, auf dass sie ihre eigene Phantasie wieder als Quell der Lebenskraft entdecken. Ungeachtet aller Unterhaltung und guter Laune soll das Publikum aber die Auseinandersetzung nicht scheuen. Hier, heißt es aus Sommerhausen, sehen Sie Mutmacher-Stücke. Und: Wenn unser Publikum etwas mit nach Hause nimmt, haben wir gutes Theater gemacht, im besten Sinne unterhalten; mit Inszenierungen, die unter die Haut gehen, konnten wir verzaubern, Sie für kurze Zeit dem Alltag entreißen. Das Torturmtheater erweist sich als Wallfahrtsort für Theaterfreunde, welche das Außergewöhnliche suchen. Der Zigeunerbaron erstmals auf der Waldbühne Ein erstes Mal bei der Coburger Sommeroperette Die Zirkusprinzessin, Foto Coburger Sommeroperette Die Zirkusprinzessin, Foto Coburger Sommeroperette Nach Wien!, lautet, im Finale des zweiten Aktes einer nicht ganz unbekannten Operette, die unmissverständliche Aufforderung. Nach Heldritt!, ließe sich dieser Appell aktualisieren und von der Mitte des 18. Jahrhunderts Der Zigeunerbaron spielt anno 1741 im Banat und eben auch in der Donaumetropole in das frühe 21. Jahrhundert überführen. Denn dort, auf der im Bad Rodacher Ortsteil gelegenen Waldbühne, wird in diesem August innerhalb der Coburger Sommeroperette zum ersten Male die überaus beliebte Operette von Johann Strauss (Sohn) gegeben. Premiere ist am Mittwoch, den 12. August, von Uhr an. Teil des Sommeroperetten-Angebotes ist darüber hinaus auch eine Matinée mit dem Musikverein Beiersdorf aus Coburg und mit Joe Wulf & the Gentlemen of Swing am 23. August um 11 Uhr. Die Beiersdorfer sind zuständig für Blasmusikklassiker wie den Militärmarsch Alte Kameraden, den Carl Teike um 1889 in Ulm zu Papier brachte, und auch für den Fliegermarsch aus Hermann Dostals in ziemliche Vergessenheit geratene Operette Der fliegende Rittmeister von Der aus dem eifelnah gelegenen Mayen stammende Joe Wulf hat an der Musikhochschule Köln bei dem einigermaßen legendären Jiggs Whigham studiert. Wulf ist daran gelegen, die Grenzen zwischen (traditionellem) Jazz und Blasmusik verschwinden zu lassen und arbeitet daher immer wieder mit (Blas-)Musikvereinen zusammen, von denen es in Deutschland nach dem Stand von 2014 rund gibt. Insgesamt sind es nach einer Studie des Deutschen Musikinformationszentrums mindestens 14 Millionen Laien, die in ihrer Freizeit auf einem Instrument musizieren oder in einem Chor singen. Seit anderthalb Dekaden ist Joe Wulf mit seinem Septett The Gentlemen of Swing unterwegs und zelebriert New Orleans Jazz sowie, das versteht sich bei diesem Namen, Melodien aus der wahrlich guten alten Zeit des Swing: Perfidia und How High the Moon kommen einem da in den Sinn, ebenso wie In the Mood und Tiger Rag oder When the Saints. Zum Programmreigen der Coburger Sommeroperette gehört nicht zuletzt auch die Altstadt-Serenade in Bad Rodach. Am 18. August verspricht auf dem Platz vor dem Jagdschloss das Royal Salon Ensemble unter der Leitung von Gyula Mezei, das Publikum auf nichts weniger als eine musikalische Weltreise mitzunehmen. Bon voyage! God tur!! Hyvää matkaa!!!

9 Metropolitan August / September 2015 Art 5 III S. 9 Die Stadt(ver)führungen bis 20. September im Stadtgebiet Nürnberg und Fürth Im Nuernberger Stadtgarten, Foto Uwe Niklas Die Kaiserburg, Foto Uwe Niklas Hinter den Kulissen des Staatstheaters, Foto Uwe Niklas Seit 2000, heuer also zum 16. Mal, ermöglichen die Stadt(ver) führungen den Nürnberger und Fürther BürgerInnen in Deutschlands größtem Führungsmarathon ihre Stadt einmal anders kennenzulernen. Prominente, Künstler, Institutionen, gemeinnützige Organisationen, professionelle Stadtführer oder Menschen mit besonderen Interessen geben mit etwa 400 Führungsthemen Einblicke in unbekannte oder normalerweise verschlossene Orte, ermöglichen Kontakt zu Prominenten oder untersuchen historische, aktuelle, spannungsreiche und unterhaltsame Themen. Das Jahresmotto Wurzeln widmet sich der Frage, wie Nürnberg zu dem wurde, was es heute ist. Wo liegen die Ursprünge seines Erscheinungsbildes, seiner bekannten Bauten und Sehenswürdigkeiten sowie die Hintergründe seiner geographischen Ausbreitung? Welche Herkunft und Vergangenheit haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und wie haben sie Nürnberg mit ihrem Handeln wirtschaftlich, politisch, kulturell, sozial und gesellschaftlich geprägt? 393 Führungen werden in dem 112 Seiten umfassenden Programmheft aufgeführt, da verschafft man sich besser vorher einen Überblick darüber, welche Themen interessant erscheinen und welche man (vielleicht) auf das nächste Jahr verschieben kann. Um es dem Besucher noch ein wenig leichter zu machen, haben die Veranstalter auf ihrer Internetseite einen Filter eingerichtet (www. stadtverfuehrungen.nuernberg.de/ Führungen), mit dem man nicht nur nach Datum, sondern gleichzeitg nach Interessensgebiet und zusätzlichen Kriterien wie etwa Fremdsprachen sortieren kann. Das macht es deutlich einfacher, sich durch den Dschungel an interessanten Führungen zu bewegen. Selektiert man zum Beispiel nach Führungen mit den Kriterien Freitag Abend Altstadt für Rollstuhlfahrer geeignet dann bleiben gerade mal 14 Vorschläge übrig, die man schnell und einfach überblicken kann. Bei dem umfassenden Programm ist jedem zu empfehlen diese Filterfunktion zu nutzen, damit er nicht letztlich vor der Qual der Wahl steht. Um es Ihnen auch an dieser Stelle etwas zu vereinfachen, finden Sie nachstehend einige der Highlights, die man nicht unbedingt verpassen sollte: Historische Gemaeuer in der Nuernberger Altstadt, Foto Uwe Niklas Wer sich für das Thema ALTSTADT interessiert, dem sei beispielsweise die Führung 22 Die Geschichte des Grand Hotel empfohlen. Bei der am Sonntag nachmittag alle 10 Minuten stattfindenden Exkursion kann man einen Einblick in das heutige Grand Hotel gewinnen, sich gleichzeitig aber auch von Geschichten aus der alten Zeit begeistern lassen. Wer im Kino nicht nur vor der Leinwand sitzen, sondern auch einmal ei- nen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, für den ist die Führung 77 Von 35 mm bis Digital 3 D hinter den Kulissen von Cinecittà und Cinemagnum ein absolutes Muß. Wann darf man sonst schon mal backstage und sich anschauen, was man sonst nur vermutet. Bei den Stadt(ver)führungen geht das, aber nur am Freitag um 19 Uhr. In die gleiche Richtung, wenn auch unter dem Überbegriff Architektur, geht die Führung 86 Der Bauch der Meistersingerhalle. Am Sonntag um Uhr erfahren die Teilnehmer der Besichtigung, welche Technik sich hinter dem Gebäudekomplex Meistersingerhalle verbirgt und wie es in deren Innerem aussieht. Der Leiter der Meistersingerhalle, Robert Vogel, führt Sie persönlich durch das Gebäude. Der Tradition verbunden ist seit jeher die Kunst des (Buch)Druckens. Noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein waren Drucker und Schriftsetzer so angesehen wie Ärzte und Apotheker. Nürnberg war im Mittelalter mit 21 Druckereien die Medienstadt schlechthin. Davon zeugt nicht zuletzt die Buchhandlung Korn und Berg, die im Jahre 1531 gegründet wurde und damit die älteste noch bestehende Buchhandlung Deutschlands ist. Mit der Führung 116 Die Traditionsbuchhandlung Korn und Berg erhält man am Freitag und am Samstag einen Einblick der besonderen Art. Zu den Wurzeln der Stadt kommt man an allen drei Tagen mit der Exkursion 166. Bei den Bauarbeiten am IHK-Gebäude wurden Bauspuren aus dem 14. Jahrhundert entdeckt, seitdem gibt es eine archäologische Begleitung. Die ältesten dort freigelegten Funde stammen aus der Zeit zwischen 850 und 900 n. Chr.. In Zeiten in denen Bart und Homer Simpson fast zu Alltagsbegleitern unserer Kinder mutiert sind, liegt es natürlich nahe zu zeigen, dass hinter Comics wesentlich mehr steckt als nur ein paar Striche auf Papier zu bringen. Grafikkünstler und Pädagoge Karl Graef zeigt am Samstag mit seinem Workshop Comiczeichnen (184) die Basics und lässt eine interkulturelle Comicsequenz entstehen. Und wer sehen will, wie man Comics vermarktet, für den ist die Führung Jahre Ultra Comix genau das Richtige gründeten Ulrich und Stefan Trautner einen kleinen Comicladen in Nürnberg. Nach 25 Jahren hat sich das Ultra Comix zu einem der europaweit größten Läden des Genres gemausert. Zu erfahren am Freitag und am Samstag. Sicherlich gäbe es noch viele viele Tipps mehr, die man an dieser Stelle bringen könnte und der ein oder andere wird seinen Tipp hier nicht finden. Am besten schauen Sie rechtzeitig ins Programmheft und/oder auf die Internetseite und stellen sich Ihren eigenen Führungsplan zusammen. Dann verpassen Sie nichts was Ihnen wichtig ist. Weitere Informationen unter EINE VERANSTALTUNG DER REIHE VVK 18,- (erm. 14,40) // AK 20,- (erm. 10,-) Mit Bewegung, Wort und Stimme will AUFTAKT die Sehnsucht nach einem unverzichtbaren Gut spürbar machen, den Wert von HEIMAT zum Ausdruck bringen.

10 S. 10 Art. 5 III August / September 2015 Metropolitan Starken Frauen, starke Musik Internationale Künstlerinnen bei der Museumsnacht am 12. September Lotusblüten im Hofgarten, Foto Martin Rohm Während das Sambafestival eher lautstark den Auftakt des Coburger Sommers markiert, setzt die Nacht der Kontraste ans Ende des Kulturreigens das abschließende Glanzlicht. Für Dr. Klaus Weschenfelder, Chef der Kunstsammlungen auf der Veste, ist die einstige Museumsnacht heute der unbestrittene Höhepunkt des Coburger Kulturlebens. Und für eine stetig wachsende Zahl von Genießern beginnt nach dem letzten Samstag der Sommerferien ganz einfach Coburgs schönste Nacht. Und so werden am 12. September wieder Tausende Nachtschwärmer in das historische Ambiente um den Hofgarten strömen, um in alten Mauern neue Erlebnisse für Auge, Ohr und Gaumen zu genießen. Neben der Illumination des Hofgartens, den Sonderausstellungen und ungewöhnlichen Inszenierungen historischer und immer auch weniger bekannter bzw. sonst kaum zugänglicher Plätze hat vor allem das hochkarätige Musikprogramm dazu beigetragen, dass sich die Nacht der Kontraste zu einem der publikumsstärksten Kultur- Events Coburgs entwickelt hat. Martin Rohm, der das künstlerische Programm seit Anfang gestaltet, hat seine 11. Nacht unter das Motto Starke Frauen gestellt und für den musikalischen Teil starke Künstlerinnen aus vielen Ländern nach Coburg geholt. Aus Belgien stammen Didier Laloy und Kathy Adam, die Akkordeon und Cello inszinieren wie kein anderes Duo. Die beiden leisten sich einen heißen Flirt mit der Kammermusik, ohne allerdings ihre Liebe zum Tänzerischen zu verleugnen. Rote Lichtschläuche an Bäumen, Hofgarten, Foto Albert Höchstädter Als 1990 die Band Bobo in White Wooden Houses auftauchte, hatte es die erste ostdeutsche Indie-Pop-Band geschafft, im gesamten Bundesgebiet Aufmerksamkeit zu erregen. Die Band ist mittlerweile Geschichte Bobo ist immer noch da. Ihr musikalischer Partner ist heute der hallesche Musiker Sebastian Herzfeld. Mit ihren»liedern von Liebe und Tod«gewannen die beiden 2008 den Weltmusikpreis RUTH. Die Musik von Andy Houscheid experimentiert zwischen den Stilen und ergibt, gepaart mit deutschen Texten, einen besonderen Sound. Bereits mit den ersten Tönen ziehen Sängerin Anke Filbrich und Houscheid die Zuhörer in ihren Bann. tik Anne Niepold, und wer die junge belgische Akkordeonistin live erlebt, ist spontan fasziniert von ihrer hinreißenden Darbietung. Live Foyn Friis ist die Band rund um die gleichnamige norwegische Singer- Songwriterin, die mit ihrer Musik und ihrer charismatischen Bühnenpräsenz tief berührt und beeindruckt. Möchte man ihre Musik beschreiben, so wäre es wohl Indie-Jazz mit Pop, Rock und Electronica-Elementen. Catch-Pop String-Strong - Das fulminante Duo der aus Serbien und Österreich stammenden Musikerinnen Rina Kaçinari (Violine, Gesang) und Jelena Popržan (Cello, Gesang) begeistert durch den für zwei Streichinstrumente ungewöhnlichen Groove, überraschende Vokalvolten und komödiantische Einlagen. Sistergold - Die beste Musik, die ich in unserem Pavillon je hörte schwärmte nach der Museumsnacht 2013 ein Mitglied des Kunstvereins. Und viele Besucher vergaßen glatt den Rest der Museumsnacht. Grund genug, die vier nach zwei Jahren nochmals zu präsentieren. In der Lutherkapelle der Veste Coburg interpretiert Trio Rosenrot deutsche Volkslieder auf neue, einzigartige Weise. Dana Hofmann, Hub Hildenbrand und Denis Stilke erschaffen eine intime Wohnzimmer-Atmosphäre, die sich im nächsten Moment in einen orchestralen Klangraum von immenser Weite wandeln kann. Das Duo Handinhand schreiben, spielen und singen Lieder über alles, was sie bewegt. Dabei bewegen sich Anett Lipske und Beate Wein auf Fender Rhodes-Tasten und Schlagwerk stilistisch im Straßenswing, Barfußbossa und Firlefunk. Bei all der internationalen Musik bietet die Nacht der Kontraste auch eine Gelegenheit, hervorragende heimische Musikerinnen zu erleben. Dazu zählen Alina Friedrich, Frontfrau der Band Coolangatta, Sabine Hörnlein, die Saxofonistin der Greyhound Band, die Downbeat-Sängerin Tine Kissing und die Pianistin Yvonne Preising. Starke Frauen nicht nur in der Musik klingt dieses Motto an: Das Coburger Puppenmuseum erinnert an Käthe Kruse; im Hof des Gymnasiums Casi- Musette is not dead, hat sie auf ihr neues Album geschrieben. Und genauso spielt sie auch. Eine Mischung aus Lisbeth Salander, Pippi Langstrumpf und Amelie, so nannte die Musikkrimirianum rücken die Altstadtfreunde bekannte Frauengestalten aus der Coburger Geschichte ins Licht; der historische Ratssaal wird zur Galerie für Coburger Malerinnen. Durch ihre Prunk-, Ankleide und Schlafgemächer in Schloss Ehrenburg führt Kunsthistorikerin Birgit Jäckel-Beck alias Queen Victoria. Eher avantgardistisch ist das Kunstprojekt der Kirchengemeinde St. Moriz. Sie weicht wegen Umbaus der Coburger Stadtkirche in die Salvatorkirche aus und veranstaltet ihre Kirchennacht zum Kunstprojekt 12 W/Orte: eine Liebesnacht. Die Salvatorkirche ist einer der Kunstorte in diesem Projekt. Unter dem Titel Following a path und auf der Grundlage des Hohelieds der Liebe wird eine Videoinstallation von Margarethe Kollmer mehrfach gezeigt werden. Einen starken Kontrast zu all den weiblichen Schönheitsidealen setzt die Veste Coburg: Sogenannte Bizarrerien im Kontext der italienischen Druckgraphik des 16. Jahrhunderts zeigt ihre Sonderausstellung Die dunkle Seite der Renaissance. Die ist am Museumsnacht-Wochenende letztmals zu sehen: Für einen Blick auf Hexensabbat, bizarre Monster und makaber agierende Skelette wird es also in Coburgs schönster Nacht höchste Zeit. Weitere Informationen unter Beheimatet und heimatlos Das Kulturforum Fürth widmet sich im Herbst einem brennenden Thema Unbeheimatet - Auftakt, Foto Wolfgang Keller Wer vom auslaufenden Programm des Fürther Kulturforums noch etwas mitbekommen will, muss sich sputen: Noch bis zum 8. August lässt sich Mauerflimmern genießen, also Open Air Kino, dann ist vorerst Saisonschluss. Aber die Unermüdlichen unter dem Forumspublikum müssen nicht allzu lange warten, bis der Vorhang wieder aufgeht und ein neues Projekt gestartet wird. Am 24. September findet in der Großen Halle des Kulturforums Fürth die Uraufführung von UN BEHEIMATET statt. Der Untertitel lautet: Ein Chor in Bewegung. Mit dem bewegten Chor hat es etwas auf sich, denn der Nürnberger Gewerkschaftschor mit dem Namen Auftakt, der dieses Projekt vor allem stemmen wird, hat schon so einiges bewegt. Zuletzt machte das Ensemble mit den zeitgenössischen Musiktheaterstücken Vom Großen und Ganzen, Kaspar Hauser oder Unter Menschen und Die Monopolis Oper nachhaltig auf sich aufmerksam. Der Chor wurde 1981 ursprünglich als Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes ins Leben gerufen. Der Gründungsgedanke prägt noch heute das Engagement des Ensembles, das in musikalischer Form Stellung zu gesellschaftspolitischen Themen nimmt. Mit UN BEHEIMATET, einer Koproduktion mit dem Kulturforum Fürth unter der künstlerischen Leitung von Johannes Reichert, setzt sich der Chor mit dem Thema Heimat auseinander, was mit Blick auf die Folgen der Globalisierung höchst aktuell ist und angesichts zunehmender Migrationsströme zwangsläufig auch den Verlust von Heimat, also die Heimatlosigkeit, beinhaltet. Das Thema hat deshalb mittlerweile Hochkonjunktur in den Medien und in unserem Alltag. So feiern oder verteufeln wir wahlweise die Globalisierung und greifen beim Einkauf gerne wieder zu regionalen Produkten, sei es aus Protest oder aus Überzeugung. Vor allem sind wir mehr denn je mit dem Heimatverlust anderer Menschen konfrontiert, z.b. den auf Schrottbooten im Mittelmeer treibenden Flüchtlingen, die nur eines im Sinn haben: eine neue Heimat zu finden. Nur allzu gerne möchten wir davor Augen und Ohren und die Grenzen(!) verschließen. Der Chor Auftakt nimmt mit seiner neuesten Produktion dazu Stellung und verwendet dafür Lieder und Texte aus unterschiedlichen Epochen und musikalischen Stilrichtungen. Mit Bewegung, Klang, Musik und Wort soll die Sehnsucht nach einem unverzichtbaren Gut, eben nach der Heimat, spürbar gemacht werden. Auftakt wird den Wert von Heimat zum Ausdruck bringen und dem gleichzeitig Entfremdung, Ausgrenzung und Heimatlosigkeit entgegenstellen. Spieltermine: 24. bis 26. September, 20. bis 22. November. Martin Köhl

11 Metropolitan August / September 2015 Art 5 III S. 11 Jazz at it s Best Stelldichein renommierter Jazzkünstler im Nürnberger Luitpoldhain Max Mutzke, Foto Heiko Franz Roger Cicero, Foto Mathias Bothor Stefan Schindler, Wolfgang Haffner, Julia Lehner (v.l.n.r.), Foto Uwe Niklas Das Projektbüro im Kulturreferat der Stadt Nürnberg setzt die lockere Open-Air-Reihe Stars im Luitpoldhain am 9. August 2015 fort. Star-Schlagzeuger und Komponist Wolfgang Haffner, der im November 2014 mit dem Großen Kulturpreis seiner Heimatstadt Nürnberg geehrt wurde, wird einen Tag nach dem zweiten Klassik Open Air die Bühne im Luitpoldhain nutzen, um zusammen mit Freunden und Weggefährten wie Roger Cicero, Max Mutzke und Viktoria Tolstoy sowie der eigens gegründeten German All Star Big Band ein einmaliges Crossover-Konzert zusammenzustellen. Wolfgang Haffner ist und bleibt ein in seinem Schaffen immer wieder überraschender Musik-Star, dessen Leistung und Leben immer noch stark in die regionale Szene hinein strahlt. Im Gedächtnis bleiben aus jüngster Zeit seine Nürnberger Auftritte mit dem Bariton Thomas Quasthoff bei Stars im Luitpoldhain 2011 und sein Spanien- Projekt beim Silvestival Gleichzeitig hat der 49-jährige Musiker als Komponist in der letzten Zeit einen Quantensprung gemacht. Dafür bekam Haffner einen Echo als bester nationaler Instrumentalist sowie den Bayerischen Kultur- preis. Sein soeben veröffentlichtes Album Kind of Cool eroberte auf Anhieb die Spitze der Jazz-Charts und fasste auch in der Pop-Hitparade Fuß. Begleitet werden seine musikalischen Aktivitäten zur Zeit von hoher Medienaufmerksamkeit. Viele TV-Kulturmagazine feiern Deutschlands coolsten Schlagzeuger (ARD). 3sat etwa dreht im Sommer ein 45-Minuten-Porträt unter anderem im Luitpoldhain. Die lose Reihe Stars im Luitpoldhain versucht einerseits nach dem Ende von Jazz Ost-West die Bedeutung dieser Szene aus städtischer Sicht punktuell zu betonen, andererseits im direkten Umfeld der Klassik Open Airs mittelfristig ein Zu- satzangebot für die mittlerweile sehr stark frequentierten Veranstaltungen zu schaffen. Konzeptioneller Kern ist es, einen fränkischen Künstler mit nationalem und internationalem Netzwerk in den Mittelpunkt zu stellen und jeweils außergewöhnliche, einmalige Projekte mit hoher Strahlkraft und Aufmerksamkeitswert anzubieten. Wolfgang Haffner ist dafür genau der richtige Künstler. Er musizierte in den letzten 30 Jahren mit vielen internationalen Musikgrößen, etwa Pat Metheny, Hildegard Knef, Xavier Naidoo, Jan Garbarek, Die Fantastischen Vier, Till Brönner, Cassandra Wilson, Chaka Khan, Thomas Quasthoff, Klaus Doldinger, Nils Landgren, Mezzoforte und Helge Schneider. Schubalden waren ihm dabei immer einerlei:»einmal heißt es, du bist Jazz-Schlagzeuger, dann heißt es, du bist Rock-Schlagzeuger wieso? Man kann alles machen, man muss es nur richtig machen, und das ist auch meine Herangehensweise.«Damit ist er bislang bestens gefahren: Hunderte von Studioalben hat er eingespielt, Tourneen führten ihn - ob als Sidekick oder Bandleader um den ganzen Globus. Stars im Luitpoldhain soll dabei ein außergewöhnliches Rendezvous werden. Haffner, der sich stilsicher in vielen Genres wie Jazz, Pop, Rock, Klassik und Soul bewegt, fand spontane Begeisterung bei der schwedischen Nu-Jazz-Größe Viktoria Tolstoy sowie den deutschen Sänger-Kollegen Roger Cicero, der 2015 Frank Sinatra seine Reverenz erweist, sowie Max Mutzke, der für sein letztes Album den Jazz-Award in Platin erhalten hat. Achim Keller, Arrangeur und Leiter der NDR-Big Band, stellt für diesen einmaligen Anlass eigens eine Traum Big Band mit nationalen Musikergrößen zusammen. Gitarrist Bruno Müller, Pianist Frank Chastenier und Bassist Christian von Kaphengst finden sich in dieser German All Star Big Band. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Erleben Sie die Porzellanwelt Selb! PORZELLAN OUTLET-SHOPPING KULTUR ERHOLUNG LIFESTYLE» FACTORY OUTLET SHOPPING In Selb können Sie Porzellan und Glas in den Werksverkäufen von Rosenthal, Hutschenreuther, Villeroy & Boch, Bohemia Cristal und Rona Glas zu günstigen Preisen kaufen. Internationale Modemarken zu Outletpreisen finden Sie in der NoBasics Modefabrik. Besuchen Sie das Factory In Outlet-Center und das Rosenthal-Outlet-Center! Es erwarten Sie Schnäppchen der Marken Benvenuto, Betty Barclay, Gil Bret, More & More, MÄRZ-Moden, SILIT, Rösle, WMF, Goebel, Bassetti, Gubor, Hudson und Kunert und Vieles mehr...» PORZELLANSTADT Porzellangässchen, Porzellanbrunnen, Porzellanglockenspiel am Rathaus» PORZELLANIKON Museumserlebniswelt mit 4 Spezialmuseen» TOLLE AUSFLUGSZIELE zum Radeln und Wandern z.b. im Weller- & Egertal, auf den Großen Kornberg, u.v.m.» E-BIKE VERLEIHSTATIONEN Verschiedene, attraktive Touren rund um die Porzellanwelt Selb Hier finden Sie weitere Informationen zu den Werksverkäufen und über das Outlet Center Selb 嘀 伀 刀 嘀 䔀 刀 䬀 䄀 唀 䘀 吀 漀 甀 爀 椀 猀 琀 ⴀ 䤀 渀 昀 漀 爀 洀 愀 琀 椀 漀 渀 嘀 攀 猀 琀 攀 䌀 漀 戀 甀 爀 最 匀 挀 栀 氀 漀 猀 猀 䔀 栀 爀 攀 渀 戀 甀 爀 最 一 愀 琀 甀 爀 欀 甀 渀 搀 攀 洀 甀 猀 攀 甀 洀 䔀 椀 渀 琀 爀 椀 琀 琀 㨀 㜀 Ⰰⴀ 갠 簀 嘀 嘀 䬀 㘀 Ⰰⴀ 갠 䬀 椀 渀 搀 攀 爀 戀 椀 猀 㐀 䨀 愀 栀 爀 攀 昀 爀 攀 椀 䈀 甀 挀 栀 栀 愀 渀 搀 氀 甀 渀 最 刀 椀 攀 洀 愀 渀 渀 䌀 漀 戀 甀 爀 最 攀 爀 吀 愀 最 攀 戀 氀 愀 琀 琀 一 攀 甀 攀 倀 爀 攀 猀 猀 攀 嘀 刀 ⴀ 䈀 愀 渀 欀 䌀 漀 戀 甀 爀 最 吀 椀 挀 欀 攀 琀 猀 栀 漀 瀀 䘀 爀 渀 欀 椀 猀 挀 栀 攀 爀 吀 愀 最 䈀 䄀 䰀 攀 甀 挀 栀 琀 攀 渀 匀 琀 椀 爀 琀 稀 攀 氀 伀 瀀 琀 椀 欀 䴀 ي ج 氀 氀 攀 爀 吀 爀 攀 昀 昀 愀 洀 䈀 ي ج 爀 最 氀 愀 猀 挀 栀 氀 猀 猀 挀 栀 攀 渀 䜀 愀 氀 攀 爀 椀 攀 匀 瀀 琀 栀 椀 渀 搀 攀 爀 刀 攀 洀 椀 猀 攀 Tourist- Information Telefon: /

12 S. 12 Art. 5 III August / September 2015 Ausstellungen Stampfen, Staunen, Sehen Ausstellungen in der Übersicht Sechzig Jahre Rock n Roll Zum Resultat beruhigter Tumult Die Gruppe WIR in der Kunsthalle Jan Albers im Kunstpalais Erlangen Schöne Flecken und Error Sonderausstellung im Porzellanikon Dead Rock Heads in Gotha Zwar reichen die Ursprünge des Rock n Roll mindestens bis in den Mai 1949 zurück, als Goree Carter & His Hepcats die Single Rock Awhile vorlegten, dem selbigen Jahres Rock the Joint von Jimmy Preston and His Prestonians folgte. Regelrecht populär aber wurde dieser schnelle, sich Elementen des Rockabilly, des Rhythm and Blues, auch der Country Music und des Dixieland bedienende Tanz erst anno 1954, als Rock Around the Clock von Bill Haley & His Comets herauskam, und mehr noch, als dieser Song im Dezember 1955 Haleys drittes Album eröffnete. Weltberühmtheit erlangte der Titel durch die Filme Saat der Gewalt und Außer Rand und Band. Ausstellung Gotha, Foto Stefan Heinemann Im Kunstforum Gotha widmet sich die Ausstellung Dead Rock Heads bis zum 18. September der (sechzigjährigen) Geschichte nicht nur des Rock n Roll, wie sie Ole Ohlendorff in seinen Portraits von verstorbenen Musikern aus den Bereichen etwa des Blues und Jazz, der Punk- und Popmusik und des Rock reflektiert. Ohlendorff ist 1958 in Winsen an der Luhe geboren, wo er noch immer, beziehungsweise wieder, lebt und als freischaffender Künstler arbeitet (und wo der junge Johannes Brahms einige Monate verbrachte). Ohlendorff kann eine einigermaßen spannende Vita vorweisen. So war er Polizeibeamter auf der durch das Fernsehen bekannten Davidwache in St. Pauli, verdingte sich als Roadie und Werftarbeiter, Kurierfahrer und Koch. Seine oft farbenfrohen, neo- ja nahezu fotorealistischen, auch der Pop Art nahestehenden Gemälde sind in ein und demselben Format (80 mal 130) gehalten und nichts weniger als eine Hommage an die darin festgehaltenen Musikerlegenden und das mit deren Musik verbundene Lebensgefühl. Marvin Gaye zum Beispiel ist ebenso vertreten wie George Harrison und Michael Jackson. Martin Dammann in der Kunsthalle Nürnberg Waldbad, 2011, Aquarell auf Papier, 163 x 245 cm, Martin Dammann & Galerie Barbara Thumm, Berlin Vom 10. September an bis zum 8. November zeigt die Kunsthalle Nürnberg unter dem Titel Zum Resultat beruhigter Tumult Arbeiten von Martin Dammann. Der gebürtige Friedrichshafener lebt und arbeitet längst in Berlin. Man kennt ihn vor allem aufgrund seiner in großem Format gehaltenen Aquarelle. Desweiteren, und nicht minder, sind aber auch Videofilme, Fotoarbeiten und Zeichnungen Teil seines Schaffens. Bereits als Kind hegte Dammann eine Passion für (Kriegs-)Flugzeuge, die er als Modell, ob es nun deutsche, englische oder US-amerikanische waren, en masse in Kunstoff nachbaute. Daraus sollte sich seine Leidenschaft für Kriegsbilder entwickeln. Als ihn ein DAAD- Stipendium einen London-Aufenthalt ermöglichte, entdeckte er dort durch Zufall das Archive of Modern Conflict, welches vor allem private, von Amateuren stammende Kriegsfotografie aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sammelt, Schnappschüsse, Fotoalben und dergleichen mehr. Während seiner Archivtätigkeit in der britischen Metropole begann Dammann, eine eigene Sammlung aufzubauen. Dieses Material, diese Bildmotive überträgt er mittels Aquarellmalerei (auf großen, weiß beschichteten Hartfaserplatten) in ein neues Medium. Beim Betrachter lösen die nun fragmentarisch-flüchtig-hybrid gewordenen Bilder einen Erinnerungsprozess aus, setzen eine Auseinandersetzung mit der (eigenen) Vergangenheit und, auch, mit dem Fremden in Gang. Die Werkschau versammelt überwiegend in den letzten Jahren entstandene Arbeiten beispielsweise Mit dem Rücken zur Wand von 2014 oder Waldbad 2 (2011) und wird von einem Katalog begleitet. Bachmayer, Heller & Co. in Schweinfurt Kurz, pointiert und selbstbewusst in Versalien WIR nannte sich die Künstlergruppe, die anno 1959 drei Studenten der Münchner Akademie der Bildenden Künste ins Leben riefen. Den Malern Florian Köhler (1935 bis 2013), Helmut Rieger (1931 bis 2014) und Heino Naujoks (Jahrgang 1937) schlossen sich 1961 der Maler Reinhold Heller (1933 bis 1993) und im Folgejahr der Bildhauer Hans Matthäus Bachmayer (1940 bis 2013) an. Ziel war, es so Rieger, eine eigene Akademie zu gründen, da man das Studium in München als unzulänglich empfand. Florian Köhler, Supermann II, 1965, Foto BildKunst Bonn 2015 Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Ende steht die Künstlergruppe WIR noch bis zum 20. September im Zentrum einer Ausstellung im Tiefparterre der Kunsthalle Schweinfurt. WIR bildet, gemeinsam mit SPUR ( ), das Fundament der inzwischen auch international beachteten Münchner Gruppengenealogie, die in GEFLECHT ( ) und KOLLEK- TIV HERZOGSTRASSE ( ) ihre Fortsetzung fand. In ihrem auf 1960 datierten Manifest heißt es, WIR wolle die Echtheit des Gefühls gegen die klägliche, Originalitätssucht der sogenannten Avantgarde propagieren. Das lässt sich als Verneigung vor dem Barock lesen, dem die Gruppe, neben Picasso und Beckmann, verpflichtet war, zumal in ihrer frühen Zeit. So sind beispielsweise Riegers Höllensturz (1959) und auch Hellers Raub der Töchter des Leukippos I und II (1962) ohne Peter Paul Rubens kaum zu denken. Die in Zusammenarbeit mit dem Museum Lothar Fischer, Neumarkt, konzipierte Werkschau, zu der ein Katalog erscheint, versammelt gut fünf Dutzend Arbeiten, die einen umfassenden Überblick über Werk und Wirkung von WIR gestatten. Das Begleitprogramm lädt zu einer Kuratorenführung mit Erich Schneider und Heino Naujoks am 23. August. colony color noch bis September Mit Wuppertal verbunden sind so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Horst Tappert, wie Hans Günter Winkler, Else Lasker-Schüler, Pina Bausch, Peter Gülke und Tom Tykwer, Michael Zeller und Peter Ka, der fiktive, fünfunddreißig Jahre alte Lyriker aus Hanns-Josef Ortheils jüngstem Roman, Rom, Villa Massimo (der zu großen Teilen auch von bildender Kunst handelt und den wir auf unserer Lese- und Hörstoffseite vorstellen). Aus Wuppertal gebürtig sind aber auch zwei bedeutende Künstler der jüngeren Generation, zum einen der früh verstorbene Andreas Junge, zum anderen Jan Albers. Beide studierten an der Kunstakademie Düsseldorf, Junge bei A. R. Penck, Albers unter anderem bei Jan Dibbets. Mit der Stadt im Bergischen Land verbunden ist auch Jan Albers Ausstellung colony color, die noch bis zum 6. September im Erlanger Palais Stutterheim gezeigt wird, denn sie entstand in Zusammenarbeit mit der Von der Heydt-Kunsthalle in Wuppertal, wo sie bis Ende Juni zu sehen war. feedme, 2011 (Ausschnitt), Blattgold, Acryl, Keramik & Kupfer auf Papier 270 x 180 cm Sammlung Philara Die durch die Großschreibung des O im Ausstellungstitel zwei Brillen (ver-)bergende Bilderschau womöglich eine versteckte Aufforderung, genau hinzusehen versammelt überwiegend jüngere, aus den vergangenen drei, vier Jahren stammende Arbeiten. Albers nennt sein Ausstellungskonzept einen (dynamisch aufgeladenen) parcours mortale, der den Betrachter in die Ausstellung hineinsaugen soll. Albers spielt mit dem Raum, denkt ihn mit, lässt seine Arbeiten, reliefartige Wandobjekte, auf die Umgebung, oder die Umgebung auf die Arbeiten, reagieren. Fotografien von Metropolen, Landschaften oder Naturphänomenen, die durch Albers Interesse an Strukturen und Oberflächen die Wandobjekte zu spiegeln scheinen, ergänzen die Bilderschau. Silke Blomeyer begegnet Thomas Beurich in Hof In der Galerie im Haus Theresienstein, dem eingangs des Stadtparks gelegenen Jugendstilgebäude, hat der Kunstverein Hof seit bald zwei Jahrzehnten ein Zuhause gefunden. Neben der immer zum Jahresausklang kuratierten Ausstellung KunstSaat, an der sich zu beteiligen Mitgliedern offensteht, präsentieren die Hofer in etwa sechswöchentlichem Turnus eine Bilderschau (zumeist als Doppelausstellung), bei welcher auch Künstler von außerhalb der Region zum Zuge kommen. Silke Blomeyer, Schöne Flecken (Ausschnitt) Vom 5. August an bis zum 6. September lassen sich in der Theresienstein- Galerie Silke Blomeyers Schöne Flecken in Augenschein nehmen, denen Thomas Beurichs Error zur Seite steht. Blomeyer, die vor zwei Jahen mit Mail Art schon einmal in Hof zu Gast war, ist gebürtige Münchnerin des Jahrgangs 1967 und begab sich nach einem Studienaufenthalt an der École des beaux-arts im bretonischen Rennes an der Akademie der Bildenden Künste ihrer Heimatstadt in die Obhut von Rudi Tröger sowie des Deutsch-Amerikaners Jerry Zeniuk, dessen Meisterschülerin sie war. Sie arbeitet in Acryl auf Leinwand und lässt so farbenfrohe, vom Rhythmus beseelte Bilder entstehen. Thomas Beurich ist 1960 im vogtländischen Plauen geboren, wo er bis in die späten Achtziger als Theatermaler wirkte. Er begann als Autodidakt; Hospitationen und Praktika an der Dresdner Kunsthochschule folgten. Er arbeitet im Feld der Malerei, Skulptur und Plastik und hat beispielsweise die keineswegs unbedeutende Literaturund Kunstzeitschrift Ostragehege graphisch gestaltet. Beurichs aktuelles Schaffen hat Datenklau und Überwachung zum Thema und wird ergänzt um Keramiken, die in Zusammenarbeit mit der Zedtwitzerin Uta Piehler entstanden sind. Europäische Lebensart Keramik vom Barock bis heute Merkwürdig wenig ist, knappe zehn Tage vor ihrem Beginn, zu erfahren über die demnächst anstehende Sonderausstellung im Porzellanikon Selb (beziehungsweise Hohenberg an der Eger), dem Staatlichen Museum für Porzellan. Immerhin so viel scheint bereits festzustehen, dass sie, aber man weiß ja nie, vom 1. August bis in die Mitte des Septembers hinein laufen und unter dem Titel Europäische Lebensart Keramik vom Barock bis heute firmieren soll. Es handelt sich hierbei um eine Kooperation im Rahmen des europäischen Projekts Ceramics and its Dimensions mit zwei Dutzend Partnern darunter die Kunsthochschule Berlin-Weißensee, das Eesti Tarbekunsti- ja Disainimuuseum in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, sowie das Museo Nacional de Cerámica y de las Artes Suntuarias González Martí in Valencia aus unterschiedlichen Ländern. Dekorative Vase Oktoberrevolution, Entwurf Valentīna Aksjonova, Ausführung Riga Porzellanfabrik 1969, Accociation of Culture Institutions of Riga City, Council, The Riga Porcelain Museum, Foto Guido Kajons Dieses Projekt hat sich auf die Fahnen geschrieben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verbinden. Ein sehr wichtiger Teil des Unterfangens ist die vom Museo Internazionale delle Ceramiche im norditalienischen Faenza (etymologisch geht, über das Französische, das Wort Fayance auf die in der Emilia-Romagna gelegene Stadt zurück) organisierte Ausstellung Europäische Lebensart Keramik vom Barock bis heute. Die Ausstellung, heißt es, thematisiere, wie Keramik in den verschiedenen europäischen Lebensarten zum Einsatz kam und welche technischen Entwicklungen das Material durchmachte: von der weiß glasierten Fayance nämlich über das nacherfundene europäische Porzellan, die creamware aus England bis hin schließlich zum modernen Design. Die Wanderausstellung wird in weiteren sechs Städten auf dem europäischen Kontinent zu sehen sein September Faszination Garten Schloss Weingartsgreuth in Wachenroth Blumenzwiebeln Pflanzgefäße Sämereien Gartenaccessoires Brunnen Steintröge Gartenmöbel Antiquitäten Pflanzenraritäten Gartengeräte Kunsthandwerk Fachvorträge und Musik Einer der schönsten Gartenmärkte Deutschlands rund 120 Aussteller fritzdesign.de SANGES bis LUST 01. Oktober A Cappella-Nacht 02. Oktober A Cappella by the way Serenata Balkonia Restaurant-Festival das Sparkassen A Cappella Event Vorverkauf: Theaterkasse Bayreuth und Infos zum Festival unter 03. Oktober Das Mitsingkonzert 04. Oktober Sing Sing Kiddy Kiddy bäng bäng MARKETING & TOURISMUS GMBH

13 Politrix August / September 2015 Art 5 III S. 13 Urbanes Bauen in Franken Im Fokus: Hof Ein Rückblick auf 70 Jahre Architektur in fränkischen Städten Kinderschutzbund, Hort und Krippe, Hof, Foto Martin Köhl Art5drei setzt in dieser Ausgabe eine Artikelserie fort, die sich mit der architektonischen Entwicklung fränkischer Städte nach dem II. Weltkrieg befasst. Neben einer bilanzierenden Rückschau, die auf die Bewertung der baulichen, ästhetischen und stadträumlichen Qualitäten der Architektur dieser Zeit zielt, sollen auch Fragen nach den Optionen für die Zukunft gestellt werden. Zu Wort kommen Fachleute wie z.b. Architekten, Baureferenten, Hochschullehrer und Städteplaner, aber auch Politiker. Der Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf Oberfranken. Nach dem Auftakt mit Bamberg geht es in dieser Ausgabe nach Hof, also in eine Stadt, in der andere Fragen in den Fokus geraten als im UNESCO-Welterbe-Umfeld. Art5drei unterhielt sich mit Ute Mühlbauer, der Stadtplanungschefin der Stadt Hof. Interview: Frau Mühlbauer, hat die Architektur der 50er und 60er Jahre, die ja unter dem Zeitdruck schnellen Wiederaufbaues stand, oder vielleicht auch der 70er Jahre, in Hof bemerkenswerte Resultate hinterlassen? Gibt es aus dieser Zeit qualitätvolle Beispiele? UM: Zunächst muss festgestellt werden, dass in Hof aufgrund weniger Bombentreffer im II. Weltkrieg nur geringfügiger Druck zum schnellen Wiederaufbau bestand. Das Stadtbild wird immer noch vorwiegend geprägt durch ein zusammenhängendes Biedermeierviertel im Stadtzentrum, erbaut nach dem großen Stadtbrand von 1823, sowie durch angrenzende Gründerzeitgebiete, z.b. in der Bahnhofsgegend. Als Beispiele für die Architektur der fünfziger Jahre sind zu nennen das Kaufhaus in der Altstadt und das ehemalige Amerika-Haus. Der heutige Kaufhof wurde als fünfgeschossiger, streng gerasteter Stahlbetonbau mit Flachdach und so genannter curtainwall-fassade aus Aluminium und Glas gebaut. Architekt Hermann Wunderlich integrierte das Gebäude in das umgebende Ensemble der Altstadt. Das heutige Haus der Jugend entstand 1954 als Amerika-Haus. Der dreiflügelige Pavillonbau mit Flachdach und mittiger Erschließung besitzt im südlichen Flügel einen Veranstaltungssaal mit Bühne, während im nördlichen Flügel die Verwaltung mit ehemaliger Bibliothek untergebracht ist. Stehen solche Gebäude in Hof unter Denkmalschutz oder gilt der nur für sehr altes Gemäuer? UM: Die beiden genannten Beispiele stehen als einzige Nachkriegsarchitektur unter Denkmalschutz. Gibt es bezüglich dieses Zeitraumes auch ein Sündenregister, will heißen: Bedauert man heute aus der Retrospektive manch unnötigen Abriss oder misslungenen Neubau? UM: Die Einschätzung eines Bauobjektes als Bausünde unterliegt natürlich subjektiven Sichtweisen, denn die Meinungen über aus der Zeit entstandene moderne Bauten gehen verständlicherweise weit auseinander. Geht man von dem Ersatzbau eines historischen Gebäudes durch einen Neubau Kaufhof-Filiale in Hof, Foto Martin Köhl in Beton- und Stahlbauweise aus, so steht hierfür das Beispiel des Zentralkaufes in der Bismarckstraße. Dem Ende der 70er Jahre entstandenen Warenhaus wichen die historischen Mauern der Deininger Brauerei sowie die dazugehörige Villa des Industriellen. Bezüglich des Altbestandes an Gebäuden hört man in vielen Städten vermehrt von notwendigen Schließungen bzw. von hohen Sanierungskosten. Aufgrund genauerer Diagnosemöglichkeiten schlagen die Statiker früher Alarm. Wie sieht es diesbezüglich in Hof aus? UM: Alarmierende statische Probleme sind uns nicht bekannt. Abrisse waren vorrangig in einem Funktionsverlust der Gebäude oder veränderten Ansprüchen an diese begründet, z.b. zu kleine Räumlichkeiten oder verschärfte brandschutzrechtliche Auflagen. Wie stehen Sie zur Frage der Rekonstruktion von verloren Gegangenem? Ist das oft von der Bürgerschaft gewünschte historisierende Bauen im Sinne einer Wohlfühlarchitektur für Sie denkbar oder kommen in Hof nur konsequent zeitgenössische Baustile in Frage? UM: In Hof ist es keine gängige Praxis, Gebäude vergangener Zeiten zu rekonstruieren, vielmehr ist man bei Neubauten darauf bedacht, den aktuellen Einfluss sichtbar zu gestalten und sich dabei trotzdem in die umliegende Bebauung einzufügen. So werden etwa vorhandene Proportionen und Größenverhältnisse aufgegriffen und der Stadtgrundriss in seiner historisch gewachsenen Struktur erhalten. Im Bereich der Altstadt greift man auf die Gestaltung per Lochfassaden zurück und verzichtet bewusst auf die einheitlichen Flächen moderner Glasfassaden. Rekonstruktionen gibt es nur als Ausnahmen, beschränkt auf die denkmalgeschützte Substanz im Bereich des Biedermeier- und Gründerzeitensembles. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Rekonstruktion von Details, um das einheitliche Gesamtbild zu stärken. So wurden etwa im Rathaus in den Jahren 2007/08 historische Fenster eingearbeitet zwecks Wiederherstellung der ursprünglichen Fassadengliederung. Wie müssen Architektur und Städteplanung auf die stagnierenden bzw. in randständigen Lagen wie Oberfranken sogar sinkenden Bevölkerungszahlen reagieren? UM: Vorweg sei bemerkt, dass sich Hof im deutschen und europäischen Maßstab gesehen nicht im engeren Sinne in der Situation einer Randlage befindet, aber dennoch wie viele andere deutsche Gemeinden vom Bevölkerungsrückgang betroffen ist. Stadtplanung und Architektur können durch eine planvoll gesteuerte städtische Entwicklung dazu beitragen, diesen Bevölkerungsverlusten zu begegnen. Ziel sollte es dabei sein, sich auf die einstigen Kerne der Städte zu konzentrieren und im Sinne des europäischen Stadtverständnisses eine Vielfalt der Nutzungen anzustreben, was in der Folge auch die funktionale Bedeutung der Innenstädte zu erhalten bzw. zu stärken hilft. Ein wichtiges Anliegen ist es uns, die identitätsstiftenden städtischen Strukturen aufrecht zu erhalten und auszubauen. Die Stärkung der Identität einer Stadt festigt auch die Verbundenheit der Bevölkerung zu ihrem Ort. Welche urbanen Visionen hegen Sie für Hof? UM: Grundlegendes Ziel ist die sukzessive Umsetzung jener urbanen Visionen, die sich aus den Stadtentwicklungsund Kernstadtkonzepten ergeben. Hierbei sind von besonderer Bedeutung: die Attraktivitätssteigerung der Kernstadt, die Aufwertung des rund um das Rathaus gelegenen Biedermeierviertels, die Valorisierung des Gründerzeitgebietes im Bahnhofsviertel sowie der Ausbau der Schnittstellen zwischen den Saaleauen und den innerstädtischen Bereichen. Allerdings wird sich dieser Prozess aufgrund der Haushaltssituation nur langfristig gestalten lassen. Na, dann wünschen wir Ihnen für die Erreichung dieser Ziele eine üppige Mittelbereitstellung und bedanken uns für das ausführliche Gespräch. Martin Köhl präsentiert 倀 爀 漀 最 爀 愀 洀 洀 甀 渀 搀 䄀 渀 洀 攀 氀 搀 甀 渀 最 愀 戀 㐀 匀 攀 瀀 琀 攀 洀 戀 攀 爀 㔀 Semestereröffnung: Grußwort: Bürgermeister Dr. Christian Lange Zum Programm: Dr. Anna Scherbaum, Leiterin VHS Bamberg Stadt Veranstalter: Projektbüro im Kulturreferat der Stadt Nürnberg Grafi k: zur.gestaltung Fotos: shutterstock.com, istockphoto.com, Bild Tiergarten: StadtAN, A49-I-He-337 Stadt(ver)führungen 1 Ticket 800 Führungen 8 Euro im Vorverkauf Wurzeln 18. bis 20. September Sonntag / 9. august / 20 uhr / eintritt frei StarS im LuitpoLdhain WoLfgang haffner / roger CiCero max mutzke / Viktoria tolstoy german all Star Big Band / SpeCiaL guests Bamberg: Stadt der Buchfinken Gudrun Schury spricht in ihrem vergnüglichen Vortrag über Bamberg als Heimat der Handschrift und des Buchdrucks, als Albtraum und Traum der Dichter lyrische Ovationen und saftige Sottisen inklusive. Franz Tröger steuert Musikdichtung bei: romantisch, heiter, frech. Samstag, , 16:00 Uhr Altes E-Werk, Großer Saal Vorverkauf der Türmchen: Kultur Information Königstraße 93, Nürnberg Tel Förderer: Hauptförderer: Veranstalter: Projektbüro im Kulturreferat der Stadt Nürnberg Medienpartner:

14 S. 14 Art. 5 III August / September 2015 Geschichten Domschatz Würzburg Endlich am angemessenen Ort Löwenkopf-Türzieher, wohl Mainz, um 1040, Bronze, Foto Ulrich Kneise, Eisenach Nach seinem Umzug in den Kiliansdom erfährt der Würzburger Domschatz eine vollkommen neue Präsentation. Die Dauerausstellung des Würzburger Domschatzes befand sich bislang im Marmelsteiner Hof in der Plattnerstraße. Nach rund neunmonatiger Schließung und notwendigen Umbauarbeiten im Kiliansdom ist der Domschatz nunmehr in der Bischofskirche selbst zu besichtigen, also genau dort, wo er angesichts seiner vor allem liturgisch orientierten Preziosen auch hingehört. Seine Geschichte reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, also bis in die Zeit der Gründung des Bistums durch Bonifatius (742). Aus den Jahren nach der Bistumsgründung sind im Schatzverzeichnis Textilien und Utensilien für den Gottesdienst sowie Reliquienbehälter erwähnt. Nach den gravierenden Verlusten durch die Bombenangriffe auf Würzburg im März 1945 können heute noch 182 Objekte aus der Geschichte des Domes und seiner Bischöfe präsentiert werden. Aufgrund der Neueröffnung Ende Juni können die Besucher sich nun die in den Dom integrierte Ausstellung auf circa 170 qm ausgebreitet und in vier Themenbereiche gegliedert anschauen: Reliquien, Domkapitel, Bischöfe und der Dom als Ort der Liturgie. Ausgestellt sind Skulpturen, Reliquiare, Wappenkalender des Würzburger Domstifts, Kreuze, Bischofsinsignien und Herzogsschwerter aus der Zeit der Fürstbischöfe, Grabbeigaben der Bischofsgräber, liturgische Gegenstände, Goldschmiedearbeiten und Paramente. Darüber hinaus finden sich Teile der Domausstattung, welche nach dem Bombenangriff beschädigt geborgen wurden sowie Gemälde und Ausstattungsteile, welche den Wandel des Dominneren über die Jahrhunderte hinweg veranschaulichen. Bei der Neukonzeption wurde Wert darauf gelegt, den Besuchern Hintergrundwissen zu vermitteln, da viele Menschen heute kaum mehr Informationen über die einzelnen Stücke und deren Verwendung hätten. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die Reliquien, denen deshalb auch gleich am Eingang ein großer Bereich gewidmet ist. Als Hintergrund sind die Gefäße abgebildet, in denen sie einst aufbewahrt wurden. Dass auch Bischöfe durchaus modebewusst sein können, zeigt ein Blick auf die ausgestellten Mitren ebenso wie auf die barocke Pracht der Messgewänder, die von sehr gut honorierten Spezialisten aus den jeweils aktuellen Modestoffen der Zeit gefertigt wurden. Wer sich für mehr als nur die hier kurz erwähnten Appetithappen interessiert, sollte nach Würzburg fahren, denn der Besuch lohnt sich unbedingt! Der Domschatz am neuen Standort im Kiliansdom ist in der Regel von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Aufgrund von außerplanmäßigen Gottesdiensten kann es gelegentlich zu Schließungen kommen. Gruppenführungen sind nach Voranmeldung unter Telefon möglich. Der Eintritt kostet drei Euro, ermäßigt zwei Euro, die Verbundkarte für das Museum am Dom inklusive des Domschatzes 4,50. Martin Köhl Interview: Dr. Wolfgang Schneider, Kurator des Würzburger Domschatz, im Gespräch mit Art. 5 III: Herr Dr. Schneider, besitzt der Würzburger Domschatz heute noch eine ähnliche Bedeutung wie vor dem verheerenden Bombenangriff am 16. März 1945 und den daraus resultierenden Verlusten? Wie groß waren diese? Wolfgang Schneider: Ein Domschatz spiegelt immer auch das Schicksal der Domkirche. Dieser grundsätzliche Zeugnischarakter des Domschatzes hat sich bewahrt. Die Objektverluste am 16. März 1945 waren natürlich außerordentlich groß. Von den im Kunstdenkmälerinventar der Stadt Würzburg 1915 für die Domsakristeien aufgeführten Monstranzen, Kelchen, Reliquienbehälternet et cetera wurden über 80 Prozent zerstört. Bei den textilen Objekten, den Ornaten und den Gobelins, waren die Verluste noch verheerender. Was sind die herausragenden Artefakte des Domschatzes? Wolfgang Schneider: Das sind sicher die beiden Löwenkopftürzieher, die um 1040 entstanden sein müssen. Es sind beeindruckende Kunstwerke, die zudem in alter Zeit bei der Einführung der neu gewählten Bischöfe eine Kelch aus dem Grab des Bischofs, Berthold von Sternberg, (reg ), Würzburg, 1287, Silber, teilvergoldet sinnfällige Rolle spielten. Mit ihrer Hilfe wurde eine symbolische Vermählung des Bischofs mit der Kathedralkirche vollzogen. Welchem Ausstellungsstück messen Sie persönlich den höchsten Stellenwert bei? Wolfgang Schneider: Meine besondere Sympathie gilt der so genannten Kirchenvätermitra, die wohl für die Weihe des Bischofs Franz von Hatzfeld 1637 von einem Würzburger Seidensticker geschaffen wurde. Giovanni Battista Tiepolo hat sie auf einem Fresko in der Würzburger Residenz dargestellt. Welchen Vorteil hat der Umzug aus dem alten Domizil im Marmelsteiner Hof in das Innere des Kiliansdomes, wie ließ er sich begründen? Wolfgang Schneider: Der angestammte Platz für einen Domschatz ist nun einmal im Dom. Erst durch den Umzug ließ sich diese Einheit wieder herstellen und erfahrbar machen. Hat die neue Präsentation nach verschiedenen Themenbereichen auch einen didaktischen Sinn, erleichtert sie den Besuchern den Zugang und das Verständnis? Wolfgang Schneider: Die Objekte können ihre Geschichte den heutigen Menschen nur erzählen, wenn sie in Beziehung zueinander gesetzt werden. Zudem unterstützen den einzelnen Themen zugeordnete Bildzeugnisse dieses Anliegen. Martin Köhl Das Kleine Museum auf der Peunt Zeitgenössische Kunst in Weissenstadt All Night Long Nacht der Kultur am 26. September in Schweinfurt Leitgedanke des vor Krainz-Leupoldt. Dies sei das Kennzeichen eines Pfades, auf welchem inzwischen acht Jahren in dem zum Einfachheit, Strenge und Klarheit Landkreis Wunsiedel zu den Zielen einer künstlerischen gehörenden Weißenstadt eröffneten Kleinen Museums auf der seien sie Impulse für das eigene Erfahrung würden. Und zugleich Peunt war von Anbeginn an derjenige der Fruchtbarkeit. Zum für den Alltag. Nachdenken, Orientierungspunkte einen spielt die Museumsgründerin Laura Krainz- Leupoldt damit an auf die Flur, auf welcher der Kunstraum zu finden ist und die in früheren Tagen bekannt war für ihre opulenten Wiesen, zum anderen ganz selbstverständlich und explizit auf die kulturelle Fruchtbarkeit. Will heißen: zeitgenössische Kunst in einer Art und Weise zu zeigen, die vom Besucher eine starke persönliche Anteilnahme Carlos Cruz-Diez, Didactique, Foto Carlos Cruz-Diez verlangt. Diesen Impulsen kann man sich auf Die Besucherin, der Betrachter, der Peunt von Dienstag bis Samstag trete mit den Exponaten in eine zwischen 10 Uhr und 17 Uhr aussetzen (von Oktober bis Dezember zwi- Beziehung des permanenten Suchens und Entdeckens, des schen 11 Uhr und 18 Uhr). Aktuell Dialogs und der Gegenüberstellung. So würden die Samen Oktober, Arbeiten von Carlos Cruz- gezeigt werden, noch bis zum 17. für eine gute (geile, also üppig Diez. Seine optisch-kinetischen Werke sind Bestandteil der Sammlungen wachsende, gedeihende) Pflanze ausgesät. Kunst und Kultur etwa des MOMA und der Tate, der können dem Leben Struktur Neuen Pinakothek und des Museum Ludwig. Aktuell ist im und Bedeutung geben, weiß August auch das PEMARTFESTIVAL. Den Auftakt hierzu macht, auch wenn sie nicht auf- sondern volltaktig im Fortissimo der Tutti-Streicher beginnt, Beethovens Coriolan-Ouvertüre, die am Anfang eines Konzertes mit dem Collegium Musicum von Schloss Weißenstein in Pommersfelden steht. Es folgt, am 7. August auf dem PEMA-Parkplatz an der Goethestraße, Carl Maria von Webers Klarinettenkonzert op. 73 sowie Schumanns ziemlich himmlische Dritte, die sogenannte Rheinische. Man lausche nur einmal dem Choral eingangs des vierten Satzes (und drücke dem Solo-Posaunisten die Daumen, dass er das verdammt hohe es treffen möge, nachdem er eine knappe halbe Stunde kalt auf der Bühne hatte sitzen und auf seinen ersten Einsatz warten müssen). Am 15. August werden im Kleinen Museum deutsche Gedichte aus drei Jahrhunderten (darunter Eichendorff) in neuen Vertonungen erklingen, und die ganze Woche über heißt es Lernen mit Spaß : Nur scheinbar schwierige Themen aus Wissenschaft und Kultur werden vermittelt. Blasmusik vor Kirche, Foto Nacht der Kultur, Schweinfurt Den ganzen Abend ein vielfältiges, breitgefächertes Programm aus allen Kultursparten an über einem Dutzend Veranstaltungsorten das ist das Konzept der Nacht der Kultur des KulturPackts. Seit 1995 findet sie jährlich im Herbst statt und bildet einen Höhepunkt im Schweinfurter Kulturleben. Musik, Theater, Tanz, Ausstellungen, Lesungen, Artistik, Kabarett, Kurzfilme und Aktionen von über 30 Künstlern und Gruppen bietet das umfangreiche Programm in diesem Jahr an 17 Spielstätten. Nach der erfolgreichen Premiere 2014 im Johannisquartier rund um die Johanniskirche wird die Kulturnacht in diesem Jahr zum zweiten Mal dort stattfinden. Neben den dort anliegenden Museen, Einrichtungen und Cafés werden einige weitere Plätze in den benachbarten Straßen Graben und Bauerngasse dazu kommen, darunter erstmalig das neu renovierte Zeughaus jetzt Haus der Familie. Um Uhr wird der Reigen mit der Trommelgruppe Ritmo Candela am Martin-Luther-Platz eröffnet, ab 20 Uhr findet das Hauptprogramm an den Auftrittsorten statt. Dabei reicht die Bandbreite vom Stummfilm mit Livemusikbegleitung bis zum Schokoladen-Bodypainting, von Improvisationstanz zu zeitgenössischer Musik bis zum Electro-Rock- Duo, von Klezmermusik bis zum Posaunenchor. Poco Piu bringen Harfe und Percussion zusammen, das ensemble polychrome spielt u.a. Mozart auf Saxophon, das Theater option orange gibt Entwicklungshilfe in Sachen Liebe. Feuerwerk, Foto Laszlo Ruppert Spannend dürfte das Aufeinandertreffen des Sinfonischen Akkordeonorchesters Unterfranken mit der Hardrockband Crash Kidz werden, lustig das Kabarett-Duo Filou, erstaunlich die Künste der Stabtanzgruppe Majorettes und beeindruckend die Tanzperformance NEON. Auf dem zentralen, farbig illuminierten Martin-Luther-Platz wird ein lebender Jonglierautomat verblüffen und die Eurumer Banditen spielen dort ihre lustige Volksmusik unter freiem Himmel. Rund 50 Programmpunkte finden bis kurz vor Mitternacht statt, dann beendet ein farbenprächtiges Musikfeuerwerk die Nacht der Kultur auf dem Marktplatz. Ein detailliertes Programmheft erscheint Anfang September und liegt in der Region Schweinfurt in Geschäften und Treffpunkten aus, kann aber auch als PDF bei abgerufen werden. Die Eintrittsbändchen für den gesamten Abend kosten 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) und können am Abend an allen Spielorten erworben werden. Weitere Informationen unter www. kulturpackt.de oder 09721/

15 Geschichten August / September 2015 Art 5 III S. 15 Auf den Spuren eines frühen mittelfränkischen Naturforschers Unterwegs auf dem Amazonas Spix? Spex, das inzwischen von Torsten Groß verantwortete, in Berlin beheimatete Magazin für Popkultur ist bekannt. Was, oder wer, aber mag sich hinter dem Namen Spix verbergen? Geboren im Februar 1781 als siebtes von elf Kindern in Höchstadt an der Aisch, gestorben im Mai 1826 in München, hat sich Johann Baptist Ritter von Spix als Naturforscher und Zoologe hervorgetan. Eine seit 1977 unter der Obhut der Zoologischen Staatssammlung München erscheinende Zeitschrift für Zoologie wird ihm zu Ehren Spixiana geheißen. Über Spix frühe Jahre ist nicht allzu viel bekannt. In Bamberg hat Spix nach dem Besuch der Domschule jedenfalls Philosophie studiert und erlangte, schwächlich, mittellos, aber hochbegabt, als einer der Besten seines Jahrgangs anno 1800 am Aufseßschen Studienseminar den Doktortitel. Hernach ging er nach Würzburg, um sich zunächst der Theologie zu widmen, ehe er sich unter dem Einfluss Schellings der Medizin und den Naturwissenschaf- Sie sammelten, für München, Steine und Mineralien, Tiere, Pflanzen und ethnologische Alltagsgegenstände. Spix und Martius waren die ersten Naturforscher überhaupt, die im wilden, noch unerschlossenen Nordosten Brasiliens unterwegs waren und die Tier- und Pflanzenwelt der Staaten Piauhy und Maranhão systematen zuwandte promovierte Spix ein zweites Mal zum Doktor der Medizin und praktizierte dann kurze Zeit in Bamberg als Arzt bei Adalbert Friedrich Marcus in St. Getreu. Im Oktober 1810 stellte ihn König Maximilian I. Joseph als Adjunkt an der Königlichen Akademie der Wissenschaften an und beauftragte Spix damit, zur Ordnung und Vollständigmachung des mit der Akademie verbundenen Naturalienkabinetts, besonders des zoologischen Theils desselben beizutragen. Geforscht und veröffentlicht hat Spix schon Spix, Foto Gerald Raab, Staatsbibliothek Bamberg früh beispielsweise über den Blutegel ( Darstellung des gesammten inneren Körperbaues des gemeinen Blutigels, 1814) und über Affen ( Abhandlung über die Affen der alten und der neuen Welt, gleichfalls 1814 publiziert) sowie, in Sachen Paläontologie, über die unterirdische Thier- und Pflanzenkunde Bayerns. Doch Spix sollte sich auch in fernen Landen naturwissenschaftlichen Studien widmen. König Maximilian forderte ihn auf, Brasilien zu erkunden. Und so machte sich Spix im Februar 1817 über Wien und Triest nach Südamerika auf, gemeinsam mit dem Botaniker Carl Friedrich Philipp Martius. Zunächst erkundeten die Beiden die Umgebung von Rio de Janeiro und waren von der Vielfalt der brasilianischen Flora und Fauna arg angetan. tisch erfassten. Ihre Expedition ins Amazonasgebiet gilt als die erfolgreichste, die jemals in Südamerika unternommen worden ist, und dies, obgleich sie lediglich zu zweit waren und nur beschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung hatten. Canada s Royal Winnipeg Ballet Sie berichten, dass sie noch viel mehr hätten erreichen können, wären wir nicht auf vier Hände beschränkt und müßte nicht Akademiker Spix als Zoologe zugleich den Jäger, Ausstopfer und Skelettierer, Dr. Martius den Botaniker und Gärtner machen und soviele kostbare Zeit dem Mechanismus opfern. Die Strapazen auf der Kilometer (meist zu Fuß oder im Boot zurückgelegt) weiten Expedition waren enorm, Hunger, Durst und Krankheit nicht selten. Im Juli 1819 schrieb Spix an König Maximilian: Es fehlen uns die Worte, um die Leiden zu schildern, welche wir auf dem Wege durch diese menschenleeren Certaos [also Dornbuschsteppen] auszustehen hatten. Fünf bis sechs Tage war auch nicht eine einzige Cisterne mit Wasser zu finden, und wir waren gezwungen, Tag und Nacht zu reisen, um dem Tode zu entgehen. Vor allem Spix hatte die Reise sehr mitgenommen, auf der er sich eine tropische Erkrankung, einen nervösen Typhus, zugezogen hatte. Spix unternahm eine Erholungstour nach Meran und machte 1825 eine Kur in Aachen. Er starb im Folgejahr am 13. Mai und wurde auf dem Alten Münchner Südfriedhof beigesetzt. Auf Spix nicht mehr vorhandenem Grabmal war, in lateinischer Sprache, zu lesen: Seine Kräfte und sein ganzes Leben hat er für die Erforschung der Formen und der Gesetze der Natur hingegeben, wie keiner hat er die Zonen der neuen Welt erforscht und die wunderbaren Gebilde des heißen Himmelsstrichs gesammelt, geordnet und beschrieben. Auch habe er sich selbst durch seine unsterblichen Schriften und durch die Gründung des brasilianischen zoologischen Museums ein Denkmal gesetzt, das alle Zeiten überdauern werde. Die zoologischen Sammlungen in München sind ohne Spix und Martius nicht zu denken. Und es mag sein, dass auch das ein oder andere Exponat in Bamberger Naturkundemuseum von Spix stammt. Das sagt zumindest dessen Direktor, Matthias Mäuser, dem wir herzlich für Hinweise und Literatur danken. Moulin Ro The Bal Kün Bühnenbild & Ausstattung: Andrew Beck Kost Musik: Claude Deb Astor Piazzolla, Mauric Das regionale Kulturprojekt Kunststück Hassberge Weit mehr als lediglich herman de vries Ausstellung Memmelsdorf, Foto Michael Huth Mit der Ausstellung Ideen- Reich Der Landkreis Haßberge und seine Künstler geht das Kunststück Haßberge in seine vierzehnte Runde. Eröffnet wird die Ausstellung in der Haßfurter Galerie der Sparkasse Ostunterfranken am 23. September. Die Besucher können sich ein Bild machen von der überaus vitalen Kunstszene der Region. Das Kulturpojekt Kunststück wird seit 2002 von Sibylle Kneuer organisiert, die Trägerschaft hat der Landkreis Haßberge inne. Die Veranstaltungen neben Ausstellungen sind das beispielsweise auch Kurse, Workshops, offene Ateliers an verschiedenen Orten erstrecken sich bis in den März 2016 hinein. Wer an (bildende) Kunst und die Haßberge denkt, dem fällt wohl zunächst der Name Herman de Vries ein. Tatsächlich lässt es sich der international arg renommierte, aus den Niederlanden gebürtige und seit 1970 im Knetzgauer Ortsteil Eschenau beheimatete Künstler, dessen Arbeiten noch bis zum 22. November auf der Biennale in Venedig gezeigt werden, nicht nehmen, auch am Kunststück mitzuwirken. Egon A. Stumpfs Eschenauer Galerie im Saal präsentiert vom 17. Oktober bis zum 8. November eine aktuelle Werkschau von Herman de Vries. Neu hinzugekommen ist der vom Landkreis vergebene, für die Region Main-Röhn ausgeschriebene Kunstpreis, der alle zwei Jahre ausgeschrieben werden soll. Er ist mit 2000 Euro dotiert und wird von einer Jury, der unter anderen Erich Schneider, der Leiter der Kunsthalle Schweinfurt, angehört, unter den Teilnehmern der Ausstellung ZwischenRaum. Main- Rhön im Blick vergeben. Darüber hinaus können Besucher das ihnen liebste Kunstwerk küren. Der Publikumspreis ist mit 500 Euro prämiert und wird am 13. März vergeben. Die Ausstellung im Schloss Oberschwappach/Knetzgau läuft vom 20. Februar bis zum 20. März. Zu offenen Ateliers wird am letzten Septemberwochenende eingeladen. Der in Kronach geborene Städel- Schüler Michael Huth zeigt in seinem Rentweinsdorfer Atelier eine begehbare, Garage Sale betitelte Installation, die im Laufe des letzten Vierteljahrhunderts entstanden ist und noch immer wächst. Gerhard Nerowski hingegen stellt in seinem Königsberger Werkstatthof bildhauerische Arbeiten aus Stein, Bronze und Eiche aus. Das Kunststück Haßberge zielt darauf ab, das in dem Landstrich durchaus vorhandene, ja überaus reiche Potential im Bereich der bildenden Künste vorzustellen, zu fördern und voranzubringen. Als Workshop Transparenz und Überlagerung Arbeitsbild, Foto Jannina Hector Vorzeigeprojekt für die Vernetzung im ländlichen Raum hat es sich längst über die Landkreisgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Besuchern wird bald klar, dass sich die lokale Kunstszene nicht vor jener in den Zentren verstecken muss. Fotos: Nardella Photography David Cooper Fotos: Nardella Fotos: Photography Nardella David Photography Cooper David Cooper Gestaltung Gestaltung & Fotomontage: & Gestaltung & Christoph Fotomontage: Fotomontage: Thein Christoph & Dorothea Christoph Thein Constanze & Dorothea Vöhringer Thein & Dorothea Constanze Vöhringer Constanze Vöhringer Canada s Royal Winnipeg Ballet Canada s Royal Winnipeg Ballet Moulin Rouge The Ballet Balletterlebnis für die ganze Familie! Balletterlebnis für die ganze Familie! Künstlerische Leitung: André Lewis Choreographie: Jorden Morris Bühnenbild & Ausstattung: Andrew Beck Künstlerische Kostüme: Anne Leitung: Armit & André Shannon Lewis Lovelace Choreographie: Lichtdesign: Jorden Pierre Morris Lavoie Bühnenbild & Ausstattung: Musik: Andrew Claude Beck Debussy, Kostüme: Franz Anne Lehár, Armit & Jules Shannon Massenet, Lovelace Jacques Lichtdesign: Offenbach, Pierre Edith Lavoie Piaf, Astor Musik: Piazzolla, Claude Maurice Debussy, Ravel, Franz Dmitri Lehár, Schostakowitsch, Jules Massenet, Jacques Johann Strauß Offenbach, Vater Edith und Sohn Piaf, Astor Piazzolla, Maurice Ravel, Dmitri Schostakowitsch, Johann Strauß Vater und Sohn Balletterlebnis für die ganze Familie! Vorverkauf ab Sa, zu 40.-, 37.-, 32.-, 25.- (8.-) Vorverkauf Roßbrunnstraße ab Sa, zu Telefon 40.-, Theaterkasse: 37.-, 32.-, 25.- (09721) (8.-) Roßbrunnstraße Schweinfurt 2 Telefon Bürgerservice, Theaterkasse: Markt (09721) 1: (09721) Schweinfurt Bürgerservice, Telefax: (09721) Markt : (09721) 51 0 Telefax: (09721) Ballett in zwei Ballett Akten von Jorden in zwei Morris Akten von Jorden Morris Vorverkauf ab Sa, zu 40.-, 37.-, 32.-, 25.- (8.-) Roßbrunnstraße 2 Telefon Theaterkasse: (09721) Schweinfurt Bürgerservice, Markt 1: (09721) 51 0 Telefax: (09721) Fr, 16. Oktober 2015 Fr, 16. Oktober 2015 Sa, 17. Oktober 2015 Sa, 17. Oktober 2015 So, 18. Oktober 2015 So, 18. Oktober 2015 Mo, 19. Oktober 2015 Mo, 19. Oktober :30 Uhr Gemischtes Abo Ring A Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring A Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring E Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring E Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring D Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring D Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring C Freier Verkauf 19:30 Uhr Gemischtes Abo Ring C Freier Verkauf

16 S. 16 Art. 5 III August / September 2015 Geschichten 1000 Jahre St. Michael Gerettet dank landesväterlichen Wohlwollens Kirche St. Michael, Bamberg, Foto Gemeinfrei Das Geläute der Michaelskirche gilt als überragendes Zeugnis süddeutscher Glockengießerkunst. Im Jahre 1805 veröffentlichte die damalige bayerische Regierung folgende Verfügung im Bamberger Intelligenzblatt : Seiner Churfürstlichen Durchlaucht ist der Wunsch vorgetragen worden, welchen ein Theil der hiesigen Bürgerschaft wegen Beibehaltung der Kirche zum heiligen Jakob und der Glocken auf dem Michelsberge geäußert hat. Höchstdieselben haben sich hierauf gnädigst geneigt erklärt, durch die Willfahrung dieses Gesuchs der Bürgerschaft von Bamberg einen Beweis ihres Landesväterlichen Wohlwollens zu geben... Bamberg den 2ten October Churfürstliche Landesdirection, Steph. Freyh. von Stengel. Die Bamberger haben also damals nicht nur für die Beibehaltung ihrer Kirchen gekämpft, sondern auch für den ihnen so vertrauten Klang der Glocken. Vieles vom Inventar profanierter Kirchen Orgeln, Altäre, Statuen, Paramente et cetera wurde bekanntlich während der Säkularisationsjahre entfernt, verschenkt, verkauft (besser: verschleudert) oder gar zerstört. Dass der Bamberger Glockenbestand weitgehend erhalten blieb und heute aufgrund seiner alle Epochen abdeckenden Herkunft in ganz Deutschland singulär dasteht, verdankt sich allerdings nicht nur dem beherzten Eingreifen der Bürgerschaft, sondern zudem seiner relativen Unzugänglichkeit: Glocken kann man nicht mal soeben ausbauen, der Aufwand ist einfach zu groß. Jedenfalls blieb uns wohl aus diesen beiden Gründen eine Geläute erhalten, das nach der Bewertung durch Fachleute zu den überragenden Zeugnissen süddeutscher Glockengießerkunst zählen darf. Fragt man die Bewohner des Michelsberges, wie viele Glocken ihnen denn täglich aus dem Südwestturm heimläuten (beziehungsweise -läuteten, denn zurzeit und wohl noch für Jahre sind sie ja verstummt), so erhält man regelmäßig die Antwort, circa fünf müssten es wohl sein. Das verwundert kaum, denn das obertonreiche Geläute klingt sehr voll, obwohl es nur drei Glocken umfasst. Das war nicht immer so. Bis 1610, dem Jahr des verheerenden Kirchenbrandes, besaß das Benediktinerkloster das nach dem Dom umfangreichste und sicher bedeutendste Geläute der Stadt mit insgesamt elf Glocken. Ein erhaltenes Schriftstück gibt in lateinischer Sprache Auskunft über deren Schicksal während des Brandes. Über- setzt heißt es dort: Elf Glocken unterschiedlicher Größe sind durch die Gewalt der Hitze und der Flammen zerschmolzen und die Türme hinabgestürzt. Glocken befanden sich also bis dato in beiden Türmen, was seither nicht mehr der Fall ist. Die drei neuen, 1613/14 gegossenen Glocken hängen im Südturm, also stadteinwärts. Sie wurden vermutlich aus dem eingesammelten Bronzematerial der abgegangenen Glocken aus dem Mittelalter gegossen und gelten als das Meisterwerk des früh verstorbenen Nürnberger Glockengießers Hans Pfeffer. einem Gewicht von über drei Tonnen die größte und schwerste und bezieht ihre lateinische Inschrift auf den Hl. Michael als Satansbezwinger. Übersetzt lautet sie: Gott stehe auf, und seine Feinde mögen zerstreut werden. Die Benediktenglocke wiegt zweieinhalb Tonnen und verzeichnet als Inschrift einen Satz aus Psalm 29 (übs.): Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern. Der Gott der Herrlichkeit lässt sich donnernd vernehmen. Die dem Hl. Otto dedizierte Glocke schließlich wiegt 1400 kg und ist mit der Inschrift versehen Staatsbibliothek Bamberg, Historischer Verein Bamberg, Gerald Raab, HV.Msc.57a Gewidmet und geweiht sind sie wie ihre Vorgänger aus dem 15. Jahrhundert dem Erzengel Michael, dem heiligen Benedikt und dem heiligen Otto. Die Patroziniumsglocke ist mit (übs.): Jesus der Nazarener, König der Juden, der als siegreich Bezeichnete, bewahre uns vor allem Bösen Im Jahre des Herrn Die Schlagtöne der drei Glocken weisen eine Eigenart der Zusammenstellung auf, die uns bei den alten Geläuten der Bamberger Kirchen (zum Beispiel Dom und Obere Pfarre) gleich mehrfach vorkommt: sie sind chromatisch angeordnet, in diesem Falle mit den Tönen es, e und f. Der Grund dafür liegt darin, dass Glocken früher nicht für das Zusammenläuten gedacht waren, sondern einzeln gemäß ihrer vorgesehenen Verwendung in der Läuteordnung ertönten. Doch selbst beim heute so selbstverständlichen Gesamtklang eines Geläutes stört diese Tonkombination kaum, denn die zahlreichen Obertöne solcher Instrumente sorgen dafür, dass sowieso praktisch alle Töne der Oktave zeitgleich erklingen. Die Glocken von St. Michael haben zum Glück auch die beiden Weltkriege überstanden, als viele Geläute für die Gewinnung des kriegswichtigen Zinns eingeschmolzen wurden. Ihr besonderer historischer Wert hat sie davor bewahrt. Als gravierend erwies sich hingegen die völlig überflüssige Entfernung der alten hölzernen Glockenstühle in den Jahren 1966/67 und deren Ersatz durch Stahlkonstruktionen. Seither wird nämlich die kinetische Energie, die durch das freie Schwingen von mehreren Tonnen Bronze entsteht, von der rigiden stählernen Verstrebung direkt an das Mauerwerk des Turmes weitergeleitet, statt von einer viel nachgiebigeren Holzkonstruktion gedämpft zu werden. Dass dies ebenfalls zu dem prekären statischen Zustand beigetragen hat, dessentwegen die Kirche nun für viele Jahre geschlossen bleibt, darf vermutet werden. Jedenfalls fällt es schwer, für unbestimmte Zeit auf den wunderbaren Klang dieses Glockenterzetts verzichten zu müssen. Martin Köhl Information: Staatssekretär Florian Pronold (zweiter von rechts) überreicht Förderung von 5,4 Millionen zur Sanierung von St. Michael, Foto Stadt Bamberg, Pressestelle Da hängen wir doch einfach noch ne Null dran! Wenn es doch nur so einfach wäre mit der Finanzierung der Sanierung von St. Michael. Das haben sich sicherlich einige der Anwesenden gedacht, die anläßlich der Scheckübergabe durch Staatssekretär Florian Pronold an das Bamberger Stadtoberhaupt Andreas Starke am 16. Juli den kleinen Sitzungssaal im Bamberger Rathaus bevölkerten. Immerhin 5,4 Millionen Euro hatten es auf das überlebensgroße Formular geschafft, und damit etwa zehn Prozent der geschätzten Kosten für die Generalsanierung der kompletten Klosteranalge. Als Durchbruch bei der Finanzierung der Sanierung von St. Michael bezeichnete Oberbürgermeister Starke die Zuteilung der Fördermittel des Bundesbauministeriums, Finanz- und Stiftungsreferent Bertram Felix hält die Rettung der Anlage gar bereits für gesichert. Wir warten ab und freuen uns über jeden Scheck der kommt, hat doch die Stiftungsverwaltung insgesamt mehr als 12,5 Millionen Euro für die verschiedenen Bauabschnitte beantragt. Und wenn auch Sie etwas zur Rettung der Klosteranlage St. Michael beitragen möchten, jede Spende ist gerne gesehen: Stiftung Weltkulturerbe Stadt Bamberg, Sparkasse Bamberg, Konto-Nr. 9779, BLZ , Stichwort Kirche St. Michael Ludwig Märthesheimer Rendez-vous der Länder im Kulturspeicher Neupräsentation der Sammlung Peter C. Ruppert 18. Kulturherbst in Untereisenheim Bienen multimedial und Weitflug-Wettbewerb David Bill, Raumkontrastverhältnis, Foto Kulturspeicher Würzburg Es gibt wohl europaweit kaum eine andere Kunstsammlung, die sich so konsequent, mit solch hohem Qualitätsanspruch und mit geradezu enzyklopädischer Absicht einem spezifischen Thema der neueren Kunst widmet wie die Sammlung Peter C. Ruppert, die seit 2002 unter dem Titel Konkrete Kunst in Europa als Dauerleihgabe im Kulturspeicher Würzburg untergebracht ist. Diese auch im internationalen Vergleich einzigartige Sammlung breitet, unbekümmert um den jeweiligen Zeitgeist, eine Kunst aus, die sich nach Vorläufern in Bauhaus und Konstruktivismus vor allem in den 1950er und 1960er Jahren in Europa vielfältig weiter gestaltete und bis heute von ihrer besonderen Attraktivität nichts eingebüßt hat. Wie es ihr Name programmatisch festlegt, konzentriert sich die Sammlung auf Konkrete Kunst aus der Zeit nach dem Zweiten Welt- krieg und verfolgt ihre Entwicklungen bis heute. Seit ihren Anfängen hat die Konkrete Kunst eine besondere Affinität zur Mathematik, ohne dabei jedoch die Wissenschaft zu illustrieren. Den Künstlern, die dieser Kunstrichtung zugeordnet werden können, geht es um die Schaffung einer autonomen bildnerischen Welt, die sich mit Gegensätzen wie Dynamik und Ruhe, Spannung und Gleichgewicht oder Zufall und Ordnung auseinandersetzt und damit Grundfragen des Lebens berührt. Die Konkrete Kunst basiert auf logischer Konstruktion und sieht vom Naturvorbild ab, erzielt jedoch durch ihre starken Kontraste, eine intensive Farbigkeit und einen oft suggestiven Einsatz von Licht überraschende visuelle Wirkungen. Bis heute birgt die Sammlung 416 Werke von 252 europäischen Künstlern. Davon wurden 28 in den letzten Jahren erworben. Das motivierte zu einer veränderten Präsentation der gesamten Kollektion, deren sechs Räume will heißen: der gesamte südliche Museumstrakt im Kulturspeicher neu gestaltet wurden, inklusive eines Platzwechsels fast aller Werke. Ging es bei der letzten Präsentation primär um Künstlergruppierungen beziehungsweise -vereinigungen, so lautet diesmal das Motto Rendez-vous der Länder. Insbesondere die Länder Osteuropas erfuhren durch die Sammlertätigkeit Peter C. Rupperts beträchtliche Zuwächse. Zweifelsohne wird dessen Kollektion durch diese Neupräsentation aktualisierend und den Blick schärfend aufgewertet. Ein lohnender Besuch! Öffnungszeiten des Kulturspeichers am Oskar-Laredo-Platz: Di 13-18, Do 11-19, Mi/Fr/Sa/So Uhr. Martin Köhl Kulturherbst Untereisenheim, Foto Alfred Schmitt Martial hat ihr ein Epigramm gewidmet, Pablo Neruda eine Ode, Martin Opitz ein Sonett, Wilhelm Busch, der sich mit dem Gedanken trug, nach Brasilien auszureisen, um dort die Imkerei zu pflegen, mehrere Betrachtungen, und der Kulturherbst im unterfränkischen Untereisenheim, der an den letzten beiden Septemberwochenenden zum achtzehnten Male stattfindet, wird ihr eine multimediale Ausstellung im Rathaus widmen: der Biene. Sie wird unter anderem die Bedeutung der Biene für das fragile Ökosystem in den Blick nehmen und dem Besucher vor Augen führen, was er selbst zu einem den Bienen förderlichen Umfeld beitragen kann. An der Mainschleife werden über hundert Aussteller erwartet. Freuen darf man sich beispielsweise auf Quittensherry ebenso wie auf eine Whisky- Verkostung. Suzan Baker, die soeben ihr zweites Album vorgelegt hat, wird gemeinsam mit Dennis Lüddicke zu einer genreübergreifenden Reise zwischen Rock, Reggae, Latin und Soul einladen, der ortsansässige Chor Good News zum Mitsingen. Die Kölner Kabarettistin Vera Deckers nimmt sich im Gewölbekeller der Kommunikation an, allerdings erst im Oktober. Der Erlös aus einem Luftballon-Weitflug-Wettbewerb wird einem Waisenhausprojekt auf Sri Lanka zugutekommen. Näheres nicht vor dem 1. August unter

17 Geschichten August / September 2015 Art 5 III S. 17 Das Unsichtbare sichtbar machen Die Sieger des Kunstwettbewerbs Im Schutz des Engels 1000 Jahre Kloster Michaelsberg Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung im Bamberger Rathaus, Foto 2mcon, Bamberg Fast könnte man meinen, die Verleihung eines mit dotierten Kunstpreises hätte etwas Alltägliches in Bamberg. In einem relativ schmucklosen Sitzungsraum des Bamberger Rathauses, von offizieller Seite Kapelle genannt, fand das gemeinsam von der Stadt Bamberg und dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) ausgeschriebene Kunstprojekt zum Michaelsbergjubiläum einen ersten Höhepunkt; die Verleihung der Preise an die siegreichen Künstler. Zielsetzung dieses geschlossenen Wettbewerbes (es konnten sich nur Künstler bewerben, die im BBK organisiert sind) war, so die Ausschreibung, dass die Bewerber ein Projekt ausarbeiten, welches die besondere historische, künstlerische und religiöse Bedeutung des ehemaligen Klosters und seiner Geschichte hervorhebt, sich damit beschäftigt und diese reflektiert und/ oder interpretiert. Bis Ende Juni wurden zehn Wettbewerbsbeiträge eingereicht, die am 1. Juli von einer Jury unter Vorsitz des Bamberger Kulturreferenten, Dr. Christian Lange, bewertet wurden. Als Sieger aus diesem Auswahlprozess gingen die Eggolsheimer Künstlerin Michaela Schwarzmann mit ihrer Installation Pflanzen möchten ans Licht Natur als Prozess und der Bamberger Künstler Johannes Schreiber mit seiner Bewerbung Ein Bamberger Totentanz hervor. Der Tod als Bischof von Johannes Schreiber, Foto Johannes Schreiber Und genau diesen Beiden verlieh Kulturreferent Dr. Lange im Beisein des stellvertretenden Vorsitzenden des BBK Oberfranken, Gerhard Schlötzer, einen Preisanteil von jeweils Euro. Nach Überzeugung der Jury greifen die Künstler in ihren Arbeiten bedeutende Kunstwerke des Michaelsberges auf, interpretieren sie neu und entwickeln so neue Perspektiven auf diese Werke. Das besondere an diesem Wettbewerb war, dass die Künstler sich nicht mit fertigen Kunstwerken, sondern mit Projektskizzen bewerben mussten. Die Kunstwerke selbst werden vom 4. September bis 4. Oktober direkt vor Ort entstehen. Zu diesem Zweck werden erstmals der Nord- und der Südpavillon im Terrassengarten des Michaelsbergs geöffnet und damit gleichzeitig den Schlafmohn von Michaela Schwarzmann, Foto M. Schwarzmann Besuchern durch die Kunst zugänglich gemacht. In den Pavillons arbeiten die beiden Künstler an ihren Werken und bieten den Gästen mit ihrer persönlichen Anwesenheit und der Werkstatt vor Ort die einmalige Gelegenheit, mit ihnen und ihren Werken zu interagieren. Michaela Schwarzmann, die Preisträgerin aus Eggolsheim, beabsichtigt mit ihrem Wettbewerbsbeitrag den auf unbestimmte Zeit nicht zugänglichen Himmelsgarten der Klosterkirche sozusagen ans Licht zu bringen. Auf zweilagige, transparente Blätter zeichnet und näht sie beidseitig verschiedene Formen von Pflanzen, ihren Stängeln, Knospen, Blüten und Blättern. Dabei liegt der Fokus nicht auf detailgetreuen Abbildungen, sondern vielmehr auf Linien, Formen und Kompositionen. Unterschiedliche Lichtverhältnisse verändern das Objekt beim Durchleuchten. Für ihre Arbeit nutzt Michaela Schwarzmann manuell betriebene Nähmaschinen (an denen sich die Besucher selbst ausprobieren dürfen), um dem ursprünglichen Klostercharakter möglichst nahe zu kommen. Dazu gehört auch ihr Selbstversuch, denn die Künstlerin geht für eine Woche (vom 8. bis zum 15. September) in ihrem Pavillon in Klausur und möchte sich, ganz in der Tradition der Mönche, durch die Hilfsbereitschaft der näheren und weiteren Nachbarschaft mit Lebensmitteln versorgen lassen. Wenn Sie also an dem Wohl von Frau Schwarzmann interessiert sind, dann bringen Sie doch bei Ihrem Besuch etwas zu essen mit. Johannes Schreiber, Bamberger Preisträger, hat bewusst das Thema Totentanz gewählt, da er eine tiefe Sympathie zur Heilig-Grab-Kapelle hegt. Er möchte sich nach eigenem Bekunden wegen der Sympathie für diesen stillen Ort vor Ort in einem der Pavillons nochmals mit dem Gedanken an das Vergängliche befassen, in der Atmosphäre einer Werkstatt, eines Ateliers, mit einem Material, das auch dafür bekannt ist, die Zeiten zu überdauern. Schreiber wird in dem Pavillon eine Mosaikwerkstatt einrichten, in der innerhalb der vier Wochen ein mehrteiliges Mosaik entsteht, dessen Inhalt die Eitelkeiten des Lebens sein werden. Hierzu wird er farbige Glasplatten zerkleinern, in Smalten (das klassische Mosaikmaterial) zerhacken, zu einem Bild zusammenfügen und anschließend mit Zement zu transportablen Platten vergießen. Vom Endergebnis existiert derzeit nur eine grobe Vorstellung, also darf man sich auf ein work in progress freuen. Insgesamt sollen zwischen zwölf und fünfzehn Mosaiktafeln entstehen und deren Entstehungsprozess für den Besucher direkt erfahrbar sein. Am 4. Oktober wird Schreibers Pavillon mit dem umlaufenden Band des Totentanzes gefüllt sein. Die Wände des Pavillons wird eine Dokumentation der Totentanzdarstellungen allgemein und im Besonderen den Totenspiegel in der Heilig-Grab-Kapelle aufgreifen und so eine Verbindung zwischen den entstehenden Arbeiten und ihrem Michaelsberger Hintergrund herstellen. Die Künstler werden vom 4. September bis zum 4. Oktober in den beiden Pavillons arbeiten. Wer sichergehen will, sie dort oben anzutreffen, der plant seinen Besuch am besten von Mittwoch bis Sonntag, in der Zeit zwischen 10 Uhr und 16 Uhr. Außerdem ist für den 27. September um 15 Uhr ein Künstlergespräch geplant. Ludwig Märthesheimer Offene Ateliertage und TRIO 4 Die Aktivitäten des Berufsverbandes Bildender Künstler Fr einfach Kultur Fr freilichlieb, Christine Wehe-Bamberger Foto Christine Wehe-Bamberger Nachdem der Kunstraum Kesselhaus am 18. Juli mit einem fröhlichen Fest und viel durchaus auch spontaner Kunst sowie solcher der musikalischen Art (darunter der vorletzte Tango aus der Folge 100 Tänze um das Kesselhaus von Christian Reinhard) wieder belebt werden konnte, steht dort ersten Ausstellungen nichts mehr im Wege. Mitte August wird der Berufsverbandes Bildender Künstler seine Gruppenausstellungsreihe TRIO mit der vierten Folge fortsetzen. Dazu werden Jaime Gajardo, Franz Ulrich Janetzko und Christine Wehe-Bamberger am linken Regnitzarm erwartet. Gajardos unter dem Stichwort Landschaft versammelten Ölgemälde hatte man bereits bis in diesen späten Juli hinein im Foyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters bewundern können. Auch die Kesselhauswände wird Gajardo mit großformatigen Landschaften es sind die seiner chilenischen Heimat, menschenleer und frei von jedweder Staffage auszufüllen wissen. Gajardo, der in Valparaiso Kunst studiert hat, ist unter anderem mit einem Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums bedacht worden und hat weiterführende Studien an der Münchner Akademie abgeschlossen. Zusammen mit seiner aus Bamberg stammenden Frau, einer artista, will er sich bald in der Domstadt niederlassen und die lokale Kunst- und Kulturlandschaft befruchten. Der studierte Sozialpädagoge Franz Ulrich Janetzko, vor bald sechseinhalb Dekaden in Erfurt geboren und lange schon in Fürth zuhause, ist abseits von Moden, Trends und akademischen Lehrsätzen (die sich zuweilen phonetisch gleichklingend auch ganz anders lesen lassen) seiner eigenen Wege gegangen. Er kommt mit Arbeiten aus Betonguss, ironisch und voller Humor, ins Kesselhaus. Christine Wehe-Bamberger hat in trio4, Janetzko Foto Franz Ulrich Janetzko Mainz Kunst und deren Geschichte studiert und lebt seit Jahrzehnten in Bad Königshofen. Sie zeigte in diesem Frühjahr in der Werkstattgalerie des Künstlerhauses Würzburg Zeichnungen unter dem Rubrum Weltenraum. Ihre Arbeiten reflektieren häufig gesellschaftliche Belange. So ist Wehe-Bambergers Installation Europas Frauen 2015 Freilich lieb allen Frauen dediziert, die sich für Kind oder Beruf oder aber für beides zu entscheiden haben. 206 schwarze Nylonstrumpfhosen, im Schritt mit Perlen bestickt, sind mit einer Fußspitze am Trichterrand und an den Betonpfeilern befestigt, mit der anderen an einem Kinderwagen. Die Position des Wagens wird von der Zugkraft der Strumpfhosen und von deren Befestigungspunkten im Raum bestimmt. Am 26. und am 27. September dann haben Kunstfreunde beim bekannten Format ARTUR aufs neue die Möglichkeit, offene Ateliers zu besuchen und sich mit den Kunstschaffenden auszutauschen. Na und. Wir leben noch KATJA EBSTEIN Konzert Do Graceland A Tribute to Simon & Garfunkel meets Klassik Mi Kein Aufwand Teil 2 ANDREAS MARTIN HOFMEIR Lesung und Musik Konzert Tschingderassabum SIX PACK A Cappella Konzert Fr Auf Anfang SEBASTIAN PUFPAFF Kabarett Do Sigi Zimmerschied Tendenz steigend Kabarett Infos unter: Tel.: / Vorverkauf: / 17 14

18 S. 18 Art. 5 III August / September 2015 Stimmen Viel Literatur und Lesungen in Bamberg, der Stadt des Buches Zwei Bachmann-Preisträger bei Bamberg liest Einen Mangel an öffentlichem Interesse an Literatur wird man Bamberg ebenso wenig nachsagen können, wie einen Mangel an Gelegenheiten, bei welchen man dieses Interesse befriedigen kann. Reich ist die Zahl an Lesungen, die, über das Jahr verteilt, beispielsweise innerhalb der 1977 initiierten Reihe Literatur in der Universität stattfinden (Uwe Johnson, Adolf Muschg, Felicitas Hoppe, Jenny Erpenbeck und andere waren zu Gast). Hinzu kommt die Poetikprofessur, die zuletzt der Schweizer Lukas Bärfuss innehatte, hinzu kommen Veranstaltungen in den Buchhandlungen, wobei sich vor allem Collibri und Hübscher hervortun, hinzu kommt das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia und hinzu kommt, seit 2011, ein eigenes, an der Regnitz verankertes Literaturfestival. Es heißt Bamberg liest und hat sich längst einen Namen als Plattform für innovative Literaturvermittlung und als Kulturbeschleuniger auch über die Region hinaus gemacht. Verantwortlich für dieses Festival zeichnet, gemeinsam mit einem mehrköpfigen, überwiegend weiblichen Organisationsteam, Martin Beyer. Beyer, Jahrgang 1976 und aus Frankfurt gebürtig, hat bei dem Bamberger Emeritus Wulf Segebrecht promoviert, ist aber auch und vor allem ein Mann der belletristischen Praxis, wofür seine Mörderballaden stehen oder sein ziemlich grandioser, bei Klett-Cotta 2009 herausgekommener Trakl-Roman Alle Wasser laufen ins Meer. In diesem Jahr nun firmiert Bamberg liest erstmals als offizielles Literaturfestival der Domstadt und wird von dieser, angebunden an das städtische Kulturamt, mit Euro gefördert. Das ist eine hohe Auszeichnung, eine Anerkennung für das bislang Geleistete. Dabei stand Beyer kurz davor, alles hinzuschmeißen. Denn, so sagt er im entspannten Gespräch, dergleichen auf die Beine zu stellen mache ja auch viel Arbeit. Und als junger Vater sein Sohn ist achtzehn Monate alt habe er im Sommer des vergangenen Jahres, Lange sieht, sofern es nicht zu zeitlichen Überschneidungen oder zu einer zu dichten Abfolge kommt, durchaus Platz für ein weiteres Literaturspektakel in Bamberg und verspricht sich von einem zweiten Festival statt harter Konkurrenz ponach dem letzten Festival, gespürt, dass ihm die Zeit und die Kraft fehlten. Mit der städtischen Förderung aber blickt man nun guten Mutes in die Zukunft und unternimmt in diesem Herbst zum fünfjährigen Bestehen eine Standortbestimmung. Beyer ist bemüht, immer wieder neue Kooperationspartner zu gewinnen. Länger schon arbeitet Bamberg liest mit der Villa Concordia zusammen, die auch jetzt wieder mit im Boot ist, insofern als Christoph Poschenrieder, einer der derzeitigen Stipendiaten, bei der literarischen Talentförderung mitwirkt. Du sollst dir ein Bild machen! wird das Tandembuch heißen, das von gestandenen (darunter, neben Poschenrieder, Tanja Kinkel, Nevfel Cumart und Thomas Kastura) und von Nachwuchsautoren gemeinsam gestaltet wird. Außerdem wird bei einer Lesung im Internationalen Künstlerhaus am 10. November, die mit Ich suche nicht ich finde überschrieben ist, dessen ehemalige Stipendiatin, die Isländerin Sigurbjörg Þrastardóttir, lesen und dessen Direktorin, die Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer, moderieren. Es soll, sagt Beyer, die Suchbewegung als Künstler thematisiert werden: Welche Orte suche ich auf, um (wieder) schreiben, komponieren, malen zu können? Gomringer ist nicht die einzige in Klagenfurt Ausgezeichnete, die an Bamberg liest teilnimmt. Zum Auftakt des Festivals geht man am 3. November ins E.T.A.-Hoffmann- Theater, das ja unter der neuen Intendantin Sibylle Broll-Pape auch gerade dabei ist, eine Standortbestimmung vorzunehmen. Eingeladen ist Tex Rubinowitz, der letztjährige Ingeborg-Bachmann- Preisträger, der aus seinem im Frühjahr bei Rowohlt erschienenen Roman Irma lesen wird. Neu als Kooperationspartner hinzugekommen sind neben dem Historischen Museum (Stichwort Tandembuch; siehe oben) auch das Naturkundemuseum und die Städtische Volkshochschule. Wie für eine Lesung im Historischen Vogelsaal gemacht scheint Cord Riechelmanns Krähen -Buch, das er dort am 26. November vorstellt. Auch wird es zu einem Gespräch mit Museumsleiter Matthias Mäuser kommen. In der Cafeteria der Volkshochschule wird, vom 7. November an, ein Lyrikraum eingerichtet werden. Präsentiert wird der neue Lyrikband der frisch gekürten Bachmann- Preisträgerin Nora Gomringer, Morbus, der bei Voland & Quist erschienen ist und von dem Bamberger Reimar Limmer illustriert wurde. Wie bei einem Leuchtkasten, der Röntgenbilder belichtet, können Besucher Limmers Illustrationen selbst auflegen: eine interaktive Sache also. Darüber hinaus werden an Hörstationen Gedichte erlebbar etwa von Bertold Brecht, von Rolf Dieter Brink- und von Ingeborg Bachmann, begleitet von knappen erhellenden Kommentaren. Auch soll musikalisch und in Form von Kunstwerken, geschaffen unter anderem von Adelbert Heil, auf die Gedichte reagiert werden. Bei den Lichthöfen (die Interessengemeinschaft Aktive Mitte ist ein weiterer neuer Kooperationspartner des Literaturfestivals) am 21. November werden im Lyrikraum Plot sowie The Quires spielen und, neben Nora Gomringer, auch Ricardo Domeneck aus Berlin lesen. Beyer ist es wichtig, einen völlig integrativen Ansatz zu verfolgen. Von allem Anfang an hätten er und seine Mitstreiter versucht, Literatur auf eine Weise zu vermitteln, die die ganze Stadt trage. Beispielsweise dadurch, dass Lesungen an ungewöhnlichen Orten stattfinden, etwa im Klinikum, wo am 12. November Kristof Magnusson seinen Arztroman (München: Kunstmann, 2014) vorstellen wird. Beyer geht es nicht um große intellektuelle Diskurse. Vieles, meint er, geschehe in der Literatur über das Gefühl, über Emotionen. Vielleicht zu intellektuell aber, sicher zu wenig populär, scheint Bamberg liest, das ist kein Geheimnis mehr, drei anderen Herren, die ein weiteres Literaturfestival schon im frühen kommenden Jahr etablieren wollen: Citymanager Klaus Stieringer, der Geschäftsführer des Bamberger Veranstaltungsservice, Wolfgang Heyder, und der Buchhändler und Verleger Michael Genniges. Das Triumvirat war derzeit nicht zu einem Gespräch zu bewegen, auch wenn man nach eigenem Bekunden schon sehr weit fortgeschritten sei. Wir Herausgeber Ludwig Märthesheimer und Chefredakteur tauschten uns zu dieser Thematik mit dem für Kultur zuständigen Bürgermeister Christian Lange aus. sitive Synergieeffekte. Es müsse eben zeitlich entzerrt und eine andere Zielgruppe angesprochen werden. Gemeinsames Ziel solle sein, die Stadt für das Buch zu begeistern und mehr Lesende zu gewinnen. Zugleich macht Lange aber unmissverständlich klar: Ich finde das, was Martin Beyer mit seinen Möglichkeiten macht, herausragend. Deshalb habe er Bamberg liest stabilisieren wollen und hat sich ganz bewusst dafür stark gemacht weil Beyer uns wichtig ist dass das Festival jetzt in die institutionelle Förderung aufgenommen worden ist. Lange selbst steht der Literatur durchaus nahe. Er ist mit einer Germanistin, die über Heinrich Böll gearbeitet hat, verheiratet, hat promoviert und auch eine Habilitationsschrift vorgelegt. Und auf den Regalen in Langes Büro findet sich unter anderem Wilhelm Buschs Max und Moritz, auf Altgriechisch, in der Übersetzung von Otto Schmied. Apropos Lange und die Literatur: Der Zweite Bürgermeister möchte Bamberg als Stadt des Buches etablieren. So wird sich im Herbstsemester die Volkshochschule diesem Thema annehmen. Lange sieht Bamberg auf vielfältige Weise mit dem Buch verbunden, auch wenn es nicht stimmt, dass Johannes Gutenberg anno 1457 in Bamberg entweder in der Austraße oder in St. Getreu gedruckt hat (Anm. der Redaktion). Lange kann allerdings auf die Benediktinermönche auf dem Michaelsberg und deren Skriptorium verweisen. Dann seien da noch die Bestände der Staatsbibliothek mit ihrer prächtigen Handschriften-Sammlung. Und mit Bamberg verbunden sei auch der Karl-May-Verlag, von dem Lange sich wünscht, dass er wieder vor Ort drucken möge. An weiteren Verlagshäusern nennt der Kulturbürgermeister den Buchner-Verlag, den Erich-Weiß-Verlag sowie den noch jungen Kinder- und Jugendbuchverlag Magellan. Mit Blick auf die Otto-Friedrich- Universität führt Lange die starke Germanistik an, unter anderem mit dem Lehrstuhl des Segebrecht-Nachfolgers Friedhelm Marx, die Poetikprofessur und die Bibliotheken. Er freut sich zudem darüber, dass man die Zweigstellen der Stadtbücherei, die er noch benutzerfreundlicher machen möchte, in den Stadtteilen habe erhalten können. Und er weiß, dass in Bamberg eines der größten Antiquariate Deutschlands beheimatet ist. Außerdem lebten viele Autoren in der Domstadt, weshalb Lange daran denkt, einen eigenen Literaturpreis einzurichten. Dass Nora Gomringer gerade eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen überhaupt erhalten hat, weiß er zu schätzen. Gomringer ist Mitglied des PEN-Zentrums. Vom 21. April bis zum 24. April 2016 werden die Poets, Essayists and Novelists im Spiegelsaal der Harmonie tagen. In seinem Bemühen, Bamberg als Stadt des Buches herauszustellen, betont Lange nicht zuletzt, wie wichtig es ihm sei, dass die (Buchkunst-)Sammlung von Richard H. Mayer erworben werden müsse. Wie geht es weiter? Information: Nun sind es ja bis November noch ein paar Tage hin und die Entwicklungen bleiben generell nicht stehen. Deswegen wird ART. 5 III regelmäßig online und auch in der nächsten Ausgabe über Bamberg liest, Bamberg Stadt des Buches und N. N. (leider ist uns der Titel der für nächstes Jahr angekündigten Veranstaltungsreihe (noch) nicht bekannt, berichten. Wir werden Autoren und Werke vorstellen, die Initiative der Volkshochschule Bamberg entsprechend würdigen und weiterhin versuchen, mit den Veranstaltern der zweiten Literaturlesereihe ein Interview zu führen. Denn schließlich ist nichts so aufschlußreich wie Information aus erster Hand. In diesem Sinne freuen wir uns auf auf spannende Geschichten und erhellende Informationen. Ludwig Märthesheimer

19 Stimmen August / September 2015 Art 5 III S. 19 Das 35. Erlanger Poetenfest Nora-Eugenie Gomringer liest Poetenfest Erlangen, Foto Erich Malter Dass der Klagenfurt-Gewinner, dass die Ingeborg- Bachmann-Preisträgerin Jahr um Jahr beim Erlanger Poetenfest zu Gast ist, ist kein Geheimnis. Viel mehr aber ist noch nicht bekannt, heißt es aus der beispielsweise mit Friedrich Rückert und mit Hans Magnus Enzensberger, der dort mit einer Arbeit über Clemens Brentano promoviert wurde, verbundenen mittelfränkischen Universitätsstadt. Das Programm werde voraussichtlich am letzten Julitag veröffentlicht, und vorher könnten leider keine detaillierten Informationen preisgegeben werden. Fest also steht, dass Nora Gomringer lesen wird. Sie war auch im vergangenen Jahr bereits mit dabei. Ansonsten bleibt uns, die poetische Lizenz zu ergreifen, uns die dichterische Freiheit zunutze zu machen, und zu spekulieren, wer denn wohl alles vom 27. August bis zum 30. August zum Poetenfest kommen mag. Sicherlich Maike Albath, denn die Literaturkritikerin (Schwerpunkt: Italien) ist seit über einer Dekade Moderatorin und Beraterin des Erlanger Literaturspektakels. Seit bereits zwei Jahrzehnten moderiert Michael Braun das Poetenfest und ist zudem als dessen Berater tätig. Vielleicht bringt Braun ja den Heidelberger Lyriker, Übersetzer und Verleger Hans Thill mit, den Leiter des Künstlerhauses Edenkoben, mit dem zusammen Braun die sehr feine Anthologie Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des neuen Jahrtausends (Heidelberg: Wunderhorn, 2010) herausgebracht hat. Zu den wichtigen Lyrikerinnen dieses Millenniums zählt Nora Bossong, deren um den Kommunisten Antonio Gramsci kreisender Roman 36,9 Ende August bei Hanser erscheinen wird. Ohne Bossong hätte im Übrigen Gomringers Klagenfurter Siegertext Recherche nicht geschrieben werden können. Also nehmen wir auch Bossong in unsere imaginäre poetische Erlanger Arche Noah des Jahres 2015 auf. Ins Boot wünschen wir uns zudem Gunhild Kübler, die doch bitte im Rahmen der Erlanger Übersetzerwerkstatt gemeinsam mit der Bamberger Amerikanistin Christine Gerhardt über Sämtliche Gedichte von Emily Dickinson diskutieren möge, die Kübler übertragen hat. Zur Zwölften Erlanger Übersetzerwerkstadt bitten wir auch Elisabeth Edl und Wolfgang Matz, die Yves Bonnefoy ( Die lange Ankerkette, Edition Akzente, Poetenfest Erlangen, Foto Erich Malter 2014) übersetzt haben. Zu dem Erlanger Fest gehört immer auch ein Filmprogramm. Vielleicht wird man ja Tom Tykwers Lola rennt (1998) zeigen, denn geschnitten hat den Thriller Yves Bonnefoys Tochter Mathilde. Und zeigen möge man bitte auch, als Hommage an Robin Williams, Dead Poets Society. Zu Walt Whitman, der in dem Streifen zitiert wird, könnte sich wiederum Christine Gerhardt äußern, die 2014 eine blendende Studie zu Whitman und Dickinson vorgelegt hat. Whitmans Grasblätter hat erstmals komplett Jürgen Brôcan ins Deutsche gebracht, der somit ebenfalls eingeladen werden sollte. Zumal er mit einem der wenigen gelungenen Gedichte im Jahrbuch der Lyrik 2015 vertreten ist, das Nora Gomringer gemeinsam mit der Jahrbuch-Konstante Chris- toph Buchwald verantwortet hat. Mitherausgeber des ersten Jahrgangs war 1979 Harald Hartung. Auch diesen großartigen Lyriker und Lyrikkritiker können wir uns sehr gut in Erlangen denken. Auf unserer filmischen Desiderata-Liste ist weiters die im Juli in Deutschlands Kinos gekommene Verfilmung von Thomas Hardys Roman Far from the Madding Crowd durch den Dänen Thomas Vinterberg zu finden, der sich John Schlesingers Version von 1967, mit Juli Christie, gegenüberstellen ließe. Beifall fände gewiss auch Frank Wierkes dokumentarisches Portrait über Michael Hamburger, Ein englischer Dichter aus Deutschland. Zur Podiumsdiskussion einladen könnte man dann den Leipziger Literaturwissenschaftler, Autoren, Maler und Pfeifenraucher Elmar Schenkel, der mit Hamburger befreundet war, ihn übersetzt und über ihn publiziert hat. Hamburger selbst hat Celan übertragen, Peter Huchel und Günter Eich, Rilke und Hölderlin. Letzteren veröffentlicht immer wieder und auf allerschönsten Bütten in bibliophilen Kleinauflagen Hermann Rapp in seiner Offizin Die Goldene Kanne, die im Taunus beheimatet ist. Im vergangenen Jahr beteiligte sich Rapp an der Buchkunst-Ausstellung Druck & Buch, die seit jetzt acht Jahren zum Poetenfest gehört. Mag ja sein, dass er in diesem August wieder nach Franken findet. Mit dabei war auch Beat Brechbühls Frauenfelder Atelier Bodoni, das sich der Fertigung und Gestaltung von wundersamen Büchern und Einblattdrucken in Bleihandsatz verschrieben hat. Erlangen nimmt selbstverständlich die seit dem letzten Fest herausgekommenen, wichtigen Neuerscheinungen in den Blick. Wir wünschen uns den Dresdner Volker Sielaff mit dem Glossar des Prinzen (luxbooks, 2015) und tippen zudem auf Heinrich Detering, der bei Wallstein im März seine Wundertiere vorgelegt hat, auf Christoph Meckel, dessen Gesammelte Gedichte, herausgegeben von Wolfgang Matz (siehe oben), gleichfalls im März erschienen sind, und auf Paulus Böhmer, dessen Langgedicht Zum Wasser will alles Wasser will weg an Whitman (abermals: siehe oben) erinnert und das siehe oben Michael Braun in der Neuen Zürcher Zeitung hymnisch feierte. Erschienen ist es in Peter Engstlers Einmann- Verlag in Ostheim vor der Rhön. Und das Poetenfest nimmt sich auch der Literatur für junge Leser an. Wir schlagen vor, dem noch arg jungen, aber schon längst erfolgreichen Bamberger Magellan-Verlag eine Bühne zu schenken, irgendwo zwischen Schlossgarten, Markgrafentheater und Orangerie. Näheres, wie eingangs gesagt, nicht vor Ende Juli unter poetenfest-erlangen.de/. Risiko Sommernovelle bei WortWärts Neudecker, Kopetzky und mehr in Nürnberg LIVE-ÜBERTRAGUNGEN AUS NEW YORK Steffen Kopetzky, Foto Marijan Murat Im Gegensatz zum Roman, inzwischen auch (wieder) im Gegensatz zur Lyrik, macht sich die Novelle, machen sich Erzählungen bis auf wenige Ausnahmen (etwa Birgit Vanderbeke, Josef Winkler, Julya Rabinowich, Hermann Burger) in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur eher rar. Auch Christiane Neudecker, 1974 in Erlangen geboren, versteht sich auf die kleine große Form. Das hat sie vor einer Dekade mit In der Stille ein Klang, dann, 2010, mit dem Unheimliche Geschichten versprechenden Buch Das siamesische Klavier gezeigt, und jetzt wieder mit der Sommernovelle. Aus diesem kurz vor der Wende auf der Vogelstation einer Nordseeinsel verorteten, um die Schülerinnen Lotte und Panda sie wollen, wie das in diesem Alter so ist, nichts weniger als die Welt Iris Hanika, Foto Ele Krekeler verändern kreisenden Luchterhand- Band wird Neudecker am 9. August beim Literaturfest WortWärts auf der Lesebühne des Nürnberger Kulturzentrums KUNO (Kultur Nord) in der Wurzelbauerstraße 29 lesen. Steffen Kopetzky, nach Stationen in München, Paris und Berlin wieder in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm angekommen, wird seinen umjubelten Abenteuerroman Risiko vorstellen, der von einer legendären Afghanistan-Expedition handelt. Wie der Müll geordnet wird (Graz: Droschl, 2015) weiß, glaubt man dem Buchtitel, Iris Hanika, 1962 in Würzburg geboren, aber schon seit dreieinhalb Jahrzehnten dort zuhause, wo ihr Roman um die Liebe und das Leben spielt: in Berlin. Michael Zeller hat lange gebraucht, um sich einem heiklen Thema, dem Suizid eines Bruders (auch Lukas Bärfuss Roman Koala von 2014 spricht von diesem Nochimmertabu), anzunähern. Bei WortWärts Christiane Neudecker, Foto Jens Oellermann wird er aus der autobiographischen Erzählung BruderTod. Ein Kinderleben (Bochum: Brockmeyer, 2014) lesen. Auf ihren Auftritt freuen sich zudem die diesjährigen Trägerinnen des Literaturpreises der Nürnberger Kulturläden: Lara Sielmann, Sonja Medicus und Hanna Quitterer (alle drei aus der Noris-Stadt) sowie die Erlangerin Karolin Berg, die die Jury, der unter anderen der Lyriker Christian Schloyer angehörte, mit skurrilen Fragmenten für sich einzunehmen wusste. Begleitet wird WortWärts von einer Ausstellung im Galeriehaus Nord, die unter dem Heraklit entlehnten Titel the same river twice Zeichnungen und Fotos von Cherith Lundin versammelt, eröffnet mit einem von Dirk Kruse moderierten Podiumsgespräch am 8. August, das sich dem Jugendbuch annehmen soll. The Metropolitan Opera Live Die neue Saison 2015/2016 Genießen Sie exklusive Live-Übertragungen im Kino und sichern Sie sich die Abo-Karte für alle Veranstaltungen. Der Vorverkauf läuft! Mehr Infos und Karten unter cinestar.de Abo-Karten nur an der Kinokasse! Ludwigstr Bamberg VERDI IL TROVATORE VERDI OTELLO WAGNER TANNHÄUSER BERG LULU BIZET LES PÊCHEURS DE PERLES PUCCINI TURANDOT 5.3. PUCCINI MANON LESCAUT 2.4. PUCCINI MADAMA BUTTERFLY DONIZETTI ROBERTO DEVEREUX STRAUSS ELEKTRA

20 S. 20 Art. 5 III August / September 2015 Portrait Nicht zweimal auf derselben Strasse reisen Ein Portrait des Bamberger Rezitators, Schauspielers und Verlegers Andreas Ulich Andreas Ulrich, Foto Bamberger Wortkunstverlag Auch wenn auf seiner Website als eine Art Lebensmotto, wie man vermuten darf, der Satz des Designers Alessandro Mendini zitiert wird: Reise nicht zweimal auf derselben Straße! eine Konstante im Leben von Andreas Ulich dürfte E.T.A. Hoffmann sein. Ulich ist, 1967, dort geboren, wo, 1822, der Schriftsteller, Komponist, Musikdirektor, Bühnenbildner, Zeichner und Musikkritiker gestorben ist: in Berlin. Hoffmann traf 1808 in Bamberg ein, Ulich war in den frühen Neunziger Jahren an die Regnitz gekommen, um über zwölf Jahre hinweg als festes Ensemblemitglied am E.T.A.- Hoffmann-Theater zu wirken. Ulichs Interesse am Theater, am Schauspiel, wurde geweckt, als der Dreizehnjährige am Schillertheater seiner Heimatstadt eine Aufführung von William Shakespeares Sommernachtstraum besuchte. Der im vergangenen Sommer verstorbene Horst Bollmann spielte den Handwerker Zettel (beziehungsweise den Pyramus). Dieses Erweckungserlebnis habe Ulich nie mehr wieder losgelassen. Noch nach Jahren, ja nach Jahrzehnten, habe er Bollmann und dessen Kollegen ganz deutlich vor Augen. Sie hätten sein Verständnis von Schauspiel grundlegend geprägt. Nach dem Abitur machte Ulich in Berlin eine private Schauspielausbildung, die er 1992 mit der Bühnenreife abschloss. Es folgten Stationen an Theatern seiner Geburtsstadt, in Halberstadt, Quedlinburg und dann eben in Bamberg. Zu seinen wichtigsten Rollen zählt der sympathischbescheidene Ulich den Lysander aus dem Sommernachtstraum, den Leonce in Büchners Komödie Leonce und Lena, sodann Paul Werner, also den gewesenen Wachtmeister des Majors in Lessings Lustspiel Minna von Barnhelm und, selbstredend, die Rolle des E.T.A. Hoffmann in Sie sind auch kein Bamberger, wie ich höre (in der Regie von Rainer Lewandowski). nen literarischen Salon. Ulich gab oft Lesungen, und oft waren es Texte von Hoffmann, aus welchen er las gründete er den Wortkunst Verlag, in welchem er eine eigene Hörbuch- Reihe herausbringt. Bislang erschienen sind Don Juan, Kreisleriana und Meister Johannes Wacht, mithin Titel von E.T.A. Hoffmann. Unter Wortkunst versteht Ulich, wenn er dem Zauber der Worte, der Magie der Buchstaben verfalle. Plötzlich werden die Worte lebendig, schütteln ihre Druckerschwärze ab und machen sich selbständig. Ich schreibe ein Wort und gebe ihm eine Bedeutung; ich spreche es aus und leihe ihm eine Stimme meine Stimme; ich denke es und schenke ihm somit eine Seele. Der Gedanke beflügelt das Wort und das Wort beflügelt die Gedanken. Es gibt in der Wortkunst viel zu entdecken. Den Wortkünstler Andreas Ulich kann man immer wieder erleben beispielsweise auch in der Reihe Kultur der Stille, die sein Schauspielerkollege Martin Neubauer vom Brentano-Theater in der Karmelitenkirche etabliert hat. Mal liest Ulich, mal Neubauer. Zu den Texten, zu den Gedichten und Erzählungen, durch die sich als roter Faden ein wechselndes Thema zieht, improvisiert der ehemalige Bamberger Symphoniker Karlheinz Busch auf seinem Violoncello. Für Ulich gehört die Kultur der Stille zu den schönsten kulturellen Erfindungen in Bamberg. Eine weitere symphonische Zusammenarbeit verbindet Ulich mit Eduard Resatsch, dem Cellisten der Bayerischen Staatsphilharmonie, sowie mit dessen Frau Nadine Resatsch, die an Oboe und Englischhorn im Konzerthausorchester Berlin angestellt ist. Inzwischen ist Ulich auch unter die Autoren gegangen und hat eine für Kinder vom Vorschulalter an geeignete Geschichte geschrieben. Ratze- Fatze-Rüdiger heißt sie und handelt von der kleinen Ratte Rüdiger, die ihre gemütliche Wohnhöhle im Konzertsaal verlassen soll. Sie kann nämlich auf ihrer Oboe nicht so laut spielen wie der Mann mit dem Violoncello. Doch Rüdigers Freund, der Hamster Caruso (ein berühmter italienischer Tenor und Karikaturist gleichen Namens lässt grüßen) hat einen ganz anderen Plan. Eine bunte Geschichte mit viel Musik (von Eduard Resatsch), mit der das Trio in diesem Sommer unter anderem in Gundelsheim und in der Städtischen Musikschule Bamberg zu erleben war. Bei den Bamberger Symphonikern Bayerische Staatsphilharmonie hatte Ulich außerdem vor einigen Jahren die Rolle des Erzählers übernommen, als diese Sergei Prokofjews Peter und der Wolf machten. Nach dem Teegießerei - Intermezzo hat Ulich sich selbstständig gemacht und arbeitet als freier Schauspieler und Rezitator, als Texter, Gestalter und Wortkunst-Verleger. Man kann ihn als Vorleser, als Sprecher buchen, für festliche Gesellschaften etwa, aber auch für Zuhause in ganz privatem Rahmen. Neben E.T.A. Hoffmann zählt Ulich den Engländer Lewis Carroll ( Alice im Wunderland ) zu seinem Repertoire, den Schwaben Wilhelm Hauff ( Mitteilungen aus den Memoiren des Satan ), den Franzosen Cyrano de Bergerac mit seiner Reise zum Mond, diverse weihnachtliche Lesungen und eine mit dem Titel Warum ich mich in eine Nachtigall verwandelt habe : Texte verschiedener Autoren, die sich mit dem wissenschaftlich Luscinia megarhynchos geheißenen Singvogel beschäftigen. Die Auswahl ist wahrlich groß man denke nur an Shakespeare, an John Keats, an Hans Christian Andersen, an Theodor Storm oder, tandaradei, an Walther von der Vogelweides Lied Under der linden, welches schließt: schône sanc diu nahtegal. Dass Ulich bei all seiner Affinität Auf dass er nicht immer, oder zu lange, auf derselben Straße reise, wechselte Ulich gemeinsam mit seiner Frau vor einem Jahrzehnt das Metier und eröffnete am Pfahlplätzchen die Teegießerei. Gleichwohl führte das Ehepaar diese fünf Jahre lang als eizu E.T.A. Hoffmann immer wieder auch in dessen zweitem Bamberger Wohnhaus (und heutigem Museum) liest, versteht sich. Am Samstag, den 26. September, wird er von 20 Uhr an anderntags bereits um 17 Uhr aus der zweiten Abteilung der Lebensansichten des Katers Murr vortragen: Lebenserfahrungen des Jünglings Auch ich war in Arkadien. Der wohl berühmteste Kater der Weltliteratur kommt in die Pubertät. Er singt chromatische Liebesduette auf dem Dach, macht eine unfreiwillige Kutschfahrt und wird bedroht von dem rachedürstenden Wurstprinzip in Gestalt eines blonden Mädchens. Am zweiten Oktoberwochenende, freitags und samstags jeweils von 20 Uhr an, treten zu Hoffmanns Erzählung Der Sandmann von 1816 noch Texte aus der Feder von Kleist ( Über das Marionettentheater, 1810) und von Bonaventura. Am seidenen Faden von Menschen und Marionetten sind die beiden Abende überschrieben. Sie handeln, wie Ulich sagt, von der Aufhängung des Lebens und von der Aufhebung der Gravitation. Er werde Philosophisches, Revolutionäres und Satirisches über Marionetten und Holzköpfe vortragen. Auch wenn es noch einige Monate hin sind, soll hier doch bereits auf die November- und Dezember- Lesungen im Hoffmann- Haus hingewiesen werden. Am 21. November und tags drauf geht es weiter mit den Lebensansichten des Katers Murr. Nun ist das Kapitel über die Lehrmonate angesagt. Murr mausert sich vom trägen Philister-Kater zum Katz-Burschen. Er wird beim Katz-Punsch Mitglied einer schlagenden Katerverbindung und haut einigermaßen über die Schnur. Ein Duell ist somit unausweichlich. Am ersten Dezemberwochenende schließlich wird der große Märchenerzähler E.T.A. Hoffmann gewürdigt. Der Eintritt zu den Veranstal- Cover Zwei Raben, Foto Der Kleine Buchverlag tungen im E.T.A. Hoffmann-Haus (Schillerplatz 26) ist im Übrigen frei. Über die Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Schulservice Bamberg setzt der gebürtige Berliner, der sich in Bamberg sehr wohl fühlt (ob nun im Rosengarten, im Jazzkeller oder bei einem Konzert der Bamberger Symphoniker), auch Impulse für ästhetische Bildung. Diese Arbeit bereitet Ulich große Freude. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, den Schülern einen Zugang zur Literatur zu verschaffen. Dies gelingt ihm durch seine lebendige Rezitationskunst und im Gespräch über das Vorgetragene, wobei auch Informationen zum Leben der Autoren nicht fehlen. In Bamberg bietet sich naturgemäß Hoffmann an, der ja in der Domstadt zum Schreiben fand. Da es Shakespeare war, der Ulich in Gestalt von Horst Bollmann sein Theatererweckungserlebnis geschenkt hat, soll noch erwähnt werden, dass das Vielfachtalent Ulich neben Lysander auch den Junker Christoph von Bleichenwang gegeben hat. Was ihr wollt beginnt bekanntlich mit Herzog Orsinos Worten If music be the food of love. Hier treffen sich zwei Künste, die Andreas Ulich, der Schauspiel liebt und lebt, am Herzen liegen, die Musik und die Literatur. Ende September erscheint im Kleinen Buch Verlag Karlsruhe Ulichs erster Roman. Er erzählt von dem bunten Leben der Deutsch-Türkin Müge und spielt in Berlin. Weitere Informationen sind zu finden unter dem Link SOMMERWEINFEST RIPPSTEIN AUGUST 2015 SANDGASSE 26, SAND AM MAIN FREITAG & SAMSTAG AB 16 UHR, SONNTAG AB 14 UHR LIVE MUSIK: FR: SUZAN BAKER & DENNIS LÜDDICKE (JAZZ, ROCK, LATIN) SA: BAND AT WORK (SOUL, FUNK, ROCK) SO: SO IZZY (UNPLUGGED ROCK, POP) HAUSGEMACHTE SPEZIALITÄTEN: FLAMMKUCHEN, MARINIERTER SCHINKEN, GUTES VOM GRILL, SANDER KÄSEKUCHEN, BELEGTE LAUGENSTANGEN, U. V. M. WEINGUT-RIPPSTEIN.DE

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