Geschäftsbericht. Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung Aktiengesellschaft

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1 2013 Geschäftsbericht

2 Fünf-Jahres-Überblick Gebuchte Brutto-Beiträge Tsd. EUR Veränderung % 5,9 3,2 17,4 21,8 4,1 Verdiente Netto-Beiträge Tsd. EUR Veränderung % 5,6 2,7 16,9 19,9 4,8 Aufwendungen für Versicherungsleistungen 1) Tsd. EUR Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Tsd. EUR Kapitalanlageergebnis Tsd. EUR Rohüberschuss Tsd. EUR Jahresüberschuss Tsd. EUR Kapitalanlagen Tsd. EUR Versicherungstechnische Rückstellungen Tsd. EUR Eigenkapital 2) Tsd. EUR Versicherungsverträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Anzahl ) Schwankungen aufgrund von kursabhängigen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen für Fondsversicherungen 2) Werte für die Jahre 2009 und 2010 angepasst aufgrund von Änderung des Formblatts 1 RechVersV

3 Inhalt 2 Verwaltungsorgane der Gesellschaft 4 Lagebericht 22 Anlage zum Lagebericht Bewegung und Struktur des Bestandes an Lebensversicherungen im Geschäftsjahr Betriebene Versicherungszweige und -arten 27 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 29 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr Bilanz zum 31. Dezember Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember Anhang Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 42 Angaben zur Bilanz 56 Angaben zur Gewinnund Verlustrechnung 58 Allgemeine Angaben 61 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 62 Bericht des Aufsichtsrats 64 Überschussanteilsätze

4 Verwaltungsorgane der Gesellschaft Aufsichtsrat Hanno Mijer Vorsitzender Global Head of Corporate Life & Pensions Zurich Insurance Group Ltd. Zürich Dr. Axel Lehmann Stellvertretender Vorsitzender Chief Risk Officer Regional Chairman Europe Zurich Insurance Group Ltd. Zürich Urban Angehrn Head of Alternative Investments Zurich Alternative Asset Management, LLC New York Vereinigte Staaten von Amerika bis Ruth Becker* Mitglied des Betriebsrates der Direktion Bonn Manfred Haberer* Mitglied des Betriebsrates der Direktion Bonn bis Matthias Lüttich* Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Zurich Gruppe Deutschland Karl-Heinz Marx* Mitglied des Betriebsrates der Direktion Bonn ab Hans Dieter Ritterbex Versicherungsdirektor i. R. Bonn Dr. Thomas Sepp Ehemaliger Chief Claims Officer General Insurance Zurich Insurance Group Ltd. Zürich bis Adrian Zweig Head of Risk Analytics Zurich Insurance Group Ltd Zürich ab * von den Mitarbeitern des Unternehmens gewählt 2

5 Vorstand Marcus Nagel Vorsitzender und Vorstandsbereich Personal Dr. Marco S. Arteaga Vorstandsbereich Betriebliche Altersversorgung bis Dr. Christoph Borgmann Vorstandsbereich Finanz-Servicefunktionen bis Dr. Ulrich Mitzlaff Vorstandsbereich Operations Life (inkl. Produktmanagement, Versicherungstechnik, Underwriting) ab Dr. Rolf G. Niemann Vorstandsbereich Personal ab bis Carlos Schmitt Vorstandsbereich Finanzen (inkl. Investments und Finanz-Servicefunktionen) Axel Schmitz Vorstandsbereich Operations Business Change and IT / Global Business Services bis Alexander Schneider Vorstandsbereich Banken/Strategische Partner Hermann Schrögenauer Vorstandsbereich Vertrieb, Unabhängige Vermittler und Vorstandsbereich Vertrieb Exklusivpartner ab Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler Vorstandsbereich Vertrieb Maklerorganisation Leben bis

6 Lagebericht Geschäftstätigkeit Die Lebensversicherung AG gehört zur Zurich Gruppe Deutschland und damit zur internationalen Zurich Insurance Group, Zürich, einem der weltweit bedeutendsten Finanzdienstleister. Die Lebensversicherung AG versteht sich als moderner und innovativer Lebensversicherer, der insbesondere im Bereich der privaten und betrieblichen Altersversorgung erfolgreich ist. Unsere innovativen und bedarfsgerechten Produkte, Kompetenz in der Beratung, professionelles Handling im Kundenservice sowie in der Leistungsregulierung und unsere vertriebliche Multi-Channel-Strategie bilden für uns die Grundlage, mit der wir als Qualitätsversicherer in Deutschland erfolgreich tätig sind. Die Produkte Wir wollen zusammen mit dem Kunden individuelle, bedarfsgerechte Altersvorsorge- und Absicherungslösungen erarbeiten. Hierfür bieten wir passgenaue Produktlösungen in der privaten und betrieblichen Altersversorgung sowie in der Risikoabsicherung an. Wir sind mit unseren Produktlösungen in allen drei Schichten gemäß Alterseinkünftegesetz vertreten. Dabei liegt unser Schwerpunkt in allen drei Schichten der Altersvorsorge im Bereich der fondsgebundenen Versicherungen. Innerhalb der fondsgebundenen Versicherungen liegt unser Schwerpunkt auf unserer Premium -Produktfamilie, deren innovativen und besonders leistungsfähigen Garantiemechanismus wir in Kooperation mit unserem Partner DeAWM (vormals DWS) anbieten. Wir bieten die Premium-Produktlinie in der Basisrente, in der Direktversicherung, in der Riester-Rente sowie in der Fondsgebundenen Rentenversicherung (3. Schicht) an. Im Jahr 2013 haben wir als Erweiterung dieser Produktlinie ein speziell auf die wachsende Zielgruppe Best Ager zugeschnittenes Produkt vorgestellt. Im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge bieten wir alle fünf Durchführungswege an (der Durchführungsweg Pensionskasse in Kooperation mit der Pro BAV Pensionskasse AG). Im Berichtsjahr haben wir mit TEAM, einer arbeitgeberfinanzierten Gruppenabsicherung gegen biometrische Risiken, eine einzigartige Innovation in diesem Geschäftsfeld an den Markt gebracht. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Produkte zur Risikoabsicherung. Wir bieten mit einer Selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung, einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung sowie einer Selbständigen Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit anfänglichem BU-Schutz leistungsfähige Lösungen zur Absicherung der Arbeitskraft an. Eine Risikolebensversicherung vervollständigt hier das Produktportfolio. Wir nutzen sehr erfolgreich die Kooperation mit strategischen Produktpartnern, um den Kunden in allen Produktsegmenten attraktive, bedarfsorientierte Angebote machen zu können. Die seit Jahren sehr erfolgreiche Kooperation mit unserer irischen Schwestergesellschaft Zurich Life plc. im Bereich der Risikolebensversicherung wurde im Jahr 2013 um ein Serious Illness-Produkt erweitert. Auch die Kooperation mit unserem Produktpartner IDEAL Lebensversicherung bei der Pflegeversicherung haben wir weiter vertieft, insbesondere im Bereich der Vertriebsunterstützung. Unser Konsortialrentenprodukt, eine klassische Rentenversicherung, die wir zusammen mit vier weiteren leistungsfähigen, deutschen Produktpartnern auf den Markt gebracht haben, entwickelt sich ebenfalls sehr erfolgreich. Die Vertriebspartner Die Lebensversicherung AG setzt auf eine bedarfsorientierte Allfinanzberatung. Zur optimalen Kundenbetreuung unterstützt sie im Rahmen einer Multi-Channel-Strategie Vertriebspartner und eigene Vertriebswege. Dazu gehört die Deutsche Bank AG, deren exklusiver Versicherungspartner wir für das Privat- und Geschäftskundengeschäft in Deutschland sind. Zur Erreichung größtmöglicher Kundennähe sind für uns die mobilen Vertriebe von großer Bedeutung. Die entscheidenden Eckpfeiler sind dabei die Ausschließlichkeitsorganisation sowie unabhängige Vermittler und Makler. Ergänzt wird der Marktzugang durch die Vertriebspartner der zum Konzern gehörenden Bonnfinanz AG für Vermögensberatung und Vermittlung. 4

7 Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland Moderates Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2013 Trotz leichter konjunktureller Abkühlung hat sich die deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich auch 2013 gut behauptet. Mit dem vorläufigen Ergebnis von + 0,4 % hat sich das jährliche Wachstum des realen deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aber weiter abgeschwächt. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP noch stärker gewachsen (2012 um 0,7 % und 2011 sogar um 3,3 %). Offensichtlich wurde die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes. Allerdings habe sich die konjunkturelle Lage nach der Schwächephase im vergangenen Winter im Laufe des Jahres 2013 verbessert. Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 %, die des Staates um 1,1 %. Dagegen gingen die Investitionen zurück: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 2,2 % weniger in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Auch die preisbereinigten Bauinvestitionen gingen zurück, aber nur um 0,3 %. Der sonst so robuste deutsche Außenhandel büßte im Jahresdurchschnitt 2013 angesichts eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt zwar insgesamt 0,6 % mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe aber um 1,3 %. Der Außenbeitrag (die Differenz zwischen Exporten und Importen) bremste mit einer negativen Entwicklung ( 0,3 Prozentpunkte) das BIP-Wachstum Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2013 mit 41,8 Mio. das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Allerdings schwächte sich der Beschäftigungsaufbau mit + 0,6 % deutlich ab. Im Jahresdurchschnitt 2013 betrug die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Arbeitslosen nach Definition des Sozialgesetzbuches (SGB) rund 2,95 Mio. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lag in 2013 bei 6,9 %. Im Jahresdurchschnitt 2013 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2012 um 1,5 %. Die Jahresteuerungsrate lag damit deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren (2012: + 2,0 %; 2011: + 2,1 %). Preistreibend wirkten im Jahr 2013 vor allem die Nahrungsmittel. Der Einfluss der Energie auf die Gesamtteuerung hat sich abgeschwächt. Entwicklung an den Kapitalmärkten Das Jahr 2013 in den westlichen Industrienationen war gekennzeichnet von einer Verbesserung des Wirtschaftswachstums und der Wachstumsaussichten gegenüber dem Vorjahr. Diese positiven Effekte wurden am stärksten gestützt durch die US-Wirtschaft, aber auch die Eurozone als Ganzes konnte leichte Wachstumsraten verzeichnen. Dabei gab es zwar weiterhin ein Nord-Süd-Gefälle in der Eurozone, aber die Abwärtsspirale in den Peripherieländern konnte weitestgehend gestoppt werden. In China konnte eine harte Landung der Volkswirtschaft verhindert werden und es wurde ein zwar niedrigeres, dafür aber stabileres und qualitativ hochwertigeres Wachstum (weniger Investitionen, mehr Konsum) erreicht. Die Notenbankpolitik der amerikanischen Federal Reserve war der bestimmende Faktor von Seiten der Zentralbanken. Im zweiten Quartal kamen Gerüchte über eine Verringerung der Anleihekäufe durch die Fed auf, die aber offiziell erst im Dezember bestätigt wurden. Im Anschluss daran begannen einige Zentralbanken in den Emerging Markets die Zügel der Geldpolitik anzuziehen, weil die Ängste um die Auswirkungen des Taperings zu Kapitalabflüssen führten. Im Land der aufgehenden Sonne wurden im vergangenen Jahr ebenfalls Asset-Käufe durch die Bank of Japan angekündigt, die das Ziel der Verdoppelung der Geldmenge und von erhöhten Wachstums- sowie Inflationsraten haben. Vor diesem Hintergrund der akkommodierenden Geldpolitik blieben die Inflationsraten in den Industrienationen überraschend niedrig, was aber zum Großteil den immer noch bestehenden Überkapazitäten zugeschrieben werden kann. Die Entwicklung an den Bondmärkten verlief denn auch insbesondere aufgrund der massiven Eingriffe der Zentralbanken entsprechend volatil. Die Rendite 10-jähriger, deutscher Staatsanleihen markierte zwar zwischenzeitlich abermals einen erneuten historischen Tiefstand (1,165%), aber die aufflammende Phantasie bezüglich des Taperings ließ sie dann per 5

8 Jahresende bei 1,929 % schließen. Bei den europäischen Peripheriestaaten zeichnete sich neben der realwirtschaftlichen auch eine marktseitige Entspannung ab, was die durchweg niedrigeren Risikoaufschläge im Verlauf des Jahres 2013 dokumentieren. Unternehmensanleihen konnten ebenfalls in diesem Marktumfeld profitieren, weil die guten Fundamentaldaten und der hohe Bedarf nach besserverzinslichen Anlagen unterstützend wirkten. Die internationalen Aktienmärkte konnten im überwiegenden Maße neue historische Höchststände erklimmen, da die verbesserten Wachstumsaussichten, die immer noch hohen Liquiditätseinschüsse der Zentralbanken und das Niedrigzinsumfeld diese Assetklasse als aussichtsreich erscheinen ließen. Die Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft 2013 Die Versicherungswirtschaft blickt zurück auf ein abwechslungsreiches Jahr 2013: von der Hochwasserkatastrophe im Juni, einer zweimaligen Leitzinssenkung bis hin zu neuen Verhaltensregeln für den Vertrieb und zur Datenverarbeitung und zwischendurch immer wieder Stürme. Die Beitragseinnahmen in der deutschen Versicherungswirtschaft insgesamt (inklusive der Privaten Krankenversicherung) stiegen im Geschäftsjahr 2013 um 3,2 % auf 187,4 Mrd. EUR. Insgesamt ist in der Schaden-Unfallversicherung im Geschäftsjahr 2013 zwar einerseits von einem kräftigen Wachstum der Beitragseinnahmen, andererseits aber auch von einer massiven Zunahme der Schadenaufwendungen auszugehen. Daher zeichnet sich erstmals seit 2002 dem Jahr der Elbe-Flut wieder ein versicherungstechnischer Verlust in einer Größenordnung von 600 Mio. EUR ab (in 2012: + 1,6 Mrd. EUR). Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. stiegen in der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt die Beitragseinnahmen um 3,2 % auf 60,5 Mrd. EUR an. Dabei verzeichnete die Kraftfahrtversicherung als größte Schadensparte ein kräftiges Wachstum auf Vorjahresniveau (+ 5,4 %). In der Sachversicherung insgesamt werden die Beitragseinnahmen voraussichtlich um 3,8 % zulegen. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus Zuwächsen in der Wohngebäudeversicherung (+ 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr). Diese beruhen jedoch überwiegend auf inflationsbedingten Anpassungsmöglichkeiten und Deckungserweiterungen. Für die Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung wird ein Beitragswachstum von 1,5 % erwartet. Auch die Allgemeine Haftpflichtversicherung (+ 2,0 %) und die Rechtsschutzversicherung (+ 2,0 %) verzeichneten ansteigende Beitragseinnahmen. In der Allgemeinen Unfallversicherung ist von einem leichten Rückgang der Beitragseinnahmen ( 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr) auszugehen. Die Hochrechnung der Transport- und Luftfahrtversicherung ist von einem Sondereffekt geprägt: Der Austritt eines großen Reiseversicherers aus dem GDV führt zu einem nominalen Rückgang der Beitragseinnahmen um voraussichtlich 8,5 %. Die Schadenaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2013 massiv angestiegen (um 10,1 %; Vorjahr: 1,1 %). Die kombinierte Schaden- und Kostenquote nach Abwicklung kam in 2013 in der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt auf 101 % (2012: 97,2 %). Die gebuchten Brutto-Beiträge der Lebensversicherung insgesamt (inklusive Pensionsfonds und Pensionskassen) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % auf 90,7 Mrd. EUR. Die wesentlichen Trends in den Geschäftsergebnissen der Lebensversicherer i. e. S. sind zusammengefasst ein Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge, starker Rückgang des Neuzugangs gemessen an der Anzahl der Verträge und am laufenden Beitrag, starker Anstieg des Neuzugangs gegen Einmalbeitrag und weiterhin sinkender Bestand gemessen an der Anzahl der Verträge und am laufenden Beitrag. Die gebuchten Bruttobeiträge der Lebensversicherung i.e.s. stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % auf 87,34 Mrd. EUR. Davon entfielen auf laufende Beiträge 61,98 Mrd. EUR (+ 0,2 %) und auf Einmalbeiträge 25,36 Mrd. EUR (+ 14,0 %). Der Bestand an Hauptversicherungen betrug zum hochgerechnet auf die Branche 87,67 Mio. Verträge ( 1,5 %). Die versicherte Summe erreichte Mrd. EUR (+ 2,4 %) und der laufende Beitrag für ein Jahr 61,75 Mrd. EUR ( 0,8 %). 6

9 Das Neuzugangsergebnis erreichte 5,26 Mio. Lebensversicherungsverträge mit 261,66 Mrd. EUR Versicherungssumme. Auf Basis der Neugeschäftsbeiträge ergab sich ein Annual Premium Equivalent (APE) von 7,63 Mrd. EUR (Vorjahr: 8,13 Mrd. EUR; 6,2 %). Der laufende Beitrag belief sich auf 5,13 Mrd. EUR ( 13,5 %) und der Einmalbeitrag auf 25,03 Mrd. EUR (+ 13,2 %). Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung der Rentenversicherungen für das Neugeschäft der Lebensversicherer: Gemessen an der Anzahl hielten sie einen Anteil von 45,1 % (Vorjahr: 48,0 %); gemessen an den Beiträgen (APE) waren es 67,7 % (Vorjahr: 68,0 %). Der Neuzugang an förderfähigen Riester-Verträgen belief sich in 2013 auf insgesamt Verträge ( 25,4 %). Der Anteil der fondsgebundenen Rentenversicherung an den Riester-Renten (Anzahl) betrug 46,7 %, weitere 51,4 % entfielen auf die Kategorie Einzelrenten- und Pensionsversicherungen. Lediglich 1,9 % der Riester-Verträge waren Kollektivversicherungen. Pensionsfonds: Die gebuchten Brutto-Beiträge beliefen sich auf 435,14 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 395,73 Mio. EUR; + 10,0 %). Der gesamte Neuzugang belief sich für das Jahr 2013 auf Personen ( 77,2 %). Der laufende Beitrag für ein Jahr aus dem Neuzugang erreichte 11,82 Mio. EUR ( 7,1 %), der Einmalbeitrag 298,15 Mio. EUR (+ 14,2 %). Auf Basis der Neugeschäftsbeiträge ergab sich ein Annual Premium Equivalent (APE) von 41,64 Mio. EUR (+ 7,2 %). Für den Bestand ergab sich zum eine Anzahl von rund Personen (Vorjahr: Personen; + 5,6 %) mit einem laufenden Beitrag für ein Jahr in Höhe von 141,43 Mio. EUR (+ 6,6 %). Pensionskassen: Die gebuchten Brutto-Beiträge beliefen sich auf 2,94 Mrd. EUR (Vorjahr: 2,86 Mrd. EUR; + 2,9 %). Der gesamte Neuzugang belief sich für das Geschäftsjahr 2013 auf knapp Verträge bzw. Versicherungsverhältnisse ( 23,7 %). Der laufende Beitrag für ein Jahr aus diesem Neuzugang erreichte 128,52 Mio. EUR ( 25,6 %). Der Einmalbeitrag erreichte 221,06 Mio. EUR (+ 56,3 %). Das Annual Premium Equivalent (APE) sank auf 150,63 Mio. EUR ( 19,4 %). Die Beitragssumme des Neugeschäfts erreichte eine Höhe von 3,76 Mrd. EUR (Vorjahr: 4,92 Mrd. EUR; 23,4 %). Geschäftsverlauf der Lebensversicherung AG Reduzierter Neuzugang bei wertbasierter Fokussierung Der Jahresbeitrag des Neugeschäftes inkl. Einmalbeiträge ging weiter um 22,4 % auf 639,5 Mio. EUR zurück. Gemessen in Beitragssumme erreichte der Neuzugang 5.469,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6.998,1 Mio. EUR). Das Neugeschäft der betrieblichen Altersversorgung ist darin mit einer Beitragssumme von 795,9 Mio. EUR enthalten. Der durchschnittliche Jahresbeitrag des Neugeschäftes bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung erhöhte sich um 3,6 % von EUR im Vorjahr auf EUR pro Vertrag. Hierin spiegelt sich das weiterhin hohe Vorsorgebewusstsein unserer Kunden wider. Der Anteil der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen am Neuzugang betrug, gemessen an den laufenden Beiträgen für ein Jahr, 71,7 %. Rentenversicherungen waren mit 18,9 %, Kapitalversicherungen mit 5,0 %, Risikoversicherungen mit 1,9 % und Kollektivversicherungen mit 2,5 % am Neugeschäft beteiligt. Entwicklung des Versicherungsbestandes Der Bestand an selbst abgeschlossenen Versicherungen ging im Berichtsjahr leicht um 0,8 % auf eine Versicherungssumme von 108,3 Mrd. EUR zurück (Vorjahr: 109,2 Mrd. EUR). Davon entfielen auf die betriebliche Altersversorgung 453 Tsd. Verträge mit einer Versicherungssumme von 13,3 Mrd. EUR. Gemessen am laufenden Beitrag für ein Jahr ging der Gesamtbestand mit 3.053,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3.172,7 Mio. EUR) um 3,8 % weiter zurück. Über die betriebenen Versicherungsarten sowie über die Entwicklung und Zusammensetzung des Versicherungsbestandes berichten wir auf den Seiten 22 bis 26 in tabellarischer Form. Der vorzeitige Abgang die Summe aus Rückkäufen, Umwandlungen in beitragsfreie Versicherungen und sonstige vorzeitige Abgänge belief sich in 2013 auf 227,6 Mio. EUR, gemessen am laufenden Beitrag für ein Jahr (Vorjahr: 246,6 Mio. EUR); gemessen am mittleren Beitrag für ein Jahr sind das 7,3 % (Vorjahr: 7,7 %). 7

10 Beitragsentwicklung Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich auf 3.467,3 Mio. EUR nach 3.686,3 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Rückgang um 5,9 % ist etwa zur Hälfte auf ein gesunkenes Volumen an Einmalbeiträgen zurückzuführen. Die gesamten verdienten Beiträge für eigene Rechnung betrugen im Berichtsjahr 3.435,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3.638,5 Mio. EUR). Die Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung verringerten sich auf 47,2 Mio. EUR (Vorjahr: 50,8 Mio. EUR). Gutes Leistungsniveau für die Kunden Die Leistungen für unsere Kunden betrugen insgesamt 5,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,2 Mrd. EUR). Die Leistungen setzen sich aus den Auszahlungen des Geschäftsjahres und dem Zuwachs der Leistungsverpflichtungen zusammen. Die Auszahlungen umfassen die Aufwendungen für Todesfälle, Abläufe, Rückkäufe und Rentenleistungen mit 3.835,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3.108,7 Mio. EUR) und die ausgezahlten Überschussanteile mit 436,2 Mio. EUR (Vorjahr: 359,7 Mio. EUR). Die Leistungsverpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden stiegen auf 38,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 37,5 Mrd. EUR) an. Hiervon sind 1,0 Mrd. EUR auf Kursgewinne (Vorjahr: 0,9 Mrd. EUR Kursgewinne) im Bereich der fondsgebundenen Versicherungen zurückzuführen. Kostenentwicklung Mit dem Rückgang des Neugeschäftes nahmen die Abschlusskosten absolut von 461,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 371,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr ab. Bezogen auf die Beitragssumme des Neugeschäftes betrug der Abschlusskostensatz 6,79 % (Vorjahr: 6,59 %). Die Verwaltungskosten stiegen von 100,7 Mio. EUR auf 102,3 Mio. EUR. In Verbindung mit der Beitragsentwicklung erhöhte sich der Verwaltungskostensatz von 2,7 % auf 2,9 %. Kapitalanlageergebnis Per Jahresultimo 2013 lagen die Kapitalanlagen ohne die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungen zu Bilanzwerten leicht unter dem Vorjahreswert bei 29,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 29,9 Mrd. EUR). Die laufenden Kapitalerträge betrugen 1.259,1 Mio. EUR. Die Nettoerträge aus den Abgängen von Vermögenswerten beliefen sich auf 236,8 Mio. EUR. Die Nettoabschreibungen unter Berücksichtigung der Zuschreibungen betrugen 24,1 Mio. EUR. Insgesamt stieg das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen im Berichtsjahr von 1.357,7 Mio. EUR auf 1.429,0 Mio. EUR. Die Nettoverzinsung lag bei 4,8 %. Gerechnet über die letzten drei Geschäftsjahre ergibt sich bei dieser Kennziffer ein durchschnittlicher Wert von 4,6 %. Die stillen Nettoreserven bezogen auf den Buchwert des Kapitalanlagebestandes betrugen zum ,1 % und sanken damit 2013 um 4,0 %-Punkte auf 2,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 3,6 Mrd. EUR). Rohüberschuss trotz Zinszusatzreserve deutlich gestiegen Nach Einstellung von 176,3 Mio. EUR (Vorjahr: 194,8 Mio. EUR) in die Zinszusatzreserve erwirtschaftete die Gesellschaft einen Rohüberschuss von 535,7 Mio. EUR (Vorjahr: 338,1 Mio. EUR). Vom Rohüberschuss wurden den Versicherungsnehmern 133,6 Mio. EUR (Vorjahr: 137,0 Mio. EUR) als Direktgutschrift gutgeschrieben und 322,1 Mio. EUR (Vorjahr: 163,6 Mio. EUR) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Trotz des leichten Rückgangs der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und der weiterhin angespannten Situation an den Kapitalmärkten wurde das Niveau der Zinsüberschussbeteiligung der Versicherungsnehmer für 2014 gegenüber

11 unverändert beibehalten. Stattdessen wurden kleinere Anpassungen an anderen Überschusskomponenten vorgenommen. Einzelheiten hierzu sind der Aufstellung Überschussanteilsätze 2014 auf den Seiten 64 bis 226 zu entnehmen. Nach Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung ergab sich ein Jahresüberschuss von EUR (Vorjahr: EUR). Entwicklung der Leistungskennziffern Die wesentlichen Leistungskennziffern für unsere Gesellschaft sind der Rohüberschuss vor Zinszusatzreserve, die Umsatzentwicklung und die Erfüllung der Solvabilität in % 2012 in % Rohüberschuss vor Zinszusatzreserve + 33,6 + 7,2 Umsatz 5,9 3,2 Erfüllung der Solvabilität 130,8 125,8 Der Rohüberschuss vor Zinszusatzreserve behielt seinen positiven Aufwärtstrend und legte 33,6 % gegenüber dem Vorjahr zu. Der Umsatz im Geschäftsjahr ist überwiegend aufgrund des planmäßigen Rückgangs an Einmalbeiträgen, aber auch durch einen Rückgang bei laufenden Beiträgen ( 3,2 %) um insgesamt 5,9 % gesunken. Die Erfüllung der Solvabilität unseres Unternehmens hat sich um 5 %-Punkte erhöht. In Verbindung mit unseren risikominimierenden Maßnahmen und den stillen Reserven in unseren Kapitalanlagenbeständen ist bei der Erfüllung der Solvabilitätsanforderung mit 130,8 % ein gutes Verhältnis von Wirtschaftlichkeit, Solidität und Leistungsfähigkeit für ein Lebensversicherungsunternehmen gewährleistet. Das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen bestätigt uns in seinem Belastungstest mit drei von drei Punkten und der Bestnote ausgezeichnet, dass unser Unternehmen krisenfest ist und das im Test angenommene Zins- und Aktiencrashszenario problemlos überstehen würde. Bereits seit 2007 ist das Ressort Leben der Zurich Gruppe Deutschland gesamthaft mit dem Gütesiegel nach der Norm DIN EN ISO 9001 ausgezeichnet. Die jährliche Bestätigung des Qualitätsmanagementsiegels zeigt, dass das Ressort über klare Ziele und Strategien, effiziente und transparente Prozesse, messbare Ergebnisse und kontinuierliche Optimierungsmaßnahmen verfügt. In den Prozessabläufen aller Bereiche liegt der Fokus auf der Kundenorientierung. Durch die stetige und gesamthafte Weiterentwicklung unseres erfolgreichen Qualitätsmanagementsystems sowie einen exzellenten Kundenservice und hervorragend bewertete Produkte stellen wir dauerhaft eine hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hohe Kundenbindung sicher. Dies wurde uns auch mit der Verleihung des DISQ Servicepreises am 5. Februar 2013, der vom Nachrichtensender n-tv zusammen mit dem Deutschen Institut für Service- Qualität verliehen wurde, in der Kategorie Beratungsqualität vor Ort von unabhängiger Stelle bestätigt. Funktionsausgliederungen und Dienstleistungen Die Lebensversicherung AG (ZDHL) erbringt für die Deutscher Pensionsfonds AG auf der Grundlage verschiedener Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge insbesondere Leistungen der Bereiche Bestandsverwaltung und Schadenbearbeitung. Diese Leistungen erhält die ZDHL über verschiedene Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge wiederum von verbundenen Unternehmen, insbesondere der Zurich Service GmbH und der Zürich Vertriebs GmbH. Die ZDHL nimmt die Leistungen des Funktionsbereiches Bestandsverwaltung und Leistungsbearbeitung sowie von Teilen 9

12 des Funktionsbereiches Inkasso von der Zurich Service GmbH und die Leistungen der Stabsfunktionen des Bereiches Vertrieb von der Zürich Vertriebs GmbH in Anspruch. Die ZDHL hat den Funktionsbereich Rechnungswesen auf die Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) und die DEUTSCHER HEROLD AG sowie Teile des Funktionsbereiches Inkasso auf die Zurich Insurance plc Niederlassung für Deutschland (früher Zurich Versicherung AG (Deutschland)) übertragen. Die Gesellschaft hat den Funktionsbereich Interne Revision auf die Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) und die DEUTSCHER HEROLD AG übertragen. Der Funktionsbereich Vermögensanlage und Vermögensverwaltung wurde von der ZDHL auf die Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) übertragen. Für die Bereiche Steuern, Recht und Betriebsorganisation der ZDHL werden Dienstleistungen von der Zürich Beteiligungs- AG (Deutschland) und der DEUTSCHER HEROLD AG, für die Bereiche Personalverwaltung, Planung/Controlling von der DEUTSCHER HEROLD AG sowie für die Bereiche Unternehmenskommunikation und Risk Management von der Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) im Rahmen von verschiedenen Dienstleistungsverträgen erbracht. Darüber hinaus erhält die ZDHL von der Bonner Akademie Gesellschaft für DV- und Management-Training, Bildung und Beratung mbh Dienstleistungen des Bereiches Personalentwicklung, von der Zurich Service GmbH allgemeine Servicedienstleistungen. Dienstleistungen der Informationstechnologie und Leistungen des Rechenzentrums erhält die ZDHL von der Zürich IT Service AG Niederlassung für Deutschland, Bonn. Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren Management Als unternehmerisch tätige Gesellschaft werden unsere Geschäftsaktivitäten permanent von Chancen und Risiken begleitet. Um unter diesen Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren, setzen wir gezielt unsere Kernkompetenz Risikomanagement, über die wir als Versicherungsunternehmen ausgeprägt verfügen, zur Begegnung von Risikoumständen ein, denen wir als Organisation selbst ausgesetzt sind. Dabei sehen wir sämtliche Faktoren als Risiken an, die uns an der Verwirklichung unserer Geschäftsziele hindern könnten. Mit vielschichtigen und ganzheitlich ausgerichteten Risikomanagementaktivitäten verfolgen wir die Optimierung unserer Risikolage, d. h. eine Begrenzung der Risiken auf ein akzeptables Niveau unter Berücksichtigung der ihnen gegenüberstehenden Chancen. In regelmäßigen und kontinuierlichen Verfahren identifizieren und bewerten wir unser Risikopotenzial. Überschreiten die Analyseergebnisse dabei unseren definierten Toleranzbereich, leiten wir risikomindernde Maßnahmen ein. Deren Umsetzung und Wirksamkeit wird anhand eines systematischen Controllings überwacht. Darüber hinaus wird durch entsprechende Prozesse gewährleistet, dass das Management zeitnah über neu auftretende Risiken informiert wird und so die frühzeitige Einleitung von erforderlichen Bewältigungsmaßnahmen sichergestellt ist. Unser Risikomanagement ist in das holistische Risikomanagement der Zurich Gruppe Deutschland und seine zentraldezentrale Aufbauorganisation integriert. In einem Risikohandbuch sind die grundsätzlichen Leitlinien für Risikopolitik, Risikogrundsätze sowie Limitsysteme beschrieben. Dem zentralen Risikomanagement, einem eigenständigen Bereich, obliegt dabei die Organisation, Verantwortlichkeitsregelung, Koordination, Überwachung und Kommunikation des Risikomanagementprozesses. Gemäß der jährlichen Festlegung wird unter anderem in Workshops mittels der Methoden Gesamtrisikoanalyse (Total Risk Profiling TRP) und Analyse operationeller Risiken (Operational Risk Assessment ORA) die Risikoidentifikation und -bewertung vorgenommen. Durch risikopolitische Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen, aber auch durch die Umsetzung der Aktivitäten aus den Methoden kann eine Risikominderung erreicht werden. Die Risikokontrolle erfolgt unter anderem in den regelmäßigen Aktualisierungen der TRP und ORA. Die Erkenntnisse aus dem Risikomanagementprozess werden im Risikoreporting entsprechend dargestellt. Das zentrale Risikomanagement agiert somit im Sinne der MaRisk als Risiko-Controlling. Das dezentrale Risikomanagement findet operativ aufgrund des dort gegenwärtigen spezifischen Know-hows und der Geschäftsverantwortung in den Fachbereichen statt und ist in die Geschäfts- und Entscheidungsprozesse integriert. Das dezentrale Risikomanagement ist grundsätzlich auf hoher Managementebene verankert und für den unmittelbaren Umgang mit Risiken und insbesondere für das Eingehen von Risiken verantwortlich. Darüber hinaus überprüft ein mit Vorständen und weiteren Experten besetztes Risiko- und Kontroll-Komitee regelmäßig die Einschätzungen zur Risikosituation und beschließt gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion der Risiken. Zusammen mit dem 10

13 zentralen Risikomanagement bewirkt dieses Komitee eine übergreifende und vernetzte Sicht auf alle unser Unternehmen und die gesamte Zurich Gruppe Deutschland betreffenden Risiken. Zudem werden spezielle Risikobelange hinsichtlich der Kapitalanlage oder Sicherheitsthemen in hierfür vorgesehenen Gremien betrachtet. Die Risikoinformationen werden zentral in einem System vorgehalten und erlauben somit umfassende und konsistente Risikoanalysen und -berichterstattungen. Im Jahr 2013 haben wir durch die Projekte Governance und Solvency II sowie die Weiterentwicklung unseres Risikotragfähigkeitskonzeptes und Anpassung der Risikostrategie unser Risikomanagement weiterentwickelt und auf die neuen Anforderungen eingestellt. Ebenso unterlag das Risikomanagement im Jahr 2013 einer Überprüfung durch die Interne Revision. Daneben ist das Risikofrüherkennungssystem nach 91 Absatz 2 Aktiengesetz auch Gegenstand der Jahresabschlussprüfung. Derzeit bereitet sich die Zurich Gruppe intensiv auf die Umsetzung der Solvency II-Anforderungen wie die Berechnung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I), qualitative Anforderungen an das Risikomanagement (Säule II) und umfassende Veröffentlichungspflichten von Versicherungsunternehmen (Säule III) vor. In Form eines Projektes wird gesellschaftsübergreifend, jedoch in enger Abstimmung mit den einzelnen Gesellschaften sowie dem Hauptsitz in der Schweiz, ein detaillierter Zeit- und Aktivitätenplan zur Umsetzung der Solvency II-Richtlinie verfolgt. Unter Beachtung der seit 1. Januar 2014 geltenden Leitlinien der Europäischen Aufsicht (EIOPA) zu Solvency II mit einer Übergangsphase von zwei Jahren und der Verlautbarung der BaFin zu ihren Erwartungen an die Vorbereitung auf Solvency II während der Übergangsphase aus Dezember 2013 gleichen wir weiterhin fortlaufend unsere vorbereitenden Maßnahmen mit den definitiven Anforderungen ab und setzen diese um. Derzeit findet eine detaillierte Prüfung dazu statt; ggf. vorhandene Lücken werden nachfolgend geschlossen. Um die Anforderungen von Solvency II aus der Säule I abzudecken, verwenden wir die Standardformel. Mittels unseres ökonomischen Risikokapitalmodells, das von der Zurich Insurance Group schon seit mehreren Jahren zur internen Steuerung eingesetzt wird, ergänzen wir die Ergebnisse der Standardformel und sehen uns damit auch für die Anforderungen der zweiten Säule gerüstet. Daneben sind unsere Risiken weiterhin aktiv zu managen, um eine ausreichende Kapitalausstattung unter Solvency II zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir im Solvency II-Projekt einige Anpassungen unseres eigenen stochastischen Unternehmensmodells vorgenommen. Darüber hinaus haben wir entsprechende Produktionsprozesse gestaltet und die notwendigen technischen Voraussetzungen für die Berechnungen geschaffen. Aktuelle Herausforderungen und gleichzeitig Schwerpunkte in 2014 werden zum einen Aktivitäten sein, um die Prozesse zur Berechnung der Solvenzkapitalanforderungen abzuschließen sowie deren Produktions- und Überwachungsprozesse stabil zu gewährleisten. Zum anderen sind die für Solvency II im Rahmen der Säule III erforderlichen Reports zu entwickeln. Die maßgeblichen Risiken der Lebensversicherung AG sind versicherungstechnische Risiken, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, Risiken aus der Kapitalanlage, operationale Risiken und sonstige Risiken. 11

14 Versicherungstechnische Risiken Die versicherungstechnischen Risiken umfassen im Wesentlichen die biometrischen Risiken Sterblichkeit, Langlebigkeit sowie Berufsunfähigkeit und das Zinsgarantierisiko. Während die biometrischen Risiken darin bestehen, dass die tatsächlichen Parameter nachteilig von den Annahmen abweichen, die den Kalkulationen zugrunde gelegt wurden, bezieht sich das Zinsgarantierisiko auf den Risikoumstand, dass die bei Vertragsabschluss in den Verträgen vereinbarten jährlichen Mindestverzinsungen nicht entsprechend durch Kapitalanlageerträge erwirtschaftet und somit nicht eingehalten werden können. Wir begegnen den biometrischen Risiken, indem wir für die Berechnung und die Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen Rechnungsgrundlagen mit ausreichenden Sicherheitszuschlägen verwenden. Diese überprüfen wir regelmäßig anhand anerkannter aktuarieller Methoden und unter Berücksichtigung von Empfehlungen sowie Hinweisen der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde und passen sie bei Bedarf an. Zusätzlich führen wir Bestandsund Leistungsanalysen durch, die Trends und negative Entwicklungen frühzeitig aufzeigen. Zur weiteren Reduzierung der Risiken haben wir auch genaue Annahmerichtlinien entwickelt, deren Einhaltung wir laufend überwachen. Schließlich begrenzen wir die eingegangenen versicherungstechnischen Risiken durch die gezielte Weitergabe von spezifischen Risikoanteilen an ausgewählte Rückversicherungsgesellschaften. Die dauernde Erfüllbarkeit der sich aus der Zinsgarantie ergebenden Verpflichtungen wird regelmäßig überprüft. Dies reicht von der mittelfristigen Betrachtung der periodengerechten bilanziellen Finanzierbarkeit über Stresstests bis hin zur ökonomischen Bewertung des Zinsgarantierisikos im Rahmen des Asset-Liability-Managements, dessen Ergebnisse wesentlich die Zusammensetzung der Kapitalanlagen bestimmen. Der nach Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen im Jahr 2011 begonnene Aufbau einer sogenannten Zinszusatzreserve zur Erhöhung der Sicherheitsmargen in der Deckungsrückstellung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt und somit wurde die Risikotragfähigkeit weiter gestärkt. Unser verantwortlicher Aktuar hat bestätigt, dass aus heutiger Sicht die Sicherheitsmargen in den für die Berechnung der Deckungsrückstellung verwendeten Rechnungsgrundlagen angemessen und ausreichend sind. Auch in der Finanzkrise hat sich dabei die konsequent sicherheitsorientierte Anlagestrategie mit niedriger Aktienquote und auf die Garantieverpflichtungen abgestimmter Struktur und Qualität des Festzins-Portfolios bewährt. Der bilanzielle Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen erreicht für jeden Einzelvertrag mindestens die Höhe des Rückkaufswertes, wodurch die Angemessenheit der Rückstellungen im Hinblick auf das Stornorisiko gewährleistet wird. Die Bruttodeckungsrückstellung wird einzelvertraglich unter Berücksichtigung des jeweiligen Garantiezinses (4,0%, 3,5 %, 3,25 %, 3,0 %, 2,75 %, 2,25 % und 1,75 %) berechnet. Weitere Details zu den verwendeten Rechnungsgrundlagen finden sich auf Seite 40. Zum Bilanzstichtag ergab sich folgende Verteilung: Garantiezins Anteil an der Bruttodeckungsrückstellung in % 4,00 % 28,8 3,50 % 17,6 3,25 % 22,0 3,00 % 3,3 2,75 % 15,3 2,25 % 10,0 1,75 % 1,4 Zinszusatzreserve 1,6 12

15 Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Unter Forderungsausfallrisiken im Erstversicherungsgeschäft wird das Risiko verstanden, dass eine ausstehende Forderung gegenüber einem Versicherungsvermittler oder Versicherungsnehmer aufgrund von z. B. dessen Nichtzahlung, Insolvenz oder Offenbarungseid nicht vereinnahmt werden kann. Diese Risiken managen wir unter anderem mit der systematischen Überwachung unserer Forderungsbestände sowie der rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen zur Wahrung unserer Ansprüche bei überfälligen Forderungen. Die Forderungen, die wir gegenüber Versicherungsvermittlern oder Versicherungsnehmern mit einer Fälligkeit älter als 90 Tage haben, beliefen sich zum Bilanzstichtag auf rund 23,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer Außenstandsquote von rund 0,7 % des Jahresumsatzes. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre hatten wir einen Wertberichtigungsbedarf auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern und Versicherungsnehmern in Höhe von 5,9 Mio. EUR (2011: 1,39 %, 2012: 1,34 % und 2013: 1,85 %). Offene Abrechnungsforderungen gegenüber externen Rückversicherern in Höhe von 8,4 Mio. EUR bestehen ausschließlich gegenüber Unternehmen mit einem Rating von A+ oder besser der internationalen Ratingagentur Standard & Poor s. Risiken aus der Kapitalanlage Unsere Anlagepolitik basiert grundsätzlich auf der sorgfältigen und umfassenden Analyse des volkswirtschaftlichen Umfeldes, der Kapitalmärkte und der verbundenen Marktrisiken. Unter Ausnutzung des globalen Kapitalmarkt-Knowhows der Zurich Insurance Group wird die strategische und taktische Allokation ausgearbeitet. Neben quantifizierbaren Risiken, vor allem dem Marktpreis- sowie Bonitätsrisiko, werden dabei zusätzlich qualitative Risiken betrachtet. Hierzu gehören neben dem Liquiditätsrisiko vor allem das Reputationsrisiko oder auch das Risiko einer Änderung des regulatorischen Rahmens. Marktpreisrisiko Marktpreisrisiko ist das Risiko einer negativen Preisänderung einer Kapitalanlage aufgrund von Entwicklungen der zugrunde liegenden Marktrisikofaktoren. Wir unterscheiden zwischen Aktienkurs-, Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken. Unsere Gesellschaft ist Wechselkursrisiken bzw. Währungsschwankungen in minimalem Ausmaß ausgesetzt. Diesem Risiko wird mit Sicherungsinstrumenten wie der weitgehenden währungskongruenten Bedeckung der Versicherungsleistungen sowie der erfolgten Währungskurssicherung der nicht in Euro denominierten Kapitalanlagen entgegengewirkt. Das dominierende Risiko einer Lebensversicherungsgesellschaft ist das Zinsrisiko, welches vor allem bei einer andauernden Niedrigzinsphase belastend auf den Nettokapitalertrag der Gesellschaft wirkt. Die Bedeckung eingegangener Leistungsversprechen / Mindestgarantien steht damit prinzipiell im Risiko. Unsere Kapitalanlagestrategie begegnet diesem Risiko durch eine langfristig ausgerichtete und ausgewogene Anlagepolitik, welche mittels Asset-Liability-Management (ALM)- Analysen, den regulatorisch vorgegebenen Stresstests, einer ausgewogenen Mischung und Streuung, internen Limitsystemen und weitergehenden Sensitivitätsanalysen regelmäßig überprüft wird. Das stochastische ALM-Modell ist dabei als zentrales Element fest in der Unternehmenssteuerung integriert. Die Stärke dieses Modells liegt in der Simulation der komplexen dynamischen Interaktion zwischen Aktiv- und Passivseite. Die Interaktionsregeln betreffen insbesondere die Wechselwirkungen zwischen der Überschussbeteiligung, der Kapitalanlagepolitik und der Dividendenpolitik unter Berücksichtigung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Zinsänderungsrisiken werden anhand der Durationslücke sowie der differierenden Konvexität zwischen der Aktiv- und Passivseite gemessen und aktiv im Rahmen der Zurich Risk Policy gesteuert. Die Simulation des Zinsänderungsrisikos der Kapitalanlagen anhand eines Parallelanstiegs der Zinskurve um 1 % ergibt bei einer modifizierten Duration von 8,4 eine Reduktion des Marktwertes der zinssensitiven Anlagen um 2,5 Mrd. EUR. Hierin enthalten sind die gehaltenen Hypothekenbestände in Höhe von 3,5 Mrd. EUR und einer modifizierten Duration von 3,0. Preisrückgänge von 20 % in Bezug auf Aktien und Immobilien führen zu Marktwertverlusten in Höhe von 179 Mio. EUR beziehungsweise 157 Mio. EUR. 13

16 Bonitätsrisiko Bonitätsrisiko ist das Risiko einer Bonitätsverschlechterung oder eines Ausfalls von einem Wertpapier (Emission) beziehungsweise Schuldner (Emittenten). Wir treten diesem Risiko mit vorgegebenen Anlagerichtlinien, strengen Auswahlkriterien sowie Anlagehöchstgrenzen unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Anforderungen entgegen. Ferner überwachen wir die Aktivitäten unserer externen Manager und die Ratings. Den überwiegenden Teil unserer festverzinslichen Wertpapiere haben wir in Emissionen mit exzellentem Rating, wie z. B. den Staaten der Europäischen Union sowie den Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland, investiert. Bezüglich Anleihen sogenannter GIIPS-Staaten befinden sich neben spanischen Staatsanleihen in Höhe von 838 Mio. EUR Marktwert Staatsanleihen von Italien mit ebenfalls 838 Mio. EUR Marktwert im Anleiheportfolio. Staatsanleihen von Griechenland, Portugal oder Irland werden derzeit nicht gehalten. Unsere interne Betrachtung der Kreditqualität beruht auf Marktratings anerkannter Ratingagenturen und, falls nicht verfügbar, auf angemessenen Äquivalenten. AAA: 39,1 % AA: 24,5 % A: 18,5 % BBB: 16,9 % Non-Investment Grade: 1,1 % Das Durchschnittsrating der gerateten Titel im Anleiheportfolio beträgt AA. Liquiditätsrisiko Wir begegnen Liquiditätsrisiken durch eine umfassende, monatlich rollierende Liquiditätsplanung, welche sämtliche relevanten Liquiditätsströme auf der Aktiv- und Passivseite zusammenführt und die damit verbundenen Wiederanlagerisiken bzw. Risiken durch vorfällige Verkäufe minimiert. Zudem berücksichtigt das Kapitalanlagen-Management insgesamt die Marktfähigkeit der Anlagen. Die Gesellschaft verfügt über einen hoch liquiden Bestand und damit über eine hohe Absorptionsfähigkeit von Liquiditätsschocks. Operationale Risiken Operationale Risiken bezeichnen Risiken, die aus unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen entstehen. Diese Risiken können zum einen originär in unserer Gesellschaft anfallen. Da unsere Gesellschaft ihre Geschäftsprozesse im Wesentlichen ausgelagert hat, können die operationalen Risiken jedoch zum anderen insbesondere über die verschiedenen für uns tätigen Dienstleister indirekt auf unsere Gesellschaft einwirken wie z. B. durch mangelbehaftete oder ausbleibende Erbringung der vereinbarten Dienstleistung. Unsere Gesellschaft arbeitet vor allem mit Zurich-internen Dienstleistern zusammen, die ihrerseits in Teilen unmittelbar oder mittelbar mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Die sich mit diesen Auslagerungen wiederum für unsere Gesellschaft ergebenden operationalen Risiken werden durch ein systematisches und konsequentes Management der Auslagerungen inkl. Überwachung und erforderlichenfalls frühzeitiger Eskalation von Missständen gesteuert. Dem komplexen Risikofeld der operationalen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl eng miteinander vernetzter Instrumente und Aktivitäten des Rahmenwerkes der Zurich zum Management operationaler Risiken, die sich auch auf die für uns tätigen Zurich-internen Dienstleister erstrecken, wovon wir uns regelmäßig überzeugen. 14

17 Den Ausgangspunkt bildet dabei ein vom zentralen Risk Management der Zurich gesteuertes, systematisches Verfahren, das regelmäßig die Identifikation, Bewertung und Steuerung von operationalen Risiken auf Ebene der für unsere Gesellschaft tätigen Zurich-internen Fachbereiche vorsieht. Die Bewertung und Steuerung erfolgt dabei mittels eines qualitativen Ansatzes, indem der Auswirkungsgrad der Risiken und die dazugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeiten eingeschätzt und einer definierten Risikotoleranz gegenübergestellt werden. Neben dem Bewusstsein über die eigenen operationalen Risiken und dem Wissen über den Bedarf zu deren Unterlegung mit Risikokapital werden bei ungewollten Risikoverhältnissen konkrete Bewältigungsmaßnahmen eingeleitet. Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen wird in einem vierteljährlichen Verfahren vom zentralen Risk Management überwacht. Als wesentliche Schutzvorrichtung vor operationalen Risiken dient uns und unseren Zurich-internen Dienstleistern unser internes Kontrollsystem, das eigens auf die Reduktion von Risiken ausgerichtet ist, die unseren Geschäfts- und Finanzprozessen grundsätzlich immanent sind. Im Quartalsturnus erfolgt unter der Steuerung des zentralen Risk Managements für wesentliche Prozesse nach einheitlichem Vorgehen eine Überprüfung durch die jeweiligen Fachbereiche, ob deren erforderliche Kontrollen angemessen gestaltet sind sowie effektiv ausgeführt werden. Zusammen mit der zeitnahen Behebung von gegebenenfalls festgestellten Kontrollschwächen schaffen wir und unsere Zurich-internen Dienstleister auf diese Weise für unsere Prozesslandschaft ein nachhaltig wirksames Kontrollumfeld und insgesamt eine markante Verringerung der Anfälligkeit unseres Unternehmens für operationale Risiken sowie deren mögliche Auswirkungen. Dieses Verfahren wird 2014 modifiziert, um zum einen die Risiken und Kontrollen hinsichtlich einer korrekten Finanzberichterstattung noch gezielter zu adressieren und transparent zu machen und zum anderen, um die Anforderungen an die Dokumentation von Kontrollen für die weiteren operationalen Risiken einem stärker risikoorientierten Verfahren zu unterwerfen. Operationalen Risiken im Personalbereich begegnen wir und unsere Zurich-internen Dienstleister unter anderem mit professionellen Auswahlverfahren, frühzeitigen Nachfolgeplanungen und gezielten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Zur Sicherheit bzw. Gesundheit der im Zurich-Konzern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind innerhalb des Zurich Konzerns systematische Vorkehrungen getroffen worden bzw. werden systematische Präventionsmaßnahmen angeboten. Fehlerhaften Bearbeitungen oder dolosen Handlungen wird im Rahmen unseres internen Kontrollsystems durch entsprechende Vorgaben wie Stichprobenkontrollen, Vier-Augen-Prinzip, Berechtigungs- und Vollmachtenregelungen und Ähnlichem vorgebeugt. Ein konzernweit gültiger Verhaltenskodex hilft uns bzw. unseren Zurich-internen Dienstleistern, Risiken aus unzulässigem Mitarbeiterverhalten zu reduzieren. Zur Minimierung der Ausfallrisiken geschäftskritischer Systeme und Anwendungen existieren bei uns bzw. unseren Zurichinternen Dienstleistern redundante Systeme und umfangreiche Datensicherungsverfahren, die auch im Katastrophenfall eine Wiederherstellung kritischer Infrastruktur, Systeme, Anwendungen und Daten sicherstellen werden. Antivirenprogramme, Firewalls und Verschlüsselung sowie Berechtigungssysteme stellen eine wirksame Abwehr von Angriffen von innen und außen dar und tragen damit wesentlich zum Schutz vertraulicher Daten vor dem Zugriff durch Unbefugte bei. Umfangreiche Testverfahren für neue und geänderte Anwendungen reduzieren die Fehlerhäufigkeit in der Produktion. Aus einer ständigen Überwachung der Systeme und Auswertung der Fehlersituationen heraus werden Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Insbesondere wird durch die erfolgten Auslagerungen der Bereiche Netz/Telefonie, elektronischer Arbeitsplatz (Service) und IT-Operation gewährleistet, dass relevante Infrastruktur stets auf dem neuesten Stand ist und Support immer in hinreichendem Umfang bereitgestellt werden kann. Die in 2013 ausgeführten Transformationsprojekte zur Umsetzung der neuen Auflage unseres Outsourcingvertrages der Anwendungsentwicklung (ASP III) mit einer Erhöhung des Offshore-Anteils in Indien und die Begleitung der Workload- Migration unseres Service-Providers für die Infrastruktur nach Spanien sind erfolgreich abgeschlossen worden. In 2014 wird eine weitere Optimierung der Prozesse vorgenommen werden, um eventuell entstehende Risiken weiter zu minimieren. Des Weiteren hat die Verlagerung unserer Rechenzentren aus Deutschland in das globale Zurich-Rechenzentrum in der Schweiz sowie die Migration des End-User Betriebssystems auf Windows 7 begonnen und wird in 2014 weiter durchgeführt. Die entsprechend entstehenden operativen Risiken werden durch enges Projekt- und Change-Management der verantwortlichen Fachbereiche beobachtet und aufgefangen. 15

18 Einen weiteren wichtigen Baustein zu unserer Absicherung vor operationalen Risiken stellt das Business Continuity Management der Zurich dar, in das unsere Gesellschaft integriert ist. Hierbei wurden zur Begegnung von Risiken aus externen Ereignissen wie z. B. Katastrophenfällen infolge von Feuer, Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder Epidemien für alle kritischen Prozesse unseres Unternehmens bzw. unserer Zurich-internen Dienstleister Notfallpläne für eine möglichst baldige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebes nach Eintritt einer Katastrophe entwickelt. Regelmäßige Aktualisierungen sowie Testübungen dieser Pläne reduzieren das Risiko längerer Geschäftsunterbrechungen infolge von Katastrophenfällen deutlich. Darüber hinaus haben wir uns für einige operationale Risiken, wie z. B. Sach- und Haftpflichtschäden, die wir als Unternehmen selbst erleiden, Versicherungsschutz eingeholt. Ferner versuchen wir und unsere Zurich-internen Dienstleister die Risiken aus externen Ereignissen, zu denen wir auch Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen oder für uns nachteiligen Änderungen bestehender Gesetze und Auslegungen durch Gerichte zählen, durch ständige Beobachtung unseres Branchenumfeldes frühzeitig zu identifizieren. Auf folgende operationale Einzelrisiken wird hingewiesen: In einem Vorlageverfahren hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die von 1994 bis 2007 in Deutschland geltende gesetzliche Regelung, wonach das Widerspruchsrecht des Versicherungsnehmers in jedem Fall ein Jahr nach Zahlung der ersten Prämie erlösche, nicht mit europäischem Recht vereinbar sei. Die sich daraus ergebenden Folgen wird der Bundesgerichtshof voraussichtlich in diesem Jahr klären. Unsere Gesellschaft war nicht Partei dieses Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof. Das Verfahren kann aber Auswirkungen auf den größten Teil der Marktteilnehmer haben, auch auf unsere Gesellschaft. Wir beobachten das rechtliche Verfahren und haben vorbereitende Maßnahmen für den Fall eines nachteiligen Entscheides für unsere Gesellschaft eingeleitet. Durch die sich zwischen unserer Gesellschaft und den anderen Zurich-Gesellschaften bestehenden Verknüpfungen begründet sich eine umsatzsteuerliche Organschaft. Sofern die dafür erforderlichen Voraussetzungen mangels ausreichender finanzieller, wirtschaftlicher oder organisatorischer Eingliederung nicht eingehalten würden, könnte eine Nichtanerkennung der umsatzsteuerlichen Organschaft oder deren Aberkennung durch die Finanzverwaltung erfolgen. Auch wenn wir die Einhaltung der erforderlichen Voraussetzungen als erfüllt ansehen, wurden hierzu geeignete Maßnahmen aufgesetzt, um auch zukünftig die organschaftlichen Voraussetzungen für Zwecke der Umsatzsteuer darzustellen. Wie im Rahmen einer Übung unserer Notfallpläne festgestellt wurde, besteht in Bezug auf einen sehr schweren Krisenfall wie einen Komplettausfall der Räumlichkeiten einer größeren zusammenhängenden Unternehmenseinheit derzeit ein gewisses Risiko, dass gegebenenfalls die in diesen Fällen intern vorgegebenen Wiederherstellungszeiten nicht eingehalten werden können. Es wird daher an konkreten Maßnahmen gearbeitet, die dieses Risiko weiter reduzieren. Eine Vielzahl von oft auch regulatorisch getriebenen Großprojekten wie z. B. Solvency II und IFRS 4 stellen neben den von ihnen erwarteten Vorteilen und Nutzen auch erhebliche Herausforderungen sowohl inhaltlicher als auch ressourcenbezogener Art dar. Da sich aus diesem Spannungsfeld erhöhte operationale Risiken ergeben können, wird der Fokus bei Ressourcenausstattung und Priorisierungsentscheidungen so gesetzt, dass die erforderlichen Projekte rechtzeitig und erfolgreich umgesetzt werden können und sich zugleich keine unverhältnismäßig nachteiligen Auswirkungen auf die Durchführung der operativen Regelprozesse einschließlich Kontrollmaßnahmen, sonstiger Governance-Maßnahmen sowie Kommunikationsverhalten ergeben. Es sind eine Reihe von älteren IT-Systemen im Einsatz. Diesbezüglich besteht ein Risiko, dass das für diese Applikationen erforderliche Wissen zukünftig nicht mehr ausreichend vorhanden sein könnte. Mit einem Satz von Maßnahmen, die teilweise bereits umgesetzt sind, wird die weitere Minderung des Risikos verfolgt. Neben den Chancen, die sich durch die permanente Weiterentwicklung der IT-Technologien und Dienstleistungen bieten, sehen wir in ihnen auch ein Gefährdungspotenzial für unsere im Einsatz befindliche IT-Infrastruktur. Zur Begegnung dieses Risikos sind zusätzlich zu den bereits bestehenden Vorkehrungen eine Reihe von weiteren Maßnahmen aufgesetzt worden, um z. B. unbeabsichtigten Datenabfluss zu verhindern oder das Zugangssystem zu den IT-Systemen sowie die Sicherheit bei Web-Applikationen weiter zu verbessern. 16

19 Bezüglich der Rechnungslegung besteht das inhärente Risiko, dass die geltenden Vorschriften falsch oder verspätet umgesetzt werden könnten. Neben den bereits existierenden umfangreichen Schutzmaßnahmen wird das Eintreten dieses Risikos auch mit der regelmäßigen Überprüfung des Umfeldes auf neue bzw. aktualisierte Rechnungslegungsvorschriften weiter reduziert. Sonstige Risiken Hierunter verstehen wir vor allem Risiken, die sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergeben, insbesondere auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht dem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Diesem Risiko begegnen wir vor allem, indem wir die Folgewirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, wie z. B. einen Rückgang der Gesamtwirtschaft und geringere Zinserträge, intensiv beobachten, analysieren und mittels verschiedener Szenarien prognostizieren und in die Gesamtplanung einfließen lassen. Mit der konsequenten Fortsetzung operativer Verbesserungen, strikter Finanzdisziplin, unserem ausgewogenen Produktangebot sowie unserer breit gefächerten vertrieblichen Ausrichtung sehen wir uns gut gerüstet, unsere Position als kundenorientierter Versicherer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis auszubauen und somit aus der augenblicklichen gesamt- und finanzwirtschaftlichen Ausnahmesituation gestärkt hervorzugehen. Auf folgende sonstige Einzelrisiken wird hingewiesen: Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase und der volatilen Kapitalmärkte besteht verstärkte Nachfrage nach Garantieprodukten, welche wir nach Anpassung unserer Produktstrategie immer weniger erfüllen wollen. Dazu wurden in 2013 entsprechende Maßnahmen und Anpassungen bei der Produktstrategie teilweise bereits umgesetzt, welche in 2014 abschließend vorangetrieben werden. Aus dem Vertrag mit einem größeren Vertriebspartner resultieren u. a. für Zurich Verpflichtungen, die teilweise schwer zu erfüllen sein könnten. Daher wurden mit verschiedenen in 2013 abgeschlossenen Maßnahmen die Marktsituation analysiert und eine Quantifizierung durchgeführt. Auch in 2014 werden weitere Maßnahmen durchgeführt. Der hohe Wettbewerbsdruck macht ein akkurates Kostenmanagement erforderlich. Daher müssen der Einsatz unserer Mittel z. B. für neue strategische Maßnahmen, Projekte sowie die Priorisierung unserer Geschäftsthemen sorgfältig geplant werden. Dies erreichen wir durch Maßnahmen bezüglich Transparenz zwischen strategischer Planung und Projektplanung sowie einer erhöhten IT-Kapazität an kritischen Stellen. Bei der Begrenzung von Abschlusskosten ergeben sich aus der laufenden Diskussion zwei mögliche Verfahrensweisen, die verpflichtende, optionale oder sogar ausschließliche Honorarberatung sowie die Begrenzung der Provisionen für alle Vertriebskanäle. Auf diese verschiedenen Szenarien bereiten wir uns vor und suchen ferner den Dialog mit den politischen Instanzen, um eine Verdeutlichung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen aufzuzeigen. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Zusammenfassend sehen wir unter Berücksichtigung der von uns ergriffenen Maßnahmen derzeit keine Entwicklungen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft bestandsgefährdend beeinträchtigen. Die aufgeführten Einzelrisiken werden mit den auf den Weg gebrachten Maßnahmen ausreichend abgedeckt. Die in diesem Bericht gemachten Aussagen und Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung treffen wir unter dem Vorbehalt, dass neben den hier aufgeführten Risiken bisher nicht prognostizierte schwerwiegende Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation auf den internationalen Finanzmärkten infolge insbesondere weiterer negativer Auswirkungen der Staatsfinanzkrise sowie Gesetzesänderungen einen erheblichen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit und -ergebnisse haben können. Die Vorschriften zur Solvabilität von Versicherungsunternehmen werden durch unsere vorhandene Eigenmittelausstattung vollständig erfüllt. Dem Sollbetrag für die Solvabilität von 1,4 Mrd. EUR stehen Eigenmittel ohne die Berücksichtigung von stillen Reserven in Höhe von 1,8 Mrd. EUR gegenüber. Die Solvabilitätsquote beträgt 130,8 %. 17

20 Chancenbericht Die Zurich Gruppe Deutschland bietet mit ihren verschiedenen Gesellschaften ein umfassendes Portfolio an Versicherungs-, Finanz- und Serviceleistungen. Neben den in den vorherigen Kapiteln ausführlich erwähnten Risiken ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit ebenso Chancen für die weitere Unternehmung. Die Entwicklung der Rahmenbedingungen des Marktes, der sich stetig verändernde Versicherungsbedarf und -anspruch der Kunden, der demografische Wandel, technische Weiterentwicklungen sowie rechtliche und regulatorische Veränderungen bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten. Mit unseren Versicherungsprodukten bieten wir unseren Kunden passende und innovative Problemlösungen für Risikoschutz und Vorsorge. Die Effizienz unseres Geschäftes für unsere Kunden unterstützen wir durch attraktive Beiträge und Produkte, die auf einem optimierten Geschäftsmodell basieren Die verbesserten Informationsmöglichkeiten und die breite Angebotsstreuung für den Kunden im Markt betrachten wir als Chance, uns mit unseren Produkten durch ein für den Kunden attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis erfolgreich im Markt zu positionieren. Mit unserem Qualitäts- und Markenanspruch etablieren wir uns im Markt als zuverlässiger Partner unserer Kunden. Es ist unser Ziel, die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen und sie in ihrer Lebenssituation zu unterstützen und abzusichern. Durch unsere vielfältigen Vertriebswege stehen dem Kunden verschiedene Möglichkeiten zum Erwerb unserer Produkte zur Verfügung. Eigene Vertriebsmitarbeiter, Handelsvertreter, Mehrfachagenten, Direktvertrieb, Agenturvertrieb, selbstständige Vertriebspartner und Makler sowie die Kooperation mit der Deutschen Bank stehen hier zur Verfügung. Hier sehen wir Chancen in der Fortführung dieser Zusammenarbeit und dem weiteren Ausbau. Neue regulatorische Anforderungen und Entwicklungen ergeben ebenso Chancen für unsere Produktentwicklung. Gerade auch die durch Solvency II notwendige Kapitalanforderung könnte eine weitergehende Marktdisziplinierung und Fokussierung auf bestimmte Produkte bedeuten, was zu einem Mehrwert für Kunden und Anbieter führen könnte. Im Kapitel Ausblick wird neben weiteren Detailinformationen die angenommene zukünftige Entwicklung dargestellt. Vorgänge nach Geschäftsjahresschluss Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Deutschland Ausblick Die Weltwirtschaft wird nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Doch trotz der guten Aussichten sei das Risiko einer neuen Krise nicht gebannt, warnt die globale Finanzorganisation in ihrem Konjunkturausblick. Zu den Risiken gehöre die niedrige Inflation, besonders in der Euro-Zone. Die Wahrscheinlichkeit einer Deflation sei erhöht, zumal die Notenbanken kaum noch Spielräume für Zinssenkungen hätten. Für dieses Jahr (2014) rechnet der IWF mit einem globalen Wachstum von 3,7 %, im Vergleich zur letzten Prognose des IWF stellt dies eine leichte Anhebung dar werde das Plus wie schon damals angenommen bei 3,9 % liegen. Unter Berücksichtigung des weltwirtschaftlichen Umfelds verbessert der Währungsfonds auch für Deutschland seine Schätzung etwas: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in der Bundesrepublik in diesem Jahr um 1,6 % zulegen (statt 1,4) und im kommenden um 1,4 % (statt 1,3). Laut Jahresgutachten 2013/2014 des Sachverständigenrats dürfte dieser Aufschwung vor allem binnenwirtschaftlich getragen sein. So wurde die Talsohle bei den Ausrüstungsinvestitionen zur Jahresmitte 2013 durchschritten, für das Jahr 2014 wird ein Zuwachs von 6,2 % erwartet. Der Außenbeitrag wird sich im Zuge der erwarteten stärkeren Importentwicklung negativ auf das Wachstum auswirken. Die Verbraucherpreise dürften in Deutschland im Jahr 2014 stärker steigen als im Euro-Raum insgesamt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet damit, dass die Inflation mit Raten von + 1,6 beziehungsweise + 1,7 % in den beiden kommenden Jahren jedoch moderat bleibt. 18

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