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1 Gute Arbeit mit effektiver Arbeitnehmerbeteiligung: - Beispiel Flachglas Wernberg GmbH - 1

2 1. Das Unternehmen Standort: Branche: Kein Glashersteller Wernberg-Köblitz Autobahnkreuz A 93 und A 6 Umsatz: Rund 67 Mio. Mitarbeiter: 30 km Entfernung nach Waidhaus, Grenze Tschechien Flachglasveredelung mit Isolier- und Sicherheitsgläsern, für Baumarkt und Schienenfahrzeugmarkt Zum Großteil Objektgeschäft Anteil Bau 70%, Fahrzeugverglasung 30% Exportanteil 25 % 650 Personen 2

3 1. Das Unternehmen Kunden: Produkte: Metallbauer, Glasgroßhändler, Generalunternehmer Deutsche Bahn und Waggonbauer wie Siemens, Bombardier oder Alstom Terminal II, Flughafen München; Pinakothek der Moderne,München; Türme der Deutschen Bank, Frankfurt; Lehrter Bahnhof, Berlin; verschiedene Wolkenkratzer in Asien; Hochgeschwindigkeitszüge, U- und S-Bahnen; Luxusjachten 3

4 1. Das Unternehmen Wettbewerber: a) große Konzerne b) kleinere Hersteller Mitarbeiter spezialisiert auf ISO, ESG oder VSG 4

5 2. Wie kam es zu dem Belegschafts-Buy-Out? Ausgangssituation: Wernberg war bis zum ein unselbständiges Werk der FLACHGLAS AG (jetzt Pilkington Deutschland AG) Die Muttergesellschaft ist eingebunden in den weltweit tätigen Pilkington Konzern / England 1997 Grundsatzentscheidung von Pilkington England für die Standorte in Deutschland : - Konzentration auf das Kerngeschäft - Umsatzrenditen von mindestens 15 % - Trennung von der Veredelung - keine Mehrheitsbeteiligungen in Deutschland - Keine Investitionen mehr 5

6 2. Wie kam es zu dem Belegschafts-Buy-Out? Alternativen/Vorgehensweisen: Management Buy-Out Verkauf Schließung Konsequenzen: Personalabbau Tarifwechsel Schließung 6

7 2. Wie kam es zu dem Belegschafts-Buy-Out? Alle Gremien waren ernsthaft bemüht, für Wernberg ein gutes Modell zu entwickeln Beteiligte Gruppen bzw. Personen: - FLACHGLAS AG und Fachabteilungen von PILKINGTON Deutschland - GBR / KBR - BR, PA, Führungskräfte, Mitarbeiter der FLACHGLAS Wernberg GmbH - Wirtschaftsprüferunternehmen Coopers & Leybrand - Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie - Bundestagsabgeordneter Ludwig Stiegler - Bayerisches Wirtschaftsministerium 7

8 2. Wie kam es zu dem Belegschafts-Buy-Out? Überführung des Werkes in eine rechtlich selbständige GmbH als 100 %-ige Tochter der FLACHGLAS AG mit Tarifüberleitung Gute finanzielle Ausstattung der GmbH Kaufpreis der Anteile belief sich auf 3,7 Mio. DM 8

9 ANHANG 2 Einbringung Beteiligungskapital - bei jährlicher Zeichnung Aufwendung Arbeitnehmer/Jahr DM 800,-- / 409 Zuwendung des Arbeitgebers als steuerfreier Sachbezug nach 19 a EStG DM 300,-- / 153 (Arbeitnehmersparzulage 20 % (nur unter den jew. Einkommensgrenzen) DM 160,-- / 82 Beteiligungskapital pro Arbeitnehmer/Jahr DM 1.100,--/ 562 Beteiligungskapital pro Arbeitnehmer in 6 Jahren DM 6.600,-- / (davon Eigenaufwendung) DM 4.800,-- / mögliche Arbeitnehmersparzulage DM 960,-- / 491 Beteiligungskapital bei 560 Mitarbeitern (Vollgesellschafter): 3,7 Millionen / 1,9 Mio. Zuzüglich Mitarbeiter mit stiller Beteiligung 9

10 2. Wie kam es zu dem Belegschafts-Buy-Out? Ziele - Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit - Erwirtschaftung von Gewinnen - Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen - Gewinnmaximierung ist NICHT das oberste Ziel 10

11 11

12 Tarifentwicklung seit % Entgelterhöhung DM Zus. Urlaubsgeld DM Zuschuss wenn VWL Altersvorsorge 120 DM zusätzlich, wenn 180 DM (v ) auch in Altersvorsorge (entfallen ab durch Neuregelung) 11/01 04/ Einmalzahlung % Entgelterhöhung ,5 % Entgelterhöhung % Entgelterhöhung Einmalzahlung ,46 Urlaubsgeld entfällt (brutto) 64,00 Betriebliche Altersvorsorge (netto) ,90 % Entgelterhöhung ,20 % Entgelterhöhung 12

13 Sonderzahlungen - Aus Sicht der Arbeitnehmer Tankgutschein Tankgutschein Tankgutschein Tankgutschein % Weihnachtsgeld ,-- Sonderzahlung % Weihnachtsgeld 13

14 Gewinnausschüttungen - Aus Sicht der Gesellschafter Gewinnausschüttung für Anteil Beteiligungs GmbH Je Gesellschafter , ,00 auf Verrechnungskonto , ,00 auf Verrechnungskonto , ,00 teilw. Verrechnungskonto / Auszahlung 330, , ,00 Auszahlung 550, , ,00 Auszahlung 550,00 Auszahlung über GbR 400,00 14

15 Mitarbeiter 1. April Jul Apr 2008 MA % MA % MA % Angestellte , , ,69 Gewerbliche , , ,54 Auszubildende 29 4, , ,77 Summe davon Schwerbehinderte: Soll: 29 Ist: 50 7,69 15

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 16

17 ANHANG 1 Beteiligungsstruktur - Kaufpreisdarlehen durch FLACHGLAS Wernberg GmbH FLACHGLAS Wernberg GmbH 51 % 49 % Mitarbeiter Beteiligungs GmbH Stamm-Kapital: DM ,- Pilkington Deutschland AG 100 % Gesellschaft bürgerlichen Rechts Stille Beteiligungen Einlage: Kaufpreis für den Anteil von 51 % an der FLACHGLAS Wernberg GmbH Mitarbeiter 17

18 ANHANG 3 Überwacht, beschließt, gibt Anweisung an GF, bestellt GF Gesellschafterversammlung FLACHGLAS WERNBERG GmbH GF: H. Herrmann, H. Rexhausen Kann Aufgaben übertragen überwacht, berät Aufsichtsrat (Wahl/Bestellung) MB-GmbH 51% - 2 Ges. H. Schlögl H. Thaller Pilkington Dtl. AG 49% - 2 Ges. H. Lemanczyk H. Settelmayer bestellt 2 AR Mitarbeiterbeteiligungs GmbH H. Ehring, H. Dr. Nuißl 2 AR Pilkington Deutschland AG H. Lemanczyk, H. Settelmayer 2 AR Arbeitnehmer H. Thaller, F. Drachsler MB-GmbH 51% Anteil GF: Schlögl, Thaller 100% GbR GF: Schlögl, Thaller wählt Gesellschafterversammlung 1 Mal pro Jahr Überwacht, berät Wählt, delegiert Aufgaben, überträgt Stimmrecht Gesellschafterausschuss (ident. mit Beirat MB GmbH und Kontrollausschuss Stille) 3 Gewerbliche Mitarbeiter 3 Technische Angestellte 3 Kaufmännische Angestellte 18

19 Umsatzrendite GJ Umsatz T EURO Ergebnis n. Z. v. St. T EURO Umsatzrendite*) 1999/ , / , / , , , ***) , , ,72 *) hohe Rückstellungen für Reklamationen ***) Rückstellungsauflösungen 19

20 20

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