Newsletter. Thema Sucht Dezember Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen. Inhalt BMBF PRESSE. Sucht: Daten und Fakten 2

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1 Dezember 2002 Gesundheitsforschung: Inhalt Sucht: Daten und Fakten 2 Selbstbestimmt in die Abhängigkeit 3 BMBF PRESSE Die Gier nach Alkohol verhindern Medikamente helfen dabei 5 Am wichtigsten für die Alkoholentwöhnung ist die Intensität der Therapie 6 Interview mit Prof. Karl F. Mann Immer früher, immer öfter 8 Sucht als Selbst-Therapie? 11 Prävention beginnt beim Hausarzt 12 Mit dem Rauchen aufhören leichter gesagt als getan 14 Glossar 15

2 Sucht: Daten und Fakten Suchtmittel sind weltweit für 25 Prozent der durch Tod oder Behinderung verlorenen Lebensjahre verantwortlich. Illegale Drogen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, den mit Abstand größten Schaden richten Alkohol und Nikotin an: Fasst man riskanten Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit zusammen, so haben allein in Deutschland 9,3 Millionen der 18- bis 64-Jährigen ein Alkoholproblem. 16,7 Millionen der 18- bis 59-Jährigen sind Raucher. Dagegen konsumieren nur bis Menschen harte Drogen wie Heroin, Kokain, Amphetamin und Ecstasy. Außerdem haben bereits im Alter von 15 Jahren in Deutschland 95 Prozent der Jugendlichen Erfahrungen mit Alkohol und 70 Prozent mit Nikotin gemacht.... trinken von den 14- bis 24-Jährigen hierzulande 38 Prozent regelmäßig Alkohol, rauchen 36 Prozent regelmäßig und konsumieren immerhin 17,4 Prozent regelmäßig illegale Drogen, meistens Cannabis.... sind im Alter von 40 Jahren in Deutschland etwa 40 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen regelmäßige Raucher.... sterben in Deutschland jährlich Menschen an den Folgen des Rauchens.... steigt der Zigarettenkonsum in Deutschland weiter an.... hat im Jahr 2000 jeder Deutsche 10,5 Liter reinen Alkohol getrunken. Damit sind wir gemeinsam mit Franzosen, Spaniern, Österreichern und Portugiesen Spitzenreiter in Europa.... leiden auch unter einer alkoholbedingten Leberzirrhose nirgendwo sonst so viele Menschen wie bei uns und in den erwähnten Ländern. Das gehört also auf die Tagesordnung noch immer wird viel zu oft tabuisiert und ignoriert. Die Suchtforschung kann Wege aufzeigen, wie wir mit dem Problem besser fertig werden und den Betroffenen effektiv helfen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb die Suchtforschung in Deutschland seit 1994 bis voraussichtlich 2007 mit ca. 42 Millionen Euro. Für die erste Fördermaßnahme Biologische und psychosoziale Faktoren von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit stellte das BMBF von 1994 bis 2001 insgesamt 24 Millionen Euro zur Verfügung. Die geförderten Projekte erforschten die neurobiologischen Grundlagen der Suchtentwicklung, medikamentöse Therapien und entwickelten Ansätze für die Suchtprävention, die Therapie und Rehabilitation weiter. Außerdem wurde die epidemiologische Forschung zu Ursachen und Verbreitung von Substanzmissbrauch sowie die vergleichende klinische Forschung gestärkt. Die aktuelle Fördermaßnahme Forschungsverbünde für Suchtforschung läuft seit 2001 bis zunächst Das BMBF unterstützt dabei mit insgesamt neun Millionen Euro vier Suchtforschungsverbünde (Baden-Württemberg, Bayern/Dresden, Nord-Ost und Nordrhein-Westfalen). In dieser zweiten Initiative werden nur Verbünde mit interdisziplinären Ansätzen und mit direktem Bezug zu Therapie und Prävention gefördert. Die Forschung ist stärker auf die Patientenversorgung ausgerichtet mit dem Ziel, Ergebnisse schneller in die Praxis zu bringen. Vorgesehen ist auch, regional die Zusammenarbeit zwischen Versorgung und Forschung zu verbessern und die Suchtforschung an den Universitäten sowie in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung dauerhaft zu etablieren. Nach der ersten Förderphase von drei Jahren ist eine zweite mit weiteren drei Jahren und ca. neun Millionen Euro vorgesehen. MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

3 Selbstbestimmt in die Abhängigkeit Wissenschaftler erforschen verhaltensbiologische Grundlagen der Sucht Wer wird zum Alkoholiker und wer nicht? Warum hat der eine seinen Marihuana-Konsum unter Kontrolle und verbringt der andere sein Leben nur noch im Rausch? Nach wie vor ist nicht geklärt, wann oder wie jemand süchtig wird und welche Art von Konsum die Sucht begünstigt. Professor Jochen Wolffgramm untersuchte deshalb, unter welchen Umständen Ratten eine Abhängigkeit entwickeln. Ergebnis: Eine entscheidende Rolle spielen freie Wahl und freier Wille beim Drogenkonsum. Die Einnahme einer Droge ist nicht gleichbedeutend mit Abhängigkeit. Viele Menschen trinken Alkohol, rauchen oder spritzen sich sogar Heroin, ohne süchtig zu sein. Sie sind kontrollierte Konsumenten und setzen ihre Droge gezielt ein, um eine erwünschte Wirkung zu erzielen. Der Süchtige dagegen hat die Kontrolle über seinen Drogenkonsum verloren. Er nimmt sogar unangenehme Folgen in Kauf, zum Beispiel gesundheitliche Probleme. Auch mit Abschluss einer Entzugstherapie endet das zwanghafte Bedürfnis nach dem Suchtstoff nicht Patienten werden lediglich in die Lage versetzt, mit ihrer latenten Abhängigkeit umzugehen. Sucht ist also eine Krankheit, die zwar therapierbar ist, für die es aber bis heute keine Heilung gibt. Professor Wolffgramm und seine Arbeitsgruppe erforschen deshalb die verhaltensbiologischen Grundlagen der Sucht. In zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekten befassten sie sich mit Fragen, wie und wann sich eine Drogenabhängigkeit entwickelt und wodurch der Schritt vom kontrollierten Drogenkonsum zur Sucht charakterisiert ist. Freie Wahl oder kontinuierliche Zufuhr Wolffgramm und seine Mitarbeiter beobachteten Ratten, denen sie Drogen über das Trinkwasser verabreichten. Sie bildeten drei Gruppen: Die Ratten der ersten Gruppe konnten entweder Wasser trinken oder Drogenlösungen in unterschiedlicher Konzentration zu sich nehmen. Die zweite Gruppe erhielt ausschließlich eine Drogenlösung und die dritte Gruppe nur Wasser. Nach einem relativ langen Zeitraum je nach Substanz zwischen 7 und 13 Monate wurde allen Tieren die Droge entzogen. Sie bekamen nur noch Wasser zu trinken. Dabei zeigten sowohl die Ratten, die wählen konnten als auch die, denen ausschließlich eine Drogenlösung angeboten wurde, Entzugssymptome. Sie waren also körperlich abhängig geworden. Trinken, auch wenn s nicht schmeckt Ein größeres Problem als die körperliche Abhängigkeit, die im Rahmen des Entzugs meist beherrscht werden kann, ist für Süchtige die psychische Abhängigkeit. Dabei kommt es zu einem unwiderstehlichen Verlangen nach dem Stoff, das auch nach einer langen drogenfreien Zeit zu Rückfällen führen kann. Im Verhaltensexperiment war deshalb besonders aufschlussreich, was passierte, als den Tieren nach mehrwöchiger Abstinenz die Droge erneut angeboten wurde dieses Mal für alle drei Gruppen zur freien Wahl: Nur die Ratten, die schon vorher hatten wählen können, verloren die Kontrolle über ihren Konsum und nahmen auf einmal sehr hohe Dosen zu sich. Selbst als die Drogenlösung mit einem Bitterstoff versetzt wurde, dessen Geschmack die Tiere nicht ausstehen konnten, konsumierten sie die Droge weiter. Sie waren süchtig geworden und blieben es ihr Leben lang. Die Ratten, die keine Wahl gehabt und ausschließlich drogenhaltiges Wasser getrunken hatten, waren nicht süchtig geworden, ihr Konsum hielt sich in Grenzen. Diese Ergebnisse waren unabhängig von den Drogen egal ob Alkohol, Nikotin, Heroin oder Amphetamin immer gleich. MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

4 Suchtgedächtnis oder biologische Anpassung? Ein aktiver, selbstbestimmter Zugriff auf die Droge scheint bei Ratten unbedingte Voraussetzung für eine Suchtentstehung zu sein. Vieles spricht dafür, dass für den Menschen das Gleiche gilt, so Wolffgramm. Seiner Ansicht nach beantworten die Ergebnisse auch die Frage, ob für die Krankheit ein rein biologischer Anpassungsvorgang des Gehirns verantwortlich ist oder ein so genanntes Suchtgedächtnis. Bei biologischen Anpassungsvorgängen verändert sich zum Beispiel die Anzahl der Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Wenn ein solcher Mechanismus alleine entscheidend wäre, müsste sich die Krankheit unabhängig davon entwickeln, ob die Droge freiwillig konsumiert wird oder nicht. Da nur solche Tiere süchtig wurden, die sich entscheiden konnten, hält Wolfgramm ein Suchtgedächtnis für wahrscheinlicher. Es verknüpft nach Ansicht der Wissenschaftler die Motivation zur Drogeneinnahme mit den Erfahrungen, die mit dem Drogenkonsum zusammenhängen. Das Gehirn lernt dabei unter anderem, bestimmte Hinweisreize mit der Droge zu verbinden, Automatismen der Drogenverabreichung zu entwickeln und die Drogenwirkung zu antizipieren. Prägung auf die Droge In einem nächsten Schritt versuchte das Team um Wolffgramm zu klären, wann genau sich das Suchtgedächtnis bildet. Dazu wurde rückblickend das Verhalten der Tiere, die später opiatsüchtig geworden waren, mit dem ihrer nicht süchtigen Artgenossen verglichen. Für die ersten Wochen und Monate ergaben sich keine Unterschiede. Dann, von einer Woche auf die andere, war bei den später süchtigen Tieren der kontrollierte Substanzkonsum in eine kritische Phase übergegangen. Sie hatten viel mehr als vorher konsumiert, waren jedoch zunächst noch nicht abhängig gewesen. Eine Sucht war erst entstanden, als ihnen während der kritischen Phase die Substanz entzogen worden war. Dieser Vorgang ähnelt der seit langem bekannten Prägung, zum Beispiel der Sexualprägung, bei der die Merkmale des potenziellen Sexualpartners erlernt werden. Innerhalb einer begrenzten ( sensiblen ) Entwicklungsphase lösen bestimmte Reize die Gedächtnisbildung aus. Von da an wird nur noch als Sexualpartner akzeptiert, wer dem gelernten Reizschema entspricht. Es ist möglich, ein Tier in dieser Phase auch auf andere Reize zu prägen. Die Tiere nehmen dann selbst Nicht-Artgenossen als Partner- Ideal an. In der Modellvorstellung entspricht die sensible Phase bei der Prägung der kritischen Phase bei der Suchtentstehung. Wie ein Suchtgedächtnis lässt sich auch ein geprägter Gedächtnisinhalt nur extrem schwer wieder löschen. Löschung des Suchtgedächtnisses Die Ergebnisse sind auch aus therapeutischer Sicht bedeutsam. Wenn es gelänge, das Suchtgedächtnis zu löschen und die Lernvorgänge rückgängig zu machen, könnte das eine dauerhafte Heilung der Sucht ermöglichen. Erste Versuche an opiatsüchtigen Ratten verliefen Erfolg versprechend. Wahrscheinlich lassen sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen: Die Wissenschaftler konnten mithilfe ihrer Versuche bereits Ergebnisse von Studien, die sich mit Suchtpatienten befassten, zuverlässig vorhersagen. Ansprechpartner: Prof. Dr. rer. nat. Jochen Wolffgramm Universitätsklinikum Tübingen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Sektion Suchtforschung Osianderstraße Tübingen Tel.: 07071/ Fax: 07071/ MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

5 Die Gier nach Alkohol verhindern Medikamente helfen dabei Eine Tablette gegen die Alkoholsucht diesem Ziel ist die Suchtforschung in den letzten Jahren ein gutes Stück näher gekommen. Die Substanzen Naltrexon und Acamprosat konnten zunächst im Tierversuch und dann in klinischen Studien ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit beweisen. Professor Rainer Spanagel von der Universität Heidelberg ist es gelungen, den Wirkmechanismus beider Substanzen auf zellulärer Ebene aufzuklären. Mittlerweile erforscht er Substanzen, die noch besser helfen. Spanagel beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Ratten. Denn wenn die Tiere alkoholsüchtig werden, verhalten sie sich im Prinzip genauso wie Menschen: Sie können ihren Alkoholkonsum nicht kontrollieren, zeigen Entzugssymptome und nehmen mit der Zeit immer größere Mengen Alkohol zu sich. Im Entzug entwickeln auch sie eine unwiderstehliche Gier nach dem Stoff. Suchtforscher nennen diesen Zustand Craving. Er ist für Rückfälle auch nach längerer drogenfreier Zeit verantwortlich. Dabei werden häufig sehr große Drogenmengen in kurzer Zeit konsumiert. Viele Entzüge verschlechtern die Prognose Spanagel konnte zeigen, dass Ratten, die mehrere Alkoholentzüge durchgemacht hatten, immer ängstlicher wurden und sich immer mehr zurückzogen. Auch hier gibt es Parallelen zum Menschen: Die Prognose alkoholkranker Patienten verschlechtert sich, je mehr erfolglose Entzugsbehandlungen sie hinter sich haben. Spanagel hält deshalb wenig davon, Alkoholkranke kurzfristig, zum Beispiel im Allgemeinkrankenhaus, zu entgiften, ohne ihnen nach der Entlassung eine qualifizierte Weiterbehandlung anzubieten. Kaum entlassen greifen die meisten erneut zur Flasche und die Prognose verschlechtert sich. Ein Ziel muss es deshalb sein, jede Alkoholentwöhnung so zu gestalten, dass sie bestmögliche Erfolgsaussichten hat. Die Medikamente Naltrexon und Acamprosat bieten hierbei neue Chancen. Beide Substanzen unterdrücken bei Alkoholkranken das Craving und senken dadurch die Rückfallgefahr. Alkoholentwöhnung beim Hausarzt Die Wirksamkeit von Naltrexon und Acamprosat wurde zunächst im Tierversuch eindrucksvoll bestätigt. Wenn süchtige Ratten nach einer Phase der Abstinenz erneut Alkohol angeboten bekamen, blieb unter den Medikamenten der sonst in dieser Situation typische Alkoholexzess aus. Die Tiere wurden also nicht rückfällig. Acamprosat linderte darüber hinaus die Entzugssymptome. Auch bei alkoholkranken Patienten waren die Mittel gut wirksam: Mit Medikamenten blieben dauerhaft etwa 30 Prozent mehr Alkoholiker abstinent als ohne. In einigen Fällen gelingt die Alkoholentwöhnung mithilfe von Naltrexon oder Acamprosat sogar beim Hausarzt was sonst eher die Ausnahme ist. Acamprosat scheint dabei insgesamt etwas effektiver und besser verträglich zu sein als Naltrexon. Spanagel betont, dass beide Substanzen nicht die gleichen angenehmen psychischen Wirkungen haben wie Alkohol. Aus diesem Grund haben sie auch kein eigenes Suchtpotenzial. Sie sind außerdem kein Drogenersatz wie zum Beispiel Methadon für Opiatabhängige. Naltrexon hemmt Botenstoff Alkohol entfaltet seine Wirkung, indem er entwicklungsgeschichtlich sehr alte Gehirnregionen beeinflusst. Er wirkt wie andere Drogen auch unter anderem auf das so genannte Belohnungssystem. Unter Alkoholeinfluss wird dort der Botenstoff Dopamin verstärkt freigesetzt. Wie Spanagel zeigen konnte, setzt Naltrexon genau an dieser Stelle an: Es hemmt im Belohnungssystem die verstärkte Dopaminfreisetzung. MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

6 Acamprosat dämpft Übererregbarkeit des Gehirns Der Wirkung von Acamprosat liegt ein anderer Mechanismus zugrunde. Die Substanz macht die Übererregbarkeit des zentralen Nervensystems während der Abstinenz rückgängig, erläutert Spanagel. An der Signalübertragung zwischen Zellen des Gehirns ist die Substanz Glutamat beteiligt. Glutamat wird von bestimmten Nervenzellen freigesetzt. Über spezielle Andockstellen (Rezeptoren) wird das Signal an andere Zellen weitergegeben. Spanagels Experimente beweisen, dass während eines Alkoholentzugs diese Rezeptoren viel empfindlicher sind. Das Gehirn steht dadurch quasi unter Strom. Craving ist wahrscheinlich zu einem großen Teil auf diese Überempfindlichkeit zurückzuführen. Acamprosat senkt die erhöhte Empfindlichkeit der Rezeptoren. Die zweite Generation Leider bleiben auch unter Naltrexon und Acamprosat längst nicht alle Alkoholiker langfristig abstinent. Um die Wirksamkeit medikamentöser Therapieansätze weiter zu verbessern, haben Spanagel und seine Mitarbeiter deshalb mittlerweile begonnen, Mittel zu entwickeln, die der Sucht noch exakter entgegenwirken. Wie Spanagels bisherige Forschungsarbeiten wird auch das neue Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die zweite Generation von Rückfallprophylaxen nennt er diese Substanzen, die er im Suchtforschungsverbund Baden-Württemberg erforscht. Sie wirken effektiver als Acamprosat auf den Rezeptor, an den Glutamat andockt. Mithilfe des neuen Mittels Neramexane ließen sich im Tierversuch Craving und das rückfallartige Trinken zuverlässig unterdrücken. Mittlerweile sind die ersten Studien an Menschen angelaufen. Ansprechpartner: Prof. Dr. rer. nat. Rainer Spanagel Universität Heidelberg Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Abteilung Psychopharmakologie J5, Mannheim Tel.: 0621/ oder Fax: 0621/ Am wichtigsten für die Alkoholentwöhnung ist die Intensität der Therapie Interview mit Professor Dr. Karl F. Mann Professor Dr. Karl F. Mann ist Sprecher der vier BMBF-Suchtforschungsverbünde und Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim Herr Professor Mann, es ist viel die Rede von den neuen Substanzen, die bei der Alkoholentwöhnung eingesetzt werden. Bedeuten Naltrexon und Acamprosat wirklich den Durchbruch? Die Medikamente bedeuten nicht das Ende aller Probleme. Sie eröffnen der therapeutischen Hilfe aber ein ganz neues Feld. Immerhin erhöht sich die Zahl der Patienten, die langfristig entwöhnt werden können, unter Acamprosat um 50 Prozent. MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

7 Ein anderer Aspekt ist aber vielleicht noch wichtiger: Die Medikamente machen es möglich, eine erfolgreiche Rückfallprophylaxe beim Hausarzt durchzuführen. Dadurch können viele Patienten sehr viel früher erreicht werden als durch spezialisierte stationäre Angebote. Schon der Hausarzt kann mithilfe der Medikamente jedem dritten Patienten effektiv helfen das ist ein riesiger Schritt. Warum spricht nicht jeder Patient auf die Medikamente an? Es wäre zu viel verlangt, von einem Medikament, das bei der Alkoholentwöhnung eingesetzt wird, Erfolgsquoten von 80 oder 100 Prozent zu erwarten. Dazu sind die Menschen biologisch zu verschieden. Es gibt sogar Hinweise auf genetisch bedingte Unterschiede bei der Alkoholabhängigkeit. Außerdem kann sich das Gehirn im Laufe einer jahrzehntelangen Alkoholkrankheit verändern, was wiederum dazu führt, dass die Medikamente anders wirken. Im Übrigen beginnen wir gerade mit der großen Studie PREDICT, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Sie soll uns helfen, die Behandlung mit Acamprosat und Naltrexon effektiver zu machen. Was ist das Projekt PREDICT? Welche Ziele verfolgen Sie damit? PREDICT untersucht, wie wir Naltrexon und Acamprosat gezielter einsetzen können. Wir vermuten, dass es verschiedene Typen von alkoholkranken Patienten gibt, die auf die Medikamente unterschiedlich gut ansprechen. Es geht darum, vorhersagen zu können, welche Patienten eher von Acamprosat und welche eher von Naltrexon profitieren. Die Einteilung in die beiden Gruppen erfolgt durch Fragebögen sowie anhand spezieller neurophysiologischer und moderner bildgebender Verfahren vom Gehirn. Außerdem werden wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Welche Psychotherapieverfahren sind besonders wirksam? Eine Wirksamkeit wurde für mindestens zehn verschiedene Therapieverfahren nachgewiesen. Sehr effektiv ist es, soziale Fähigkeiten zu trainieren. Die Betroffenen lernen dabei zum Beispiel sich durchzusetzen und Nein zu sagen, wenn ihnen Alkohol angeboten wird. Auch der Abschluss eines Vertrages zwischen Patient und Behandelndem hilft: Der Patient verpflichtet sich zum Beispiel, in bestimmten Situationen, in denen er sonst immer zum Alkohol greift, nicht zu trinken, sondern etwas anderes zu tun. Dafür wird er belohnt. Hingegen konnte die kognitive Verhaltenstherapie in Studien nicht vollständig überzeugen, wahrscheinlich, weil bei der Alkoholabhängigkeit auch viele Vorgänge im Gehirn eine Rolle spielen, über die man keine kognitive Kontrolle hat. Keine Psychotherapie im engeren Sinn ist die Kurzintervention. Hier gibt zum Beispiel der Arzt immer wieder kurze, klare Ratschläge oder informiert sachlich über mögliche Risiken. Das kann vor allem in Frühstadien der Erkrankung effektiv sein. Wovon ist der Erfolg einer Alkoholentwöhnung abhängig? Am wichtigsten ist die Intensität der Therapie. Spezialisierte Zentren, in denen die Patienten vier bis sechs Monate intensiv behandelt werden, erreichen langfristige Abstinenzraten von 60 bis 70 Prozent, leider kommen diese Angebote aber nur ein bis zwei Prozent der Betroffenen zugute. Eine mehrwöchige Entzugsbehandlung im Krankenhaus mit anschließender ambulanter Weiterbetreuung ist in 40 bis 50 Prozent der Fälle erfolgreich, wird aber auch nur von Wenigen wahrgenommen. Die Maßnahme, die am wenigsten intensiv ist, die Betreuung durch den Hausarzt, ist auch am wenigsten wirkungsvoll auf der anderen Seite erreicht sie aber besonders viele Patienten. Wie schon gesagt bedeuten in diesem Zusammenhang Acamprosat und Naltrexon eine große Chance. MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

8 Wie sieht in Ihren Augen ein optimales Therapiekonzept bei Alkoholabhängigkeit aus? Am besten wäre ein Stufenschema. Wenn eine Maßnahme keinen Erfolg hat, erfolgt der Übergang in die nächste Stufe: Die erste Stufe ist die einfache Intervention beim Hausarzt, wenn dieser den Patienten auffordert, aufzuhören. Das ist immerhin in zwei bis drei Prozent der Fälle erfolgreich. In Stufe zwei sollte unter hausärztlicher Aufsicht der Alkohol weggelassen und der Patient anschließend mit einem Medikament zur Rückfallprophylaxe, zum Beispiel mit Acamprosat, behandelt werden. Die dritte Stufe ist immer noch ambulant. Sie umfasst die Betreuung durch eine Beratungsstelle, Termine beim Hausarzt alle 14 Tage für drei Monate und die Gabe von Acamprosat. Die vierte Stufe wäre ein qualifizierter stationärer Entzug und die fünfte eine Langzeittherapie in einer spezialisierten Fachklinik. Unabhängig von der Stufe sollte jeder Patient an Selbsthilfegruppen teilnehmen. Kontakt: Prof. Dr. med. Karl F. Mann Sprecher der BMBF-Suchtforschungsverbünde Lehrstuhl für Suchtforschung Universität Heidelberg Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin J5, Mannheim Tel.: 0621/ Fax: 0621/ Immer früher, immer öfter Psychologische und soziale Faktoren bei der Entstehung von Missbrauch und Abhängigkeit Die Anfälligkeit, von Nikotin, Alkohol und insbesondere illegalen Drogen abhängig zu werden, ist in der frühen Jugend besonders hoch. Darauf weisen Professor Hans-Ulrich Wittchen und Professor Gerhard Bühringer aus München hin. Beide befassen sich mit den psychologischen und sozialen Faktoren, die eine Drogenabhängigkeit begünstigen. Ihre Untersuchungen zeigen, dass Jugendliche, die zwischen dem 14. und 17. Lebensjahr beginnen, Drogen zu nehmen, besonders oft eine Abhängigkeit entwickeln. Immer früher, immer öfter, zu diesem Schluss kommt Professor Hans-Ulrich Wittchen, wenn er den Drogenkonsum junger Menschen in Deutschland beschreibt. Im Rahmen der so genannten EDSP-Studie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde, beobachtete sein Team Münchener Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Ziel der EDSP-Studie war es zunächst, einen möglichst genauen Überblick über den Drogengebrauch durchschnittlicher junger Menschen in Deutschland zu schaffen. Dazu wurde zum Beispiel erfasst, wann und warum der Konsum beginnt, wie er sich mit den Jahren verändert, wie sich Einnahmemuster und Vorlieben bei Jüngeren und Älteren entwickeln und welche Faktoren darüber entscheiden, ob jemand abhängig wird. Jeder 20. Jugendliche ist alkoholabhängig Die Ergebnisse der EDSP-Studie zeigen, dass: Praktisch alle Jugendlichen bis zum 15. Lebensjahr Erfahrungen mit Alkohol und 70 Prozent mit Nikotin machen. Cannabis im Schnitt etwas später konsumiert wird, aber immerhin 60 Prozent ihn bis zum 24. Lebensjahr zumindest probieren. 36 Prozent der jungen Menschen regelmäßig MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

9 rauchen und bereits 15 Prozent nikotinabhängig sind. 38 Prozent regelmäßig Alkohol trinken und bereits in dieser Altersgruppe knapp fünf Prozent alkoholabhängig sind. Illegale Drogen regelmäßig von jedem Fünften konsumiert werden in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Cannabis. Nahezu jeder dritte Cannabis-Konsument sich auch andere illegale Drogen zuführt am häufigsten Stimulantien wie Ecstasy und Halluzinogene wie LSD. Frauen beim Drogenkonsum in den letzten Jahren gegenüber Männern stark aufgeholt haben. Bei Nikotin haben sie in manchen Altersgruppen Männer sogar überholt. Zudem verläuft eine Suchterkrankung bei ihnen schwerer und der Entzug gestaltet sich schwieriger. Nach dem 18. Lebensjahr sinkt das Risiko beträchtlich Wie die Daten belegen, steigen immer mehr Jugendliche immer früher in den Suchtmittelkonsum ein. Diese Tendenz ist besonders bei illegalen Drogen bedenklich. In der frühen Adoleszenz nach Ende der Pubertät ist das Nervensystem voll entwickelt. Der Organismus ist besonders anfällig dafür, Suchtmechanismen zu erlernen, und genetische Veranlagungen kommen besonders leicht zum Tragen. Zugleich ist aber die Adoleszenz eine Sturm-und-Drang-Zeit, in der Gefahren und Risiken oft nicht angemessen eingeschätzt werden und in der noch keine funktionierenden Bewältigungsmechanismen für Krisen entwickelt wurden. In dieser Konstellation kann der Drogen-, Alkoholund Nikotingebrauch selbst bei Probieren aus Neugier schnell als scheinbare Lösung von Alltagsproblemen erlebt werden. Folge: Es entwickeln sich Missbrauch oder Anhängigkeit je früher, desto gefährlicher. Als Missbrauch wird Alkohol- oder Drogenkonsum bezeichnet, der wiederholt gesundheitliche, soziale oder seelische Schäden hervorruft, ohne dass es der Person gelingt, den Konsum entsprechend einzustellen. Abhängigkeit ist die offizielle Bezeichnung für das, was im Alltagsleben als Sucht bezeichnet wird. Sie zeichnet sich unter anderem durch einen Kontrollverlust aus sowie durch die Tendenz, mit der Zeit immer höhere Dosen zu konsumieren. Am stärksten gefährdet sind Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Gelänge es einem Gesellschaftssystem, unsere Kinder und Jugendlichen bis über das 16. oder 17. Lebensjahr ganz von Drogen fernzuhalten, könnten nach Modellrechnungen mehr als ein Drittel der späteren Drogenabhängigkeiten verhindert werden obwohl dies ein unrealistisches Szenario ist, erklärt Wittchen. Nur selten spontaner Ausstieg Ist eine Abhängigkeit oder ein regelmäßiger Konsum erst einmal entstanden, so ist ein spontaner Ausstieg selten. Zwei Drittel der jungen Leute, die zu Beginn der EDSP-Studie illegale Drogen missbrauchten oder von ihnen abhängig waren, hatten auch ein paar Jahre später noch ein Drogenproblem. Wittchen hält deshalb die These, dass Drogenkonsum in der Jugend lediglich Folge einer Sozialisationskrise beim Übergang zum Erwachsenenalter sei und sich schnell von selbst erledige, für eine Verharmlosung. Die Tatsache, dass der Konsum weiter steigt und vermehrt verschiedene Drogen gleichzeitig genommen werden, spricht ebenfalls gegen ein vorübergehendes Pubertätsproblem. Auch ist die Einnahme weicher Drogen nicht so harmlos, wie der Name suggeriert: Die EDSP-Daten aber auch Ergebnisse der bundesweiten Drogenstudien zeigen, dass die Cannabisabhängigkeit zwischenzeitlich die häufigste Diagnose bei illegalen Drogen ist. Risiken und Schutzfaktoren In der Vergangenheit konnte die Forschung eine Fülle von körperlichen, psychologischen, sozialen und gesellschaftlichen Faktoren identifizieren, die MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

10 bei der Suchtentstehung eine Rolle spielen. So treten Suchtprobleme gehäuft bei Jugendlichen auf, deren Eltern selber ein Suchtproblem haben. Auch familiärer Zusammenhalt beziehungsweise familiäre Krisen, Freundeskreise, die Verfügbarkeit von Drogen im sozialen Umfeld, kritische Lebensereignisse oder psychische Störungen sind von Bedeutung. Aber es gibt nicht nur Risiko- sondern auch Schutzfaktoren. Wer gut mit Stress umgehen kann, in einen stabilen Familien- und Freundeskreis eingebettet ist, Selbstvertrauen hat und in der Lage ist, über Ängste, Probleme und Drogen offen zu reden, ist besser gegen Sucht gewappnet selbst dann, wenn eine familiengenetische Belastung vorliegt. Dasselbe gilt möglicherweise in gewissem Umfang auch für Personen, die um Wirkungen und Gefahren der Drogen wissen, sie richtig einschätzen und mit ihnen deshalb kontrolliert umgehen können. Aber Wittchen warnt hier nachdrücklich: Welcher Erwachsene und erst recht welcher Jugendliche kann in schwierigen Zeiten zum Beispiel unkontrolliert hergestellte Drogen wie Ecstasy richtig einschätzen? Wer traut sich zu, verlässlich die Grenzen zum abhängigen Gebrauch zu kennen? Die EDSP-Studie sollte über die reine Beschreibung der Situation hinaus klären, warum Erstkonsumenten im weiteren Verlauf abhängig werden. Wittchen und seine Mitarbeiter analysierten also die Bedeutung verschiedener Risikofaktoren genauer. Freier Zugang fördert Abhängigkeit Über eines sind sich Experten schon seit längerem einig: Weil Tabak und Alkohol, aber zunehmend auch Cannabis, gesellschaftlich weitgehend akzeptiert sowie unmittelbar und nahezu immer verfügbar sind, ist die Hemmschwelle, die Substanzen zu konsumieren, niedrig. Wie die EDSP-Daten zeigen, steigt das Risiko für Suchterkrankungen erheblich, je einfacher sich die Drogen beschaffen lassen. Insofern ist es problematisch, dass Zigaretten und Alkohol in Deutschland sogar für Jugendliche relativ leicht zugänglich sind. Diese Ergebnisse sind durchaus auch für die aktuelle Diskussion um die Legalisierung von Cannabis relevant. Unabhängig davon betonen die Suchtforscher, dass es keinen Sinn macht, Drogenkonsumenten zu kriminalisieren. Dies könne oft erst einen fatalen Teufelskreis hin zu schweren Abhängigkeiten in Gang setzen. Vorbildfunktion der Eltern Auch Bühringer vom Institut für Therapieforschung in München glaubt, dass es problematisch ist, wenn Suchtmittel sozial akzeptiert und leicht verfügbar sind. Schon der Umzug in ein anderes Wohnviertel kann das Risiko drastisch verändern, betont er. Bühringer und Wittchen machen darüber hinaus auf Familie und soziales Umfeld aufmerksam. So darf zum Beispiel die Vorbildfunktion der Eltern nicht unterschätzt werden: Wenn sie selber Drogen konsumieren, ist der Anreiz, diesem Beispiel zu folgen, offensichtlich stärker als der Ekel, den eine rauchende Mutter oder ein trinkender Vater beim Kind hervorruft. Vorbilder sind im Übrigen nicht nur Eltern, sondern auch Freunde und Bekannte, zum Beispiel aus der Clique in der Nachbarschaft. Daneben spielen Psyche und Persönlichkeit eine wichtige Rolle. Menschen, die früher so genannte hyperaktive Kinder waren oder unter Angststörungen und Depressionen litten, sind besonders gefährdet. Dasselbe gilt für Jugendliche, die bereits früh sozial auffällig, gewalttätig oder kriminell werden. Misshandlungen in der Kindheit, andere traumatische Ereignisse und genetische Veranlagung begünstigen die Sucht zusätzlich. Vorbeugung ist besser Um Missbrauch und Abhängigkeit vorzubeugen, sollte die Verfügbarkeit vor allem auch der legalen Drogen eingeschränkt werden, darin sind sich Wittchen und Bühringer einig. Dabei ist jedoch eine Ausgrenzung der Jugendlichen zu ver- MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

11 meiden. Werbeverbot, Ausweitung der rauchfreien Zonen und die Demontage von öffentlich zugänglichen Automaten wären erste Maßnahmen. Ein weiterer Schritt könnte sein, Jugendliche, die Alkohol oder Zigaretten kaufen wollen, konsequent nach ihrem Alter zu fragen und sich auch den Ausweis zeigen zu lassen. Angehörige von Hochrisikogruppen, wie solche mit familiärer Belastung, psychischen Störungen und Jugendliche im Probierstadium, sollten frühzeitiger identifiziert und durch Fachleute individuell abgestimmt aufgeklärt werden. Wittchen spricht in diesem Zusammenhang von Hilfe zur Selbsthilfe. Gegebenenfalls sollten sie entsprechende Behandlungsangebote erhalten. Viele junge Menschen, die das erste Mal Drogen probieren, haben durchaus Angst vor negativen gesundheitlichen Folgen und vor der Abhängigkeit. Diese Befürchtungen sollte man sich in der Prävention stärker als bisher zunutze machen. Schwieriger ist es, Schutzfaktoren zu fördern, weil diese stark von der aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Entwicklung abhängig sind. In einer wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Krise, bei Perspektivlosigkeit, Ar- um ihre Ängste zu unterdrücken, so Professor Gastpar, Koordinator des Suchtforschungsverbundes Nordrhein-Westfalen. Depressionen kommen allerdings auch als Folge des Drogenkonsums mit all seinen gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen vor. In vielen Fällen wird die psychische Erkrankung erst im Rahmen einer Entzugstherapie entlarvt, wenn die Wirkungen der Droge allmählich abklingen. Der Entzug bietet in dieser Beziebeitslosigkeit und fehlendem sozialen Zusammenhalt sind auch die besten psychologischen Maßnahmen, um das Selbstwertgefühl zu steigern, von begrenztem Wert. Ansprechpartner: Prof. Dr. phil. habil. Hans-Ulrich Wittchen Max-Planck-Institut für Psychiatrie Klinische Psychologie und Epidemiologie Kraepelinstraße München Tel.: 089/ Fax: 089/ und ASAT-Koordination, Tel.: 089/ Prof. Dr. rer. soc. Gerhard Bühringer IFT Institut für Therapieforschung Parzivalstraße München Tel.: 089/ oder -11 Fax: 089/ Sucht als Selbst-Therapie? Suchtkranke haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein drei- bis fünffach erhöhtes Risiko für zusätzliche psychische Erkrankungen. Außerdem konsumieren die meisten von ihnen mehrere verschiedene Drogen gleichzeitig. Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche internationale Studien. Bei Alkoholabhängigkeit ist das Risiko für zusätzliche psychische Erkrankungen verdoppelt, bei Opiatabhängigen sogar verfünffacht. So sind allein etwa 60 Prozent der Opiatsüchtigen betroffen. Am häufigsten treten dabei Depressionen und Angststörungen auf. Sie bestehen in den meisten Fällen schon vor der Sucht. Viele Patienten setzen Drogen offensichtlich ein, um die Symptome einer psychischen Erkrankung zu lindern, zum Beispiel MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

12 hung die Chance, eine angemessene Therapie der psychischen Erkrankung zu beginnen. Von Mehrfachabhängigkeiten sind besonders Opiatabhängige betroffen. Eine Ursache besteht darin, dass manchmal keine illegalen Drogen verfügbar sind und der Abhängige auf andere Mittel zurückgreifen muss. Außerdem scheint generell eine Abhängigkeit andere Abhängigkeiten zu begünstigen. Der alte Spruch Wer trinkt, der raucht auch hat also durchaus seine Berechtigung. Ein Projekt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Suchtforschungsverbundes geht jetzt einem in der Therapie bislang vernachlässigten Problem nach. Nahezu alle Alkoholabhängigen und Opiatabhängigen sind auch nikotinabhängig. Dies ist kein Zufall: So ist der Nikotinkonsum in der Regel eng mit dem Einnahmeritual von Alkohol und Heroin verbunden. Daraus lässt sich ableiten, dass eine Behandlung der Nikotinabhängigkeit die Behandlung der anderen Abhängigkeit erleichtert. Skeptiker bezweifeln allerdings, ob Alkohol- und Opiatabhängige überhaupt eine Nikotinentwöhnung beginnen. Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von PD Dr. N. Scherbaum (Essen) untersucht, ob sich mit einer motivierenden Intervention Alkoholund Opiatabhängige, die sich zur Entzugsbehandlung in einer psychiatrischen Klinik befinden, dazu bewegen lassen, mit dem Rauchen aufzuhören und ob die Nikotinentwöhnung erfolgreich ist. Das Projekt wird vom BMBF seit Anfang 2002 finanziell gefördert. In einem ersten Schritt werden zunächst auf diese Gruppe von Betroffenen zugeschnittene, motivierende Behandlungsmöglichkeiten erarbeitet. Im Anschluss daran erfolgt ab November die Untersuchung der Patienten. Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Markus Gastpar Sprecher des BMBF-Suchtforschungsverbundes Nordrhein-Westfalen Rheinische Kliniken Essen Kliniken/Institut der Universität Essen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Postfach Essen Tel.: 0201/ Fax: 0201/ Prävention beginnt beim Hausarzt In Deutschland versterben jährlich mehr als Menschen an den Folgen des Tabakrauchens und Alkoholkonsums. Eine wirksame und kosteneffiziente Prävention suchtmittel-assoziierter Erkrankungen und Todesfälle ist daher besonders wichtig. Wissenschaftlichen Diskussionen zufolge ließen sich durch eine langfristige Prävention ein Viertel aller Gesundheitsausgaben vermeiden. Praxen und Allgemeinkrankenhäuser: Wenig Aufwand, große Wirkung Nach Ansicht von Professor Ulrich John von der Universität Greifswald könnten Arztpraxen und Allgemeinkrankenhäuser bei der Vermeidung von Sucht-Folgeschäden in Zukunft eine wesentlich größere Rolle spielen als bisher. Nur etwa 30 Prozent der Alkoholkranken nehmen suchtspezifische Hilfe in Anspruch. 80 Prozent von ihnen werden jedoch im Laufe eines Jahres bei einem niedergelassenen Arzt und 25 Prozent in einem Allgemeinkrankenhaus behandelt, begründet John. Die Zahlen entstammen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

13 von 1998 bis Ende 2000 geförderten TACOS-Studie (Transitions in Alcohol Consumption and Smoking). Johns Überlegungen beziehen sich auf den so genannten Bevölkerungsimpact. Er gilt als Kriterium für erfolgreiche Prävention und beschreibt die Erfolgsrate einer Maßnahme multipliziert mit ihrer Reichweite. Die kostengünstige Kurzberatung rauchender Patienten in der Arztpraxis ist zwar seltener erfolgreich als die Behandlung in einer Spezialklinik, erreicht aber einen viel größeren Teil der Bevölkerung. Bisher fand Prävention meistens statt, ohne den Bevölkerungsimpact zu berücksichtigen. Hier setzt der vom BMBF geförderte Suchtforschungsverbund Frühintervention bei Substanzmissbrauch, EARLINT (Research Collaboration in Early Substance Use Intervention), an. Verschiedene Forschungsprojekte entwickeln Strategien für die Entwöhnung von Rauchern und Patienten mit Alkoholstörungen in Arztpraxen und Allgemeinkrankenhäusern und untersuchen deren Wirksamkeit. Wunsch zur Verhaltensänderung muss berücksichtigt werden Auch die Frage, ob die Betroffenen überhaupt dazu bereit sind, von der Sucht loszukommen, wurde bei den bisherigen Präventionsangeboten zu wenig beachtet. Die Forscher von EARLINT nutzen nun das so genannte Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung. Raucher und Patienten mit einem Alkoholproblem werden dabei definierten Stadien zugeordnet. Die Stadien beschreiben, wie groß die Bereitschaft der Betroffenen ist, ihr gesundheitsschädigendes Verhalten zu ändern. Dabei werden Absichtslosigkeit, Absichtsbildung, Vorbereitung, Handlungsstadium und Aufrechterhaltung unterschieden. In Zukunft gestufte Beratung Die TACOS-Studie lieferte auch in diesem Punkt aufschlussreiche Ergebnisse, auf denen John und seine Mitarbeiter jetzt aufbauen können. Es wurde nämlich deutlich, dass sich lediglich sieben Prozent der untersuchten Raucher im Vorbereitungsstadium befanden dem Stadium, das für die heute praktizierte Form der Prävention in aller Regel Voraussetzung ist. Präventionsprojekte waren in der Vergangenheit somit nur für wenige Betroffene geeignet. Hingegen befanden sich 76 Prozent der Raucher im Stadium der Absichtslosigkeit und 17 Prozent im Stadium der Absichtsbildung. Prävention muss diesen Erkenntnissen in Zukunft Rechnung tragen. Die laufenden Forschungsprojekte basieren deshalb auf einer gestuften Beratung. Sie berücksichtigt die Stadien der Verhaltensweisen. Außerdem wird jede Maßnahme auf ihren Impact überprüft. Dass sich Prävention lohnt, zeigen Beispiele aus dem Ausland: In Ländern mit vielen Präventionsaktivitäten gibt es tatsächlich mehr Patienten, die bereit sind, den Ausstieg zu wagen. Ansprechpartner: Prof. Dr. phil. Ulrich John Sprecher des Suchtforschungsverbundes EARLINT Universität Greifswald Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin Walther-Rathenau-Straße Greifswald Tel.: 03834/ Fax: 03834/ MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

14 Mit dem Rauchen aufhören leichter gesagt als getan Zigaretten. Auf diese Zahl kommt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr Tendenz steigend. Wer mal probiert, hat ein Risiko von 25 Prozent, süchtig zu werden. Das Suchtpotenzial von Nikotin ist damit wesentlich höher als das von Alkohol (10 Prozent) und Cannabis (13 Prozent). Die gesundheitlichen Schäden des Rauchens kennt eigentlich jeder: Rauchen verursacht Krebs, chronische Lungenerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Außerdem werden die Zähne gelb, wird die Haut grau und der Geldbeutel schmaler. Es gibt also genug Gründe, das Rauchen sein zu lassen. Doch das ist leichter gesagt als getan: Zu den körperlichen Entzugserscheinungen kommt das so genannte Craving, der überwältigende Wunsch nach der nächsten Zigarette. Nikotin wirkt auf das Belohnungszentrum im Gehirn und ruft dadurch angenehme Gefühle hervor. Danach sehnen sich die Raucher. Wenn sie keine Zigarette bekommen, fühlen sie sich nicht gut: Sie können schlecht schlafen, sich kaum konzentrieren, sind reizbar, unruhig und fallen in ein Stimmungsloch. Die Tabakentwöhnung ist deshalb schwierig. Wer sich spontan entscheidet aufzuhören, schafft das nur in ein bis zwei Prozent der Fälle. Mithilfe von Nikotinersatzmitteln, zum Beispiel in Form von Pflastern oder Nasensprays, steigt die Erfolgsquote auf 10 bis 15 Prozent. Etwas effektiver ist das in Deutschland seit Juli 2000 zugelassene Medikament Bupropion: Die Behandlung verhilft etwa 20 Prozent der Patienten zu dauerhafter Abstinenz. Das Mittel setzt im Gehirn an und reduziert das Verlangen nach Nikotin. Am besten wirkt jedoch eine Kombination aus Verhaltenstherapie und Nikotinersatz beziehungsweise Bupropion auch nach einem Jahr sind noch fast 35 Prozent der Raucher abstinent. Suchtforscher wollen in Zukunft durch neue Angebote zur Nikotinentwöhnung mehr Raucher erreichen als bisher. Da fast jeder Bundesbürger mindestens einmal im Jahr zum Hausarzt geht, bietet es sich an, schon hier mit der Raucherentwöhnung zu beginnen. Im Suchtforschungsverbund Baden-Württemberg untersucht ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt unter Leitung von Professor Brenner (Universität Heidelberg) neue Strategien zur Raucherentwöhnung in der hausärztlichen Praxis. In Vorstudien analysieren die Wissenschaftler, wie niedergelassene Ärzte ihre Patienten zurzeit motivieren aufzuhören und welche Methoden sie bei der Entwöhnung anwenden. In der Hauptstudie werden dann neue Strategien der Raucherentwöhnung in der Allgemeinarztpraxis evaluiert. Ein weiteres Projekt unter der Leitung von Professor Schmidt (ZI Mannheim) geht der Frage nach, inwieweit Kinder und Jugendliche mit so genannten externalisierenden Störungen (z. B. hyperaktive Kinder und solche mit Störungen des Sozialverhaltens) besonders gefährdet sind, später Raucher zu werden. Entsprechende Zusammenhänge wurden zum Beispiel für Ecstasy bereits nachgewiesen. Ziel dieser Studie ist es, auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse geeignete Präventionsmaßnahmen für diese Gruppe junger Menschen zu entwickeln. Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Thomas Hintz Universität Heidelberg Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin J5, Mannheim Tel.: 0621/ Fax: 0621/ MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

15 Glossar Sucht Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Gier oder eine exzessive Verhaltenstendenz. Süchtig kann man sowohl nach Substanzen (z. B. Schokolade, Alkohol) als auch nach Beschäftigungen (z. B. Arbeit) sein. Häufig wird Sucht fälschlicherweise gleichgesetzt mit Abhängigkeit. Abhängigkeit Nicht mit Sucht gleichzusetzen; Abhängigkeit ist eine nach international anerkannten Kriterien definierte Erkrankung. Sie äußert sich unter anderem in dem Verlangen, eine Substanz wieder und wieder zu sich zu nehmen. Gemäß der American Psychiatric Association müssen innerhalb eines Jahres mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt sein: Tendenz, mit der Zeit immer mehr zu konsumieren (Toleranzbildung). Entzugssymptome, wenn die Droge nicht genommen wird. Einnahme der Droge in größeren Mengen oder länger als beabsichtigt. Wunsch oder erfolglose Versuche, den Konsum einzuschränken. Beschaffung und Konsum der Droge erfordern extrem viel Zeit. Andere Aktivitäten (z. B. soziale oder berufliche) werden wegen des Konsums eingeschränkt. Fortgesetzter Konsum, auch wenn gesundheitliche, psychosoziale, finanzielle oder andere Schäden auftreten (Kontrollverlust). Je nach Droge kann die Ausprägung der einzelnen Merkmale variieren. Craving Unwiderstehliche Gier nach einer Droge; Zeichen für psychische Abhängigkeit. Missbrauch Fehlangepasstes Muster von Substanzkonsum; führt wiederholt zu deutlich negativen körperlichen, seelischen oder sozialen Folgen wie wiederholtem Fehlen am Arbeitsplatz wegen Alkoholkonsums; Missbrauch gilt als Vorstufe der Abhängigkeit. Riskanter Konsum Konsum einer Substanz in einer Menge, die zu gesundheitlichen oder seelischen Schäden führen kann und das Risiko einer Abhängigkeit beinhaltet; für Alkohol gelten z. B. Grenzwerte von 20 Gramm Reinalkohol pro Tag bei Frauen und 30 Gramm bei Männern. Entzug Bei der Behandlung von Abhängigen wird als Entzug die Phase direkt nach Beendigung des Konsums bezeichnet, während der es zu Entzugserscheinungen kommt. Entzugserscheinungen unterscheiden sich von Droge zu Droge und können lebensbedrohlich werden. Häufige Symptome sind Unruhe und Schweißausbrüche. Im Rahmen einer Entzugsbehandlung steht der Abhängige während des Entzugs unter ärztlicher Aufsicht und erhält gegebenenfalls Medikamente, um die Entzugserscheinungen zu lindern. Entwöhnung/Entwöhnungsbehandlung Langfristige Therapie von Abhängigen mit dem Ziel, sie zu einem Leben in Abstinenz zu befähigen; schließt sich dem Entzug an. Prävention In Zusammenhang mit Sucht und Abhängigkeit die Vorbeugung von Krankheiten, die durch den Konsum von Suchtmitteln entstehen oder begünstigt werden. Zu unterscheiden sind Primär- und Sekundärprävention. Primärprävention setzt in der Bevölkerung an, unabhängig davon, ob der einzelne Adressat bereits Krankheitsmerkmale trägt oder nicht. Sekundärprävention ist auch als Frühintervention zu bezeichnen. Sie beseitigt frühzeitig die Bedingungsfaktoren einer Krankheit, z. B. Rauchen oder riskanten Alkoholkonsum. Impressum Herausgeber Bildnachweis Bundesministerium für Bildung DAK/Wigger: Titel (oben) und Forschung (BMBF) Stone: Titel (unten) Referat Gesundheitsforschung Bonn Redaktion Projektträger im DLR MasterMedia Gesundheitsforschung Dr. Michael Meyer Dr. Brigitte Hirner Bodelschwinghstraße 17 Gestaltung Postfach Hamburg MasterMedia, Hamburg Bonn Tel.: 040/ Tel.: 0228/ Fax: 040/ Druck Fax: 0228/ Digital Connection, Hamburg MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

16 Grafikbestellbogen Die gewünschte Grafik bitte ankreuzen und den Bogen zurücksenden an: MasterMedia, Dr. Michael Meyer, Fax: 040/ Wie viele junge Menschen konsumieren regelmäßig Suchtmittel? Alkoholverbrauch in Europa 1997 pro Person in Litern Anteil der Jugendlichen in Prozent ,5% 35,2% 49% 27,5% 18,4% 12,8% 6,2% Männer Frauen Nikotin Alkohol Cannabis andere illegale Drogen 3,1% Quelle: Wittchen et al., ANEPSA Bericht ,3 10,1 7,7 10,9 7,7 5,1 10,8 7,9 8,8 Quelle: Produktschap voor Gedistilleerde Dranken (1998) 36 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 24 Jahren sind regelmäßige Raucher, 38 Prozent trinken regelmäßig Alkohol und gut 17 Prozent konsumieren regelmäßig Cannabis. Die Deutschen sind beim Alkoholverbrauch in Europa zusammen mit Franzosen, Spaniern und Portugiesen Spitze. Prozent Anteil der Raucher in Deutschland in verschiedenen Altersgruppen Männer Frauen >75 Alter Den höchsten Prozentsatz von Rauchern gibt es bei den 25- bis 45-Jährigen. Danach nimmt ihr Anteil wieder ab. Mögliche Ursachen für den Rückgang: Nach dem 40. Lebensjahr wagen viele den Ausstieg. Außerdem macht sich etwa ab diesem Alter die erhöhte Sterblichkeit von Rauchern bemerkbar. Weil in der Vergangenheit junge Menschen seltener geraucht haben als heute, ist wahrscheinlich auch jetzt noch der Anteil bei den über 60-Jährigen geringer. Quelle: Statistisches Bundesamt. Fragen zur Gesundheit 1999: Metzler-Pöschel, Stuttgart, 2000 Grafik: Batra/BMBF Zigaretten in Milliarden pro Jahr Zigarettenkonsum in Deutschland 131,2 128,1 134,1 134,5 136,2 137,7 138,4 145,0 139,6 142, Jahreszahl In Deutschland werden immer mehr Zigaretten geraucht. Quelle: Versteuerte Zigaretten in Deutschland: Pressemitteilung des Statischen Bundesamtes (www.destatis.de) Grafik: Batra/BMBF Gewünschte Zustellart Farbabzug Datei Unsere Anschrift: Redaktion:... Ansprechpartner:... Straße:... PLZ, Ort:... Telefon: MasterMedia, Bodelschwinghstraße 17, Hamburg, Tel.: 040/ , Fax: 040/

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