Rauschverlauf. Aufnahmemöglichkeiten von Kokain. Toxische Wirkungen von Kokain. Geschichte des Amphetamin-Missbrauchs

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Rauschverlauf. Aufnahmemöglichkeiten von Kokain. Toxische Wirkungen von Kokain. Geschichte des Amphetamin-Missbrauchs"

Transkript

1 Pharmakologie des zentralen Nervensystems: Stimulantien & Sucht Psychotrope Wirkstoffe Zentralnervös dämpfende Wirkstoffe: - Antiepileptika - Sedativa - Anxiolytika/Tranquillantien - Narkotika Dr. Edith Hintermann Pharmazentrum Klinikum der J. W. Goethe Universität Frankfurt / Main Zentralnervös stimulierende Wirkstoffe: - Antidepressiva - Drogen: Kokain, Amphetamin - Genussmittel : Koffein, Nikotin Andere: - Neuroleptika - Opioidanalgetika - Anti-Parkinson Medikamente - Anti-Dementiva Zentralnervös stimulierende Wirkstoffe: Mechanismen Wirkungsmechanismen von Amphetamin und Kokain Klasse Wirkungsmechanismen Beispiele Antidepressiva Hemmung der Rückaufnahme Imipramin von Noradrenalin und Serotonin Fluoxetin Anstieg von Noradrenalin und Serotonin durch MAO Blockade Tranylcypromin Moclobemid Freisetzung von Dopamin & Noradrenalin aus Speichervesikeln = Erschwerte Speicherung & Wiederaufnahme Hemmung der Wiederaufnahme von Dopamin, Noradrenalin & Serotonin durch präsynaptische Pumpen (analog trizyklische Antidepressiva) Stimulantien Erhöhen der Konzentration Kokain von Dopamin, Serotonin & Amphetamin Noradrenalin im synaptischen Spalt Amphetamin-Derivate Koffein Blockade von Adenosin Kaffee, Tee Theophyllin Rezeptoren (Antagonist) Coca-Cola, RedBull A D oder N K (oder A) D, N oder S Nikotin Stimulation von Acetylcholin Tabak (rauchen, kauen, Rezeptoren schnupfen) Zunahme der Neurotransmitterkonzentration im synaptischen Spalt Verstärkung der Funktion dopaminerger, noradrenerger & serotoninerger Neurone Zentralnervös stimulierende Wirkstoffe: Effekte Kokain, Amphetamin = Überwache, erregte Euphorie, beschleunigtes Denkvermögen (kurzzeitiger Gebrauch entspannte Aufmerksamkeit, erhöhtes Selbstvertrauen von niedrigen Dosen) Steigerung der motorischen Aktivität, Anstieg von Pulsfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz Amphetamin als Doping-Mittel Vermindertes Hungergefühl Amphetamin als Appetitzügler Kokain: Zentralnervös stimulierende Wirkstoffe: Einsatz als Arzneimittel Verengt Blutgefässe, wirkt lokal betäubend Lokalanästhetikum in der Augen- und Zahnchirurgie später Modellsubstanz zur Entwicklung synthetischer Lokalanästhetika z.b. Procain Koffein = Gesteigerte Aktivität, nicht euphorisierend Nikotin = Gesteigerte Aufmerksamkeit & Leistungsfähigkeit, Stresstoleranz (häufiger Gebrauch) nimmt zu Amphetamin: & Derivate Erweiterung der Atemwege bei Asthma Appetitzügler Behandlung von Narkoleptikern Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADHS) 1

2 Aufnahmemöglichkeiten von Kokain Rauschverlauf Aufnahmeweg: Zeit bis Wirkungseintritt Zeit des Rauschgefühls Dosis (mg) Kauen der Blätter 5 10 min min 5 30 Schnupfen (Koks, Schnee) 2 3 min min Intravenös (Koks, Schnee) ½ - ¾ min min Rauchen (crack, freebase) 8 10 sec 5 10 min Coca Blätter enthalten ~ 1% des Alkaloids Kokain Extrahierung Coca-Paste Kokain-HCl, Pulver = Koks, Schnee Phasen des Rauschzustandes: 1) Euphorie erhöhtes Selbstwertgefühl, gesteigerter Antrieb/Kreativität, optische Halluzinationen 2) Rausch ängstlich paranoide Stimmungen, akustische Halluzinationen, Verfolgungsangst 3) Depression Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Angst, Schuldgefühle, Suizidgedanken Kokain-HCl + Backpulver + Hitze Kokain-HCl + Ammoniumhydroxid + Hitze Kokain-hydrogencarbonat, kristallin = rocks, crack Kokainbase, kristallin = freebase! Psychische Abhängigkeit innerhalb weniger Wochen! Toxische Wirkungen von Kokain Geschichte des Amphetamin-Missbrauchs - Schädigungen: Gehirn Atmungsorgane, Blutgefässe, Leber, Herz, Niere - Akute cardiovaskuläre und neurovaskuläre Komplikationen Fortschreitender Koordinationsverlust, Tremor, Krampfanfälle, Schlaganfälle, Herzrhythmusstörungen Tod durch Kreislaufversagen oder Atemlähmung Crack-Babies bedingt durch gefässverengende Wirkung fetale Hypoxie Chinesische Heilmittelpflanze ma huang = Ephedra vulgaris Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit - Ephedrin als oral applizierbarer, natürlicher Ersatz für Adrenalin für Asthmatiker - Amphetamin Benzedrin als künstlicher Ersatz für Ephedrin, kann gut inhaliert werden - Unterdrückt Schlafbedürfnis, erhöht Ausdauer Missbrauch durch: - Studenten in Amerika - Soldaten im 2. Weltkrieg - Militär - und Zivilbevölkerung in Japan 1948 waren 5% aller Japaner zwischen 16 und 25 Jahren amphetaminabhängig - Steigerung der LSD Wirkung (LSD bindet an 5-HT R) durch Co-Injektion von Amphetaminen - Appetitzügler Ecstasy (Amphetamin-Derivat) von Merck 1914 hergestellt Disco- und Partykultur der 90er Jahre Amphetamin & Derivate = Designer Drogen 1) Psychostimulantien: Akut: Chronisch: Entzug: Toxizität: Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit stereotype Handlungen & Gedanken Amphetamin-Psychosen psychische Symptome dominieren (Depression, Angst, Panikattacken) körperliche Symptome: Tremor, Schwitzen, Sehstörungen Neurotoxizität bei Serotonin- & Dopamin-Neuronen beim Abbau von freigesetztem Dopamin werden Sauerstoffradikale frei = erhöhter oxidativer Stress Überbelastung des Körpers Amphetamin & Derivate = Designer Drogen 2) Entaktogene: Akut: Chronisch: Toxizität: Verbesserung der Kommunikation, Abbau psychischer Barrieren, leicht anxiolytisch, leicht antidepressiv, stets erhaltene Selbstkontrolle stimulierende Wirkung mit Suchtpotential Neurotoxizität bei Serotonin- & Dopamin-Neuronen Überbelastung des Körpers Amphetamin-Derivate wie MDMA (ecstasy), MDA (adam), MDE (eve) etc. Amphetamin = alpha-methylphenethylamin als Pulver geschnupft oder als Pille speed, crystal, glass 3) Halluzinogene: Methamphetamin = N-methylierte Form des Amphetamins stabiler gegenüber MAO Abbau erhöhte Fettlöslichkeit = schneller durch Blut-Hirnschranke stärker stimulierende, länger wirkende Amphetaminform stärkste Neurotoxizität Morbus Parkinson, Schizophrenie kann geraucht werden meth, crystal meth, ice Akut: Erleichterung assoziativen Denkens Chronisch: Gedächtnisstörungen, Stupor (Starrezustand bei wachem Bewusstsein) Amphetamin-Derivate wie DOM, PMA, TMA etc. 2

3 Therapeutische Anwendung von Amphetamin & Derivaten Therapeutische Anwendung von Amphetamin & Derivaten 1) Narkolepsie = spontane Schlafanfälle, unwillkürlicher Schlafzwang Autoimmunkrankheit: T Zellen wenden sich gegen Zellen im Wachzentrum Hypokretin Behandlung mit: 1) Amphetamin = Wachzustand erhalten und 2) Benzodiazepinen = Schlaf induzieren Versuch normalen Schlaf-Wach Rhythmus wieder herzustellen 2) Aufmerksamkeits-Defizit / Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit und ohne Hyperaktivität Ca. 5% aller Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren leiden an ADHS Bei Jungen etwa 4x häufiger diagnostiziert als bei Mädchen Häufigste psychiatrische Störung im Kindes- und Jugendalter Bei ca. 60% der Betroffenen bleiben Symptome im Erwachsenenalter bestehen Neu: Modafinil kein Amphetamin, geringere Suchtgefahr erhöht Dopamin und Noradrenalin Freisetzung erhöht Histamin Freisetzung erhöhter Wachzustand Therapeutische Anwendung von Amphetamin & Derivaten: ADHS Therapeutische Anwendung von Amphetamin & Derivaten: ADHS ADHS Symptome bei Kindern: Unaufmerksam, rasch ablenkbar, desorientiert, hyperaktiv, impulsiv, emotionl instabil, niedrige Stresstoleranz, motorische Störungen Starker Gerechtigkeitssinn, fürsorglich, kreativ Viele Experten bezweifeln, dass ADHS eine biologisch bedingte Krankheit ist Beschleunigte Lebensweise, Reizüberflutung und Verlust sozialer Strukturen könnten bei Kindern psychische und körperliche Symptome auslösen, welche als ADHS Symptome bezeichnet werden ADHS Symptome bei Erwachsenen: Erhöhte innere Unruhe, Depressionen, niedriges Selbstwertgefühl, Essstörungen Genetische Faktoren: Bei 50 % der Betroffenen erblich bedingte gestörte Dopamin & Noradrenalin Ausschüttung und Aufnahme z.b. erhöhte Menge an Dopamin-Rücktransporter im Striatum weniger Dopamin im synaptischen Spalt reduzierte neuronale Aktivität Therapie: Amphetamin und Amphetamin-ähnliche Substanzen z.b. Methylphenidat (Ritalin) bewirken motorische Beruhigung durch erhöhte Konzentrationsfähigkeit Neu: Atomoxetin kein Amphetamin hemmt Noradrenalin Rückaufnahme Nikotin: Effekte - Anregende (niedrige Dosis) und beruhigende (hohe Dosis) Wirkung der Tabakpflanze erkannt durch Indianer in Amerika Nikotin: Mechanismus Nikotin - Nikotin ist Hauptinhaltsstoff im Tabak verantwortlich für akute Wirkung und Abhängigkeitspotential - Weiter enthalten: Benzol, Formaldehyd, Vinylchlorid, Blei, Cadmium, Nickel, Chrom, Aluminium, Nitrosamine, Stickstoffoxide mehr als 40 Substanzen die krebserregend sind verantwortlich für gesundheitsschädliche Effekte Wachheit Belohnung Acetylcholin Kognitive Funktion Gedächtnis - Wirkung: Nichtraucher: Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Schwindelgefühl, Herzjagen, Kopfschmerzen etc. Raucher: Gesteigerte Aufmerksamkeit/Gedächtnisleistung, Stresstoleranz nimmt zu, Erregung & Aggression sinken 25% des inhalierten Nikotins gelangen in 7 8 Sekunden ins Gehirn und binden an nikotinergen Acetylcholin Rezeptor 42 Noradrenalin Dopamin Serotonin -Endorphin Vasopressin Hungergefühl Angst Stimmungs- Aufhellung - Abbau: hauptsächlich in der Leber via Cytochrome P450 2A6 zu Cotinin Glucuronid Kleine Dosen Schwache Intensität des Rauchens Grosse Dosen Starke Intensität des Rauchens 3

4 Nikotin: Sucht Nikotin: Folgeschäden - Nikotin hat eine mit Amphetaminen und Kokain vergleichbare suchterzeugende Wirkung, die sowohl zu körperlicher als auch psychischer Abhängigkeit führt - Hohe Suchtgefahr erklärt durch rasche Wirkung und angenehme psychotrope Effekte z.b. rauchen mit Freunden, die Belohnung nach der Arbeit rauchen als Ritual - Schnelle Toleranzbildung Halbwertszeit: 120 Min. Nichtraucher 20 Min. starker Raucher - Keine Veränderung der Persönlichkeit, kein sozialer Abstieg (Gegensatz: Alkohol, illegale Drogen) - Einstiegsdroge für harte Drogen zusammen mit Alkohol und Haschisch - Entzugserscheinungen: Aggressivität, Angst, Depressionen, Unruhe, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Appetitsteigerung - Verengung der Blutgefässe Durchblutungsstörungen in Herzkranzgefässen und äusseren Gliedmassen Amputationen Thromboseneigung erhöht Fetale Hypoxie - Schädigung der Atmungsorgane Chronische Bronchitis, Lungenemphysem Krebs: Lunge, Speiseröhre, Mundhöhle, Kehlkopf Verschlechterung des Geruchssinns - Leukocytose - Veränderung des Blutlipidprofils - Verfrühtes Klimakterium, erhöhte Osteoporosegefährdung % der Krebstodesfälle ursächlich auf das Rauchen zurückgeführt - In Deutschland sterben jährlich bis Menschen an den Folgen des Zigarettenrauchens (weniger als 2000 Drogentote, Alkoholtote) - Starke Raucher sind oft auch starke Trinker Von der Tabakpflanze zur Zigarette Suchtmittel / Drogen Alkohol 1,3 Mio. Amphetamine Benzodiazepine Cannabis (Marihuana, Haschisch, Gras, Hanf) Heroin (Morphin, Opium) Kokain 1,4 Mio. ** Medikamentenabhängige 0,6 Mio. 0,2 Mio. LSD Nikotin Schmerzmittel 16 Mio. 1,4 Mio. ** Medikamentenabhängige 0,4 Mio. Glücksspielsüchtige Bundeministerium für Gesundheit 2011 Dunkelziffern???? Sucht verändert Diagnostische Leitlinien für das Abhängigkeitssyndrom Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen Neben der direkten Schädigung der primären Zielorgane z.b. Leber bei Alkoholismus verschlechter sich der gesundheitliche Gesamtzustand Erhöhte virale, bakterielle und mykotische Infektionsanfälligkeit Erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen z.b. AIDS, Hepatitis-B, Hepatits-C Beschaffungskriminalität Verwahrlosung & sozialer Abstieg Abhängigkeit wird diagnostiziert, wenn mindestens 3 der 6 Kriterien erfüllt sind: 1) Starker Wunsch oder Zwang zu konsumieren 2) Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums 3) Körperliches Entzugssyndrom 4) Toleranzentstehung: zunehmend höhere Dosen erforderlich für dieselbe Wirkung 5) Andere Interessen oder Vergnügen werden zugunsten des Substanzkonsums vernachlässigt 6) Konsum wird trotz nachweislicher Schädigung fortgesetzt 4

5 Molekulare Mechanismen der Sucht Molekulare Mechanismen der Sucht Sucht = Drang nach Aufrechterhaltung eines angenehmen Zustandes Vernachlässigung von körperlichen Bedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlaf, soziale Interaktionen Kokain Effekte im Tierversuch: - Kokain induziert ebenfalls einen Anstieg der Dopamin Konzentration und Aktivierung der D 1 und D 2 Rezeptoren Akzeptanz von Schmerz und Bestrafung - Chronischer Konsum führt zu Veränderungen in Rezeptor Konzentration, Sensitivität und Signalübermittlung Zunahme der camp Konzentration und der Aktivität der camp-abhängigen Transkriptionsfaktoren CREB und FosB Ratte mit Gehirn-stimulierender Elektrode Kokain-spezifische Proteinexpression im Gehirn z.b. AMPA-R Neuroadaptation - Nach Absetzen der Droge wird zu wenig Dopamin ausgeschüttet, um angenehme Effekte weiterhin zu erzielen Verlangen nach erneuter Kokain Einnahme Funktionsweise des Belohnungszentrums: Anstieg der Dopamin Konzentration im limbischen System bei Erwartung von Belohnung Initiale Rolle des Dopamin-Systems: Phasen der Suchtentwicklung Drogen, welche das Belohnungssystem direkt (Kokain) oder indirekt (Nikotin) aktivieren, erzeugen Lust- oder Rauschzustände, Gefühl der Freude Grund für polyvalentes Suchtverhalten Alkoholiker rauchen deutlich mehr Zigaretten als andere Menschen % der Haschisch - und Heroin Konsumenten rauchen auch Tabak Psychische Abhängigkeit Später Übergang zu reflexartigem, unkontrolliertem Gewohnheitskonsum Eintreten des süchtigen Verhaltensautomatismus Chronischer Konsum macht Dosissteigerung notwendig aufgund von Neuroadaptation Toleranz Körperliche Abhängigkeit Anreizende Phase Sensitisierung = Positive Verstärker: Negative Verstärker: Entzugserscheinungen: Psychische Abhängigkeit Unwiderstehliches Verlangen die Substanz wieder einzunehmen Steigerung der Antwort des Gehirns bei wiederholter Verabreichung Nicht die Wirkung des Suchtmittels nimmt zu, sondern der Anreizcharakter wird stärker wahrgenommen und gewinnt an Attraktivität Erfolgt bereits nach wenigen Verabreichungen und hält lange an Bedingt durch gesteigerte Ansprechbarkeit/Empfindlichkeit des dopaminergen Belohnungssystems auf die Wirkung des Suchtmittels Schmerzlosigkeit, Sorglosigkeit, Euphorie, Wachheit Sehnsucht nach Abenteuer oder spirituellen Erfahrungen Sehnsucht nach Akzeptanz in der Gruppe/Gesellschaft Schmerz Minderwertigkeitsgefühle, Depression, Verzweiflung, Angst Leere Entzugssymptome Depressionen, Angst, hohe Reizbarkeit Entstehung eines Suchtgedächtnisses Konsumatorische Phase Körperliche Abhängigkeit Toleranz = Gewöhnung d.h. höhere Dosen sind nötig um gleiche Wirkung zu erzielen Gründe: Substanz wird rascher abgebaut oder ausgeschieden z. B. induziert Nikotin CYP450 2A6 erhöhter Nikotin Abbau Zielzelle verliert Empfindlichkeit z. B. steigert Nikotin Acetylcholin-Rezeptorzahl erhöhte Nikotin- Bindungskapazität des Gehirns Entzugserscheinungen: Tremor, Übelkeit, Krampfanfälle, Halluzinationen, Schmerz Entzugserscheinungen entstehen, weil vermehrte Rezeptoren nach Absetzten der Substanz unbesetzt sind Fliessender Übergang von psychischer zu körperlicher Abhängigkeit Zusammenhang Sucht und Genetik Nikotin Veränderungen im dopaminergen, serotonergen oder cholinergen Rezeptorsystem vermutet erst erhöhte Nikotin Zufuhr kann gewünschten Effekt erzielen verstärkter Konsum mögliches Defizit wird durch Nikotin behoben = Nikotin als Therapeutikum 30 50% der Tabakabhängigkeit durch Genetik bestimmt Zusammenhänge noch nicht zweifelsfrei bewiesen Alkohol ca. 50% der Alkoholabhängigkeit genetisch bedingt ZNS Abhängigkeit klar, aber spezifische Genvariationen noch nicht bekannt (D 2 -R Dichte ) hohe Stress-Sensitivität & ausgeprägte Stress-Dämpfungseffekte des Alkohols begünstigen 5

6 Entwöhnungsbehandlungen: generell Behandlungsziel ist die völlige Abstinenz Kontrollierter Konsum kaum möglich, Rückfallrate sehr hoch Behandlung: 1) Kontaktphase: Abhängige Person kontaktiert Beratungsstelle Motivationsphase dauert Wochen bis Monate 2) Entzug/Entgiftung Körperliche Abhängigkeit Medizinische Behandlung stationär oder ambulant Entzugserscheinungen mit Medikamenten behandelt 3) Entwöhnung Suchtgedächtnis Psycho- und soziotherapeutische Behandlung Stationär, ambulant, Einzel-Gruppentherapie Abstinenzabsicherung dauert mehrere Monate 4) Nachsorge Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige Tabak-Entwöhnung Entwöhnungsbehandlungen: Beispiele Nikotinsubstitution: Kaugummi, Lutschtablette, Pflaster, evtl. in Kombination Pflaster ermöglicht konstanten Serum-Nikotin-Spiegel Stimulus zum Anzünden einer Zigarette fehlt Löschen des Suchtgedächtnisses Dauer der Theraphie: 3 Monate, ausschleichend Bupropion = Antidepressivum, Inhibition der Wiederaufnahme von Dopamin Nebenwirkungen Vareniclin = Partialagonist am 24 nicotinergen Acetylcholin-Rezeptor zahlreich! Alkohol-Entwöhnung Stationäre Behandlung, da schwere Entzugsanfälle mit Delirium tremens möglich Entwöhnung durch Abstinenz & gleichzeitige Stabilisierung des Allgemeinzustandes Behandlung der Entzugssymptome durch Diazepam oder Clomethiazol (Sedativa via GABA A -R) Zentralnervös dämpfende Wirkstoffe Alkohol-Konsumverhalten in Deutschland - Barbiturate - Narkosemittel - Benzodiazepine - Inhalierbare Substanzen mit - Nicht-Benzodiazepine Missbrauchspotential (Lösungsmittel) - Alkohol Konsumverhalten: Reinalkohol pro Tag Konsumenten mind. 14jährig Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen 2009 Frauen / Männer - Risikoarm 12 g 24 g (2003: 20 g / 40 g) - Riskant 40 g 60 g 9,5 Mio - Schädlich 80 g 120 g 2,8 Mio - Süchtig über 80 g 120 g 1,3 Mio Kontinuum der Dämpfungswirkung Grundzustand Angstlösung Enthemmung Sedierung Schlaf Narkose Koma Tod 12 g Reinalkohol = 3 dl Bier oder 1,5 dl Wein oder 0,4 dl Spirituosen 2-3 Tage pro Woche abstinent, um Gewöhnung zu vermeiden Abbau über die Leber: 90% Alkoholdehydrogenase (geringere Aktivität in Frauen), 10% CYP450 2E1 Steigende Wirkstoff-Dosis Deutschland gehöhrt zu den Alkohol-Hochkonsumländern der Welt. Alkohol Effekte Alkohol & Kinder Alkohol-bedingte Schäden nach Langzeitkonsum: - Leberschwellung,Leberverfettung Leberzirrhose - Jeder Rausch zerstört Gehirnzellen Gedächtnisverlust, Konzentrationsschwäche, Intelligenzverlust bis völligem geistigem Abbau - Entzündung der Bauchspeicheldrüse, des Magens & des Darms - Erweiterung des Herzmuskels - Krebserkrankungen: Leber, Magen, Mund-Rachenhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre - Beeinträchtigung der Potenz und des sexuellen Erlebens - Persönlichkeitsstörungen, Reizbarkeit, Depressionen - Schlechte Ernährung, Verwahrlosung, sozialer Abstieg Pro Jahr sterben ca Menschen direkt oder indirekt in Verbindung mit Alkohol Einfluss auf das Ungeborene = Alkoholembryopathie: Sich neu ausbildende Nerven und Organe werden geschädigt Schwere körperliche und geistige Behinderungen wie Herzfehler, Minderwuchs, Entwicklungsstörungen des Gehirns jährlich werden mehr als alkoholgeschädigte Kinder geboren Kinder & Jugendliche: Leber von Kindern kann Alkohol nur bedingt abbauen 2 Esslöffel hochprozentiger Schnaps verursachen Vergiftungen Kinder/Jugendliche mit Alkoholvergiftung stationär behandelt: 2008: : Schädigungen des Gehirns Gehirn erst mit ca. 17 Jahren ausgewachsen Prävention z.b. Bunt statt blau 4116 Personen, 17 Schulen, 7 Bundesländern DAK Studie

7 Der GABA A Rezeptor als Vermittler der Benzodiazepin Effekte Der GABA A Rezeptor ist auch EIN Vermittler der Alkohol Effekte GABA Cl - BDZ - GABA Bindungsstelle: Zwischen und GABA Cl - Alkohol Alkohol bindet spezifisch an die Untereinheit Alkohol verstärkt hemmende Wirkung von GABA Postsynaptische Membran -BDZBindungsstelle: Zwischen 2 und 1, 2, 3 oder 5 - Durch Binden von BDZ nimmt Öffnungswahrscheinlichkeit des GABA A Rezeptors zu Verstärkung der inhibierenden Wirkung von GABA = positive Modulation - BDZ Wirkung blockiert durch Flumazenil = neutralisierende Modulation, BDZ Antagonist Postsynaptische Membran anxiolytische, sedierende und hypnogene Wirkung vergleichbar mit BDZ Alkoholkranke besonders schnell abhängig von Benzodiazepinen Adaptive Veränderungen des GABA A -R Komplexes (Abnahme der Rezeptorzahl, Abnahme der Sensitivität) bei chronischem Alkohol Konsum führen zu Toleranz Reduzierte Sensitivität führt im Entzug zu verminderter GABA Wirkung und somit zu Schlaflosigkeit, Nervosität, Angst, Depressionen Wirkung von Alkohol auf den NMDA Rezeptor Weitere Rezeptor-Systeme und Überträgerstoffe Blockade der Glutamat Bindung an den NMDA-R Inhibition der erregenden Wirkung von Glutamat Sedierung, Anxiolyse Erhöhung der Krampfschwelle Blockade im Hippocampus beeinträchtigt Kurzzeit- Gedächtnis & Fähigkeit zur Selbstkontrolle Alkohol bindet ebenfalls - Serotonin Rezeptoren euphorische, offene Stimmung - Dopamin-Rezeptoren Aktivierung des Belohnungssystems - L-Typ Ca 2+ -Kanäle Alkohol beeinflusst nachgeschaltete Überträgerstoffe Acetylcholin, Noradrenalin, Endorphine Zunahme der Rezeptorzahl bei chronischem Alkohol- Konsum Toleranzbildung Krampfanfälle im Entzug, da erhöhte Rezeptorzahl mehr Glutamat bindet & stark erregend wirkt Arzneimittel mit Suchtpotential Websites Am häufigsten verordneten Arzneimittel: Schlafmittel, Tranquilizer, zentral wirkende Schmerzmittel, Psychostimulantien Rund 1/3 dieser Mittel wird nicht wegen akuter Probleme, sondern langfristig zur Suchterhaltung und zur Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet. Gesamtzahl der Mediakmentenabhängigen: 1,4-1,5 Mio Abhängig von Benzodiazepin-Derivaten: 1,0-1,1 Mio Abhängig von anderen Arzneimitteln: 300,000 Hohes Suchtpotential der Benzodiazepine!! ADHS Deutschland: ADHS Schweiz: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Deutsches Krebsforschungszentrum: WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Stand 2010 Arbeitsgruppe Christen Teaching / Vorlesungen 7

Herzlich willkommen! Sucht und Gehirn 17. Jan. 2007. PD Dr. Bernd Grünewald PD Dr. Petra Skiebe-Corrette

Herzlich willkommen! Sucht und Gehirn 17. Jan. 2007. PD Dr. Bernd Grünewald PD Dr. Petra Skiebe-Corrette Herzlich willkommen! Sucht und Gehirn 17. Jan. 2007 PD Dr. Bernd Grünewald PD Dr. Petra Skiebe-Corrette Wie wirken Drogen im Gehirn? http://www.gfs-ebs.de/index.htm PD Dr. Bernd Grünewald Institut für

Mehr

beruhigende und angstlösende Mittel

beruhigende und angstlösende Mittel Sucht Sedativa der Zustand,in dem man bestimmte schädliche Gewohnheiten nicht mehr ändern kann; Abhängigkeit beruhigende und angstlösende Mittel LSD psychische Abhängigkeit körperliche Abhängigkeit dopen

Mehr

Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung

Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, Fachrichtung Psychologie Dr. Markus Mühlhan Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung Warum sind neurobiologische

Mehr

Psychosomatische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Eine Sensibilisierung für betriebliche Laien

Psychosomatische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Eine Sensibilisierung für betriebliche Laien Friedrichsdorfer Institut für Therapieforschung salus klinik Friedrichsdorf Dr. Dietmar Kramer Leitender Arzt Psychosomatische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Eine Sensibilisierung

Mehr

Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter

Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter Bürgerforum Altenpflege am 09.11.2015 Dr. med. Irmgard Paikert-Schmid kbo Isar-Amper-Klinikum München Ost Psychische Störungen im Alter

Mehr

Abhängigkeiten und Suchterkrankungen

Abhängigkeiten und Suchterkrankungen Ausbildung zum/r Psycholog. Berater/in und Psychotherapeutische/r Heilpraktiker/in Abhängigkeiten und Suchterkrankungen Begleitskript zum Seminar Inhalt Allgemeine Vorbemerkungen zu den Skripten Inhalt

Mehr

Suchtformen, Wirkungen, Folgen, Merkmale, Erkennen, Hilfestellung

Suchtformen, Wirkungen, Folgen, Merkmale, Erkennen, Hilfestellung Suchtformen, Wirkungen, Folgen, Merkmale, Erkennen, Hilfestellung Rainer Siedelberg Geschäftsführer der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung MV 22.09.2009 www.lakost-mv.de siedelberg@lakost-mv.de

Mehr

Was versteht man unter einer Depolarisation bzw. einer Hyperpolarisation des Membranpotentials?

Was versteht man unter einer Depolarisation bzw. einer Hyperpolarisation des Membranpotentials? 1 Was versteht man unter einer Depolarisation bzw. einer Hyperpolarisation des Membranpotentials? 2 Was ist der Unterschied zwischen der absoluten und der relativen Refraktärzeit eines Aktionspotentials?

Mehr

DROGEN. die der internationalen Kontrolle unterliegen

DROGEN. die der internationalen Kontrolle unterliegen DROGEN die der internationalen Kontrolle unterliegen 2 Inhalt Einleitung..................................................3 Cannabis...................................................4 Kokain.....................................................5

Mehr

Alkohol. Ein Projekt von Marina Honvehlmann und Lisa Vogelsang

Alkohol. Ein Projekt von Marina Honvehlmann und Lisa Vogelsang Alkohol Ein Projekt von Marina Honvehlmann und Lisa Vogelsang Was passiert bei wie viel Promille? Ab 0,1 Promille: Ab 0,3 Promille: Ab 0,8 Promille: Die Stimmung hebt sich, das Gefühl ist angenehm. Konzentration,

Mehr

Alkohol und Gesundheit. Weniger ist besser!

Alkohol und Gesundheit. Weniger ist besser! Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser! Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser! Immer wieder hört und liest man, ein Gläschen Alkohol könne nicht schaden. Im Gegenteil: Ein Glas Rotwein oder ein

Mehr

t C Von der Ahnungslosigkeit zur Nachdenklichkeit: Sich Grundwissen zur Sucht und zu Suchtstoffen aneignen..

t C Von der Ahnungslosigkeit zur Nachdenklichkeit: Sich Grundwissen zur Sucht und zu Suchtstoffen aneignen.. t Einführung.......................... j j Gliederung Inhaltsverzeichnis...................... : j t C Von der Ahnungslosigkeit zur Nachdenklichkeit: Sich Grundwissen zur Sucht und zu Suchtstoffen aneignen..

Mehr

Sucht. Andreas Vogel. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikums des Saarlandes Homburg

Sucht. Andreas Vogel. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikums des Saarlandes Homburg Sucht Andreas Vogel Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikums des Saarlandes Homburg Definition von Abhängigkeit Zwang, einen Stoff einzunehmen und sich mit allen

Mehr

Auch eine Frage von. Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.v. Alkohol, Drogen,

Auch eine Frage von. Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.v. Alkohol, Drogen, Seelische Gesundheit Auch eine Frage von Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.v. Alkohol, Drogen, Medikamenten und Tabak Psychische Probleme oder Erkrankungen

Mehr

Heilpraktiker für Psychotherapie

Heilpraktiker für Psychotherapie Heilpraktiker für Psychotherapie 1. Klassifikation von Störungen Auszug Lernunterlagen 5.4. Therapie Vier Phasen Modell Dauerhafte Nachsorgephase Rückfall Abstinenz 3.Phase Entwöhnungsphase 1.Phase Motivationsphase

Mehr

Psychiatrische Erkrankungen. KL Pharmazie

Psychiatrische Erkrankungen. KL Pharmazie Psychiatrische Erkrankungen KL Pharmazie Chronisches Müdigkeitssyndrom Keine psychiatrische Krankheit!!! Ursache unbekannt, persistierende Müdigkeit, schwere Störung der Leistungsfähigkeit, Schmerzen,

Mehr

Joachim Letschert. Abhängigkeit und Sucht Einteilung, Diagnose & Behandlung von stoffgebundenen Abhängigkeiten

Joachim Letschert. Abhängigkeit und Sucht Einteilung, Diagnose & Behandlung von stoffgebundenen Abhängigkeiten Joachim Letschert Psychiatrisches Grundwissen Heilpraktiker für Psychotherapie Skript zur Aus- und Weiterbildung Abhängigkeit und Sucht Einteilung, Diagnose & Behandlung von stoffgebundenen Abhängigkeiten

Mehr

Möglichkeiten, Pharmakologie und Interpretation von Drogentests

Möglichkeiten, Pharmakologie und Interpretation von Drogentests Möglichkeiten, Pharmakologie und Interpretation von Drogentests Dr. Katja Schulz Institut für Rechtsmedizin der TU Dresden Betäubungsmittel Amphetamin/Methamphetamin/ Designerdrogen Cannabis Kokain Opiate...

Mehr

Entstehung und Entwicklung von Abhängigkeit

Entstehung und Entwicklung von Abhängigkeit Geisteswissenschaft Katharina Hilberg Entstehung und Entwicklung von Abhängigkeit Studienarbeit Entstehung und Entwicklung von Abhängigkeit Heutzutage ist Abhängigkeit ein großes gesellschaftliches Problem.

Mehr

Bipolare Störung. Manisch depressive Erkrankung

Bipolare Störung. Manisch depressive Erkrankung Bipolare Störung Manisch depressive Erkrankung Inhalt Beschreibung Diagnostik Phasen Verlaufsformen Ursachen Behandlung Beschreibung psychische Störung, die zu den Affektstörungen zählt erste Beschreibung

Mehr

Alkoholabhängigkeit. OÄ Dr. med. A. Kopf

Alkoholabhängigkeit. OÄ Dr. med. A. Kopf Alkoholabhängigkeit OÄ Dr. med. A. Kopf BRD: 5 % der Männer und 3 % der Frauen (1/3 der Patienten in psychiatrischen Krankenhäusern) ICD-10-Kriterien: Alkoholabhängigkeit 1. Toleranzentwicklung 2. Kontrollverlust

Mehr

Multiple-Choice-Fragen zu Kapitel 9

Multiple-Choice-Fragen zu Kapitel 9 9.1.1 Fragetyp C, Antwortkombinationsaufgabe Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 1. Alkohol dockt an ähnlichen Rezeptoren wie Tranquilizer sowie Gammaaminobuttersäure an. 2. An beglückende Kick -

Mehr

2. SUCHT UND SUCHTMITTEL

2. SUCHT UND SUCHTMITTEL 2. SUCHT UND SUCHTMITTEL 2.1 Wichtige Begriffe im Überblick Sucht: Der Begriff Sucht verbindet in einem Wort Krankheit, Abhängigkeit und Zwanghaftigkeit. Das alte deutsche Wort suht für Krankheit hat sich

Mehr

Verschiedene Kategorien von Psychopharmaka und ihre Wirkungen

Verschiedene Kategorien von Psychopharmaka und ihre Wirkungen Définition Ein Psychopharmakon ist ein Medikament, das einen Einfluss (verändernd oder verstärkend) auf das Gemüt, die Gefühle, die Empfindungen, das Bewusstsein und andere Faktoren des Erlebens und Verhaltens

Mehr

Größe: 175 cm / Gewicht: 63 kg Beginn des Alkoholkonsums: Uhr Ende des Alkoholkonsums: Uhr

Größe: 175 cm / Gewicht: 63 kg Beginn des Alkoholkonsums: Uhr Ende des Alkoholkonsums: Uhr A Einzelarbeit Berechne den Promillewert der folgenden Personen. Verwende den Online-Promillerechner im Internet unter http://promillerechner.net. Schreibe das Ergebnis auf. Person : LISA Größe: 75 cm

Mehr

Behandlung von Alkoholabhängigkeit Vortrag am 05.10.2012. Eva Gunkel Fachpflegerin Psychiatrie Stellv. Stationsleitung Sozialstiftung Bamberg

Behandlung von Alkoholabhängigkeit Vortrag am 05.10.2012. Eva Gunkel Fachpflegerin Psychiatrie Stellv. Stationsleitung Sozialstiftung Bamberg Behandlung von Alkoholabhängigkeit Vortrag am 05.10.2012 Eva Gunkel Fachpflegerin Psychiatrie Stellv. Stationsleitung Sozialstiftung Bamberg Diagnostische Merkmale der Abhängigkeit nach ICD 10 Drei oder

Mehr

Seminar: Alkohol- & Medikamentenabhängigkeit Referenten: Philippe Ginsbourger & Charlotte Schwedes Dozentin: Frau Dr. Kuhn

Seminar: Alkohol- & Medikamentenabhängigkeit Referenten: Philippe Ginsbourger & Charlotte Schwedes Dozentin: Frau Dr. Kuhn Seminar: Alkohol- & Medikamentenabhängigkeit Referenten: Philippe Ginsbourger & Charlotte Schwedes Dozentin: Frau Dr. Kuhn Gliederung Drogenwirkungen Toleranz und Entzugssymptomatik Alkohol Sedativa und

Mehr

Stiftung für das behinderte Kind. Förderung von Vorsorge und Früherkennung. Alkohol. in der. Schwangerschaft

Stiftung für das behinderte Kind. Förderung von Vorsorge und Früherkennung. Alkohol. in der. Schwangerschaft Stiftung für das behinderte Kind Förderung von Vorsorge und Früherkennung Alkohol in der Schwangerschaft Der Schadstoff Nr. 1 für das Kind Wie schädigt Alkohol mein Kind während der Schwangerschaft? Alkohol

Mehr

Medikamentenmissbrauch. Vortrag im Sozialverband VdK München Dr. Christoph Schwejda

Medikamentenmissbrauch. Vortrag im Sozialverband VdK München Dr. Christoph Schwejda Medikamentenmissbrauch Vortrag im Sozialverband VdK München Dr. Christoph Schwejda Medikamentenmissbrauch Themen: 1.Phänomen: Missbrauch 2.Medikamente, Missbrauch in Zahlen 3.Die wichtigsten Gruppen: Schlaf-

Mehr

Drogen. Ketamin ist ein hochwirksames Narkosemittel - das einzig bekannte, dass die Atmung nicht unterdrückt.

Drogen. Ketamin ist ein hochwirksames Narkosemittel - das einzig bekannte, dass die Atmung nicht unterdrückt. Drogen Sabine K. wußte nicht was sie da schluckte. Freunde aus der Disco hatten ihr das 50 ml Fläschchen in die Hand gedrückt - dieselben Freunde, die mit der 14jährigen auch die ersten Ecstasy - Pillen

Mehr

Medikamentöse Behandlung von Depressionen

Medikamentöse Behandlung von Depressionen Medikamentöse Behandlung von Depressionen Priv.-Doz. Dr. med. T. Supprian Abt. Gerontopsychiatrie Rheinische Kliniken Düsseldorf Medikamente zur Behandlung einer Depression = Antidepressiva wesentliches

Mehr

Drogenquiz oder Der Joint ist heiß

Drogenquiz oder Der Joint ist heiß Drogenquiz oder Der Joint ist heiß Material: Fragekärtchen großes Plakat Klebeband Teilnehmerzahl: ab 6 Dauer: 30 min Spielregel: Die Fragekärtchen werden verdeckt mit Klebeband auf ein großes Plakat geklebt,

Mehr

Folgen des Alkoholkonsums

Folgen des Alkoholkonsums Gruppe 1: Auswirkungen von Alkohol auf die Leber Info: Das am meisten gefährdete Organ bei Alkoholkonsum ist die Leber. Bei häufigem Alkoholkonsum kommt es zur Fetteinlagerung in den Leberzellen, was als

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Grundlagen. II Präparate VII

Inhaltsverzeichnis. Grundlagen. II Präparate VII VII Inhaltsverzeichnis I Grundlagen 1 Pharmakologische Grundlagen........ 3 1.1 Pharmaka......................... 4 1.1.1 Pharmakologisch wirksame Stoffe......... 4 1.1.2 Wirkstoffentwicklung.................

Mehr

Vom Probierkonsum zur Abhängigkeitsentwicklung. Helmut Horn Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Ev. Krankenhaus Lütgendortmund

Vom Probierkonsum zur Abhängigkeitsentwicklung. Helmut Horn Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Ev. Krankenhaus Lütgendortmund Vom Probierkonsum zur Abhängigkeitsentwicklung Helmut Horn Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Ev. Krankenhaus Lütgendortmund Was ist Alkohol? Name: Ethanol Chemische Summenformel: C2H5OH Ethanol

Mehr

"Sucht und Abhängiges Verhalten

Sucht und Abhängiges Verhalten "Sucht und Abhängiges Verhalten Prof. Dr. F. Kiefer Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim 163 000 in Behandlung 1,77 Mio. Alkoholabhängig 1,61

Mehr

pib Seminar für Führungskräfte

pib Seminar für Führungskräfte Programm Leben hat viele Gesichter. Sucht hat viele Ursachen. 1. Einführung Grundlagen 2. Suchtursachen Suchtentwicklung - Sucht Hilfe für Betroffene, Unterstützung für die Helfer 3. Wie verhalte ich mich

Mehr

rauchen (Joints, Wasserpfeife, Blubber, Bong, Eimer, Pfeife), essen (Kekse, Kuchen), trinken (Tee, Kakao)

rauchen (Joints, Wasserpfeife, Blubber, Bong, Eimer, Pfeife), essen (Kekse, Kuchen), trinken (Tee, Kakao) GRUPPE: Typen/Erscheinungsform Konsumform Wirkungsdauer Effekte auf den Körper Haschisch, Marihuana, Haschischöl rauchen (Joints, Wasserpfeife, Blubber, Bong, Eimer, Pfeife), essen (Kekse, Kuchen), trinken

Mehr

Tutorium Klinische Psychologie I. Psychopharamkotherapie

Tutorium Klinische Psychologie I. Psychopharamkotherapie Tutorium Klinische Psychologie I Psychopharamkotherapie Letzte Prüfungsinformationen 37 MC-Fragen (37 Punkte) davon: 8 Fragen aus dem Tutorium/ zusätzlichen Vorlesungsinhalten 1 Langfrage (3 Punkte) Bonussystemteilnahe:

Mehr

Schlafstörungen Abhängigkeitsstörungen. DIPS-Seminar HS 2014 Dr. Esther Biedert, Universität Fribourg

Schlafstörungen Abhängigkeitsstörungen. DIPS-Seminar HS 2014 Dr. Esther Biedert, Universität Fribourg Schlafstörungen Abhängigkeitsstörungen DIPS-Seminar HS 2014 Dr. Esther Biedert, Universität Fribourg Übersicht Primäre Schlafstörungen I } Dyssomnien } Ein- und Durchschlafstörungen oder eine ausgeprägte

Mehr

HINTERGRUNDINFORMATION NIKOTIN- UND TABAKABHÄNGIGKEIT

HINTERGRUNDINFORMATION NIKOTIN- UND TABAKABHÄNGIGKEIT HINTERGRUNDINFORMATION NIKOTIN- UND TABAKABHÄNGIGKEIT Was ist Nikotin? Nikotin ist ein Nervengift, das in der Wurzel der Tabakpflanze (Nicotiana tabacum L., Abb. 1) gebildet und in deren Blättern gespeichert

Mehr

Intoxikationen Seite - 1 - Intoxikationen

Intoxikationen Seite - 1 - Intoxikationen Intoxikationen Seite - 1 - Intoxikationen Häu Ca. 10.000 Vergiftungen im Jahr in Deutschland, davon 80% durch orale Aufnahme, 6% durch Hautkontakt und 5% durch Inhalation. Überwiegend betroffen sind Jugendliche

Mehr

Alkohol aus der Sicht des. Psychiaters

Alkohol aus der Sicht des. Psychiaters Alkohol aus der Sicht des Psychiaters A.-Univ.-Prof. Dr. Barbara Sperner-Unterweger Univ.-Klinik für Psychiatrie Abt. für Biologische Psychiatrie Die Welt in der wir leben Wir leben in der Ersten Welt

Mehr

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Was ist Sucht? Allgemeine Suchtkriterien der WHO: a. Zwang zu konsumieren b. Kontrollverlust

Mehr

Neue Drogen - neue Herausforderungen?

Neue Drogen - neue Herausforderungen? Neue Drogen - neue Herausforderungen? Steinfurt, 15.05.2014 W. Terhaar Lengerich Was ist neu an Badesalz, Spice und Co? Wie wirken sich die neuen Drogen bei den Konsumenten/-innen aus? Welche Konsequenzen

Mehr

Nichtrauchen Tabakentwöhnungsseminar. Seminarleiter. Organisation für den Kurs und Kursinhalte 05.09.2008. Erfolgreich aussteigen in 6 Schritten

Nichtrauchen Tabakentwöhnungsseminar. Seminarleiter. Organisation für den Kurs und Kursinhalte 05.09.2008. Erfolgreich aussteigen in 6 Schritten Nichtrauchen Tabakentwöhnungsseminar Erfolgreich aussteigen in 6 Schritten In nur 6 Wochen rauchfrei! Seminarleiter Dr. Helmut Pailer Ärztlicher Dienst der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse Organisation

Mehr

Sucht Zahlen und Fakten aus dem Erzgebirge

Sucht Zahlen und Fakten aus dem Erzgebirge Sucht Zahlen und Fakten aus dem Erzgebirge Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Dr.-Otto-Nuschke-Str. 46 08280 Aue Tel. : 03771/154-140 Fax: 03771/154-143 Dipl. Psych. Ulrike Päßler suchtberatung.aue@diakonie-asz.de

Mehr

Neue Drogen Wirkungen der neuen Stoffe

Neue Drogen Wirkungen der neuen Stoffe Landratsamt Regen Gesundheitsamt Neue Drogen Wirkungen der neuen Stoffe Regen, 19. Mai 2015 Medizinaloberrat Dr. med. Bernhard Edenharter, MPH Signalübertragung Signalübertragung im Gehirn durch Botenstoffe

Mehr

SUCHTPROBLEME 1. MENSCH UND KULTUR WAS IST DAS GUTE, GELINGENDE LEBEN?

SUCHTPROBLEME 1. MENSCH UND KULTUR WAS IST DAS GUTE, GELINGENDE LEBEN? SUCHTPROBLEME Prof. Felix Tretter Suchtabteilung ÜBERSICHT 1. MENSCH UND KULTUR 2. SUCHT 3. VERBREITUNG 4. SUBSTANZEN /SUCHTOBJEKTE 5. URSACHEN - GESELLSCHAFT - PSYCHISCHE FAKTOREN - BIOLOGISCHE FAKTOREN

Mehr

Medizinisch-psychiatrische Auswirkungen

Medizinisch-psychiatrische Auswirkungen Drogenprobleme Medizinisch-psychiatrische Auswirkungen Suchtpotential Toxikologische Wirkung Auslösung von Psychosen, Suizid Soziale Auswirkungen Soziale Desintegration/Verelendung Kriminalität Viktimisierung

Mehr

Sucht. Dr. Andreas Vogel Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg

Sucht. Dr. Andreas Vogel Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg Sucht Dr. Andreas Vogel Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg Definition von Abhängigkeit Zwang, einen Stoff einzunehmen und sich

Mehr

F1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

F1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen F1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen Triadisches System: Suchterkrankungen werden den psychogenen Erkrankungen zugeordnet. Sucht als psychische Abhängigkeit wurde von Gewöhnung

Mehr

Sucht als Folge chronifizierten Stresserlebens

Sucht als Folge chronifizierten Stresserlebens Sucht als Folge chronifizierten Stresserlebens Psychische Ermüdung, herabgesetzte Vigilanz oder Stress sind Folgen von ungünstigen Arbeitsbedingungen. Demnach darf nicht verkannt werden, dass die Umgebungsfaktoren

Mehr

Neues aus der Welt der Stoffe GBL (GHB) (BDO)

Neues aus der Welt der Stoffe GBL (GHB) (BDO) Neues aus der Welt der Stoffe GBL (GHB) (BDO) Eva Gebauer Straßensozialarbeit Karlsruhe Helmholtzstr. 1 76133 Karlsruhe Tel: 0721/1335064 eva-gebauer@web.de GHB Gamma-Hydroxy-Buttersäure Medizinische Verwendung:

Mehr

Im Verlauf von Demenzerkrankungen treten sehr häufig Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese können das Zusammenleben mit Demenzerkrankten massiv

Im Verlauf von Demenzerkrankungen treten sehr häufig Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese können das Zusammenleben mit Demenzerkrankten massiv Im Verlauf von Demenzerkrankungen treten sehr häufig Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese können das Zusammenleben mit Demenzerkrankten massiv belasten. Im Vordergrund der Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten

Mehr

Sucht. Inhaltsverzeichnis. 1 Was versteht man unter Drogen? 2

Sucht. Inhaltsverzeichnis. 1 Was versteht man unter Drogen? 2 Sucht Inhaltsverzeichnis 1 Was versteht man unter Drogen? 2 2 Was ist eigentlich Sucht? 2 2.1 Süchtiges Verhalten.............................. 3 2.2 Kennzeichen der Sucht............................ 3

Mehr

Abhängigkeit von Pharmaka

Abhängigkeit von Pharmaka Abhängigkeit von Pharmaka Zahlen 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland von psychotropen Medikamenten abhängig 1,0 1,2 Millionen nehmen Benzodiazepine 1,7 Millionen sind alkoholabhängig Abhängigkeitssyndrom

Mehr

Alkohol und Gehirn. Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg. Dr. Stracke. www.hansenbarg.de

Alkohol und Gehirn. Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg. Dr. Stracke. www.hansenbarg.de Alkohol und Gehirn Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg Dr. Stracke www.hansenbarg.de Wie entsteht Sucht? Mensch Sinn? Spiritualität? Umwelt Droge Genauer betrachtet : Entstehungsbedingung

Mehr

Toxische, drogeninduzierte und endogene (funktionelle)

Toxische, drogeninduzierte und endogene (funktionelle) Toxische, drogeninduzierte und endogene (funktionelle) PSYCHOSEN Stoffliche Einflüsse, die Psychosen verursachen: Unmittelbare Erkrankungen des Gehirns - bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen,

Mehr

Depression nach erworbener Hirnschädigung

Depression nach erworbener Hirnschädigung NeuroInfo MERKBLATT SEPTEMBER 2015 Hinweise für Betroffene, Angehörige und Interessierte Depression nach erworbener Hirnschädigung Herausgeber: Neuronales Netzwerk - Deutsche Stiftung für Menschen mit

Mehr

Rauchen ist nicht cool!

Rauchen ist nicht cool! Rauchen ist nicht cool! Eine Initiative der Medizinischen Klinik des Oststadtkrankenhauses Wöchentliche Vorträge seit 2/02 Seitdem ca. 1900 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 11; alle Schulformen

Mehr

Suchtmittel: Alkohol

Suchtmittel: Alkohol Suchtmittel: Alkohol Die Effekte... Die akute Wirkung des Alkohols hängt von der aufgenommenen Menge und der Alkoholkonzentration des Getränks und von der individuellen körperlichen und seelischen Verfassung,

Mehr

Kapitel 09.01: Sucht und Drogen

Kapitel 09.01: Sucht und Drogen 2 Inhalt Inhalt... 2 Einstieg in das Thema "Drogen"... 3 Kressekeimungsversuche... 3 Was sind Drogen Was versteht man unter Sucht?... 3 Suchtmittel Angriffsorte und Wirkung... 4 Wann beginnt die Sucht?...

Mehr

Drogen & Alkohol. Realschule Stockach Ein Bericht über Drogen von Nico D. Tetzlaff

Drogen & Alkohol. Realschule Stockach Ein Bericht über Drogen von Nico D. Tetzlaff Drogen & Alkohol Realschule Stockach Ein Bericht über Drogen von Nico D. Tetzlaff 1 2 Inhalt Was sind Drogen?...3 Kath.4 Amylnitrit Poppers..5 Ecstasy...6 4-Hydroxybutansäure.7 Steroide..8 Anabole Steroide..9

Mehr

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen 1 Ausdruck 2 Auflösung Kuchendiagramm Drogen 2 Ausdruck 3 Gebrauchsinformation Alkohol A l k o h o l Wirkstoff: Ethanol C2H5OH Arzneimittel müssen für Kinder unzugänglich

Mehr

Psychische Erkrankungen und Abhängigkeiten. Prim. Dr. Christian Korbel Tagung der HPE Österreich Salzburg, 29. April 2016

Psychische Erkrankungen und Abhängigkeiten. Prim. Dr. Christian Korbel Tagung der HPE Österreich Salzburg, 29. April 2016 Psychische Erkrankungen und Abhängigkeiten Tagung der HPE Österreich Salzburg, 29. April 2016 Landesklinikum Mauer Pav.52 DALYs 2015 Industrieländer WHO Prognose Burden of Disease 1 Unipolare Depressive

Mehr

Benzodiazepine. Die Sucht und ihre Stoffe. Eine Informationsreihe über die gebräuchlichen Suchtstoffe

Benzodiazepine. Die Sucht und ihre Stoffe. Eine Informationsreihe über die gebräuchlichen Suchtstoffe Benzodiazepine 1 Die Sucht und ihre Stoffe Eine Informationsreihe über die gebräuchlichen Suchtstoffe Beruhigungs- und Schlafmittel: Benzodiazepine Benzodiazepine sind eine Gruppe von Arzneimittelwirkstoffen,

Mehr

SIND WIR ALLE SÜCHTIG?

SIND WIR ALLE SÜCHTIG? HERZLICH WILLKOMMEN ZUM HEUTIGEN VORTRAG A SIND WIR ALLE SÜCHTIG? Donnerstag, 18. September 2014, 19.00-20.00 Uhr Sind wir alle süchtig? PD Dr. med. Marc Walter, Chefarzt EPK Basel, 18. September 2014

Mehr

Tag der offenen Tür, 9. Oktober 2004. Psychiatrie erleben und verstehen. Depression. erkennen und behandeln. Klaus-Thomas Kronmüller

Tag der offenen Tür, 9. Oktober 2004. Psychiatrie erleben und verstehen. Depression. erkennen und behandeln. Klaus-Thomas Kronmüller Tag der offenen Tür, 9. Oktober 2004 Psychiatrie erleben und verstehen Depression erkennen und behandeln Klaus-Thomas Kronmüller Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg Traurigkeit ist nicht gleich

Mehr

Tabelle A1: Baseline Soziodemografische Merkmale der eligiblen Ausgangsstichprobe und der Auswertungsgruppen für t 3

Tabelle A1: Baseline Soziodemografische Merkmale der eligiblen Ausgangsstichprobe und der Auswertungsgruppen für t 3 ANHANG PREMOS-STUDIE Anhang Tabelle A1: Baseline Soziodemografische Merkmale der eligiblen Ausgangsstichprobe und der Auswertungsgruppen für t 3 Ausgangsstichprobe (N = 2284) t 3 Outcome mit proxy (N =

Mehr

Wiederholung: Dendriten

Wiederholung: Dendriten Wiederholung: Dendriten Neurone erhalten am Dendriten und am Zellkörper viele erregende und hemmende Eingangssignale (Spannungsänderungen) Die Signale werden über Dendrit und Zellkörper elektrisch weitergeleitet.

Mehr

Wege aus Sucht und Abhängigkeit eine gesellschaftspolitische Herausforderung. von Bezirksrätin Hiltrud Broschei

Wege aus Sucht und Abhängigkeit eine gesellschaftspolitische Herausforderung. von Bezirksrätin Hiltrud Broschei Wege aus Sucht und Abhängigkeit eine gesellschaftspolitische Herausforderung von Bezirksrätin Hiltrud Broschei München, 09.09.2009 1 Millionen Menschen werden von Süchten durchs Leben getrieben: Alkohol,

Mehr

PSYCHOTISCHE STÖRUNGEN FRÜH ERKENNEN. Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler Zentrum für Gender Research und Früherkennung Kornhausgasse 7

PSYCHOTISCHE STÖRUNGEN FRÜH ERKENNEN. Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler Zentrum für Gender Research und Früherkennung Kornhausgasse 7 PSYCHOTISCHE STÖRUNGEN FRÜH ERKENNEN Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler Zentrum für Gender Research und Früherkennung Kornhausgasse 7 1 ÜBERSICHT 1. Was sind schizophrene Psychosen? 2. Wie entstehen

Mehr

5_Arbeitsblatt_zum_Video_Kopie_neu.doc

5_Arbeitsblatt_zum_Video_Kopie_neu.doc Das folgende Arbeitsblatt erhalten die Schüler zum Film mit dem Titel Die physiologische Wirkung von Drogen. Dieser Film ist am LPM in Saarbrücken ausleihbar (4601025). Die im Arbeitsblatt enthaltene Abbildung

Mehr

NPS die ganze Bandbreite

NPS die ganze Bandbreite NPS die ganze Bandbreite 2. Nationale Tagung Safer Nightlife Schweiz 24. September 2015 Christian Bissig Chemiker FH Drogenwirkung Übersicht Referenzzentrum Designerdrogen NPS Neue psychoaktive Substanzen

Mehr

(Früher: Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters )

(Früher: Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters ) Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Früher: Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters ) Prof. Dr. med. Michael Günter Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Mehr

Jugend in Gefahr: Alkohol-, Drogen- Onlinesucht. Selbsthilfe-Gruppen-Tagung. am 25.10.2008. Dr. med. Hubert Buschmann. www.wir-machen-unabhaengig.

Jugend in Gefahr: Alkohol-, Drogen- Onlinesucht. Selbsthilfe-Gruppen-Tagung. am 25.10.2008. Dr. med. Hubert Buschmann. www.wir-machen-unabhaengig. Jugend in Gefahr: Alkohol-, Drogen- Onlinesucht Selbsthilfe-Gruppen-Tagung am 25.10.2008 Dr. med. Hubert Buschmann www.wir-machen-unabhaengig.de Suchtprobleme bei Jugendlichen Zahlen, Fakten, Daten Alkohol

Mehr

Zur Pharmakologie der Substitutionsmittel

Zur Pharmakologie der Substitutionsmittel Zur Pharmakologie der Substitutionsmittel - Suchtkooperationstag 2007 - Dr. Sylvia Prinz Apothekerin, Apothekerkammer Westfalen-Lippe Constanze Schäfer Apothekerin, Apothekerkammer Nordrhein Entzug in

Mehr

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern U N I V E R S I TÄRE PSYCHIATRISCHE D I E N S TE B E R N ( U P D ) D I R E K T I O N AL T E R S P S Y C H I AT R I E Alkohol im Alter Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012

Mehr

Notfälle in der Psychiatrie

Notfälle in der Psychiatrie Notfälle in der Psychiatrie Intervention mit medizinischem Schwerpunkt (Intoxikation, Delirien); meist ist eine intensive Behandlung nötig (verschiedene Therapien in Abhängigkeit von der Ätiologie); Intervention

Mehr

Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser!

Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser! Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser! Alkohol und Gesundheit: Weniger ist besser! Immer wieder hört und liest man, ein Gläschen in Ehren könne nicht schaden, im Gegenteil: Maßvoll getrunken, fördere

Mehr

Trude Ausfelder. Stark ohne Stoff. Alles über Drogen. Ellermann

Trude Ausfelder. Stark ohne Stoff. Alles über Drogen. Ellermann Trude Ausfelder Stark ohne Stoff Alles über Drogen Ellermann Inhalt ICH Will DIR EICHT DEN SPASS VERDERBEN 11 A. DROGEN UND SUCHT, 16 Zwei Vorbemerkungen Legale und illegale Suchtmittel: Ein Überblick

Mehr

Der ambulante Alkoholentzug. Thomas Meyer

Der ambulante Alkoholentzug. Thomas Meyer Der ambulante Alkoholentzug Thomas Meyer Quellen Meyer, T., Stohler, R.. Der ambulante Alkoholentzug. Praxis 2005; 94: 1555-1560 Wetterling T, Veltrup C. Diagnostik und Therapie von Alkoholproblemen. Springer

Mehr

NIKOTIN NIKOTIN NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN

NIKOTIN NIKOTIN NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN_NIKOTIN Nikotin Info Booklet Impressum Der Gebrauch von Drogen ist stets mit Risiken verbunden. Wenn du diese Risiken völlig ausschließen willst, musst du auf den Konsum verzichten. Entschließt du dich trotzdem

Mehr

Ein Gläschen in Ehren...

Ein Gläschen in Ehren... Ein Gläschen in Ehren... Info Fördert Alkohol die Gesundheit? Ein Gläschen in Ehren? Häufig liest man, ein Gläschen in Ehren könne nicht schaden, im Gegenteil, maßvoll getrunken, fördere Alkohol die Gesundheit.

Mehr

Umgang mit Alkohol und Medikamenten im Alter

Umgang mit Alkohol und Medikamenten im Alter Nervenärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Roth, Schmitt-Roth, Prof. Weih Allersberger Str. 89 90461 Nürnberg T 0911 464400 F 0911 4719130 kontakt@nervenaerzte-allersbergerstrasse.de www.nervenaerzte-allersbergerstrasse.de

Mehr

Zusammenfassung des Gutachtens zur Pharmakologie und Toxikologie von Nikotin in einer rauchlosen Zigarette

Zusammenfassung des Gutachtens zur Pharmakologie und Toxikologie von Nikotin in einer rauchlosen Zigarette Zusammenfassung des Gutachtens zur Pharmakologie und Toxikologie von Nikotin in einer rauchlosen Zigarette Das Gutachten wurde erstellt vom Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Ludwig-

Mehr

Medikamentenmissbrauch

Medikamentenmissbrauch Medikamentenmissbrauch in Bildungs- und darbeitswelt Symposium Medikamentenmissbrauch in Deutschland: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung 3. November 2011, Berlin PD Dr. Katrin Janhsen, LWL-Universitätsklinik

Mehr

Männer im Rausch Alkoholmissbrauch und - abhängigkeit

Männer im Rausch Alkoholmissbrauch und - abhängigkeit Männer im Rausch Alkoholmissbrauch und - abhängigkeit Tom Bschor Abteilung für Psychiatrie Männer im Rausch Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit 4 Fragen Wo beginnt die Abhängigkeit? Vertragen Männer mehr?

Mehr

Rauschdrogen und andere psychotrope Substanzen

Rauschdrogen und andere psychotrope Substanzen Thomas Köhler Rauschdrogen und andere psychotrope Substanzen Formen, Wirkungen, Wirkmechanismen Verlag W. Kohlhammer Inhalt 1. Einführung 13 1.1 Begriffsklärungen: Droge, Rauschdroge, psychotrope Substanz

Mehr

Motivationsliste für zukünftige Nichtraucher. Durch Nichtrauchen verbessert sich Ihre Gesundheit:

Motivationsliste für zukünftige Nichtraucher. Durch Nichtrauchen verbessert sich Ihre Gesundheit: Motivationsliste für zukünftige Nichtraucher Aber: Durch Nichtrauchen verbessert sich Ihre Gesundheit: Minuten nach der letzten Zigarette gleicht sich die Herzfrequenz und die Körpertemperatur der eines

Mehr

Kinder aus suchtbelasteten Familien

Kinder aus suchtbelasteten Familien Kinder aus suchtbelasteten Familien Mag. a Sandra Brandstetter Hirschgasse 44, 4020 Linz Tel. 0732 778936 Homepage: www.praevention.at Information, Unterrichtsmaterialien, Online-shop Inhalte Sucht Belastungs-

Mehr

Drogen. 1. Kapitel: Drogen was soll das?

Drogen. 1. Kapitel: Drogen was soll das? Drogen 1. Kapitel: Drogen was soll das? Das ist Little Joe Er raucht Haschisch, schluckt Ecstasy, schnüffelt Klebstoff und isst Pilze. Damit ist sogar Schule cool und es lebt sich viel besser denkt Joe.

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 7. 1 Wissen Sie schon alles über das Rauchen?... 9

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 7. 1 Wissen Sie schon alles über das Rauchen?... 9 Inhaltsverzeichnis Vorwort................................................ 7 1 Wissen Sie schon alles über das Rauchen?......... 9 2 Frau Schmitt und die Zigaretten und Sie?......... 23 2.1 Erste Phase:

Mehr

Alkoholentzugssyndrom. Prävention von schweren Symptomen, Delirium tremens und Krampfanfällen

Alkoholentzugssyndrom. Prävention von schweren Symptomen, Delirium tremens und Krampfanfällen AMB 1998, 32, 73 Alkoholentzugssyndrom. Prävention von schweren Symptomen, Delirium tremens und Krampfanfällen Alkoholismus ist weltweit auch ein großes medizinisches Problem, das erhebliche Kosten verursacht.

Mehr

Entstehung von Abhängigkeit: Neue Erkenntnisse aus Medizin und Pharmakologie im Überblick

Entstehung von Abhängigkeit: Neue Erkenntnisse aus Medizin und Pharmakologie im Überblick Entstehung von Abhängigkeit: Neue Erkenntnisse aus Medizin und Pharmakologie im Überblick Prof. Dr. F.X. VOLLENWEIDER Psychiatrische Universitätsklink Zürich (PUK) Behavioral Pharmacology and Brain Imaging

Mehr

Untersuchung psychischer Störungen bei Epilepsie

Untersuchung psychischer Störungen bei Epilepsie epi-info Untersuchung psychischer Störungen bei Epilepsie www.diakonie-kork.de 1 Was sind psychische Störungen? Psychische Störungen ist der Oberbegriff für psychische Empfindungen und Zustände wie zum

Mehr

Neuro-Enhancement: Doping fürs Gehirn zur Optimierung der Arbeitsleistung

Neuro-Enhancement: Doping fürs Gehirn zur Optimierung der Arbeitsleistung Neuro-Enhancement: Doping fürs Gehirn zur Optimierung der Arbeitsleistung Vortrag : 14. Mai 2012, Zentrale Studienberatung und Psychologische Beratung/Universität Hamburg Angelika Nette/Referentin/Hamburgische

Mehr

Verbrauch, Missbrauch, Abhängigkeit - Zahlen und Fakten (2012)

Verbrauch, Missbrauch, Abhängigkeit - Zahlen und Fakten (2012) Verbrauch, Missbrauch, Abhängigkeit - Zahlen und Fakten (2012) Walramstraße 3-53175 Bonn Tel.: 0228/261555 - Fax: 0228/215885 sucht@sucht.de - www.sucht.de Inhalt: 1 Alkoholkonsum, -missbrauch, -abhängigkeit

Mehr

Heroin (Diacetylmorphium)

Heroin (Diacetylmorphium) Heroin (Diacetylmorphium) Heroin ist die bekannteste, gefährlichste und härteste Droge der Welt. Sie wirkt sich katastrophal auf die körperliche und seelische Verfassung eines Menschen aus. Die Heroinsucht

Mehr