Gesundheit aus einer Hand FASD Leidpfade durchs Leben

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Gesundheit aus einer Hand FASD Leidpfade durchs Leben"

Transkript

1 Gesundheit aus einer Hand FASD Leidpfade durchs Leben

2 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Auswirkungen pränataler Alkoholexposition 1. Häufigkeit 2. Definition FASD 3. Diagnostik 4. Neuropsychologische und neurophysiologische Grundlagen und deren Auswirkungen 5. Klinikerhebung 6. Kasuistiken 7. Das Dilemma der Begutachtung 8. Fazit (Prävention, Ressourcen)

3 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Häufigkeiten Ca. 3-4 Tausend (Dunkelziffer 10000) Kinder werden in Deutschland jährlich mit FASD geboren Unsere Erhebung für : 44 Patienten (entspricht 1 % aller Patienten) FASD ist das häufigste angeborene Syndrom und zu 100% vermeidbar

4 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen ein Sammelbegriff, keine Diagnose! Sammelbegriff für unterschiedlichste Ausprägungsmuster, die sich aus drei Merkmalsbereichen zusammensetzen:

5 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition 1. Prä- oder postnatale Wachstumsminderungen Verminderte Körperlänge Vermindertes Körpergewicht Relativiert an Alter, Geschlecht und falls möglich, an der Größe der leiblichen Eltern

6 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition 2. Faziale Dysmorphien zu schmale Lidspalten schwach modelliertes Philtrum dünne Oberlippe

7 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition 2. Faziale Dysmorphien

8 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition 3. Störungen des ZNS Strukturell : Mikrozephalus, Auffälligkeiten in bildgebenden Verfahren Neurologisch : Auffälligkeiten im EEG Funktionell

9 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition Funktionelle Beeinträchtigung Intelligenz Schulische Leistungsfähigkeit Gedächtnis Exekutive Funktionen Motorik Sprache Aufmerksamkeit Aktivitätsniveau

10 Das FASD Gehirn Bei FASD handelt es sich um Aufbausyndrome, d.h. jede funktionale Einheit liefert gewissermaßen bereits Fehlerhaftes an die nächste. Es liegen Störungen im Bereich aller funktionalen Hirneinheiten vor: Störungen d. Aktivationseinheit Störungen d. Aufnahme, Verarbeitung u. Speicherung v. Informationen Störungen d. Planung, Ausführung u. Kontrolle v. Verhalten

11 FASD und Teilhabe Mangelnde Selbstregulation Langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit Gedächtnisprobleme Verwirrung / Frustration Impulsivität Arithmetische Schwäche Desorientierung in Zeit und Raum Fühlt sich ungeliebt / allein Aufmerksamkeitsdefizite Schwaches Abstraktionsvermögen Mangelndes Urteilsvermögen geringes Selbstwertgefühl Perseveration Probleme mit Selbstreflektion Fühlt sich als Looser

12 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition Auswirkungen während der Embryonalentwicklung

13 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition Diagnostik 4-Digit Diagnostic Code erfasst das gesamte Spektrum der Auswirkungen von FASD Schlüsselbereiche FASD von 1 bis 4 gewichtet : 1. Wachstum 2. Gesichtsauffälligkeiten 3. ZNS Veränderungen 4. Mütterlicher Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

14 Auswirkungen pränataler Alkoholexposition Diagnosekriterien nach 4-Digit-Code (Astley 2000) Wachstum Gesicht ZNS Alkohol 4 Größe und Gewicht <=3. Perzentile alle drei Merkmale in starker Ausprägung strukturelle oder neurologische Auffälligkeiten belegte, starke Alkoholexposition 3 Größe oder Wachstum <=3. Perzentile zwei Merkmale in starker Ausprägung, drittes mäßig ausgeprägt starke Einschränkung in mind. drei Funktionsbereichen belegte Alkoholexposition in mäs-sigem oder unbe-kanntem Ausmaß 2 Größe und/oder Wachstum >3. Und <=10. Perzentile ein Merkmal stark ausgeprägt, zwei Merkmale mäßig oder nicht ausgeprägt Hinweise auf Entwicklungsverzögerung oder funktionelle Defizite, aber kein Rang 3 Alkoholexposition unbekannt 1 Größe und Wachstum altersentsprechend drei Merkmale in mäßiger Ausprägung oder nicht vorhanden kein Hinweis auf Entwicklungsverzögerung oder funktionelle Defizite belegte Alkoholabstinenz während der Schwangerschaft

15 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was ist das Problem? Sie sind lieb, sie sind süß, aber auch distanzlos, zerstörerisch, aggressiv ( nicht zu bändigen ), locken in uns alle Mutterinstinkte hervor und treiben uns manchmal an den Rand der Verzweiflung. ( Zitat einer Pflegemutter )

16 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Alter bei Aufnahme in die Rehaklinik Minimum 3 Jahre Maximum 15 Jahre Mittelwert 10 Jahre Alter bei Aufnahme in Pflegefamilie / Heim Minimum 1 Monat Maximum 11 Jahre Mittelwert 4 Jahre (+-3) Alle Kinder leben in Heimen (26%) oder Pflegefamilien (74%), d.h., kein Kind in der Ursprungsfamilie!

17 Fetale Alkoholspektrum-Störungen 74% aller Kinder sind laut Fremdanamnese misshandelt und/oder missbraucht worden! (physisch, psychisch und emotional)

18 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Hitliste der Einweisungsdiagnosen (Mehrfachnennungen pro Kind möglich) F90.1 Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens 43 % F81 Umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten 38 % F90.0 Einfache Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung 26 % F83 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung 26 % F70 Leichte Intelligenzminderung 12 % F98 Primäre Enuresis 10 % F94 Reaktive Bindungsstörung des Kindesalters 9,5 % F82 Umschriebene Entwicklungsstörung motorischer Funktionen 7 % F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung 5 % F92 Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen 5 % F98.1 Enkopresis 5 % G44.8 Kopfschmerzsymptomatik 5 % F80.8 Umschriebene Entwicklungsstörung des Sprechens und der Sprache 5 %

19 Fetale Alkoholspektrum-Störungen "Hitliste" bisherige / empfohlene Therapien (in %) Logopädie Krankengymnastik 2,4 16 Ergotherapie Einzelfallhilfe 5 24 Familienhilfe Lerntherapie 0 7 Psychotherapie Weitere Empfehlungen : Schulwechsel 17 %, Wechsel des Bezugssystems 7 % Wechsel der funktionellen Therapien auf interaktionellen / verhaltenstherapeutischen Ansatz

20 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Häufigste Probleme in der Pflegefamilie Überforderung durch das Verhalten der Kinder (uneinsichtig, impulsiv) Gefühl der Enttäuschung und getäuscht worden zu sein (keine richtige Information über das Symptom) Keine Unterstützung durch das Jugendamt sondern Schuldzuweisungen Ablehnung und Isolation durch die Umwelt Erfolgsdruck und unrealistische Ziele bzgl. der Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder Odyssee von Arzt zu Arzt mit verschiedenen Diagnosen

21 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Art der Beschulung 2% 5% 5% 7% 2% Schule für geistig Behinderte Förderschule Grundschule Hauptschule 21% 58% Realschule Gesamtschule Kindergarten

22 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Prognose Die Auffälligkeiten der dysmorphen Stigmata im Gesicht bilden sich mit der Zeit zurück Die neurologischen und psychiatrischen Auffälligkeiten bleiben bestehen In einer Langzeitstudie mit inzwischen erwachsenen Patienten mit FAS/FAE stellte Prof. Dr. Spohr fest, dass 80% nicht selbständig leben können und lediglich 12% fähig sind, einer Berufstätigkeit nachzugehen.

23 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Gefahren (Langzeitstudie Prof. Spohr) Probleme mit der psychischen Gesundheit: 90% Unterbrochene Schullaufbahn (suspendiert oder der Schule verwiesen, Schule abgebrochen): 60% Gesetzeskonflikte: 60% Einweisung (dazu gehören stationäre Aufenthalte wegen psychischer Probleme, Alkohol-/Drogenprobleme, Gefängnisaufenthalte): 50% Unangemessenes sexuelles Verhalten: 50% Alkohol-/Drogenprobleme: 30%

24 FASD und Kriminalität Aufgaben der Pubertät FASD Realität Mögliche Folgen Körperliche Entwicklung / Attraktivität Körperliche Stigmata, Kleinwuchs Selbstwertproblematik, Rückzug, Depression, Sucht, Beschaffungskriminalität, Verstoß gegen BTM Gesetz Soziale Entwicklung Intellektuelle Entwicklung Autonomieentwicklung Psychoemotionale Unreife (wirken "kindlicher") Teilleistungsschwäche, Lernbehinderung, geistige Behinderung, geringe "Stressresistenz, Störung der Gedächtnisfunktion versus guter verbaler Fähigkeiten Handlungs-Planungsstruktur erheblich eingeschränkt, kein Zeitmanagement soziales Regelverständnis wenig ausgeprägt, "Verführbarkeit" für regelwidriges Verhalten u. kriminelle Handlungen, Eigentumsdelikte können nicht aus Erfahrungen lernen, Überforderung, Lernverweigerung, Blender, Partytalker, Betrug Probleme wegen Nichteinhalten von Zahlungen, Ladungen, starke Außenregulation nötig, können nicht selbständig leben Sexuelle Entwicklung/Selbstkontrolle Berufswahl Anerkennung in Peergroup Impulskontrollstörung wenig Vorausschau, Antriebslosigkeit, keine realistische Selbstreflexion Probleme in Nähe/Distanzregulation "Ungebremstes sexuelles verhalten", Opfer oder Täter von Missbrauch, Körperverletzung, Sachbeschädigung scheitern an den Anforderungen der normalen Arbeitswelt, Nichteinhalten von Fristen,Verträgen schließen sich Randgruppen an oder Isolation, "Computersucht, Gruppenkriminalität"

25 FASD - typische Delikte : Betrug, Diebstahl, insbesondere auch Kreditkartenbetrug, Beihilfe zu verschiedenen Verbrechen (Schmiere stehen), dieses alles nur unter Supervision durch organisiertere Beteiligte, des Weiteren sexuelle Übergriffe oder Opfer sexueller Übergriffe zu werden, Delikte im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen sowie Körperverletzung und Sachbeschädigung im Rahmen der Impulssteuerungsstörung. Was hilft : hochfrequente Betreuung, Ableisten von Arbeitsstunden unter engmaschiger Supervision. Was hilft nicht : Strafvollzug, Geldstrafen etc. Es handelt sich um eine Hochrisikogruppe auf Grund der vielfältigen psychischen und psychiatrischen Auffälligkeiten, der Affinität zu Sucht sowie der fehlenden Reflektion und Antizipation. Kein Zeitmanagement, kann deshalb nicht zu Ladungen kommen; Fehleinschätzungen von rechtlich relevanten Situationen; Stehlen; Sucht; Eigentumsdelikte;

26 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Medikamentöse Therapie 74 % aller Kinder, das heißt : 48 % Methylphenidat 21 % Risperidon 5 % Methylphenidat und Risperidon

27

28 Kasuistik Milo Aktuelle Problematik verweigert alle Therapie- und Betreuungsangebote Wechsel zwischen depressivem Rückzug und Aggressivität hat sein Zimmer in der Jugendhilfeeinrichtung zerlegt sieht keine Zukunftsperspektiven kein Kontakt zu Gleichaltrigen Riskanter Alkohol- und Cannabsiskonsum will zu seinem von ihm idealisierten alkoholkranken Onkel ziehen

29 Kasuistik Milo Eigenanamnese Schwangerschaft: Mutter hat in der Schwangerschaft Alkohol und Drogen konsumiert. Geburt: in 37. SSW, GGW: 1930g Kindheit: fiel durch starke Ängstlichkeit und aggressives Verhalten bereits in der Kita auf. Mehrere Krankenhausaufenthalte wegen Minderwuchs / Hypotrophie und Kopfplatzwunden. Von 2005 bis Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Diagnosen: Störung des Sozialverhaltens und 2009 Alkoholintoxikation

30 Kasuistik Milo Sozialanamnese in der Ursprungsfamilie wahrscheinlich vernachlässigt und misshandelt mit 10 Jahren Aufnahme in eine Heimeinrichtung wegen Vernachlässigung mit 16 Wechsel in Jugendhilfeeinrichtung wegen aggressiven Verhaltens Grundschule: keine Lern- / Leistungs- aber Verhaltensprobleme Hauptschule: nach 8.er Klasse verlassen, Hauptschulabschluss in JH im Rahmen eines BVJ nachgeholt. Gegenwärtig Realschulabschluss per Fernstudium, keinerlei Motivation.

31 Kasuistik Milo Befunde Intelligenz im Normbereich EEG Allgemeinveränderung kein Behindertenausweis Größe und Gewicht über mehrere Jahre unterhalb der 3er Perzentile Auffälligkeiten im Gesicht Diagnostik FASD-Zentrum: Defizite im Bereich Aufmerksamkeit, Konzentration und Verhaltensauffälligkeiten Diagnose:Vollbild FAS

32 Kasuistik Milo Der Supergau bei unerkanntem FASD Pränatale Hirnschädigung durch Alkohol Vernachlässigung / Misshandlung Beziehungsabbrüche Verhaltensauffälligkeiten Sündenbock kein qualifizierter Schulabschluss Alkohol- und Drogenmissbrauch Es drohen Armut und gesundheitliche Schäden

33 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Das Dilemma der Begutachtung Die Behinderung ist nicht sofort sichtbar Mitunter gute Einzelleistungen im verbalen Bereich Partytalker Störungen der Exekutivfunktionen werden als Verhaltensauffäligkeiten und Motivationsmangel fehlinterpretiert Intellektuelle Fähigkeiten werden durch emotionale Unreife zusätzlich gemindert Trotz guter Förderung keine Alltagstruktur Mühevoll erreichte Regelschulabschlüsse verhindern Wege in die Berufliche Reha

34 FASD und Adoleszenz Fetale Alkoholspektrum-Störungen Aufgaben der Pubertät FASD Realität Mögliche Folgen Körperliche Entwicklung / Attraktivität Körperliche Stigmata, Kleinwuchs Selbstwertproblematik, Rückzug, Depression, Sucht, Auseinandersetzung mit der Behinderung ist tabuisiert Soziale Entwicklung Intelektuelle Entwicklung Autonomieentwicklung Psychoemotionale Unreife (wirken "kindlicher"), fehlendes Abstraktionsvermögen Teilleistungsschwäche, Lernbehinderung, geistige Behinderung, geringe "Stressresistenz, Störung der Gedächtnisfunktion versus guter verbaler Fähigkeiten Handlungs-Planungsstruktur erheblich eingeschränkt soziales Regelverständnis wenig ausgeprägt, "Verführbarkeit" für regelwidriges Verhalten u. kriminelle Handlungen können nicht aus Erfahrungen lernen, Überforderung, Deckeneffekt,?? Lernverweigerung, Blender, Party-Talker keine Selbstorganisation, starke Außenregulation nötig, können nicht selbständig leben Sexuelle Entwicklung Berufswahl Impulskontrollstörung wenig Vorausschau, Antriebslosigkeit, keine realistische Selbstreflexion "Ungebremstes sexuelles verhalten", Opfer oder Täter von Missbrauch scheitern an den Anforderungen der normalen Arbeitswelt Anerkennung in Peergroup schließen sich Randgruppen an oder Isolation, Probleme in Nähe/Distanzregulation "Computersucht"

35

36 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Player im System Voraussetzung Quantensprünge über SGBs Pflege/Adoptiveltern Betroffene Vormünder/Jugendamt SGB VIII Arbeitsagentur SGB II/III Versorgungsamt (Versmedverordnung,GdB) Krankenkasse SGB V (Therapie, med. Versorgung, Rehabilitation) Pflegekasse ( SGB XI) Justiz (Betreuungsgesetz, StGB) Behindertenrecht (SGB IX) Sozialhilfe ( SGB XII, Eingliederungshilfe) DRV (SGB VI, Rehabilitation)

37 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was können wir gemeinsam tun?

38 Selbstbestimmung im Spannungsfeld

39 Spannungsfeld Selbstbestimmung Pro: SGB IX 1 Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft: Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen erhalten Leistungen nach diesem Buch und den für die Rehabilitationsträger geltenden Leistungsgesetzen, um ihre Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegen zu wirken. Kontra: Emotionale Unreife, kein Erwachsenenstatus, können keine Entscheidungen treffen, Bezugsperson muss dabei sein, Behörden handeln häufig in Unkenntnis der Tragweite. Bei Volljährigkeit nur bei Eigen- und Fremdgefährdung Außenregulation möglich.

40 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was könnten Sie (die Behörden) tun???? Akzeptanz bei vorliegender Diagnose / Wissen über FASD bei Verdacht FASD Empfehlung an FASD-Zentren Bezugspersonen einbeziehen Fallkonferenz z.b. mit Rehaberater /Medizinischem Dienst/ psychologischem Dienst und kompetenter Betreuungsperson Betroffene eher ergebnisorientiert informieren (einfache Worte, stressfrei, redundant) Assessment in speziellen Einrichtungen mit Kompetenz für diese Behinderung zum Erkennen von Ressourcen Vernetzung der Behörden, Übergabe ins Erwachsenensystem

41 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was könnten Sie (Ärzte, Psychotherapeuten) tun???? Übergabe des Patienten (Beachtung Schweigepflicht) bzw. Empfehlung, Absprache Medikation (Zulassung Medikinet adult) Psychotherapeuten sollten Kollegen über Besonderheiten FASD informieren Transition, dh. Weitergabe des Wissens über FASD an das Erwachsenensystem der Medizin

42 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was könnten Sie (Pflege und Adoptiveltern) tun???? Angst und Stressreduktion für alle Beteiligten Selbstfürsorge ( Burn out vermeiden) Langfristige Pläne zur Übergabe Notfallpläne Adäquate Beschulung und nicht höchstmöglichen Schulabschluss Auseinandersetzung mit der Behinderung und Gespräch/Prozess mit den Betroffenen Neudefinition des Deckeneffekts, minimale Entwicklungsschritte Kein Druck!!!!! Netzwerk/Selbsthilfegruppen

43 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was sollten wir alle gemeinsam mit den bzw. für die Betroffenen tun???? Angst und Stressreduktion für alle Beteiligten Selbstfürsorge Langfristige gemeinsame Pläne zur Übergabe Notfallpläne Auseinandersetzung mit der Behinderung und Gespräch/Prozess mit den Betroffenen, Sucht als besondere Gefahr (Anfälligkeit) ansprechen Eins geht nur ( Schutz vor Überforderung) Etablierung stabiler Alltagsroutinen, Verbesserung der Teilhabe Das einzig Konitinuierliche ist das Diskontinuierliche

44

45 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Was haben wir erreicht??? Leitlinien für FAS erstellt von Experten und FASD Deutschland Anhörung bei Bundesdrogenbeauftragter Sozialrechtliches Gutachten für die Bundesregierung

46 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Wichtigste Ressourcen sind ein stabiles Bezugssystem und frühe Diagnose!

47 Wo ist der Code für FASD?

48 Fetale Alkoholspektrum-Störungen Der Code für FASD : AAAA Aufklärung (Prävention, Diagnostik, Information) Akzeptanz (Betroffene, Bezugs- und Betreuungspersonen) Anpassung (soziales Umfeld) Arbeit / Ausdauer (lebenslange Betreuung / Mehrgenerationenprojekte)

49

50 Lisa FASD Bild

51 Das Prinzip Kinder und Jugendlichen Rehabilitation...

52 Kinder und Jugendlichen-Rehabilitation Wer kommt zur Kinder-Rehabilitation? Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene von 0 27 Jahren Was soll die Rehabilitation bewirken? Beseitigung einer erheblichen Gefährdung oder wesentliche Verbesserung einer beeinträchtigten Gesundheit (körperliche und seelische Gesundheit)

53 Wann ist Rehabilitation notwendig? Bei Krankheiten, deren Folgeerscheinungen die spätere Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen

54 Welche Voraussetzungen sind nötig? Keine akuten Erkrankungen, die einer stationären Behandlung bedürfen Keine manifesten Suchterkrankungen Keine akuten Psychosen Kinder im Alter unter 8 Jahren oder bei medizinischer Indikation mit Aufnahme einer Bezugsperson

55 Wie lange dauert eine Reha? 3-8 Wochen beim neurologischen Phasenmodell individueller Zeitrahmen Wie ist das Antragsverfahren? Arzt schreibt medizinisches Gutachten Antrag beim Kostenträger Krankenkassen: Richtlinien zur Verordnung von medizinischer Rehabilitation Bei Ablehnung lohnt sich ein Widerspruch

56 Wer bezahlt? DRV-Bund, DRV-Regional, gesetzliche / private Krankenkassen, Beihilfe, BG, Unfallkasse, Jugendämter keine Zuzahlung bis zum 18. Lebensjahr bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr auf Antrag Reisekostenerstattung für Reisebegleiter Hin- und Rückreisekosten für das Kind

57 Behandlungsindikationen Frührehabilitation Phase B Neurorehabilitation Phase C (Frühmobilisitation) Phase D (Wiedereingliederung) Neuropsychosomatik Neuroorthopädie Rooming - In für Begleitpersonen möglich

58 Heimeinrichtung nach 53 SGB 12 Aufnahmeindikation : Körperlich und geistig mehrfach behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

59 Das Team besteht aus (m/w): Kinderarzt Neurologe Neuropsychologe Ergotherapeut Logopäde Diätassistent / Ernährungsberater Physiotherapeut Sozialpädagoge Musiktherapeut Erzieher Lehrer Berufstherapeut Neuropädagoge Gesundheits- und Krankenpfleger

60 Rehabilitation im Mittelpunkt von Deutschland

Fetale Alkoholspektrumstörung. rung - eine lebenslange Behinderung -

Fetale Alkoholspektrumstörung. rung - eine lebenslange Behinderung - Fetale Alkoholspektrumstörung rung - eine lebenslange Behinderung - Fetale Alkoholspektrum-St Störungen Auswirkungen pränataler Alkoholexposition Gliederung: 1. Häufigkeit 2. Definition FASD 3. Diagnostik

Mehr

Recht - kurz gefasst

Recht - kurz gefasst Recht - kurz gefasst Leitfaden für einen erfolgversprechenden Antrag beim Jugendamt Diagnostik in Form eines Gutachtens mit Diagnose nach der internationalen Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblemen

Mehr

Fetale Alkoholspektrum-Störung bei Pflege- und Adoptivkindern

Fetale Alkoholspektrum-Störung bei Pflege- und Adoptivkindern Fetale Alkoholspektrum-Störung bei Pflege- und Adoptivkindern Bedeutung, Hilfen und Aktuelles Fachtagung 15. November 2014 Vortrag von Lenore Wittig 1 Fetales Alkoholsyndrom (FAS): Fehlbildungssyndrom

Mehr

BAG Kinder- und Jugendpsychiatrie im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu

BAG Kinder- und Jugendpsychiatrie im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu BAG Kinder- und Jugendpsychiatrie im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu Gast beim Fachausschuss Psychiatrie 63. Wissenschaftlicher Kongress Der ÖGD - Stark für die Schwachen Berlin, 27. April 2013 Exemplarische

Mehr

Fetales Alkoholsyndrom (FAS): Diagnosespektrum und unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten an 3 Fallbeispielen

Fetales Alkoholsyndrom (FAS): Diagnosespektrum und unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten an 3 Fallbeispielen Fetales Alkoholsyndrom (FAS): Diagnosespektrum und unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten an 3 Fallbeispielen Kevin 18 Jahre - Vorstellungsgrund Erstvorstellung 02/11 14 Jahre (Pflegefamilie Pitt) Erhebliche

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort zur deutschen Ausgabe... Geleitwort... Vorwort... XVII

Inhaltsverzeichnis. Vorwort zur deutschen Ausgabe... Geleitwort... Vorwort... XVII Inhaltsverzeichnis Vorwort zur deutschen Ausgabe.................................... Geleitwort...................................................... XIII XVI Vorwort........................................................

Mehr

ADHS. Was ist mit unseren Kindern los? VHS Herne, 05. Mai 2011 Dipl.-Psych. Sebastian Bartoschek www.sebastian-bartoschek.de

ADHS. Was ist mit unseren Kindern los? VHS Herne, 05. Mai 2011 Dipl.-Psych. Sebastian Bartoschek www.sebastian-bartoschek.de ADHS Was ist mit unseren Kindern los? VHS Herne, 05. Mai 2011 Dipl.-Psych. Sebastian Bartoschek www.sebastian-bartoschek.de Sebastian Bartoschek Phönix e.v. nie gehört?! gemeinnütziger Verein (seit 2007)

Mehr

Die Bedeutung psychischer Störungen der Eltern für die kindliche Entwicklung

Die Bedeutung psychischer Störungen der Eltern für die kindliche Entwicklung Die Bedeutung psychischer Störungen der Eltern für die kindliche Entwicklung Priv. Dozentin Dr. med. Michele Noterdaeme Heckscher Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Psychosomatik. Psychotherapie

Mehr

Herzlich Willkommen. Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband Sachsen e.v.

Herzlich Willkommen. Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband Sachsen e.v. Herzlich Willkommen Elternrecht und Kindesgrundrechte Verfassungsrechtliche Vorgaben Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG Recht und Pflicht der Eltern zur Pflege und Erziehung des Kindes (Elternrecht) Art. 2 Abs. 1

Mehr

ADHS in der Schule Schulleiterkonferenz 16. Mai 2007

ADHS in der Schule Schulleiterkonferenz 16. Mai 2007 ADHS in der Schule Schulleiterkonferenz 16. Mai 2007 Dr. Brigitte Zimmermann Dr. Verena Walpurger Essen http://www.praxis-zimmermann.net Vorstellung Dr. med. Brigitte Zimmermann Studium der Medizin in

Mehr

ADHS und Berufsförderung. Dr. Eveline Reich-Schulze Ärztl. Leitung Bereich Medizin Berufsförderungswerk Hamburg GmbH reich@bfw-hamburg.

ADHS und Berufsförderung. Dr. Eveline Reich-Schulze Ärztl. Leitung Bereich Medizin Berufsförderungswerk Hamburg GmbH reich@bfw-hamburg. ADHS und Berufsförderung Ärztl. Leitung Bereich Medizin Berufsförderungswerk Hamburg GmbH reich@bfw-hamburg.de ADHS und Berufsförderung Fördermöglichkeiten in der Sozialgesetzgebung Zahlen aus der ADHS-Ambulanz

Mehr

Finanzierung einer außerschulischen Lerntherapie bei Legasthenie und Dyskalkulie nach 35 a SGB VIII

Finanzierung einer außerschulischen Lerntherapie bei Legasthenie und Dyskalkulie nach 35 a SGB VIII Recht - kurz gefasst Finanzierung einer außerschulischen Lerntherapie bei Legasthenie und Dyskalkulie nach 35 a SGB VIII Die Finanzierung einer außerschulischen Lerntherapie ist bislang nur über das Jugendamt

Mehr

Berufliche Reha: Neuorientierung aus gesundheitlichen Gründen. Berufsförderungswerk Berlin- Brandenburg e. V.

Berufliche Reha: Neuorientierung aus gesundheitlichen Gründen. Berufsförderungswerk Berlin- Brandenburg e. V. Berufliche Reha: Neuorientierung aus gesundheitlichen Gründen Berufsförderungswerk Berlin- Brandenburg e. V. Begriffsklärungen Berufliche Rehabilitation (= Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben = LTA)

Mehr

Zugang zur Rehabilitation wie stelle ich erfolgreich einen Rehaantrag?

Zugang zur Rehabilitation wie stelle ich erfolgreich einen Rehaantrag? Zugang zur Rehabilitation wie stelle ich erfolgreich einen Rehaantrag? Vorsorge - Rehabilitation Medizinische Vorsorge- leistungen (ambulant oder stationär) können angezeigt sein zur Verhütung einer

Mehr

Enuresis und Enkopresis. Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

Enuresis und Enkopresis. Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter Lernziele Enuresis und Enkopresis Diagnostische Kriterien/Symptomatik Epidemiologie Ätiologie Verlauf Therapie Enuresis und Enkopresis

Mehr

ZENTRUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Sozialpädiatrie Neuropädiatrie Frühförderung Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

ZENTRUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Sozialpädiatrie Neuropädiatrie Frühförderung Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie ZENTRUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Anmeldebogen Ausgefüllt von: am: Anzumeldendes Kind / Jugendlicher Nachname: Vorname: Geburtsdatum: Staatsangehörigkeit:. PLZ/ Wohnort: Straße / Nr.: Religion: Krankenkasse

Mehr

Diagnostik. Beratung. Therapie. Prävention

Diagnostik. Beratung. Therapie. Prävention Diagnostik Beratung Therapie Prävention Im Laufe der Entwicklung vom Säugling zum jungen Erwachsenen kann es Momente geben, in denen kleine und größere Sorgen oder seelische Probleme überhand zu nehmen

Mehr

Workshop 1: Wiedereingliederung ins Berufsleben welche Unterstützung ist hilfreich? Persönliche Voraussetzungen. Rechtliche Voraussetzungen

Workshop 1: Wiedereingliederung ins Berufsleben welche Unterstützung ist hilfreich? Persönliche Voraussetzungen. Rechtliche Voraussetzungen Workshop 1: Wiedereingliederung ins Berufsleben welche Unterstützung ist hilfreich? beta-reha Persönliche Voraussetzungen Vor Rehabilitation: Behandlung / Therapie Tagesstruktur Arbeitstherapie / Ergotherapie

Mehr

Wenn FASD Kinder älter werden...

Wenn FASD Kinder älter werden... Wenn FASD Kinder älter werden... Wenn FASD Kinder älter werden... dann hat man vieles zu bedenken! Osterbild, gemalt von einem 13-jährigen Jungen Erwachsene mit FASD brechen Versprechen und Vereinbarungen

Mehr

Ziel- und Qualitätsorientierung. Fortbildung für die Begutachtung in Verbindung mit dem Gesamtplanverfahren nach 58 SGB XII

Ziel- und Qualitätsorientierung. Fortbildung für die Begutachtung in Verbindung mit dem Gesamtplanverfahren nach 58 SGB XII Ziel- und Qualitätsorientierung Fortbildung für die Begutachtung in Verbindung mit dem Gesamtplanverfahren nach 58 SGB XII Qualität? In der Alltagssprache ist Qualität oft ein Ausdruck für die Güte einer

Mehr

Fachtagung Wittlich Sucht und Elternschaft Brigitte Münzel, Fortbildung Supervision Coaching

Fachtagung Wittlich Sucht und Elternschaft Brigitte Münzel, Fortbildung Supervision Coaching Fachtagung Wittlich Sucht und Elternschaft 1 Epidemiologie 14 % der Schwangeren konsumieren gelegentlich Alkohol in der Schwangerschaft (Bergmann et. al. 2007) Alkoholkonsum in der Schwangerschaft gilt

Mehr

Legasthenie: Was kann der Kinder- und Jugendpsychiater Psychotherapeut dazu beitragen? AAD 2006 Düsseldorf 21.03.2006

Legasthenie: Was kann der Kinder- und Jugendpsychiater Psychotherapeut dazu beitragen? AAD 2006 Düsseldorf 21.03.2006 Legasthenie: Was kann der Kinder- und Jugendpsychiater Psychotherapeut dazu beitragen? AAD 2006 Düsseldorf 21.03.2006 Klosinski 2006 1 Definition der Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie) nach ICD

Mehr

Koordinationsstelle ADHSnet

Koordinationsstelle ADHSnet Koordinationsstelle ADHSnet für Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeits-Defizit und Hyperaktivitäts-Störung ADHS und ihre Familien Vernetzung und Koordination von Hilfen aus den Bereichen Gesundheitswesen,

Mehr

Stadt Nürnberg Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Jugendamt. Risikoanalyse Kindeswohlgefährdung Anlage 3 Schulkind 7 13 Jahre

Stadt Nürnberg Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Jugendamt. Risikoanalyse Kindeswohlgefährdung Anlage 3 Schulkind 7 13 Jahre Fallverantwortliche/r (Vor- und Nachname): APKZ: Telefon: Name des Kindes: Geburtsdatum: Straße: PLZ, Ort: Telefonnummer: Risikoanalyse am: Ort der Risikoanalyse: Beteiligte an der Risikoanalyse: Ja Nein

Mehr

Was brauchen Eltern von POS/ADHS betroffenen Kinder? Welche Unterstützungen sind wichtig? Jeannette de Roten, elpos Schweiz Chur, 01.12.

Was brauchen Eltern von POS/ADHS betroffenen Kinder? Welche Unterstützungen sind wichtig? Jeannette de Roten, elpos Schweiz Chur, 01.12. Was brauchen Eltern von POS/ADHS betroffenen Kinder? Welche Unterstützungen sind wichtig? Welche Unterstützungen sind wirklich wichtig? I. abklären II. aufklären & erklären III. auswählen der Behandlung

Mehr

Vergessene Kinder. Wo finden Kinder psychisch kranker Eltern Unterstützung? Dr. Elisabeth Horstkotte, MPH Gesundheitsamt Bremen

Vergessene Kinder. Wo finden Kinder psychisch kranker Eltern Unterstützung? Dr. Elisabeth Horstkotte, MPH Gesundheitsamt Bremen Vergessene Kinder Wo finden Kinder psychisch kranker Eltern Unterstützung? Dr. Elisabeth Horstkotte, MPH Gesundheitsamt Bremen 61. Wissenschaftlicher Kongress BVÖGD in Trier - 14.05.2011 Kinder psychisch

Mehr

14. Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen

14. Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen 14. Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen 1437 Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation e.v. Vereinigung für die Medizinische Rehabilitation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Mehr

Teil I Grundlagen der Klinischen Psychologie

Teil I Grundlagen der Klinischen Psychologie Vorwort XI Teil I Grundlagen der Klinischen Psychologie 1 Paradigmen in der klinischen Psychologie 3 1.1 Das psychodynamische Paradigma 3 1.1.1 Die klassische psychodynamische Theorie von Freud 3 1.1.2

Mehr

Curriculum Entwicklungs- und Sozialpädiatrie für die kinder- und jugendärztliche Praxis

Curriculum Entwicklungs- und Sozialpädiatrie für die kinder- und jugendärztliche Praxis Curriculum Entwicklungs- und Sozialpädiatrie für die kinder- und jugendärztliche Praxis 1. Auflage Berlin, April 2014 Herausgeber: Bundesärztekammer Texte und Materialien der Bundesärztekammer zur Fortbildung

Mehr

1 Zusammenfassung: Vortrag Der Berufsalltag mit Tinnitus v. 17.06.09 von Gereon Gilles. Einteilung des Grad der Behinderung (GdB) bei Tinnitus

1 Zusammenfassung: Vortrag Der Berufsalltag mit Tinnitus v. 17.06.09 von Gereon Gilles. Einteilung des Grad der Behinderung (GdB) bei Tinnitus 1 Zusammenfassung: Vortrag Der Berufsalltag mit Tinnitus v. 17.06.09 von Gereon Gilles Einteilung des Grad der Behinderung (GdB) bei Tinnitus Tinnitus Merkmale Ohne nennenswerte psychische Begleiterscheinung

Mehr

Dissoziale Jugendliche

Dissoziale Jugendliche Dissoziale Jugendliche Werner Leixnering Abteilung Jugendpsychiatrie Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Amtsärztefortbildung, Linz, 24.4.2009 Zur Nomenklatur normabweichenden Verhaltens (nach Specht,

Mehr

Frühförderung gesetzliche Grundlagen

Frühförderung gesetzliche Grundlagen Kleine Kinder Große Sorgen Kleine Kinder große Chancen Interdisziplinäre in Bayern Workshop auf dem ökumenischen Kirchentag, 13.05.2010, München Power Point erarbeitet von: Irene Berner Caritas Interdisziplinäre

Mehr

Strukturierte curriculare Fortbildung Medizinische Betreuung von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung

Strukturierte curriculare Fortbildung Medizinische Betreuung von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung Strukturierte curriculare Fortbildung Medizinische Betreuung von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung 1. Auflage Berlin, Dezember 2011 Herausgeber: Bundesärztekammer Texte und Materialien

Mehr

Resilienz Kinder widerstandsfähig machen

Resilienz Kinder widerstandsfähig machen Resilienz Kinder widerstandsfähig machen Dr. Edith Wölfl Sonderschulrektorin, Wichern-Zentrum, München Definition Psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychologischen und psycholsozialen

Mehr

(Früher: Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters )

(Früher: Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters ) Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Früher: Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters ) Prof. Dr. med. Michael Günter Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Mehr

// Ambulante Psychotherapie sowie

// Ambulante Psychotherapie sowie // Ambulante Psychotherapie sowie Neuropsychologische Therapie Komplextherapien und integrierte Versorgung Soziotherapie gemäß 4a bis 4g BVO NRW Stand: Januar 2015 Ambulante Psychotherapie ( 4, 4a, 4b,

Mehr

EURAP EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA

EURAP EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA EURAP EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA Soziale Hilfen für schwangere Frauen und Mütter mit einer Epilepsie Soziale Hilfen für schwangere Frauen und Mütter mit einer Epilepsie

Mehr

Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter

Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter Bürgerforum Altenpflege am 09.11.2015 Dr. med. Irmgard Paikert-Schmid kbo Isar-Amper-Klinikum München Ost Psychische Störungen im Alter

Mehr

Zuständigkeiten im Rahmen der Eingliederungshilfe

Zuständigkeiten im Rahmen der Eingliederungshilfe Zuständigkeiten im Rahmen der Eingliederungshilfe 8. Alsdorfer Fachtag Alsdorf, 3. März 2015 Sandra Eschweiler Übersicht I. Einführung Sozialrechtliche Definition von Behinderung Rehabilitationsträger

Mehr

Lernstörungen. Lernstörungen. Lese- Rechtschreibstörung Definition. Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Lernstörungen. Lernstörungen. Lese- Rechtschreibstörung Definition. Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten Lernstörungen Lernstörungen Abgrenzung Lernbehinderung: IQ 85-70 Geistige Behinderung: IQ < 70 Leistungsabbau: z.b. bei organischen Psychosyndromen oder Psychosen Einteilung Spezifische Lernstörungen/Entwicklungsstörungen

Mehr

Fachklinik für Suchterkrankungen

Fachklinik für Suchterkrankungen RehaCentrum Alt-Osterholz Fachklinik für Suchterkrankungen Sarah Pachulicz, MA. Therapeutische Leitung, RehaCentrum Alt-Osterholz sarah-pachulicz@therapiehilfe.de PatientInnenprofil Männer und Frauen,

Mehr

Anmeldung und Vorbereitung für die Psychotherapie

Anmeldung und Vorbereitung für die Psychotherapie Psychotherapie für Kinder und Jugendliche Burkhard Fritsch Dipl.-Psychologe Gutenbergstraße 15a 87600 Kaufbeuren Tel.: 08341-9087460 Fax.: 08341-9087462 E-Mail: post@psychotherapie-fritsch.de Liebe Eltern,

Mehr

Selbstwert: behindert? Psychische Gesundheit von Frauen mit Behinderung

Selbstwert: behindert? Psychische Gesundheit von Frauen mit Behinderung Selbstwert: behindert? Psychische Gesundheit von Frauen mit Behinderung Mag. a Huberta Haider, MBA FEM Süd FRAUENASSISTENZ im Rahmen der Fachtagung Blickpunkt: Frauen. Behinderung. Gesundheit Wiener Rathaus,

Mehr

Inklusion bei Legasthenie und Dyskalkulie

Inklusion bei Legasthenie und Dyskalkulie Inklusion bei Legasthenie und Dyskalkulie h4p://www.qualiboxx.de/wws/dossier- inklusion.php Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Berlin e. V. im Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. LVL

Mehr

Vorname/Name: Geburtsdatum:.. Alter: Adresse:. Anschrift und Telefonnummer Ihrer Krankenkasse und/oder Beihilfe:

Vorname/Name: Geburtsdatum:.. Alter: Adresse:. Anschrift und Telefonnummer Ihrer Krankenkasse und/oder Beihilfe: 1 Anamnesebogen: Datum:.. Sehr geehrte Klienten, dieser Anamnesefragebogen dient zur Erstellung des Berichts für die Kostenübernahme der Therapie. Er orientiert sich an der von den Gutachtern vorgegebenen

Mehr

Die Fetale Alkoholspektrum-Störung. Die wichtigsten Fragen der sozialrechtlichen Praxis

Die Fetale Alkoholspektrum-Störung. Die wichtigsten Fragen der sozialrechtlichen Praxis Die Fetale Alkoholspektrum-Störung Die wichtigsten Fragen der sozialrechtlichen Praxis 1 Vorwort zahlreichen weiteren Berufen in ihrer täglichen Arbeit bei sozialrechtlichen Fragen rund um FASD weiterhelfen.

Mehr

Gemeinsame Informationen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung zur Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen

Gemeinsame Informationen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung zur Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen Gemeinsame Informationen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung zur Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen Was ist Kinderrehabilitation? Kinder und Jugendliche, die an einer chronischen

Mehr

Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie

Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie Bad Münder 06. Juni 2007 Dr. Manfred Gogol Klinik für Geriatrie Indikation allgemein I Alle Erkrankungen die mit funktionellen

Mehr

Unterstützungsbedarf. Allgemeine Aufgaben

Unterstützungsbedarf. Allgemeine Aufgaben Unterstützungsbedarf Bei dem Mädchen... liegt sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt körperliche/motorische Entwicklung vor (vgl. Förderpädagogisches Gutachten vom...). Auf Grund dessen

Mehr

INHALT DANKSAGUNGEN INHALT. Über dieses Buch ALLGEMEINE FRAGEN. Was ist eine Depression? Welche Symptome treten bei einer Depression auf?

INHALT DANKSAGUNGEN INHALT. Über dieses Buch ALLGEMEINE FRAGEN. Was ist eine Depression? Welche Symptome treten bei einer Depression auf? INHALT DANKSAGUNGEN INHALT Über dieses Buch ALLGEMEINE FRAGEN Was ist eine Depression? Welche Symptome treten bei einer Depression auf? Psychische Symptome Körperliche Symptome Psychomotorische Symptome

Mehr

der Unfallversicherung dem Sozialamt dem Versorgungsamt Sonstige Stelle

der Unfallversicherung dem Sozialamt dem Versorgungsamt Sonstige Stelle Rücksendung an: Bosch BKK Pflegekasse Kruppstr. 19 70469 Stuttgart Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung bei vollstationärer Pflege Name des Versicherten, Vorname / Geburtsdatum/Versicherungs-Nr.

Mehr

2.Symposium für Erzieher/innen und Lehrer/innen Psychologische Tests

2.Symposium für Erzieher/innen und Lehrer/innen Psychologische Tests 2.Symposium für Erzieher/innen und Lehrer/innen Psychologische Tests Ingrid Haiser Dipl. Psychologin Praxisgemeinschaft am Martinstor 21.November 2009 Voraussetzungen für eine psychologische Diagnostik

Mehr

Inklusion in der Schule Anforderungen aus Sicht der Kinder- und Jugendärzte

Inklusion in der Schule Anforderungen aus Sicht der Kinder- und Jugendärzte Inklusion in der Schule Anforderungen aus Sicht der Kinder- und Jugendärzte Schule sichert die Förderung von jedem und die Forderung an jedes Kind/an jeden Jugendlichen, unabhängig von den Grundvoraussetzungen,

Mehr

Fortbildungskurs zum Vertragsarzt Rehabilitation. 21. November 2009 in der FACHKLINIK BAD BENTHEIM

Fortbildungskurs zum Vertragsarzt Rehabilitation. 21. November 2009 in der FACHKLINIK BAD BENTHEIM Fortbildungskurs zum Vertragsarzt Rehabilitation gem. Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen 135 Abs. 2 SGB V Verordnung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation im Bereich der GKV nach den

Mehr

Depression im Alter. Depression psychische Veränderungen besser verstehen

Depression im Alter. Depression psychische Veränderungen besser verstehen Depression im Alter Depression psychische Veränderungen besser verstehen 5.2.2015 Daniela Lutz Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH daniela_lutz@sunrise.ch Inhalt und Ablauf Depression Allgemeines

Mehr

Rehabilitation vor und in der Pflege zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Rehabilitation vor und in der Pflege zwischen Anspruch und Wirklichkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit 27. Mai 2009 Berlin Grundsatz 11 Abs. 2 SGB V: Versicherte haben Anspruch auf Leistungen zur med. Rehabilitation die notwendig sind, um eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit

Mehr

Vortrag von George Krug, Fachberater beim LVR-Landesjugendamt Rheinland, im Rahmen der Tagungsreihe G wie Ganztag am 5. Dezember 2012 in Köln

Vortrag von George Krug, Fachberater beim LVR-Landesjugendamt Rheinland, im Rahmen der Tagungsreihe G wie Ganztag am 5. Dezember 2012 in Köln V wie Vielfalt III: Die offene Ganztagsschule auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungsort oder Das Recht auf Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen im Rahmen einer zukünftigen inklusiven

Mehr

Jugend in Gefahr: Alkohol-, Drogen- Onlinesucht. Selbsthilfe-Gruppen-Tagung. am 25.10.2008. Dr. med. Hubert Buschmann. www.wir-machen-unabhaengig.

Jugend in Gefahr: Alkohol-, Drogen- Onlinesucht. Selbsthilfe-Gruppen-Tagung. am 25.10.2008. Dr. med. Hubert Buschmann. www.wir-machen-unabhaengig. Jugend in Gefahr: Alkohol-, Drogen- Onlinesucht Selbsthilfe-Gruppen-Tagung am 25.10.2008 Dr. med. Hubert Buschmann www.wir-machen-unabhaengig.de Suchtprobleme bei Jugendlichen Zahlen, Fakten, Daten Alkohol

Mehr

Gutachten. Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) in der sozialrechtlichen Praxis. der Rechtsanwältin Gila Schindler BERNZEN SONNTAG Rechtsanwälte

Gutachten. Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) in der sozialrechtlichen Praxis. der Rechtsanwältin Gila Schindler BERNZEN SONNTAG Rechtsanwälte Rechtsanwältin Gila Schindler Telefon: +49(0)6221 137 97 23 Telefax: +49(0)6221 137 98 75 http://www.msbh.de/ Gutachten der Rechtsanwältin Gila Schindler BERNZEN SONNTAG Rechtsanwälte unter Beteiligung

Mehr

Neurologische TagesReha

Neurologische TagesReha Neurologische TagesReha Wer sind wir? Was bieten wir an? Wie sind wir organisiert? Für welche Patienten? Wir nutzen unser Know How der stationären Neurorehabilitation Neurologische Patienten werden seit

Mehr

Emotionale Entwicklung- Diagnostik mit dem Schema der emotionalen Entwicklung (SEO) und therapeutische Bedeutung

Emotionale Entwicklung- Diagnostik mit dem Schema der emotionalen Entwicklung (SEO) und therapeutische Bedeutung Emotionale Entwicklung- Diagnostik mit dem Schema der emotionalen Entwicklung (SEO) und therapeutische Bedeutung Sabine Zepperitz Dipl. Pädagogin Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Mehr

Fragebogen zur Lebensgeschichte

Fragebogen zur Lebensgeschichte Psychologischer Psychotherapeut Hohenstaufenring 8, 50674 Köln Fragebogen zur Lebensgeschichte Anonymisierungscode: Alter: Ausfülldatum dieses Fragebogens: Lieber Patient, Dieser Fragebogen dient mir als

Mehr

Kinderschutz aus Sicht des Gesundheitsamtes Dr. Cornelia Busse Gesundheitsamt NBS-Fachtagung am 29. April 2015

Kinderschutz aus Sicht des Gesundheitsamtes Dr. Cornelia Busse Gesundheitsamt NBS-Fachtagung am 29. April 2015 LANDKREIS VORPOMMERN-GREIFSWALD Kinderschutz aus Sicht des Gesundheitsamtes Dr. Cornelia Busse Gesundheitsamt NBS-Fachtagung am 29. April 2015 Aufbau des Gesundheitsamtes 3 Standorte Greifswald Anklam

Mehr

Gewalt im Kindesalter

Gewalt im Kindesalter Gewalt im Kindesalter Kriminologische Aspekte Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum, Fachbereich Soziale Arbeit Ruhr-Universität Bochum, Masterstudiengang Kriminologie und Polizeiwissenschaft

Mehr

Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche. Familien-, Paar- und Lebensberatung. Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche. Familien-, Paar- und Lebensberatung. Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Integratives Beratungszentrum Melle Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche Familien-, Paar- und Lebensberatung Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Schwangerenberatung und Schwangerschaftskonfliktberatung

Mehr

Wegfall des Krankengeldes nach 51 SGB V

Wegfall des Krankengeldes nach 51 SGB V Wegfall des Krankengeldes nach 51 SGB V Erfahrungen aus der Praxis Bedeutung für Tumorpatienten Fall 1 HEK Frau S. Aufforderung zur Rehaantragstellung innerhalb von 7 Tagen Fall 2 AOK Neckar- Odenwald-Kreis

Mehr

AURYN Frankfurt e.v. Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern

AURYN Frankfurt e.v. Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern AURYN Frankfurt e.v. Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern Susanne Schlüter-Müller Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Frankfurt 1. Vorsitzende von AURYN Frankfurt e.v.

Mehr

Nachgefragt! - Welche Perspektive haben Menschen nach einem schweren Schlaganfall?

Nachgefragt! - Welche Perspektive haben Menschen nach einem schweren Schlaganfall? Nachgefragt! - Welche Perspektive haben Menschen nach einem schweren Schlaganfall? Ergebnisse einer Nachbefragung von Patienten ein Jahr nach der Frührehabilitation Die Neurologische Frührehabilitation

Mehr

Bipolare Störung. Manisch depressive Erkrankung

Bipolare Störung. Manisch depressive Erkrankung Bipolare Störung Manisch depressive Erkrankung Inhalt Beschreibung Diagnostik Phasen Verlaufsformen Ursachen Behandlung Beschreibung psychische Störung, die zu den Affektstörungen zählt erste Beschreibung

Mehr

Umgang mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Umgang mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung Umgang mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung Gesetzliche Bestimmungen: Für alle, die nach SGB VIII / KJHG arbeiten gilt $ 8 a SGB VIII Für alle, die nach SGB V arbeiten gilt der $ 4 KKG des Bundeskinderschutzgesetztes

Mehr

Anmeldeformular für Erstpatienten (Seite 1 von 2)

Anmeldeformular für Erstpatienten (Seite 1 von 2) Anmeldeformular für Erstpatienten (Seite 1 von 2) Anmeldeformular bitte vollständig ausgefüllt zur Terminvereinbarung zusenden. a) per Post: Dr. med. Katja Wucherer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Mehr

Interpersonelle Psychotherapie. von Klerman, Weissman, Rounsaville und Chevron

Interpersonelle Psychotherapie. von Klerman, Weissman, Rounsaville und Chevron Interpersonelle Psychotherapie von Klerman, Weissman, Rounsaville und Chevron Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Rollen Depression Belastende Ereignisse im interpersonellen

Mehr

Die Gesundheit von Kindern alleinerziehender Mütter

Die Gesundheit von Kindern alleinerziehender Mütter Die Gesundheit von Kindern alleinerziehender Mütter Dr. Christine Hagen 2. PALME-Fachtagung, 25. September 2009 Gliederung 1. Daten und Fakten zur Situation der Kinder 2. Gesundheitsrelevante Risiken 3.

Mehr

Workshop Erkennen von Förder-, Versorgungs- und Gedeihstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Entwicklungsstörungen im Säuglingsund Kleinkindalter

Workshop Erkennen von Förder-, Versorgungs- und Gedeihstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Entwicklungsstörungen im Säuglingsund Kleinkindalter Workshop Erkennen von Förder-, Versorgungs- und Gedeihstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern Entwicklungsstörungen im Säuglingsund Kleinkindalter Frau Dr.-medic (IfM Timisoara) Schoen Chefärztin Klinik

Mehr

Sucht im Alter. Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? www.step-hannover.de FAM-Hannover

Sucht im Alter. Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? www.step-hannover.de FAM-Hannover Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? Harold & Maude Risikofaktoren: Beendigung des Berufslebens verbunden mit Identitätsverlust Fehlen einer vorgegebenen Alltagsstruktur Einschränkung der Mobilität

Mehr

Berlin, den 23.03.2005

Berlin, den 23.03.2005 Berlin, den 23.03.2005 Stellungnahme des Bundesverbandes zu den Empfehlungen des Gemeinsamen Bundesausschusses zu den Anforderungen an die Ausgestaltung von strukturierten Behandlungsprogrammen für Patientinnen

Mehr

Drehtüreffekte und Zwangsmaßnahmen gibt es Alternativen? Sicht: Kinder- und Jugendpsychiatrie DIJuF 9.12.2014

Drehtüreffekte und Zwangsmaßnahmen gibt es Alternativen? Sicht: Kinder- und Jugendpsychiatrie DIJuF 9.12.2014 Drehtüreffekte und Zwangsmaßnahmen gibt es Alternativen? Sicht: Kinder- und Jugendpsychiatrie DIJuF 9.12.2014 Prof. Dr. Michael Kölch Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie,

Mehr

Ambulant durchgeführte psychotherapeutische Behandlungen und Maßnahmen der psychosomatischen Grundversorgung

Ambulant durchgeführte psychotherapeutische Behandlungen und Maßnahmen der psychosomatischen Grundversorgung Ambulant durchgeführte psychotherapeutische Behandlungen und Maßnahmen der psychosomatischen Grundversorgung Nach den 8-13 der Bayerischen Beihilfeverordnung sind Aufwendungen für oben genannte Maßnahmen

Mehr

Psychische Erkrankungen im Jugendalter

Psychische Erkrankungen im Jugendalter Psychische Erkrankungen im Jugendalter Eine Einführung Dipl.-Päd. J. Bürmann LAG JAW Loccum Juni 2010 1 Psychische Störungen Charakteristika und Klassifikationssysteme Erhebliche krankheitswertige Abweichungen

Mehr

Stiftung für das behinderte Kind. Förderung von Vorsorge und Früherkennung. Alkohol. in der. Schwangerschaft

Stiftung für das behinderte Kind. Förderung von Vorsorge und Früherkennung. Alkohol. in der. Schwangerschaft Stiftung für das behinderte Kind Förderung von Vorsorge und Früherkennung Alkohol in der Schwangerschaft Der Schadstoff Nr. 1 für das Kind Wie schädigt Alkohol mein Kind während der Schwangerschaft? Alkohol

Mehr

Fachkliniken Wangen Rehabilitationskinderklinik www.fachkliniken-wangen.de

Fachkliniken Wangen Rehabilitationskinderklinik www.fachkliniken-wangen.de Alwin Baumann KVJS ASDL-Tagung Gültstein, Reha-Maßnahmen als Hilfemöglichkeit für Kinder und Jugendliche mit psychischen und psychosomatischen Störungen Fachkliniken Wangen Rehabilitationskinderklinik

Mehr

Einbindung von Betriebsärzten in den Rehabilitationsprozess

Einbindung von Betriebsärzten in den Rehabilitationsprozess Einbindung von Betriebsärzten in den Rehabilitationsprozess Frühzeitiges Erkennen und Identifizieren eines Bedarfes an Leistungen zur Teilhabe für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Dr. Martina Hildebrandt

Mehr

Demenzkampagne Rheinland-Pfalz

Demenzkampagne Rheinland-Pfalz Demenzkampagne Rheinland-Pfalz 1 Abgrenzung zum normalen Altern Vergessen gehört ebenso zum Leben wie erinnern. Beim Altern lassen alle Körperfunktionen nach, auch das Gedächtnis bekommt Lücken. Aber nicht

Mehr

Anlage zur Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für ambulante psychotherapeutische Leistungen

Anlage zur Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für ambulante psychotherapeutische Leistungen NIEDERSÄCHSISCHE VERSORGUNGSKASSE Stand: 01.08.2013 Anlage zur Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für ambulante psychotherapeutische Leistungen Aufwendungen für ambulante Leistungen der tiefenpsychologischen

Mehr

MBR-A A Projekt. Medizinisch Berufliche Rehabilitation Abhängigkeitskranker

MBR-A A Projekt. Medizinisch Berufliche Rehabilitation Abhängigkeitskranker MBR-A A Projekt Medizinisch Berufliche Rehabilitation Abhängigkeitskranker Gründe für f r die Projektentwicklung Klientelbezogen Alter zwischen 20 und 30 Jahre (+) Hauptschulabschluss liegt Jahre zurück

Mehr

Vortrag Angebot für psychisch kranke Mütter/Väter

Vortrag Angebot für psychisch kranke Mütter/Väter Haus für Jugend- und Familienhilfe Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Rheinland-Pfalz Vortrag Angebot für psychisch kranke Mütter/Väter Referent: Karl-Heinz Fenselau (Leiter Haus für Jugend und Familienhilfe)

Mehr

Heutige Versorgung des Diabetes mellitus Typ1 Probleme in der Versorgung Versorgungslücken

Heutige Versorgung des Diabetes mellitus Typ1 Probleme in der Versorgung Versorgungslücken Heutige Versorgung des Diabetes mellitus Typ1 Probleme in der Versorgung Versorgungslücken (Gitte Bräucker) Sozialmedizinische Nachsorge bei chronisch kranken Kindern im Kreis Warendorf Diabetes mellitus

Mehr

LWL-Klinik Lengerich DEPRESSION. und Selbstmordgefährdung. Dr. med. Ulrike Gotthardt Behandlungszentrum für Hörgeschädigte. KoFo Essen 11.03.

LWL-Klinik Lengerich DEPRESSION. und Selbstmordgefährdung. Dr. med. Ulrike Gotthardt Behandlungszentrum für Hörgeschädigte. KoFo Essen 11.03. DEPRESSION und Selbstmordgefährdung Dr. med. Ulrike Gotthardt Behandlungszentrum für Hörgeschädigte LWL-Klinik Lengerich KoFo Essen 11.03.2009 Warum ist es notwendig, dass wir hier über DEPRESSIONEN sprechen?

Mehr

Elbe-Werkstätten GmbH

Elbe-Werkstätten GmbH Mit Menschen erfolgreich. Elbe-Werkstätten GmbH Das Dock-Konzept Ein Arbeitswelt orientiertes Basistraining für junge Erwachsene mit sozial-emotionalen Handicap Vorstellung Margrit Tjarks Fachkraft für

Mehr

Medizinische Rehabilitation bei Epilepsie

Medizinische Rehabilitation bei Epilepsie Fachkliniken Wangen Medizinische Klinik Thoraxchirurgische Klinik Anästhesie und Intensivmedizin Neurologische Klinik Kinderklinik Rehabilitationskinderklinik www.fachkliniken-wangen.de Medizinische Rehabilitation

Mehr

Fortbildung Update Sucht interdisziplinär 2015.

Fortbildung Update Sucht interdisziplinär 2015. Fortbildung Update Sucht interdisziplinär 2015. Brandherd IV und Sucht Dr. Monika Hermelink, Leiterin RAD Ostschweiz www.svasg.ch/rad 1 Agenda. (1/2) Grundsätzlich heisse Themen Was steht im Gesetz? Welche

Mehr

Risikoanalyse Kindeswohlgefährdung Anlage 4 Jugendliche 14 18 Jahre. Stadt Nürnberg Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

Risikoanalyse Kindeswohlgefährdung Anlage 4 Jugendliche 14 18 Jahre. Stadt Nürnberg Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Fallverantwortliche/r (Vor- und Nachname): APKZ: Telefon: Name, Vorname der/des Jugendlichen: Ja Nein noch zu klären beschrieben durch Behinderungen, chronische Krankheiten Auffällige Verletzungsmuster

Mehr

Psychosomatische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Eine Sensibilisierung für betriebliche Laien

Psychosomatische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Eine Sensibilisierung für betriebliche Laien Friedrichsdorfer Institut für Therapieforschung salus klinik Friedrichsdorf Dr. Dietmar Kramer Leitender Arzt Psychosomatische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz Eine Sensibilisierung

Mehr

Ausblick auf neue Lebensperspektiven!

Ausblick auf neue Lebensperspektiven! Ausblick auf neue Lebensperspektiven! Informationsbroschüre Psychosomatik für Erwachsene Standort Grieskirchen Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck sowie der Paracelsus

Mehr

Prügelknabe oder Angstbeißer Zu- Mutungen!?

Prügelknabe oder Angstbeißer Zu- Mutungen!? Prügelknabe oder Angstbeißer Zu- Mutungen!? Kinder und Jugendliche mit Störung des Sozialverhaltens was hilft? 20.03.2013 Dr. Isabel Böge, ZfP Südwürttemberg Struktur: Definitionen Symptome Behandlungsmöglichkeiten

Mehr

Diagnostik Kinder und Jugendliche im Bezirk Schwaben Stand April 2015. Kleinkinder Kinder/Jugendliche. vorhanden

Diagnostik Kinder und Jugendliche im Bezirk Schwaben Stand April 2015. Kleinkinder Kinder/Jugendliche. vorhanden A. A.1. Kinder und Jugendliche Psychotherapeutische Praxis Psychotherapeut VT Markus Hertle Schaezlerstr. 6 86150 Augsburg Tel.: 0821 5089515 Fax: 0821 5089518 E-Mail: mail@psychotherapie-hertle.de Homepage:

Mehr

Kostenträger. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Bitte ankreuzen wenn Kostenträger zutrifft. Träger. Voraussetzung. Rechtsgrundl.

Kostenträger. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Bitte ankreuzen wenn Kostenträger zutrifft. Träger. Voraussetzung. Rechtsgrundl. der gesetzlichen Unfallversicherung - Berufsgenossenschaften - Eigenunfallversicherung - Fußschäden als Folge eines Arbeitsunfalls ( 8, 10, 11, 12 SGB VII) Einschließlich eines Unfalls auf dem Weg von

Mehr

SUBSTANZABHÄNGIGKEIT - PROBLEMSTELLUNG IN DER BEURTEILUNG DER FAHRTAUGLICHKEIT

SUBSTANZABHÄNGIGKEIT - PROBLEMSTELLUNG IN DER BEURTEILUNG DER FAHRTAUGLICHKEIT SUBSTANZABHÄNGIGKEIT - PROBLEMSTELLUNG IN DER BEURTEILUNG DER FAHRTAUGLICHKEIT HR Dr. Wilhelm SAURMA LandespolizeidirekHon Wien Ref. A 1.3 Polizeiärztlicher Dienst Verordnung des Bundesministers für WissenschaT

Mehr

Kindeswohl aus Sicht des Jugendamtes in der Arbeit mit Kindern drogengebrauchender Eltern

Kindeswohl aus Sicht des Jugendamtes in der Arbeit mit Kindern drogengebrauchender Eltern Kindeswohl aus Sicht des Jugendamtes in der Arbeit mit Kindern drogengebrauchender Eltern 30.11.2007 Birgit Averbeck Jugendamt Dortmund 1 2 Hilfen für Kinder drogengebrauchender Eltern in Kooperation Jugendhilfe,

Mehr

Handreichung Kinderschutz

Handreichung Kinderschutz Kapitel 3.0 Indikatoren / gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung Indikatoren / gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung Gewichtige Anhaltspunkte sind Hinweise oder Informationen

Mehr