Kann Drogenabhängigen bald besser geholfen werden? (Bild: AP Archiv)

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Kann Drogenabhängigen bald besser geholfen werden? (Bild: AP Archiv)"

Transkript

1 Hilfe Suche Sitemap Kontakt Deutschlandradio Kultur Wir über uns Vorschau Frequenzen WISSENSCHAFT IM BRENNPUNKT :30 Uhr Kann Drogenabhängigen bald besser geholfen werden? (Bild: AP Archiv) Das abhängige Gehirn Neue Perspektiven für die Therapie von Suchterkrankungen Von Volkart Wildermuth So unterschiedlich Drogen auch wirken, letztlich aktivieren sie alle ein uraltes Verhaltensprogramm in Gehirn. Drogen kapern einen unbewussten aber starken Lernmechanismus und erzeugen so im Gehirn einen Autopiloten der Abhängigkeit. Dieser neue Blick auf die Abhängigkeitserkrankung eröffnet auch neue Perspektiven für die Therapie. Drogen - das Wort hat einen ausgesprochen negativen Beigeschmack. Da denkt man an gierige Dealer und heruntergekommene Alkoholiker, an Tote auf der Bahnhofstoilette. Dabei sind Drogen zunächst einmal positiv; angenehm, berauschen und erleichternd. Sonst würde sie ja niemand nehmen. Und glaubt man einer Analyse des Flusswassers, dann wird in den Städten entlang des Rheins deutlich mehr Kokain geschnupft, als sich je eine Dogenberatungsstelle hat träumen lassen. Doch Drogen sorgen nicht nur für den kurzfristigen Rausch, sie verändern auf Dauer das Gehirn. Dann wird aus Genuss krankhafter Zwang. Sobald der Autopilot der Abhängigkeit die Kontrolle übernommen hat, ist es nicht mehr möglich, einfach "Nein" zu sagen. Eine Sucht ist eben keine Charakterschwäche, sondern eine Krankheit. Nach Jahren der Forschung entdecken Neurowissenschaftler, was auf der Ebene der Nerven und Botenstoffe geschieht wenn aus Genuss Abhängigkeit wird. Und diese Antworten öffnen inzwischen auch für neue Wege in der Behandlung der Sucht. Chemisch haben Alkohol und Nikotin, Heroin oder Hasch nicht viel gemeinsam. Sie binden jeweils an unterschiedliche Rezeptoren im Gehirn. Rezeptoren sind Antennen auf den Nervenzellen, mit denen diese die Botschaften ihrer Nachbarn empfangen. Die direkte Wirkung einer Droge hängt davon ab, in welchen dieser Informationskanäle sie sich einschaltet. Heroin bindet an Opioid-Rezeptoren, die für das Gefühl der Euphorie nach einer großen Anstrengung und für die Unterdrückung von Schmerzen wichtig sind. Entsprechend gut fühlt sich ein Schuss Heroin an. Der Cannabiswirkstoff THC aktiviert die Endocanabinoid-Rezeptoren und sorgt so dafür, dass sich Nerven

2 leichter erregen lassen. Sinneseindrücke verändern sich, Nichtigkeiten bekommen Bedeutung. Alkohol dagegen beeinflusst die GABA-Rezeptoren, die die Aktivität bestimmter Nerven herunterregulieren. Zu erst sind davon Kontrollzentren des Gehirns betroffen, es kommt zu einer Enthemmung, man fühlt sich frei, der Stress, die Schüchternheit, die Angst sind nicht mehr so wichtig. Dann lassen sich die Muskeln lassen nicht mehr exakt ansteuern, die Sprache wird verwaschen, der Gang unsicher. Auf Dauer dämpft Alkohol das ganze Erleben bis zur Bewusstlosigkeit. Nikotin wirkt über Acetylcholin-Rezeptoren aktivierend auf die Nervenzellen, die Aufmerksamkeit steigt, man ist kurzfristig wacher und leistungsfähiger. Ähnlich verhält es sich beim Kokain. Die biochemischen Wirkungen der Drogen sind unterschiedlich. Letztlich gibt es aber Verbindungen zwischen den jeweils beeinflussten Nervenschaltkreisen. So kommt es, dass beispielsweise Alkohol indirekt dieselben Rezeptoren aktiviert, über die auch Hasch und Heroin wirken. Das trägt zur positiven Stimmung im Rausch bei. Entscheidend ist, dass alle Drogen letztlich eine Nervengruppe aktivieren, die zentral für die Steuerung des Verhaltens ist. Unser Gehirn ist nicht entstanden, um auf Drogen zu reagieren. Das Gehirn hat Nervensysteme entwickelt, die sicherstellen, dass wir alles tun, um zu überleben, dass wir zum Beispiel essen. Drogen greifen in diese Systeme ein und aktivieren sie viel stärker, als das Nahrung kann, oder Sex und so kommt es letztendlich zur Sucht. Dr. Nora Volkow, die Direktorin des amerikanischen nationalen Forschungsinstitutes zum Drogenmissbrauch in Bethesda, untersucht seit Jahren, wie das Gehirn von natürlichen Genüssen aber eben auch von Drogen beeinflusst wird. Der wichtigste Schauplatz des Geschehens ist eine Region tief im Inneren des Gehirns, der Nucleus Accumbens. Hier wirkt der Botenstoff Dopamin. Ein leckeres Essen, Sex, ein positives Gespräch, all das führt zur Ausschüttung von Dopamin und damit zur Aktivierung des Nucleus Accumbens. Begleitet wird das Ganze von lustvollen Empfindungen und die sind ein wirksamer Weg, um das Verhalten zu beeinflussen. Das zeigen Versuche mit Ratten, denen Elektroden ins Gehirn implantiert wurden. Die Tiere drücken so begeistert einen Schalter, der den Nucleus Accumbens stimuliert, dass sie darüber sogar das Fressen vergessen. Kein Wunder, dass die Wissenschaftler lange vom Belohnungssystem sprachen. Sie glaubten, dass Dopamin eine Art Wohlfühlbotenstoff sei, der Dinge angenehm erscheinen lässt und so den Menschen oder die Ratte dazu bringt, immer wieder den gedeckten Tisch oder den Partner aufzusuchen. Wenn das stimmt, machen Drogen süchtig, weil sie eine besonders starke Dopaminreaktion auslösen und sich deshalb eben besonders gut anfühlen. Doch diese Sicht der Dinge greift zu kurz, argumentieren Forscher wie Dr. Jonatahn Cohen von der Princton Universität. Der Psychologe versucht die Wirkung des Dopamin mit mathematischen Modellen des Gehirns nach zu vollziehen. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass es bei der Sucht weniger um direkte positive Empfindungen geht, als um Lernvorgänge.

3 Wir dachten immer, dass Dopamin ein Belohnungssignal ist. Wenn etwas Gutes passiert, geht das Dopamin hoch. Aber es hat sich herausgestellt, dass Dopamin weniger auf die Belohnung reagiert, als auf alles, was diese Belohnung vorhersagt. Wenn es Futter gibt, wird Dopamin ausgeschüttet. Wenn aber jedes mal kurz vor der Fütterung ein Licht angeht, dann reagiert das Dopamin bald auf das Licht und nicht mehr auf das Futter selbst. Dopamin ist ein Lernsignal. Drogen kapern sozusagen einen Lernmechanismus und verstärken alle Verhaltensweisen, die mit der Droge verknüpft sind. Das ist entscheidend für die Sucht. Revolutionär nennt Jonhatan Cohen diese neue Interpretation der Sucht und damit steht er nicht allein. Jonatahn Cohen und Nora Volkow bestreiten nicht, dass sich der Genuss von Drogen, genau wie Essen oder Sex gut anfühlt. Aber diese angenehme Wirkung ist nicht entscheidend für das Entstehen der Abhängigkeit. Das subjektive Wohlbefinden wird in der Hirnrinde direkt über den Augen erzeugt. Hier liegen Nerven, die auf den Geschmack von Essen reagieren, auf Düfte und Berührungen. Ihre Reaktion ist besonders stark, wenn wir hungrig sind, und fällt ab, sobald der Magen voll ist. So erklärt sich, warum ein Schokotörtchen auf leeren Magen besser schmeckt, als nach einem fünf Gänge Menü. Das gilt im übrigen nicht nur beim Essen. Alle natürlichen Reize, neue Erlebnisse, soziale Kontakte werden nach einer Weile schal. Sie können dann weder die Zentren des subjektiven Erlebens im Stirnhirn anregen, noch Dopamin und die Lernsysteme. Dieses Abstumpfen ist für eine gesunde Verhaltenssteuerung zentral, glaubt der Suchtforscher Prof. Andreas Heinz von der Berliner Charite. Wenn Sie was weiß ich, das erste Mal indisch Essen gehen schmeckt ihnen wahnsinnig gut, dann wird genauso viel Dopamin freigesetzt aber beim zweiten oder dritten Mal ist das mit dem Dopamin zuende und so ist es sehr häufig auch, wenn sie jemand sehr interessantes kennen lernen, auch da geht das Dopamin nach einer Weile runter, bei den Drogen nicht. Das heißt es wird immer weiter freigesetzt, dann adaptiert das System dran, das heißt die Andockstellen, die Rezeptoren werden runtergefahren und das führt dazu, dass die Leute eigentlich mehr konsumieren müssen, um den alten Kick zu haben. Nach Jahren der Sucht ist der Genuss verschwunden, was bleibt ist der Zwang, immer wieder nachzulegen. Koste es was es wolle, ohne Rücksicht auf soziale Bindungen oder die Gesetze. Andererseits, auch wenn Drogen die Lernmechanismen des Gehirns besetzten, niemand wird süchtig von einem Glas Wein, von einer Zigarette, selbst von einer Spritze Heroin. Es experimentiert wohl jeder Jugendliche mit Drogen. Gerade in der Pubertät hinterlassen neue Erfahrungen auch besonders tiefgehende Spuren. Ob sich daraus eine Sucht entwickelt hängt von mehreren Faktoren ab. Die Gene sind für etwa die Hälfte des Suchtrisikos verantwortlich. Es gibt aber nicht "DAS

4 ALKOHOLISMUSGEN", der Einfluss des Erbguts setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen. So gibt es Gene, die den Abbau von Alkohol beeinflussen, Gene für die Feinjustierung des Dopaminsystems und Gene, die die Reaktion auf Stress verstärken. Von jedem dieser Gene gibt es Varianten, die das Suchtrisiko entweder erhöhen oder senken. Dabei ist der Effekt jedes einzelnen Gens gering, erst die Summe der vielen Erbvarianten hat einen maßgeblichen Einfluss auf die individuelle Empfindlichkeit für Drogen. Doch selbst ein hohes genetisches Risiko bedeutet nicht, dass ein Mensch zur Sucht verdammt ist. Die eigne Lebensgeschichte ist genauso entscheidend. Wichtig sind zum einen die Freunde. Jeder hustet bei der ersten Zigarette. Die Erfahrung wird nur wiederholt, wenn ein Glimmstängel im Mundwinkel in der Gruppe als absolut cool gilt. Die von den anderen geweckten Erwartungen können sogar direkt das sinnliche Erleben des ersten Rauschs oder des ersten Zuges beeinflussen. Der zweite wichtige Umweltfaktor ist der Stress. Zu großer äußerer Druck kann dazu verleiteten, nicht Probleme zu lösen sondern sie mit Drogen beiseite zu schieben. Ängstliche Persönlichkeiten suchen dabei eher Entspannung im Alkohol, während Menschen mit niedrigem eigenen Dopaminspiegel versuchen, über Kokain ihre Leistungs- und Erlebnisfähigkeit zu steigern. Die Gene, die Freunde, der Stress machen einen Menschen bereit für Drogenerfahrungen. Er oder sie beginnt vielleicht zu rauchen, regelmäßig zu trinken oder Kokain zu schnupfen. Anfangs ist der Rausch noch unter Kontrolle. Es ist kein Problem "Nein" zu sagen. Auf Dauer aber verändern die Drogen das Gehirn. Alkoholmissbrauch erhöht die Empfindlichkeit des Stresssystems. Schon kleine Störungen werden plötzlich als bedrohlich erlebt und legen den nächsten Griff zur Flasche nahe. Das Überangebot an Dopamin durch die dauernde Reizung der Motivationszentren führt zu Gegenreaktionen im Gehirn. Es antwortet weniger stark auf natürliche Reize, auf ein leckeres Essen, oder ein gutes Gespräch. Die Welt beginnt blass zur wirken, nur das Kokain oder der Joint lösen noch deutliche Gefühle aus. Das Motivationssystem in den Gefühlzentren baut das Verlangen nach einem Genuss jetzt und hier auf. Gebremst wird es von den höheren Denkzentren im Stirnhirn, die in der Lage sind, auch langfristige Konsequenzen abzuschätzen. Die Balance aus Stärke des Verlangens und Kontrolle durch die Vernunft bestimmt letztlich die Handlung. Wer nur mal so abnehmen will, wird bei einer leckeren Schokotorte schon mal schwach. Wer sich dagegen fest für eine Diät entschlossen hat, kann der süßen Versuchung meist wiederstehen. Bei Suchtkranken sind diese Kontrollmechanismen aber geschwächt, das konnte Nora Volkow direkt im Gehirn nachweisen. Einer der beständigsten Befunde lautet, dass Suchtkranke, egal ob sie von Kokain abhänig sind, von Alkohol oder von Methamphetamin, dass sie eine herabgesetzte Aktivität im Stirnhirn zeigen. Und zwar sowohl in einem Gebiet, dass mit den Gefühlszentren zusammenarbeitet, als auch in einer Region, die für höhere Denkleistungen zuständig ist. Beide werden durch dauernden Drogengebrauch gestört. Und währen die bewusste Kontrolle, das Abwägen von Konsequenzen durch die Sucht geschwächt

5 werden, gewinnen automatische Prozesse an Stärke und zwar vor allen in dem von Dopamin geprägten Motivationszentren. Die liegen in enger Nachbarschaft zu Nervenknoten, die an der Steuerung von automatischen Bewegungen beteiligt sind, erläutert der Berliner Suchtforscher Andreas Heinz. Das System ist so gebaut, das etwas, was immer häufiger gemacht wird, immer weiter in einen hinteren Teil verschoben wird, in dem es immer automatisierter wird und immer weniger bewusste Kontrolle benötigt oder in Anspruch nimmt. Beim Zigarettenrauchen ist es am besten untersucht, da gibt es viele Befunde, die darauf hinweisen, dass die Leute wirklich automatisch anspringen, schon wenn sie Zigaretten sehen, in Regionen des Gehirns, die etwas mit motorischer Bewegungssteuerung zu tun haben, die gar nicht mehr groß bewusst geplant werden. So dass viele Patienten ihren Rückfall auch so beschreiben, dass es kein bewusster Vorsatz war oder weiß ich eine besonders intensiv ambivalent erlebte Verführungssituation sondern, dass die ganz automatisch losgelaufen sind zur nächsten Tankstelle, sich ihre Schnapsflasche gekauft haben zu Hause geleert und Verlangen und Schuldgefühle und alles mögliche ihnen erst hinterher am nächsten Tag gekommen sind. Im Stirnhirn ist die bewusste Verhaltenskontrolle geschwächt, gleichzeitig hat sich das Lernprogramm der Sucht verfestigt. Spätestens jetzt ist die Schwelle vom bloßen Drogenmissbrauch zur Abhängigkeitserkrankung überschritten. Das Verhalten ist quasi auf Autopilot geschaltet. Einzige Zielkoordinaten: die Sucht. Nicht nur Alkohol und Kokain vermögen das Gehirn Richtung zwanghaftem Verhalten umzusteuern. Studien zeigen ähnliche Veränderungen der Nervenschaltkreise auch bei Menschen, die nicht mit dem Roulettspielen aufhören, oder die sich nicht vom Computer losreißen können. Selbst die Fresssucht trägt in einigen Fällen ihren Namen zurecht. Nora Volkow hat extrem übergewichtigen Patienten untersucht. Deren Dopaminsystem erwies sich als ebenso gestört, wie das von Drogenabhängigen. Der Effekt war um so deutlicher, je mehr die Personen auf die Waage brachten. Wie gesagt, es handelte sich um extreme Fälle. Der durchschnittliche Übergewichtige ist wohl nicht in einem klinischen Sinne süchtig nach Süßem. Experimente an Ratten zeigen aber, dass Futter mit hohem Fett und Zuckergehalt die normalen Sättigungsmechanismen des Gehirns außer Kraft setzen kann. Auch wenn der Magen objektiv voll ist, fressen die Tiere weiter Junkfood. Auf Dauer schädigen sie damit auch ihr Motivationssystem, bis sich im Käfig alles nur noch ums Fressen dreht. Im Kern ist die Sucht ein außer Kontrolle geratener Lernmechanismus. Einerseits erzeugt er automatisierte Verhaltensprogramme. Auf der anderen Seite schafft er aber auch besonders starke Erinnerungen an alles, was mit der Droge verknüpft ist. Diese tief eingeprägten Gedächtnisspuren sind ein wichtiger Grund für die hohe Rückfallrate nach einer Therapie von Süchtigen. Schon kleine Reize in der Umwelt, eine Bierwerbung, der zufällig gehörte Name einer Disko, in der es Heroin gibt, sind in der Lage, den Autopiloten der Abhängigkeit wieder zu aktivieren. Wie effektiv das Suchtgedächtnis arbeitet, konnte Andreas Heinz im Labor nachweisen. Er hat

6 beobachtet, was im Gehirn von trockenen Alkoholikern und von Kontrollpersonen passiert, wenn sie Bilder betrachten. Und zwar entweder Fotos von Bierflaschen, von Spritzen oder von neutralen Landschaften. Was sie sehen können ist, dass bestimmte Regionen des Gehirns nur bei Suchtkranken anspringen und nur auf diese Alkoholreize nicht auf Drogenreize die man nicht konsumiert und nicht auf andere emotionale Reize und das sind im Wesentlichen, vielleicht nicht überraschend, Regionen der Aufmerksamkeitssteuerung. Das ist aber in sofern wichtig, weil das in Situationen gezeigt wurde, wo die Leute entgiftet sind und gar keine Drogen konsumieren können und wollen und wenn dann trotzdem ein Bild reicht, um ihr Aufmerksamkeitssystem zu beschäftigen, dann kann man den Patienten gut glauben dass doch einige berichten, dass sie durch Alkoholreklame durcheinander gebracht werden oder motiviert werden wieder Alkoholverlangen zu entwickeln wenn sie zum Beispiel alleine Zuhause vor dem Fernseher sitzen, wo sie immer getrunken haben. Auch im Tiermodell lässt sich das Suchtgedächtnis studieren. Im englischen Cambridge gibt Dr. Jonathan Lee Ratten Gelegenheit, mit Kokain zu experimentieren. Wenn die Tieren einen Schalter drücken, leuchtet ein Licht, gleichzeitig erhält die Ratte eine Infusion der Droge. Nach einigen Tagen und mehreren hundert Räuschen sind die Tiere abhängig, sie nehmen große Mühen auf sich, um den nächsten Kick zu erreichen. Nach einem Entzug genügt schon das Aufleuchten der Lampe, um die Tiere sofort wieder in das Verhaltensmuster der Abhängigkeit zurückfallen zu lassen. Dieses Suchtgedächtnis versucht Johnathan Lee zu löschen. Hintergrund ist ein ganz neues Konzept der Gedächtnisforschung. Danach sind Erinnerungen im Gehirn nicht stabil verankert. Jedes mal, wenn sie abgerufen werden, müssen sie erneut ins Langzeitgedächtnis abgelegt werden. Und dabei sind sie verwundbar. Um das Suchtgedächtnis zu beeinflussen, müssen wir den Ratten nur erneut das Licht zeigen. Sie erinnern sich und gleichzeitig wird diese Erinnerung instabil. Das gibt uns die Chance einzugreifen und zu verhindern, dass die Erinnerung erneut abgespeichert wird. Wir blockieren dazu ein Gedächtniseiweiß im Gehirn. Unsere Experimente zeigen, dass schon ein einzige Behandlung ausreicht, um das Suchtgedächtnis dauerhaft zu löschen. Kein einziges Mal sind die Ratten in die alten Verhaltensmuster zurückgefallen. Die Behandlung ist so wirksam, dass theoretisch ein einziger Besuch beim Arzt ausreichen sollte, um das Suchtgedächtnis für lange Zeit abzuschwächen. Jonathan Lee ist optimisitsch. Allerdings muss er seinen Ratten den Gedächtnisblocker direkt ins Gehirn spritzen. Diese Prozedur eignet sich wohl kaum für die Suchttherapie. In der verwundbaren Phase nach dem Wiedererinnern lassen sich Gedächtnisinhalte aber auch ganz normalen und gut verträglichen Medikamenten beeinflussen, etwa mit Betablockern. In New York und Montreal laufen zur Zeit erste Studien an Patienten, die unter beängstigenden Erinnerungen an ein schreckliches Erlebnis leiden, etwa an einen Autounfall oder an ein Gefecht im Krieg. Im Rahmen einer Therapie werden die traumatischen Bilder wieder heraufbeschworen, gleichzeitig

7 erhalten die Patienten einen Betablocker. Er verlangsamt den Herzschlag, verringert das Schwitzen, dämpft ganz allgemein die körperliche Reaktion auf die Angst. Dabei wird auch das erneute Abspeichern der Erinnerung behindert. Die Ergebnisse stehen noch aus, doch wenn die Studien erfolgreich verlaufen, will Johnathan Lee Betablocker auch in der Therapie von Süchtigen erproben. Allerdings gibt es dabei ein Problem. Traumapatienten leiden meist unter der Erinnerung an ein einziges dramatisches Erlebnis. Bei Süchtigen ist aber praktisch ihr ganze Leben mit der Droge verknüpft. Nichtsdestotrotz konnten schon mehrere Forscher im Tierversuch zeigen, dass sich das Suchtgedächtnis löschen lässt. Der Weg bis zu einer effektiven Therapie für Menschen ist an Ansicht von Andreas Heinz aber noch weit. Das hat im Tierversuch, allerdings bei einer sehr kleinen Zahl von Ratten erstaunlich gut geklappt. Beim Menschen waren bisher die Behandlungsergebnisse nicht deutlich besser als die Standardbehandlung, was eine gewisse Ernüchterung zu Folge gehabt hat. Das heißt nicht, das der Weg nicht interessant ist. Ich glaube aber, man darf sich das Gehirn nicht zu sehr wie einen Computer vorstellen, wo man dann auf der Festplatte nach ein par Operationen wieder den Ausgangszustand hat. Die Therapie eines Alkoholikers oder eines Heroinabhängen erfolgt in zwei Schritten. Am Anfang steht der Entzug und der läuft nicht ohne schwere Nebenwirkungen ab. Schließlich haben sich Körper und Gehirn auf die Droge eingestellt. So kommt es, dass langjährige Alkoholiker selbst mit drei, vier Promille im Blut vergleichsweise nüchtern wirken können. Bei ihnen wird die dämpfende Wirkung des Alkohols durch eine erhöhte Grundaktivität der Nerven ausgeglichen. Im Entzug dreht das Gehirn dann sozusagen hoch, und löst ein Gefühl der Angst, der Nervosität aus. Dazu kommen Zittern, Schwitzen, Herzrasen und Schlaflosigkeit. Nach einigen Tagen gehen die schlimmsten Symptome zurück. Jetzt beginnt die zweite Phase der Therapie. Der Süchtige muss lernen, auch ohne die Droge zurecht zu kommen. Und das ist schwierig. Normale Genüsse, wie ein gutes Essen, haben oft ihren Reiz verloren. Dagegen erinnern sich die Patienten nur zu deutlich, an den positiven Effekt, den ein Schnaps oder ein Spritze ausgelöst haben. Suchtdruck oder Craving nennen das die Wissenschaftler. Häufig müssen die Süchtigen ihr ganzes Leben neu ordnen. Die Stunden, die vorher mit der Flasche vor dem Fernseher oder mit Beschaffungsdiebstählen vergingen, müssen nun anderes gefüllt werden. Kein leichtes Unterfangen, zumal Ex-Alkoholiker auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. In der Therapie, mit Gesprächen und konkreten Hilfen für den Alltag, versuchen die Ärzte den Süchtigen, auf ein Leben ohne Drogen vorzubereiten. Der Erfolg ist allerdings gering. Nach einem Jahr sind zwischen siebzig und achtzig Prozent rückfällig geworden. Inzwischen lässt sich der Erfolg der Suchtbehandlung durch Medikamente steigern. Am Bekanntesten ist wohl das Methadon, dass als Heroinersatz verwendet werden kann. Methadon bindet im Gehirn an die selben Rezeptoren wie Heroin, aber es löst keine Kick aus weil es nicht direkt ins Blut gespritzt, sondern getrunken und langsam über den Darm aufgenommen wird. Damit fällt ein wichtiger Anreiz aus, die Dosis zu erhöhen. Methadon verhindert Entzugserscheinungen, so dass die Patienten auf Heroin

8 verzichten können. Allerdings macht auch Methadon selbst süchtig. Die Patienten bleiben also auch in einem Methadonprogramm abhängig, doch sie setzen sich keinen Gesundheitsgefahren mehr aus und entfliehen der Illegalität. Ein weiteres Medikament ist Naltrexon. Es blockiert die Wirkung des Heroins, ein Rückfall wird nicht mehr positiv belohnt. Allerdings nur solange die Patienten auch an der Therapie teilnehmen. Auch im Alkoholentzug wird inzwischen Naltrexon eingesetzt, schließlich überschneiden sich die Wirkungen der verschiedenen Drogen im Gehirn. Die Medikamente sind für Andreas Heinz aber keine Wundermittel. Das klappt auch ganz gut, aber nur wenn man motiviert ist, auch aufzuhören. Ich hatte einen Patienten, der sagte, das erste Bier kann ich im Rückfall stehen lassen, wenn ich das Naltrexon nehme, das schmeckt dann nicht so richtig, der mir aber auch gesagt hat, das Zweite oder Dritte ist dann wieder in Ordnung. Das heißt, diese Substanzen sind auch nie ein Ersatz für eine Psychotherapie oder für einen Versuch die Leute auch sozial wieder einzubinden und zu motivieren. Sie können aber helfen, wenn sie in eine solche Situation kommen, das der Rückfall nicht so schwer ist. Inzwischen können die Forscher mit Hilfe eines Gentests vorhersagen, wer gut auf das Medikament ansprechen wird. Zusätzlich zum Naltrexon verschreiben die Ärzte inzwischen auch Acamprosat, einen Wirkstoff, der die Grundaktivität der Nerven ähnlich wie Alkohol herunterregelt, und so die Entzugssymptome abmildert. Werden beide Substanzen gemeinsam angewandt, schaffen es doppelt so viele Patienten ohne Flasche zu leben. In einer deutschen Studie sank die Rückfallquote sogar unter 50 Prozent. Neben diesen schon etablierten Medikamenten befinden sich noch eine ganz Reihe weiterer Wirkstoffe in der Erprobung. Viele von ihnen zielen weniger auf die spezifischen Besonderheiten einer Droge ab, als auf die Gemeinsamkeiten, die der Suchterkrankung zugrunde liegen. Ein erstes Beispiel für ein solches Medikament ist Rimonabant. Dieser Wirkstoff beeinflusst die Bindungsstelle für Cannabis im Gehirn. Marihuana ist bekannt dafür, Heißhunger auszulösen, umgekehrt senkt Rimonabant sozusagen als Nebenwirkung den Appetit. Große Studien belegen inzwischen, dass sich das Medikament erfolgreich in der Gewichtsreduktion bei extrem dicken Patienten einsetzen lässt. Pilotuntersuchungen an Alkoholabhängigen und Nikotinsüchtigen zeigen, dass Rimonabant auch die Rückfallrate nach einem Entzug senkt. Und Tierexperimente legen nahe, dass in Zukunft auch Kokser und Kiffer von der Pille profitieren könnten. Allerdings ist unklar, ob der Hersteller diese Anwendungsgebiete aktiv erforschen wird. Auch bei anderen Medikamenten, die einen Einfluss auf Suchterkrankungen haben, verhindert das Schmuddelimage der Drogen eine Weiterentwicklung für dieses spezielle Anwendungsgebiet. Medikamente allein heilen keinen Süchtigen. Schließlich, so Noras Volkow, ist eine Sucht zwar eine Erkrankung des Gehirns aber eine, die eng mit der Lebenswelt des Abhängigen verknüpft ist. Ein Medikament alleine kann die Sucht nicht heilen. Die Abhängigkeit zerstört das Leben, man wird

9 arbeitslos, verliert vielleicht den Partner oder kommt ins Gefängnis. Wenn man hier nur eine Pille gibt und erwartet der ganze Rest wird sich schon einrenken, dann ist der Rückfall vorprogrammiert. Wir glauben, dass Medikamente einem Menschen helfen können, sein Leben neu zu ordnen. Wenn der innere Zwang wegfällt eröffnet sich die Chance, einen Job zu finden, neue Kontakte zu knüpfen und so ohne Drogen zurechtzukommen. Es muss immer eine Kombination der Behandlungsansätze geben. Medikamente sind keine Wundermittel, die plötzlich alle Probleme lösen. Eine Sucht ist keine Charakterschwäche sondern ein chronisches Leiden wie etwa die Zuckerkrankheit. Das Ziel in der Behandlung der Abhängigen muss für Andreas Heinz deshalb, wie bei anderen chronischen Erkrankungen auch, nicht die komplette Heilung sein, sondern ein stabiles Management der Sucht. Dabei ist jede Abstinenzphase aus ärztlicher Perspektive ein Gewinn, selbst wenn sie nur einige Monate anhält. Es ist natürlich so, dass Rückfälle dazugehören, aber wir machen ja auch bei den Diabetikern nicht jedem Patienten einen Vorwurf, wenn er mal einen Diätbruch macht und mal ein Stück Torte isst, es gehört einfach zum Menschsein, dass wir nicht immer perfekt sein können und wir müssen glaube ich einen Teil der moralischen Vorwürfe aus der Behandlung der Suchtkranken rausnehmen, denn stellen sie sich die Diabetessprechstunde vor und jedes Mal wird dem Patienten der Rausschmiss aus dem Programm angedroht wenn wieder die Broteinheiten nicht stimmen, das kann man sich gar nicht vorstellen oder nachvollziehen, natürlich ist es für einem Diabetiker genauso gefährlich zu viele Kalorien zu essen wie für einen Alkoholkranken wieder rückfällig zu werden ist, ist nur dann die Frage, wie man ihm am Besten hilft. zurück. zum Seitenanfang

Alkohol und Gehirn. Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg. Dr. Stracke. www.hansenbarg.de

Alkohol und Gehirn. Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg. Dr. Stracke. www.hansenbarg.de Alkohol und Gehirn Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg Dr. Stracke www.hansenbarg.de Wie entsteht Sucht? Mensch Sinn? Spiritualität? Umwelt Droge Genauer betrachtet : Entstehungsbedingung

Mehr

Behandlungsthemen: Hypnose ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wirksam eingesetzt verbessert sie die Symptomatik.

Behandlungsthemen: Hypnose ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wirksam eingesetzt verbessert sie die Symptomatik. Behandlungsthemen: Alkohol kontrollieren und reduzieren Allergische Reaktionen mindern Ängste, Zwänge & Phobien Angstfrei sprechen und kommunizieren Ausgebrannt sein, Burnout Beängstigende Situationen

Mehr

Multiple-Choice-Fragen zu Kapitel 9

Multiple-Choice-Fragen zu Kapitel 9 9.1.1 Fragetyp C, Antwortkombinationsaufgabe Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 1. Alkohol dockt an ähnlichen Rezeptoren wie Tranquilizer sowie Gammaaminobuttersäure an. 2. An beglückende Kick -

Mehr

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis Einführung 19 Tradings. Und wenn Ihnen dies wiederum hilft, pro Woche einen schlechten Trade weniger zu machen, aber den einen guten Trade zu machen, den Sie ansonsten verpasst hätten, werden Sie persönlich

Mehr

Für den Unterricht. Informationen zum Video. Informationen zum Dokument. Inhalt. Thema Titel Format

Für den Unterricht. Informationen zum Video. Informationen zum Dokument. Inhalt. Thema Titel Format Für den Unterricht Informationen zum Video Thema Titel Format Achtung: Suchtgefahr! Einführung in das Thema G scheit G schaut Länge 00:04:08 Informationen zum Dokument Wir stellen Ihnen mit diesem Dokument

Mehr

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier:

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier: Keine Sorge, es gibt schnelle Hilfe. Überreicht durch: Fest steht: Es bringt gar nichts, einfach nur abzuwarten. Wann? Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser eventuell kann es sogar sein, dass

Mehr

Verlassen Sie den Teufelskreislauf

Verlassen Sie den Teufelskreislauf Verlassen Sie den Teufelskreislauf Wir begleiten Sie! Den Teufelskreislauf verlassen: Wo ist der Ausgang? Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen großen Leidensdruck. Ihr Alltag insbesondere ihre

Mehr

Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft

Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft Alkohol und Rauchen in der alkohol in der Ihr Baby trinkt mit Wenn Sie in der Alkohol trinken, trinkt Ihr Baby mit. Es hat dann ungefähr die gleiche Menge Alkohol im Blut wie Sie selbst. Das stört die

Mehr

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen 1 Ausdruck 2 Auflösung Kuchendiagramm Drogen 2 Ausdruck 3 Gebrauchsinformation Alkohol A l k o h o l Wirkstoff: Ethanol C2H5OH Arzneimittel müssen für Kinder unzugänglich

Mehr

D45 L383N 15T 31NF4CH.

D45 L383N 15T 31NF4CH. D45 L383N 15T 31NF4CH. Das Leben ist einfach und es ist FREUDE Schlank werden und bleiben.. BEWUSSTSEIN & BEWEGUNG Das Seminar macht Fehlernährung bewusst & verändert den Umgang mit dem Nahrungsangebot

Mehr

Alkohol. Ein Projekt von Marina Honvehlmann und Lisa Vogelsang

Alkohol. Ein Projekt von Marina Honvehlmann und Lisa Vogelsang Alkohol Ein Projekt von Marina Honvehlmann und Lisa Vogelsang Was passiert bei wie viel Promille? Ab 0,1 Promille: Ab 0,3 Promille: Ab 0,8 Promille: Die Stimmung hebt sich, das Gefühl ist angenehm. Konzentration,

Mehr

Ein paar Fakten über trinken und betrunken werden...

Ein paar Fakten über trinken und betrunken werden... Teste deinen Alkoholkonsum! Mit dem Test auf Seite 6 Ein paar Fakten über trinken und betrunken werden... Ein Leben ohne Alkohol? Darum geht es hier gar nicht. Denn es kann durchaus Spaß machen, Alkohol

Mehr

Sucht- und Suchtprävention. Ein Beitrag zur Gesundheitserziehung

Sucht- und Suchtprävention. Ein Beitrag zur Gesundheitserziehung Sucht- und Suchtprävention Ein Beitrag zur Gesundheitserziehung Was wir weitergeben wollen... Rauchen macht fiesen Krebs... führt zu frühem Tod.. Trinken macht kaputt... Haschen macht blöd......... Reaktionen

Mehr

Was passiert bei Glück im Körper?

Was passiert bei Glück im Körper? Das kleine Glück Das große Glück Das geteilte Glück Was passiert bei Glück im Körper? für ein paar wunderbare Momente taucht man ein in ein blubberndes Wohlfühlbad Eine gelungene Mathearbeit, die Vorfreude

Mehr

Noch ein Glas: Wann beginnt Alkoholsucht und wie steuert man dagegen an?

Noch ein Glas: Wann beginnt Alkoholsucht und wie steuert man dagegen an? Gesundheitsgespräch Noch ein Glas: Wann beginnt Alkoholsucht und wie steuert man dagegen an? Sendedatum: 06.12.2014 Experten: Prof. Joachim Körkel, Psychologe, Evangelische Hochschule Nürnberg, Institut

Mehr

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Was ist Sucht? Allgemeine Suchtkriterien der WHO: a. Zwang zu konsumieren b. Kontrollverlust

Mehr

Merkblatt bei starker Zahnarztangst und Dentophobie

Merkblatt bei starker Zahnarztangst und Dentophobie Merkblatt bei starker Zahnarztangst und Dentophobie Was ist Zahnarztangst bzw. Dentophobie? Unter dem Begriff Dentophobie versteckt sich eine häufig belastende, übersteigerte Angst vor Zahnbehandlungen

Mehr

Alkohol ist gefährlich. Ein Heft in Leichter Sprache

Alkohol ist gefährlich. Ein Heft in Leichter Sprache Alkohol ist gefährlich Ein Heft in Leichter Sprache Inhalt Alkohol im Alltag Wie viel Alkohol ist im Getränk? Alkohol ist nicht wie andere Getränke Wie wirkt Alkohol? Tipps gegen Alkohol Alkohol und Medikamente

Mehr

Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings bei PINK entstanden

Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings bei PINK entstanden Alles gut!? Tipps zum Cool bleiben, wenn Erwachsene ständig was von dir wollen, wenn dich Wut oder Aggressionen überfallen oder dir einfach alles zu viel wird. Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings

Mehr

Beobachter DS SR Wo 30 2006

Beobachter DS SR Wo 30 2006 B2 Sollte ihrer Meinung nach das Gesundheitsverhalten, also ob man höhere oder tiefere Krankheitskosten verursacht, einen Einfluss auf die Höhe der haben? Sprachregion Alter I Alter II Basis1 DS SR -24

Mehr

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern-

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern- Janine Rosemann Es knarzt (dritte Bearbeitung) Es tut sich nichts in dem Dorf. Meine Frau ist weg. In diesem Dorf mähen die Schafe einmal am Tag, aber sonst ist es still nach um drei. Meine Frau ist verschwunden.

Mehr

O. Warum sind Sie heute hier?

O. Warum sind Sie heute hier? O. Warum sind Sie heute hier? Ich bin vor 2 Jahren, am 23.12.09 unter Einfluss von Cannabis Auto gefahren und ich ein Drogenproblem hatte. Ich will Sie davon überzeugen, dass ich nie wieder unter Einfluss

Mehr

Mein perfekter Platz im Leben

Mein perfekter Platz im Leben Mein perfekter Platz im Leben Abschlussgottesdienstes am Ende des 10. Schuljahres in der Realschule 1 zum Beitrag im Pelikan 4/2012 Von Marlies Behnke Textkarte Der perfekte Platz dass du ein unverwechselbarer

Mehr

Die anderen tun es auch! Wie Jugendliche sich vom Freundeskreis beeinflussen lassen

Die anderen tun es auch! Wie Jugendliche sich vom Freundeskreis beeinflussen lassen ELTERNBRIEF Nr. 2 Liebe Eltern Die anderen tun es auch! Wie Jugendliche sich vom Freundeskreis beeinflussen lassen Jugendliche erleben viele Veränderungen im Bereich der Schule, Ausbildung und Freizeit.

Mehr

Erste-Hilfe kompakt. Notfallstichwort: Hypoglykämie. Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes Folge XXI

Erste-Hilfe kompakt. Notfallstichwort: Hypoglykämie. Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes Folge XXI Erste-Hilfe kompakt Notfallstichwort: Hypoglykämie Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes Folge XXI Begriffsbestimmung und medizinisches Hintergrundwissen Der Begriff Hypoglykämie bedeutet Unterzuckerung

Mehr

Freunde Bekannte, Menschen, Vertrauen, Schule, Freizeit, treffen. Umfeld Umgebung, Platz, Freunde, Familie, Menschen, Einfluss, Milieu

Freunde Bekannte, Menschen, Vertrauen, Schule, Freizeit, treffen. Umfeld Umgebung, Platz, Freunde, Familie, Menschen, Einfluss, Milieu Activity Essen Glücksgefühl Freude, Rauschzustand, happy, fröhlich, gut, wohl, schön Freunde Bekannte, Menschen, Vertrauen, Schule, Freizeit, treffen Schlafstörung Einschlafen, schlecht, aufwachen, pennen,

Mehr

Diabetes. an Magnesiummangel denken!

Diabetes. an Magnesiummangel denken! Diabetes an Magnesiummangel denken! Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland sind Diabetiker. Neben einer erblichen Veranlagung sind einige Schlüsselfaktoren für die Entstehung des Diabetes mellitus Typ

Mehr

...trauen Sie sich wieder...

...trauen Sie sich wieder... ...trauen Sie sich wieder... Ernährung Wohlbefinden und Vitalität sind wesentliche Voraussetzungen für die persönliche Lebensqualität bis ins hohe Alter. Das Älter werden selbst ist leider nicht zu verhindern

Mehr

1. Welche Schäden kann. Alkohol bewirken? 2. Wie viel Menschen sind in. Deutschland alkoholabhängig? 3. Wie viel Geld wird in Deutschland

1. Welche Schäden kann. Alkohol bewirken? 2. Wie viel Menschen sind in. Deutschland alkoholabhängig? 3. Wie viel Geld wird in Deutschland 1. Welche Schäden kann siehe Antwortenkatalog Alkohol bewirken? 2. Wie viel Menschen sind in Deutschland alkoholabhängig? A: 1 Million B: 2,5 Millionen C: 5 Millionen 3. Wie viel Geld wird in Deutschland

Mehr

www.feinstoffliche-heilweisen.de

www.feinstoffliche-heilweisen.de Herzlich Willkommen in unserem ONLINE-Coaching-Kurs Ernährung. Ganz gewiss sind Sie gut informiert zum Thema gesunde Ernährung. Vielleicht haben Sie auch schon einen oder mehrere Versuche unternommen,

Mehr

Wie Sie Klarheit über Ihr berufliches Ziel gewinnen und Ihre Karriereschritte langfristig planen

Wie Sie Klarheit über Ihr berufliches Ziel gewinnen und Ihre Karriereschritte langfristig planen Wie Sie Klarheit über Ihr berufliches Ziel gewinnen und Ihre Karriereschritte langfristig planen Für Studenten wird es immer wichtiger, schon in jungen Jahren Klarheit über die Karriereziele zu haben und

Mehr

SIND WIR ALLE SÜCHTIG?

SIND WIR ALLE SÜCHTIG? HERZLICH WILLKOMMEN ZUM HEUTIGEN VORTRAG A SIND WIR ALLE SÜCHTIG? Donnerstag, 18. September 2014, 19.00-20.00 Uhr Sind wir alle süchtig? PD Dr. med. Marc Walter, Chefarzt EPK Basel, 18. September 2014

Mehr

Alkohol und Gesundheit. Weniger ist besser!

Alkohol und Gesundheit. Weniger ist besser! Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser! Alkohol und Gesundheit Weniger ist besser! Immer wieder hört und liest man, ein Gläschen Alkohol könne nicht schaden. Im Gegenteil: Ein Glas Rotwein oder ein

Mehr

Folgen des Alkoholkonsums

Folgen des Alkoholkonsums Gruppe 1: Auswirkungen von Alkohol auf die Leber Info: Das am meisten gefährdete Organ bei Alkoholkonsum ist die Leber. Bei häufigem Alkoholkonsum kommt es zur Fetteinlagerung in den Leberzellen, was als

Mehr

Deine Kinder Lars & Laura

Deine Kinder Lars & Laura Bitte Hör auf! Deine Kinder Lars & Laura Dieses Buch gehört: Dieses Buch ist von: DHS Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. Westring 2, 59065 Hamm Tel. 02381/9015-0 Fax: 02381/9015-30 e-mail: info@dhs.de

Mehr

Stress verstehen ist so einfach wie das ABC

Stress verstehen ist so einfach wie das ABC Stress verstehen ist so einfach wie das ABC 1 In diesem Kapitel Stress verstehen Ein Blick auf ein Stressmodell Die richtige Balance finden Sie haben das Wort Stress schon tausendmal gehört. Aber wenn

Mehr

Alkoholprävention bei Jugendlichen

Alkoholprävention bei Jugendlichen Alkoholprävention bei Jugendlichen Konzept des Verein für Jugendhilfe 1. Aktionen bei Verkaufsstellen mit verschiedenen lokalen Bündnispartnern Plakat des Landkreis Böblingen Nach dem Beispiel aus Karlsruhe

Mehr

2. Entspannungsübungen

2. Entspannungsübungen 1. Lerntypentest Zum Lernen werden Sinnesorgane benötigt. Neben Augen und Ohren gehören dazu auch der Geruchs-, Geschmacks- und Muskelsinn. Die Lerninhalte gelangen ganz einfach über die beteiligten Sinnesorgane

Mehr

Das Bandtagebuch mit EINSHOCH6 Folge 32: BIN ICH PARANOID?

Das Bandtagebuch mit EINSHOCH6 Folge 32: BIN ICH PARANOID? MANUSKRIPT Manchmal haben wir das Gefühl, dass wir von allen Seiten überwacht und beobachtet werden. Bilden wir uns das ein oder ist es wirklich so? Weiß der Staat, was wir tagtäglich machen, oder sind

Mehr

Erfolgreich mit dem neuen Team starten Coaching und Beratung von Teams und ihrer Führungskraft in Veränderungsprozessen.

Erfolgreich mit dem neuen Team starten Coaching und Beratung von Teams und ihrer Führungskraft in Veränderungsprozessen. Erfolgreich mit dem neuen Team starten Coaching und Beratung von Teams und ihrer Führungskraft in Veränderungsprozessen. In meiner täglichen Arbeit begegnen mir immer häufiger Führungskräfte und ganze

Mehr

Computersucht. Im Netz gefangen. Computer- bzw. Onlinesucht

Computersucht. Im Netz gefangen. Computer- bzw. Onlinesucht Folie 1 Im Netz gefangen Computer- bzw. Onlinesucht Virtuelle Exzesse Folie 2 Chatten, Online-Shopping, Internet-Pornographie oder Multiplayer-Onlinerollenspiele für manche User ist die Freiheit des World

Mehr

Umfrageergebnisse zum Thema: Suchtprobleme in der Gastronomie

Umfrageergebnisse zum Thema: Suchtprobleme in der Gastronomie 2013 Umfrageergebnisse zum Thema: Suchtprobleme in der Gastronomie Peter Ladinig www.institute-of-drinks.at redaktion@institute-of-drinks.at 22.05.2013 Suchtprobleme in der Gastronomie? Drogen, Alkohol

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

Wie oft soll ich essen?

Wie oft soll ich essen? Wie oft soll ich essen? Wie sollen Sie sich als Diabetiker am besten ernähren? Gesunde Ernährung für Menschen mit Diabetes unterscheidet sich nicht von gesunder Ernährung für andere Menschen. Es gibt nichts,

Mehr

Der Angst die Zähne zeigen

Der Angst die Zähne zeigen Der Angst die Zähne zeigen Angstbewältigungsgruppe DentaPsychHH Universität Hamburg Dentalphobien (Zahnbehandlungsängste) mit einem psychologischen Kurzzteittraining überwinden Zahnbehandlungsangst Zahnbehandlungsphobie

Mehr

Fragebogen für Jugendliche

Fragebogen für Jugendliche TCA-D-T1 Markieren Sie so: Korrektur: Bitte verwenden Sie einen schwarzen oder blauen Kugelschreiber oder nicht zu starken Filzstift. Dieser Fragebogen wird maschinell erfasst. Bitte beachten Sie im Interesse

Mehr

HOFFNUNG. Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir.

HOFFNUNG. Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir. I HOFFNUNG Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir. Wenn ich nicht mehr da bin, ist es trotzdem schön. Schließe nur die Augen, und du kannst mich sehn. Wenn

Mehr

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Generalisierte Angststörung 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Überblick GAS: Einführung, Erscheinungsbild, Epidemiologie, Komorbidität, DiagnosLk, 3- Faktoren- Modell Medikamente

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandeltem Morbus Parkinson. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis PARKOVIT ist

Mehr

Die Weisheit großartiger Investoren. Over 30 Years of Reliable Investing SM

Die Weisheit großartiger Investoren. Over 30 Years of Reliable Investing SM Die Weisheit großartiger Investoren Over 30 Years of Reliable Investing SM A uf einer erfolgreichen, langfristigen Investmentreise lernt man altbewährte Investmentprinzipien durch "Erfahrung". Auf den

Mehr

WIE EINE OFFENE, WERTSCHÄTZENDE KOMMUNIKATION ZU MEHR ZUFRIEDEN- HEIT UND ERFOLG FÜHREN KANN.

WIE EINE OFFENE, WERTSCHÄTZENDE KOMMUNIKATION ZU MEHR ZUFRIEDEN- HEIT UND ERFOLG FÜHREN KANN. WIE EINE OFFENE, WERTSCHÄTZENDE KOMMUNIKATION ZU MEHR ZUFRIEDEN- HEIT UND ERFOLG FÜHREN KANN. NEUROKOMMUNIKATION FÜR DICH UND DEINEN JOB. Hallo Liebe Entdeckerin, lieber Entdecker WIKIPEDIA: Als Entdecker

Mehr

Wolfgang Jung. Ärzte für Allgemeinmedizin Umweltmedizin Psychotherapie Diabetologen (DDG) Sigrun Jung. Hunsrücker Diabetes.

Wolfgang Jung. Ärzte für Allgemeinmedizin Umweltmedizin Psychotherapie Diabetologen (DDG) Sigrun Jung. Hunsrücker Diabetes. Dr. med. Dipl. Chem.. Wolfgang Jung Dr. med. Sigrun Jung Ärzte für Allgemeinmedizin Umweltmedizin Psychotherapie Diabetologen (DDG) Hunsrücker Diabetes Schulstr. 4-6 55469 Simmern http://www.dres-jung.de

Mehr

Stomatologie Deutsch

Stomatologie Deutsch Stomatologie Deutsch 5. Zahnerkrankungen und krankheiten 1. Zahnerkrankungen. Arbeiten Sie zu zweit. Partner A deckt den Text für Partner B ab und umgekehrt. Lesen Sie sich jetzt den Text gegenseitig vor

Mehr

Wenn eine geliebte Person an ALS leidet

Wenn eine geliebte Person an ALS leidet Für Kinder von 7 bis 12 Wahrscheinlich liest du dieses Büchlein weil deine Mutter, dein Vater oder sonst eine geliebte Person an Amyotropher Lateral-. Sklerose erkrankt ist. Ein langes Wort, aber abgekürzt

Mehr

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Diabetes und Depression von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Gliederung 2 Einfluss von Stimmung auf das Wohlbefinden Was ist eine Depression? Beschwerdebild, Auftreten, Entstehung

Mehr

Woran Sie vor und nach Ihrer Augenlaserbehandlung denken sollten

Woran Sie vor und nach Ihrer Augenlaserbehandlung denken sollten Woran Sie vor und nach Ihrer Augenlaserbehandlung denken sollten Der sichere Weg zu einem Leben ohne Brille und Kontaktlinsen! 2 Herzlichen Glückwunsch! Sie haben sich für eine Augenlaserbehandlung entschieden

Mehr

Nichtrauchen. Tief durchatmen. In der Schwangerschaft

Nichtrauchen. Tief durchatmen. In der Schwangerschaft Nichtrauchen. Tief durchatmen In der Schwangerschaft Eine Schwangerschaft bietet die große Chance, mit dem Rauchen aufzuhören. Viele Frauen schaffen es, in der Schwangerschaft das Rauchen zu beenden. Sie

Mehr

Appetit... Essen... sich wohler fühlen. Diabetes mellitus. Ein paar grundlegende Gedanken. Was ist Diabetes mellitus? Was ist die Ursache?

Appetit... Essen... sich wohler fühlen. Diabetes mellitus. Ein paar grundlegende Gedanken. Was ist Diabetes mellitus? Was ist die Ursache? Diabetes mellitus Appetit... Essen... sich wohler fühlen Diabetes mellitus Ein paar grundlegende Gedanken Das Wort Diabetes mellitus kommt aus dem Griechischen und bedeutet honigsüßer Durchfluss. Das heißt,

Mehr

Gene, Umwelt und Aktivität

Gene, Umwelt und Aktivität Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Ein aktiver Lebensstil beeinflusst vielleicht die Krankheitssymptome

Mehr

Dezember 2011 N o 48. Alkohol - nüchtern betrachtet. www.cancer.lu

Dezember 2011 N o 48. Alkohol - nüchtern betrachtet. www.cancer.lu Dezember 2011 N o 48 Alkohol - nüchtern betrachtet AUS DEM LEBEN GEGRIFFEN Einige trinken ziemlich viel - und müssen sich dann übergeben. Meine Freunde trinken, weil sie lustiger drauf sein wollen. Alkohol

Mehr

Rehabilitandenbefragung

Rehabilitandenbefragung (Version J) Rehabilitandenbefragung Rehabilitandenbefragung Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation Fragebogen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre Fragebogen-Version: J Anonymisierungsnummer Hinweise

Mehr

Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum wird allen schwangeren Frauen ein Test auf

Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum wird allen schwangeren Frauen ein Test auf Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum wird allen schwangeren Frauen ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes angeboten? Liebe Leserin, dieses Merkblatt erläutert, warum allen Schwangeren ein Test

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien RENTE NEIN DANKE! In Rente gehen mit 67, 65 oder 63 Jahren manche älteren Menschen in Deutschland können sich das nicht vorstellen. Sie fühlen sich fit und gesund und stehen noch mitten im Berufsleben,

Mehr

Mit Texten Emotionen wecken

Mit Texten Emotionen wecken Mit Texten Emotionen wecken Wer? Sandra Arentz-Hildebrandt Marketing- und Kommunikationsberatung Über 11 Jahre Management Supervisor in einer 250 Mitarbeiter starken Werbeagentur Kundenportfolio: Quelle,

Mehr

Tages Woche 21.03.2014 Seite 1 / 5 Auflage/ Seite 22580 / 20 5909

Tages Woche 21.03.2014 Seite 1 / 5 Auflage/ Seite 22580 / 20 5909 21.03.2014 Seite 1 / 5 «Wir sollten wieder einen innovativen und pragmatischen Weg gehen»: Otto Schmid, Leiter des Behandlungszentrums Janus und SP-Grossrat. Ausschnitt Seite: 1/5, Basel 21.03.2014 Seite

Mehr

meinen Lebensstandard. Sicherheit durch Solidität Als öffentlicher Versicherer in Bayern und der Pfalz stehen wir für Zuverlässigkeit und Stabilität.

meinen Lebensstandard. Sicherheit durch Solidität Als öffentlicher Versicherer in Bayern und der Pfalz stehen wir für Zuverlässigkeit und Stabilität. Sicherheit unter dem blauen Schirm! Jeden Tag hält das Leben neue Abenteuer für Sie bereit. Egal ob große, kleine, lustige oder herausfordernde je sicherer Sie sich fühlen, desto mehr können Sie es genießen.

Mehr

Thrombose nach Krampfaderoperation

Thrombose nach Krampfaderoperation Thrombose nach Krampfaderoperation Wo fließt dann nach der Operation das Blut hin? Diese Frage habe ich in den vergangenen 16 Jahren fast täglich von meinen Patienten gehört. Dumm ist der Mensch nicht

Mehr

BG Ingénieurs Conseil, Genf

BG Ingénieurs Conseil, Genf BG Ingénieurs Conseil, Genf Arbeitgeber Diego Salamon Cadschool hat uns im Auftrag der IV angefragt ob wir für drei Monate einen Praktikanten aufnehmen könnten. Cadschool ist ein Ausbildungsinstitut im

Mehr

Nahestehende von Menschen mit einem Suchtproblem: Was tun?

Nahestehende von Menschen mit einem Suchtproblem: Was tun? Nahestehende von Menschen mit einem Suchtproblem: Was tun? Alkohol, illegale Drogen, Medikamente, Glücksspiel Jemand aus Ihrem Umfeld ist abhängig. Fühlen Sie sich überfordert? Hilflos? Haben Sie das Gefühl,

Mehr

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: ich weiß wer ich bin! Ich bin das Licht Eine kleine Seele spricht mit Gott Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer

Mehr

PSA-Test vager Nutzen? Dr. med. Friedrich R. Douwes Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling

PSA-Test vager Nutzen? Dr. med. Friedrich R. Douwes Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling PSA-Test vager Nutzen? Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling Streitfall PSA-Test Krebsfrüherkennung Der Test kann Leben retten, aber auch zu unnötigen Maßnahmen bei gesunden Männern führen

Mehr

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Weitere Fragen zum Thema Vitaminlücken bei Epilepsie beantworten wir Ihnen gerne: Desitin Arzneimittel GmbH Abteilung Medizin Weg beim Jäger 214 22335

Mehr

HINTERGRUNDINFORMATION POSITIVE EFFEKTE DES RAUCHAUSSTIEGS

HINTERGRUNDINFORMATION POSITIVE EFFEKTE DES RAUCHAUSSTIEGS HINTERGRUNDINFORMATION POSITIVE EFFEKTE DES RAUCHAUSSTIEGS Die Rauchentwöhnung hat einen positiven Einfluss auf verschiedenste Lebensbereiche. Durch die Befreiung aus der Sucht können Raucher neue Unabhängigkeit

Mehr

Hilfen und Begleitung für Klinikpersonal, das ein sterbendes Kind pflegt und dessen Familie begleitet.

Hilfen und Begleitung für Klinikpersonal, das ein sterbendes Kind pflegt und dessen Familie begleitet. Hilfen und Begleitung für Klinikpersonal, das ein sterbendes Kind pflegt und dessen Familie begleitet. Die Pflege sterbender Kinder und die Begleitung der Eltern und Geschwisterkinder stellt eine der größten

Mehr

Persönlich wirksam sein

Persönlich wirksam sein Persönlich wirksam sein Wolfgang Reiber Martinskirchstraße 74 60529 Frankfurt am Main Telefon 069 / 9 39 96 77-0 Telefax 069 / 9 39 96 77-9 www.metrionconsulting.de E-mail info@metrionconsulting.de Der

Mehr

Meine typischen Verhaltensmuster

Meine typischen Verhaltensmuster Arbeitsblatt: Meine typischen Verhaltensmuster Seite 1 Meine typischen Verhaltensmuster Was sagen sie mir in Bezug auf meine berufliche Orientierung? Es gibt sehr unterschiedliche Formen, wie Menschen

Mehr

WAS IST DIABETES? 1. Zucker - Kraftstoff des Menschen

WAS IST DIABETES? 1. Zucker - Kraftstoff des Menschen WAS IST DIABETES? 1. Zucker - Kraftstoff des Menschen Traubenzucker liefert Energie Bei jedem Menschen ist ständig eine geringe Menge Traubenzucker (Glukose) im Blut gelöst. Dieser Blutzucker ist der Kraftstoff

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Gebrauchsanleitung Pubertät Alkohol. Anne Wilkening www.annewilkening.de Telefon: 03028 59 003

Gebrauchsanleitung Pubertät Alkohol. Anne Wilkening www.annewilkening.de Telefon: 03028 59 003 Gebrauchsanleitung Pubertät Alkohol Anne Wilkening www.annewilkening.de Telefon: 03028 59 003 Kontrolle Vernunft Planung Antrieb Bewegung Körpergefühl Sehen Sprechen Riechen Hören Gehörtes verstehen Koordination:

Mehr

Gliederung. I Einflussfaktoren auf das Entstehen psychischer Störung. I KIGGS-Studie. I Schutz- und Risikofaktoren. I klinischer Alltag

Gliederung. I Einflussfaktoren auf das Entstehen psychischer Störung. I KIGGS-Studie. I Schutz- und Risikofaktoren. I klinischer Alltag Gliederung I Einflussfaktoren auf das Entstehen psychischer Störung I KIGGS-Studie I Schutz- und Risikofaktoren I klinischer Alltag Weshalb immer mehr Kinder und Jugendliche vor psychischen Herausforderungen

Mehr

Teen Spirit Island - TSI

Teen Spirit Island - TSI Teen Spirit Island - TSI Therapiestation für suchtabhängige Heranwachsende, Abteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Kinderkrankenhaus auf der Bult 18 Behandlungsplätze für Jugendliche mit Drogen-,

Mehr

Ziele erreichen Was Siegertypen von Verliertypen unterscheidet

Ziele erreichen Was Siegertypen von Verliertypen unterscheidet Ziele erreichen Was Siegertypen von Verliertypen unterscheidet In den Vorstellungen vieler Menschen herrscht die Meinung vor, dass Ziele eine Sache von rationalem Denken, also Sache des Verstandes sei.

Mehr

Gestreuter Brustkrebs mit Metastasen - Empfehlungen für Patientinnen und Angehörige

Gestreuter Brustkrebs mit Metastasen - Empfehlungen für Patientinnen und Angehörige Gestreuter Brustkrebs mit Metastasen - Empfehlungen für Patientinnen und Angehörige Gestreuter Brustkrebs bedeutet, dass die Krebszellen des ursprünglichen Tumors in der Brust in andere Körperteile gewandert

Mehr

Ab h ä n g i g k e i t

Ab h ä n g i g k e i t E u r o B r a i n Vol.1, N 2 Juli / August 1999 Ab h ä n g i g k e i t 1 ABHÄNGIGKEIT 2 DAS PROBLEM DES RÜCKFALLS 2, 3 & 4 HIRNMECHANISMEN IM ZUSAMMENHANG MIT SUCHT 4 HINWEISE AUS DER FORSCHUNG 5 & 6 INDIVIDUELLE

Mehr

Informationsaufnahme, verarbeitung, speicherung. 2015 Thomas Heinrich Musiolik www.musiolik.de

Informationsaufnahme, verarbeitung, speicherung. 2015 Thomas Heinrich Musiolik www.musiolik.de Informationsaufnahme, verarbeitung, speicherung 1. Einleitung 1.1 Kognitive Vorgänge 1.2 Drei-Speicher-Modell 1.3 Zwei-Hemisphären-Model 1.4 Abgrenzung der Gedächtnistypen 1.5 Implizites Gedächtnis 1.6

Mehr

Formen des Zuhörens. Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten

Formen des Zuhörens. Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten Formen des Zuhörens Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten Prof. Dr. Claus Bischoff Psychosomatische Fachklinik Bad DürkheimD Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation

Mehr

Freuen Sie sich, denn mit dieser kleinen Fibel haben Sie die komprimierte Lösung in der Hand, wie Sie

Freuen Sie sich, denn mit dieser kleinen Fibel haben Sie die komprimierte Lösung in der Hand, wie Sie 5 einfache Schritte zur dauerhaften Wunschfigur Sie wollen abnehmen, haben vielleicht schon einige Diäten versucht, doch hatten immer wieder mit dem JoJo- Effekt zu kämpfen? Oder Sie wollen einfach gesund

Mehr

Mit Leichtigkeit zum Ziel

Mit Leichtigkeit zum Ziel Mit Leichtigkeit zum Ziel Mutig dem eigenen Weg folgen Ulrike Bergmann Einführung Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles auf der Welt haben, tun oder sein. Wüssten Sie, was das wäre? Oder überfordert

Mehr

STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL. Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation. Verlag. »Soft Skills kompakt« Junfermann

STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL. Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation. Verlag. »Soft Skills kompakt« Junfermann STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation»Soft Skills kompakt«verlag Junfermann Ihr Kommunikationsstil zeigt, wer Sie sind 19 in guter Absicht sehr schnell

Mehr

Umfrage Juli 2012: Warum steigen Raucher auf das E-Dampfen um?

Umfrage Juli 2012: Warum steigen Raucher auf das E-Dampfen um? Umfrage Juli 2012: Warum steigen Raucher auf das E-Dampfen um? Meine Vorgeschichte 1. Ich dampfe seit oder habe gedampft über einen Zeitraum von: 0-3 Monate 143-11,5 % 4-6 Monate 373-29,9 % 7-12 Monate

Mehr

Missbrauch und Sucht: Alkohol und Drogen

Missbrauch und Sucht: Alkohol und Drogen Missbrauch und Sucht: Alkohol und Drogen Dossier von Pro Psychotherapie e.v. Inhaltsverzeichnis Alkohol als Teil der Lebenskultur... 2 Alkohol: Missbrauch und Abhängigkeit... 2 Was versteht man unter Alkoholmissbrauch?...

Mehr

Alles was Sie über Zahn-Implantate wissen sollten!

Alles was Sie über Zahn-Implantate wissen sollten! Zahnarzt Dr. Albert Holler informiert: Alles was Sie über Zahn-Implantate wissen sollten! Immer mehr Menschen entscheiden sich heute für fest sitzenden Zahnersatz. Warum? Wenn einzelne oder mehrere Zähne

Mehr

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa ZUSAMMENFASSUNG FÜR DEUTSCHLAND Durchgeführt von der unabhängigen Strategieberatung Opinium in Zusammenarbeit mit der Europäischen

Mehr

Was ist der Her2-Status?

Was ist der Her2-Status? Was ist der Her2-Status? Dieser Artikel knüpft an die Resultate einer Umfrage im Frühjahr 2006 mit Frauen von LEBEN WIE ZUVOR an. 1'500 Fragebogen wurden versendet und eine beeindruckende Rücklaufquote

Mehr

Modul: Soziale Kompetenz. Vier Ohren. Zeitl. Rahmen: ~ 45 min. Ort: drinnen

Modul: Soziale Kompetenz. Vier Ohren. Zeitl. Rahmen: ~ 45 min. Ort: drinnen Modul: Soziale Kompetenz Vier Ohren Zeitl. Rahmen: ~ 45 min. Ort: drinnen Teilnehmer: 3-20 Personen (Die Übung kann mit einer Gruppe von 3-6 Personen oder bis zu max. vier Gruppen realisiert werden) Material:

Mehr

Genetisch... Unterschied. DNA zu... 99,9% identisch

Genetisch... Unterschied. DNA zu... 99,9% identisch Genetisch... Unterschied DNA zu... 99,9% identisch Alle Menschen unterscheiden sich aus genetischer Sicht nur um 0,1% Die übrigen 99,9% sind exakt gleich, egal ob miteinander verwandt oder nicht. Diese

Mehr

Swiss Clinical Quality Management in Rheumatic Diseases

Swiss Clinical Quality Management in Rheumatic Diseases Swiss Clinical Quality Management in Rheumatic Diseases 13. Arbeitstagung Nationale Gesundheitspolitik 17.Nov. 2011 Workshop 3 Dr.med. H.A. Schwarz Präsident SCQM SCQM? SCQM ist eine unabhängige Stiftung

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

die taschen voll wasser

die taschen voll wasser finn-ole heinrich die taschen voll wasser erzählungen mairisch Verlag [mairisch 11] 8. Auflage, 2009 Copyright: mairisch Verlag 2005 www.mairisch.de Umschlagfotos: Roberta Schneider / www.mittelgruen.de

Mehr

Schweizer Psoriasis-Register zur Behandlung mit Biologika und Systemtherapeutika. Patientenfragebogen

Schweizer Psoriasis-Register zur Behandlung mit Biologika und Systemtherapeutika. Patientenfragebogen Schweizer Psoriasis-Register zur Behandlung mit Biologika und Systemtherapeutika Patientenfragebogen Visite 10 Liebe Patientin, lieber Patient, willkommen beim Folgebesuch in SDNTT. Dank Ihrer aktiven

Mehr