HANDBUCH PV-KALK-ONLINE 8.22

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1 Software HANDBUCH PV-KALK-ONLINE 8.22 Stand: 27. November Software Dipl.-Kfm. Rainer Weng Wembodstraße Wemding tel / fax / Mail:

2 1 ÜBER PV-KALK-ONLINE LEISTUNGSUMFANG PV-KALK STANDARDVERSION FÜR DT. EEG ERWEITERTE VERSION FÜR WEITERE LÄNDER EINSPEISEVERGÜTUNG UND STAATLICHE FÖRDERUNG EINSPEISEVERGÜTUNG / ERNEUERBARE ENERGIEN GESETZ (EEG) FINANZIERUNGSFÖRDERUNG ERLÄUTERUNGEN ZU PV-KALK-ONLINE TECHNISCHE VORAUSSETZUNG STARTSEITE REGISTRIEREN ANLEGEN DER ERSTEN PV-ANLAGE AUFBAU DER WEBSEITE HAUPTREITER DATENEINGABE ANLAGE HAUPTMERKMALE EIGENVERBRAUCH FINANZIERUNG STEUERLICHE ASPEKTE LAUFENDE KOSTEN INDIVIDUELLEN EINNAHMEN UND AUSGABEN / ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN ZAHLUNGSPLAN RESTFINANZIERUNG HAUPTREITER ERGEBNIS LIQUIDITÄTS- UND ERGEBNISPLANUNG EIGENVERBRAUCH ZUSAMMENFASSUNG ( CHEF-BLATT ) FINANZKENNZAHLEN ERGEBNISDOWNLOAD ALS PDF HAUPTREITER DIAGRAMME ENTNAHME UND KAPITALKONTO Seite 1

3 7.2 KAPITALKONTO NACH STEUERN DARLEHENSVERLAUF EIGENVERBRAUCH DIAGRAMME ALS PDF HAUPTREITER ADMINISTRATION STAMMDATEN LIZENZ RECHNUNGEN ANWENDER (NUR BEI MEHRPLATZLIZENZ) HINWEISE ZUR VERWENDETEN INTERNE-ZINSFUß-METHODE ALLGEMEINE INFORMATIONEN RENDITEKENNZAHLEN IN PV-KALK HAFTUNGSAUSSCHLUSS...44 Seite 2

4 1 Über PV-Kalk-Online PV-Kalk-Online ist die rein webbasierte Version der Kalkulationssoftware PV-Kalk. Für das Arbeiten mit PV-Kalk in der Onlineversion ist lediglich ein aktueller Webbrowser (Internet Explorer oder Mozilla Firefox) nötig. Die Kalkulationsdaten werden auf unserem Server gespeichert und stehen Ihnen somit auf jeden mit dem Internet verbundenen Rechner zur Verfügung. PV-Kalk ist eine professionelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für Solarstromanlagen, die für Dach-, Fassaden- und Freiflächenanlagen geeignet ist. Sie erfüllt bestmöglich die Ansprüche für eine fachgerechte Wirtschaftlichkeitsanalyse. Varianten der Eigen- und Fremdfinanzierung sowie ein direkter Vergleich mit der Rendite alternativer Geldanlageformen liefern verlässliche Entscheidungsgrundlagen für Planer, ausführende Unternehmen und Investoren. Im Lauf der Jahre entwickelte sich PV-Kalk zu einem führenden Produkt in diesem Segment. Komplette Dokumentationen können damit praktisch auf Knopfdruck erzeugt werden. PV-Kalk erlaubt die schnelle und nachvollziehbare Kalkulation verschiedener Anlagentypen und Anlagengrößen. Grundlage ist die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien- Gesetze. Die letzte Änderung wurde von Bundestag und Bundesrat am beschlossen und beinhaltet im Wesentlichen eine deutliche Anhebung der Degression der Vergütungen. Diese Änderung, die für Inbetriebnahmen ab und gilt, ist bereits in der neuen Version 8.21 eingearbeitet. Nun sind in der Version 8.21 die EEG-Einspeisevergütungen der Jahre 2004 bis 2012 hinterlegt, wobei zu beachten ist, dass das EEG bereits zum überarbeitet werden soll. Seite 3

5 2 Leistungsumfang PV-Kalk 2.1 Standardversion für dt. EEG Die Wirtschaftlichkeitsberechnung PV-Kalk 8.21 umfasst: Übersichtliches Menü für die Datenerfassung: Hauptübersicht Ergebnisse vor und nach Steuern Eingabe der Eigenverbrauchsregelung nach EEG variable Eingabe der Finanzierungsart (Eigen- oder Fremdkapital, Kreditkonditionen, selbst individuelle Tilgungspläne sind möglich) Berücksichtigung monatsabhängiger Inbetriebnahme Kalkulationen für Inbetriebnahmen der Jahre 2004 bis 2012 standardmäßig Kalkulation auf 20 Jahre zzgl. Erstjahr, Wahlmöglichkeit der Berechnung für maximal 25 Jahre mit individueller Einspeisevergütung der Folgejahre Unternehmenspräsentation im Kopf der Auswertungen für Installationsbetriebe bzw. Planungsbüros Einbeziehung der Gewerbesteuer (inklusive Verlustvortrag etc.) für verschiedene Rechtsformen Berechung degressiver oder linearer Abschreibung Ansatz der eigenen Arbeitsleistung möglich Berücksichtigung weiterer Kosten, die frei wählbar eingegeben werden können 2.2 Erweiterte Version für weitere Länder Zu der meistverkauften Vollversion, die die Vergütungssätze des dt. EEG hinterlegt hat, bieten wir die EU-Version als erweiterte Version an, die Investitionsrechnungen in weiteren Ländern ermöglicht. Die Einspeisevergütung kann für einen beliebigen Zeitraum bis max. 25 Jahre individuell eingegeben werden, zudem ist eine zweite Eingabe einer individuellen Vergütung nach Ende des gesetzlichen Zeitraums bis max. 25 j. möglich. Weiteres Zusatzfeature ist eine inflationsangepasste Erhöhung der Vergütung. Seite 4

6 3 Einspeisevergütung und staatliche Förderung 3.1 Einspeisevergütung / Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) Historische Entwicklung Durch dieses Förderprogramm soll die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien zur Marktreife geführt werden. Die Förderung erfolgt über gesetzlich festgelegte Vergütungssätze, die die Investition in diese Energieanlagen wirtschaftlich machen sollen. Gefördert wird Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Das EEG startete im Jahr 2000 mit einer Einspeisevergütung von 99 Pfennig pro kwh Solarstrom. Im Jahr 2003 entfiel der günstige Kredit des Hunderttausend-Dächer-Programms zur Finanzierung von PV-Anlagen. Der Bundestag hat deshalb eine Anhebung der Vergütungssätze beschlossen, welche für PV-Anlagen gilt die nach dem in Betrieb gehen. Das neue EEG 2009 wurde im Sommer 2008 novelliert und sollte ursprünglich in vier weiteren Jahren erneut überprüft werden. In der Zwischenzeit erfolgte eine weitere Änderung, die eine Anpassung bereits für das Jahr 2012 vorsieht. Außerdem werden die Vergütungen für Anlagen zur Erzeugung von Solarstrom auf Gebäuden und Freiflächen zum 1. Juli 2010 deutlich abgesenkt. Die Korrektur der Vergütungen wurde notwendig, da im vergangenen Jahr die Marktpreise um rund 30 Prozent gesunken sind. Deshalb werden nun, zusätzlich zur ohnehin im EEG angelegten Degression, die Vergütungssätze abgesenkt. Seite 5

7 Aktuelle Einspeisevergütungen 1 Inbetriebnahme Dachanlage Dachanlage Dachanlage Dachanlage Konversionsfläche <= 30 kw kw kw ab 1000 kw Freifläche sonstige Freifläche ,40 54,60 54,00 54,00 45,70 45, ,53 51,87 51,30 51,30 43,42 43, ,80 49,28 48,74 48,74 40,60 40, ,21 46,82 46,30 46,30 37,96 37, ,75 44,48 43,99 43,99 35,49 35, ,01 40,91 39,58 32,99 31,94 31,94 1-6/ ,14 37,23 35,23 29,37 28,43 28,43 7-9/ ,05 32,39 30,65 25,55 26,15 25, / ,03 31,42 29,73 24,79 25,37 24, * 30,06 28,59 27,05 22,56 23,09 22, ** 27,35 26,02 24,62 20,53 21,01 20, * Vergütungen bei einer Degression von 9%, diese kann auf bis zu 13% ansteigen 2012** Vergütungen bei einer Degression von 9%, diese kann auf bis zu 21% ansteigen Eigenverbrauchter Strom anteilig bis zu 30% Eigenverbrauch Eigenverbrauchter Strom anteilig bei über 30% Eigenverbrauch <= 30 kw kw kw <= 30 kw kw kw 1-6/ ,76 22,76 22,76 22,76 22,76 22,76 7-9/ ,67 16,01 14,27 22,05 20,39 18, / ,65 15,04 13,35 21,03 19,42 17, ,68 12,21 10,67 18,06 16,59 15,05 Alle Angaben in ct/kwh Die Zusammenstellung wurde bestmöglich erstellt. Wir können für deren Korrektheit keine Gewährleistung übernehmen. Berechnungsbeispiel ab Bei PV-Anlagen über 30 kwp wird der Vergütungssatz anteilig berechnet: Eine Dachanlage mit 40 kwp erhält für die ersten 30 kwp den Vergütungssatz von 34,05 Cent und für die 10 kwp über 30 kwp den Vergütungssatz von 32,39 Cent. Das ergibt dann eine Vergütung von (30*34,05+10*32,39)/40 = 33,64 Cent pro kwh Solarstrom. 1 Die Vergütungssätze 2011 und 2012 wurden anhand der prozentualen Degressionen berechnet. Rundungsfehler sind nicht ausgeschlossen. Die Degression für die Jahre 2011 und 2012 kann sich bei geänderter Marktlage noch ändern, auch diese Möglichkeit wurde als Auswahlfeld in PV-Kalk integriert. Seite 6

8 Durch das EEG wird der Netzbetreiber verpflichtet, den Solarstrom abzunehmen und 20 Jahre lang die gesetzlich festgesetzte Einspeisevergütung zu zahlen. PV-Anlagen, die im Jahr 2010 installiert wurden, erhalten die garantierte Einspeisevergütung bis zum Finanzierungsförderung Kreditprogramme der KfW nach Auslaufen des Dächer-Programms: Nach dem Abschluss des Dächer-Programms können Anträge auf zinsgünstige Darlehen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen beispielsweise im Rahmen des KfW- Umweltprogramms gestellt werden. Außerdem bieten die unterschiedlichen Bundesländer weitere Förderungen an, die ein breites Spektrum der Fördermöglichkeiten abdecken, ausgehend von Kreditvergünstigungen bis hin zu Investitionszulagen. KfW-Programm Solarstrom erzeugen: Antragsberechtigt im Programm Solarstrom erzeugen sind Träger von Investitionsmaßnahmen in die Errichtung, die Erweiterung oder den Erwerb von kleineren Photovoltaik- Anlagen (z.b. private und gemeinnützige Antragsteller, gewerbliche Antragsteller, Freiberufler, Landwirte), deren Anlagen die Anforderungen des EEG erfüllen. Die KfW vergibt langfristige, zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und tilgungsfreien Anlaufjahren, die Sie bei einer durchleitenden Bank oder Sparkasse (in der Regel über die Hausbank) beantragen. Weitere KfW-Programme Anlagen mit einem Kreditbedarf von mehr als EUR, die gewerblich betrieben werden, können im ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm und KfW-Umwelt-Programm mitfinanziert werden. Kommunen und kommunalen Unternehmen steht zur Finanzierung von Photovoltaik- Anlagen das KfW-Infrastrukturprogramm zur Verfügung. Seite 7

9 4 Erläuterungen zu PV-Kalk-Online 4.1 Technische Voraussetzung Zum Arbeiten mit PV-Kalk-Online benötigen Sie lediglich einen aktuellen Browser. Wir empfehlen den Einsatz des Internet Explorers Version 8 oder des Mozilla Firefox Version 3. Für ein angenehmes Arbeiten mit PV-Kalk-Online ist eine Bildschirmauflösung größer oder gleich 1024x768 von Vorteil. 4.2 Startseite Die Startseite von PV-Kalk-Online erreichen sie unter Dabei wird automatisch zum Protokoll https gewechselt, womit die Übertragung Ihrer Daten über das Internet ausschließlich in verschlüsselter, abhörsicherer Form erfolgt. Seite 8

10 Benutzen Sie das erste Mal PV-Kalk-Online, klicken Sie nun bitte auf den Button Registrieren. Sie gelangen dann auf die Eingabemaske zur Erfassung Ihrer Stammdaten, wie Ihre -adresse und Ihr Kennwort. Siehe 4.3 Wenn Sie bereits registriert sind, dann geben Sie auf der Startseite direkt ihre - Adresse und ihr Kennwort ein und klicken dann auf den Button Anmelden. 4.3 Registrieren Füllen Sie nun das Registrierungsformular mir Ihren persönlichen Daten aus. Bitte achten Sie darauf, dass Sie eine -adresse angeben, deren Posteingang Sie regelmäßig abrufen, da wir mit Ihnen in erster Linie über kommunizieren. Merken Sie sich das eingegeben Kennwort, da Sie dies zusammen mit der -adresse in Zukunft zur Anmeldung auf der Startseite benötigen. Seite 9

11 Klicken Sie nach Eingabe aller Pflichtfelder (mit rotem Stern) auf den Button Registrieren und Demolizenz testen. Sie gelangen dann auf die Eingabemaske zur Erstellung Ihrer ersten PV-Anlage. (siehe 4.4) Falls Sie PV-Kalk-Online bereits kennen, können Sie alternativ vor dem Anlegen der ersten PV-Anlage, noch eine geeignete Lizenz bestellen, und somit die volle Funktionalität von PV-Kalk-Online freischalten. 4.4 Anlegen der ersten PV-Anlage Geben Sie nun eine Nummer und Beschreibung der zu kalkulierenden PV-Anlage, sowie Informationen zum Anlagenbetreiber ein. (Diese Informationen werden später beim Ausdruck der Ergebnisse verwendet.) Klicken Sie nach Eingabe der Felder auf den Button Speichern Geschafft! Sie sehen nun das erste Mal die volle Menüstruktur von PV-Kalk-Online. Seite 10

12 4.5 Aufbau der Webseite Die Seiten von PV-Kalk-Online sind in 4 Gruppen eingeordnet, welche durch die Hauptreiter Administration, Dateneingabe, Ergebnis und Diagramme repräsentiert werden. Durch Klicken auf einen Hauptreiter wechseln Sie die Gruppe. Innerhalb dieser Gruppen können Sie durch Klicken auf die Seitenreiter direkt die einzelnen Seiten anspringen. Im Bild oben befinden wir uns auf der Seite Anlagen des Hauptreiters Dateneingabe Seite 11

13 1. Administration Hier können Sie Ihre Stammdaten ( -adresse, Kennwort) bearbeiten sowie Ihre Lizenzen und Rechnungen verwalten. 2. Eingabe: Auf der Seite Anlage können Sie weitere zu kalkulierende PV-Anlage anlegen, sowie eine Anlage auswählen, auf die sich alle anderen Eingabe- und Ergebnisseiten beziehen. Nach Themen gegliedert, können Sie hier auf weiteren 7 Seiten wie Hauptmerkmale, Eigenverbrauch etc. alle Parameter der ausgewählten PV-Anlage eingeben. 3. Ergebnis: Die Kalkulationsergebnisse in Form von Liquiditäts- und Ergebnisplanung sowie die Darstellung des Eigenverbrauchs. Außerdem die Zusammenfassung der Ergebnisse in einer Art Chef-Blatt mit den wesentlichsten Auswertungen, knapp, aber dennoch sehr aussagekräftig. Abschließend die finanzwirtschaftlichen Renditekennzahlen auf der Seite Finanzkennzahlen 4. Diagramme: Entnahme und Kapitalkonto, Kapitalkonto nach Steuern, Darlehnsverlauf und Eigenverbrauch Seite 12

14 5 Hauptreiter Dateneingabe 5.1 Anlage Nach dem Klick auf den Hauptreiter Dateneingabe befindet man sich zuerst auf der Seite Anlage. Auf dieser Seite können Sie eine von Ihnen angelegt PV-Anlage auswählen, auf welche sich alle weiteren Eingaben und Auswertungen beziehen. Dazu wählen Sie im Pulldown-Menü die gewünschte Anlage aus, und klicken anschließend auf den Button Anlage auswählen. (Dies entspricht in Windowsprogrammen Datei öffnen ). Als Alternative zur Auswahl über das Pulldown-Menü, können Sie auf die Lupe klicken und auf der danach erscheinenden Suchseite eine Anlage öffnen. Dies ist bei einer großen Anlagenanzahl sinnvoll. Durch Klicken auf den Button neue Anlage erstellen bzw. Anlage kopieren, wird eine Seite geöffnet, mit der Sie eine weitere PV-Anlage neu erstellen. (siehe 4.4) Außerdem können Sie auf dieser Seite, die Nummer, die Beschreibung und Angaben zum Anlagenbetreiber, der ausgewählten PV-Anlage ändern. Durch Klicken auf den Button Stammdaten Speichern werden sie gesichert. Seite 13

15 5.2 Hauptmerkmale Auf der Seite Hauptmerkmale erfolgt die Eingabe der wesentlichen Merkmale der Anlage: Es erfolgt die Auswahl von Anlagentyp (Dachanlage, Freiflächenanlage usw.), die Anlagengröße in kwp, die Baukosten der eigentlichen PV-Anlage und weiterer damit zusammenhängender Kostenpositionen wie Leitungsanbindung. Öffentliche Zuschüsse mindern den Kaufpreis, diese sind in % der PV-Baukosten anzugeben. Die eingegebenen Preise verstehen sich als Nettopreise, da davon ausgegangen wird, dass die Anlage als umsatzsteuerpflichtig betrieben wird, also die bezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückgefordert wird. Der erwartete Stromertrag der Anlage wird in kwh (pro Jahr) pro installiertem kwp angegeben. Auf eine postleitzahlenbezogene Hinterlegung von Einstrahlungswerten haben wir ganz bewusst verzichtet, da selbst innerhalb verschiedener Orte unterschiedliche Werte auftreten können. Zudem bestimmt die Technik und die Ausrichtung der Anlage ganz wesentlich den Stromertrag. Seite 14

16 Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist von entscheidender Bedeutung. Bei der Berechnung der Stromerträge des ersten Jahres wurden dabei die verbleibenden Monate nach Inbetriebnahme mit Erfahrungswerten des Gesamtjahresertrags einbezogen. Die langfristige Stromproduktion ist entscheidend für Erfolg und Misserfolg einer Investition. Der Rückgang des jährlichen Stromertrags (Degradation) 2 kann mittels Auswahlfeld eingegeben werden. Angaben zu den einzelnen Modulen erhält man am besten vom Hersteller selbst. Neben der Stromproduktion ist die Vergütung der eingespeisten Energie entscheidend für den Umsatz. In der deutschen Vollversion werden automatisch die Vergütungen nach dem EEG ermittelt. Für die Jahre 2011 und 2012 kann sich die Degression erhöhen, dies orientiert sich am Anlagenzubau im Vorjahr. Dies ist bei uns bereits als Auswahlfeld enthalten, eine neue Version muss i.d.r. nicht erworben werden, wenn die Bundesnetzagentur die Anpassung der Degression aufgrund höheren Zubaus beschließt. In EU-Versionen werden zudem weitere Felder freigeschaltet, die flexible Eingaben der Einspeisevergütung erlauben. 2 Degradation: Erniedrigung des Solarzellenwirkungsgrades mit der Dauer der Beleuchtung. Seite 15

17 5.3 Eigenverbrauch Das EEG 2009 bietet die Möglichkeit der Eigenverbrauchsregelung, d.h. der Anteil des selbst erzeugten Stroms, der selbst verbraucht wird, erhält eine besondere Vergütung. Diese Möglichkeit wurde erstmals in die Version 8 von PV-Kalk integriert: Allerdings ist die gesetzliche Regelung recht kompliziert aufgebaut, die Vergütung für den Eigenverbrauch orientiert sich je nach Höhe des Eigenverbrauchs. Ab 30% Eigenverbrauch ist diese recht interessant. Wir bitten bei Verwendung dieser Eigenverbrauchsregelung um sorgfältige Prüfung aller Eingaben. Eine Beratung über die Höhe der einzelnen Parameter erfolgt nicht durch uns. Zudem ist die umsatzsteuerliche Komponente dieser Regelung zu beachten. Bei eigenverbrauchtem Strom ist die normalerweise auf die zugekaufte Stromenergie zu zahlende Mehrwertsteuer zusätzlich an das Finanzamt zu entrichten. Hier kann Ihnen Ihr Steuerberater sicherlich kompetent zur Seite stehen. Seite 16

18 5.4 Finanzierung Weitere Kernannahme ist der Anteil des Eigenkapitals, der in die Finanzierung einfließt. Wird nicht alles über Eigenkapital finanziert, kann eine Verteilung des Fremdkapitals auf bis zu drei Darlehen erfolgen: Das Eingabemenü ist selbsterklärend, es können für die ersten beiden Darlehen die klassischen Angaben - Disagio bzw. Auszahlung (bspw. KfW-Darlehen Auszahlung mit 96%) - Laufzeit - tilgungsfreie Jahre - Zinsbindung - Zinssatz während der Zinsbindung und unterstellter Zinssatz im Anschluss an die Zinsbindung ausgefüllt werden. Außerdem kann zwischen Raten- und Annuitätenkredit gewählt werden. Weitere Hinweise zu Darlehenskonditionen erhalten Sie hierzu sicherlich von der jeweiligen Hausbank bzw. dem Internetangebot von Förderinstituten wie der KfW. Seite 17

19 Das Darlehen 3 kann individuell gestaltet werden. Dies wurde immer wieder von Kunden angefragt, die spezielle Sondertilgungen eingebaut haben wollten. Das Eingabemenü für das Darlehen 3 ist ganz unten in der Hauptübersicht zu finden. Der Zinssatz für Alternativanlagen des eingesetzten Eigenkapitals ist für die vergleichende Investitionsberechnung nötig, Guthabenzinsen werden für nicht entnommene Liquiditätsüberschüsse berechnet. Seite 18

20 5.5 Steuerliche Aspekte Für jede der oben bei den Baukosten der Anlage bewerteten Positionen können flexible Eingaben der Nutzungsdauern ausgewählt werden. Zwar ist man im dt. Steuerrecht auf eine Abschreibung der Anlage auf 20 Jahre gebunden, für betriebswirtschaftliche Auswertungen werden jedoch oft andere Abschreibungszeiträume hinterlegt. Weitere steuerliche Aspekte stehen zur Auswahl: - degressive oder lineare Abschreibung - Steuersätze des Betreibers: im Erstjahr individuelle Eingabe möglich, da oftmals aufgrund hoher Abschreibungen ein niedrigerer Steuersatz als in Folgejahren erzielt wird - Wahl der Gewerbesteuerpflicht, Eingabe des Gewerbesteuerhebesatzes der Kommune am Standort der PV-Anlage Für einen ersten Überblick der steuerlichen Aspekte können diese verschiedenen Parameter eingegeben werden. Dies kann jedoch eine persönliche Beratung beim Steuerberater des Betreibers nicht ersetzen. Dieser kann die Auswahl der einzubeziehenden steuerlichen Parameter letztendlich am besten entscheiden. In der Version 8.21 wurden die Änderungen des Einkommensteuergesetzes 2008 bestmöglich einbezogen. Die Gewerbesteuer stellt eine nicht mehr abziehbare Betriebsausgabe Seite 19

21 dar. Für fachkundige Nutzer haben wir die Möglichkeit der direkten Eingabe des Gewerbesteuermessbetrags integriert. So kann eine bestmögliche stl. Betrachtung erfolgen. Die Besteuerung der Zinserträge ist nun entweder über die bisherige Besteuerungsmethode (mit dem pers. Grenzsteuersatz) als auch über die neue Abgeltungssteuer möglich. 5.6 Laufende Kosten Oftmals werden im Verkaufsgespräch nur die primären Kosten der Anlage aufgeführt. Nicht zu vernachlässigen sind jedoch die Kosten für den lfd. Betrieb der Anlage. Für die Versicherung der Anlage wird oftmals eine Allgefahrenversicherung gewählt, die je nach Versicherungsunternehmen verschiedene Risiken abdeckt. Die Konditionen hierfür sind ebenfalls sehr unterschiedlich, so dass sich jeder Anlagenbetreiber individuell beraten lassen sollte. Zählermiete und auch Verwaltungskosten sollten ebenfalls eingerechnet werden. Die Kosten für den Steuerberater (Umsatzsteuer!) sollten auf jeden Fall in einer ehrlichen Kalkulation enthalten sein. Auch den Inflationssatz der laufenden Kosten sollte man berücksichtigen. Seite 20

22 Sollte sich die Anlage auf einer gepachteten Fläche befinden, kann zudem die Flächenpacht angesetzt werden. Dies kann wahlweise als konstante Kostenposition in Form einer gleich bleibenden Pacht oder prozentual zu den Erlösen erfolgen. Seite 21

23 Viele Anlagenbetreiber entscheiden sich für eine Eigenmontage der Anlage oder arbeiten hierbei selbst mit. PV-Kalk ermöglicht den Ansatz der eigenen Arbeitsleistung. Zudem kann über die Option nein im Auswahlfeld Berücksichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgeschlossen werden, dass die eigene Arbeitsleistung bei der Steuerberechnung berücksichtigt wird. Diese Option wird vor allem von Privatbetreibern, Einzelunternehmen und Personengesellschaften gewählt. Seite 22

24 5.7 Individuellen Einnahmen und Ausgaben / Erträge und Aufwendungen Da nicht jede Anlage gleich ist, sind oft individuelle Positionen mit ausschlaggebend für eine umfassende und korrekte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. So können z.b. Nebeneffekte wie die Mieteinnahmen einer reinen PV-Halle als Erträge individuell angesetzt werden wie über die Jahre unterschiedliche Zahlungen an erwarteten Reparaturen für Wechselrichter usw. Es wurde eine Trennung in die zahlungswirksamen Einnahmen und Ausgaben und in ergebniswirksame Erträge und Aufwendungen eingeführt. Die Einnahmen und Ausgaben werden nur in der Liquiditätsrechnung aber nicht in der steuerlichen Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Erträge und Aufwendungen werden als nicht zahlungswirksam behandelt, wirken sich aber auf die Gewinn- und Verlustrechnung und somit auf die Steuerbelastung aus. Zudem kann in diesem Abschnitt wie oben erwähnt der Gewerbesteuermessbetrag direkt eingegeben werden. Seite 23

25 5.8 Zahlungsplan Restfinanzierung wie oben in Kapitel 5.4 beschrieben, kann hier ein Zahlungsplan für ein Darlehen ganz individuell eingegeben werden. Bitte sowohl bei den Zinsen als auch bei den Tilgungen nur positive Werte einsetzen! Seite 24

26 6 Hauptreiter Ergebnis 6.1 Liquiditäts- und Ergebnisplanung Die Liquiditäts- und Ergebnisplanung enthält eine exakte Darstellung der geplanten Geldströme, der Verzinsung, einer übersichtlichen Darstellung von Mittelverwendung und Mittelherkunft sowie prognostizierte Gewinn und Verlustrechnungen. Für den Ausdruck des Liquiditäts- oder Ergebnisplanes benutzen Sie bitte ganz oben rechts die Links Druck Seite 1 und Druck Seite 2. Nun öffnet sich ein Fenster, das für Druckansicht optimiert wurde, und nur die Hälfte des Planungszeitraumes beinhaltet (Seite 1 bzw. Seite 2). Außerdem öffnet sich automatisch ein Druckdialog. Vor dem eigentlichen Drucken empfehlen wir in diesem Druckdialog die Seitenausrichtung auf Querformat zu ändern. Seite 25

27 Vor dem Drucken der ersten Seite können Sie optional noch weitere Einstellungen im Browser unter Datei->Seite einrichten vornehmen. Zum Beispiel können hier neben der Einstellung der Ausrichtung noch die Kopf- und Fußzeile ausgeschaltet werden, der schraffierte Hintergrund beim Druck eingeschaltet werden, oder die Seitenränder eingestellt werden. Seite 26

28 Liquiditätsplanung und Kapitalkonto Betreiber: Seite 27

29 Ergebnisplanung Seite 28

30 Mittelverwendung/Mittelherkunft: Darstellung bei höherer Auflösung Seite 29

31 6.2 Eigenverbrauch Um den Sachverhalt des Eigenverbrauchs anschaulich darzustellen, haben wir uns für eine separate Tabelle entschieden. Alle den Eigenverbrauch betreffenden Positionen sind hier separat aufgeführt, es erfolgt zudem eine Vergleichsrechnung zwischen Nutzen der Eigenverbrauchsregelung und der klassischen Volleinspeisung. Seite 30

32 6.3 Zusammenfassung ( Chef-Blatt ) Die essentiellen Daten der Anlage selbst, Investitionskosten, Finanzierung, Renditen und Rückflüsse sind relativ selbsterklärend in kompakter Form zusammengestellt. Seite 31

33 6.4 Finanzkennzahlen Auf dieser Seite finden Sie finanzwirtschaftliche Renditekennzahlen und einen Vergleich mit einer Alternativ-Investition. Weitere Informationen zum internen Zinssatz finden Sie im Kapitel 9. Seite 32

34 6.5 Ergebnisdownload als PDF Alle Ergebnisseiten stehen auch als PDF zur Verfügung. Auf dieser Ansicht können Sie die einzelnen Seiten auswählen, welche in der PDF-Datei beinhaltet sein sollen. Anschließend klicken Sie auf den Link Download. Nach ca. 10 Sekunden können Sie die PDF-Datei auf Ihrem Rechner speichern bzw. öffnen. Seite 33

35 7 Hauptreiter Diagramme Vielen Anwendern ist die grafische Darstellung der Ergebnisse von großem Nutzen. Hierbei eignen sich vor allem die folgenden vier Darstellungen, die im Tool integriert sind: 7.1 Entnahme und Kapitalkonto Seite 34

36 7.2 Kapitalkonto nach Steuern 7.3 Darlehensverlauf Seite 35

37 7.4 Eigenverbrauch Seite 36

38 7.5 Diagramme als PDF Alle Diagrammseiten stehen auch als PDF zur Verfügung. Auf dieser Ansicht können Sie die einzelnen Seiten auswählen, welche in der PDF-Datei beinhaltet sein sollen. Anschließend klicken Sie auf den Link Download. Nach ca. 10 Sekunden können Sie die PDF-Datei auf Ihrem Rechner speichern bzw. öffnen. Seite 37

39 8 Hauptreiter Administration 8.1 Stammdaten Auf der Seite Stammdaten besteht die Möglichkeit Ihre Anschrift und Kontaktdaten zu pflegen. Diese Daten werden unter anderem auf Ausdruck der Liquiditäts- und Ergebnisplanung verwendet. Seite 38

40 8.2 Lizenz Nach der Registrierung ist automatisch für einen Monat die Demolizenz freigeschaltet. In der Demolizenz sind sämtliche Funktion von PV-Kalk enthalten, lediglich ist die Anlagengröße auf 10, 20 oder 35 kw sowie die Eigenkapitalquote auf 40-50% beschränkt. Sie können nun zwischen folgenden Lizenzen wählen: Privatanwenderversion Bei der Privatanwenderversion ist die Anlagenleistung beliebig bis 10 kwp einstellbar. Vollversion EEG Bei der Vollversion ist die Anlagengröße unbeschränkt. Die Einspeisevergütung orientiert sich nach dem dt. EEG und ist abhängig von Anlagentyp, Anlagengröße (kwp) und Zeitpunkt der Inbetriebnahme. EU-Version Die EU-Version erlaubt neben dem vollen Funktionsumfang der Vollversion EEG auch Anlagenkalkulationen außerhalb des EEG. Weitere Features wie eine jährliche Steigerung der Einspeisevergütung usw. sind möglich. Außerdem ist der Kalkulationszeitraum flexibel gestaltbar. Mehrplatzversion Diese Lizenz richtet sich an Firmenkunden. Neben dem Hauptanwender können weitere Benutzer mit ihren eigenen Logindaten angelegt werden. Siehe 8.4 Alle Lizenzen sind für ein Jahr gültig. Nach Ablauf der Lizenz können keine Änderungen an den Anlagedaten gespeichert werden. Abgelaufene Lizenzen können natürlich wieder verlängert werden. Nach der Auswahl einer Lizenz wird automatisch eine Rechnung erstellt, und auf die Seite Rechnungen gesprungen. Seite 39

41 8.3 Rechnungen Zum Betrachten und Ausdrucken der erstellten Rechnung klicken Sie bitte auf das Druckersymbol. Nachdem Sie den Rechnungsbetrag überwiesen haben, wird Ihre gewünschte Lizenz umgehend freigeschaltet. 8.4 Anwender (nur bei Mehrplatzlizenz) Bei Mehrplatzlizenzen können auf dieser Seite vom Hauptbenutzer weitere Login-Accounts verwaltet werden Seite 40

42 9 Hinweise zur verwendeten Interne-Zinsfuß-Methode 9.1 Allgemeine Informationen Die am häufigsten verwandte Berechnungsart ist die interne Zinsfuß-Methode (IRR- Methode). Kapitaleinzahlung, Ausschüttungen und steuerliche Ergebnisse fallen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an. Die Renditeberechnung nach der Methode des internen Zinsfußes berücksichtigt diesen Tatbestand durch Abzinsen der einzelnen Zahlungsströme zu dem jeweils angenommenen Fälligkeitstermin. Es wird der Abzinsungssatz ermittelt, bei dem die Summe der Barwerte aller Einzahlungen und Auszahlungen gleich groß ist und damit zu einem Kapitalwert von null führt (mathematische Definition). Ökonomisch gesehen gibt der interne Zinsfuß damit die Verzinsung des jeweils in der Anlage gebundenen Kapitals bzw. des durchschnittlich dynamisch gebundenen Kapitals p.a. im Durchschnitt über den Betrachtungszeitraum an. Der interne Zinsfuß ist eine von zahlreichen mehrperiodischen finanzmathematischen Methoden der Investitionsrechnung und hat sich als ein häufig verwendetes Verfahren zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen durchgesetzt. Auch bei der Renditeberechnung im Bereich der steuerorientierten Kapitalanlagen hat sich der interne Zinsfuß etabliert. Die Berechnung erfordert zahlreiche Annahmen, wie z.b. über die Veräußerung des Investitionsgutes zum Ende des Prognosezeitraums, und ist damit durch Unsicherheiten geprägt. Der interne Zinsfuß darf daher nicht als alleiniges Kriterium für die Vorteilhaftigkeit einer Investition in steuerorientierte Kapitalanlagen herangezogen werden, sondern muss immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden. Insbesondere der Vergleich mit Renditen von anderen Kapitalanlagen, z.b. festverzinslichen Wertpapieren ist nicht zweckmäßig, da hier Zinsen zu einem bestimmten Zeitpunkt vertraglich geschuldet werden und Sicherheit über die Rückzahlung des Kapitals besteht. Die IRR-Methode ist geeignet um Anlageformen mit unterschiedlich schnellem Kapitalrückfluss vergleichbar zu machen. Wichtig dabei ist es jedoch, die Entwicklung des Eigenkapitals im Auge zu behalten. Seite 41

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