Systeme für Bodenanwendungen. Bau auf unsere Stärke

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1 Systeme für Bodenanwendungen Bau auf unsere Stärke

2 AQUAPANEL Cement Der erste Zementestrich ganz ohne Wasser Die AQUAPANEL Cement Board-Technologie hat Design und Bauweise von Gebäuden in ganz Europa revolutioniert. Jetzt bietet die neue Generation von Bodensystemen von Knauf USG Systems Architekten und Bauprofis eine überlegene Alternative zu Nassestrichen, die für alle Arten von Bodenkonstruktionen verwendet werden kann. verfügt über ein innovatives Stecksystem mit einer Nutkante an allen vier Seiten, dadurch ist die Montage noch einfacher und schneller. Einfach den AQUAPANEL Nutkleber (PU) auftragen, den AQUAPANEL Flachdübel in die Nut einstecken und die Platten zusammendrücken. Schrauben sind nicht erforderlich. Durch den Einsatz des AQUAPANEL Flachdübels erfolgt automatisch eine Höhenfixierung, so dass die Trockenestrichelemente eine ebene Oberfläche bilden. Die Platten können leicht ausgerichtet werden und es müssen keine Stufenfalze abgeschnitten werden. Das neue Stecksystem von AQUAPANEL Cement Board Floor macht das System äußerst robust. Da es ohne Stufenfalze hergestellt wird, erhalten Sie nun 9% mehr Oberfläche pro Platte. Sie profitieren darüber hinaus von einer individuellen Verlegerichtung und vom optimierten und reduzierten Verschnitt, da die letzten Platten in alle Richtungen gedreht werden können. In Kombination mit AQUAPANEL Ausgleichsschüttung bietet einen perfekten Bodenaufbau. ist für alle Arten von Bodenkonstruktionen geeignet, besonders für Sanierungsprojekte. Vorteile des Systems: Alle Vorteile der Zementestrichelemente Alle Vorteile von Nassestrich ohne dessen Nachteile Beste Schall- und Wärmedämmung Ideal geeignet für Fliesenbeläge Besonders empfohlen für alle Arten von Parkett; einschließlich vollflächig geklebtem Parkett Stecksystem mit innovativer Nutkante einfache und schnelle Installation Bietet in Kombination mit AQUAPANEL Ausgleichsschüttung die optimale Lösung für einen perfekten und massiven Bodenaufbau Bodenbeläge können 12 Stunden nach Montage verlegt werden Das ideale Trockenestrichelement für Fußbodenheizung bis Temperaturen von 70 C 100% wasserbeständig Widerstandsfähig gegen Schimmelpilzbefall Erfüllt hohe Feuerwiderstandsklassen im Brandschutz Hohe Tragfähigkeit Sicherheit im System Bewährtes System von Trockenestrichelementen und Zubehörprodukten für ein optimales Ergebnis Umfassende Beratung und Service Erfüllt europäische Normen eit i Gewiss 2

3 Board Floor Das neue, innovative Stecksystem mit umlaufender Nutkante an allen vier Seiten garantiert ein sicheres und ebenes Verlegen der zementgebundenen Estrichelemente. Die Elemente werden durch den AQUAPANEL Nutkleber (PU) kraftschlüssig verklebt und durch die AQUAPANEL Flachdübel erfolgt automatisch eine Höhenfixierung, so dass die Trockenestrichelemente eine gleichmäßige Ebene bilden. Dazu werden keine Schrauben benötigt. Knauf USG Systems wir zeigen den Weg ist ein bewährtes System, hergestellt von Knauf USG Systems, das wesentliche Leistungsvorteile für alle Arten von Gebäuden bietet. Knauf USG Systems ist ein Joint Venture der Unternehmen Knauf und USG, zweier führender und etablierter Anbieter von Systemen und Baustoffen für Außen- und Innenanwendungen. Als führender Hersteller von Zementbauplatten-Systemen in Europa engagiert sich Knauf USG Systems bei der Entwicklung innovativer Baustoffe. AQUAPANEL Cement Board findet bei Innen-, Außen- und Bodenanwendungen in ganz Europa Verwendung und ist für Bauprofis die erste Wahl bei Zementbauplatten. Das neue Kantendesign von und Floor MF ist ein gutes Beispiel dieser Innovation. In dieser Broschüre wird ausführlich erklärt, damit Sie bei Ihrer Anwendung jederzeit ein perfektes Endergebnis erzielen. Inhalt Einleitung 2 Produktpalette 4 Verarbeitung 6 Vorbereitende Arbeiten 7 Vorbereitung des Untergrundes 7 Schüttungen einbringen 8 Schüttungen und Abdeckplatten 9 Zementgebundene Trockenestrichelemente 10 Bodenbelag verlegen 12 Tragfähigkeit 13 Kombination mit Fußbodenheizung 16 Brandschutz 17 Schallschutz 18 Konstruktionsbeispiele 19 Allgemeine Details 21 Details in Nassräumen 24 Technische Daten 26 Materialverbrauch 26 Ausschreibungstexte ode o str ktio e 3

4 Produktpalette Bewäh AQUAPANEL Cement Board Floor zementgebundene Trockenestrichelemente AQUAPANEL Cement Board Floor MF zementgebundene Trockenestrichelemente mit unterkaschierter Trittschall-Dämmplatte AQUAPANEL Cement Board Floor Trockenestrichelement aus Portlandzement mit Zuschlagstoffen. Rechtwinklige Kante mit umlaufender Nutfräsung zum stirnseitigen Verkleben der Elemente untereinander. MF zusätzlich mit Mineralfaser kaschiert. Dicke: 22 mm AQUAPANEL Cement Board Floor 33 mm AQUAPANEL Cement Board Floor MF Länge: 900 mm Breite: 600 mm Deckmaß: 900 x 600 mm Gewicht: ca. 37 kg/m² AQUAPANEL Cement Board Floor ca. 39 kg/m² AQUAPANEL Cement Board Floor MF Verpackung: 50 Stck./Palette (27 m²) AQUAPANEL Nutkleber (PU) Der AQUAPANEL Nutkleber wird zur kraftschlüssigen Verbindung der einzelnen AQUAPANEL Cement Board Floor Elemente verwendet. Verbrauch: ca. 60 ml/m² Verpackung: 310 ml/kartusche Verpackung: 600 ml/schlauch AQUAPANEL Flachdübel Der AQUAPANEL Flachdübel ist speziell für die Verbindung der Nutkanten entwickelt worden. Die Maße des Flachdübels betragen 60 x 23 x 4 mm. Der AQUAPANEL Flachdübel wird in die Nut der Fertigteilestrichelemente gesteckt und fixiert die Höhenlage der Elemente untereinander. Durch den Einsatz des AQUAPANEL Flachdübels erfolgt automatisch eine Höhenfixierung, so dass die Estrichelemente eine ebene Oberfläche bilden. Der AQUAPANEL Flachdübel besteht aus einem speziellen Kunststoffmaterial und verfügt über eine hohe Stabilität. Verbrauch: ca. 7 Stück/m² Verpackung: AQUAPANEL Flachdübel 100/Karton AQUAPANEL Flachdübel 200/Karton 4 GARDEX AQUAPANEL Insulation Cement - naturally Board Floor

5 rtes Zubehör AQUAPANEL Grundierung-innen AQUAPANEL Grundierung-innen ist eine gebrauchsfertige Kunststoff- Dispersion zur Grundierung der, die eine maximale Haftung von Bodenbeschichtungen gewährleistet. Verbrauch: ca. 50 g/m² (Konzentrat) Verdünnung: 1 : 1 mit Wasser Verpackung: 15 l/eimer und 2.5 l/eimer AQUAPANEL Fliessspachtel AQUAPANEL Fliessspachtel ist ein frostsicherer, pulverförmiger Bodenspachtel, der nach Anrühren mit Wasser selbstverlaufend für ebene Spachtelflächen sorgt. Er dient zum Planspachteln von AQUAPANEL Cement Board Floor Trockenunterböden unter dünnen Weichbelägen sowie zum Ausgleichen von Unebenheiten in Zement- und Fließestrichen, Betonrohböden, Stein- und Holzböden von 2-15 mm Dicke. Er ist besonders geeignet für den Ausgleich von Flächen, die erhöhten Temperaturschwankungen unterliegen, wie z.b. Estriche mit Fußbodenheizung. Verbrauch: ca. 1,5 kg/m² je 1 mm Schichtdicke Verpackung: 25 kg/sack AQUAPANEL Ausgleichsschüttung AQUAPANEL Ausgleichsschüttung ist die universell einsetzbare Schüttung ideal für Höhenausgleich, Brandschutz,Wärmedämmung und Trittschallschutz. Körnung: d = 0 7 mm Schüttdichte: s = ca. 140 kg/m 3 Einfüllmenge: 100 l/sack Flächengewicht (eingebaut): 1.54 kg/ je cm Schichtstärke Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit: = W/(m x K) Baustoffklasse: B2 nach DIN 4102 Druckfestigkeit (Druckspannung bei 10% Stauchung): 90 kpa Zul.-Nr: Z Als weiteres Zubehör empfehlen wir Gipsplatten gem. EN 520 oder Dämmplatten aus Steinwolle gem. EN bzw. Holzweichfaserplatten (WF) gem. EN Alle weiteren Angaben der Broschüre wurden auf Grundlage dieser Platten gemacht. 5

6 Verarbeitung Transport und Lagerung AQUAPANEL Cement Board Floor hochkant tragen oder mit Hubwagen bzw. Plattenwagen befördern. Beim Absetzen darauf achten, die Ecken und Kanten nicht zu beschädigen. Bei unsachgemäßer Lagerung kann sich AQUAPANEL Cement Board Floor verformen. Das kostet Montagezeit und kann zu Mängeln führen. Richtige Lagerung: vollflächig auf ebener Unterlage oder auf Kanthölzern im Abstand von 25 cm. Zuschnitt Glatte Schnittflächen werden mit einer Handkreissäge mit Absaugung hergestellt, z. B. FESTO TS 55 Q plus FS, mit Diamantsägeblatt. Für Pendelhub-Stichsägen empfehlen wir ein hartmetallbestücktes Sägeblatt (z. B. Bosch T141 HM). Um ungewollte Verformungen zu vermeiden, ist AQUAPANEL Cement Board Floor bis zum Einbau vor Feuchtigkeit und Witterung zu schützen. Feucht gewordene Platten vor der Montage unbedingt flachliegend auf ebener Unterlage beidseitig trocknen. Die Tragfähigkeit des Untergrundes ist sicherzustellen. Eine Palette AQUAPANEL Cement Board Floor belastet die Decke mit ca kg. Die klimatischen Bedingungen (Raumluftzustand) vor, während und nach der Verlegung von AQUAPANEL Cement Board Floor: - relative Luftfeuchte 85% - Raum,- Materialtemperatur + 5 C AQUAPANEL Cement Board Floor muss sich vor der Verlegung den vorgenannten Bedingungen angepasst haben. Der Feuchtegehalt darf maximal 5,5 M.-% betragen. 6 AQUAPANEL Cement Board Floor

7 Vorbereitende Arbeiten Schüttung auswählen Ideal für Höhenausgleich, Wärmedämmung und Trittschallschutz ist die universell einsetzbare Schüttung AQUAPANEL Ausgleichsschüttung. Höhenunterschiede feststellen Bringen Sie mit Hilfe einer Schlauchwaage oder eines Lasergerätes den Meterriss als Orientierungspunkt an. Stellen Sie anschließend den höchsten Punkt des Bodens fest und ermitteln die Höhenunterschiede im Raum. Schütthöhe berechnen Legen Sie die gewünschte Fertighöhe der Schüttung fest. An der höchsten Stelle muss die Schütthöhe mindestens 1 cm betragen. Über offenliegenden Rohrleitungen muss ebenfalls eine Überdeckung von 1 cm vorhanden sein. Ermitteln Sie die Schütthöhe unter Berücksichtigung der Verdichtung wie folgt: - Schütthöhe AQUAPANEL Ausgleichsschüttung = Fertighöhe x 1,10 Auf diese Höhe werden später die Lehren ausgerichtet. Schütthöhe markieren Markieren Sie nun die Schütthöhe im Abstand von maximal 2 Metern an der Wand. Schütthöhe Fertighöhe Vorbereitung des Untergrundes Bauliche Voraussetzungen Fußboden-Konstruktionen von Knauf USG Systems erfordern grundsätzlich einen trockenen und tragfähigen Untergrund. Aufgehende Bauteile, für die ein Wandputz vorgesehen ist, müssen vor dem Verlegen der Dämmschicht verputzt sein. Vorbereitung von Holzbalkendecken Schrauben Sie lose oder quietschende Dielen fest, und sägen Sie lokal knarrende Nut-Federverbindungen durch. Größere Öffnungen werden geschlossen, bzw. ausreichend stabil abgedeckt. Ein Rieselschutz verhindert, dass die Schüttung durch Öffnungen, Ritzen oder Fugen in den Balkenzwischenraum rieselt. Als Rieselschutz sind diffusionsoffene Materialien (z. B. Papier) zu verwenden, falls nicht die bauphysikalischen Gegebenheiten eine Dampfbremse erforderlich machen. Vorbereitung von Massivdecken Enthalten massive Decken Feuchtigkeit, so muss ein Aufsteigen in den Fußbodenaufbau verhindert werden. Bei Geschossdecken wird dazu eine 0,2 mm PE-Folie verwendet. Die flächig ausgelegten Folienbahnen sollen sich an den Stoßstellen mindestens 20 cm überlappen und werden an aufgehenden Bauteilen hochgezogen. Nur bei Geschossdecken, die mit Sicherheit keine Restfeuchte enthalten, kann auf eine Verlegung der Folie verzichtet werden. Erdberührende Bodenplatte Bei erdberührenden Bodenplatten (Kellersohlen, nicht unterkellerte Gebäude) ist zum Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit eine Bauwerksabdichtung nach nationalen Normen vorzunehmen. 7

8 Verlegeschema Verlegerichtung festlegen Falls auf dem fertigen Trockenestrich Parkett verlegt werden soll, muss die Verlegerichtung vor der Verlegung des Trockenestrichs festgelegt werden. Stabparkett wird im Normalfall senkrecht zum Trockenestrich, Parkett im Fischgrätmuster und Mosaikparkett im Winkel von 45 Grad verlegt. Schüttung vom Fenster zur Tür einbringen Abdeckplatten von der Tür zum Fenster verlegen Als Abdeckplatte können Gipsplatten nach DIN EN 520 oder Steinwolle gem. EN bzw. Holzweichfaserplatten nach DIN EN verwendet werden. Schüttungen einbringen Schwellholz anbringen Damit das Material nicht wegfließen kann, setzen Sie im Türrahmen ein Schwellholz ( mm breit). Es muss so hoch sein wie die AQUAPANEL Ausgleichsschüttung im verdichteten Zustand (siehe Detail Seite 22). Lehren ausrichten Beginnen Sie an der Wand, die am weitesten von der Tür entfernt liegt. Schütten Sie entlang der Wand bis zur markierten Schütthöhe (oberer Punkt) einen ca. 25 cm breiten Streifen der AQUAPANEL Ausgleichsschüttung aus. Einen zweiten Hilfsstreifen ziehen Sie in 2,50 Metern Entfernung zum ersten Streifen. Schüttungen einbringen Füllen Sie die Fläche zwischen den beiden Lehren- Auflagen mit AQUAPANEL Ausgleichsschüttung. Aber nicht mehr, als Sie abziehen können, ohne die Schüttung zu betreten. Trockenestrich vom Fenster zur Tür verlegen Stabparkett im Winkel von 90, Fischgrätparkett im Winkel von 45 zum Trockenestrich verlegen. Schüttung abziehen Ziehen Sie dann die Schüttung mit der Abziehlehre ab. Arbeiten Sie dabei immer von der entferntesten Raumseite zur Tür. Die Schüttung darf nicht betreten werden. Nischen, Mauervorsprünge und andere Randbereiche bringen Sie mit einem Reibebrett oder einer kurzen Abziehlehre auf die vorgesehene Markierungshöhe. Die Schüttung nur abziehen und keinesfalls schon durch Klopfen verdichten. Bitte beachten: Schütthöhe immer 1 cm Montageanleitung 8

9 Schüttungen und Abdeckplatten Wahl der Abdeckplatten Bei geplanten Schütthöhen bis 60 mm werden alternativ Gipsplatten nach DIN EN 520 oder Trittschalldämmplatten verwendet (siehe Seite 14). Bei Schütthöhen über 60 mm wird wegen der mechanischen Verdichtung immer eine robuste Gipsplatte oder Holzweichfaserplatte eingesetzt. Im Folgenden werden Gips-, Holzweichfaser- und Mineralfaserdämmplatten auch als Abdeckplatten bezeichnet. Abdeckplatten zuschneiden Abdeckplatten mit einem Messer zuschneiden und auf der Schüttung verlegen. Zuschnitte in Längen bzw. Breiten von mehr als 20 cm verwenden. Abdeckplatten von der Tür in den Raum hinein verlegen. Jede weitere Platte von oben so auf die Schüttung legen, dass die Oberfläche planeben bleibt. Die Abdeckplatten wandbündig verlegen und stumpf stoßen. Kreuzfugen vermeiden, Fugenversatz von 20 cm einhalten. Verdichten mit dem Handstampfer Verdichten mit dem Elektro- Flächenrüttler Schütthöhe bis 60 mm Schüttungen bis 60 mm Höhe durch vollflächiges Begehen der Abdeckplatte, auch in den Wandund Eckbereichen, verdichten. Schütthöhe über 60 bis 200 mm Über einer Schütthöhe von 60 mm muss die Schüttung mechanisch verdichtet werden. Zum Schutz vor Beschädigung Schaltafeln oder Spanplattenstreifen auf die Abdeckplatten legen. Die Schüttung anschließend durch Stampfen oder Rütteln mit dem Handstampfer oder dem Flächenrüttler mechanisch verdichten. Verdichtungsmaß berücksichtigen. Schütthöhe über 200 mm Schüttungen in einer Höhe von mehr als 200 mm sind in mehreren Arbeitsgängen herzustellen und zu verdichten. Die Einzelschichten sollen zu gleichen Schichtdicken aufgeteilt werden. Pro Schicht Schaltafel auflegen. Anschließend mechanisches Verdichten der Schüttung durch Stampfen oder Rütteln mit dem Handstampfer oder dem Flächenrüttler. Verdichtung gegebenenfalls wiederholen. Abdeckplatten verbleiben in der Konstruktion. Schaltafeln werden entfernt. Randdämmstreifen Zur Vermeidung von Schallbrücken und Spannungen infolge thermischer Längenausdehnung ist AQUAPANEL Cement Board Floor durch Randdämmstreifen von den aufgehenden Wandbauteilen zu trennen. Der Überstand wird nach der Verlegung des Bodenbelages abgeschnitten. Dehnfugen in der Fläche sind erforderlich, wenn die Seitenlänge des Raumes 10 m überschreitet. 9

10 Zementgebundene Trockenestrichelemente Verlegung des ersten Elementes Das erste AQUAPANEL Cement Board Floor Element wird in einer Raumecke ausgerichtet. Hierbei sind Keile einzusetzen, um ein Verschieben der ersten Platten durch das Andrücken der Folgeelemente zu vermeiden. Beim Platzieren der Keile ist drauf zu achten, dass später ein Randdämmstreifen von 10 mm eingebaut werden kann. Die Estrichtelemente müssen nahezu vollflächig auf dem Untergrund aufliegen. Verlegung der folgenden Elemente Vor dem Auftrag des AQUAPANEL Nutklebers (PU) wird die Nutkante der AQUAPANEL Cement Board Floor mit einem feuchten Pinsel gereinigt. Die Reinigung der Kanten ist eine Voraussetzung für den kraftschlüssigen Verbund der Elemente. Kleber auftragen Der AQUAPANEL Nutkleber (PU) wird mit einer speziellen Auftragsdüse auf die Stoßkanten aufgetragen. Der Kleber haftet als ein breites, dünnes Band und überdeckt die Nut. Verbrauch: 60 ml/m² Offene Zeit: ca. 80 min. Verarbeitungstemperatur: +5 C Flachdübel setzen Nach dem Auftragen des AQUAPANEL Nutklebers (PU) wird der AQUAPANEL Flachdübel durch den Klebervorhang in die Nut geschoben. Hierbei wird der Kleber in die Nut gedrückt, der beim Aushärten den Flachdübel zusätzlich fixiert. Die Position der Flachdübel ist der Lageskizze zu entnehmen (siehe Seite 11). Verlegen nach Schema Das letzte AQUAPANEL Cement Board Floor jeder Reihe wird als Passstück (A) zugeschnitten. Mit dem Reststück (B) wird eine neue Reihe begonnen. So erhalten Sie den notwendigen Fugenversatz (mind. 20 cm). Der Einbau kann von links nach rechts, aber auch in umgekehrter Richtung erfolgen. Arbeiten Sie immer aus dem Raum hinaus. Vermeiden Sie Kreuzfugen. Verlegen im Verband Die AQUAPANEL Cement Board Floor Elemente werden in der Längs- und Breitseite zusammengeschoben, so dass der aufgetragene Kleber an der Oberfläche austritt. Hierbei schieben sich die AQUAPANEL Flachdübel in die Nut der Platte. Dehnfugen in der Fläche sind erforderlich, wenn die Seitenlänge des Raumes 10 m überschreitet. Versatz beachten Beim Verlegen ist darauf zu achten, dass sich keine Kreuzfugen ergeben. Stoßfugen müssen um mind. 20 cm versetzt werden und werden immer mit einem AQUAPANEL Flachdübel fixiert. Bei Bedarf wird ein zusätzlicher Flachdübel eingesetzt. Abschluss der Verlegung Das letzte, passend zugeschnittene AQUAPANEL Cement Board Floor Element wird zunächst flach geneigt an einer Seite angesetzt und fallen gelassen. Anschließend wird es, bis der Kleber an der Oberfläche austritt, in beide Richtungen angedrückt. Das AQUAPANEL Cement Board Floor Element kann mit den Händen, aber auch mit Hilfe eines Werkzeugs z. B. einem Nageleisen angedrückt werden. Montageanleitung Verbrauch: ca. 7 Stück/m² 10

11 Zementgebundene Trockenestrichelemente Abstoßen des Klebers Nach dem Aushärten des Klebers (ca. 12 Stunden) wird der Überstand abgestoßen. Grundieren Die komplette Fläche wird unmittelbar nach Erhärten des Klebers (nach ca. 12 Stunden) mit AQUAPANEL Grundierung innen grundiert. Verbrauch: 50 g/ (Konzentrat) Verdünnung: 1:1 mit Wasser. Lageskizze der Flachdübel Die AQUAPANEL Flachdübel werden je zwei in die kurze Seite der Fertigteilestrichelemente eingebaut und je drei in die lange Seite der Platten. Die Dübel werden so platziert, dass am Ende eines Stoßes die angrenzende Platte mit einem Dübel montiert ist. Der Dübel wird senkrecht zum Stoß der bereits verlegten Platten eingebaut (siehe Skizze, Dübel eingekreist). Es dürfen keine Kreuzfugen entstehen. Die Montage eines Flachdübels in eine Kreuzfuge ist nicht erlaubt. Vor der Verlegung von AQUAPANEL Cement Board Floor/AQUAPANEL Cement Board Floor MF sollten alle anderen Ausbauarbeiten abgeschlossen sein. Anderenfalls muss der Trockenestrich durch besondere, geeignete Maßnahmen geschützt werden. 11

12 Bodenbelag verlegen Aufgrund seiner Produktionsgenauigkeit und Formstabilität ist AQUAPANEL Cement Board Floor besonders gut für die Verlegung von Fliesen, Platten und Parkett geeignet. Beläge aus Fliesen und Parkett können i.a. direkt verlegt werden. Ggf. sind Stoßstellen nachzuspachteln. Die Trocknungszeit der Spachtelmasse ist zu berücksichtigen. Feuchtigkeitsbeanspruchung Bei Fußbodenflächen im häuslichen Badezimmer, die nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser geringfügig beansprucht werden, ist lediglich der Randanschluss mit einem Abdichtungsband abzudichten. Eine vollflächige Oberflächenabdichtung ist nicht erforderlich. Parkett Vom Institut für Fußbodentechnik wird AQUAPANEL Cement Board Floor ausdrücklich auch für die Verlegung von vollflächig verklebtem Massivparkett empfohlen. AQUAPANEL Cement Board Floor eignet sich als Untergrund für quasi alle Parkettarten, vom schwimmenden Fertigparkett über Laminat, bis zum vollflächig verklebten Massivparkett. Ggf. sind Stoßstellen nachzuspachteln. Für die Parkettverklebung eignen sich alle Klebstoffe, die vom Parketthersteller empfohlen werden, wie: - Kunstharz-, Dispersions- Parkettklebstoffe - Reaktionsharz-Parkettklebstoffe - Pulverklebstoffe - Polymer-Klebstoffe Das Parkett wird immer senkrecht zur Verlegerichtung der AQUAPANEL Cement Board Floor angeordnet. Bei Parkettverlegung in Fischgrät- Muster beträt der Winkel zwischen den Verlegerichtungen 45 (siehe Seite 8). Bei der Verlegung müssen die Anforderungen von eigenschlägigen Normen, die weiter führenden Richtlinien des Parkettlegerhandwerks und die Herstellerangaben berücksichtigt werden. Vollflächige Oberflächenabdichtung ist in häuslichen Badezimmern nicht erforderlich Besonders für Getestet Parkett geeignet Fliesen und Natursteine Keramische Beläge können i.a. direkt, im Dünnbett verklebt werden. Ggf. sind Stoßstellen nachzuspachteln. Der Belag muss für die Verlegung im Dünnbett geeignet sein und wird mit offner Fuge verlegt. Geeignet sind flexibel eingestellte Kleber (kunststoffvergütete Zementpulverkleber) und Fugenmörtel. Der Fliesenkleber muss den Anforderungen C2 (Haftfestigkeit 1,0 N/mm²) nach DIN EN und S1 (Biegeweg 2,5 mm) nach DIN EN entsprechen. Randanschlüsse sind mit elastischem Fugenmaterial abzudichten. Die maximale Seitenlänge für keramische Beläge beträgt 33 x 33 cm. Bei größeren Formaten wird die Verwendung einer Entkopplungs- und Belagsträgermatte erforderlich. Bei der Verlegung sind die Herstellerangaben sowie weiterführende Richtlinien des Fliesenlegerhandwerks und die Anforderungen der eigenschlägigen Normen zu beachten. Texil, PVC, Linoleum Bei Belägen aus Textilien, PVC und Linoleum muss vor der Verlegung vollflächig AQUAPANEL Fliessspachtel aufgetragen werden. Um ein Eindringen des Materials in den Untergrund zu verhindern, sind ggf. zuvor offene Stellen der Fußbodenfläche mit Spachtel zu schließen. Bodenbeläge erst nach vollständiger Austrocknung verlegen. Mit der Spachtelung wird verhindert, dass sich die Fugenbereiche der Elemente oder andere geringfügige Unebenheiten später im Bodenbelag abzeichnen. Teppiche werden mit doppelseitigem Klebeband fixiert oder mit einem Wiederaufnahme- Klebesystem vollflächig verklebt. Das spätere Entfernen des Belages ist dann rückstandslos möglich. Beachten Sie bei der Verlegung die Anforderungen der eigenschlägigen Normen, die weiterführenden Richtlinien des Bodenlegerhandwerks und die Herstellerangaben. 12

13 Tragfähigkeit Tragfähigkeit von Trockenestrichkonstruktionen Nach DIN sind für die Bemessung von Decken Gleichlasten und Einzellasten anzusetzen, die Belastungen durch Personen, Möbel, Geräte, Warenmengen und dergleichen abdecken. Abgestimmt auf die jeweilige Belastung weisen Knauf USG Systems Bodensysteme ein günstiges Tragverhalten auf insbesondere für den Gebrauchszustand im Wohn- und Verwaltungsbau. Für Fahrbelastungen sind Trockenestrichkonstruktionen nicht geeignet. Beispielhafte Nutzlasten bzw. Einsatzgebiete Nutzung Flächenlast Einzellast ➊ Räume und Flure in Wohngebäuden, Bettenräume in Krankenhäusern, 2,0 kn/ 1,0 kn Hotelzimmer einschließlich zugehöriger Küchen und Bäder ➋ Flure in Bürogebäuden, Büroflächen, Arztpraxen, Stationsräumen, 2,0 kn/ 2,0 kn Aufenthaltsräumen einschl. Flure, Flächen von Verkaufsräumen bis 50 Grundfläche in Wohn-, Büro und vergleichbaren Gebäuden ➌ Flure in Krankenhäusern, Hotels, Altenheimen, Küchen und 3,0 kn/ 3,0 kn Behandlungsräumen einschl. Operationsräumen, ohne schweres Gerät ➍ Flächen mit Tischen, z.b. in Schulräumen, Cafès, Restaurants, 3,0 kn/ 4,0 kn Speisesälen, Lesesälen, Empfangsräumen ➎ Flächen mit fester Bestuhlung, z.b. Flächen in Kirchen, Theatern, 4,0 kn/ 4,0 kn oder Kinos, Kongresssälen, Hörsälen, Versammlungsräumen, Wartesälen Punktlasten Die Summe der Punktlasten darf die maximal zulässige Deckenbelastung pro Quadratmeter nicht überschreiten. Bei Einzellasten müssen zusätzliche Überlegungen zur Ausbildung der Aufstandsflächen angestellt werden. Wir beraten Sie gerne. Lasten während der Bauzeit Belastungen, die die zulässigen Werte überschreiten sind auch kurzfristig nicht zulässig. Daher sollte der Bauablauf so geplant werden, dass der Trockenestrich nicht durch andere Gewerke beeinträchtigt wird. Falls durch die Baumaßnahmen größere Belastungen erforderlich sind, müssen entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden. Fragen in Bezug auf Rohdecke und Bodenbeläge beantwortet Ihnen unsere technische Hotline gerne. 13

14 Tragfähigkeit Knauf USG Systems Bodensysteme für verschiedene Einsatzgebiete ➊ ➌ nach Tabelle von Seite 13 Schichtdicke Vorausgesetzt werden stabile, tragfähige Rohdecken mit ausreichender Lastquerverteilung und einem geringen Schwingvermögen bei dyn. Belastung. MF Trittschalldämmplatte Holzfaserplatte WF DEO 100 kpa EPS DEO 150 kpa Trittschalldämmplatte Schüttung Holzfaserplatte Schüttung WF DEO 100 kpa Holzfaserplatte Schüttung EPS DEO 150 kpa Holzfaserplatte Schüttung Trittschalldämmplatte Holzfaserplatte Schüttung MF Holzfaserplatte Schüttung ➍ ➎ nach Tabelle von Seite 13 AQUAPANEL Cement Board Indoor Holzfaserplatte Schüttung AQUAPANEL Cement Board Indoor Holzfaserplatte Schüttung 33 mm 22 mm 12-1 mm 22 mm 8 mm 22 mm 60 mm 22 mm 60 mm 22 mm 12-1 mm 60 mm 22 mm 8 mm 200 mm 22 mm 60 mm 8 mm 100 mm 22 mm 60 mm 8 mm 100 mm 22 mm 12-1 mm 8 mm 100 mm 33 mm 8 mm 100 mm Schichtdicke 22 mm 12,5 mm 8 mm 60 mm 12,5 mm 22 mm 8 mm 60 mm 14

15 Tragfähigkeit Montage einer zusätzlichen lastverteilenden Schicht Erhöhte Nutzlasten ➍ ➎ können aufgenommen werden, wenn der Trockenestrich mit einer weiteren lastverteilenden Schicht aus AQUAPANEL Cement Board Indoor versehen wird. Dieses kann oberhalb oder unterhalb des Elementes geschehen. Montageablauf Variante 1 - Trockenestrich-System nach Montageanleitung verlegen. - Abbindezeit des Klebers abwarten. - Staub, Verunreinigungen und Klebreste entfernen. - AQUAPANEL Nutkleber (PU)/AQUAPANEL Fugenkleber (PU) raupenförmig im Abstand von ca.10 cm auf die auftragen (Verbrauch 160 ml/ ). - AQUAPANEL Cement Board Indoor verlegen und mit AQUAPANEL Maxi Schrauben (Verbrauch 15 Stck./ ) verschrauben. Variante 2 (ideal für Parkettbelag) - AQUAPANEL Cement Board Indoor dicht aneinander stoßend, unter der Vermeidung von Kreuzfugen und fugenversetzt auf der Abdeckplatte verlegen. - Staub und Verunreinigungen entfernen. - AQUAPANEL Nutkleber (PU)/AQUAPANEL Fugenkleber (PU) raupenförmig im Abstand von ca.10 cm auf die AQUAPANEL Cement Board Floor auftragen (Verbrauch 160 ml/ ). - Trockenestrichelement quer zur Verlegerichtung der AQUAPANEL Cement Board Indoor nach Montageanleitung verlegen. Auftragen des AQUAPANEL Nutkleber (PU)/AQUAPANEL Fugenkleber (PU) im Abstand von ca. 10 cm. Variante 1 Variante 2 Alle vorteilhaften Eigenschaften für die Verlegung von Bodenbelägen (z.b. Parkett, s. S.12 ) stehen zur Verfügung. Verlegeschema AQUAPANEL Cement Board Indoor um 90º gedreht zu den AQUAPANEL Cement Board Floor-Elementen, im Verbund, ohne Kreuzfuge und Fugenüberdeckung verlegen. Verlegeschema AQUAPANEL Cement Board Floor um 90º gedreht zu den AQUAPANEL Cement Board Indoor-Elementen, im Verbund, ohne Kreuzfuge und Fugenüberdeckung verlegen. 15

16 Kombination mit Fußbodenheizung Die AQUAPANEL Cement Board Floor -Trockenestrichplatten eignen sich aufgrund ihrer mineralischen Zusammensetzung und der Wärmeleitfähigkeit von 0,79 W/(mK) besonders gut für die Verlegung auf Fußbodenheizungssystemen. Als Zementplatte verträgt AQUAPANEL Cement Board Floor im Vergleich zu gipsbasierten Trockenestrichen eine höhere Vorlauftemperatur von bis zu 70 C. Die Feuerwiderstandsklasse des Fußbodens wird durch die Anordnung einer Fußbodenheizung nicht beeinträchtigt. Geeignete Systeme ist geeignet für - elektrisch betriebene Heizungssysteme wie z. B. Heizungsdrähte im Klebebett des keramischen Belages. - Heizungssysteme mit wasserführenden Rohrleitungen. Sie bestehen aus Formplatten aus PS oder PUR zur oberflächennahen Aufnahme der Heizleitungen und einer wärmeleitenden Schicht zur flächigen Weiterleitung der Wärme. Die Formplatten ermöglichen eine vollflächige Auflagerung des Trockenestrichs. Klare Gewerketrennung Die Teilleistungen der Gewerke (Fußbodenleger und Heizungsbauer) sind beim Trockenestrich im Gegensatz zum Nassestrich klar trennbar. So vermeidet man Unstimmigkeiten bei der Ausführung und Gewährleistung. Wärmetechnische Kennwerte der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit 0,79 W/(mK) Alle Vorlauftemperaturen nach Vorgaben des Fußbodenheizungsherstellers möglich. Ein Belegreifheizen ist nicht erforderlich. Um jedoch eine optimale Anpassung aller Baumaterialien an die endgültige Nutzungstemperatur zu erreichen, ist die Temperatur der Fußbodenheizung vor dem Aufbringen des Oberbelages allmählich zu steigern. Bei Einsatz von Entkopplungssystemen und Unterlagen unter Bodenbelägen ist der Einfluss auf den Wärmedurchlasswiderstand des Fußbodenaufbaus zu berücksichtigen. Bezeichnung 1 3 Abdeckplatte 17 Wärmeleitende Beschichtung bzw. Wärmeleitblech 18 Heizleitungen 19 Formplatten aus PS oder PUR 23 Keramischer Belag 29 Elektro-Fußbodenheizung 30 Dünnbettkleber Brandschutz Fußbodenheizungssysteme der Baustoffklasse B 2/Brandklasse E dürfen unterhalb von AQUAPANEL Cement Board Floor angeordnet werden, ohne dass die Feuerwiderstandsklasse beeinträchtigt wird. Das bestätigt das ABP Nr. P-3797/7978 der MPA Braunschweig. 16

17 Brandschutz Mit AQUAPANEL Cement Board Floor lassen sich Fußbodenaufbauten herstellen, die nachweislich die Feuerwiderstandsdauer einer bestehenden Rohdecke verbessern. Die genaue Klassifizierung ist bei jeder Deckenkonstruktion angegeben. Bei einer Brandbeanspruchung von oben erreichen Konstruktionen mit AQUAPANEL Cement Board Floor alleine eine Feuerwiderstandsdauer von 30, 60 oder 90 Minuten, wie durch Brandversuche nachgewiesen wurde. Folgende Rohdecken können zusammen mit AQUAPANEL Cement Board Trockenestrich brandschutz-technisch bewertet werden: Brandschutz mit AQUAPANEL Cement Board Floor Jeder Baustoff wird entsprechend seines Brandverhaltens in eine Baustoffklasse eingeordnet. AQUAPANEL Cement Board Floor ist als nicht brennbar, Baustoffklasse A2 nach DIN 4102 klassifiziert. AQUAPANEL Ausgleichsschüttung ist als normal entflammbar Baustoffklasse B2 nach DIN 4102 eingestuft. Produkt Baustoffklasse nach DIN 4102 AQUAPANEL Cement Board Floor A2 AQUAPANEL Cement Board Floor MF A2 AQUAPANEL Ausgleichsschüttung B2 Massivdecken Holzbalken- Decken aus Stahldecke trapezprofilblechen Obere Abdeckung aus: 16 mm Holzwerkstoffplatten 660 kg/m 3 oder 16 mm Sperrholzplatten, 520 kg/m 3 oder 21 mm Bretter/Dielen Brandschutz-Klassifizierung von Fußboden-Aufbauten allein, bei Brandbeanspruchung von oben Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten 60 Minuten 90 Minuten Aufbau AQUAPANEL AQUAPANEL AQUAPANEL AQUAPANEL AQUAPANEL Cement Board Floor Cement Board Floor Cement Board Floor Cement Board Floor Cement Board Floor +Trittschall- + Holzfaserplatte* + Trittschall- + Holzfaserplatte dämmplatte* oder dämmplatte oder AQUAPANEL Floor MF AQUAPANEL Floor MF Schüttung AQUAPANEL Ausgleichsschüttung Schüttungshöhe 20 mm * Anforderungen nach Prüfzeugnis P379/7978-MPA BS 17

18 Schallschutz Übersicht über bauakustische Prüfungen (Luft- und Trittschalldämmung) nach EN ISO 140 Trockenestrich auf Massivdecke MF Bewertetes Schalldämm Maß R w,r 58 db Bewerteter Norm Trittschallpegel L n,w,r 52 db Trittschall Verbesserungsmaß L w,r 21 db Bewertetes Schalldämm Maß R w,r 65 db Trittschalldämmplatte Bewerteter Norm Trittschallpegel L n,w,r 44 db 30 mm Schüttung Trittschall Verbesserungsmaß L w,r 28 db Bewertetes Schalldämm Maß R w,r 61 db AQUAPANEL Cement Board Indoor Bewerteter Norm Trittschallpegel L n,w,r 54 db Holzfaserplatte Trittschall Verbesserungsmaß L w,r 17 db 30 mm Schüttung Trockenenstrich auf Holzbalkendecke ➊ MF Bewertetes Schalldämm Maß R w,r 61 db Bewerteter Norm Trittschallpegel L n,w,r 51 db Trittschall Verbesserungsmaß L w,h 8 db Bewertetes Schalldämm Maß R w,r 62 db Holzfaserplatte Bewerteter Norm Trittschallpegel L n,w,r 45 db 30 mm Schüttung Trittschall Verbesserungsmaß L w,h 13 db Trockenenstrich auf Holzbalkendecke ➋ MF Bewertetes Schalldämm Maß R w,r 57 db Bewerteter Norm Trittschallpegel L n,w,r 56 db Trittschall Verbesserungsmaß L w,h 6 db Alle Prüfungen erfolgten im Prüfstand mit unterdrückter Flankenübertragung der Ingenieurgesellschaft für technische Akustik, ITA, in Wiesbaden. Die Trittschall-Verbesserungsmaße für Holzbalkendecken wurden nach einem, in Anlehnung an DIN 4109 Beiblatt 1, von Prof. Gösele vorgestelltem Rechenverfahren ermittelt. ( Verfahren zur Vorausbestimmung des Trittschallschutzes von Holzbalkendecken, Holz als Roh- und Werkstoff, Band 37 (Deutschland, 1979, S.213 bis 220). Bezeichnungen A Holzdielen, d = 21 mm B Holzbalken 120/180 mm, Achsabstand 62,5 cm C Sandfüllung, d = 50 mm D Blindboden, Spanplatten, d = 19 mm E Mineralfaserdämmplatten, d = 40 mm F Federschienen, d = 27 mm G Knauf Bauplatten, d = 12,5 mm Holzbalkendecken ➊ ➋ 18

19 Konstruktionsbeispiele Deckenkonstruktionen mit auf Holzbalkendecken Bezeichnungen 1 a 1 b MF 2 Trittschalldämmplatte 3 Holzfaserplatte 4 Schüttungen 6 Rieselschutz 11 Fußboden aus Dielen oder Spanplatten Alle angegebenen Schallschutzwerte sind Vergleichswerte, die mit den auf Seite 18 gezeigten Deckenkonstruktionen ermittelt wurden und zur Einschätzung der Werte von vergleichbaren Decken herangezogen werden können. MF R w, R L n, w, R L w, H FeuerwiderdB db db standsdauer alte Holzbalkendecke F60 von oben mit Einschub unten offene F60 von oben Holzbalkendecke MF + Trittschalldämmplatte + Schüttung R w, R L n, w, R L w, H FeuerwiderdB db db standsdauer alte Holzbalken mm Schüttung F90 von oben decke mit Einschub mm Schüttung F90 von oben unten offene mm Schüttung F90 von oben Holzbalkendecke 60 mm Schüttung F90 von oben mit Trittschalldämmplatte und Schüttung + Holzfaserplatte + Schüttung R w, R L n, w, R L w, H FeuerwiderdB db db standsdauer alte Holzbalken F90 von oben decke mit Einschub Schüttung mit Holzfaserplatte und Schüttung 19

20 Deckenkonstruktionen mit / Floor MF auf Massivdecken Bezeichnungen 1 a 1 b MF 2 Trittschalldämmplatte 3 Holzfaserplatte 4 Schüttungen 7 Feuchtigkeitssperre, falls erforderlich /Floor MF R w, R L n, w, R L w, R FeuerwiderdB db db standsdauer Min. von oben MF Min. von oben auf ebenen Massivdecken mit Ausgleichsvlies MF auf ebenen Massivdecken mit Abdeckplatten und Schüttung auf ebenen oder unebenen Massivdecken. mit Abdeckplatten und Schüttung auf ebenen oder unebenen Massivdecken. + Holzfaserplatte + Schüttung R w, R L n, w, R L w, R FeuerwiderdB db db standsdauer 20 mm Schüttung Min. von oben + Trittschalldämmplatte + Schüttung R w, R L n, w, R L w, R FeuerwiderdB db db standsklasse mm Schüttung Min. von oben mm Schüttung Min. von oben Besondere Hinweise Hinweise zum Schallschutz: prüfstand mit unterdrückter Flankenübertragung ermittelt. Fußbodenheizungssysteme angeordnet werden. werden, sofern die Mindestschütthöhe von 10 mm über den Installationen nicht unterschritten wird. Trockenestrich ist ohne weiteren Nachweis erlaubt. Hinweise zum Brandschutz: weiteren Schichten aus, Abdeckplatten, Schüttungen oder AQUAPANEL Cement Board Indoor nicht verändert. zwischen der Rohdecke und dem weiteren Fußbodenaufbau Konstruktionsdetails beeinträchtigen die Feuerwiderstandsdauer ebenfalls nicht. 20

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