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1 TCHNISCHS Merkblatt KLASSIFIZIRUNG DS RANDVRHALTNS Als ewertungsmaßstab für das randverhalten von austoffen und aumaterialien dient eine Klassifizierung der U. Das europäische Klassifizierungssystem zum randschutz wurde im Jahre 2001 vom europäischen Komitee für Normung (CN) mit der Normenreihe N verabschiedet. s legt europaweit einheitliche Anforderungen für den randschutz fest, um den freien Handel von auprodukten europaweit zu ermöglichen. In der Normenreihe N Teil 1 wird das randverhalten von austoffen und aumaterialien in mehrere Klassen (uroclass A1, A2 und bis F) unterteilt. Für komplette auteile (Wand, Fenster oder Tür) dagegen wird in der Norm Teil 2 der randwiderstand als ntscheidungskriterium definiert. Die Klassen RI 30, RI 60 und RI 90 geben Auskunft über jene Zeit, die ein auteil im randfall standhalten muss also 30, 60 oder 90 Minuten. Aus dieser Klassifizierung kann die Leistungsfähigkeit eines auteils abgeleitet werden (Tragfähigkeit - R, Rauch- und Flammendichtheit, isolierende Wirkung I). Der Nachweis erfolgt durch eine randprüfung am kompletten auteil mit entsprechendem Prüfzeugnis nach N Teil 2. UROCLASS nach N Teil 1 Das Klassifizierungssystem der U für auprodukten nach N Teil 1 sieht insgesamt sieben uroklassen vor (uroklassen A1, A2 und bis F) und baut auf verschiedene Prüfverfahren und einem so genannten Referenzszenario auf. Die bisherigen nationalen Prüfnormen für das randverhalten von Werkstoffen werden durch das neue uropäische Klassifizierungssystem ersetzt. Wesentliche igenschaften zur eurteilung des randverhaltens sind: ntzündbarkeit, rennbarkeit, Flammenausbreitung, Rauchentwicklung, rennendes Abtropfen Die uroklassen sind als nicht brennbar, schwer entflammbar, normal entflammbar und leicht entflammbar untergliedert. Die Grenzen zwischen den einzelnen Klassen werden durch die Zeitspanne bis zum Vollbrand, der Flash-over-Zeitpunkt, festgelegt. Die auprodukte der Klassen A1, A2 und führen nicht zum Flash-over. Die zusätzlichen Anforderungen an die das brennende Abtropfen sind in drei Intensitätsstufen definiert: Rauchentwicklung: s1,s2,s3 brennendes Abtropfen: d0 kein Abtropfen d1 kein brennendes Abtropfen, die länger als eine vorgegebene Zeit andauert d2 weder d0 noch d1 1/5

2 auaufsichtliche Anforderungen uropäische Klasse nach N inheit Plattendicken kein Rauch kein brennendes Abfallen/Abtropfen Nicht brennbar A1 A2 - s1, d0 Schwer entflammbar Normal entflammbar Leicht entflammbar - s1, d0 C - s1, d0 A2 - s2, d0 A2 - s3, d0 - s2, d0 - s3, d0 C - s2, d0 C - s3, d0 A2 - s1, d1 A2 - s1, d2 - s1, d1 - s1, d2 C - s1, d1 C - s1, d2 A2 - s3, d2 - s3, d2 C - s3, d2 D - s1, d0 D - s2, d0 D - s3, d0 D - s1, d2 D - s2, d2 D - s3, d2 - d2 F Prüfungen zur estimmung des randverhaltens: Für die Klassifizierung von auprodukten (u.a. Holzwerkstoffe) werden folgende Prüfungen durchgeführt: N (2002) thermische eanspruchung durch einen einzelnen brennenden Gegenstand N ISO (2002) ntzündbarkeit von auprodukten bei direkter Flammeneinwirkung Der Kern des neuen Systems ist der SI-Test ( Single urning Item einzelner brennender Gegenstand). Dem SI-Test müssen sich die austoffe der uroklassen A2 bis D unterziehen. In diesem Test wird in einer cke eines Raumes ein randherd angebracht, der etwa einen brennenden Papierkorb in der Raumecke o. ä. simuliert. 2/5

3 Flammenbeanspruchung» 30 KW, gemessen werden beim SI-Test: nergiefreisetzung (THR total heat release) Flammenausbreitung (LFS longitudinal flame spread) Geschwindigkeit der randausbreitung (FIGRA fire growth rate) Rauchentwicklung (SMOGRA smoke growth rate) rennendes Abfallen bzw. Abtropfen Je nachdem, wo die rgebnisse der SI-Tests liegen, erfolgt eine inteilung in die Klassen A2 bis D. Allerdings reicht der SI-Test für sich allein betrachtet nicht aus, um die instufung zu ermöglichen. Alle notwendige Prüfungen und Grenzwerte sind der folgenden Tabelle zu entnehmen: Klasse Prüfverfahren Klassifizierungskriterien Zusätzliche Klassifikation FIGRA 120 W/s und N und N ISO eanspruchung = 30 s LFS < Rand des Probekörpers und THR 600 s 7,5 MJ FIGRA 250 W/s und C N und N ISO eanspruchung = 30 s LFS < Rand des Probekörpers und THR 600 s 15 MJ D N und N ISO eanspruchung = 30 s FIGRA 150 W/s N ISO eanspruchung = 15 s 150 mm inerhalb von 20 s Klassifizierungen ohne zusätzliche Prüfungen (CWFT) gemäss N Um den erforderlichen Prüf- und Klassifizierungsaufwand nach der neuen Norm N zu reduzieren, besteht seitens der uropäischen Kommission die Möglichkeit, für auprodukte mit bekanntem randverhalten und definierten Materialeigenschaften (wie Dichte und Dicke), Klassifizierungen ohne zusätzliche Prüfungen (CWFT Classification without further testing ) durchzuführen. Gemäß N werden Holzspanplatten, die nach N 312 gefertigt wurden, bei einer Rohdichte von 600 kg/m³ und einer Dicke von 9 mm automatisch in die randverhaltensklasse D,s2-d0 eingestuft. 3/5

4 Weitere Klassifizierungen ohne zusätzlichen Nachweis für Holzwerkstoffe sind aus den folgenden Tabellen ( gemäß N 13986, Tabelle acht) zu entnehmen: rzeugnis N-Produktnorm ndanwendung Mindestrohdichte (kg/m³) Spanplatten MDF N 6312 N Ohne Luftspalt hinter dem Holzwerkstoff OS N 300 Spanplatten N 312 Mit geschlossenem MDF N oder offenem Luftspalt von ma. 22 mm OS hinter dem Holzwerkstoff N 300 Mindestdicke (mm) Klasse (ohne odenbeläge) D-s2, d0 D-s D-s2, d2 Klasse odenbeläge Die instufung von Holzwerkstoffen kann allerdings durch spezifische ehandlungen auf uroclass und uroclass C verbessert werden. Generell gilt, dass grundsätzlich auch bei Weiterveredelungen das komplette lement geprüft und klassifiziert werden muss. UROCLASS und bisherige nationale Klassifizierungen Spanplatten N 312 Mit geschlossenem MDF N Luftspalt hinter dem D-s2, d1 D-s1 OS N 636 Holzwerkstoff Spanplatten N 312 Mit offenem Luftspalt MDF N hinter dem Holzwerkstoff D-s2, d0 D-s1 OS N 636 Spanplatten N OS N 300 Ohne inschränkung MDF N uroclass Typische Werkstoffe isherige Nationale Klassifizierungen C D eispiele Schwer entflammbare Holzwerkstoffe Wandverkleidungen aus Gipskartonplatten Unbehandeltes Holz und Holzwerkstoffe Faserplatten mit niedriger Dichte AT DK FI FR D GR I IT NL NO PT SK S S CH G 1 A2 A 1/I M ,1 1 2 In1 M2 M1/ M2 I 0/1 > 1 A3/ 1/II M In2 M3 M3 II 1 A4 2, 1 3 (2, 1) A3/ A4 1/- M3/ A4 U U M3/ In2 C2 M3/ III 3 3/ /5 U C3 U 4 2 4/5

5 Das randverhalten von austoffen wird in Deutschland nach N und DIN klassifiziert. Die austoffklassen nach DIN sind in der Tabelle dargestellt: auaufsichtliche Anforderungen austoffklasse nach DIN 4102 Nicht brennbare austoffe Kondensationsklebstoffen brennbare austoffe schwer entflammbare austoffe normal entflammbare austoffe leicht entflammbare austoffe A A 1 A D_12/10 Technische Änderungen und Druckfehler vorbehalten. 5/5

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