4. Soester Hebammen Seminarkongress Bad Sassendorf Lutz Schewe Diplom-Jurist, Trainer Versicherungsfachwirt

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1 4. Soester Hebammen Seminarkongress Bad Sassendorf 2015 Lutz Schewe Diplom-Jurist, Trainer Versicherungsfachwirt

2 Hebammen und Versicherungen zwei Welten? Liebe Sexualität Neues Leben entsteht Freude Irgendwie notwendig Anspruch Streit Abstrakt Absicherung Zuneigung Gemeinsamkeit Hilfe Begleitung Hoffnung Hinwendung kostet nur Geld Schlimmes passiert will ich nicht doofes Kleingedrucktes So gar nicht sexy Bereitet meist noch mehr Ärger als es hilft

3 Hebammen und Versicherungen zwei Welten? Warum ist die Haftpflichtversicherungen der Hebammen für die Versicherer eigentlich so kompliziert? Und was macht die Versicherung so teuer? Wie entsteht und wie funktioniert das System Versicherungen? Was habe ich als Hebamme bei meinen persönlichen Versicherungen individuell zu beachten? Wer berät mich in Versicherungsfragen? Was sollte ich bei meinem persönlichen Risikomanagement beachten?

4 Zum Beruf der freien Hebammen ein paar grundsätzliche Gedanken vorweg Tätigkeit der Hebammen ist gesellschaftlich anerkannt und erwünscht freiberufliche Hebammen (vor allem mit Geburtshilfe) sind keine Ärzte, arbeiten aber handwerklich in äußerst risikoreicher Situation freiberufliche Hebammen sind Unternehmerinnen mit vollem unternehmerischem Risiko, unterliegen starren staatlichen Vorgaben - Stichwort Berufsgenossenschaft - Stichwort Rentenversicherung - Stichwort Wahl der Rechtsform (persönliche Haftungsreduzierung) Paradox? Volle Freiheit, wo staatliche Hilfe dringend erwünscht ist: Dauerthema Haftpflichtversicherung für Geburtsschäden

5 TOP - Thema weiterhin für freiberufliche Hebammen: Die Haftpflichtversicherung inklusive Geburtsschäden

6 Was macht die Versicherungen bei Geburtshilfe so kompliziert und so teuer?

7 Was macht die Versicherungen bei Geburtshilfe so kompliziert und so teuer? Generell im Heilwesen: über 50% aller Schäden sind Personenschäden Signifikante Erhöhung der Schadenkosten bei Personenschäden Haftungszeit von über 30 Jahren und gemeldete Spätschäden Besondere Situation bei der Geburtshilfe - Gynäkologen mit Geburtshilfe - Hebammen und Entbindungspfleger Freiberufliche Hebammen: wenige Geburtsschäden, zunehmende Kosten Verteuerung der Schadenfälle im Laufe der Zeit durch - Erwerbsschadenkomponente (auf entgangenen Verdienst über ,- ) - Pflegekosten (Rechtsprechung: Trend zur Rund-um-Pflege durch Profi) - höhere Lebenserwartungen durch medizinischen / technischen Fortschritt - höheres Schmerzensgeld von bis zu ,- - systematische Regresse der Sozialversicherungsträger

8 Warum sind die Prämien für die Berufshaftpflicht der Hebammen gestiegen? Versicherer stehen heute veränderter Situation gegenüber (GDV Studie) - bis 1998 Schadenabwicklungsgewinne, seitdem Abwicklungsverluste - Meldeverzug durch später nachgemeldete Schäden, dann Langzeitschaden - erhebliche Nachreservierungen bei andauernder Regulierung notwendig - Kalkulation von zukünftigen Schäden und Prämien immer schwieriger - Erledigte Regulierungen nach 5 Jahren (Ärzte > 90%, Hebammen < 80%) - anfängliche Schadenreserve bei Geburtsschäden ab 2,6 Mio. - aufwändigster Geburtsschaden bis 2008: rund 15 Mio. - verschärftes Risikomanagement der Versicherer : Kalkulation der Sparten und Solvency II jede Sparte muss sich selbst tragen oder ist durch Eigenkapital zu unterlegen (das bindet in der Bilanz Finanzmittel)

9 Finanzierung des Versicherungsschutzes als gesellschaftliche Aufgabe, weil die Tätigkeit der Hebamme gesellschaftlich gewollt ist? Auch der GDV fordert Regress-Ausschluss der Kranken- und Pflegekassen - derzeit noch Problem des Grades des Verschuldens - Forderung: keine Haftung sowohl bei leichter wie bei grober Fahrlässigkeit - sonst droht Kostenfalle: Verlagerung der Haftungsfrage vor Gericht Berufsgenossenschaft lehnt Beteiligung kategorisch ab Sicherstellungszuschuss für Hebammen durch GKV Generell höhere Vergütung für Hebammen (löst Versicherungsproblem nicht) Prävention und Risikomanagement (freie Wahl der Rechtsform unmöglich) Lösungsansatz? Mischform der Risikoübernahme (Maßnahmenpaket)? - private Versicherer decken Grundrisiko / feste Haftungsstrecke bis x- (ggf. über Poolvertrag wie z. B. bei Arzneimitteln) - danach tritt staatliche Deckung ein ab x- über einen steuerfinanzierten Haftungsfonds? - flankiert durch verminderte Haftungsregelung bei KV-Regress

10 Tipp: Was ist noch zu beachten? Persönliche Haftung: Zivilrecht und Strafrecht! Wenn Hebamme angestellt ist, hat Arbeitgeber Haftpflicht zu versichern Tipp: schriftlich bestätigen lassen und Police prüfen und ggf. abgleichen Versicherungssummen müssen ausreichend bemessen sein, Deckung bei Personenschäden so hoch wie möglich Versicherungsschutz der Haftpflicht muss die persönliche Haftung der Hebamme bei grober Fahrlässigkeit umfassen Einschluss Strafrechtsschutz für fahrlässig begangene Straftaten (gegebenenfalls gesonderte Spezial-Strafrechtsschutz-Versicherung) Wenn Hebamme mit Arzt kooperiert muss Police auch Schutz bei Behandlung von Privatpatientinnen des Arztes umfassen und Police des Arztes muss mit Police der Hebamme koordiniert werden Vorsicht Falle: Hebammen setzen sich möglichem Haftungsrisiko bei Kooperation mit Arzt aus wenn dieser falsch behandelt und Hebamme dies erkennt und wissentlich nicht handelt (duldet)

11 Aktuelles aus Hamburg 2015: Vergütung der Leistungen von Hebammen

12 Versicherungen: ein abstraktes Produkt mit konkreten Fragen Woher kommt der ursprüngliche Ansatz? Wie hat es sich entwickelt? Was ist das eigentlich? Und wozu dient es? Worin liegt die Leistung? Würden Sie Ihren Beruf auch ausüben ohne diesen Schutz? Können Versicherungen Verhalten ändern? Oder handelt man anders wenn man eine Versicherung hat? Entwickelt sich ein Anspruch erst umfassend, wenn es Versicherungsschutz gibt?

13 Versicherung, was ist das? Und wie funktioniert das? Es gibt keine Definition von Versicherungen, nicht mal im Gesetz (VVG) Die Definition von Dieter Farny, dem Versicherungspapst : Versicherung ist die Deckung, eines im einzelnen ungewissen, insgesamt schätzbaren Geldbedarfs, auf der Grundlage eines Risikoausgleiches im Kollektiv und in der Zeit. Oder nach Karl Hax: Versicherung ist die planmäßige Deckung, eines im einzelnen ungewissen, insgesamt schätzbaren Geldbedarfs, auf der Grundlage zwischenwirtschaftlichen Risikoausgleichs.

14 Wie funktionieren Versicherungen? Gemeinsames Tragen von gleichartigen Risiken Abmildern der Auswirkungen des einzelnen Risikos durch die gesamte Versichertengemeinschaft Voraussetzung ist immer das Gesetz der großen Zahl Wichtig: Zusammenfasen gleichartiger Risiken bei Risikostreuung Das Risiko von Schwankungen (Versicherungsfällen) ist umso geringer, je größer das Kollektiv ist (zentraler Grenzwertsatz) => Risikoausgleich im Kollektiv Folge: Risikoabsicherung im Kollektiv ist günstiger als individuell

15 Was machen Versicherungsunternehmen? Versicherer erheben Beiträge / Prämien und übernehmen dafür professionell versicherungstechnische Risiken Haften für Schäden, die gegebenenfalls das Eigenkapital übersteigen Stellen Gewinne ins (haftende) Eigenkapital, leisten Dividende oder erhöhen auch den Wert des Unternehmens an sich Assoziationsprinzip (z.b VVaG) gegen Spekulationsprinzip (z.b. AG) Unterliegen der besonderen Aufsicht durch die BaFin Müssen ein besonderes Risikomanagement führen nach Solvency II Führen Refinanzierungsmittel in den Wirtschaftskreislauf

16 Risikomanagement durch Mitversicherung Mitversicherung ist die Beteiligung mehrerer Versicherungen an einem einzelnen Risiko, wobei ein Versicherer führend ist und das Fronting übernimmt Versicherer 3 R I S I K O Versicherer 4 Versicherer 1 Versicherer 5 Versicherer 2 Versicherer 6 Versicherer 7

17 Risikomanagement durch Mitversicherung: Ein Konsortium bei der Hebammen Haftpflicht am Beispiel des Rahmenvertrages über Verband Versicherer 3 Versicherer 4 Versicherer 1 Versicherer 5 Versicherer 2 Versicherer 6 Versicherer 7

18 Wer berät mich in meinen Versicherungsfragen?

19 Und nun, Herr Kaiser? Überlegen Sie, wo Ihnen schon überall eine Versicherung angeboten oder verkauft wurde

20 Verschiedene Akteure im Markt und Ihre Stellung: Beispiel Versicherungsmarkt 1. Vertreter einer Gesellschaft - Generalagenten / gebundene Vermittler - angestellter Außendienst oder selbständige Handelsvertreter - Vertrieb durch Banken und Sparkassen 1a. Direktvertrieb übers Internet (Sonderkategorie ohne klassischen Service) 1 b. Direktabschluss über Rahmenvertrages eines Verbandes 2. Angebot mehrerer Gesellschaften - Mehrfachagenten als Vertreter eines Portfolios von Gesellschaften - Selbständige Handelsvertreter von Finanzvertrieben (diese Vertriebe können Makler sein) 3. Versicherungsmakler nach HGB 93ff. - ist unabhängiger Sachwalter / Bundesgenosse des Kunden - vertritt die Interessen des Kunden

21 Verschiedene Akteure im Markt und Ihre Stellung: Beispiel Versicherungsmarkt Möglichkeit zu umfassender Betreuung Direktvertrieb übers Internet Finanzdienstleister mit Beratern in der Ausschließlichkeit Mehrfachagenten Allfinanz mit Fokus auf eine Produktlinie unabhängiger Makler unabhängiger Berater f. Geldanlage Freier Finanzmakler (Berater als Unternehmer) Grad der Unabhängigkeit

22 Qualität entscheidet: Das sollten Sie als Kunde nutzen - Fragen Sie nach der Rechtsstellung Ihres Beraters - Verlangen Sie eine umfassende Protokollierung Ihrer Beratung: - Vermittlerrichtlinie seit (Versicherungen), - Protokollpflicht seit / (Geldanlage) - Vorgefertigte Musterprotokolle müssen Sie nicht akzeptieren - Ist keine Lösung mit Ihrem Berater in Sicht, nutzen Sie Ombudsleute und die Aufsichtsbehörden als Anlaufstellen - Der Ausweis von Lizenzen ist Pflicht ( 34c,d, f GewO, KWG 32) - Versicherungsmarkt: Wer sich als unabhängig bezeichnet, darf keine größeren Kapitalbeteiligungen von Versicherungsgesellschaften akzeptieren, lassen Sie sich Beteiligungen ausweisen

23 RISIKOMANAGEMENT FÜR UNTERNEHMEN UND UNTERNEHMERINNEN

24 Existenzgründerinnen / Unternehmerinnen Was Sie schon alles gemacht haben: Sie haben sicherlich bereits Montag habe ich eine Idee, Dienstag gründe ich, Mittwoch find ich Investoren, Donnerstag an die Börse, Freitag verkaufe ich, so hab ich genug Kohle für s Wochenende. eine gute Idee für Ihren selbständigen Beruf und Ihr zukünftiges Unternehmen die Finanzierung geklärt mit Banken und Investoren die potentiellen Kunden im Visier und den Markt im Blick sich selbst motiviert und Ihr soziales Umfeld begeistert Chancen und Risiken so gut es ging abgewogen alles auf den Weg gebracht und nun endlich legen Sie los!

25 Reich versichert arm bezahlt Risikoschutz mit Versicherungen: - so wenig wie möglich, nur so viel wie nötig; - so preiswert wie es geht; - und das Paket genau passend Was soll ich versichern, welche Risiken, was brauche ich? - was brauche ich zur Absicherung meines Unternehmens? - für mich und meine Familie oder meine Hinterbliebenen?

26 Und was soll nun versichert werden? Pflicht und Kür doch nicht alles ist versicherbar Risiken - erkennen - beurteilen und bewerten - verringern, weil nicht vermeidbar Entscheidung, die Risiken - selbst zu tragen - teilweise selbst zu tragen oder zu transferieren, also zu versichern so wenig Versicherungen wie möglich und so viele Versicherungen wie nötig erkennen überwachen Risiko- Management bewältigen bewerten

27 Und was soll nun versichert werden? Pflicht und Kür im Betrieb doch nicht alles ist versicherbar existentielle Risiken: maßgeschneiderter Versicherungsschutz, umfassendes Wording, neueste Bedingungen => keine Kompromisse! Rangordnung: weniger existentielle Gefährdung, so dass abgewogen werden kann, ob zu decken auch ausschlaggebend: die Situation der Praxis: Existenzgründung => Konsolidierung => Expansion =>? immer wichtig: Unterversicherung vermeiden, sonst nützt der beste Versicherungsschutz nichts im Schadenfall Selbstbehalte verringern die Versicherungsprämie

28 VERSICHERUNGEN FÜR DAS UNTERNEHMEN

29 Versicherungen für Unternehmen - näher betrachtet Haftpflichtversicherung (für die eigene unternehmerische Tätigkeit, auch Produkt- und Umwelt-Haftpflicht) Sachversicherungen für den Betrieb wie z. B. Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch/Diebstahl, Vandalismus, Elektronik/Datenverlust, Maschinenpolicen Betriebsunterbrechung durch Sachschäden Rechtsschutzversicherung Bündelprodukte bis hin zu All-Risk-Deckungen möglich Transport- und Speditionsversicherung Forderungsausfall-, Kautions- und Bürgschaftsversicherung KFZ Versicherungen (Flottentarife) Spezialdeckungen (wie D&O, Versicherungen bei Produktrückrufen) Private Unfallversicherungen für alle Betriebsangehören Reiseversicherungen für Betriebsangehörige mit Rücktransport Ausland Schlimmster Fall: der Unternehmer / die Unternehmerin fällt aus

30 VORSROGE FÜR HEBAMMEN ALS UNTERNEHMERINNEN

31 Abschied von Vater Staat selbst ist die Unternehmerin und der Unternehmer Abschied von Vater Staat? Grundsätzlich ja, doch wie so oft: Besonderheiten für die freiberuflichen Hebammen 1. freie Wahl des Krankenkassen-Systems: GKV versus PKV (Zu beachten. Finanzierung, Leistungen, Konsequenzen für Partner/Familie, ggf. gesonderte Leistungen wie KTGG) 2. Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung? 3. Pflicht - Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft? 4. Freiwillige Arbeitslosenversicherung möglich

32 Abschied von Vater Staat? Mach es kompliziert! Thema Rentenversicherung von Hebammen, Teil 1 Selbständige Unternehmerinnen sind normalerweise von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit Sonderregelung für freiberufliche Hebammen: Versicherungspflicht in der Deutschen Rentenversicherung wenn Jahresgewinn über Geringfügigkeitsgrenze (keine Unterscheidung bei nebenberuflicher Tätigkeit) Wahl der Beitragshöhe (variiert nach 3 Möglichkeiten) - Standard ist Regelbeitrag wenn kein anderer Antrag gestellt ist (zu empfehlen wenn Gewinn oberhalb der Bezugsgröße) - Zahlung des halben Regelbeitrags auf Antrag im Jahr des Beginns der Tätigkeit für maximal 3 Jahre - tatsächlicher Gewinn als Bezugsgröße mit Schätzung vorab ist sinnvoll wenn Gewinn unterhalb der gesetzlichen Bezugsgröße Angaben für 2015 Geringfügigkeitsgrenze 450,- Euro pro Monat Bezugsgröße für den Regelbeitrag West: 2.835,- Euro pro Monat Bezugsgröße für den Regelbeitrag Ost: 2.415,- Euro pro Monat Beitragssatz: 18,7 %

33 Abschied von Vater Staat? Mach es kompliziert! Thema Rentenversicherung von Hebammen, Teil 2 Hebammen müssen sich selbst bei Rentenversicherung anmelden (deshalb sind einige Hebammen gar nicht erfasst bei der DRV) Bei verspäteter Anmeldung bei der DRV: Forderung der DRV und Nachzahlung der Beiträge bis 4 Jahre möglich (Vorsicht Falle: Bei Vorsatz 30 Jahre nachzuzahlen und Bußgeld droht) Keine Ausnahmen von Rentenversicherungspflicht möglich, auch nicht - wenn Hebamme Angestellte hat (bei anderen Berufsgruppen geht das) - wenn Hebamme z. B. eine GmbH gründet (entfällt wegen Abrechnung) Maßgeblich für die Beitragshöhe bei der DRV ist ausschließlich das Einkommen aus freiberuflicher Hebammentätigkeit (andere selbständige Einkommensbereiche werden nicht hinzugerechnet) Rentenversicherungspflicht endet mit Aufgabe der Tätigkeit als Hebamme Beachte: Beiträge zur Rentenversicherung sind keine Betriebsausgaben Tipp: Rentenbescheide sind oft falsch, deshalb immer sorgfältig prüfen Wichtig: Mit den persönlichen Beratern StB / RA Rücksprache halten

34 Abschied von Vater Staat? Mach es kompliziert! Thema Berufsgenossenschaft und Hebammen Freiberufliche Hebammen sind Pflichtmitglied in der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Was versichert ist: Absicherung von Körperschäden bei Berufsunfällen und Berufskrankheiten (wichtig: Leistung bei Rehabilitation - sozial, beruflich, medizinisch, denn das leistet keine andere Versorgung) Berechnung nach Mindestversicherungssumme ,- (Ost / West): Jahresbeitrag rund 175,-, Versicherungssumme bis ,- möglich Beitrag ist steuerlich zu berücksichtigen

35 Häufig unterschätzt: persönliche biometrische Risiken Geburt Schule/Ausbildung Beruf Familie Rente Tod Eigene Vermögensaufbau, eigene Altersrente (Langlebigkeit) Schutz bei Krankheit und dauerhaften Gebrechen (Arbeitsunfähigkeit) Anm.: Altersrente und Arbeitsunfähigkeit in Kombination möglich Längerer Ausfall wegen Erkrankung (Krankheit, schwere Krankheiten) Pflegepflichtversicherung mit Lücke: Pflegerisiko noch unterschätzt (Pflege) Anm.: Verschiedene Konzepte im Markt, sofern jung i.d.r. PTG Unfallbedingter Ausfall oder Einschränkung (Rehabilitation, Invalidität) Kredite, familiäre Verpflichtungen, Betrieb gegen Ableben sichern (Tod) Wichtig: Absicherungen (wenn möglich) in jungen Jahren vereinbaren!

36 Früh an später denken: Vermögensaufbau und Vorsorge Ansparphase Rentenphase Private Vorsorge* Schicht 3 aus Netto Ertragssteuer Betriebliche AV Schicht 2 aus Brutto voll Basisrente Gesetzliche Rente Versorgungswerke Schicht 1 aus Brutto (steigend) voll (steigend) Diverse Investments k. Schicht gem. Konzept gem. Konzept * Ertragssteuer je nach Anlageform

37 Altersvorsorgeplanung: Eine Dienstleistung, die jeder braucht - Jeder sollte sich Szenarien berechnen lassen, die mindestens folgenden Anforderungen genügen müssen - Realistische Renditeannahme - Berücksichtigung aller Versorgungsquellen (gesetzliche Rentenversicherung, Versorgungswerke, ggf. Erbschaften, eigene Vorsorge, ggf. Mieteinkünfte etc.) - Berücksichtigung von steuerlichen Merkmalen - Verschiedene Szenarien (Inflationsraten, Renditen, Ruhestandseintritt) - Berücksichtigung der Langlebigkeit

38 Vermögensaufbau: Wie hilft der Staat? Synopse der Steuervorteile durch staatlich geförderte Absicherung: - Basisversorgung für alle: bis ,- (unverheiratet) und ,- (verheiratet) möglich - Versorgung für GF / Inhaber einer Kapitalgesellschaft: bis 75% der Aktivbezüge möglich (junge Ges. mit Einschränkung), bis 4.584,- sind immer unproblematisch (Stand 2013) - Versorgungswerke für Mitarbeiter einrichten: Bindungswirkung bei prof. Umsetzung, Ersparnis v. Sozialabgaben zu beachten ist die nachgelagerte Besteuerung wichtig: Hohe Steuerförderung wird mit geringer Flexibilität bezahlt Aber: Modelle mit flexibler Besparung immer möglich!

39 4. Soester Hebammen Seminarkongress Bad Sassendorf 2015 ABSCHLUSS

40 Hebammen und Versicherungen noch immer zwei ganz fremde Welten? Rückblick und Zusammenfassung Die Haftpflichtversicherungen der Hebammen: Warum so kompliziert, warum so teuer? Was ist zu tun? Das System Versicherungen nun hoffentlich etwas verständlicher. Die Tätigkeit als Hebamme: was beachte ich bei meinen eigenen Versicherungen? Wie sieht der Markt aus? Wo bekomme ich welche Hilfe? Was sollte ich bei meinem persönlichen Risikomanagement beachten?

41 Kontakt Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen Versicherungskontor Schewe GmbH MGA Mehrfachagentur Schewe GmbH Oberstr. 1 / am Markt Bochum / Ruhr Tel.: Fax: Weitere Standorte: Versicherungskontor Schewe GmbH Investmentkontor RheinRuhr GmbH Eupener Str Herne / Ruhr Versicherungskontor Porta Westfalica Schewe GmbH Hauptstr. 2 / Hausberge Porta Westfalica Tel.: Fax:

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