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1 Senatsverwaltung für Bildung, Berlin, den Jugend und Wissenschaft Tel.: (9227) IV A Sö - An den Vorsitzenden des Ausschusses für Wissenschaft Hochschulzulassung zum Medizinstudium an der Charité 41. Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft vom Der Ausschuss für Wissenschaft hat in seiner oben bezeichneten Sitzung Folgendes vereinbart: Die Abgeordneten reichen weitere Fragen an die Charité im Nachgang zu der Sitzung schriftlich ein. Die Fragen werden schriftlich beantwortet und zum Wortprotokoll genommen Auf die Fragen der Abgeordneten antwortet Herr Burkhard Danz für die Charité wie folgt: I. Fragen des Abgeordneten Martin Delius (PIRATEN): 1. Wie hoch sind die Bewerber/-innenzahlen für das Humanmedizin-Studium an der Charité? Wie hat sich die Anzahl der Bewerber/-innen in den letzten Jahren entwickelt? Die Antwort ergibt sich aus dieser Tabelle: Bewerber in Kopfzahlen* in den Studiengängen Humanmedizin Verfahren ZVS - SfH Ausländer/innen** Summe SS WS SS WS SS WS SS WS SS WS SS * Kopfzahlen = echte Personen, welche sich in den verschiedenen Zulassungsquoten unterschiedlich verhalten können ** Ausländer = echte Ausländer, also nicht den Deutschen oder EU-Bürgern gleichgestellt, keine Bildungsinländer 2. Wie viele Bewerber/-innen für das Humanmedizin-Studium werden jährlich abgelehnt? Wie viele zugelassen? Pro Semester werden durchschnittlich knapp über 300 Studierende eingeschrieben (Sollzahl). Die über die Anzahl von 300 hinausgehenden Zulassungen ergeben sich aus der kapazitären

2 Schwundquote. Diese schwankt von Semester zu Semester. Die Sollzahl ist immer erfüllt worden. Alle nichtzugelassenen Bewerberinnen und Bewerber wurden abgelehnt. 3. Wie hoch ist der aktuelle NC für das Humanmedizin-Studium? In den Hauptzulassungsquoten (nach Abzug der Vorabquoten) wurden zum Sommersemester 2014 folgende Ergebnisse erzielt: Leistungsbestenquote (20%) 1,0 Wartezeitquote (20%) 13 Wartesemester 3,7 Auswahlverfahren der HS (60%) nach HamNat 1,7 4. Wie hoch ist der Anteil der beruflich Qualifizierten nach 11 BerlHG bei der Zulassung für das Humanmedizin-Studium? Wie hat sich die Anzahl seit der BerlHG-Novelle 2011 entwickelt? Zu der Anzahl zugelassener beruflich Qualifizierter sind keine Angaben möglich, da dies nicht gesondert erfasst wird. 5. Wie viele der beruflich Qualifizierten wurden seit 2011 abgelehnt? Mit welcher konkreten Begründung? Die Anzahl beruflich qualifizierter Bewerberinnen und Bewerber wird an der Charité nicht erfasst. Nach Auskunft der Stiftung für HS-Zulassung beträgt der Anteil der beruflich Qualifizierten ohne Abitur zum Februar ,81 % von der Anzahl aller Bewerberinnen und Bewerber. Zur Bildung einer eigenen Zulassungsquote sind aber gemäß Staatsvertrag 1% der Bewerberinnen und Bewerber notwendig. Über die Anzahl der beruflich Qualifizierten mit Abitur (gelten wie Abiturienten) liegen gegenwärtig keine Daten vor, da dies nicht gesondert erfasst wird 6. Wie viele der beruflich Qualifizierten wurden für das Humanmedizin-Studium zugelassen? Es sind keine Angaben möglich, da dies nicht erfasst wird. II. Fragen des Abgeordneten Stefan Schlede (CDU): 1. Hat die Charité in den letzten Jahren die ihr zur Verfügung stehenden in 8 des Hochschulzulassungsgesetzes festgesetzten 60% der Hochschulzulassungen genutzt und wenn ja, nach welchen über das der Abiturnote hinausgehenden Kriterien? Die Charité nutzt seit dem Wintersemester 2013/14 nach 8 Abs. 3 Nr. 3 BerlHZG die Möglichkeit für 60 % der in der Hauptquote zur Verfügung stehenden Studienplätze zusätzlich zu der Durchschnittnote der Hochschulzugangsberechtigung einen Studierfähigkeitstest durchzuführen. Es handelt sich dabei um den sog. HamNat. Dieser anerkannte Test fragt naturwissenschaftliches Wissen ab. Die Gewichtung von Test und Durchschnittnote der Hochschulzugangsbrechtigung ergibt sich im Einzelnen aus der Auswahlsatzung der Charité vom (Anlage). 2. Inwieweit ist die sozial-emotionale Kompetenz der Bewerber durch praktische Erfahrungen in medizinischen Bereichen (z. B. durch Praktika, Ausbildung als Krankenpfleger, Krankenschwester etc.) in die Entscheidung über eine Hochschulzulassung eingeflossen? Sozial-Emotionale Kompetenzen werden für die Hochschulzulassung an der Charité nicht berücksichtigt, das Auswahlverfahren richtet sich nach der Auswahlsatzung der Charité (Anlage).

3 3. Nach welchen Kriterien und mit welcher Begründung sind Zulassungsbeschränkungen bzw. Studienplatzablehnungen rechtlich in Frage gestellt worden? Die Klageverfahren beziehen sich in der Regel auf die Einklagung von Studienplätzen außerhalb der festgesetzten Aufnahmekapazität, also auf Fehler in der Berechnung der Plätze. Als die Charité noch Auswahlgespräche durchführte, waren diese regelmäßig auch Gegenstand der Zulassungsklagen. Beispielhaft sei hier aus Entscheidung des VG Berlin (August 2013) zum Zulassungsverfahren zum Sommersemester 2011 zitiert: Die verbliebenen Studienplatzbewerber verfolgen im Klageweg ihr Ziel auf Zulassung zu einem Erstsemesterstudienplatz an der Beklagten weiter. Sie sind der Auffassung, die für das Sommersemester 2011 festgesetzte Kapazität sei zu gering bemessen, die Einführung des Modellstudiengangs und die praktizierte Kapazitätsberechnung führten zu einer unzulässigen Vernichtung von Ausbildungskapazität Sie rügen u.a. die Verschiebung des. kapazitätsbegrenzenden Engpasses der Patientenzahl auf den Studienbeginn. Die Bestimmung des patientenbezogenen Engpasses müsse ferner den Veränderungen der Krankenhausrealität Rechnung tragen. Bei der Bemessung der Zahl der für Ausbildungszwecke verfügbaren Patienten müssten auch die ambulanten Patienten berücksichtigt werden. Die Bestimmung der Zahl der tagesbelegten Betten anhand der sog. Mitternachtszählung sei überholt, sie führe dazu, dass bestimmte Patientengruppen systematisch zu Lasten der Ausbildungskapazität unberücksichtigt blieben. Der von der Beklagten vorgenommene freihändige Ausgleich des zu erwartenden Schwundes sei rechtswidrig und dürfte nicht zu Lasten der Kläger kapazitätserschöpfend berücksichtigt werden. III. Fragen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Braucht es aus Sicht der Charité weitere gesetzliche (oder andere) Regelungen, um die Kriterien und Vorgaben aus 11 BerlHG bei der Zulassung zum Medizinstudium umsetzen zu können? Wenn ja, welche? Aus Sicht der Charité müsste der 9 Abs. 6 des Staatsvertrages über die Errichtung einer gemeinsamen Einrichtung für Hochschulzulassung angepasst oder verändert werden. Dieser sieht die Einrichtung einer Vorabquote nur für den Fall vor, wenn zu erwarten ist, dass der Anteil der ihr unterfallenden Bewerberinnen und Bewerber an der Bewerbergesamtzahl mindestens eins vom Hundert beträgt. Ich bitte, den Auftrag damit als erledigt anzusehen. In Vertretung Dr. Knut Nevermann Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

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5 Nr. 100 Satzung über das Auswahlverfahren der Charité Universitätsmedizin Berlin für die Studiengänge Humanmedizin und Zahnmedizin (Auswahlsatzung) Der Fakultätsrat der Charité Universitätsmedizin Berlin hat am gemäß 9 Abs. 1 Nr. 1, 22 Abs. 3 Berliner Universitätsmedizingesetz vom (GVBl. S. 739) i.v.m. 71 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Gesetz über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz BerlHG) in der Fassung vom (GVBl. S. 378), i.v.m. 8 Abs. 3 S. 6 Gesetz über die Zulassung zu den Hochschulen des Landes Berlin in zulassungsbeschränkten Studiengängen (Berliner Hochschulzulassungsgesetz BerlHZG) in der Fassung vom (GVBl. S. 393), zuletzt geändert durch Art. II des Gesetzes zur Modernisierung des Hochschulzugangs und zur Qualitätssicherung von Studium und Prüfung vom (GVBl. S 194) diese Satzung über das Auswahlverfahren der Charité Universitätsmedizin Berlin für die Studiengänge Humanmedizin und Zahnmedizin beschlossen 1 : Inhaltsübersicht 1 Anwendungsbereich 2 Erlass der Bescheide 3 Frist, Form der Anträge und Teilnahmevoraussetzungen 4 Vergabe der Studienplätze 5 Rangliste 6 Punkte für die Durchschnittsnote 7 Fachspezifischer Studierfähigkeitstest 8 Teilnahme am Studierfähigkeitstest 9 Die Einladung zum Studierfähigkeitstest 10 Durchführung des Studierfähigkeitstests und Punktevergabe 11 Nachteilsausgleich 12 Folgen der Nichtabgabe des Testbogens 13 Folgen der Nichtwahrnehmung des Termins 14 Inkrafttreten 1 Anwendungsbereich (1) Diese Satzung regelt das Auswahlverfahren der Charité Universitätsmedizin Berlin zur Vergabe der Studienplätze für die Studiengänge Humanmedizin und Zahnmedizin. (2) 10 Absatz 2 der Verordnung über die zentrale Vergabe von Studienplätzen durch die Stiftung für Hochschulzulassung (Vergabeverordnung Stiftung) vom (GVBl. S. 269), zuletzt geändert durch die Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die zentrale Vergabe von Studienplätzen durch die Stiftung für Hochschulzulassung vom (GVBl. S. 1 Diese Satzung hat der Vorstand der Charité am und die für die Hochschulen zuständige Senatsverwaltung gemäß 8 Abs. 3 Satz 6 BerlHZG am bestätigt. 151), bestimmt, wer an diesem Auswahlverfahren teilnimmt. 2 Erlass der Bescheide Zulassungs- und Ablehnungsbescheide im Auswahlverfahren nach dieser Satzung erlässt die Stiftung für Hochschulzulassung im Namen und im Auftrag der Charité Universitätsmedizin Berlin. 3 Frist, Form der Anträge und Teilnahmevoraussetzungen (1) Der Antrag auf Teilnahme am Auswahlverfahren der Charité Universitätsmedizin Berlin (Zulassungsantrag) ist bei der Stiftung für Hochschulzulassung zu stellen. (2) Frist und Form des Zulassungsantrags richten sich nach der Vergabeverordnung Stiftung. (3) An dem Auswahlverfahren wird beteiligt, wer die Charité Universitätsmedizin Berlin als erste Ortspräferenz für dieses Verfahren angegeben hat und dessen von der Stiftung für Hochschulzulassung mitgeteilte Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung mindestens 2,3 beträgt (Vorauswahl). 4 Vergabe der Studienplätze Die Studienplätze werden nach der erreichten Durchschnittsnote in Verbindung mit dem Ergebnis eines fachspezifischen Studierfähigkeitstests vergeben. 5 Rangliste (1) Für die Vergabe der Studienplätze wird eine Bewerberrangliste nach Punkten erstellt. (2) Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten nach Maßgabe des 6 Punkte für ihre Durchschnittsnote und nach Maßgabe des 9 Punkte für die Teilnahme an dem fachspezifischen Studierfähigkeitstest. Ihre Rangposition richtet sich nach der Summe dieser Punktzahlen. Wer an dem Test nicht teilgenommen hat, wird nur mit den Punkten für seine Durchschnittsnote an dem Auswahlverfahren beteiligt. (3) Bei gleichen Rangpositionen findet 8 a BerlHZG Anwendung. 6 Punkte für die Durchschnittsnote Für die Durchschnittsnote 1,0 in der Hochschulzugangsberechtigung werden 900 Punkte gutgeschrieben; für jede darüber liegende Zehntelnote werden hiervon 30 Punkte abgezogen.

6 Nr. 100 Seite Fachspezifischer Studierfähigkeitstest (1) Durch den fachspezifischen Studierfähigkeitstest werden medizinisch relevante Aspekte der Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Biologie im Multiple- Choice-Verfahren überprüft. (2) Der Test wird rechtzeitig vor Beginn des jeweiligen Semesters einmal durchgeführt. 8 Teilnahme am Studierfähigkeitstest Die Teilnahme am Studierfähigkeitstest ist auf 850 Personen für den Studiengang Humanmedizin und 150 Personen für den Studiengang Zahnmedizin begrenzt. Die Teilnahmeplätze werden jeweils nach Ranglisten vergeben, die aus den Durchschnittsnoten der Hochschulzugangsberechtigungen gebildet werden. Bei gleichen Rangpositionen ist 8 a BerlHZG anzuwenden. 9 Die Einladung zum Studierfähigkeitstest (1) Die zu beteiligenden Personen werden rechtzeitig zu dem Studierfähigkeitstest eingeladen. (2) Die Einladung erfolgt ausschließlich per an die bei der Stiftung für Hochschulzulassung angegebene E- Mail-Adresse. Die Bewerberinnen und Bewerber sind verpflichtet, für genügend Speicherplatz auf ihrem E- Mail-Konto zu sorgen und ihre s regelmäßig abzurufen. Wer bei der Stiftung für Hochschulzulassung keine -Adresse angibt, erhält keine Einladung. 12 Folgen der Nichtabgabe des Testbogens Gibt eine Person ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes den Testbogen nicht ab, wird sie nur mit den Punkten für ihre Durchschnittsnote an dem Auswahlverfahren beteiligt. 13 Folgen der Nichtwahrnehmung des Termins Tritt eine eingeladene Person nicht pünktlich zum Testtermin an, erlischt rückwirkend ihre Teilnahmeberechtigung für diesen Termin. In diesem Fall werden nur die Punkte für die Durchschnittsnote berücksichtigt. 14 Inkrafttreten (1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtlichen Mitteilungsblatt der Charité Universitätsmedizin Berlin in Kraft. Sie gilt erstmals für das Wintersemester 2013/14. (2) Die Satzung über das Auswahlverfahren der Charité Universitätsmedizin Berlin in den Studiengängen Humanmedizin und Zahnmedizin vom (Amtliches Mitteilungsblatt der Charité Universitätsmedizin Berlin Nr. 53 vom ) gilt letztmals für das Sommersemester Durchführung des Studierfähigkeitstests und Punktevergabe (1) Die Bearbeitungszeit des Studierfähigkeitstests beträgt höchstens drei Stunden. (2) In dem Studierfähigkeitstest können bei richtiger Beantwortung aller Fragen 400 Punkte erreicht werden. Für jede teilnehmende Person wird ermittelt, wie viel Prozent der Fragen sie richtig beantwortet hat. Dieser Prozentwert wird den 400 Punkten multipliziert. (3) Der Fakultätsrat entscheidet, welcher Studierfähigkeitstest eingesetzt wird und gibt dies im Amtlichen Mitteilungsblatt bekannt. 11 Nachteilsausgleich bei dem Studierfähigkeitstest (1) Ein Nachteilsausgleich kann in Anspruch genommen werden, wenn eine länger andauernde körperliche Beeinträchtigung oder Behinderung vorliegt und der Test in der vorgeschriebenen Form nicht oder nur teilweise erbracht werden kann. (2) Wer einen Nachteilsausgleich begehrt, muss dies unverzüglich nach Erhalt der Einladung zum Studierfähigkeitstest schriftlich bei dem Referat für Studienangelegenheiten beantragen. Diesem Antrag ist ein Nachweis über die körperliche Beeinträchtigung oder Behinderung beizufügen. Der Antrag ist zu bescheiden.

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