Unternehmen und Arbeitsstätten

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1 Statistisches Bundesamt Unternehmen und Arbeitsstätten Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2013 Erscheinungsfolge: jährlich Erschienen am 10. Dezember 2013 Artikelnummer: Ihr Kontakt zu uns: Telefon: +49 (0) 228/ Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2013 Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

2 Inhalt Seite Textteil Vorbemerkung... Glossar... Aktuelle Ergebnisse Tabellenteil 1 Kernindikatoren Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2013 (Teil A)... 8 Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2013 (Teil B) Kennzahlen im Zeitvergleich Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2010 bis Schwerpunktthema 2013: Social Media 3.1 Nutzung von Social Media Nutzung von Social Media-Plattformen Nutzungszwecke von Social Media-Plattformen Formale Richtlinien im Umgang mit Social Media Einsatz von Computern und Internet 4.1 Einsatz von Computern Internetzugang Verbindungsarten zum Internet Maximale vertraglich vereinbarte Datenübertragungsrate der schnellsten Internetverbindung Nutzung des Internets 5.1 Tragbare Geräte mit mobiler Internetverbindung Website Bereitgestellte Informationen oder Dienstleistungen auf der Website E-Government 6.1 Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung über Internet Gründe für die Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung über Internet Nutzung des Internets im Rahmen eines elektronischen Auftragsvergabesystems der öffentlichen Verwaltung Elektronischer Informationsaustausch 7.1 Versand und Erhalt elektronischer Rechnungen Nutzung einer firmeninternen ERP-Software E-Commerce 8.1 Verkäufe über eine Website oder über EDI nach Regionen Einkäufe über eine Website oder andere computergestützte Netzwerke nach Regionen Umsatz über eine Website oder über EDI Verkäufe über eine Website oder über EDI nach Regionen Einkäufe über eine Website oder andere computergestützte Netzwerke nach Regionen Hinderungsgründe für den Verkauf über eine Website Umsatz über eine Website nach Kundentypen Tätige Personen mit Computer- und Internetnutzung 9.1 Tätige Personen mit regelmäßiger Computernutzung Tätige Personen mit regelmäßiger Internetnutzung Tätige Personen mit Nutzung eines mobilen Internetzugangs über ein tragbares Gerät Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

3 Inhalt Anhang Klassifikation der Wirtschaftszweige Qualitätsbericht Erhebungsbogen Gebietsstand Die Angaben beziehen sich auf den Gebietsstand der Bundesrepublik Deutschland seit dem 1. Oktober = / = X = Zeichenerklärung in Tabellen Keine Angabe, da Merkmal für entsprechende(n) Größenklasse oder Wirtschaftszweig nicht erfasst Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll Geschlechtsneutrale Bezeichnung Die nachfolgend verwendeten Personenbezeichnungen sind als geschlechtsneutral zu interpretieren und gelten demnach für Frauen und Männer. 2 Statistisches Bundesamt, IKT in Untetnehmen 2013

4 Vorbemerkung Die effektive Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist für Unternehmen zu einem wichtigen strategischen Faktor geworden. Durch den Einsatz von IKT lässt sich die Produktivität von Unternehmen steigern und so die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Informationstechnologien erleichtern den Zugang zu Daten, beschleunigen Geschäftsprozesse und eröffnen den Unternehmen neue, globale Beschaffungs- und Absatzwege. Die Europäische Kommission hat innerhalb ihrer langfristigen Wachstumsstrategie Europa 2020 die Leitinitiative einer Digitalen Agenda für Europa geschaffen, um die Europäische Union bis zum Jahr 2020 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt mit mehr Arbeitsplätzen und besserem sozialen Zusammenhalt auszubauen. Zur Evaluierung dieser Aktionspläne und zur Durchführung eines gemeinsamen Benchmarkings benötigt die Europäische Kommission das Mitwirken ihrer Mitgliedstaaten, um eine regelmäßige Dokumentation über die Nutzung von Informationsund Kommunikationstechnologien in Unternehmen und privaten Haushalten zu erhalten. Ausgehend von Pilotstudien in den Jahren 2002 bis 2005 wurde durch den Erlass der Verordnung (EG) Nr. 808/2004 vom 21. April 2004 des Europäischen Parlaments und des Rates, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1006/2009 vom 16. September 2009, festgelegt, dass alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union statistische Ergebnisse für die Erstellung von Gemeinschaftsstatistiken über die Nutzung von IKT durch Unternehmen, Haushalte und Einzelpersonen liefern. Die Erhebung erfolgt jährlich seit 2006 und ist zunächst bis zum Jahr 2019 vorgesehen. Da die EG-Verordnung den nach dem Bundesstatistikgesetz geforderten Regelungsinhalt nicht vollständig abbildet, wurde mit dem Gesetz über die Statistik zur Informationsgesellschaft (InfoGesStatG) vom 22. Dezember 2005 eine nationale Rechtsgrundlage geschaffen, auf deren Basis die Erhebungen IKT in Unternehmen und IKT in privaten Haushalten als reguläre Erhebungen in Zusammenarbeit mit den Statistischen Ämtern der Länder und mit Unterstützung des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) durchgeführt werden. Die Erhebung zur Nutzung von IKT in Unternehmen liefert einen Überblick über die Ausstattung von deutschen Unternehmen mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Neben Informationen über die Verbreitung der Nutzung von Computern, Internet und Netzwerken bilden die verschiedenen Nutzungsaspekte moderner Informationstechnologien, wie etwa E-Commerce oder E-Government, einen zentralen Bestandteil der Studie. Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse der Erhebung für Deutschland aus dem aktuellen Berichtsjahr 2013 vorgestellt. Erstmalig können auch Informationen zu Social Media in Unternehmen präsentiert werden. Die Ergebnisse im Tabellenband beziehen sich, wenn nicht anders erwähnt, auf den Januar des Berichtsjahres. Mit Ausnahme des Landwirtschafts- und Bergbausektors, der öffentlichen Verwaltung, des Gesundheits- und Sozialwesens und der Bereiche Erziehung, Unterricht, Kunst und Unterhaltung sind Unternehmen nahezu aller Wirtschaftszweige befragt worden. Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

5 Glossar Automatischer elektronischer Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens Der automatische elektronische Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Abteilungen des Unternehmens erfolgt wahlweise über die Nutzung einer gemeinsamen, universellen Datenbank oder Softwareanwendung, welche die Arbeit verschiedener Aufgabenbereiche unterstützt, über die Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Softwareanwendungen unterschiedlicher Arbeitsbereiche oder über automatisierten Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwaresystemen des Unternehmens. B2B (Business-to-Business) Business-to-Business bezeichnet Geschäftsbeziehungen und Transaktionen zwischen Unternehmen. B2C (Business-to-Customer) Business-to-Customer bezeichnet Geschäftsbeziehungen und Transaktionen zwischen Unternehmen und Privatkunden. B2G (Business-to-Government) Business-to-Government bezeichnet Geschäftsbeziehungen und Transaktionen zwischen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Computer Der Begriff Computer umfasst Personal-Computer, tragbare Computer (z. B. Laptop, Nettop, Notebook, Tablet) sowie andere tragbare Geräte wie Smartphone, Personal Digital Assistant (PDA). EDI (Electronic Data Interchange) Electronic Data Interchange bezeichnet den elektronischen Austausch strukturierter Daten zwischen Computersystemen verschiedener Geschäftspartner in einem standardisierten und maschinenlesbaren Format. Die Kommunikation erfolgt dabei via Datenfernübertragung (Standleitungen) und in der Regel ohne jegliche manuelle Eingriffe. E-Government E-Government steht für die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen zwischen der öffentlichen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Eingeschlossen sind Behörden auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sowie öffentliche Einrichtungen der Sozialversicherung und des Gesundheitswesens (z. B. Krankenkassen). Unternehmen kommunizieren mit der öffentlichen Verwaltung über das Internet, um z. B. Informationen zu erhalten, Formulare herunterzuladen und ausgefüllt zurückzusenden oder um über das Internet ein Angebot bei einer öffentlichen elektronischen Ausschreibung abzugeben. Die Möglichkeiten reichen dabei bis zur vollständig elektronischen, papierfreien Abwicklung von Verfahren. Elektronische Rechnung (E-Invoice) Die elektronische Rechnung ist eine papierlose Methode der Abrechnung. Endkunden empfangen ihre E-Invoices über das Internet, per oder über ein E-Portal. Im Business-to-Business-Bereich (B2B) werden die Rechnungsdaten einer E-Invoice direkt vom Verrechnungssystem des Absenders in das Buchhaltungssystem des Empfängers übertragen. Zur Prüfung und Ablage wird den zuständigen Mitarbeitern eine grafische Darstellung der eingehenden E-Invoice vergleichbar der Papierrechnung mitgeliefert. Die E-Invoice muss in Deutschland zur Sicherstellung der Vorsteuerabzugsfähigkeit mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein. ERP (Enterprise Resource Planning) Enterprise Resource Planning bezeichnet die Steuerung der vorhandenen Ressourcen eines Unternehmens mittels einer oder einer Reihe von Software- Anwendungen, die Informationen und Prozesse zwischen mehreren Geschäftsbereichen des Unternehmens zusammenfügt und zum Ziel hat, die im Unternehmen vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen effizient einzusetzen und die einzelnen Geschäftsprozesse aufeinander abzustimmen und zu optimieren. Eine typische ERP- Software unterstützt dabei fast alle Geschäftsprozesse wie Planung, Beschaffung, Vertrieb, Marketing und Kundenmanagement. E-Tendering E-Tendering bezeichnet den Prozess eines elektronischen Auftragsvergabeverfahrens, der die Erstellung und Unterbreitung von Online-Ausschreibungen oder Online-Angeboten beinhaltet und damit den Prozess vor der eigentlichen Vertragsgestaltung abdeckt. Mobile Internetverbindung/Mobilfunknetz Das Mobilfunknetz ist die technische Infrastruktur zum Aufbau einer mobilen Internetverbindung zwischen Mobilfunkantenne und einem mobilen (tragbaren) Gerät. Ausgehend von der technologischen Entwicklung wird die Schnelligkeit und Qualität des Mobilfunknetzes anhand internationaler Standards festgelegt. Mobilfunkgeräte der ersten Generation (1G) nutzten ein analoges Mobilfunknetz. Mobilfunknetze über GSM oder GPRS gehören zum 2G-Standard. Ein mobiles Breitbandnetz nutzt Mobilfunknetz- Architekturen der dritten Generation (3G), z. B. UMTS, HDSPA, mit welchen deutlich höhere Daten- 4 Statistisches Bundesamt, IKT in Untetnehmen 2013

6 übertragungsraten (bis zu 7,2 MBit/s) möglich sind. Long-Term Evolution (LTE) oder WiMax sind die technologischen Weiterentwicklungen des neuesten Mobilfunkstandards der vierten Generation (4G). Nach ITU-Richtlinien beträgt hier die Mindest-Downloadrate bereits 100 MBit/s und der Mindest-Upload 50 MBit/s. Multimedia-Portale Internet-Multimedia-Portale sind Websites, auf denen Audio-, Video- oder Fotodaten zum Ansehen (Streaming) oder Herunterladen angeboten werden. Dazu gehören auch Portale, die die Produktion, Weiterverarbeitung und über Abonnements organisierte Verbreitung von Multimedia ermöglichen. Social Media Zu dem Oberbegriff Social Media (auch: Soziale Medien) werden alle digitalen Medien (Plattformen) und Technologien gezählt, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen. Einige Plattformen bieten zusätzlich die Möglichkeit, Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Soziale Netzwerke Soziale Netzwerke sind über das Internet verbundene Netzgemeinschaften (Online-Communities), die in erster Linie der Pflege und dem Ausbau sozialer Kontakte dienen. Übliche Funktionselemente sind ein eigenes Benutzerprofil, persönliche Kontaktlisten und Nutzergruppen. Häufig werden soziale Netzwerke nach der Art der Nutzung unterschieden: für hauptsächlich private Kontakte (z. B. Facebook und Google+) oder vorrangig für geschäftliche Kontakte (z. B. LinkedIn und Xing). Weblogs/Mikroblogging-Dienste Ein Weblog ist ein im Internet einsehbares Tagebuch, in dem mindestens eine Person Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt. Wird ein Weblog offiziell von einem Unternehmen geführt, spricht man von einem Unternehmens-Weblog (Corporate Blog). Mikroblogging ist eine kurze Form des Informationsaustauschs, ähnlich dem SMS-Textstil, das in vielen sozialen Netzwerken Anwendung findet. Mikroblogging-Dienste, wie Twitter, sind zentrale Internetportale zur Bereitstellung und Verbreitung von Mikroblogging. Website Ort im Internet, der durch eine spezielle Adresse definiert ist. Die einer Sammlung von mehreren Seiten vorangestellte Eröffnungsseite wird als Homepage bezeichnet. Eine eigene Website ist dadurch gekennzeichnet, dass das Unternehmen selbst eine Gestaltungsmöglichkeit für das Internetangebot hat. Hierbei ist es unerheblich, ob diese Website auf einem eigenen Computer des Unternehmens oder auf einem fremden Rechner bereitgestellt wird. Wiki Wiki als Kurzform für WikiWeb ist ein offenes Autorensystem im Internet, in dem Benutzer Inhalte bereitstellen und verändern können. Unternehmens- Wikis dienen zum Aufbau und zur Pflege eines unternehmensinternen Wissensmanagements, welches den Mitarbeitern generell transparent und frei zugänglich ist. Tragbare Geräte Das Unternehmen stellt seinen Beschäftigten tragbare Geräte, die eine mobile Internetverbindung ermöglichen, zum Geschäftsgebrauch zur Verfügung und übernimmt komplett oder teilweise die anfallenden Nutzungsgebühren. Darunter fallen tragbare Computer (z. B. Laptop, Notebook, Tablet) und andere tragbare Geräte (z. B. Smartphone, PDA). Tragbare Geräte können über ein lokales Netzwerk, z. B. öffentliche Hotspot-Zonen, mit dem Internet verbunden werden. Für den Geschäftsgebrauch stellt das Unternehmen den Beschäftigten im Allgemeinen einen Internetzugang über ein sicheres Mobilfunknetz bereit. Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

7 Aktuelle Ergebnisse der IKT-Erhebung 2013 Nachstehend werden ausgewählte aktuelle Ergebnisse der IKT-Erhebung 2013 dargestellt. Zunächst wird die Entwicklung der verschiedenen Zugangsarten zum Internet beschrieben. Hier wird insbesondere die zunehmende Bedeutung der mobilen Internetverbindung deutlich. Weiterhin wird der Nutzungsgrad des automatischen elektronischen Informationsaustauschs innerhalb der Unternehmen mittels ERP-Software dargestellt. Nutzung mobiler Internetverbindung steigt rasant Die Unternehmen in Deutschland, die über einen Internetzugang verfügen (87 %), nutzen im Jahr 2013 mehrheitlich eine DSL-Breitbandverbindung (80 %), um mit dem World Wide Web verbunden zu werden. Dieser Anteil bewegte sich in den vergangenen Jahren auf unverändert hohem Niveau. 33 % der Unternehmen sind über einen ISDN-Anschluss oder eine analoge Telefonverbindung mit dem Internet verbunden. Eine rasante Zunahme verzeichnet der Zugang über eine mobile Internetverbindung (60 %). Gegenüber dem Vorjahr 2012 hat sich dieser Anteil fast verdoppelt. 1) Mehrfachnennung möglich. Nahezu jedes dritte Unternehmen nutzt eine firmeninterne ERP-Software 30 % der Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten nutzen eine Enterprise Resource Planning (ERP)-Software, die einen automatischen elektronischen Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens ermöglicht. Ziel der Softwareanwendung ist es, die im Unternehmen vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen effizient einzusetzen und die einzelnen Geschäftsprozesse aufeinander abzustimmen und zu optimieren. Bei den großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten wird ERP- Software bereits von 80 % der Unternehmen genutzt. 6 Statistisches Bundesamt, IKT in Untetnehmen 2013

8 Schwerpunktthema der Erhebung 2013 war Social Media. Insbesondere wurde die Nutzung von Social Media-Plattformen in den Unternehmen befragt. Auch die Nutzungszwecke dieser Plattformen waren Gegenstand der Erhebung. 37 % aller Unternehmen mit Internetzugang nutzen Social Media Neben der eigenen Website bieten Soziale Medien den Unternehmen zusätzlich die Möglichkeit, sich aktiv mit ihren Privatkunden und Geschäftspartnern auszutauschen und damit einen größeren Markt für Werbung, Innovation und Meinungsforschung zu erzielen. 37 % aller Unternehmen in Deutschland mit Internetzugang nutzen im Jahr 2013 Soziale Medien (Social Media). Dieser Anteil liegt bei den Großunternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten bereits bei 56 %. Die sozialen Netzwerke (z. B. Facebook, LinkedIn, Xing, Google+) sind bei 29 % der Unternehmen die am häufigsten genutzte Plattform. Wiki-Wissensmanagementsysteme werden von 17 % und Multimedia-Portale (z. B. YouTube, Picasa, Slideshare, Podcast) von 13 % der Unternehmen eingesetzt. Mit 3 % noch wenig genutzt werden Unternehmens- Weblogs oder Mikroblogging-Dienste (z. B. Twitter, Yammer, Communote, identi.ca). 62 % der Unternehmen nutzen Social Media zur Gestaltung des Unternehmensprofils oder zur Darstellung der eigenen Produkte Der häufigste Nutzungszweck Sozialer Medien ist bei 62 % der größeren Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten die Gestaltung des Unternehmensprofils oder die Darstellung der eigenen Produkte. Der digitale Dialog bei Kundenanfragen, -kritik und -meinungen ist für 42 % der Unternehmen ein Nutzungsaspekt. In jedem dritten Unternehmen (34 %) werden Social Media zur Gewinnung von neuem Personal eingesetzt. Intern dienen Soziale Medien bei 27 % der Unternehmen zum Austausch von Meinungen, Ansichten oder Fachwissen. Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

9 1 Kernindikatoren Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2013 nach Wirtschaftszweigen (Teil A) Wirtschaftszweig Einsatz von Computern Unternehmen mit Einkäufen von Waren oder Dienstleistungen über eine Website Internetzugang oder andere computergestützte Netzwerke (z. B. EDI) 1) Anteil in % an allen Unternehmen Nutzung einer firmeninternen ERP-Software 2) an den Unternehmen mit Computernutzung Untersuchte Bereiche insgesamt... Verarbeitendes Gewerbe... Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung und Tabakverarbeitung... Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen... Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren, Papier, Pappe und Waren daraus sowie von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern... Kokerei und Mineralölverarbeitung, Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren, Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden... Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen... Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen... Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, Maschinenbau... Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, sonstiger Fahrzeugbau... Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren, Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen... Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen... Baugewerbe... Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Großhandel (ohne Handel mit Kfz)... Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz)... Verkehr, Lagerei, Post-, Kurier- und Expressdienste... Gastgewerbe... Beherbergung... Gastronomie... Information und Kommunikation... Verlagswesen, Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen, Kinos, Tonstudios, Verlegen von Musik, Rundfunkveranstalter... Telekommunikation... Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie... Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen... Grundstücks- und Wohnungswesen... Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen... Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen... Vermietung beweglicher Sachen, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Wach- und Sicherheitsdienste, Detekteien, Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen a.n.g.... Reisebüros, Reiseveranstalter und Erbringung sonstiger Reservierungsleistungen... Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten / / / / / / / / / / / / / / / / / 1) Die Ergebnisse für dieses Merkmal beziehen sich auf das vorausgegangene Kalenderjahr; der Insgesamtwert beinhaltet alle Unternehmen ohne den Wirtschaftszweig Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. 2) Ohne Unternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten. 8 Statistisches Bundesamt, IKT in Untetnehmen 2013

10 1 Kernindikatoren Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2013 nach Wirtschaftszweigen (Teil B) Unternehmen mit Wirtschaftszweig tragbaren Geräten mobiler mit mobiler Internetverbindung Internetverbindung einer Website Einsatz des Internets zur Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung (E-Government) 1) Anteil in % an den Unternehmen mit Internetzugang Untersuchte Bereiche insgesamt... Verarbeitendes Gewerbe... Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung und Tabakverarbeitung... Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen... Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren, Papier, Pappe und Waren daraus sowie von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern... Kokerei und Mineralölverarbeitung, Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren, Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden... Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen... Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen... Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, Maschinenbau... Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, sonstiger Fahrzeugbau... Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren, Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen... Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen... Baugewerbe... Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Großhandel (ohne Handel mit Kfz)... Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz)... Verkehr, Lagerei, Post-, Kurier- und Expressdienste... Gastgewerbe... Beherbergung... Gastronomie... Information und Kommunikation... Verlagswesen, Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen, Kinos, Tonstudios, Verlegen von Musik, Rundfunkveranstalter... Telekommunikation... Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie... Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen... Grundstücks- und Wohnungswesen... Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen... Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen... Vermietung beweglicher Sachen, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Wach- und Sicherheitsdienste, Detekteien, Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen a.n.g.... Reisebüros, Reiseveranstalter und Erbringung sonstiger Reservierungsleistungen... Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten / / / / / / / / / / / ) Die Ergebnisse für dieses Merkmal beziehen sich auf das vorausgegangene Kalenderjahr. Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

11 2 Kennzahlen im Zeitvergleich Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2010 bis 2013 Gegenstand der Nachweisung Anteil in % Unternehmen mit Einsatz von Computern Internetzugang ), 2) Verkäufen über eine Website oder über EDI... X ), 2) Einkäufen über eine Website oder über EDI Unternehmen mit Internetzugang 3) über ISDN-Anschluss oder analoge Telefonverbindung über DSL über mobile Verbindung und einer Website und tragbaren Geräten mit mobiler Internetverbindung ), 4) zur Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung Tätige Personen im Unternehmen, die während der Arbeitszeit mindestens einmal pro Woche einen Computer nutzten... einmal pro Woche einen Computer mit Internetzugang nutzten ) Die Ergebnisse für dieses Merkmal beziehen sich auf das vorausgegangene Kalenderjahr. 2) Vor 2011 bezog sich die Fragestellung auf das Internet oder andere computergestützte Netzwerke (z. B. EDI); der Insgesamtwert beinhaltet alle Unternehmen ohne den Wirtschaftszweig Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. 3) Vor 2012 bezog sich die Fragestellung auf ein herkömmliches Modem (über eine analoge Telefonverbindung) oder einen ISDN-Anschluss. 4) Wechsel in der Methodik ab Statistisches Bundesamt, IKT in Untetnehmen 2013

12 3 3.1 Schwerpunktthema 2013: Social Media Nutzung von Social Media nach Wirtschaftszweigen und Beschäftigtengrößenklassen Wirtschaftszweig Insgesamt Unternehmen mit Nutzung von Social Media Unternehmen mit bis Beschäftigten und mehr Anteil in % an den Unternehmen mit Internetzugang Untersuchte Bereiche insgesamt... Verarbeitendes Gewerbe... Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen... Baugewerbe... Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Verkehr, Lagerei, Post-, Kurier- und Expressdienste... Gastgewerbe... Information und Kommunikation... Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen... Grundstücks- und Wohnungswesen... Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen... Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen... Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / 3.2 Nutzung von Social Media-Plattformen nach Beschäftigtengrößenklassen Unternehmen mit bis Beschäftigten Unternehmen mit Nutzung folgender Social Media-Plattformen Insgesamt und mehr Anteil in % an den Unternehmen mit Internetzugang Soziale Netzwerke... Unternehmens-Weblogs oder Mikroblogging-Dienste... Multimedia-Portale... Wiki-Wissensmanagementsysteme / Keine Nutzung der genannten Social Media-Plattformen oder ausschließlich für kostenpflichtige Werbung Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

13 3 3.3 Schwerpunktthema 2013: Social Media Nutzungszwecke von Social Media-Plattformen nach Beschäftigtengrößenklassen (ohne Unternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten) Unternehmen mit bis Beschäftigten Unternehmen mit Nutzung von Social Media-Plattformen für folgende Zwecke Insgesamt und mehr Anteil in % an den Unternehmen mit Nutzung von Social Media (ohne Unternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten) Gestaltung des Unternehmensprofils oder Darstellung der Produkte (z. B. Werbung, Neueinführung von Produkten auf dem Markt)... Erhalt von Kundenanfragen, -kritik und -meinungen sowie deren Beantwortung... Kundeneinbindung in die Entwicklung oder Innovation von Waren oder Dienstleistungen... Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern oder anderen Organisationen (z. B. Lieferanten, öffentliche Behörden, Forschungsinstitute)... Gewinnung von neuem Personal... Austausch von Meinungen, Ansichten oder Fachwissen innerhalb des Unternehmens Formale Richtlinien im Umgang mit Social Media nach Beschäftigtengrößenklassen (ohne Unternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten) Unternehmen mit bis Beschäftigten Unternehmen Insgesamt und mehr Anteil in % an den Unternehmen mit Nutzung von Social Media (ohne Unternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten) die über formale Richtlinien im Umgang mit Social Media verfügen (z. B. Zielvorgaben, Regeln, Verfahren) Statistisches Bundesamt, IKT in Untetnehmen 2013

14 4 4.1 Einsatz von Computern und Internet Einsatz von Computern nach Wirtschaftszweigen und Beschäftigtengrößenklassen Wirtschaftszweig Insgesamt Unternehmen mit Einsatz von Computern Unternehmen mit bis Beschäftigten und mehr Anteil in % an allen Unternehmen Untersuchte Bereiche insgesamt... Verarbeitendes Gewerbe... Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen... Baugewerbe... Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Verkehr, Lagerei, Post-, Kurier- und Expressdienste... Gastgewerbe... Information und Kommunikation... Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen... Grundstücks- und Wohnungswesen... Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen... Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen... Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten Internetzugang nach Wirtschaftszweigen und Beschäftigtengrößenklassen Wirtschaftszweig Insgesamt Unternehmen mit Internetzugang Unternehmen mit bis Beschäftigten und mehr Anteil in % an allen Unternehmen Untersuchte Bereiche insgesamt... Verarbeitendes Gewerbe... Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen... Baugewerbe... Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen... Verkehr, Lagerei, Post-, Kurier- und Expressdienste... Gastgewerbe... Information und Kommunikation... Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen... Grundstücks- und Wohnungswesen... Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen... Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen... Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten Statistisches Bundesamt, IKT in Unternehmen

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